Gemeinsames Leben?

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  • Dieses Thema hat 88 Antworten und 20 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 6 Monaten von Erein.
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    • #380900
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      Teilnehmer

      Ich lese hier schon länger mit und mich quälen derzeit ein paar Fragen.
      Kurz zu meiner Situation: Ich (42, keine Kinder) bin seit einem Jahr mit einem Mann (51, fast 6-jährige Tochter im Wechselmodell, seit 4 Jahren getrennt) zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung über 300 Kilometer und jetzt stellt sich die Frage nach einer gemeinsamen Perspektive.
      Mein Freund hat bis vor 2 Jahren in einer Großstadt gewohnt, ist dann aber in die Provinz gezogen, weil seine Ex das so wollte und er Angst hatte das Kind zu verlieren, wenn er nicht auch rauszieht.
      Nun pendelt er jeden Tag fast 2 Stunden in die Stadt zur Arbeit, was ihn sehr stresst.
      Ich kann mir auf keinen Fall vorstellen in die Provinz zu ziehen, vor allem auch deshalb, weil ich dort keine Jobaussichten habe (bin in der Kulturbranche tätig).
      Ich wäre jedoch bereit in die Stadt zu ziehen in der mein Freund arbeitet und nun diskutieren wir, ob er auch zurück in die Stadt zieht oder er in der Provinz bleibt und wir halt nur alle 2 Wochen gemeinsam in der Stadt sind. Wenn er in die Stadt ziehen würde, würde das bedeuten, dass er das Wechselmodell aufgeben muss und seine Tochter anstatt an 15 Tagen im Monat nur mehr an ca. 10 sieht. (Ein Wochenend Plus-Modell also). Ich weiß wie schwer das für ihn ist, aber ich kann mir auch nicht vorstellen alles hier aufzugeben (guter Job, Freundeskreis, Familie,…) um dann eine Teilzeitfreundin zu sein. Aber ich frage mich auch, ob ich das überhaupt von ihm verlangen kann? Seine Ex ist nicht sehr kooperativ, funkt immer wieder rein,… Wir können also nicht davon ausgehen, dass sie ihm da irgendwie entgegenkommt. Was meint ihr? Bin um eure Meinungen und Einschätzungen sehr dankbar!

    • #380903
      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Hallo und herzlich willkommen,

      die Else kannst Du gleich von Deiner Liste streichen. Da kommst Du eh auf keinen grünen Zweig. Wichtig ist das Verhalten Deines Partners. Du solltest die absolute Nr. 1 in seinem Leben sein. Wenn Du es nicht jetzt bist, wann dann? Einen Mann, der sich noch von seiner Ex gängeln lässt, schließt auf wenig rosige Aussichten für Dich. Und er muss sich klar darüber werden, ob er eine neue Frau an seiner Seite haben will oder die Tochter (irgendwann als Mini Wife…)

      Hast Du das Thema mit ihm besprochen?

      • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten, 3 Wochen von Donnaserpente.
    • #380906
      Anonym
      Inaktiv

      Wäre dein Freund denn bereit das Wechselmodell aufzugeben?
      Inwiefern funkt euch die KM dazwischen? Wie könnte sie euch entgegenkommen? Das Wechselmodell kann er ja in der Großstadt nicht fortführen, unabhängig von der KM.

    • #380907
      lieschen
      Teilnehmer

      Naja er überlegt das WM aufzugeben. Aber neben der emotionalen Ebene gibt es halt auch die finanzielle und vor allem die rechtliche Seite. Er macht sich Sorgen, dass die KM verhindert, dass er sein Kind dann so oft sieht und ihn zum Wochenend-Ferien-Papa degradiert. Dazwischenfunken tut die Ex insofern, als dass sie ein paar böse Angriffe gegen mich gestartet hat (und ich davon ausgehe, dass das zunehmen wird, wenn ich präsenter werde) und sie macht halt ständig wegen jedem Furz Terror, was dazu führt, dass mein Freund sehr oft mit den Nerven runter ist.

    • #380908
      lieschen
      Teilnehmer

      Und ja wir reden sehr viel miteinander über das alles. Aber ich frage mich immer mehr, was ich fordern/verlangen kann. Und ob ich ihn wirklich vor die Wahl stellen kann Wechselmodell oder ich?

      • #380920
        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Böse Angriffe von der Ex kannst Du doch locker wegstecken. Rechtlich hat sie gar keine Handhabe gegen Deinen Partner. Je aufgebrachter die Else war, umso relaxter war ich. Vor die Wahl stellen würde ich ihn nicht. Du merkst ja, wie wichtig Du für ihn bist. Wenn er aus Angst vor der Ex lieber in seinem Kaff in der Provinz bleibt, weißt Du eh, was Dir mit dem Mann noch alles blüht.

        • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten, 3 Wochen von Donnaserpente.
        • #380989
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          Teilnehmer

          naja er argumentiert damit, dass sie das zum anlass nehmen könnte ihm das kind zu „entfremden“ und er hat angst, dass er dann die bindung verliert…

          • #381133
            Donnaserpente
            Teilnehmer

            Also, ganz klare Empfehlung: wenn seine Angst vor der Ex größer ist als die Liebe und Sehnsucht zu Dir, dann kannst Du Dich noch auf ungemütliche Zeiten mit diesem Mann einrichten. Überlege Dir gut, ob es Dir das alles wert ist.

          • #388230
            Appledream
            Teilnehmer

            @Mima
            Ich bin etwas ähnliches grade durch. Lass dir gesagt sein:
            Wenn die Ex Macht über ihn hat (durch die kids) kannst du es lassen.
            Angst vor dem Verlust der Kinder PLUS die Schuldgefühle- haha- vergisses! Das wird leider nichts. 🙁

    • #380910
      Anonym
      Inaktiv

      Wenn er bereit ist, das Wechselmodell aufzugeben, fordert du es ja nicht.
      Wie stellt er sich denn den Umgang mit seiner Tochter dann vor?

      • #380991
        lieschen
        Teilnehmer

        er meint für ihn wäre ein modell denkbar, jede zweite woche von fe-mo und noch ein zusätzlicher tag in der woche, er meint aber, dass seine ex dem nicht zustimmen wird.

    • #380924
      Regina
      Verwalter

      Ich denke, umgekehrt wird ein Schuh daraus.

      Er muss überlegen, wie Euer Weg nach vorne aussehen soll und wo er Kompromisse eingehen kann.

      Wenn man mal ehrlich ist, wohnt er gerade unglücklich in der Provinz, verschwendet einen Haufen Lebenszeit durch Pendeln und hat eine suboptimale Beziehung, weil ihr nicht zusammen leben könnt.

      Dafür hat er das Wechselmodell, sonst nichts.

      Er muss für sich entscheiden, was wieviel für ihn wiegt. Er kann aber nicht verlangen, dass Du sein Dilemma löst, indem du alles aufgibst und in die Provinz ziehst.

      Ist ein Kompromiss möglich? Könntet ihr zum Beispiel an den Stadtrand ziehen, so dass der Weg zum Kind noch machbar wäre, er weniger pendelt und du deinen Job auch erreichen kannst?

      Er muss aber auch bereit sein, Kompromisse bezüglich der Kinderzeit einzugehen. Wenn er da nicht bereit ist, sich zu bewegen, wird es schwierig für Euch.

      Dann würde er nämlich Status Quo behalten und alle negativen Dinge zu Dir schieben.
      Dass er ein Kind hat, ist aber nicht dein Problem!

      • #381006
        lieschen
        Teilnehmer

        genau so fühlt sichs grad an für mich. bei ihm bleibt alles so wie es ist und ich gebe alles auf. und dann kommt das „argument“ bei mir gehts um ein kind, so als ob er es im wald aussetzen würde. meine faktoren (job, freund, familie,…) sind halt immer nur halb so schwerwiegend.

