Liebe BMs, holt euch etwas zu trinken. Etwas Starkes. Ihr werdet es brauchen.

Heute reden wir über das Podest.

Ihr wisst was ich meine. Dieses unsichtbare, aber allgegenwärtige Konstrukt auf dem die BKs thronen. Errichtet von schuldgeplagten KVs, zementiert von einer Gesellschaft die Trennungskinder reflexartig in Watte packt und poliert von jedem Erwachsenen der zu feige ist, mal Nein zu sagen.

Und ihr? Ihr steht daneben. Mit dem Blick des Zyklopen vor dem 3D-Kino.

Nur dass es kein Kino ist. Es ist eure Wohnung. Und was ihr seht, ist kein Film.

 

Szenen aus dem Patchwork-Alltag

Fangen wir mit dem Badezimmer an. Weil es immer mit dem Badezimmer anfängt.

Da wäre die BM, die nach dem Umgangswochenende die Toilette betritt und Dinge vorfindet für die es eigentlich einen Warnhinweis bräuchte. Unschöne Hinterlassenschaften nach grösseren Toilettengeschäften. Dinge, die man nicht googeln sollte. Dinge, für die das Wort „unzumutbar“ noch höflich ist.

Dann die BM, die an ihrem eigenen Esstisch alleine isst. Nicht aus Einsamkeit – sondern aus purem Selbstschutz. Die Horde am Tisch erinnert nämlich weniger an eine zivilisierte Mahlzeit, als an ausgehungerte Schweine am Trog. Schmatzen, grabbeln, meckern. Und der KV? Lächelt mild. „Die sind halt lebhaft.“

Lebhaft. Ja.

Weiter geht’s mit der BM, die im BK-Zimmer eine Madenzucht entdeckt. Keine Absicht natürlich. Einfach organisch entstanden. Aus Essensresten, Chaos und der elterlichen Überzeugung, dass Aufräumen die Kinderseele beschädigt.

Den absoluten Höhepunkt jedoch – und hier gebührt ein Sonderapplaus – erreicht jene BM, die vermutlich ins Guinnessbuch der Rekorde eingeht: Ihre pubertären BKs haben sich knappe vier Wochen nicht geduscht. Vier Wochen. Gegen deren Ausdünstungen wirkt jeder Pumakäfig wie eine Fünf-Sterne-Wellnessoase. Der KV? Achselzucken. „Die sind halt in dem Alter.“

Und dann wäre da noch das BK, das den KV so meisterhaft manipuliert, dass Machiavelli vor Neid erblassen würde. Tränen auf Knopfdruck. Strategisches Schweigen. Der gezielte Vergleich mit Mama, die das ja immer erlaubt. Der KV knickt ein. Jedes Mal. Weil er Angst hat. Weil er immer Angst hat.

Guilty Parenting – oder: Die Kunst sich selbst zu bestrafen

Kommen wir zum eigentlichen Problem.

Es hat einen Namen: Guilty Parenting. Auf Deutsch: Erziehen aus schlechtem Gewissen heraus. Oder präziser – gar nicht erziehen, weil das schlechte Gewissen jeden Erziehungsversuch im Keim erstickt.

Das Muster ist immer dasselbe.

Die Trennung passiert. Der KV – oder die KM, aber bleiben wir heute beim KV – fühlt sich schuldig. Schuldig gegenüber dem Kind das nun zwischen zwei Haushalten pendelt. Schuldig weil die heile Familie zerbrochen ist. Schuldig weil er nicht jeden Tag da ist.

Und was macht man mit Schuldgefühlen? Man kompensiert.

Man sagt nicht Nein. Man setzt keine Grenzen. Man räumt nicht auf, wenn das Kind nicht aufräumt. Man lässt es durchgehen, wenn es die neue Partnerin wie Luft behandelt. Man schaut weg, wenn es am Tisch die Manieren eines Ferkels an den Tag legt. Man lächelt entschuldigend und sagt den Satz der jeder BM das Blut in den Adern gefrieren lässt:

Sind halt Kinder. Da kann man nichts machen.

Doch. Man kann.

Man nennt es Erziehung.

