Appell an alle Trennungsväter – So gelingt die zweite Beziehung

Appell_Trennungsvaeter

Ich war elf Jahre lang Stiefmutter. In der Trennungsphase wurde mein Mann plötzlich so gesprächig, wie ich ihn nie vorher erlebt hatte. Wahrscheinlich wollte er einige Sachen verarbeiten, indem er seine Sichtweise immer wieder hervorholte. Oder wollte er sich rechtfertigen? Waren das Unschuldsbeteuerungen? Oder Vorwürfe. Hier meine Gedanken dazu. Ein Appell an alle Trennungsväter, wie eine Beziehung besser gelingt.

Schlecht ist: „Du wusstest, dass ich Kinder habe“

Dieser Satz kam nicht nur von ihm, sondern von vielen Menschen, die mir nach der Trennung Vorwürfe machten. Viele kennen mich und meine Geschichte aus diesem Blog: Ich bin gescheitert! Ich wusste, dass er Kinder hat, klar. Ich habe alles getan für diese Kinder. Aber mich regt dieser Satz auf. Als ob das die Entschuldigung für jeden Mann schlechthin sei. Schuld am Scheitern hätten demzufolge nur wir Stiefmütter.  Liebe Freunde, liebe Menschheit draußen und mein lieber Noch-Ehemann: wenn man etwas weiß, heißt es nicht, dass man in der Praxis damit Erfahrungen hat.

Anhand meiner Geschichte kann ich das sehr gut beurteilen. Ich kenne mehrere Phasen. Erst war ich mit dem Mann und seinen zwei Kindern 5 Jahre zusammen. Dann heirateten wir, wodurch ich offiziell Frau an seiner Seite wurde. Dann wurde ich selbst Mutter und hatte meine Tochter in der einen Hand und seine zwei Kinder in der andern. In diesen Phasen haben sich sowohl die Kinder verändert, als auch wir als Erwachsenen. Das ist normal. Hätte ich jede Veränderung vorher berechnen können?

Mein Vorschlag wäre zu sagen: „Wir müssen alle Kompromisse machen“

Wenn eine Frau zu einem Mann mit Kindern JA ZU ALLEN UND ZU ALLEM gesagt hat, steckt dahinter eine heilige Liebe. Eine Liebe, die mehr Mut beweist als jede andere  Beziehungskonstellation. Das ist immer schon ein Kompromiss, weil kaum eine Frau sich einen Mann mit Kindern herbei wünscht.

Das heißt, dass man vieles wegen dieser Liebe in Kauf nimmt. Das heißt aber auch, dass man sich niemals die Wahrheit so richtig vorstellen kann, bevor man die Reise miteinander beginnt. Ein JA zu einem anderen Menschen heißt noch nicht, dass man alles kennt. Sondern dass man JA zu allen Schwierigkeiten sagt, die man in seiner Vorstellung hat. Eine Vorstellung, die ganz naiv, ganz blind vor der Liebe ist und ganz unerfahren mit dieser Konstellation.

Niemals darf es daher einen einseitigen Kompromiss geben. Es sollte immer ein von mehreren Seiten gemachter Kompromiss sein. OK?

[bctt tweet=“Ein Kompromiss darf nie einseitig sein. Das zerstört den Frieden. “ username=“Stiefmutterblog“]

Zu sagen: „Ich stehe zu meinen Kindern, egal was sie (gegen Dich) machen“ zerstört vieles…….

Dieser Satz macht den Nervenkrieg bereits vorab klar. Im Rückblick. Er bedeutet, dass man als Stiefmutter von vornherein verloren hat. Noch bevor es angefangen hat. Ich habe jetzt verstanden, dass ich nichts gewinnen konnte, weil sie immer dieses Privileg als Kinder hatten. Sie konnten sich jede Schandtat erlauben und wussten, dass ihr Vater dahinter stand. Sie hatten ihn sehr gut in der Hand, und konnten ihn sehr schön um den Finger wickeln.

Liebe Väter, ich verstehe mittlerweile Eure Unsicherheit oder Eure Angst. Nachdem man eine Familie zerbrechen sah, will man nicht noch mehr Herzen brechen. Darum geben viele von Euch den Kindern ein „Ja und Amen“. Immer. In jeder Situation. Damit gebt ihr aber leider die Kindererziehung komplett aus der Hand. Ihr gebt sie  an heranwachsende kleine Terroristen ab. Die Folge davon ist, dass ihr auch die zweite Familie nicht geradeaus fahren könnt, sondern die Karre erneut an die Wand fahrt.

Ein „Ich liebe meine Kinder bedingungslos, aber ich heiße nicht alles gut, was sie tun“ bietet dagegen Optionen zur gemeinsamen Veränderung

Ich habe einen Vorschlag, was haltet ihr davon: „Ich liebe meine Kinder bedingungslos, egal was sie sagen und machen. Aber ich werde nicht jede ihrer Taten unterstützen, sondern ich werde sie auch mal zurecht weisen“. Ich bin selber Mutter, und ich könnte nicht jeden Unfug von meiner Tochter einfach so ansehen, und ihr das Gefühl geben, egal was du machst, ist es gut und toll.

Meine Erziehungsdevise ist: Egal was für Sachen meine Tochter unternimmt, richtige oder falsche, werde ich sie immer lieben. Dennoch muss ich sie darauf hinweisen, wo die Richtschnur ist, wie man mit den Menschen umgeht, was man lieber nicht macht. Als Mutter muss ich sie auf den rechten Weg führen. Ich lenke Dich liebevoll, ich korrigiere liebevoll. Ich ermahne dich liebevoll. Ich werde nicht sehenden Auges zulassen, dass Du auf anderen Menschen herum trampelst. Aber ich werde auch nie aufhören Dich zu lieben. Ist es nicht besser, wenn man den Kindern diese Botschaft sendet?

[bctt tweet=“Ich lenke Dich liebevoll, ich korrigiere liebevoll. Das wäre mein Vorschlag für Trennungsväter und ihre Kinder.“ username=“Stiefmutterblog“]

Wieso sagst du nicht selbst, wenn Dir was nicht passt?

Wie oft musste ich mir das anhören? Liebe Trennungsväter, denkt ihr, dass wir Feiglinge sind, wenn wir nicht den Mund aufmachen vor Euren Kindern? Nein. Ihr seid es, die die Kommunikation zerstört. Weil ihr nicht korrigiert. Ich habe immer wieder versucht, Gespräche mit seinen Kindern zu führen. Ich habe versucht, vernünftig und liebevoll  zu einem Ziel zu gelangen. Aber wenn das entweder ignoriert, sofort belächelt oder fehlinterpretiert wird, beisst man sich irgendwann lieber auf die Zunge.

Es geht meistens so: Ihr dürft als Väter die brutalsten oder gruseligsten Kommentare auf dieser Welt machen. Aber wir Stiefmütter, auch wenn wir uns sehr zusammenreissen und alles sehr gemildert rübergeben, bekommen zu hören: Was hast du mir zu sagen, wer bist du denn? Papa weißt du, was DIE mir gesagt hat?

Bei uns war es so, dass ich vom Vater mitgeteilt bekam, was ich angeblich zu der Tochter oder dem Sohn gesagt hätte. Nichts davon hatte ich wirklich gesagt. Aber wenn die Kinder immer vor der Stiefmutter „in Schutz genommen werden“, wenn die ganze Zeit über ein Schonprogramm gefahren wird, kommt leider alles anders an, als man es gesagt hat. Um das zu vermeiden, hielt ich nach einer Zeit nur die Klappe, oder versuchte über den Vater die brennenden Themen ganz lieb mitzuteilen.

„Was habe ich denn damit zu tun?“ Ja, was wohl?

Am schlimmsten landet man dann in der Sackgasse, wenn der Vater sagt: Was habe ich denn damit zu tun ? Okay, ich frage euch jetzt alle: Was haben die Trennungsväter damit zu tun, was die eigenen Kinder veranstalten?????

Die Kinder werden aus Verzweiflung vieles ausprobieren, um die neue Frau- Stiefmutter- auch werdende Mutter von Eurer Seite fort zu treiben. Wenn Ihr da kein Stoppschild aufstellen wollt, dann ist das ok. Wenn Ihr Euch für Eure Kinder entscheidet, dann ist das ok. Aber dann macht das klar. Dann entscheidet euch für eine klare Seite, sagt, dass ihr NUR für eure Kinder da seid und keine Frau in euer Leben lasst.

Was müsst Ihr tun, wenn Ihr doch wieder eine Partnerin haben wollt?

Wenn Ihr nicht allein bleiben wollt, wenn Ihr wieder eine Partnerin an Eurer Seite haben möchtet, dann macht doch mal eine klare Ansage. Sowohl in Richtung Kinder als auch an die Exfrau. Vermittelt einfach, dass Ihr und die Partnerin eine Einheit seid. Damit schließt Ihr die Kinder nicht aus, ihr nehmt ihnen nur die Möglichkeit, zerstörerische Verantwortung über das Leben des Vaters zu übernehmen. Vermittelt, dass die Kinder weiterhin geliebt werden, auch alles ausprobieren dürfen, aber Ihr als Paar unerschütterlich seid. So zusammen geschweißt, dass kein Spielchen zwischen euch kommen wird. Damit hat man jede Lücke verschlossen, bei der die Kinder oder die Exfrau versuchen werden, Euch aus dem Gleichgewicht zu bringen.

 

Diese Aussage wird gleichzeitig der neuen Frau an eurer Seite den Rücken stärken. Sie wird einige Fiesheiten, oder Lügengeschichten, oder wie auch immer geartete Spielchen von der anderen Seite besser ertragen. Weil sie dann weiß, dass Ihr der Fels in der Brandung seid, der an ihrer Seite steht. Und nicht ein Schluck Wasser in der Kurve, der alles mit sich machen lässt.

Liebe Trennungsväter: Setzt Grenzen!

Sagt zu euren Exfrauen, dass ihre Regeln nur bei ihr gelten. Dass Ihr Euch in der neuen Beziehung doch für etwas anderes entschieden habt und zwar zur Recht. Die Ex hat sich nicht immer in jede Kleinigkeit/ Grossheit einzumischen oder gar mit zu entscheiden.

Sagt doch einfach mal STOP JETZT REICHT ES ABER, wenn die Ex oder Eure Kinder an der neuen Frau herumnörgeln. Macht Euch stark für Eure Partnerschaft. Am besten vor versammelter Mannschaft und zwar bevor es so weit kommt, dass die neue Frau sich auf der Toilette einschließt, weil sie die Traurigkeit kaschieren will, indem sie sich schichtweise Make-up auflegt.

Sowohl für mein Kind als auch für alle anderen Kinder gilt: Die Kinder haben nicht immer und überall mit zu mischen. Einige Themen gehen sie einfach nichts an. Die Kinder müssen als Kinder behandelt und geliebt werden. Sie müssen nicht wie Erwachsene bei jedem Thema Bescheid wissen, und Entscheidungsrecht haben.

Wir wollen nichts Böses

Liebe Trennungsväter, hier ist ein Blog für die Stiefmütter, aber wir leben in einer Konstellation zusammen. Wir haben weder was gegen Euch, noch gegen Eure Kinder. Wir kommen nicht zu Euch, weil wir die Kinder aus der Familie rauskicken wollen, sondern um miteinander Frieden und Geborgenheit zu finden. Dabei wollen wir Respekt geben und erleben, und die Achtung vor der eigenen Person nicht verlieren.

Es gibt zwei Kreise, die sich selbstständig entwickeln können und dürfen, ohne dass einer den anderen zerstört. Einer ist die Liebe zu Eurer Frau, die existiert für sich und wird damit Euer Wohlbefinden wie auch Eure Liebe zu den Kindern viel stärker machen können, wenn diese Liebe aus der reinsten Quelle kommt.

Der andere Kreis ist die Liebe zu den Kindern, der genauso unantastbar ist und nicht aus Eurem Leben wegzudenken ist. Beide Kreise dürfen gemeinsam existieren. Ich glaube an Euch, ich glaube an die Liebe. Dass man gemeinsam einen Weg finden kann und ich freue mich auf Eure Geschichten, in denen Ihr mir genau darüber berichtet. Macht es gut, weil es nicht zu Ende ist, wenn es schlecht war….. Ihr schafft es schon.

Eure Sabi


Bitte E-Mail mit Stichwort „Appell an alle Trennungsväter“ an: Stiefmutterblog@gmail.com oder einfach einen Kommentar hinterlassen.

In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die Ratschläge oder Links, auch nicht in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden.Foto: Stocksnap

99 Kommentare
  1. Johannes Kithil
    Johannes Kithil sagte:

    Hallo . Ich bin scheidungskind , 37 Jahre habe nun selber 2 jungs und leide immer noch an der Trennung vor 26 Jahren als ich 11 war . Meine Mutter ist damals mit meinen Schwestern ausgezogen ich bin mit meinem Bruder bei meinem Vater geblieben. Seine neue ist eingezogen. Bis heute haben sich mein Vater und seine Frau nicht mit dem Thema auseinandergesetzt und ignorieren die tragischen Konsequenzen. Meine Mutter ist depressiv geworden während mein Vater mit seinem Reichtum um sich wirft mich und seine Enkelkinder interessieren ihn nicht groß. Meine Stiefmutter war glaub ich immer gekränkt nicht wirklich zu uns zu gehören. Dann hat sie angefangen uns zu zeigen wieviel macht sie über ihn hat . Wenn wir zu Besuch hat sie ihn gezwungen im Garten oder im Büro zu arbeiten . Sie hat uns vorgeworfen das Haus meines Vaters zu okkupieren und uns ausgeladen an Weihnachten . Hätte ich damals nicht gedacht Ich bin ja eh ein Kind mich geht das nicht an sondern mich gegen diese Frau gewährt rund all die gemeinheiten angeklagt wäre das nie so aus dem Ruder gelaufen .

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  2. Anne
    Anne sagte:

    Hallo alle zusammen, falls hier noch jemand aktiv sein sollte. Dieser Eintrag und auch einige Kommentare sprechen mir schon sehr aus der Seele, da ich in einer ähnlichen Situation bin und dringend Tipps bräuchte.
    Ich habe seit einem Jahr einen neuen Partner mit einem 11-jährigen Sohn. Er ist jedes zweite WE und in den Ferien bei ihm. In dieser Zeit muss ich dann natürlich weg sein. Zum einen kommt es durch die Ex-Frau, die meinem Partner klar gemacht hat, dass sein Kind kein Kontakt mit mir haben darf, da es sonst weitere Einschränkungen zwischen ihm und seinem Sohn geben wird. Zum anderen hat mein Partner halt Angst, dass die Bindung zu seinem Kind durch mich noch schlechter werden könnte und auch Angst davor, dass die Ex den Kontakt weiter einschränkt. Sein Sohn ist sowieso schon etwas schwieriger (durch die Trennung seiner Eltern, usw.) und hat meinem Partner auch gesagt, dass er nichts mit mir gemeinsam machen will, sondern die Aufmerksamkeit von seinem Vater zu 100% möchte.
    Die beiden können ihre Vater-Sohn-Wochenenden gerne auch für sich alleine haben und was machen, aber so wie wenn Ferien sind, würde ich mir schon wünschen, dass man eine Kleinigkeit zusammen macht, auch wenn es nur eine Runde spazieren ist. Aber irgendwie so, dass sein Sohn sich eben so langsam an mich gewöhnen kann und weiß, dass ich auch einen Platz im Herzen seines Vaters habe.
    Ich weiß nicht mehr so recht, wie ich damit umgehen soll und wie geduldig ich noch sein muss, damit mein Partner mal einen Schritt weiter geht, auch wenn die Angst sehr groß ist.
    Er hat mir auch gesagt, dass wenn es gar nicht mehr geht, er sich trennte müsste, um halt die Bindung zu seinem Sohn nicht zu verlieren. Somit stehe ich irgendwie jeder Zeit an der Klippe und warte gefühlt drauf, bis er mich runterschubst. Würde er seinem Sohn damit aber nicht was falsches vermitteln? So wie in diesem Eintrag schon geschrieben wurde, würde er seinem Sohn doch irgendwie ein Mitbestimmungsrecht geben, was bei diesem Thema doch überhaupt nicht sein dürfte.
    Ich weiß nicht mehr, was ich dieser Situation tun soll oder versuchen könnte, damit es besser wird. Soll ich weiter geduldig sein oder es aufgeben, obwohl die Beziehung eigentlich überhaupt nicht zum aufgeben ist, da sonst alles gut zwischen uns läuft.

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    • Regina
      Regina sagte:

      Hallo Anne,

      ich kann Deinen Unmut mehr als verstehen. Es ist schlichtweg nicht partnerschaftlich, was Dein Lebensgefährte dort tut. Es ist ja nachvollziehbar, dass man die neue Partnerin nicht gleich dem Kind vorstellt, aber ein Jahr ist schon sehr lang. Er steht nicht zu Dir. Du bist die zweiter Geige, seine Erstfamilie geht vor. Angst ist ein schlechter Berater. Dein Partner lässt sich aber genau dadurch leiten. Was macht er, wenn das Kind fordert, dass er Zeit seines Lebens Single bleibt? Macht er das dann? So kann eine neue Partnerschaft nicht funktionieren. Sicher, Patchwork ist schwierig, jeder muss seine Position finden. Die neue Partnerin aber zu verstecken und auszuschliessen ist keine Lösung. Wie stellt er sich das weiter vor? Will er Dich ewig geheim halten? Das klingt für mich mehr wie eine unverbindliche Affäre. Ich könnte mir so keine Partnerschaft vorstellen. Das würde ich ihm auch ganz klar so mitteilen. Warum stellst Du Deine Bedürfnisse so arg hinten an?

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    • Lucy
      Lucy sagte:

      Liebe Anne,
      So Leid mir es tut.. weg damit, raus, und schnellstmöglich vergessen. Es wird nicht besser, er wird nicht „plötzlich“ auf Deine Seite stehen, Du bleibst die Nr 2, unverbindliches Zeitverteibung.. Ich habe auch so meine Erfahrungen gemacht und bereue bis jetzt das ich nicht rechtzeitig aus so eine Beziehung rausgekommen bin.
      Alles Gute für die andere Zukunft!

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  3. Herr Elias
    Herr Elias sagte:

    Mit dem zusammen zu sein, den du liebst, ist eine Freude für alle Tage deines Lebens, aber wenn sich jemand, den du so sehr liebst, von dir getrennt hat, ist deine Emotion nachgelassen und du vermisst diese Person so sehr, als meine Geliebte Johanna sich von mir getrennt hat Für mich war es wie das Ende der Welt, ich vermisse sie so sehr, aber Dr. Dr. Sacre per E-Mail an Sacretempleofpower@gmail.com und Sie können ihm auch unter der WhatsApp-Nummer +2349076034359 schreiben. Er wird Ihnen dabei helfen, Ihre Beziehung zu reparieren.

    Herr Elias

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  4. Frank
    Frank sagte:

    Der Text zeigt ganz deutlich, dass hier nicht nur der Vater an allem schuld hat. Die Abgrenzung beginnt schon damit, dass es nur „seine“ Kinder sind. Klar, es wäre vermessen, wenn die Stiefmutter „unsere“ sagen würde. Dennoch könnte man das liebevoll umschreiben. Die Grenze wird hier jedenfalls sehr hart gezogen: Auf der einen Seite Vater uns seine Kinder. Ach ja, keine Kinder, sondern die „Terroristen“. Die Tochter ist jedoch keine Terroristin. Sie wird trotz aller Taten (nicht „Schandtaten“) natürlich geliebt und liebevoll auf ihre Fehler hingewiesen. Mich wundert hier gar nichts.

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    • Audrey_Rose
      Audrey_Rose sagte:

      Lieber Frank,

      Es ist bestimmt wie bei vielen ein oder mehrere Versuche, ein harmonisches Zusammenleben zu gestalten, vorausgegangen.

      Es ist aber ganz, ganz wichtig, von Anfang an klarzumachen, dass die Stiefmutter zu nichts VERPFLICHTET ist, sondern dass alles, was von ihr kommt, nicht selbstverständlich ist.

      Eine Stiefmutter ist kein Aschenputtel und wir leben nicht mehr im Mittelalter, auch die bequeme „Deutsche Frau“, die nichts zu sein und nichts zu wollen hat, gehört der Vergangenheit an.

      Für Frauen, die zu selbstbewussten Menschen erzogen worden sind, ist es nicht einfach, in eine Familie zu kommen, wo die Kinder nicht, wie man selbst früher, Grenzen,Regeln und auch mal das Wort „nein“ kennen. Ich brachte eine Beaglehündin mit, eine als „nicht erziehbar“ geltende Rasse. Dieser Hund hatte durch mich all das kennengelernt, nachdem sie 3 Jahre durch meine Mutter gar keine Erziehung erfahren hatte. Die Hündin liebte mich deswegen nicht weniger. Obwohl man Kinder und Hunde nicht grundsätzlich vergleichen kann, kann ich jedoch als anekdotische Evidenz beisteuern, dass ich auch Regeln und Grenzen hatte und meine Eltern trotzdem als liebevoll in Erinnerung habe….oder erst recht deshalb.

      Allerdings war ich auch kein Trennungskind, und hier wird sicherlich sowohl für Mutter als auch für Vater die Erziehung sehr erschwert. Besonders heavy, wenn sich beide mit dem Allerwertesten nicht mehr ansehen.
      Dann beginnt ein Wettkampf um die Gunst der Kinder, die angeblich beim anderen Elternteil immer alles dürfen.
      Vater wie Mutter merken sicherlich wie der Frosch im Wasserkocher gar nicht, wie sie zu Lakaien ihrer Kinder werden.

      Nur wenn dann eine neue Partnerin kommt, sieht diese das ja ganz deutlich, was da schiefgeht.
      Klar kann man sich dann blande einfach trennen, man kann aber auch drüber reden.
      Und als Partnerin habe ich auch das Recht, da Forderungen zu stellen. Hätte ich das nicht getan, hätte ich meinen Job als Ärztin kündigen müssen, damit ich 24/7 als Putzfrau, Küchenmamsell und Taxi zur Verfügung stehen kann.

      Das kann ja auch nicht im Sinne des Erfinders sein.