        • #388232
          Appledream
          Teilnehmer

          Ich hasse dieses Argument „es geht um die Kinder“. Vergisses. DEINE Probleme, Sorgen, Gründe sind GENAUSO wichtig wie Seine!! Mach dich nicht Kleiner! Das ist wie als wenn jmd der n Kind hat und du ihm/ihr erzählst das du „kaputt bist“ die antworten mit „DU bist kaputt?? Hab mal n Kind! DAS ist kaputt sein“. wtf ey.

          Wenn es um ein Leben gemeinsam geht, ist es eine Verhandlung auf Augenhöhe. Bleib für dich einstehend! Klar, Kompromisse sind gut, aber es sollte eine win – win sein, keine loose-win.

    • #380930
      Yogarettetmich
      Teilnehmer

      Seit wann besteht denn das Wechselmodell? Seit der Trennung? Und weshalb würde das WM vereinbart – auf KVers Initiative oder war das KMers Idee?
      Er muss sich überlegen, wozu er bereit ist. Sätze wie „weil seine Ex das so wollte“ lassen mich aufhorchen und 1 Jahr im PW ist nicht sehr lang. Das würde ich mir wohl noch ne Weile aus der Ferne ansehen.

      • #380992
        lieschen
        Teilnehmer

        wm war zu beginn konsens, aber die ex findet, dass er die kleine nicht gut erzieht und sagt bei jeder gelegenheit, dass sie das kind eigentlich immer „haben“ will. seine ex wollte aufs land und hat gesagt er kann ja auf wochenendpapa gehen… das wollte er nicht und um einen konflikt (gericht,…) zu vermeiden ist er mitgezogen.

    • #380932
      Soulcolored
      Teilnehmer

      Wenn ihr beide finanziell gut dasteht, wie wäre es am Anfang erstmal mit einer Zweitwohnung für euch und die Zeit wo die Tochter nicht bei ihm ist? So hätte er etwas weniger Pendelei und ihr mehr Zeit miteinander.

      Ihr könntet so gucken, ob das zusammen leben mit euch klappt und dann langsam auch gucken ob du mit der Tochter klar kommst, wie die Ex noch so wird und hättet in den jeweiligen anderen Städten aber noch die eure Wohnungen, falls das gar nicht klappt oder eben dein Arbeitsweg zu weit wäre.

      Und dann könnte man gucken ob das Wechselmoddel nicht auch in der Stadt funktioniert. In unser Schule wo mein Sohn hinkommt, haben wir 2 Kinder die im Wechselodell leben. Und 2 verschiedene Schulen besuchen. Wenn sie bei Mama sind sind sie hier wenn sie bei Papa sind dort auf der Schule. Es war Anfangs ungewohnt aber mittlerweile klappt das super und beide Kinder sind Happy da sie an beiden Wohnorten Freunde haben und kommen auch super in der Schule mit.

      • #380937
        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Und wie ist das mit Klassenarbeiten geregelt?

        • #380941
          Soulcolored
          Teilnehmer

          Ganz genau weiss ich das nicht. Ich weiss nur das sie sowohl hier als auch beim Papa Klassenarbeiten schreiben und die Lehrer sich wohl absprechen mit den anderen Lehrern der anderen Schule.

          Ich will die Mama aber demnächst dazu mal mehr befragen weil ich das unheimlich intressant finde. Es gab letztens erst Berichte dazu, von Kindern die mit im Zirkus leben und dadurch immer an verschiedene Schule intregiert sind.

          • #380943
            Donnaserpente
            Teilnehmer

            Stimmt. In der Orientierungsstufe war mal ein Mädchen vom Zirkus kurz in meiner Klasse.

        • #381140
          picasso
          Teilnehmer

          2 verschiedene Schulen? Sowas gibt es ?

      • #380993
        lieschen
        Teilnehmer

        er steht leider gar nicht gut da und für zwei verdiene ich leider auch nicht… 🙁

    • #380938
      Helena
      Teilnehmer

      Wenn die Großstadt, in der er arbeitet, attraktiv ist und du einen tollen Job findest, würde ich (weil sehr freiheitsliebend) sehr gerne Teilzeitpartnerin sein.
      Ich würde mir dort (m)eine Wohnung einrichten und mich auf das Leben in dieser Stadt und den spannenden Mann freuen.

      Für mich wäre das ein ideales Model. Ob es für dich passt, musst du genau prüfen.

      • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten, 3 Wochen von Helena.
    • #380939
      Anonym
      Inaktiv

      Zwei Schulen zu besuchen, würde ich für mein Kind nie wollen.
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass das klappt.

    • #380942
      Regina
      Verwalter

      Ich wusste gar nicht, dass das möglich ist. Wie funktioniert das denn mit Klassenarbeiten und Zeugnissen?

    • #380945
      Tara
      Teilnehmer

      Beim Wechselmodel (ich bin dafür, schätze es sehr) muß der Vater in der Nähe der KM bzw. der sozialen Umfelds des Kindes wohnen. Es muß ja von ihm aus in die Kita und in die Schule kommen können und schnell zu Hause. Kommt es nur noch Samstag auf Sonntag alle 14 Tage und in den Ferien, kann er in die Stadt ziehen und hat den langen Weg zur Arbeit nicht mehr. Das muss er für sich erst mal definieren, was er da will. Was die KM will, ist dann egal, wenn er aus beruflichen Gründen das Wechselmodell nicht mehr halten kann, dann kann ihn ja auch niemand zwingen. Er muss dann halt zum Jugendamt und wenn KM ganz verweigert, zum Gericht. Und zahlen an KM natürlich.

      Bevor das alles durch und geklärt ist, würde ich mal gar nicht umziehen.

      Ich bin von der Großstadt in eine Kleinstadt gezogen aus genau diesen Gründen nach 1,5 Jahren. Wir sind aber zusammen in eine neue Wohnung gezogen auch mit ausreichend Platz für mich, denn die Rückzugsmöglichkeiten sind mir wichtig. Familie, Freunde und Job habe ich zurück gelassen und hänge nun auf einem Kaff ohne Kulturmöglichkeiten in einem dämlichen Bürojob ohne Glamour oder viel Geld.

      Die Freunde fehlen mir. Das Kulturangebot auch. Also überlege gut.

    • #380946
      Anonym
      Inaktiv

      Es gab erst heute die Diskussion, dass das Kind nicht der Mutter gehört. Genausowenig ist sie mehr zur Betreuung verpflichtet, wie der KV. Wer ein Kind hat, hat für viele Jahre Verantwortung.
      M.M. nach kann der KV nicht einfach beschliessen, dass die KM in Zukunft die Betreuung übernimmt. Er muss sich mit ihr einigen.

      • #380994
        lieschen
        Teilnehmer

        da gebe ich dir grundsätzlich recht, aber es war halt die ex, die unbedingt vom gemeinsamen wohnort wegziehen wollte… wenn das jetzt für ihn nicht funktioniert (stress, pendeln, beziehung, soziales umfeld, …) darf sie sich nicht beschweren, finde ich.

    • #380948
      Regina
      Verwalter

      Ich finde, dass ist ein sehr grosses Opfer, was Du da gebracht hast Tara. Respekt, aber ich gebe ehrlich zu, dass ich dazu sicher nicht bereit gewesen wäre.

    • #380950
      Tara
      Teilnehmer

      Meine BKs sind älter und es besteht die Chance, dass sie in ein paar Jahren aus dem Haus sind. Freizeit ist mir heute wichtiger, als die Karriere (die hatte ich, war gut, reicht mir jetzt aber, ich gehe lieber mit dem Hund im Wald spazieren). Es ist nicht für immer.

