Alle Artikel mit dem Schlagwort: Scheidung

Scheidung schnell und unkompliziert – Vorteile einer einvernehmlichen Scheidung

Was ist eine einvernehmliche Scheidung? Eine einvernehmliche Scheidung bedeutet zunächst, dass sich beide Ehegatten über die Scheidung einig sind. Zusätzlich sollten sich beide Ehegatten bereits grundsätzlich über mögliche Scheidungsfolgen geeinigt haben, zum Beispiel über die Frage, ob, wie viel und wie lange wer von wem Unterhalt erhalten soll, wie evtl. Vermögen untereinander geteilt wird oder die Frage, wie der Umgang mit den gemeinsamen Kindern geregelt wird. Das Gegenteil ist eine streitige Scheidung und wie der Begriff es bereits vermuten lässt, besteht hier gerade keine Einigkeit über diese Punkte. Eine streitige Scheidung kann relativ schnell in einem lange Jahre dauernden Gerichtsprozess münden, der oft deutlich höhere Kosten und viel Streit mit sich bringt. Was sind die Vorteile einer einvernehmlichen Scheidung? Eine einvernehmliche Scheidung ist grundsätzlich die schnellste, einfachste und kostengünstigste Möglichkeit, sich scheiden zu lassen. Denn dabei reicht es aus, wenn nur ein Rechtsanwalt den Scheidungsantrag bei Gericht einreicht und der andere Ehegatte dem Scheidungsantrag zustimmt. Dabei besteht für den anderen Ehegatten kein Anwaltszwang. Der große Vorteil einer einvernehmlichen Scheidung ist also, dass die Kosten für …

Negative Folgen einer Scheidung für Kinder und wie du sie verhindern kannst

Fortsetzung des Artikels „Warum Scheidung einem Kriegsschauplatz gleicht“ Ich bin Mama von fünf Kindern, dazu gibt’s 3 Papas. Ich bin Familien- und Bindungstherapeutin, ich arbeite seit 15 Jahren in meiner eigenen Praxis. Ist die Ehe noch realistisch? „Bis dass der Tod uns scheidet“, galt zu der Zeit, in der dieses Gelübde zum ersten Mal auftrat, höchstens für 25 Jahre. Damals wurden die Menschen einfach nicht älter als 45. Das Jawort gab man sich demnach für einen relativ überschaubaren Zeitraum. In der heutigen Zeit ist es eine überaus herausragende Leistung, in einer glücklichen, erfüllten und gesund-intakten Ehe zu leben, die auch 60-70 Jahre andauern kann, zumal wir immer älter werden. Dafür ist es nicht nur notwendig, sondern auch entscheidend, dass sich jeder Partner um die Aufarbeitung der eigenen Kindheit kümmert,die Ehe glücklich hält. Ein Geschenk Meine beiden ersten Ehen betrachte ich als Eltern absolut nicht als gescheitert. Deshalb nicht, weil wir erkannten, dass die Form unserer Beziehung eine neue Ebene erreicht hat: die der Elternschaft. Wir hatten als Menschen einfach zu unterschiedliche Ideen über die Gestaltung …

Warum Scheidung einem Kriegsschauplatz gleicht und wie du diesen vermeiden kannst

Ich lebe in einer ziemlich bunten Patchwork Familie. Ich bin Mama von fünf Kindern, dazu gibt’s 3 Papas. Einer davon ist mein Lebensgefährte. Darüber hinaus bin ich Stiefmama eines dreijährigen Jungen. (Bedauerlich, dass dieses Stiefmutter-Image aus den Märchen so kümmerlich und befremdlich in aller Ohren sitzt.) Wir – die Kinder, die Männer und ich – haben ein sehr einzigartiges und schönes Verhältnis. Was sicherlich dem geschuldet ist, dass es sich bei den Erwachsenen um sehr bewusste und reflektierte erwachsene Menschen handelt. Ich schätze meine beiden Exmänner sehr und sie mich ebenso. Nicht nur als Vater oder Mutter, sondern auch als Menschen. Außerdem ist mein Lebensgefährte ein wunderbarer Mann, der den Vätern der Kinder ausreichend Raum gibt, um Teil ihres Lebens zu sein. Da gibt es keine Eifersucht und auch kein Machtgerangel. Allenfalls mal Themen, die mit einem angenehmen Gespräch augenblicklich geklärt werden können. Wir feiern gemeinsam ab und an Weihnachten, Ostern und die Geburtstage der Kinder sowieso immer gemeinsam, wir kochen gemeinsam hin und wieder an Sonntagen und fahren auch mal zusammen in den Urlaub …

Ich kann nicht mehr weiter

Ich liebe meinen Mann, aber ich kann nicht mehr

Ich bin neu hier und suche in diesem Blog nach Antworten, denn ich habe viele Fragen und wünsche mir Rat. Ich bin 34 und habe einen Sohn, 13, aus meiner ersten Ehe. Mein Mann, mit dem ich seit zehn Jahren zusammen und seit vier Jahren verheiratet bin, hat eine Tochter, 15, und gemeinsam haben wir noch einen Sohn, 6 Jahre. Alle Kinder leben mit uns. Ich bereue es nicht, liebe meinen Mann immer noch wie am ersten Tag, und wenn mich jemand gewarnt hätte, was auf mich zukommt (meine Mama hat es zwar gemacht, aber ich glaubte ihr nicht), hätte ich den Schritt trotzdem gemacht. Aber Fakt ist, ich kann nicht mehr.

