Paarzeit_im_Urlaub

Mein Mann hat aus erster Ehe drei Kinder und ich eins, eine Tochter. Gemeinsam haben wir keine Kinder. Wir leben im Ausland, da mein Mann hier ein besseres Arbeitsangebot bekommen hat. Unsere Kinder leben bei dem jeweiligen Elternteil in Deutschland. Mein Problem: Leider haben wir keine Urlaubszeit als Paar.

Alle unserer Urlaubstage gehen für die Kinder drauf. Auch finanziell ist es kaum zu stemmen, da wir in den Sommerferien die Kinder hierher holen. Für uns ist nie Urlaub drin. Meinem Mann ist es egal.

Ich muss dazu betonen, wir sind erst zwei Jahre verheiratet und haben noch nicht einmal Flitterwochen gemacht! Da ich ebenfalls arbeite, brauche ich auch mal eine Auszeit.

Wie kann ich ihm das nahe bringen, ohne dass er mir damit kommt: „Du wusstest doch, dass ich drei Kinder habe“???

Lieben Gruss von Berit

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In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die  Ratschläge oder Links in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden.

15 Kommentare
  1. Tante Ju
    Tante Ju sagte:

    Stiefväter haben die Kinder ja auch meist nicht nur ein paar Besuchstage im Monat, sondern die Kinder sind fast immer da.

    Und natürlich sind Väter immer die besseren Mütter 😉

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  2. Kriesten,Jana
    Kriesten,Jana sagte:

    Liebe Berit,ich kann dich da gut verstehen,aber leider geht es vielen Familien mit Stiefkindern so,genauso wie es auch in ganz normalen Familien ist.Ich habe 2 erwachsene Söhne,bis diese 16 Jahre alt waren,war nie ein Urlaub nur zu zweit möglich,nicht mal ein WE,da keine Oma zur Verfügung stand.Als sie älter dachte ich nun kann auch unser gemeinsames Leben wieder beginnen,aber die Ehe scheiterte.Es kam ein neuer Mann mit damals 10 jährigem Sohn,der mitlerweile bei uns lebt-Zeit für uns ist ganz selten,da auch die Mutter sich wenig einbringt.Ich habe also wieder kein richtiges WE zu zweit,geschweige denn Urlaub.Nun habt ihr die Kinder nur in den Ferien.Es bleiben euch viele gemeinsame WE.Nutzt sie,vielleicht könnt ihr mal einen oder zwei Urlaubstage für euch „opfern“ und ein verlängertes WE machen.Von soviel gemeinsamer Zeit ohne Kind träumen andere Stiefmütter

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  3. Martina
    Martina sagte:

    Liebe Berit, in kann dich so gut verstehen. Ich bin in zweiter Ehe seit 4Jahren mit einem Mann verheiratet,dder einen 11 1/2 jährigen Sohn hat. Wir sind seit 6 Jahren zusammen. Mein eigener Sohn ist schon 22 und studiert entfernt von uns. Ich selbst hatte das Thema Kindererziehung abgeschlossen. Das Verhältnis zwischen dem Sohn meines Mannes und mir ist recht gut. Wir wechseln uns z.B. mit der Kindesmutter beim Kindergeburtstag ab. Dieser Vorschlag kam von mir. Aber trotz aller Zuneigung zu dem Kind und bei allem Verständnis bestehe ich auf 1 Woche Urlaub gemeinsam mit meinem Mann. Gott und Dank sieht er das genauso. Für mich als Stiefmutter ist es selbstverständlich, dass das Kind jedes zweite Wochenende bei uns ist und ich denke, das unsereiner genügend Abstriche macht und Kompromisse eingeht. Meine Meinung nach, kann solch ein Patchworkleben nur funktionieren, wenn man zumindest ein im Jahr einige Zeit Für sich hat.

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  4. Maika
    Maika sagte:

    Liebe Berit. Ich verstehe Deine Situation. Ich selbst habe keine Kinder, mein Freund einen 9 jährigen Sohn. Ich habe ihm einfach ganz ruhig erklärt, dass ich mir auch mal ein paar Tage mit ihm wünsche und habe ihm gesagt, dass das nichts mit meinen Gefühlen zu seinem Sohn zu tun hat, sondern damit, dass ich mir Zeit als Paar wünsche. Bei uns gibt es jetzt eine Woche im Jahr, die wir außerhalb der Ferien Urlaub als Paar machen. Wenn das bei Euch nicht drin ist, wie wäre es vielleicht mit einem verlängerten Wochenende oder Brückentag dann, wenn die KKinder eh nicht bei Euch sind. Dann verliert ihr nicht zu viel Urlaub. Ihr könnt ja auch irgendwo in die Nähe bei Euch fahren, dann wird es vielleicht nicht so teuer.
    Alles Liebe für Euch 🙂

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  5. Amanda
    Amanda sagte:

    Einerseits schließe ich mich Manuel an, ja, bei der klassischen Kernfamilie sieht es nicht anders aus. Andererseits – macht es das nicht besser!
    Ich finde, dass man als Eltern immer auch Auszeiten für sich finden können muss. Sicherlich ist es schwierig, diese einzubauen, und eine feste Instanz wird ein Paar-Urlaub vermutlich in keinem Patchwork-System sein, aber ab und an sollte das schon drin sein dürfen!
    Beispiel: Keiner zwingt euch, die Kinder exakt hälftig, dh. 1 Woche Oster-, 3 Wochen Sommer-, 1 Woche Herbst- und 1 Woche Winterferien zu nehmen. Man kann schließlich individuelle Absprachen treffen. Umgangskontakte sind variabel, und wenn sie letztlich beim Familiengericht geregelt werden.
    Nehmt ihr Kinder also in einer der kurzen Ferien nicht oder z.B. in den Sommerferien nur 2 Wochen, dürfte zumindest so viel Urlaub übrig bleiben, dass ihr mal nen Kurztrip gemeinsam unternehmen könnt.
    Eine Patchworkfamilie verlangt einem sehr viel ab und ich finde, dass ihr als Paar darin nicht verloren gehen dürft. Vielleicht könnte dieses Argument deinem Mann helfen zu verstehen, dass du deinen persönlichen bzw. euren Beziehungsakku auch mal aufladen können musst.
    Viel Erfolg und berichte ggf. mal, wie ihr verblieben seid. 😉

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  6. Manuel
    Manuel sagte:

    „Alle unserer Urlaubstage gehen für die Kinder drauf.“

    Ist das denn in „normalen“ familien großartig anders?

    Da müssen Eltern – gerade bei jüngeren Kindern – unter Umständen sogar abwechselnd Urlaub machen, weil es anders gar nicht zu machen ist. Schulen haben gute 12 Wochen (60 Tage) zu; normale Arbeitnehmer aber nur irgendwas zwischen 24-30 Tagen Urlaub.
    Eltern in „normalen“ Familien haben auch keinen „Urlaub von den Kindern“ wie du es gerne hättest. Da gibt es evtl. mal ein Oma/Opa-Wochenende an dem die Eltern dann frei haben. Aber einen richtigen Urlaub ohne Kinder haben „normale“ Eltern mit jüngeren Kindern auch nicht. Das kommt erst, wenn die Kinder größer sind und auch eine gewisse Zeit alleine bleiben können, während die Eltern arbeiten. Da kann man das langsam so drehen, dass man nicht mehr den ganzen Urlaub für die Kinderbetreuung braucht und auch mal eine Woche oder zwei alleine haben kann, während die größeren Kinder zu Hause bleiben.

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    • Tante Ju
      Tante Ju sagte:

      „Alle unserer Urlaubstage gehen für die Kinder drauf.“

      Ist das denn in „normalen“ familien großartig anders?

      Ja, es macht für mich einen großen Unterschied, ob ich mit meinen eigenen Kindern in Urlaub fahre oder ob die Kinder meines Mannes dabei sind, bei denen ich im Grunde keine Erziehungsberechtigung habe.

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      • Manuel
        Manuel sagte:

        Aha. Dann sind deine eigenen Kinder also was Besseres und die Beutekinder nur III. Wahl oder notwendiges Übel. Auch eine Einstellung… :-/

      • Susanne Petermann
        Susanne Petermann sagte:

        Manuel, bitte keine Angriffe. Tante Ju sagte nicht, dass ihre Kinder etwas besseres sind und die anderen Kinder 3 Wahl, sondern dass sie bei den Kindern ihres Mannes keine Erziehungsberechtigung hat.
        Susanne

      • Manuel
        Manuel sagte:

        Sie sagte aber auch (ich zitiere):
        „es macht für mich einen großen Unterschied, ob ich mit meinen eigenen Kindern in Urlaub fahre oder ob die Kinder meines Mannes dabei sind“
        Das ist eindeutig. Sie unterscheidet zwischen IHREN und SEINEN Kindern.

        Und mal ganz davon abgesehen, dürfen Freund(in) bzw. Lebenspartner(in) im Einvernehmen mit dem Elternteil sehr wohl alle möglichen Handlungen und Entscheidungen treffen. Selbst wenn es das BGB unter den sorgerechtlichen Paragrafen nicht explizit aufführt: Jedermann darf ihm zustehende Rechte per Vollmacht an einen anderen übertragen. Diese Vollmacht ist an keine Form gebunden. Insofern genügt es völlig, wenn der eine Partner zum anderen sagt „In der Zeit in der ich nicht da bin entscheidest du.“ Mehr braucht es dazu gar nicht.
        Hat schon mal jemand was von „Muttizetteln“ gehört? Das ist ein Vordruck, den viele Veranstalter vorhalten und auf dem ein Erziehungsberechtigter für die Dauer einer Veranstaltung die Aufsichtspflicht und darauf abgeleitete Rechte auf einen anderen Volljährigen übertragen kann.
        Nichts anderes ist es, wenn ich meine „Elternrechte“ (zeitweise) auf meine Lebensgefährtin übertrage.

