Es fühlt sich alles "unfair" an

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    • #343021
      Tabularasa
      Teilnehmer

      Guten Tag Ihr Lieben,

      heute morgen noch dachte ich, dass ich mal eine vernünftige Anlaufstelle für meine Fragen, Sorgen und Wut bräuchte und tatda, da bin ich auf Euer Forum gestoßen. Hier fühle ich mich schon jetzt richtig.
      Wie alle hier, bin auch ich eine Patchwork Mama. Ich (40) bringe 2 Kinder, aus 2 vorherigen Ehen mit und lebe seit nun 3 Jahren mit meinem Partner zusammen, der ebenfalls 2 Kinder aus erster Ehe mitbrachte. Seine Kinder leben 400 km entfernt und bei uns lebt nur meine Tochter. Mein Sohn lebt bei seinem Vater, ich zahle Unterhalt. Genau wie mein Partner – er zahlt Mindesunterhalt, obwohl er damit unter seinen Selbstbehalt kommt. Wurde Gerichtlich so festgelegt. Es gibt sogar einen Titel, weil sein Anwalt eine Frist nicht eingehalten hat. Ein Drittel seines Gehaltes geht an die Kinder. Rechtlich spricht dagegen auch absolut nichts – es steht ihnen ja zu. Ironisch ist nur, dass ihm meine Anwesenheit im Haushalt als Vorteil ausgelegt wird, sprich, er hat durch mich angeblich weniger Kosten alleine zu tragen (deshalb unter dem Selbstbehalt). Tatsächlich arbeite ich derzeit (unfreiwillig) Teilzeit und muss ebenfalls Unterhalt bezahlen. Dieser wurde jedoch vom Jugendamt „wohlwollen“ ausgelegt, da ich ja Vollzeit arbeiten „könnte“. Man rechnet mir aber wohl die Versorgung meiner Tochter (10) an (für Sie erhalte ich auch Unterhalt vom KV). Es gab bei mir keine Gerichtliche Verhandlung über den Unterhalt.
      All das wäre noch irgendwie zu verkraften. Jedoch kommen die Kosten für die Abholung seiner Tochter (400km pro Strecke) in allen Ferien aber auch noch dazu. Diese belaufen sich so rund auf 120Euro pro Tour. Mal ganz abgesehen vom Verschleis des Fahrzeugs und dem zeitlichen Aufwand. Die KM will uns aber absolut nicht einen Meter entgegen kommen. Sie hat die Entfernung zwischen Vater und Kinder gebracht. Klage kann noch nicht erhoben werden, da die Anwältin uns darauf hingewiesen hat, dass wir die Prozesskosten tragen müssen, wenn wir verlieren. Dafür ist leider absolut kein Polster mehr da. Ist also derzeit zu risikoreich für uns. So hart es klingt.

      Mein Sohn bekommt von mir die BahnCard plus die jeweiligen Tickets finanziert. Ausserdem erhält er natürlich auch noch Taschengeld und ich kaufe ihm gelegentlich wenn ich kann Kleidung. Schließlich möchte man seinem Kind ja auch mal was schenken können. Eine Unternehmung letztes Wochenende hat uns schlappe 120 Euro gekostet, da wir ihn und seine Freundin mal in einen Escape Room eingeladen haben. Die erste Aktivität dieses Jahr. Ich weiß, es hätte ja auch was anderes sein können, aber es gefällt ihm besonders gut.

      Wenn man sich all das betrachtet und dann vor der Tatsache steht, dass man steuerlich nicht als Familie abrechnen darf, dass ich Steuerklasse 1 habe, obwohl mein Partner und ich nicht verheiratet sind, aber auch nicht gemeinsam veranlagen dürfen, Fahrtkosten dürfen nicht geltend gemacht werden für den Umgang mit dem Kind. Ich finde all das ist eine riesengroße Ungerechtigkeit, denn uns als Zweitfamilie bleibt quasi nichst mehr übrig, um auch mal in Urlaub zu fahren. Jede Unternehmung bedeutet Einschränkung am anderen Ende. Und glaubt mir, der Besuch des Escape Rooms ist eine absolute Ausnahme. Ich bin mittlerweile eine Künstlerin darin geworden aus nichts etwas zu machen und ohne Geld Spaß zu haben. Das ist auch grundsätzlich nichts schlimmes. Aber ich fühle mich ungerecht behandelt. In einem weiteren Thema, würde ich mir gerne all die anderen Dinge auch mal von der Seele schreiben. Ich weiß nicht mehr wohin mit meiner „Wut“ auf die Nachteile einer Zweitfamilie. Ich liebe meinen Freund über alles und das ist der einzige Grund, warum es bis hier her funktioniert hat.
      Bis hier hin erstmal danke fürs Zu(lesen)hören.
      Tabularasa Mama