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  5. Erika
    Erika sagte:

    Hallo,
    du sprichst mir aus der Seele…
    Denn genau diese Themen beschäftigen mich aktuell auch sehr.
    Sogar so sehr das ich mittlerweile mir Hilfe bei Heilpraktikern und Pädagogen suche die
    mir helfen können was ich anders machen kann damit sich die andere Seite anders verhält.
    Vielleicht kennst du das auch das egal wie durch diese Jahrelange Belastung wird man so
    empfindlich dass selbst der 4 oder 5. Anruf der Ex einen zum ausrasten bringt und vor allem
    wenn diese noch sagt das sie ein Vertrauensvolles und Freundschaftliches Verhältnis haben
    und mein Mann das nie anders kommuniziert hat.
    Dann können in Streitigkeiten schon mal solche Kommentare fallen wie meine Ex findet auch
    dass wir nicht zusammen passen etc.
    Bis man dann die Ex zur Rede stellt wo sich herausstellt dass gar nicht sie sowas direkt sagt sondern
    mein Mann selbst. Klar kommen mal dumme Sprüche wenn man sich nur streitet wegen den Punkten die du hier so schön beschrieben hast. Da mein Mann sie natürlich auf das Gespräch mit mir angesprochen hat hat sie mich ohne mit der Wimper zu zucken mich als Lügnerin dargestellt.
    Und jetzt platzt mir so langsam der Kragen… Denn wie kann man sowas behaupten.
    Aber die Antwort ist leicht schließlich beziehen die Väter leider viel zu selten Stellung zur neuen Frau
    sondern heben die Ex als Muter der Kinder immer auf einen Unantastbaren Podest.
    Bei aller Liebe sie ist die Mutter der Kinder aber nicht mehr seine Vertrauensperson denn sonst
    hätten die beiden auch ihre Beziehung fortsetzen können.
    Und es gäbe keine neue Frau die diese ganzen Dinge mitmachen muss und sich selbst der größte Kritiker ist… Was kann ich verändern dass mehr Frieden herrscht wie kann man das Verhältnis zu den Kindern verbessern dass nicht jedesmal die Neue die Schuldige ist.
    So ein großes Thema wo ich gern vorher drüber gestolpert wäre, denn wenn eine Frau weis sie wird nie
    eine Friedvolle Partnerschaft führen, weil der Partner sich nicht als EINHEIT mit ihr zusammen abgrenzt, würde dies eine Frau nicht eingehen. Denn es ist aussichtslos wenn der Trennungsvater sich hier nicht klar positioniert.
    Danke für diesen Beitrag….
    LG

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  6. Deacon
    Deacon sagte:

    Als Trennungsvater von sechs Kindern (noch drei im Haus) habe ich bereits schnell nach dem Tode meiner ersten Frau und Mutter alle Kinde den Weg in eine neue Beziehung gefunden.
    Ein Dauerstreitthema in den nun 16 Jahren der neuen Partnerschaft (11 Jahre Ehe) sind meine Kinde. (Meine Frau /wir besitzen keine eigenen Kinder).
    Ihre anstehende Verrentung und die Geburt eines Kleinkindes führt nun zu der Situation, dass Sie fordert dass meine Kinder (Außerhaus) und meine Kleinkinder die gemeinsame Wohnung nicht mehr betreten sollen. (Erlaubt: zu meinem Geburtstag). Geräusche/Gerüche meiner im Haus lebenden Kinder erträgt Sie nur mit wiedewillen. Sie sollten im überschaubaren Zeitrahmen das Haus verlassen (17/20/23, alle in Ausbildung).
    Sie kann emotional nur leben (die Partnerschaft weiter existieren) wenn die Kreise unser Ehe und die der Vater/Opa-Kind Beziehungen getrennt existieren. Ich „darf“ jedoch außerhalb der Wohnung nach freier Wahl Zeit mit Kinder/Kleinkinder verbringen.
    Ich als Vater/Opa habe m.E. bereits in der Vergangenheit viel Rücksicht genommen und organisatorisch die gemeinsame Wohnung von geplanten Aktivitäten „geschützt“, aber emotional kommt diese Situation nun so nahe als wenn gefragt würde „entscheide dich: deine Kinder oder für mich“.

    Hat jemand ebensolche Erfahrung gemacht ? Kann ich wirklich ein solches Ansinnen offen mit meinen Kindern besprechen und auch noch Verständnis erreichen?

    Antworten
    • Leyla25
      Leyla25 sagte:

      Wooooow, also wenn ihr schon so lange zsm seid und deine (Ex)Frau ja tot ist und somit keine bösartige Ex dahinter steht, finde ich das schon etwas krass o.O
      Ist denn mal was zwischen deiner Frau und deinen Kindern vorgefallen? Wird sie nicht akzeptiert? Oder war die „Beziehung“ zwischen ihnen von Anfang an so schlecht?

      Melde dich doch gerne im Forum, da gibt es auch ein paar Leue mit älteren Besuchskindern, evtl können die helfen 🙂

      Antworten
    • Ellala
      Ellala sagte:

      Sind die Kinder im Alter von 17, 20 und 23, die du als „Kleinkinder“ bezeichnest? Ehrlich gesagt finde ich bei den beiden mit 20 und 23, dass Ausziehen durchaus mal zum Thema werden könnte.

      Sechs Kinder sind auch schon eine ordentliche Hausnummer und ich rate jetzt einfach mal: deine Frau lebt seit 16 Jahren mit deinen Kindern und ist wahrscheinlich davon ausgegangen, dass die Kinder irgendwann mal groß werden, ausziehen und ihr dann zu zweit eine neue Lebensphase angehen und gestalten könnt. Bei ihr ist es durch die Verrentung nun soweit, aber statt dass das Haus sich leert, sitzt die Hälfte deiner Kinder immer noch Zuhause und jetzt gibt es sogar wieder ein wirkliches Kleinkind, nachdem du Opa geworden bist. Ich schätze, sie kann einfach nicht mehr und braucht es dringend, dass jetzt mal eine Lebensphase kommt, in der die Partnerschaft zu ihr im Zentrum steht. Wahrscheinlich ist sie schon eine ganze Weile über ihre Grenzen gegangen und möchte jetzt einfach nur Abstand zu den Kindern und deshalb, dass diejenigen die nicht mehr bei Euch wohnen nicht auch noch euer Zuhause bevölkern (und das dann noch mit Baby im Schlepptau).

      Ich würde an deiner Stelle wirklich versuchen, dass die Treffen mit den Kindern mal eine Weile nicht bei euch Zuhause stattfinden und auch mit den Kindern, die noch da wohnen mal sprechen, wie ihre Zukunftspläne aussehen. Mit 23 noch Zuhause zu wohnen, muss meiner Meinung nach wirklich nicht sein und auch mit 20 kann man mal anfangen darüber nachzudenken. Ich glaube, wenn Du mal anfängst auf die Bedürfnisse deiner Frau mehr Rücksicht zu nehmen, dass es sich dann auch wieder etwas entspannen kann. Dass sie grundsätzlich bereit war 16 Jahre mit sechs fremden Kindern zu verbringen, spricht nämlich dafür, dass sie grundsätzlich viel Verständnis hat und auch Kompromisse eingehen kann – sie ist nur wahrscheinlich am Ende ihrer Kraft.

      Antworten
  7. Blackbetty
    Blackbetty sagte:

    @Nando

    Du bringst hier einiges durcheinander. Natürlich weiss man, in der Regel, schon vor Beziehungsbeginn dass der Mann Kinder hat. Jedoch ist es von Anfang an unmöglich zu wissen, welche Probleme und Umstände wirklich auf einem zukommen. Ob jemand braune oder blode Haare hat, ist ein weniger grosser Kompromiss als Kinder und Ex. Deswegen, einen KV als Partner zu haben, ist ein Kompromiss, welcher sich mit der Zeit herauskristallisiert. Es ist dein persönliches empfinden, dass du denkst, die Frau erwartet eine „Wiedergutmachung“ wenn sie von einem Kompromiss redet… Aber das stimmt so nicht. Ich kann für mich sprechen, ich erwarte keine „Wiedergutmachung“, sondern möchte dass man mich und meine Bedürfnisse auch sieht und nicht ewig, dem Kind zu liebe, zurückstecken muss.
    Ganz ehrlich, ja das Kind ist für mich unterzogen, wenn es die ganze Zeit in eine Unterhaltung platzt, nicht abwarten kann oder am quängeln und brüllen ist, weil man ihnen nicht jetztsofort Gummibärchen holt, oder mit ihnen auf den Abenteurerspielplatz fährt. Stichwort Frustrationstoleranz. Das müssen Kinder lernen. Es ist die Fähigkeit, mit Enttäuschungen umzugehen Zu verstehen, dass sie nicht immer die Hauptdarsteller im Theater sind, aber deshalb nicht die Welt untergeht. Aber diesbezüglich darf man als BM keine Kritik üben.
    Aber ich verstehe, dass passt ganz gut in deine Take it, or leave it Mentalität.

    Antworten
  8. Blackbetty
    Blackbetty sagte:

    An Nando….

    Ich finde dein Vergleich mit dem amputierten Bein ziemlich fehl am Platz. Ein Bein amputierten, ist weiss Gott keine Entscheidung die man freiwillig trifft und Expartner involviert sind. Kinder bekommen jedoch schon. Natürlich kann mein Mann was dafür, das Pärchen Urlaube nicht so einfach zu bewerkstelligen sind, natürlich kann mein Mann was dafür dass ich Kompromisse eingehen muss, natürlich kann mein Mann was dafür, dass ich zwangsläufig mit der Ex konfrontiert werde. Denn er hat sich damals entschieden, mit er damaligen Frau Kinder zu kriegen. Mit allen Vor und Nachteilen… Es liegt an ihm, dass ich die Kompromisse gerne eingehen. Es liegt an ihm, die Situation erträglich für mich zu machen damit ich die Umstände akzeptieren kann. Denn auch er wusste, dass ich keine Kinder habe und ihn trotz dem Kind möchte, nicht wegen dem Kind.
    Warum sollte man einem Trennsungsvater nicht sagen, dass man Verzichten und Abstriche machen muss, weil er mit einer anderen Frau Kinder hat?
    Er kann sich glücklich schätzen, dass ich ihn trotz aller Abstriche, die ich machen muß, bei ihm bleibe, weil er insgesamt ein toller Mensch ist. Ich denke, das ist eines der größten Komplimente, die man einem Menschen, überhaupt machen kann.

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  9. Andrea
    Andrea sagte:

    Wow. Wie aus meiner Seele gesprochen! Ich sehe mich in vielem wieder! DANKE das ich nun weiß das ich nicht allein mit meinen Gedanken bin! DANKE

    Antworten
  10. Esther Morgenstern
    Esther Morgenstern sagte:

    Hallo,
    ich habe diesen Artikel gelesen und gedacht, dass es genau meine Beziehung widerspiegelt.
    Seine Tochter aus erster Ehe ist mittlerweile ausgezogen und er gibt mir an allem die Schuld – ohne Einsicht.
    Unsere gemeinsame Tochter darf nicht in das große Zimmer ziehen, weil es die nächsten Jahre leer stehen soll, obwohl bereits geklärt ist, dass seine Tochter nicht wieder kommen wird.
    Ich werde mittlerweile von ihm beleidigt und bloßgestellt wo es nur geht.
    Ich warte nur noch darauf, dass ich nach der Elternzeit finanziell wieder besser aufgestellt bin, damit ich mich langsam trennen kann…

    Antworten
  11. Lisa
    Lisa sagte:

    Einfach wow. Ich habe so oft gedacht, meine Ansichten sind falsch. Habe so viele Fachartikel gegoogelt und Studien gelesen. Ich bin 24 und habe einen 3 Jährigen Sohn. Mein Freund, DER eine – wovon ich nach wie vor überzeugt bin – hat eine 10 jährige Tochter. Ich lese diesen Blogpost und habe Tränen der Erleichterung in den Augen, weil ich mich in jedem einzelnen Satz wiederfinde. Weil alles was da steht, genau so bei uns gesagt wurde, oder so in mir vor geht. Danke, für diesen unheimlich schön und treffend geschriebenen Post. Danke, für den neuen Mut – sowie die Erkenntnis dass ich scheinbar doch in die richtige Richtung gehe.

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  12. Bea
    Bea sagte:

    Lieber Nando, du scheinst vieles richtig gemacht zu haben. Du hast ein gutes Verhältnis zu deiner ex Frau, kümmerst dich um deine Kinder und hast der Frau an seiner Seite sicherheit vermittelt, so dass sie in der Konstellation ihren Platz gefunden hat. Das freut mich ganz ehrlich. Ich hatte mir das genau so vorgestellt. Aber leider ist es das nicht immer. Auch ich bin kinderlos und habe immer zu hören bekommen: kannst du nicht verstehen, da du keine Kinder hast. Und der Mann konnte – obwohl er ein toller Mensch ist – nicht diese Sicherheit und Klarheit ausdrücken, damit alle anderen ihren Platz finden können. Nach 2 jahren wussten die kinder nicht dass es eine neue frau an seiner seite gibt – zum Schutz der Kinder Fall ich irgendwann wieder gehe, denn sie haben schon zuviel Verlust erlebt. Ich hatte gar keine Chance, aber alle Probleme auf dem Tisch. Ich bin kein Monster, wenn ich in der Woche gerne auch mal einen Nachmittag mit ihm verbringen möchte ohne dass er arbeitet oder über die Probleme der Kinder spricht. Sondern andere gesprächsthemen und Unternehmungen stattfinden. Er bei mir ist. Du scheinst deiner Partnerin das zu geben, da sind mal 3 Stunden ohne dich gar kein Problem. Es gibt aber Konstellationen wo diese 3 Stunden mit dem Mann das Problem waren – Zeit als Paar. Ich vermute mal, das deine Partnerin nicht gehen muss, wenn deine Kinder kommen. Das sie dazu gehört immer und genau das signalisiert du ihr. Das ist schön. Aber das ist leider nicht immer so.
    Also sei bitte nicht so abwertend. Die Frauen, bei denen es gut läuft schreiben hier nicht, sondern die, die sich fragen, warum klappt es nicht – und das liegt oft am Stellenwert, den man vom anderen bekommt in dessen leben. Ich wollte ihn nicht noch mehr unter Druck setzen, kein Monster sein und hab mich getrennt, obwohl ich ihn Liebe. Das ist auch nicht leicht. Mein ex war nicht schwach, im Gegenteil, er schuftet sich ab und versucht alles hinzubekommen und wollte auch mich nicht verletzen.
    Ich kritisiere ihn noch nicht mal jetzt. Es ist verdammt schwer für alle in einer solchen Konstellation.
    Ich bin weder engstirnig noch will ich einem Menschen schaden und schon gar nicht einem Kind oder dem Mann den ich liebe.
    Ich verstehe nicht, warum du hier so austeilen musst. Dir bzw euch geht es gut. Du hast den passenden Menschen gefunden. Was hast du davon hier andere zu verletzen?

    Antworten
    • Nando
      Nando sagte:

      Hallo Bea. Ich habe ein bisschen ausgeteilt, weil hier sehr vieles sehr beleidigend ist für Trennungsväter. Aber was ich nun schreibe, meine ich keinesfalls negativ. Es handelt sich um objektive Beobachtungen. Die meisten Stiefmütter in diesen Foren verwechseln die Dinge oder sie interpretieren sie falsch. Hand aufs Herz: wäre es anders, wären viele vermutlich nicht hier. Denn auch in solchen Beziehungen gilt: Es braucht immer zwei.
      1. Verwechslung: Ich habe das hier auch schon irgendwo gelesen und es stimmt…“Trennungsväter trennen sich von ihren Frauen und nicht von den Kindern.“ Kinder und Väter haben, sofern es gerichtlich nicht anders geregelt ist, das Recht, sich zu sehen, wann und wie sie wollen. Das kann, darf und sollte ihnen auch niemand verbieten. Man stelle sich vor, man sagt einer Mutter, sie dürfe ihre Kinder nicht sehen…das gäbe ein Aufschrei! Also muss gleiches auch für Männer gelten, denn wir wollen ja in einer gerechten Welt leben. Vor allem für die Kinder muss Gerechtigkeit herrschen.
      2. Verwechslung: Trennungs- oder Scheidungskinder sind nicht besser ABER auch nicht schlechter erzogen als andere Kinder. Es ist falsch, zu denken, dass solche Kinder aus schlechtem Gewissen heraus zu sehr verwöhnt werden und im Gegensatz zu anderen Kindern keine Kinderstube haben. Diese Vorstellung ist grundsätzlich falsch. Es dauert bei den allermeisten Kindern zig Jahre, bis sie schön am Tisch sitzen und sich benehmen, bis sie aufhören, ständig Erwachsenengespräche zu unterbrechen, bis sie durchschlafen in der Nacht, sich die Rotznase nicht am Pullover abwischen, nicht herum schreien wie wilde Affen, nicht mehr Quengeln etc. und das vollkommen unabhängig von der familiären Konstellation. Das hat nichts mit dem Trennungsvater zu tun, der die Erziehung nicht im Griff hat. Wenn, dann hat es mit der Person im Allgemeinen zu tun, die die Erziehung nicht konsequent in die Hand nimmt. Aber dann ist das Thema Erziehung hier fehl am Platz in diesem Forum. Es gibt genug Foren, wo man sich über die negativen Charaktereigenschaften eines Menschen austauschen kann. Die Frage der Kindererziehung ist eigentlich keine Frage der Patch-Work-Konstellation, sondern sie ist eine klassische Beziehungsfrage.
      3. Verwechslung: Die Beziehung mit einem Trennungsvater ist NIE ein Kompromiss. Zwei verlieben sich ineinander. Das ist kein Kompromiss. Niemand sagt in dem Moment: Eigentlich möchte ich einen anderen Mann und nicht dich, da Du Kinder hast, aber weil niemand sonst da ist, nehme ich halt Dich als Kompromiss. Es handelt sich um zwei Verliebte Erwachsene. Und der Trennungsvater kann nicht entscheiden zwischen A einer Beziehung mit euch ohne seine Kinder und B einer Beziehung mit euch mit seinen Kindern. Es gibt nur Variante B. OK, er könnte seine Kindern in Zukunft leugnen und nicht mehr zulassen in seinem Leben, aber will man das wirklich? Nein. Also es gibt diesen Mann nur mit Kindern. Da gibt es keine Kompromisse.
      4. Verwechslung: Der Trennungsvater ist schwach. Er möchte es allen Recht machen, das mag in die Hose gehen, einverstanden, aber nie und nimmer ist das eine Schwäche. Legt euch nur mal vor Augen, was gesagt wird. Es wird gesagt, dass er „zu lieb“ ist. Er ist „zu gutmütig“. Diese Männer sind lieb und gutmütig. Das sind schöne Charaktereigenschaften. Solche Charaktereigenschaften können ausgenutzt werden, einverstanden. Aber sie sind keine Schwächen. Es sind Stärken. Es sind starke Charaktereigenschaften. Schwache Charaktereigenschaften haben die anderen, die das ausnutzen und die diese guten Charaktereigenschaften als „Schwäche“ bezeichnen. Denn die Gegensätze zu „lieb sein“ und „Gutmütigkeit“ sind „schlecht sein“ und „Boshaftigkeit“. Wer will schon mit einem boshaften Menschen zusammen sein? Diese Männer wollen, dass es ihren Kindern gut geht. Was ist daran negatives auszusetzen? Er wird vielleicht ausgenutzt, aber ist das sein Fehlverhalten? Nein. Ihm wird Unrecht angetan. Er ist hier der Gute. Die, die es ausnutzen sind die schlechten Menschen.
      5. Verwechslung: die neue Partnerin kommt höchstens auf Rang 3. Ich kann verstehen, dass man dieses Gefühl hat. Aber tatsächlich ist es nicht so. An erster Stelle kommen die Kinder. Alle Kinder. Das ist bei Patchwork-Familien so und das ist auch in Kernfamilien so. It’s a fact! Ende, da gibt es nichts zu diskutieren. Die neue Partnerin sollte allerdings auch auf dem 1. Rang stehen. Kinder und neue Partnerin müssen sich also Rang 1 teilen. So viel Grösse muss eine erwachsene Frau besitzen und den Kindern den Rang nicht streitig machen. Das ist nicht fair den Kindern gegenüber und das hat den fahlen Beigeschmack der Stiefmutter, wie man sie aus Märchen kennt. Will man das als Frau? Eher nicht. Also sollte man mehr Stil an den Tag legen und gelassener werden. Die Ex-Frau kommt dann irgendwann mal. Wenn die Scheidung noch nicht vorüber ist, kommt sie schon bald in der Rangfolge. Ihre Macht, grossen Schaden zu verursachen, ist noch zu gross. Taktisches Geschick ist hier wichtig, wenn man später ein vernünftiges Leben führen will. Wenn die Scheidung vorüber ist, die Kinder aber noch klein, dann ist sie immer noch weit oben (aber maximal Rang 2), denn man muss zwangsweise alles mit ihr absprechen. Wenn die Kinder schon sehr selbständig sind, dann verliert sie mehr und mehr an Bedeutung. Aber ganz grundsätzlich finde ich es furchtbar, überhaupt von einer Rangfolge zu reden. Es ist eine schreckliche Idee, so etwas in Rangfolgen auszudrücken, denn es geht um kleine Menschen, die noch lange nicht mündig sind und nicht für sich selber einstehen können. Furchtbar, es auf diese Weise zu beschreiben.

      @Bea: Dass Dein Partner sich Zeit lässt und Dich den Kindern nicht vorstellt, ist eine folgerichtige und aus psychologischer Sicht eine wichtige taktische Vorgehensweise. Er hat vollkommen Recht, was das betrifft. Man kann darüber streiten, wie lange diese Phase dauern soll. Empfohlen wird 1 Jahr, da man nach einem Jahr von einer beständigen und gefestigten Beziehung reden kann. Man muss bedenken, dass die Phase des Verliebtsein nach 3-6 Monaten endet und dann der Alltag in die Beziehung kehrt und man zu realisieren beginnt, dass doch nicht alles so toll und perfekt ist. Viele Beziehungen enden dann oder die Endphase beginnt. Es ist also gut, dass die Kinder da nicht miteinbezogen werden, denn für Beständigkeit ist wichtig für ihre Entwicklung. Aber ich gebe Dir Recht, dass 2 Jahre schon ziemlich viel sind. Er kann seinen Kindern nun wirklich langsam auch etwas zumuten.
      Meine Partnerin muss nicht gehen, wenn meine Kinder kommen. Aber sie muss darauf gefasst sein, dass die Kinder den Raum einnehmen. Ein Kindergehirn ist noch für viele Jahre nicht ausgereift. Kinder sind reizgesteuert und sie haben keinerlei Zeitgefühl. Wenn sie etwas wollen, dann wollen sie es jetzt. Denn es gibt nur das jetzt. Vergangenheit und Zukunft sind zu abstrakte Begriffe. Damit können sie noch nichts anfangen. Papi, Papi, Papi, Papi, Papi…das kennt jeder Vater und auch jede Mutter. Man muss sich in Geduld üben. Das hat nichts damit zu tun, dass Trennungsväter die Erziehung nicht im Griff hätten. Also sage ich meiner Partnerin: Bitte sei da, aber mach Dich darauf gefasst, dass sie nach Aufmerksamkeit lechzen. Auch das ist vollkommen unabhängig von der Familien-Konstellation. Ich kenne gute Kernfamilien, ich kenne schlechte Kernfamilien, ich kenne gute Patchwork-Familien und auch schlechte. Aber alle haben mit Kleinkindern das gleiche Problem: Die Erwachsenen können keine vernünftigen Gespräche führen, solange die Kinder in unmittelbarer Nähe sind. Das ändert auch während der Pubertät nicht. Alle haben mit dem Nachwuchs die gleichen Probleme, egal in welcher Konstellation sie sich befinden. Aber ich gehe auch diesbezüglich einig mit Dir. Du solltest frei entscheiden können, ob du dabei sein willst oder nicht. Dass Du von vornherein ausgeschlossen wirst, ist nicht schön.

