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Seine Frau und ich – Er pendelt zwischen uns beiden

Seine Frau und ich. Foto: Stocksnap, David Marcu

Ich habe vor circa einem Jahr einen Mann kennengelernt.  Ich war damals unglücklich verheiratet,  so wie er.  Es war Liebe auf den ersten Blick.  Aus Vernunftsgründen haben wir jedoch keinerlei Kontaktdaten ausgetauscht.  Er ging mir jedoch nicht aus dem Kopf und durch Zufall kam ich an seine Nummer.  Nun geht es mit uns seit fast einem dreiviertel Jahr. Der Knackpunkt ist: Seine Frau und er leben noch zusammen, er pendelt zwischen uns beiden.

Seine Frau hat er nie geliebt

Mein Freund hat einen kleinen Sohn  (2 Jahre). Wir sind beide sehr jung,  28 Jahre.  Ich bin mittlerweile geschieden und unabhängig. Er selbst war nie wirklich glücklich in seiner Ehe.  Im Grunde „musste“ er seine Frau heiraten,  da sie damals nur für zwei Jahre ein Visum hatte.  Heute macht sie sich lustig,  dass sie ihn nur geheiratet hat,  weil kein „Dümmerer“ da gewesen wäre.  Seit der Geburt hat sich die Beziehung der beiden verschlechtert.  Er schläft seither auf der Couch, darf nicht Zuhause duschen,  seine Frau kocht nicht für ihn mit etc. Für seinen Sohn hat er all das ertragen.  Ebenfalls die täglichen Streitereien und Schikanen  (es sind oft banale Dinge, z.B. dass sie während er am Computer sitzt,  diesen einfach ausschaltet). In der Erziehung sind sie sich ebenfalls sehr uneinig.  Er nimmt vieles hin,  weil er es müde ist,  zu streiten.

Nun komme ich ins Spiel.  Bevor wir uns trafen,  hat er sich ihr oft entzogen indem er rege seine Freundschaften pflegte. Dabei vernachlässigte er aber nie seinen Sohn.  Nach der Arbeit nahm er sich solange Zeit,  bis dieser ins Bett ging.  Wenn er schlief,  besuchte er häufig Freunde, einfach um nicht bei ihr zu sein.  Seit wir uns treffen,  kommt er jeden Abend.  Die Wochenenden versucht er irgendwie aufzuteilen. Er übernachtet Freitag und Samstag und geht dann nachmittags bis abends heim. Sonntags verbringt er Zeit mit seinem Sohn.  Ich habe ihn schon kennengelernt,  wir verstehen uns gut.  Manchmal gehe ich Sonntags dann auch mit, aber da es mit uns derzeit nicht richtig vorwärts geht,  will ich den Kleinen auch nicht verwirren, wenn wir uns annähern und es zwischen mir und seinem Papa doch nichts wird.

Was wird mit uns? Er kann doch nicht ewig pendeln

Seine Eltern wissen über mich Bescheid,  sind jedoch ambivalent.  Sie wollen,  dass ihr Kind glücklich wird,  aber haben natürlich Angst, was aus dem Enkelkind wird.  Seine Frau weiß,  dass er sich mit jemandem trifft.  Mehr wird nicht geredet  (nicht mal zum Geburtstag wird sich da gratuliert …). Ebenfalls hat er ihr gesagt,  dass er ausziehen möchte.  Ihre Reaktion: „Ja,  mach doch. “ Sie hat sicherlich genauso viel Angst wie er.  Seine sehr große Angst ist es, seinen Sohn zu verlieren und dass sich dieser verraten fühlt.  Die Kommunikation der Eltern ist derart gestört, von beiden Seiten wird das Thema Trennung und Umgang nicht vernünftig thematisiert.

Vielleicht noch zur Info: Er würde bei mir einziehen,  das ist nicht mal einen Kilometer von seiner jetzigen Wohnung entfernt.

