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Verletzte Gefühle und enttäuschte Erwartungen

Mein trauriger Geburtstag … Jetzt hab ich ungefähr 10 x überlegt, ob ich hier schreiben soll oder nicht. Ich bin teilweise stille Mitleserin in diesem Forum, teilweise kommentiere ich die Beiträge sehr wohl (wo ich halt mitsprechen kann). Aber aus aktuellem Anlass „wage“ ich es, denn ich bin kurz vorm Explodieren. Es geht um meinen Geburtstag, um verletzte Gefühle und enttäuschte Erwartungen. Und ich hab jetzt den schwarzen Peter.

Verletzte Gefühle und enttäuschte Erwartungen

Letzte Woche hatte ich meinen runden Geburtstag und habe mich Ende 2015 schon entschlossen, eine Party zu veranstalten – meine Erste, wohlgemerkt. Ich habe mir einen Termin ausgesucht, an dem die Kinder meines Lebensgefährten nicht das Wochenende bei uns verbringen, damit es hier keine Kollision gibt. Eingeladen wurden nur Kollegen aus meiner Firma, es war von der privaten Seite niemand dabei. Zwei Wochen vorher hat die Mutter der Kinder das Besuchswochenende wieder einmal umgedreht, meine Feier stand aber schon fest, daher hab ich sie auch nicht verschoben.

Kein Glückwunsch – das tat weh

Am Tag vor meinem Geburtstag haben die Kinder, fünfzehn und dreizehn, bei uns übernachtet, überall hingen schon die Geburtstagsschilder herum, es war also nicht zu übersehen. An meinem Geburtstag selbst hat es keines der Kids geschafft, mir zu gratulieren. Kein Anruf, keine Nachricht, nichts. Ich hab mir zwar meinen Teil gedacht (und zwar AUTSCH!), aber zu meinem Partner nichts gesagt. Dieser telefonierte am Tag nach meinem Geburtstag mit seiner Tochter und hat zu ihr gesagt, dass sie mich bitte noch anrufen mögen, weil das sich irgendwo doch gehört.

Daraufhin ist am Tag danach eine SMS von der Mutter gekommen, die Tochter sei jetzt beleidigt, und käme auf diese Bitte hin, nun aus ihrem Zimmer gar nicht mehr raus. Und überhaupt seien jetzt anscheinend beide Kinder böse auf mich, und fühlen sich nicht willkommen bei uns, weil sie auf meiner Party nicht eingeladen waren.

Das ist nun ein Vorwurf, bei dem sich die Katze in den Schwanz beißt. Als Stiefmutter darf ich kochen/putzen/waschen/Taxi spielen/etc. pp… Resonanz seitens der Kinder? NULL!! NJET! NADA! Papa ist (was ich auch verstehen kann) die Hauptperson. Ich werde freundlich gegrüßt und, wenn ich Glück habe, auch noch verabschiedet. Das Verhältnis ist oberflächlich gut, aber ich hab mich damit abgefunden und es akzeptiert, dass ich in ihrem Leben nur eine Nebenrolle spiele.

Jetzt habe ich den schwarzen Peter

Ich hab, ganz ehrlich, nicht mal drüber nachgedacht, sie einzuladen. Wir haben keine gemeinsamen Bekannten/Freunde (das sind alle noch die von der Mutter und dem Vater – quasi von früher). Da sie auch bei uns nicht wohnen und ich sie nur alle 14 Tage sehe, sind halt nicht soooo viele Berührungspunkte da. Ich bemühe mich stets, freundlich und neutral zu sein, helfe ihnen wenn Papa mal nicht da ist und sie was brauchen – ich kann und werde mir diesbezüglich keine Vorwürfe machen. Und ich habe auch noch zu meinem Partner gesagt, er solle sie ja nicht schimpfen, weil sie nicht angerufen hat, denn sonst hat mein Geburtstag ab jetzt jedes Jahr einen faden Beigeschmack. Man sieht es am Ende des Tages wieder, als Stiefmutter hast du immer den schwarzen Peter. Verletzte Gefühle dürfen nur die andern haben.

Danke fürs lesen und über eine Meinung wäre ich zusätzlich noch dankbar.

Bärbel

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In eigener Sache: Ich weise darauf hin, dass der Stiefmutterblog kein juristisches oder medizinisches Forum ist. Ratschläge, die hier gegeben werden, sollten ggf. von Ihrem Familienanwalt oder Arzt geprüft werden. Ich übernehme keine Haftung für die Ratschläge oder Links, auch nicht  in den Kommentaren, freue mich aber sehr über die vielen guten Tipps, die hier gegeben werden.

Foto: Stocksnap, Sophia Valkova

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