Das rote Tuch-Thema „Kind“

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    • #273995
      Free13
      Teilnehmer

      Hallo ihr Lieben, ich lese viel mit und habe selbst so viel zu erzählen. Ich habe so viel Respekt, Mitgefühl und Verständnis für euch bzw. uns alle. Ich merke auch immer wieder, dass wir alle eigentlich ähnliche Themen mit den BKs (und Vätern) haben. Viele von euch raten dazu mit den Vätern zu sprechen, an einem Strang zu ziehen, mit ihm darüber zu reden, wie wir uns als Stiefmutter fühlen… etc. Ich denke auch, dass der Vater die hauptsächliche Verantwortung trägt und viel dazu beitragen könnte, wie das Miteinander abläuft. Leider sind Gespräche mit meinem Partner über sein Kind und einfach alles was damit zusammenhängt nicht möglich. Er kann nicht mit Kritik umgehen, sieht sich selbst eben nicht in besagter Verantwortung für das Miteinander und die Erziehung des Kindes (das Kind ist ja eh so arm und so toll&nicht, dass er dann nicht mehr kommen möchte usw), schreit mich an, ignoriert mich, blockt ab, alles ist gut an dem „armen“ Jungen und ich bin grundsätzlich die Böse. Ich habe kein Mitspracherecht, soll an den Kind Tagen aber auch noch glücklich sein, die Zeit schön finden und einfach zu allem ja und Amen sagen. Und da ich das so nicht kann, bin ich die, die das Kind ablehnt. Alles in allem haben sich die Situationen mittlerweile so zugespitzt und ich mich dem Ganzen nicht mehr aussetzen möchte , dass ich meine Wohnung verlasse und mich gezwungen fühle zu gehen, wenn der Junge da ist.
      Ich fühle mich auch unwohl, wenn das Kind da ist und wie – viele von euch kennen – wie eine Fremde in meinem eigenen zu Hause! Es ist nicht nur die Situation mit dem Kind, die dann schwer, anstrengend, nervig usw ist, sondern hauptsächlich auch, dass mein Partner mich so schlecht behandelt, wenn der Junge da ist oder es nur um ihn geht. Und dann lese ich, wie es euch allen geht mit den Kindern und muss sagen, dass ich einfach auch nur so fühle, wie es viele andere Stiefmütter tun und dass es normal und o. k. ist! Ich könnte das ganze viel weiter ausführen, aber das würde den Rahmen sprengen… Alles in allem geht es mir sehr schlecht mit der Patchwork Situation und das liegt hauptsächlich daran, dass es mit dem Vater so schlecht läuft, wenn es um das Kind geht. Und all das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Zeit der Beziehung, in der das Kind nicht da ist. Langsam habe ich keine Kraft mehr für diesen Kampf gegen Windmühlen.
      Meine Fragen an euch sind nun: Haben eure Partner ein offenes Ohr für euch? Interessieren Sie sich, wie es euch mit der Situation geht? Drohen sie euch mit Trennung? Erwarten Sie von euch, dass ihr sein Kind behandelt, freudig erwartet und liebt, als wäre es euer eigenes?
      Wird bei euch auch die „Du lehnst mein Kind ab-Karte“ gespielt bei jeder Kritik oder nur genervt sein? Könnt ihr über Themen, das oder die Kinder betreffend miteinander sprechen? Ist euer Partner auch ein ganz anderer Mensch, wenn seine Kinder in der Nähe sind? Wie ihr vielleicht bemerkt, bin ich am Ende mit meinem Latein und habe auch langsam die Hoffnung verloren. Denn wenn nur einer an der Beziehung arbeiten will, reicht das halt nicht um gerade so eine herausfordernde Situation zu meistern…
      Danke fürs Lesen und liebe Grüße

    • #274006
      Neva
      Teilnehmer

      Liebe Free, wie schon in dem anderen Beitrag beschrieben, habe auch ich die gleichen Probleme und finde keine Lösung. An sich hat mein Partner ein offenes Ohr und ist auch besorgt, es bringt aber rein gar nichts, wenn am Ende wieder nur die ach so armen Kinder berücksichtigt werden. Dann ist man automatisch die Böse. (Die doch eigentlich genau wusste worauf sie sich einlässt und dann doch nicht plötzlich ein Problem mit den Kindern haben kann!)
      „Soll an den Kind Tagen aber auch noch glücklich sein, die Zeit schön finden und einfach zu allem ja und Amen sagen. Und da ich das so nicht kann, bin ich die, die das Kind ablehnt.“ Das kann ich genau so unterschreiben. Ich kann nicht so tun, als wäre das Wochenende toll, wenn ich ständig mit den Tränen kämpfen muss. Mein Freund fragt dann ständig, was denn los ist, aber was soll man denn sagen? Dass man sich wünscht, dass die Kinder sofort weg wären und man endlich Zeit füreinander hätte? Das ist ja das Problem. Man hat Sorgen, ist unglücklich und kann nicht darüber reden, weil das automatisch bedeutet, dass man es gegen die Kinder des Partners hat. ?

    • #274032
      Kara
      Teilnehmer

      Hi ihr beide,
      ihr habt etwas dagegen, dass die Kinder da sind also warum so tun als sei es anders?
      Ich stehe dazu, dass ich mich nicht wohlfühle, wenn der Sohn meines Partners da ist. Das heisst nicht, dass ich es dauernd erwähne. Und das heißt auch nicht, dass er nicht kommen kann. Anfangs habe ich das runtergespielt, aber das hat mich nur noch unglücklicher gemacht.
      Ihr wollt nicht die Bösen sein? Wenn euch jemand dazu machen will, seid ihr es egal was ihr tut. Wichtig was ihr über euch denkt. Fühlt ihr Euch schuldig wegen euer Gefühle? Also ich nicht (mehr). Es ist wie es ist.
      Das was mich wirklich gestört hat, hat sich größtenteils geändert. Wenn die Partner zu keinen Änderungen bereit sind, macht es finde ich keinen Sinn. Es war auch bei uns nicht leicht, erforderte viele Gespräche, aber inzwischen werden normale Dinge an Kinderwochenden erledigt, keine super extra Menüs mehr gekocht, nicht mehr in der Früh aufgesprungen weil das Kind vielleicht schon wach sein könnte und vieles Ähnliches mehr.
      Also ein Partner mit dem man nicht mal darüber reden kann, ginge für mich gar nicht. Ich rate dazu sich bestimmte konkrete Verhaltensweisen zu wünschen, anderes ist für viele Männer zu abstrakt. Was braucht ihr denn, um Euch wohler zu fühlen?
      LG Kara

    • #274087
      Sommerregen
      Teilnehmer

      Guten Morgen ihr Lieben,

      mein Freund ist in der Hinsicht echt super. Er hört mir zu und ist eigentlich die Meiste Zeit sogar meiner Meinung. Trotzdem gibt es Momente, in denen mir Konsequenz bei ihm fehlt und auch das Engagement irgendwie – mit ihr zu lernen und eben die Dinge zu machen, die KEINEN spaß machen. Aber ich sage da nichts mehr, weil ich mir damit meine Nerven oft kaputtgemacht habe. Aber alles in allem sagt mein Partner schon, dass er es nicht einsieht, dass unsere Beziehung kaputtgeht wegen seiner Tochter. Das Kind müsse wissen, wie man sich unterordnet, ich habe genauso viel zu sagen, wie er etc. Klar, mich nervt schon trotzdem vieles – aber so ist es erträglich.

      Es gab mal eine Situation , da hat die Kleine mich wegen einer Mathenote belogen und ich hatte mit ihr tagelang gelernt auf eben diese Probe. Zum Einen musste ich mir dann anhören, ich wäre im Lernen zu streng (“ Du führst dich auf wie eine böse Stiefmutter“), zum Anderen war ich „herzlos“, weil ich wegen der Lüge natürlich sauer war!!!! Ich muss sagen, dass ich daraufhin gegenüber meinem Partner wirklich ausgeflippt bin. Seitdem lerne ich auch nicht mehr mit dem Kind. ich habe es auch seiner Mutter erzählt, die vollstes Verständnis für mich hatte und meinte, an meiner Stelle würde sie da auch nichts mehr machen. Das Kind hätte es so gut gehabt, dass jemand mit ihr lernt und „der Depp von meinem Sohn“ (O-Ton) gibt dann solche Sprüche von sich…

      Naja, man muss sich halt immer wieder vorhalten, dass es nicht unsere Kinder sind und dass ist gut so.

      Wenn du dich so extrem unwohl fühlst, dann sollte dein Partner was ändern. Das ist so kein Zustand und auch erzieherisch absolut falsch, immer vom „armen Kind“ zu sprechen. Denn dann wird es sein ganzes Leben lang eine Erwartungshaltung an seine Umwelt haben, die niemand erfüllen kann/will. Die Männer müssen verstehen, dass man auch durchaus mal sauer , genervt und traurig sein kann und das nicht direkt bedeutet, dass man das Kind ablehnt. ich kenne leibliche Mütter, die weinten im Badezimmer, weil es ihnen mit ihren eigenen Sprösslingen zu viel wurde! Da hat aber plötzlich jeder Verständnis?
      Man merkt eben immer wieder, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.

    • #274109
      Sonnenblume1
      Teilnehmer

      Hallo Free!
      Das ist für viele sicherlich ein heikles Thema. Auch bei uns.
      Auch mit meinem Mann ist es schwer, sich wirklich über die Gefühle auszutauschen. Das braucht Zeit. Ich würde da am Ball bleiben. Wenn wir so gar nicht zueinander kommen, schreibe ich ihm manchmal meine Gedanken auf. Das hilft. Er bekommt dann ein Mail von mir. Ohne Vorwürfe, ganz in Ruhe, meine Empfindungen.
      Am Anfang hat mein Mann auch gehofft, seine Kiddys und ich werden mal ganz dicke. Patchwork wie in der Margarine-Werbung.. Aber auch das haben wir hinter uns gelassen. Für mich sind seine Kinder Menschen, die ich zwar akzeptiere und auch wertschätze, aber lieben tue ich sie nicht. Er ist er und seine Kinder sind seine Kinder. Sie haben einen anderen Charakter, einen anderen Horizont, andere Einstellungen, andere Ziele und Wünsche. Und diese decken sich nicht mit meinen. Ich möchte, dass wir respektvoll miteinander umgehen, mehr erwarte ich nicht. Das habe ich recht früh klar gestellt. Seitdem klappt es besser.
      Kritik an seinen Kindern ist per se IMMER Kritik an ihm. So empfindet er das. Und das führt immer mal wieder zu Streit. Ich werde versuchen, dieses Problem in Zukunft so zu lösen, dass ICH zu den Kindern sage, wenn MICH etwas stört. Ich erwarte nicht, dass er meine Meinung dann teilt, aber ich erwarte, dass er mir nicht in den Rücken fällt. Sicherlich wird das dazu führen, dass ich Dinge sage, die er sich nicht traut zu sagen. Von denen ich jedoch genau weiß, dass er es ähnlich sieht. Aber damit muss ich leben. Ich möchte für meine Bedürfnisse in dieser Konstellation grade stehen. Und dazu gehört nunmal, dass ich dem Geschmatze am Tisch, den umherliegenden Unterhosen und den Haarbüscheln im Waschbecken den Kampf ansage 😉

      Wenn die Kinder da sind, verhält sich mein Mann mir gegenüber eigentlich nicht anders. Das war von Anfang an so. Ich glaube, dass er nonverbal den Kindern sagt, das ist meine Frau und ich habe mich für sie entschieden. Und das verstehen die Kinder, wenn auch manchmal zähneknirschend.

      • #274112
        Sommerregen
        Teilnehmer

        Hallo Sonnenblume,

        ja, die Erfahrung dass Kritik am Kind irgendwie Kritik am KV für ihn bedeutet, mache ich auch immer wieder. Aber tatsächlich lebte mein BK die ersten 9 Jahre ihres Lebens bei der KM, sprich sein erzieherischer Einfluss beschränkte sich auf jedes zweite WE. Und was will man da schon reißen?! Deshalb ist das meinerseits gar kein Affront auf ihn.

