Die neue Familie, Partnerschaft & Zweite Familie
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Familienplanung – Stolperfallen für die Stiefmutter

Schwangerschaft Stiefmutter. Foto: Juan Galafa

Eines vorweg: Jede erste Schwangerschaft verläuft anders, das ist klar. Aber die Chancen sind hoch, dass die erste Schwangerschaft einer Stiefmutter noch einmal anders läuft, als die anderer Frauen. Inklusive ungeahnter Stolperfallen.

Warum? Weil sie nicht nur an ihr eigenes (erstes) Kind denken, sondern auch die ersten Kinder ihres Mannes berücksichtigen muss. Ich habe darum auf dem Stiefmutterblog eine Rubrik ins Leben gerufen mit dem Titel „Die zweite Familie“. Hier werde ich mich mit den Stolperfallen der Familiengründung einer Stiefmutter beschäftigen. Heute geht es um die Frage, was die erste Schwangerschaft anders macht , wenn die Schwangere bereits Stiefmutter ist.

Die erste Schwangerschaft

Die erste Schwangerschaft ist für jede Frau eine unglaubliche Sache (ok, jede weitere Schwangerschaft ebenfalls). Das ganze Leben wird sich ändern, soviel ist klar. Jedem Termin beim Gynäkologen wird mit einer Mischung aus Vorfreude und Anspannung entgegen geschaut. Ist mit meinem Baby alles in Ordnung? Wie wird mein Körper sich verändern? Rauchen und Alkohol sind jetzt tabu, Ernährungstipps werden ausgetauscht – schließlich ist man ja nicht mehr nur für seinen eigenen Körper verantwortlich. Statt nach einem coolen Ausgehdress schaut man plötzlich nach niedlichen Babysachen und Umstandsmode, Babywagen werden fachmännisch begutachtet und Dekoartikel und Möbel für das Kinderzimmer ausgesucht. Eigentlich eine tolle Zeit.

Eigentlich. Kugelt eine Stiefmutter, kann es nämlich sein, dass es plötzlich Streitpunkte mit dem werdenden Vater gibt, die normalerweise nicht zu einer ersten Schwangerschaft gehören. Worauf ich hinaus will? Sie ahnen es sicher. Der Partner ist bereits Vater, und im Zweifel hat er Angst, dass seine ersten Kinder sich zurückgesetzt fühlen. Das kann zu wirklich seltsamen und kuriosen Streitpunkten führen. Bei kugelnden Stiefmüttern stellt sich da zum Beispiel die Frage der Zimmerneuaufteilung der Wohnung.

Die ersten Stolperfallen lauern in der Wohnung

Als Julia schwanger wurde, freute sie sich riesig auf das Baby. »Ich bin neununddreißig, mit einer Schwangerschaft hatte ich kaum noch gerechnet. Auch Jans Kinder nahmen es positiv auf. Sie waren ein Wochenende später bei uns, und wir haben es ihnen gleich erzählt.« Julia und Jan wohnen in einer Fünfzimmerwohnung, Platz gibt es also reichlich. Bislang war die Aufteilung so: Es gibt ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, ein Büro für Julia, die von zu Hause aus arbeitet, und je einen Raum für Jans Kinder. »Ich bin davon ausgegangen, dass seine Kinder sich jetzt ein Zimmer teilten und unser Baby das andere Zimmer erhält.

Aber Jan wollte davon nichts wissen. Er hatte Angst, seine Kinder würden dann nicht mehr zu uns kommen wollen, und meinte, es wäre doch völlig okay, wenn das Baby bei uns im Zimmer schlafen würde. Für die Anfangszeit ist das ja noch ok. Aber doch nicht achtzehn Jahre lang.«

Erste Familie contra zweite Familie? Ist doch Quatsch, oder?

Julias Bauch wuchs, sie kaufte alle notwendigen Babysachen, auch eine Wickelkommode und einen Schrank. Die Möbel stellte sie in das kleinere Kinderzimmer. »Als Jan das abends sah, brach er einen Riesenstreit vom Zaun. Sofort wollte er alle Sachen aus dem Zimmer räumen.“ Julia konnte überhaupt nicht verstehen, dass Jan der Meinung war, man könne seinen Kindern nicht zumuten, ihre Zimmer zu teilen. Auf einer Wut-Skala von null bis zehn war sie bei fünfundzwanzig angelangt, als Jan die Babysachen kurz vor dem Besuchswochenende in ihr Büro trug.

»Er war doch tatsächlich der Meinung, dass die Wickelkommode hinter dem Drucker und neben dem Aktenregal einen guten Platz hätte. Von dem BüroSmog einmal ganz abgesehen, ich hätte mich in dem kleinen Raum nicht einmal mehr umdrehen können. Und alles nur, damit zwei Zimmer frei bleiben, die maximal jedes zweite Wochenende genutzt werden. Wenn es nach ihm ginge, würde unser Kind wohl ewig in unserem Schlafzimmer bleiben.«

Parenting out of Guilt

Die Neuaufteilung der Wohnung wirft beim Patchwork  andere Fragen auf, als bei anderen Familien. Gerade für den Vater entsteht jetzt der große Konflikt, seinen ersten Kindern nicht das Gefühl zu geben, an zweiter Stelle zu stehen. Während es in einer Kernfamilie relativ normal wäre, dass alle zusammen rücken wenn die Familie größer wird, stößt die Stiefmutter mit ihren Änderungsvorschlägen oft auf Widerstand. Julia hat durchaus Verständnis für ihren Mann und seine Gefühle für seine beiden älteren Kinder, sie hat die beiden ja selbst in ihr Herz geschlossen. Aber es macht sie auch ärgerlich, dass Jan ihrem gemeinsamen Kind nicht das Recht auf ein Reich ohne Computer und Drucker um sich herum zusteht.

Für die amerikanische Patchworkexpertin Christina Roach ist einer der häufigsten Fehler den Väter machen, das „Parenting out of guilt“, was soviel bedeutet, wie aus einem Schuldgefühl heraus zu agieren. Der Vater fühlt sich schuldig, weil seine ersten Kinder kein „heiles Familienleben“ haben und kann dann eine Situation nicht mehr objektiv beurteilen. Ein Konflikt, für den es nach Meinung von Christina Roach nur eine Lösung gibt. Reden, reden, reden. Und zwar möglichst schon vor der Schwangerschaft.

Lösungsmöglichkeit Zimmeraufteilung:

Alle Beteiligten, Vater, Stiefmutter, und auch die Kinder aus erster Ehe könnten zum Beispiel gemeinsam auf einer Art Reißbrett planen, überlegen und Möglichkeiten abwägen. Oft sehen die Kinder dann selbst Lösungen, auf die Erwachsene nicht gekommen wären. Wobei eines ganz wichtig ist: mit den Kindern sollte man offen reden, die Entscheidungen fällen aber die Erwachsenen.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Welche Stolperfallen gab es während Ihrer ersten Schwangerschaft? Wie haben Sie die Probleme gelöst? Ich freue mich auf Ihren Input. Falls Sie selbst gerade schwanger sind – hier finden Sie allgemeine Informationen für die „Kugelzeit“. Ich würde mich freuen, wenn auf diesen Ratgeberseiten demnächst auch Tipps für die erste Schwangerschaft mit der zweiten Familie kämen, oder?

Eine gute Zeit wünsche ich allen Müttern in spe, Susanne vom Stiefmutterblog


Wie geht Ihr mit dem Thema „Familienplanung“  und den dazugehörigen Stolperfallen um? Bitte E-Mail an: Stiefmutterblog@gmail.com oder einfach einen Kommentar hinterlassen.

In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die Ratschläge oder Links, auch nicht in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden.

Foto: Stocksnap, Juan Galafa

47 Kommentare

  1. Nadine sagt

    Hallo, ich bin im 5. Monat schwanger. Unser gemeinsames Kind kommt Ende der Sommerferien, welche sein Sohn (7 Jahre, 100 % leicht behindert) zur Hälfte bei uns verbringen wird. Nun habe ich die Sorge, dass er nach drei Wochen zuhause (da wir in der letzen Phase der Schwangerschaft nicht verreisen wollen) sehr gelangweilt und anstrengend sein wird und ich mich in dieser Zeit bereits im Mutterschutz befinde. Er könnte zeitweise in den Kindergarten gehen aber auch dann müssten wir morgens aufstehen und ihn fertig machen und dort hin bringen. Alles in allem habe ich Angst das ich mir meine Ruhe nicht nehmen kann und die letzen Wochen ohne mein erstes Kind gestresst und genervt verbringen muss. Von seiner Mutter ist keine Hilfe zu erwarten, da es für Sie immer nur um Ihr Recht geht das Kind auch mal abzugeben. Mein Partner will mich zwar voll unterstützen und entlasten aber in einer kleinen Wohnung habe ich auch keinen Rückzugsort wo ich meine Ruhe haben könnte. Wenn ich mich über meine Situation auslasse bekomme ich nur zu hören, wenn die Mutter ein zweites Kind will ist sie ja in der gleichen Situation… aber es ist doch MEIN erstes Kind und MEINE Ruhephase die mir zusteht. Habt ihr eine Idee was ich tun kann? Wäre es MEIN zweites Kind könnten meine Eltern sich in den Ferien kümmern aber das ist bei seinem Kind leider nicht möglich.

