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Angst um den Stiefsohn

Pinnwand. Foto: Cornelia Durka / Birgit Vogel, Wikipedia

Ich brauche ganz dringend Hilfe und Beratung von Euch. Ich bin Stiefmutter und liebe das Kind meines Mannes wie mein eigenes. Doch seine Ex-Frau führt einen Psychokrieg gegen unsere Ehe, unterbindet den Kontakt zu seinem Kind und will unsere Familie zerstören. Ich habe mittlerweile richtig Angst um meinen Stiefsohn.

Es wird immer schlimmer und ich kann nur hilflos daneben stehen. Sie verbreitet Lügen über mich und unsere Familie. Einfach gesagt: es ist ein totaler Psychokrieg. Meine Ehe und das Wohl des Kindes stehen auf dem Spiel. Denn der Sohn leidet jetzt schon, mit seinen zehn Jahren, so stark, dass er ständig krank ist und auch schon mal sagte: „Ich springe einfach aus dem Fenster. Dann ist es vorbei“. Das macht mir Angst.

Weiß jemand wo ich mir Hilfe suchen kann oder mit wem ich reden kann? Nächste Woche gehe ich zu einer Beratungsstelle. Aber bis dahin brauche ich schon Hilfe. Ich verzweifle. Das Kind hat das nicht verdient.

Bitte helft mir bitte schnell, Konstanze

Bitte E-Mail mit Stichwort „Konstanze“ an: Stiefmutterblog@gmail.com oder einen Kommentar hinterlassen.

In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die  Ratschläge oder Links in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden. Foto: Cornelia Durka / Birgit Vogel [CC BY-SA 2.5 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5, via Wikimedia Commons

8 Kommentare

  1. Susanne Petermann sagt

    Folgendes kam per E-Mail:
    Hallo Konstanze,

    ihr solltet direkt zu einem Familienanwalt gehen und zwar zu jemandem der sich mit dem PAS Syndrom beschäftigt. Parental Aliennation Syndrom. Das ist die Folge von psychischer Misshandlung eines Kindes bei Einflussnahme und Manipulation des betreuenden Elternteiles mit dem das Kind zusammen lebt.

    Es gibt da einige Anwälte die sich darauf spezialisieren, wie zB der Scheidungsanwalt meines Freundes.
    Wenn sie Lügen über Dich / Euch erzählt und Du hast einen Zeugen der dies bezeugen kann das sie dies tut , kannst Du auf Unterlassung klagen.

    Denn wenn Du zum Jugendamt gehst, hören die zwar zu aber bieten dann nur gemeinsam betreute Gespräche mit der Kindsmutter und / oder dem Kind an obwohl sie selbst im Jugendamt-watch über dieses Problem berichten.

    siehe link

    http://jugendamtwatch.blogspot.de/2012/06/pas-syndrom-bedeutet-parent-alienation.html

    Ich hoffe ich konnte Dir etwas weiterhelfen.

    Gruß
    Verena

    • Marina sagt

      Hallo Verena, Hallo Frau Petermann,

      bitte sag mir doch, welcher Anwalt sich mit dem PAS beschäftigt.
      Es ist bestimmt schon ein halbes Jahr her, dass ich mich näher mit Informationen zu diesem Syndrom beschäftigt habe und so richtig hat mir/uns hier niemand sein Gehör geschenkt.

      Lese ich Informationen zu diesem Thema, ist es als hätte ich unter Hypnose unsere Geschichte erzählt – Beängstigend!

      Ich würde das Kind meines Partners so gerne vor dieser Mutter schützen. Es ihr nicht wegnehmen, aber ich möchte, dass sie versteht, dass das Kind beide Elternteile lieb haben darf und versteht, dass das Kind psychologische Betreuung brauch, damit es wieder Kontakt zu seinem Vater zulassen kann.
      Wir haben das Kind seit über einem Jahr nicht gesehen oder gehört. Ein 600 km Umzug im August diesen Jahres macht den Umgang und den Kampf zu dem Kind nicht gerade leichter. Ein Wechsel des Jugendamtes wahrscheinlich auch nicht. Das alte Jugendamt hat es schon nicht geschafft unsere Bedenken um das Kind ernst zu nehmen und erfolgreich dagegen zu wirken.

      Hoffnungsvolle Grüße,
      Marina

  2. Susanne Petermann sagt

    Folgendes kam per E-Mail
    Liebe Frau Petermann, liebe Konstanze,

    hier ist es ganz genauso!

    Meine Stiefsöhne sind 6 und frischgebackene 9 Jahre alt,
    um es kurz zu machen:

    vor knapp 3 Jahren habe ich meinen jetzigen Ehemann kennengelernt,
    zwar hatte seine Exfreundin – die Mutter seiner Kinder –
    die damalige Beziehung für einen neuen Mann (den es wohl auch noch gibt)
    beendet, aber führt seit dem Kennenlernen von meinem Ehemann und mir einen puren Krieg.
    Die Jungs sollen eigentlich alle zwei Wochen für das Wochenende und die Hälfte der Ferien zu uns.
    Zuletzt hat sie die Kinder knapp vier Monate vorenthalten, die Eltern haben ein gemeinsames Sorgerecht,
    dennoch erfährt mein Ehemann seit 2,5 Jahren absolut nichts betreffend der Gesundheit oder Schule der Kinder.
    Nur Aussagen der Kinder, die auf krude Theorien der Mutter ohne ärztliche Absicherung beruhen.