        Generell ist das aber ein universelles Phänomen.
        Meine Freundin (40) hat auch eine Tochter (20) und ist mit einem neuen Partner verheiratet. Der kotzt sich auch regelmäßig bei mir drüber aus, dass er nichts gegen das Töchterchen sagen darf, ohne dass meine Freundin ausflippt. Und ich als Außenstehende muss sagen, dass er dem „Kind“ ( kann man in dem Fall ja nicht sagen, aber bleiben wir mal dabei) wirklich versucht hat, Strukturen und Disziplin zu verinnerlichen. Und dann immer ausgebremst wurde… Das ist sehr schade, denn ihre Tochter kommt nicht auf die Beine – Schulden, unselbstständig , zieht nichts durch etc. Man merkt, dass ihr ein autoritäres Elternteil gefehlt hat ( ihren leiblichen Dad kennt sie nicht persönlich) . Meine Freundin ist keine schlechte Mutter – um gottes willen – aber will eben immer die „Coole Mom“ oder „die beste Freundin“ ihrer Tochter sein. Ich halte das nicht für den besten Ansatz.

        Also dieses Problem haben viele – auch durchaus Stiefväter..

        • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 8 Monaten von Sommerregen.
        • #274123
          Erein
          Teilnehmer

          Das stimmt! Mein Partner war auch 8 Jahre lang Stiefvater und fand es furchtbar. 😀

    • #274114
      Free13
      Teilnehmer

      Erstmal danke für eure Reaktionen!
      Mein Partner verhält sich deutlich anders mir gegenüber, wenn das BK da ist. Fairerweise muss ich sagen, dass ich auch nicht mehr so sein kann, wie ich bin, wenn er nicht da ist. Klar – für mich ist diese Zeit wie erwähnt auch alles andere als schön. Und so ergibt sich dann wohl auch diese Dynamik, die sich über die Jahre leider noch verschlimmert hat.
      Leider kann man mit ihm nicht über die Themen reden. Alles wird als unberechtigter Angriff empfunden. Ich habe ihm auch schon des Öfteren Briefe geschrieben, in denen ich mich erklärt habe und manche Themen angesprochen habe. Keine Reaktion. Außerdem habe ich in den letzten Jahren oft versucht darüber zu sprechen, aber… gänzlich sinnlos. Ich habe den Stempel der Bösen auf. Ich lehne das Kind ab – Punkt. Er hat sich schon etliche Male von mir getrennt (zumindest verbal). Wie soll ich denn das Kind (Thema) als „was Gutes“ empfinden?! Bei uns wird das gesamte Thema mittlerweile einfach totgeschwiegen und die Beziehung steht unter keinem guten Stern – da eben nicht nur die Patchwork Thematik so furchtbar ist, sondern auch die Kommunikation über Probleme wirklich schlecht läuft oder bzw. einfach nicht stattfindet. Wie gesagt: Friss oder Stirb.

      Und wie du sagtest, Sommerregen, es wird mit zweierlei Maß gemessen.
      Gegen die „heile Welt“, die dem BK vorgegaukelt wird, bin ich machtlos und natürlich bin ich in diesem Konstrukt dann auch ein unangenehmer Störfaktor, da ja für meinen Partner, das BK und die KM das alles so in Ordnung wäre… Nach deren Belangen wird ja ausgerichtet und der „arme“ Bub wird ohnehin mit Samthandschuhen angefasst. Wenn nicht, erpresst er seinen Vater (natürlich auf eine Art und Weise wie es Kinder tun) damit, dass er sonst nicht mehr kommen möchte. Was mir Recht wäre, aber daran wäre dann auch wieder ich Schuld und meinem Partner würde es weh tun und die KM lässt sich ihre Freizeiten auch nicht nehmen.

