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Den Patchwork-Krieg beenden – Wie geht das?

Patchwork krieg

Alle Zeichen waren auf Sturm gesetzt. Der Klassiker: Prozesse um Unterhalt und Umgang, Jugendamt und Beistandschaft waren eingeschaltet. Das Kind zeigte bereits starke Zeichen eines Loyalitätskonfliktes. Eine komplett verfahrene Situation, möchte man meinen. Aber die beiden beteiligten Frauen, Mutter und Stiefmutter, haben die Kurve bekommen und es geschafft, dass heute alle eine glückliche Familie sind. Sie konnten den Patchwork-Krieg beenden. Meine Hochachtung, ich denke, sie haben das toll gemacht.

Den Patchwork-Krieg beenden – Gerne, aber wie?

Wie ist ihnen dieses Patchwork-Meisterstück gelungen? Erst in einer echten Krise haben die Erwachsenen erkannt, dass die kleine Sophie alle braucht. Die Geschichte ist wahr, Mutter und Vizemutter erzählen sie gemeinsam.

Vizemutter Diana: „Ich lernte Max über eine gemeinsame Freundin ungefähr zur selben Zeit kennen wie Amelie. Wir hatten losen Kontakt, nach der Geburt von Sophie riss der aber ab. Max und Amelie zogen nach Göttingen. Als Sophie fast eineinhalb Jahre alt war, schrieb er mich bei Facebook an und fragte nach meiner Meinung zu einem Auto. Ich erfuhr von den Problemen der beiden und der Trennung. Dann kehrte Max nach Berlin zurück. Hier hatte er soziale Kontakte, hier hoffte er Arbeit und eine Wohnung zu finden. Zunächst kam er bei seinen Eltern unter. Aber er hatte Angst, sein Kind zu verlieren. Er war unsicher, ob er wirklich so viele Kilometer von seinem Kind entfernt wohnen sollte. Ich wurde in dieser Zeit eine seiner Anlaufstellen.“

Die Stiefmutter wollte vermitteln

Diana war der Meinung, dass Kinder beide Eltern brauchen. Also „jagte“ sie ihn mit vielen guten Ratschlägen nach Göttingen, um  seine Familie zu retten. Nach anfänglichem Optimismus stellte sich einige Wochen später heraus, dass die Rettung gescheitert war. Die Situation war kompliziert, da die Entfernung groß war und so Missverständnisse eher mehr als weniger wurden. Dazu kamen Forderungen über das Jugendamt und den Anwalt von Amelie. In dieser Zeit verliebte sie sich in ihn. Natürlich wünschte sie sich, dass er wieder glücklich würde, nicht mehr Nacht für Nacht vor Schlaflosigkeit, weil er Sophie vermisste, rauchen gehen würde.

Max und Amelie redeten nicht miteinander. Diana wollte vermitteln, schickte ihn mit guten Ratschlägen, wie er etwas formulieren oder was er fragen sollte, nach Göttingen. Er kam aber immer mit „Das möchte Amelie nicht./ Da macht sie nicht mit.“ zurück.

Die Situation der Mutter

Mutter Amelie: „Am Anfang war ich eifersüchtig, auch wenn ich mir das nicht eingestehen wollte. Und vor allem war ich verletzt, da ich doch stark unter der Trennung gelitten hatte und Max so schnell eine neue Beziehung einging. Ich fühlte mich ausgetauscht, abgelegt und zweifelte alles in der Beziehung Gewesene an. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch die Hoffnung, irgendwann kommen wir wieder zusammen. Da war es natürlich hart, als ich erfuhr, dass Diana nun in seinem Leben war.

Max hat zwar ein oder zwei Mal darum gebeten, ein Gespräch mit ihm und ihr zu machen; doch das wollte ich nicht. Ich hatte dieses „Zwei gegen eins Gefühl“ und fühlte mich in die Ecke gedrängt. Ich hab hier gelitten wie ein Hund. Max hat sie mir die ganze Zeit vor die Nase gehalten. Und er war nicht ehrlich. Bei der von mir angestrebten Mediation, in der es darum ging, Vertrauen aufzubauen, nahm er vorher seinen Ehering ab und sprach von seiner Freundin. Da waren sie schon verheiratet.“

Vizemutter Diana: Bei mir löste Amelies Verhalten Groll aus. Von den Hintergründen ahnte ich nichts. Sie blockierte für mich alles, was zur Verbesserung führen könnte. Auch ihr Anwalt war kompromisslos und nicht gewillt, die individuelle Situation von Max zu sehen. Ich hörte irgendwann auf, vermitteln zu wollen. Ich war auf der Seite des Mannes, in den ich verliebt war. Gerade auch, weil ich sah, wie sehr er litt.