Aber Erziehung bedeutet Konsequenzen. Konsequenzen bedeuten Tränen. Tränen bedeuten, dass das Kind vielleicht – vielleicht! – für einen Moment sauer ist. Und das, liebe KVs, ist für euch unerträglich. Nicht weil ihr schlechte Eltern seid. Sondern weil ihr Angst habt. Angst, dass das Kind euch nicht mehr mag. Angst, dass es lieber bei Mama bleibt. Angst vor eurer eigenen Unzulänglichkeit.

Und so thront das Kind weiter auf seinem Podest.

Unangetastet. Unkritisiert. Unerzogen.

 

Und die BM? Die darf die Scherben aufsammeln.

Buchstäblich.

Sie putzt das Badezimmer. Sie isst alleine. Sie entfernt die Madenzucht. Sie öffnet die Fenster – alle Fenster – nach vier Wochen ohne Dusche. Sie setzt Grenzen und wird dafür vom KV mit einem bösen Blick bedacht, als wäre sie das Problem.

Und wenn sie den Mund aufmacht? Dann ist sie die Böse. Die Strenge. Die die Kinder nicht mag.

Dabei ist sie die Einzige, die den Kindern etwas Echtes zutraut.

Das Podest hat einen hohen Preis – und die Kinder zahlen ihn

Jetzt wird es ernst.

Denn so lustig die Pumakäfig-Vergleiche auch sind – die Konsequenzen des Guilty Parentings sind es nicht.

Kinder, die auf dem Podest aufwachsen, verinnerlichen eine gefährliche Erwartungshaltung: Die Welt dreht sich um mich. Meine Bedürfnisse stehen über allem. Konsequenzen gelten für andere, nicht für mich.

Und dann endet das Podest.

Es endet spätestens in der Schule wo der Lehrer keine Schuldgefühle hat. Es endet im ersten Job, wo der Chef nicht einknickt, wenn die Unterlippe zittert. Es endet in der ersten ernsthaften Beziehung, wo der Partner irgendwann die Koffer packt, weil er keine Lust mehr hat der Ersatzelternteil zu sein.

Ich bin überzeugt – und das Forum gibt mir täglich recht – dass viele Trennungskinder im Leben scheitern, weil sie das Podest als Normalzustand verinnerlicht haben. Nicht weil sie böse sind. Nicht weil sie es wollen. Sondern weil niemand ihnen je beigebracht hat, wie das Leben wirklich funktioniert.

Das ist keine Strenge. Das ist Versagen.

Elterliches Versagen verkleidet als Liebe.

Was also tun?

Klare Ansage an den KV: In meiner Wohnung gelten Regeln. Für alle. Ohne Ausnahmen. Auch für die BKs.

Klare Ansage an euch, liebe BMs: Ihr seid nicht die Bösen, wenn ihr Grenzen setzt. Ihr seid nicht herzlos, wenn ihr Konsequenzen einfordert. Ihr tut den Kindern damit etwas Gutes – auch wenn es sich im Moment nicht so anfühlt.

Und klare Ansage an die KVs – falls ihr mitlest:

Euer Kind braucht keinen Freund. Es hat Freunde. Es braucht einen Elternteil. Einen der es liebt, genug um auch mal Nein zu sagen. Einen der ihm beibringt, dass das Leben kein Podest kennt.

Das ist keine Bestrafung. Das ist das grösste Geschenk, das ihr euren Kindern machen könnt.

Vom Podest ins Leben – das ist ein harter Fall.

Macht ihn sanft. Solange ihr noch könnt.

Was meint ihr, liebe Community? Kennt ihr das Podest? Ich bin sicher – ihr habt Geschichten. Immer her damit! Schreibt Eure Erfahrungen in die Kommentare oder diskutiert mit uns im Forum!

Eure Regina

Es klingt nach einem Moment, der voller Freude sein sollte:

Eine Stiefmutter und ein Trennungsvater freuen sich auf ein gemeinsames Wunschkind.

Eine neue Familie wächst.

Man hat das Gefühl, endlich angekommen zu sein.

Doch in vielen Patchworkfamilien passiert in genau diesem Moment etwas völlig anderes.

Man steckt noch mitten im Glück – und plötzlich bricht die Hölle los.

Der Moment, in dem das System explodiert

Eine Schwangerschaft in einer Patchworkkonstellation berührt mehr als biologische Fakten.

Sie trifft mitten ins Familiensystem – und dieses System war vorher schon fragil.

Was für das neue Paar ein liebevoller Neubeginn ist, fühlt sich für andere Beteiligte wie ein Erdbeben an.