    • #380952
      Regina
      Verwalter

      Natürlich kann man sicher auch viel Positives daraus ziehen.
      Ich meine damit nur, dass das alles andere als Selbstverständlich ist und es auch legitim ist, wenn jemand zu so einem Schritt nicht bereit ist.

    • #380960
      Yogarettetmich
      Teilnehmer

      Die Ex hat ihn ganz schön in der Hand, wenn er zurück aufs Land gezogen ist und Angst hat, den Kontakt zu seiner Tochter zu verlieren.
      Wenn er das WM kippt, könnt ihr euch jetzt schonmal auf ordentlich Ärger von KM Seite einstellen, weil sie ihr Leben ja auch danach ausgerichtet hat und ihr auch nicht gefallen wird, dass sie die Kontrolle über ihn verliert.

      Ich finde Soulcolored’s Idee mit der Zweitwohnung gut, aber du musst dir im Vorfeld gut überlegen, ob du bereit bist, Job, Freunde usw aufzugeben.

    • #380964
      Tara
      Teilnehmer

      „KM wollte es so“ – kann auch eine Ausrede sein. Mein KV sagt, er wollte es so. Die Kinder aufwachsen sehen. Darum auch das Wechselmodell und der Alltag und nicht nur Spaßpapi. Mein KV ist aber im Homeoffice und nur 1-2x im Monat weg.

      Diese Stadt ist halt auch weit weg mit 2 Stunden Fahrt. Da eine Zweitwohnung ist ja auch wie pendeln bei uns früher mit 120 km und je nach Verkehrslage.

      Ich bin ab und zu in meiner Großstadt. Nächste Woche sogar 2 x für ein Konzert und dann für einen Termin bei meiner alten Hundetrainerin, die neue Hündin einfach mal vorstellen. Im April wieder eine ganze Woche Mutter sitten.

      Als ich mich getrennt habe, um mit KV zusammen zu sein, war ich ja erst mal in einer 2-Zimmer-Wohnung und wir sind gependelt. Obwohl wir fast täglich zusammen waren, ist mir in den Tagen ohne ihn böse die decke auf den Kopf gefallen.

      • #380999
        lieschen
        Teilnehmer

        nein, er sagt schon, dass er das wollte, weil er eben nicht nur am wochenende für sein kind da sein will. um keine gerichtliche auseinandersetzung zu haben, ist er dann mitgezogen. nur hat er sich das wohl anders vorgestellt. die pendelei unterschätzt, wie einsam er dort ist, usw. und jetzt gibts halt auch noch mich.

    • #380974
      Mate277
      Teilnehmer

      Wie schafft er denn das Wechselmodell mit den Pendelzeiten? Ich frage mich gerade, wie er das zeitlich hinbekommt.

      Ich sehe das etwas anders. Ich finde, die Kinder, wenn sie noch so klein sind, sollten an erster Stelle stehen und nicht die Partnerin. Eine erwachsene Frau sollte so eigenständig sein, dass sie nicht auf einen Mann angewiesen ist. Ein Kind ist auf die Eltern angewiesen. Ich fände es komisch, wenn mein Mann mich an erster Stelle hätte und nicht seine Kinder.

      • #381001
        lieschen
        Teilnehmer

        er schaffts kaum. ist extrem gestresst, immer müde, immer krank… und in den wochen in denen er das kind nicht hat, arbeitet er doppelt soviel. grundsätzlich sehe ich das auch so, aber die ex wollte halt wegziehen in dm wissen, dass das für ihn sehr schwer wird. er hat ihr auch gesagt, dass er ev. wieder zurückgeht, wenn er es nicht schafft. die verantwortung liegt da schon auch bei der mutter, finde ich, sie hat in kauf genommen, dass er sich dann nicht mehr so einbringen kann, wie er das gerne würde.

    • #380976
      Tara
      Teilnehmer

      Ein Kind hat aber meistens zwei Elternteile und ich nur einen Partner. Und ich spiele nicht die zweite Geige, bis der gnädige Herr die Kinder aus dem Haus hat, sich dann umdreht und schaut, wo ich bin, um dann mit mir ein Leben zu beginnen. Das sollte er schon vorher mit mir führen und zwar gleichberechtigt mit den Kindern und auch, wenn sie da sind.

      • #380977
        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Das sehe ich genau wie Tara. Wenn man bei einem Mann nur die zweite Geige spielt, frustriert es auf Dauer. Das tut der Beziehung nicht gut.

      • #380979
        Regina
        Verwalter

        Das sehe ich auch so. Ich wäre nicht bereit die zweite Geige zu spielen und mich da unterzuordnen.
        Warum auch?
        Ich führe eine Beziehung zu einem Mann, den ich trotz der Kinder genommen habe, nicht wegen der Kinder.
        Ich finde gleichberechtigt statt an BK Wochenenden. Und er muss auch Kompromisse eingehen.

    • #380983
      Mate277
      Teilnehmer

      Also natürlich darf ich nicht immer hinten anstehen und über sein! So meinte ich das auch nicht. Und eine gute Aufmerksamkeit brauche ich auch.
      Ich bin aber einfach im Gegensatz zu einem Kind nicht abhängig

      • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten, 3 Wochen von Mate277.
      • #381004
        lieschen
        Teilnehmer

        ja, ich bin nicht abhängig, aber ich gebe viel auf und will dann nicht die zweite geige sein. es macht mich einfach wütend, dass die ex ihr leben so leben kann, wie sie will und ich krieg dann das was noch übrig ist.

    • #380996
      Anonym
      Inaktiv

      @Liedchen
      Das Umgangsmodell, wie dein Freund es sich vorstellt, ist aber immer noch mit viel Pendellei verbunden. Dazu kommt dann, dass er unterhaltspflichtig wird.

      • #381003
        lieschen
        Teilnehmer

        ja stimmt. aber es wäre wesentlich weniger pendelei, weil jetzt pendelt er täglich. und das mit dem unterhalt ist auch klar, derzeit bekommt er unterhalt, weil seine ex sehr viel mehr verdient wie er und auch einiges an vermögen hat. mein eindruck ist aber, dass er vor allem angst hat, dass er dann aus dem leben des kindes rausgedrängt wird, ein schlechtes gewissen hat…

    • #381009
      Anonym
      Inaktiv

      Eigentlich passt ja alles. Er würde das Wechselmodell aufgeben, die KM wäre einverstanden. Den Umgang kann sie ihm nicht verweigern, Evtl. muss er dann klagen.
      Wärst du denn bereit, für ihn umzuziehen? Oder hast du das Gefühl, du musst, weil er ja auf das WM verzichtet.
      Finanziell müsst ihr halt rechnen. Er bekommt keinen Unterhalt mehr, sondern muss welchen zahlen. Die Mieten der Großstadt sind höher, dafür teilt ihr euch die Kosten und die Fahrtkosten verringern sich.
      Dazu kommen dann die Umgangskosten.

      • #381018
        lieschen
        Teilnehmer

        naja ich sehe wie ihn die entscheidung zerreisst und deshalb frage ich mich, ob ich das „verlangen“ kann. und durch ist das bei ihm noch nicht, denke ich.

        • #381023
          Anonym
          Inaktiv

          Aber grundsätzlich bist du bereit umzuziehen und vieles aufzugeben?

          • #381038
            lieschen
            Teilnehmer

            ja, ich wäre bereit dazu wenn ich das gefühl hätte, dass wir uns gemeinsam was neues aufbauen. aber in der jetzigen situation sehe ich das nicht, vielmehr habe ich das gefühl, dass ich sehr viel aufgebe um dann ein leben zu führen, dass ich mir so nicht vorstelle.

