Die neue Familie, Die Partnerschaft
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Das Kind geht vor – Ich stecke immer zurück

Kind geht vor. Foto: Mopho

Ich bin seit einem Jahr Stiefmutter. Unsere Beziehung hat schon mit vielen Hürden angefangen und es wird schwieriger. Mein Freund hat sich, als seine damalige Freundin schwanger war, für eine andere von ihr getrennt. Nicht gerade die feine Art! Die Kleine ist jetzt vier Jahre alt und kennt Mama und Papa gar nicht als Paar. Wir haben uns kennengelernt, nachdem diese Freundin sich von ihm getrennt hat. Am Anfang war es gar nicht leicht, erst sein verletzter Stolz und dann seine Schuldgefühle der Kleinen gegenüber. Und er ist der Meinung, sein Kind geht vor. Also stecke ich immer zurück

Das Kind geht vor und ich steck zurück

Ich habe mir Dinge angehört wie, ich werde niemals mehr jemanden so lieben wie meine Ex…was leider bei mir immer wieder hoch kommt. Am Anfang war mit mir und der Kleinen alles super, bis ich zu meinem Freund gezogen bin und sie gemerkt hat, dass ich nun immer da bin! Dann hat sie auch plötzlich damit angefangen, dass sie möchte das Mama und Papa zusammen sind – obwohl sie das ja nie so erlebt hatte.

Sie war sehr eifersüchtig und hat mich nicht gewollt. Auch wollte sie eine Zeitlang nicht zum Papa, woran er mir die Schuld gegeben hat und mir tagelang keine Beachtung geschenkt hat! Ich habe mich von Anfang immer lieb um die Kleine gekümmert und mehr mit ihr gemacht als er! Was mich manchmal sehr wütend macht: er will nur kuscheln und Fernsehen, ich bin für den Rest gut, kann es aber niemandem Recht machen.

Ich schäme mich für meine Gefühle, kann aber nichts dagegen machen

Mittlerweile haben wir wenigstens geklärt dass sie nicht mehr bei uns im Bett schläft. Ich habe aber das Gefühl dass ihn diese Regelung stört und immer Angst vor der Nacht, in der sie doch wieder kommt und es von vorne anfängt. Wenn ich dann was sage rastet er aus. Leider kann ich mit ihm gar nicht reden und er versteht mich Null. Ich ertrag es einfach nicht mit der Kleinen in einem Bett zu liegen und ihr kommen morgens ist für mich schon sehr schwer. Dafür schäme ich mich auch, aber ich kann nix gegen dieses Gefühl machen. Ich darf es ja nicht mal äußern, dann wird gesagt, dass Kind geht vor.

Nachdem mein Freund der Kleinen endlich mal erklärt hat, wer ich bin und dass er mich lieb hat, ist das Verhältnis zwischen uns wieder super und sie ist super lieb und anhänglich. Und ich genieße auch unsere gemeinsame Zeit.

Mit der Ex komme ich gut klar

Mit seiner Ex Freundin verstehe ich mich gut. Schätze Ihre Größe und ihre Kraft wie sie alles gemeistert hat. Jedoch traue ich ihr nicht. Sie hat zwar auch wieder einen Partner aber ich habe manchmal ein komisches Gefühl. Auch kann sie immer alles bestimmen, welche Tage, Uhrzeiten etc. Er sagt auch nix aus Angst und wegen seinem schlechten Gewissen. Das macht mich manchmal wirklich wütend…sie ist immer die Tolle und macht alles richtig und ich mache alles falsch. Nicht nur das Kind geht vor, auch die Regelungen rund ums Kind.

Die Tochter ist jede Woche einmal bei uns und jedes zweite Wochenende Samstag und Sonntag! Jetzt haben wir öfters mal über eigene Kinder gesprochen und da fallen bei ihm oft komische Bemerkungen. Er wird seine Erstgeborene immer mehr lieben und sie wird immer mehr bekommen, weil er ja nicht bei ihr sein kann. Sie wird immer ein eigenes Zimmer haben, sollten wir zwei Kinder haben, müssten die sich eben eins teilen und warum sollten sie mehr bekommen als die Tochter.

Ebenso ein Punkt ist, dass ich 40 km von dort, wo wir jetzt wohnen und wo auch meine Stieftochter lebt, ein Haus habe. Im Moment habe ich es für unsere Beziehung vermietet. Ich möchte aber schon gerne mit meiner Familie einmal dort leben! Jedoch findet er, er wäre dann zu weit von seiner Tochter weg und seine Ex findet das auch blöd! Das ist alles sehr schwer!

Es sind alles Kompromisse auf meine Kosten

Ich liebe diesen Menschen über alles, aber bin manchmal echt unglücklich! Ich hab das Gefühl, ich muss alles akzeptieren! Das erste Kind geht vor. Immer. Er sagt selber, take it or leave it! Du wusstest, worauf du dich einlässt.

Ja, ich wusste es, hätte aber nie gedacht dass es so schwer ist. Alle sagen zu mir, so ist das eben, seine Tochter steht immer über dir und mit euren Kindern musst du dann gucken. Aber mir fällt es einfach nur schwer, und ich möchte glücklich sein und nicht immer Verlustangst oder Zukunftsangst haben. Es ist irgendwie egal, wie ich mich fühle, wie viel Mühe ich mir gebe. Ich nehme mich viel zurück, nehme mir immer frei und lege meine Termine um seine Tochter herum. Aber niemand sieht es oder schätzt es. Nur wenn ich mich beschwere oder traurig bin, bekomme ich direkt böse Worte.

Ist es normal? Bin ich vielleicht zu kompliziert und anstrengend? Ich habe wirklich Angst und wünsche mir wirklich so sehr ein Kind und eine schöne Familie. Ist das normal dass man sich so fühlt? Und nehme ich mich selber vielleicht zu wichtig dass ich mich so fühle?

Ganz liebe Grüße an alle, Rena


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Bitte E-Mail mit Stichwort „Das Kind geht vor“ an: Stiefmutterblog@gmail.com oder einfach einen Kommentar hinterlassen.

In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die Ratschläge oder Links, auch nicht in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden.

Foto: Mopho

99 Kommentare

  1. Bert sagt

    An alle, die diesen Beitrag lesen und das gleiche empfinden, was oben geschildert wird: Ich bin geschieden und Vater zweier Kinder. Als erstes war es für mich persönlich wichtig, dass ich zur Mutter meiner Kinder ein gutes Verhältnis habe. Das ist nicht nur für mich, sondern auch für die Kinder und für eine neue Partner sehr wichtig. Als zweites war es wichtig, dass ich mich für meine Kinder positioniere, denn die Kinder sind für immer. Alle Kinder, die ich habe, sind für immer. Sie gehören zu mir wie meine Augen, Meine Lunge, mein Herz. Eine neue Partnerin, die da kommen mag, muss in aller erster Linie genau das verstehen und nicht vergessen und ausblenden, dass auch sie Tochter von jemandem ist und ihr Leben lang den Anspruch gestellt hat, dass sie ihren Vater sehen darf, wann immer sie will. Ein geschiedener Mann mit Kindern hat sich von seiner Ex getrennt und NICHT von seinen Kindern. Die Kinder können nichts dafür, dass sich die Eltern getrennt haben und sie sind die ersten, die darunter leiden mit Verlustängsten, Schamgefühl und Schuldgefühlen. Dennoch haben sie den Anspruch darauf, ihren Vater zu sehen, wann sie möchten und es brauchen. Denn Kindern in intakten Ehen wird dieser Anspruch auch nicht vergönnt: ich wiederhole mich, ich habe mich von der Ex getrennt, nicht von den Kindern.

    Wenn ich dann hier lese, dass ich als geschiedener mit Kindern nichts tauge und gar nicht fähig bin, eine Beziehung zu führen, dann tut es mir persönlich sehr weh. Das degradiert mich auf schmerzliche Weise. Zudem bedeutet das, dass Menschen mit Kindern im Allgemeinen nicht beziehungsfähig sind. Beziehungsfähigkeit hat nichts mit den Kindern zu tun.

    Viel mehr zeigt sich die Beziehungsfähigkeit im Gerechtigkeitssinn. Man muss schon zu sich selber ehrlich sein: Liebe ich diesen Mann als Person oder liebe ich lediglich meine eigene Vorstellung über eine Beziehung mit diesem Mann? Und dann hat jeder Mensch seine Ecken und Kanten, Fehler und Unzulänglichkeiten, ob mit oder ohne Kinder.

    Ich hatte eine neue Partnerin, die selber kinderlos war. Die Beziehung ist grandios gescheitert. Aber nicht etwa, weil ich oder sie „beziehungsunfähig“ wären. Die Beziehung ist an den Vorstellungen gescheitert, die sie von unserer Beziehung hatte. Sie war wesentlich jünger als ich und verliebt sich in die Vorstellung, wie sie mit mir durchs Leben ziehen würde (die Kinder kamen darin nicht vor). In ihren Vorstellungen hatten meine Kinder keinen Platz. Sie wollte mit mir eine Beziehung führen, wie sie junge Menschen in den 20ern führen. An ihrem Geburtstag beispielsweise durften meine Kinder nicht anwesend sein und das obwohl meine Kinder sehr angenehm und unproblematisch sind. Sie haben meine Partnerin auch akzeptiert. Aber es war für sie klar: ich solle meine Kinder nur an den vertraglich vereinbarten Tagen sehen und sonst waren sie nicht willkommen. Aber wie sagt man das seinem Kind, der anruft, um zu fragen, ob ich vorbei komme, um es ins Bett zu bringen, weil es mich vermisst? Soll ich dem Kind dann sagen „Nein, heute ist nicht mein Abend, du darfst mich nicht sehen!“ darf man so etwas seinem Kind sagen? Das sagt man seinen Kindern in intakten Familien ja auch nicht…etwa „Nein, heute Abend darfst Du nicht mit Deinem Vater reden, weil Du gestern schon mit ihm gesprochen hast“. Oder „Nein, heute Abend ist Mama und Papa-Abend, Du musst um 20 Uhr ins Bett und musst still sein bis morgen früh um sieben und wenn Du Angst hast in der Dunkelheit, dann musst Du selber schauen, bleibst aber still im Bett, denn Mama und Papa wollen alleine sein ohne Dich.“ ???

    Kinderlose, die sich mit Menschen zusammen tun, die Kinder haben, verwechseln gerne zwei Sachen oder blenden Tatsachen aus. Vater und Mutter ist man immer, jeden Tag, 24 Stunden am Tag. Das ist der Anspruch, den wir als Kinder unseren Eltern gegenüber haben und das ist unsere Sorgepflicht als Eltern. Jeder von uns hatte als Kind diesen Anspruch. Man stelle sich vor, mir hätte jemand als ich 5 war, gesagt, ich dürfe meinen Vater nicht sehen, weil die verfügbaren Stunden pro Woche schon aufgebraucht sind. Ich hätte die Welt nicht mehr verstanden. Als Erwachsene werden wir herzlos. Das ist leider so. Der oben geschilderte Vater scheint nicht sehr wohlwollend zu sein seiner Partnerin gegenüber, aber man darf nicht vergessen, die Kinder sind seine Kinder. Fakt. Und dann kommt als zweites hinzu, dass, sobald man selber Kinder hat, schnell merkt, dass die egoistische Zweisamkeit für eine lange lange Zeit vorbei ist. Wenn man dann mal eigene Kinder hat, dann ist man genau wieder dort. Sie nehmen den ganzen Platz ein, die Nächte, jede freie Minute. Die Zweierbeziehung existiert nicht mehr. Und eines dürfen mir alle Kinderlose, die selber Kinder haben möchten, glauben: Bevor man Kinder hat, weiss man natürlich besser als jeder Vater und jede Mutter, wie man Kinder erzieht. Wenn die Kinder dann da sind, muss man feststellen, dass sie keine willenlose Roboter sind, die man programmieren kann. Man kann noch so sehr auf gute Tischmanieren beharren, wenn das Kind verträumt oder frech ist, dann klappt es nicht. Und man kommt, was das betrifft, so richtig auf die Welt. Kinder haben keine voll ausgebildeten kognitiven Fähigkeiten, sie sind sehr impulsiv. Und mal ehrlich, wie viele Erwachsene können das von sich behaupten? Ich kenne Patchwork-Familien, da sind die Kinder aus erster Ehe besser erzogen, als die Nachzügler. Nicht zu vergessen, dass jedes Kind anders ist. Es gibt ruhige Kinder, unproblematische Kinder, Kinder die viel schlafen und alles essen, aber es gibt auch Kinder die wenig schlafen, Schreikinder, die permanent schreiben, kranke Kinder, Kinder, die nichts essen, Kinder die Koliken haben, Kinder, die Ängste haben, Kinder, die sehr anhänglich sind, Kinder die ständig gestillt werden wollen etc.

    Die Erwachsenen sollten in der Lage sein, inne zu halten, sich darauf zu besinnen, was Gerechtigkeit ist. Nicht, was die eigenen Bedürfnisse sind (Selbstsucht), sondern was für das Gesamtsystem gerecht ist, vor allem aber für die Kinder, die ungewollt und unverschuldet in diese Situation kommen. Und als Erwachsene kinderlose 30-jährige fühlen wir uns so vollkommen und angekommen und über jeden Zweifel erhaben und dann regen wir uns über das pubertierende Kind des Partners auf, das sich so furchtbar benimmt und schlecht erzogen ist. Ja, und wie waren wir als Teenager? Hand aufs Herz. Klar, wir waren alle liebe Ministranten und makellose Musterschüler, die immer schön artig auf Mama und Papa gehört haben. Stimmt.

    Heute bin ich mit einer Frau zusammen, die selber Kinder hat. Wir haben getrennte Wohnungen bis die Kinder erwachsen sein werden. Und wir wechseln uns ab. Mal gehe ich zu ihr, mal kommt sie zu mir, mal verbringen wir den Abend ganz alleine. Sie geht mit ihren Kindern in den Urlaub, ich mit meinen, teilweise sogar mit der Ex. Sie hält sich aus meiner Erziehung heraus und ich halte mich aus ihrer Erziehung heraus. Wichtig ist, dass wir die gleichen Werte vertreten. Vertrauen und Gerechtigkeit gegenüber den Kindern, denn sie gehen vor, bis sie mündig sind. Das ist bei intakten Familien so und das muss auch bei getrennten Familien so sein, denn alles andere wäre ungerecht, den Kindern gegenüber. Die Kinder können sich nicht selber schützen, kein Kind kann das. Wir haben eine schöne Beziehung und haben uns noch nie gestritten. Wertschätzung ist sehr wichtig in dem Ganzen. Wir zeigen einander, wie sehr wir das Gegenseitige Wohlwollen schätzen.

    Und alle Menschen, die keine Kinder haben und sich auf eine Beziehung mit Vätern oder Müttern einlassen: Was hättet ihr euch gewünscht oder was würdet ihr euch wünschen, wenn ihr als kleines Kind in eine solche Situation gekommen wärt? Wenn in euren Vorstellungen eurer Liebesbeziehung nur Mann und Frau am Strand bei Sonnenaufgang vorkommt, und die Kinder aus erster Ehe nie auftauchen in diesen Bildern, dann lasst die Finger von Personen mit Kindern und sucht jemanden, mit dem ihr eine eigene Familie gründen könnt und mit denen ihr die romantische Zweisamkeit leben könnt, bis die eigenen Kinder dem ein abruptes Ende machen und ihr wieder auf die Welt kommt. Seid einfach lieb zueinander und sprecht eure Wertschätzung aus.

    Liebe Grüsse
    Bert

    • Regina sagt

      Lieber Bert,

      Es ist schön zu lesen, dass du so eine tolle Partnerin gefunden hast und ihr ein einheitliches Verständnis davon habt, wie Euer Leben mit den jeweiligen Kindern aussehen soll.
      Da passt doch die Redewendung „auf jeden Topf passt ein Deckel“.

      Und genau darum geht es doch.
      Ich habe mir als kinderlose genau so einen Mann mit Kindern ausgesucht, wie er sich eine Frau ohne Kinder.
      Und ich möchte nicht, dass alles den Kindern untergeordnet wird.
      Ich will einen Konsens. Es gibt Umgangszeiten und die respektiere ich natürlich gerne. Und das Kind ist dann auch sehr willkommen.

      Ich will nicht auf das Abstellgleis geschoben werden, sobald das Kind da ist. Und ich will auch nicht, dass alles andere immer untergeordnet wird.
      Wird es aber in Kernfamilien auch nicht. Ich musste als Kind z.B. auch lernen, dass sich nicht alle mit mir beschäftigen können, weil ich es gerade will. Da hiess es auch oft, das geht jetzt nicht.
      Warum sollte das bei Trennungskindern anders sein.

      Ich würde so einen Partner wie dich nicht wollen, bei dem sich das ganze Leben nur noch um die Kinder dreht.
      Aber zum Glück passt ja auf jeden Topf ein Deckel.
      Mein Mann hat einen guten Konsens gefunden.
      Und du eine Partnerin, die genau so denkt wie du.
      Wenn man seine Lebensentwürfe so respektiert und einen gemeinsamen Nenner findet, kann Patchwork funktionieren.

      • Bert sagt

        Nein, es dreht sich nicht alles um meine Kinder in meinem Leben. Meine Partnerin und ich haben unsere gemeinsame Zeit, die wir alleine verbringen können. Und unsere Kinder bekommen nicht mehr Aufmerksamkeit wie Kinder in Kernfamilien. Auch meine Kinder müssen warten mit reden, wenn ich am reden bin. Auch sie müssen sich am Tisch benehmen oder auf die Erfüllung dieses oder jenes Wunsches verzichten, weil man im Leben nicht alles bekommt. Wir erziehen unsere Kinder ganz normal, ohne besondere Aufmerksamkeit. Wir geben unseren Kindern eben auch genau den Platz, auf den sie Anspruch haben, wie alle Kinder dieser Welt.

      • Audrey_Rose sagt

        Hallo Bert!

        Das ist es was ich meine.
        Du bezeichnest mich als „Ausnahme“, weil es angeblich bei mir irgendwelche medizinischen Hindernisse gibt.

        Das habe ich nie gesagt und das ist auch nicht der Fall. Ich lasse es einfach offen, ob ich Kinder will oder nicht, kriegen kann oder nicht, und so weiter. Es geht Fremde außer dem benannten Personenkreis schlicht nichts an.

        Wäre unsere Gesprächsbasis etwa eine andere, wenn ich beispielsweise sagen würde, dass ich keine Kinder MÖCHTE?

        Dann solltest Du Dein Frauenbild dringend überarbeiten.

        Ich sehe eine Beziehung mit einem getrennten Vater durchaus nicht als „Kompromiss“.
        Das Kind gehört zur Familie, die ich mir ausgesucht habe, und so wird es auch behandelt.
        Natürlich soll es seinen Papa sehen! Wäre ich ein Kerl, würde ich jede Frau rausschmeißen, die deswegen nörgelt!
        Darum geht es vielen hier auch nicht, sondern darum, dass man als Stiefmutter in die Rolle eines Lakaien des Kindes gedrängt wird.

        Ich habe nicht Zahnmedizin studiert, um Kammerzofe einer unselbstständigen 15jährigen zu sein. Wäre es MEINE 15jährige, käme die gar nicht auf die Idee, eine Kammerzofe zu haben.
        Ich selbst bin ganz anders erzogen worden, deshalb bin ich auch selbstbewusst genug, den Mund aufzumachen, wenn ich sehe, dass da etwas in die falsche Richtung läuft.

        Wenn selbst die Eltern meines KV und er selbst es genau so sehen wie ich, kann ich so falsch nicht liegen.

    • Audrey_Rose sagt

      Lieber Bert!

      Vieles von dem, was Du sagst, kann ich absolut nachvollziehen.
      Allerdings hast auch Du Vorurteile, und zwar gegenüber kinderlosen Frauen, die tun eventuell auch weh.

      Auch ich lebe als kinderlose Frau in einer Beziehung mit einem Mann, der eine (wie sich herausstellte) verhaltensoriginelle 15jährige Tochter hat.

      Obwohl das Mädchen an sich ein toller Mensch ist, der aber anscheinend jetzt eine „Phase“ hat, gibt es natürlich Familienprobleme, die auch an mir nicht spurlos vorbeigehen.

      Es artete aber darin aus, dass das ganze Leben sich nur noch nach dem „goldenen Kalb“ richtete und da dies für alle Beteiligten inkl. Kind komplett das Falsche war (und JAAAAAA, das kann auch ich als Kinderlose beurteilen), habe ich im übertragenen Sinne in die Decke geschossen und gesagt, mein Leben habe ich mir nicht so vorgestellt, dass ich mich ausschließlich nach verzogenheitsbedingten primitiven Bedürfnissen eines manipulativen Teenagers richten muss, ohne einflussberechtigt zu sein.

      Leider sind Eltern oft scheuklappenbesetzt in einem Hamsterrad unterwegs, wenn es um ihre Kinder geht. Wir Stiefelternteile müssen aber auch den Arsch in der Hose haben, den Mund aufzumachen.
      Sprechenden Menschen kann geholfen werden. Und bockende, um sich schlagende Kinder können auch in die Grenzen gewiesen werden.

      Ich wäre ehrlich gesagt gegangen, wenn mein KV nicht eingelenkt hätte. Aber woher hätte er es wissen sollen, und vor allem woher soll das Kind wissen, was es falsch macht?
      Kinder wollen von sich aus die Weltherrschaft ja gar nicht haben, aber wenn man sie ihnen auf dem Silbertablett serviert, haste halt Kim Jong Un und Donald Trump in Personalunion da sitzen.

      Als Kinderlose bin ich es mittlerweile gewöhnt, dass ich von der Gesellschaft abgewertet werde.
      Besonders, wenn ich nicht bereit bin, offenzulegen, WARUM ich keine Kinder habe – das werde ich auch hier für mich behalten, da dies Vorgänge meine inneren und äußeren Geschlechtsorgane betreffend sind, die nur meinen Partner, mich und maximal noch meinen Gynäkologen angehen.
      Ich empfinde die Vorurteile Kinderlosen gegenüber und den Druck, sich rechtfertigen zu müssen, als diskriminierend.

      Nur: Wenn sich jeder hinter Verletztsein durch Allgemeinplätze verschanzt und immer das arme Opfer ist, kann so was Feingefühl erforderndes wie Patchwork nicht funktionieren und vor allem, was sind wir dann für Vorbilder für die Kinder?

      • Bert sagt

        Ich sehe sehr vieles vollkommen gleich wie Du. Jeder findet sich sehr schnell in der Opferrolle wieder: Kindsvater wie Stiefmutter. Letztendlich, wenn ich meine Beziehungen, die ich hatte, nach dem ich Vater wurde, mit den Beziehungen vergleiche, die ich hatte, bevor ich Vater wurde, muss ich feststellen, dass die Probleme und die Muster immer die gleichen waren, ob nun Kinder da waren oder nicht. Es ging immer um Egoismus, Vertrauensverlust, Überempfindlichkeit, Kränkung, etc.

        In jungen Jahren hatte ich mit meiner damaligen Freundin einen heftigen Streit, weil ich an einem Meeting war und nicht ans Telefon gehen konnte, was sie mir offenkundig nicht glaubte. Vor zwei Jahren hatte ich einen heftigen Streit mit meiner Freundin, weil ich das Bedürfnis hatte, an einem meiner kinderfreien Abende meine Kinder zu besuchen, weil ich sie einfach liebe und sehen wollte. Es gab einen heftigen Streit: Darf ein Trennungsvater denn seine eigenen Kinder nicht mehr spontan sehen? Selbst wenn das Verhältnis zur Ex entspannt ist? Bin ich denn kein freier Mensch mehr? Dürfte ich denn spontan meine Freunde an diesem Abend sehen oder alleine Sport machen gehen? Dürfte ich das? Dürfte ich länger im Büro bleiben und bis tief in die Nacht arbeiten? Oder wäre das auch alles verboten? Freiheit bedeutet, dass ich jederzeit frei entscheiden kann, was ich tun möchte, sofern ich niemandem Schaden dabei zufüge. Füge ich meiner Partnerin Schaden zu, wenn ich für 2 Stunden meine Kinder besuchen gehe? Die könnte ja mit gehen. Das wollte sie aber nicht. Fühlt sie sich dann von mir verletzt? Hat sie das Recht dazu, zu sagen, ich hätte sie verletzt? Oder hat nicht viel mehr SIE ein persönliches Problem, das sie zuerst für sich lösen muss, bevor sie eine Beziehung mit irgend einem Menschen eingeht?

        Meine aktuelle Partnerin hätte ein kinderfreies Wochenende gehabt, wie ich auch. Wir hatten schon Pläne ab Freitagabend. Plötzlich wollte eines ihrer Kinder nicht zum Vater. Muss man das Kind zwingen zu gehen? Selbstverständlich nicht. Muss der Kindsvater darauf bestehen, dass das Kind kommt? Selbstverständlich nicht. Muss ich meiner Partnerin Vorwürfe machen, weil sie nicht dafür sorgen kann, dass wir unser Wochenende alleine verbringen können? Selbstverständlich nicht. Selbstverständlich bleibt das Kind und wir ändern die Pläne und machen uns mit dem Kind ein schönes Wochenende. Und es wurde auch ein schönes Wochenende. Wieso das klappt? Weil ich meine Partnerin so nehme, wie sie ist. Sie ist Mutter und das ist sie jede Sekunde ihres Lebens.

        Bei Dir ist es nun eine besondere Situation, da es medizinische, physiologische Hindernisse gibt. Aber wenn man als kinderlose Frau sich mit einem Mann zusammen tut, der schon Kinder hat und in dieser Beziehung die Vorstellung hat, dass die Kindern nur zu bestimmten Zeiten da sein dürfen und in der restlichen Zeit soll der Mann seine Aufmerksamkeit zu 100% seiner Partnerin schenken…das ist ja alles schön und gut…wenn dann aber der Kinderwunsch der Frau und somit auch das eigene Kind in die Partnerschaft kommt, wie ist dann die Vorstellung, wie das Ganze laufen soll?

        Die Zweisamkeit ist dann definitiv vorbei. Und das neue Kind hat grosse Vorteile gegenüber seinen Kindern aus erster Ehe? Denn das neue Kind darf den Vater Tag und Nacht sehen und seine Aufmerksamkeit beanspruchen, wohingegen die älteren Kinder sich strikt an die vereinbarten Zeiten halten müssen? Und der Vater, muss der Vater permanent 24 Std. und 7 Tage die Woche für das neue Kind da sein und für die Kinder aus erster Ehe nicht, weil er sich bei ihnen an die zugeteilten Tage und Zeiten halten muss? Das macht keinen Sinn und ist an Ungerechtigkeit nicht zu überbieten. Es ist reiner Egoismus und fehlende emotionale Empathie. Kognitive Empathie mögen viele ja noch haben, aber emotionale Empathie, die auch viel wichtiger ist, bleibt Mangelware.

        Ich werde meinen Kindern NIE sagen, dass sie mich nicht sehen oder hören dürfen. Sie werden bei mir IMMER willkommen sein, wann immer sie wollen. Ich war bei meinen Eltern immer willkommen und wurde nie abgewiesen. Denn eben, ich wiederhole mich, Kinder in intakten Familien behandelt man auch nicht so. Das ist gestört. Ich kann dem nichts positives abgewinnen.

        Und Trennungsväter sind Väter, sie sind es jede Sekunde ihres Lebens. Und sie sind nicht bessere aber auch nicht schlechtere Väter.

      • Bert sagt

        Audrey-Rose, wie dem auch sei, viele hier scheinen ein Patentrezept zu haben, wie man sich jederzeit korrekt, fair und makellos verhält und wenn das nicht schon genug wäre, dann wissen sie auch ganz genau, wie man Kinder und Jugendliche ordentlich erzieht. Unter diesen Voraussetzungen kann ich nur empfehlen, dass ihr endlich eure wertvollen Weisheiten als Buch verfasst und verkauft. Ihr würdet Milliarden verdienen, denn alle Paare und Eltern (geschiedene oder nicht geschiedene, Patchwork oder Kernfamilien, mit oder ohne Haustiere etc.) warten seit Jahrzehnten sehnlichst darauf, dass ihnen jemand hilft. So bitte bitte erlöst uns alle von unseren Fehlern. Ich denke, dass alle, die sich hier in diesem Forum tümmeln schon mindestens einmal in einer Beziehung gescheitert sind. Und ich denke, dass auch klar ist, dass der Fehler immer bei jeweiligen Partner lag. Ich bin die Ausnahme, ich war immer der Schuldige in meinen gescheiterten Beziehungen. Die eigenen Animaprojektionen sind ja auch total überbewertet. Ausser meine, ich bin mir meiner eigenen total bewusst.