    • Astrid sagt

      Liebe Nadine,
      für den letzten Abschnitt deiner Schwangerschaft wünsche ich dir alles Gute.
      Auch, wenn es deine erste Schwangerschaft ist, wird es nicht dein erstes Kind. Du hast ein Bonuskind, das bald ein Geschwisterchen bekommt. Ihr werdet dann zu viert sein. Ich nehme an, du wusstest, dass dein Mann schon ein Kind hat und du liebst ihn und hast ihn mit Kind (einem wichtigen Teil von ihm) angenommen. Das Kind kann nichts für die Trennung seiner Eltern. Wenn du dein Bonuskind ablehnst, wenn es anstrengend wird, nimmst du deinen Mann nicht ganz an – sein Kind wird immer zu ihm gehören und damit auch zu dir. Jedes Kind ist ein großes Geschenk – egal ob eigene oder Bonuskinder. Versuche beiden Kindern eine liebevolle Mutter bzw. Bonusmutter zu sein.
      Das ist sicher nicht leicht. Aber es lohnt sich. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für dich.
      LG und alles Gute
      Astrid

      • Sumsi13 sagt

        Also sei mir nicht böse liebe Astrid, aber nicht jeder empfindet ein oder mehrere fremde Kinder als Geschenke. Man arranangiert sich zum Wohl des Partners und ein kleinwenig der Kinder wegen, aber ich denke nicht dass die meisten Stiefmütter ihr/e Bonuskind/er als Geschenk empfinden.
        Und diese klassischen Klischeesätze „ich nehme an, du wusstest, dass dein Mann schon ein Kind hat und du liebst ihn und hast ihn mit Kind (einem wichtigen Teil von ihm) angenommen.“ – Richtig man liebt den Mann (das hat nichts mit dem Kind zu tun), den in der Kennenlernphase in der man sich verliebt sind die Kinder noch nicht vorhanden ausser aus Erzählungen.
        „Das Kind kann nichts für die Trennung seiner Eltern“ – ist richtig, aber die Stiefmutter in der Regel auch nicht 😉 Und dass man seinen Partner nicht annimmt wenn man das Bonuskind ablehnt…..- so ein blödsinn. Jeder ist ein INDIVIDUUM eigenständig- die Erwachsenen und die Kinder ebenso (nur noch nicht ganz fertig entwickelt)

        Nadine- ich kann deine Gedanken verstehen und richtig es ist NICHT DEIN zweites sondern DEIN erstes Kind und das sollte auch dem KV bewusst sein und es ist seine Aufgabe dass er dir Ruhe verschafft in dem er SEINEN Sohn beschäftigt, der KV ihn in den Kindergarten bringt…..usw.; vielleich lest du mal direkt im Forum nach, da gibt es Foren zu dem gleichen Thema das dich beschäftigt. Alles Gute!

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  3. Pingback: Checkliste: Familienplanung im Patchwork

  4. Kugel sagt

    Hallo Susanne, bräuchte mal einen Rat wie ich mit meiner Situation umgehen soll.
    Bin schwanger im 7 Monaten mit meinem ersten Kind für meinen Partner ist es das zweite. Seine Tochter ist 3 Jahre alt und lebt bei der Mutter ( Geteiltes Sorgerecht) Die kleine ist zu 100% leider behindert. Bevor ich schwanger wurde hatte ich keine Probleme mit der Ex Partnerin oder dem Kind. Nun ist es so das ich seid Anfang der Schwangerschaft mir alle Streitigkeiten, anwaltstermine und Gerichtstermine bezüglich des umgangsrechts geben muss. Ich bin seine Stütze dies wird auch verlangt hab ich das Gefühl. Ich bleib komplett auf der Strecke. Es geht nur um seine Tochter und seine Ex. Nun hat er das Verfahren verloren und Sie darf mit der kleinen ans andere Ende der Republik wegziehen. Einerseits gut für mich da seine Ex nicht mehr present ist andererseits schlecht für ihn wegen seiner Tochter. Er hängt sehr an diesem Kind. Bis jetzt ist für unsere gemeinsames Kind noch nichts gemacht worden, Kinderzimmer Planung etc. Er hat nie Zeit. Das eigentliche Kinderzimmer ist momentan das spielzimmer der kleinen, muss aber umgebaut werden komplett für das Baby. Die Spielsachen kommen zu uns ins Wohnzimmer ich habe mir dafür eine spielecke überlegt. Problem ist nun hier das er immer wieder ausreden findet warum er keine Zeit hat dies mit mir umzuräumen. Die kleine kommt am Montag oder es ist ihr Wochenende das geht nicht bla bla bla. Ich kann es nicht mehr hören. Ich will endlich das Zimmer fertig haben für mein erstes Kind. Er soll mir zuhören sich auf unsere Familie konzentrieren. Es geht immer nur um die Ex und die kleine. Ich fange langsam an dieses Kind nicht mehr gerne bei uns zu haben. Ist das normal ? Jetzt hätten wir Zeit gehabt für uns, doch er ruft mich an sagt mir über das Telefon wir müssen u s jetzt zusammen setzten und darüber sprechen wie WIR uns organisieren wenn die kleine wegzieht. Wann er Sie hat ? Ob Sie zu uns kommt 1 mal im Monat unsere Urlaube etc…. damit er alles mit der Ex besprechen kann.
    Ich habe ihm ehrlich gesagt das mir dies egal ist, wenn wir in den Urlaub fliegen wollen dann kommt Sie mit und wenn er Sie 1 mal im Monat besuchen möchte etc. Kann er das gerne machen. Mir ist nur wichtig das wenn unser Kind auf die Welt kommt es ist der Anfangszeit keine Bonustochter gibt. Er kann nicht wegfahren und ich möchte die kleine auch nicht bei uns haben. Möchte mich voll und ganz erstmal auf mein Kind konzentrieren. Ein behindertes Kind neben sich zu haben und sich darum auch noch zu kümmern wenn man gerade erst Mutter geworden ist, ist mir zu viel ich will meine Ruhe. Er versteht mich diesbezüglich nicht und denkt ich akzeptiere seine Tochter nicht mehr. Ist es falsch das ich Zeit für uns haben möchte ? Muss ich meine Urlaube etc. Nach dem anderen Kind richten oder ist dies nur seine Aufgabe ?

    Es ist wirklich viel und noch sehr viel komplexer wie es hier geschrieben steht freue mich aber über Rat der mir weiterhilft mit dieser Situation zurecht zu kommen.

    Vielen Dank 🙂

  5. Bea sagt

    Hallo zusammen, ich bin seit nun einem Jahr Stiefmutter und muss zugeben, habe mir alles einfacher vorgestellt. Mein Mann hat drei Kinder aus erster Ehe, 5, 10 und 13. Sie leben aber nicht bei uns sondern ein Dorf weiter bei der Mutter. Die Ex meines Mannes ist sehr anstrengend, will sich einmischen, erwartet das mein Mann Urlaube finanziert und andere Dinge für die Kinder kauft, obwohl sie soviel unterhalb bekommt, das wir nicht mehr viel für uns haben. Zumal sie den unterhalb eher für sich ausgibt und den Kindern nicht wirklich Spielzeuge oder dergleichen finanziert was für gleichaltrige normal ist. Dadurch fordern die Kinder von uns immer materielle Dinge, die wir uns aber einfach nicht leisten können. Kontakt zu ihr will ich nicht haben. Bisher sah ich sei zweimal. Das hat mir dann auch gereicht. Sie versucht die Kinder so oft es geht „abzuschieben“. Alle Feiertage verbringen sie bei uns, dann jedes 2. Wochenende plus Ferien. Wir haben keine kleine Wohnung und die 3 schlafen zusammen in einem Zimmer. Jeder hat sein eigenes Bett und das was es braucht. Wenn ich die Berichte hier lese frage ich mich ob ich überhaupt Kinder in die Welt setzten soll. Jetzt schon habe ich das Gefühl das die Kinder immer wichtiger sind als ich. Mein Mann ist sehr lieb aber er lässt sich von seiner ex ausnutzen. Sobald sie ihm sagt hol die Kinder ab macht er es ohne mich dabei zu fragen. Er sagt es mir dann erst wenn er schon alles mit ihr abgeklärt hat. Ich bemühe mich sehr alles zu tun damit wir uns alle verstehen und das Zusammenleben gut klappt aber ich merke auch dass ich am Ende meiner Kräfte bin. Wenn ich ihn sage wieso beredest du mit mir nicht diese Dinge dann werde ich dargestellt als würde ich seine Kinder hassen. Dabei ist es keinesfalls so. Ich bin sehr durcheinander und weiß nicht was ich tun soll: Eigene Kinder oder lieber nicht? Jetzt schon weiß ich dass unser gemeinsames Kind kein eigenes Zimmer haben wird. Für mich war es immer schon ein Wunsch wenn ich Kinder habe (vor allem das erste) möchte ich ein Zimmer Dafür haben. So wie sich das wohl die meisten wünschen. Aber unser „Kind“ wäre ja nur das 4.. er hat mit seiner ex schon diese Erfahrungen geteilt. Soll ich mir das wirklich antun? Ihm plagt auch das schlechte gewissen. Er wird seine ersten Kinder definitiv anderes behandeln als unsere Kinder. Weil sie ja keinen Vater haben. Unser Kind würde ja beides haben. Ich kann mit niemandem darüber reden. Vor einer Weile haben mein man und ich uns gestritten auch wieder weil seine ex bestimmt hat dass die Kinder jetzt für 4 Tage zu uns kommen wir aber eigentlich schon verplant waren zumindest für 2 Tage. Er sagte mir er mache alles für seine Kinder damit es Ihnen gut geht und sie werden immer das wichtigste in seinem Leben sein. Ich hätte mir das alles vorher überlegen sollen anstatt jetzt so herumzumachen. Das tat weh….ich liebe meinen Mann aber mir fehlt einfach was und erwarte mehr Verständnis.

    • Kara sagt

      Liebe Bea,
      eine solche Patchwork-Beziehung ist schon schwer genug, wenn der Mann nicht die Einstellung hat, dass seine Kinder immer das Wichtigste sein werden. Vergiss diesen Blödsinn mit vorher überlegen, das kann man davor nicht abschätzen. Genauso gut kannst du ihm sagen, er hätte sich vorher überlegen sollen, dass du auch Bedürfnisse hast. Und was heißt die Kinder haben keinen Vater, stimmt doch überhaupt nicht, offensichtlich haben sie sogar eine Menge von ihrem Vater.
      Ich glaube bevor du über eigene Kinder nachdenkst, solltest du gründlich über eure Beziehung nachdenken. Solange dein Mann nicht eine andere Einstellung hat und auch deine Bedürfnisse zählen, fände ich es verantwortunglos in dieser Situation auch noch ein Kind zu bekommen. Du solltest dir schon sehr sicher sein, dass die Beziehung für dich passt, bevor du so eine lebensverändernde Entscheidung triffst. Und auf Kinder zu verzichten nur weil der Mann schon drei hat, halte ich auch für gefährlich, wenn man einen starken Kinderwunsch hat.
      Achte mehr auf dich!
      Alles Liebe
      Kara

  6. Hallo ich hätte eine interessante Frage Mein Mann hat bereits 2 Kinder die 12 u 13 und bei der kindesmutter leben. Sie ist verheiratet und hat ein 3. Kind ich bin gerade Schwanger was mich interessiert ist der Unterhalt. Er zahlt bereits weniger als in der Tabelle aufgeführt ist, da sonst zuwenig für uns bleibt…Wie wird das denn nun berechnet? Und wie ist das mit dem Kindergeld zählt unser 1. Kind als 1. Kind oder 3. Kind?

    • Susanne Petermann sagt

      Ich habe Schwierigkeiten mit der Tastatur. Wenn dein Mann Kindergeld anmeldet, gilt es als sein drittes Kind. Und damit bekommt ihr auch mehr Kindergeld.

    • Kerstin sagt

      Wenn dein Mann das Kindergeld bezieht, dann bekommt ihr das Kindergeld in der Höhe des 3. Kindes. Kind 1 und Kind 2 sind für ihn ZÄHL-Kinder, Kind 3 ist dann das Zahlkind.
      (Dies funktioniert natürlich nur, wenn Kind 1. und Kind. 2 ÄLTER sind, wie das Kind, für das dann als 3. Kind Kindergeld bezogen wird).
      Bei uns ist es noch viel kompliziert *lach* Obwohl mein Mann 3 Kinder hatte, stehen meine Jungs aufgrund ihres Alters „nur“ auf Platz 2. und 3. *hmpf*, obwohl man uns telefonisch andere Auskünfte gab (!!).

      Puh… mit dem Unterhalt muss das natürlich neu berechnet werden. Euer gemeinsames Kind hat genau so viel Anspruch, wie andere Kinder auch (bzw. doch eher weniger aufgrund des Alters eines Neugeborenen 😉 ). Aber wie gesagt, dass würde ich vom Experten berechnen lassen.

  7. Hallo ihr alle,
    Durch einen Tipp bin ich auf diese Seite gestoßen und bin erleichtert zu lesen wie es anderen erging oder geht. Ich bin teilzeitstiefmutter und Mutter. Der Sohn meines Mannes ist 4, unsere gemeinsame Tochter 1 und unser zweites Kind wird im April geboren. Die dichte Folge war evtl nicht das klügste, ist aber nun so.
    Vor der Geburt unserer Tochter war alles super bei uns. Ich komme gut mit dem Sohn aus und er liebt mich ebenso. Als wir von der ersten Schwangerschaft erfuhren haben wir bewusst darüber gesprochen und uns darauf geeinigt, dass der Sohn sein riesiges Zimmer teilt (mit einer neu gezogen Wand), damit er erlebt, es entsteht hier Raum für jemand neues, du bekommst aber auch deinen schönen Platz. Meine sorge war,wenn wir das später machen, er innerlich auf das große Zimmer besteht und dann negativ reagieren könnte. Also haben wir zwei Zimmer liebevoll gestaltet und es funktionierte bis die kleine aktiver wurde super.
    Seit sie krabbelt ist er verständlich genervt und muss offensichtlich mehr teilen. Man merkt ihm an, dass es schwierig für ihn ist. Aber das thematisieren wir und es ist ok.

    Jetzt bin erneut schwanger und die leibliche Mutter berichtete uns, dass der Sohn nicht mehr kommen möchte. Er fände noch ein Kind blöd und er möchte das Papa zu Ihnen zieht und ich mit den Kindern weg bin. Trotz allem, habe ich den Sohn am Besuchswochenende wie immer von der kita abgeholt und es war nichts ungewöhnliches zu bemerken. Er ist freudestrahlend auf mich und unsere Tochter zu und hat erzählt und erzählt. Kein gezicke oder sonst was. Auch Zuhause dann nicht. Die ex Frau meines Mannes betonte nochmal, sie konnte ihn nur mit Bestechung zu uns bekommen. Es wirkt jedoch nicht so. Innerlich Arbeiter das nun alles sehr in mir. Ich habe Angst, das es nun schwierig wird und weiß nicht zu handeln.

    Das Problem hinter allem ist zudem, dass ich einfach schwer glaube, dass der Sohn wirklich die Probleme hat. Die Großeltern meines Mannes lieben ihren ersten Urenkel abgöttisch, haben sich auch immer viel um ihn gekümmert und durch mein auftauchen wurde es anders. Ich habe nach einer gewissen Zeit daraufhin gewiesen, dass die Großeltern sich nicht an Absprachen halten und mit 80+ Dem Kind nicht mehr hinterher können. Nach Beobachtung durch die Eltern fiel es ihnen auch auf,und der Umgang änderte sich.Darauf wurden dem Sohn Sachen erzählt in der Form “ ich sei daran schuld „, “ wenn ich und meine Tochter nicht da sein kann und wären, dann dürfte er mehr “ usw. Von der Reaktion der jetzigen Schwangerschaft, die aus Kopfschütteln und Bösen Kommentaren bestand, hat der Sohn alles mitbekommen. Auch von der Meinung, dass er nun noch weniger Platz hier hätte.
    Leider habe ich neu auch das Gefühl, dass die ex auf eine weitere Schwangerschaft nicht klar kommt. Für sie war klar,wir trennen uns bestimmt wieder und sie sieht finanzielle Unterstützung davon schwimmen. Wenn Sie nun auch böse redet,dann habe ich auf Dauer ja gar keine Chance. Dann wird es kompliziert. Offen darüber sprechen geht leider nicht, da Ehrlichkeit leider nicht immer da ist.

    Das ist alles eine echt bescheidene Situation. Wir wissen dem jungen geht es hier gut. Wir haben keine Probleme mit ihm. Ist er bei Mama dann ist er aggressiv und laut. Kennen wir nicht von ihm. Auf kämpfe über das Kind lasse ich mich nicht ein, das schadet nur. Aber was soll man tun? Wie das Kind und die Familie schützen, stärken etc???

    Für Kommentare bin ich dankbar und ich hoffe der Inhalt es nachvollziehbar. Das erste mal habe ich davon etwas zu Papier gebracht. Sicherlich wie bei vielen nur kleine Bruchteile des großen ganzen… Es ist wirklich nicht leicht.

    LG Anna

    • Liebe Anna,

      ich kenne deine Situation gut und kann die Gefühle aller um dich herum aus dem FF runterattern: Verrückt, wie sehr sich Menschen in bestimmten Situationen ähneln. Ich möchte dir ganz kurz etwas Mut machen.
      Frage – Was ist dir aus deiner eigenen Kindheit in Erinnerung geblieben?
      Das, was die Eltern gesprochen, was die Großeltern gesagt, was die Freunde getuschelt haben?
      Oder Situationen?
      Das eine ist, wie uns Worte fühlen lassen. Es ist aber sehr temporär. Das andere ist, wie unser Leben uns prägt und fühlen lässt. Worte sind nur Worte. Es ist wichtig, daran zu glauben. Das gilt für dich und deinen Mann! Worte können die Realität nicht verändern. Wenn du am Ball bleibst, wenn du lieb und aufmerksam bleibst, wenn du Rücksicht auf den Kleinen nimmst und ihm seinen Raum – auch ohne deine Kinder – eingestehst, dann machst du nichts kaputt. Dann kannst du auch 100 Kinder bekommen, ER würde es dir nicht übel nehmen. Alle Kinder fühlen sich zeitweilen vom Nachwuchs bedroht. Jedes aus anderen Gründen. Dann beginnt das wahre Leben und egal, was für Szenarien heraufbeschworen wurden: Das Leben kann ganz anders aussehen.
      Du musst daran glauben, dass nur zählt, was du machst. Wie du bist. Wie du dich kümmerst. Wie du schaffst, eine Familie aus allen zu machen. Die Worte der anderen: Scheiß drauf! Ja, selbst, was dein Stiefsohn an Worten hört und glaubt: Die Frage ist nur, ob er die Worte in seiner Realität bestätigt sieht.
      Und noch etwas: Nicht alle Kinder finden es toll ihr Zimmer zu teilen- mit wem auch immer! Der Streit ist damit vorprogrammiert, ob nun biologische Geschwister oder nicht. Frag ruhig ältere Geschwister oder Familien, die ihre Kinder in ein Zimmer pferchen. Sie haben dann keinen Rückzugsraum, kein Meins, kein Recht auf eigene Regeln. Alles muss ständig besprochen, geklärt, verhandelt werden. Ätzend. Wir haben ja auch unser eigenes Schlafzimmer und bestehen darauf, dass unsere Regeln dort eingehalten werden. Ich weiß nicht, wie fair es ist, den Kindern diesen Recht auf ein kleines bisschen „Ego“ wegzunehmen. Mein Mann und ich haben lange auf der Sofaritze gepennt, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir haben alle Zimmer an die Kinder verteilt, 2 an seine 2 aus erster Ehe, 1 an unser gemeinsames Kind. Wir waren Gäste im Wohnzimmer. Klar war das ätzend, aber es war ja nur temporär. Nur für Wochenenden. Das muss man eben aushalten können, das gehört zum Leben mit Mann und Anhängseln dazu. Und trennt die Kinder ruhig mal. Die Mutter meiner Stiefkinder fand immer unmöglich, dass wir getrennte Ausflüge mit ihren Kindern machen – ich fand das total richtig. Meinen Mann habe ich jedes Jahr auch allein auf Ausflüge nur Vater-Sohn bzw. Vater-Tochter geschickt. Es stärkt die Bindung und entschärft Konflikte, wenn jeder weiß, dass er allein genauso wichtig ist, wie das große Ganze.
      Was die lästernde Familie angeht: Es wird immer genug Anlass zum Lästern geben. Oh Gott, der Shitstorm, den ich durchleben musste….jahrelang! Ich war oft ziemlich am Ende. ABER letztes Jahr haben wir gemeinsam gefeiert, 3 Mal. Es waren wichtige Geburtstage und ein Abiball. Es ging. Es war nett. Ein kleiner feiner Silberstreif am Horizont der Zivilisation. Was ich sagen will – alles braucht seine Zeit. Und dich zu akzeptieren: Nun, das braucht vermutlich am längsten. Nimms wie es ist. Und bleib dir selbst treu. Lass dich nicht verunsichern. Gönn deinem Sohn das, was du deinen eigenen Kindern gönnst. Behandle ihn immer gut. Setze ihm Grenzen, aber schenke ihm auch Freiräume. Wenn er sagt, er möchte mehr mit Papa allein sein: Dann ist das so. Das ist auch okay. Er hat seinen Papa ja unverhältnismäßig selten im Vergleich zu euren gemeinsamen Kindern, nicht wahr? Wie wäre es, wenn ihr vorschlagt, dass Papa und Sohn einen tollen Wochenendurlaub machen, sobald das Baby da ist? Weil große Brüder ja auch mal feiern und frei haben müssen? Ich glaube nicht, dass Entfernung Distanz aufbaut – sondern Nähe. Ist meine Erfahrung. Deshalb habe ich das immer forciert.

      Viel Glück dir bei allem. Und Kopf hoch: Es sind nur Worte.

  8. Carmen sagt

    Hallo,
    Ich muss mir hier auch mal meinen Frust von der Seele schreiben. Also mein Mann hat einen 14 jährigen Sohn und wir haben eine gemeinsame 6 jährige Tochter. Vor ca 1 1/2 Jahren ist sein Sohn zu uns gezogen , davor war er immer am Wochenende bei uns. Seid er bei uns wohnt ist es für mich die Hölle. Ich muss dazu sagen das der Sohn sich schon seid mindestens 3 Jahren in Psychologischer Behandlung wegen Depressionen befindet. Dieses hat meiner Mwinung nach seine Mutter die alle zwei Jahre einen neuen Partner hat und genauso oft umzieht zu verantworten. Deshalb wollte mein Mann auch das er zu uns zieht , da er hier einen geregelten Ablauf hat. Mein Mann hat mich damals gefragt ob das ok ist und ich habe unter bestimmten Voraussetzungen zugestimmt. Diese Voraussetzungen waren das sein Sohn mich im Haushalt unterstützt und das mein Mann sich um seine Termine kümmert, da ich meinen geregelten Ablauf mit unser gemeinsamen Tochter und meiner Arbeit hatte.
    So ich sehe es aber auch nicht ein seinen Sohn ständig zu sagen was er zu tun hat und dann sein gemecker zu ertragen. Ich bin der Meinung das mein Mann das klären muss und ihm sagen muss das er bestimmte Sachen zu erledigen hat.
    Dann kommt noch dazu das sein Sohn unsere Tochter anscheinend hasst. So sagt er es auf jedenfall immer zu ihr. Er wünscht ihr das ihr was schlimmes passiert und sie nicht mehr da ist. Sagt ihr ständig wie blöd sie doch ist ,das sie nervt und ihre „Klappe“ halten soll.
    Meine Tochter hat schonmal gesagt das es ihr Herz weh tut wenn er sowas sagt und sie gerne gegen einen lieben Bruder tauschen würde. Das verletzt mich natürlich auch und ich versuche sie zu beschützen.
    Mein Mann unterstützt mich in der Erziehung leider auch nur sehr wenig. Ich bin immer diejenige die mit ins Schwimmbad oder in die Spielscheune geht. Zudem verlangt er dann auch noch von mit wenn meine Schwiegereltern nicht da sind das ich seinen Sohn zu seinen Terminen oder Verabredungen bringe. Doch von seinem Sohn und meinem Mann kommt nichts.
    Ausserdem ist es so das mein Mann seinen Sohn finde ich zu sehr verwöhnt.
    Es ist jetzt so das ich , da ich gerade Arbeitslos geworden bin am überlegen war mich mit einem kleinen Tante Emma Laden selbständig zu machen. Dafür hätte ich die Unterstützung meines Mannes gebraucht indem er morgens unsere Tochter weckt, guckt das sie sich anzieht und die Zähne putzt um sie dann anschließend zu mir in den Laden zu bringen. Da bekam ich als Antwort das es ihm zu viel ist ,er muss ja auch seinen 14 Jahre alten Sohn schon wecken und ihm sein Schulbrot schmieren.
    Ich bin immer da und muss mir das gestreite der Geschwister oder das gemeckere seines Sohnes anhören und in den Ferien sogar den ganzen Tag wenn der Papa keinen Urlaub bekommen hat und die Mutter keine Lust hat ihn die ganze Zeit über zu nehmen und bekomme so wenig wieder.
    Meine Nerven sind am Ende und ich bin am überlegen mich von meinem Mann zu trennen um mir und meiner Tochter diesen Stress zu ersparen. Doch bleibt da noch dieser Zweifel was für meine Tochter das beste ist. Ich mag es ihr irgendwie nicht antun. Aber so geht es auch nicht weiter. Ich bin auch irgendwie nicht mehr bereit was zu investieren.
    Lg. Carmen

    • Susanne Petermann sagt

      Liebe Carmen,
      Das klingt nicht gut. Gar nicht gut. Dein Mann macht es sich doch etwas bequem.
      Tipp 1: Mache für euch beide einen Termin bei einer Erziehungsberatungsstelle im Umkreis.
      Tipp 2: Tausche dich mit anderen Stiefmüttern aus. Oft relativieren sich Dinge, oder man sieht plötzlich Lösungsansätze, wenn man mit Menschen spricht, die in einer ähnlichen Lage sind.
      Liebe Grüße, Susanne

      • Carmen sagt

        Liebe Susanne,
        mein Mann und ich waren wegen der Differenzen zwischen den Geschwistern schon bei einer Beratungstelle. Das Ergebnis entweder muss der große aufgrund seiner Probleme in eine Tagesklinik oder wir versuchen es erstmal mit einer Familientherapie. Wir hatten uns für die Familientherapie entschieden. Doch bezweifel ich mittlerweile das es zu was führen wird da wie du es schon schreibst mein Mann es sich ziemlich bequem macht und von ihm nicht viel kommt. Er sollte sich auch um ein neues Hobby für seinen Sohn kümmern in einer Kunstwerkstatt und es ist bis jetzt nichts passiert. Und so ist es immer wenn ich es nicht in die Hand nehme kommt da nichts nach. Wenn ich jetzt keinen Termin zur Familientherapie ausmache findet diese auch nicht statt und es wird auch nicht mehr drüber geredet. Aber ich bin es leid mich immer um alles zu kümmern. Ich wünsche mir da von ihm auch ein bisschen Arrangement.
        Zu Tipp 2 leider kenne ich keine anderen Stiefmütter und hier gibt es auch keine Gruppe vor Ort.
        Liebe Grüße Carmen

      • Susanne Petermann sagt

        In welcher Stadt bist du denn? Ich kann ja mal einen Aufruf machen.

      • Susanne Petermann sagt

        Generell denke ich aber, dass es wirklich an Dir ist etwas zu ändern, weil du diejenige bist, die es stört, so wie es jetzt läuft. Wenn du etwas an dir und deinem Verhalten änderst, wird sich auch etwas an dem Verhalten deiner Umwelt ändern. In welche Richtung das läuft, weiß man nicht vorher. Aber vielleicht fängst Du einfach mal an, etwas mehr an dich und weniger an die anderen zu denken? Auch mit dem Jungen würde ich direkt sprechen. Er ist in der Pubertät und in psychologischer Behandlung. Nicht leicht. Weder für ihn noch für dich. Aber vielleicht kannst du ihn ja doch irgendwie erreichen.

    • Jasmin sagt

      Hallo Carmen!
      Ich hab mir alles durchgelesen, und es ist wirklich mal Zeit, dass Du ganz laut STOPP! sagst! Natürlich muss man manchmal zurücktreten und auch mal schlucken, aber bei Dir ist die Situation so schlimm, dass Du unbedingt auf die Hinterbeine gehen musst!

      Erstens: Du musst unbedingt mit Deinem Mann reden, wie Du Dich fühlst! Wie es für Dich ist, was Du gerne ändern möchtest, was Du von ihm erwartest. Ihr seid EINE Familie. Auch mit dem Sohn solltest Du ein offenes Gespräch suchen!

      Zweitens: Du kannst keinen Menschen ändern, Du kannst nur Dich selbst ändern! Hör auf Dich um alles zu kümmern, gib Aufgaben ab, wenn Dein Mann zu bequem ist, lass es liegen, dann wird es halt nicht gemacht! Lass nicht zu, dass er alles auf Dich abwälzt! Bis jetzt läuft das für ihn ja so wunderbar, also ändere es!

      Drittens: Du denkst schon über Trennung nach. Versuch, ein paar Tage für Dich zu haben, in denen Du Dir in Ruhe Gedanken machst, ob Du das wirklich willst, oder ob das nicht einfach nur die momentane Überforderung ist. Rede auch mit Deinem Mann darüber. Nur Deinem Kind zuliebe zusammenzubleiben, geht in den meisten Fällen schief!

      Ich hoffe, ich konnte Dir bissl Hilfestellung geben!

    • Liebe Carmen,

      neben der Scheidung, eventuellen psychischen Problemen und einem schlechten Vorbild (dem Papa) hat dein Stiefsohn vor allem eins: Pubertät! Die ist bei vielen Kindern ziemlich hässlich, da gibt es wenig zu beschönigen. Ich fühle von Herzen mit dir mit, es tut mir sehr leid zu lesen, wie schlecht es dir geht.
      Ich gebe Susanne Recht: Eine Therapie würde ich auch mit dem Vater machen, Verteilung der Aufgaben hin oder her, am allerwichtigsten ist, dass er dich darin unterstützt, respektiert zu werden und Respekt vor eurer gemeinsamen Tochter einzufordern. Es muss schlimm sein für deine Kleine solch gemeine Sachen zu hören und kann, wenn es zu ihrer Lebenswirklichkeit gehört, Folgen für ihr ganzes Fühlen und Denken über sich selbst haben. Deshalb finde ich: Es ist höchste Eisenbahn euren Familiensegen zumindest im gegenseitigen Umgang wieder einigermaßen grade zu hängen!

      Ansonsten wünsche ich dir Durchhaltevermögen! Vielleicht kann dir ein Kinderpsychologe schon per Email oder Telefon Rat geben, wie du deiner Tochter mit ihrem schmerzenden Herzen helfen kannst. Vielleicht ein kleines Sparschwein gegen Herzschmerz, und immer, wenn der Sohn ihr verbal weh tut, bekommt sie ein bisschen Geld von dir, damit sie sich zB am Ende des Monats/der Saison/zum Geburtstag etc. etwas Schönes kaufen kann. Centbeträge reichen ja in dem Alter Gott Lob aus. Oder du kaufst dir ein paar Bögen schöner Sticker, und wenn ihr Herz verletzt wurde, darf sie sich einen aussuchen und das Aua „zukleben“. Kinder können wunderbar mit Symbolen arbeiten, Aufgaben helfen ihnen gut, aus emotional kritischen Situationen raus bzw. da hindurchzukommen.

      Letztlich ist es sicher für alle schwer, auch den Papa und den Teenager (abgesehen davon, dass er Pubertät hat, darum ist er wirklich nicht zu beneiden!) – ich wünsche euch allen viel Glück & Kraft!

  9. Jasmin sagt

    Ohje….davor fürchte ich mich auch sehr, dass die eigene Schwangerschaft vom Partner so abgetan wird, so jaja, kenn ich schon….
    Vor kurzem kam die Aussage von ihm: „Boah weisst Du eigentlich wie anstrengend eine Schwangerschaft ist? Ich bin froh dass ich meine Kleine aus dem Gröbsten raus hab, jetzt gleich wieder sowas“
    Ähm nein, natürlich weiss ich nicht wie so ne Schwangerschaft ist. Ich fand das ganz schön unfair. Und wehgetan hats auch.

  10. Tanja sagt

    Hallo ihr Lieben,
    ja was soll ich sagen,viele dinge hören sich für mich leider sehr bekannt an!
    Mein Partner und ich haben eine 10 Monate alte gemeinsame Tochter und seine Tochter,8 Jahre alt,Lebt bei uns!
    Anfangs war es sehr harmonisch bei uns und das Patchwork hat super funktioniert!
    Klar gab es kleinere reibereien,die gibt es in jeder Familie.
    Die Leibliche Mutter meiner Stieftochter,ist leider unzuverlässig und sehr kompliziert,dass machte es natürlich nicht leichter ,war aber tragbar,bis ich schwanger wurde!
    Das zimmerproblem hatten wir zum glück nicht,da wir in ein haus gezogen sind,dass genug zimmer für alle bereitstellte.
    Ich merkte jedoch sehr schnell,dass ich mich meines erachtens nach, über einige dinge ,mehr freute als mein Partner.
    Angefangen von Untersuchungen ,über Bilder,bis hin zu Kreißsaalbesichtugung uvm.
    Man merkte einfach,dass es nicht sein erstes kind ist und er sich viel mehr sorgen darum machte wie seine große damit zurecht kommt,als mich mal zu fragen wie es mir eigentlich dabei geht!
    Der höhepunkt vom ganzen war,als unsere gemeinsame Tochter zur Welt kam und dies im selben Kreißsaal als seine erste Tochter.
    Ich glaube,dass niemand der in den Wehen liegt und gerade mit dem Schmerz der Geburt kämpft,gerne hören möchte,oh wir sind im selben kreißsaal wie ich damals mit meiner Frau war als die große geboren wurde 🙁
    Ich habe das große glück ,dass man mit meinem Partner wirklich sehr gut reden kann und man solche dinge gut aus der welt schaffen kann.
    Jetzt mal mehr zu meiner stieftochter….
    Die tatsache das ich schwanger war,fand sie prima und sie liebt ihre kleine schwester,dass sieht man und man merkt es auch… jedoch hat sich zwischen ihr und mir sehr viel verändert…
    Ich kann die nähe zu ihr nicht mehr so zulassen wie vor der Geburt meiner Tochter und das ist leider anders herum genau so.
    Alles wo wir damals eingespielt waren und was hand in hand funktionierte, klappt heute nicht mehr… sie geht mir aus dem weg, bis ihr Vater von der Arbeit kommt …
    Ich bin quasi garnicht da für sie,nur um ihr nach der schule die tür zu öfnen und essen zu kochen…
    Sie spielt mit ihrer schwester ,erledigt ihre schulaufgaben und ist im ganzen schon sehr selbstständig,nur mich gibt es für sie irgendwie nicht mehr…
    Ich werde ignoriert wo es nur geht und ich weiß nicht woran es liegt….
    Ihre leibliche Mutter kommt alle 14 Tage ,mittlerweile regelmäßig,seit sie von meiner schwangerschaft erfahren hat…Ich merke allerdings das unsere große immer sehr enttäuscht ist wenn sie von ihrer Mutter nach hause kommt.
    Ich habe schon oft überlegt ob sie mir gegenüber vielleicht so ist,weil sie an mir und meiner Tochter sieht wie es „sein sollte“und sich so verhält weil sie es von ihrer Mutter so nicht bekommt …

    Wir haben jetzt mit einer Familientherapie angefangen und ich hoffe sehr das es uns hilft…
    Im großen und ganzen kann ich nur sagen,dass sich bei uns sehr viel ins negative verändert hat durch die geburt unserer gemeinsamen Tochter,jedoch denke ich das es für jedes „Problem“ eine lösung gibt und keine Stiefmutter sollte darauf verzichten eigene kinder zu bekommen .
    Wenn ich an meine kindheit denke,war ich auch nicht immer leicht und ich denke ,ob Stiefkind oder Leibliches Kind,Leicht ist es nie!
    LG

    • Susanne Petermann sagt

      Kannst Du mit der Großen denn darüber sprechen, warum sie dich so ignoriert? Vielleicht fühlt sie sich durch die kleine Schwester zurückgesetzt. Und um nicht merken zu lassen, dass sie das verletzt, setzt sie dich lieber selbst zurück. Dann wirkt es etwas „Eigenbestimmter“. Für ein Kind ist es nie leicht, wenn die eigene Mutter eigentlich nicht interessiert ist. Ich hoffe, Ihr findet eine Lösung. Und über das Verhalten Deines Mannes (nicht nur deines Mannes, allgemein über diesen Männertyp Heiopei) veröffentliche ich diese Woche noch einen Artikel. Liebe Grüße, Susanne

  11. Anouschka sagt

    Bei mir muss ich noch hinzugefügen das erschwerend zu der Problematik während der Schwangerschaft dann noch hinzukam das ich nur 2 Monate den Mutterschutz hatte und dann wieder arbeiten gehen musste, weil ich die Hauptverdienerin bin bei uns und die Therapien meines stiefsohnes und sein kitaplatz teuer sind, da da mein Verdienst zur Berechnung mit angegeben werden musste. Das heißt ich hab nicht mal Elternzeit dadurch da mein Lebensgefährte nur 850€ netto verdient und die Mutter meines stiefsohnes seit 8 Jahren schon arbeitslos ist. Das ist natürlich ein starker reibungspunkt und wenn er dann Sachen sagt wie ich bin die böse mama wenn ich auf regeln bestehe und seine mama ist ja so lieb da darf er allea das tut dann doppelt weh.

  12. Maren sagt

    Seit 2 Wochen ist nun unsere gemeinsame Tochter auf der Welt und es läuft leider fast genauso wie ich es erwartet habe. Ich bin Teilzeitstiefmutter von einem fast 5-jährigen, der mindestens 10 Tage im Monat bei uns ist.
    Der Sohn meines Partners ist sehr fordernd, er braucht immer Aaufmerksamkeit, kann sich keine 10 min selbst beschäftigen. Ich habe die Problematik bereits mehrfach in der Schwangerschaft angesprochen, laut meinem Partner muss sein Sohn eben lernen nicht mehr der alleinige Mittelpunkt zu sein.
    Nun ist er seit 7 Tagen hier, geändert hat sich nichts. Mein Partner kann einfach keine Grenzen setzen, sein Sohn ruft ständig nach ihm. Das Verhältnis zwischen mir und dem Kleinen ist noch angespannter geworden, ich bin dauergenervt.
    Der Kleine interessiert sich natürlich kaum für seine Halbschwester, in dem Alter völlig normal. Trotzdem wird er ständig von seiner Großmutter und von seinem Vater gefragt ob er seine Schwester lieb hat und ob er stolz auf sie ist. Ständig wird er aufgefordert sie zu küssen und zu streicheln. Es nervt mich einfach nur und ist zudem wahnsinnig anstrengend. Ich möchte nämlich nicht, dass die Kleine ständig geküsst wird.
    Die Situation ist mehr als angespannt und ich bin froh wenn sein Sohn morgen zurück zur Mutter geht. Ich bin gespannt wie die nächsten Umgänge werden und ich hoffe sehr, dass auch ich mich wieder beruhige. Ich hätte die ersten Wochen gerne alleine mit unserer Tochter verbracht, auch wenn mein Kopf weiß, dass sein Sohn zum Teil dazugehört. Mein Herz wehrt sich dagegen.
    Es ist wie so oft: Eigentlich ist nicht das Stiefkind Schuld, sondern die Familie, die nicht richtig erzieht oder das Kind verwöhnt. Trotzdem projeziert man die negativen Gefühle auf das Stiefkind.
    Wir sind so glücklich, aber sobald mein Stiefsohn da ist oder es um ihn grht streiten wir. Ein Dilemma.
    Da heraus zu finden ist mir im Moment nicht möglich. Mein Partner möchte eine heile Familie, am liebsten zu viert im Bett liegen und kuscheln. Ich kann das aber einfach nicht. Es reicht mir schon die täglichen Pflichten wie in den Kindergarten bringen, kochen, waschen und putzen für seinen Sohn zu übernehmen. Ich versuche so wenig wie möglich seinen Sohn zurechtzuweisen, aber es gelingt nicht immer. Die Unselbstständigkeit treibt mich in den Wahnsinn. Der Spaßdaddy, das nervige Stiefkind, die Halbschwester und die böse Stiefmutter. So sind gerade unsere Rollen.
    Aber ich habe es mir auch nicht einfacher vorgestellt, man lernt dazu. So naiv wie vor 4 Jahren bin ich nicht mehr. Da dachte ich nicht im Traum daran, was Patchwork bedeuten kann. Gut läuft es gerade nur, wenn sein Sohn nicht da ist. Und ich denke, dass ich nicht ganz unschuldig daran bin. Irgendwas sperrt sich in mir total. Ich hoffe sehr, dass es wieder besser wird…

    • Ich glaube das wird nicht besser. Die Chemie stimmt bei euch einfach nicht zwischen dir und deinem Stiefsohn. Ist bei mir genauso. Ich kann diesen Jungen einfach nicht leiden. Er ist mir zu laut, zu nervig, zu streitsüchtig mit seiner Schwester und auch zu seiner Halbschwester, einfach alles. Und er lebt ständig bei uns. Unser Patchworkleben war definitiv einfacher für mich bevor er zu uns zog. Ich stehe ständig unter Stress wegen ihm, vor allem wenn er mit unserer gemeinsamen Tochter spielt. Das endet immer darin, dass die Kleine weint, weil er ständig der Bestimmer sein möchte.

    • Simone sagt

      Oh was für ein Mist. Wir planen grade selber ein Baby und ich bin gespannt wie es bei uns laufen wird. Der kleinste von meinem Mann ist ebenfalls 5 und führt sich genauso auf wie deiner. Er nervt, er ist laut, er ruft ständig nach ihm. Ich kenne so ein Verhalten eben nicht. Mein Sohn ist 11 und war nie so nervig und laut. Ich drück dir die Daumen das alles besser wird

    • Sandra sagt

      Ich schließe mich M. an und glaube auch, dass es nicht besser wird. Mein Stiefkind war fast 4J als unsere gemeinsame Tochter (inzwischen 2J) auf die Welt kam. Seit dem ist unser Verhältnis distanziert weil das gemeinsame Kind und ich vom SK (inzwischen 6J) ausgegrenzt werden. Das Stiefkind beschäftigt sich bis heute nur widerwillig mit ihr. Jegliche Gesprächsversuche werden vom SK seither abgeblockt und ignoriert, ich bekomme bestenfalls eine patzige und herablassende Antwort, ebenso bei Animationsversuche zum gemeinsamen Spiel, Aktivitäten,… Das Stiefkind sitzt meist lieber allein in „seinem“ Zimmer bei uns, turnt allein auf dem Spielplatz, schwimmt allein mit Papa im anderen Becken,… oder weicht dem Papa egal wo sonst nicht von der Seite. Inzwischen bin ich mit unserem zweiten gemeinsamen Kind schwanger und als einzige „Lösung“ besucht uns das SK jetzt nur noch jedes zweite Wochenende, das wir dann irgendwie gemeinsam überstehen müssen. Ich bin gespannt wie und ob sich die Situation mit der Geburt des zweiten Halbgeschwisterchens nochmal verändert.

    • Liebe Maren,

      als meine Tochter zu Welt kam, habe ich zwei Stunden bevor die Geburt eingeleitet werden sollte, meinen Mann nach Hause zu seinen Kindern geschickt. Sie waren bei uns geblieben, als sie merkten, dass ich meine Wehen bekomme. Und das obwohl die Große angekündigt hatte, nie wieder zu uns zu kommen, wenn ihr Schwesterchen erst einmal da ist. Sie blieben beide. Mein Mann pendelte zwischen Krankenhaus und Wohnung hin & her. Morgens, kurz vor der Geburt, frühstückte er mit seinen Kindern. Ich wartete aufgeregt und ein wenig verlassen im Kreissaal. Auf ihn natürlich.
      Als unsere Tochter da war, war es für ihn natürlich nicht, wie für mich. Aber ich wusste auch seine Gelassenheit und seine Zufriedenheit zu schätzen – ich musste nicht alles allein lernen, er kannte das schon, hatte das schon 2 Mal durch. Das gab mir Sicherheit. Dass er seine Kinder verwöhnt, nervte mich auch immer tierisch. Mit meiner eigenen Tochter habe ich dann gemerkt: Hmm…gar nicht schlecht. Solange wir an einem Strang ziehen, heißt das nämlich für meine Tochter, dass sie wenigstens einen Menschen in ihrem Leben hat, der sie wie eine Prinzessin behandelt. Eigentlich gar nicht so schlecht. Von mir muss sie lernen, dass Fräulein Prinzessin aber mal ganz schnell wieder auf den Boden kommen und ihr Zimmer aufräumen kann, aber schnell! 😉 Ich gebe zu, dass mir „die Böse sein“ leicht fällt, weil es mich nicht so anstrengt und ich auch immer wieder erlebe, dass die Kids generell mit meiner manchmal strengen Art sehr gut klarkommen. Trotz Gemecker, Gemoser und Beleidigungen, auch mal Abgrenzung und Distanz (mit den Teens, da kann ich ein Lied von singen!).
      Als unsere Tochter mit uns nach Hause kam, habe ich mich nach Ruhe gesehnt. Nach zu dritt sein. Ich freute mich, dass die Ex meines Mannes die Kinder ja gewohnheitsmäßig nie hergab und schon die 2-Wochenend-Regel immer nach ihrer Willkür geschah. So sah ich also eine Zukunft vor mir, wo ich am Wochenende ab und an Trubel habe und sonst Zeit für uns drei habe. „Leider“ verliebte sich seine Ex scheinbar zeitgleich mit dem Ende unserer Schwangerschaft und traf ihren Neuen lang und ausgiebig. Die beiden Großen waren ständig bei uns. Tagelang. Nix da mit nur an Wochenenden. Was blieb mir anderes übrig, als das zu akzeptieren? Ich komme nach Hause, und mein großer Stiefsohn fragt „Können wir jetzt Tischtennis spielen gehen, du hast es versprochen?“ Dass ich grade eine Baby aus meinen Rippen gepresst habe, begreift er nicht. Bzw nicht, was das bedeutet. Aber ist das nicht auch schön? Beide Kinder waren da, von Anfang an. Sie haben sich nicht zurückgezogen. Sie haben uns nicht abgelehnt. Sie haben das Kind nicht abgelehnt. Im Gegenteil – sie wollten Teil davon sein. Also ließ ich es zu. Genervt, klar. Und totmüde! Aber ich ließ es zu. Was gibt es Schöneres, dachte ich, als mit älteren Geschwistern groß zu werden? Ein großer Bruder, meine Tochter zu beschützen, eine große Schwester, um ihre Geheimnisse zu bewahren. Ich begann mich mit der Situation anzufreunden, und schon bald genoss ich, dass ich plötzlich eine anstrengende Familie hatte. Mein Mann hat übrigens nie Windeln gewechselt und ich habe mich jede einzelne Nacht um unsere Lütte gekümmert – denn er ist 20 Jahre älter und hat als Bedingung für Kind Nr.3 gefordert: Ich brauche meinen Schlaf! Das habe ich obendrein also auch akzeptiert – und ich muss sagen: Es war alles in allem gut. Jetzt, 6 Jahre später, habe ich zwei Pubertäten durch (kotz-täten könnte man sagen) und mein Großer lebt seit ein paar Jahren hier. Das Leben beginnt sich leichter anzufühlen. Manchmal muss man seine Rolle, oder einfach die Umstände, akzeptieren. Um von dem Punkt der Akzeptanz aus weiter zu gehen. Setz deinem Kleinen einfache Grenzen mit „Das mag ich nicht“ und „Das mag ich“, lass ihn großer Bruder sein, sag ihm ruhig direkt, dass er seine Schwester nicht küssen muss, wenn er nicht mag, finde heraus, was ihr gemeinsam machen könnt, was ihm vielleicht Spaß macht (gemeinsam baden? Das fanden unsere großen lustig…Obacht, sie haben dabei viel gelästert über die Kleine…weil sie eben speckig und alles war. Da musst du dann drüber stehen. Es ist nicht bös gemeint.) Gib ihm Aufgaben, wenn du dich traust. Unsere Große durfte füttern, das war ein heiden-desaster, aber ich habs fotografiert und gefilmt und heute lachen wir alle herzlich über das Schlammassel von damals. Vielleicht Windelnwechseln? Gib dem Jungen Aufgaben, mit denen er sich groß fühlen kann. Gib ihm Verantwortung, die er tragen kann und mag. Fördere die Talente, die er hat. Wenn er Bücher liebt, soll er Geschichten aussuchen, die du ihm und deinem Kind vorliest. Wenn er gern Legos baut, soll er etwas Cooles bauen, du fotografierst es und machst ein Album damit „Coole Legobauten von XY für XY“. Lass ihn teilhaben und ein Bruder sein. So wird er auch für dich Teil der Familie. Er soll dir das Leben nicht leichter machen, das geht nicht, er ist ja noch ein Kind. Aber vielleicht könnt ihr es zusammen schöner haben. Ich bin davon ziemlich überzeugt!
      Viel Glück!