    • #381013
      Soulcolored
      Teilnehmer

      @lieschen

      Es gibt aber auch immer einen, ders mit sich machen lässt. Und es ist schwer das Gesagte zu beurteilen ohne wirklich die Gegenseite zu kennen. Wenn ich richtig gelesen hast du ja gar keinen Kontakt zur KM und kriegst auch nur das erzählte mit das der KV dir erzählt.

      Ich wäre vorsichtig. Wenn es ihn so kaputt macht das Wechselmodell hät er schon längst was ändern können. Wer weiss ob dein Partner das nur alles sagt damit er seine komfortzone nicht verlassen muss. Den ausser dem Pendeln läuft es ja mit Kind und KM.

      Und wie gesagt, wenn man will, kann es dass Wechselmodell auch über grosse Entfernung geben. Oder es gäbe auch ganz andere Lösungen, wie die Zweitwohnung wodurch er ja 14 Tage Entlastung und kein Pendeln hätte.

      • #381020
        lieschen
        Teilnehmer

        da hast du recht! frage mich oft, wie wohl die km das alles sieht.

    • #381016
      Yogarettetmich
      Teilnehmer

      Basiert der Unterhalt auf freiwilligen Zahlungen ? Wenn sie ihm Unterhalt zahlt, dürfte ihr das ein Dorn im Auge sein, was auch ihren Wunsch nach weniger Betreuung erklären könnte (mal vorsichtig spekuliert).
      Ich sehe Ärger am Horizont und einen angeschlagenen KV…lass dir lieber noch etwas Zeit mit einer Entscheidung und schau, dass du dich nicht benachteiligt fühlst, wenn ihr nach Wegen sucht.

      • #381022
        lieschen
        Teilnehmer

        nein unterhalt ist so einvernehmlich bei der scheidung festgelegt worden (sie zahlt extrem wenig), aber die frage ist wieviel sie jetzt von ihm verlangen würde? und den ärger sehe ich auch 🙁

    • #381024
      Anonym
      Inaktiv

      Sie kann nicht einfach Summe X verlangen. Es gilt dann die DDT.

    • #381025
      Soulcolored
      Teilnehmer

      Dann frag ihn doch mal was er zum Thema Zweitwohnung meint. Somit müsste er das Wechselmodell nicht aufgeben. Und ihm würde zumindest etwas das Pendeln abgenommen werden. Ihr könnt ja dann nach einer Wohnung gucken erstmal die nur 1 oder 2 Zimmer hat und für euch beide positiv so liegt das niemanden Nachteile entstehen. Diese könntet ihr dann entweder halt immer für 2 Wochen gemeinsam nutzen oder eben im Urlaub oder nur tageweise. Wie es euch passt.

      Wenn dir das natürlich auch Zusage würde. Es muss ja auch für dich passen und machbar sein.

      • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten, 3 Wochen von Soulcolored.
    • #381036
      lieschen
      Teilnehmer

      die zweitwohnung müsste ich alleine bezahlen, weil er aich das nicht leisten kann. die stadt ist teuer und selbst wenn ich das irgendwie gebacken kriege, finde ich das nicht ganz fair, weil ich das gefühl habe ich geb schon so viel auf und dann zahle ich auch noch alles. vielleicht ist das gemein, aber ich frage mich immer öfter was sein beitrag für ein gemeinsames leben ist?

    • #381039
      Soulcolored
      Teilnehmer

      Ok das stimmt. Das wäre nicht fair wenn du alle Kosten alleine trägst somit und er muss nichts zahlen und ihm wird sogar alles leichter gemacht.

      Dann muss er sich entscheiden. Ob er sich auf ein anderes Modell mit der KM einigen kann und ihr euch was gemeinsames sucht,wo jeder seinen Anteil bezahlt und wo jeder etwas wegsteckt und es für jeden positiv ausfällt auch etwas oder er eben der KM hinterherläuft und sich kaputt machen lässt durch pendeln und WM und dadurch auf ein Leben mit dir verzichtet.

      Mir würde nur einfallen das ihr euch sonst die Kosten teilt mit den pendeln mal zu einander. Ohne zusammen zu wohnen. Heisst das ihr mal eine Woche bei ihm verbringt und 1 bei dir. Und jeder somit zum anderen pendeln muss und mal ne längere Arbeitsstrexke vor sich hat.

      Aber du solltest nicht dein Leben aufgeben,zu ihm ziehen und dann vor dem nichts stehen.

    • #381043
      lieschen
      Teilnehmer

      sorry das ich immer mit abers komme, aber wir haben beide jobs, wo wir im büro sein müssen, das heißt wir konnen nicht wochenweise beieinander sein. und dass ich falls ich in die stadt ziehe wo er arbeitet und dann jede zweite woche auch noch pendle, geht gar nicht. da hätte ich das gefühl, dass ich auch noch nach der pfeiffe der km tanze. ich habe immer mehr das gefühl, dass es wohl keine lösung für uns gibt 🙁

    • #381047
      Tara
      Teilnehmer

      dass ich sehr viel aufgebe um dann ein leben zu führen, dass ich mir so nicht vorstelle.

      Ich führe es. Es läuft gut bei mir, ich komme mit den BKs gut aus, obwohl ich sie hasse. Irgendwie ist der KV es mir wert. Aber ich sitze schon oft da und denke, dass ich im Moment ein Leben führe, das nicht meins ist. In einer „großen Kreisstadt“ (ich lach mich kaputt) ohne Kultur, nur mit Coverbands statt echter Musik. In Frankfurt schaue ich mir nächste Woche auch die Van Gogh Ausstellung noch an und in der Schirn war auch noch was abgefahrenes. Und soooo viele geile innovative junge Restaurants und nicht nur Schnitzel Pommes und gerade mal essbare Sushi wie hier. Ein Leben, das um zwei Kinder kreist, die nicht meine sind und die letztendlich alles bestimmen. Ich habe mich dafür entschieden. Aber ich bin nicht wirklich total glücklich rund um die Uhr.

    • #381048
      Soulcolored
      Teilnehmer

      Ich glaube dann tatsächlich gibt es so keine optimale Lösung für euch.

      Evt redet ihr einfach mal miteinander wer sich wie die Zukunft vorstellt. Dabei kannst du ja ruhig sagen das du auf keinen Fall zu ihm ziehst und du alles aufgibst. Du ihn aber verstehen kannst das er natürlich das WM behalten will es aber dann zumindest keine wohnliche Zukunft gibt.

      Wenn ihr aber damit klar kommt, mit wenig Zeit euch zu haben und diese Qualitativ nutzt, ohne zusammen zu ziehen,(wäre halt dann weiter Fernbeziehung) könnte es auch so klappen bis es irgendwann dann besser passen würde oder er dann bereit ist der KM mehr entgegen zu setzen.

      Die Frage ist ja was kannst du und was möchtest du?

    • #381148
      Yogarettetmich
      Teilnehmer

      …und es hetzt euch ja eigentlich niemand. Du kannst dir in Ruhe ansehen, wie sich die Dinge so entwickeln. Vielleicht sagt auch Töchterchen irgendwann, dass sie das WM so nicht mehr will, sie wird ja auch älter und das muss man nochmal neu schauen. Oder KM findet einen neuen Mann und will dann irgendwas umstellen, man weiß es nicht.

      Wie oft seht ihr euch denn im Moment ? Jedes 2. WE von Freitag bis Sonntag ? Oder öfter ?

    • #381236
      Goldmarie_chen
      Teilnehmer

      Hallo liebe Lieschen,

      darf ich einmal fragen, wie oft ihr euch denn jetzt seht? Du sagst unter der Woche gar nicht wegen der Arbeit.