      Antworten
      • Blackbetty
        Blackbetty sagte:

        Hallo Nando,

        Dein Text ist mir viel zu allgemein geschrieben. Bei meinem Mann und mir kommen die Kinder nicht an erster Stelle. Wir lieben unsere Kinder, aber es gibt immer noch ein UNS. Da ist immer noch unsere Beziehung, deren Gesundheit beachtet werden muss.
        Eine gesunde Ehe ist Eckpfeiler eines Zuhause. Denn die Kinder sind es nicht. Kinder sind ein Teil des Fundaments. Aber sie halten die Familie aber nicht zusammen. Das ist die Aufgabe der Eltern und eine funktionierende Partnerschaft ist ein wichtiges Element davon. Glückliche Eltern sind gute Eltern. Die auch den nötigen langen Atem besitzen, um geduldig und konsequenzt in der Erziehung zu sein. Heut zu Tage will jeder will der beste und liebste Papa und liebste Mama sein und will ihren Kindern viel bieten. Nach Möglichkeit werden materielle und immaterielle Wünsche der Kinder jeder Zeit und erfüllt, unangenehme Erfahrungen ferngehalten, Widerstände, die das Leben mit sich bringen, aus dem Weg geräumt. Die Auswirkungen und Folgen solcher Verzärtelungen und Verwöhnprogramme, sind unerzogene Kinder. So leid es mir tut, viele Trennungsväter befinden sich auf diesem Zug. Sei es das schlechte Gewissen, oder die Angst das Kind würde nicht mehr zu besuch kommen. Da sie aber weder den Kindern, noch ihrer Beziehung diesbezüglich etwas Gutes tun, sehen sie nicht ein. Deshalb finde ich es super, dass dieses Thema angesprochen wird.
        Ausserdem, Kinder werden erwachsen, ziehen aus und gründen ihre eigene Familie. Dann gibt es wieder nur dich und deinen Partner. Um sicher zu stellen, dass es zukünftig auch ein UNS gibt, muss das gegenwärtige UNS an erster Stelle stehen.
        Dies funktioniert nur, wenn man auch Zeit ohne die Kinder verbringt, seinen Partner und seine Bedürfnisse nicht stets über die der Kinder stellt und sie nicht auf einen goldenen Thron setzt.

      • Rina
        Rina sagte:

        Hallo Nando, ich finde dich grundsätzlich sehr reflektiert und freue mich immer, hier die Sicht der „Trennungsväter“ zu lesen. Trotzdem möchte ich ein paar Worte dazu sagen:

        „Es ist falsch, zu denken, dass solche Kinder aus schlechtem Gewissen heraus zu sehr verwöhnt werden und im Gegensatz zu anderen Kindern keine Kinderstube haben. Diese Vorstellung ist grundsätzlich falsch.“

        Ich finde es grundsätzlich falsch pauschalisiert das eine, aber auch das andere zu behaupten. Es gibt sehr wohl solche Fälle und in meiner Situation hat das sogar der Vater selbst zugegeben. Auch, dass er natürlich einen anderen Erziehungsstil gelebt hat als er noch „vor Ort“ war und er jetzt anders handelt, weil sein Kind eben nicht so oft da ist. Für mich hat eine mangelnde Struktur und Konsequenz in der Erziehung somit sehr wohl was mit einem Trennungsvater zu tun.

        Das mit dem Kompromiss ist meistens damit gemeint, dass man natürlich mit einem Kindsvater nur sehr eingeschränkt planen kann. Bevor man eine Beziehung mit ihm eingeht, sollte einem das aber schon bewusst sein. Trotzdem gibt man für diesen Mann ein Stück weit Freiheit auf. Ich bin noch kinderlos, habe im Jahr maximal 7 Tage alleine mit Partner zur Verfügung, da ist dann nichts mit „gemeinsam die Welt bereisen“ Auch das war mir bewusst. Ich habe mich also bewusst für diesen Mann entschieden, mit der Erkenntnis, dass ich dafür sehr wohl einen Kompromiss eingehen muss. Ich habe zwar den Mann, den ich liebe, aber vieles wird fremdbestimmt. Das heißt nicht, dass der Mann mein Kompromiss ist, sondern dass ich in meinen ursprünglichen Vorstellungen eben Abstriche machen muss.

        „Der Trennungsvater ist lieb und gutmütig. Die, die es ausnutzen sind die schlechten Menschen.“
        Können Kinder dann auch schlechte Menschen sein? Wahrscheinlich nicht oder? Ich persönlich finde diese Eigenschaften an meinem Partner nicht schlecht, aber wenn man sich zum 100. Mal von der Ex veräppeln lässt fällt das bei mir schon unter den Begriff „treudoof“. Bitte verstehe, dass man als Partnerin nicht schweigend daneben steht, wenn man den Partner in die falsche Richtung laufen sieht. Nach der Scheidung hat sich mein Partner dafür bedankt, dass ich einen klaren Kopf behalten habe. Damit hat er sich so einiges erspart. Bitte verstehe aber auch, dass man sehr wohl was sagt, wenn das Kind den Vater veräppelt. Ich schätze seine Fürsorge sehr, dennoch hat man immer noch mit Kindern zu tun. Und da sind alle Kiddies gleich. Natürlich haben wir versucht, unsere Eltern an der Nase herum zu führen, um das zu bekommen was wir wollen. Natürlich kamen hin und wieder Notlügen oder „Ich hab gar nichts gemacht, nur der Philipp!!!“ ´Meine Mutter war da irgendwie klarer, das fehlt mir an meinem Partner. Auch in offensichtlichen Situationen sieht er es nicht. Meistens bin ich es, die dann mal frägt „Und was hast du gemacht?“ und schon wird die Geschichte eine Andere. Natürlich kommt es dann irgendwann dazu, dass einen die Gutmütigkeit nerven kann.

        „An erster Stelle kommen die Kinder. Alle Kinder. Das ist bei Patchwork-Familien so und das ist auch in Kernfamilien so. It’s a fact! Ende, da gibt es nichts zu diskutieren. “
        Auch da muss man unterscheiden, in vielen Familien wird das so gelebt – andere sehen das nicht so.
        Du darfst das nicht falsch verstehen, wenn es einem Kind nicht gut geht oder es irgendwelche Probleme gibt – gehen die Kinder natürlich vor und man steckt erstmal zurück. Ich glaube darum geht es aber hier glaube ich den wenigsten.
        Ein Kleines Beispiel aus unserem letzten Urlaub: Ich war ganztags arbeiten, mein Partner mit Tochter zuhause. 12 Stunden exklusive Dauerbespaßung. Nach Feierabend kommt man geschafft nach Hause und möchte sich zumindest kurz setzen, ein kurzes Gespräch mit dem Partner führen. Es ging um 10 Minuten, für die ich mich bei seiner Tochter rechtfertigen sollte. Es war ein riesiges Drama. Wir haben hier starke Probleme mit Eifersucht, bei uns ist es schon so weit, dass sie sagt „Papa küss mich so, wie du es bei Rina auch machst!!“ Und da sollte man also nicht mal sagen dürfen: Stopp, jetzt ist Erwachsenenzeit? Mein Freund lag fix und fertig auf der Couch und wurde von seiner Tochter wach gerüttelt, weil sie noch spielen wollte. Hätte er also seine Bedürfnisse in dem Moment verdrängen und wieder zu seinem Kind sprinten sollen?
        Ich finde es ist auch in der Entwicklung eines Kindes wichtig, dass man nicht durchgehend zum Zentrum der Welt gemacht wird. Dass man auch als Kind zurückstecken muss. Auch das hat mein Partner zugegeben, dass die Ehe auch ein Stück weit daran gescheitert ist, dass man nur das Kind im Vordergrund hatte. Paarzeit gab es nicht mehr, wenn das Kind eingeschlafen ist, war man so fertig, dass man auch gar kein Gespräch mehr führen wollte. Sie ist zudem das einzige Kind in seiner Familie. Sie wurde an allen Ecken und Enden auf einen Thron gesetzt und jetzt ernten wir die Früchte daraus. Das ist damit gemeint. Ich gehe nicht mit der Erwartung rein, dass Kinder nicht lautstark fordern. Wenn man selbst aber ein sehr ruhiges Kind war, sich hauptsächlich mit sich selbst und Freunden beschäftigt hat, fällt man da aber natürlich erstmal vom Stuhl. Ich habe genügend Kinder in meiner großen Familie, ich weiß wie Kinder grundsätzlich sind. Nur gibt es sehr wohl charakterliche Unterschiede! Und seine Tochter fällt dabei besonders auf. Wenn du nun denkst, ich wäre nicht neutral genug, um das beurteilen zu können: Ihr Sozialverhalten wird auch schon seit der 1. Klasse durch die Lehrer bemängelt, sie wird jetzt aber bald 10. Nein ich gebe nicht dem Kind die Schuld. Ein paar Charakterzüge sind eben so, der Rest resultiert aus ihrer Erziehung. Im Übrigen hat seine Tochter ihn mal selbst gefragt „Ich bin deine Nummer 1 nicht wahr Papa??“ Bei uns lechze nicht ich nach einer Rangfolge, sondern sein Kind.

        Ich möchte das Ganze nicht weiter in die Länge ziehen. Grundsätzlich möchte ich sagen, dass Situationen immer verschieden sind, weil Menschen verschieden sind. Es gibt kein schwarz und weiß. Für dich mögen ein paar Äußerungen hier im Forum nicht ganz nachvollziehbar sein, für mich sind sie es teilweise schon. Wieso gibt es wohl heutzutage so viele „Dein Kind, mein Kind“-Vergleiche? Weil jeder denkt, er weiß es besser. Weil jeder von sich selbst ausgeht, weil jeder nur sein Kind vor der Nase hat. Erziehungsvorstellungen gehen weit auseinander. Manche regeln zu viel, manche regeln zu wenig. Wichtig ist, dass es innerhalb der Familie stimmt und das Zusammenleben für ALLE gut ist. Wir planen in den nächsten Jahren noch ein gemeinsame/s Kind/er. Da müssen wir ja auch als Team erziehen, Kompromisse finden und dem Anderen zuhören. Da kann ich dann nicht einfach gehen, wenn es mir mit BK zu bunt wird,. Spätestens dann kann ich mich nicht mehr aus der Sache „raushalten“. und ihn mal machen lassen. Bei euch scheint das gut zu klappen, das freut mich und das ist auch mein Ziel! Nur ist die Ausgangsposition bei uns wohl eine Andere.

        Alles Gute!

      • Nando
        Nando sagte:

        Hallo Blackbetty, Hallo Rina
        Natürlich muss ich hier stark Pauschalisieren. Ich habe nicht die Zeit und auch nicht den nötigen Platz dazu, um alle Facetten im Detail zu analysieren. In vielen Inputs von euch bin ich gleicher Meinung, aber eben, die gehen schon in die Details. In den individuellen Details kommt es auf Konstellationen, Vorgeschichten und der eigenen Kindheit an, wie und was auf welche Weise auch immer zu interpretieren ist. Klar, dass es hier und da Abweichungen von der Generalisierung gibt.

        Ein paar Rückmeldungen möchte ich aber noch geben: Wenn ich darüber schreibe, dass zu liebe und gutmütige Trennungsväter gerne ausgenutzt werden (von Ex-Frauen wie auch von neuen Partnerinnen…macht es euch nicht zu einfach in eurer Rolle!), dann meine ich damit selbstverständlich von Erwachsenen. Es sollte klar sein, dass ich damit nicht die Kinder meine, die ihrem Vater auf der Nase herum tanzen.

        Nochmals: Die mangelhafte Erziehung und Verwöhnung der Kinder hat wenig bis nichts mit der Tatsache zu tun, dass es sich um Trennungs-Beziehungen handelt. Da kenne ich mindestens so viele Fälle von Kindern, die in Kernfamilien total überverwöhnt werden. Im Einzelfall kann es sein, dass ein Vater oder eine Mutter nach der Trennung die Erziehung vernachlässigt aus welchem Grund auch immer. Aber das gehört zur normalen Verteilung wie die Fehlerziehungsquote in normalen Familien. Wer das Pareto-Prinzip kennt und versteht, weiss wovon ich rede. Ausnahmen gibt es immer und überall.

        Wenn ich sage, dass Kinder an erster Stelle kommen, dann meine ich damit natürlich nicht, dass man sich keine kinderfreie Zeit zu zweit mehr nehmen darf. Auch ich möchte kinderfreie Zeit haben mit meiner Partnerin und auch ich lasse nicht zu, dass meine Kinder alle meine Pläne torpediere. Aber man darf nie vergessen, dass es Kinder sind und Kinder sorgen für allerlei Überraschungen und Planänderungen. Einerseits sind es Notfälle, andererseits sind Kinder auch Menschen, die ihre Wünsche äussern dürfen und hier und da darf man ihnen einen ausserplanmässigen spontanen Wunsch erfüllen, da fällt keinem Erwachsenen einen Zacken von der Krone.

        Und auch nochmals: Zu sagen, die Beziehung mit einem Trennungsvater sei ein Kompromiss ist in jeder Variante total falsch. Das ist, wie wenn ich sagen würde, dass ich als leidenschaftlicher Wanderer einen Kompromiss eingehe, wenn ich mich auf eine Beziehung einlasse mit einer Frau, die schon immer ein amputiertes Bein hat und nicht wandern kann. Was wäre das für eine Aussage? Ich gehe in den Ferien gerne und immer Wandern und mir ist bewusst, dass ich das mit ihr nicht kann, aber ich liebe sie und gehe diesen Kompromiss ein? Das ist kein Kompromiss. Ein Kompromiss ist immer ein beidseitiges entgegenkommen. Wie soll mir die amputierte Freundin entgegenkommen in diesem Fall? Das kann sie nicht, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie kann nicht, sie hat keine Option. Die Akzeptanz von unveränderbaren Umständen ist kein Kompromiss. Das ist per Definition falsch. Es ist einzig und alleine meine Entscheidung. Es ist ein Take it or leave it! You get what you see. Du gehst eine Beziehung mit einem Trennungsvater ein, dann akzeptierst Du die unumstössliche Tatsache, dass Du nur 1-2 Wochen mit ihm alleine Urlaub machen kannst. Das kann man seinem Partner nicht anlasten, aufbürden. Man darf ihm nicht sagen, dass man für ihn auf schöne Päärchenferien verzichtet. Er kann nichts dafür und er kann nichts dagegen machen. Mit einer solchen Aussage degradiert man seinen Partner zum blossen Objekt. Er wird entwertet, automatisch. Und so fühlen wir uns, wenn wir solches hören. Ich wollt es vielleicht nicht wahr haben und sehen, dass es so ist. Aber es ist so. Bei uns kommt das genau so an und nicht anders. Geht niemals eine Beziehung mit einem Trennungsvater ein, um ihm zu sagen, dass ihr für in auf dies, auf das, auf jenes verzichtet, weil er Kinder hat.

        Alles Gute

      • Regina
        Regina sagte:

        Das kann ich einfach nicht zustimmen, dass es falsch sei, die Situationen, die man mit einem Trennungsvater hat, als Kompromiss zu bezeichnen.
        Für mich ist es ein Kompromiss. Und der Vergleich mit einer Behinderung, die man einfach so hinnehmen müsse, hinkt ja nun ganz gewaltig!
        Die Situation eines Trennungsvaters ist nämlich nicht einfach so gottgegeben, sondern ein Konglomerat aus Entscheidungen, die dieser getroffen hat und permanent trifft!
        Sich in der Opferrolle zu verstecken und sagen take it or leave it, führt nämlich genau zu den Problemen, mit denen Frauen sich an den Stiefmutterblog wenden, um Hilfe zu bekommen.

      • Nando
        Nando sagte:

        Take it or leave it ist keine Opferrolle. Das hat mit Opfer nichts zu tun. Ich bin Vater zweier Kinder. Das ist ein Fakt. Ich habe braune Augen. Ich habe braunes Haar. Ich habe zwei Kinder. Und diese brauchen meine Aufmerksamkeit. Fakt. unumstösslicher Umstand. Nicht Opfer.

      • Nando
        Nando sagte:

        Es ist schlicht nicht fair, die Beziehung zu einem Trennungsvater als Kompromiss zu bezeichnen. In keinster Weise ist das fair. Jeder geht in eine Beziehung mit Umständen, die nicht zu ändern sind: Familiäre Umstände wie zB Kinder, Körpereigenschaften, Vorlieben, Abneigungen, you name it. Über diese unabänderlichen Umständen muss man einen dicken Strich ziehen. Das ist ein universeller Gerechtigkeitsanspruch, den jeder hat. Das sind Umstände, die nie und niemals auf die Waagschale geworfen werden dürfen in der Beziehung, denn sie sind schon vor dem Startpunkt da gewesen. Ich darf mich nie darüber beklagen, dass meine Freundin blond ist, nur weil ich Brünetten lieber mag. Ich darf meiner Partnerin nie anlasten, dass sie keine Kinder kriegen kann, wenn ich das von Anfang an wusste und ich mir dennoch so sehr Kinder wünsche. Darum geht es. Und darum hinkt der Vergleich mit dem Handicap nicht. Ganz und gar nicht. Es ist das selbe Prinzip. Man darf einem Kindsvater nicht die Kinder als Hypothek anlasten, die er dann aufwiegen muss mit „Wiedergutmachungen“. Wenn man von Kompromiss redet, gibt man dem Kinsvater ein Handicap, den er mit Zusatzanstrengungen wieder aufwiegen muss. Man versetzt ihn auf diese Weise in eine schlechtere Startposition und er wird ewigs hinterher hinken. Das ist total ungerecht, denn er hat mit dieser Denkweise keine Chance auf eine Gleichbehandlung. Mir ist schon klar, dass es den meisten schwer fällt, in diesem Punkt die Ungerechtigkeit zu erkennen. Aber glaubt mir. Es ist eine Ungerechtigkeit. Eine Freundin von mir macht das besser. Sie ist mit einem zweifachen Vater zusammengekommen und war selber kinderlos. Sie wusste von Beginn an, dass sie ihm nie das Gefühl geben darf, dass er minderwertig ist deswegen. Sie war entsetzt als sie hörte, dass in diesem Forum Trennungsväter als Kompromiss bezeichnet werden. Zitat: „Ich bin mit einem Mann zusammengekommen, der Kinder hat. Wie kann er mir jemals gerecht werden, wenn ich diese Beziehung von Beginn ab als Kompromiss bezeichne? Wie könnte er das jemals aufheben oder wie könnte er jemals dem entkommen? Unmöglich!“

        Und ich frage mich, ob Menschen, die ihre Beziehung als Kompromiss bezeichnen, sich nicht selber in eine Opferrolle bringen mit dieser Aussage!? Blick in den Spiegel.

      • Nando
        Nando sagte:

        Im Ernst, ich möchte niemals als Kompromiss bezeichnet werden. Und nebenbei denkt meine Partnerin wie ich. Das ist total respektlos. Meine Ex hat das getan. Ich habe sie verlassen wegen solcher Aussagen. Und weil ich hörte, meine Kinder seien verzogen und ich würde zu viel Zeit mit ihnen verbringen und und und. Dann war ich ein Jahr lang alleine, weil ich dachte, dass ich schlechte Karten hätte als Vater und nicht mehr in diese Situation kommen wollte, solche Dinge hören zu müssen. Es war absurd. Und dann bin ich IHR begegnet. Und sie möchte keine Kinder und sie hat mir noch nie vermittelt, dass ich ein Kompromiss sei. Also was soll ich jetzt denken über diese Kompromisssache? Nichts. Ich vertraue mittlerweile wieder ganz meiner eigenen Wahrnehmung und ich vertraue meiner Partnerin. Das Wort Kompromiss in diesem Zusammenhang ist total falsch.

      • Nando
        Nando sagte:

        Definition des Wortes Kompromiss nach Duden: Übereinkunft durch gegenseitige Zugeständnisse.

        Jetzt darf man aber nicht vergessen, dass unabänderliche Umstände, die bereits zu Beginn herrschen, nicht mit auf die Waagschale geworfen werden dürfen. Jede Beziehung lebt von Kompromissen, so viel ist klar. Jedoch nicht was die individuelle Konstitution betrifft, die sozusagen gottgegeben ist. Und die Tatsache, dass jemand Kinder mit in die Beziehung bringt, ist leider Gottes gottgegeben. Das kann man mit keinem Argument wegdiskutieren.

      • Rina
        Rina sagte:

        Na da muss ich aber jetzt mal was richtig stellen. Ich renne meinem Partner doch nicht unser halbes Leben hinterher und sage was ich alles nicht haben konnte, weil ich mit ihm zusammen bin. Hat hier auch niemand behauptet. Ich bin diese Beziehung freiwillig eingegangen, er hat mich nicht gezwungen. Ich habe mich für ihn und ein Leben mit ihm entschieden und mir war bewusst, dass ich Vorstellungen, die ich vielleicht noch anfangs von meiner Zukunft hatte, verändern muss -> Kompromiss. Ob dir die Formulierung passt oder nicht, ob du sie nun verstehen willst oder nicht.
        Ich stelle ihn hier auch nicht vor die Wahl – Kind oder ich – ich bin nur absolut der Meinung, dass es nur gemeinsam funktioniert, unter Berücksichtigung ALLER BEDÜRFNISSE. Zur Sicherheit hab ich eben nochmal nachgefragt, ob er sich eigentlich minderwertig behandelt fühlt 😉 Tut er nicht.

        Take it or leave it ist nett, aber für mich keine Option. Vielleicht hast du auch ganz andere Vorstellungen einer Paarbeziehung. Manche benötigen mehr Nähe, manche weniger. Es gibt stärkere Persönlichkeiten und es gibt schwächere. Der Grund weshalb es solche Foren gibt, sind Menschen wie du, die anderen sagen, wie sie sich zu fühlen haben! Wie sie sich als Stiefmutter zu verhalten haben. Die der Erwartungshaltung nicht gerecht werden oder sich zumindest so fühlen. Nochmal, in meinem Haushalt wird es auch gemeinsame Kinder geben und auch da möchte ich, dass jeder gehört wird. Dass die Bedürfnisse eines jeden einzelnen Berücksichtigung finden. Ein Gleichgewicht.
        Ja er hat bereits eine Tochter, ja diese braucht Aufmerksamkeit, ja sie ist laut und unterbricht Gespräche, ja sie hat allerlei „Überraschungen und Planänderungen“ parat, ja sie darf Wünsche äußern – habe ich je etwas anderes behauptet? Aber auch Kindern bricht es keinen Zacken aus der Krone, wenn sie zurück stecken müssen. Mein Partner ist nebenbei ja auch noch ein eigenständiger Mensch und hat Bedürfnisse. Die darf er in seiner Vaterrolle aber schon noch haben oder? Du verstehst hier denke ich so einiges falsch.