      • Bärbel sagt

        Liebe June,

        ich mag deine Geschichten und Sichtweisen, dir ist wie vielen Stiefmüttern auch nicht immer gut ergangen, aber du machst wohl in jeder Situation das Beste draus – für jeden beteiligten.

        Du bist für mich gedanklich ein Vorbild 😉

        LG Bärbel

  13. Das klingt echt alles nach krassen Horror Storys…..

    Ich hoffe bei uns wird es nicht so. Mein Partner seine Tochter 9 freut sich riesig über ein Geschwisterchen und wir werden das die nächsten Jahre auch angehen. Bis dahin haben wir auch hoffentlich ein Haus wo jeder sein Zimmer hat !!!
    Mein Partner redet jetzt schon gerne über seinen zukünftigen Sohn 😉 natürlich wird es ein Junge 😛
    Er freut sich riesig, sich auf eine Geburt zu freuen, da es sich dann um ein Wunschkind handelt.
    Seine Tochter war ein „Unfall“ und er war noch sehr jung ….
    Naja dann bin ich gespannt wenn es soweit ist, aber ich hoffe das wird …

    • Viel Glück!
      Bei uns war es genau gleich, Papa wollte unbedingt noch ein Kind, Stieftochter hat sich gefreut, aus einem wurden zwei, aber die Einzige, die sich jetzt noch freut, bin ich. Papa ist ständig genervt, wenn die Kleinen nicht super brav sind, über Erziehung muss ich gar nicht mit ihm reden und die Grosse interessiert sich nicht die Bohne für ihre Geschwister, weil sie lieber ihre Mutter wär als Schwester (sie will ihnen nur immer sagen, was sie falsch machen). Papa hat seine Besten Zeiten einfach gehabt, er bräuchte jetzt mehr Zeit für sich, für Sex usw.. Kleine Kinder = fehl am Platz, sehr ärgerlich für die Ehefrau, die gerade im Mutterglück schwimmt und dies ausleben möchte.
      ICH würde nie mehr im Leben Kinder mit einem Mann kriegen, der schon Kinder hat!

  14. anouschka sagt

    Ich bin vollzeit Stiefmutter von einen fast 4 jährigen jungen. Ich wurde schwanger als er knapp 2,5 war und es war sehr schwer zum teil. Auf der einen Seite mein LG der das alles schon kannte mit Ultraschall baby Bewegung etc und dies mich auch Spüren lies. Dann war er beim ersten Termin nicht dabei weil sein Sohn an den Tag zickte und nicht bei unserer bekannten bleiben wollte. Später hatte ich vorzeitige wehen ab der 27.SSW ich lag 7 Wochen im kh und oft war es so das er grade weg war um den großen von der kita abzuholen und dann fanden
    Die Untersuchungen statt wo fast immer schlechte Nachrichten kamen und er war nicht da. Ich musste es alleine durchstehen und das hat mich echt fertig gemacht. Vor allen wenn man gesehen hat wenn bei anderen die Partner bus ultimo da waren. Ich muss ehrlich sagen die Schwangerschaft hat ein riss in unserer Beziehung hinterlassen.

    • Susanne Petermann sagt

      Das klingt nicht gut. Könnt ihr über die Verletzungen reden? Ohne Vorwürfe, einfach nur darüber, dass du dich allein gefühlt hast? Das große Problem bei vielen Stiefmüttern ist ja, dass sie behandelt werden wie eine Frau, die schon ein Kind geboren hat. Die hat aber ganz andere Erfahrungen, hat alle Ängste und Probleme schon einmal erlebt. Liebe Grüße, Susanne

      • Anouschka sagt

        Leider eher nicht weil er das meist sofort als angriff sieht und in Abwehrhaltung geht. Er sagt das wenn wir schon ein Kind gehabt hätten er auch bei diesen zuhause hätte sein müssen. Er versteht aber nicht das,auch wenn mein Stiefsohn bei uns lebt und ich ihn aufgenommen hab , es nunmal nicht die Situation ist das es mein Kind ist was wartet sondern mein Stiefkind von einer anderen Frau.

  15. Ich bin Vollzeitstiefmutter. Als wir unser gemeinsames Kind bekamen, lebte mein Stiefsohn noch nicht bei uns, nur die Stieftochter. Er kam erst ein Jahr später zu uns. Die Schwangerschaft war nicht anders als meine ersten beiden. Die Halbgeschwister freuten sich riesig. Klar kamen von unseren Ex Partnern Kommentare wie, so schnell ein gemeinsames Kind? Das wurde uns durch die Kinder vermittelt. Wir haben unsere Alltag mit den 5 und das ist auch gut so, wenn nicht immer leicht für mich mit den beiden Stiefkindern, weil beide nicht ganz einfach (beide lernbehindert, verminderte Intelligenz, der Junge hat ADS) sind. Für uns war das selbstverständlich, dass wir noch ein gemeinsames Kind wollen. Das gehört einfach dazu und unser Alter hat das noch zu gelassen.

  16. Kerstin sagt

    Ich bekomme wirklich Magenschmerzen, wenn ich lese, wie das teilweise so läuft. Wie dann sinnvoller Wohnraum, der ja benötigt wird wie so ein „Altar“ frei gehalten werden muss, weil in 12 Tagen müssen ja dann die „anderen“ Kinder wieder ihr Zimmerchen im altgewohnten Stil vorfinden und quasi darf nicht mal der Duft frischer Bügelwäsche darin wahrnehmbar sein, weil dann würden sie ja erahnen, dass JEMAND „widerrechtlich“ IHRE Räumlichkeiten genutzt hat…. GRUSELIG.

    Ich habe damals ja 6-jährige Zwillinge „mitgebracht“. Der Gatte hatte eine Tochter (zu dem Zeitpunkt 10 und sehr pflegeleicht) und mega stressige Kleinkinder von 1 1/2 und 3 Jahren. Sowohl für meine Kinder war das erst mal zu verdauen, dass die anderen Kinder ständig da waren. Ein weiteres Baby hätte sie vermutlich dazu veranlasst auszuwandern. Das haben sie auch relativ klar artikuliert, dass es ohnehin schon super stressig geworden wäre.
    Und als der Zeitpunkt „besser“ aber längst nicht „gut“ war, da haben wir doch beide Abschied von dem „gemeinsamen Kindergedanken“ genommen. Es wäre einfach nicht zu bewältigen gewesen, wie die Dinge sich entwickelten. Und das hätte jede Menge neuen „Sprengstoff“ geliefert.

    Traurig eigentlich zu lesen, dass es für niemanden so richtig unkompliziert und unbeschwert möglich zu sein scheint, das Projekt „gemeinsames“ Baby problemlos mit in die – dann ja nicht mehr ganz so neue – Lebenssituation aufzunehmen.

    • Doch, für uns war das ganz selbstverständlich, dass wir noch ein gemeinsames Kind bekommen. Trotz der finanziellen Lage und der Platznot. Wir haben es einfach getan. Ohne darauf zu hören, was das Umfeld meint.

  17. Tante Ju sagt

    Mir ist im Nachhinein erst bewusst geworden, wie viel ich kurz nach der Geburt der gemeinsamen Kinder geschluckt habe. Für meinen Mann war auch oberstes Gebot, dass sich für seine großen Kinder durch die Geburt eines gemeinsamen Kindes nichts ändern darf. Bei der Geburt ist dann tatsächlich ein Umgangswochenende ausgefallen, was uns die Ex noch nach Jahren vorwarf. Die Großen behielten natürlich auch jeweils jeder ein eigenes Zimmer in meiner Wohnung, auch wenn sie diese Zimmer nur ein paar Tage im Monat nutzten. Die gemeinsamen Kinder haben sich die ersten 3 Jahre dafür ein kleines Zimmer geteilt und ansonsten ihr „Spielzimmer“ im Wohnzimmer gehabt. Natürlich habe ich auch auf ein eigenes Arbeitszimmer verzichtetet, was ich eigentlich für meinen Beruf dringend brauche, zumal ich selbstverständlich nach dem Elternjahr sofort wieder mehr oder weniger voll eingestiegen bin, damit der Unterhalt auch wie vorher weiter gezahlt werden konnte.
    Wenn die Großen hier waren, wurden sie betüddelt und mein Mann hat viel extra mit ihnen unternommen, ihnen viel extra finanziert usw.
    Trotz all unserer/meiner Bemühungen hat die Ex es geschafft, ihren Kindern einzureden, sie wären bei uns nicht mehr willkommen und ihr Vater würde die neuen Kinder mehr lieben….
    Ich denke, Väter dürfen nicht den Fehler machen, aus schlechtem Gewissen heraus zu agieren. Denn dann können sie sich und die Next wirklich ein Bein ausreißen, bei den Kinder und der Ex kommt es aber so an, als ob dieses schlechte Gewissen berechtigt ist.
    Ich habe die Großen jederzeit extra betreute, beispielsweise auch 6 Wochen nach der Geburt, weil die KM alleine in Urlaub fliegen wollte, als wir dagegen nur einmal ein WE absagen wollten, kam von der KM gleich: Ach, hast du eine Großen nicht mehr lieb…….!“
    Auf der Basis kann man mit einem gebrauchten Mann keine weiteren Kinder bekommen. Denn ich möchte mich nicht noch mal dafür schuldig fühlen müssen, weil ich eigene Kinder bekommen habe.

