Ex & Next
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Ich bin nicht Dein Feind – Brief an die Mutter meiner Bonuskinder

Bonuskinder

Seit Wochen versuche ich, irgendwie meine Worte zu Papier zu bekommen. Die folgenden mag ich so stehen lassen. Die Rolle der Bonusmama ist in meinem Fall gar nicht so schwer. Meine Bonuskinder sind toll und wir haben uns sehr schnell lieb gewonnen. Die unsichere, eifersüchtige Mama ist meine Baustelle.

Ich bin genauso neu in der Situation wie Du

An dich als die Mutter meiner Bonuskinder gehen meine Worte, sie sollen einmal raus. Ich hab das Gefühl es einmal „laut“ ausgesprochen haben zu müssen. Da ich als BonusMama-NewBe diesen Blog regelmäßig verfolge und Anteil nehme, schreibe ich Dir auf diesem Weg.

„Liebe Mama meiner Bonuskinder, vor fast 2 Jahren bin ich in das Leben deines Exmannes und das deiner Kinder geschlittert. Ihr wart schon länger getrennt und die Kids waren grade dabei auszutesten wie es wäre, bei Papa zu wohnen. Von Anfang an wusste ich, dass es Kinder im Leben dieses Mannes gibt und das diese ihm sehr wichtig sind. Ich wusste auch, ich hab keine Chance bei ihm, wenn die Bonuskinder mich nicht mögen.

Du, die Ex, bist immer mit dabei

Woran ich gar nicht dachte, wovon ich keine Ahnung hatte: Die Ex wird immer präsent sein. Naiv wie ich war, dachte ich, es wird einen Weg geben, sich zu arrangieren. Ob ich die Idee hatte, dich eventuell als Freundin zu gewinnen? Nein! Soweit bin ich nicht gegangen. Aber einen freundlichen und fairen Umgang, den hätte ich mir gewünscht. Das funktioniert allerdings nicht, von deiner Seite aus noch weniger als von meiner.

Werte das bitte nicht als Vorwurf. Ich bin mir bewusst, dass es sich für dich sicher mehr als unangenehm anfühlt zu wissen, dass da eine fremde Frau mit dem Exmann und den beiden Kindern zusammen lebt. Die Kinder empfinden mich als ihre Bonusmama.

Du bist die Mama meiner Bonuskinder

Du beanspruchst den Namen Mama für dich. Was gerechtfertigt ist, denn du bist die leibliche Mama und ich lege für mich keinen Wert darauf, diesen Titel zu tragen. Ich will dir deine Kinder auch nicht wegnehmen. Ich weiß, du empfindest das ganz anders, dich macht es traurig, vielleicht unsicher, manches mal garantiert wütend.

Wie sich das anfühlen muss, dass die eigenen Kinder eine fremde Frau so sehr in ihr Herz schließen? Ich weiß es nicht. Ich weiß , wie es sich anfühlt Bonuskinder zu haben. Für mich sind diese Kinder eine Bereicherung. Ich lerne soviel durch sie, über sie, über mich, über Familie, über so vieles mehr. Vielleicht sind wir beide gar nicht so unterschiedlich.  Vielleicht haben wir ähnliche Ängste. Du bist eine leibliche Mama, die, egal was passiert, immer die leibliche Mama bleibt.

Wenn wir uns trennen bin ich raus, du bleibst für immer Mama

Ich bin die Bonusmama. Leibliche Kinder sind mir nicht vergönnt gewesen. Ich bin die, die wenn diese Beziehung zerbricht, raus ist! Raus aus dem Leben des Mannes und aus dem Leben der Kinder. Ich hätte dann all die Zeit mein Herz, meine Liebe und meine Energie verschenkt und investiert. Um was zu sein???? Eine Figur im Zug des Lebens der Kinder, sowie in seinem. Mehr nicht! Du hingegen wirst weiter präsent sein.

Hält mich das ab meine Bonuskinder und ihn zu lieben? Hält es mich ab, den Kindern wichtige Werte zu vermitteln? Gerade auch, weil sie das wollen? Sie wünschen sich, dass ich mich einbringe. Für sie sind wir Familie! Du bist auch ein Teil Familie, für die Kinder.

