Unglücklich

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Dieses Thema enthält 12 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  FrauS vor 5 Monate, 2 Wochen.

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  • #9038

    TanjaKristina
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin neu hier und total glücklich das ich nicht allein bin. 🙂

    Ich bin 27 Jahre alt, mein Partner ist 37 und hat zwei Mädchen (8 und 11) aus seiner vorherigen Ehe.
    Wir leben seit ca. einem halben Jahr zusammen.

    Mit dem Mädchen verstehe ich mich gut, da gibt es bis auf Kleinigkeiten eigentlich keine Probleme. Wir kuscheln zusammen, spielen und lachen zusammen. Für die Älteste bin ich, dank Pupertät, auch sehr wichtig geworden um über Probleme zu reden. Mit der Mutter der Kinder habe ich keinerlei Kontakt und möchte dies auch nicht, da sie mich – obwohl sie mich nicht wirklich kennt – ständig beleidigt (Betthäschen, Tusse etc.). Aber das interessiert mich nicht wirklich.

    Mein Partner und ich arbeiten Vollzeit, ich studiere seit 3,5 Jahre noch am Wochenende und schreibe momentan meine Bachelorarbeit. Nach meinem Studium wollte ich eigentlich mehr reisen und viel Zeit für mich haben und Kinder – so gern ich sie auch habe – passen da nicht wirklich rein.

    Gerne möchte ich mit meinem Partner verreisen, das ich aber nicht tun kann, da sich eigentlich fast alles um die Kinder dreht. Sie sind jedes Wochenende bei uns und auch an einigen Tagen unter der Woche. Eigentlich kein Problem für mich, solange ich meine Freiheiten habe. Aber ich habe mittlerweile echt das Gefühl ich richte mein komplettes Leben nach den Kindern. Das fängt schon selbst beim Kochen an. Da die Kleinen nicht alles essen kann ich hier immer kreativ werden.

    Auch ist es in letzter Zeit immer selbstverständlicher geworden die Kinder überall mit zunehmen. Geburtstagsfeiern, Besuch von Freunden, Besuch bei meiner Familie die etwas weiter weg wohnt. Wenn ich sage ich möchte nur zusammen fahren, dann kommt es immer drauf an ob er die Kinder vermisst oder nicht. Ich finde es schön, dass er so ein guter Papa ist und seine Kinder über alles Liebt… aber ich habe das Gefühl ich bleibe komplett auf der Strecke. Zuhause bin ich halt da und wenn die Kinder da sind bin ich zur Animation da. Versteht mich nicht falsch, ich tue auch viel für die Mädchen. Das mache ich auch gerne. Habe den Kindern extra selbstgemachte Adventskalender gebastelt oder schlage extra Unternehmungen vor, die für die Kinder gedacht sind etc.

    Ich hatte mir überlegt mit meinem Partner, neben dem Urlaub mit den Kinder (2 Wochen im August), noch eine Woche oder ein Wochenende nach Italien zu reisen. Tja das geht nun leider nicht, da er gerade seinen kompletten Jahresurlaub nach den Ferien der Kinder geplant hat ohne dies mit mir abzusprechen.
    Und das obwohl ich schon tausend mal gebeten habe mit ihm allein in den Urlaub zu fahren.

    Ich bin momentan nicht wirklich glücklich. Mein Partner ist mir wirklich sehr wichtig und ich liebe ihn sehr. Aber ich möchte auch nicht ständig um die Aufmerksamkeit und das Verständnis von meinem Partner kämpfen. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, wenn man geliebt wird. Und ich möchte auch keinen Konkurrenzkampf mit den Kindern anfangen. Natürlich verstehe ich, dass es meinen Partner nur im Paket gibt und ich nicht immer an erster Stelle stehen werde. Und eigentlich ist das Ok, aber irgendwie bin ich unglücklich mit der Situation und weiß nicht warum…

    Ich weiß auch nicht ob ich mir zu viele Gedanken mache und ob ich etwas falsch mache.
    Wie geht es euch bezüglich der Thema Urlaub, Aufmerksamkeit etc.?

    Liebe Grüße

  • #9039

    MaryLou
    Teilnehmer

    Hallo liebe Tanja Kristina,

    erst einmal du bist absolut nicht allein!

    Um eines vorab zu sagen, ich bin selber 25 Jahre alt und mein Partner ist 39. Er hat aus vorheriger Beziehung einen 6jährigen Sohn und bei uns ist genau die gleiche Konstellation wie bei dir. Mein Partner ist auch mindestens einmal die Woche bei dem Kleinen oder er bei uns. Und grundsätzlich jeden Sonntag und Montag ist er bei seinem Sohn (die Zwei trennen 200km).

    Ich verstehe dich vollkommen und es ist absolut richtig, dass du deine Freiheiten dir nimmst. Das siehst du auf jeden Fall, nach meiner Ansicht, schon einmal genau richtig. Es sind, auch wenn du die Kinder lieb hast, noch immer die Kinder deines Partners. Natürlich gehören Sie dazu, aber es sind nun mal nicht deine Kinder.

    Wie ist das denn mit dem Kochen? Beteiligt sich dein Partner dann auch? Selbst wenn du gerne kochst und dir Gedanken machst, wenn die Zwei nicht immer alles essen, sollte dies schon geteilte Aufgabe sein.

    Du bist 27 Jahre alt und hast nun bald dein Studium rum. Natürlich möchtest du rumreisen und das sollte dein Partner auch verstehen. Vor allem, möchtest du eine Woche oder gar ein Wochenende weg und das sollte wirklich machbar sein. Man möchte dann so etwas auch mit dem Partner erleben. Hattest du ihn nochmal darauf angesprochen?

    Bei uns ist es nun so, dass mein Partner sich „frei“ genommen hat über meinen Geburtstag und im Sommer fahren wir zu dritt für 2 Wochen in den Urlaub – aber er weiß auch und das werde ich auch durchsetzen, nächstes Jahr möchte ich eine größere Reise dann machen – ohne Kind. Und darauf solltest du auch bestehen, etwas Zweisamkeit ist wirklich so wichtig.

    Was ich dir zum Thema Aufmerksamkeit sagen kann ist, dass du es vielleicht ihm nach und nach zeigst oder sagst, durch offene Gespräche, wenn dich etwas zum Thema Aufmerksamkeit stört. Anders wird das wohl etwas schwer werden – meiner Erfahrung nach. Diesen Konkurrenzkampf kenne ich, auch wenn ich mir tausend mal einrede, es ist sein Kind, es gibt die zwei nur im Doppelpack.

    Aber ich habe gelernt, mir die Zeit für mich zu nehmen. Für mich, wenn es mir etwas zu viel wird und ich merke, ich werde unglücklich wegen irgendwelchen Situationen. Gönn dir solche Auszeiten, dreh nicht dein ganzes Leben um deinen Partner und seine Kinder, vor allem nicht, wenn du unglücklich bist. Mach diesen Fehler bitte auf keinen Fall.

    Ich wünsche dir alles Gute,

    MaryLou

  • #9042

    Kara
    Teilnehmer

    Hallo TanjaKristina,

    ganz ehrlich was für dich ok ist wäre für mich schon viel zu viel. Was will ich damit sagen: Ich denke du bist ohnehin schon sehr entgegenkommend. Insofern sollte das wenige das du dir wünscht wie ein kinderfreier gemeinsamer Urlaub, ein Besuch ohne Kinder, etwas bestimmtes zu essen/kochen etc. kein Problem sein.

    Ich weiß natürlich nicht wirklich warum du unglücklich bist, aber ein naheliegender Grund ist, dass deine Bedürfnisse offensichtlich nicht wahrgenommen und berücksichtigt werden.

    Damit das in Zukunft anders wird bist du gefragt. Ein wirklich liebevoller Mensch ist erstmals zu sich selbst liebevoll und wenn du zulässt, dass immer wieder deine Wünsche und Grenzen nicht berücksichtigt werden ist das gar nicht liebevoll und dann kommt zurecht das Unglücksgefühl auf. Also formuliere offen was du brauchst und mache deutlich was dir wichtig ist. Ich weiß nicht wie du deinen Wunsch nach einem Paarurlaub formuliert hast, aber es sollte schon deutlich werden, dass das nicht eine eventuell möglichweise schöne Sache wäre, sondern dass das für dich für eine gute Partnerschaft dazu gehört. Dass du das brauchst.

    Ich denke fast jeder hier kann berichten, dass es anfangs einfach Zeit kostet und viele Gespräche braucht, dem Partner klar zu machen, dass für uns die Kinder eben nicht denselben Stellenwert haben. Somit heißt ein Urlaub mit Kindern für uns nicht automatisch juhu mehr Zeit mit den Kindern, sondern bei vielen sogar uije soviel Zeit mit den Kindern. Dein Partner scheint außerdem ohnehin relativ viel Zeit mit seinen Kindern zu haben und ist somit weniger auf Urlaube angewiesen als viele andere geschiedene Väter. Und ganz abgesehen von der Patchwork-Situation ist es auch in einer normalen Kernfamilie durchaus gut, wenn die Eltern auch ohne Kinder verreisen, schließlich sind Eltern eben nicht nur Eltern sondern auch Partner. Und das lässt sich nunmal ganz anders ausleben wenn man nur zu zweit ist.

    Ach ja und was das Kochen/Essen betrifft: Warum kocht nicht dein Partner für seine Kinder und du isst worauf du Lust hast? Muss ja nicht immer so sein, aber das sollte doch auch möglich sein und auch hier zählen deine Bedürfnisse nicht weniger.

    Pass auf dich und deine Bedürfnisse auf. Es wäre doch schade, wenn du zurückblickst und erkennst, dass du auf dich nicht geachtet hast und deine Träume wie das Reisen nicht verwirklicht hast.

    Alles Gute
    Kara

  • #9043

    Lacalma
    Teilnehmer

    Hallo TanjaKristina,

    jedes Wochenende und einige Tage in der Woche – das hört sich ja nach Wechselmodell an (als quasi 50/50 – Betreuung)? Hat er die Kinder jedes Wochenende dann Samstag UND Sonntag ? Denn jedes 2. Wochenende, oder aber abwechselnd Samstag und Sonntag wäre wohl deutlich fairer – dann können beide Eltern ihre Freizeit mal ohne Kinder verbringen. Man sollte sich schon auch kinderfreie Zeit einplanen und auch nicht von einem neuen Partner gleich den kompletten Einsatz verlangen, da fehlt deinem Partner wohl noch ein wenig die Balance! Das kann man eventuell auch in Ruhe besprechen.

    Wir regeln den Urlaub so: 3 Wochen im Jahr nehmen wir seine Kinder in den Urlaubszeiten, 2 Wochen im Sommer und eine an Weihnachten …. da sind wir auch meist unterwegs, außer Weihnachten direkt. Darüberhinaus machen wir 1 Woche im Jahr traditionell nur mit unseren gemeinsamen Kindern Urlaub, zusätzlich 4 Tage-1 Woche nur mein Mann und ich – so sind alle zufrieden 🙂 Ich weiß, dass manche Männer ihren gesamten Urlaub für die Kinder einsetzen, finde das auch ok – aber wenn eben noch eine Familie da ist und da auch Interessen zu wahren sind, wie bei uns – finde ich die Einteilung so auch gut. Mein Mann hat auch nur diese 5 Wochen im Jahr Urlaub, und die schneidet er sich schon aus den Rippen.

    Wir haben die Kinder sonst jedes 2. Wochenende und ab und zu spontan oder nach Absprache bzw. zu Familienfesten dazwischen.

    Was natürlich ein großer Unterschied ist: du bist ja noch keine Mutter. Ich finde gerade als Nicht-Mutter mit einem Vater ist das gar nicht so einfach – man HÄTTE ja eigentlich noch alle Freiheiten, aber viele Frauen mit Vätern geben diese quasi aus „Nettigkeit“ ihrem Partner gegenüber komplett auf, ohne aber, dass sie das Zurückzubekommen, was man als Elternteil eben bekommt: Bindung/Liebe vom eigenen Kind. Wenn man selbst auch Mutter ist, hat man vielmehr schon diesen „Elternrythmus“ – ob dann noch ein oder zwei Kinder mehr, fällt dann auch schon nicht mehr ins Gewicht, es dreht sich ja eh fast alles ums Kind. Ich finde unsere Regelung insgesamt perfekt für uns und ich glaube die Kinder sind auch recht zufrieden.

    Du musst jetzt schauen, wie du trotz Partnerschaft mit einem Vater noch die positiven Seiten der Nicht-Elternschaft, wie Freiheit etc. nutzen kannst. Ich denke, da sind auf ALLEN Seiten Kompromisse nötig, nicht nur von deiner Seite aus.

    Viele Grüße
    Lacalma

  • #9219

    TanjaKristina
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,

    Tausend Dank für eure lieben Antworten. Leider kann ich erst jetzt schreiben da ich vor lauter Stress eine Gürtelrose im Gesicht hatte und im Krankenhaus war :-/

    Vielen Dank für euren Rat bezüglich Urlaub. Den habe ich mir sehr zu Herzen genommen. Wir fahren nun auch zu zweit nach Prag. Ich habe mit ihm gesprochen und er versteht mich und ihm war es nicht bewusst. Ich habe das Gefühl er achtet nun mehr drauf und akzeptiert, wenn es mir einfach zu viel mit den Kindern wird.

    Es war kam zwar zu einer kleinen Diskussion mit seiner kleinsten (8 Jahre), warum wir sie nicht mitnehmen wollen nach Prag und das wäre doch total unfair von uns. Das liegt größtenteils aber wahrscheinlich auch daran, dass die Kinder bei ihrer Mutter nicht glücklich sind.

    Nach dem ganzen Stress mit meiner Abschlussarbeit habe ich mir fest vorgenommen zeit für mich zu nehmen.

    Hatte auch viel Zeit nachzudenken warum ich nicht ganz glücklich bin.
    Liegt wahrscheinlich daran, dass es Probleme mit der Mutter der Kinder gibt. Und allgemein die Situation mit der den Mädls momentan anstrengend. Eine in der Pubertät und die andere sehr motzig und wegen allem eingeschnappt. Und ständige Streitereien zwischen den Kindern, bei denen die kleine teils aggressiv reagiert. Und ich bin extrem gegen aggressives und egoistisches Verhalten.

    Die Kindsmutter zieht mich immer indirekt in Konflikte rein obwohl ich keinen Kontakt zu ihr habe und einfach die neue bin. Sehr kompliziert zu erklären. Hier muss ich noch persönlich für mich einen Weg finden wie ich mit den beiden Situationen klar komme.

    Ganz Liebe Grüße

  • #9239

    Pinocchio
    Teilnehmer

    Liebe Tanjakristina

    Ich denke auch, dass dein Unglücklich sein daher rührt, weil deine Bedürfnisse teilweise nicht beachtet werden.
    Vor rund einem Jahr fühlte ich grosse Trauer. Es war schade, weil eigentlich hätte es mit besser nicht gehen können: meine Kinder gediehen ganz gut und ich hätte glücklich sein können, aber.. genau in diese für mich als Mutter oder uns als Familie Glückszeit, liess die alte Familie als ewiger Störenfried nicht warten: die Kinder hatten beschlossen, zu uns zu ziehen und der Vater sah nur seinen Erfolg, dass sie nach all den Jahren ihn als Hauptwohnsitz bevorzugen wollten. Für mich wäre es der blanke Horror gewesen, zumal wir einen Wohnwechsel hätten vollziehen müssen. Das alles tat der euphorische Vater als „kompliziert“ ab. Ich sei kompliziert! Weil ich keinen WohnORTs- Wechsel wollte, wegen der Integration unseres gemeinsamen Kindes. (Ich geb zu, in anderer Situation hätte ich das Argument nicht gebracht) und ICH wäre ja ebenfalls aus meinem Umfeld gerissen worden! Ich wusste also: entweder ich mach da mit oder ich trenne mich von ihm, was den gemeinsamen Kindern Kummer bereitet hätte, da sie ihren Papa lieben. Trotzdem schien es mir die bessere Lösung. Seine Kinder sind so doof, die ertrage ich echt nicht, nur schon wenige Stunden der Stieftochter empfinde ich als Tortur! Zum Glück wollte die Ex die Kinder nicht hergeben, nachdem mein Mann ihr gesagt hatte, dass er dann ja nichts mehr zahlen müsse. Trotzdem, die zwei Monate bis dahin war für mich sehr ernüchternd, sehr enttäuschend, und zeigte mir, meine ohnmächtige Stellung als Stief- und Mutter der gemeinsamen Kindern. Wären diese nicht, dann hätte ich nicht die Last, für meine Kinder das in der Situation bessere zu entscheiden. Das ist schwierig, weil der Wunsch jeden Kindes ist, zusammen zu bleiben. Für mic hätte es bedeutet, einen Schritt ins Leiden zu tun. Und somit stellt sich die Frage: warum schaffe ich es nicht, diese Kinder auszuhalten?
    Die Hauptenttäuschung ist, dass mein Mann keinerlei, nicht ansatzweise, Verständnis aufbringen konnte. Er war so geblendet und euphorisch. Er hat mir eigentlich damit klar gemacht, welche Familie vor geht!

    • #9241

      Blackpearl
      Teilnehmer

      Hallo Pinocchio,
      mich hat dein Satz „warum schaffe ich es nicht, diese Kinder auszuhalten?“ total angesprochen. Weist du, genau das gleiche frage ich mich auch jedes Mal.
      Erst gestern habe ich einen Artikel gelesen, in dem die Stiefmutter bei der Hochzeit dem Stiefsohn ein paar Zeilen in ihrem Gelübde freigehalten hat. Der Junge hat geweint, so glücklich war er. Ich habe mich danach wirklich schlecht gefühlt. Habe ich mich zu wenig bemüht? Liegt es an mir? Liegt es einfach an der Konstellation, dass mein Freund mit einer anderen ein Kind hat?
      Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich keine Kraft mehr habe, das Mädchen auszuhalten. Ich möchte mich nicht beschimpfen lassen. Ich möchte nicht jedes Mal den Mund halten müssen, wenn sie eine Standpauke verdient hätte.
      Und ich möchte von meinem Freund verstanden werden!
      Das Leben ist einfach zu kurz für solchen Mist.

      • #9244

        Daka
        Teilnehmer

        Liebe Blackpearl,

        in deinen letzten Beiträgen hört es sich irgendwie immer schlimmer an… wie läuft es jetzt zwischen dir und deinem Mann? Wenn ich mich richtig erinnere, hast du ja mal über Trennung nachgedacht…so wie du derzeit schreibst, ist das noch nicht vom Tisch, oder irre ich mich? Auf jeden Fall tut es mir sehr leid, dass sich das Verhältnis zur Tochter noch verschlechtert hat.

        Liebe Grüße,
        Daka.

        • #9246

          Blackpearl
          Teilnehmer

          Hallo Daka,
          danke der Nachfrage. Ich habe 2 Wochen versucht mit ihm zusammen das nächste Besuchswochenende zu planen.
          Ich möchte wirklich mal 1-2 Male die Tochter nicht sehen müssen und die Zeit für mich und meine Verwandtschaft haben. Danach bin ich auch wieder bereit mehr Zeit mit der Kleinen zu verbringen, aber eben nicht jedes Mal das ganze Wochenende. Ich glaube nämlich auch, dass sie mehr Exklusivzeit mit ihrem Papa braucht.
          Er versteht es Null oder vielleicht will er es auch gar nicht verstehen!? Er macht nur Vorwürfe, keine Lösungsvorschläge. Er macht Theater, weil wir ja dann nur ein Auto hätten und das funktioniert ja nicht. Dass unsere Eltern zusammen 4 (!) Autos haben, will er nicht hören.
          Er will irgendwie auf Teufel komm raus seine heile Familienwelt spielen. Ein vernünftiges Gespräch kann man vergessen.
          Ich habe mich jetzt an dem Wochenende komplett mit meiner Familie verabredet, gesagt habe ich ihm aber noch nichts. Mal schauen, wie er dann reagiert.
          Ich finde das echt schade, zumal ich dann auch in die Zukunft sehe. Wenn er nicht kompromissbereit ist, wie sollen wir jemals eigene Kinder großziehen!?

  • #9243

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Hallo Blackpearl,

    Das was du erzählst,kenn ich. Ich kenne dazu das Video. Bei uns ging das sogar mit Streit einher. Wir saßen Nachmittags zusammen haben Tv geguckt die 100 bewegendsten Momente. Da kam dieses Video. Wie die Stiefmutter ihrem Stiefsohn das Gelübde widmete, Stiefsohn flehnt und die Mutter war ja so dankbar das er so eine tolle Stiefmutter hat. In dem Moment dachte ich mir nur :Ja klar und wiedermal dreht sich alles nur ums Kind…… da guckt mein Mann mich an und haut raus:Ja so was hätten wir ja auch haben können,wieso hast du das den nicht gemacht?!

    Ich dachte ich Spinne. Danach fühlte ich mich hundeelend. Dann sagte meine beste Freundin aber was entscheidendes. Wenn Mann heiratet dann heiratet man seinen Partner und nicht dessen Kinder. Es ist zwar eine tolle Idee so was zu machen aber eigentlich ist das Gelöbnis dem Partner Bestimmt!Man schwört dem Partner etwas und nicht dessen Kinder.

    Ich hab meinen Partner damals gefragt dann auch wo den sein Gelöbnis meinem Sohn gegenüber war? Ja ich würde mir natürlich ein besseres Verhältnis wünschen aber dazu gehören mehrere. Was bringt es mir wenn ich mir den Arsch aufreiße und im Gegenzug nur Arschtritte kassier? Und wo waren denn die schönen Worte von Stiefsohn an mir? Schlimm genug das sich an unserem Hochzeitstag alles nur um ihn gedreht hat,nein dazu kamen noch pampige Antworten und das vermasseln der Hochzeitsfotos,weil er auf jedem Bild schmollen musste.

    Und wem bringt es wenn man heuchelt? Zumal ich ehrlich sagen muss ich finde dieses Video geheuchelt und ein Schlag für jede stiefmutter/Mutter. Den es signalisiert eigentlich nur eines:Wenn du mit dem Kind und der Mutter nicht klarkommst bist du falsch. Wenn man keine überschwingliche Liebe empfindet und das Kind als Gott sieht ist man falsch.

    Ich glaube es liegt viel an den Partner. Viel wäre vermutlich nicht so gekommen hätten die Partner von Anfang eingegriffen. Hätten selber sich ums Kind gekümmert. Wären Konsequent gewesen. Hätten nicht alles schön geredet.Hätten sich der Mutter gestellt.

    Es wäre vieles auch anders gelaufen,wäre die Mutter anders. Hät sie mehr mitgearbeitet und Co.

    Dann Ständen wir vermutlich alle nicht hier und hätten keine Probleme mit den Stiefkindern. Es würde uns vermutlich leicht fallen sie zu akzeptieren, da wir nicht der buhmann sind und auf den man alles abladen kann.

    • #9247

      Blackpearl
      Teilnehmer

      Hallo Soulcolored,

      danke für deine Worte! Deine Freundin hat wirklich Recht, aber es ist immer leichter gesagt als getan. Kennst du ja sicher auch 😉

      Bestimmt gibt es Familien, wo das alles ganz gut funkioniert, aber das wird wohl wirklich die Ausnahme sein. Ich denke die Mehrheit macht auf Friede, Freude, Eierkuchen und kehrt die Probleme unter den Tisch. Und dann gibt es Frauen wie uns, die sich nicht alles gefallen lassen.

