Selbsthilfegruppen
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Selbsthilfegruppen für Stiefmütter

Selbsthilfegruppe für Stiefmuetter

Wer meine Facebook-Seite verfolgt, weiß es schon. Seit einiger Zeit arbeite ich an der Gründung von Selbsthilfegruppen für Stiefmütter/Stiefväter. Die Idee dahinter ist einfach. Selbsthilfegruppen machen Mut, hier findet man Menschen, denen man seine Problematik nicht erst lang und breit erklären muss, und vor allem Hilfe und Unterstützung für die spezielle Vizemom-Situation.

Diese Selbsthilfegruppen können natürlich nicht alle von mir gegründet und betreut werden. Das muss vor Ort passieren. Ich selbst werde die Selbsthilfegruppe Bremen/ Delmenhorst starten, die in Delmenhorst Räumlichkeiten im Schaarhaus bekommen wird. Vergangene Woche, am heißesten Tag des Jahres (bisher), habe ich mich mit Ulrich Gödel, zuständig bei der Stadt Delmenhorst für Selbsthilfegruppen und der SPD Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag dort getroffen, und über die Idee einer SHG-Stiefmütter/Stiefväter gesprochen.

Selbsthilfegruppe für Stiefmuetter

Treffen mit Ulrich Gödel (li) und MdB Susanne Mittag (re) zur Gründung einer Selbsthilfegruppe für Stiefmütter

Großartig ist es, dass die Stadt Delmenhorst die Selbsthilfe aktiv unterstützt. Unsere Selbsthilfegruppe für Vizemoms/Vizeeltern wird einen Schlüssel für Räumlichkeiten im Schaarhaus bekommen, damit sie sich dort treffen kann. Dazu druckt die Stadt Flyer und vermittelt auch Referenten (Anwälte, Psychologen) die vielleicht einmal zu den Treffen eingeladen werden. Soweit ist alles in die Wege geleitet, das erste Treffen wird nach den Sommerferien (Niedersachsen) im September stattfinden. Zurzeit arbeite ich an dem Flyer, der dann in Jugendämtern, Beratungsstellen etc. ausgelegt wird.

Aber Stiefmütter gibt es ja nicht nur hier im Norden. Daher habe ich andere Stiefmütter gefragt, ob sie Lust haben mitzumachen. Ilona (Sachsen/ Thüringen), Eileen (München), Manuela (NRW), Katrin und Silvia (Hessen), Jule (Northeim/ Südniedersachsen), Christine (Memmingen), Diana (Erlangen) und Manuela (Heidelberg) sind schon dabei. Sie planen lokale Selbsthilfegruppen in ihrem Einzugsgebiet. Große Klasse, oder?

Haben Sie auch Lust, mit dabei zu sein? Das wäre super! Ich würde Ihre E-Mail Adresse an eine Gruppengründerin in Ihrer Nähe weiterleiten, die sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen wird. Falls Sie mögen, schreiben Sie doch bitte noch Ihre Telefonnummer dazu. Oder haben Sie vielleicht sogar Lust, selbst eine Gruppe zu gründen? Noch besser! Ich schicke Ihnen gerne Unterlagen, damit Sie sich vorab informieren können.

Viele Städte bieten übrigens praktische Hilfestellung bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe an. Dort unterstützt man auch mit Informationsmaterial und Öffentlichkeitsarbeit oder hilft bei der Vermittlung von weiteren Interessenten sowie geeigneten Räumen weiter.

Jetzt bin ich gespannt, ob Sie auch Lust haben, mitzumachen. Einfach hier einen Kommentar hinterlassen oder eine E-Mail an kontakt@stiefmutterblog.com schreiben. Ich freue mich auf Sie!