Kaum etwas löst in Trennungskonstellationen so viel Angst, Wut und Machtkampf aus wie die Ankündigung eines weiteren Kindes.

Warum?

Weil eine neue Schwangerschaft alle bestehenden Rollen, Besitzansprüche und Loyalitäten neu sortiert.

Warum die Exfrau die Schwangerschaft oft als Angriff erlebt

In vielen Fällen reagiert die Exfrau nicht rational, sondern systemisch.

Ein Trennungsvater ist für sie – ob bewusst oder unbewusst – mehr als der Exmann ihrer Vergangenheit.

Er ist eine Ressource ihrer Gegenwart:

– emotional (jemand, der verfügbar ist, wenn es brennt)

– praktisch (Fahrten, Organisatorisches, Alltagslast)

– flexibel (Einspringen, Überschichten, Extra-Wünsche)

– finanziell (Unterhalt, Zusatzkosten, Hobbys, Ferien)

Eine neue Schwangerschaft bedeutet für sie: Kontrollverlust.

Und zusätzlich: Unterhaltsreduktion.

Diese finanzielle Anpassung wird selten offen thematisiert, ist aber ein enormer Trigger.

Nicht, weil es ums Geld als solches geht – sondern darum, dass das „eigene Familiensystem“ nicht mehr oberste Priorität hat.

Viele Exfrauen erleben die Schwangerschaft daher nicht als privates Ereignis ihres Expartners, sondern als direkten Verlust ihres Einflussbereichs.

Eine Bedrohung der eigenen Rolle.

Und häufig wird genau diese Angst – bewusst oder unbewusst – an die Kinder weitergegeben.

Warum die Kinder das Baby ablehnen (obwohl es gar nicht ihres ist)

Trennungskinder landen nach einer Scheidung oft auf einem ungewollten, aber realen goldenen Thron.

Man versucht, ihre Verluste auszugleichen.

Väter kompensieren Schuldgefühle:

– mehr Aufmerksamkeit

– mehr Nachgiebigkeit

– mehr Geschenke

– mehr Sonderzeit

Man möchte vermeiden, dass die Kinder noch mehr leiden – und dafür stellt man sie automatisch ins Zentrum.

Entsteht nun ein neues Baby, erleben viele Trennungskinder nicht „Freude über ein Geschwisterchen“, sondern:

– Angst, ersetzt zu werden

– Angst, weniger wichtig zu sein

– Angst, Papa zu verlieren

– Angst, Zweitfamilie zu werden

Wenn dann das Narrativ der Mutter dazukommt („Papa vergisst euch jetzt“, „Das neue Baby nimmt euch alles weg“), wird aus Unsicherheit klare Ablehnung.

Die Kinder übernehmen die Deutung, die Zuhause erzählt wird.

Der zweite Knall: Wenn der Vater überkompensiert

Und jetzt beginnt das eigentliche Drama.

Viele Trennungsväter reagieren auf die Ablehnung der älteren Kinder mit einem reflexhaften Muster:

– Sie priorisieren das Trennungskind noch stärker.

– Sie machen noch mehr möglich, noch mehr Nähe, noch mehr Sonderbehandlung.

Man möchte beruhigen, besänftigen, es allen recht machen.

Man hat Angst, dass die Kinder noch mehr Abstand gewinnen.

Das Ergebnis ist für das neue Familiensystem fatal:

Das gemeinsame Baby wird Kind zweiter Klasse.

Nicht aus böser Absicht.

Sondern aus Angst, ein anderes Kind zu verlieren.

Für die Stiefmutter fühlt es sich an wie ein paradoxes Punishment:

Man bekommt ein Wunschkind – und steht trotzdem plötzlich hinten an.

In vielen Familien passiert in der Umgangszeit noch etwas anderes:

Die Stiefmutter wird aus dem Familiensetting gedrängt.

„Das ist unsere Papa-Kind-Zeit.“

„Du musst da nicht dabei sein.“

„Das Baby stört nur die Harmonie.“

„Wir wollen unter uns sein.“

Der Vater versucht, zwei Systeme gleichzeitig zu bedienen – und opfert dabei unbewusst die neue Familie, weil er die alte nicht belasten möchte.

Die vergessenste Wahrheit: Die Stiefmutter trägt die Hauptlast

Über eines spricht kaum jemand, aber es ist erschütternd oft Realität:

Die Stiefmutter trägt das gemeinsame Baby finanziell fast alleine.