    Ich wollte mich schon länger um einen Stiefmutter/Patchwork-Stammtisch oder ähnliches kümmern,
    tatsächlich haben uns aber bisher 5 Prozesse immer wieder zu mangelnder Zeit und Nerven geführt…..

    Wo wohnst du Konstanze?
    Wir sind in Berlin, haben inzwischen regen Austausch mit dem Jugendamt (schriftlich!!! ganz wichtig),
    dem Pestalozzi-Fröbel-Haus, der Caritas und weiteren Stellen sowie mit Psychologen.
    Wir bekommen jetzt ein Clearing-Team gestellt (zwei Psychologen beobachten mehrmals den Umgang),
    auch haben wir seit zwei Jahren den Verdacht das die Mutter (diagnostizierte Borderlinerin)
    die Gesundheit der Kinder (besonders des Älteren) gefährdet, um ihn so an sich zu binden…..
    Nach dem letzten Prozess am 31.08. deutet es sich aber endlich an, dass das Jugendamt unsere Sorge ernst
    nimmt und wegen Kindeswohlgefährdung eingreifen wird.

    Auch wenn das hier nur kurz angerissen ist, würde ich mich sehr freuen von dir zu hören!
    Ich weiß wie es dir geht!

    Viele liebe Grüße aus Berlin, halt die Ohren steiff !
    Viktoria Luise

  3. Kriesten,Jana sagt

    Hallo,du kannst es übers JA probieren,kommt aber darauf an,wer dein Ansprechpartner ist.Der schnellere und bessere weg dürfte der Gang zum Anwalt sein.Ihm die Lage schildern.Es wird vor Gericht eine Umgangsregelung beschlossen.die kann dein Mann notfals dann gerichtlich durchsetzen lassen.So wie du den Fall schilderst,besteht akute Kindswohlgefährdung und da könnte ein Anwalt eine einstweilige Verfügung erwirken.du musst aber dann damit rechnen,dass der Junge zu euch kommt und dir klar sein,ob du das wirklich willst.Wir haben so einen Beschluss,der Junge lebt bei uns,seine Mutter kümmert sich sehr wenig,leider hat daran auch ein Beschluss nichts geändert,wir haben ihn allerdings auch noch nicht gerichtlich durchsetzen lassen.L.G.Jana

  4. Manuel sagt

    „Weiß jemand wo ich mir Hilfe suchen kann oder mit wem ich reden kann?“

    Theoretisch…
    …kannst du dich ans Jugendamt wenden.

    Praktisch…
    …werden die dich abwimmeln. Oder dich anlächeln und dir bei allem beipflichten. Und kaum bist du zur Tür raus wieder zur Tagesordnung zurückkehren. Du bist nämlich leider nicht die Mutter des Kindes. Väter stehen schon sehr weit hinter der Mutter. Du als „nur“ Frau des Vaters stehst da in der Rangliste der JÄ noch dahinter.

    • Na da hab ich wohl großes Glück, daß das JA mich als Gesprächspartnerin immer akzeptiert hat.
      Doch einer „Gefahrenanzeige“ müssen sie in jedem Fall nach gehen, egal von wem sie kommt. LG Berit

      • Manuel sagt

        Alles eine Frage der Definition.
        Bei meiner Ex wurde seinerzeit – nach meiner Definition – eine Familienhilfe installiert. Bei dieser hätte ich jedoch mit ins Boot gemusst und es hätte ein Hilfeplan erstellt werden müssen. Also war das plötzlich – nach Definition des JA – eine Beratung im Haushalt der Mutter. Schwupps … schon geht es ganz einfach. Ohne Plan. Ohne Vater.
        😉

  5. Hallo Konstanze,
    wir haben ähnliches erlebt, nur das nicht die KM diejenige war und ist sondern die Oma als Vormund der Tochter meines Mannes. Die KM ist verstorben.
    Kind hat mit 16j den Druck der Oma nicht mehr ausgehalten und mir geschrieben sie will zu Mamma. Ich habe mit ihr kommuniziert und es schien wieder gut zu sein, 3 Std später, ich lag schon im Bett, da bekam ich ne Whatsapp von ihr, was passieren würde wenn sie ihre Antidepressiva alle auf einmal nimmt.
    Alarmglocken schrillten, was tun Nachts um 1.30 Uhr. Hab ihr geantwortet, dir wird Megaschlecht und du wirst nicht vom Klo runter kommen, du wirst 3-5 Tage schlafen etc.
    Paralel hab gute Freunde kontaktiert beide Krankenpfleger; gefragt was kann wirklich passieren……… ihr wird Megaschlecht werden, sie wird Kotzen, sie wird tagelang schlafen. puuh Glück gehabt mit meiner Einschätzung.
    Vom Kind kam als Antwort „Schade“
    Am nächsten Morgen habe ich sofort das JA eingeschaltet, da mein Mann öfter auf Montage ist, darf ich mit JA vom JA kommunizieren.
    Die haben sich umgehend eingeschaltet und waren am Mittag vor Ort, Oma viel aus dem Häuschen, Kind wurde in Behandlung geschickt.
    Die Hasstiraden von Oma auf mich / uns kann ich verknusen, denn die kenne ich7wir bereits.
    Wichtig ist, dass du und dein Mann an einem Strang zieht !
    Die Meldung beim JA : da kannst du drum bitten das dein / euer Name nicht benannt wird, die anderen vermuten es sowieso aber wer nicht ans Kind denkt sondern aktiv PAS betreibt, der macht sich schuldig und strafbar.
    Halt die Ohren steif, lg Berit

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