Nun meine eigentliche Frage: Ich weiß,  ein dreiviertel Jahr ist sicher keine Ewigkeit.  Aber langsam wird diese Ungeklärtheit zu einem Problem.  Was habt ihr für Erfahrungen, wie war das bei Euch?  Sicher,  das ist hochindividuell, aber mir würde es gut tun,  die Erfahrungen anderer zu hören. Ebenfalls würde ich ihn gerne unterstützen.  Er ist wirklich sehr unglücklich und das seit Jahren.  In ihm ist die Angst  sehr stark,  seinen Sohn zu verraten und dass ein guter Papa doch täglich da sein muss. Mein Freund hat einfach eine riesige Angst,  dass er seinem Kind durch eine Trennung schadet und der Sohn es ihm nie verzeihen wird.

Ich hoffe,  jemand teilt seine Erfahrungen mit mir.  Und dass mich niemand verurteilt – getrennt sind die beiden ja schon lange.

Vielen Dank!


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Foto: Stocksnap, David Marcu

10 Kommentare

  1. Kerstin sagt

    Puhhh – ich glaube so lange hätte ich nicht „gewartet“. In der Zeit hätte ich sicher meine rosarote Brille verloren und hätte klarere Signale gesetzt.
    Bei uns war es aber anders. Mein Gatte war auch noch in einer unglücklichen Ehe, als ich ihn zufällig kennen lernte. Ein Jahr gab es nur „guten Tag – guten Weg – wie ist/war dein Tag?“ Am 22.12. lud er sich dann abends spontan selbst bei mir ein. Ein äußerst ungünstiger Zeitpunkt – kurz vor Weihnachten – 2 Kinder (1 Jahr und 3 Jahre). Am 01.12. stand er um 0.50 Uhr vor meiner Haustür und fragte, ob er wohl bei mir vorübergehend wohnen könnte…. (nachdem er tapfer Weihnachten und Silvester für die Kinder durchgezogen hatte, sah er sich doch gezwungen seine eigene Silvesterparty zu sprengen – denn das letzte was er wollte war so ein vorgeheucheltes 0 Uhr-Küsschen von der Ex).
    Seltsamerweise hat von uns beiden dann auch keiner mehr erwähnt, dass wir von vorübergehend zusammenwohnen sprachen, sollte ich heute Abend mal erfragen (nach 8 1/2 Jahren Beziehung und der 95. Hochzeitswoche *lach*
    Ich weis noch, dass ich selbst diese läppischen 9 Tage „Wartezeit“ als sehr anstrengende Zeit in Erinnerung hatte (inkl. sehr skeptischer Freundin).

    Ich glaube, bei einer so langen Zeit richtet sich jeder irgendwie am Bequemsten in dieser Situation ein. Der Mann verdrängt das dann wohl auch irgendwie, dass jetzt mal ein aktives Handeln gefragt wäre.. Läuft doch… Frau schmollt mal ein wenig – beruhigt sich aber wieder und alles geht wie „gewohnt“ seinen Gang…

  2. Claudi sagt

    Bei der Frage kommen mir 3 Gedankengänge:
    Allgemein:
    1.: Liebe, Fürsorge, Zuneigung des Partners. In vielen Studien zum Thema Freundschaft zeigen sich zu diesem Thema u.a. 2 Dinge: Je älter man wird, um so weniger Freunde und vor allem beste Freunde hat man. & Männer haben oft ihre eigene Ehefrau als besten Freund. Auch wenn andere beste Freunde vorhanden sind, so wird der Ehefrau doch eine höhere Gewichtung zugeteilt. Das Fremdgehen, ist nicht nur als Akt der Sexualität zu betrachten. Da steckt so viel mehr dahinter.
    Ich war auch mal eine Affäre, während er meine war. Während dieser Zeit machte mir die Heimlichtuerei meinerseits sehr zu schaffen. Er hat sie für mich verlassen. 2 Tage später hatten wir einen kleinen Streit, und irgendwie fiel mir da mit einem Schlag die rosarote Brille von der Nase. Ich begriff, dass er NUR das hatte, was ich an meinem Mann vermisste, aber nicht das, was ich an meinem Mann mochte. Er sah in mir seine Seelenverwandte. Durch den Streit begriff ich, dass ich das aber eben nicht bin oder sein will. Deswegen habe ich die Sache sofort beendet (da erfuhr ich auch erst, dass er sich schon getrennt hat).
    2.: Trennung. Auch hier führe ich wieder gut belegte Studien an. Dabei zeigt sich leider, dass der größte Teil der Scheidungen, bei denen Kinder involviert waren, dazu führen, dass der Vater einen herben Statusverlust wegstecken muss. Finanziell und Privat ist er für längere Zeit erheblich unter Druck. (Ganz verkürzt ausgedrückt – soll nur zeigen, dass es nicht nur subjektiv so empfunden wird, sondern auch objektiv belegbar ist)