        „Eine Freundin von mir macht das besser.“ Ja super und in den Rosamunde-Pilcher-Filmen machen es ja auch alle so viel besser. Nochmal, du kannst nicht von deiner Ausgangslage ausgehen. Hier tummeln sich Frauen, die weiß Gott was erleben mussten, die von seiner Ex, Kind und sonst wem ständig beleidigt werden, die für ihre Beziehung kämpfen, die ihrem Kerl den Rücken stärken, ihn mit Kind am Ende noch mitfinanzieren, die hier fragen, ob sie sich traurig fühlen dürfen weil ihr Partner regelmäßig bei Kind und Ex pennt oder mit denen in den Urlaub fährt, die sie auf dem Abstellgleis halten, weil die Kinder ja immer und überall und sowieso vorgehen, die sich als schlechte Frauen fühlen, weil sie keine Mutterliebe für sein Kind empfinden können- und du beharrst hier auf deiner pauschalisierten Take-it-or-leave-it-Einstellung. Die Ausgangslage ist bei jedem anders!! Ich habe hier auch nie behauptet, dass ALLE Trennungsväter so oder so handeln, ich kann nur sagen, wie meiner handelt und was er denkt. Wenn du meinen „Einzelfall“ also nicht hören willst, dann erzähl mir auch nicht von deiner Freundin. Wenn ihr es doch alle so gut habt, warum tummelt man sich dann in Foren und kritisiert erstmal alle, denen es nicht so geht? Sorry, wenn es hier gerade etwas direkter wurde, aber das war nötig.

    • Nando
      Nando sagte:

      Rina, siehst Du? Du machst eine Abwägung für Dich alleine und offensichtlich gewichtest Du die Beziehung mit diesem Mann höher als absolute kinderlose Zweisamkeit und eine eigene Kernfamilie ohne Bonuskinder. Aber das bist Du alleine, du sagst es ja selber. Nur Du hast diese Entscheidung für dich getroffen aufgrund von Abwägungen auf deiner individuellen Nutzenkurve (zu der auch emotionale Aspekte gehören). Und genau das ist nicht ein Kompromiss. Denn für den Kompromiss braucht es zwei, die aufeinander zugehen. Der Trennungsvater kann aber nur mit Kinder auf Dich zugehen. Kein Kompromiss. Kompromiss ist das komplett falsche Wort dafür. Denn Kompromiss ist kränkend, beleidigend, entwertend. Dieses Wort hat eine Bedeutung. Die kann man nicht einfach so uminterpretieren und so anwenden, wie man will, weil man denkt, dass es als Argument gut passt. Das sind Strohmann Argumente. Sie sind verletzend und sie verunsichern und schiessen am Ziel vorbei.

      Sags lieber so, wie es auch gemeint ist. Du machst Abstriche, ich verzichte, um mit ihm zusammen sein zu können. Es ist genau das. Eine einseitige Handlung. Gegen diese Aussage gibt es nichts einzuwenden, denn Du bleibst mit dieser Aussage bei Dir selber.

      Und mein take it or leave it Argument hast Du falsch interpretiert. Ich sage nicht „Mein Kind darf mit den Fingern essen…take it or leave it“ ich sage auch nicht „meine Ex-Frau kommt zuerst, dann Du, take it or leave it“ oder ähnliches. Ich sage „Ich bin Vater zweier Kinder, Du darfst mir das nicht als Hypothek anlasten. Wir müssen einen gemeinsamen Weg finden, wo Du Dich auch wohl fühlen kannst, aber es muss Dir klar sein, dass ich 24/7/365 Vater bin und nicht nur jedes zweite Wochenende. Deswegen darfst Du mich nicht als Kompromiss entwerten. Nimm mich mit den Kindern oder such Dir einen, der keine hat.“

      Ich weiss, dass eine solche Beziehung sehr schwierig ist, vor allem, wenn man selber viel Aufmerksamkeit braucht. Aber mit gewissen Bezeichnungen, die man für den Mann verwendet, wird es auch nicht einfacher.

      Es gibt hier zwei oder drei Foren, in denen ausschliesslich über KV, BK, KM und Schwiegereltern etc. hergezogen wird mit Wörtern, die ich nicht mal für meine Feinde verwenden würde. Und dann geht es um die Wette, welche Stiefmutter den schlimmsten Typen oder die schlimmsten BK hat. Sie lassen jegliche Objektivität und Sachlichkeit vermissen. Wenn ich das lese, frage ich mich, wieso sie überhaupt mit diesem Mann zusammen sind und sich das antun!? Klar, es ist anonym, man hat nichts zu befürchten. Aber hey, sie schreiben auf despektierlichste Weise über ihre Lebenspartner und deren Kinder. Sie verunglimpfen aufs übelste diejenigen Männer, denen sie „ich liebe Dich“ sagen. Ich finde das sehr befremdlich. Ich leben in einem Umfeld, in dem so etwas nicht gemacht wird. Es gab nur eine Person, die einen solchen Kommunikationsstil pflegte und diese Person gehört definitiv nicht mehr zu meinem Umfeld. Mir wäre es peinlich, wenn ich mich hinter dem Rücken meiner Partnerin auf diese Weise den Mund zerreissen würde. Auch wenn es anonym ist. Und in ein paar Stunden blicke ich ihr in die Augen und sage ihr „ich liebe Dich“. Was bin ich für ein Mensch, wenn ich mich so verhalte? Wieso wird das überhaupt zugelassen? Mir ist schon klar, dass ich hier eigentlich überhaupt nichts zu sagen habe, weil das Gefäss für Stiefmütter gedacht ist. Also sorry, wenn ich mich eingemischt habe. Kommt nicht mehr vor.

      Antworten
      • Nando
        Nando sagte:

        Da ob man mir es glaubt oder nicht, hier die Antwort einer Freundin auf meine Frage, was sie empfinden würde, wenn ihr neuer Partner ihr sagen würde, sie sei ein Kompromiss, weil sie Kinder hat: „Unschön! Ich habe Kinder und die gehören zu mir. Und wenn das ein Kompromiss ist, bin ich nur halb akzeptiert und darf ja einen Teil von mir auch nicht wirklich zeigen oder leben. Ich glaube das funktioniert dann auch nicht wirklich. Vor allem, wenn man den Kindern gerecht werden möchte.“

        Machts gut

      • Sonnenblume
        Sonnenblume sagte:

        Hi Nando,
        ich glaube das sich einige Stiefmütter ebenso als „Komproniss“ behandelt fühlen. Sie sind ein Kompromiss für die Kinder: ich will meinen Vater sehen und die ist halt auch da.
        Deine Freundin hat gesagt: „Ich habe Kinder und die gehören zu mir. Und wenn das ein Kompromiss ist, bin ich nur halb akzeptiert und darf ja einen Teil von mir auch nicht wirklich zeigen oder leben.“
        Die Stiefmutter ist auch oft nur halb akzeptiert (von dern Kindern, der Gesellschaft, den Schwiegereltern) und darf einen Teil von sich nicht leben. Nur würde das den Kindern keiner anlassten, also kriegen es die Väter ab. Denn oft steht er nicht hin und sagt zu seinem Kind: „Ich mag diese Frau und die gehört nun dazu! Wir müssen auch ihre Gefühle mit berücksichtigen und sie bei uns aufnehmen“ Oft stehen wir außen vor oder unserer Ängste, Unsicherheiten und Wünscher werden nicht gesehen. Und das muss man auch den Kindern vermitteln. (Ich spreche nicht von deine Beziehung!)
        Würden die Stiefmütter fühlen, dass sie auch akzeptiert werden, gäbe es viele der Diskussionen hier nicht.

        Du sagt an einer Stelle, die Kinder und die Stiefmütter müssen sich den ersten Platz teilen. Genau.

        Bitte immer mal den Blickwinkel wechseln und alle Standpunkte anschauen – das ist mein Rat an alle!

      • Blackbetty
        Blackbetty sagte:

        Tja Nando, ich würde mal behaupten, dass sind dann wohl die Konsequenzen, wenn die Partnerin nach dem Motto „Take it, or leave it“ behandelt wird und der Mann sich selber zum Papa ohne Bedürfnisse degradiert.

  13. Iron3000
    Iron3000 sagte:

    Ich bin Vater Von 3 Kindern und weißt du was die EX-Frau anrichten kann. Der Kampf dauert Bei mir mittlerweile schon zwölf Jahre. Und füllt mittlerweile viele AktenOrdner.
    Wenn man eine Familie mit einer Zweitfrau gründet sollte man die ersten Kinder abschreiben. Der Preis Den man bezahlen muss um seine Kinder zu sehen der ist einfach zu hoch und es lohnt sich nicht. Wenn man es altersmäßig noch schafft sollte man mindestens drei Kinder zeugen und versuchen mit denen glücklich zu werden.
    An alle Väter denen das Monstrum Exfrau begegnet ist: Lebe, liebe, Zeuge Kinder egal wie und kämpfe für die 2. Frau. Das ist der einzige wahre Weg. Deine ersten Kinder hassen oder verlassen dich sowieso – dafür sorgt schon die Ex – sie kommen aber wieder wenn sie größer sind. Lasse immer eine Tür auf…. Aber du hast dann wenigstens dein Leben gelebt für dich und deiner gegenwärtigen Familie. Feier Partys und lass es dir gut gehen.
    Das alles ist die stärkste Waffe gegen die Exfrau die innerlich voller Wut kocht und deine Kinder emotional missbraucht… Wogegen du so oder so nichts machen kannst. Falls du es jedoch nachweisen kannst erstatte sofort Strafanzeige. Und übrigens traure nicht dem alten Bild deiner ersten Frau hinterher, das gibt es nicht mehr… deine Exfrau ist ein anderer Mensch geworden, und so solltest du sie auch behandeln.
    Dazu gehört Mut, es schmerzt beim Anblick deiner ersten Kinder und man braucht starke Nerven Und einige Schnäppchen in den ersten Jahren. Doch nach einiger Zeit tut sich eine wohltuende Freiheit auf die dich auf Atmen lässt und dich für deine neuen Kinder und Frau ins Leben ruft. Du bezahlst zwar ist aber nicht der Verlierer sondern am Ende doch der Gewinner.
    Aber mit jedem Tag an dem du glücklich bist mit deiner neuen Familie hackst du der Hydra Mehr und mehr Schlangenkopf ab. Nur so lässt du sie verlieren.
    Folge dem Motto: Die beste Rache ist gut zu leben.
    So ich gehe jetzt schlafen und neben mir liegt meine zweite Frau und meine drei Kinder aus zweiter Ehe…
    „I‘m singing in the Rain…“

    Antworten
    • Christina
      Christina sagte:

      Ich wünschte mein Mann würde nach 7 Jahren diese reife Erkenntnis erlangen. Noch heute dominiert die Hydra unsere Beziehung. 1 Tag vorher wird über eins der Kinder mitgeteilt, dass man vor Ort wäre und der Vater sich Zeit nehmen soll! Über den Drachen selbst erfährt man es 4 Tage vorher!!! Unterhalt in erbringbaren Rahmen wird abgelehnt, dafür immense Forderungen durch das JA. Ihr Neuer hat einen gut bezahlten Posten, aber er wird nicht herangezogen -> krankes Land. Die Schlange geht nicht arbeiten, seit 10 Jahren nicht mehr, sie ist ja so belastet durch ihren Ex!! Momentan stehe ich vor der Frage gehen oder bleiben 🙁 Ich will mich nicht mehr fremdbestimmen lassen und er hat kein Rückrat.

      Antworten
      • Latoya Stolle
        Latoya Stolle sagte:

        Wieso ist es ein krankes Land, wenn der neue und gut verdienende Partner der Exfrau deines Mannes nicht für den Unterhalt eines Kindes herangezogen wird das nicht von ihm ist?
        Wieso zur Hölle sollte ein Mann oder eine Frau für ein fremdes Kind bezahlen müssen/wollen/sollen?

        Und warum bist du mit einem Mann zusammen, der kein Rückgrat hat?

      • Rina
        Rina sagte:

        Wie würdest du es denn finden, wenn du plötzlich für sein Kind zahlen sollst?
        Bitte einmal kräftig nachdenken 😉
        Ansonsten wirst du nicht glücklich, wenn es dein Mann überhaupt nicht gestemmt bekommt, sich durchzusetzen. Zumindest 80 Prozent der Beziehung sollten schon passen.

  14. Förster
    Förster sagte:

    Ich kann dem Artikel voll und ganz zustimmen. Ich hatte fast den Eindruck, es IST meine Geschichte.
    Mir wurde 4 Jahre so eine Sutuation geboten. Mein Freund, den ich sehr liebte, stand all diese Zeit nicht hinter mir. Ich wurde gemobbt, verleumdet, gekränkt. Ich bat darum, dass es klare Ansagen gab für die Ex und die Kinder. Nach einem zaghaften Versuch, sagten die Kids: okay, dann kommen wir nicht mehr. Und sie zogen das 1 Jahr durch. Mein Freund litt sehr darunter und knickte, wahrscheinlich, logischerweise ein. Das hieß dann wieder. Jedes Wochenende die kinder und ich hatte, wie früher auch, die Wochenendem allein zu verbringen. Ich habe es lange ertragen. Irgendwann jedoch sah ich die Sinnlosigkeit ein. Spätestens dann, als mein Freund mir vorschlug, die Wochenenden im Hotel zu verbringen. Er sagte mir, dass sein Sohn ihn brauchen würde, ich das doch verstehen müsse.
    Die ganze Situation wurde mehr und mehr absurd. Ich trennte mich schweren Herzens, wissend, einen Mann, den ich sehr liebte, verloren zu haben. Es war eine sehr schwere Zeit. Zukünftig möchte ich keine Beziehung mehr in der die Ex die gemeinsamen Kinder manipuliert, um ihrem Ex-Mann das leben zu verderben.

    Antworten
  15. Loona
    Loona sagte:

    Hallo ihr Lieben,
    Ich habe eure Kommentare gelesen und muss sagen, dass ich es toll finde, wie ihr euch hier mit Rat und Tat beisteht. Gern würde ich euch meine Situation schildern. Ich hoffe auf einen Rat eurerseits.
    Ich bin in den Vierzigern, habe eine erwachsene Tochter, welche noch bei mir lebt und gerade das Abi gemacht hat, stehe mit eigenen Beinen im Leben und habe einen Mann im Leben vermisst. Dann habe ich im Internet einen Mann kennengelernt. Es war toll. Von 0 auf 100 in wenigen Tagen. Ich schwebte auf Wolke 7. Meine Tochter kam gut mit ihm aus. Er selbst hat keine leiblichen Kinder, jedoch aus vorheriger Beziehung ein „Stiefkind“. Es ist die Tochter seiner ex. Das Mädchen ist 5 Jahre alt. Er holt das Kind zu sich alle 2 we und fährt einmal pro Woche zu ihr, um sie ins Bett zu bringen. Er ist nicht der leibliche Vater des Kindes, hat mit der Mutter des Kindes nicht gewohnt. Allerdings war er seit der Geburt des Kindes an den We bei ihr. Nach der Trennung hat er fürs Kind diverse Aktivitäten zusammen mit der Mutter unternommen. Unter anderem Urlaub oder We, bezahlt natürlich von ihm. Auch ihr Auto hat er repariert. Alles natürlich aus seiner Tasche. Mir such egal, war ja vor mir. Nun bin ich in sein Leben getreten. Er hat es seiner ex erzählt, sie bat darum mich kennenzulernen. Das kann ich völlig nachvollziehen, habe sie somit angeschrieben und ein kennenlernen vorgeschlagen. Dies hat sie jedoch verneint, es nicht als notwendig erklärt. Das war das erste mal, das meine Alarmglocken läuteten. Leider ging es so weiter, sie hatte meine Nummer, da ich sie kennenlernen wollte und nutzte diese um mich zu beleidigen. Sie rief wirklich an und beleidigte einfach. Zu meinem Freund sagte sie, dass sie es nicht gut haben kann, dass die kleine mich toll findet und stritt die Anrufe selbstverständlich ab. Und es ging soweit, dass ich natürlich eine Reaktion meines Freundes forderte. Leider bekam ich als Antwort: „ du musst das ignorieren. Ich kann nicht gegen sie (die ex), weil ich keine Rechte an dem
    Kind habe. Wenn sie will, kann sie jegliche Kontakte untersagen.“ ich habe darauf hin gefragt, ob wir nun das Leben nach ihr richten… und jedes Mal Angst haben müssten, dass sie, wenn ihr etwas nicht passt, mit Kontaktabbruch drohen kann. Es läuft tatsächlich darauf hinaus. Ich kann mir vorstellen, dass sie sich auch an die neue an der Seite ihres Ex gewöhnen muss, zumal Urlaube nun mit mir und nicht mehr mit ihr stattfinden. Aber ich kann doch mein Leben nicht nach der ex richten, weil sie es in der Hand hat, der kleinen den Umgang zu verbieten… die ex ist selbst in einer neuen Beziehung. Verreist mit ihrem Freund, an dem we sollten wir das Kind nehmen. Sie legt die Zeiten fest und wir müssen uns danach richten. Das kann ich nicht… ich arbeite auch am we. Also haben wir die Lösung gefunden, dass wir an meinem freien We zu zweit sind, an denen, wenn ich arbeite, er das Kind bei sich hat. Das hat nicht ganz funktioniert. Sie wollte dann Zeiten tauschen usw. ich weiß, es ist schwer… aber ich kann mein Leben nicht nach den Launen seiner Ex richten und ständig die Angst haben, dass sie den Kontakt von meinem Freund und dem Kind verbietet.,

    Antworten
    • Leyla25
      Leyla25 sagte:

      Schreibe am besten mal ins Forum, da wirst du bestimmt einige Antworten zu deinem eher speziellen Fall erhalten 🙂

      LG

      Antworten
  16. Rosenbluete
    Rosenbluete sagte:

    Hallo zusammen,

    ein sehr sehr interessanter Blog, danke dafür.

    Ich habe gerade den Blog gelesen, dass die Väter nicht klar Stellung beziehen bzw. nicht wirklich in der Klarheit sind.
    Das merke ich auch bei meinem Freund , der u.a. einen fast 15 jährigen Sohn hat. Wir sind vor über einem Jahr zusammen gezogen (Mein Freund und ich) , sein Sohn kommt alle 14 Tage und die Hälfte der Zeit in den Ferien. . Dazu kommt,, dass sein Sohn verhaltensauffällig ist (seine Mutter nennt es Behinderung, hat auch einen Ausweis.) Ich sehe es etwas anders, aber das ist ein anderes Thema.

    Die Mutter vom Sohn ist nie zufrieden, egal wie mein Freund reagiert, sie ist immer am meckern. Mich bezeichnet sie als“ komische“ Freundin und ihn als schlechten Vater. Er würde sich auch nicht genügend um seinen Sohn kümmern. Dann sollte er letztes WE bei uns sein (der Kalender von 2020 wurde von ihr erstellt), – es gab von Ihrer Seite auch keine Kompromisse. Dann plötzlich hieß es nee, an diesem WE ist er bei ihr….plötzlich…dann haben wir gesagt, damit nicht das Ganze konstrukt von der Jahresplanung durcheinander kommt, dass er dann erst wieder im Rhytmus zu uns kommt – war natürlich auch wieder nicht recht.Mein Freund eiert da auch ziemlich rumm und macht keine klaren Ansagen. Mir stinkt es auch mittlerweile gewaltig, da es unserer Beziehung nicht gut tut , wenn sie da ständig „rummstänkert“- der Sohn wird es ja auch unterschwellig mit bekommen und tut ihm damit auch keinen Gefallen.

    Ich bin soweit, dass ich mir wieder eine eigene Wohnung suche, da ich auch mehr Rückzug brauche und der Sohn schon sehr laut auch ist.

    Momentan weiß ich nicht, wie ich damit weiter umgehen soll???

    Antworten
  17. Nando
    Nando sagte:

    Solche Konstellationen sind viel Komplexer, als dass man sie mit pauschalen Lehrsätzen und von der Kanzel herab kommentieren könnte. Nebst dem schier unmöglichen Vorhaben von biologischen Eltern, dafür zu sorgen, dass alle auf ihre Kosten kommen (Kinder und neue Partner/innen) und sie sich selber dabei nicht vergessen, kommt hinzu, dass jede Person unabhängig von der familiären Konstellation noch seine allgemeingültigen Marotten und Charaktereigenschaften hat. Man kann leicht sagen, dass (in diesem Fall) der Trennungsvater seine Kinder nicht privilegiert behandeln und zu sehr verwöhnen darf, dass er nicht zu vorsichtig an die Sache heran gehen darf und klare Grenzen setzen muss und so ein Grossteil der Verantwortung auf ihn abschieben kann, wenn es schlecht läuft. Und doch wage ich es hier klar zum Ausdruck zu bringen: Die Kinder waren schon vorher da! Und die Erwachsenen sind wir! Der Satz, dass die Beziehung mit einem Mann, der schon Kinder hat, von vornherein ein Kompromiss ist, stinkt gewaltig. Meine Ex-Freundin hat mir das an den Kopf geworfen und es hat mich dermassen verletzt, weil es mich stark degradiert hat von einer Sekunde auf die andere. Es ist, wie wenn sich Cinderella ein Hündchen wünscht, aber sich dann doch für ein Meerschweinchen entscheidet und dem Meerschweinchen dann sagt: „Ok, ich habe Dich jetzt, aber ich hätte lieber einen Hund, denn Du kannst nichts, ich kann Dir keine Kunststücke beibringen und ich WILL Kunststücke. Bist halt eben kein Hund.“
    Die eigenen Charaktereigenschaften sind doch viel wichtiger, als man sich zugestehen will. Meine kinderlose Ex-Freundin hätte am liebsten jede freie Sekunde mit mir verbracht. Sie hat, auch wenn ich meine Kinder mal 2 Wochen nicht gesehen habe, nie nach ihnen gefragt oder mich gefragt, ob ich sie vermissen würde. Sie hat sich ihnen gegenüber nicht sympatisch oder empatisch verhalten. Hat es gehasst, wenn ich meine Kinder mal ausserplanmässig sehen wollte. Hat mir vorgeworfen, ich würde sie verwöhnen mit Kompensationskäufen wie Kellogs oder Ovomaltige-Drinks. Hat sich an einem bestimmten Abend dagegen gewehrt, dass ich meinen Sohn beruhigen gehe bei meiner Ex-Frau, als er einen hysterischen Heulanfall bekam, weil er sich die Schuld an allem gab, ein paar Wochen nachdem ich ausgezogen war. Von ihr war keine Güte, keine Sanftmut zu erwarten. Ihre Ego-Show hatte ihren Anfang genommen und war nicht aufzuahlten. An ihrer Geburtstagsfeier durften alle teilnehmen, nur nicht meine Kinder. Sie waren nicht zugelassen und das an einem Wochenende, an dem meine Kinder bei mir hätten sein sollen. Also ich weiss nicht, mit dem ganzen Patchwork-Gerede macht man es sich zu einfach. Nicht, dass es einfach wäre, aber man schiebt schön alles auf den anderen und in die Patchwork-Schublade. Ich entscheide, wer ich sein will. Ich entscheide, ob ich ein guter oder ein schlechter Mensch sein will. Ob ich Nachsicht üben oder mein Ego durchsetzen will. Das bin ich alleine. Weder meine Partnerin noch die Kinder oder sonst wer. Wenn ich aus einer problembeladenen Beziehung mit der Kindsmutter ausbreche und dann in die nächste problembeladene Beziehung gehe, dann hat das wenig mit der Konstellation zu tun.
    Wenn ich meine Kinder bei mir habe, dann gebe ich ihnen eine qualitativ gute Zeit und das so lange, wie sie klein sind und es brauchen. Denn sie verzichten auf mindestens 50% der Zeit, die sie vorher mit mir verbringen durften. Das darf man nicht vergessen. Das muss man als neue Partnerin akzeptieren. Das ist eben das Meerschweinchen, das man sich kauft. Es sind neue Situationen, nichts ist mehr so wie früher. Das sind Veränderungen und diese brauchen Zeit. Hauptsächlich die Kinder brauchen Zeit dafür. Bei ihnen machen sich nicht nur Verlustängste und Schuldgefühle breit, sondern auch Schamgefühle, weil alle Freunde scheinbar intakte Familien haben und ihre eigene Eltern nun mit neuen Partnern auftauchen. Das muss alles bedacht werden und ich wehre mich dagegen, dass man mich als schwachen Mann bezeichnet, wenn ich auf all das Rücksicht nehme. Dann bleibe ich lieber alleine, wenn meine Partnerin nicht genug stark ist und nicht genug Selbstbewusstsein besitzt, um das verstehen und tragen zu können.