25 Kommentare

  1. Sara Schließmann sagt

    Hallo!
    Ich komme aus den Raum Kassel und habe in meinem Umfeld die Erfahrung gemacht, dass hier ebenfalls ein Bedarf an einer Selbsthilfegruppe für Stiefmütter besteht. Ist eine Gruppe hier in Planung?
    Ich selbst als Vizemom, hätte auch kein Problem damit, dieses zu unterstützen und eine Gruppe ggf. zu leiten.
    Was sind denn die groben Voraussetzungen für die Leitung?
    Wäre um Infos und entsprechenden Austausch dankbar.
    Viele herzliche Grüße

    Sara

  2. Ich dachte an den Stiefmutter- Blog gar nicht mehr, weil wir so umfassend eingebunden sind, dass einfach der Raum dazu fehlt…
    Nun zum Grund meiner Einstellung hier:
    Meine Partnerin Angela Hoffmeyer (langjähriges Vorstandsmitglied in „meinem“ VAfK Karlsruhe, Bundesvorstandsmitglied im VAfK, Gründerin der Projektgruppe Doppelresidenz und Generalsekretärin des ICSP – International Council on Shared Parenting) hat endlich ihre eigene Biographie zu einem neuen Schwerpunkt gemacht und organisiert Gesprächsgruppen zum Thema Stiefeltern (Bonuseltern, „Zweitfrauen“).
    Das begann bei uns im VAfK Karlsruhe und wird auch zumindest im Rahmen meiner Seminartätigkeit fortgesetzt werden.
    Wir haben durch die Arbeit mit 2500 Fällen tiefer gehende Erkenntnisse zum Thema.
    Das dies bisher immer „stiefmütterlich“ behandelt wurde, wird es Zeit, sich eingehender damit zu beschäftigen.
    Die ersten Gesprächskreise gingen unter die Haut und zeigten, dass wir einen sehr empfindlichen Nerv getroffen haben.
    Vielleicht lässt sich im Kontext dieses Blogs was organisieren?

    Franzjörg

    • Nane sagt

      Liebe Franzjörg,
      ich will dich kurz an meinen Gefühlen teilhaben lassen, vielleicht ist es ja eine hilfreiche Rückmeldung. Ich komme nicht umhin, mich an dem Wort „Zweitfrauen“ zu stoßen. Meiner Meinung nach sind solche Worte genau das fundamentale Problem an den Schwierigkeiten mit Patchwork und den teilweise desolaten Selbstwertgefühl der Stiefmütter. Die Tatsache eines Kindes einer anderen Frau beeinträchtigt das Selbstwertgefühl der Frau in hohem Maße und stellt eine Bedrohung ihrer Einzigartigkeit und ihrer Besonderheit dar. Meiner Meinung nach ist genau das der Grund, warum sie oft gar nicht anders kann, als das Kind abzulehnen, obwohl sie es gar nicht will und darüber verzweifelt ist. Wie kann man dann noch ein Wort wie „Zweitfrau“ verwenden? Ich empfinde das als offen herabwertenden Begriff, der genau verkörpert, dass die Stiefmutter nur zweitrangig und weniger wert ist. Als Betroffene wirkt das auf mich respektlos und unsensibel und fördert eine gegenläufige Entwicklung dazu, was eigentlich benötigt wird, damit eine Patchworksituation gelingen kann: Nur durch die Anerkennung und Wertschätzung ihrer Person kann die Stiefmutter ihre Ängste loslassen und frei auf das Kind und die Situation zugehen.
      Wahrscheinlich meint ihr das nicht so, wie ich es empfinde, aber ich könnte mir vorstellen, dass es noch anderen Frauen so geht und musste es deswegen unbedingt anmerken. Ihr betrachtet die Angelegenheit Patchwork vielleicht eher aus dem Blickwinkel der leiblichen Väter (zumindest habe ich das so verstanden), aber immerhin ist das hier ein Stiefmutter-Blog und hier soll der Blickwinkel der Stiefmutter Raum haben.

      • Hallo Nane,

        ich habe extra Anführungszeichen benutzt, um diesen Begriff als Zitat zu kennzeichnen. Ich übernehme den Begriff „Zweitfrauen“ aus den entsprechenden Foren zum Thema, die es dazu schon vor vielen Jahren gab. Da haben sich die neuen Partnerinnen von ausgegrenzten Vätern selbst so bezeichnet. Es ist also nicht „mein“ Begriff oder „unser“ Begriff, sondern ein Zitat.
        Ich kann das aber auch gerne streichen und die Begriffe Stiefeltern oder Bonuseltern benutzen.
        Diese dürfen allerdings nie in Konkurrenz zur leiblichen Mutter auftreten und stehen damit deutlich in der zweiten Reihe. Angela benutzt als Erläuterung der Position den Begriff „Patin“.

        Als neue Partnerin des Vaters hat sie die erstrangige Position.
        Das Problem besteht darin, dass das Elend der Ausgrenzung im Residenzmodell diese Folgebeziehung extrem belastet. Darin liegen die ersten Risiken dieser Beziehung.
        Danach kommt die Herausforderung, mit den Kindern aus der vorhergehenden Beziehung angemessen umzugehen.

        Dies ist als Grundlage für eine eigene neue Beziehung – evtl. mit Kindern – eine besondere Herausforderung, die immer auch von der Vorbeziehung und dem Spannungsverhältnis dieser Eltern mit geprägt ist.

        Vielleicht ist jetzt deutlicher, was ich meine.

        Franzjörg

  3. Tanja P. sagt

    Ich lebe mit einem alleinerziehenden Vater und seinen zwei Söhne es zusammen.Der Ältere von den beiden ist schwerstbehindert,mit einer fortschreitenden Erkrankung. Die leibliche Mutter quasi nur eine biologische Mutter…Ich gerade oft an meine Grenzen,ich arbeite in einer stationären Kinder-und Jugendhilfe Einrichtung,wenn ich nach dem Dienst nach Hause komme,wiederholt sich oft mein Arbeitsablauf zu Hause, weil dort häufig die gleichen Probleme auf mich warten ,wie auf der Arbeit.Ich bin immer“ gefühlt“ in meinen Job,ohne wirklich Ruhe und die Abstand zu haben.Mein Partner ist wirklich toll und wir sprechen viel über meine Gefühle und die er bemüht sich sehr mich zu verstehen,aber ich finde keinen Weg heraus.
    Ich habe stehts das Gefühl es allen recht zu machen müssen,ohne dass es wirklich jemand von mir verlangt,häufig nur aus Sorge ich könnte den Ansprüchen nicht gerecht werden,wenn ich mal an mich denken.Ich habe eine sehr hohe Erwartungshaltung an mich selber,dass ich mittlerweile Angst habe daran zu zerbrechen.

  4. Nadine sagt

    Hallo,
    ich wäre am Austausch mit Gleichgesinnten aus dem Rhein NEckar Kreis interessiert, da leider in meinem Umfeld keiner versteht wie es mir geht.

    Herzlichen Gruss

    • Nane sagt

      Hallo Nadine, bist du immer noch daran interessiert? Mir geht es nämlich genauso, dass ich mich sehr allein damit fühle und ich wohne auch in Reichweite des Rhein-Neckar-Kreises. Vielleicht können wir uns privat ein bisschen austauschen, gibts irgendwie die Möglichkeit, Emailadressen auszutauschen?

  5. Tanja Wellendorf sagt

    Hallo. Bin zufällig auf diesen Blog gestoßen und würde mich freuen, wenn es eine Gruppe in meiner Wohnortnähe gäbe. Lieben Gruß, Tanja

  6. Steffi Meenen sagt

    Liebe Frau Petermann,

    ich habe ihr Buch zu Weihnachten bekommen. Und heute habe ich per Zufall diese Seite entdeckt.
    Gibt es eine Selbsthilfegruppe in NRW, Raum Kleve, Wesel, Bocholt? Meine PLZ lautet 46446.

    Vielen Dank
    Steffi

  7. Karolin Labuhn sagt

    Hallo, gibt es auch eine Selbsthilfegruppe in der Nähe von 32429?
    Herzliche Grüße!

  8. Carola sagt

    Liebe Susanne,

    dein Blog ist eine grossartige Idee. Alle fuer einen, und einer fuer Alle 🙂
    Gibt es bereits eine Selbsthilfegruppe in Hamburg?

    Beste Gruesse
    Carola

    • Susanne Petermann sagt

      Liebe Carola, in Hamburg wird gerade über eine Gründung nachgedacht. Aktuell gibt es noch keine. Herzlich, Susanne

  9. Luise sagt

    Hallo liebe Susanne,
    ich wäre sehr an einer Selbsthilfegruppe in meiner Nähe interessiert. Ich wohne in 97980. Vielleicht habe ich Glück.