    • #343069
      Bonusmum
      Teilnehmer

      Ich kann dich absolut verstehen und habe Respekt vor eurer Patchwork-Familie. Wie ich hier schon oft gesagt habe, finde ich das Unterhaltsrecht mehr als renovierungsbedürftig. Genauso finde ich es bedenklich, dass das Ermessen der Richter derart unterschiedlich ausgeübt wird. Bei manchen werden die Finanzen des neuen Partners überhaupt nicht beachtet, bei anderen – so wie bei dir – wird ihm das zu seinem Nachteil ausgelegt.
      Dass mit den Fahrtkosten ist bei uns auch ein Thema. Mutter hat Entfernung geschaffen und Papa soll zahlen. Zurzeit funktioniert es noch außergerichtlich und sie hat sich erbarmt, eine Strecke davon zu übernehmen. Sein Anwalt hatte ihn aber mal dahingehend beraten, dass die Fahrtkosten vom Unterhalt teilweise abgesetzt werden können, wenn sie eine große Mehrbelastung darstellen und unzählige andere Punkte erfüllt sind. Gesamtsituation entscheidend. Wir haben dahingehend aber nichts veranlasst, weil man auch an einen Richter geraten könnte, der meinen Freund dazu verdonnert, die komplette Strecke an beiden Tagen zu übernehmen. Habe auch von Urteilen gelesen, dass 200 km einfach dem Vater zumutbar sind.

      Letztendlich wirst du ohne Anwalt usw. nichts an der Situation ändern können, auch wenn ich absolut verstehen kann, warum du dich aufregst!
      Ich verstehe z.B. nicht warum du Unterhalt zahlen musst? 1 Kind lebt ja beim Vater, die Tochter bei dir. Kenne das nur so, dass in der Situation jeder für sich selbst verantwortlich ist und die jeweiligen Kosten allein trägt.

      „Mein Sohn bekommt von mir die BahnCard plus die jeweiligen Tickets finanziert. Ausserdem erhält er natürlich auch noch Taschengeld und ich kaufe ihm gelegentlich wenn ich kann Kleidung. Schließlich möchte man seinem Kind ja auch mal was schenken können.“
      Das ist doch alles mit der Unterhaltszahlung abgedeckt? Ich kann verstehen, dass du auch deinen Sohn unterstützen willst, aber wenn du so viele Sonderausgaben zusätzlich zum Unterhalt freiwillig leistest, kommt man natürlich schwerer über die Runden.

      • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monaten, 3 Wochen von Bonusmum.
    • #343073
      Tabularasa
      Teilnehmer

      Hallo Bonusmum,

      danke für deine Rückmeldung. Es ist wirklich schwierig, als Zweitfamilie finanziell zurecht zu kommen. Meine Tochter, welche bei mir lebt, hat einen anderen Papa als mein Sohn. Daher die Unterhaltsverpflichtung an meinen Sohn.
      Ich würde es wirklich begrüßen, wenn sich in diesem Fall die Politik um eine Lösung bemühen würde. Zweitfamilien müssen eine gerechte Chance auf ein entspannteres Leben bekommen. Damit meine ich nicht nur die finanzielle Seite. Es gibt so viele Steine im Weg, manchmal hat man einfach keine Puste mehr, alles an zugehen und aus dem Weg zu räumen, nur um ein einigermaßen anständiges Leben zu führen.
      Es ist frustrierend.
      Es tut mir auch wirklich leid, dass ich diese Seite geradezu überflute mit Beiträgen, aber ich bin so leer gesaugt von Geldsorgen, Organisationsstress, Übergriffigen Eltern und Großeltern, dass ich manchmal keinen Sinn mehr sehe, diese Energie dafür aufzuwenden. Mir tun meine eigenen Kinder manchmal so leid, weil sie so viel zurück stecken mussten. Und immernoch müssen.

      • #343090
        Bonusmum
        Teilnehmer

        Sorry, dass mit den 2 Vätern hatte ich überlesen!