Mutter Amelie: Ich hab am Anfang einfach jeden Kontakt zu Diana abgelehnt, habe aber durch Sophies Erzählungen mitbekommen, dass sie Diana sehr gerne hat und nur noch von ihr erzählt. Meine Tochter ist zunächst relativ gut mit allem umgegangen. Die Trennung war für sie natürlich nicht einfach, aber ich glaube ihr „Vorteil“ war, dass sie zu dem Zeitpunkt noch sehr jung (1,5 Jahre) war und damals schon ein sehr offenes Kind war. Jetzt im Alter von fast fünf kann sie sich nicht mal daran erinnern, dass Mama und Papa mal zusammen gewohnt haben und das Diana nicht schon immer bei uns war.

Vizemutter Diana: Max litt er, als er zu Weihnachten einen Brief mit einem selbst gemalten Bild von Sophie bekam. Mein Herz weinte bei seinem Anblick. Und ja, zu dieser Zeit kam auch die Eifersucht. Das ging so weit, dass ich Max´ Mutter bat mitzufahren, als Max einen Krankenbesuch bei Sophie machen wollte. Dass ich damit den Konflikt noch steigerte, weil Amelie nicht auf seine Mutter treffen wollte, und Max seine Tochter deshalb nur wenige Minuten sehen durfte, ahnte ich nicht. Ab da hatte Max bei jedem Umgangstermin die Angst, wieder 600 km umsonst zu fahren.

Plötzlich ging es auch ums Geld

Dazu kamen finanziellen Probleme. Amelie hatte sich zu einer zweiten Ausbildung entschieden, brauchte jeden Cent. Das stand leider im Gegensatz zu Max geringem Gehalt. Er kam kaum mit der ihm verbleibenden Summe über den Monat. Immer öfter musste Diana aushelfen. Das endete damit, dass Diana Geld bei ihrer Oma borgte, um die Anwalts- und Gerichtskosten zu decken. Diana und Max führten endlose Diskussionen über die Gründe ihrer Entscheidungen und ihre Möglichkeiten etwas zu ändern.

Mutter Amelie: Heute sage ich, in der Zeit war alles eher Reaktion auf Aktion.

Vizemutter Diana: So sehr das alles belastete, so schön war es auch Sophie bei ihrem Vater zu sehen. Ich begann dieses kleine Mädchen zu lieben. Sie war knapp zwei als ich sie kennen lernte. Sophie hatte von Anfang an ein gutes Verhältnis zu mir. Sie vertraute mir und wir verbrachten viel Zeit miteinander. Sophie war immer ein gut erzogenes Kind, höflich, gut entwickelt. Das waren Dinge, die auf Amelies Konto gingen. Für die sie auch immer unsere Anerkennung hatte. Dennoch war es schwer, dem Kind gegenüber neutral zu der Mutter zu stehen. Wir gaben uns echte Mühe, Sophie nicht in den Streit hineinzuziehen.

Die Hochzeit

Kurz vor Sophies drittem Geburtstag heirateten Max und Diana. Diese Hochzeit war das, was sich Amelie früher gewünscht hatte. Nun war eine andere Frau „seine“ Frau. Gleichzeitig begann der erneute Streit um die Höhe des Unterhalts. Diesmal über eine Beistandschaft und das Jugendamt.  Die Mitarbeiter, die zunächst auf der Seite des Vaters waren, begannen plötzlich, Diana unter Druck zu setzen. Sie verlangten, dass sie Max Taschengeld zahlen sollte, damit er mehr Unterhalt leisten könne. Am Telefon wurde ihr gesagt, dass sie Vermögen auf dem Rücken des Kindes aufbauen würde, weil es ihr wichtiger sei, ihr Haus abzuzahlen, als dem Kind Unterhalt.

