Alle Artikel mit dem Schlagwort: Trennung

Warum Scheidung einem Kriegsschauplatz gleicht und wie du diesen vermeiden kannst

Ich lebe in einer ziemlich bunten Patchwork Familie. Ich bin Mama von fünf Kindern, dazu gibt’s 3 Papas. Einer davon ist mein Lebensgefährte. Darüber hinaus bin ich Stiefmama eines dreijährigen Jungen. (Bedauerlich, dass dieses Stiefmutter-Image aus den Märchen so kümmerlich und befremdlich in aller Ohren sitzt.) Wir – die Kinder, die Männer und ich – haben ein sehr einzigartiges und schönes Verhältnis. Was sicherlich dem geschuldet ist, dass es sich bei den Erwachsenen um sehr bewusste und reflektierte erwachsene Menschen handelt. Ich schätze meine beiden Exmänner sehr und sie mich ebenso. Nicht nur als Vater oder Mutter, sondern auch als Menschen. Außerdem ist mein Lebensgefährte ein wunderbarer Mann, der den Vätern der Kinder ausreichend Raum gibt, um Teil ihres Lebens zu sein. Da gibt es keine Eifersucht und auch kein Machtgerangel. Allenfalls mal Themen, die mit einem angenehmen Gespräch augenblicklich geklärt werden können. Wir feiern gemeinsam ab und an Weihnachten, Ostern und die Geburtstage der Kinder sowieso immer gemeinsam, wir kochen gemeinsam hin und wieder an Sonntagen und fahren auch mal zusammen in den Urlaub …

Ist das Liebe – oder kann das weg?

Habe ich bereits erwähnt, dass ich das Forum auf meinem Blog liebe? Vor eineinhalb Jahren habe ich es eingerichtet und heute sind bereits 1.200 (ja, genau, eintausendzweihundert!!!) Teilnehmer dort registriert. Sie teilen ihre Sorgen aber auch ihre Lösungsansätze bei Problemen als Stiefmutter oder allgemein in zweiten Familien dort mit. Besonders freue ich mich darüber, dass ich noch nie einschreiten musste. Weder wurde der Ton unhöflich oder hetzerisch, noch kamen jemals Hasskommentare oder -postings. Ich bin richtig stolz auf unsere kleine Community! Ab und an machen mich Postings allerdings traurig. So vor einiger Zeit, als eine Teilnehmerin ihre Situation schilderte und ziemlich schnell allen Außenstehenden klar war: Der Typ ist noch nicht mit seiner Ex fertig und nutzt die neue Frau nur aus. Sprich, sie investierte enorm viel in die Beziehung, er dagegen besaß eher Nehmerqualitäten. Ich stellte mir die Frage: ist das Liebe oder kann das weg?

Sohn will uns auseinander bringen Stiefmutterblog Foto Stocksnap

Sein Sohn will uns auseinander bringen

Bei uns zu Hause ist es vollends eskaliert und die Beziehung wird von seiner Seite in Frage gestellt, was ich absolut unfair und extrem verletzend finde. Ich möchte kurz unsere Geschichte erzählen. Ich bin 33 und Mama von zwei Kindern die acht und fünf Jahre alt sind. Mein Problem: Sein Sohn will uns auseinander bringen und ist ein extrem verhaltensauffälliges Kind.

Seine Frau und ich. Foto: Stocksnap, David Marcu

Seine Frau und ich – Er pendelt zwischen uns beiden

Ich habe vor circa einem Jahr einen Mann kennengelernt.  Ich war damals unglücklich verheiratet,  so wie er.  Es war Liebe auf den ersten Blick.  Aus Vernunftsgründen haben wir jedoch keinerlei Kontaktdaten ausgetauscht.  Er ging mir jedoch nicht aus dem Kopf und durch Zufall kam ich an seine Nummer.  Nun geht es mit uns seit fast einem dreiviertel Jahr. Der Knackpunkt ist: Seine Frau und er leben noch zusammen, er pendelt zwischen uns beiden.

Wenn Scheidung keine Option ist

Vor geraumer Zeit traf ich einmal ein Paar in Antwerpen (Belgien). Tim und Grace lebten dort seit zwei Jahren, packten aber gerade ihre Koffer, weil er nach Frankreich versetzt werden sollte. Zuvor waren sie in der Schweiz, Italien, den USA, Mexiko, Deutschland und, und, und.. Gebürtig stammen beide aus Irland. Grace war nicht gerade begeistert. Sie sprach kein französisch und wäre lieber im beschaulichen Antwerpen geblieben, wo sie viele Freunde und auch einen Job gefunden hatte. Aber Tim arbeitete für eine internationale Firma, wurde eben alle zwei Jahre versetzt und Grace ging mit. Ich sprach mit ihr, wie sie all diese Wechsel in ihrer 18jährigen Ehe überstanden hätte. Ob sie irgendwann auch einmal an Scheidung gedacht hätte. Sie schaute mich an wie eine Erscheinung. Dann lachte sie und meinte: