Jugendamt untätig

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Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Daka vor 3 Monate.

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    Queenymutter
    Teilnehmer

    Hallo,
    ich lese bereits seit einiger Zeit auf verschiedenen Internetseiten zu verschiedenen Themen, wenn es darum geht, wie man sich verhalten soll, wenn die Mutter PAS betreibt und vor allem selbst gesundheitlich angeschlagen ist und sich nicht wirklich um ihr Kind kümmert. Mein Mann hat bereits so viele Gespräche mit Jugendamt, Sozialarbeiter und auch Anwalt hinter sich, dass ich mich echt frage, wo wir hier eigentlich leben. Das Jugendamt ist überhaupt keine Hilfe und auch der Sozialarbeiter wirkt eher desinteressiert. Mittlerweile ist wohl vor allem dem Sozialarbeiter klar, dass mein Stiefsohn (13) nun sich überhaupt nicht gut entwickelt. Vor allem sein Sozialverhalten wird immer schräger.
    Seine Mutter sorgt dafür, dass er in uns nur die Bösen sieht. Sie kapselt ihn total ab. Bei jedem Telefonat sitzt sie im Hintergrund und hört mit. Obwohl mein Stiefsohn früher sehr viel bei uns war, teilweise fast die Hälfte vom Monat und mein Mann eigentlich ein sehr enges Verhältnis hatte, ist nun durch die Mutter alles kapputt. Mein Mann kämpft seit Monaten gegen das Ganze an und möchte eine Lösung vor allem für den Jungen und stößt vor allem beim Jugendamt nur auf Widerstand. Unser eigener Sohn leidet ebenfalls darunter. Er hat ein sehr enges Verhältnis zu seinem Bruder. Für ihn ist er kein Halbbruder. Er hat schon öfter geweint, weil er denkt, dass sein Bruder ihn nicht mehr lieb hat.
    Vor Jahren wollte mein Mann das Sorgerecht und Umgangsrecht nicht beantragen, weil er seinen Sohn nicht vor das Gericht zerren wollte. Jetzt rät unser Anwalt, dass er vor dem Gericht das Umgangsrecht klärt. Nur, selbst wenn das geschafft ist. Die Frau wird alles daran setzen, dass mein Stiefsohn gar nicht hier her möchte.
    Wir wissen, dass er sehr viel alleine ist und sie viel im Bett liegt. Er macht eigentlich, was er will. Er kennt keine Grenzen. Nun ist er in der Pubertät und wir sehen zu, wie er immer unglücklicher, niedergeschlagener und im Prinzip depressiv wird. 1 x im Monat sehen wir ihn noch. Er soll in den Ferien mit in Urlaub fahren. Da ist für uns jetzt schon klar, dass das hauptsächlich mit Reibereien und Streitigkeiten behaftet sein wird, weil er eigentlich gegen uns ist.
    Wir wissen nicht wirklich weiter, die Wege die man im Internet findet sind wir alle gegangen. Ich habe das Gefühl, dass wir uns eigentlich nur noch mehr damit zugesetzt haben.

    Vielleicht hat ja hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und hat noch einen Tipp, den wir noch nicht ausprobiert haben.

    Viele Grüße

  • #99497

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Queenymutter,

    das hört sich wirklich nach einer sehr schwierigen Situation an. Ich habe zum Glück keine ähnlichen Erfahrungen gemacht und weiß daher nicht, ob ich dir helfen kann, aber ich möchte es probieren.
    Was aus meiner Sicht VIELLEICHT helfen könnte, wäre eine andere Art der Kommunikation, so dass der Sohn sich euch gegenüber wieder öffnet und neues Vertrauen fasst, weil er sich gehört und angenommen fühlt. Dazu kann ich dir sehr die „Familienkonferenz von Thomas Gordon, und insbesondere das „Aktive Zuhören“ ans Herz legen. Zum Einlesen kannst du dazu gerne mal diese beiden Artikel lesen, die fassen das sehr gut zusammen:
    https://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2017/04/aktives-zuhoeren-nach-thomas-gordon-familienkonferenz-mit-kindern-erfolgreich-kommunizieren.html

    https://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2017/03/12-botschaften-die-eltern-vermeiden-sollten-wie-wir-nicht-mit-kindern-sprechen-sollten.html

    Ich habe damals ein Gordon Kommunikationstraining gemacht, was ich sehr hilfreich fand. Vielleicht wäre das ja auch was für euch. Hilft nicht nur beim Stiefsohn sondern ist durchaus auch für die eigene Familie hilfreich 🙂

    LG Daka.

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