      • Susanne Petermann
        Susanne Petermann sagte:

        Vielleicht ist das ja eher eine interne Regelung oder Problematik zwischen Tante Ju und ihrem Mann (bzw. seinen Kindern) und hat nichts mit der deutschen Rechtsprechung zu tun. Nicht jeder Vater „überträgt“ Elternrechte auf seine Partnerin. Und nicht jedes Kind läßt diese Übertragung zu. Jedes Patchwork ist anders und nicht nur weil jemand zwischen der Belastung von „meinen“ und „deinen“ Kindern unterscheidet, heißt es nicht, dass er/sie zwischen den Kindern unterscheidet und die einen First Class und die anderen Holzklasse behandelt.

    • Manuel
      Manuel sagte:

      „Nicht jeder Vater „überträgt“ Elternrechte auf seine Partnerin. Und nicht jedes Kind läßt diese Übertragung zu.“
      Wahrscheinlich hast du da schon recht. Es muss aber jedem eigentlich einleuchten, dass das nicht funktionieren kann. Egal wie rum.

      Wenn das Kind, weil Papa gerade nicht da ist, zur Stiefmutter kommt und irgendwas will kann es ja wohl nicht angehen, dass die dann sagt (sagen muss) „Warte bis Papa irgendwann wieder kommt.“. Umgekehrt, wenn Kind Mist gebaut hat kann es auch nicht sein, dass die Stiefmutter dann sagt „Das sage ich deinem Papa. Dann wirst du schon sehen.“
      Wir wissen doch alle aus dem Kindergarten, dass derjenige, der den Spruch so oder ähnlich bringen muss schon verloren und sich dem Gespött preis gegeben hat.
      Andersrum muss natürlich der Papa dann auch, zumindest gegenüber dem Kind, eine einmal getroffene Entscheidung auch vertreten. Ob sie richtig war oder nicht klärt man dann unter vier Augen.

      Falls man aber doch in der Form handelt muss man sich nicht wundern, wenn ein Kind den Stiefelternteil irgendwann nicht mehr für voll nimmt.

      Antworten
      • Tante Ju
        Tante Ju sagte:

        Meine Kinder sind die gemeinsamen Kinder.
        Und ja ich gestehe, ich habe zu denen ein ganz anderes Verhältnis als zu den großen Kinder meines Mannes.
        Die wurden von mir nicht erzogen. Sie sind hier nur einige Tage im Monat zu Besuch.
        Nicht dass sie grundsätzlich schrecklich wären oder sich von mir gar nichts sagen ließen, das ist nicht so.
        Aber es ist immer eine gewisse Distanz da, ich verhalte mich anders, wenn sie da sind. Ich nehme besondere Rücksicht. Ich habe immer Angst, sie würden sich als 2. klassig behandelt fühlen….
        Das versuche ich bestimmt zu vermeiden. Es macht die ganze Sache aber für mich sehr anstrengend. Für die Kinder ware die Urlaube sicher immer sehr schön, für mich aber auch immer sehr anstrengend und noch mal ganz anders anstrengend als Urlaub mit Kindern natürlich generell durchaus als anstrengend empfunden werden kann. Paarurlaub gab es bei uns außer einem WE seid wir die gemeinsamen Kinder haben auch nicht. Ich arbeite aber daran….Ich habe die letzten Jahre aber dafür gekämpft, dass wir auch mal nur mit den gemeinsamen Kinder Urlaub gemacht haben und nicht nur mit allen zusammen.

      • Line
        Line sagte:

        Manuel, Sie weichen hier etwas vom Thema ab mit Ihrem Kindergartenquatsch-Beispiel!
        Auch wenn Sie jetzt wieder aus allen Wolken fallen, weiß der Geier, was Sie von einer Stiefmutter abverlangen…
        Jaaa, es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen leiblichen Kind und Stiefkind, genauso wie es für das Kind einen Unterschied zwischen der Mutter und der Stiefmutter gibt! Aber das ist ja wahrscheinlich wieder legitim…
        Und das ganze hat nichts mit dritte Wahl zu tun, sondern lediglich mit der natürlichen Mutter- Kind Bindung!!!
        Wir versuchen unser Bestmöglichstes, um dies niemanden spüren zu lassen, aber daß das eigene Kind von allen Kindern das Wichtigste auf der Welt ist und einem logischerweise am nächsten steht, lässt sich wohl keine Mutter von Ihnen verbieten oder in Frage stellen !!!!!!!!!!!!!!
        Aber um das zu verstehen muss „Mann“ Mutter und Stiefmutter sein!

      • Manuel
        Manuel sagte:

        Ich bin Vater und Stiefvater und kann mit gutem Gewissen behaupten keine Unterschiede zwischen den Kindern zu machen. Das unterscheidet dann wohl Männer von Frauen bzw. mich von vielen Stiefmüttern.
        Womit dieses Thema für ich auch durch ist.

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