    Antworten
    • C. Pernack
      C. Pernack sagte:

      Ich glaube das wäre auch das beste für dich,allein zu bleiben ich denke deine Freundin hat mit Sicherheit einen Grund das deine Kinder nicht bei ihrem Geburtstag dabei sein durften.ich kenne diese sogenannten trennungs monster zu genüge, liebe Frauen nehmt euch Männer ohne Anhang,dann erspart ihr euch viel ärger und Lebenskraft.

      Antworten
      • Nando
        Nando sagte:

        Ja, sie hatte in der Tat einen Grund, weshalb meine Kinder nicht dabei sein durften: Ihre unermessliche Selbstsucht. Du kennst meine Kinder? Das ist sehr interessant. Jedenfalls sind sie keine Monster. Sie zeigen keine Auffälligkeiten und sind sehr zufrieden. Und das beste kommt noch, sie haben während der ganzen Geschichte weit mehr Grösse gezeigt, als eine bestimmte erwachsene Frau.

      • Angi
        Angi sagte:

        Oh der war gut, kleine Monster, aber von der ex zum Monster gemacht und alles soll man akzeptieren.
        Nene, bin sicher, dass sie genug getan hat, aber kein Bock drauf, dass sich der Kerl dauernd von der ex Frau und minimes manipulieren lässt 🤷‍♀️

      • Nando
        Nando sagte:

        Und übrigens 1: nach der Trennung von der selbstsüchtigen Kinderlosen waren sich alle einig (Kinder, Freunde, Familie) egoistischer und arroganter als sie konnte man nicht sein.

        Und übrigens 2: nach einem Jahr Singelleben habe ich mich erneut in eine kinderlose Frau verliebt (ohne eigenen Kinderwunsch). Wir sind seit 5 Monaten zusammen. Und interessanterweise findet sie den Umgang, den ich und die Mutter meiner Kinder pflegen, vorbildlich und lobenswert. Sehr gerecht und auf Liebe aufgebaut. Und sie wünscht sich, ihre Eltern hätten sich nach der Trennung vor 30 Jahren so verhalten. Sie schätzt mich und bewundert mich ür die Aufmerksamkeit, die ich meinen Kindern schenke. Und ich bewundere sie für ihr Verständnis.

        Und das wollte ich hier eigentlich sagen: es hat nichts mit „Trennungsvätern“ zu tun und auch nichts mit der neuen Partnerin an sich. Auch nicht mit den Kindern oder der Ex Frau. Es hat mit den Charaktereigenschaften zu tun. Man passt zusammen oder man passt eben nicht zusammen. Die kinderlose Prinzessin und ich hätten uns auch ohne Kinder und Ec Frau früher oder später getrennt, denn es hätte aufgrund der Werteunterschiede auch so nicht geklappt. Und diese Charaktereigenschaften haben schliesslich auch dazu geführt, dass wir unsere älteren Beziehungen aufgelösg haben: Dort waren ja auch nicht Ex Frauen, Kinder aus erster Ehe oder das „schlechte Gewissen“ des Trennungsvaters (was auch immer damit gemeint ist) Schuld. Es passt oder es passt nicht mit uns.

    • Marie
      Marie sagte:

      Hallo Nando,
      auch wenn dein Kommentar schon etwas älter ist, möchte ich gerne ein paar Gedanken loswerden, die mir bei deiner Schilderung auffallen sind. Die geschilderte Sichtweise ist doch sehr darauf bedacht, nur das Beste für dich und deine Kinder zu wollen, was dein gutes Recht ist, nur stellt sich hier die Frage warum du dir eine kinderlose Frau aussucht, die dann mit Dir die ganzen Kompromisse eingehen soll. Warum suchst du dir denn nicht eine Frau, die auch 2 oder noch mehr Kinder hat. So kann man die Erwartungshaltung auf beide Seiten verteilen.
      Das Beispiel mit dem Meerschweinchen und dem Hund passt dann auch sehr auf dich. Beste Grüße für dich und deine Familie!

      Antworten
      • Nando
        Nando sagte:

        Wenn ich nur das beste für mich wollte, hätte ich mich nicht so sehr um meine Kinder gekümmert. Wieso ich mir eine kinderlose ausgesucht habe? Wir haben uns eben in einander verliebt. Tja. Und sie wusste von Anfang an von den Kindern. Meine Ex Frau ist auch kein Drache. Sie ist locker und hat mir nicht das Leben schwer gemacht. Sie hat mir und meiner Partnerin das Leben sogar noch denkbar einfach gemacht. Aber ich bin Vater, ein guter Vater, will ich doch sagen. Ich wollte mit der neuen Partnerin auch eigene Kinder. Aber bis dahin sollte doch eines klar sein: ich habe mich von meiner Ex getrennt und nicht von den Kindern. Die Kinder haben immer noch ein Anrecht, mich täglich zu sehen, so wie die Kinder von intakten Familien ihre Väter täglich sehen können. Wo bleibt da sonst die Gerechtigkeit für die Kinder aus erster Ehe? Verlieren sie plötzlich das Besuchsrecht, nur weil eine neue Frau im Leben des Vaters ist? Es wäre auch denkbar gewesen, dass ich hauptsächlich die Kinderbetreuung übernehme und die Kinder bei mir wohnen statt bei der Mutter. So weit sollte unsere Gesellschaft mittlerweile doch sein? Aber dieser Gedanke macht vielen Angst. Und derjenige Mann, der das wagt, ist dann gleich beziehungsunfähig und darf sich nicht mehr in eine kinderlose Frau verlieben? Aber nicht falsch verstehen, ich habe meine Kindef nur jeden zweiten Tag gesehen. Wahescheinlich ist das für kleine Peinzessinnen aber auch schon zu viel.
        Ich sehe schon, die Individualisierung der Gesellschaft treibt sich selber voran. Aber ich gebe zu, diese Beziehung war ein grosser Fehler. Eine kinderlose Frau kann den Kindern gegenüber weder Empathie noch Güte noch Freundschaft entgegen bringen. Und kinderlose Frauen wissen natürlich viel besser, wie man Kinder erzieht, obschon sie noch kein Tag im Leben schwanger waren und die Ex muss für die kinderlose Frau eine Hexe sein, denn die führt bestimmt etwas im Schilde, sogar wenn die Ex sie freundlich begrüsst, umarmt und zum Essen oder an Feste einlädt…die Ex muss eine Hexe bleiben, denn freundliche Ex Frauen sind suspekt. und ein Vater, der sich um seine Kinder kümmert, ist zwangsweise schwach und besitzt keinen Rückgrat. Aber dass er stark ist für seine Kinder, will niemand erkennen. Mathematisch heisst das dann: Vater, der sich für seine Kinder positioniert und ihnen gegenüber gerecht ist = Schwächling….ja das macht Sinn und ist sehr logisch. Eine exzellente Gleichung. Da kann man nichts dagegen halten, denn der mathematische Beweis ist gegeben.

    • Bea73
      Bea73 sagte:

      Liebe Väter
      ich verstehe eure schwierige Situation sehr gut. Viele von euch haben ein undenlich schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber, werden von der Ex finanziell oft gemolken und teilweise emotional erpresst und egal was ihr macht immer ist einer sauer, enttäuscht oder fühlt sich nicht genug geliebt. Aber euren neuen Partnerinnen geht es genauso: sie möchten bei euch sein und euer Leben teilen, trauen sich aber nicht diesen Anspruch zu äußern, weil sie dann als „Monster“ dastehen (die eure Kinder nicht genug verstehen – zumindest waren die ja schon vorher da), wenn sie auch gerne mal Qualitytime mit euch hätten, anstatt nur die Problemen der Alt-Beziehung zu begleiten, ist dafür oft keine Kraft mehr bei euch da – aber haben sie nicht auch einen Anspruch darauf? Dauernd stellen sie sich die innere Frage, misch ich mich ein, oder überschreite ich da meine Kompetenzen?
      Ihr habt einen schwierigen Part in der Konstellation, aber den könnt wirklich nur ihr machen: Ihr müsst zwischen den Anderen ihren Stellenwert für euer Leben geben. Und wenn da nur die Kinder kommen und dann erstmal lange nichts und dann irgendwann die neue Partnerin eng gefolgt von der alten Partnerin, dann ist das für euch vielleicht stimmig, aber für die Neue an eurer Seite nicht sehr verlockend.
      So wie ihr kein Ranking zwischen euren Kindern aufmacht, welches ihr mehr liebt als das andere, so sollte auch die Parnterin auf dieser gleichen Stufe stehen. Sie wird euch nämlich auch immer auf ihre Nummer eins stellen.

      Antworten
    • Antonia
      Antonia sagte:

      Hallo Nando

      Warum hast du dich getrennt wenn du immer noch auf Feste und Einladungen von der Ex gehst? Warum hast du das Gefühl, dass das einer Partnerin Spaß macht, mit der Ex solche Kernfamilien-Feiern auszurichten, welche als solche nicht mehr existiert?
      Hast du schon mal über das Wechselmodell nachgedacht? Um ein wenig Struktur ins Leben zu bringen?
      Zum Geburtstag… ich bin so eine böse Mutter, die ihren Geburtstag ohne Kind feiert. Stell dir vor, ich bin trotz Kind immer noch eine Frau und wir sind nicht nur Eltern sondern immer noch ein Paar.
      Natürlich können ausschließlich Frauen, die ihre Gebärmutter benutzt haben, Kinder erziehen… Nicht wahr?
      Als Außenstehende hat man oft einen neutralen Blick auf die Kindererziehung. Aber hey, so lange die Gebärmutter nicht zum Einsatz kommen ist, hat man natürlich kein Recht seine Bedenken zu äußern… Du machst es dir sehr einfach. Mit deiner Einstellung und Sicht auf die Dinge, wird das nicht die letzte Beziehung sein, die du mit Anlauf an die Wand fährst. Mein Rat an dich: Such dir eine Geliebte, oder geh zurück zur KM.

      Antworten
      • Nando
        Nando sagte:

        Wieso ich noch an Feste und Einladungen der Ex gehe? Weil wir befreundet sind. Weil wir frei sind und uns befreit haben vom Schwarzweiss-Denken. Weil wir einige Leute kennen, die das ebenfalls können. Weil wir gemeinsame Kinder haben, weil meine Ex ein guter Mensch ist und weil ich ein guter Mensch bin und weil alle eingeladen werden, auch meine Partnerin. Wenn meine Partnerin nicht mit will, dann muss sie nicht mit. Wenn sie nichts dagegen hat, dass ich gehe, dann steht es mir frei. Wenn sie nicht möchte, dass ich gehe, dann kann ich drauf verzichten. Aber muss man sich gegenseitig einschränken? Hat man nicht genug Selbstbewusstsein und ist man nicht selbständig genug, um 2-3 Stunden alleine verbringen zu können, ohne dem Partner vertrauen zu können?
        Ich soll Struktur ins Leben bringen mit dem Wechselmodell? Ich habe Struktur in meinem Leben. Es gibt ganz klare Zuweisungen von Tagen und Wochenenden. Aber dazwischen muss ich frei entscheiden können, wie ich meine Freizeit verbringen will. Möchte mein Kind zu mir kommen, dann kann mein Kind zu mir kommen. Alles andere ist absurd. Man bringt seinen Kindern Sezession bei, wenn man so argumentiert, wie es hier von einigen getan wird. Was bringt man seinen Kindern bei? Dass jede Minute genau eingeteilt werden muss, dass man nicht mehr mit seinem Ex-Partner reden und befreundet sein darf, dass man alles getrennt machen muss. Und warum? Weil das „normal“ ist. Weil es so Tradition ist. Weil man es halt eben so macht: Wenn man sich trennt, dann muss alles ganz präzise aufgeteilt werden…Mann ist dort und Frau auf der anderen Seite der klar gezogenen Grenze und das Kind steht mittendrin und lernt das Gegenteil von Freundschaft und emotionaler Reife kennen.

        Liebe Antonia, es ist etwas anmassend von Dir, zu sagen, ich hätte die Beziehung an die Wand gefahren. Du kennst mich doch gar nicht. Dass sie gescheitert ist, liegt nicht an der Tatsache, dass ich diese Einstellung habe, sondern daran, dass sich die Werte zu sehr unterschieden haben. Diese Beziehung liegt ein Jahr zurück und ich bedauere den Schlussstrich nicht eine Sekunde. Es war für alle furchtbar, auch für sie, natürlich.

        Es macht keinen Sinn, hier zu schreiben und gegen die Überzeugung zu argumentieren, dass Trennungsväter schlechte Partner sind. Es ist alles anmassend und eitel. Ich finde nicht, dass kinderlose Frauen keine Ahnung von Erziehung haben. Diese Formulierung war nur Provokation von mir, weil hier sehr oft geäussert wird, dass Trennungsväter automatisch ihre Kinder zu sehr verwöhnen aus schlechtem Gewissen heraus. Das ist ebenfalls reiner Quatsch. Mir wird hier mehr und mehr bewusst, warum sich Menschen trennen im Streit und warum sich Paare bekriegen, anstatt sich zu lieben und gegenseitig von Zwängen zu befreien. Eifersucht, Neid, Verlustängste, Trotz, Egoismus, Minderwertigkeitskomplexe, Mutter- und Vaterkomplexe und weiss ich was noch alles hinzu spielt und dazu führt, dass man sich ständig benachteiligt fühlt und beraubt fühlt und versetzt fühlt und zu Aussagen wie: „Die Kinder meines Partners sind Monster“ „Die Ex meines Partners torpediert und manipuliert unsere Beziehung“ „Mein Partner ist schwach“ „Mein Partner kann nicht klare Positionen einnehmen“.

        Macht weiter, geht weiter Beziehungen ein, mit Menschen, die ihr kritisieren und missbilligen könnt. Damit ihr ihnen sagen könnt, dass ihr nicht das von ihnen bekommt, was ihr braucht, um glücklich zu sein. Damit es euch besser geht, wenn ihr wieder einmal jemanden zureicht weisen oder gar zu einem richtigen Menschen erziehen konntet. Es ist ohnehin der Hauptgrund, weshalb die meisten Menschen eine Beziehung brauchen: Damit sie jemandem die Schuld für ihr Unglück geben können.

        Es ist Grotesk. Sich einen Partner oder eine Partnerin zu suchen, der/die Kinder hat und ihr/ihm dann vorzuwerfen, dass sie/er zuviel Zeit mit den Kindern verbringt und die Kinder schlecht erzieht.

        Und ich, ich komme in dieses Forum und kritisiere euch. Auch das ist falsch. Es kann mir eigentlich egal sein, denn mir geht es heute sehr gut. Ich bin gesegnet mit einem tollen Umfeld, einer tollen und schönen Familie, einer grossartigen Freundin mit einem Herz aus Gold und mit tollen Freunden, die zusammenhalten. Wir sind aus Interesse zum Thema wieder hier hinein geraten und gewisse Dinge zu lesen, hat uns traurig gemacht…so viel Engstirnigkeit, so viel Intoleranz, so viel Egozentrismus.

        Machts gut, findet eure Helden, Vaterfiguren, Peiniger, Kompensationen (was immer ihr sucht) und werdet glücklich.

  18. Anna-Lena
    Anna-Lena sagte:

    Liebe Sabi,

    dein Beitrag, wenn auch ein paar Jährchen alt, hat mich sehr berührt und mir sehr aus dem Herzen gesprochen. Ich, selbst kinderlos, habe gerade die Trennung von einem solchen „Trennungsvater“ hinter mir. Ich habe, wie du, viel in diese Beziehung investiert und (zu) viel Kompromissbereitschaft mitgebracht. Letztendlich haben meiner Meinung nach allem voran seine überwältigende Angst, die Kinder zu verlieren, und eine daraus resultierende völlige Lähmung zur Trennung geführt. Gepaart sicherlich mit den Erfahrungen aus seiner eigenen Scheidung wie auch aus der Scheidung seiner Eltern. Er konnte einfach nicht zu der Haltung kommen, dass wir alle – er, seine Kinder, ich und das, was ich mitgebracht habe in die Beziehung – mit der gleichen Selbstverständlichkeit zu einem Gefüge gehörten. Konnte das seinen Kindern nicht vorleben und zudem seinen Kindern keinerlei Grenzen setzen (keinerlei Mut zur Erziehung; da leidet auch der Respekt der Partnerin, wie ich gestehen muss). Und ich bin sicher, wenn eines seiner Kinder kundgetan hätte, dass es mich nicht leiden kann, hätte das zur recht unmittelbaren Trennung geführt. Sie haben eine wahnsinnige und ungesunde Macht über ihn. Das gab mir stets das Gefühl, mich auf Treibsand zu bewegen, nicht ausreichend Raum und Rückhalt zu bekommen. Obgleich er sagte, dass er mich liebt, hatte ich immer das Gefühl, erst meilenweit nach seinen Kindern zu kommen. Eigentlich bröckelte es in dem Moment schon, in dem sich abzeichnete, dass meine Wünsche sich nicht wie ein Schablone auf seine legen ließen, dass sie teilweise abwichen, dass man Kompromisse würde finden müssen. Partnerschaft eben … Gemeinsame Zukunftsplanungen, und ging es auch nur um eine künftige Wohnung, die wir teilen würden, waren unmöglich – keinerlei Kompromissbereitschaft, keinerlei Offenheit für meine Seite/meine Wünsche; vielleicht teilweise aus Angst, irgendwelche Unwägbarkeiten könnten wiederum das Verhältnis zu den Kindern gefährden. An anderen Stellen wiederum im Zweifelsfall aus Egoismus. Teils hatte ich das Gefühl, dass er sich von meinen, m.E. durchaus nicht übersteigerten, Wünschen regelrecht bedroht fühlte. (So war z.B. klar, dass es für die Kinder, die nur alle 1-2 Wochen zu Besuch kommen, mehrere Zimmer geben solle, ein Rückzugsraum für mich wurde aber aus finanziellen Gründen aggressiv zurückgewiesen. Alle Ansprüche seiner Seite wurden mit großer Aggression geltend gemacht, meine dagegen gleichermaßen aggressiv und selbstverständlich abgeschmettert. Wir reden hier immerhin von einer Wohnung, die auch meine werden und von der ich bitteschön die Hälfte bezahlen sollte …)
    Keine Kompromissfähigkeit mehr übrig, da alle Kompromisse im sehr komplizierten Verhältnis zu den hoch belasteten Kindern geschlossen werden? Egal, wenn die angeblich geliebte Partnerin das Weite sucht, so lange bloß die Kinder noch zu Besuch kommen? Ich weiß es nicht und versuche, mir endlich keine Gedanken mehr darum zu machen … Aber es nagt noch, und zwar sehr. Auch am Selbstbewusstsein.
    Ich kann darum neu liierten Trennungsvätern ebenfalls nur raten: Steht zu eurer Partnerin, zeigt den Kindern, dass sie und die Partnerin gleichermaßen in eurem Leben selbstverständlich und stets willkommen sind, vertraut darauf, dass alle irgendwie miteinander auskommen und auch darauf, dass sie Konflikte miteinander lösen können bzw. dass sich manche Dinge mit der Zeit auch von alleine richten. Vertraut auf die Beziehung zu euren Kindern, denn sonst kreist ihr um ein schwarzes Loch und könnt euch keine Zukunft aufbauen. Und erkennt an, dass, egal, welche Geschichte ihr habt, eure Partnerin immer auch eigene Anteile, Wünsche, Bedürfnisse und ja, schon von daher auch Konflikte und Stress mit sich bringen wird. Sie hat ein Recht darauf, dass ihr euch gemeinsam um eine Lösung bemüht.

    Ihr, die ihr hier gar nicht mitlest, weil falsches Forum 🙂 Aber es hilft, das alles mal loszuwerden.

    Danke, Sabi!

    Antworten
    • InSki
      InSki sagte:

      Endlich bin ich zu diesem unsäglichen Thema fündig geworden, danke, dass es dieses seriöse Forum gibt!
      Ihr sprecht mir aus der Seele, liebe Vorrednerinnen. Ich lebe seit 3 Jahren in eben dieser, mir ausweglos erscheinenden Situation der bewusten Ausgegrenzung. Der KV hält es für richtig, den Kontakt zu seinen beiden Teeniekindern aus 1. Ehe zu vermeiden. Er glaubt, damit alles im Griff zu haben, nämlich beide Kinder, die als verlängerter Arm ihrer Mutter mich nicht sehen wollen/dürfen, und mich, die ich als erwachsene Frau, als vernunftbegabtes Wesen, diesen Umstand zu tolerieren habe. Seine Angst, die Kinder zu verlieren ist nun mal größer als die, mich zu verlieren. So denkt er. Ein Trugschluss. Zeigt es mir doch eher meine Wertigkeit einer immer an 2. Stelle nach den Kindern stehenden Partnerin. Das Leben und die erhoffte Änderung, dass die Kinder mit zunehmendem Alter verständiger würden, wird mir zur Beruhigung vorgehalten. Ich fürchte allerdings, dass es immer schwieriger und verkrampfter wird, mein Durchhaltevermögen schwindet. Ich erhalte keine Chance, mich zu zeigen, wer und wie ich bin, das macht mich zunehmend traurig und verzweifelt. Ich glaube, dass dieses bewusste Ausgrenzen die Denke fördert, ich sei für meinen Partner eh nur für die vergnüglichen Momente im Leben da. Ich fühle mich wie eine Geliebte, eine Konkubine. Nährt das nicht die Meinung der Kinder, ich sei der letzte Dreck?
      Ich fühle mich in einer Sackgasse u d weiß nicht, wie ich meinen geliebten Partner davon überzeugen kann, dass nur der Weg mit mir GEMEINSAM Zukunft hat.