    Auf das Beispiel bezogen:
    3.: Liebe zu seinem Kind: Das ist etwas, dass ich privat, vor allem bei einer Freundin, ganz stark beobachtet habe. Wenn er sich trennt und auszieht, bleibt das Pendeln bestehen. Besagte Freundin war erst Affäre und der Mann trennte sich nach einem halben Jahr von seiner Frau. Auch sie war davor schon fremd gegangen und hatte ihn in der Vergangenheit aus der Wohnung geworfen für den Neuen. Die Beziehung war auch so kaputt, wie hier in dem Beispiel. Sie ist psychisch krank und auch in Behandlung gewesen, deswegen hatte er natürlich Angst um seine Tochter. Trotzdem – er entschied zu gehen. Heute nach etwa 9 Jahren ist die Situation in meinen Augen immer noch ungeklärt. Meine Freundin, jetzt seine Frau, wartet schon eine ganze Weile auf das GO für das gemeinsame Kind. Sie ist fast 37… Bis vor kurzem gab es „nur“ das Problem, dass das Leben auf den Kopf gestellt wurde, wenn seine „kleine Prinzessin“ da war. Die Tochter hatte sich zwischendurch auch geritzt. Seine Schuldgefühle, sie verlassen zu haben und im Stich gelassen zu haben, sind enorm. Das ganze ungeklärte Thema brodelt unaufhaltbar und mittlerweile ufert es darin aus, dass er sich und meine Freundin nur noch streiten. Ich bekomme bei seinem Verhalten das Gefühl, dass er beginnt meiner Freundin dafür die Schuld zugeben, weil er nicht mehr weiß, wo er damit noch hin soll. Therapeutische Gespräche lehnt er kategorisch ab.

    Aus der Vergangenheit lernend, würde ich sagen, wenn er geht, dann nur, weil er gehen möchte. Jedoch nicht, weil er zu dir möchte. Du kannst der Auslöser gewesen sein, dass ihm die Augen geöffnet wurden, aber du solltest nicht der Grund für den Auszug sein. Mein Ratschlag (Ratschläge sind im übrigen auch Schläge 😉 )

    • Claudi sagt

      Ich muss noch dazu sagen, dass ich meinen Mann aber auch anschließend verlassen habe. Hat mir die Affäre doch gezeigt, dass wir unüberwindbare Probleme haben. Aber bei uns waren keine Kinder involviert.

  3. Susanne Petermann sagt

    Per Mail:

    Ich kann dieser Frau raten sich im Forum http://www.diegeliebte.de anzumelden. Ich war selbst fast fünf Jahre in einer solchen Situation. Heute für mich kaum noch nachvollziehbar und sicher ist jede Situation anders. Mir hat dieses Forum damals geholfen den Blick klar zu bekommen für mich und meine Bedürfnisse. Das tolle an diesem Forum ist, es ist absolut anonym, und es schreiben dort Menschen aus allen Bereichen des Dreiecks. Dieser Austausch hilft ungemein. Ich hab mich zu Anfang im übrigen sehr gesträubt gegen den Begriff „geliebte“. War er doch eigentlich nicht mehr mit seiner Frau zusammen etc. und ich habe mich gesträubt weil mit diesem Begriff all die gesellschaftlichen Verurteilungen verbunden waren. Und genau da ist das Forum der richtige Ort. Dort wird man nicht verurteilt.
    Ich bin im übrigen nicht die Betreiberin und auch schon fast vier Jahre selbst nicht mehr dort.