      • #9258

        Pinocchio
        Teilnehmer

        Liebe Blackpearl

        Es tut gut, zu lesen, dass es jemand anderem auch so geht. Wir sind keine schlechten Menschen. Ich habe sogar zu vielen Kindern ein gutes Verhältnis. Ich kenne die Kindergartenfreunde meines Sohnes und lasse Nachbarskinder bei uns zuhause spielen. Ich habe wie gesagt, nie etwas gegen andere Kinder. Mein Mann ist da viel weniger tolerant!
        Wir dürfen uns nicht einreden lassen, durch ein einziges Kind, das wir nicht auf Händen tragen wollen, gleich zu einem minderwertigen Menschen zu mutieren! Ich hab mal gelesen, dass es auch Mütter gibt, die am Anspruch *immer lieb, Geborgenheit gebend, bemutternd, immer geduldig zu sein, bescheiden zu sein, die eigenen Bedürfnisse hinten anstellen* scheitern.

  • #9267

    FrauS
    Teilnehmer

    Hallo Tanja,
    vielleicht kann ich dir ja ein wenig weiterhelfen mit dem Urlaub.
    Allerdings sind meine Lebensverhältnisse etwas anders. Ich lebe mit meinem Freund und seiner Tochter zusammen. Seine Tochter und ich verstehen uns mal besser, mal schlechter, aber das ist ja in der Pupertät leider so.
    Wir fahren im großen Urlaub in den Sommerferien immer zusammen weg. Ich selbst fahre dann mindestens 1x im Jahr mit einer Freundin nochmal weg ohne Freund und seine Tochter.
    Mit ihm alleine fahre ich weg, wenn sie im Schullandheim ist oder mal im Kinderdorf übers Wochenende. Kommt so 2-3 x im Jahr vor.
    Er würde auch mit mir alleine mal eine ganze Woche neben den Ferien wegfahren und seine Tochter würde bei den Großeltern bleiben. Sie hat auch schon gesagt, daß sie nichts dagegen hat. Allerdings ist das für mich nicht ok. Er hat wenig Geld, da er noch eine große Tochter hat, die studiert und er sie noch unterstützen muß. Somit wäre ein zusätzlicher Urlaub mit großen Einbußen verbunden.
    Ich persönlich finde den Verzicht auf den „großen“ Urlaub alleine mit ihm ok. Das wird sich ändern, wenn sie mal ausgezogen ist oder so alt, daß man sie alleine lassen kann.

    Die zwei fühlen sich bei meinen Eltern auch sehr wohl, somit kommen sie immer mit, außer er ist krank, dann fahren wir zwei „Mädels“ auch mal alleine 🙂

    Es sind bei mir schon andere Voraussetzungen, aber ich bin auch schon etwas älter… 😉 Ich habe andere Dinge, die mir wichtig sind. Ich bin z. B. jeden Samstag mit ihm alleine einkaufen und hinterher einen Kaffee trinken, wobei wir uns mal alleine unterhalten können. Seine Tochter kann dann in Ruhe ausschlafen, ins Wohnzimmer trotten und sich auf der Couch vor dem Fernseher breit machen ohne das sie jemand nervt… lacht….

    Es ist nie einfach zu jemandem zu ziehen der Kinder hat. Was es Diskussionen und auch Tränen gab, damit könnte man eine riesige Bibliothek und ein Meer füllen.

    Mein Rat an dich: Du mußt für dich einen Weg finden mit dem du leben kannst. Und glaub mir, du wirst diese Entscheidung immer und immer wieder überdenken, mal wird es einfach sein, mal so schwer das du am liebsten davonrennen würdest. Zumindest mir geht es so und wenn ich mal wieder eine schlechte Zeit habe, dann lese ich hier mit und freu mich, daß ich mit meinen Problemen und Ansichten nicht so ganz alleine bin und gute Ratschläge bekomme.

    Viel Kraft und denk immer auch mit an dich. Verlier dich nicht.
    LG S

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