Wenn Scheidung keine Option ist

Vor geraumer Zeit traf ich einmal ein Paar in Antwerpen (Belgien). Tim und Grace lebten dort seit zwei Jahren, packten aber gerade ihre Koffer, weil er nach Frankreich versetzt werden sollte. Zuvor waren sie in der Schweiz, Italien, den USA, Mexiko, Deutschland und, und, und.. Gebürtig stammen beide aus Irland. Grace war nicht gerade begeistert. Sie sprach kein französisch und wäre lieber im beschaulichen Antwerpen geblieben, wo sie viele Freunde und auch einen Job gefunden hatte. Aber Tim arbeitete für eine internationale Firma, wurde eben alle zwei Jahre versetzt und Grace ging mit. Ich sprach mit ihr, wie sie all diese Wechsel in ihrer 18jährigen Ehe überstanden hätte. Ob sie irgendwann auch einmal an Scheidung gedacht hätte. Sie schaute mich an wie eine Erscheinung. Dann lachte sie und meinte:

Buddhistische Gelassenheit fehlt bei Trennungen fast immer

Wessen Wahrheit ist die Richtige?

Ein Paar hat sich getrennt. Nun folgen oft gegenseitige Vorwürfe, jeder meint, im Recht zu sein. Aber wessen Wahrheit ist die Richtige? Bereits in der Beziehung hat man Dinge unterschiedlich gehandhabt, gesehen, bewertet. Da hat die Liebe es noch geschafft, dass auch Verständnis für die andere Sicht vorhanden war. Ist die Liebe erst mal verschwunden, fehlt meist auch das Verständnis. Noch schlimmer – da man nun alleine ist, sucht man sich Verbündete für seine Position. Und das sind oft die Kinder.

Martina Machulla. Foto: Kanzlei Machulla

Do´s und Don´ts bei Trennungen und Sorgerechtsstreitigkeiten – Teil I

Ist unser Familienrecht parteiisch? Was sollte getan, was besser vermieden werden, wenn es um Trennungen mit Kindern geht? Die Familienrechtsanwältin Martina Machulla verrät die Do´s und Don´ts bei Trennungen und Sorgerechtsstreitigkeiten. Immer wieder stellen mir Stiefmütter und Trennungsväter Fragen, die unser Rechtssystem betreffen oder schildern mir Situationen vor Gericht, die sie als belastend und ungerecht empfinden. Das Weihnachtswetter in Deutschland scheint vorhersagbarer als Entscheidungen im Familienrecht. Richter in Kiel urteilen anders als Richter in Oberammergau. Was für Familien in Brandenburg gilt, muss für Familien im Saarland noch längst nicht bindend sein. Es entsteht der Eindruck, Entscheidungen im Familienrecht seien eine Art Glücksspiel. Höchste Zeit also im Stiefmutterblog eine kompetente Fachfrau zu befragen, wie und warum Entscheidungen gefällt werden – oder auch nicht.

Mittag und Petermann

Die Stiefmutterrevolution startet durch – Mein Treffen mit MdB Susanne Mittag

Was für eine Woche. Jetzt mal wirklich. Die Stiefmutterrevolution startet gerade so richtig durch. Wenn das so weitergeht, muss ich mein Schlafpensum reduzieren. Oder das Putzen und Bügeln einstellen 🙂 Ich habe Interviews zum Buch und zum Stiefmutterblog gegeben, TV Drehs und Auftritte koordiniert, mich in „Webinare“ (Seminare im Internet) eingearbeitet und mich mit Susanne Mittag getroffen. Sie erinnern sich? Susanne Mittag ist die SPD-Bundestagsabgeordnete, die für den Wahlkreis Delmenhorst, Oldenburg Land und Wesermarsch zuständig ist. Es war ein sehr gutes und interessantes Treffen. Fast drei Stunden saßen wir zusammen und haben uns ausgetauscht. Susanne Mittag war selbst alleinerziehend, sie kennt also die Problematik getrennter Familien aus eigener Anschauung. Allerdings, wenn ich das so sagen darf, aus einer komplett anderen Position als Stiefmütter und Trennungsväter. Auf den ersten Blick könnte man also meinen, hier traf sich eine Alleinerziehende mit einer Stiefmutter und zwei Fronten prallten aufeinander. Aber so war es nicht. Wir sprachen über nicht verarbeitete Verletzungen bei hochstrittigen Scheidungen und Emotionen, die oft nach Jahren noch unser Handeln beeinflussen. Als wir über den Schaden …