Während der Vater

– oftmals guten Willens –

die älteren Kinder mit:

– Unterhalt

– Extras

– Hobbys

– Ferien

– Geburtstagswünschen

– emotionaler Aufmerksamkeit

überschüttet, bleibt für das Neugeborene:

„Dafür habe ich gerade kein Budget.“

„Ich zahle schon so viel.“

„Du verdienst doch gut.“

„Das Kind lebt ja jeden Tag bei uns, das kostet automatisch weniger.“

In vielen Patchworkfamilien arbeitet die Stiefmutter Vollzeit, trägt den Hauptteil der Betreuungsarbeit und schultern nebenbei die Kosten des gemeinsamen Babys – während der Vater emotional und finanziell im anderen Familiensystem gebunden bleibt.

Das ist kein Vorwurf.

Es ist ein Realitätsspiegel.

Das eigentliche Problem ist nicht das Baby

Sondern das, was die Schwangerschaft sichtbar macht:

– ungeklärte Grenzen zur Exfrau

– emotionale Abhängigkeit

– alte Schuldgefühle des Vaters

– parentifizierte Kinder

– dysfunktionale Loyalitätsmuster

– ein finanziell unausgeglichenes System

– Angst vor Veränderungen

Eine neue Schwangerschaft bricht nichts kaputt.

Sie deckt nur auf, was vorher schon instabil war.

Was man klar sagen muss

Es ist nicht die Aufgabe eines Trennungsvaters, sein neues Kind zu überkompensieren.

Es ist nicht die Aufgabe einer Stiefmutter, Unsichtbarkeit auszuhalten.

Es ist nicht die Aufgabe eines Babys, geopfert zu werden, um alte Wunden nicht zu reizen.

Wenn man eine neue Familie gründet, darf diese Familie nicht permanent der Preis dafür sein, dass das alte System nicht geheilt ist.

Patchworkfamilien gelingen nicht durch Heldentaten.

Sie gelingen durch Klarheit, Grenzen und Mut.

Alle Jahre wieder….

Ja liebe Community, die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Statt besinnlicher Zeit, kann man hier echte Patchworkhighlights erleben. Wer an Weihnachten an glückliche Familien und leuchtende Kinderaugen denkt, wird im Patchwork sein blaues Wunder erleben. Nehmt Euch einen Glühwein und lehnt Euch zurück. Hier kommen die Highlights der Patchworkweihnachten.

Wo sind die Kinder an Weihnachten?

Die Frage der Fragen. Glücklich sind die, die da feste und faire Vereinbarungen haben. Leider ist das oft nicht der Fall. Interessanterweise habe ich durch intensiven Austausch mit sehr vielen Stiefmüttern eine Beobachtung gemacht. Wenn die Kinder klein sind, so gehört ein Kind Weihnachten zur Mutter! Ohne Diskussion! Da wird gezetert, gezockt und gelockt….die Kinder sollen unbedingt bei der Kindsmutter sein. Erstaunlicherweise ändert sich ab so ab ca. 12Jahre, dann heisst es nämlich gerne «jetzt bist Du mal dran» und sie werden sehr gerne zum Vater gegeben.

Als aussenstehender, normal denkender Mensch glaubt man ja eigentlich naiverweise, dass sich so ein Thema einfach lösen lassen sollte, indem man zum Beispiel einen jährlichen Wechsel vereinbart. Ist aber nicht so.

Der Weg ist das Ziel oder der halbgare Kompromiss

Gefühlt dürften sich zwischen dem 24. Und dem 26.12 nur Autos mit Trennungskindern auf den Autobahnen befinden, die von A nach B über C und wieder zurück gekarrt werden. Furchtbar. Diese Kinder verbringen Weihnachten auf der Strasse, nur damit beide Eltern das Kind an Weihnachten haben. Und Grosseltern gibt es ja auch noch. Das ist dann der Kompromiss, dass diese Kinder einfach überall sind.