    Herzliche Grüße
    und ich wünsche der Fragenstellerin von Herzen alles Gute!
    Stef

  4. Klaus sagt

    Von der Beschreibung her erkenne ich einiges aus meiner eigenen Ehe wieder. Ich habe mich da lange aufgerieben und sogar zweiweise bildlich gehungert, um noch den Kindern und den völlig überzogenen Ansprüchen der Ex gerecht zu werden. Emotional war da zwischen uns schon seit Ewigkeiten nix mehr los. „Ist was?“, „Nee. Wieso?“ Das war in den letzten Monaten vor der Trennung der einzige Kommunikationsaustausch. Wir hatten nicht einmal mehr Lust, uns mit uns auseinanderzusetzen. Letztlich habe ich den Absprung geschafft und bin (nach klarer Ansage meiner Zukunftsvorstellungen und deren vollständiger Ablehnung durch sie) ausgezogen. Viel zu spät, aber immer noch früh genug, um mir nicht den letzten Rest Lebensfreude und Würde nehmen zu lassen.

    Die Furcht, das ich wieder an so eine Partnerin gerate, die mich durch Empathielosigkeit (außer da wo es ihr nutzt) und finanziell dermaßen überfordert, ist groß. Jeder, der den Mut und die Geduld für das Patchworkleben aufbringt, hat meine größte Anerkennung. Ich selber distanziere mich aber davon. Die Rahmenbedingungen, die teilweise vom Gesetzgeber vorgegeben werden, empfinde ich einfach als zu große Hürde. Dann noch die ständigen Bemühungen es den Kindern, der neuen Partnerin und der Ex Recht zu machen.

    Wie auch immer, wie hier schon vorgetragen wurde, muß hier der Partner die treibende Kraft sein. Dabei kann man ihm auch nichts abnehmen. Man kann aber so auch nicht einschätzen, wie lange das noch so gehen soll, bis er aktiv wird. Druck ist dabei aber immer kontraproduktiv. Die grösste Hürde dabei sind oft Zukunftsängste. Für viele ist eine gescheiterte Beziehung mit Kindern auch ein der größten Lebensniederlagen. Es fällt schwer, sich das einzugestehen. Irgendwann muß man sich aber für das hier und jetzt entscheiden und was danach kommt, wird man sehen. Das Weitere regeln muß er dann schon selber, das zeigt auch, ob er überhaupt bereit ist, Verantwortung zu übernehmen oder das lieber gerne anderen überlässt.

  5. Susanne Petermann sagt

    Ein Trennungsvater:
    Ich habe eine recht ähnliche Situation gerade erst durch. Ich wurde von meiner Ehefrau vom Bekanntwerden meines Trennungswunsches an sofort mit Aussagen wie „dann siehst du deine Kinder nicht wieder “ und „ich mache dich finanziell fertig “ unter Druck gesetzt! Das war vor zweieinhalb Jahren. Seither kämpfe ich um meine Kinder, welche seit einem halben Jahr im sogenannten Wechselmodell bei mir und ihr Leben! Ich bin meiner Freundin sehr dankbar das sie mir in dieser ganzen Zeit zur Seite stand und alles „ertragen“ hat was in mir vorging. Die Angst meine Kinder ( 5 und 7 ) nicht mehr sehen zu dürfen, hat mich meine Ehe lange „ertragen“ lassen. So lange, bis ich mit Anfang 30 am Herzen operiert werden musste. Heute bin ich gesund, habe zwei super tolle Kinder, und die beste Partnerin die ich mir vorstellen kann. Es lohnt sich zu kämpfen für sein Glück und seine Liebe! Aber ich kann nachvollziehen das der Schritt alles andere als einfach ist.