        Ich kann mir gar nicht erklären, weshalb das Kind einer mir sehr eng verwandten Person sich vom Monster zum Musterkind entwickeln konnte. Wie ist das auch nur zu erklären? Vom Kleinkindalter bis zum Ende der Pubertät war dieses Kind unausstehlich. Ganz im Gegensatz zum Geschwisterchen, das auf die gleiche Weise erzogen wurde und immer sehr lieb und angenehm war. Zurück zum ersten Kind: eine totale Katastrophe. Das Kind hat über eineinhalb Jahrzehnte wirklich alle in den Wahnsinn getrieben mit Psychologen, Erziehungsexperten, Familientherapien. Plötzlich über Nacht war es wie ausgetauscht. Böse Zungen behaupten, es lag am Charakter, an der Persönlichkeit und am Hormonhaushalt des Kindes…wofür niemand etwas kann. Die ganz gescheiten hingegen behaupten, es lag an der Erziehung. Also fällt der Apfel nicht weit vom Stamm oder fällt er doch weit vom Stamm? Ich mag das nicht entscheiden. Dafür fehlt mir schlichtweg die Intelligenz.

        Ich hatte mal eine Freundin in ganz jungen Jahre, die beklagte sich, weil mein Hobby (Mannschaftssport) scheinbar vor ging und sie zu wenig Aufmerksamkeit von mir bekam. Diese Beziehung hat nicht lange gedauert, ich hätte mein Hobby aufgeben müssen (was man nicht alles tun muss, um seine Liebe zu beweisen). Dann hatte ich eine Freundin, auch in jungen Jahren, die ertrug es nicht, dass ich mit anderen Frauen (Mitschülerinnen, Arbeitskolleginnen, Cousinen und so) Kontakt hatte…halt sich Grüssen und Reden und so. Auch diese Beziehung dauerte nicht lange, denn ich hätte…ich weiss gar nicht, was ich hätte tun sollen, um alle anderen Frauen aus dieser Welt zu schaffen (aber man tut ja so einiges, um seine Liebe zu beweisen). Dann kam die dritte in noch jungen Jahren. Jede Tat und jedes Wort wurde so ausgelegt, als würde ich gegen sie handeln. Auch das dauerte nicht lange (man tut eben doch nicht alles, um seine Liebe zu beweisen). Auffallend ist das Prozedere, es ist immer gleich. Zwei Menschen kommen zusammen und einer der beiden beginnt früher oder später damit den anderen zu verändern, manipulieren, kritisieren und seine Fehler aufzuzeigen, sofern man sie als Fehler bezeichnen kann. Sei es jetzt Mann oder Frau, das spielt keine Rolle. Aber alle sagen „ich liebe Dich, weil Du so bist, wie Du bist“. Ehrlicher wäre wohl „Ich liebe Dich, wenn Du mit Deinem Hobby aufhörst und nur noch Zeit mit mir verbringst und wenn wir schon dabei sind, dann zieh bitte nie wieder die grüne Hose an, denn die gefällt mir ganz und gar nicht“.

        Und in diesem Forum klingt es oft gleich vom Prinzip her. Es gibt hier Frauen, die suchen wirklich nach Unterstützung, weil sie keine Erfahrung haben. Sie verdienen eine gute Beratung. Und dann gibt es ganz aber eben viele, die sich lauthals über BK, KV, KM, Schwiegereltern beklagen, sich beleidigend und sehr kränkend äussern und alle auf den Mond schiessen würden am liebsten. BK, KV, KM, Kernfamilienhund und sogar die Kernfamilienputzfrau…sie alle verhalten sich falsch, machen Fehler, haben Mängel, können dies nicht können das nicht, sind unfähig, sind erbärmlich, lächerlich, schwach und haben auch sonst von Nichts eine Ahnung. Letztendlich ist es doch egal, in welcher Beziehung man steckt: Man ist mit allem unzufrieden und man motzt immer an seinem Partner herum. Man beklagt sich über kinderlose Partner genauso wie über Partner mit Kindern. Die schwierigsten Beziehungen hatte ich ohne Kinder. Die Kinder haben nichts zur Sache. Dass ich und die Mutter meiner Kinder uns getrennt haben, hat alleine damit zu tun, dass wir nichts mehr für einander empfanden. Die Beziehung an sich dauerte lange und war gut. Bis wir festgestellt haben, dass wir keine Gefühle mehr füreinander hatten und uns daraufhin freundschaftlich getrennt haben. Und nun führt sie eine glückliche Beziehung und ich befinde mich ebenfalls in einer schönen Beziehung. Und zusammen erziehen wir unsere Kinder.

        Audrey-Rose, mir ist es egal, ob Du eigene Kinder willst oder nicht. Jeder, wie er will und jeder, wie er kann. Verstehst Du? Jeder wie er kann und will. Wenn Dein Partner nicht so spurt, wie Du es gerne möchtest, dann weil er nicht kann, weil er nicht so ist, wie Du es gerne möchtest. Er muss es wollen. Nicht Du musst es wollen, für ihn wollen und ihn dazu bringen, dass er es auch so will, wie Du es willst. Ihr beklagt euch über Dinge, die ihr nicht ändern könnt. Und wenn ihr denkt, dass man einen Mann ändern können muss, dann solltet ihr euer Männerbild dringend überdenken.

        Was wollt ihr eigentlich? Wollt ihr Peter Pan, Don Juan, Tarzan, Narziss, eine Vaterfigur? Wollt ihr bewundern, bemuttern, behüten, beraten, führen, geführt werden? Was wollt ihr sein, Cinderella, Elektra, Amazone, Gaja, Nymphe? Egal was es sein soll, kritisieren und motzen liegt jedenfalls nicht drin. Denn, wenn man so weit ist, liegt der Fehler nicht am Partner, sondern an einem selber.

    • mello sagt

      Lieber Bert,
      ich finde es gut und richtig, wie du es jetzt in der aktuellen Beziehung gelöst hast. Nämlich 2 Wohnsitze. Das ist fair dem Partner gegenüber von Anfang an. Das macht nämlich einen riesengroßen Unterschied.

      Zu Beginn meiner Beziehung mit dem Vater zweier Kinder hatte er seine, ich meine Wohnung. Die Kinder kamen einen Tag in der Woche und wurden dann an den WEs teilweise stundenweise zwischen KM und KV hin und her getauscht, wie sie lustig waren, nämlich damit die jeder ihre Verabredungen und Hobbies ausleben konnten, nicht weil die Kinder sich das so wünschten.
      Die KM hat sich an Sonntagen wenn sie die Kinder brachte einfach selbst zum Essen eingeladen, von KV und sich immer als WIR geredet und so weiter und so fort. Sie waren zu dem Zeitpunkt schon 2 Jahre getrennt.

      Dann waren wir ein Jahr zusammen, aus dem spontanen hin und her Schupfen der Kinder wurden feste Zeiten, einmal die Woche und jedes zweite WE. Dazu muss man sagen, wenn mein KV seine Kinder besuchen möchte, dann weiß er dass das jederzeit möglich ist, wenn er mir zum Beispiel bescheid sagt, dass er nicht zum Essen kommt heute weil er noch zu den Kindern fährt.
      Seit nun 3 Jahren leben wir zusammen in einer Wohnung die ich zu mehr als 50% finanziere, und auch bei Allem 50% der Kosten trage, was an Haushaltskosten anfällt.
      Wenn wir etwas neues brauchen oder etwas für den Garten besorgt werden muss, wenn was kaputt geht dann zahle ich das. Diese Dinge mache ich, da mein Partner auch mit 40 Std. Job nicht genug zum Leben bleibt da er natürlich Unterhalt zahlt. Ich verlange nichts zurück aber ich möchte auch Freiheiten in dem Lebensraum haben den ich zu einem sehr großen Teil finanziere.
      Genau deshalb ist mir ein geregelter Umgang wichtig, im Sinne von, ich möchte fixe Tage wo sie bei uns sind und bei uns übernachten. Spontan und dann dreimal die Woche, das geht für mich leider nicht, ich möchte auch heim kommen und mich mal entspannen, im TV ansehen was ich will, ein Buch lesen. Aber er kann natürlich frei entscheiden ob er sie zusätzlich sehen möchte und das auch tun. Die einzige Einschränkung ist dabei….halt nicht immer und zu jeder Zeit in unsrer Wohnung.

      Mit KM war das dann alles so ausgemacht und festgesetzt schon bevor wir zusammen zogen. Auch haben wir schon mal Tage getauscht, wenn sie was brauchte, haben die Kinder mehr betreut, weil sie studiert hat und 4 Tage im Monat weg war.
      All das habe ich mitgemacht.
      Dazu muss ich sagen, mein Partner ist ein toller Vater, aber er ist häufig mal verplant oder überfordert mit der Situation. Die Kinder erfahren kaum Grenzen, die Wohnung schaut dann aus, die Kinder sind gewohnt dass man nicht aufzuräumen braucht (KM macht das auch nicht) und so weiter.
      Wenn ich dann versuche mit zu erziehen dann bin ich die Böse. Wenn die Kinder was kaputt machen, weil sie keine Regeln kennen, dann zahle ich die Kaputten Gegenstände, sollte aber eigentlich nicht schon vorher sagen, dass sie das bitte lassen sollen, weil ich soll ja immer lieb sein.
      Putzen, kochen und die Kinder betreuen dürfte ich, aber bitte so wie KV und KM das wollen.
      Das finde ich eigentlich fast unzumutbar.
      Jetzt ist das schon schwer genug mit unserer Regelung, aber es geht, ich habe mich arrangiert, ich mache dem KV auch finanziell keine Vorwürfe.

      Und nun kommt KM an und will dass wir die Kinder noch 2 Tage der Woche bei uns haben und sie sie dann nur 2 Tage die Woche, dann müsse KV keinen Unterhalt zahlen, das würde sie ihm dann erlassen. (eigentlich müsste sie dann Unterhalt zahlen, davon sagt sie nichts).

      Und dann stehe ich da, denke mir, eigentlich sollten die Kinder vor gehen, der KV seine Kinder betreuen. Aber es fühlt sich an, als ginge es auf meine Kosten. Und dazu bin ich nicht bereit.
      Alle Kosten weiter zu tragen um dann an 2 Tagen die Woche in meiner Wohnung sein zu können wie ich mir das vorstelle und Köchin und Putzfrau sein, dafür aber von meinem Partner nichts zu haben, weil die Kinder vor 22 Uhr nie einschlafen, den Papa holen usw. Das ist für mich, bei aller Liebe dann keine Beziehung mehr.

      Nun habe ich das meinem Partner gesagt, dass ich in dem Setting in dem wir jetzt sind da nicht mitziehen kann, wenn er der Forderung der KM nachkommt. Dass ich ihn nicht beschränken will, wenn er das wirklich so möchte und das Gefühl hat er muss das so machen. Dass ich es verstehe aber dieses Lebensmodell für mich nichts ist und ich dann, wenn er diese Entscheidung trifft, wieder in 2 getrennte Wohnungen ziehen möchte, weil ich weiß, dass ich so mein Leben nicht glücklich leben kann.

      Bin ich dann deshalb ein schlechter Mensch, weil Dinge sich ändern? Ich glaube nicht, ich weiß was ich brauche in meinem Leben, und womit ich glücklich werden kann, und damit mehr als 50% die Kinder einer anderen Frau groß zu ziehen und zu finanzieren, das kann und möchte ich nicht, während sie ihre Freiheit genießt.

      Ich denke, dass eure Beziehung gut funktioniert, weil nicht jede Alltagsentscheidung die Kinder betreffend auch gleich den Anderen in seiner Freiheit betrifft, da ihr nunmal getrennte Wohnsitze habt. Ich könnte damit leben, meinen Partner mal ein geplantes WE nicht zu sehen weil es sich anders ergeben hat und ER die Kinder dann hat. Aber dann im Zusammenwohnen meine gesamten Pläne und Bedürfnisse wieder umzuschmeißen, Freunde dann nicht einladen zu können etc. damit kann und möchte ich nicht leben.
      Wie du sagst, eigene Kinder zu haben dreht das Leben und die Prioritäten um, aber man hat auch sehr viel schönes davon. Die Kinder geben einem viel Liebe. Ich habe als Kinderlose aber alle Unannehmlichkeiten, die Elternschaft mit sich bringt, nur ohne die schönen Momente der bedingungslosen Liebe, die einen für das Mühsal auch „entschädigen“. Die Kinder mögen mich gerne, wir kommen gut aus. Aber sie lieben mich nicht und die Mama ist immer die Mama und das ist gut und richtig so, ich möchte es nicht anders. Aber es liegt dann auch in der Natur der Sache, dass ich nicht all meine Bedürfnisse auf ein Abstellgleis schiebe, bis die Kinder erwachsen sind und nunja, hart gesagt, nicht viel davon habe.

      Im Nachhinein würde ich sagen, wenn nicht klar ist, dass alles geregelt ist zwischen den betroffenen Parteien und alle mit dem Konzept das gelebt wird einverstanden sind, dann kein Zusammenziehen.
      Ich dachte leider, dass alles geregelt wäre und für alle Parteien passt. Aber da lag ich anscheinend falsch.

      Liebe Grüße

      • Bea sagt

        Liebe mello, toller Text! Voller Verständnis, Liebe für die anderen und die Situation und Klarheit und Achtsamkeit für die eigenen Bedürfnisse. Danke dafür. Sprichst mir aus der Seele.

      • Allium sagt

        Mello, danke für deinen Beitrag, du sprichst mir aus der Seele!

        Die Situation, die du nun hast, ist die, vor der ich mich am meisten fürchte. Denn ich befürchte KV wäre so entsetzt, dass er ausziehen soll, das würde unsere Beziehung nicht überstehen. Aber für mein eigenes Wohlbefinden müsste ich wahrscheinlich auch so handeln. Ich hoffe dein KV hat Verständnis für dich!

      • Bert sagt

        Danke für Deine Antwort, Mello. Was Dich betrifft, bin ich vollkommen bei Dir und ich denke, wäre ich an Deiner Stelle, würde ich es gleich empfinden. Was ich sehr an Deiner Antwort schätze ist, dass Du sehr reflektiert, sehr objektiv und sehr fair bist. Du hast niemanden auch nur annähern auf persönlicher Ebene schlecht gemacht, weder die Kinder, noch die KM, noch Deinen Partner. Ich hoffe, er weiss, was er an Dir hat. Ich wüsste es!

      • martha sagt

        Liebe Mello,

        das kommt mir teilweise sehr bekannt vor. Erinnert dann auch an andere Blogbeiträge, unter denen dann solche Väter gerne kommentieren, dass frau „ja vorher wusste, worauf sie sich einlässt“. Wenns nur so einfach wäre, oftmals bekommen diese Dinge ja mit der Zeit erst eine unangenehme Dynamik in eine zu Anfang nicht absehbare Richtung. Insbesondere, wenn KM mal wieder spontan was zu ihren Gunsten entscheidet. Gern auch monetär. Oder eben die Kids irgendwann nicht mehr bei der Alten sein wollen.

        Wir haben das Spiel getrennter Wohnsitze erst frisch hinter uns und leben jetzt seit einem halben Jahr zusammen. Ich weiß nicht, wie oft ich diese Entscheidung seitdem verflucht habe! Gut, es kam auch noch die Coronazeit dazwischen, das war mit diesen Kindern die reinste Katastrophe.
        Mir geht es auch oft so, dass „diese Kinder“ unvermutet vor der Tür stehen oder auf dem Sofa (von mir finanziert und innerhalb kürzester Zeit eingesaut) rumlümmeln, obwohl sie schon/noch bei KM sein sollten. Gerade während Corona war ganz schlimm, weil ununterbrochen (!!!) im Wohnzimmer. Wozu haben die eigentlich eigene Zimmer? Auch das mit den Zubettgehzeiten kenne ich nämlich: Da könnte ich (bitte entschuldigt den Ausdruck, aber es ist nun mal so) jeden Tag kotzen! Ich habe keinen Bock, dass die bis 22 Uhr und länger im Wohnzimmer rumhängen, wenn wir eigentlich um 22 Uhr schon ins Bett müssen, da früh der Wecker klingelt. Und alle Gespräche belauschen und sich überall einklinken. Und ständig wirklich PRÄSENT sind.
        Ich will die nicht rund um die Uhr sehen und um mich haben müssen, auch wenn es seine Kindertage sind. Dieses Hinterher-Gelaufe der Zehnjährigen wie ein Entenküken, und ewig an Vati kleben und auf Vatis Schoß sitzen (MIT ZEHN!), das macht meiner mit 6 nicht! Und die blöden Sachen, die sie so oft fragt, ich hab manchmal echt das Gefühl, sie ist eher auf dem Stand einer 6-Jährigen. Ich wünschte, wie du, einfach so oft, die würden sich einfach in Luft auflösen. Gott, wäre das Leben plötzlich schön und einfach…
        Immer dieses Argument, dass die armen Schätzchen ja sooo auf sich gestellt sind und so wenig Zeit mit ihm haben. Und er sie ja deswegen nicht in ihr Zimmer abschieben kann (warum nicht?). Ja, hallo? Und ich? Das ist auch MEIN Wohnraum. Ich will auch Rückzugszeit und einen -ort haben. Mein Sofa – und nicht nur auf unserem Bett sitzen müssen, wenn die mal wieder das Wohnzimmer okkupieren. ICH habe kein eigenes Zimmer!!!!!!!! „Wir haben doch auch kindfreie Tage“. DARUM GEHT ES NICHT! Die können doch auch einfach mal nicht den ganzen Tag die erste Geige spielen, wenn sie da sind, und sich normal in den Alltag einpassen, geht das vielleicht?!
        Dieses schlechte Gewissen immer, das ist so lächerlich! Und man hat sie ja nur so kurz…, sie werden ja sooo schnell flügge (hoffentlich baldigst). Wenn ich dann Kommentare höre wie „Hoffentlich lande ich nicht als Drogi in der Gosse“ (Bitte WAS???! …gestern von der 10-Jährigen) oder „In 5 Jahren zieht XY (15) schon aus“, worauf XY antwortet „Das weiß ich noch nicht…“ und ich mir denke: Aber hallo, Fräuleinchen, in 3 Jahren bist du aber garantiert sowas von hier raus, sonst mache ICH dir das Leben mal angenehm… Und als Partnerin darfst ja nichts sagen und musst alles, was dir durch den Kopf geht, brav runterschlucken.
        Alles wird um die Wänste rum aufgebaut, aber auch alles. Das hat echt gedauert, bis ich ihm anerzogen habe, dass das Haus nicht blinken muss, wenn die kommen, sondern dass die ihren faulen Allerwertesten selber mal bewegen und erleben dürfen, wie ein Haus sauber gemacht wird. Die Zimmer von den Weibern sehen aus, das kann man in Worten nicht beschreiben. Die werden einfach kein Stück erzogen. Warum auch. Sind ja auch echt arm dran.

        Früher klang das mal ganz anders. Ach was hat er mir nicht einen erzählt, dass die Kinder bei ihm Regeln und Zucht und Ordnung haben und blabla, kann ich mich heute totlachen (eigentlich nicht, es ist nicht witzig, sondern macht mich täglich aggressiv). Nix Regeln. Die 10-Jährige hängt einem den ganzen Tag auf der Pelle, sitzt ausschließlich auf einem Platz, frisst Chips, Gummibärchen („So viel Süßes isst sie ja gar nicht und DIE eine Schale Chips…“ – komisch, frage mich, wovon sie so zugenommen hat) und glotzt im Handy rum. Oder auf dem Pad. Sowieso, dieses TikTok-Rumgemache in dem Alter, wenn ich die so beobachte – hab ich ihm oft genug gesagt, dass er das einschränken und besser beobachten soll. Das geht gar nicht.
        Die 15-Jährige kommt und geht, wann sie will, gerne auch, ohne sich zu melden. Er fragt mich dann, ob das normal sei, wenn ich ihm dann richtig einen Schuh aufblase, ob er noch ganz dicht ist, sie so rumlungern zu lassen und ihr nicht mal ernsthafte Konsequenzen fürs Nichtmelden drohen, dass er vor allem die Eltern der Kids kontaktieren muss, bei denen sie sich angeblich aufhält, zieht er sich zurück. Da erfahre ich dann beim nächsten mal gar nichts mehr von deren Aktivitäten. Mir auch egal, sind ja seine Kinder. Bin froh, wenn ich die nicht sehen muss und die weg sind. Nach 3 Monaten Dauerisolation geht das ja wenigstens wieder. Aber Regeln?! Ha! Dass ich nicht lache. Da wird auch rund um die Uhr darum gefressen, nix feste Uhrzeit. Selbst wenn man gemeinsam Abendbrot ist, wird danach noch 2-3x nachgelegt. Unglaublich ist das. Ihr wollt gar nicht wissen, was ich in der Corona-Zeit für Lebensmittel ausgegeben habe!
        Von der Einrichtung bis zu Lebensmitteln finanziere ich – wie du – auch einen Gutteil, weil ers derzeit nicht kann. Dabei verdiene ich nur einen Bruchteil und bekomme selber keinen Unterhalt. Nicht schön, für ihn nicht und für mich erst recht nicht. Es sind nicht meine Kinder. ich will nicht für die sorgen müssen, die haben 2 Elternteile. Und nur, weil die KM sich gemütlich alles vom Staat bezahlen lässt, habe ich keine Lust, das gegenzufinanzieren. So gesehen zahle ich für Madame ja auch schon mit, wenn ich arbeiten gehe, aber lassen wir das, sonst platzt mir gleich alles.

        Ich dachte wie du (in meiner grenzenlosen Naivität), dass alles geregelt sei und alles für alle Parteien passt. Dann kam der Alltag. Corona. Seine Schwächen in der Erziehung. Das klafft immer mehr. Mehrmals die Woche denke ich mir, ich möchte das nicht. Ich möchte ihn nicht, so, wie er unter Druck ist und so schwach, wie er sich momentan gibt. Und ich möchte diese furchtbaren Kinder und das ständige Theater mit denen und der Ex nicht. Ich will es einfach nicht.
        Aber ich seh mich gefangen. Ich hab alles investiert. Alle steckt jetzt in der Einrichtung. Ich kann nicht gehen und alles mitnehmen. So bin ich nicht. Ich würde mir wünschen, frei zu sein, frei von diesen fruchtbaren Umständen. Aber ich hab mir das, blöd wie ich bin, eingebrockt. Und jetzt muss ich das, so gut es geht, ausbaden.
        Manchmal denke ich, ich hasse mein Leben. Und dann bleibt mir nur, mich so gut wie möglich auf mein eigenes Kind zu konzentrieren. Ich muss mir irgendwie ein Leben nebenher aufbauen. Also, damit meine ich keine andere Beziehung, sondern mehr Zeit für mich irgendwie. Flucht vor dem, was mich stresst.
        Aber es ist vorne wie hinten eine Katastrophe. Ich glaube, frau ist am besten dran, wenn sie für sich selber unabhängig sein kann. Die Chance ist leider erst mal dahin.

      • mello sagt

        Liebe Martha, ich kann deine Gefühle verstehen. Das Einzige was mich ein bisschen irritiert hat an deinem Text, war, dass du geschrieben hast „du hättest gerne, so wie ich, die BKS würden sich in Luft auflösen“
        Das habe ich aber so nie gesagt und denke das auch nicht auf diese Weise und ich finde es auch ok wenn du das für dich so empfindest, ich verurteile niemanden, das sind deine Gefühle aber ich möchte nicht, dass jemand deinen Beitrag liest und dann denkt, ich hätte gesagt, ich möchte, dass sich die BKs in Luft auflösen….da ich das so niemals geschrieben habe.
        Mich überfordert die Situation manchmal oder läuft manchmal verkehrt ab vor Allem was KVs und meine Linie betrifft, aber soeine Formulierung passt für mich selbst eigentlich nicht.
        Ich wünschte vielleicht unsere Probleme lösten sich in Luft auf und wir kämen auf eine gemeinsame Linie.

    • martha sagt

      „[…] Liebe ich diesen Mann als Person oder liebe ich lediglich meine eigene Vorstellung über eine Beziehung mit diesem Mann? […]“

      Bitte?! Was ist denn das für eine (entschuldige) hirnrissige Aussage bzw. Frage? Genau darum geht es doch hier: Dass man sich in eine Person verliebt und eben zwangsläufig mit deren Ballast umgehen muss und vor den Problemen steht, die durch dessen Kinder erst entstehen. Ich rede hier durchaus nicht von „Frau ohne alles sucht Mann mit allem“ – Ich denke mal, es ist wohl eher selten, dass eine Frau sich einen Mann mit Altlasten bewusst sucht, weil das so eine schöne Vorstellung ist, Patchwork zu leben, oder wie sehe ich das? Weil das ja auch im Regelfall so ganz toll funktioniert, insbesondere mit kleinen Kindern… Heutzutage bringt eben nur mal so ziemlich jeder Anhang mit, ab einem gewissen Alter. Aber das ist doch kein Wunschkonzert, sondern eine Tatsache.

      “ […] Wir haben getrennte Wohnungen bis die Kinder erwachsen sein werden. […]“
      Ja, siehste? Wie schön für euch! Aber dann kannst du eben auch nicht mitreden. Denn genau darum geht es. Wie schlimm es ist, den richtig fetten Alltag gestalten zu müssen, in dem sich alle auf der Pelle hängen und man/frau permanent an den Bedürfnissen unterschiedlicher Kindern kollidiert. Ohne Freiheiten – denn getrennt leben, bedeutet eindeutig mehr Freiheiten für alle Seiten. Im gemeinsamen Haushalt kannst du dich nicht easy für immer aus der Erziehung raushalten, denn fast alles betrifft genauso dich, deinen Lebensraum und unmittelbar auch dein/e Kind/er. Den anstrengenden Umgang mit unfertigen oder permanent geänderten Absprachen, in den die Exen mit rum mischen und vor allen den Partnern, die überhaupt nicht wertschätzen, wie sehr man das eigene Leben um diese (nicht eigenen) Kinder rum baut, gar nicht erwähnt. Jeder, der mir erzählen will, dass das doch wunderschön sein könne, lügt. Schlicht und ergreifend. Sich selber in die eigene Tasche. Denn es ist doch evolutionsbiologisch schon völlig aus der Art geschlagen, fremden Nachwuchs großzuziehen. Das ist ein neo-gesellschaftliches Konstrukt, dem man sich zwangsläufig gegenüber sieht, da nahezu keine Ehe mehr großartig Bestand hat, heutzutage. Auch ganz, ganz einfach kurz und knapp erklärt: Früher musste Mutti bei Vati bleiben, ganz egal, wie beschissen die Ehe war, weil Mutti kein Einkommen hatte. Frag mal Omma, die weiß genau, wovon ich rede. Und denke ich an meine eigenen, so hatte das aber weiß Gott nichts mit der großen Liebe zu tun. Das waren Zweckgemeinschaften. Heute steht Frau, nachdem sie ein Kind bekommen hat, ganz genau so auf verlorenem Posten und muss sich um den ganzen Rotz daheim plus Kind/ern alleine kümmern. Bloß, dass jetzt auch noch die Arbeit dazu kommt, wir sind ja so modern, wir können ja alllllles ganz locker lässig mit einer Hand stemmen. Das lassen sich die wenigstens langfristig bieten und so gehen eben auch die meisten Ehen in die Brüche. Weil die meisten Männer nach wie vor nicht in der Lage sind, zu begreifen, dass das auch für sie Eingeständnisse und Einschnitte bedeutet, ein Kind in die Welt gesetzt zu haben. Die machen so weiter wie vorher und denken, es läuft schon. Ich sage bewusst „die meisten“ und „nahezu“. Sicherlich gibts immer die Ausnahme von der Regel und den urbanen Mythos der Bekannten einer Bekannten einer Bekannten, die jetzt ihr totales Patchwork-Traumleben lebt. Aber erzähl mir doch bitte nicht, dass frau freudestrahlend sein muss, weil der Mann eigene Kinder (und somit auch deren Mutter) mit in die Beziehung bringt? Zumal: Nach der Trennung/Scheidung sind sie auf einmal die dauerpräsenten Superdaddys. Klassiker. Echt witzig.

      Sagen wirs einfach, wies ist: Patchwort IST ätzend. Für alle Beteiligten. Und Unnatürlich dazu. Das KANN sich keiner freiwillig aussuchen!! Das fängt beim täglichen Essensgemäkele an und hört bei der Urlaubsplanung auf, von unterschiedlichen Erziehungsvorstellungen mal gar keine Rede, das läuft ja oft schon zwischen den leiblichen Eltern mies, das ist oft einfach nur haarsträubend im Patchworkmodell. Bereicherung, Bonuskind(er), pah! Bonustheater, ja. Das allerdings.