Schöne Bescherung

Das bringt einen nämlich gleich zum nächsten Thema. Nicht wenige Patchworkkinder haben 4 oder sogar mehr Bescherungen. Diese Kinder werden rumgekarrt, sacken Geschenke ein und fahren zur nächsten Station. Bei Bescherung 5 wissen 90% dieser Kinder nicht mehr, was sie bei Bescherung eins bekommen haben. Trotzdem hat die ganze Familie (ausser der Bonusmutter) Herzchen in den Augen, dem armen Trennungskind alle Wünsche erfüllen zu dürfen. Gerne noch gewürzt mit einer ordentlich Prise von Elternkonkurrenzkampf. Da muss der Papa schon mit dem neuen IPhone auftrumpfen, um die teuren Markensneaker von Mama zu überbieten. Und wenn dann aus den armen Trennungskindern plötzlich fordernde Materialisten werden, ist bei allen (ausser der Bonusmutter) die Überraschung gross.

Geschenke? Fehlanzeige

Auch eine interessante Beobachtung durch den Austausch mit vielen Stiefmüttern. Viele Bonuskinder haben extrem wenig Empathie und Benehmen. Sehr häufig bekommt der Vater kein Geschenk vom Kind. Nichts. Nichts gebasteltes, nichts gemaltes, einfach gar nichts. Von der Bonusmutter will ich da gleich gar nicht sprechen. Die bekommt sowieso nichts.

Und die Bonusmutter?

Ja, die muss den Wahnsinn halt ertragen. Liebe BMs, lehnt Euch zurück, übt Resilienz, lasst Euch nicht als Putzfrau, Köchin oder Nanny einspannen  und lasst Euch von Euren Männern beschenken, sollten die noch etwas Geld haben nach allen Unterhaltszahlungen 😉

Frohe Weihnachten

Schreibt Eure besten Patchwork Weihnachtserlebnisse in die Kommentare

Liebe Community,

 

eine ganze Weile war es still im Stiefmutterblog. Die Wahrheit ist, dass er einfach technisch in die Jahre gekommen ist. Inhaltlich nicht, denn Patchwork ist weiterhin ein Dauerbrenner und wenn ich die Zugriffszahlen anschaue, gibt es ganz klar einen Bedarf für diesen „Hafen“ für Stiefmütter.

Nun habe ich die Zeit genutzt, um diesen komplett neuen Aufritt des SMB aus dem Hut zu zaubern. Mein Dankeschön geht dabei besonders an die Firma Cubex Netmedia, ohne deren Unterstützung ich das niemals hätte realisieren können. DANKE

Ich habe versucht, den Blog etwas aufzuräumen und übersichtlicher zu gestalten. Alle aktuellen Themen findet ihr auf der Startseite, ältere Artikel sind vollständig im Archiv zu finden. Verzichten musste ich leider auf die weitere Pflege der Kontaktliste. Diese war nur sehr mühsam manuell zu pflegen, zudem waren etliche eMailadressen nicht mehr aktuell. Das gleiche gilt für die Selbsthilfegruppen und Stammtische, da ist Google der bessere Ratgeber, ich konnte schlichtweg aus Zeitgründen nicht gewährleisten, dass diese immer aktuell waren.

Für den aktiven Austausch ist unser sehr lebendiges Forum da die richtige Plattform, dieses ist allerdings nur nach Registrierung erreichbar, um Anonymität besser gewährleisten zu können. Dort sind viele Bonusmütter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sehr aktiv.

 

Ich hoffe, Euch gefällt der neue Blog. Der Stiefmutterblog ist ein privates Projekt, selbstfinanziert und werbefrei und hat die Zielstellung allen Stiefmüttern, ob Vollzeit, Wechselmodell oder Residenzmodell eine Plattform zur Diskussion und zum Austausch, mit hoffentlich vielen wertvollen Tipps zu geben.

Ich hoffe, ihr verzeiht die kleineren „Kinderkrankheiten“, die es noch gibt.

Ganz viel Spass mit dem neuen Blog

Eure

Regina

Liebe Community, aus aktuellem Anlass heute ein Beitrag über eine ganz besondere Situation und wie Patchworker damit umgehen können. Als erstes möchte ich hier einmal ganz deutlich sagen, dass die aktuelle Situation sehr ernst zu nehmen ist und ich der Meinung bin, dass persönliche Befindlichkeiten nun einfach mal hinten anstehen müssen. Sämtliche sozialen Kontakte sind auf ein Minimum zu reduzieren. Doch wie sieht es mit dem Umgang aus? Muss dieser nun ausgesetzt werden? Darf der überhaupt ausgesetzt werden? Auch diese Frage ist absolut von den Gegebenheiten abhängig.