Vizemutter Diana: Ja, ich liebte dieses Kind! Und ja, ich wollte, dass es Sophie gut geht! Aber dies war doch nicht meine Verantwortung. Ich kaufte Sophie Spielzeug und Anziehsachen. Ich las Geschichten vor und tröstete sie, wenn sie gefallen war. Ich tat viel für ein Kind, das nicht mein eigenes war. Ich fühlte mich ungerecht behandelt durch das Jugendamt. Man argumentierte, dass ich ja einen Mann mit Kind geheiratet hätte und deshalb auch dafür einzustehen hätte. Wenn ich finanziell weniger Verpflichtungen gehabt hätte, hätte ich das sicher auch getan. Allerdings freiwillig und nicht auf Druck des Jugendamtes.

Mutter Amelie: Für mich besonders schlimm: Ich wusste nichts von der Hochzeit, erfuhr davon erst später übers Jugendamt. Max hatte Sophie abgeholt zum Umgang mit der Frage, ob sie weiße Schuhe hätte, sie wollten mit ihr auf ein Fest. Das war im Spätherbst. Und Anfang des Jahres hieß es beim Jugendamt: Frau X. ruft hier immer an. Ich sagte noch, nein, sie verwechseln da etwas. Der Vater heißt mit Nachnamen X. Dann sagte mir der Mann vom Jugendamt, die beiden hätten geheiratet. Ich hatte das Gefühl, Diana will einfach alles an sich reißen. Hatte furchtbare Angst, sie wollen mir jetzt auch noch Sophie wegnehmen.

Die Mutter hatte Angst, dass ihr alles genommen werden sollte

Stiefmutter Diana: Während dieser Zeit änderte sich Sophies Verhalten. Sie nannte mich immer öfter Diana statt Dina, biss mich Weihnachten sogar in den Rücken. Sie bockte und zickte stundenlang. Diese Anfälle kamen, unserer Meinung nach, immer völlig grundlos. Wir hegten die Vermutung, dass in Amelies Familie schlecht über uns gesprochen wurde. Gleichzeitig hörten wir von Amelie auch, dass Sophie sie nach den Umgangsterminen beschimpfen und schlagen würde. Wir hatten permanent Angst, dass Amelie Max das Kind komplett entziehen könnte. Dann kam ein Anruf vom Jugendamt. Max wurde zu einem Termin geladen, um über sein Umgangsrecht zu reden. Amelie befürchtete, wir seien an Sophies Verhalten ihr gegenüber Schuld, weil wir sie bei Sophie schlecht machen würden. Man fühlte uns auf den Zahn, stellte aber fest, dass Sophies Verhalten bei der damaligen Beziehung der Eltern zueinander völlig normal war. Ich hörte erstmals das Wort Loyalitätskonflikt und begann, mich mit dem Thema zu beschäftigen.

Mutter Amelie: Damals war vieles wirklich nicht überlegt und im Nachhinein auch nicht richtig, aber in dem Moment sieht man nur sich und die Kleine, die ich, und die beiden offensichtlich auch, zwischendurch nicht wiedererkannt haben. Sie veränderte sich.

Sophie veränderte sich

Der Patchwork-Krieg tobt und Sophie verändert sich. Bei einem Termin im Jugendamt versuchte die Mitarbeiterin auf Sophies Situation aufmerksam zu machen. Diana durfte nicht mit zu dem Gespräch, weil Amelie das nicht wollte. Sie weigerte sich, Diana als Teil von Sophies Familie zu akzeptieren. Daraufhin beschloss Diana, ab sofort mit an Amelies Haustür zu gehen, wenn Max seine Tochter holte. Einerseits wollte sie, dass es einen Zeugen für die Geschehnisse bei der Übergabe gab. Andererseits hatte sie die Hoffnung, dass sie  ein Puffer zwischen den verstrittenen Eltern sein könnte. Sie wollte versuchen, dieses eingefahrene Schweigen durch Fragen nach Informationen über Sophie zu durchbrechen.

Mutter Amelie: Immerhin war Max, die Liebe meines Lebens, nicht nur weg. Er war plötzlich sogar verheiratet. Mich hatte er nie heiraten wollen. Das waren Schläge ins Gesicht und ins Herz. Und dann steht Diana plötzlich immer vor meiner Tür. Übernimmt alles. Er hat sich gar nicht mehr beteiligt. Ich wollte damals auch einfach nur Ruhe. Endlich eine vernünftige Kommunikation. Dabei ging es mir natürlich nicht wirklich um sie, sondern um das Elternverhältnis. Mir war klar, dass dieser Teufelskreis durchbrochen werden musste.

Stiefmutter Diana: Und plötzlich änderte sich etwas innerhalb kürzester Zeit. Amelie fragte nach einem Foto von Max und mir, da Sophie eine Collage über ihre Familie für die KiTa brauchte. Ich verstand die Welt nicht mehr! Aber ich wollte mehr davon! Nur zwei Monate später bat Amelie uns zum Gespräch in ihre Wohnung. Und sie öffnete nicht nur ihre Tür, sondern auch ihr Herz und ihre Seele. Plötzlich war es einfach. Ich verstand viele Dinge! Vor allem verstand ich, dass sie unsere Unterstützung brauchte. Sie hatte uns an diesem Tag in ihre Seele gelassen und ich wollte ihr keinen Strick daraus drehen.

Die Mutter braucht Unterstützung

Amelie sollte wegen Depressionen in einer Klinik behandelt werden. Die Aufenthaltsdauer würde wahrscheinlich mehrere Monate betragen. Sie musste es Diana und Max also sagen. Sophie war zwar bei ihrer Mutter gut untergebracht, und der Umgang konnte weiterhin stattfinden, trotzdem wollte sie, dass die beiden es von ihr erfahren.

Mutter Amelie: Ich hatte starke Angst. Vor allem davor, dass sie aufgrund meiner Krankheit versuchen würden, Sophie zu sich zu holen. Ich hab Diana und Max dann auf einen Kaffee hereingebeten und ihnen alles offen und ehrlich erzählt. Nach einem langen Monolog meinerseits stand Diana auf, nahm mich in den Arm und bedankte sich für meine Ehrlichkeit. Zudem boten sie mir jede mögliche Hilfe an. Von da an wurde das Verhältnis zwischen uns stetig besser.

Vizemutter Diana: In der folgenden Zeit, gab es viele Gespräche zwischen Amelie und mir. Allein, ohne Max. Und ja, er hatte Angst, dass wir Frauen uns gegen ihn verbünden könnten. Er hatte Angst, dass Amelie ihre „schlechte“ Meinung über ihn auf mich übertragen und unsere Ehe in Gefahr bringen könnte. Ich konnte ihn überzeugen, dass er diese Angst nicht zu haben braucht. Die Dinge, die zwischen ihm und Amelie passiert sind, beeinflussen uns zwar oft. Aber sie ändern nichts an meiner Liebe.

Endlich – Die beiden Frauen reden

In diesen Gesprächen hat Diana erfahren, warum Amelie ihre Entscheidungen getroffen hatte. Viele Dinge kann sie heute verstehen. Sie sieht die Missverständnisse, die durch falsche Kommunikation entstanden. Und sie redet seitdem lieber einmal mehr über eine Sache, als dass falsche Gedanken in den Köpfen bleiben. Den Patchwork-Krieg von damals können beide heute nicht mehr nachvollziehen.

Vizemutter Diana: Ich weiß, Amelie möchte, dass wir glücklich sind. Man stelle sich vor, dass sich die Mutter meines Stiefkindes und damit die Exfreundin meines Mannes Gedanken darüber macht, dass wir kein gemeinsames Kind bekommen können. Und die neue Frau des Vaters macht sich Gedanken, ob es der Mutter des Kindes gut geht, ob sie mit dem Vater ihres zweiten Kindes klar kommt. Ob sie es schafft, dass er sie nicht kaputt macht. Wenn sich zwei Frauen solche Gedanken umeinander machen, kann man wohl von einer Freundschaft sprechen. Und es ist viel leichter, Freundinnen zu sein, als zu grübeln, wie man dem anderen Verständnis für seine Bedürfnisse abringt. Amelie hat mir das schönste Kompliment gemacht, als sie mir erklärte, dass sie möchte, dass ich Sophies Taufpatin werde. Sie möchte, dass Sophie immer weiß, dass sie wichtig in meinem Leben sein wird – völlig unabhängig von ihrem Vater und ihrer Mutter.

Sophie blühte auf, nachdem der Patchwork-Krieg beendet war

Heute schlafen alle Beteiligten ruhiger. Sophie beschimpft und beißt niemanden mehr. Sie telefoniert mit Papa, wenn sie bei Mama ist. Sie weiß, dass Mama und Diana sich alles erzählen und Fotos schicken. Sie kann Mama per WhatApp Sprachnachrichten schicken, die „Mama ich hab dich lieb und vermisse dich!“ lauten. Und sie braucht sich nie Sorgen machen, dass dies die Liebe der Erwachsenen zu ihr beeinflusst. Diana sagt ihr, sie soll lieb bei der Mama sein und Amelie sagt, sie soll lieb bei Papa und Diana sein. Zu Sophies fünftem Geburtstag haben alle als Überraschung eine gemeinsame Feier geplant.

Vizemutter Diana: Ich würde sehr viel tun, damit sich unser Verhältnis nie wieder ändert! Und ich bin mir sicher, das gilt auch für alle anderen Beteiligten. Zwei Proben haben wir schon gemeistert. Selbst ein durch das Jugendamt betriebenes Gerichtsverfahren hat keinen Keil mehr treiben können. Ich danke Amelie, dass sie ihre Familie für mich geöffnet hat.

Mutter Amelie: Sophie geht super mit uns beiden Frauen um. Wir ziehen erziehungstechnisch an einem Strang, so dass sie uns nicht gegeneinander ausspielen kann. Sie respektiert, akzeptiert und liebt uns beide, nein – uns alle drei natürlich wir sind eben ihre Eltern. Mich nennt sie Mama oder, wenn sie was will oder kaputt gemacht hat, Mami. Diana ist Dina. Durch Diana ist das Verhältnis zwischen Max und mir auch endlich wieder vernünftig geworden. Wir können jetzt miteinander kommunizieren, können alle zusammen Kaffee trinken, uns heimlich zusammen über Sophie amüsieren. Ich denke, wir sind alle sehr glücklich und erleichtert, dass es endlich so ist, wie es ist. Es ist entspannt geworden. Es gibt keine Anwälte, Gerichte, Jugendämter oder Beistände mehr. Es reicht einfach miteinander zu reden. Und das verdanke ich zum größten Teil ihr, da sie, als wir noch sehr emotional miteinander waren und uns nicht aufs Fell gucken konnten, immer vermittelt hat. Diana war immer die Schweiz, hat sich erst beide Seiten angehört und dann versucht einzulenken.

Liebe Stiefmütter, Väter, Mütter, ich wünsche Ihnen allen und vor allem Ihren Kindern ein Happy End wie bei Amelie, Diana, Max und Sophie. Ausnahmslos. Ich finde, diese beiden Mütter haben das wirklich toll gemacht. Lesen Sie zu dem Thema auch folgenden Artikel:

Für die Eltern, die sich entscheiden, dass es ihrem Kind auch nach einer Trennung gut gehen soll


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Foto: Stocksnap

6 Kommentare

  1. Maria sagt

    Die Geschichte bleibt sicherlich Einzelfall aber wie ein Märchen . Ich finde Ihre Blog herrlich ich fühle mich nicht mehr allein.
    Unzählige verweinte Abende Wochenenden habe ich schon hinter mir mit der Frage ist es falsch negative Gefühle zu haben zum Bonuskind. Es macht mich traurig dass die meisten Probleme entstehen weil trennungspsrtner die Partner Ebene mit Elterebene mischen . Selbst wenn sie meinen die zwei getrennt zu haben kommen selbst nach Jahren der Trennung Scheidung immer noch alte Geschichten . Schlimmer ist aber dass manche Mütter düs mit Wohl des Kindes vermischen. Teils ist es nur die Macht warum es geht, zu zeigen du hast mich verletzt ich bin nicht schuld nur du. Weil du das getan hast habe ich als “ Arme “ exfrau das Recht………….
    Die Väter haben nur eins im Sinn das Kind sehen zu dürfen, deshalb haben auch Schuldgefühle und das nützt exfrau gnadenlos.
    Ich fühle mich nach 4 Jahren Beziehung schon strapaziert bin müde und fühle mich unverstanden.
    Ich bin überaus glücklich nun diesen Blog zu lesen um zu wissen wir Stiefmütter sind okay es sind die zwei Elternteile die es nicht hinbekommen.
    Es ist in Ordnung mich so zu fühlen wie ich mich fühle. Dafür bin ich Ihnen sehr dankbar .
    Ich wünschte es würde mehr persönliche Austausch mit Gleichgesinnten Art Kaffekrönzchen den nur Sie verstehen unsere Situation .
    Alle Freunde und Bekannte sagen nur du hast gewusst dass er Kinder hat,.
    In diesem Sinne wünsche jeden Ein Tollen Tag wir sind richtig und nicht falsch wir denken und fühlen anders wie expartner. Ich wünsche alle Exfrauen mal auf diese Ebene zu kommen um zu verstehen was für Kindeswohl ist.
    Maria aus München