      Anspruch auf Eltern(zeit) hin oder her, aber andersum funktioniert das genauso: Wenn ich mir einen Partner (m/w/d) suche, habe ich ihm/ihr und der Beziehung gegenüber ganz genauso Verpflichtungen. Der will auch Zeit mit mir bzw. umgekehrt. Und ich bin ja auch nicht nur Mutter/Vater. Was ist denn das bitte für eine Aussage „Man stelle sich vor, mir hätte jemand als ich 5 war, gesagt, ich dürfe meinen Vater nicht sehen, weil die verfügbaren Stunden pro Woche schon aufgebraucht sind. “ Also, MEIN Vater war IMMER arbeiten , ich habe kaum Erinnerungen an seine Anwesenheit. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass er jemals bei irgendeinem Sportevent anwesend war, mich irgendwo hingebracht oder abgeholt hätte (im Gegenteil, er hat mich einmal am Kiga und einmal an der Schule vergessen – von den 2 Malen, die er mich im Leben abholen sollte). Das hat alles meine Mutter geleistet. Und damals war das noch eine funktionierenden Ehe. Ich sage bewusst nicht „intakt“, das Wort ist genauso irreführend wie „normal“, aber sie waren nicht geschieden oder getrennt und lebten zusammen, wie das eben so war früher.
      Also völliger Schwachsinn, so eine Aussage. Ich kann mir schon vorstellen, wie das bei euch läuft, gruselig: Die Kinder haben deine 100%ige Aufmerksamkeit und die Frau darf sich dann gelegentlich mal (wenns dann mal passt), blicken lassen und muss dich, trotz kindfrei, trotzdem permanent teilen. Spitze. Kenn ich!!!

      Das ist doch da auch völlig unerheblich, ob der neue Partner kinderlos ist oder selber Kinder hat: Wer sich so benimmt, als wären die Kinder das einzige im Universum und der Partner sich immer unterzuordnen hat, da kanns ja nur immer wieder scheitern. Geht gar nicht!
      Ich hab selber ein Kind und ja, das ist mir das Wichtigste überhaupt. Aber mein Partner ist mir auch wichtig und ich verlange genau die gleiche Aufmerksamkeit von ihm, die ich ihm zukommen lasse. Das geht auch mit Kindern auf beiden Seiten.

      Eigene Bedürfnisse haben nichts mit Selbstsucht zu tun. Wenn du dich völlig für deine Kinder aufgibst, bitte sehr. Das ist aber weder normal noch gesund. Jeder sollte für sich an erster Stelle kommen, Eltern ein bisschen weniger natürlich, als Nicht-Eltern. Als Beispiel kann ich hier nur die Atemmaske im Flugzeug nennen: „Helfen Sie zuerst sich und dann anderen.“ Die anderen haben nämlich langfristig nichts davon, wenn du dich völlig aufgegeben hast. „Kinder gehen vor“ – ja, aber sie stehen nicht über allem. Ganz falscher Ansatz.
      Es muss ausgewogen sein und es kann definitiv nicht das Leben auf den Kindern aufgebaut werden. Das ist im Patchworkmodell leider ein riesiges Thema: Schuldgefühle und das Ganze. Deswegen werden viele Kinder hoffnungslos verzogen (weil man ja einen Ausgleich an den armen Kinderchen schaffen muss), in dem sie möglichst wenig Regeln und Rahmen und Grenzen bekommen. Dafür von allen Seiten ganz viele Zuckerstückchen und alles wird um die Zeit aufgebaut, in denen die kleinen Prinzen und Prinzesschen am Start sind. Viel Spaß in der Schule.
      Halte ich in jeder Hinsicht für völlig falsch. Mein Kind weiß definitiv, dass es das Wichtigste für mich auf der Welt ist und ich es über alles liebe, trotzdem vermittele ich ihm nicht das Gefühl, der Nabel der Welt zu sein, Kronprinzenstatus zu genießen und über meinem Partner und allen anderen zu stehen. Stichwort Reinreden und alles schweigt, wenn das Kind den Mund aufmacht. Gibt es leider viel zu häufig und ist absolut indiskutabel.
      Kinder dürfen auch einfach mal „mitlaufen“ im Alltag, das müssen sie sogar. Ist besser für die Erziehung. Sonst kommt nämlich was raus wie die jetzige Generation (keine Ahnung, wo wir mittlerweile angelangt sind: X, Y, Z oder was weiß ich), die sich alle erziehungsbedingt („Du kannst alles werden, was du willst, sogar Einhorn!“) für was gaaaaaanz Besonderes halten und gar nicht glauben können, dass die böse Welt gar nicht auf SIE allein gewartet hat. Und dass man tatsächlich für Ziele hart arbeiten muss. Oh wei.
      Da sind dann erziehungstechnisch so Aktionen wie, dass an den kindfreien Tagen schön die Bude geschrubbt wird, damit an den Kindertagen mehr Zeit für sie ist. Ganz, ganz falsches Konzept! Ich bin nicht Hotel Mama und die dürfen gerne mal erleben, dass sich ein Haus nicht von selber putzt (schade!). Und Geschirr nicht von Wunderhand allein im Spüler oder Schrank verschwindet. Und Essen wächst (leider) auch nicht umsonst im Kühlschrank nach und, ja, die Dinge kosten ein Schweinegeld, für das man arbeiten muss. Sowas geht nämlich dann ganz schnell unter, wenn man um die kleinen Herzchen alles aufbaut und ihnen alles sonstwo rein steckt und ermöglicht. Ein „Nein“ hat noch keinem Kind geschadet. Weder materiell noch auf Zeit bezogen. Wir reden hier von einem sporadischen Nein, nicht von einer dauerhaften Abschiebung oder Ablehnung. „Kinder können sich nicht selber schützen“, das stimmt wohl. Aber man beschützt sie auch nicht, in denen man sie zu Paschas und Großkotzen erzieht, indem man alles durchgehen und sämtliche Grenzen offen lässt. Manchmal bedeutet ein „Nein“ auch Schutz. Das ist ganz einfach.

      Erziehung ist eine Form von Liebe. Definitiv. Und dazu gehören Grenzen und, ja, auch Rangordnung. Kinder sind Kinder und haben nicht vor Erwachsenen zu stehen. Egal, in welcher Konstellation. Es gibt Regeln und es gibt Zeiten und wenn man das länger durchzieht, sieht man, dass das wunderbar klappt und die Kinder hervorragend damit klar kommen, eben nur alle paar Tage bei dem einen oder anderen Partner zu sein. Wichtig sind klare Linien, dann kommen sie schon zurecht. Und es geht NICHT, dass, wenn sie da sind, alles stehen und liegen gelassen wird, und der Partner nicht mehr existiert. Nur, damit die Kinder möglichst viel Zeit mit Vati verbringen können. Ja, es ist durchaus legitim zu sagen: „Heute ist Mama-Tag, da sehen wir uns nicht aber du bist ja dann und dann wieder bei mir“. Und es ist ebenfalls legitim, an kindfreien Tagen nicht permanent für die abruf- und verfügbar zu sein. Bei wessen Eltern war denn das bitte früher so? Nur mal so zurückgedacht. Muss ja nicht alles an dem verkorksten Heute gemessen werden.

      Mein Kind ist 6, das kommt ganz wunderbar damit zurecht, dass wir das Wechselmodell leben und es im 2,5-Tages-Rhythmus wechselt. Da gibts auch kein Hin- und Her. Das ist fix. Und es gibt auch nicht so ein Gemähre wie bei meinem Partner, dass dessen Kinder permanent den Allerwertesten hinterhergetragen kriegen, weil sie ständig was vergessen. Stehen dann schön vor der Tür oder müssen irgendwas gebracht kriegen. Ganz klar falsche Erziehung, wird es bei mir, meinem Exmann und unserem Kind definitiv nicht geben. Sowas chaotisches und unselbstständiges. Dazu brauch ich mich aber hier nicht auslassen, hab ich schon an anderer Stelle, gehört hier nicht her.
      Tatsache ist: Es tut Kindern nicht weh, wenn man nicht permanent greifbar ist. Im Gegenteil, sie freuen sich, wenn sie wissen, an Tag X ist es wieder so weit. Das ist sogar eine Art Achtsamkeitstraining. Heißt aber auch nicht, dass dann nur Halligalli-zeit angesagt ist, denn das Haus will trotzdem sauber gemacht, Essen eingekauft und zubereitet werden. Man/frau KANN also gar nicht alle stehen und liegen lassen.

      Aber gut, jeder, wie er meint. Funktioniert halt nicht langfristig mit einer Partnerschaft (oder der Erziehung), wenn die Kids ständig nur auf großer Leinwand spielen. 🙂

      • Bert sagt

        Wow, Martha, so viel Hass, Frust und Wut. Ich lese Wörter wie
        -Die Alte
        -Entscheidung verflucht»
        -diese Kinder
        -Rumlümmeln
        -Könnte kotzen
        -Habe keinen Bock
        -Blöde Sachen, die sie oft fragt…
        -Sie sollen sich auflösen, Gott wäre das Leben plötzlich schön und einfach
        -Das ist so lächerlich
        -Er ist so schwach
        -Es ist vorne wie hinten eine Katastrophe
        -Ich hasse mein Leben
        -Patchwork ist ätzend
        -etc.

        Wieso tust Du Dir das an? Und wieso tust das den anderen an? Dein Partner scheint nicht ansatzweise der Partner zu sein, den Du dir wünscht und vorstellst. Das Problem in eurer Beziehung ist nicht dein Partner und es sind auch nicht seine Kinder oder die Ex. Das Problem bist vielmehr Du alleine. Du bist in einer Situation, die Du nicht möchtest. Und nur Du kannst es ändern. Mach Dich glücklich, Martha.

        Was mich betrifft, ich muss Dich leider enttäuschen. Meine Partnerin hat weniger Zeit für mich als ich für sie. Sie hat ihre Kinder jeden Tag (ihr Ex vermeidet den Kontakt wenn immer möglich, denn seine Neue will die Kinder nicht um sich haben), während ich die Hälfte meiner Freizeit ohne Kinder habe. Ich bin viel für meine Kinder da, ja, und ich bin das gerne. Und meine Partnerin verbringt noch mehr Zeit mit ihren Kindern, weil sie ihren Ex nicht zwingen wird (was ich gut finde). Wenn sich jemand anpassen muss in meiner Beziehung, dann bin ich es. Ich gehe viel öfter zu ihr, weil sie nicht fort von ihren Kindern kann. Und wenn ich zu ihr gehe, dann sind ihre Kinder dort. IMMER. Und es ist total ok. Ich mag ihre Kinder. Sie können anstrengend sein, aber ich habe dann die Wahl. Ich kann bleiben oder ich kann gehen, wenn es mir zu bunt wird (ich bin allerdings noch nie gegangen, bin immer geblieben). Und oft ist es so, dass ein geplanter kinderloser Abend dann doch platzt, weil eines ihrer Kinder nicht ohne Mutter sein mag. Na und? Dann verschieben wir es eben auf ein andermal. Fällt mir doch kein Zacken von der Krone. Sie hat ständig Angst, dass ich die Beziehung trenne, weil sie mir nicht viel Zeit ohne Kinder geben kann. Aber ich mag meine Partnerin, ich liebe sie, wie sie ist. Sie macht das toll. Sie nörgelt und motzt nicht herum, weder über meine Kinder, noch über ihren Ex oder die Stiefmutter ihrer Kinder (Grund dazu hätte sie allemal, aber sie tut es nicht). Und ich auch nicht. Ich motze nicht über meine Situation. Ich habe sie mir bewusst ausgesucht während ich mich in sie verliebt habe und bin sehr glücklich damit. Die getrennten Wohnungen sind eine bewusste Entscheidung, weil wir genau wissen, was das zusammenleben in Patchwork-Konstellationen bedeutet.

        Und wenn ich lese, was Du schilderst (mal abgesehen davon, dass es keine nüchterne und objektive Schilderung der Situation sein kann, was Deinem aggressiven Vokabular entnommen werden kann), dann kann ich nur daraus schliessen, dass wir mit unserer Entscheidung goldrichtig liegen.

        Also, Martha, beende diese Beziehung, denn mindestens Du bist todunglücklich. Und wenn Du sie nicht beenden willst (Es ist immer eine Frage des Willens), dann akzeptiere alles so, wie es ist und führe diese Beziehung mit Würde und Güte. Denn Dein Partner wird sich nie ändern. Er muss sich auch nicht ändern. Er macht auch keine Fehler. Du kannst nicht automatisch von „seinen“ Fehlern reden, nur weil Du es anders getan hättest. Er ist nicht das, was Du Dir gerne ausgemalt hast in Deinen Vorstellungen über die Beziehung mit ihm. Er ist ein anderer Mann. Wenn Du diesen Mann nicht lieben kannst, dann beende es. Es ist für alle das Beste. Beende Deinen Frust und Deinen Hass. Ihr habt es alle nicht verdient.

    • Regina sagt

      Bert ich kann Deine recht aggressive Haltung vielen Usern hier gegenüber nicht nachvollziehen. Es ist erschreckend, wieviel Frustration und Wut in deinen Worten steckt.
      Ich möchte Dich wirklich bitten, hier keine hämischen Pauschalverurteilungen mehr vorzunehmen.

      • Audrey_Rose sagt

        Ich denke, für Bert ist der Kulturschock sehr groß, dass sich etliche hier nicht in so eine Art Aschenputtel-Position drängen lassen.

        Lassen wir ihm einfach etwas Zeit, diese bittere Pille zu schlucken.

        Ich verbitte mir allerdings Mutmaßungen über die Qualität meiner Beziehung.

    • mello sagt

      Lieber Bert,

      Ich finde, du hast Recht damit, dass es völlig verkehrt ist, seinen Partner, in welcher Art von Beziehung auch immer ändern zu wollen.

      Was ich nicht lese hier im Allgemeinen, ist, dass hier Frauen schreiben, die einen Traumpartner haben, der ihnen nur einfach nie was recht machen kann . Und es klingt mir auch ein bisschen zu Vereinfacht, dass deine Beziehungen gescheitert sind, weil die Frauen so unmenschliches verlangt hätten. Das ist ja auch deine Seite, fragte man die betreffenden Frauen, dann hätten die auch ihre eigene Sicht der Dinge, die vielleicht ebenso wie deine Sicht verständlich wäre.

      Hier liest man natürlich häufig mal Beschwerden oder Kritik an BKs, KVs und KMs. Das heißt für mich aber noch lange nicht, dass das deshalb ist weil, wie du es sagst, „der Partner nicht so spurt wie man selbst das will“.

      Ich kann nur von mir selbst sprechen, aber wenn ich mich beklage, über KVs Verhalten, über die BKs mal oder über KM, dann habe ich auch meine Gründe. Für mich als BM und hier im Austausch, kommt es mir manchmal eben so vor, als müsste man als BM „Spuren wie KV, BK und als Sahnehäubchen oben drauf noch wie KM das will“

      Beides ist denkbar falsch aber auch als BM/BV egal welches Geschlecht im Endeffekt hört man halt sehr oft und kriegt von außen präsentiert, weil man wusste man hätte einen Partner mit Kind/ern, hätte man eben all dies klaglos und aufopfernd anzunehmen, sich nicht zu beschweren und keine Bedürfnisse zu haben.
      Auch die Aussage “ du hast ja keine Kinder, wieso denkst du du hättest Ahnung von Erziehung“.
      Erstens finde ich, jeder der jetzt Kinder hat, hatte auch mal keine und hatte trotzdem eine Idee und Vorstellung davon, wie er/sie denn seine Kinder erziehen möchte. Ich finde auch nicht, außer bei ganz offensichtlichen Dingen wie körperlicher und physischer Gewalt, gibt es in der Erziehung kein eindeutiges RICHTIG und FALSCH und nur weil jemand Kinder hat, hat er da auch nicht immer „Recht“ oder die beste richtige Patentlösung. Sondern er lebt eben seine Vorstellung und sein Konzept. Soeine Vorstellung und Konzept habe ich auch….auch wenn ich bisher keine eigenen Kinder habe. Und vielleicht, wenn man sich auf die unterschiedlichen Ansichten einlässt, dann gewinnt man was durch den Austausch, auch mit einer Kinderlosen Partnerin. Leider habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass soein Austausch sehr schwer möglich ist, weil sich beispielsweise mein KV schnell angegriffen fühlt obwohl das nicht einmal meine Absicht dahinter ist. Zudem finde ich, wenn ich nun seit 4 Jahren BM bin, dann habe ich ja auch eine geraume Zeit mit diesen Kindern verbracht und gelebt, auch wenns keine eigenen sind, hat man da dann doch auch eine kleine Ahnung oder beobachtet Dinge, für die man als Eltern selbst vielleicht auch manchmal „blind (finde grad kein treffenderes Wort leider) ist.
      Und nein, ich habe nicht vor, einen Erziehungsratgeber zu schreiben, aber ich habe nicht mehr oder weniger Ahnung von Erziehung als jeder andere Mensch auch. Auch Eltern wissen nicht alles perfekt…so what.

      Was ich teilweise nicht nur ärgerlich, sondern auch als verletzend empfinde, ist, dass ich zwar für die Kinder kochen und putzen, ihnen eine Freundin sein darf, sie trösten, mit ihnen lernen, mir dann aber verboten wird, auch in dem gemeinsamen zu Hause, das eben auch MEINES ist, auch in der Zeit in der die Kinder kommen, meine Regeln aufzustellen. Diese einzufordern, auch mal streng mit den Kindern zu sein, wenn sie beispielsweise frech sind zu mir, oder Regeln absichtlich missachten. Das hat für mich schon was mit Erziehung und mit meiner Vorstellung davon zu tun.

      Dann hat man wie ich manchmal leider, einen KV der sich an die Absprachen und Regeln auch nicht hält und mich zum Sündenbock macht.
      Und dann schreibst du hier einerseits, es muss diese Regeln geben und die müssen gelten im Zusammenleben und der Partner mit Kindern ist dazu angehalten sich um die Angelegenheiten seiner Kinder umzuschauen um dann im nächsten Beitrag, zu behaupten, viele BMs hier, würden ihre KVs ummodeln wollen und sie zum Spuren bringen wollen. Dabei finde ich schon, dass es sich einige KVs auch sehr leicht machen, als KV unantastbar und jeder Änderungswunsch, sogar wenn berechtigt ist ein Affront.

      Irgendwie wirkt dein letzter Beitrag so aggresiv, das finde ich schade. Denn wenn du hier mitliest, dann wirst du merken, dass die Dinge die, wieder von mir gesprochen, mich als BM beschäftigen, und die ich kritisiere, nicht das Hobby meines KV oder das Sprechen mit anderen Frauen betrifft.
      Sondern ich bitte meinen Partner seit 3 Jahren, dass die Kinder eben, mittlerweilen groß genug, bei Tisch essen, dabei Besteck benutzen, fragen wenn etwas von meinen Dingen benutzt wird, beim Reinkommen die Schuhe ausgezogen und die Jacken nicht auf den Boden geworfen werden.

      Ich sorge dafür, dass alles es schön haben wenn sie zu uns nach Hause kommen und ich wünsche mir, dass die anderen Menschen die mit mir leben auch für mich möglich machen.
      Und klar werd ich unrund und stinkig, wenn ich heim komme und prompt auf dem Sofatisch bei weißem Teppich und weißem Sofa und nicht am Wohnzimmertisch oder im Kinderzimmer mit Filzstiften gemalt wird. Und dann verlange ich von KV, dass er das ändert….was in dem Fall mein Recht ist.
      Und du stellst es pauschal so dar, als wären alle diese Ansprüche, Wünsche und Forderungen ausschließlich das Problem der BMs. Besteht nicht die geringe Chance, dass sich ein KV vielleicht auch mal wie ein Erwachsener verhalten und Verantwortung übernehmen sollte.
      Ist passives Verhalten von KVs die aus welchen Gründen nicht bereit sind, auf ihre Partnerinnen einzugehen immer richtig, weil sie KVs sind, können KVs nichts dazu lernen?

      Oder ich bitte drum, wenn ich am Vormittag eines Kinderwes alles für ihn geschupft habe, vorgekocht, Kinder mit Frühstück am Bett versorgt, deren Kleider genäht habe, damit sie was ordentliches anzuziehen haben, damit er ausschlafen kann, ich, wenn ich dann nicht auf Ausflug mitgehe und ihn unter vier Augen dran erinnere, dass es schon 14 Uhr ist und ein schöner Tag, ob er denn nicht abends x Box spielen könne, er mir mit dem Satz kommt “ du willst uns ja eh nicht da haben und nur los werden“ abgespeist werde. Obwohl ich finde, dass mein Verhalten am Vormittag gezeigt hat, dass dem nicht so ist….ich hätt mich ja auch packen können, und allein was unternehmen und ihn mal allein machen lassen. Habe ich nicht, aber dann spielen KVs, also meiner gern die , wie ich es nenne, „Kinderkarte“ die ist ein totschlagargument.
      Und ich habe das Gefühl vielen BMs hier geht es so. Es werden viele Erwartungen gestellt, man soll funktionieren, aber bloß nicht umgekehrt was zurückerwarten.

      Mein KV meint sicher vieles nicht böse, ist selbst überfordert etc. Aber ich habe schon einen Grund hier im Forum zu sein und der ist nicht, dass ich mir einen KV ausgesucht habe um ihn von seinen Kindern zu entfremden und ihn zum Spuren zu bringen. Und bei den meisten Mitschreiberinnen hier empfinde ich es nicht anders.

      Ich möchte Wege finden, wie KV und ich zusammen mit Liebe und daraus resultierenden Kompromissen in der PW Situation glücklich werden können . Deshalb bin ich hier und ich habe schon viele hilfreiche und wertvolle Tips bekommen.

      Mir fehlt bei deinem Kommentar diesmal ein bisschen die Sicht für beide Seiten und ein Verteufeln der Frauen hier im Forum im Allgemeinen.
      Ich würde mir was konstruktiveres wünschen von einem KV, wovon ich lernen kann.

      LG Mello

      • mello sagt

        *körperlicher und psychischer Gewalt….sonst wärs doppelt gemoppelt 🙂

      • Bert sagt

        Ok, Du hast Recht. Ja, Du sollst einen hilfreichen und konstruktiven Input von mir haben. Wir Trennungsväter können es nicht leiden, wenn man uns sagt, wir seien ein Kompromiss. Wir können es nicht leiden, wenn uns die aktuelle Partnerin belehrt, coacht und die Beraterrolle übernimmt, bemuttert oder dergleichen. Wenn wir klagen, dann weil es nicht einfach ist, alles zu managen. Das ist wahr. Es ist so, wir sind oft überfordert. Neben all dem Familienstress haben wir ja auch noch einen Job. Es ist ja nicht so, dass wir uns das ausgesucht haben oder dass wir das schon ein paar Mal durchgemacht haben in unserem Leben und deshalb in jeder Situation eine souveräne Entscheidung treffen können. Wir stehen im Kreuzverhör und sind unter Beschuss von allen Seiten. Tatsächlich sind wir uns aber bewusst, dass die Kinder Verlustängste, Schuldgefühle und Schamgefühle erleiden. Das steht im Vordergrund, ob es nun sinnvoll ist von uns oder nicht. Das letzte, was wir uns jemals vorwerfen lassen wollen, ist, dass wir nicht genug für unsere Kinder da waren. Das kann schon dazu führen, dass wir unvernünftige Entscheidungen treffen. Aber wer trifft schon vernünftige Entscheidungen, wenn er sich von seiner grössten Angst bedroht sieht? Dem müssen wir Rechnung tragen. Und wir wissen, dass die Kindsmutter sehr schnell und auf sehr unfaire Weise Drohungen aussprechen können (ob sie die auch wirklich ernst meinen, sei dahin gestellt), aber es fährt ein. Es fährt emotional alles ein. Und um in diesem Dschungel an Gefühlen Klarheit zu erlangen, braucht es Zeit. Wir fühlen uns oft wie in einem Spiessrutenlauf, wo wir nur Fehler machen und bestraft werden können. Und in genau solchen Momenten wird von unseren Partnerinnen gefordert, dass wir Stärke zeigen. Wir seien halt zu schwach, heisst es dann. Das ist das letzte, was wir hören müssen. Wir lassen uns von der Kindsmutter rumkommandieren…auch das wollen wir nicht hören, denn wir empfinden es anders. Und unser Empfinden ist nicht weniger wahr als das Empfinden anderer. Dann hören wir oft, wir seien unserer Partnerin gegenüber nicht Loyal. Aber wir müssen auch den Kindern gegenüber loyal sein. Lange Rede kurzer Sinn: Wir sind in einer misslichen Lage, wenn wir auch schon von nur einer Seite unter Druck gesetzt werden. Und Du, Mello, bist auch in einer misslichen Lage, denn Du hast sie nicht unter Kontrolle. Du kannst nichts anderes machen, als Dich dem fügen und das ist nicht das, was man sich wünscht. Bei uns ist es nicht anders. Wir haben es auch nicht unter Kontrolle. Vor allem wenn die Kinder noch klein sind. Wir sind manipulierbar, bewusst oder unbewusst. Wir sind nicht Herr der eigenen Lage. Aber das ist, was wir gemeinsam haben und uns zusammenschweissen sollte, statt auseinander zu treiben. Wir haben die Situation nur bedingt, wenn überhaupt, unter Kontrolle. Denn es sind Kinder mit im Spiel. Und dann geht es um Fairness, Verstand, Vernunft, Emotionen. Und in all dem Chaos, nehmen wir uns individuell auch noch selber viel zu wichtig. Oder wir wissen es besser als alle anderen. Versteh mich nicht falsch. Jeder ist für sich wichtig und jeder hat das Recht auf Glück. Aber wenn es um das eigene Glück geht, geht doch manch einer von uns gerne über Leichen.

        Jetzt wiederhole ich mich. Für Dich, Mello, empfinde ich sehr viel Sympathie. Ich habe wirklich viel Verständnis für Dich. Denn Du wirkst nicht aggressiv, stattdessen sehr bedacht und objektiv. Ich muss Dich echt loben, denn Deine Konstellation ist sehr komplex.

        Ich hätte mir gewünscht, dass meine damalige Partnerin sich nach einem schönen gemeinsamen Abend ohne Kinder für mich noch ein bisschen Zeit genommen und mich folgendes gefragt hätte:
        – Wie geht es Dir?
        – Wie empfindest Du eigentlich Deine gesamte private Situation?
        – Was hättest Du gerne anders?
        – Hast Du genug Zeit für Dich und Deine Bedürfnisse?
        – Fühlst Du Dich frei?
        – Fühlst Du Dich geliebt oder fühlst Du Dich alleine?
        – Was wünschst Du Dir?
        Und dann hätte Sie mich einfach reden lassen sollen, ohne zu kommentieren, kritisieren und coachen. Mich einfach nur reden lassen und dabei aufmerksam zuhören. Und dann hätte sie ihr Empfinden äussern können, ohne Kritik und ohne Beleidigungen, ohne Sarkasmus und ohne negative Ironie. Und ich hätte ihr zugehört.

        Weisst Du, wir werden oft daran gemessen, was wir nicht oder noch nicht erfüllt haben. Niemand lobt uns für das, was wir bereits umgesetzt haben. Und dann fragen wir uns, weshalb wir das überhaupt alles auf uns nehmen und uns den Hintern aufreissen. Es folgen ja doch nur weitere Forderungen und Kritikpunkte. Es ist schon schwer genug, über den eigenen Schatten zu springen. Und wenn es der Partner dann wirklich tut, wäre es angebracht, auch einmal ein Lob auszusprechen und für einige Zeit inne zu halten, anstatt gleich die nächste Forderung zu stellen. JAJAJA, jetzt werden viele sagen: „Gehts noch? Das ist ja die Mindestanforderung und dafür soll ich noch Lob aussprechen?“ Diese Sprüche kennen wir alle. Meine Antwort: Ja, bitte Lob aussprechen. Wer viel kritisiert muss auch mindestens genau so viel Lob aussprechen können. Wer das nicht kann oder will, zeigt nur, dass er selbstgefällig ist und es sich zu gemütlich macht in seiner arroganten Überheblichkeit. Es geht zu oft vergessen, dass sich Trennungsmütter solche Kritik nicht gefallen lassen müssen, weil es gesellschaftlich noch immer verankert ist, dass die Kinder grundsätzlich unter der Obhut der Mutter sind. Tatsache. Und neuen Partner käme es nicht in den Sinn, Trennungsmütter auf die gleiche Weise zu kritisieren, wie es Trennungsväter erleben. Wir wollen das aber auch nicht, denn wir sind keine bösen Menschen. Wir wollen niemandem Schaden zufügen. Wir wollen euch nicht enttäuschen und wir wollen die Kinder nicht enttäuschen. Die Kindsmutter kann uns eigentlich egal sein, aber da die Kinder da sind, ist diese Nonchalance nicht umzusetzen und sonst riskiert man einen Rosenkrieg und den will auch niemand. Wir wollen das, was alle wollen: eine schöne und harmonische Beziehung und schöne und harmonische Familienverhältnisse.

        Was alle meine Partnerinnen nie verstanden haben, ist, dass sie bei mir mit Lob viel mehr erreichen als durch ständiges Nörgeln und Klagen. Lobt mich, dann weiss ich für wen und für was es sich lohnt, über seinen eigenen Schatten zu springen. Kritisiert mich und ich sehe keinen Grund, um mich aufzuopfern. Tut nicht das, was die meisten machen: beleidigen, kritisieren, sticheln, provozieren, verletzen, nörgeln, demütigen, einfach gesagt, vermeidet verbale Aggressionen. Lobt stattdessen. Wenn euer Partner etwas macht, was ihm schwer fällt, dann lobt ihn. Sagt ihm, dass es gut ist und dass ihr es schätzt. Und Du, Mello, darfst von ihm auch Wertschätzung erhalten, selbstverständlich.

        Es ist Tatsache: meine Freundinnen in jungen Jahren waren furchtbar. Ich sage nicht, dass sie Fehler gemacht haben. Ich muss aber festhalten, dass ich sicher keine Fehler gemacht habe. Niemand von uns hat gravierende Fehler gemacht. Ich jedenfalls nicht. Ergo, wir haben einfach nicht zueinander gepasst 😉 Ich kann anscheinend nicht mit einer Frau zusammen sein, die permanente Aufmerksamkeit braucht, Tag und Nacht, während ich gerne 3x die Woche mit meinen Freunden Fussball spiele 🙂

      • Regina sagt

        Lieber Bert,

        Das sind ganz andere Töne. Und ich finde deinen Input so sehr konstruktiv, wertvoll und in allen Punkten konstruktiv.
        Ich kann sehr vieles nachvollziehen und diesen Spagat auch gut verstehen.
        Und auch, dass die Situation alles andere als einfach ist.
        Und genau das meine ich auch, wenn ich von Kompromiss spreche. Mein Mann ist als Mann für mich ganz sicher kein Kompromiss, sondern der wunderbarste Mann den ich mir wünschen könnte.
        Die Situation ist schon manchmal ein Kompromiss, aber eben für alle. Da müssen beide Partner bereit für sein.

    • mello sagt

      Eben darum geht es mir.
      Mir gehts nicht um Selbstgefälligkeit sondern um akzeptanz und Respekt einander gegenüber. Ich bin mir dessen bewusst, dass es für meinen KV eine Herausforderjng ist, den Spagat zu schaffen unf JA alles was du schilderst ist wichtig, hat seine Berechtigubg, man darf auch mal überfordert sein, Ängste haben etc. Aber eben nicht nur als KV sondern auch als BM. Ich musste mir nicht einmal von meinem Partner anhören, es sei ja selbstverständlich dass ich 90% des Haushalts mache, denn ich habe ja früher Schlusd als er und ich habe ja eh sonst nichts im Leben zu tun, denn ich habe keine Kinder ergo auch niemals Stress oder Sorgen, als hätt ich kein Recht drauf auch mal Unterstützung zu brauchen, auch mal KO zu sein, auch mal wen zu brauchen der mir exakt die Fragen stellt, dir du gerne gestellt bekommen möchtest. Dsbei habe ich eine 40 Std Woche, genau wie er. Ich habe einen dementen Vater und eine Katze die an epilepsie erkrankt ist oh Wunder, auch ein Leben auch wenn ich eben keine Kinder habe.

      Mein KV und ich haben schon vieles ausgesprochen und wir sind füreinander da, lieben uns, aber ich empfinde oft ein Ungleichgewicht in Unterstützung und Zuwendung. Eben als bräuchte ich das alles nicht, als wär das Leben nur für ein Elternteil, besonders ein getrenntes eine Herausforderung. Es ist eine Herausforderung, aber es ist auch eine Herausforderung, ohne es negativ zu meinen, aber es ist ein gabz schöner Berg, mit einem Partner mit Kindern. In vielerlei Hinsicht und manchmal ist man als BM auch hilflos oder vielleicht verletzt von Situationen. Wie ich denke auch zu Recht und dann halt, anstatt ein offenes Ohr eine liebende Umarmung zu kriegen nur zu hören, die eigenen Emotionen und Gefühle zu äußern sei falsch, diese zu haben sei falsch, weil es dadurch ja sein könnte, dass der KV das als Kritik an sich und seinen Kindern sieht, und nur im Sinne von friss oder stirb dann den Satz hingeknallt bekommen, „du wusstest doch, dass ich Kinder habe“.
      Das ist nicht zielführend.
      Es ist essentiell wichtig, dass es den Kindern gut geht, dass der Vater so handelt, aber nicht alles was man als BM im Zusammenleben fordert (Tischmanieren oder Hilfe im Haushalt) ist schlecht für die Kinder oder schadet ihnen.

      Ich finde es müssen, damit eine Beziehung, ob nun mit oder ohne PW, funktioniert achtsam mit ALLEN Parteien umgegangen werden. Wir sind alle als Menschen gleich viel Wert, Kinder, Vater, kinderlose BM oder BM mot Kindern. EGAL. Wichtig istvdass alle Bedürfnisse zählen und es jedem gutgehen darf, jeder gesehen wird.

      Das ist mir wichtig

    • Audrey_Rose sagt

      Hallo Bert,

      Klar, ich sehe auch die andere Seite. Deshalb sind mein Partner und ich auch trotz allen „Nebenschauplätzen“ insgesamt sehr glücklich.

      Ich muss mich allerdings ganz derbe von dem Postulat, getrennte Väter seien „ein KOmpromiss“, abgrenzen.
      Das sehe ich ganz anders.

      Kompromisse wird man immer eingehen müssen, wenn man eine funktionierende Beziehung haben will. Alles ist ein Geben und Nehmen.

      Wir alle haben unsere Struggles.
      Du bist herzlich eingeladen, mein Profil anzuklicken und Forenbeiträge von mir zu lesen. Ich hatte es mit einem 15jährigen Babykindchen über ein Jahr echt nicht einfach. Mein Partner hatte es aber mindestens genau so schwer und ist da auch nochmal eine ganze Ecke mehr emotional involviert.
      Dass auch er da eine ganze Menge geleistet hat, weiß ich, und sage ihm das auch.

      Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Hier im Forum sieht man meist nur die eine Seite….das richtige Leben ist dann doch etwas facettenreicher.

      Normalerweise ist der weiße, heterosexuelle cis-Mann ja nicht gerade das größte OPfer der nordhemisphärischen Gesellschaft….in Bezug auf Trennungsvater sein jedoch hat er oft die A….karte.

    • mello sagt

      Was ich noch nachtragen möchte, ist, dass der Wunsch, man möge als Partnert eines Elternteils zwar mitleben, zuhören ohne jemals eigene Ideen und Ansätze einzubringen eigentlich nicht möglich und nicht zu erwarten, wenn man in einem Haushalt lebt. In einer Kernfamilie hat auch nicht einer das Sagen, und der Andere darf nur zuhören und funktionieren und nichts sagen dazu.
      Und da sind sich Vater und Mutter auch nicht immer einig, aber jeder Mensch muss eben in seinem Leben ein bisschen kritikfähig sein, wenn er mit einem anderen zusammen lebt.

      Ich erlebe beispielsweise meinen KV sehr oft in der Opferrolle. Er ist gestresst von der Arbeit, von dem Geld das er sich erarbeitet bleibt nicht viel, er ist gestresst weil er die Kinder 1! Tag in der Woche und jedes 2te WE abholt und bei sich hat und möchte dann eigentlich dass ich mich um die Kinder kümmere, damit er ausschlafen kann und dann seinem Hobby nachgehen kann und dann wenn er alles getan hat, was er so will, dann hat er ein bisschen Zeit für die Kinder. Das wär seine Optimalvorstellung.
      Ich arbeite aber auch die gesamte Woche, habe auch nur die Wochenenden um mich mal zu entspannen und dann soll ich das erfüllen, was eigentlich seine Aufgabe ist.
      Ohne klagen, ohne meine Regeln für die Kinder aufzustellen. Abgesehen davon, dass sie nicht wegen mir sonder wegen ihm kommen.
      Ja, er geht viel arbeiten, ich aber auch. ER möchte seine Kinder bei sich haben, dann soll er aber in der Zeit auch echte Zeit mit ihnen verbringen. Er stellt sich vor, sie beschäftigen sich selbst und laufen mit, wie in einer Kernfamilie. Nur dass sie ihn ja nicht so oft haben und eigentlich mehr mit ihm machen wollen.
      Wenn ich das dann im Hinblick auf die Kinder forciere, ihm sage es wäre doch super, er würde mit den Kindern was unternehmen, dann wird er sauer. Dann höre ich schonmal, wenn ich so gute Ideen habe, warum mache ich es nicht. Also ich kümmere mich um die Kinder, er geht seinem Hobby nach und dann wenn ich mich abends gemütlich ins Wohnzimmer setzen möchte, dann will ER dort mit den Kindern einen Film schauen.
      Sorry, das läuft so nicht. Und da bin ich nicht die Nörgelnde Alte, aber da stimmt für mich einfach was nicht.

      Manchmal in einem Ruhigen Moment, da kann er sich eingestehen, dass er nicht immer weiß, was er mit den Kindern tun soll, dass er hin und her gerissen ist, zwischen „so schön, dass sie da sind“ und „ich brauche Zeit für mich“.
      All das verstehe ich, aber ich kann nicht alles Puffern, die Kinder beschäftigen wenns ihm „zu viel“ ist. (an 10 Tagen, dafür hab ich wirklich kein Verständnis). Das sind doch eh Krümel an Zeit mit den Kindern.
      Da muss er meiner Meinung nach einfach seine Einstellung ändern. Auch finde ich nicht, dass ich die Rahmenbedingungen stellen muss, damit er dann entspannt ist….sprich, den gesamten Haushalt schupfen und kochen, damit er die Kinderzeit ungestört genießen kann.

      Ich denke das ist offensichtlich, dass das einfach irgendwie zu viel Verlangt ist von einer Partnerin. Wo bleibt meine Erholung, meine freie Zeit?
      Das ist der Grund, warum ich häufig andere Dinge vor habe an Kinderwochenenden. Bei meiner Mutter zu Besuch bin, mich mit Freunden treffe.
      So leid es mir für ihn tut, alleinerziehend zu sein, bedeutet halt auch für ihn das gesamte Paket, kochen, putzen, Kinder versorgen, echte Zeit mit ihnen verbringen.

      Ich glaube es belastet ihn auch, dass es ihm nicht so leicht von der Hand geht, wie er das gern hätte. Ich höre ihm da auch zu, manchmal einfach so ohne Tips zu geben. Manchmal erzähle ich ihm, wie ich die Situationen angehen würde oder angehe wenn ich die Kinder versorge.
      Und das ist auch normal, denn mich betrifft es ja. Klar, in getrennten Haushalten kann man dem Anderen zuhören und ihn wurschteln lassen, weil es einen am Ende des Tages nicht direkt betrifft. Aber im Zusammenwohnen ist das anders.

      Ich denke, als KV muss man irgendwann, trotz aller Lasten und Schwierigkeiten schaffen, aus der Opferrolle hinauszukommen, annehmen wie die Situation eben jetzt ist und einfach versuchen das Beste draus zu machen, das eben möglich ist.
      Ich kann nicht stellvertretend für seine gescheiterte Beziehung jetzt alles Abfangen.
      Und auch die Kinder brauchen das nicht. Die brauchen einen Vater und nicht ausschließlich einen „Spaßdaddy“ der alles durchgehen lässt.
      Ich habe das Gefühl, die Kinder schätzen gerade an mir, dass ich für die konsequent und klar bin, dass sie wissen woran sie sind, dass ich ihnen auch ein bisschen Führung gebe, auch wenn das eben nicht immer ein JA zu Süßem, ein JA zu TV und Handy ist.
      Da ich aber dafür vom KV benörgelt und kritisiert werde, mache ich es nichtmehr, nehme mich raus.
      Eigentlich glaube ich die Kinder hätten es lieber anders, aber in solchen Situationen, ja da bin ich mir selbst dann wichtiger. Bevor ich wieder vor den Kindern von KV gerügt werde, weil ich zum Kind in einem freundlichen Ton, sage „bitte nimm zum Gulasch essen den Löffel, nicht die Finger“ (das BK ist in ein paar Wochen 7, geht zur Schule) , dann tut das weh. Und das muss ich nicht mitmachen.

      • Bert sagt

        Wenn ich meine Kinder habe, dann kümmere ausschliesslich ich mich um sie. Ich gehe mit ihnen ins Museum, ins Theater, ans Gewässer, auf den Fussballplatz, Fahrradfahren, Freunde besuchen. Ich koche für sie, ich sorge dafür, dass sie Duschen und die Zähne putzen und was sonst alles dazu gehört. Das überlasse ich keinesfalls meiner Partnerin. Meine Partnerin ist herzlich eingeladen, überall hin mit zu gehen, wenn sie es möchte. Das steht ihr frei. Auf keinen Fall ist sie aber das Kindermädchen oder die Erzieherin meiner Kinder. Sie soll ihre Freundin sein, eine neutrale, vertrauenswürdige Bezugsperson, die ihre Grenzen und Regeln aber jederzeit aufzeigen soll (wie das bei jeder Freundschaft auch der Fall ist). Die Erziehung übernehme aber ich zusammen mit der Kindsmutter. In beiden Haushalten gelten die gleichen Regeln bezüglich TV, Videospiele, zuckerhaltige Lebensmittel und Tischmanieren. Das ist mit ein Grund, weshalb ich und meine Partnerin getrennte Wohnungen haben. Solange die Kinder unselbständig sind, sind wir zu schnell geneigt, die Erziehungsmethoden des anderen anzuzweifeln. Dabei führen viele Wege ans Ziel, es gibt nicht das Eine Patentrezept, wie man es sehr gut am Beispiel meines Verwandten erkennen kann. Erziehung muss sein. Erziehung geht aber nicht von heute auf morgen. Oft stellt man an Kindern fest, wie unnatürlich der Mensch eigentlich lebt. Denn das Zähneputzen oder das Essen mit Messer und Gabel, Knigge etc. gehört alles nicht in die Natur des Menschen. Sozialisierung und Kultivierung ist ein jahrelanger Prozess. Dieser Prozess ist erforderlich, wohlverstanden. Aber er dauert Jahre, bis dieses Wesen ein zivilisierter Mensch wird. Beispiel Tischmanieren: Selbst durch konsequente Erziehung hat man keine Garantie, dass dieser Mensch später die Gabel ordentlich in der Hand hält, statt wie ein Löffel. Oder das Essen ordentlich zerkaut, anstatt es runter zu würgen. Dafür muss man Kulanz zeigen. Aber in etwas gebe ich euch absolut Recht. Tischmanieren dürfen von allen eingefordert werden. Ob sie dann umgesetzt werden, hängt von den Fähigkeiten und dem Charakter des Kindes ab. Aber der Kindsvater darf euch nicht für die Einforderung kritisieren. Aus einem psychologischen Gesichtspunkt ist die Empfindlichkeit der Kindsväter aber erklärbar. Es ist die gleichem Empfindlichkeit, die jede Mutter hat. Wenn man die Tischmanieren der Kinder bemängelt, sieht man sich in seinen pädagogischen Fähigkeiten kritisiert. Denkt daran, wenn ihr die Kinder kritisiert, dann sehen sich Elternteile sofort persönlich kritisiert. Das ist ein Reflex. Da kann man gar nicht viel dafür. Als Kindsvater muss ich in dem Moment umschalten und Differenzieren zwischen der sachlichen Ebene (Tischmanieren, denn es geht in erster Linie um die Tischmanieren und wie man damit umgeht nicht um das unerzogene Kind) und der persönlichen Ebene (das Kind ist unerzogen, ergo wird mir Versagen in der Erziehung unterstellt). Dass das nicht einfach ist in dem Moment, wissen wir alle aus eigener Erfahrung. Wir haben alle unsere Knöpfe und wunden Punkte, wie ihr selber schon erwähnt habt. Und was das betrifft, ist es ganz entscheidend, wie eure Partner (wie wir alle im Übrigen) während der eigenen Kindheit und während früherer Liebesbeziehungen behandelt wurden.

        Wenn man als Patchwork in der gleichen Wohnung oder im gleichen Haus lebt, dann geht man ein grosses Wagnis ein. Ein Wagnis, das ich persönlich nie eingehen werde, obschon ich ein sehr offener und geduldiger Mensch bin. Ich mache es nicht, weil das Konfliktpotential exponentiell zunimmt. Und ich werde mich nicht mehr für meine Erziehungsmethoden kritisieren lassen, denn sie sind nicht falsch. Sie sind vielleicht anders, aber nicht falsch. Und wenn ich nicht mit meiner Partnerin zusammen lebe, dann muss ich auf ihre Meinung nicht auch noch Rücksicht nehmen. Und umgekehrt übrigens auch. Sie macht ihr Ding mit ihren Kindern und sie macht es gut. Und sie möchte nicht, dass ich meinen Senf dazu gebe, fair enough. Aber sobald ich bei ihr einziehen würde, stünde sie sofort unter Druck und die Erwartungshaltung wächst sofort und die Stimmung schlägt ins Negative.

        Das hilft Dir nur nicht weiter, da Du dieses Wagnis bereits eingegangen bist. Da hilft nur Reden. Ohne Sarkasmus, ohne negative Ironie, ohne Beleidigung und Kränkung. Dem Partner teilhabende Fragen stellen und die eigenen Wünsche in Ich-Form äussern. Man darf den Anspruch haben, dass an den Tischmanieren gearbeitet wird, dass die Kinder die Unordnung wieder beseitigen, dass sie bei Zeiten ins Bett gehen, dass sich grundsätzlich die Eltern um die Unterhaltung kümmern. Das ist indiskutabel. Aber er, der Kindsvater, soll jammern dürfen. Das ist sein Ventil. Gewissen Menschen hilft das jammern. Das macht sie noch nicht zum Opfer, denn sie wissen, dass sie anders handeln könnten, wenn sie nur wollten. Das Jammern hat einen anderen Zweck. Einfach seine Ansprüche durch Wunschäusserung einfordern, Jammern lassen und Verständnis zeigen.

        Mello, ich bin wie Du der Meinung, dass Du zu viel für ihn übernimmst. Er hat so keinen Anlass, Herr seiner eigenen Lage zu werden, denn Du nimmst ihm viel Unangenehmes ab. Bei mir ist es so: Wenn es mir zu viel wird, zu bunt, dann treffe ich Massnahmen, die die Situation ändern. Aber ich erkenne nur, dass das Chaos zunimmt, wenn ich über diese Dinge die Verantwortung habe. Als Beispiel: Wenn ich am WE ausschlafe und die Unterhaltung der Kinder meiner Partnerin überlasse, dann sehe ich keinen Grund, weshalb die Kinder Abends um 19:30 Uhr ins Bett sollen. Wenn stattdessen ich am Samstag und am Sonntag um 6:30 Uhr aufstehen und mit den Kindern spielen muss, dann überlege ich nicht lange, um welche Zeit sie Abends ins Bett sollen. Dann sind sie garantiert um 19:30 Uhr im Bett, denn ich will noch 3-4 Stunden in Ruhe entspannen können, bevor ich ins bett gehe.

        Es ist wie ein Sog, in das man unaufmerksam sofort hinein gerät. Und man verliert ganz schnell die Orientierung und den Boden unter den Füssen. Wir haben nicht genügend Ruhezeit, um zu reflektieren, was besser gemacht werden kann.

      • mello sagt

        Aber da erkenne ich eben den Unterschied. Mein Partner ist da, aus welchen Gründen auch immer eben manchmal eher lasch und hat nicht so große Lust auf Ausflüge, wenn ich dabei bin schon, aber allein mit den Kindern, da fühlt er sich überfordert. Ich nehme ihn da in die Verantwortung, gehe trotzdem nur mit wenn ich mag oder bin dann eben weg. Das ist für mich gefühlt das Beste, weil ich dann nicht greifbar bin. Dann kann er auch nicht mich anspinnen, wenn ihm bein Kochen was anbrennt und ähnliches.
        Auch die Geschichte mit Ausschlafen lassen und Bettzeiten. Auch wenn er da alleine wurschtelt macht ers nicht anders und ärgert sich und ist dann KO, wenns alles ewig dauert und mühsam wird. Das macht auch keine gute Stimmung. Außerdem siehts dann in der Wohnung aus, weil er dafür dann halt keine Zeit hat.
        Ich hätte auch nichts dagegen, wenn ich weiß seine Woche war hart, mal einen Samstag Vormittag für ihn freizuschaufeln wie ich es ja tue. Nur leider versteht er es nicht als Ausnahme und entgegenkommen von mir, sondern es wird für ihn selbstverständlich.

        Bin ich aber nicht da, an Kinderwes dann gefällt ihm das auch nicht, er vermisst mich, fühlt sich allein gelassen, die Kinder fragen nach mir.
        Und am Abend sitze ich da und höre mir seine Sorgen an, nehme ihn in den Arm, versichere ihm, dass er gut so ist, wie er ist.

        Für mich ist er in dieser Vaterrolle noch nicht so angekommen, dass er sich darin auch entspannen kann. Das finde ich schade und ich weiß aber, dass ich ihm das auch nicht abnehmen kann. Und auch nicht will.

        Wir HABEN jetzt nunmal einen gemeinsamen Haushalt und ich lebe gerne mit ihm zusammen. Es ist ein gutes Leben, mir vielen schönen Momenten.
        Aber wenn die Kinder kommen ist alles irgendwie verkrampft, aber nicht nur wegen mir, sondern auch wegen ihm. Weil er vermutlich einen Anspruch hat an sich, dem er gefühlt nie gerecht wird, eine Ambivalenz zwischen „was er sollte und was er aber grad vielleicht nicht will“.

        Solange sich das nicht ändert, werde ich mich in diesen Zeiten weiterhin mehr rausnehmen und ihn allein machen lassen. Davon hat er vielleicht, auch wenns ihm jetzt nicht so schmeckt, doch am Meisten.

        Mir ist außerdem egal wie das BK den Löffel und die Gabel hält, solange nicht alles an den Händen und nachher überall in der Wohnung klebt. Und klar, es kann jedem mal passieren, dass ein Malheur passiert, man was anpatzt, was kaputt geht. Aber wenn ich merke, dass meine Bitte einfach ignoriert wird, weil man keine Lust drauf hat und dann unachtsam ständig alles angepatzt wird, dann sehe ich das nicht ein. Und klar, bei Kleinkindern, ich sage mal unter 5 wäre das viel verlangt, aber bei einem Kind im Gym und einem in der 2ten Grundschule, da kann man um solche Achtsamkeit bitten. Das ist meine Meinung

      • mello sagt

        Ja, dass ich, wenn die Kinder da sind, dann gefühlt 3 Kinder im Haus habe , darauf bin ich auch schon gekommen. Und ich habe auch Verständnis für meinen KV ubd all seine Geschichten und Probleme. Aber ich erwarte mir schon auch, dass sich mehr in eine Richtung tut, die gemeinsam lebbar ist. Wenn ich nur warte bis er selbst vielleicht mal so weit ist, kann ich möglicher Weise noch Jahre bis für immer warten. Und genau deshalb muss ich manchmal auch mit ihm reden, was ich mir wünsche, was er schon machen muss im Zusammenleben.

        Denn auch wenn ich das so mache momentan, ist es anstrengend immer von zu Hause zu flüchten weil man entweder Diskussionen hat, weil man sagt was man braucht um sich wohl zu fühlen, oder sich damit abfinden muss, dass man sich aus mehreren Gründen, wie komplette Unordnung und unaushaltbarer Lautstärke etc, die Tage wo die Kinder da sind absolut unwohl und verdrängt im eigenen zu Hause. Da muss es was dazwischen geben. Ich möchte schon dran glauben, dass wir das hinkriegen und auch der KV mal in die Puschen kommt.

      • mello sagt

        Es gibt sowieso kein Patentrezept.
        Natürlich gibts die selben Streitigkeiten in Kernfamilien. Der Unterschied ist natürlich, dass in der Kernfamilie Vater und Mutter die Kinder ganz natürlich lieben (natürlich gibts da auch Ausnahmen und Extremfälle) und man als Mutter und Vater auch das starke Bedürfnis verspürt, Zeit mit seinem Kind zu verbringen. Wenn man das dann übernimmt und tut, dann tut man es auch für sich selbst und seine Kinder, aufstehen, gemeinsam frühstücken etc…

        Als BM tut man glaub ich die Selben Dinge hauptsächlich für den Partner, denn für das eigene Bedürfnis. Ich habe sicher nicht das selbe Bedürfnis nach Zeit mit meinen BKs wie das mein Partner und die KM haben. Die Zuneigung liegt da bestimmt bei sehr vielen BMs auf einer ganz anderen Ebene und das ist ja auch ok so. (Klar gibts da bestimmt auch BMs die sich als Mutter fühlen, ob das so gut ist, sei auch dahingestellt)

        Und genau diese unterschiedlichen Gefühlslagen von KV und BM machen es glaube ich eben doch noch um ein Eckchen schwieriger als in eine Kernfamilie.

        Und auf die eine oder andere Art muss man sowieso immer an einer Beziehung arbeiten. Ich will meinen Partner nicht ummodeln, ich will ihm auch nicht mein Päckchen umhängen.
        Ich erwarte auch nicht, dass sich die Dinge von heute auf Morgen ändern, die Probleme sich in Luft auflösen.

        Vielleicht läuft es genau darauf hinaus was du auch gesagt hast und wovon ich finde, dass es für jeden gelten sollte.
        Wertschätzung füreinander, die Guten Dinge sehen und dem Anderen das Gefühl geben, dass sie gesehen werden.
        Ich gebe mir da viel Mühe, das auch zu machen. Ich bedanke mich immer wenn mein Partner mal für mich kocht, wenn mir auffällt, dass er was im Haushalt gemacht hat, dann sage ich ihm das und bedanke mich. Als er letztes WE meine Katze versorgt hat, habe ich ihm explizit dafür gedankt.
        Mal sagte ich….du hast heut das Klo geputzt, danke….seine Antwort war….meinst du das jetzt ernst oder hab ich was falsch gemacht??
        Ich war so verwirrt, weil ich eigentlich immer versuche da achtsam zu sein.

        Und vielleicht würde es für mich ja schon reichen, dass er danke sagt, wenn er sieht, dass ich die Wohnung geputzt habe, wenn er die Schuhe an der Tür auszieht, wenn ich ihm sage, dass ich grad den Boden aufgewaschen habe.
        Dass er sagt, danke, dass du die Kinder heut Vormittag betreut hast und ich ausschlafen konnte. BZW kann man das jemanden ja auch anders spüren lassen. Gleichsam könnte er dann selbst einen Ausflug mit den Kindern planen und mir ein bisschen Freizeit gönnen.
        Und NEIN, er muss das alles nicht erschnüffeln, das habe ich ihm auch schon so gesagt. Wenn wir zu zweit sind, dann macht er das auch, bringt mir mal was mit, nimmt mir was ab.
        Nur in der Kinderzeit, da soll ich dann alles machen, das sei ja selbstverständlich.

        Vielleicht würd mich, mit ein bisschen mehr Wertschätzung seinerseits, gar nicht stören, diese Dinge auch mal zu übernehmen.
        Und um das zu verstehen muss er nicht Jahre brauchen. Ich glaube so viel ist das nicht verlangt.

        Und als Partner ist man halt Partner und kein Therapeut.

    • ElaLuela sagt

      @ Bert „Wir Trennungsväter können es nicht leiden, wenn man uns sagt, wir seien ein Kompromiss. Wir können es nicht leiden, wenn uns die aktuelle Partnerin belehrt, coacht und die Beraterrolle übernimmt, bemuttert oder dergleichen. Wenn wir klagen, dann weil es nicht einfach ist, alles zu managen. Das ist wahr. Es ist so, wir sind oft überfordert. Neben all dem Familienstress haben wir ja auch noch einen Job. Es ist ja nicht so, dass wir uns das ausgesucht haben oder dass wir das schon ein paar Mal durchgemacht haben in unserem Leben und deshalb in jeder Situation eine souveräne Entscheidung treffen können. Wir stehen im Kreuzverhör und sind“

      Wenn ich das so lese, dann sind ja die Trennungsväter fast schon die Helden der Nation. Was IHR alles schafft.

      Darf ich fragen, warum Du „WIR“ schreibst? Ich würde solche pauschalen Aussagen einfach weglassen. Du kannst es für Dich so postulieren aber doch nicht für andere, oder?

      LG Ela

      • Bert sagt

        Ich habe nie geschrieben, dass WIR ALLES schaffen. Im Gegenteil, ich weise sogar explizit darauf hin, dass wir oft überfordert sind und die Situation oft nicht im Griff haben.

        Und ich denke schon, dass ich stellvertretend für so ziemlich viele Trennungsväter ein paar Worte verlieren darf. Ich kenne da schon noch ein paar Männer, die meine Äusserungen über Trennungsväter genau so unterschreiben würden. Also doch, ja.

      • Bert sagt

        Mello, die Schwäche des Menschen ist nie gut. Ich rede von der moralischen Schwäche und diese ist vielfältig, sie hat viele Facetten. Die Schwäche Deines Lebenspartners im Umgang mit den Kindern geht Hand in Hand mit Deiner Schwäche, ihm nachzugeben und bei den Kindern den Lead zu übernehmen, wenn er nicht mag. Verzeih bitte, wenn ich es Schwäche nenne. Es ist nicht negativ gemeint von mir, ich sehe schon, dass Du damit Deinem Partner einen grossen Gefallen machst und dass Du Gutes bewirken willst damit. Es ist Dir hoch anzurechnen. Aber eine Schwäche ist es, weil es Dir im Grunde genommen missfällt. Mit der Zeit empfindest Du es so, wie das Thema hier betitelt ist. Du stehst immer hinten an.

        Peter Pan lebt in einer Welt, wo es keine Verpflichtungen gibt und er fühlt sich ganz wohl darin. Oder vielleicht hat er doch ein bisschen Zweifel? Jedenfalls gibt es da nur einen Erwachsenen, den er als Tyrannen kennt (Captain Hook) und so will er nicht werden. Und dann hats da noch seine kleine Truppe, die aus Kleinkindern besteht und denen er imponieren kann, aber wer will schon Anführer einer Kindertruppe sein? Sowieso, wer will schon Kleinkind bleiben? Also steckt Peter Pan fest in der Welt des Halbwüchsigen. Er geniesst weitgehende Selbständigkeit und übernimmt keinerlei Verantwortung. Ich will hier keine Märchen erzählen. Darum gehts nicht. Peter Pan zeigt aber, wo im Kern die Schwäche des Mannes liegt. Das zu erkennen und sich einzugestehen, noch ein Kindsmann zu sein, ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Diese Selbsterkenntnis kommt aber nicht so leicht daher. Sie ist schwer zu akzeptieren. Und sich ein Umfeld zu schaffen, das einem die Möglichkeit gibt, zu wachsen, ist noch schwerer. Denn die familiären Verhaltensmuster sind seit Jahren fest gefahren. Du sagst es ja selber, dass es für ihn selbstverständlich wird, dass Du gewisse unangenehme Momente in die Hand nimmst.

        Du machst es sicher richtig, dass Du Dich grundsätzlich raus nimmst, wenn seine Kinder da sind. Nicht Du musst am WE aufstehen und für sie da sein. Nicht Du musst für sie kochen und aufräumen etc. Bleib unbedingt dabei. Lass ihn alleine für die Kinder da sein. Dass er nicht „alleine“ ist, zeigst Du ihm ja, wenn ihr Momente für euch habt und Du ihm zuhörst. Du scheinst zu ahnen, an was es bei ihm liegt: „was er sollte und was er aber grad vielleicht nicht will.“ Und da sind wir bei Neverland. In Neverland herrscht keine Ordnung, im Übrigen. In Neverland dreht sich alles im Kreis, Hook, Indianer, Peter Pan, Krokodil…alles dreht sich im Kreis. Und die Zeit tickt unaufhörlich. Und es geht nicht vorwärts, solange die Erkenntnis nicht da ist.

      • Bert sagt

        @Mello: Mach Dir aber keine Illusionen. Der Kindsmann steckt in den meisten Männern, die Abkopplung vom Kind gelingt nur den wenigsten. Um das zu erreichen, muss man sich, wie bereits erwähnt, eingestehen, dass man in einigen seelischen Bereichen noch ein Kind ist und die emotionale Reife noch nicht erreicht hat. Dann muss man seinem Leben eine Bedeutung, einen Sinn geben das ist im Idealfall die Zielvorstellung der eigenen Persönlichkeit. Was für ein Mann will ich sein, wenn ich 40, 50, 60 Jahre alt bin? Wie sollen meine liebsten Mitmenschen mich sehen? Was soll mein Vermächtnis sein?
        Ich als Individuum stehe vor einer Wahl: Wenn meinem Leben keine solche Bedeutung zukommt, dann habe ich keinen Grund, Verantwortung zu übernehmen und mich zu etwas verpflichten. Also kann ich eine Leben ohne Verantwortung führen und meine „primitiven“ Bedürfnisse befriedigen und meinen Impulsen unkontrolliert nachgeben. Das hat seinen Reiz und ist verlockend. Der Preis für diese Lebensweise ist allerdings, dass mein Leben eben keine Bedeutung hat und ohne Sinn ist und ich mich treiben lasse. Das geht bis zu einem gewissen Punkt im Leben wahrscheinlich noch recht gut, bis ich merke, dass ich links und rechts überholt werde, was Frust auslöst. Oder ich kann meinem Leben eine Bedeutung beimessen, was allerdings heisst, dass ich Verpflichtungen eingehen und Verantwortung übernehmen muss. Das ist eine unangenehme und sehr langfristige Investition, die sich erst auszahlt, wenn ich meine Jugend komplett verloren habe und die Partyzeit längst vorüber ist.

        An diesem Punkt hadern und zögern viele Männer und vor allem Väter, denn sie werden zur Verantwortung verpflichtet durch die Kinder. Es sind nur bedingt gewollte Verpflichtungen, denn es waren naive Entscheidungen, Kinder zu kriegen. Nicht ungewollte, aufgezwungene Entscheidungen, sondern naive Entscheidungen, da man sich vollkommen unvorbereitet und unausgereift da hinein begibt. Das Selbstbild des „Opfers“ ist in diesem Fall schnell zur Hand und auf gewisse Weise auch berechtigt. Es ist nicht so, dass man ein Opfer ist. Ich finde die Bezeichnung „Opfer“ falsch. Ich würde mich nie als „Opfer“ bezeichnen. Was hingegen stimmt, ist, dass ich die Situation nur bedingt im Griff haben kann. Die Kinder haben ihre eigene Meinung und ihre eigene Persönlichkeit, die mich fordert und die Kindsmutter ist ebenfalls da und gestaltet mein Leben zwangsweise mit. Ich muss mich mit ihr arrangieren, ob es mir gefällt oder nicht. Und ich kann nicht immer meine Vorstellung durchsetzen, denn das führt zwangsweise zu mehr Konflikten. Gewisse Konflikte muss ich austragen, schon nur für mich; gewisse Konflikte kann ich vermeiden. Aber eben, ich habe es nur bedingt im Griff, denn ich bin auf einem Set mit ausschliesslich Hautpakteuren, hier spielt niemand nur die Nebenrolle oder die Statistenrolle.

        Aber ja, in dem ganzen Chaos kann ich eine bewusste Entscheidung treffen. Dass ich das, was ich kann, selber in die Hand nehme, Verantwortung trage, für Ordnung sorge und mich selber verpflichte. Wichtig ist, dass meine Partnerin diese Momente nicht für sich ausnutzt und den Karren, den ich ziehen muss, nicht noch mehr belädt. Dass sie also nicht gleich alles drauf packt und sofort geändert haben will. Veränderungen brauchen Zeit. Und die Veränderung möchte ich für mich herbei führen. Step by step. Wenn ich aber feststelle, dass meine Partnerin mich in diesem Moment ausnutzt, um die eigenen Neurosen zu besänftigen (Denn auch Frauen haben ihre Schwächen und Komplexe), dann fühle ich mich missbraucht und gehetzt und das macht mich sauer. Denn wenn ich schon dazu aufgefordert werde und wenn ich mich tatsächlich zu dieser Veränderung entschieden habe und es tatsächlich in Angriff nehme, dann erwarte ich, dass meine Partnerin ebenfalls ihre Emotionen, ihre Lust und Unlust und ihre Impulse im Zaun haltet, sonst kracht es gewaltig. Das was von mir erwartet wird, muss dies fordernde Person unbedingt, anstandslos und ausnahmslos ebenfalls erbringen. Wie soll ich meine Partnerin denn sonst noch ernst nehmen können? Auch meine Partnerin muss einen Karren ziehen, das will ich nicht in Abrede stellen. Aber niemand will, dass der eigene Karren überladen und missbraucht wird (bei Dir ist es, soweit ich es beurteilen kann, mindestens unbewusst auch der Fall). Und es braucht Lob, es braucht Ermutigung.

        Nun, das letzte, was ich hier noch los werden will, ist, dass die gleichen Probleme auch in vielen intakten Kernfamilien bestehen. Auch in diesen Familien geht es um unterschiedliche Erziehungsphilosophien, um unterschiedliche Ansichten über Ordnung und Sauberkeit, um unterschiedliche Sichtweisen zu Rollen und Verantwortungen. Die Frage, wer am Wochenende um 6.30 Uhr aufsteht und mit den Kindern spielt und wann und mit wem die Kinder Abends zu Bett gebracht werden, etc. müssen auch Ehepaare in Kernfamilien lösen. Die Herausforderungen sind überall die gleichen. Viele Ehen scheitern ja wegen solcher Fragen in Zusammenhang mit Kindern.

        Ich bin nicht das Mass aller Dinge, ich habe nicht das Patentrezept für die perfekte Familie. Das hat niemand.

  2. Maren sagt

    Wenn man einen Aufsatz getippt hat… alles wegen einer Cookiebestätigung weg ist und keine Lust mehr hat alles zu tippen.

    Denke an dich! Bleib wie du bist! Ändere Dich nicht, obwohl du es schon getan hast

    Welcome in my life

    • martha sagt

      …was der Grund ist, warum ich mittlerweile zwischendrin immer den Zwischenspeicher fülle oder im Zweifelsfalle den Text ins Mailprogramm kopieren, bevor ich irgendwas anklicke. Lernen durch Schmerz. I feel you 😉 😀

  3. Lilly sagt

    Hallo liebe „Stief“mamis,

    ich bin zufällig auf diesen Blog gestoßen und wollte ebenfalls meine aktuelle Situation schildern.
    Ich war 20 Monate mit einem Mann zusammen, der frisch getrennt war. Seine Frau hatte ihn betrogen und er wollte eine Frau, mit der er eine Familie gründen kann und noch mehr Kinder bekommt – damit hat er mich gecatcht.in diesen 20 Monaten musste ich mir Sachen anhören, wie: erst kommen meine Kinder, dann kommt nichts und dann kommst du. Das war wirklich sehr hart, aber ich dachte mir ok. Er liebt seine Töchter über alles. gerade als betrogener Mann hält man sich an seinen Kindern fest. Jedoch war es so, dass er bei mir nie seine Liebe wirklich zeigen konnte. Klar, mal ein Kuss hier, eine Umarmung da, aber das hat alles nach den ersten Monaten nachgelassen. Er konnte nicht „Ich liebe dich“ sagen – bei mir zumindest. Letztes Jahr haben sie Wechselwochen eingeführt. d.h. eine Woche waren die Kinder bei uns und eine Woche bei der Mutter. Ich habe den ganzen Haushalt geschmissen, Brotzeit, Wäsche, hab mich in seiner Abwesenheit um die Mädels gekümmert, Urlaube und Ausflüge organisiert. Es hat mir wirklich sehr viel spaß gemacht. Aber er hat das alles nicht wahrgenommen. Ich hab mich wie das 5. Rad am Wagen gefühlt. Seine Kinder konnte er immer umarmen, sie küssen, jeden Tag Ich liebe dich sagen. Wenn es um mich ging meinte er immer, er kann halt keine Liebe zeigen und wenn ich „Ich liebe dich “ sage, hatte er eine Blockade. Er meinte, da ich es ebenfalls erwarte, könnte er es nciht sagen. Die Kids haben mich oft angeschnauzt (9 und 11), aber er hat selten etwas gesagt. Gerade seine große Tochter klebt regelrecht an ihm und er macht alles für sie. Früher meinte sie immer, sie möchte Geschwister. Ganz plötzlich haben sie Nachts angefangen zu weinen, dass sie keien Geschwister möchten.

    Er wusste, dass ich heiraten und Kinder möchte. Meinte auch, dass er auch noch mehr möchte. In letzter Zeit hat er aber immer öfter erzählt, dass die Kinder keine Geschwister wollen.Auf die Frage, was er dazu sagt, kam „wir planen ja aktuell keine“. Obwohl ich schon auf die 40 zugehe und nach 20 Monaten auchmal eine Richtung einschlagen wollte, hat er wohl nie darüber nachgedacht.

    Ich musste vor kurzem Nachts weinen. Immer öfter und ich habe gesagt, dass ich mcih nicht geliebt fühle. Er hat eiskalt das Zimmer verlassen und meinte du heulst da rum und ich will schlafen.Ich hab ihm daraufhin eine lange Nachricht geschrieben, dass man das nicht macht und ich erwartet hätte zu reden, oder dass er mich in den Arm nimmt. Er kam kurz darauf ins Schlafzimmer und meinte: er möchte keine Kinder mehr. Wenn ich mich ejtzt schon so ungeliebt fühle und wir ein Kind kriegen würden, würde ich auf Platz 4 rutschen. Außerdem wäre es seinen Kindern gegenüber unfair, die wenige Zeit die sie mit Papa haben, auch noch mit einem weiteren Kind teilen zu müssen. Er meinte auch ich würde ihm dann Vorwürfe machen und ihn verlassen, mit dem Kind abhauen und ihn ausnehmen. Ich war fassungslos und hab egsagt, du willst doch nur keine Kinder mehr, weil deine Töchter keine Geschwister wollen. Daraufhin ist er laut geworden und meinte, ich soll seine Kinder da raushalten..Plötzlich kamen Beschuldigungen wie, ich würde doch nru alles zuhause machen, bis ich an mein Ziel gekommen bin. Meine Mutter hätte mal erwähnt, dass ich faul bin. Deswegen könnte ich mich ja ändern (das hatte wohl seine Exfrau nach der Hochzeit auch) und würde ihn jetzt nur manipuliere. Wieso ich überhaupt Kinder möchte. Ich sei doch gar kein Babytyp..

    Nun sind wir getrennt. Die Diskussion ging noch sehr lange weiter..Es gab auch nich weitere 1-2 Gespräche.

    Das alles kam von einem Mann, der unbedingt noch Kinder und eine weitere Familie haben wollte…
    Ich bin zutiefst gekränkt.

    • Liebe Lilly,

      es tut mir leid, was du da erleben musstest und ich kann verstehen, dass du jetzt sehr verletzt und traurig bist. Dabei schilderst du schon selbst einige Warnzeichen.
      Klar, wenn man frisch verliebt ist, dann hat man die rosarote Brille auf. Aber wenn ein Mann mir klipp und klar sagen würde, dass erst mal seine Kinder kämen, dann lange nichts und danach erst ich… Sorry, aber da wäre ich sofort weg. Ich begebe mich in keine Konkurrenz zu den Kindern, denn es sind Kinder und ich eine erwachsene Frau, die Partnerin des Mannes. Das bedeutet, dass Frau und Kinder auf einer anderen Ebene beide auf Platz 1 für den Mann stehen können. Wenn der Mann meint, mich mit seinen Töchtern vergleichen zu müssen, dann kann das gar nicht klappen.
      Warum hast du alles für ihn und die Kinder getan? Dich um alles gekümmert wie ein Aschenputtel und dich dann noch von den Kinder und ihm anschnauzen lassen? Wahrscheinlich hast du gehofft, wenn er erst sieht wie gut du dich um Haushalt und Kinder kümmerst, dann wird er dich auch lieben und sich für ein weiteres Kind entscheiden. Du hast versucht es dir zu verdienen, zu beweisen, dass du liebenswert und eine gute Mutter bist, aber so funktioniert es leider nicht. Dann noch die Tatsache, dass du dich ungeliebt gefühlt hast. Nicht jeder Mann kann „Ich liebe dich“ sagen, aber frau sollte sich dennoch geliebt fühlen! Taten sagen sowieso mehr als Worte. Aber dieser Mann war nicht bereit für eine richtige Partnerschaft. Für ihn warst du eine Konkurrenz für seine Kinder. Und das lag nicht daran, dass er Kinder hatte, sondern an dem Mann selbst. Der Mann muss dafür sorgen, dass es mit den Kindern und der neuen Frau klappt, er hat dich jedoch nicht als gleichberechtigte Partnerin gesehen.
      Sei froh, dass du ihn los bist und schau jetzt erstmal auf dich. Tu etwas, was dir gut tut – fahr in die Therme, geh mit Freundinnen aus, geh shoppen. Kümmer dich gut um dich selbst und hör beim nächsten Mann besser auf dein Bauchgefühl. Es gibt da draußen sicher auch den Mann für dich, der es nicht erwarten kann mit dir eine Familie zu gründen!
      Alles Gute für dich.

    • Hallo meine Liebe … es kommen mir viele Passagen in deinem Text bekannt vor …
      Ich weiß wie du dich fühlst …
      Leider sind diese Trennungspapas …. die 100% für ihre Kinder geben nicht beziehungsfähig .. glaube sie suchen nur Ablenkung oder jemanden der nur … funktioniert … .
      Er hat dir in Anführungsstrichen was vor gemacht …
      Warum bestimmen die Kinder das Leben ihres Vaters … mir ging es ähnlich…. habe über 3 Jahre …. daran fest gehalten…. nach einer langen Beziehung…. immer wieder geredet… getrennt …. und wieder zusammen….
      Ohne Ergebnis…. heute schläft er an den Papa WEs …. mit seiner 12 Jährigen Tochter in einem Bett … sie schenkt ihm Dinge …. wo …. your my one and onlay…. drauf steht ….

      Ich habe selbst zwei Kids …. und liebe sie sehr …. aber ich vergötterte sie nicht ….!!!!

      Bleib einfach bei dir selbst …. geweint habe ich auch jede Nacht in der Zweit …. war auch ohne …. irgendwelcher Resonanz…. aber wehe Mäuschen…. hatte was ….

  4. Franziska sagt

    Hallo Ihr Lieben,
    ich stehe auch gerade vor dem Absprung, wir sind seit 8 Jahren zusammen und mit seinen Kindern habe ich mich im Großen und Ganzen gut verstanden, auch aufgrund gemeinsamer Interessen. Dass er emotional sehr zurückhaltend ist und Logik für ihn alles ist und dass seine Kinder sehr sehr wichtig für ihn sind wusste ich auch. Jetzt sind sie in der Pubertät und wollen nicht mehr zur Mutter – und wir als Paar sind nicht mehr wichtig. Für das Wochenende war „unser“ Wochenende geplant, wir sollten jetzt zwei Wochen kinderfrei haben. Die Große hat dann spontan beschlossen erst am Montag zur Mama zu gehen. Er war damit einverstanden und es wurde mir so lapidar mitgeteilt und er kann sie verstehen. Ich hatte schon länger das Gefühl nicht mein Leben zu leben, aber ich ging an der Familie, am schönen Haus und Garten. Jetzt der Kick- „ich will das nicht mehr“. Ich habe ihm klar gesagt, dass meine Grenze erreicht ist, dass es mir wehtut, dass wir nicht zählen – es war ihm egal. Er kann verstehen, dass Tochter sich über den fehlenden Zusammenhalt beschwert. Was ist mit dem Zusammenhalt zwischen uns?? Wo ist die Paarebene?? Seine Antwort: „die ist Teil des Teams“. Als Teammitglied bin ich also gut genug aber das war es dann.
    Mir reicht es, ich bin am ausziehen. Mir tut es für meinen Sohn leid, aber ich werde mich für kein Kind weiterhin aufgeben, egal ob seins oder meins.
    Viel Kraft für euch alle!

    • Tina sagt

      Hey …. ich wünsche dir von Herzen alles Gute … ich weiß auch wie schwer es ist .
      Bewundere deine Entschlusskraft …. die fehlt mir noch .
      Ich bin momentan nur wahnsinnig enttäuscht, dass man dachte man liebt sich …doch wenn ich genau …. hin schaue ist es nur eine Zweckgemeinschaft … bei meinem Partner steht dich Tochter auch vor allem … das mit den WE kenne ich zu gut …. bei uns war die Antwort auf fehlende Zweisamkeit …. wieso du hast mich doch 365 Tage im Jahr …. sie nicht …. aha …. hab geantwortet…. dann hättest du nicht gehen müssen….!!!!
      Nun kam er heute auf die Idee…. außer der Reihe ihr ein Fahrrad zu kaufen …. sie fand es so toll…. bei Ihrer Mutter
      hat sie ein anderes Fahrrad.

      Was ich einfach traurig finde , ist die Tatsache…. dass es keine richtige Erziehung gibt ….. sie bestimmt alles …. und Absprachen gibt es keine ….

      Mein Weg geht auch in Richtung Trennung ….. denn ich kann so definitiv nicht mehr….

  5. Tina sagt

    Hallo meine Liebe.. bin jetzt auf den Artikel hier gestoßen und möchte gerne was drauf antworten.
    Es ist immer eine schwere Situation, vor allem wenn die Kinder noch klein sind und beim Partner starke Verlusstängste und Schuldgefühle vorhanden sind.
    Ich kämpfe jetzt seid 3 Jahren ….
    Kämpfen trifft es …. leider …

    Wenn man liebt und sich ein gemeinsames Leben aufgebaut hat, ist es oft schwer zu sagen , man lässt alles hinter sich und geht .
    Ich habe mir am Anfang vieles gefallen lassen und auch gehört …. die Kinder stehen an erster Stelle.
    Mein Partner und ich sind beide geschieden … ich war danach länger alleine und habe zwei Kinder groß gezogen … beide jetzt schon 20 Jahre alt … er kam aus einer Ehe von 23 Jahren … wo die beiden letzten Kinder … vier insgesamt…. als Rettung der Ehe her halten sollten …. beide jetzt 11 und 12 Jahre alte Mädchen….
    Derzeit kommt nur noch eines zu uns … da die Größe einen Streit mit ihrem Vater hatte und seid dem beleidigt ist .
    Leider mochten mich die Mädels von Anfang an nicht … egal was ich gemacht habe , sie waren extrem eifersüchtig auf mich und haben mich oft einfach ignoriert.
    Nun kommt nur noch die Kleinere …. alle 14 Tage am WE und in den Ferien… sie bekommt nun 100% Aufmerksamkeit von ihrem Vater … er tut und macht alles …. bis vor kurzem durfte sie noch in unserem Bett mir schlafen….und das Wort … nein …. bei Wünsche oder Fragen …. gibt es nicht …. er hat wahnsinnig Angst dass sie auch nicht mehr kommen will ….
    Er hat zu seinen beiden Söhnen auch keinen Kontakt mehr…. schon vor unsere Beziehung nicht ….
    Wenn seine Tochter hier ist …. darf ich putzen und kochen ….aber wehe ich sage etwas bezüglich Erziehung…. dann sagt er ….er macht es weiter so .
    Wir hatten bereits eine Trennung weil ich es nicht mehr ausgehalten habe… er kam bei mir wieder an und wollte einen Neuanfang…. geändert hat er gar nichts….sein Vorwurf ich wäre eifersüchtig und ich solle seine Tochter lieben wie meine Kinder…
    Leider merken die Männer erst immer viel zu spät was sie verlieren… und leider ist ihre Denkweise auch eine komplett andere ….
    Wichtig ist dass man definitiv egal wie sehr man liebt und wie viele Kompromisse man machen kann …. sich nicht selbst aufgibt ….
    Gespräche helfen …. manchmal redet man nur leider aneinander vorbei ….

  6. Sabrina sagt

    Hallo, ich kann dich so gut Verstehen!
    Ich bin erst 23 und mein Freund 28 hat einen Sohn 11jahre ich dachte auch am Anfang was ist schon dabei sie sehen sich alle 2wochen am Wochende Samstag Abend schläft er bei der Oma,hat mein Freund mir erklärt am Anfang. Inzwischen wohnen wir zusammen und alle 2wochen bin ich unendlich gestresst und merke das ich an den Wochenenden viel Zeit für mich brauche, was mein Freund nicht versteht, wenn der kleine da ist habe ich das Gefühl das mein Freund mit der Situation überfordert ist, der kleine spielt nur ps4 und will auch nicht mehr wirklich zur Oma. Ich hab immer das Gefühl Verantwortung zu übernehmen obwohl ich’s eigentliche nicht muss, alles überfordert mich zur Zeit so sehr! Wenn wir was Unternehmen worauf ich meist keine Lust habe weil ich mich dann wie das 5 Rad fühle ist das für mich richtig anstrengend, ich kann mit meinem Freund darüber nicht reden er versteht das nicht er meint immer sein Kind sieht er nicht so oft wie mich!

  7. carmen2505 sagt

    Hallo ihr lieben,
    ich bin 44 Jahre alt, habe eine 18 jährige Tochter aus einer früheren beziehung und habe vor 13 Jahren einen geschiedenen Mann kennen gelernt der selbst eine Tochter hat der Kontakt seitens der Mutter mit allen Mitteln verhindert wurde. Muss gleich dazu sagen das wir nicht zusammen leben! Gerade bei Festen sah man ihm an, das er oftmals mit seinen Gedanken wo anders ist, also nahm ich meinen Mut zusammen und machte mich auf die Suche nach seiner Tochter, die ich letzändlich auch fand. Wir trafen uns und verstanden uns prächtig allerdings machte mich etwas stutzig, das Sie zu mir von Anfang an….Mama…sagte. Es hat mich zwar sehr gefreut aber dennoch komisch. nach einer Weile wusste ich und verstand auch warum….und ich muss immer noch aufpassen das mir nicht der Kragen knallt. Sie erzählte mir das der neue Freund ( sie hatten Streit ), sie am Hals packte, zudrückte und die eigene Mutter…wenn man so etwas überhaupt Mutter nennen kann, deben drann stand und zuschaute, sie hat ihr Kind bei eisiger Kälte damals mit Sack und Pack vor die Tür gesetzt, Sie konnte ihren Traumberuf ( Privat ) nicht mehr weiter ausführen da die eigene Mutter die Beiträge nicht bezahlt hatte, Die Mutter räumte das Konto ihrer eigenen Tochter leehr und vergriff sich bis auf ein paar Euro auch an dem Sparbuch des eigenen Kindes. Wie ich das gehört habe, dachte ich erst es sei ein schlechter Witz. Ich habe sie unterstütz alles wieder in Ordnung zu bringen. Von der Ummeldung, Bankangelegenheiten ect. Sie hatte zwei Nervenzusammenbrüche und ich war rund um die Uhr für Sie da. Irgenwann lerne Sie jemand neuen kennen und zog weiter weg….der Kontakt schlief ein. Durch Zufall musste ich erfahren, das Sie wieder in meiner Nähe wohnte….wie gesagt…durch Zufall. Jeder wusste es…nur ich nicht! Als ich Sie darauf angesprochen hatte und da war ich ziemlich Sauer, entschuldigte sich bei mir und sagte mir das sie mich doch lieb habe….ok, vergeben und vergessen! Gestern dann der Knaller! Durch einen wirklich ganz blöden Zufall erfuhr ich von ihrem Vater das Sie Schwanger sei, er aber niemanden etwas sagen solle. Hallo???? Bin ich Niemand? Was mir wirklich den Schlag in die Magengrube versetzt hat, das Sie es ihrer ach so tollen Mutter als erstes mitteilte. Die Frau die ihr das alles angetan hat und sich sechs Jahre einen Scheiß um ihr Kind kümmerte. Schlimm finde ich dazu noch, das mir mein Partner auch nichts gesagt hätte, hätte ich die Bilder nicht zufällig entdeckt. Als Ausrede kam dann…..Sie hat mich gebeten niemanden etwas zu sagen und sie verlässt sich auf mein Wort! STOPP!!! NIEMAND??? Es weiß die beste Freundin von Ihr, die Mutter und ihr Vater. Ich bin also Niemand! Ich bin die Frau seit 12 Jahren an seiner Seite….halloooo….gehts noch! Ich könnte platzen. Ich bin sooooo Sauer, enttäuscht und verletzt, da mir bewusst wurde, das hätte ich die Bilder nicht gefunden, er es mir nicht erzählt hätte und enttäuscht von Ihr, das ich mir als NIEMAND, jahrelang Tag und Nacht den hintern aufgerissen habe.

    • Nelli Schein sagt

      Hallo,

      ich bin gerade frisch getrennte Stiefmutter von 2 Kindern (10 und 12) und hab auch noch mein Eigenes (4). Ich hab so das Gefühl, dass man als Stiefmutter nie ernst genommen wird, man darf den Haushalt schmeissen, den Kindern helfen ihre Hausaufgaben zu machen, sie bespassen aber man darf bloss keine Erwartungen an die Kids haben. Das ist echt schlimm was ich lesen muss, aber das bestätigt nur meinen Verdacht! Dass die Kinder einen NIE ABER NIE UND NIMMER akzeptieren wenn man sie nicht mit gross gezogen hat, mindestens ab 6 oder 7 Jahren! Heisst wenn man keinen Anteil an Ihrer Kindheit hatte! Ich wurde Samstags vom Vater vor den Kindern misshandelt und…..sie haben Ihn auch noch angefeuert und mich angeschrien!! Er war schon immer jährzornig aber diesmal ging er zu weit, er hat Türen aufgebrochen wo ich mich eingesperrt hatte aus Angst! Hat mich 12 mal am Arm gepackt, hat mich auch 11 mal geschubst! die Kinder meinten nur, ICH MACHE IHN AGGRESSIV! Sie haben mir während der ganzen Beziehung nur SEHR WENIG DANK gezeigt für alles was ich für sie gemacht habe! Ich muss sagen, ich bin erst 29 und der Papa schon 40! Ich durfte jeden Tag für 5 Personen Wäsche waschen, Spülamschienen einräumen, Toilette sauber machen und Böden wischen, einkaufen! Ich hab für die Kids oft Mitbringsel gekauft, Pizza, Eintrittskarten ins aquarium (60 euro), Eis usw. Nach alledem bekomm ich zuhören, dass Sie aus dem Haus verschwinden soll, sie mich anschreien (nicht das erste Mal)!Sie beschweren sich auch über meine kleine Tochter über Sachen die für kleine Kinder normal sind , zB weil sie ja „zu früh aufsteht“ (um 7 uhr morgens) Ich muss sagen! Ich hasse seine Kinder mittlerweile, er hat sie zu Respektlosigkeit erzogen, und nach der Aktion vom Samstag erst recht! ER darf mich anschreien und schubsen, und wenn ich mich wehre bin ich die Böse, die Kinder stehen immer hinter ihrem Vater und sehen mich als Feind auch wenn ER MICH ANSCHREIT UND SCHUBST!Er darf es ja, weil er Papa ist! Ich und meine Tochter sind sowieso immer die Bösen und machen eh alles falsch! Ich durfte den Kindern nichts sagen, nicht mal dass sie die Spülmaschine einräumen (1 mal in 1jahr hab ich sie darum gebeten, dann hat mir seine Mutter, ihre Oma mich aus dem Haus gejagt und meinte wegen mir wollen sie den Papa nicht besuchen!) sie müssen mit Samthandschuhen angefasst werden, es sind ja ganz arme Scheidungskinder! Im Streit hat mir der Vater meine Hausschlüssel weggenommen (wir wohnten zusammen) und die Kinder als Komplizen haben die Schlüssel vor mir versteckt und meine Sachen auch! Ich fühlte mich sowieso nie so, als ob das meine Familie wäre, wegen der Ablehnung der kinder! Auch wenn mir mein Freund immer das Gegenteil erzählt hat, ich weiss jetzt dass ich Recht hatte! Das tut mir ehrlich gesagt am meisten weh! Stiefmutter müssen immer einstecken, seit dem will ich kein Mann mit Kind mehr ! Oder nur mit Baby! Ich hasse seine Kinder deswegen würde ich nie zurückgehen, jede 2. Woche mit den Kinder war ich total gestresst! Kinder die dich nicht respektieren!Ein Horror! Bitte holt euch niemanden mit Kind! Ich auf jeden Fall nieeemehr!

  8. carmen2505 sagt

    Hallo….derzeit bin ich komplett von der Rolle aber dazu muss ich etwas ausholen. Ich habe vor 12 Jahren einen Mann kennen gelernt der geschieden war und seine Frau ihn regelrecht Finanziell ausgezogen hat aber ich habe immer hinter Ihm gestanden egal was war. Durch unsere Gespräche erfuhr ich auch das Er eine Tochter hat zu dem Ihm der Kontakt von seiner Ex regelrecht unterbunden wurde. Er dachte sich damals, das das Kind nicht leiden muss bei der ständigen Auseinandersetzung, sucht Er den Kontakt nicht und wartet bis Sie alt genug ist, so das Er ihr alles in Ruhe erklären kann ( heute weiß Er, das das damals ein rießiger Fehler war ). Da ich bemerkte ( ich bin auch Mutter ) das es Ihn schmerzt, habe ich mich auf die Suche gemacht und habe Sie gefunden….leider nicht so wie ich es mir in der Vorstellung erhoffte. Sie war ein nervliches Wrack aber dennoch verstanden wir uns auf Anhieb und Sie besuchte mich noch gleich am selben Tag. Wie Ihr euch vorstellen könnt war die heulerei zwischen Vater und Tochter groß und von da an nannte Sie mich Mutti…was ich erst nicht verstanden habe. Als wir miteinander sprachen, eröffnete Sie mir das Außmas…..ich könnte heute noch platzen vor Wut und Zorn. Diese Person…sorry in meinen Augen eine Bitch…hat zugelassen, das der Lebensgefährte sie am Hals packt und zudrückt und diese Person steht daneben, diese Person hat Sie bei eisiger Kälte damals mit Sack und Pack vor die Tür gesetzt, diese Person hat dafür gesorgt das Sie ihre Ausbildung nicht weitermachen konnte da keine Beitäge gezahlt wurden, diese Person hat das Konto und das Sparbuch ihres eigenen Kindes leehrgeräumt, diese Person hat sich über 6 Jahre einen scheiß um ihr Kind gekümmert. Ich hingegen war…obwohl Sie schon über 18 Jahre alt war und nicht mein leibliches Kind, rund um die Uhr für Sie da. Habe versucht an Weihnachten ein Familienfest herzustellen das es ihr an nichts fehlt, bin alle höhen und tiefen mit Ihr durch gegangen ect. Dann vor einem Jahr zog Sie weg und der Kontakt schlief ein…was mich sehr traurig machte und ich Ihr das auch sagte. Ich erfuhr so nebenbei…und das durch Zufall, das sie wieder bei uns in der Nähe wohnt….aber nicht von Ihr….das wüsste ich heute wahrscheinlich noch nicht. Und jetzt habe ich durch Zufall durch das einsehen von Bildern erfahren, das Sie Schwanger ist aber niemand etwas erfahren soll. Bin ich niemand? Ihre beste Freundin, die Bitch und ihr Vater wissen es……und ich? Ich vergaß….ich bin niemand! Ich bin soooo verletzt, traurig, wütend aber das schlimme daran ist das es niemand versteht, im Gegenteil….ich werde gefragt warum ich mich denn jetzt so aufrege. Halloooo….lebe ich auf einem anderen Planeten? Ist das vielleicht normal?

  9. S.B. sagt

    Hallo Rena,
    Ich bin gerade auf diesen Blog gestossen, wie geht es Dir oder besser gesagt, wie hast du dich entschieden?Ich bin auch Stiefmutter von 2 Kindern (13 und 11), wir haben auch einen gemeinsamen Sohn (4)! Momentan läuft es bei uns auch nicht gut, bin momentan am Zweifeln, ob eine Trennung nicht die bessere Lösung wäre, aber da ist ja noch unser Sohn, wenn er nicht wäre, hätte ich mich wahrscheinlich schon längst getrennt!
    Immer wieder dieses Zurückstecken, alles muss auf die Kinder ausgerichtet sein!wir haben nur eine 3 Zimmer Wohnung, die Kinder schlafen auf Matratzen im Wohnzimmer (sie kommen alle 14 Tage + Hälfte der Ferien), man hat hier null Rückzugsmöglichkeiten, und wenn ich mich mal zurückziehe, gibt es nur Vorwürfe!
    Mit seinen Kindern macht er gar nichts, um sich nicht beschäftigen zu müssen laufen die Konsolen oder der Fernseher; ich versuche meinen Kleinen oft dort rauszuholen, gelingt mir aber auch nicht immer, er liebt seine Halbgeschwister sehr!
    Ich hätte auch gerne ein ganz normales Familienleben…ohne diese Einschränkungen auch finanzieller Art!
    Sorry wenn alles furcheinander wirkt, aber ich mache das jetzt seit fast 8 Jahren, und ich würde nie wieder einen Mann mit Kindern nehmen!

    • kerstin sagt

      Nach 8 Jahren kannst du nicht mehr kneifen!!!! Dafür hast du schon zu lange durchgehalten und du willst ja wissen, wie das Leben so wird, wenn die ständige Besuchs-Nummer dann durch ist.

      • S.B. sagt

        Hallo Kerstin,

        mehr oder weniger habe ich durchgehalten, ich glaube aber langsam, dass wir einfach nicht zusammen passen…er verhält sich teilweise so respektlos mir gegenüber, auch vor deinen Kindern, das wird sich wahrscheinlich nicht ändern, oder nur wenn ich etwas ändere…seine Kinder können nichts dafür, aber ich habe auch noch ein Leben!
        Vielleicht geht es mir ohne ihn besser…ich weiss gerade überhaupt nicht mehr was ich denken und fühlen soll…

    • ma sagt

      Hallo S.B.
      Mir gings letztes Jahr auch so, dass ich mich trennen wollte. Da war ich schwanger mit dem zweiten Kind und es wäre alles andere als einfach gewesen, aber ich hätte es durchgezogen! Wenn nur unser gemeinsamer Sohn (ebenfalls 4, wie deiner) nicht wäre. Es wäre für ihn zu viel gewesen: Trennung vom Papa und dann ein neues Geschwister, das die Mama braucht.

      Wenn ihr Euch trennt, wird dein Sohn ebenfalls an diesen Konsolen-Wochenenden mit dabei sein, denn dein Mann wird die Besuchstage so einzurichten wissen, dass alle Kinder miteinander kommen, was ja auch noch Sinn macht. Dann hast du gar keinen Einfluss mehr. Es ist dann niemand mehr da, der deinen Sohn da raus nehmen wollte oder der versteht, warum er nachts plötzlich Angst hat, z.b. (mit 4 haben die ja schon noch grosse Phantasie und es hat einen Sinn, warum manche Filme und Games erst ab 6 zugelassen sind!)

      Wie findest du die Idee, den TV auf den Dachboden zu stellen? Dann müssten sich Papa und Belegschaft eine andere Beschäftigung suchen. Oder du planst an den Wochenenden einen Exklusivtag für dich und Sohn, z.b. bei der Verwandtschaft oder Freunden, im Zoo, im Erlebnis-Spielpark etc. Dann erfährt er vielleicht nicht mal, dass seine Geschwister kommen. Wenn die dann fragen, sagst du: „ihr hängt ja nur an den Konsolen rum, was soll ein Vierjähriger dann hier? Kinder brauchen Bewegung.“ Vielleicht ändern sie von sich aus was? Vielleicht hats ihnen nur noch nie einer gesagt? Oder lädst die Schwiegermutter ein, da diese ja vielleicht ihre Enkelkinder mal wieder sehen möchte. Nach dem Essen, wenn sie sich vor ihre Konsolen schwingen wollen, geht ihr auf einen Spaziergang mit der Grossmutter. Da wäre es doch schon sehr unhöflich, wenn die Kinder nicht mitkommen würden, oder? Über die Stiefkinder kannst du nicht entscheiden, aber über deinen Sohn schon. So hast du ihn dann auch weg von der Konsole. 😉

      • Kerstin sagt

        Den Fernseher einfach auf den Dachboden bringen – so ohne Vorwarnung – das könnte aber zu einer gaaanz schwierigen Diskussion kommen. Das würde ich mir also wahrlich nicht antun und schon gar nicht, wenn dann auch noch seine Kinder dabei sind, die sicher auch nicht spontan begeistert sind, bringt man sich selbst in eine ganz ungünstige Position.
        Ich halte es für besser, dass das im Vorfeld gemeinsam besprochen wird. WAS wird unternommen – wieviel Konsolen-Zeit ist okay?
        Und ja – wenn mir so eine „Veranstaltung“ irgendwie zu bunt wird, dann ziehe ich mich komplett raus. „Deine Kinder – DEIN Wochenende mit ihnen – viel Erfolg – viel Spaß und tschüß!“

        Als erwachsene Menschen mit gemeinsamen Kind sollte man wirklich in der Lage sein, dass man sich da ganz klar artikuliert. WARUM man sich in der Situation überhaupt unwohl fühlt – was man ändern müsste, damit es annehmbarer wird usw. und so fort. Wichtig ist es halt nur, dass man keine Vorwürfe von sich gibt ala: „IMMER machst DU…. NIE kümmerst DU….!“ Besser: „Ich fühle mich sehr unwohl dabei, wenn wir auf engstem Raum hier zusammengefercht jedes 2 Wochenende verbringen – vermutlich fändest du es auch nicht so toll, wenn ich jedes „freie“ Wochenende meine Eltern/Geschwister/Freunde anschleppen würde und sie dort wie selbstverständlich einquartiere und sie nach gut Dünken dort den ganzen Tag vor sich „hin leben lasse“. Auf den Einwurf, dass man das jetzt ja nicht vergleichen kann, da es ja SEIN eigen Fleisch und Blut ist und er doch verpflichtet ist, dass er sich KÜMMERN muss, kann man noch mal erklären, dass es grad darum geht, wie es sich für DICH anfühlt, damit er die Situation nachempfinden kann und es kein Vorwurf ist, DASS sie bei ihm sind. ABER dann muss man sich eben auch kümmern und ein klein wenig organisieren.

        Vielleicht gibt es auch für dich räumliche Lösungen, mit denen du glücklicher wärst. Ala die Kinder werden in der Zeit im Kinderzimmer eures Kindes untergebracht – oder ihr räumt in der Zeit euer Schlafzimmer und wechselt ins Wohnzimmer (gutes Schlafsofa wäre da ja von extrem Vorteil). Ich denke, es gibt auch auf kleinstem Raum durchaus Lösungen, nur muss man sich erst mal die Gedanken dazu machen, wie es anders gehen könnte….

        Natürlich kann man immer gehen, wenn all das so gar nicht hinhauen sollte. Nur im Vorfeld sollte man wirklich drauf bedacht sein, dass man GEMEINSAME LÖSUNGEN findet.

      • S.B. sagt

        Hallo,

        wie kerstin schon schrieb, den Fernseher verbannen könnte zum Riesenproblem werden; sowas kann und will ich auch nicht machen! Jetzt kommt gottseidank endlich der Sommer und dann geht es auch wieder raus ins Freie oder den ganzen Tag ins Freibad…die Aufteilung der Zimmer (alle 14 Tage) wird, denke ich so bleiben, es gibt einfach keine andere Lösung!Aber die Kinder werden ja auch grösser und die Tochter (13) wollte auch schon ein paar mal nicht zum Papa, weil sie bei uns keine Ruhe hat oder mit ihren Freundinnen etwas unternehmen wollte.
        Danke für eure Tipps, ich muss vielleicht auch meinen Standpunkt klarer äussern und versuchen mich abzugrenzen, es sind seine Kinder und nicht meine…

      • ma sagt

        Stimmt, Fernseher auf den Dachboden stellen, ist nicht die beste Idee! Da braucht es wie immer sehr sehr sehr vorsichtige Gespräche mit dem Herr Papa im Vorfeld.

  10. Rena sagt

    Hallo Kerstin, hallo Rest,

    das Problem ist dass er vorher als er alleine mit der kleinen war immer zusammen mit ihr im Bett geschlafen hat und die kleine auch zuhause bei Mama und freund im bett schläft!
    Bei uns jetzt nicht mehr und das auch ohne Probleme, aber diese Aussagen finde ich trotzdem irgendwie komisch, als würde ich was wegnehmen und er in dem Moment eigentlich gar nicht neben liegen will! Er meint das ist nicht so, dann versteh ich aber auch die Aussage nicht!
    Ich komm auch manchmal mit meiner Eifersucht auf sein Verhalten zu der kleinen nicht klar, ich wünsch mir irgendwie die selbe Aufmerksamkeit und das ich auch so wichtig bin. Und ich kann die Kleine nicht getrennt von der Mama sehen. Ich verbinde Sie immer mit seiner Ex…und das komische wenn wir zusammen ist und sie da ist, ist alles gut für mich, wenn sie nicht da ist! Und er einen anruf oder eine nachricht oder ein bild bekommt, kommt das in mir hoch und macht mich verrückt und ich fühle mich so schlecht deshalb.
    Ich will das auch, dass er sich auch so freut mich zuhören und dass wir auch ein Kind haben über das er sich so freut! Und ich weiß dass es dämlich ist!

    Und wie deutet ihr das, dass die kleine zu ihrer Mama gesagt hat, sie hätte jetzt zwei Mamas?
    Weil sonst wenn sie anruft oder so, fragt sie nie nach mir!

    • Nachtluft sagt

      Moin Rena,
      ich finde es ein bisschen schwierig, dir Tipps zu geben, weil ich das Gefühl habe, dass du aktuell (noch?) in einer Phase bist, wo du das Verhalten deines Freundes ganz arg entschuldigst und rechtfertigst und dass du auch nicht bereit bist, wenn es wirklich „hart auf hart“ kommt, Konsequenzen zu ziehen.
      Ich bin seit 1,5 Jahren in der Situation mit dem „Mann mit Kind“. Ich hatte in den ersten zwei oder drei Monaten auch eine Art „Eifersuchtsgefühl“. Dann habe ich mir aber klargemacht, dass ich gar nicht auf das Kind eifersüchtig sein muss, weil das Kind eine ganz andere Art von Liebe vom Vater bekommt als ich, denn ich bin seine Partnerin. Und ich hab auch über all diese Gedanken mit meinem Partner gesprochen. Er hat mich anfangs ziemlich verwirrt angeschaut, wegen des Seelen-Striptease. Ich hab ihm dann aber klargemacht, dass die Situation für mich total schwer ist, weil ich das Gefühl habe, dass ich nicht so wichtig bin und dass es an ihm liegt, mir dieses Gefühl nicht zu geben und dass es aber auch von meiner Seite etwas erfordert, das wusste ich, aber ich konnte es noch nicht benennen. In mir war die Angst, dass er zur Mutter des Kindes zurückgehen könnte, weil ich das Gefühl hatte, dass sie durch das Kind einen Großteil seines Lebens bestimmt. Reden, reden, reden…. das war für mich des Rätsels Lösung.
      Und ich wusste immer: Wenn es mir mit der Situation nicht mehr gut geht, weiß ich, wo die Tür ist. „Zu gehen“ war immer und ist auch heute noch eine Option für mich. Jederzeit! Er droht mir niemals damit, dass ich gehen muss, wenn etwas „doof läuft“, aber ich weiß, dass ich frei bin. Ich liebe ihn. Aber MICH liebe ich auch.
      Und seine Ex…..leidiges Thema. Auf sie war ich anfangs besonders eifersüchtig, weil sie mir etwas Wichtiges genommen hatte, in meinen Augen. Einfach die Tatsache, dass ich so viele Dinge mit ihm nicht zum ersten Mal erleben werde. Ich werde nicht die erste Frau sein, die ihm strahlend erzählt, dass sie von ihm schwanger ist. Oder die Freuden und kleinen Merkwürdigkeiten einer Schwangerschaft…. und alles, was damit zusammenhängt, werden wir nicht zusammen „zum ersten Mal“ erleben. Und auch darüber haben wir gesprochen. Er hat mir alle Ängste genommen. Ich sah am Anfang auch immer die Ex, wenn ich die Kleine sah. Das hat sich relativiert, mit der Zeit. Die Kleine hat ja eine eigene Persönlichkeit, geprägt von der Mutter zwar, aber je besser ich sie kennenlernte, desto eher wusste ich, was ich von den ganzen Kleinigkeiten zu halten habe.
      Du musst vielleicht (so wie ich) an deinem Selbstwertgefühl arbeiten. Dabei könnte dein Freund dir helfen, wenn er es denn möchte…. Wenn du mit dir im Reinen bist, können solche „Angriffe“ dich nicht mehr so sehr verletzen. Und du musst auch klare Grenzen für dich ziehen. Bis wohin lasse ich jemanden an mich heran. Nicht jeder hat die gleiche Grenze….
      Und dass das Kind mit 4 Jahren sagt, dass es jetzt zwei Mamas hat, kann viel bedeuten, muss es aber nicht. Mit vier sagen Kinder sehr viel. Die Mama wird so eine Aussage vermutlich nicht freuen. Unsere Kleine erzählt mir aktuell regelmäßig, dass sie nur eine Mama hat. Ich bestätige das. Sie hat nur eine Mama. Sie hat ja auch nur einen Papa. Das gebe ich ihr dann auch gern mit auf den Weg, weil die Mama wohl gern (bei ständig wechselnden Partnern) auf die Idee kommt, jeder dahergelaufene Kerl, mit dem sie zwei oder vier Monate etwas hat, könnte der „neue“ Papa sein. Darauf gebe ich aktuell nicht viel, weil sie dann eben doch ERST vier ist und von Mama und Oma „gesteuert“ wird und immer wieder gesagt bekommt, dass ich ihr nichts zu sagen habe und dass sie keine zweite Mama braucht, weil sie eine hat usw. Dabei wollte ich NIEMALS ihre Mama sein oder ersetzen. Im Leben nicht.
      Ich denke, dass deine „Probleme“ eine Frage der Einstellung und der Kommunikation mit deinem Partner sind. Ich meine das nicht böse, aber ich habe das auch durch. Aber: Ich hab sehr früh angefangen mit meinem Partner zu reden, weil ich gemerkt habe, dass einiges falsch läuft und mein Selbstschutz schon früh „angeschlagen“ hat.
      Lass‘ dich nicht unterkriegen und fühl‘ dich gedrückt!

      • Rena sagt

        Hallo Nachtluft,

        die letzten Tage ist unser Verhältnis viel besser geworden und er gibt sich viel mehr Mühe mir zu zeigen, dass ich eben auch wichtig bin und dass ich ihm auch viel bedeute!

        Ich kämpfe trotzdem oft mit meinen Gefühlen und mit dieser eifersucht die ich ja noch nicht mal greifen kann irgendwie!

        Er sagt auch immer, die kleine wird es immer schwerer im Leben haben als unsere Kinder, die bei uns groß werden blabla. Und das nervt so und das sehe ich auch nicht so! Erstens kennt sie es nicht anders, weil Mama und Papa sich schon während der Schwangerschaft getrennt haben und zweitens hat sie doch viel mehr Quality Time mit uns als wenn unsere Kinder mit durch den Alltag müssen.

        Letztens ist sie Nachts wach geworden und hat geweint was eigentlich nie passiert! Und das zwei mal! Da kam er dann zu mir und meinte dann wenn sie jetzt nicht einschläft hol ich sie zu uns. Woraufhin ich dann auch nur meinte ähm nein! Du kannst gerne zu ihr gehen bis sie eingeschlafen ist, aber sie kann auch in ihrem eigenen Bett wieder einschlafen!

        Und ja mit dem alles das erste Mal erleben, das hab ich auch! Oder ich hab auch Angst, dass er unsere Kinder eben nicht so liebevoll duscht oder die Haare föhnt, so dumme Kleinigkeiten die mich aber sehr verletzen würden! 🙁 Und vor denen ich Angst habe. Oder dass er sie nicht so voller Stolz anschaut! Und wenn er seine Tochter jetzt so anschaut werd ich leider eifersüchtig, nicht auf die kleine, weil ich sie wirklich lieb habe mittlerweile und die Zeit auch genieße, aber ich denke immer er muss doch sehen dass sie wie die Ex aussieht und verbinde das dann direkt!

        Ich möchte auch nicht ihre Mama ersetzen und sag ihr auch immer dass ich ihre Freundin bin!

        Ja und Kommunikation ist schwierig! Immer wenn ich mal was sage und auch niemanden da mit beleidige oder verletzte sondern einfach nur erklären will wie es mir manchmal geht wird er böse.
        Wenn ich zum Beispiel sage, für mich ist es manchmal nicht leicht, dass deine Ex immer da sein wird, aber da muss ich klar kommen das weiß ich, aber geb mir doch auch mal das Recht kurz wütend zu sein. Wird er sauer, denn ich wusste ja wie es ist und er hätte sich das gute Verhältnis schwer erarbeitet! Oder wenn ich sage, manchmal ist es eben nicht einfach, dass ich teilen muss, wird er auch böse und denkt ich will sein kind nicht, aber so ist es nicht! Manchmal hätte ich nur lieber einfach uns! Und das kann er irgendwie nicht nachvollziehen und irgendwie ist es ja auch egoistisch von mir, da hat er ja auch Recht!

        Ich würde so gern einfach mal zur Ruhe kommen! Und klar hat man immer die Option zugehen, aber so lange ich im Moment merke, dass sich auch von seiner Seite viel positiv verändert, ist es ja gut!

      • Neuland sagt

        Hallo Nachtluft,
        deine Nachrichten haben mich unendlich bewegt. Ich bin seit einigen Monaten mit einem Mann mit Kind zusammen und ich würde mich so freuen, mit dir in Kontakt treten zu können. Wäre das möglich?
        Schöne Grüße von Julia

    • Teres sagt

      Hallo Rena
      Mit meinem Partner war es anfangs auch total schwierig. Was mir half waren meine gründlichen Internet Recherchen, ich habe viele gute Artikel gefunden die mir geholfen haben, mich meinem Partner verständlicher auszudrücken. Ich habe ihm beispielsweise des öfteren gesagt, dass ich mich (bin öfters ab Kleinigkeiten ausgeflippt) in meinem Status als seine Partnerin verletzt fühle (er meinte zuerst ich wäre eifersüchtig auf seine Tochter). Dieser Artikel hat mir beim Gespräch mit meinem Partner sehr geholfen: http://relationshipresourcecenter.com/articles-concerning-relationships/other-relationship-issues/status-issues-in-stepfamilies/

    • Kerstin sagt

      Wie deute ich das? Puhhh… vielleicht hat die Mama ihr ja erzählt, dass irgend eines der männlichen Wesen in ihrem Leben fortan auch als „Papa“ tituliert werden dürfe. Woraufhin das Kind ja 2 Papas „hätte“. Und da ihr „anderer“ Papa ja auch eine Frau hat, wäre es ja nur eine logische Schlussfolgerung, dass es auch 2 Mamas geben kann. Oder das Kind stellt es intuitiv zur Frage und bezweifelt das, dass das „geht“ und möchte von euch eine Aussage dazu haben. „Ja, genau so ist das“ oder eben auch: Nein, man kann nur eine Mama und einen Papa haben!“ Oder irgend jemand hat irgendwo einen Kommentar dazu gebracht, oder sie hat irgendwo etwas aufgeschnappt – das weis man nicht.

      Deine anderen Gedanken kann ich absolut nachvollziehen, obwohl ich mich nicht für eifersüchtig halte (normalerweise). Ich lebe da wirklich so das Ding: „Reisende soll man nicht aufhalten….“
      Es hat mich einfach immer nur GENERVT – dieses Gemache und Getue…. „Ich lass mal die Kinderzimmertür auf“ Ich: „Hallo? Für den plötzlichen Kindstot ist man aber wohl mit 7 und 9 Jahren zu alt, oder wollen wir jetzt fröhlich den Schnarchgeräuschen lauschen???“

      Ich wollte nicht, dass ich so oder ähnlich behandelt werde oder dachte, dass mir deswegen etwas fehlt, weil diese beiden so „seltsame Zuwendung“ bekamen. Trotzdem ging es mir übelst auf den Keks, dass sie so überzogen in Watte gepackt wurden. Auch hätte ich mir nicht gewünscht, dass ein evtl. gemeinsames Kind so behandelt werden würde. (Das hätte ich auch wirklich als „unnormal“ empfunden). Mein persönlicher Lieblingsspruch von ihm war auch immer: „Die armen Kinder haben ja sonst nichts und sollen doch auch mal eine Freude haben!!“ (Hallo??? Gehts noch???)

      Ich wusste immer, dass er das seltsam überzogen sieht, aber trotzdem, da kann man auch überall Vorwürfe rein interpretieren… („Alles nur DEINETWEGEN“). Den Schuh habe ich mir aber nie angezogen.
      Scheidungskinder sind wohl heute nicht zwangsläufig dazu verdammt, dass aus ihnen nichts „wird“ – außer psychopathische Massenmörder vorzugsweise ohne Schulabschluss … (so hat der Gatte das fast hingestellt, als wenn er quasi die Weichen mit seinem Auszug in diese Richtung unausweichlich gelenkt hätte – zumindest in den ersten 1-2 Jahren ….).

      • Rena sagt

        Ja von solchen Sachen bin ich auch oft genervt, aber rege mich dann einfach über mich selber auf! Er geht auch immer zwischendurch gucken, wenn die kleine schläft! Und dann denk ich auch ‚Oh man was soll denn sein‘ und eigentlich stört es ja nicht. Ich hab dann nur wieder den dummen Gedanken, wird er bei unseren Kindern auch so fürsorglich sein?

        Und ja die Aussage, dass sie es immer schwieriger haben werden als andere Kinder, kenn ich von ihm zu genüge und sehe das als vollkommenen Schwachsinn an! 🙁

        und zum Thema, klar ist es eine andere Liebe zum Kind als zur Partnerin. Aber das Kind ist doch trotzdem immer an erster Stelle und wenn es hart auf hart kommen würde, würde ich immer den kürzeren ziehen. Was ja wenn es mein Kind wäre ok ist, weil dann ist es ja auch mein Fleisch und Blut und liebt mich genauso, wie den Papa. Aber so finde ich es sehr schwierig!

  11. Rena sagt

    Und wie geht ihr mit dieser Wut und bei mir ist auch teilweise Eifersucht auf die Ex um? Wird das weniger?

    Und wie macht man einem Mann klar, dass man gleichgestellt ist und nicht die Tochter immer Nummer eins? Es ist so schwer bei uns, ich gehe mit der Kleinen so um als wäre sie auch mein Kind, weil Sie auch echt ein super liebes Kind ist. (Ausser dass ich nicht mit ihr in einem Bett schlafen möchte) Aber ich setze eben auch so Grenzen und möchte nicht dass immer Geschenke gekauft werden. Wenn ich das äusser ist er sauer und denkt ich gönn es ihr nicht!

    Oder auch die Nummer mit den Zimmern, da frag ich mich ist es nicht eigentlich dumm von mir dass jetzt schon auszudiskutieren wo noch keine Kinder da sind. Aber dann denk ich mir auch wieder, ich möchte es vorher geklärt haben.

    Und Kerstin so ist es bei uns auch manchmal! Bei seinen Freunden möchte er Lina immer irgendwie dabei haben, aber wenn bei mir mal was ist, heißt es oft da haben wir ja Lina. Wir haben auch oft grundsätzlich andere Ansichten, er möchte die kleine immer beschützen, beim toben oder wenn Tiere da sind, soll sie sie nicht anfassen, weil die dreckig sind. Das kann mich so nerven! Soll sie dich hinfallen und ihre eigenen Erfahrungen machen und soll sie doch Tiere streicheln dass ist meiner Meinung nach wichtig! Das nervt mich manchmal! Auch immer dieses diskutieren, wenn sie was nicht will nicht oder mag! Da find ich muss man auch mal Standhaft bleiben und nicht mit einer 4 jährigen diskutieren. Hätte er bei mir nur 10 % von diesem Verständnis wäre es toll!
    Auf der anderen Seite ist er dann bei manchen Sachen auch wieder so ruppig und nicht feinfühlig, wo ich dann danach sagen muss. Das war unnötig sie versteht dein Verhalten in den Momenten nicht!

    • Kerstin sagt

      Erst mal – die Wut auf die Ex wird weniger… anders. (Bei uns ist es noch viel schwieriger, weil sie wirklich eine extrem anstrengend/kranke Persönlichkeit ist). Da sie mit mir eh nicht spricht, konnte ich eine innerliche Distanz aufbauen und auch mein Mann kann mittlerweile einfach nur noch lachen, wenn sie wieder eine Aktion bringt. Sie begreift es einfach nicht (das ihr niemand was böses will, sich wirklich über Entlastung FREUEN könnte und dankbar sein kann, dass sie seit 9 Jahren jeden Monat brav ihren großzügigen Unterhalt überpünktlich bekommen hat).

      *lach* Bei uns ist es so, dass Mann weis, dass er nicht mit seinen Kindern bei seinen Freunden auftauchen braucht. (das sollte einem zu denken geben – gibt es mittlerweile auch). Also muss er einfach nur meine Jungs fragen, ob sie „aufpassen“. Das ist also völlig unkompliziert, wenn MANN will. Mittlerweile will er das auch. Seine Kinder sind 9 und 12 Jahre alt…. Anfänglich hatte er immer dieses Gefühl, dass er sie „übertüddeln“ muss – mit Essen (völlig unangebracht), Anwesenheit, alles Abnehmen UND Geschenken (sag mal was zum Wert, um welche Summen wir hier so sprechen).

      Vieles bringt einfach die Zeit. Bei uns war es wirklich so, dass mein Mann sich oft angegriffen hat, wenn ich irgendwas thematisierte (sei es wirklich ganz schlimmes Übergewicht, Krankheiten, motorische oder sprachliche Defizite). Was bei mir erst mal als Besorgnis angedacht war. Das war für ihn gleich der exzessive Angriff. Das hat mich immer sehr sauer gemacht. Später nach der Kindergartenzeit zeigte sich klar, dass es für alle besser gewesen wäre, sich einmal meine Gedanken zu machen und das einfach mal hinzunehmen, wenn ich sage, dass es so ist (komme ehemals aus der Medizin und denke mir ja nichts aus).
      Da musst du aber wirklich selbst durch Gespräche an einen Punkt kommen, dass der Mann kapiert, dass du dem Kind nichts „böses“ willst.

      Tiere… Wir haben irgendwann beschlossen, kein gemeinsames Kind mehr zu bekommen, weil alles ohnehin schon super anstrengend war. Daraufhin habe ich meinen Wunsch nach einem Hund erfüllt bekommen, mein Mann fand später ein verlassenes, nasses Katzenbaby in unserem Garten… Damit ist die Thematik durch… Natürlich fassen die Kinder die Tiere an. Haben sie aber auch vorher schon im Tierpark (Streichelwiese, oder bei Freunden).
      Zum Hinfallen oder ausprobieren lassen kann ich auch gar nicht viel sagen. Der Junge mit dem Übergewicht, hatte immer Probleme mit uns Schritt zu halten, war auch nicht so bewegungsfreudig, weil das einfach nicht ging. Der andere hat kein Gespür für Gefahren. Da musste man immer exzessiv aufpassen, der wer dir sonst wirklich bis 5 Jahre planlos vor ein Auto gerannt. So, dass wir halt immer zugesehen haben, dass wir irgendwo hin kamen, wo es sicher war. Dort war er auch nicht sonderlich risikofreudig, was Klettern oder ähnliches anbelangt hätte.
      Ein unproblematisches Kind, was keine Bewegungseinschränkungen hat, dass sollte aber wirklich seine eigenen Erfahrungen machen dürfen. Wie steht die Mutter zu der Thematik? Weist du das?

      Die Kinderzimmernummer….. Ich würde die völlig außen vor lassen. Wirklich. Ich denke mal, dass wenn der Rest klappt, dann ergibt sich das einfach als logische Konsequenz aus dem Alltag heraus. Für 1 Kind ist ja zunächst ohnehin noch unproblematisch Platz, wenn ich das richtig verstanden habe. Dann muss ja erst mal das erste kommen, dann das zweite und dann sieht Mann schon, wie das so ist. Und was Sinn macht…. Außerdem muss man das sowieso immer und immer wieder an die Lebenssituation anpassen und kann das nicht für die nächsten 10 – 15 Jahre FEST planen. Wie das zu laufen hat….. (Bei der Stieftochter, die jetzt schon 18 Jahre alt wird, da war es anfangs so, dass sie gemeinsam mit meinen Jungs im Zimmer schlafen WOLLTE – da waren sie 6 und 10 Jahre alt). Wir hatten ganz andere räumliche Möglichkeiten und Vorstellungen und da steht das Kind (300 km von daheim entfernt) und beharrt drauf, dass sie doch alle drei in einem Zimmer schlafen KÖNNTEN…. (ja – klar – ist ja wenig Aufwand, dass machbar zu machen). Ebenso hatten meine Jungs Phasen, wo sie 2 Kinderzimmer hatten, aber in einem schlafen wollten.

      Gedanken kann man sich da ohne Ende machen, aber so richtig erlebt und organisiert man das ja erst, wenn es auch wirklich an steht und aktuelles Thema ist.

      • Rena sagt

        Ich bin beruflich so viel unterwegs, dass ich immer länger zum antworten brauche. Die letzten Tage waren eigentlich super und ich habe auch das Gefühl dass sich bei ihm einiges getan hat! Wir hatten aber auch eine Woche komplett kind frei in der wir wirklich viel mehr zu einander gefunden.

        Jetzt hatten wir die kleine wieder und es war alles super mit ihr! Sie hat ihrer Mama erzählt dass sie jetzt zwei Mamas hat und ist auch echt sehr lieb zu mir!
        Zum Thema bemuttern oder Angst, gestern war wieder sowas…die Kleine hatte Sport und ist geklettert unter Aufsicht von den Helfern und überall Matten und er ist die ganze Zeit hinter ihr her obwohl nix passieren konnte und wenn es war ne Matte da und so lernt man es und die kleine wollte es auch alleine machen. Bis es mir zu viel war und ich meinte dass es reicht und er sie jetzt mal machen lassen soll, weil es einfach nur nervt! Da waren eh schon genug panische Eltern, dessen Kinder auch nix alleine gemacht haben weil sie die Angst anerzogen bekommen.
        Ich denke die Mama von der kleinen ist da auch lockerer und unkompliziert!
        Das einzige was mich nervt, das wir schon wieder keine Wechselklamotten mitbekommen haben…und gesagt wird da auch nichts wenn ich es nicht tue, das ist anstrengend.

        Heute ist es wieder eskaliert, weil die Ex am Telefon ausgefragt hat, über private Dinge die nix mit dem Kind zutun haben. Ich meinte dann dass es mich nervt und sie nichts angeht und es nicht sein muss…danach war der Streit wieder groß und vorprogrammiert! Er hat für mich schon viel geändert und den Kontakt reduziert und bei uns im Bett würde die kleine ja auch nicht mehr schlafen. Und das kommt bei mir immer so rüber als würde er das eigentlich ganz anders haben wollen.
        Das hab ich dann auch gesagt und dann kam, irgendwann darf mein Kind bestimmt nicht mehr zu mir weil du das nicht willst. Und das verletzt mich. Ich bin wirklich immer für beide da, behandel die kleine wie mein Kind und kümmer mich. Und ich denke auch nicht dass Sie mich Mama nennen würde, wenn sie ein anderes gefühl hätte. Da frag ich mich dann wieder, was soll ich eigentlich noch machen. Und warum genügt es nie und warum habe ich nicht auch mal das Recht genervt zu sein. Schließlich muss ich immer irgendwie mit der anderen Frau leben.
        Was dann auch wieder kam, dass das alles ja eh keinen Sinn mit uns hätte blabla…ist jetzt wieder alles zurück genommen, aber verunsichert mich sehr! Dabei hat er mir die letzten Tage eigentlich wirklich gezeigt, dass ich ihm sehr wichtig bin und was er empfindet, aber sowas macht bei mir dann wieder alles kaputt und ich hab Angst!
        Ich hör mich echt wie eine kleine verunsicherte Person an. Aber das bin ich eigentlich gar nicht! Ich weiß was ich kann, dass ich gut in meinem Beruf bin, „gut“ aussehe, ich kann kochen, bin sportlich, total der Kumpeltyp aber trotzdem Ladylike und habe trotzdem in so Momenten das Gefühl ich genüge nicht und verhalte mich nur falsch!
        Geht es Euch denn auch manchmal so, oder gar nicht, oder zumindest als alles noch sehr frisch war?

      • Rena sagt

        Also die Mutter ist da glaub ich auch lockerer und lässt die Kleine machen!
        Gestern waren wir mit der kleinen beim Sport und sie wollte alles alleine machen und zeigen wie gut sie alles schon kann und mein Freund ist am Anfang wie eine angestoche Glucke panisch hinterher, sie könnte ja runter fallen, dabei waren Betreuer und Matten da! Bis ich dann gesagt habe dass es nervt und er sie jetzt mal machen lassen soll! Da sind schon genug Glucken Mütter rumgelaufen, die ihre Kinder dadurch nur verunsichert haben.

        Wir hatten jetzt 10 Tage Kind frei und es war echt erstaunlich wie nah wir uns gegekommen sind und wie vertraut…
        Gestern hat er mir erzählt die kleine hat ihrer Mama gesagt, dass sie jetzt zwei Mamas hat und hat mich auch gestern Mama genannt!
        Ich glaube er weiß dass gar nicht so zu schätzen. Um Gotteswillen, ich möchte keine zweite Mama sein, aber ich finde ein größeres Lob kann die kleine mir ja nicht geben und ich finde es auch nicht selbstverständlich. Aber bei ihm strampel ich mich da echt Tod.

        Heute Morgen hatten wir dann einen Streit, die Mutter hat angerufen und dann auch angefangen Dinge zu fragen, die nix mit dem Kind zutun haben und das hat mich genervt und das hab ich ihm im Nachhinein gesagt! Da ist ist bei ihm wieder komplett was durchgebrannt und er hat rumgebrüllt! Es würde keinen Sinn machen, wenn ich immer Eifersüchtig bin und ich soll verschwinden. Und ich würde immer mehr erwarten. Erst dass die beiden sich nicht mehr treffen und täglich mehrmals telefonieren und dann das die kleine nicht mehr bei uns im bett schläft! Und ich meinte dann, wenn es ihm so fehlt, muss er halt wieder zurückgehen und dann meinte er dass er es so nicht meint nur dass ich sehen soll, dass er schon viel gemacht hat und ich immer mehr will. Und als ich dann meinte, dass es ja normal ist, dass man von einer Beziehung nach und nach mehr erwartet, kam dann von ihm dass dann hinter seine kleine gar nicht mehr bei ihm sein dürfte.
        Sowas macht mich dann unendlich wütend. Ich habe sie noch nie ausgerenzt oder gesagt dass ich sie nicht da haben möchte. Im Gegenteil ich kümmer mich immer sehr lieb und herzlich und behandel sie wie mein Kind, nur eben das mit ihr in einem Bett schlafen nicht, ich finde das ist raum für uns als Paar fertig! Und so würde ich es auch bei meinem Kind sehen. Mich verletzt das so sehr dass er mir sowas vorwirft.
        Klar ist es oft schwer für mich, die kleine unabhängig von der Mama zusehen, aber das mach ich mit mir aus und leide für mich! Aber er gibt mir immer das Gefühl, dass es falsch ist, dass ich so empfinde und eifersüchtig bin! Ist das falsch?

        Ich bin eigentlich eine selbstbewusste junge Frau und würde auch von mir behaupten, dass ich eine gute Partie bin. Ich weiß was ich im Job kann, sehe „gut“ aus, kann kochen, mache unsere Wohnung immer schön, habe Stil, bin sportlich und mit mir kann man Pferde stehlen. Klar bin ich auch ungeduldig und muss meine Meinung immer loswerden und habe auch einen Dickkopf, aber er betont immer nur meine schlechten Eigenschaften. Ich hab das Gefühl, wenn er so böse und wütend ist, vergisst er alles Gute und ich denke er weiß einfach nicht zu schätzen was er hat! Dabei waren die letzten Tage mal ganz anders.

      • Rena sagt

        Sorry bei mir werden die Kommentare irgendwie manchmal nicht angezeigt, jetzt hab ich alles umsonst nochmal geschrieben! :-/

  12. Rena sagt

    Vielen Dank für Eure ganzen Antworten und entschuldigt meine späte Antwort! Ich war beruflich unterwegs und habe es nicht geschafft!

    Ja auf der einen Seite hab ich mir schon oft gesagt, ich muss einfach gehen. Weil wenn er mich nicht wertschätzt und mich auch nicht so behandelt hat er mich auch nicht verdient! Ich weiß aber dass viele Reaktionen darauf beruhen, dass er Angst hat wieder verletzt zu werden und deshalb immer so dicht macht und denkt dass er sich somit schützen kann. Ich hab ihm in den letzten Tagen sehr versucht klar zu machen dass es so nicht geht und er hat auch zum ersten Mal zugegeben dass er Angst hat dass ich ihn irgendwann verlasse.

    Hmm, ich glaube nicht dass die Kleine nach mir Fragen würde, also kann ich mir nicht vorstellen. Ich meine ich mache viel mit ihr und ich bin die jenige die sie beschäftigt, mit ihr malt, spielt, kocht ect. Aber ich glaube dass ist ihr auch nicht so wichtig, sondern der Papa! Seit einem Monat ruft sie auch öfters mal an. Ich weiß nicht, ob von der Mama der eingeleitet oder ob sie selber drauf kommt, was denkt ihr?

    Ich kann ja verstehen, dass sein kind immer an erster Stelle kommen wird, aber ich komme mir so egal und so überflüssig vor! Obwohl er wenn sie nicht da ist, auch nicht wirklich von ihr redet oder so! Aber ich weiß dass sie sein ein und alles ist! Das sagt ja auch schon die Aussage, dass wenn wir mal kinder hätten sie sich ein Zimmer teilen müssten und sie immer ein eigenes haben wird!

    Und seine Ex hat glaub ich einfach nur seinen Stolz verletzt, aber trotzdem macht es mich wütend, weil er mir so das Gefühl gibt nur zweite Wahl zu sein und als würde ich halt einfach da sein, aber mehr nicht! Dabei seh ich das selber nicht so. Sie hat ihn nie so unterstützt wie ich oder hinter ihm gestanden. Und mich macht es wütend dass er es scheinbar manchmal gar nicht sieht. Obwohl es schon ab und an Lichtblicke gibt!

    Kennt ihr denn auch dieses Gefühl, dass es Euch manchmal wütend macht, dass es nie einfach euren Mann und Euch gibt und Eure Familie?
    Das es immer die andere Frau und das andere Kind geben wird und das man nie unabhängig planen kann? Und wenn ich ihm das ehrlich sage, dann wird er total böse! 🙁

    • Kerstin sagt

      Oh Rena – aber natürlich kenne ich dieses wütend machende Gefühl sehr gut. Und ich habe einige Zeit gebraucht, dass ich es so artikulieren kann, dass es ihn weder zutiefst verletzt (ich kann da sehr direkte Worte finden), noch dass ich es „herunterspiele“.
      Und im Laufe von 9 Jahren, in denen auch der Gatte einige böse Wahrheiten über seine kleinen lieben Engelchen einsehen musste, hat er auch gelernt zu akzeptieren, dass die Dinge so sind, wie sie sind und nicht so, wie er sie gern hätte.
      Mittlerweile planen WIR für UNS. Und er ist in der Lage, dann auch mal so Dinge zu sagen, wie: „Da haben wir unseren Jahresurlaub – DAS GEHT NICHT!“ (weil wir schlicht und ergreifend nicht da sind). Von daher würde ich die Hoffnung nicht vorzeitig aufgeben. Manch Einsicht dauert etwas länger, aber früher oder später kommt sie.

      Auch auf daheim lebende Kinder nimmt man als Paar nicht nur Rücksicht, wenn man ein Paar sein möchte und man davon ausgeht, dass man länger als die nächsten 18 Jahre miteinander verbringen möchte.
      Und kein normaler Mann hat lebenslänglich den Atem sich von einer Ex bevormunden zu lassen. Früher oder später erkennt man(n) was eigentlich WICHTIG ist und lernt, wie man dies mit den anderen Belangen kombiniert, so dass wieder ein gesundes Gleichgewicht entstehen kann.

      • Kerstin sagt

        Ah Renate: „Einen Guten“ hab ich noch.
        Irgendwann trug es sich zu, dass ein gemeinsamer Bekannter seinen Geburtstag feiern wollte und den Tag noch mal mitteilte. Gatte guckt mich an und sagt(!!!!): „GEHT DAS DENN?????“ Ich: „Hm…. du, XY hat ja an dem Tag seiner Geburt nicht in Erwägung gezogen, dass ihr mal befreundet sein könntet und sein Geburtstag dann ungünstiger weise auf eins deiner Besuchswochenenden fallen KÖNNTE … Also für IHN ging das wohl… Für mich übrigens auch und da musst du halt gucken, wie DU das machst!“ 😉
        Seit dem Tag ist „geht das denn???“ bei uns übrigens ein Lieblings-Dauerspruch geworden…. Weil prinzipiell geht mal alles… WENN man denn WILL.

    • Lini sagt

      Der Satz: sein Kind wird ihm immer wichtiger sein, hat schon mal grundsätzlich einen Schönheitsfehler. Dieser Satz impliziert ein besser oder schlechter, ein wichtiger oder unwichtig. Eine Konkurrenz. Ein Partner/in kann gar nicht mit einem Kind konkurrieren genauso wenig wie umgekehrt. Der Partner erfüllt ganz andere Bedürfnisse! Die Liebe zum Partner ist kann man gar nicht vergleichen. Deswegen sollten sich in einer gesunden Beziehung der Partner /in und das Kind den ersten Platz teilen. Und danach kommt dann Hobby oder Arbeit. Als mein Freund den Konflikt mit seinem 15 jährigen Sohn hatte, hat meine Schwiegermutter gesagt : denk dran, der Junge ist in drei Jahren weg, dann bist du ihm nicht mehr so wichtig. Was machst du dann wenn du Lini vergrault hast? Dann hast du niemanden mehr. Der Partner bleibt und hält zu einem. Die Kinder allerdings werden unabhängig und ziehen weg . Sie werden sich nie beim Vater dafür bedanken, dass er die Stiefmutter vergrault hat, das wissen die Kinder dann gar nicht mehr ! Partner und kinder sind gleich viel Wert, die Art der Liebe ist eine gänzlich andere!

    • Kerstin sagt

      Ob man hier noch wirklich durchsteigen kann??
      Ich habe das Problem, dass mir manchmal der Antworten Button nicht unter einem Beitrag steht und dann kann ich es nirgendwo sinnvoll hinpacken.

      Trotzdem würd ich gern noch mal auf das letzte Eingehen. Z.B. „das sein Kind JA AUCH nicht mehr mit im Bett schlafen würde!“ *hust* und du da diesen vorwurfsvollen Ton raus hörst. Quasi so als stillen Vorwurf: DEINETWEGEN…
      Also finde ich vollkommen normal. Das habe ich damals VOR dem ersten Besuch seiner Kinder gesagt. DAS PASSIERT NICHT!!! Meine Jungs haben nie in meinem Bett geschlafen (also außer einem Tag, wo wir alle 3 krank waren, da waren sie 2 Jahre alt…) und dann WILL und KANN ich das überhaupt gar nicht ertragen.
      Es gab und gibt sicher viele Dinge, in denen ich sehr „eigen“ bin. Ich ziehe mich z.B. morgens immer erst komplett an, ehe ich ins Bad gehe, wenn seine Kinder da sind, die mir über den Weg laufen könnten. Das würde mir natürlich im Traum nicht einfallen, wenn wir „unter uns“ sind. Ich will das nicht. Ich kann das auch nicht gut erklären, ich gehe z.B. auch in die Sauna und bin da nicht irgendwie „verklemmt“, oder so.
      Vielleicht will ich auch gar nicht, dass sie irgendwelche „Nackt-Vergleiche“ zur Mama ziehen und das dann mir oder ihr haarklein erläutern. So ala „dein Busen ist aber größer/kleiner als der von Kerstin/Mama“
      Keine Ahnung.

      Ich flippe auch aus, wenn man mein urpersönliches Eigentum benutzt, was meine Kinder oder der Mann nicht nehmen würden, aber dann für die Jungs „zweckentfremden“. DAS will ich nicht und das habe ich auch klar und deutlich gesagt. Sie haben ihr „eigenes“, bzw. wenn von irgendwas NICHT, dann kann Mann ja gern seinen urpersönlichen Lieblingsbecher hingeben, aber nicht meinen. Das wirkte auf mich anfänglich teilweise auch in der Anzahl der Vorkommnisse sehr provokativ. „Für MEIN(E) KIND(ER) nehme ich dann mal DEINS!“ Das geht gar nicht.

      Und dann wollte ich noch auf deine Feststellung eingehen, dass du das Gefühl hast, dass man nicht zu schätzen weis, was er hat und das du für ihn nicht genügen würdest, obwohl du eigentlich deinen Wert kennst.
      Puh – ganz, ganz schwer. Ich weis auch gar nicht, wie ich das vernünftig erkläre, ohne jetzt überheblich zu klingen. Als ich meinen Mann kennen lernte, da fand ich ihn natürlich SUPER TOLL, wusste aber, dass ich auch sehr gut für mich allein sein kann und niemanden wirklich „brauche“. Und er war und ist immer so der Typ, der mir wirklich jeden Tag erzählt, wie toll ich aussehe, wie toll ich koche, wie toll ich alles unter einen Hut kriege und ohne mich, da wäre er mit seinem Geschäft ja nieeeee im Leben so weit gekommen und so. Das ist mir manchmal sogar etwas zu viel. So, dass ich eher selbst entschärfe und ihn auf den Boden der Tatsachen zurück hole (z.B. sieht niemand mit ner Grippe WIRKLICH TOLL aus und zumindest hat jeder Mensch irgendwelche Dinge, mit denen er an sich überhaupt gar nicht glücklich ist… 😉 ).
      Er ist da eher immer so der zweifelnde Typ ala: „NIEEE sagst DU was Nettes zu mir oder über mich!“ Nö – ist nicht so meine Art. (Was aber eben nicht heisst, das ich ihn jetzt zwangsläufig weniger toll finde). Vielleicht ist dein Mann da ähnlich gestrickt, dass er das einfach nicht so raus lässt, was er für ein Glück hat und dir das täglich bestätigt.

      Das Kind ist auch noch deutlich kleiner. Anfänglich machen Männer sich da wirklich viel selbst vor. Das Mann in 3 Tagen Umgang quasi 14 „verlorene Tage“ nachholen kann. Das man genau so wichtig wäre, wie Mami. Vielleicht noch wichtiger, weil man ja weniger gemeinsame Zeit hat. So wie: „Mein Leben hat erst wieder einen Sinn, wenn XY da ist und ich mich kümmern kann!“ Das das irgendwie vollkommen über ist und wenn es dumm läuft, dass er nur der Zahl- und Bespaßungs-Typ ist, der ansonsten nichts zu melden hat, das dauert bis man(n) das realisiert. Und bis man Besuch als Besuch ansehen kann – nicht mehr und nicht weniger. Das das nicht das wirklich wahre, alltägliche Leben ist. Sondern das ganz andere Dinge irgendwann in den Vordergrund treten, die einem persönlich wichtig sind. Ja – das kann wirklich dauern.

      Und ich bin so böse, dass ich sage: GÄSTE, die ICH nicht mal eingeladen habe…… (sorry, die wenigsten Menschen lade ich alle 14 Tage für 3 Tage ein, bei mir zu verweilen und reiss mir dafür dann 24 Std. tgl. den Popo auf… Nö – ich bin mir selbst (wieder) der wichtigste Mensch in meinem Leben und mein Leben geht TROTZDEM weiter und bleibt nicht plötzlich still stehen und die Erde dreht sich 72 Std. dann nur um diese Menschen). Aber wie gesagt – ein langer, langer Weg, bis auch der Mann das realisiert, dass sein eigener Einfluss quasi überhaupt gar keine Rolle für sie spielt. Nach 8 (!!!) Jahren ist er jetzt so langsam bei der Erkenntnis angekommen.

      • Susanne Petermann sagt

        Das mit der Antwortfunktion kann ich leider auch nicht beeinflussen. Ist ein wenig blöd, ich weiß.

      • Bärbel sagt

        Hallo Kerstin,

        musste lachen – bin auch „eigen“, sprich ich zieh mich auch immer komplett an/gehe sogar duschen wenn ich Zeit hab, bevor ich den Kids „unter die Augen“ trete. Ist reine Eitelkeit meinerseits – ich laufe natürlich auch nicht so rum, wenn mein Partner und ich alleine sind, da kanns passieren dass ich den ganzen Tag im Pyjama auf der Couch hänge. Aber NICHT, wenn die Kinder da sind. Will ich nicht, ist für mich ebenso Besuch – und wenn ich Besuch krieg laufe ich nicht komplett zersaust durch die Gegend, ist einfach so.

        Und bei meinem Eigentum werde ich auch pingelig. Hab mal einen sauteuren Kopfhörer (die man AM Kopf trägt – so ein Oldschoold Ding) hergeborgt, hab ihn nach 3 Monaten mal angesehen, er war innen beim Stofffutter komplett zerrissen von den Ohrpiercings der Großen. Das war das erste und zugleich das Mal, dass ich so etwas her geborgt habe. Keine Info erhalten, dass es beschädigt ist, nichts, einfach zurückgelegt…kein Danke, etc… merk ich mir – kein Thema 😀

  13. Leyla L sagt

    Hallo,

    Mein Mann hat ebenfalls einen Sohn aus erster Ehe, er ist jetzt 15. als wir zusammenkamen war er 8. seine Eltern haben sich getrennt, als er 1,5 Jahre alt war. Also kennt er dieses Familiengedöns gar nicht. Mein Mann war „neuen“ Kindern nicht abgeneigt, aber ihm war das vor seinem großen unangenehm. So lernte ich den Jungen erst mit 10 kennen, als ich hochschwanger war, aber alles lief glatt. Er freute sich riesig über seinen Bruder und auch mit mir verstand er sich auf Anhieb super.

    Ich hatte Sorge, dass mein Mann unser Kind weniger lieben könnte als sein erstes, aber dem war überhaupt nicht so. Mittlerweile haben wir zwei Kids zusammen und er liebt sie alle. Ehrlich gesagt, liebt er unsere sogar mehr, da er keinen richtigen Bezug zum großen hat und nie mit ihm zusammengelebt hat. Das sagt er nicht offen, aber man merkt es. Ich glaube, bei euch wäre es ähnlich. Aber wenn mir mein Mann gesagt hätte, dass er nie mehr so lieben würde, wie er die ex geliebt hat, wäre bei mir der Ofen aus.

  14. Ramona sagt

    Heftiger Beitrag, aber nachvollziehbar.
    Wenn du gesehen werden möchtest und dein handeln nicht als selbstverständlich abgetan werden soll, müsstest du einmal für eine gewisse Zeit alles sein lassen und egoistisch sein. Vielleicht merkt er dann, was du alles für ihn und die kleine machst. Spätestens wenn die kleine nach dir fragt (weil du diverse male unterwegs warst zb) , müsste beim ihm der Groschen fallen.
    Den Wunsch auf eigene Familie kann ich gut nach empfinden. Doch mit der Äußerung hätte glaub ich jeder zu kämpfen und zu knappern. Der erste Tipp wäre versuch ihm klar zu machen wie sehr er dich verletzt hat damit, oftmals wissen das die Männer nicht, Tipp zwei gib ihm in einigen Sachen recht, die evtl erst nach einer Erläuterung seiner Sicht erfolgt und Tipp drei wäre wirklich rennweg wenn alles nichts bringt.
    Die Reaktionen, der anderen sind genauso Floskeln, wie Stiefmütter seien immer böse.

    Ich hoffe du gehst deinen Weg, nimmst die Kommentare als Hilfestellung. (würde mich freuen zu erfahren wie es aus ging)

    Liebe Grüße
    Ramona

  15. Dana sagt

    Also nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe, kann ich auch nur raten zu gehen.
    Entweder er versteckt extrem seine Gefühle dir gegenüber, oder er meint es echt nicht ernst und behandelt dich weit unter deinem Wert. Und wenn du glaubst es wird besser, wenn ihr ein gemeinsames Kind habt,..das glaub ich nicht. Mein Partner hat 2 Kinder aus erster Ehe und wir haben mittlerweile 2 gemeinsame Kinder. Ich dachte immer das Verhältnis zu meinen Stiefkindern würde mit den Jahren besser werden oder zumindest dann, wenn ich selbst ein Kind habe und weiß wie sich das anfühlt. Leider ist dem nicht so. Und heute nach fast 6 Jahren bin ich innerlich oft am Ende und wünsche mir seine Kinder weg, um eine normale, kleine glückliche Familie zu haben, ohne Ex, ohne Intrigen, ohne Angst, ohne Schuldzuweisungen, ohne Patchwork. Du hast noch die Chance den richtigen Weg für dich einzuschlagen. Auch Liebe ist nicht grenzenlos. Welcher das ist weiß ich nicht. Aber wenn einmal ein Kind da ist, wird es noch schwerer zu gehen. Alles Gute! Lg

  16. Nachtluft2412 sagt

    Liebe Rena,

    alle Ratschläge hier sind richtig und Gold wert! Ich kenne deine Situation auch so ähnlich. Mein Freund liebt seine Tochter (inzwischen 4 Jahre alt) auch über alles. Er wurde von einer Ex aus der Wohnung geworfen, als die Kleine 1,5 Jahre alt war. Und trotz allem und obwohl sie häufig neue Partner hatte, hing er an der Frau und hatte dieses „schlechte Gewissen“. Wir sind jetzt 1,5 Jahre zusammen und das ist ein sehr steiniger Weg gewesen. Seit kurzem wohnen wir zusammen. Es gibt immer wieder Ärger. Aber ich weiß, dass er mich liebt. Für mich war diese Situation „Mann mit Kind“ auch völlig neu und alle taten mir leid. Ich habe dann aber die Kurve bekommen, als ich sah, dass das Kind völlig „aus dem Ruder läuft“. Langes Thema.

    Ich war vor dieser Beziehung allein nach einer sehr langen Beziehung, in der es nicht immer ausgeglichen war. In meiner Zeit als Single (nach der Trauerphase usw.) war ich irgendwann an einem Punkt, an dem es mir IMMER ausnahmslos gut ging (kleine Wehwechen hat man immer mal) und dann habe ich mir gesagt, dass dieses Gefühl schön ist. Dass ich so leben möchte und dass ich darauf achten werde, wenn ich einen neuen Partner habe, dass es mir dann mindestens genau so gut geht. Falls nicht, kann es nicht richtig sein.

    Nun bin ich seit 1,5 Jahren in dieser Beziehung und es ist nicht immer alles rosarot und es ist schwierig, aber in der Bilanz ist noch alles gut. Ich hab meinem Partner mehr als einmal den Kopf gewaschen und ich bin auch einmal gegangen. Ich will aber alle anderen jetzt nicht langweilen. Wenn du mehr wissen willst, lass‘ dir gern meine Mail-Adresse geben.

    Du musst ganz doll auf dich achten. Du bist nicht weniger wert als alle anderen. Mach‘ dich nicht klein! Ich habe mit dieser Einstellung auch sehr viele Leute gegen mich aufgebracht, aber das war es wert! Ich muss nicht nach der Pfeife von der Ex, der Schwiegermutter oder der vierjährigen Stieftochter tanzen. Und mein Freund auch nicht. Der härteste Weg ist es, IHM klarzumachen, dass er selbst auch ein wertvoller Mensch ist. Mein Partner vergisst das immer sehr gern, weil er nicht so erzogen wurde und nicht so behandelt wird.

    Fühl‘ dich gedrückt und lass‘ dich nicht unterkriegen!

  17. Kerstin sagt

    Du hast nur einen ganz bösen Fehler gemacht, du hast anfänglich dieses Spiel mitgemacht. Du hast keine Grenzen gesetzt und so dachte Mann, dass er die Regeln festlegen kann.
    Koffer packen und gehen klingt optimal, ist aber nicht jeder fraus Sache. Es steht dir aber frei, dich völlig aus dieser Besuchs-Bonus-Mum-Sache raus zu ziehen. Deine Angst, dass er dadurch noch maßlosere Geschenke macht, ist völlig unbegründet. Wenn er es tut – dann lass ihn doch… Wenn du etwas sagst, bist du doch eh nur die Böse, die es dem armen Kind „nicht gönnt“.
    Ich würd mir das weder ansehen, noch erzählen lassen – noch sonst irgendwas… Lass ihn einfach sein Ding machen und nimm dich raus aus der Nummer.
    Bei Nachfragen, warum „du dich so veränderst“ solltest du nur klar zum Ausdruck bringen können, was das Problem ist. Wie du die Situation für dich empfindest und was du für dich nicht mehr „aushalten“ möchtest.
    Alles Gute für Dich

  18. Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Ich bin wirklich entsetzt! Ich wünsche dir ganz viel Kraft für Deinen weiteren Weg

  19. Nadine sagt

    Ich kann dir nur raten : LEAVE IT.

    Das klingt alles ganz schrecklich. Seine Aussagen sind unterirdisch.

  20. Ilona Resch sagt

    Liebe Rena
    Sie ganz lieb umarmt.
    Als Stiefmutter hast du keine Rechte aber Pflichten.
    Das geht vielen hier seit Jahren so. Manche gehen daran kaputt andere werden stark und einige gehen ganz und gar.
    Höre ganz tief in dich hinein und überlege was du möchtest, was du auszuhalten bereit bist und wo deine Grenzen sind. Formuliere das Ergebnis klar und deutlich. Für dich und die Beteiligten.
    Niemand wird in deiner Situation kommen und dir helfen, ausser du dir selbst. Streife deine Opferrolle ab, du bist ein einzigartiger Mensch so wie jeder andere auch. Sei dir um deinen Wert bewußt.
    Wann warst du das letzte Mal glücklich und fröhlich?
    Wenn keine Änderung des Mannes eintritt, verlasse ihn. Tue es, zögere nicht.
    Ganz lieber Gruß, die Ilona

  21. Lini sagt

    Oh je! Eine Freundin von mir hatte genau das gleiche! Die selben Kommentare, das selbe Verhältnis zur Ex, das gleiche Verhältnis zur Tochter! Sie stand immer ganz hinten und war immer alles Schuld und vor allem die böse. Dein Freund fördert dein Konkurrenz Denken mit voller Inbrunst , er lässt dir gar keine andere Wahl. Selbst die Kinder in spe werden von ihm bereits herab gesetzt. Meine Freundin hat mit diesem Mann dann wirklich ein Kind bekommen, es haben ihr alle abgeraten, aber Neeeein! Sie hat jetzt auch eine Tochter mit ihm und ist nun alleine. Diese Männer können gar nicht lieben, er denkt er liebt seine Tochter aber er stillt nur seine blödes Gewissen. Sorry Rena, hau da ab! Wirklich, ich weiß nicht was du an ihm findest aber er behandelt dich extrem schlecht!

  22. Angela sagt

    Ich frage mich bei den Äußerungen deines Lg warum er überhaupt mit Dir zusammen ist wenn er noch so an seiner Ex hängt weil die ja ach so toll war.
    Ich wette das sie Schluss gemacht hat.
    Und du wirst die Rolle der lückenbüsserin übernehmen natürlich stimmt das er wird das aber abstreiten wetten !
    Er wird sein erstes Kind immer mehr lieben als vielleicht noch kommende was für ein Quatsch entweder hat man alle seine Kinder gleich lieb oder kann gar keine richtige Liebe empfinden. Mal ehrlich packen die Koffer und lauf.
    Stell dir mal vor du bleibst bekommst evtl ein kind und plötzlich winkt die tolle ex was glaubst du wer da verliert.

  23. Stephi sagt

    Am Anfang dachte ich: Ja, kenn ich. Mein Mann hat mir ganz am Anfang unserer Beziehung gesagt, an erster Stelle käme sein Sohn, an zweiter sein Hobby und dann… Da war ich schon ziemlich geschockt und hab mir gesagt „schaun wir mal, wohin das führt“. Es hat sich dann aber ganz schnell gewandelt. Mit meinem Mann kann (und muss) man allerdings reden. Und darin war ich am Anfang gar nicht gut, da mein Ex, damit gar nicht klar kam. Also habe ich lange alles in mich hineingefressen. Klar gibt es auch bei uns immer wieder mal Konflikte und ich mache mir auch Gedanken, wie es mit einem gemeinsamen Kind ist, aber eigentlich habe ich da ein gutes Gefühl. Wir haben im letzten Jahr ein Haus gebaut mit 2 Kinderzimmern. Irgendwann kam dann die Frage, was denn wäre, wenn wir zwei Kinder bekommen würden. Antwort: dann muß L. sein Zimmer abgeben und das Büro wird seins, er ist ja schließlich nur selten da. Das hat mich mal wieder bestärkt.
    Ich würde sagen, versuch mit ihm zu reden. Mach Deinen Standpunkt klar und was Du erwartest. Und wenn das nicht geht ziehe Dich aus der Situation raus. Mach eine Pause und, vor allem, werd Dir klar, was DU wirklich willst. Du wirst nicht glücklich, wenn Du immer zurücksteckst. Wenn er das nicht sehen will, solltest Du die Konsequenzen ziehen. So wichtig solltest Du Dir selber sein. Ich hab den Fehler bei meinem Ex lange genug gemacht…

  24. Rena sagt

    Vielen Dank für Eure Antworten! Eigentlich weiß ich dass es ganz oft einfach richtig wäre zugehen! Und ich versuche bei ihm oft auch echt einfühlsam und eigentlich immer darauf bedacht zu betonen dass ich weiß wie wichtig seine Tochter ist meine Gefühle zu zeigen und auszudrücken. Aber wenn ich drohe oder gehe, wird er nur wütend, er geht nämlich sowieso davon aus dass ihn alle verlassen. Sein Vater hat ihn verlassen als er 8 Jahre alt war und nie mehr gemeldet…ich glaube deshalb ist das alles für ihn noch schlimmer und er denkt er ist nicht besser.
    Gestern hatten wir ein Gespräch, weil er sauer war dass ich oft zweifel und eifersüchtig bin, aber ich mein nach seiner Aussage, dass er mich nie so lieben wird kein Wunder. Die hat er zwar zurück genommen und gemeint, er meinte damit er wird nie wieder so naiv lieben. Aber bei mir ist diese Aussage geblieben. Zumal ich ja auch nur kritisiert werde. Gestern meinte ich, dass es ja nix gegen seine Tochter ist und das sie immer bei uns und mir willkommen ist. Aber dass es mich manchmal so wütend macht, dass es da immer die Mutter geben wird, also seine Ex dass sie nie einfach verschwinden wird und wir nie einfach machen können was wir wollen, z.B ins Ausland ziehen. Unabhängig ob wir das vorhaben oder nicht! Aber allein dass es so ist macht mich manchmal so furchtbar wütend. Und das versteht er null und wird direkt sauer. Er kann sich auch vor der kleinen nicht zusammenreißen und es kommt oft irgendwie „Nerv doch nicht“ oder sowas! Letzten hat die kleine auch mitbekommen dass ich deshalb sehr traurig war und war dann total anhänglich! Ich genieße es bei ihr zu sein, habe aber auch Angst, dass wenn ich mich zurücknehme er sogar froh ist, dass er seine Tochter für sich hat und er sie von vorne bis hinten verwöhnen und beschenken kann! Da drücke ich nämlich oft auf die Bremse (meint dann ich würde es ihr nicht gönnen), da er Liebe geben mit Dingen kaufen verwechselt, tut er bei mir genauso. Und dann macht es mich wieder traurig, dass er sie immer liebevoll anschaut, liebevoll weckt und immer auf sie aufpasst und tausend mal fragt : “ Ist das so gut für dich mein Schatz, alles ok mein Schatz ect…“ das macht er bei mir nie. Und eigentlich schäme ich mich dafür dass ich es mir auch wünsche. Und wenn ich dann ihre Mutter bei ihm kritisiere zum Beispiel, weil sie keine Klamotten einpackt oder die kleine rumläuft wie nachbars lumpi, wird er böse. Aber wehe ich würde ich das machen oder mich nicht richtig kümmern. Ich mach das auch alles gerne, klar bin ich manchmal genervt weil ich meine Ruhe will und keine Kinderbespassung, aber sobald die kleine dann da ist und mich fest in den Arm nimmt ist das wieder vergessen. Ich verstehe nur nicht, warum er das nicht sieht und warum er nicht verstehen will dass es keine einfache Situation ist und jede Frau damit erstmal zukämpfen hat! Seine Ex, wegen der er ihr die Mutter verlassen hat, durfte die kleine nicht sehen, was ich auch verstehen kann und das er es jetzt nicht mal genießt dass alles eigentlich gut ist und nicht auch mal sagen kann, ich bin froh dass es dich gibt und dass du dich so gut um meine Tochter kümmerst finde ich einfach traurig!
    Letzte Woche wollte sie ihre Jacke nicht anziehen und hat bei mir rumgezickt und ich hab dann gesagt, die Jacke wird angezogen oder du bleibst hier…
    Da war er richtig sauer, ich solle nicht so assi sein und es wäre nicht meine Aufgabe das mit ihr zu klären! Also ich mach eigentlich alles falsch und habe null Rechte zumindest fühle ich mich so!
    Sorry dass ich jetzt schon wieder so viel geschrieben habe! 🙁

    • Susi sagt

      Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, für mich hört sich das an, als befindest du dich auf dem Besten Weg in eine CO-Abhängigkeit.
      Du kannst nichts dafür, daß dein Freund von seinem Vater „im Stich gelassen wurde“. (mein Mann hat mit 13 seinen Vater verloren, tot)
      Und so leid dir die Sache tut, das hat in eurer Beziehung nichts zu suchen. Entweder er kommt damit klar oder Therapie zum Aufarbeiten. Punkt Aus Ende.
      Hört sich krass und endgültig an. Muss es aber nicht sein.
      Das nächste: die Kleine ist vier? Spätestens mit 6/7 Jahren bekommt sie bewusst mit,wie ihr Papa mit dir umgeht. Was denkst du, passiert dann?
      Du möchtest selbst Kinder. Deine Kinder sollen zurück stecken, wegen einem Kind,daß nicht mal bei euch wohnt? Wenn du ihnen das erklären sollst, viel Spaß. Oder denkst du, das geht gut? Wie wird sich die Beziehung der Halbgeschwister entwickeln? Was denkst du?

      • Rena sagt

        Genau diese Punkte habe ich so oft versucht mit ihm zusprechen! Wie zum Beispiel er unseren Kindern erklären will dass Sie sich ein Zimmer teilen während ein Zimmer fast die ganze Woche leer steht!
        Ich weiß nicht was dann passiert, was denkst du passiert dann?

        Eigentlich weiß ich im Moment gar nichts mehr! Ich denke immer irgendwie muss das doch werden, oder vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken über ‚ungelegte Eier‘?

      • Susi sagt

        Naja, die ersten Jahre wird es gut gehen. Aber dann?
        Ich muss dann immer an meine Mutter denken. Sie ist ähnlich aufgewachsen. Sie hat drei Geschwister, von denen ein Kind immer bevorzugt wurde. Der Papa war nie zu Hause, entweder arbeiten oder Kneipe. Und die Mutter hat sich nur für Ihren Liebling interessiert. Das Ende vom Lied, die drei benachteiligten hassen ihren Bruder. Weder zum Geburtstag noch zu Weihnachten gibt es Kontakt. Und der Bevorzugte, logischerweise habe ich auch nur sehr wenig Kontakt (ehrlich, der wenige Kontakt zu Geburtstagen reicht auch), ist, entschuldige den Ausdruck, ein egoistisches A….
        Er selbst hat auch zwei Töchter, er erzählt aber immer nur von einer. Seiner Lieblingstochter. Oder von sich und seinen Krankheiten. Wenn ich nach der anderen Tochter frage oder nach meiner Tante, bekomme ich nur ganz kurze Antworten.
        Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass er immer bevorzugt wurde. Ich kann es nur vermuten.
        Jedenfalls finde ich es traurig und mich hat das lange beschäftigt.
        Und dann kam ich auch in die Situation. Für mich stand fest, daß Wichtigste ist die Geschwisterliebe. Mich oder meinen Mann gibt es nicht ewig und dann haben sie nur noch sich. Sie sollten bestenfalls immer füreinander da sein, unzertrennlich halt. Egal ob Stief-, Halb- oder richtige Geschwister. Da ich selbst adoptiert bin,
        Naja, wie gesagt, ich hatte Glück. Dadurch das ich ja schon Mama war, konnte ich schneller und konsequenter reagieren. Ansonsten wäre ich in genau der gleichen Situation wie du. Denn an Liebe scheint es ja nicht zu mangeln, sonst wärst du ja nicht mehr bei ihm,oder liege ich falsch? Er scheint mir auch ein wenig cholerisch zu sein? Mein Mann ist auch cholerisch. Wenn er so ist, gebe ich ihm gar keinen Spielraum. Zuerst totale Konfrontation, er regt sich noch mehr sinnlos auf, ich gehe noch mehr dagegen, er geht dann mal frische Luft schnappen und danach kommt meistens ein reumütiges „Tschuldigung…“
        Übrigens sind unsere vier Kinder, wenn sie zusammen sind, unzertrennlich und seine Tochter sagt bezeichnet meine als ihre Schwester. Zuerst war es die Stiefschwester, dann würde sie zur Halbschwester und jetzt ist sie nur noch ihre Schwester, ohne Zusatz. Das war mein Ziel, aber ohne den Schritt damals hätte ich es nicht geschafft.
        Dein Freund scheint auch nicht dumm zu sein, solche Menschen zu überzeugen, dass sie Unrecht haben oder falsch handeln,ist fast unmöglich. Er weiß vermutlich in seinem Inneren, dass das nicht in Ordnung ist. Er würde aber einen Teufel tun und das zugeben! Ich habe zu meinem schon gesagt, er ist dann wie Ein Kindergartenkind. Du kannst dir nicht vorstellen, was ich schon an Nerven investiert habe, aber es hat sich gelohnt.
        Vielleicht hilft dir meine Geschichte ein wenig. Und es würde mich freuen, wenn du die Kraft und den Mut besitzt und ihm endlich die Stirn bietest. Je länger du wartest, umso schwieriger wird es, nicht nur für dich, auch für seine Tochter. Sie scheint dich ja sehr gerne zu haben. Und wer weiß, vielleicht bringt sie ihren Papa dazu, dich mit Respekt zu behandeln. Denn das Gesicht von Papa, wenn die Kleine fragt wo du bist und wann du wieder kommst, ist bestimmt interessant. Und hoffentlich wird et spätestens dann einsichtig. Und wenn nicht? Dann sei froh, dass du weg bist….

    • Teres sagt

      Dein Freund leidet am DisneyDad oder Guilty Parent Syndrom, er hat die Mutter für eine andere verlassen und hat nun seiner Tochter gegenüber ein schlechtes Gewissen, dass er versucht mit Geschenken und Bespassung gut zu machen. Ich finde so ein Verhalten fatal. Es gibt genügend Literatur dazu, druck mal ein paar Sachen aus und gib ihm das zu lesen. Wenn er es nicht versteht, sucht euch einen Familientherapeuten der ihm verklickert, das er mit seinem schlechten Gewissen niemandem einen Gefallen tut, schon gar nicht seiner Tochter.

      • Rena sagt

        Das hab ich schon versucht, hab ihm öfters gute Artikel geschickt, aber entweder tut er es ab oder reagiert genervt und böse.

        Klar mach ich mir vielleicht zu oft Gedanken, aber ich versuche trotzdem immer alle Seiten zu verstehen und finde dass ich mir sehr fair und ehrlich verhalte!

      • Teres sagt

        Hallo Rena
        Ich würde wie schon die anderen geschrieben haben, Koffer packen und gehen, heisst ja nicht, dass du gleich Schluss machen musst. Du hast ein Haus, das ist doch super, zieh zurück in dein Haus und mach es dir gemütlich und schön, lade Freunde ein, geh aus, hab Spass. So gibst du deinem Freund Zeit und Ruhe über die Situation nach zu denken und sich bewusst zu werden was er eigentlich will. Ausserdem kann er dann sein Töchterchen ein bisschen alleine bespassen, ich wette er wird dich schnell vermissen und ein paar Dinge plötzlich mit anderen Augen sehen. Männer mögen es nicht wenn Frau ihnen sagt was sie zu tun haben, darum zieh dich zurück und lass ihn auf dich zu kommen.

  25. Katja sagt

    Ich würde mal ganz schnell den Rückzug antreten, nicht sofort Schluss machen, sondern einfach für Dich eine Pause – wenn auch vielleicht nur gedanklich . Deine Pläne, Deine Bedürfnisse in den Vordergrund stellen.
    D.h. dann auch, dass Du KEINE Zeit hast, wenn er/die beiden mit Dir etwas vorhaben, weil Du ja schon längst was geplant hast für Dich alleine (Laufen gehen, Freunde treffen, was immer Dir auch Spaß macht). Und sollte er langsam fragen warum, würde es bei mir die Antwort geben, dass ich das brauche und über so einige Dinge nachdenken muss… Nicht mehr, aber auch knallhart bleiben.
    Und dann kannst Du in Ruhe abwarten: entweder er hört den Schuß oder Du entdeckst vielleicht, wie schön es mal wieder ohne ihn & diesen Schlammasel ist.. Wer weiß, vielleicht hast Du dann lieber Bock auf Freiheit?!
    P.S: das Wort „Nein“ ist auch ein ganzer Satz. 😉 oder eine ganze Antwort, falls jemand fragt. ;-))

  26. Bärbel sagt

    Hallo Rena!

    „Take it or leave it“ – okay, dann würde ich spätestens hier „Baba und fall net“ sagen – ein österreichischer Ausdruck, aber er bringts auf den Punkt. Tschüss und machs gut – ohne mich! So Aussagen wie „ich werde niemals mehr jemanden so lieben wie meine Ex“, da wär ich am gleich am Anfang – Kind hin oder her – schon gegangen. Ich meine wer glaubt a) ER, wer er ist? und b) wer DU bist? Geht’s noch? Liebt der Mann denn dich überhaupt oder benutzt er dich nur? Nach Liebe – ganz ehrlich – klingen seine Aussagen für mich ehrlich gesagt nicht. Auch dieses ausrasten, böse Worte dir gegenüber, Verständnis NULL – ja denkst dass das anders wird – wenn du dir das gefallen lässt?

    Ich würde mich an deiner Stelle mal ganz schnell und sofort selbst extrem wichtig nehmen – deine Bedürfnisse dürfen hier in dieser Konstellation trotz allem nicht untergehen, du bist ein Mensch und keine Maschine. Geh mal in dich und frag dich doch selbst – ob du gerne leidest bei diesem Thema – wenn nicht, würde ich für mich etwas ändern, wenn schon dein Partner sich nicht um dich schert, wenn das Kind bei euch ist. Sind auch für deine/eure zukünftigen Kinder tolle Aussichten, wenn er solch eine Einstellung hat.

    Ich nehme mich auch zurück wenn die Kinder meines LG da sind, aber gerade im Bezug auf ein gemeinsames Kind ist er der Meinung dass es auf dieselbe Stufe gestellt wird wie seine anderen – und NUR SO kann das funktionieren. Denk mal drüber nach, ich wünsch dir alles Gute!

    Liebe Grüße Bärbel

    PS: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

  27. Susi sagt

    Das kenne ich. Mein Mann war anfangs auch so. Mit dem Unterschied, dass ich mich noch nicht mal mit der Kindsmutter verstehe. Ich hatte auch schon eine Tochter. Seine war 4, meine 1.
    Ich hab mir den Spaß ein paar Wochen angesehen und dann habe ich Klartext geredet.
    Ich habe nicht nur geredet, sondern auch gehandelt. An dem Punkt, als er mich fast verloren hätte, ist ihm ein Licht aufgegangen.
    Mittlerweile sind wir verheiratet und haben noch zwei gemeinsame Kinder und ich muss zugeben, ich hatte Angst, er könnte die gemeinsamen Kinder weniger lieben als seine Große. Die ist völlig unbegründet gewesen. Und auch meine Große nennt ihn Papa, umgekehrt ist meine Große in seinen Augen seine Tochter.
    Er steht mittlerweile 100% hinter uns und als es kürzlich ein Problem mit seiner pubertierenden Tochter gab, die plötzlich der Meinung ist, nicht auf mich hören zu müssen, da ich ja nicht ihre richtige Mutter bin, gab es richtig Ärger. Sogar die Kindsmutter ist der Meinung, ich hätte bezüglich der Tochter nichts zu sagen. Mein Mann sagte nur, entweder die Tochter hört auf mich oder sie brauch nicht mehr zu uns kommen. Und seitdem ist sie wieder wie ein Deckchen.
    Aber der Weg bis dahin war schwer. Es kostet viel Kraft, erstmal Klartext zu reden und sich auch wirklich zu trennen. Es ist anstrengend, sich gegen die anderen durchzusetzen und immer wieder konsequent seine Meinung zu sagen und dazu zu stehen.
    Ich hatte Glück, ich hatte schon eine Tochter. Da fällt es einem wesentlich leichter, diesen Schritt zu gehen. Denn warum sollte ich seine Tochter bevorzugen? Sowas gibt es bei mir nicht.
    Deshalb lautet mein Ratschlag: Augen zu und durch. Steh „deinen Mann“, rede Klartext, drohe ihm mit Trennung und zieh das verdammt nochmal auch durch! Du bist NICHT weniger wert als seine Tochter und du musst NICHT zurück stecken. Dann wirst du sehen, was passiert. Entweder er ändert sich oder er war es nicht wert.
    Denn wenn du jetzt nicht konsequent bist, hast du verloren. Und immer Nr 2 sein? Für mich käme das nie in Frage.

  28. Hallo 🙂
    So wie du die Situation beschreibst, ist sie sehr unausgeglichen und deine eigenen Gefühle und Bedürfnisse stehen hinten an. Die Scham davor sich selbst auch wahrzunehmen, kenne ich aus meiner eigenen Erfahrung. Lange habe ich alle „Trennungspersonen“ als die „leidenen“ gesehen, die besondere Rücksicht brauchen. Iwann habe ich jedoch erkannt, dass auch ich mit meinen Gefühlen sein darf und es überhaupt nicht leicht oder normal für mich sein muss. Das ist es einfach nicht!
    Feststellen durfte ich, dass nachdem ich mir erlaubt habe auch mich zu sehen, dass sich negative Gefühle,die ich dem Kind gegenüber hatte, auflösten. Die galten nicht ihm Sonden ich habe sie auf ihn übertragen.
    Viele Gespräche und in dem Zusammenhang auch Konsequenzen Aus bestimmten Sachen wurden geführt und besprochen. Natürlich immer trotzdem mit der Sicht meines Mannes oder mit dem Versuch aus den Augen des kindes zu schauen. Ich denke nur so ist ein glücklicher weg für alle möglich. Auf Dauer zurück zu stecken und alles zu nehmen wie es kommt, funktioniert nicht. Es gibt jeden einzelnen von euch in dem System, Mittwoch eigenen Gefühlen und Bedürfnissen, ob die immer schön oder gewollt sind, ist dabei egal. Sie sind da und brauchen entsprechend Aufmerksamkeit.
    Ob reden mit deinem freund etwas bringt, kann ich nicht einschätzen. Es wirkt leider etwas so, als ob alle ihre Sicht haben, nicht davon weichen und du dich fügen sollst. Natürlich wusste man worauf man sich einlässt, aber wie es sich anfühlt und dann tatsächlich ist, zeigt nur die Realität. Das ist aber ja zum Glück mit allen Dingen im Leben so.
    Ich wünsche ganz viel Kraft und Menschen um sich, die dich stärken und dir helfen dich zu sehen und zu handeln.
    Liebe grüße

  29. Das sind die typischen Schuldgefühle. Warum sollte er euer gemeinsames Kind nicht auch so lieben wie sein erstes? Da liegt er falsch. Aber wenn er es nicht zu lässt, wird das auch nichts. Er weiß gar nicht, was er da bei dir anrichtet, wenn er sagt, er wird die Ex immer mehr lieben als alle anderen danach. Ich würde diesen Mann einen Vogel zeigen.

  30. Sue sagt

    Guten Morgen. Ganz ehrlich. Pack deine Koffer und gehe. Dein Freund hat ne Meise und alle anderen, die nur böse Worte haben auch. Jeder von den, soll erstmal in die Fußstapfen einer lieben Bonusmum steigen und dann beurteilen. Aber du bist in deiner Familie nur das Aschenputtel. Egal was für eine Beziehung es ist, sie sollte immer aus geben und nehmen bestehen und aus ganz viel Verständnis. Das höre ich aus deiner Geschichte nur von deiner Seite. LG

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