    • #343076
      Daniela75
      Teilnehmer

      „Ich verstehe z.B. nicht warum du Unterhalt zahlen musst? 1 Kind lebt ja beim Vater, die Tochter bei dir. Kenne das nur so, dass in der Situation jeder für sich selbst verantwortlich ist und die jeweiligen Kosten allein trägt.“
      -> da muss das Geld in beide Richtungen fließen. Das gleicht sich leider nicht aus. Wir haben einen ähnlichen Fall. KV zahlt Unterhalt an KM und darf den Unterhalt, der ihm zustehen würde nicht davon abziehen. Sie muss es überweisen. Passiert aktuell leider nicht.
      Und Bahncard wird vermutlich bezahlt, da der gerichtlich der Elternteil die Kosten für den Umgang zahlen muss, der den Umgang hat. So kenne ich es zumindest.
      Ungerecht ist es. Ich werde auch sehr gut prüfen lassen, ob die irgendwie an mein Geld kommen, wenn wir zusammenziehen oder gar heiraten sollten. Dürfte bei uns nicht der Fall sein, aber sicher ist sicher.

    • #343079
      Erein
      Teilnehmer

      Sie hat doch geschrieben das die Kinder von ihr unterschiedliche Väter haben und sie deswegen für ihren Sohn Unterhalt bezahlt. Ihre Tochter hat damit ja nicht zu tun.

      • #343097
        Daniela75
        Teilnehmer

        das habe ich erst hinterher gelesen, aber selbst wenn nicht, muss das Geld in beide Richtungen fließen.

        • #343102
          Erein
          Teilnehmer

          Für ihre Tochter erhält sie ja vom anderen KV Unterhalt

    • #343082
      Tabularasa
      Teilnehmer

      ..Daniela75 ja genau, wer den Umgang hat zahlt (bzw. fährt). Laut Anwältin muss die KM zwar einen Teil des Unterhalts dazu aufwenden, den Umgang zum Kindsvater zu erleichtern, aber sie macht es einfach nicht.Sie sagt, sie hat kein Verkehrstüchtiges Auto, fährt aber mit eben diesem in die Schweiz, Holland und Italien. Sie kommt damit durch. Mein Sohn, der schon groß ist, kann mit der Bahn fahren. Er wohnt auch „nur“ 60km entfernt. manchmal holen wir ihn ab. Auf unsere Kosten.

      Was das prüfen angeht: bevor wir heiraten irgendwann einmal, werden wir mit der Anwältin alles prüfen lassen.

      Das Haus in dem wir leben, gehört der Mutter meines Freundes. Wir zahlen den Kredit sozusagen mit der Miete ab. Verkaufen will sie es uns nicht. Ich bin also offiziell nur Mieterin. Wenn ihr was passiert erbt mein Freund das Haus. Wenn ihm was passiert stehe ich auf der Straße. Ich habe kein Recht darauf. Wenn er es erbt und ihm passiert etwas, bekomme ich nichts, seine Kinder alles. Alles was ich investiere ist weg. ich stecke viel Zeit, Liebe und Geld in dieses Haus, versuche unserer Familie eine richtige Insel zum erholen zu bieten. Wenn ich ihn auf meine Zukunfs misere anspreche, will er immer was schriftlich festhalten. Ich frag mich, was er da festhalten will. Ich fühle mich sehr alleine und ausgenutzt. Mir ist auch vollkommen klar, dass seine Mutter es nicht an uns verkaufen will, weil sie nicht möchte, dass ich ein Recht auf dieses Haus habe. Ich würde fast wetten, dass sie ein Testament verfasst hat, indem sie das Haus ihren Enkeln vererbt.

    • #343083
      Ellischreck
      Teilnehmer

      Bei manchen werden die Finanzen des neuen Partners überhaupt nicht beachtet, bei anderen – so wie bei dir – wird ihm das zu seinem Nachteil ausgelegt.

      Hi Bonusmum,

      Tabularasas Finanzen sind unerheblich. Der Fakt des Zusammenlebens schmälert den Selbstbehalt (auch ihren). Das ist immer so. Es geht nur darum, dass gesparte, da geteilte Strom-, Heiz-, Wasser- und Internetkosten quasi 1:1 an die Kinder geht. Um eine solche Höhe, naja etwas weniger, handelt sich der Unterschied in etwa.

      Tabularasa, dass es Dich mit dem fiktiven Einkommen getroffen hat (arbeitest nur Teilzeit, wirst aber Vollzeit berechnet, weil du theoretisch könntest), ist natürlich blöd und macht die Situation unentspannt. Weshalb arbeitest du nur Teilzeit? Wäre ein Arbeitgeberwechsel hier eine Möglichkeit? Wie oben gesagt, spielt Dein Einkommen für KVs Selbstbehalt keine Rolle, sondern einzig die Tatsache, dass Ihr zusammenlebt. Wenn Du also einen Vollzeitjob ergattern könntest, hättet Ihr deutlich mehr Geld im Haushalt, da keine weiteren Abgaben an Kind und Kegel.

      KV könnte vielleicht auch einen besser bezahlten Job annehmen? Vollzeit bei Selbstbehalt ist wirklich sehr, sehr wenig. Oder hapert es bei ihm an der Qualifikation?

    • #343091
      Tabularasa
      Teilnehmer

      Hallo Ellischreck,

      es ist genau so wie du sagst, es geht nicht um mein Einkommen sondern Kostenteilung der Lebenskosten.
      Nein, derzeit ist ein Arbeitgeberwechsel nicht möglich, da ich aufgrund einer Förderung an meinen Arbeitgeber gebunden bin. Der AG kann sich aber kein Vollzeit leisten. Ich bin noch einige Zeit gebunden. Aber glaub mir, sobald ich kann, werde ich eine VZ Stelle suchen. Meine Suche im letzten Jahr war leider erfolglos. Da war ich froh, überhaupt Arbeit zu haben.
      Mein Freund verdient auf seiner Stelle sehr gut. Ein Wechsel würde quasi keine Einkommensänderung bringen. Zudem, da er nur Mindestunterhalt zahlt, bringt eine Lohnerhöhung nichts. Diese würde ja dann laut Düsseldorfer Tabelle angehalten werden, wonach er noch mehr Unterhalt zahlen müsste. Bringt also auch nichts. Da ich kein Auto habe und Schicht, finde ich keinen Nebenjob. Beworben habe ich mich auf viele, dann hören die Arbeitgeber, kein Auto, da kann ich nicht und Kind hab ich auch noch und das wars. Wir sparen an allen Ecken und Kanten ein was geht. Erstellen Kochpläne, Einkaufslisten, sparen mit LED und Energiesparlampen, pflanzen viel selber an. Manchmal bin ich wirklich am Ende meiner Kräfte. Wir drehen wirklich jeden Euro dreimal um. Geld, welches wir z.b. zum Geburtstag oder so geschenkt bekommen, nutzen wir um uns Polster aufzubauen oder etwas abzuzahlen (er hat ja auch noch Schulden aus der Vorbeziehung mitgebracht, die wir gemeinsam ab bezahlen)
      Manchmal ertappe ich mich dabei auszurechnen, wie es mir finanziell gehen würde, wenn ich mit meiner Tochter alleine wäre.Und ich ertappe mich dabei, dass ich es der Ex nicht gönne, dass sie trotzdem sie und ihr neuer mann studieren 3 x im Jahr (das ist keine Übertreibung sondern wirklich ein Fakt) in Urlaub fahren kann. wie machen die das? wir können noch nicht mal ein Wochenende weg fahren.

    • #343121
      Shrekine
      Teilnehmer

      Mein Sohn bekommt von mir die BahnCard plus die jeweiligen Tickets finanziert. Ausserdem erhält er natürlich auch noch Taschengeld und ich kaufe ihm gelegentlich wenn ich kann Kleidung. Schließlich möchte man seinem Kind ja auch mal was schenken können.

      Du zahlst Unterhalt, damit musst du Taschengeld und Bekleidung nicht extra leisten.
      Wenn die Bahncard für die Wahrnahme des Umgangs ist, ok. Fährt er damit in die Schule oder zur Arbeit, wäre es Aufgabe des Vaters, diese Kosten aus dem Unterhalt zu bestreiten.
      „Mal was schenken“ kann man ja…zum Geburtstag, zu Weihnachten… Aber nicht solche monatlichen Kosten. Jedenfalls nicht, wenn das Geld knapp ist.

      • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monaten, 3 Wochen von Shrekine.
      • #343195
        Tabularasa
        Teilnehmer

        Nein, die Bahncard nutzt er sowohl um mich zu sehen als auch für Fahrten zum Vergnügen. Taschengeld knappse ich mir für ihn deshalb ab, weil ich ihm wenigstens etwas geben möchte. Es ist nicht viel, aber ich möchte, dass er seine Freundin wenigsten mal einladen kann.

        • #343211
          Anonym
          Inaktiv

          Sorry, aber das würde ich dem Jungen nicht noch mitgeben, das überholte Denken, dass Männer ihre Frauen einladen müssen.

          Wenn es finanziell gerade eng ist, dann geht das eben nicht. Es sei denn, dass sie ihn genauso einlädt, aber dann sind seine Extrakosten ja plus minus 0.

          Dass du in deiner finaziellen Situation noch Bahncard, Taschengeld,Bahntickets und Kleidung finanzierst finde ich etwas übertrieben.
          mal was schenken ist das in meinen Augen nicht.

    • #343214
      Anonym
      Inaktiv

      Im Gegensatz zu den anderen sehe ich das hier nicht als Klassisches „neue Familie“ Problem. Problematisch bedeutet für mich, wenn man gemeinsame neue Kinder hat und die hinter dem ersten Kind immer zurückstecken müssen. Das ist aber bei euch nicht der Fall.

      Du hast Kinder, die auch Väter haben und hast das mit dem jeweiligen Männern bezüglich des Unterhaltes geklärt.

      Dein Partner hat Kinder und zahlt diesen Unterhalt. Dass er dabei, wenn er mit jemanden zusammenlebt unter den Selbstbehalt fallen kann, haben wir hier ja schon rauf und runter diskutiert. Vielleicht erscheint einem das ungerecht, aber es ist ja tatsächlich so, dass er Kosten spart und diese nun benutzt werden um den Mindestunterhalt sicherzustellen.
      In meinen Augen ist nicht diese Regelung das Problem, sondern dass ihr einfach recht wenig verdient, für so viele Kinder und er offensichtlich nicht besonders gut anwaltlich beraten ist.

      An anderer Stelle habe ich dir schon auf die Aussage geantwortet, dass er bei einer Gehaltserhöhung alles für die Kinder aufwenden müsste. das stimmt so nicht.

      • #343352
        Tabularasa
        Teilnehmer

        Naja, also mein ganz subjektives Gefühl, dass ich in unserer Situation empfinde, sehe ich als großes Problem an. Wir sind sehr knapp finanziell aber weder er noch ich verdienen für unsere Region schlecht. Die Aussage, dass es erst kompliziert wird wenn man dann auch noch eigene gemeinsame Kinder hat empfinde ich um ehrlich zu sein als vermessen. Denn WIR haben uns entschieden in diese Struktur und ohnehin schon finanziell enge Situation kein Kind zu setzen. Das war eine sehr emotionale und schmerzende Entscheidung. Also bitte sei mit solchen Aussagen etwas behutsamer. Was die Meinung angeht dass seine Gehaltserhöhung weg ist, da er nur mindestunterhalt zahlt ist eine anwaltliche Berechnung und verzeih mir bitte, der vertraue ich mehr als einer Forum Meinung. Du darfst dir sicher sein, dass wir uns gut beraten lassen bei allem was wir tun.
        Sicher spart man beim Zusammenleben in einer normalen Situation Geld. Keine Frage, aber dafür ist in unserem Fall eine neue „Kostenstelle“ durch Patchwork entstanden. Unter anderem die Fahrtkosten. Die interessiert leider in der Rechnung keinen. Ich bin der Meinung, dass du das etwas zu allgemein siehst. Aus deinem Schreibstift heraus würde ich auch darauf tippen, dass du „die andere Seite“ bist und dich deshalb durch meine Aussagen angegriffen fühlst.

        • #343452
          Anonym
          Inaktiv

          Wie kommst du darauf, dass ich mich angegriffen fühle?
          Ich habe nur meine Meinung zu deinem Thema gesagt und dir dazu ein bisschen was über Unterhalt nach Düsseldorfer Tabelle erklärt und dass da irgendwas bei euch nicht stimmen kann. Dazu braucht man keinen Anwalt, sondern muss einfach nur in die Düsseldorfer Tabelle schauen, die man bequem im Internet findet. Ich bin mir also alles andere als sicher, dass ihr gut beraten seid.

          Du bist es die angreift, indem du persönlich wirst und mir irgendetwas unterstellst. Was soll das bitte sein, „die andere Seite“.

          So leid es mir auch tut, ihr verdient nicht gut genug um die Kinder und euch finanzieren zu können, ohne dass es finanziell knapp wird.

          Daher sehe ich euer Problem auch nicht darin, dass ihr Patchwork lebt. Wenn ihr nicht zusammenwohnen würdet, hättet ihr wahrscheinlich noch weniger zur Verfügung.