      Antworten
      • Christin
        Christin sagte:

        Trennen bevor du deine Lebensfreude verlierst und dein eigenes ich!!!!!! Warum sollst du dir dein Leben vermiesen lassen? für was??? viel Glück weiterhin.

  19. Pauline s
    Pauline s sagte:

    Mein Name ist Pauline. Ich war 5 Jahre mit meinem Mann verheiratet. Wir haben diese Jahre glücklich zusammengelebt. Erst als mein Mann für eine Geschäftsreise nach Australien gereist ist, hat sie dieses Mädchen kennengelernt und seitdem hasst sie mich und die Kinder und die Liebe Sie allein Als mein Mann von der Reise zurückkam, sagte er, er wolle mich und meine Kinder nicht wiedersehen, also brachte er uns aus dem Haus und jetzt ging er nach Australien, um diese andere Frau zu sehen. Also waren ich und meine Kinder jetzt so frustriert und ich blieb nur bei meiner Mutter und ich behandelte mich nicht gut, weil meine Mutter nach dem Tod meines Vaters einen anderen Mann geheiratet hatte, so dass der Mann, den ich heiratete, nicht und meine Kinder so verwirrt waren und ich schaute Als ich meinen Mann nach Hause bringen wollte, weil ich ihn liebe und ihn so sehr schätze, sah ich eines Tages, als ich auf meinem Computer surfte, ein Zeugnis über DR. EDDY, die im Internet von einer Frau, LINDA und Ich bin so beeindruckt, dass ich auch daran denke, es zu versuchen. Zuerst hatte ich Angst, aber als ich darüber nachdachte, was ich und meine Kinder durchmachen, nahm ich Kontakt mit ihm auf, und er sagte mir, ich solle nur 24 Stunden lang ruhig bleiben, damit mein Mann zu mir zurückkommt und zu meiner größten Überraschung, die ich erhalten habe, eine Am zweiten Tag rief ich von meinem Mann an und fragte nach den Kindern. Ich rief DR. EDDY an und dankte ihm, dass er meine Probleme beseitigt hatte EDDY, ich möchte, dass ihr alle in diesem Forum mit mir zusammen DR. EDDY ein großes Dankeschön sagt und ich werde auch jedem Rat bei solchen oder ähnlichen Problemen oder Problemen jeglicher Art geben, der sich ebenfalls mit ihm in Verbindung setzt. Seine E-Mail lautet (dreddyspiritualtemple @ gmail) .com) er ist die Lösung für alle Probleme und Zwangslagen im Leben. Wieder ist seine E-Mail-Adresse (dreddyspiritualtemple@gmail.com)
    SPEZIALISIERT AUF DEN FOLGENDEN RAUM.
    (1) Wenn du deine Ex zurück haben willst.
    (2) wenn Sie immer schlechte Träume haben.
    (3) Wenn Sie in Ihrem Büro befördert werden möchten.
    (4) Wenn Sie möchten, dass Frauen / Männer Ihnen nachlaufen.
    (5) Wenn Sie ein Kind wollen.
    (6) Wenn du reich sein willst.
    (7) Wenn Sie Ihren Mann / Ihre Frau für immer an sich binden möchten.
    (8) Wenn Sie finanzielle Hilfe benötigen.
    (9) Wie sie dich betrogen haben und verlorenes Geld zurückgewinnen wollen.
    (10) wenn Sie Ihre Scheidung beenden möchten.
    (11) wenn Sie sich von Ihrem Ehemann scheiden lassen wollen.
    (12) wenn Sie möchten, dass Ihre Wünsche erfüllt werden.
    (13) Schwangerschaft, um das Baby zu empfangen
    (14) Garantieren Sie erfolgreiche Fälle von ärgerlichen Gerichten und Scheidung, egal wie weit fortgeschritten
    (15) Verhindern Sie, dass Ihre Ehe oder Beziehung auseinanderbricht.
    (16) wenn Sie an Krankheiten wie (H, V), (KREBS) oder anderen leiden.
    (17) wenn Sie Gebete für die Freilassung Ihres Kindes oder für sich selbst brauchen.
    Wenden Sie sich erneut an ihn, wenn Sie Probleme haben, die Ihnen weiterhelfen. Ihre E-Mail-Adresse lautet (dreddyspiritualtemple@gmail.com) Kontaktieren Sie ihn sofort … oder rufen Sie ihn an oder lassen Sie ihn wissen unter der Nummer +2348160830324. Wenn Sie Hilfe benötigen, kontaktieren Sie ihn. Er wird Ihnen auch helfen

    Antworten
  20. Elena
    Elena sagte:

    Hallo Stiefmuetter, waere nett wenn Ihr eine Kommentar fuer meine Situation haettet. Bin gerade ausgezogen von meinem Freund, beide sind wir Senioren, die Kinder wohnen bei ihm und haben mich nicht abgelehnt, eingeladen usw. Allerdings ist die 26 jaehrige Tochter unfreundlich zu mir, macht mir in Gegewart von Eingladenen Leuten Vorhamtungen darueber, dass ich Ihre Lieblingstasse zerbrochen habe (was leider stimmt, ist eine weisse Tasse, war mir nicht klar dass sie wichtig war), ok, musste ich mich nach chinesischer Sitte öffentlich entschuldigen. Und ich hatte auch eine öffentliche Bekentnissitzung dahingehend, wie ich meine Kacke in der Toilette wegräumen soll,die Taeterschaft bleibt ungeklaert. Und letztens musste ich mich dafür entschuldigen, dass ich zwei Taschen aus meinem Exschrank in einen anderen geräumt habe, habe dann die Taschen wieder in meinem Schrank gefunden, auf meine Sachen geschmissen. Ok, die Dame ist 26 Jahre alt und arbeitet seit zwei Jahren, ich weiss mir keinen Rat. Mit ihr reden moechte ich nicht, ich bin zu sehr frustriert und habe auch Angst ich koennte ausrasten, also, ich habe jetzt Funkstille beschlossen. Kann dann leider auch meinen Freund nicht mehr sehen.

    Antworten
  21. Sven
    Sven sagte:

    Liebe Susanne, dein Text hat mich sehr berührt und ich denke oft darüber nach was ich in der Vergangenheit falsch gemacht habe. Ich bin selber Trennungspapa und habe in der Vergangenheit viele Sachen viel zu oft alleine entschieden bzw meiner Partnerin nicht alles gesagt. Aber das nicht weil ich Sie verletzten wollte, sondern um Diskussionen mit ihr bzw auch mit meiner Ex-frau aus dem Weg zu gehen. Und das einfach aus der Angst heraus meinen Sohn zu verlieren. Dadurch habe ich die Frau die ich noch immer Liebe verloren.
    Ich würde mich über einen Rat freuen, wie ich mit der Angst meinen Sohn zu verlieren umgehen kann, ohne es jedem Recht machen zu müssen.
    Danke

    Antworten
    • Manuela Meister
      Manuela Meister sagte:

      Lieber Sven,

      vielleicht wird auch umgekehrt ein Schuh daraus.
      Ich habe mein ganzes Leben in Patchwork verbracht.
      Als Stiefkind, 2x als Stiefmutter und nun bin auf der anderen Seite und Alleinerziehende Mutter.
      In der ganzen Zeit habe ich gelernt mich auch abzugrenzen.
      Als ich das erste Mal Stiefmutter war, wollte ich beweisen wie toll ich das alles kann.
      Beim zweiten Mal hab ich es zum Glück besser gemacht und mich entspannt zurückgelehnt.
      Nicht mein Kind, nicht meine Baustelle.
      Genau das würde ich heute auch jedem Mann klar machen.
      Für meine Kinder muss er gar nichts. Das ist mein Thema.
      Das Grenze ich klar ab.
      Die Eltern sind mein Ex und ich und wenn was geklärt werden muss, was unsere Kinder betrifft, dann geht das nur ihn, mich und unsere Kinder was an.
      So ist es für alle Beteiligten am Besten.
      Leider kann seine Neue nicht so klare Grenzen ziehen und mischt sich überall ein.(Nun gut, sie hat keinerlei Patchwork-Erfahrung und will sich sicher genauso beweisen wie ich früher mal)
      Hat zur Folge, dass meine Kinder sie nicht mögen.
      Wenn Deine Ex-Partnerin nicht in der Lage war zu erkennen, dass es einfach Grenzen gibt und Teile im Leben des Partners zu denen mal einfach nicht gehört, dann war es vielleicht doch nicht die Richtige.

      Antworten
      • Sven
        Sven sagte:

        Hallo Manuela

        Ich man kann doch nicht von seinem Partner verlangen das er alles mitmacht und akzeptiert. Sollte man nicht Entscheidungen gemeinsam treffen, auch wenn es nicht das Kind des Partners ist? Zu der Erkenntnis bin zumindest ich jetzt gekommen. Sicher ist das nicht einfach, aber hat das nicht auch was mit Vertrauen und Loyalität seinem neuen Partner gegenüber zu tun. Sicher gibt es Themen die man als Eltern entscheiden muss, aber Themen wie Urlaub oder Feiertage sollte man doch gemeinsam mit dem neuen Partner klären. Leider hab ich das nicht.

    • Annicka
      Annicka sagte:

      Lieber Sven,

      Mich hat Dein Text berührt. Bestimmt geht es dir inzwischen besser… Ich denke dass du alleine Entscheidungen getroffen hast war nicht alleine der Trennungsgrund?! Eine Beziehung in einer Patchworkfamilie braucht das gleiche wie jede Beziehung! Ihr müsst ein team sein an dem nicht zu rütteln ist. Ihr seid die Basis, ihr seid eine Einheit! Da darf jeder auch mal Entscheidungen ohne den Anderen treffen, man sollte sich aber immer gegenseitig mit ein beziehen. Dass du Angst hast dein Kind zu verlieren ist normal und ein typisches Trennungsvätersymptom. Du kannst dein Kind nicht ohne weiteres verlieren! Es hilft mit dem Jugendamt eine Umgangsregelung fest zu legen! An die müssen sich Beide halten, das erstickt unglaublich viel Konfliktpotential im Keim!!! Für eine neue Beziehung braucht es deinerseits Mut und Tatendrang. Bist du dafür denn bereit? Wenn du diese Frau noch immer liebst erober sie dir zurück! Änder deine Verhältnisse und überzeug sie dass ihr eine Zukunft habt!
      Viel Erfolg!

      Antworten
  22. Sven
    Sven sagte:

    Liebe Susanne, dein Text hat mich sehr berührt und ich denke oft darüber nach was ich in der Vergangenheit falsch gemacht habe. Ich bin selber Trennungspapa und habe in der Vergangenheit viele Sachen viel zu oft alleine entschieden bzw meiner Partnerin nicht alles gesagt. Aber das nicht weil ich Sie verletzten wollte, sondern um Diskussionen mit ihr bzw auch mit meiner Ex-frau aus dem Weg zu gehen. Und das einfach aus der Angst heraus meinen Sohn zu verlieren. Dadurch habe ich die Frau die ich noch immer Liebe verloren.
    Ich würde mich über einen Rat freuen, wie ich mit der Angst meinen Sohn zu verlieren umgehen kann, ohne es jedem Recht machen zu müssen.
    Danke

    Antworten
  23. Bianca
    Bianca sagte:

    Liebe Susanne ich finde ihren Blog großartig. Es hilft mir ein wenig mit meiner Situation zurechtzukommen weil es auch andere Sichtweisen bietet. Ich habe vor 4 Jahren mein Mann kennengelernt da waren meineMädels 4 und 8 Jahre alt .er hat ein leiblicheneues Sohn damals 6 und eine Tochter die leider nicht seine leibliche ist auch 8 damals. Die kinder verstanden sich immer gut. Meine große brauchte etwas Zeit um mein mann sich auch anzuvertrauen. Jetzt sagen beide manchmal Papi ganz von allein wirhatten Tränen der Rührung in denorde Augen. Das hälteste ich Grad von meiner großen nicht erwartet beide sehr sensibel und schüchtern. Ich verstand mich mit seIhnen Mäusen auch gut. Sohn Typ Draufgänger Tochter sehr still kam aber oft kuscheln. Sohn auch. Nach 1 Jahr wolltenoch wir ein gemeinsames Kind und wurden schwanger mit zwillingsjuns. Wir zogen in sein Haus das er geerbt hatte nach der Trennung und renovierten. Plötzlich wurde alles sehr schwierig sein Sohn kaum zu bändigen von exfrau gesteuert. Sagte er selbst. Schwangerschaft war sehr anstrengend ex frau forderte sehr viel unangemessene Sachen. Wenn er dann mal sagte nein dann kamen kinder nicht oder waren im Krankenhaus. Sie fährt wegen eines wackelzahnes um 22 Uhr in die Notaufnahme. Wegen normalen Bauchweh die kinder beide waren in den 4 Jahren die wir zusammensind schon zusammengerechnet 9 mal über Nachtim Krankenhaus weil blinddarmentzündung angeblich und das Kind ja nicht mehr laufen hätte können. 2 mal musste besagtes kind nur ordentlich grosses Geschäft erledigen. Jetzt fährt sie ständigitale wegen nieren er müsste abgesichert mit 40 zur Dialyse usw erzählt horror Geschichten macht alle verrückt da ist aber nix dran der Arzt sagt so schlimm is es gar nicht und das was sie sagt hat er nicht sondern was banales was nur bisserl beobachtet werden muss. Noch schlimmer vor zwei Jahren hatte mein mann auch nicht gleich gesprungen als sie rief tag später hieß es der sohn wäre durch ein anderen 2 jahre älteren Jungen missbraucht worden. Mit dem er immer spielt. Aussagen alle widersprüchlich Sohn sollte daraufhin zur Kur war es aber nie. Dann vor etwas über einem Jahr mein mann hatte wieder öfter nein gesagt der Anruf er wäre von dem gleichen jungen vergewaltigt worden hätte Anzeige gemacht etc. Das soll am 1 April 16 passiert sein der anruf kam am 4 April kurz vor halb 3 als mein mann Geburtstag hatte was sie wusste gratulierte ihm auch .wenn 1 mal sowas passiert ist lass ich mein kind dich nicht mit dem Kind zusammen oder? Übrigens wieder4 verschiedenes Aussage selbst jugendamt glaubt das da nix dran ist die 4 familienhelferin ist Grad da. Dazwischen den Vorfällenwurde sein Sohn meiner Tochter der jüngeren grenzüberschreitent
    Was genau war will sie nicht sagen sagt bis heute sie darf es nicht egal was ich sage möchte auch nicht weiter bohren merk wenn ich das tun belastet sie es. Zu dem Zeitpunkt haben wir uns häuslich getrennt weil sein Sohn hier jedes we 4 bis 5 Stunden nur getrotzt hat und mein mann an ihm klebte. und ich mit allem alleinstand. Sobald aber besuch kam meist familie war er das liebste kind auf erden der kann dann sofort umschalten deswegen versteht seine familie das auch nicht haben genau 2 mal erlebt das ich zu ihm gesagt habe das geht aber nicht hör bitte auch und zack bin ich böese .an diesen we haben meine mädchen stark gelitten Wirversuchen es im Moment wieder sind bei ner Beratungsstelle aber ich weiß nicht ob es was wird vorallem wieder zusammenziehen möchte ich gar nicht aufgrund was war oder nicht war ist mir zu unsicher . Dazu kommt das seine Familie mir die schuld gibt zu ihm gezogen zu sein. Vorher waren meine Mädels willkommen jetzt nicht mehr weil ich ja die böse bin das wird anderen gegenüber so geäußert. Nur die zwillinge sind noch willkommen. Kennt das noch wer ? Wie würdet ihr mit der Situation umgehen? Bin tottraurig
    Liebe grüße Bianca

    Antworten
  24. steffi
    steffi sagte:

    Liebe Sabi,

    ich habe ihren Text nun sehr oft gelesen. Sie sprechen mir aus der Seele da meine Geschichte ihrer sehr ähnelt. Vielen Dank für Ihren Appell und für den tollen Beitrag!

    Antworten
  25. Manuela Meister
    Manuela Meister sagte:

    @Kara

    Die Reaktion meines Sohnes ist nicht verwunderlich.
    Wir sind von seinem Vater quasi vor die Tür gesetzt worden.
    Kaum waren wir ausgezogen, zog seine Freundin mit ihren Kindern ein.
    Meinen Kindern wurden die Zimmer weggenommen und an ihre Kinder gegeben.
    Mein Sohn war damals 5. Meine Tochter 3. Dass die Beiden traumatisiert sind ist somit kaum ein Wunder.
    Die Zwei sind heute 8 und 6 und knabbern immer noch an der Sache. Sie dürfen ihre alten Kinderzimmer nicht betreten.
    Mein Sohn schläft im ehemaligen Gästezimmer, dass wie er sagt eine Rumpelkammer ist. Er müsse zwischen Umzugskartons schlafen. Dort gibt es nur ein Bett für ihn und sonst nichts.
    Ich hatte selber drei Stiefkinder aber so wie diese Frau mit meinen Kindern umgeht hätte ich die drei nie behandelt.

    Antworten
    • Kerstin
      Kerstin sagte:

      Sorry – irgendwie ist es es hier völlig verwirrend geworden, durch die ganzen Kommentare durchzusteigen. Habe weiter unten auch Bezug genommen.
      DAS eine finde ich sehr tragisch (mit den Zimmern wegnehmen und im Gästezimmer schlafen und Ex-Kinderzimmer nicht mehr betreten dürfen), aber das andere finde ich auch „bedenklich“. Diese heftige Reaktion, nur weil ein Mann zum Essen kommt. Wie ist euer Leben denn sonst?
      Ich hatte immer viele Freunde/Bekannte in meinem Leben. Es war oft einfach jemand da zum Essen oder zusammen sitzen, etwas unternehmen. Für meine Kinder war das „normal“ – nichts „bedrohliches“. Wie reagiert der Junge auf andere Bekannte? So exzessiv nur auf völlig Fremde?
      Ja, da will man natürlich Sicherheit und Beständigkeit vorleben und vermitteln. Das verstehe ich vollkommen. Ich habe grad nur die Befürchtung, dass du das zu sehr vermittelst und deswegen Außenstehende gleich als Bedrohung wahrgenommen werden könnten?? Ich weis nicht – ich kenne ja weder dich, noch euer Leben, noch euren Alltag. Ich stelle es mir auch einfach nur fürs Kind grausam vor. Und dann will man als Mutter noch mehr beschützen und achtet noch mehr drauf und das machts vielleicht noch schlimmer – du weist, wie ich meine.
      Dieses „Beschützer-Thema“ ist eigentlich einen ganz eigenen Thread wert, wenn ich so drüber nachdenke. Ich habe auch viele Dinge getan, um meine Kinder zu „beschützen“, aber dennoch so auf ganz andere Weise, wie ich das grad bei dir wahrnehme.

      Antworten
      • Manuela Meister
        Manuela Meister sagte:

        Liebe Kerstin,

        bevor ich auf alle Punkte eingehe.
        Wie alt waren Sie als sich Ihre Eltern getrennt haben?

  26. Anonym
    Anonym sagte:

    Ich reg hier mal aus der Ferne zu folgendem Gedankenspiel an:
    Warum eigentlich glaubt die Stiefmutter dass die Trennung an ihr liegt, sucht ständig die Schuld bei sich?
    Ich glaub hier vielmehr, dass die erste Ehe bei diesem Mann aus genau denselben Gründen gescheitert ist – wie jetzt die zweite Ehe.
    Wer so denkt: „Was habe ich denn damit zu tun ? Okay, ich frage euch jetzt alle: Was haben die (Trennungs)väter damit zu tun, was die eigenen Kinder veranstalten?????“ Denkt als Vater so. Das macht eine gemeinsame verantwortungsvolle gleichberechtigte Elternschaft unmöglich, für Mütter genauso.

    Antworten
    • Manuela Meister
      Manuela Meister sagte:

      Ich glaube, die meisten Stiefmütter wäre ganz schön erstaunt wenn die mal herausfinden würden was ihre Traummänner im früheren Leben getrieben haben.
      Wenn ich mir überlege wie mein Ex meine Vorgängerin, die Mutter seiner großen Tochter dargestellt hat.
      Ich nachhinein war es interessant herauszufinden was wirklich abging.
      Dass die Frau sich somit so „seltsam“ verhielt wundert mich nicht mehr.
      In Anbetracht der Tatsache was er seiner Neuen gegenüber über mich erzählt muss die auch denken ich bin das total Monster.
      Hat aber auch nichts besseres zu tun als meinen Kindern und mir das Leben schwer zu machen.

      Antworten
  27. kerstin
    kerstin sagte:

    Na, hier ist ja was los.
    Ich war 5 Jahre mit meinen Jungs alleinerziehend. Das war eine tolle und unkomplizierte Zeit, da der Vater der Zwillinge nie in unserem Leben eine Rolle spielte. Will sagen, es gab einfach kein Konfliktpotential. Eine ruhige und friedliche Zeit.
    Jetzt haben wir 10 gemeinsame Jahre mit Mann und seinen Kindern rum. Und es war mitunter die Hölle. Woran zum Großteil die Mutter seiner Kinder dran beteiligt war. 5 Jahre in denen er weder den Kindern, noch der Ex klare Grenzen setzte.
    Ohne diese Grenzen wären wir heute nicht verheiratet. Erst letzte Woche verdeutlichte er der Kindesmutter, dass er nicht mehr bereit ist mit ihr zu reden. Nix – 0, Niente.. Das war überfällig. 10 Jahre Kommunikation auf ganz billigem Niveau reichen, sein Maß ist voll. Ich hab mich schon lange komplett rausgezogen. Es war einfach so sinnlos. Er hat eingesehen, dass es sein Vergehen war, anfangs nur der spaßige Papa zu sein, wo es weder Regeln, noch Grenzen gibt, dafür Wunscherfüllung pur. Als er Grenzen setzen wollte, war das schon zu spät.

    Als Kind nimmt man nicht plötzlich jemanden ernst. Deswegen verstand ich auch nicht die These weiter oben, dass sich Kinder aus Verlustangst zwangsläufig benehmen und eigene sich so sicher fühlen, dass sie bei Mama die Sau raus lassen. Kann ich definitiv nicht unterschreiben.
    Ganz das Gegenteil – zum Glück.

    Ich hätte das Alleinerziehendenleben vorgezogen, wenn diese Tyrannei weiter geduldet worden wäre.
    Für meinen Gatten war es übrigens sehr hilfreich, nicht meine Stiefmutter Meinung in den Vordergrund zu stellen, sondern auch Meinungen von Freunden und Verwandten zu hören. Die fanden oft überraschend deutliche Worte, was seine und meine Zukunft anbelangt hätte, wenn er nicht auf Erziehung und Grenzen setzen gewechselt hätte.