      Und wie verstehst Du Dich mit dem BK? Das wäre ja auch eine wichtige Frage, die mit in die Entscheidung einfließen sollte. Hast Du jemals Alltag mit den beiden zusammen erlebt und kannst abschätzen, was da auf dich zukommen würde, wenn ihr eine Lösung findet, in der ihr dann tatsächlich zusammen wohnt und das Kind jede zweite Woche da ist.

      In der Stadt kosten die Wohnungen natürlich mehr, da hast Du recht. Aber dein Gehalt könnte dort üblicherweise auch entsprechend höher ausfallen, so dass Du vielleicht gar keine finanziellen Einbußen hättest.

      Wenn sich dort ein toller Job ergibt, Du dort in eine Wohnung ziehst und ihr jeden Monat 14Tage zusammen habt, dann ist das doch erstmal mehr als jetzt und zweitens könnt ihr dann schauen, ob Du und er im Alltag gut zurecht kommen.

      Wenn das Kind erst 6 Jahre ist, dann wird er sich in den Kinderwochen doch sowieso Morgens und Abends um das Kind kümmern müssen und da steckt man als Partnerin nunmal leider zurück bis sie im Bett sind. Das ist sicher nicht weil er das wollen würde, sondern weil er neben Pendelei und Arbeit und Kind keine Kapazität frei hat. Das macht Dich nicht automatisch zur Teilzeitfeundin, auch wenn ich das Gefühl natürlich selbst kenne.

      Wenn er, wie Du schreibst, in der Kinderzeit sowieso auf dem Zahnfleisch geht, dann kannst Du wohl in diesen zwei Wochen nichts von ihm erwarten. Da hättest Du dann eher noch den extra gestressten Mann zuhause und würdest im schlimmsten Fall noch auf dem Land hocken. Und daher wäre doch die Zwei-Wohnungen-Lösung für den Anfang nicht zu schlecht?

      Und nur für mich zum Verständnis: was meinst Du mit 10 Tagen jeweils verlängerte Wochenenden. Das klingt so, als würde er vorschlagen, dass er dann das Kind jedes WE hat? Bist Du sicher, dass Du das so auch möchtest?

    • #382041
      Banja
      Teilnehmer

      Lieschen, wenn man sehr verliebt ist, macht man manchmal Dinge, die man im Normalzustand nicht machen würde. Überlege Dir, ob Dir das Zusammenleben mit diesem Mann plus Tochter plus KM in der Nachbarschaft so viel wert ist, dass Du dafür gern Dein Stadtleben aufgeben würdest.
      Wenn ihr Euch entscheidet zusammen zu leben, sollten beide Partner zum Gelingen beitragen. Was wäre sein Einsatz?
      Ich lese heraus, dass nur Du investierst. Und das nicht nur mit einem Umzug und den damit verbundenen Trennungen von Freunden, Job und Großstadtflair, sondern dauerhaft und täglich und für immer. Du hast dann ein fremdes Kind inklusive zickender Ex an der Backe. Und er? Er fühlt sich wohl.

    • #388082
      lieschen
      Teilnehmer

      Vielen Dank euch allen für die vielen Antworten. Ich war die letzten Wochen mal auf Tauchstation, weil ich diese ewige Grübelei nicht mehr ausgehalten habe. Ich bin immer noch ratlos und weiß nicht was ich machen soll. Ich wünsche mir so sehr ein gemeinsames Leben, aber ich denke, dass es dafür wohl zwei braucht, die was dafür tun. Und wahrscheinlich fehlt mir wohl, da ich selber keine Kinder habe, das Verständnis, dass man alles einem Kind unterordnet. Naja, kommt Zeit kommt Rat, hoffentlich.

    • #388093
      Banja
      Teilnehmer

      Hallo Lieschen, schön ist, dass Du reflektiert feststellst, dass zu einer funktionierenden Beziehung zwei gehören. Schade finde ich, dass Du trotzdem den Fehler bei Dir suchst. Es stimmt, Du kannst als Nicht-Mutter nicht verstehen, dass man Kindern alles unterordnet. Dazu möchte ich behaupten, dass das bestimmt nicht alle Eltern tun und dass Du das auch nicht verstehen musst. Man muss nicht alles verstehen. Das ist eben ein Punkt, in dem ihr Differenzen habt. Damit könnte man arbeiten, wenn man möchte.
      Was unternimmt er denn, um ein gemeinsames Leben zu ermöglichen?

    • #388247
      Lafadiel
      Teilnehmer

      Ich muss ehrlich sagen, ich finde diese Formulierungen von wegen das Kind muss an erster Stelle stehen und alles anderes sollte sich ihm unterordnen mehr als schräg. Ich werde mich gewiss nicht irgendeinem Kind unterordnen, auch meinem eigenen nicht, und ich sehe es auch nicht so, dass das Kind, wenn es klein ist, an erster Stelle steht. Natürlich ist es abhängig und seine Bedürfnisse sind einige Zeit dringender zu erfüllen als andere. Es ist hilfloser und braucht mehr Unterstützung. Trotzdem. Übertrieben gesagt, hackt sich mein Partner einen Finger ab, würde ich das Baby schreien lassen, egal wie viel Hunger es gerade hat. Und nur sehr wenige Erwachsene wünschen sich, dass ihnen der Hintern abgewischt wird. Das sind halt andere Dinge in anderen Zeitrahmen aber da steht nicht das eine über dem anderen! Wenn ich abends mit meinem Partner auf der Couch kuscheln möchte und das Kind kommt zum dritten mal aus dem Zimmer getigert und will auch, dann heißt es nein, jetzt sind mal die Erwachsenen dran und Punkt.
      Ich bleibe dabei, nur Eltern, die sich auch um sich selber kümmern, können auch ihren Kindern gerecht werden. Und unterordnen kommt da gar nicht in die Tüte. Es sollten alle Bedürfnisse möglichst realistisch eingeordnet und erfüllt werden, auch die der Erwachsenen. Natürlich ist das mit sehr kleinen Kindern anders möglich als mit größeren. Und der große Kampf ist ja erst mal, immer heraus zu finden, was das kleine Kind jetzt gerade braucht. Und man steckt als Erwachsener auch mal augenrollend zurück – aber dann, weil letztendlich der Wunsch, das Kind glücklich zu sehen, größer ist als das eigene Bedürfnis gerade.
      Aber diese Tendenz, die ich sehr viel beobachte, sofort zu springen wenn das Kind im Sandkasten ruft, jedes Gespräch zu unterbrechen, wenn das Kind an der Hose zupft, durch das ganze Haus zu rennen wenn das Kind in seinem Zimmer ruft, nur das zu kaufen, was das Kind essen möchte, Das ganze Haus, Bett, Garten nach den Wünschen der Kinder zu gestalten, nie eigene Zeit zu fordern, dem Kind jede irgendwie unangenehme Erfahrung möglichst zu ersparen, das finde ich persönlich extrem bedenklich. Die Kinder, wie auch unser BK, wissen zum Teil gar nicht, das Erwachsene auch eigene Wünsche und Bedürfnisse haben und das sie ihnen gar nicht immer, ich nenne es jetzt mal böse „zu Diensten“ sein wollen.
      Auch ich möchte mein Baby nicht unnötig viel schreien lassen und werde selbstverständlich dann springen und mir die Nächte um die Ohren schlagen. Darum geht es gar nicht. Diese Zeit wird aber wieder besser und dann sollte man sich, meiner Meinung nach, um eine ausgewogene Balance bemühen. Wenn nämlich diese Partnerschaft zerbricht, weil das Paar an sich gar nicht mehr existiert und/oder die Elternteile irgendwann jahrelang nur noch auf dem Zahnfleisch gehen, dann ist dem Kind auch mal so gar nicht geholfen. Ich finde es wird so einiges verdreht in der Gesellschaft im Moment und ganz besonders hart ist es im Patchwork.
      Ich habe einige Freunde und Bekannte, bei denen man den Unterschied prima beobachten kann. Die einen leben ihr Leben mit Kind, mit allen erforderlichen Kompromissen und so weiter, aber sie leben trotzdem noch ihr Leben. Die anderen leben ihr Leben nur noch für die Kinder. Ich bleibe dabei, das kann nicht gesund sein, für keinen der Beteiligten. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung. Wollte ich nur mal los werden.