          Bei euch ist eher das Problem, dass ihr, wie viele anderen unterhaltspflichtigen Eltern auch, noch zusätzliche Zahlungen leistet zum Unterhalt, wenn Umgang mit den Kindern ist.
          In deinem Fall sind das in meinen Augen wirklich Luxuszahlungen an den Jungen.
          Im Falle deines Mannes ist die Frage, wie oft er die Abholungskosten hat und ob diese Überhaupt berechtigt sind, wenn die KM die Distanz geschaffen hat. Die Kosten hängen ja nicht unbedingt mit Patchwork zusammen, sondern mit der Trennung von der Mutter.

          • #343455
            Tabularasa
            Teilnehmer

            Ich glaube du liest nicht richtig: die Düsseldorfer Tabelle findet keine Anwendung bei ihm, solange er keine Gehaltserhöhung erhält. Er ist unter dem Selbstbehalt, weil wir zusammen leben – Patchwork. Ich bekomme die Steuerklasse 2 nicht anerkannt, weil wir zusammen leben – Patchwork. Was meine „Luxusleistungen“ an meinen Sohn angehen, weiß ich nicht so richtig wo das Luxus ist. Ich habe, bewusst, keine Zahlen genannt. Aber gut, es ist ja, wie du zu Recht sagst, deine Meinung.

          • #343463
            Tara
            Teilnehmer

            Wenn Du Unterhalt zahlst, dann soll der Vater doch davon Taschengeld zahlen? Oder denke ich da falsch?

          • #343499
            Anonym
            Inaktiv

            Du kannst es noch so oft schreiben: trotzdem findet die Düsseldorfer Tabelle auch dann Anwendung, dann zahlt er eben das was er hat über den abgesenkten Selbstbehalt. Dann zahlt er aber auch nicht den Mindestunterhalt und ja, dann kann es sein, dass bei einer Gehaltserhöhung alles an die Kinder geht. Wäre ja auch richtig, irgendwer muss die ja finanzieren.
            das gilt aber nicht für jegliche weitere Gehaltserhöhung. Das haben andere hier auch schon erklärt.

            Ja, er ist unter dem Selbstbehalt- weil er durch das Zusemmenleben mit dir Geld spart – Vorteil durch Patchwork.
            Ja, du hast keine Steuerklasse 2, weil due durch das zusammenleben Geld sparst und Unterstützung hast – Vorteil durch Patchwork.

    • #343366
      Vindur
      Teilnehmer

      Ich kann das gut nach vollziehen. Ich habe auch ein Kind mit in die Beziehung gebracht, mein Sohn bekommt kein Unterhalt. Mein Mann Mann hat aus seiner vorherigen Beziehung auch einen Sohn. Umgang gestaltet sich schwierig, KM ist mit dem Kind ziemlich weit weg gezogen und mein Mann war so dumm, hat sich damals alles gefallen lassen. Er muss BK holen und bringen. Gestaltet sich auch sehr schwierig, da er in Schichten und auch am Wochenende arbeitet. KM ist Zuhause, sieht es aber nicht ein, BK wenigstens mal eine Strecke zu bringen. Am Anfang war ich auch immer so blöd, hab für BK Sachen gekauft (er kam immer an wie ein Lumpen Sack), Schuhe (die waren immer zu groß oder viel zu klein), immer musste was tolles unternommen werden usw. Nun war es so, dass KV schwer an Krebs erkrankt ist und nach anderthalb Jahren Krankenhaus und Reha, sich beruflich einschränken mußte. Es sieht natürlich finanziell auch nicht so gut aus, hab mir mittlerweile angewöhnt für BK so viel zu machen, danken tut’s eh keiner. Die Sachen hat Else übrigens prinzipiell hinterher bei eBay verkauft, zum nächsten Umgang kam BK wieder in alten Klamotten. Es bringt einfach nichts. KM lässt nicht mit sich reden, egal um was es geht. Ich hab auch schon oft gedacht, es war ein Fehler KV zu heiraten, aber auf der anderen Seite liebe ich ihn über alles und nach dem was dieser Mann alles durch hat stehen wir das auch zusammen durch. Denk immer daran, irgendwann sind die BKs alt genug, Unterhalt fällt weg und mit den blöden Zimmerlinden müssen wir uns dann auch nicht mehr rum ärgern ?

    • #343371
      Tara
      Teilnehmer

      Klamotten, die ich kaufe, würde ich bei mir behalten.

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