Gemeinsames Leben?

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    • #380900
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      Teilnehmer

      Ich lese hier schon länger mit und mich quälen derzeit ein paar Fragen.
      Kurz zu meiner Situation: Ich (42, keine Kinder) bin seit einem Jahr mit einem Mann (51, fast 6-jährige Tochter im Wechselmodell, seit 4 Jahren getrennt) zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung über 300 Kilometer und jetzt stellt sich die Frage nach einer gemeinsamen Perspektive.
      Mein Freund hat bis vor 2 Jahren in einer Großstadt gewohnt, ist dann aber in die Provinz gezogen, weil seine Ex das so wollte und er Angst hatte das Kind zu verlieren, wenn er nicht auch rauszieht.
      Nun pendelt er jeden Tag fast 2 Stunden in die Stadt zur Arbeit, was ihn sehr stresst.
      Ich kann mir auf keinen Fall vorstellen in die Provinz zu ziehen, vor allem auch deshalb, weil ich dort keine Jobaussichten habe (bin in der Kulturbranche tätig).
      Ich wäre jedoch bereit in die Stadt zu ziehen in der mein Freund arbeitet und nun diskutieren wir, ob er auch zurück in die Stadt zieht oder er in der Provinz bleibt und wir halt nur alle 2 Wochen gemeinsam in der Stadt sind. Wenn er in die Stadt ziehen würde, würde das bedeuten, dass er das Wechselmodell aufgeben muss und seine Tochter anstatt an 15 Tagen im Monat nur mehr an ca. 10 sieht. (Ein Wochenend Plus-Modell also). Ich weiß wie schwer das für ihn ist, aber ich kann mir auch nicht vorstellen alles hier aufzugeben (guter Job, Freundeskreis, Familie,…) um dann eine Teilzeitfreundin zu sein. Aber ich frage mich auch, ob ich das überhaupt von ihm verlangen kann? Seine Ex ist nicht sehr kooperativ, funkt immer wieder rein,… Wir können also nicht davon ausgehen, dass sie ihm da irgendwie entgegenkommt. Was meint ihr? Bin um eure Meinungen und Einschätzungen sehr dankbar!

    • #380903
      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Hallo und herzlich willkommen,

      die Else kannst Du gleich von Deiner Liste streichen. Da kommst Du eh auf keinen grünen Zweig. Wichtig ist das Verhalten Deines Partners. Du solltest die absolute Nr. 1 in seinem Leben sein. Wenn Du es nicht jetzt bist, wann dann? Einen Mann, der sich noch von seiner Ex gängeln lässt, schließt auf wenig rosige Aussichten für Dich. Und er muss sich klar darüber werden, ob er eine neue Frau an seiner Seite haben will oder die Tochter (irgendwann als Mini Wife…)

      Hast Du das Thema mit ihm besprochen?

      • Diese Antwort wurde geändert vor 1 week, 3 days von Donnaserpente.
    • #380906
      Mima
      Teilnehmer

      Wäre dein Freund denn bereit das Wechselmodell aufzugeben?
      Inwiefern funkt euch die KM dazwischen? Wie könnte sie euch entgegenkommen? Das Wechselmodell kann er ja in der Großstadt nicht fortführen, unabhängig von der KM.

    • #380907
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      Teilnehmer

      Naja er überlegt das WM aufzugeben. Aber neben der emotionalen Ebene gibt es halt auch die finanzielle und vor allem die rechtliche Seite. Er macht sich Sorgen, dass die KM verhindert, dass er sein Kind dann so oft sieht und ihn zum Wochenend-Ferien-Papa degradiert. Dazwischenfunken tut die Ex insofern, als dass sie ein paar böse Angriffe gegen mich gestartet hat (und ich davon ausgehe, dass das zunehmen wird, wenn ich präsenter werde) und sie macht halt ständig wegen jedem Furz Terror, was dazu führt, dass mein Freund sehr oft mit den Nerven runter ist.

    • #380908
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      Teilnehmer

      Und ja wir reden sehr viel miteinander über das alles. Aber ich frage mich immer mehr, was ich fordern/verlangen kann. Und ob ich ihn wirklich vor die Wahl stellen kann Wechselmodell oder ich?