    • #388266
      Tara
      Teilnehmer

      Ich glaube auch nicht, dass diese Beziehungen ewig halten, wenn man die Kinder so zum Lebensmittelpunkt macht. Und Kinder ohne Frustrationstoleranz, weil sie sofort immer alles bekommen, haben es sicher nicht leicht im Leben.

    • #388272
      Regina
      Verwalter

      Da bin ich Eurer Meinung und bin zudem überzeugt, dass dies der Haupttrennungsgrund ist. Weil man nur noch Eltern ist und kein Paar mehr.

      Ich habe ja ein einziges Mal BK Urlaub gemacht. Das war das erste (und einzige) Mal, dass ich in einem Familienclub war.
      Neben BK Themen war die Destruktion, die man dort bei etlichen Familien spüren konnte für mich ein erschreckendes Erlebnis. Da wurde sich nur noch angemotzt, genörgelt, gestritten und ich habe häufig beobachtet, dass Paare nur noch über das Kind miteinander kommunizieren. „Dein Papa soll jetzt endlich mal mit Dir spielen, die Mama will auch mal ihre Ruhe!“
      Der Papa sitzt aber am gleichen Tisch!!

    • #388273
      helen187e
      Teilnehmer

      @Lafadiel
      Ziemlich passend dazu habe ich eben den Artikel „Es wächst eine Generation unfreier Narzissten heran“ gelesen. Von Winterhoff und heute veröffentlicht.

      https://m.focus.de/familie/eltern/familie-heute/michael-winterhoff-im-interview-kinderpsychiater-es-waechst-eine-generation-unfreier-narzissten-heran_id_11620535.html

      • #388323
        Lafadiel
        Teilnehmer

        Sehr schöner Artikel finde ich!

    • #388286
      Anonym
      Inaktiv

      Im näheren bekannten- und Freundeskreis kenne ich es gar nicht, dass man die Bedürfnisse des Kindes über alles stellt.

      das kommt aber vielleicht auch auf die Sichtweise an.
      Mancher hier wird es vielleicht auch komisch finden, dass unsere Jüngste an vier Tagen in der Woche zu Hobbies kutschiert wird und wir Termine drumherum legen.

      Ich kenne viele Eltern, bei denen es etwas gedauert hat, bis sie ihren Kindern mal was zugetraut haben. Ich erinnere mich an eine Nachbarin, die vollkommen entsetzt war, dass meine Tochter schon in der dritten Klasse mit dem Fahrrad zum einkaufen fuhr. Es würde doch erst in der vierten Klasse der „Fahrradführerschein“ gemacht werden…

      Hier bei den KV habe ich manchmal den Eindruck, dass die bis zur Trennung womöglich nicht besonders viel zeit mit dem Kind verbraucht haben und es auch nicht in Kontakt mit anderen Kindern kennen, selber vielleicht gar keinen Kontakt zu anderen Familien haben.
      Und da der Vergleich und der Austausch mit anderen fehlt, können sie ihr Kind gar nicht einschätzen und loben es daher für jeden Pup.

      Nur so meine Gedanken..

    • #388290
      Erein
      Teilnehmer

      Das kann natürlich sein. Wenn ich so überlege, dann ist meine Mutter wegen mir schon viel rumgefahren. Ich habe Klavier gespielt, hatte Querflötenunterricht, Kinderchor und später Mädchenchor. Dann war ich noch 2x die Woche in einer Jugendgruppe. Das war jedesmal schon eine schöne Strecke. Dann habe ich als Jugendliche fast jeden Samstag auf einer Hochzeit gesungen oder als Kellnerin bedient. Keine Ahnung ob sie das gerne getan hat, aber sie hat sich nie beschwert.

      KV kennt das so von seinen Eltern gar nicht und würde daher auch nicht durch die Gegend fahren.

      KV vergleicht seinen Sohn gerne mit der Ex-Stieftochter die er 8 Jahre lang mitaufgezogen hat. Kontakt besteht keiner, obwohl sie ihn Papa genannt hat.
      Er hatte gestern seinen Eignungstest für den Berufssoldaten und da hatte ihn der Psychologe auch nach der Ex-Stieftochter gefragt. Ob KV das nicht schade finden würde. Da hat er ganz klar gesagt das die 8 Jahre mehr unschön als schön waren und ihm nichts fehlt.
      Irgenwie bitter…

      • #388341
        Helena
        Teilnehmer

        @Erein
        Ich glaube nicht, dass ich meine Stieftochter vermissen würde, wenn sie aus meinem Leben verschwinden würde. Ich kenne sie seit sie Baby war. Das bedeutet 2x 8 Jahre!

        Wie meine Gefühle für meine Stieftochter wären, hätte sie nicht immer ihre Mutter im Schlepptau (im übertragenen Sinne), weiß ich nicht.

        • #388348
          Sommerregen
          Teilnehmer

          Irgendwie schon komisch, oder?

          Ich kenne meine BT nun auch seit 5 Jahren beinahe. Und bis auf die letzten Monate gab es immer Kontakt. Vier Jahre von lebte sie sogar bei uns. Trotzdem vermisse ich sie auch gar nicht. Bei mir ist es wie bei deinem KV mit seiner BT @Erein : Es gab einfach mehr Unschönes als Schönes.

          Ich würde behaupten, dass ich jeden anderen Menschen, mit dem ich so viel Zeit verbracht hätte, vermissen würde. Es ist ein bisschen wie ein unliebsamer Arbeitskollege, den man an der Backe hatte und dann nach einem Jobwechsel los wäre.
          Vielleicht hinkt der Vergleich, aber das ist mir spontan eingefallen.

          • #388352
            Sommerregen
            Teilnehmer

            Ich frage mich zwar schon ab und an „Was macht BT wohl gerade?“, „Wie ergeht es ihr jetzt bei KM?“ , aber sende direkt danach ein Stoßgebet zum Himmel, dass KM bloß alles im Griff haben möge und das Kind weg bleibt und nicht doch wieder hier ankommt (und das Drama von vorne losgeht).

          • #388359
            Regina
            Verwalter

            Ich denke, die meisten BM würden ihren BKs keine Träne nachweinen, wenn diese sich plötzlich in Luft auflösen würden.

            Das BK wollte man ja auch nicht, sondern hat es mit dem Mann in den man sich verliebt hat, in Kauf genommen.

            Zudem können wir BMS in der Regel die Erziehung und ganze Prägung des BK nur sehr überschaubar beeinflussen. Das BK ist uns nicht ähnlich und entspricht selten den persönlichen Erziehungsvorstellungen.
            Es bleibt ein fremdes Kind, mit dem wir wenige Gemeinsamkeiten entdecken.

            Und so ein BK hat ja eine KM im Schlepptau. Das war bei mir eigentlich das Thema, was ich mit Abstand am meisten unterschätzt habe, als ich eine Beziehung mit KV eingegangen bin.

            Daher denke ich, es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass man keine innige emotionale Bindung aufbaut.