  6. Liebe Susanne
    Ich kann Due gut nachfühlen. Ich bin in einer ähnlichen Situation, in einem sogenannten Schwebezustand und es ist so ermüdend. Wir können unseren Partnern nicht helfen, wir können nur für sie da sein. Dein Freund wird erkennen müssen, das er seinem Sohn und vorallem sich selbst keinen Gefallen tut, wenn er an der Situation nichts ändert. Der Kleine spürt bestimmt, das der Papa so nicht mehr glücklich ist. Es ist für alle Beteiligten eine Belastung. Es wird Deinen Freund viel Mut und Kraft kosten, sich aus der Situation zu lösen. Die Energie, die er für das aushalten und gerecht werden braucht, würde er sinnvollerweise ins „Vorwärtsgehen“ investieren. Das bringt grosse Ängste mit sich.
    Leider wird die Belastung für Deinen Partner kaum weniger. Mein Partner hat in seinen Augen gegen seine Werte (Ehe, Familie) verstossen und hadert nach 16Monaten immernoch sehr damit. Ein grosses Thema ist bestimmt das Sorgerecht. Wenn ihr das regeln könnt, so das Dein Freund beruhigt sein kann, das er seinen Sohn nicht „verliert“, würde ich das angehen.
    Was ist das Schlimmste, das passieren könnte? Was müsste anders sein, damit es besser wäre?
    Ich verstehe Dich gut, so hilflos mitansehen zu müssen, wie der Partner (und Du selbst) leide(s)t ist nur schwer zu ertragen. Halte durch. Du liebst ihn, stehst ihm zur Seite, da durch muss er aber alleine..
    Alles Liebe
    Sphilo

    • Susanne Petermann sagt

      Liebe Sphilo,
      danke für deine lieben Worte. Allerdings ist das geschilderte Problem nicht meins, sondern das einer anonym bleiben wollenden Stiefmutter, die mir geschrieben hatte.
      Liee Grüße,
      Susanne

  7. Dina sagt

    Hallo,
    ich sehe das ähnlich wie Teres. Ich würde mit ihm vernünftig reden und ihm sagen das es so einfach auf Dauer nicht funktioniert. Ich würde auch empfehlen, dass er sich endlich seiner Frau stellen soll und sich nicht mehr unterdrücken lassen soll. Auch ein Kind bekommt viel mit. Und je länger er wartet umso schwerer wird es auch für das Kind. Denn es wird älter. Er soll sich eine kleine Wohnung mieten in der auch sein kleiner Sohn einen Platz findet und dann seiner Frau mitteilen das er ausziehen wird und die Scheidung will. Dann folgt ja eh erst das sogenannte Trennungsjahr. In diesem Jahr sollte er schauen dass er mit Hilfe des Jugendamtes das Umgangsrecht und den Unterhalt geregelt bekommt. Und dann würde ich euch raten erst zusammen zu ziehen. Das hat ja auch etwas damit zu das er seiner Frau Unterhalt zahlen muss und wenn du mit ihm zusammenlebst kann sich das negativ auf einiges auswirken. Also wartet lieber mit dem zusammen ziehen bis alles überstanden ist. Sei einfach im Hintergrund immer für ihn da und unterstütze ihn. Gib ihm Halt und sei eine Anlaufstelle wenn er nicht mehr weiter weiß. Ich wünsch euch ganz viel Kraft und Glück. LG

  8. Teres sagt

    Liebe Beitragsschreiberin
    Das hört sich nicht gut an. Ich finde es auch nicht gut, dass der Mann sich bequem vom einten Nest ins nächste setzen kann. Ich persönlich mache solche Sachen nicht (mehr) mit und würde mich auf so eine Situation von Anfang an gar nicht einlassen.
    Ich würde mich an deiner Stelle distanzieren und ihm sagen, er soll in seinem Leben zuerst mal Ordnung schaffen, d.h. sich trennen, ausziehen und mit der zukünftigen Exfrau alles regeln (Finanzielles, Umgangsrecht, usw.). Wenn alles geregelt ist, kann er sich ja wieder bei dir melden.
    Wenn er dann Gas gibt und das umsetzt, dann weisst du somit auch, dass du und eine gemeinsame Zukunft mit dir für ihn wichtig sind. Wenn nicht, auch gut, dann hast du deine Zeit nicht länger vergeudet, es gibt nämlich noch andere Männer auf dieser Welt.
    Lieber Gruss
    Teres

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