      • #380920
        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Böse Angriffe von der Ex kannst Du doch locker wegstecken. Rechtlich hat sie gar keine Handhabe gegen Deinen Partner. Je aufgebrachter die Else war, umso relaxter war ich. Vor die Wahl stellen würde ich ihn nicht. Du merkst ja, wie wichtig Du für ihn bist. Wenn er aus Angst vor der Ex lieber in seinem Kaff in der Provinz bleibt, weißt Du eh, was Dir mit dem Mann noch alles blüht.

        • Diese Antwort wurde geändert vor 1 week, 3 days von Donnaserpente.
        • #380989
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          Teilnehmer

          naja er argumentiert damit, dass sie das zum anlass nehmen könnte ihm das kind zu „entfremden“ und er hat angst, dass er dann die bindung verliert…

          • #381133
            Donnaserpente
            Teilnehmer

            Also, ganz klare Empfehlung: wenn seine Angst vor der Ex größer ist als die Liebe und Sehnsucht zu Dir, dann kannst Du Dich noch auf ungemütliche Zeiten mit diesem Mann einrichten. Überlege Dir gut, ob es Dir das alles wert ist.

    • #380910
      Mima
      Teilnehmer

      Wenn er bereit ist, das Wechselmodell aufzugeben, fordert du es ja nicht.
      Wie stellt er sich denn den Umgang mit seiner Tochter dann vor?

      • #380991
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        Teilnehmer

        er meint für ihn wäre ein modell denkbar, jede zweite woche von fe-mo und noch ein zusätzlicher tag in der woche, er meint aber, dass seine ex dem nicht zustimmen wird.

    • #380924
      Govinda
      Teilnehmer

      Ich denke, umgekehrt wird ein Schuh daraus.

      Er muss überlegen, wie Euer Weg nach vorne aussehen soll und wo er Kompromisse eingehen kann.

      Wenn man mal ehrlich ist, wohnt er gerade unglücklich in der Provinz, verschwendet einen Haufen Lebenszeit durch Pendeln und hat eine suboptimale Beziehung, weil ihr nicht zusammen leben könnt.

      Dafür hat er das Wechselmodell, sonst nichts.

      Er muss für sich entscheiden, was wieviel für ihn wiegt. Er kann aber nicht verlangen, dass Du sein Dilemma löst, indem du alles aufgibst und in die Provinz ziehst.

      Ist ein Kompromiss möglich? Könntet ihr zum Beispiel an den Stadtrand ziehen, so dass der Weg zum Kind noch machbar wäre, er weniger pendelt und du deinen Job auch erreichen kannst?

      Er muss aber auch bereit sein, Kompromisse bezüglich der Kinderzeit einzugehen. Wenn er da nicht bereit ist, sich zu bewegen, wird es schwierig für Euch.

      Dann würde er nämlich Status Quo behalten und alle negativen Dinge zu Dir schieben.
      Dass er ein Kind hat, ist aber nicht dein Problem!

      • #381006
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        Teilnehmer

        genau so fühlt sichs grad an für mich. bei ihm bleibt alles so wie es ist und ich gebe alles auf. und dann kommt das „argument“ bei mir gehts um ein kind, so als ob er es im wald aussetzen würde. meine faktoren (job, freund, familie,…) sind halt immer nur halb so schwerwiegend.

    • #380930
      Yogarettetmich
      Teilnehmer

      Seit wann besteht denn das Wechselmodell? Seit der Trennung? Und weshalb würde das WM vereinbart – auf KVers Initiative oder war das KMers Idee?
      Er muss sich überlegen, wozu er bereit ist. Sätze wie „weil seine Ex das so wollte“ lassen mich aufhorchen und 1 Jahr im PW ist nicht sehr lang. Das würde ich mir wohl noch ne Weile aus der Ferne ansehen.

      • #380992
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        Teilnehmer

        wm war zu beginn konsens, aber die ex findet, dass er die kleine nicht gut erzieht und sagt bei jeder gelegenheit, dass sie das kind eigentlich immer „haben“ will. seine ex wollte aufs land und hat gesagt er kann ja auf wochenendpapa gehen… das wollte er nicht und um einen konflikt (gericht,…) zu vermeiden ist er mitgezogen.

