Gefuehle der Next. Foto: Mayur Gala, stocksnap

Ich bin keine Stiefmutter im eigentlichen Sinn – ich bin lediglich die NEXT. Eine Frau, die an einen Mann mit Kind geraten ist. Eigentlich läuft die Beziehung gut, aber sobald das Thema auf das Kind kommt, geht gar nichts mehr. Die Kleine ist acht Jahre alt und wohnt bei ihrer Mutter. Mein Freund und seine Ex sind seit vier Jahren getrennt, teilen sich aber das gemeinsame Sorgerecht – er zahlt auch pünktlich Geld an die Mutter. Soweit so gut. Wir haben uns vor zwei Jahren kennen gelernt. Damals hab ich gedacht, das mit dem Kind kann ja so schwierig nicht sein – zu blauäugig wie sich herausgestellt hat.

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In Münster gibt es die Selbsthilfegruppe PatchWork
Treffpunkt: Für den Ort bitte Kontakt zu Kristina aufnehmen.
Stiefväter: Willkommen
Erstes Treffen: Am 21. Januar 2016
Regelmäßige Treffen: Jeden vierten Donnerstag im Monat, 19.15 in Münster.
Kontakt: Mein Mann und ich gründen eine Selbsthilfegruppe in Münster für Frauen und Männer, die auch in einer Patchwork Familie leben und sich mit uns über Chancen und Fallen des Stiefelternseins austauschen wollen. Es würde uns brennend interessieren, welche Erfahrungen ihr gemacht habt und wie ihr mit den Problemen im Alltag umgeht. Ich freue mich auf euch!

Bei Fragen zu Terminen, Uhrzeiten und allen Angelegenheiten rund um die Treffen in Münster wenden Sie sich bitte an Kristina unter patchworkdschungel@gmx.de.

Bei generellen Fragen zu den Gruppen, oder falls Sie eine zweite Gruppe im Umkreis von Münster oder generell in Nordrhein-Westfalen gründen wollen, schreiben Sie bitte eine E-Mail an kontakt@stiefmutterblog.com.

Wo ist der Platz der Stiefmutter. Foto: Skitter Photo,stocksnap

Eine Patchworkbeziehung ist anstrengend. Soviel ist klar. Aber manche Beziehungen scheinen deutlich anstrengender zu sein als andere. Viele Stiefmütter schreiben mir von Situationen, bei denen ich als Außenstehende nur den Kopf schütteln kann. Oft geht es um Eifersucht, überwiegend aber schlicht und einfach um mangelnde Wertschätzung. Einige Frauen fragen mich dann um Rat, ob sie sich trennen sollen oder nicht. Die Frage „Trennung ja oder nein?“ kann ich nicht beantworten, aber ich kann eine kleine Hilfestellung bei der eigenen, ehrlichen Antwortfindung geben. Weiterlesen

Eifersucht. Foto: Nathan Walker

Oft bekomme ich E-Mails von Frauen, die gegen ihre Eifersucht ankämpfen. Mal ist es die Eifersucht auf das Kind, die Zeit die ihr Partner mit ihm verbringt oder die Alleinstellung, die das Kind am Wochenende bei ihm einnimmt. Aber es gibt auch die klassische weibliche Eifersucht: die auf die Ex und seine Vergangenheit mit ihr. Weiterlesen

Messie und Stiefmutter

Als meine Freundin Sally vor gut einem Jahr in ihr neues Haus zog, bekam sie schnell Ärger mit ihrer Nachbarin. Die war ein Messie, hortete in ihrem Garten extrem viel Müll. Vom entsorgten Grill über alte Fahrräder bis hin zu abgelaufenen Lebensmitteln, Kartoffelsalateimern und halb gegessenen Konservendosen. Es sah dort aus, wie auf einer Mülldeponie.