    • Susanne Petermann sagt

      Liebe Maria, zur Zeit arbeiten mehrere Stiefmütter an Selbsthilfegruppen in unterschiedlichen Regionen (u.a, in München). Ich werde darüber hier noch berichten. Zudem gibt es im Blog die Kontaktliste zum Austausch mit Stiefmüttern aus der eigenen Region. Haben Sie Interesse? Steht unter dem Menüpunkt „Kontaktbörse“. Liebe Grüße, Susanne

  2. Nicole sagt

    Da kommen mir fast die Tränen…ich bin wirklich sehr froh diesen Blog gefunden zu haben. Ich bin auch „Stiefmama“, der Sohn meines Mannes ist jetzt 7, unsere Tochter fast 3 und unser Sohn 15 Monate. Ich habe meinen Mann kennengelernt, da war der Kleine 2 Jahre. Am Anfang war alles easy, wir haben ihn öfter mal besucht ( er wohnte zu der Zeit 400km entfernt)und wenn er mal in der Ferien da war, hat sich mein Mann um ihn gekümmert. Irgendwann würde ich dann schwanger. Nach der Geburt unserer Tochter hat sich dann alles geändert. Die Beziehung zur Kindsmutter war vorher schon schwierig, aber seit dem ist es der Horror. Aber auch meine Gefühle haben sich verändert. Also ich habe Auch vorher nicht viel für den Sohn meines Mannes empfunden, er war halt da, aber eben nicht mein Kind. Und bis zur Geburt meiner Tochter wusste ich auch gar nicht, was man für Liebe für ein Kind empfinden kann.
    Ich versuche mich Umgang mit dem Sohn meines Mannes zurück zu nehmen. Manchmal fällt es mir leicht nichts zu sagen, manchmal nicht so. Vorallem wenn es um Erziehung geht. Ich finde halt bei drei Kindern sollten sich alle an die gleichen Regeln halten. Aber das ist ein anderes Thema….
    Ich würde mir so sehr wünschen, dass mein Mann und die Kindsmutter endlich ein normales Verhältnis hätten. Aber die Fronten sind so verhärtet, alles geht nur noch über Anwalt oder böse SMS. Also von ihrer Seite aus. Man kann die Uhr danach stellen, dass wenn er bei uns zu Besuch war, mein Mann wieder eine böse Mail wegen irgendetwas bekommt. Der Streit ums Geld geht seit zwei Jahren rund. Das macht mich oft fertig. Und ich projiziere das oft auf seinen Sohn. Ich sage nichts, aber er spürt das! Ich fühle mich dann oft schlecht, komme aus diesem Gefühlschaos aber selten raus. Am liebsten würde ich die beiden zu einer Mediation oder wie das heißt schicken. Irgendwas liegt doch da noch im Argen!!!
    Aufjedenfall finde ich dieses Blog wundervoll, ich als Stiefmama fühle mich beachtet und verstanden, aber gleichzeitig finden sich auch tolle Beiträge, die mich zum nachdenken anregen. Und die mir Hoffnung geben, dass wir uns vielleicht irgendwann alle verstehen, oder zumindestens respektieren. Ich wünsche es mir!
    Viele Grüße!

    • Susanne Petermann sagt

      Liebe Nicole,

      ich freue mich sehr, dass Du hierher gefunden hast und Dich einige Beiträge zum nachdenken anregen. Immer wieder höre ich, dass Stiefmütter sich allein fühlen, unbeachtet und nicht verstanden. Auch ich kenne das Gefühl. Es geht um den Vater, die Mutter und die Kinder. Aber die Stiefmutter und ihre Gefühle bleiben dabei manchmal auf der Strecke. Sie soll sich kümmern, aber nicht einmischen. Sie soll versorgen aber nicht „sorgen“. Sie soll die Kinder lieben, auch wenn manche Mutter alles dafür tut, die Kinder gegen die zweite Frau aufzuhetzen.

      Bringen wir es doch auf den Punkt: Eigentlich sollen Stiefmütter Superfrauen unter einer unsichtbar machenden Tarnkappe sein 🙂

      Alles Liebe,
      Susanne

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