  18. Marieke sagt

    Hallo, ich bin Vollzeit und Teilzeitstiefmutter (ein Kind meines Mannes lebt ganz bei und, das andere zehn Tage im Monat) und wir haben eine gemeinsame Tochter. Diese wurde schon vor der Schwangerschaft von beiden Kindern heiß erwünscht, in der Schwangerschaft haben sich beide auf das Baby gefreut und nach der Geburt (sie haben mich auf ausdrücklichen Wunsch am ersten Tag in der Klinik besucht, um das Baby zu bestaunen) haben sie ein sehr gute Beziehung zu ihrer Schwester. In dieser Hinsicht gibt es keine Beschwerden :-). Im Verhältnis zu mir als Stiefmutter hat sich allerdings bei einem Stiefkind etwas verändert, für ihn bin ich zu einer stärkeren Konkurrentin hinsichtlich seiner Mutter geworden und unser Verhältnis zueinander hat sich deutlich verschlechtert. Leider. Es ist eine komplexe Situation, zumal Kinder auch Emotionen durchleben, die sie noch nicht so abstrakt verbalisieren können, wie ein Erwachsener.
    Bezüglich meines Mannes kann ich nur sagen: Ja, natürlich ist er nicht der aufgeregte fiebernde Erstlingspapa gewesen, der ständig Fotos vom Babybauch machte und Ratgeber las und den nächsten Gyn-Termin entgegenhibbelte. Aber er war eben auch angenehm entspannt und realistisch dem gegenüber, was da auf uns zukam. Niemand musste ihm erklären, wie man wickelte, Suppe kochte und den Haushalt erledigte. Für mich war es toll, dass er eben schon wußte, was so alles zu tun war, er hatte es schon üben dürfen.
    Ich hatte und habe das Glück, dass ich an meinen Stiefkindern das Kindererziehen schon einmal üben durfte 🙂 besonders hinsichtlich Grenzen setzen, sich selbst treu bleiben, Kinderunternehmungen machen und v.a. den Alltag mit Kindern leben.
    Und ja, der Schock das man plötzlich mit Baby kaum noch Privatsphäre hat ist dann auch nicht mehr so groß, da man ja schon üben durfte wie das ist, eher selten nur zu zweit zu sein. Alles in allem bin ich wirklich gerne mit meinem „Second hand“-Mann Mutter geworden 🙂

    • Susanne Petermann sagt

      Es freut mich wirklich sehr, zu lesen, dass es mit den Geschwistern gut klappt. Was bedeutet denn, dass Du zu einer stärkeren Konkurrenz der Mutter geworden bist? Liegt es daran, dass sowohl seine Mutter als auch Du jetzt ein Kind mit dem Vater haben? Liebe Grüße, Susanne

      • Marieke sagt

        Ja, das mit der Konkurrenz ist nicht so einfach zu erklären. Zum einen hatte ich vor der Geburt mehr Energie für die großen Kinder übrig, was sich dann natürlich mit dem eigenen Kind auf dem Arm aufteilt, was auch ganz normal ist. Zum zweiten war ich nun eben auch Mutter geworden und dadurch veränderte sich meine Position in der Patchwork Familie, sie wurde stärker, meine Bedürfnisse bekamen mehr Gewicht. Ferner hatte das Stiefkind bei seiner Mutter bereits eine eher negative Erfahrung mit der Ankunft eines weiteren Halbgeschwisters gemacht und erwartete nun, diese Situation noch einmal zu erleben. Diese „Entthronung“ im zweiten Haushalt wird dann auch noch schlimmer empfunden. Geholfen hat letztendlich nur das offene Gespräch, auch das Beharren auf Normalität, ein Baby ist eine große Umstellung, aber auch kein Weltuntergang :-). Da kann und sollte man ruhig auch von den Kindern eine gewissen Anpassungsleistung erwarten. Die großen Kinder teilen sich ein Zimmer, das Baby ist mit bei uns im Schlafzimmer, was völlig ok ist, später wird es dann als großes Kleinkind mit zu den anderen ziehen, die das auch ok finden. Ja, das ist eng, finanziell gehts aber nicht anders und kein Kind nimmt seelischen Schaden, weil es mit seinen Geschwistern ein Zimmer teilen muss (was übrigens in anderen Ländern total normal ist). Es war auch klar, dass sich mit der Geburt das Leben für alle in der Familie ändern würde, die großen mehr im Haushalt mithelfen und ich entlastet werde, da ich ja bereits 24 Stunden Babybetreuung mache. Das war und ist bis heute selbstverständlich und funktioniert sehr gut. Mein Mann erzieht auch nicht aus diesem gruseligen Schuldgefühl heraus, sondern wie jeder andere auch. Die Trennung war nicht schön, aber das Leben geht weiter, die Kinder bekommen viel Liebe von ihren Familien und können mit allem was sie brauchen aufwachsen, insofern besteht kein Grund sich wegen ihres Trennungskinddaseins zu deprimieren. Immerhin haben sie so auch die Möglichkeit, zwei Lebensentwürfe kennen zu lernen. 🙂

  19. Sandra sagt

    Als ich schwanger war, sind beide stiefmädchen eifersüchtig auf das baby gewesen. Eine war selbst bereits Mutter, die andere kurz vor dem Schulabschluss. Beide waren noch auf meine Hilfe angewiesen und wollten keine Einschränkungen dessen. Für sie war das selbstverständlich. Also machte die jüngste bereits während der Schwangerschaft ärger. Und als das baby da war,hatte ich Angst, es mit ihr allein zu lassen. So einen Hass hatte sie auf das baby. Die große brachte mir bereits ihre Kinder 5 Tage nach der Geburt meines Babys. Mann war arbeiten, bk2 lag bis mittags im Bett. Ich hatte also das ganze Wochenende 2 Kleinkinder und 1baby zu versorgen und betreuen. Den Wut der beiden habe ich ein 2. Mal auf mich gezogen, als ich die weitere Betreuung der EBKs ablehnte, um mal etwas Ruhe mit meinem baby zu haben. Das haben sie mir später heimgezahlt.

    • Susanne Petermann sagt

      Heimgezahlt? Dass du mit einem wenige Tage alten Säugling nicht auch noch deine Stief Enkel Kinder nehmen wolltest? Manche Sachen kann man kaum glauben. Geschweige denn begreifen. Liebe Grüße, Susanne

  20. Pypalia sagt

    Hallo. Auch ich bin eine „Stiefmutter“
    und auch ich habe meine erste Kugelzeit vor 3 Monaten beendet.
    Mein Partner hat eine 6 Jährige Tochter aus erster Ehe.
    Mein Sohn kam in der 33Ssw zur Welt. Ich war schon die letzten 6 wochen der SS im Krankenhaus.
    Die Familie seiner Ex signalisierte Unterstützung. Die Oma nahm die kleine mit in den Urlaub. Was keiner von uns ahnte, es gab den Plan das Kind aus finanziellen Interessen zur Mutter zu holen.
    Also wurde das kleine Mädchen manipuliert. Sie solle weglaufen, dann würde unser Baby schon weggegeben werden, weil sie allein sei wichtig.

    Sie solle mal richtig ärget machen.

    Kaum war der Kleine endlich zu Hause, drehte sie völlig durch. Schlug nach ihm, sagte das sie alles tun würde damit er stirbt. Teilte mir mit, das ixh eh nicht zur familie gehöre. Bis dato hatten wir 2 „mädels“ immer ein sensationelles auf vertrauen gefußtes Verhältnis. Wann immer etwas sie bedrückte kam sie zu mir, bat mich um hilfe. Ich weiss gar nicht wie oft ich mit ihrer Mutter gesprochen habe um dafür zu sorgen, das diese sich mal für ihr kind interessiert.
    Es endete wie es enden musste. Das kleine mädcheb lief weg. Die mutter strengte ein Gerichtsverfahren an und ihr wurde für eine Wohnortwechsel recht gegeben.

    Mein partner leidet sehr. Die beziehung zu seiner tochter leidet auch. Er wendet sicj ab, im verzweifelten versuch wenugsten „diese“ familie zusammenzuhalten..

    Ich habe mich völlig aus dem leben der kleinen zurückgezogen. Es gibt zwischen ihr und mir keinen kontakt seit 2 Monaten.

    Es bricht mir das Herz. Es bricht uns das Herz, zu sehen wie für geldgier leben ruiniert werden..
    Wir haben jegliche achtung vor ihrer mutter verloren. Und vor ihrer oma.
    Es gibt da nur noch kontakt über anwälte. Und keiner von uns beiden will das ändern.
    Wir werden überzogen mit anwaltsschreiben und forderungen.

    Stolperfallen gibt es viele.
    Aber das wünsche ich niemanden.

    Wir tun uns leid, dwie kinder besonders. Mein sohn hat eine große schwester, mit der er nicht aufwachsen kann, weil es gefährlich für ihn ist.

    Seine große Schwester hat einen kleinen bruder, den sie nicht erleben kann, weiö ihr eingebläut wurde ihn zu hassen.

    • Susanne Petermann sagt

      Das klingt ja wirklich traurig. Für alle Beteiligten. Verstehe ich das richtig, dass die Tochter vorher bei Euch gelebt hat und jetzt bei der Mutter lebt? Für die Tochter muss es sich ja so anfühlen, als ob sie durch den Bruder weggedrängt wurde. Ganz schlimm. Ich hoffe, Deinem Sohn geht es wenigstens gut. Liebe Grüße, Susanne

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