Sally sprach mit ihr, nichts passierte. Sie bot ihr Hilfe an, schlug ihr vor, gemeinsam mit ihr den Garten zu entmüllen, wieder geschah nichts. Sie versuchte zu reden, die Nachbarin schrie sie nur an. Als sie bei ihr klingelte, merkte sie schnell, dass der Garten nur die Spitze des Eisberges war. Im Haus sah es ähnlich aus. Ihr taten die Kinder sehr leid, die in diesem Haus lebten. Sally rief das Ordnungs- und Gesundheitsamt an – nichts passierte. Weiterlesen

Schwangerschaft Stiefmutter. Foto: Juan Galafa

Eines vorweg: Jede erste Schwangerschaft verläuft anders, das ist klar. Aber die Chancen sind hoch, dass die erste Schwangerschaft einer Stiefmutter noch einmal anders läuft, als die anderer Frauen. Inklusive ungeahnter Stolperfallen. Weiterlesen

Konfliktlösung. Foto: Alexey Topolyanskiy, stocksnap

Ich saß am Wochenende in Berlin in einem Café und bekam zufällig mit, wie ein Ex-Paar am Nebentisch über ihre gemeinsamen Kinder stritt. Sie sagte etwas, er erwiderte etwas, sie warf ihm etwas vom vergangenen Wochenende vor, er kam ihr mit irgendeiner Uraltkamelle. Um es auf den Punkt zu bringen – keiner hörte dem anderen wirklich zu. Sie wollte ihre Punkte – es ging um den Urlaub der Kinder – durchbringen, er wollte … ja was eigentlich? Er hat nach meiner Empfindung nicht geäußert, was er wollte.  Letzten Endes wäre das auch kaum möglich gewesen, da sie ihm nach spätestens einem Satz ins Wort fiel. Er war höflicher, ließ sie ausreden, machte dabei aber einen völlig abwesenden Eindruck. Für mich als Außenstehende war nach wenigen Minuten klar, dass eine Konfliktlösung bei den Beiden unmöglich war. Dieser angespannt-aggressive Austausch von Worten war ein Paradebeispiel dafür, wie zwei Menschen miteinander sprechen können, ohne dabei zu kommunizieren.

Dass ein Konflikt auch ganz anders ausgetragen werden kann, habe ich vor vielen Jahren eindrucksvoll erlebt. Ich war damals bei Isa und Andrew zu Gast. Isa ist eine alte Freundin, gebürtige Frankfurterin, Andrew, ihr Mann, kommt gebürtig aus Nigeria. Beide hatten damals ernsthafte Eheprobleme und standen kurz vor der Trennung. Isa wollte eine klassische Eheberatung, Andrew wollte, dass sie die Probleme auf nigerianische Weise lösen. Weiterlesen

Das Ende. Dan Edwards, free stocksnap

Ich bin ein geschiedener Vater und erlebte die größte Tragödie, die man als Vater erleben kann – den Kontaktabbruch meiner Tochter. 16 Jahre hatte meine Ehe gedauert, zwei Wunschkinder wurden in ihr geboren, ein Mädchen und ein Junge. Die letzten zehn Jahre gestalteten sich für mich immer schwerer, meine Ex-Frau wurde gewalttätig und ich hielt die Ehe nur aufrecht, um für meine Kinder, die ich beide über alles liebe, da sein zu können. Vor 13 Jahren stand ich dann entgültig vor den Scherben meines Lebens, als mir meine Gesundheit sehr klar aufzeigte, dass ich so nicht weiter machen dürfe, wenn ich vermeiden wollte, dass meine Kinder schon bald keinen Vater mehr haben werden. Weiterlesen

Am Rande meiner Kräfte. Foto: Jordan McQueen, stocksnap

Mein Name ist Siegritt und ich habe durch Zufall den Stiefmutterblog gefunden. Dafür bin ich sehr dankbar, weil ich wirklich verzweifelt und am Rande meiner Kräfte bin.
Ich bin seit 4 1/2 Jahren geschieden und habe einen 9 jährigen Sohn. Für uns gab es nach 17 jahren Ehe keinen anderen Ausweg mehr, die Differenzen waren zu groß. Doch eines war bei der Scheidung völlig klar, wir wollten das gemeinsame Sorgerecht und haben es auch. Manchmal gibt es zwar Differenzen, aber ich würde deswegen niemals vor meinem Kind über seinem Vater schimpfen.