    • #380932
      Soulcolored
      Teilnehmer

      Wenn ihr beide finanziell gut dasteht, wie wäre es am Anfang erstmal mit einer Zweitwohnung für euch und die Zeit wo die Tochter nicht bei ihm ist? So hätte er etwas weniger Pendelei und ihr mehr Zeit miteinander.

      Ihr könntet so gucken, ob das zusammen leben mit euch klappt und dann langsam auch gucken ob du mit der Tochter klar kommst, wie die Ex noch so wird und hättet in den jeweiligen anderen Städten aber noch die eure Wohnungen, falls das gar nicht klappt oder eben dein Arbeitsweg zu weit wäre.

      Und dann könnte man gucken ob das Wechselmoddel nicht auch in der Stadt funktioniert. In unser Schule wo mein Sohn hinkommt, haben wir 2 Kinder die im Wechselodell leben. Und 2 verschiedene Schulen besuchen. Wenn sie bei Mama sind sind sie hier wenn sie bei Papa sind dort auf der Schule. Es war Anfangs ungewohnt aber mittlerweile klappt das super und beide Kinder sind Happy da sie an beiden Wohnorten Freunde haben und kommen auch super in der Schule mit.

      • #380937
        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Und wie ist das mit Klassenarbeiten geregelt?

        • #380941
          Soulcolored
          Teilnehmer

          Ganz genau weiss ich das nicht. Ich weiss nur das sie sowohl hier als auch beim Papa Klassenarbeiten schreiben und die Lehrer sich wohl absprechen mit den anderen Lehrern der anderen Schule.

          Ich will die Mama aber demnächst dazu mal mehr befragen weil ich das unheimlich intressant finde. Es gab letztens erst Berichte dazu, von Kindern die mit im Zirkus leben und dadurch immer an verschiedene Schule intregiert sind.

          • #380943
            Donnaserpente
            Teilnehmer

            Stimmt. In der Orientierungsstufe war mal ein Mädchen vom Zirkus kurz in meiner Klasse.

        • #381140
          picasso
          Teilnehmer

          2 verschiedene Schulen? Sowas gibt es ?

      • #380993
        lieschen
        Teilnehmer

        er steht leider gar nicht gut da und für zwei verdiene ich leider auch nicht… 🙁

    • #380938
      Helena
      Teilnehmer

      Wenn die Großstadt, in der er arbeitet, attraktiv ist und du einen tollen Job findest, würde ich (weil sehr freiheitsliebend) sehr gerne Teilzeitpartnerin sein.
      Ich würde mir dort (m)eine Wohnung einrichten und mich auf das Leben in dieser Stadt und den spannenden Mann freuen.

      Für mich wäre das ein ideales Model. Ob es für dich passt, musst du genau prüfen.

      • Diese Antwort wurde geändert vor 1 week, 3 days von Helena.
    • #380939
      Mima
      Teilnehmer

      Zwei Schulen zu besuchen, würde ich für mein Kind nie wollen.
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass das klappt.

    • #380942
      Govinda
      Teilnehmer

      Ich wusste gar nicht, dass das möglich ist. Wie funktioniert das denn mit Klassenarbeiten und Zeugnissen?

    • #380945
      Tara
      Teilnehmer

      Beim Wechselmodel (ich bin dafür, schätze es sehr) muß der Vater in der Nähe der KM bzw. der sozialen Umfelds des Kindes wohnen. Es muß ja von ihm aus in die Kita und in die Schule kommen können und schnell zu Hause. Kommt es nur noch Samstag auf Sonntag alle 14 Tage und in den Ferien, kann er in die Stadt ziehen und hat den langen Weg zur Arbeit nicht mehr. Das muss er für sich erst mal definieren, was er da will. Was die KM will, ist dann egal, wenn er aus beruflichen Gründen das Wechselmodell nicht mehr halten kann, dann kann ihn ja auch niemand zwingen. Er muss dann halt zum Jugendamt und wenn KM ganz verweigert, zum Gericht. Und zahlen an KM natürlich.