Sollte es mich abhalten?

Durch Hörensagen weiß ich du lässt kein gutes Haar an mir. Dadurch weiß ich, du bist neidisch und eifersüchtig. Ich weiß, die Kinder verteidigen mich oft. Ich weiß, die Kinder mögen nicht mehr gern zu dir und besonders dem Jungen geht’s mit der Situation gar nicht gut. Da besteht Redebedarf. Und ich wünsche den Kindern, dass sie die Möglichkeit haben, das zu klären.

Was ich auch weiß: Es macht mich für die Bonuskinder traurig, zu sehen wie du für dich deine Prioritäten setzt. Bedenke, deine Kinder bemerken es ebenfalls. Kinder sollten sich nicht für oder gegen Personen die sie lieben entscheiden. Kinder sollten lieben dürfen, wen sie lieben. Die Kinder lieben dich!!!

Ich bin nicht Dein Feind!

Bitte … ich bin nicht der Feind! Ich habe dir nichts weggenommen und habe es auch nicht vor. Wir müssen keine Freundinnen werden, das möchte ich auch nicht. Nur bitte erkenne: Ich bin nicht der Feind.“ Liebe Grüße S.


Bitte E-Mail mit Stichwort „Ich bin nicht Dein Feind – Brief an die Mutter meiner Bonuskinder“ an: Stiefmutterblog@gmail.com oder einfach einen Kommentar hinterlassen.

In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die Ratschläge oder Links, auch nicht in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden.

Foto: Stocksnap, Mika Matin

9 Kommentare

  1. amarula sagt

    Ich bin zwar die Ex und nicht die Next – aber ich bin hier im Stiefmutterblog, um die Kehrseite der Medaille zu erfahren. Ist das Leben meines Ex mit der Next wirklich so prall und wunderbar, wie er es mir verkaufen möchte? Zu meiner Situation: Ich war 16 Jahre mit meinem Noch-Ehemann zusammen, seit bald 10 Jahren sind wir verheiratet. Wir haben zwei gemeinsame Kinder. Vor einem Jahr ging er in einen Kuraufenthalt, lernte dort eine andere Frau kennen, sie verliebten sich, ohne dass ich davon erfuhr. Ich fuhr mit den Kindern zur Klinik, sah die „Geliebte“ in der Empfangshalle stehen, weil sie sich im Kreise anderer Mitpatienten von meinem Ehemann verabschieden wollte. Mein Ehemann, unsere Kinder und ich schlossen an seinen Kuraufenthalt einen – wie sich herausstellen sollte – letzten Familienurlaub an. Ich bemerkte zwar, dass er genervt war, aber ich wusste nicht, woher dieses gereizte Verhalten kam. Erst nach der Rückkehr nach Hause fiel ich zufällig darüber, dass er sich mit der heutigen Next fleißig WhatsApp-Nachrichten schrieb… („Ja, ich habe dich auch lieb“, bekam ich aus ihrer Hand zufällig zu lesen. Da war ja klar, was ER ihr geschrieben haben musste.) Die Situation eskalierte zwischen meinem Mann und mir so sehr, dass wir uns kurz nach seiner Kur trennten. Er zog im Handumdrehen aus der gemeinsamen Ehewohnung aus. Wenige Wochen später – kurz vor Weihnachten – zog die Next bereits bei ihm in einem Haus seiner Familie ein. Meine Kinder „mussten“ bereits Weihnachten mit Papa und der neuen Plätzchen backend verbringen. Die Kinder mussten sofort mitansehen, dass eine bislang fremde Frau „ihrem“ Papa über den Rücken streichelte. Meinem Sohn kamen nach eigenem Bekunden die Tränen „Ich musste daran denken, Mama, dass du alleine zu Hause bist!“
    Mein Noch-Ehemann und die Next bezogen im März bereits eine eigene Mietwohnung, im November kommt das gemeinsame Kind zur Welt.
    Von außen betrachtet bietet mein Noch-Ehemann der Next alles, worum ich als Ex gefühlt jahrelang ringen musste: von ihr spricht er von Anbeginn an als „WIR“. Sie hatten sofort eine gemeinsame Wohnung, noch dazu mit Garten, den ich mir immer gewünscht habe und den er MIR verwehrt hat. Von außen sieht alles perfekt aus… Sie hat jetzt während ihrer Schwangerschaft aus verschiedenen Gründen Berufsverbot bis zur Geburt – ich habe zwei Schwangerschaften Vollzeit als Berufspendlerin ohne einen einzigen Fehltag trotz Schwangerschaftsübelkeit auf der Arbeit gesessen. Nie habe ich gehört, dass ich mich mal schonen sollte und mal die Beine hochlegen könnte. Als ich zweifache Mutter war, war es für meinen Ex „normal“, dass ich einen Vollzeitarbeitstag gestemmt habe – wieder als Berufspendlerin und die Kinder ganztägig in der Kita waren. Von außen betrachtet, genießt die Next jetzt das pralle, süße Leben: der Ehemann einer anderen hat sich blitzartig zu IHR bekannt, alles über den Haufen geworfen. Die Tränen, die ich vergieße oder den stillen Kummer meiner Kinder, interessieren die Next doch gar nicht. Hauptsache, bei ihr funktioniert jetzt alles.
    Sie hat unser Leben zerstört – es mag sein, dass zwischen meinem Ex und mir einiges im Argen gelegen hat, aber den letztlichen Anstoß zur Trennung hat SIE gegeben. Ohne SIE hätte er nie den Schneid gehabt, sich zu trennen. Er wäre aus der Kur zu uns zurückgekehrt – da bin ich mir sicher. Und als wäre diese „plötzliche“ Trennung nicht schlimm genug, erwartet die Next jetzt genauso blitzartig Akzeptanz von allen Seiten. Am liebsten in den Sportvereinen meiner Kinder, unter den Chormüttern meiner Tochter, am liebsten wäre sie im Mai schon auf der Kommunion meines Sohnes dabei gewesen… Angeblich interessiert sich die Frau für meine Kinder – aber ganz ehrlich, ist das nicht einfach nur Kontrollzwang? Sie weiß, dass sie den Knopf „Kinder“ drücken muss, um meinen Ex an sich zu binden. Geht es ihr wirklich um die Kinder?? Sie hat ein Pflegekind jahrelang betreut und es kurzerhand vor Weihnachten weggegeben – gefühlt nur, damit sie sich mit meinem Ehemann vergnügen konnte!!!! Kann die Frau überhaupt lieben? Oder will sie einfach nur ihren Kopf durchsetzen? Ich finde es schrecklich, dass ich in meinem wirklich noch sehr harten Trennungsprozess mich damit abfinden soll, dass die Next in meinen geschützten „Restraum“ eindringen will. Ich kann ihr ihre Existenz nicht verzeihen – ich meine, sie hätte die moralische Handbremse ziehen können. Sie hat mich und die Kinder doch gesehen – hatte sie kein Schamgefühl, überhaupt kein Taktgefühl? Ich kann ihr nicht verzeihen, dass sie uns – die Kinder und mich – so sehr überrollt mit allen Neuerungen. Es ist für meinen Noch-Ehemann auch total untypisch – er war immer sehr bedächtig, antriebsarm und wenig entscheidungsfreudig. Und jetzt werde ich einfach in aller Härte ausgetauscht? Und soll überall eine Frau tolerieren, die mir meinen Traum von Familie (mit-) zerstört hat? Zum Scheitern gehören zwei, natürlich – aber ehe wir nach der Kur an uns arbeiten konnte, drängte sie sich uns auf. Nein, sorry – das geht mir alles zu schnell, es ist einfach nur brutal… Für mich war die Ehe noch nicht am Ende – eigentlich hatten wir – aus meiner Sicht – in manchen Punkten gerade wieder Fahrt aufgenommen in eine bessere Zukunft als Familie. In manchen Punkten weniger Streit, er bemühte sich sehr um manche Dinge, wir unternahmen im Sommer viele schöne Dinge, er sagte uns aus der Kur heraus noch, dass er uns liebe und vermisse… Ich fühle mich in einer Wasserwelle, die abrupt zu Eis erstarrt ist – wer ist der fremde Mann? Es ist schwierig, diese Next nicht als Feindin zu betrachten. Sie scheint gechillt durch’s Leben zu gleiten, ihren eigenen Ehemann quitt geworden, das Pflegekind quitt geworden, mal eben die Ehefrau eines anderen ausgehebelt, jetzt pirscht sie sich an MEINE Kinder heran – und da soll man die Frau nicht als Feindin ansehen??

    • Tia sagt

      Es hört sich so an, als würdest du den Frust der letzten 16 Jahre gerade gesammelt raus lassen. Dann warst du während deiner Schwangerschaften eben Vollzeit arbeiten und hast auch danach gleich wieder angefangen Vollzeit zu arbeiten. Ja und? Das war eure gemeinsame Entscheidung. Wenn dir das zu viel war – als Pendlerin mit zwei kleinen Kindern – dann hättest du eine andere Regelung durchsetzen müssen und nicht jetzt über die Next meckern, die alles so viel leichter hat als du. Sie wird auch ihre Kämpfe mit deinem Ex auszufechten haben, aber vielleicht steht sie einfach zu ihrer Meinung und heult nicht Jahre später noch verpassten Chancen und Träumen hinterher.
      Natürlich ist es gut möglich, dass sich die Neue an deinen Mann heran gemacht hat, aber sie wird ihn kaum vergewaltigt haben. Er als verheirateter Mann mit zwei Kindern hätte selbst den Anstand besitzen müssen, erst die Beziehung zu dir zu beenden, anstatt zweigleisig zu fahren. Da kannst du zu Recht wütend auf deinen Ex sein. Aber alles auf die Neue zu schieben…damit machst du es dir ein bisschen einfach.
      Auch schreibst du, dass eure Ehe deiner Meinung nach auf dem Weg zur Besserung war und du beschreibst wie dein Mann sich geändert hat – aber was hast du verändert? Offenbar nicht genug, um deinen Mann zu halten.
      Bei dir war er entscheidungsunfreudig und träge, bei ihr ist er ganz anders. Ja nun, das sieht man häufig nach langjährigen Beziehungen. Die einzelnen Menschen blühen langsam wieder auf, gewinnen an Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein und stehen plötzlich nicht mehr unterm Pantoffel.
      Kling jetzt alles vielleicht etwas fies, aber du solltest aufhören ihm hinterher zu heulen. Hab Stolz! Seit wütend auf ihn! Aber lass es nicht an den Kindern aus. Der Satz von deinem Sohn zeigt mir eher, dass du dich nicht im Griff hast und dein Sohn versucht die Verantwortung für dich zu tragen. Lass die Kinder Kinder sein und nutze sie jetzt nicht als Partnerersatz.
      Du wolltest schon immer einen Garten? Na dann besorg dir einen! Such dir eine Kleingartenanlage oder eine kleine Wohnung mit Garten. Aber hör auf deinem Mann sein neues Glück zu neiden. Schaff dir selbst ein Leben in dem du wieder glücklich bist. Fang an auf dich zu schauen – und nicht auf die Next. Du hoffst hier etwas zu finden, was dir die Gewissheit geben kann, dass sie jetzt kein so tolles Leben hat, wie du es dir ausmalst. Du hoffst, dass sie es schwer hat. Diese ganze Energie solltest du in den eigenes Leben stecken. Wenn deine Kinder bei deinem Ex sind, dann nutz die Zeit und tue etwas für dich. Geh weg, verreise, date. Aber hör auf die geifernde Ex zu sein.

    • Bonusmum sagt

      Ich kann dich in deiner Situation gut verstehen, aber vielleicht liest du nochmal mehrmals über deinen Text. So oft sehen wir die Neue als Feind, geben ihr die Schuld und lassen den Mann außen vor. Auch dein Mann hat sich verliebt, ist dir fremd gegangen, hat dein Vertrauen missbraucht und doch bist du hier nur auf eine Person wütend: Die Neue. Würdest deinen Mann womöglich sogar zurück nehmen, falls die Neue doch so schlimm ist, wie du es eigentlich hier auch insgeheim hoffst. Lieber vergisst du deinen eigenen Stolz. Versteh mich nicht falsch, ich war selbst auch mal „die Betrogene“ und habe damals sicherlich eine Zeit lang so gedacht wie du. Heute bin ich die „Next“ wie du sagst und kenne beide Seiten teilweise.

      Womöglich hat sie ihm den letzten Schwung gegeben, sich zu trennen, aber wie du ja bereits zugegeben hast – gab es auch Konflikte zwischen euch an denen sie nicht beteiligt war. Und das ist das ausschlaggebende. Kein Mann würde fremd gehen, wenn er seine Frau so sehr schätzt und in seinem Leben glücklich ist. Du schreibst: „…aber ehe wir nach der Kur an uns arbeiten konnte, drängte sie sich uns auf.“ Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits kein UNS mehr, so schlimm es sich anhört. Dein Mann hat entschieden, sich auf diese Frau einzulassen, dein Mann war es, der dich und die Kinder letztendlich verlassen hat. Er hätte auch bleiben können und an eurer Ehe arbeiten, aber wollte das anscheinend nicht mehr. So schmerzhaft es ist, aber du solltest dir auch eingestehen, dass hier viel verletzter Stolz im Spiel ist und das ist auch völlig ok. Wahrscheinlich ist die Dame auch total übereifrig und das ist sicherlich für dich noch schlimmer zu ertragen. Ich würde hier aber keine bösen Hintergedanken vermuten, sondern sie will deren Leben einfach in Ordnung halten und dazu gehört auch – mit deinen Kindern klar zu kommen. Wahrscheinlich war vieles zu früh und überrumpelt, aber bitte vergleiche jetzt nicht deren Leben mit eurem. Was sie jetzt haben, was ihr einmal hattet oder was du eben nicht hattest. Eine Trennung heißt auch immer wieder eine neue Entscheidung treffen. Ich fände es schlimm, wenn mich alte Beziehungen nicht geprägt hätten und ich heute noch so agiere wie bei Exfreunden vor 5 Jahren zum Beispiel. Deshalb bringt es dich für DEIN eigenes Leben nicht weiter, wenn du ständig die Vergleiche ziehst. Und irgendwann frisst dich der Neid, der Schmerz, der Frust auf. Du hast noch genügend Zeit in Ruhe zu trauern, aber bitte konzentriere dich nicht zu sehr darauf, was war, sondern was noch kommt. Auch deinen Kindern zuliebe. Ändern kannst du wahrscheinlich nichts mehr.
      Je mehr ich die gemeinsame Zeit reflektiert habe, desto mehr habe ich erkannt, dass mich dieser Mann auf Dauer nicht glücklich gemacht hätte. Und mittlerweile bin ich froh, dass es so gekommen ist.
      Ich weiß für dich klingt das jetzt eher nach schön reden, aber in deinem Text ist soviel Hass, Neid, Missgunst usw. dass ich dir einfach raten muss jetzt auf dich selbst und deine Kinder zu schauen. Gerade wenn dein Ex mit seiner neuen Freundin bereits wieder ein Kind erwartet ist das doch ein Zeichen, dass es in deren Leben bereits weiter geht.
      Und so hart es klingt, aber dein Leben sollte auch weiter gehen.
      Liebe Grüße

  2. Jessica sagt

    Ich finde den Brief super!! Gerne würde ich Ihn der Ex meines Freundes geben. Wir sind seit 2 Jahren zusammen, leben zusammen. Die Ersten paar Monate funktionierten super, die Ex lud mich zu den Kindergeburtstagen ein….
    Aber als sie merkte, Mist, die geht nicht mehr, fing das Drama an. Es folgten unterschwellige Nachrichten per Status bei Whats app oder unnötige Kontakte zu meinem Freund. Als er Ihr sagte, dass wir zusammenziehen, fing sie an zu heulen. Spätestens da war mir klar, Sie bereut die Trennung von Ihrem Ex Mann. Dazwischen waren unzählige subtile Sachen, wo ich mir das eh schon dachte. Mich verletzte das sehr und Ängste kamen in mir hoch. Aber was viel schlimmer war, war die Wut!!
    Mein Freund hat endlich die Scheidung eingereicht, diese läuft schon seit 6 Monaten und er wartet sehnlichst auf einen Termin. Sie verhält sich jetzt ganz stur und ist nicht wirklich kooperativ. Machtspielchen bezüglich der Kinder oder anderes dummes Verhalten sind Tagesordnung.
    Subtile Drohungen über Statussprüche bei Whatsapp auch. Natürlich kann man jetzt sagen, einfach ignorieren. Ja das machen wir auch. Mein freund mehr als ich.
    Ich würde mir ein gutes Verhältnis wirklich wünschen und wäre auch bereit für ein Gespräch aber ich denke nicht, dass Sie das will. Ich war immer bemüht ein gutes Verhältnis aufzubauen. Sie ist sehr schwierig und dadurch macht es ihre Präsenz nicht leichter.

  3. BonusmamamitGeduld sagt

    Hallo Zusammen,

    auch ich kenne die Situation als BM, die von der KM ignoriert wird. Das ist sehr frustrierend, denn auch ich müsste mich nicht um die Tochter meines Partners kümmern (13), versuche aber trotzdem, die „Vernünftige“ zu sein, da es ja um das Wohl des Kindes geht. Mein Mann liebt seine Tochter über alles und versucht, so gut wie möglich für sie da zu sein. Die Tochter lebt bei der KM in einem anderen Land, was noch erschwerend hinzukommt. Ich habe von Anfang an versucht, der Tochter zu vermitteln, dass ich ihr den Papa nicht wegnehmen möchte; wir haben auch bislang eine ganz gute Verbindung, aber die 3 – 4 mal im Jahr, die wir uns sehen, ist immer mit Konflikten behaftet. Zum Einen ist da das respektlose und ignorante Verhalten der KM meinem Mann und mir gegenüber (auch wenn wir zu Besuch dort sind, hat sie kein Problem, ihr respektloses Verhalten auch vor der Tochter auszuleben) und zum anderen natürlich die Entfernung und die unregelmässigen Besuche (zusätzlich ist die Tochter sehr introvetiert, was die Sache nicht einfacher macht und mir am meisten zusetzt, weil es oft keinen Zugang zu ihr gibt). Oft sitze ich da und versuche einen Weg zu finden, dass alle Beteiligten happy sind, aber das gelingt mir nicht. Entweder ist die pubertierende BT mal wieder nicht in der Lage sich mitzuteilen oder sie hat gerade mal keine Bock…! Egal ob im Urlaub oder einfach nur paar Tage bei uns zu Hause, es gibt immer einen Tag, an dem es dann richtig kracht. Meistens, weil wir uns beide das respektlose Verhalten nicht gefallen lassen. Wir haben ihr auch angeboten, nicht mehr zu Besuch zu kommen, wenn sie das nicht möchte. Aber auch das will sie nicht. Sie will uns sehen und wenn sie dann da ist, ist erstmal alles toll, dann verschliesst sie sich wieder und es gibt keine Zugang. Oder sie hat einen guten Tag, dann läuft wieder alles gut. Ich weiss, dass die Tochter auch oft respektlos mit der KM redet und ich sage ich dann auch, dass das bei mir nicht funktioniert. Sehr frustrierend für beide von uns, zumal mir mein Mann leid tut, denn er will ja nur das beste für seine Tochter….alles in allem keine leichte Aufgabe und irgendwie bin ich froh, wenn das Kind dann volljährig ist und wir dann endlich mal Urlaub für uns machen können bzw. auf die Tochter keine Rücksicht mehr nehmen müssen. Hab mir das am Anfang alles leichter vorgestellt…..und bin für gute Tipps im Umgang einer sehr verschlossenen BT in der Pubertät immer sehr dankbar. Habe auch schon oft Briefe an die KM „in Gedanken“ geschrieben, damit es mir besser geht….vielleicht schicke ich eines Tages so einen Brief einfach mal „real“ los. Viele Grüße an alle BM und viel Geduld wünsche ich