Liebe Community,

Es ist soweit. Ich durfte nun den Staffelstab übernehmen und freue mich darauf, den Stiefmutterblog wieder mit aktuellen, hoffentlich spannenden Beiträgen beleben zu dürfen.

Wie wichtig diese Anlaufstelle ist, durfte ich am eigenen Leib erfahren. Auch ich muss zugeben, dass ich die Situation Patchwork völlig unterschätzt habe. Als ich meinen Mann kennenlernte, machte ich mir eigentlich nur Gedanken, ob es denn mit den Kindern funktionieren würde. Ich selbst bin kinderlos und das Leben mit Kindern war mir einfach fremd. Dennoch wollte ich unbedingt meinen Mann unterstützen und den Umgang mit seiner damals 8 Jährigen Tochter fördern, sein Sohn war damals schon Teenager und durch seinen Leistungssport ohnehin nicht mehr an ganzen Umgangswochenenden interessiert. Weiterlesen

Starke Stiefmütter

In diesem Artikel geht es um die Situation, in der Du jetzt vielleicht feststeckst. Woran liegt es, dass wir Menschen uns nicht verändern, obwohl wir unglücklich sind? Wie könnte Dein Leben aussehen, wenn Du wüsstest, an welchen Knöpfen Du drehen musst? Wie kannst Du Deinen “inneren Schweinehund” überwinden? Ich schlage Dir einen konkreten ersten Schritt vor: Die Starke Stiefmütter Challenge. Weiterlesen

Was Du tun kannst, wenn Deine Stiefkinder anstrengend sind

Verständnis zeigen ist ja schön und gut. Aber irgendwann kommt der Punkt, wo es Dir reicht. Das Verhalten der Kinder nervt einfach nur. Zappeln am Esstisch, unordentliche Zimmer und geduscht wurde seit mehreren Tagen nicht. Ständig wird genörgelt. Egal wieviel Mühe Du Dir gibst, es gibt immer nur Beschwerden. Das Essen schmeckt nicht, im Schwimmbad ist es langweilig, überhaupt habt ihr angeblich schon lange nichts Spannendes mehr unternommen. Dafür sind die Hausaufgaben ein ständiges Streitthema, das Morgens-in-die-Gänge-kommen oder das Zähneputzen. Die Medienzeit ist zu kurz, bei Mama ist eh alles besser – und “Du hast mir überhaupt nichts zu sagen!” Weiterlesen

Was ist eine einvernehmliche Scheidung?

Eine einvernehmliche Scheidung bedeutet zunächst, dass sich beide Ehegatten über die Scheidung einig sind. Zusätzlich sollten sich beide Ehegatten bereits grundsätzlich über mögliche Scheidungsfolgen geeinigt haben, zum Beispiel über die Frage, ob, wie viel und wie lange wer von wem Unterhalt erhalten soll, wie evtl. Vermögen untereinander geteilt wird oder die Frage, wie der Umgang mit den gemeinsamen Kindern geregelt wird. Das Gegenteil ist eine streitige Scheidung und wie der Begriff es bereits vermuten lässt, besteht hier gerade keine Einigkeit über diese Punkte. Eine streitige Scheidung kann relativ schnell in einem lange Jahre dauernden Gerichtsprozess münden, der oft deutlich höhere Kosten und viel Streit mit sich bringt. Weiterlesen

Fortsetzung des Artikels „Warum Scheidung einem Kriegsschauplatz gleicht“

Ich bin Mama von fünf Kindern, dazu gibt’s 3 Papas. Ich bin Familien- und Bindungstherapeutin, ich arbeite seit 15 Jahren in meiner eigenen Praxis.

Ist die Ehe noch realistisch?
„Bis dass der Tod uns scheidet“, galt zu der Zeit, in der dieses Gelübde zum ersten Mal auftrat, höchstens für 25 Jahre. Damals wurden die Menschen einfach nicht älter als 45.

Das Jawort gab man sich demnach für einen relativ überschaubaren Zeitraum.
In der heutigen Zeit ist es eine überaus herausragende Leistung, in einer glücklichen, erfüllten und gesund-intakten Ehe zu leben, die auch 60-70 Jahre andauern kann, zumal wir immer älter werden. Dafür ist es nicht nur notwendig, sondern auch entscheidend, dass sich jeder Partner um die Aufarbeitung der eigenen Kindheit kümmert,die Ehe glücklich hält. Weiterlesen