      Bevor das alles durch und geklärt ist, würde ich mal gar nicht umziehen.

      Ich bin von der Großstadt in eine Kleinstadt gezogen aus genau diesen Gründen nach 1,5 Jahren. Wir sind aber zusammen in eine neue Wohnung gezogen auch mit ausreichend Platz für mich, denn die Rückzugsmöglichkeiten sind mir wichtig. Familie, Freunde und Job habe ich zurück gelassen und hänge nun auf einem Kaff ohne Kulturmöglichkeiten in einem dämlichen Bürojob ohne Glamour oder viel Geld.

      Die Freunde fehlen mir. Das Kulturangebot auch. Also überlege gut.

    • #380946
      Mima
      Teilnehmer

      Es gab erst heute die Diskussion, dass das Kind nicht der Mutter gehört. Genausowenig ist sie mehr zur Betreuung verpflichtet, wie der KV. Wer ein Kind hat, hat für viele Jahre Verantwortung.
      M.M. nach kann der KV nicht einfach beschliessen, dass die KM in Zukunft die Betreuung übernimmt. Er muss sich mit ihr einigen.

      • #380994
        lieschen
        Teilnehmer

        da gebe ich dir grundsätzlich recht, aber es war halt die ex, die unbedingt vom gemeinsamen wohnort wegziehen wollte… wenn das jetzt für ihn nicht funktioniert (stress, pendeln, beziehung, soziales umfeld, …) darf sie sich nicht beschweren, finde ich.

    • #380948
      Govinda
      Teilnehmer

      Ich finde, dass ist ein sehr grosses Opfer, was Du da gebracht hast Tara. Respekt, aber ich gebe ehrlich zu, dass ich dazu sicher nicht bereit gewesen wäre.

    • #380950
      Tara
      Teilnehmer

      Meine BKs sind älter und es besteht die Chance, dass sie in ein paar Jahren aus dem Haus sind. Freizeit ist mir heute wichtiger, als die Karriere (die hatte ich, war gut, reicht mir jetzt aber, ich gehe lieber mit dem Hund im Wald spazieren). Es ist nicht für immer.

    • #380952
      Govinda
      Teilnehmer

      Natürlich kann man sicher auch viel Positives daraus ziehen.
      Ich meine damit nur, dass das alles andere als Selbstverständlich ist und es auch legitim ist, wenn jemand zu so einem Schritt nicht bereit ist.

    • #380960
      Yogarettetmich
      Teilnehmer

      Die Ex hat ihn ganz schön in der Hand, wenn er zurück aufs Land gezogen ist und Angst hat, den Kontakt zu seiner Tochter zu verlieren.
      Wenn er das WM kippt, könnt ihr euch jetzt schonmal auf ordentlich Ärger von KM Seite einstellen, weil sie ihr Leben ja auch danach ausgerichtet hat und ihr auch nicht gefallen wird, dass sie die Kontrolle über ihn verliert.

      Ich finde Soulcolored’s Idee mit der Zweitwohnung gut, aber du musst dir im Vorfeld gut überlegen, ob du bereit bist, Job, Freunde usw aufzugeben.

    • #380964
      Tara
      Teilnehmer

      „KM wollte es so“ – kann auch eine Ausrede sein. Mein KV sagt, er wollte es so. Die Kinder aufwachsen sehen. Darum auch das Wechselmodell und der Alltag und nicht nur Spaßpapi. Mein KV ist aber im Homeoffice und nur 1-2x im Monat weg.

      Diese Stadt ist halt auch weit weg mit 2 Stunden Fahrt. Da eine Zweitwohnung ist ja auch wie pendeln bei uns früher mit 120 km und je nach Verkehrslage.

      Ich bin ab und zu in meiner Großstadt. Nächste Woche sogar 2 x für ein Konzert und dann für einen Termin bei meiner alten Hundetrainerin, die neue Hündin einfach mal vorstellen. Im April wieder eine ganze Woche Mutter sitten.

      Als ich mich getrennt habe, um mit KV zusammen zu sein, war ich ja erst mal in einer 2-Zimmer-Wohnung und wir sind gependelt. Obwohl wir fast täglich zusammen waren, ist mir in den Tagen ohne ihn böse die decke auf den Kopf gefallen.