    Antworten
    • Manuela Meister
      Manuela Meister sagte:

      Liebe Kerstin,
      wen hatten ihre Kinder außer ihnen?

      Wenn ihre Kinder sich bei Ihnen nicht getraut haben die Sau rauszulassen ist das eher kritisch zu sehen.
      Das ist zwar nur ein locker flockiger Artikel aber wenn man sich mit Familientherapeuten unterhält hört man genau das Gleiche.

      http://www.gofeminin.de/familie/warum-sind-kinder-zu-hause-so-anders-s2150504.html

      Bei uns ist es eher umgekehrt. Der Vater ist extrem streng. Ich bin deutlich lockerer.
      Mir vertrauen die Kinder. Wenn sie Mist bauen erzählen sie es mir. Ihrem Vater niemals. Zu groß ist die Angst vor ihm.
      Mein Ex ist im übrigen das erste Mal in seinem Leben Stiefelternteil, da seine Freundin drei Kinder hat.
      Er versagt auch hier wieder auf ganzer Linie, da er stur seine Regeln durchzieht.
      Nicht mehr lange und er hat nicht nur seine dritte Beziehung vergeigt auch seine Kinder hat er vergrault.
      Die haben jetzt schon keine Lust mehr hinzugehen.

      Antworten
      • Kerstin
        Kerstin sagte:

        Meine Kinder – damals Babys – hatten mich, Großeltern, Urgroßeltern, gute Freunde von mir, die regelmäßig auch mal als Bezugsperson aushelfen mussten.
        Also wir waren nicht mutterseelenallein von der Außenwelt abgeschnitten. 😉
        Trotzdem – sie waren immer „umgänglich“ – „ansprechbar“ und obwohl ich auch ziemlich „locker“ erziehe und erzogen habe, hätten sie es niemals getestet, sich irgendwie unangemessen mir gegenüber zu äußern, oder ähnliches. Wir unterhalten uns in einem normalen Ton und benutzen keine Fäkalsprache. Dieses Prinzip klappte auch in der Pubertät. (Natürlich mit dem typischen Türenknallen im Hintergrund – aber immerhin mit Verzicht auf Schimpfwörter oder anderen verbalen Äußerungen). Und auch immer objektiv genug, um zu erkenen, wie man sich definitiv NICHT benimmt.
        Und auch heute läuft es immer noch Hand in Hand, ala „ich tue etwas für dich (euch) und jetzt habe ich einen Wunsch (z.B. irgendwas zu erledigen/besorgen)“. Natürlich reißen sie sich auch nicht immer voller Euphorie drum, dass man gebraucht wird, aber mit der Einsicht, dass es grad nötig ist und ich mir etwas nicht aus purer Langeweile ausgesucht habe, um jemanden zu thyranisieren.

        Meine Kinder hatten sicher nie berechtigte „Verlustängste“ durchzustehen – weil sie einfach mich und andere Leute um sich herum hatten. Da war ja niemand, der plötzlich „ging“ und nicht mehr für sie da gewesen wäre. Der Vater war halt einfach nicht in ihrem Leben präsent als Bezugsperson. Und ich war immer präsent und für sie da. Ich glaube, wenn einer überhaupt die Idee hatte, dass sie mich vermissen könnten oder sich Sorgen machten, dann war ich das…. Und habe ihnen mit 3 Jahren die Uhr beigebracht, dass sie immer wussten, wann die Mama wieder da ist… Ich weis nicht, ob sie wirklich Sorge gehabt haben, ich könnte nicht wiederkommen. Geäußert haben sie das nie. Trotzdem war mir wichtig, dass sie wissen, dass ich wieder komme und eine schnelle Vorstellung davon bekamen, wann das sein wird.

        Von daher weis ich nicht, ob das manchmal (!! bei extrem kleinen Kindern) nicht auch alles etwas aufgebauscht ist, wenn ein Elternteil „plötzlich“ geht. Die Gatten-Kinder haben ihren Vater in der Woche nie gesehen. Am Samstag hat man mal gemeinsam einen Ausflug gemacht und gut. Sie waren bei der Trennung 1 und 3 Jahre alt. Bemerkt man da bewusst, dass jemand nicht mehr „da“ ist, der ja eh nie wirklich da war?????? Im meine, hier hatten sie ihn immern 72 Stunden alle 14 Tage am Stück greifbar – das ist deutlich mehr, als vorher. Ging es ihnen dadurch jetzt wirklich „schlechter“?? Warum sollten plötzlich Verlustängste aufgetaucht sein…… Bzw. warum tut man dann ein Leben lang so, als ob die armen Scheidungskinder ja quasi dazu verdammt sind, dass aus ihnen nichts werden kann. Ihr wisst schon – wegen der TRENNUNG….. hm………. Also ich finde, dass das wirklich auch mitunter als billige Ausrede für alles herhalten muss.

        Ich ziehe nicht mal in Erwägung, dass meine Kinder „so arm dran waren“, weil sie ja keinen „Vater“ hatten… Was manch einer ja gern spätestens als Ausrede nutzt, wenns irgendwie schwierig wird. Sie kannten es doch gar nicht anders… (und natürlich gab es trotzdem männliche Bezugspersonen ala Opa/Freunde/Bekannte). Niemals würde ich auch nur denken: „Schade, dass ihr keinen „richtigen Vater“ hattet – ihr armen!!!“ Das einzige was ich manchmal bedauere, dass ist, dass ich mich heute noch müde und erschöpft fühle, wenn ich an die ersten Monate zurück denke. Das ich gar nicht richtig „da“ war und das so wirklich „erlebt“ habe und irgendwie nicht genügend Erinnerungen habe. (Einer hat immer die Nacht zum Tage gemacht, so dass ich nur irgendwie minimalen Etappenschlaf hatte).

        Und dann gruselt es mich oft, wenn andere so eine lebenslängliche Entschuldigungsnummer draus machen, dass ihren Kindern so etwas „furchtbares“ Widerfahren ist – wie diese Trennung…. (Was meiner Meinung nur von den Eltern allein zu einer furchtbaren Sache werden kann, wenn man es einfach nicht menschlich auf die Reihe kriegt, die Dinge zu trennen).

      • Klaus
        Klaus sagte:

        Es ziehen in den Vorstellungen der Kinder ja auch nicht die Großeltern oder bekannten Nachbarn ein, sondern ein Typ, den sie vorher noch nie gesehen oder näher kennengelernt haben.

        Da ist auch nichts aufgebauscht, wenn es da zu pathologischen Erscheinungen kommt. Kinder verarbeiten eine Trennung ganz unterschiedlich, mal mit mehr, mal mit weniger Folgen. Da können auch Urängste geweckt und weit bis ins Erwachsenenalter hineingetragen werden, dafür muß man nicht erst ein Schulkind werden. Es ist immer eine Frage des Einzelfalls, wo das auftritt, erkannt und ggf. behandelt werden muß. Andere Kinder verkraften eine Trennung vielleicht besser, wie schon beispielsweise genannt, wenn der andere Elternteil vor der Trennung ohnehin schon kaum präsent war.
        Mein 85jähriger Onkel meinte erst neulich, als sein Vater im 2. Weltkrieg eingezogen wurde und ein paar Jahre „weg“ war und keiner wußte, ob er lebend wiederkommen würde, da hätte er auch keine psychologische Unterstützung bekommen. Er sei aber gut damit zurecht gekommen. Seinen Klassenkameraden ging es ja auch nicht anders.
        Das meine Eltern sich getrennt haben, fand ich als Kind auch nicht wirklich so dramatisch, setzte aber unbewußt und lange unbemerkt Bindungsprobleme frei. Das ganze potenziert sich noch, wenn der Betreuungselternteil häufig wechselnde Partnerschaften hat und die familiäre Integration des Gegenparts als „Elternersatz“ regelmässig scheitert. Wer so etwas als Trennungskind selber miterlebt hat, hat ein vielleicht anderes Bedürfnis nach Schutz für die eigenen Kinder als jemand, der ein gesundes Urvertrauen mit in eine neue Beziehung bringt. Ich bin in zwei Haushalten aufgewachsen, in denen sich die „Eltern“ verkracht haben, ein Bruder zog schon als Teenager aus und eine Schwester landete wg. einer Behinderung in einem Heim. So war ich plötzlich ein „Einzelkind“. Ein Elternteil hatte ein langjähriges Suchtproblem und ich besuchte also lange Zeit eine Selbsthilfegruppe von Angehörigen. Eine Ehe habe ich selber vor die Wand gefahren. Ich habe es trotz aller persönlichen schlechten Erfahrungen versucht und bin dabei weit über meine Grenzen gegangen. Mehr kann ich mir heute nicht mehr zumuten. Das hat also aus Selbstschutz weniger mit den Kindern zu tun als mit mir selbst.
        Mir ist übrigens auch als Teenager aufgefallen, daß die Nummer mit dem „armen Scheidungswaisen“ nicht ewig zieht.
        Darum habe ich dann doch noch Abitur und Lehre gemacht und ein Studium angefangen. Heute arbeite ich für einen der größten internationalen IT-Konzerne. Das erfüllt einen zwar einigermaßen und macht den Tag nicht so lang, aber trotzdem bin ich wegen der Nachfahrenversorgung fast bis zum Renteneintrittsalter pleite. Letzte Woche erst habe ich wieder turnusmässig beim Jobcenter wg. Aufstockung vorgesprochen.

        Im Ergebnis bin ich aber nicht völlig verbittert, eher abgeklärter. Je länger die Trennung zurückliegt, je besser geht es mir.
        Mit dem materiellen Mangel habe ich mich als ehemaliger Immobilienbesitzer und Gutverdiener im Laufe der Zeit gut arrangieren können. Für Frauen, die einen potentiellen Versorger suchen, ist man an dieser Stelle natürlich totaler Aussatz, aber das kratzt mich heute auch nicht mehr.
        Ich bin kein schrulliger Sonderling, ich habe familiären Rückhalt, einen großen Bekannten- und Freundeskreis, einen verantwortungsvollen Job mit Publikumsverkehr und bin ehrenamtlich tätig.

        Die Vorstellung, daß ich mich wieder mit jemandem über ganz banale Fragen der Haushaltsführung oder über verschiedene Erziehungsstile auseinandersetzen müsste, reizt mich überhaupt nicht. Von der Problematik, die Kinder da zu integrieren, will ich gar nicht erst anfangen. Da steht man als Umgangsonkel auf ganz dünnem Boden. Von der „Take it or leave it“-Methode gegenüber Partner oder Kindern halte ich auch nichts.
        In partnerschaftlichen Angelegenheiten habe ich einfach keine Lust mehr auf Kompromisse, wenn die Familie involviert ist. Ich bin Vater, ich bin schon Familie. Für den verbleibenden Rest meiner Elternschaft übernehme ich Verantwortung und fange keine neue an. Unsere Kinder sind keine Terroristen. Sie werden von außerhalb regelmäßig für ihre konstant guten schulischen Leistungen und ihr vorbildliches Sozialverhalten gelobt.
        Die Kinder lernen auch hier ihre Grenzen, oh ja. Aber sie lernen auch, (überschaubare) Risiken einzugehen und mutig zu sein. Ohne, daß dies zwischen den Eltern groß diskutierter Konsens geworden wäre.

        Das Rollenmodell, was die Kinder von uns Eltern kennen und das wir bis zur Trennung gelebt haben, hat sich nicht geändert. Warum auch? Ist ja ganz in Sinne des Gesetzgebers und der ständigen Rechtsprechung. Einer zahlt, der andere betreut.

      • Kerstin
        Kerstin sagte:

        Danke für deine Antwort, Klaus!
        Ja, selbstverständlich ist es immer eine Einzelfall-Sache, da gebe ich dir vollkommen Recht. Es spielen ja unheimlich viele Faktoren mit rein. Ob die Kinder im ihnen bekannten Umfeld bleiben, ob sie Eltern überhaupt jemals als „Paar“ wahrgenommen haben und bereits ein Gefühl entwickeln konnten ala: „Wir 3 (oder mehr) gehören ZUSAMMEN. Taucht plötzlich jemand Neues im Leben auf, der vorher nicht da war, usw. und so fort.
        Wie alt waren deine Kinder bei der offiziellen Trennung (Auszug)?
        Wie auch immer – dein Beispiel beweist aber auch „meine Theorie“, dass „Scheidungs-Kinder“ nicht zwangsläufig dazu verdammt sind, dass ihr Leben und sämtliche künftige Beziehungen zwangsläufig scheitern müssen.
        Darf ich fragen, ob deine Ex-Frau einen neuen Mann an ihrer Seite hat? Wie alt die Kinder zu dem Zeitpunkt waren?

        Ja – du scheidest leider aus als potentieller Versorger für eine weitere Frau (+ggf. Kinder). Ich finde deine bewusste Entscheidung auch wirklicht ganz toll, dass du das definitiv ausschließt. Wobei ich jetzt sagen muss – eine Frau, die spontan „abspringt“, wenn sie von der finanziellen bzw. familiären Situation erfährt – na ja – weis ich nicht, ob man die wirklich braucht…… Dann kann es mit den Gefühlen auch nicht wirklich weit her gewesen sein, bzw. hatte man offensichtlich andere Prioritäten an seine Zukunft gesetzt.
        Meinen Mann lernte ich wirklich durch puren Zufall kennen. 2 Jahre lang betrieben wir nur small-talk und ich muss ehrlich sagen: Ich suchte weder jemanden (ich bin und war durchaus in der Lage uns allein zu versorgen), noch fand ich es sonderlich anziehend, dass es da ein Kind gibt (und Nr. 2 unterwegs war). Na ja – manchmal spielt das Leben halt anders und ich wusste in etwa, was das zu bedeuten hat. Also ausschließen würde ich definitiv nichts so zu 100 Prozent…..
        (Wenn morgen die Vorstandsvorsitzende vor dir steht und dich unheimlich attraktiv findet und dir erzählt, dass sie genügend eigenes Geld hat – wer weis, was dann wird ;-). Vielleicht legt so ein Typ Frau auch keinen Wert als „Stiefmutter“ zu fungieren….). Also da würde ich mir keinen Kopf machen, ob dein Leben wirklich so verlaufen wird, wie du es jetzt grade so sieht.

        Zustimmen muss ich dir natürlich – der Staat findet das alles so richtig perfekt… Einer ist der Betreuende und der andere der Zahler…. Sobald du irgendwas hast – haste nix mehr. Du darfst nichts „haben“ und somit wird einer potentiell neuen Familie gleich mal die Grundlage entzogen (wenn man sich eben auf das Einkommen des Mannes verlassen wollte).
        Hm…. weis ich nicht…. wir sind beide wirklich viel am Arbeiten… (Gestern 21.30 Uhr Feierabend – der Tag begann wie immer um 5 Uhr). Von daher kann man halt überwiegend nur „klagen“, dass es eben mitunter super vieeel Arbeit ist und sich ärgern, dass viel Geld einfach so über den Thresen geschoben wird, wo Frau Mama überhaupt nichts für die Kinder von finanziert und sich ein eher ruhiges Leben macht… Das allein ist böse genug – wenn man sieht, dass offensichtlich nicht genügend Geld in die Kinder investiert wird, für die das ja angedacht ist. Noch härter, wenn ich mir ausrechne, wieviel ich in meine Kinder allmonatlich Stecke (ein Bruchteil der Summe X, die sie hätte) und die aber halt ordentlich, sauber, gepflegt zur Schule gehen und nicht so aussehen, als wenn sie die letzten 3 Jahre keinen Friseur gesehen hätten…. Das ist das wirklich BITTERE – dass das Geld offensichtlich für vieles genutzt wird, aber eben nicht zweckmäßig seinen Ursprungs-Sinn erfüllt (und das interessiert auch keinen Menschen auf dieser Welt).

    • Manuela Meister
      Manuela Meister sagte:

      Liebe Kerstin,

      noch eine Anmerkung. Sie schreiben selber die Zeit mit ihren Jungs war unkompliziert. Der Vater hielt sich aus allem heraus und sie haben alles allein gestemmt. Es musste nicht dauernd irgendwas abgestimmt werden. Es gab keine Stiefmutter, die an ihren Kindern herum nörgelte. Sie mussten ihre Kinder nicht alle paar Tage abgeben und bekamen diese völlig von der Rolle zurück.
      Mein Ex hatte eine Zeitlang den Umgang ausgesetzt. Es tat mir in der Tat für meine Kinder leid. Zu erst…
      Bis ich sah wie entspannt meine Kinder in der Zeit waren. Ich war total entspannt. Auch wenn ich nun von 30/31 Tagen im Monat alles stemmen musste und nicht 2x2Tage mal so etwas wie Freizeit hatte. (Nicht wirklich Freizeit, da ich an diesen Tagen immer zusätzlich gearbeitet habe um unsere Kasse aufzubessern aber Kinderfreie Zeit).
      Ich vermisse diese Zeit tatsächlich. Unser Leben war um so vieles unkomplizierter als es das ist wenn sie ihren Vater sehen.
      Die Kinder sind so was von frustriert weil sie sich nicht einfach mal mit Freunden verabreden können. „Nee, an dem SA kann ich nicht, da muss ich zu meinem Vater“ .
      Ich bin genervt von der ständigen Klamottenpackerei. 2x im Monat muss ich quasi „Urlaubskoffer“ packen.
      Meine Mutter war selber alleinerziehend und sie sagt es war hart alles allein zu stemmen aber mit mir tauschen wollte sie nicht. Sie sagte mal zu mir dieses hin und her hätte sie wohl auch verrückt gemacht. Ich selber bin heute auch dankbar, dass ich keinen Kontakt zu meinem Vater hatte und mich nicht so zerreißen musste.

      Antworten
    • Manuela Meister
      Manuela Meister sagte:

      Liebe Kerstin,

      noch eine Anmerkung zu Ihrer Zeit als AE.
      Sie schreiben selber wie unkompliziert es war weil sich der Vater aus allem heraus hielt.
      Sie haben allein erzogen. Es galten Ihre Regeln. Niemand hat Ihnen überall herein geredet.
      Sie mussten sich nicht dauernd wg irgendwas abstimmen. Es gab keine Stiefmutter die an Ihren Kindern herum genörgelt hat. Sie mussten Ihre Kinder nicht immer wieder abgeben um sie völlig von der Rolle zurück zu bekommen.
      Mein Ex hat eine Zeitlang den Umgang ausgesetzt. Mir tat das erst leid für meine Kinder.
      Bis ich sah wie gut es ihnen damit ging. Die Kinder waren so entspannt in der Zeit. Ich war entspannt in der Zeit.
      Obwohl ich nun 30/31 Tage im Monat alles allein stemmen musste war es doch einfacher. Die 2x2Tage, die ich sonst Kinderfrei Zeit hatte waren anstrengender als nun alles allein zu machen denn es entfiel das 2-3Tage andauernde wieder auf die Reihe bringen der Kinder nach diesen 2 Tagen.
      Ich vermisse diese Zeit. Die Kinder ebenfalls. Sie sind oft frustriert weil sie sich nicht einfach mal eben verabreden können „Nee, da kann ich nicht, da muss ich zu meinem Vater!“ höre ich sie oft mit genervter Stimme sagen.
      Sie wollen einfach mit ihren Freunden spielen können stattdessen müssen sie sich schon organisieren.
      Mich nervt es 2x im Monat quasi Urlaubsgepäck packen zu müssen. Regelmäßig gute Kleidung ruiniert zurück zu bekommen da es dem Vater egal ist in welcher Kleidung die Kinder auf dem Spielplatz gehen.
      Meine Mutter war selber alleinerziehend. Es gab keinen Kontakt zum Vater. Ich bin heute dankbar dafür denn ich musste mich nie so zerreißen wie meine Kinder es tun müssen. Selbst meine Mutter sagt, dass sie mich nicht beneidet. Sie hätte dieses hin und her und diese ständige Einmischerei Dritter auch verrückt gemacht.

      Antworten
      • Ma
        Ma sagte:

        „Nee, kann ich nicht muss zum Vater“ genau so erlebt bei den Stiefkindern.
        Dies wollte die Ex so. Ich hab mich dann durchgesetzt damit die Kinder dann kommen konnten, wann SIE wollten. Seit da gings besser bei uns (Vater und Stiefmutter)

    • Manuela Meister
      Manuela Meister sagte:

      Sorry, hier ist was mit den Kommentaren schief gegangen. Erst wurde etwas nicht veröffentlich. Dann plötzlich doch während ich neu schrieb. Nicht wundern, dass hier nun ähnliche Texte doppelt sind

      Antworten
    • Klaus
      Klaus sagte:

      Hallo Kerstin.

      „Wie alt waren deine Kinder bei der offiziellen Trennung (Auszug)?“

      Das älteste Kind war 9 und das jüngste nur ein paar Wochen alt.

      „Wie auch immer – dein Beispiel beweist aber auch „meine Theorie“, dass „Scheidungs-Kinder“ nicht zwangsläufig dazu verdammt sind, dass ihr Leben und sämtliche künftige Beziehungen zwangsläufig scheitern müssen.“

      Im Gegenteil. Bei Trennungskindern findet man sogar realtiv häufig spätere Karrieristen, die sich fehlende Anerkennung im Elternaus eben im Beruf wiederholen. Beziehungstechnisch geht es aber meistens dann doch in die Grütze.

      „Darf ich fragen, ob deine Ex-Frau einen neuen Mann an ihrer Seite hat? Wie alt die Kinder zu dem Zeitpunkt waren? “

      Sie lebt seit ca. 2,5 Jahren wieder mit einem Mann zusammen, eine frühere Schulhofbekanntschaft. Letztes Jahr haben sie geheiratet und noch ein Kind zusammen bekommen. Ein äußerst glückliches Gefüge. Die Kinder haben einen sehr engagierten Stiefvater. Der brachte auch noch ein Umgangskind mit in die Ehe.
      Die Kinder waren zu dem Zeitpunkt zwischen 13 und 4 Jahren alt. Besonders schwer gefallen ist das Leben im Patchwork der ältesten Tochter und dem ältesten Sohn, damals 7 Jahre alt. Beide hatten Probleme mit der „neuen Dominanz“ im Haus. Heute finde beide den Stiefvater „cool“.
      Ich höre aber auch von lautstarken Auseinandersetzungen zwischen den frischgebackenen Eheleuten.
      Er scheint ein ziemlich dominanter Typ zu sein. Ich kann und will da aber nichts hineininterpretieren.
      Die Kinder machen auf mich zur Zeit jedenfalls, anders als noch vor zwei Jahren, einen ziemlich ausgeglichenen und zufriedenen Eindruck.