          • #388362
            Donnaserpente
            Teilnehmer

            Ich kann mich nicht einmal beklagen. KM macht keinen Ärger mehr, die BKs sind liebe, nette Mädchen und mein Mann ist nicht zur KM Marionette mutiert. Trotzdem habe ich sie gezwungenermaßen on top serviert bekommen – und würde sie auch nicht groß vermissen. Aus den Augen, aus dem Sinn.

          • #388366
            Anonym
            Inaktiv

            Ich glaube, dass das eher hier im Forum die Regel ist.

            Ich habe vor 3 Jahren sehr gelitten, als das BK den Kontakt abgebrochen hat.

            Man darf ja nicht vergessen, dass es viele Fälle gibt in dem PW funktioniert, diese BM finden dann eher nicht den Weg hier ins Forum.

    • #388319
      Lafadiel
      Teilnehmer

      Das mit den Hobbies finde ich aber auch wichtig. Und langfristig gesehen eine Entlastung für die Eltern. Soziale Kontakte, eigene Interessen, Selbständigkeit. Herausforderungen meistern und Wettbewerbe. Das lernt ein Einzelkind doch sonst nur in der Schule, wo es dann nicht so richtig freiwillig ist teilweise. Da bin ich eher genervt, dass KV und KM da so wenig Zeit und Interesse aufbringen das Kind mal umher zu fahren. 5x die Woche finde ich auch viel, aber 2x bekommt man ja hin.

      Ich kann deinen KV da verstehen.Ich muss ganz ehrlich sagen, ich arrangiere mich ja mit BK und gebe mir Mühe, aber wenn der ab morgen nicht mehr käme, ich würde ihm keine Träne nachweinen und ganz sicher auch keinen Kontakt suchen, wenn ich mich mal von KV trennen sollte. Auch etwas, das meine Umgebung gesamt null versteht. Meine Mutter letztens auch wieder: „Na, du hast ja dann 2 Kinder!“ Nein, verdammt noch mal, so fühle ich mich überhaupt nicht! Nur weil ich mich bemühe, heißt das noch lange nicht, das ich irgendwie das BK jetzt lieb habe. Ich freue mich, wenn wir gut klar kommen, natürlich, wir leben ja zusammen. Er kann ja nix dafür und ist noch ein Kind, das sehe ich auch. Ich würde mich aber auch um ein Krokodil kümmern, auch wenn das sicher nicht mein liebstes Haustier wäre.
      Aber das wird außerhalb dieses Forums niemals irgendjemand verstehen glaube ich.

      • #388331
        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Eine meiner Kundinnen meinte mal, toll, dass mein Mann schon Kinder hätte. Da bräuchte ich ja selbst keine mehr bekommen.

      • #388345
        Helena
        Teilnehmer

        Der Vergleich mit dem Krokodil gefällt mir. ?

        • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten, 1 Woche von Helena.
    • #388367
      mello
      Teilnehmer

      Ich würde die Beiden, obwohl ich sie gern habe auch nicht vermissen.
      Sie sind eben (leider) für mich einfach zwei kleine Mädchen die richtig oft auf besuch kommen und meine Bude in ein Schlachtfeld verwandeln. Sie haben nichts von mir, die Erziehung liegt mir auch leider gar nicht.

      Gestern redete ich mit KV irgendwie im Zuge dieser ganzen Geldstreitigkeiten darüber, dass ich nicht tausend gebrauchte Teile an Kleidung säckeweise auf Ebay, sondern eine Ordentliche Garnitur an Hosen, Shirts Unterwäsche etc hätte, und auf diese dafür achten würde, sie ordentlich waschen und zusammenlegen, aber es ginge mich ja nichts an, es seien ja nicht meine Kinder.

      Da meinte KV, aber es sind ja deine auch und dass er da ja auch mit meiner Ansicht konform geht und ich da ruhig was sagen darf.
      Dann sagte ich drauf ganz klar….NEIN sie sind nicht meine Kinder, ich bin nicht erziehungsberechtigt und sie haben eine Mutter und es liegt mir daher fern mich da einzumischen.

      Kurz ist mir die Luft weggeblieben, als er meinte sie wären ja auch MEINE.

      Ich empfinde es leider gar nicht so und halt immer noch weniger, wenn wir wieder solchen terz mit der KM haben.

    • #388372
      picasso
      Teilnehmer

      Da ich ja schon im 2. PW lebe kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ich nach der Trennung die beiden Bk nicht einen Tag vermisst habe. ich hatte sehr guten Kontakt zum Älteren BK und ich mochte das damals auch. manchmal erwische ich mich dabei das ich mich frage was wohl aus dem Kind geworden ist. Mittlerweile ist das Kind nämlich erwachsen. Hat es studiert, vielleicht schon Familie. Aber das sind so fragen die ich einfach interessehalber habe. ich würde dennoch keinen Kontakt wollen oder suchen. Würden wir uns zufällig begegnen und erkennen würde ich sicher kurz mit dem Bk reden wollen. M

    • #388375
      Sommerregen
      Teilnehmer

      Anfangs fand ich es noch süß, wenn Leute dachten, BK wäre mein Kind. Wir waren damals auch noch dicker. Sie war jedes zweite WE da und ich hab ein Spaßprogramm veranstaltet. Mir hat das aber auch Freude gemacht. Ich bin selbst sehr aktiv und mir hat es nie was ausgemacht, BK dann mitzunehmen. Klettern, Schwimmen, zum Nikolaus, Shoppen,… Alles gar kein Ding gewesen. Damals war sie 8 (2./3.Klasse). Ihr hat’s gefallen, weil sie eben Unterhaltung hatte. KV fand’s gut, weil ich alles immer geregelt hatte und er eh nur anwesend sein musste. Aber als sie dann bei uns wohnte, wollte man halt immer nur noch zu KM an den WEs. Und ich denke, die Zeit zum „Bonden“ hat uns dann einfach gefehlt. Wir hatten ja ab da nie Freizeit mit ihr. Nie Spaßzeit. Ich schweif ab. Sorry.

      Umso älter sie wurde, umso eher habe ich mich dabei erwischt zu sagen „Ach, ist das Kind meines Freundes, nicht meins“. Das hat angefangen, als sie ca. 10 war (Ende der 5. Klasse/Beginn der 6. Klasse) würde ich sagen. Sie hat sich einfach mitunter aufgeführt wie Graf Rotz und ich wollte nicht, dass das Verhalten mit mir in Verbindung gebracht wird. Ab der Zeit habe ich sie dann auch nicht mehr mit zu meinen Eltern genommen. Das ließ sich ja leicht vermeiden. Sie war ja an den WEs und Ferien eh bei KM.

      Klar, hat man das auch mit eigenen Kindern. Dass man sich schämt. Das muss man dann eben halt aushalten 😀 Aber bei fremden Kindern ziehe ich mir den Schuh nicht an.

    • #388432
      Lafadiel
      Teilnehmer

      Ich mochte das noch nie, für die Mutter von BK gehalten zu werden. Er protestiert dann auch immer vehement. Was ich grundsätzlich nicht schlecht finde. Ich will das nicht. Es ist nicht mein Kind. Ich hatte nur einen minimalen Einfluss auf ihn und mag ihn meistens nicht sonderlich.
      Ich hoffe einfach, einige Dinge selber anders hinzubekommen bei meinem Kind. Bedürfnisse und Grenzen respektieren als großen Oberpunkt. Das habe ich mir fest vorgenommen – mal sehen. Aber woanders geht das auch, das gibt mir immer Hoffnung.