      • #380999
        lieschen
        Teilnehmer

        nein, er sagt schon, dass er das wollte, weil er eben nicht nur am wochenende für sein kind da sein will. um keine gerichtliche auseinandersetzung zu haben, ist er dann mitgezogen. nur hat er sich das wohl anders vorgestellt. die pendelei unterschätzt, wie einsam er dort ist, usw. und jetzt gibts halt auch noch mich.

    • #380974
      Mate277
      Teilnehmer

      Wie schafft er denn das Wechselmodell mit den Pendelzeiten? Ich frage mich gerade, wie er das zeitlich hinbekommt.

      Ich sehe das etwas anders. Ich finde, die Kinder, wenn sie noch so klein sind, sollten an erster Stelle stehen und nicht die Partnerin. Eine erwachsene Frau sollte so eigenständig sein, dass sie nicht auf einen Mann angewiesen ist. Ein Kind ist auf die Eltern angewiesen. Ich fände es komisch, wenn mein Mann mich an erster Stelle hätte und nicht seine Kinder.

      • #381001
        lieschen
        Teilnehmer

        er schaffts kaum. ist extrem gestresst, immer müde, immer krank… und in den wochen in denen er das kind nicht hat, arbeitet er doppelt soviel. grundsätzlich sehe ich das auch so, aber die ex wollte halt wegziehen in dm wissen, dass das für ihn sehr schwer wird. er hat ihr auch gesagt, dass er ev. wieder zurückgeht, wenn er es nicht schafft. die verantwortung liegt da schon auch bei der mutter, finde ich, sie hat in kauf genommen, dass er sich dann nicht mehr so einbringen kann, wie er das gerne würde.

    • #380976
      Tara
      Teilnehmer

      Ein Kind hat aber meistens zwei Elternteile und ich nur einen Partner. Und ich spiele nicht die zweite Geige, bis der gnädige Herr die Kinder aus dem Haus hat, sich dann umdreht und schaut, wo ich bin, um dann mit mir ein Leben zu beginnen. Das sollte er schon vorher mit mir führen und zwar gleichberechtigt mit den Kindern und auch, wenn sie da sind.

      • #380977
        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Das sehe ich genau wie Tara. Wenn man bei einem Mann nur die zweite Geige spielt, frustriert es auf Dauer. Das tut der Beziehung nicht gut.

      • #380979
        Govinda
        Teilnehmer

        Das sehe ich auch so. Ich wäre nicht bereit die zweite Geige zu spielen und mich da unterzuordnen.
        Warum auch?
        Ich führe eine Beziehung zu einem Mann, den ich trotz der Kinder genommen habe, nicht wegen der Kinder.
        Ich finde gleichberechtigt statt an BK Wochenenden. Und er muss auch Kompromisse eingehen.

    • #380983
      Mate277
      Teilnehmer

      Also natürlich darf ich nicht immer hinten anstehen und über sein! So meinte ich das auch nicht. Und eine gute Aufmerksamkeit brauche ich auch.
      Ich bin aber einfach im Gegensatz zu einem Kind nicht abhängig

      • Diese Antwort wurde geändert vor 1 week, 3 days von Mate277.
      • #381004
        lieschen
        Teilnehmer

        ja, ich bin nicht abhängig, aber ich gebe viel auf und will dann nicht die zweite geige sein. es macht mich einfach wütend, dass die ex ihr leben so leben kann, wie sie will und ich krieg dann das was noch übrig ist.

    • #380996
      Mima
      Teilnehmer

      @Liedchen
      Das Umgangsmodell, wie dein Freund es sich vorstellt, ist aber immer noch mit viel Pendellei verbunden. Dazu kommt dann, dass er unterhaltspflichtig wird.

      • #381003
        lieschen
        Teilnehmer

        ja stimmt. aber es wäre wesentlich weniger pendelei, weil jetzt pendelt er täglich. und das mit dem unterhalt ist auch klar, derzeit bekommt er unterhalt, weil seine ex sehr viel mehr verdient wie er und auch einiges an vermögen hat. mein eindruck ist aber, dass er vor allem angst hat, dass er dann aus dem leben des kindes rausgedrängt wird, ein schlechtes gewissen hat…

    • #381009
      Mima
      Teilnehmer

      Eigentlich passt ja alles. Er würde das Wechselmodell aufgeben, die KM wäre einverstanden. Den Umgang kann sie ihm nicht verweigern, Evtl. muss er dann klagen.
      Wärst du denn bereit, für ihn umzuziehen? Oder hast du das Gefühl, du musst, weil er ja auf das WM verzichtet.
      Finanziell müsst ihr halt rechnen. Er bekommt keinen Unterhalt mehr, sondern muss welchen zahlen. Die Mieten der Großstadt sind höher, dafür teilt ihr euch die Kosten und die Fahrtkosten verringern sich.
      Dazu kommen dann die Umgangskosten.

      • #381018
        lieschen
        Teilnehmer

        naja ich sehe wie ihn die entscheidung zerreisst und deshalb frage ich mich, ob ich das „verlangen“ kann. und durch ist das bei ihm noch nicht, denke ich.

        • #381023
          Mima
          Teilnehmer

          Aber grundsätzlich bist du bereit umzuziehen und vieles aufzugeben?

          • #381038
            lieschen
            Teilnehmer

            ja, ich wäre bereit dazu wenn ich das gefühl hätte, dass wir uns gemeinsam was neues aufbauen. aber in der jetzigen situation sehe ich das nicht, vielmehr habe ich das gefühl, dass ich sehr viel aufgebe um dann ein leben zu führen, dass ich mir so nicht vorstelle.

    • #381013
      Soulcolored
      Teilnehmer

      @lieschen

      Es gibt aber auch immer einen, ders mit sich machen lässt. Und es ist schwer das Gesagte zu beurteilen ohne wirklich die Gegenseite zu kennen. Wenn ich richtig gelesen hast du ja gar keinen Kontakt zur KM und kriegst auch nur das erzählte mit das der KV dir erzählt.

      Ich wäre vorsichtig. Wenn es ihn so kaputt macht das Wechselmodell hät er schon längst was ändern können. Wer weiss ob dein Partner das nur alles sagt damit er seine komfortzone nicht verlassen muss. Den ausser dem Pendeln läuft es ja mit Kind und KM.

      Und wie gesagt, wenn man will, kann es dass Wechselmodell auch über grosse Entfernung geben. Oder es gäbe auch ganz andere Lösungen, wie die Zweitwohnung wodurch er ja 14 Tage Entlastung und kein Pendeln hätte.

      • #381020
        lieschen
        Teilnehmer

        da hast du recht! frage mich oft, wie wohl die km das alles sieht.

    • #381016
      Yogarettetmich
      Teilnehmer

      Basiert der Unterhalt auf freiwilligen Zahlungen ? Wenn sie ihm Unterhalt zahlt, dürfte ihr das ein Dorn im Auge sein, was auch ihren Wunsch nach weniger Betreuung erklären könnte (mal vorsichtig spekuliert).
      Ich sehe Ärger am Horizont und einen angeschlagenen KV…lass dir lieber noch etwas Zeit mit einer Entscheidung und schau, dass du dich nicht benachteiligt fühlst, wenn ihr nach Wegen sucht.

      • #381022
        lieschen
        Teilnehmer

        nein unterhalt ist so einvernehmlich bei der scheidung festgelegt worden (sie zahlt extrem wenig), aber die frage ist wieviel sie jetzt von ihm verlangen würde? und den ärger sehe ich auch 🙁

    • #381024
      Mima
      Teilnehmer

      Sie kann nicht einfach Summe X verlangen. Es gilt dann die DDT.

    • #381025
      Soulcolored
      Teilnehmer

      Dann frag ihn doch mal was er zum Thema Zweitwohnung meint. Somit müsste er das Wechselmodell nicht aufgeben. Und ihm würde zumindest etwas das Pendeln abgenommen werden. Ihr könnt ja dann nach einer Wohnung gucken erstmal die nur 1 oder 2 Zimmer hat und für euch beide positiv so liegt das niemanden Nachteile entstehen. Diese könntet ihr dann entweder halt immer für 2 Wochen gemeinsam nutzen oder eben im Urlaub oder nur tageweise. Wie es euch passt.

      Wenn dir das natürlich auch Zusage würde. Es muss ja auch für dich passen und machbar sein.

      • Diese Antwort wurde geändert vor 1 week, 3 days von Soulcolored.
    • #381036
      lieschen
      Teilnehmer

      die zweitwohnung müsste ich alleine bezahlen, weil er aich das nicht leisten kann. die stadt ist teuer und selbst wenn ich das irgendwie gebacken kriege, finde ich das nicht ganz fair, weil ich das gefühl habe ich geb schon so viel auf und dann zahle ich auch noch alles. vielleicht ist das gemein, aber ich frage mich immer öfter was sein beitrag für ein gemeinsames leben ist?

    • #381039
      Soulcolored
      Teilnehmer

      Ok das stimmt. Das wäre nicht fair wenn du alle Kosten alleine trägst somit und er muss nichts zahlen und ihm wird sogar alles leichter gemacht.

      Dann muss er sich entscheiden. Ob er sich auf ein anderes Modell mit der KM einigen kann und ihr euch was gemeinsames sucht,wo jeder seinen Anteil bezahlt und wo jeder etwas wegsteckt und es für jeden positiv ausfällt auch etwas oder er eben der KM hinterherläuft und sich kaputt machen lässt durch pendeln und WM und dadurch auf ein Leben mit dir verzichtet.

      Mir würde nur einfallen das ihr euch sonst die Kosten teilt mit den pendeln mal zu einander. Ohne zusammen zu wohnen. Heisst das ihr mal eine Woche bei ihm verbringt und 1 bei dir. Und jeder somit zum anderen pendeln muss und mal ne längere Arbeitsstrexke vor sich hat.

      Aber du solltest nicht dein Leben aufgeben,zu ihm ziehen und dann vor dem nichts stehen.

    • #381043
      lieschen
      Teilnehmer

      sorry das ich immer mit abers komme, aber wir haben beide jobs, wo wir im büro sein müssen, das heißt wir konnen nicht wochenweise beieinander sein. und dass ich falls ich in die stadt ziehe wo er arbeitet und dann jede zweite woche auch noch pendle, geht gar nicht. da hätte ich das gefühl, dass ich auch noch nach der pfeiffe der km tanze. ich habe immer mehr das gefühl, dass es wohl keine lösung für uns gibt 🙁

    • #381047
      Tara
      Teilnehmer

      dass ich sehr viel aufgebe um dann ein leben zu führen, dass ich mir so nicht vorstelle.

      Ich führe es. Es läuft gut bei mir, ich komme mit den BKs gut aus, obwohl ich sie hasse. Irgendwie ist der KV es mir wert. Aber ich sitze schon oft da und denke, dass ich im Moment ein Leben führe, das nicht meins ist. In einer „großen Kreisstadt“ (ich lach mich kaputt) ohne Kultur, nur mit Coverbands statt echter Musik. In Frankfurt schaue ich mir nächste Woche auch die Van Gogh Ausstellung noch an und in der Schirn war auch noch was abgefahrenes. Und soooo viele geile innovative junge Restaurants und nicht nur Schnitzel Pommes und gerade mal essbare Sushi wie hier. Ein Leben, das um zwei Kinder kreist, die nicht meine sind und die letztendlich alles bestimmen. Ich habe mich dafür entschieden. Aber ich bin nicht wirklich total glücklich rund um die Uhr.

    • #381048
      Soulcolored
      Teilnehmer

      Ich glaube dann tatsächlich gibt es so keine optimale Lösung für euch.

      Evt redet ihr einfach mal miteinander wer sich wie die Zukunft vorstellt. Dabei kannst du ja ruhig sagen das du auf keinen Fall zu ihm ziehst und du alles aufgibst. Du ihn aber verstehen kannst das er natürlich das WM behalten will es aber dann zumindest keine wohnliche Zukunft gibt.