  4. Crazymum sagt

    Jetzt sitze ich hier und mir laufen die Tränen … JA! Bitte, darf ich diesen Brief kopieren? Ich unterschreibe jedes einzelne Wort darin!
    Aber ich bin auch selbst leibliche Mutter … und NIE, NIE, NIE möchte ich meine Kinder in die Lage bringen, die oben über die KM bschrieben steht. Aber meinen BK geht es auch so! Neulich sagte mir der Ältere im Vertrauen:“ Wenn der Kleine jetzt komisch wird … er kann nichts dafür!“
    Als meine Tochter mir eines Tages sagte: „Mama, jetzt hab ich Papas Freundin zum Abschied umarmt! Eigentlich wollte ich nicht, aber Papa hat sich gefreut!“ – da habe ich mein Kind umarmt und ihr gesagt, dass es doch schön ist, wenn sie sich alle gut verstehen ud ich dafür keine Entschuldigung brauche und ich mich sehr darüber freue, wenn sich die Situation entspannt!
    Die Bonusmutter meiner leiblichen Kinder hat sich allerdings nach der Hochzeit in die tatsächlich böse Stiefmutter verwandelt – die Quittung dafür musste sie aber nicht von mir bekommen – das haben die Kinder selber besorgt! Meine Kinder haben leider dadurch ihren Bezug zum Vater verloren – total traurig; denn wir haben ja nun mal alle nur einen leiblichen Vater und eine leibliche Mutter!
    Ich wünschte die KM meiner BK könnte verstehen, dass ich nur zusätzlich als Bereicherung des Lebens ihrer Kinder da bin und eine andere Position habe als Sie! So wie ich nie gegen ihre Position als Mutter kämpfen würde, möchte ich, dass sie endlich versteht, das sie meine besondere Stellung im Leben ihrer Söhne auch nicht einnehmen kann, und nur sich und ihren Kindern schadet, wenn sie sich nicht ändert!

  5. Stepmum69 (Susanne) sagt

    Ja, auch mir sprichst Du aus der Seele. Ich war am überlegen, ähnliche Zeilen zu formulieren und den Brief tatsächlich an die Kindsmutter zu senden, aber ich weiß, dass dieser ungelesen in den Papierkorb wandern würde. Leider! Was sind das für Mütter die meinen im vermeintlichen Wohl des Kindes zu handeln, aber tatsächlich das Kind aus den Augen verlieren und reinster Egoismus und vermeintliche Rache sie handeln und sprechen lässt? Sind wir nicht alle erwachsene Menschen und sollten diese es nicht schaffen miteinander zu kommunizieren? Einseitig wird da leider nichts passieren und deswegen bleibt uns Bonusmamas leider oft nichts anderes übrig als unseren Unmut, Frust und Traurigkeit öffentlich, aber Anonym, im WWW kund zu tun, denn sonst würden wir daran zerbrechen. Danke das es solch eine Seite wie stiefmutterblog.de gibt!

  6. Schattenblume sagt

    Du sprichst mir aus der Seele. Ich wünschte die Muttet meines Bonuskindes würde diese Zeilen lesen und endlich aufwachen. Es würde mich interessieren wie die Geschichte bei euch ausging. Im Grunde wollen wir doch alle, dass es den Kindern gut geht. Die meisten KM haben doch schon alles. Oder eben das, was viele von uns nie haben werden können. Auch ich bin eine Person non grata. Es ist oft so verletztend und demütigend, beispielsweise, nicht mal im Auto sitzen zu dürfen, wenn der kleine abgeholt wird. Man wird verachtet, schlecht gemacht und gehasst. Dabei kennt man sich teilweise nicht einmal. Aber auch ich möchte der Mutter meines Bonusschützlings nichts böses. Im Gegenteil. Ich bin ihr so dankbar, dass ich dieses wunderbare Kind einen Teil seines Lebens begleiten darf. Letztendlich schaden diese Mütter mit ihrem Verhalten nur denen, die nichts damit zu tun haben sollten- ihren Kindern……

    • Liebe Schattenblume,
      Diese Geschichte ist noch nicht zu Ende.
      Und ich denke, solange ich ein Teil dieser Familie bin, wird es auch zu keinem kommen.

      Ich denke,ich hab für mich einen Weg gefunden, mit ihr umzugehen.
      Das ist ein : Guter Tag – Guten Weg! Umgang.
      Ich gehe ihr aus dem Weg wenn ich kann und halte mich ansonsten zurück.
      Das sie sich damit unwohl fühlt weiß ich.
      Auch mir wäre es anders lieber.
      Nur brauche ich diese Grenze auch für mich! Und durch diverse Aktionen bin ich aktuell nicht bereit sie zu öffnen.

      Lg S.

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