  10. Annika sagt

    Ich suche dringend eine Selbsthilfegruppe im Raum Hannover/ Sehnde!! Gibt es schon eine bestehende Gruppe?

    Liebe Grüße aus Niedersachsen
    Annika

    • Susanne Petermann sagt

      Noch nicht. Ich weiß allerdings von einer Gruppe, die zwischen Hildesheim und Hannover gegründet werden sollte. Soll ich dir da mal einen Kontakt machen? Liebe Grüße, Susanne

  11. Hallo Susanne Petermann,
    das Projekt „Stiefmutter-Blog“ gefällt mir sehr gut. „Politisch korrekt“ ist immer nur die Seite der „alleinerziehenden“ Mutter interessant und unterstützenswert. Die Kehrseite dieser Medaille ist mit Tabus belegt. Wir vom „Väteraufbruch für Kinder“ sind seit über 25 Jahren damit beschäftigt und sind der einzige bundesweit aktive Verein, der sich um ausgegrenzte Elternteile kümmert. Unser Slogan: Allen Kindern beide Eltern!
    Die Stiefmütter, die sich bei uns als „Zweitfrauen“ bezeichnen, sind unsere emotionalsten Verbündeten. In meiner Erstberatungsstatistik für meine Gruppe in Karlsruhe machen sie nach den Vätern die größte Teilgruppe aus. Insgesamt verzeichne ich seit Jahren 150 – 200 Neufälle im Jahr, die zu den lange Jahre andauernden Altfällen immer wieder neu hinzu kommen.
    Ich bin auch derjenige, der mit Vätern und Müttern schon über 500 Mal ehrenamtlich als Beistand (§12 FamFG) mit vor Gericht war. Außerdem bin ich inzwischen auch als Verfahrensbeistand (§158 FamFG) und Umgangspfleger von den Familiengerichten eingesetzt.
    Immer wieder halten wir Seminare ab. Mein nächstes Seminar zur Beantragung des Gemeinsamen Sorgerechtes für nicht eheliche Väter findet am 24.10.2015 bei Karlsruhe statt. Mehr auf unserer HP vafk-karlsruhe.de
    Ich denke, eine Vernetzung wäre überfällig…

    Mit herzlichem Gruß
    Franzjörg Krieg

    • Susanne Petermann sagt

      150 bis 200 Problemfälle, die ihren Weg allein zu Euch finden ist erschreckend viel. Wie viele mögen es denn dann insgesamt in Deutschland sein?

      Eure Slogan „Allen Kindern beide Eltern“ ist prima. Den kann ich sofort unterschreiben.

      Karlsruhe ist für mich Nordlicht ja eine ganz schöne Strecke. Aber wenn ich das nächste Mal Richtung Süden unterwegs bin, melde ich mich. Herzliche Grüße, Susanne

  12. Edna sagt

    Hallo Susanne,

    auch ich wäre an einer Selbsthilfegruppe interessiert, wenn es mir
    möglich ist auch diese zu gründen. Meine PLZ 71083

    Kannst Du mir Unterlagen zukommen lassen?

    Danke
    Grüßle
    Edna

    • Susanne Petermann sagt

      Das mache ich gerne. Später, per E-Mail. Bin gerade unterwegs. LG, Susanne

  13. Nora sagt

    Ich finde die Idee auch ganz toll. Und wäre gern dabei. Ich komme aus NRW, genauer gesagt aus Mönchengladbach. Hoffe es gibt bald eine Gruppe in meiner Nähe 🙂

  14. Christine Tietz sagt

    Hallo Susanne,
    jetzt schreib ich mich mal hier ein.
    Die Idee mit den Selbsthilfegruppen finde ich klasse.
    Gerne bin ich dabei und freue mich, wenn du mir Unterlagen zur Gründung einer Selbsthilfegruppe zuschickst.
    Die Gruppe wäre dann in 87700 Memmingen.

    Mit einem lieben Gruß aus unserem urlaub – heute in Werder am Plauer See
    Christine

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