      Wenn ihr aber damit klar kommt, mit wenig Zeit euch zu haben und diese Qualitativ nutzt, ohne zusammen zu ziehen,(wäre halt dann weiter Fernbeziehung) könnte es auch so klappen bis es irgendwann dann besser passen würde oder er dann bereit ist der KM mehr entgegen zu setzen.

      Die Frage ist ja was kannst du und was möchtest du?

    • #381148
      Yogarettetmich
      Teilnehmer

      …und es hetzt euch ja eigentlich niemand. Du kannst dir in Ruhe ansehen, wie sich die Dinge so entwickeln. Vielleicht sagt auch Töchterchen irgendwann, dass sie das WM so nicht mehr will, sie wird ja auch älter und das muss man nochmal neu schauen. Oder KM findet einen neuen Mann und will dann irgendwas umstellen, man weiß es nicht.

      Wie oft seht ihr euch denn im Moment ? Jedes 2. WE von Freitag bis Sonntag ? Oder öfter ?

    • #381236
      Goldmarie_chen
      Teilnehmer

      Hallo liebe Lieschen,

      darf ich einmal fragen, wie oft ihr euch denn jetzt seht? Du sagst unter der Woche gar nicht wegen der Arbeit.

      Und wie verstehst Du Dich mit dem BK? Das wäre ja auch eine wichtige Frage, die mit in die Entscheidung einfließen sollte. Hast Du jemals Alltag mit den beiden zusammen erlebt und kannst abschätzen, was da auf dich zukommen würde, wenn ihr eine Lösung findet, in der ihr dann tatsächlich zusammen wohnt und das Kind jede zweite Woche da ist.

      In der Stadt kosten die Wohnungen natürlich mehr, da hast Du recht. Aber dein Gehalt könnte dort üblicherweise auch entsprechend höher ausfallen, so dass Du vielleicht gar keine finanziellen Einbußen hättest.

      Wenn sich dort ein toller Job ergibt, Du dort in eine Wohnung ziehst und ihr jeden Monat 14Tage zusammen habt, dann ist das doch erstmal mehr als jetzt und zweitens könnt ihr dann schauen, ob Du und er im Alltag gut zurecht kommen.

      Wenn das Kind erst 6 Jahre ist, dann wird er sich in den Kinderwochen doch sowieso Morgens und Abends um das Kind kümmern müssen und da steckt man als Partnerin nunmal leider zurück bis sie im Bett sind. Das ist sicher nicht weil er das wollen würde, sondern weil er neben Pendelei und Arbeit und Kind keine Kapazität frei hat. Das macht Dich nicht automatisch zur Teilzeitfeundin, auch wenn ich das Gefühl natürlich selbst kenne.

      Wenn er, wie Du schreibst, in der Kinderzeit sowieso auf dem Zahnfleisch geht, dann kannst Du wohl in diesen zwei Wochen nichts von ihm erwarten. Da hättest Du dann eher noch den extra gestressten Mann zuhause und würdest im schlimmsten Fall noch auf dem Land hocken. Und daher wäre doch die Zwei-Wohnungen-Lösung für den Anfang nicht zu schlecht?

      Und nur für mich zum Verständnis: was meinst Du mit 10 Tagen jeweils verlängerte Wochenenden. Das klingt so, als würde er vorschlagen, dass er dann das Kind jedes WE hat? Bist Du sicher, dass Du das so auch möchtest?

    • #382041
      Banja
      Teilnehmer

      Lieschen, wenn man sehr verliebt ist, macht man manchmal Dinge, die man im Normalzustand nicht machen würde. Überlege Dir, ob Dir das Zusammenleben mit diesem Mann plus Tochter plus KM in der Nachbarschaft so viel wert ist, dass Du dafür gern Dein Stadtleben aufgeben würdest.
      Wenn ihr Euch entscheidet zusammen zu leben, sollten beide Partner zum Gelingen beitragen. Was wäre sein Einsatz?
      Ich lese heraus, dass nur Du investierst. Und das nicht nur mit einem Umzug und den damit verbundenen Trennungen von Freunden, Job und Großstadtflair, sondern dauerhaft und täglich und für immer. Du hast dann ein fremdes Kind inklusive zickender Ex an der Backe. Und er? Er fühlt sich wohl.

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