    • #388474
      EineVonVielen
      Teilnehmer

      Mir fällt es immer ganz krass auf, dass ich wirklich keine mütterlichen Gefühle gegenüber BK habe, wenn mir der KV Fotos von ihm schickt. Ich weiß nie was ich darauf antworten soll weil sich alles zu unecht anfühlt. „Wie süß!!!“ oder so würde vielleicht seine Mutter antworten. Mir fällt meist nix ein. Ich brauche ehrlich gesagt gar keine Fotos von BK geschickt zu bekommen. Also wenns nach mir ginge.

    • #388496
      Banja
      Teilnehmer

      Ich habe vor ca 2 Jahren das erste Mal ein Foto von KV mit seinen Bälgern geschickt bekommen. Ich war gerade mit Freundinnen unterwegs und betrunken und da brach es aus mir heraus, dass ich solche Fotos zum Kotzen finde, weil ich erstens nicht danach frage und zweitens keine Fotos von seinen Fehlern aus der Vergangenheit sehen will. Kann er behalten, den Schmarn.
      Ich hätte es nüchtern vielleicht diplomatischer formuliert, aber die message kam an. Denn bis heute habe ich keine Fotos der BK zugeschickt oder gezeigt bekommen.
      Wir Mädels würden es untereinander freundlicher formulieren, aber KV hat verstanden.

    • #388557
      Sommerregen
      Teilnehmer

      @Banja

      Tja 😀 Manchmal ist es auch nicht verkehrt, etwas ungefiltert von sich zu geben. Und KVs brauchen mitunter einfach klare Ansagen.
      Fotos von BK habe ich nie bekommen. Nie.
      KV meinte mal, er hört mich nur ungern von meinem Partner erzählen, der damals verstorben sei. Ich wäre ja vielleicht noch mit ihm zusammen, wäre das nicht passiert. Wir waren damals noch sehr jung, daher wage ich das zu bezweifeln. Ich sagte dann : „Siehste. Und ich seh einfach nicht gern Babybilder o.ä. von BK oder mag Geburtsgeschichten hören. “
      Thema war ab da erledigt. KV hat’s völlig verstanden.
      Babybilder, die in unserer Wohnung mal rumgegeistert sind, habe ich verschwinden lassen. Die hat keiner vermisst. *schulterzuck*


      @Lafadiel

      Ich hoffe auch, dass ich es bei meinen Kindern anders machen kann. Ich habe bei BK erlebt, wie sich dieser starke Medienkonsum (Spielekonsolen, YouTube Videos etc.) auf ein Kind auswirkt, wenn keiner reguliert – oder zumindest beide Seiten nicht konsequent regulieren. Außerdem werde ich zusehen, dass sich mein Kind zumindest EIN Hobby zulegt, um mal rauszukommen, viel mit ihm/ihr unternehmen an der frischen Luft. Meine Mutter hat mich auch oft rumgefahren für Hobbies, zu Freunden. Ich weiß, dass KV BK früher ständig zu irgendwelchen Hobbies fuhr. Wenn dann KM-Zeit war, hat das Kind eben keiner gefahren und irgendwann war’s dann vorbei mit dem Hobby. Trotzdem erdreistet sich KM zu KV zu sagen, dass ihre Tochter ja gar kein Interesse an irgendwas hat und das so schade sei. Also meiner Meinung nach, hat sie da einen fundamentalen Teil dazu beigetragen. Sie hat Aktivitäten des Kinds ja nie unterstützt. „Wenn keine Lust hast, bleibst daheim. Wir können eh nicht fahren“

      Das Schlimmste für mich wäre es, wenn mein Kind ein derartiges interessenloses, fades Geschöpf wird wie BK. Aber ich bin zuversichtlich, dass das nicht so wird. Schließlich könnten die beiden Mütter der Kinder verschiedener nicht sein als ich und KM es sind. 🙂

      • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten von Sommerregen.
      • #388620
        Erein
        Teilnehmer

        Komisch oder? KV hatte ein Kinderbild auf dem Nachttisch stehen gehabt. Stand dann so lange, bis wir renoviert haben. Ich fühlte mich regelrecht beobachtet.
        Ich hatte dann als Ausgleich ein Foto von mir und meinen Schwestern im Wohnzimmer hingestellt. Das wiederum fand KV komisch, auch als ich BKs Foto daneben gestellt habe.

        KV selber reagiert sehr empfindlich wenn es um meine alten Fotos geht. Ich darf noch nicht mal ein altes Foto von mir als WA Bild nehmen oder posten. Das schürt direkt Ängste bei ihm. Auch wenn nur ich drauf bin. Er denkt dann immer das ich die alten Zeiten vermisse.

        Als mein Ex mir einen Stick mit unseren Australienfotos zuschickte, wollte KV die nicht mit mir anschauen. „Vorher sortierst du bitte alle Bilder vom Ex aus, sonst gucke ich mir die nicht an.“

        BK fand die Bilder super. Waren auch Unterwasservideos vom schnorcheln drauf. Und einen Vogel in der freien Wildbahn, der eine Rolle gemacht hat.
        Nicht nur KV hat eine Vergangenheit, sondern ich ja auch.
        Jetzt nach der Renovierung hängen nur Fotos von uns aus der aktuellen Zeit. Ich hätte kein Problem vom BK ein Bild aufzuhängen, aber nur von jetzt. Mal abgesehen das er keine vernünftigen Babyfotos hat. Das haben seine Eltern irgendwie schon versäum.

        Er war schon traurig, als meine Schwestern da waren und ich denen viele Fotos und Videos von denen zeigen konnte und von ihm gab es sowas nicht.

    • #388635
      Sommerregen
      Teilnehmer

      Ja, ist schon paradox.
      Bei uns haben sie Schwierigkeiten, sich mit unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen, die ja rein abstrakt ist und nur aus Erinnerungen besteht. Wohingegen wir mit deren Vergangenheit mitunter unter einem Dach leben müssen, während sich KV regelmäßig mit KM (nochmal ein Teil ihrer Vergangenheit) streitet.

      Von meiner BT gibt’s auch kaum Babyfotos – ganz zu schweigen von Bildern, als sie langsam älter wurde. Auch eine Sache, die ich bei meinem Kind anders mache. ich bin jetzt nicht der große Selfie-Fotograph und genieße lieber den Moment, als immer nur fotographierend mit dem Handy rumzurennen. Aber bei Kindern ist es schon schön, wenns da ein paar Alben gibt. 🙂

    • #388642
      Erein
      Teilnehmer

      Das ist es ja. Auch wenn sie nicht streiten,, muss man sich regelmäßig austauschen und sie sind Bestandteil und bekommen viel von unserem Alltag mit.

      Das positive an Patchwork ist: Man weiß definitiv was man nicht möchte.
      Ich bin auch kein Selfietyp, filme aber gerne Kinder oder mache Fotos. Ich habe so schöne tolle Momente gefilmt und bin echt stolz drauf. Ich habe auch noch alle Videos die meine Mutter mal gemacht hat und mir zugesendet hat. Da sind auch welche von mir. Da bin ich ihr schon dankbar.

      Ich Finde BK grundsätzlich nicht schlecht. Er hat paar Eigenschaften die ich an ihn schätze. Er ähnelt in vielen Belangen KV. Dazu gehört seine Eigenständigkeit. Er hat kein Problem sich wo fremdes zurecht zufinden oder auch Leute ohne Schüchternheit anzusprechen. Im Umgang mit Tieren ist sehr verantwortungsbewusst.

      KV und ich sind gegensätzlich, so sind auch BK und ich gegensätzlich.
      Bei einem eigenen Kind erhoffe ich mir tatsächlich auch paar Eigenschaften aus meiner Familie. Ich habe eine musikalische Früherziehung bekommen und fand das super. Meine Hobbys hat meine Mama immer unterstützt und hat noch heute Zeichnungen von mir hängen.

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