Vor drei Jahren lernte ich meinen jetzigen Mann kennen – wir heirateten erst vor Kurzem. Er ist einfach wunderbar. Wir haben eine sehr gute Basis, Verständnis und Vertrauen, auf der unsere Liebe von Tag zu Tag wuchs. Als wir uns kennenlernten war er ca. ein dreiviertel Jahr geschieden. Seine Tochter ist ein wenig jünger als mein Sohn. Die ersten Monate wusste die Mutter nichts von unserer Beziehung, da funktionierte das vierzehntägige Besuchsrecht noch so halbwegs.

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Selbsthilfegruppen Stiefmutter

Stiefmutter sein, was bedeutet das eigentlich? Früher war eine Stiefmutter, als neue Frau eines Witwers, mehr oder weniger ein Ersatz für die verstorbene Mutter. Heute sind Stiefmütter meist zusätzliche Bezugspersonen für die Kinder, entweder jedes zweite Wochenende, oder im Wechselmodel. Die leibliche Mutter ist fast immer ebenfalls präsent.

Während Mütter Hilfsangebote bekommen, stehen Stiefmütter oft allein und finden kaum Unterstützung für ihren täglichen Drahtseilakt. Viele fühlen sich wie das fünfte Rad am Wagen, leiden zudem unter dem Image der „bösen Stiefmutter“. Das ist keine leichte Situation. Mit Selbsthilfegruppen wollen wir uns nun gegenseitig unterstützen.

  • Fühlen Sie sich manchmal unverstanden und fremdbestimmt?
  • Haben Sie niemanden, mit dem Sie sich über Ihre Patchwork-Situation austauschen können?
  • Sind Sie ab und an überfordert?
  • Vergleichen Sie sich manchmal eher mit Aschenputtel als mit der „bösen Stiefmutter“?
  • Wünschen Sie sich einen Austausch ohne gleich zu hören: „Du wusstest doch, dass er Kinder hat“?

Dann sind Sie bei uns richtig! Wir wissen: Auch wenn es als Stiefmutter gut läuft – kompliziert ist es immer!

In unseren Selbsthilfegruppen sollen Frauen die Möglichkeit bekommen, über alle Facetten des Stiefmutterseins ehrlich und offen sprechen zu können. Ohne Vorwürfe, ohne schlechtes Gewissen und ohne die eigenen Bedürfnisse unter den Teppich kehren zu müssen. Ihnen wird zugehört und sie werden verstanden. Endlich!

In einigen Gruppen sind neben den Stiefmüttern/Bonusmüttern auch Stiefväter/ Bonusväter willkommen!  Termine und Infos dazu finden Sie auf dem Stiefmutterblog  unter dem Stichpunkt „Selbsthilfegruppen“ bei den einzelnen regionalen Selbsthilfegruppen.

In dieser Woche geht es in München und in Delmenhorst/Bremen los. Am Montag, den 12. Oktober um 19.00 Uhr startet Eileen ihre Selbsthilfegruppe im Mütterzentrum Sendling e.V., Brudermühlstrasse 42, 81371 München.

Am Dienstag, den 13. Oktober um 19.00 Uhr  starte ich mit meiner Gruppe in Delmenhorst im Schaar-Haus, Bremer Strasse 14, 27740 Delmenhorst.

Ich werde natürlich darüber berichten, wie die ersten Treffen abliefen und bin sehr gespannt. Wir freuen uns auf Sie!


Kennen Sie Gruppen, die hier nicht aufgeführt wurden? Suchen Sie eine Gruppe in Ihrem Umkreis? Wollen Sie selbst eine Gruppe gründen? Ich unterstütze Sie, schicke Ihnen Infomaterial und Entwürfe für Flyer, die Sie nutzen können. Es würde mich freuen, wenn es noch viel mehr Selbsthilfegruppen für Stiefmütter und Bonuseltern gäbe. Bei allen Fragen zu dem Thema schreiben Sie bitte eine E-Mail an Stiefmutterblog@gmail.com.