      „Also da würde ich mir keinen Kopf machen, ob dein Leben wirklich so verlaufen wird, wie du es jetzt grade so sieht“

      Also ich bin zwar pleite, aber nicht hässlich. Ich habe keine Probleme, Frauen kennenzulernen. Es schreckt die meisten aber ab, möglicherweise selber die Versorgerrolle übernehmen zu müssen, also quasi in Sippenhaftung genommen zu werden. Man kennt das ja, Zusammenleben mit neuem Partner, Absenkung des unterhaltsrechtlichen Selbstbehalts usw. etc…
      Die wirtschaftlichen Überlegungen dominieren da so ziemlich alles, was ich bisher erlebt habe.
      Damen, welche die erste Hürde noch sportlich nehmen, fühlen sich aber nach etwas Überlegung dann doch mit einem Vater eine Mehrkindfamilie als Partner überfordert. Ich kann’s nicht übel nehmen.
      Die Damen, die dann noch am Ball sind, denen sind dann 23% Prozent Betreuungsanteil meinerseits aber wieder zuviel. Schliesslich haben sie selber ggf. Kinder, die sehr gerne mitbetreut werden dürfen. Oder sie finden es unverständlich, das ich meinen Jahresurlaub für die Kinderbetreung fast vollständig verbrauche.
      Man will ja gemeinsame kindfreie Urlaube verleben. Sowas müssten die mal einem alleinerziehenden Vater erzählen, das gäbe aber ein grosses Hallo! Oder wie es ein anderer Vater jüngst in einem Elternforum formulierte:
      „Genauso ergeht es einer Frau, die zickt, weil ich beim Umgang meiner Ex über den Weg laufe, wir gemeinsam zu Elterngespräche/-abende gehen in die Schule gehen, usw.
      Muss sie halt warten, bis das Kind erwachsen ist und sein eigenes Leben führt. Für Elternschaft gibt es (für mich) keinen Ausschalter. “
      Naja, aber letztlich habe ich auch gar nicht vor, mir das diktieren zu lassen oder Komprimisse darüber auszuhandeln.
      Das Beispiel mit der Vorstandsvorsitzenden ist zwar ein reizvoller Gedanke, aber da plane ich langfristig doch eher realistisch. Aber ich habe auch Frauen kennengelernt, die sich mit meinen familiären Verhältnissen arrangieren können. Daher kann ich also sowohl Partner als auch Vater sein, ohne alles in einen Topf werfen zu müssen.

      „Das ist das wirklich BITTERE – dass das Geld offensichtlich für vieles genutzt wird, aber eben nicht zweckmäßig seinen Ursprungs-Sinn erfüllt“

      Darüber mache ich mir keine Gedanken mehr, weil das auch nichts ändern würde. Wenn die Kinder hier mit kaputten Schuhen oder abgerissenen Klamotten aufschlagen, dann bekommen sie eben neue Sachen. Bei der Kleidung Second hand natürlich, ich bin ja nicht mehr Rockefeller. Manchmal ist auch ein Friseurbesuch dringend notwendig. Die paar Euro für das Haareschneiden gebe ich gerne aus, anstatt mir darüber ein Magengeschwür zu ärgern oder mit der Mutter den Dritten Weltkrieg anzufangen. Es ist ist in meinem Fall ja auch nicht so, daß die Mutter den Unterhalt vollständig in teure Smartphones und Schminkutensilien umsetzen würde. Wenn es denn so wäre, wäre das tatsächlich bitter, aber mehr für die Kinder als für mich, denn auf eine zweckbezogene Verwendung des Kindesunterhalts gibt es ohnehin keinen Rechtsanspruch. Bei Dingen, die man nicht ändern kann, hilft nur Gelassenheit.

      Antworten
  28. Klaus
    Klaus sagte:

    Dieser anekdotische Bericht bestätigt mir als Trennungsvater einmal wieder, daß ich keine Stiefmutter für unsere Kinder haben möchte. Ich bin auch als Trennungskind groß geworden. Eine erfüllte Partnerschaft kann ich auch ohne diese ganzen ermüdenden Konflikte und Auseinandersetzungen haben. Auch ohne weitere, gemeinsame Kinder und ohne gemeinsamen Haushalt. Kein Durchgangslager für wechselnde Partnerschaften und Beziehungspersonen für die Kinder. Keine familiär verunsicherte Kinder. Kontinuität leben. Ich halte Patchworken in beide Richtungen einfach für unzumutbar, man hinterlässt schlimmstenfalls nur noch mehr verbrannte Erde. Dabei bin ich nicht mal Fatalist. Natürlich kenne ich auch die schönen Seiten daran. Ich habe aber natürlich dennoch Respekt vor allen engagierten Patchworkern und auch für Frau Petermann, die an diesem Platz eine Bresche für Stiefeltern schlagen möchte.

    Antworten
    • Manuela Meister
      Manuela Meister sagte:

      Lieber Klaus,
      wie gut ich Dich verstehe. Viele können nicht nachvollziehen, dass ich mit meinen Kindern lieber allein lebe aber ich hab von Patchwork so dermaßen die Nase voll. Selber Trennungskind, 2x Stiefmutter gewesen. Nun selber alleinerziehend.
      Meine Kinder sind froh wenigstens bei Mama einen Ort zu haben der sich für sie sicher anfühlt. Wo sich niemand einmischt den sie als Fremdkörper empfinden. Sie wissen es gibt einen Mann in MEINEM Leben mit dem ich hin und wieder was unternehme aber dass dieser nicht Teil ihres Lebens ist und sein muss.
      Ich hatte nie vor mit ihm zusammen zu leben aber noch mehr hat mich die Reaktion meines Sohnes bestätigt, der völlig panisch wurde als der besagte Mann mal bei uns zum Essen war.
      Völlige Panik, dass er bei uns einziehen würde. Meine Zwei sind schon völlig traumatisiert durch die Trennung und wie eiskalt ihr Vater das durchgezogen hat.
      Noch eine Beziehung im Leben meiner Kinder und ich könnte die Beiden gleich beim Therapeuten anmelden.

      Antworten
      • Kara
        Kara sagte:

        Liebe Manuela,
        wenn der Sohn panisch reagiert nur weil ein Mann zum Essen zu Besuch kommt, würde ich schon jetzt ernsthaft daran denken den Sohn durch eine Therapie oder Ähnliches zu unterstützen.
        Ich kenne das Alter des Sohnes nichts, aber warum schon ein Essen eine solche Panik auslöst ist doch sehr fraglich.
        Natürlich hat jeder das Recht sich gegen eine Beziehung bzw. ein Patchwork-Leben zu entscheiden, aber ein panisches Kind ist dafür wie ich finde die falsche Entscheidungsgrundlage. Da sollte man doch lieber hinterfragen, warum das Kind panisch reagiert und ihm helfen seine Ängste zu überwinden, auch wenn du derzeit ohnehin keinen Zusammenleben oder Ähnliches planst.

  29. Manuela Meister
    Manuela Meister sagte:

    Liebe Südstern,
    da ich selber weiß was es heißt ein schwer krankes Kind zu haben welches einen nachts nicht schlafen lässt weiß ich wie anstrengend das ist.
    Allerdings ist es nun mal so dass das Leben mit Geschwistern anders ist.
    Gerade das genannte Alter. DAS ist Familienleben und das ist nicht immer Friede-Freude-Eierkuchen wir haben uns immer lieb und nehmen Rücksicht.
    Der Vater meiner Kinder hat uns verlassen da er keinen Bock auf ein krankes Kind hatte.
    So kanns gehen. Der Traummann, der immer so auf die böse Ex geschimpft hat, wie fies sie ihn behandelt hat und es noch tut war zack kein Traummann mehr und schon gar kein Traumvater.
    Ich hoffe Ihnen bleiben solche Erfahrungen erspart.
    Das hat nichts mit flapsig zu tun.

    Antworten
    • Südstern
      Südstern sagte:

      Oh das tut mir leid. Aber gerade dann würde ich einen solchen Kommentar nicht absetzen …. ich bin auch ein scheidungskind, habe noch 3 jüngere Geschwister und kann mich daher in scheidungskind sehr gut hineinfühlen. Ich bin es trotzdem auch aus meiner eigenen Kindheit gewohnt dass wenn jemand in der Familie krank ist Rücksicht genommen wird und nicht am Abend mit über 20 Jahren dann rabatz gemacht wird. Wären es Kleinkinder haette ich das nicht geschrieben. Viel Kraft und mehr Ruhe und Gelassenheit wünsche ich dir

      Antworten
  30. Manuela Meister
    Manuela Meister sagte:

    Liebe Susanne, ich kann mich nicht entsinnen etwas respektloses geschrieben zu haben. Dies ist schlicht die Realität wenn man mehrere Kinder hat. Ich habe mir hier einige Beiträge durchgelesen und bin teilweise entsetzt auf welch hohem Ross manche hier sitzen und wie wenig sie in der Lage sind sich in Trennungskinder hineinzuversetzen.
    Ich bin selber Trennungskind, war 2x Stiefmutter und bin nun Alleinerziehend mit zwei Kindern.
    Die Patchwork-Welt ist mir somit nicht fremd. Ganz im Gegenteil. Ich bin hineingeboren worden.
    Mit ein Grund weshalb ich AE bleibe da ich meinen eigenen Kindern noch einen weiteren Stiefelternteil ersparen möchte.

    Antworten
    • Susanne Petermann
      Susanne Petermann sagte:

      Sie werfen anderen Überheblichkeit vor, behaupten, andere würden auf einem hohen Ross sitzen, wollen Ihren Kindern dabei ein Stiefelternteil ersparen. Für mich klingt das nicht nach Respekt für die Stiefmütter in diesem Forum. Hier läuft keiner in den Schuhen des anderen und darum ist auch keiner weiser oder wissender als der andere. Jeder hat die Chance von Erfahrungen der anderen zu profitieren, niemand muss sich die Erfahrungen der anderen vorwerfen lassen.

      Antworten
      • Manuela Meister
        Manuela Meister sagte:

        Liebe Susanne,
        ich habe meine Gründe wenn ich meinen Kindern einen weiteren Stiefelternteil ersparen möchte.
        Die zwei leiden schon genug unter der derzeitigen Situation.
        Ich selber fand es schrecklich einen Stiefvater zu haben.
        Leider habe ich auch gelernt wie austauschbar Beziehungen zwischen Männern und Frauen sind.
        Ich könnte meinen Kindern ja nicht garantieren, dass der nächste Mann in meinem Leben auch bleibt.
        Und dann? Kommt der Nächste? und noch ein nächster?
        Wie viele sollen Männer und auch Frauen sollen meine Kinder denn erleben?
        Die große Tochter meines Ex erlebt nun schon die dritte Frau an der Seite ihres Vaters.
        Den dritten Mann an der Seite ihrer Mutter.
        Der Therapeut, der mal mit ihr zu tun hat wird sich freuen.
        Im Bekanntenkreis gerade erst erlebt.
        Die Dame ist schon etwas älter. Die Kinder sind groß aber sie können es bis heute nicht verkraften, dass es immer wieder neue Partner im Leben der Mutter gab.
        Man muss sich schon der Verantwortung bewusst sein, die man da auf sich nimmt.
        „Mein Alltag ist ihre Kindheit“
        Daran erinnere mich immer wieder. Wenigstens der Teil ihrer Kindheit den sie bei mir verbringen soll ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

  31. Maria
    Maria sagte:

    Liebe Sabi,
    Du hast alles gesagt was gesagt werden muss. Ich hoffe, dass viele Trennungsväter das auch beherzigen.
    Für dich persönlich tut mir es Leid und wünsche dir alle Kraft liebe und Glück der Welt!!

    Antworten
  32. Manuela Meister
    Manuela Meister sagte:

    Hallo Frau Petermann,

    Sie schreiben in Ihrem Profil, dass Sie 3Fache Stiefmutter sind.
    Wie viele eigene Kinder haben Sie?
    Sind Sie selber Stiefkind?
    Sind Ihre Eltern getrennt?
    Das wäre sicher interessant zu wissen.

    Beste Grüße

    Antworten
    • Bärbel
      Bärbel sagte:

      Hallo,

      leider wurde auch mein Text nicht in das Kommentar übernommen.

      Ich bin froh einen Mann gefunden zu haben, der mit mir gemeinsam neue Regeln und ein neues Leben definiert hat – auch vor seinen Kindern. Er liebt seine Kinder auch bedingungslos – aber er nimmt nicht alles hin was von der Seite der Kinder kommt. Er hat drei Kinder, ein Zwillingspärchen mit 14 und die große Tochter mit 16 Jahren. Auch sind sie schon in einem Alter, wo man sehr wohl ein normales Miteinander erwarten kann.

      Bei uns läuft es anders ab als zu Hause bei der Mutter. Wir haben fixe Abläufe, es ist eher ruhig (oder langweilig *g*) und gerade das tut dem entwicklungsverzögerten Sohn sehr gut. Bei uns ist er ruhig, nett, hört auf das was man ihm sagt – zu Hause fängt er noch öfter eine „Watsche“ ab und zertrümmerte sein altes Zimmer vor lauter Wut. Auch gibt es bei uns kein kiffen, was bei der Mutter sehr wohl toleriert wird. Kehrseite der Medaille der „coolen Mama“ – drei „nicht genügend“ im Halbjahreszeugnis der großen Tochter und ein eindeutiges Drogenproblem bzw. Borderlinesyndrom. Aber da die Mutter genauso war in der Pubertät, wird das alles heruntergespielt. Nur wenns brennt, dann wird mein Verlobter hinzugezogen.

      Auch wir sind zu einer Einheit vor den Kindern geworden. Sein Wochenende, sein „Business“ und das verteidigt er auch wehement vor der Ex-Frau. Mir gegenüber sind die Kinder freundlich und respektvoll. Wenn mir was nicht passt, sag ich es demjenigen direkt, aber freundlich. Sie wissen einfach, dass es zwei verschiedene Welten sind und leben mittlerweile gut damit.

      Im September erwarten wir unser erstes gemeinsames Kind und die Nachricht wurde von den Drei auch positiv bzw. neutral (Pubertät halt) aufgenommen. Daher denke ich mein Verlobter (und im weiteren Sinne auch ich) haben nicht so viel falsch gemacht.

      Ich würde mir wünschen, dass mehr Trennungsväter befreit sind vom schlechten Gewissen, die Vergangenheit abhacken und nach vorne sehen. Ich muss hier auch erwähnen, die Ex hat Gott sei Dank ihr eigenes Leben, freut sich bzg. Nachwuchs für uns und legt uns auch keine Steine in den Weg.

      Alles Liebe,
      Bärbel

      Antworten
      • Manuela Meister
        Manuela Meister sagte:

        Liebe Bärbel,
        bei solchen Beiträgen denke ich an meine eigene Zeit als Stiefmutter.
        Ich war 2x in dieser Rolle.
        Ich war damals genauso überheblich und dachte „Boah! Die ist so unfähig! Wir haben tolle fixe Abläufe und alles im Griff!.
        Nun bin ich selber Alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und wenn ich an diese Zeit denke, schüttelt es mich.
        Heute weiß ich wie verdammt schwer das ist alles zu wuppen ist und ich schäme mich in Grund und Boden für meine Überheblichkeit von damals.
        Ich war allerdings auch Stiefkind.
        Daher weiß ich aus eigener Erfahrung wie angewidert man von einem Stiefelternteil sein kann.
        Ein Stachel im Fleisch den man einfach nicht los wird.
        Und was das “ Bei uns benimmt er sich“ anbetrifft. Natürlich! Was soll das Kind denn sonst tun? Riskieren auch noch den Kontakt zu verlieren wenn es nicht spurt? Kinder hören im übrigen bei Menschen bei denen sie sich nicht sicher fühlen immer besser als bei der eigenen Mutter. Denn Mama ist der sichere Hafen!
        Sie werden das auch noch lernen wenn sie selber Mutter sind.
        Hoffentlich kommen Sie dann nie in die Lage ihr Kind alle paar Tage abgeben zu müssen.
        Wie schmerzlich das ist würden sie dann erst nachvollziehen können.
        Im Übrigen zeigen viele Männer erst das wahre Gesicht wenn ein gemeinsames Kind kommt.
        Die schmerzliche Erfahrung musste ich auch machen.
        Der Traummann entpuppte sich als Alptraum und ich konnte verstehen, warum meine Vorgängerin das Weite gesucht hatte.
        Alles Gute

      • Bärbel
        Bärbel sagte:

        @Manuela Meister:

        Ich bin weder überheblich noch glaube ich dass ich Superwoman bin. Ich habe lediglich die Abläufe geschildert und dass mein Verlobter das gut hinkriegt und hinter mir steht und wir bzw. ich ein gutes Verhältnis mit den Kindern habe(n). Kein schlechtes Gewisse und kein „parenting out of guilty“. Und wer schon mehr Beiträge von mir gelesen hat, weiß, dass es am Anfang kein Zuckerschlecken war..

        Und wer bitte sagt, dass SIE das Weite gesucht hat? 😉 ich denke, ohne hier die genauen Hintergründe zu kennen, würde ich den Ball mal schön flach halten! Das sind vielleicht IHRE Erfahrungen, die Sie solche Kommentare losschießen lassen.

        Dass die Ex unfähig ist, habe ich auch in keinem Satz erwähnt, ich habe nur gesagt sie ist die „coole“ Mama. Und alleine ist sie nebst Tagesmutter, eigener Mutter und Großtante im eigenen Haushalt sicher nicht *lach*. Angewidert ist von mir auch sicherlich keiner, vielleicht sprechen Sie hier wieder aus eigener Erfahrung mit ihren ehemaligen Stiefkindern? Ich glaube, Sie sind mit ihrem Gram hier eindeutig im falschen Forum 😉

        LG Bärbel

  33. Susanne Petermann
    Susanne Petermann sagte:

    Per Mail:
    Liebe Susanne,
    Leider erscheint mein Kommentar nicht.
    Zum Glück habe ich den Text kopiert.
    Kannst Du ihn bitte für mich hinzufügen?
    Ich danke Dir.

    Hallo Ihr Lieben alle,
    ich kenne diese beschriebenen Situation auch zu gut. Jetzt schon seit 19 Jahren. Wie ich das aushalte? Manchmal weiß ich selbst nicht. Durch die Liebe meines Partners. Bestimmt deshalb. Er steht zu mir, das spüre ich – trotzdem ist es manchmal sehr schwierig. Wir haben die beiden gemeinsam erzogen. Seit dem 3. und 5. Lebensjahr. Heute sind sie erwachsen. Alles was schief gelaufen ist, ist meine Schuld. Die elenden Lügen, die über mich erzählt werden, sind unerträglich. Das belastet auch unsere Beziehung immer wieder. Ansonsten könnte das Leben zu zweit mittlerweile sehr schön sein. Wir haben uns damals schweren Herzens gegen eigene weitere Kinder entschieden. Das war nicht leicht, aber heute bin ich sehr froh darüber. Unsere Liebe wäre zerstört worden. Da bin ich mir heute sicher. Ich wünsche Euch allen viel Kraft weiter zu machen. Sabi, danke für Deinen Beitrag – viel Glück für die Zukunft. Eure Josi

    Antworten
  34. Jenny
    Jenny sagte:

    Ich bin sehr dankbar das mein Lebensgefährte wirklich hinter mir steht und mich beschützt und verteidigt. Von Anfang an war klar das ich seine Frau bin und egal was geschehen mag es auch bleiben werde. – hört sich sehr romantisch an wenn ich es selber lese ?.
    Wir bilden eine Einheit- wir zwei ! Wir integrieren seine Kinder in unser Leben und nicht andersrum. Und ich glaube das ist auch eine Schlüsselpunkt. Viele Trennungsväter gestalten ihr Leben nach den Kinder.
    Aber ich denke das es falsch ist. Irgendwann kommt der Punkt an dem sich die kleinen abnabeln werden und selbstständig ihr Leben leben werden. Wo wir nur noch Zuschauer und Ratgeber sein dürfen. Auf diese Einsicht baut sich unsere Beziehung auf. Natürlich gebe ich seinen Mädels sehr viel Freiraum mit ihrem Papa. Dennoch fordere ich auch meine Zeit mit ihm – auch wenn die Ladys bei uns sind, und natürlich fordern Sie Mädels auch Zeit mit mir allein. Wir haben es eigentlich sehr harmonisch, weil wir unser gemeinsames Leben leben und für uns war es die beste Entscheidung das so zu handhaben…..

    Ich wünsche allen sehr viel Glück und Kraft um euren Weg zu finden, ich hoffe eure Reise lohnt sich …

    Antworten
  35. Südstern
    Südstern sagte:

    Der Text könnte von mir sein genau meine Gedanken u genau das was sich hier seit Jahren zugetragen hat u weiterhin zuträgt obwohl die Kinder aus erster Ehe nun alle erwachsen sind und unsre gemeinsame kleine Tochter noch keine 3 Jahre alt ist. Genau das sage ich seit Jahren zu meinem Mann aber er bekommt es nicht hin …. und zwar genau so ! „Sag du selbst wenn dir was nicht passt“ u im Nachsatz „immer soll ich der buhmann sein“ dabei bin es dann immer ich oder ich sage eben nichts dann werden aber meine Grenzen überrannt …. ich habe dann die Kinder aus dem Haus vergrault wenn ich sage die kleine ist krank ich bin krank wir müssen nun schlafen u unten dann extra laut Musik gemacht wird Türen geknallt usw …..

    Antworten
    • Manuela Meister
      Manuela Meister sagte:

      Lieber Südstern, Sie sollten sich ein zweites Kind anschaffen 😉 Mit nur einem Kind lässt es sich leicht sagen „Wir müssen schlafen weil wir krank sind“ etc. Mit einem zweiten oder sogar dritten Kind wüssten sie, dass das gar nicht mehr möglich ist.

      Antworten
      • Susanne Petermann
        Susanne Petermann sagte:

        Liebe Manuela,
        hier ist nicht Facebook. Hier gehen die Kommentatoren respektvoll miteinander um. Das bedeutet, dass man versucht, Verständnis für den anderen aufzubringen und nicht Vorwürfe oder Vorhaltungen parat hat.
        Eigene Erfahrungen sind immer anders als die Erfahrungen der anderen Menschen. Deswegen sind sie nicht weniger richtig oder wichtig.

      • Südstern
        Südstern sagte:

        Huch das finde ich nun doch einen etwas merkwürdigen Kommentar …. so lange man die Hintergründe nicht kennt. Im Grunde sollte man auf solch einen einfach gar nicht reagieren haette aber zur Folge dass von Ihnen wieder ein derartiger an jemand anderen gerichtet wird. Grundsätzlich bin ich der Auffassung dass wenn ein Kleinkind im Haus lebt und die gescchwister egal ob halb oder richtige Geschwister da sind welche 16 , 21, und 20 Jahre älter sind diese abends Rücksicht nehmen auf denjenigen der im Bett liegt und schlafen muss. Wenn dann zwei Personen krank sind könnte man meinen dass man in dem Alter dann von sich aus auf die Idee kommt entweder leise zu sein oder eben dann nach Hause zu gehen und ein anderes mal wieder zu kommen. Hinzu kommt dass die Situation hier ohnehin eine spezielle ist da unsere kleinste gemeinsame Tochter eine Regulationsstörung hat und Stunden braucht um zur Ruhe zu kommen und egal ob gesund oder krank nachts zig mal aufwacht und auch hier nicht zur Ruhe kommen kann. Also bitte Vorsicht mit solch flapsigen Kommentaren.

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