      Besonders interessant finde ich auch deinen Beitrag, Kara. Ja, du hast Recht – wir wollen die Kids auch eigentlich nicht da haben. Aber für solche Gedanken wird man ja absolut verurteilt und hat eben direkt den „Du lehnst das arme Kind ab“ – Stempel auf. Ich habe durch die Verurteilung meines Partners und auch der Gesellschaft tatsächlich oft das Gefühl, dass ich deshalb „böse“ bin oder wir uns deshalb wirklich besser trennen sollten – wenn ich den Erwartungen an meine Rolle wohl nicht gerecht werden kann und meine Bedürfnisse und Werte in dieser Konstellation abgewertet werden. Was ich alles in den Jahren ausgehalten und getan habe, wird nicht gesehen. Es wird nur bewertet, wenn man genervt ist, sich unwohl fühlt, etc.
      Es ist wirklich ein Drama und so traurig. Man opfert sich jahrelang auf und trägt das alles mit – egal ob man sich intensiv mit kümmert, jedes Mal dabei ist oder nicht und zum Dank gibt es eine Verurteilung und Ablehnung meiner Person.

      • #274179
        Kara
        Teilnehmer

        Meine Freundinnen verstehen mich da, ich wurde noch nie deswegen verurteilt. Sie verstehen, dass es unangenehm ist regelmäßig jemanden zuhause zu haben, den ich nicht eingeladen oder mir ausgesucht habe. Die Besuchszeiten geben es vor, das ist einfach ein Zwang. Und warum ist das Kind arm? Ich behandle ihn stets respektvoll, er fühlt sich wohl bei uns. Also da soll mir einer erklären, warum ER arm sein soll?
        Die Eltern haben ihre Beziehung verbockt, also wenn irgendwer Schuld an der Situation hat, dann die beiden.
        Und wenn wer meint ich sei böse, weil ich zu meinen Gefühlen stehe, dann bin ich es halt. Ich finde viel schlimmer sich zu verstellen.
        Natürlich wünschen sich die Männer wir wir würden ihre Kinder lieben, aber es würde doch auch niemand verlangen man müsse seine Schwiegermutter lieben. Respektvoller Umgang muss sein, aber mehr kann man nicht erwarten.

    • #274132
      Felika
      Teilnehmer

      Hallo Freel3,

      so wie du es beschreibst war es bei uns zu Anfang auch. Vor dem Töchterchen durfte nicht gestritten werden, er hat mir immer wieder klar gemacht das sie an erster Stelle steht und das ihre Bedürfnisse super wichtig sind. Er hat mich ab 18 Uhr nicht mal mehr vom Bhf abgeholt, wenn das Kind da war, das wäre zu aufwühlend für sie vorm schlafengehen … selbst bei strömendem Regen. Nun hat er den Salat. Vorher war ich dem Kind gegenüber neutral, heute nervt mich einfach alles. Er hat die Eifersucht selbst geschürt. Er am Anfang keine Kritik am Kind akzeptiert und alles persönlich genommen, es endete immer im völligen Drama inkl. ich packe meine Sachen…Es hat sich mit den Jahren gebessert, vielleicht weil ich auch mittlerweile weiß wie ich die Kritik verpacken muss oder wie ich etwas anbringen muss – so drehen das er denkt es wäre seine Idee 😀
      Mittelweile haben wir auch ein gemeinsames Kind und ein Haus und vieles was er neben mir verlieren würde, er ist mittlerweile Kompromissbereiter. Was ich mir aber immer noch anhören muss ist: du bist immer so schlecht drauf wenn meine Tochter kommt. Ja warum wohl.Aber das darf ich auch nicht, dass Kind soll sich hier rund um Wohl fühlen, geliebt,akzeptiert usw.er macht mir auch noch oft den Vorwurf ich sei dafür verantwortlich, dass sie sich nicht willkommen und bei uns fühlt und ob ich sie denn nicht vermisse, wenn sie nicht da ist – schwierig schwierig… Manche Dinge kann man gut steuern … zb. Kommunikation von Kritik aber seine Gefühle, dass geht für ein Tag vielleicht gut aber immer so tun als wäre man glücklich das, dass Kind da ist? Nein, die halbe Woche mich verstellen kann ich nicht. Ich glaube den Vätern fehlt es an Akzeptanz, dafür das deren Kinder nicht für jeden die tollsten, schlausten, süßesten Kinder sind. Die man am liebsten den ganzen Tag um sich hätte…

      Dein Partner tut sich selbst keinen Gefallen damit, dich hinten anzustellen oder Dinge tot zuschweißen. Die Väter haben es eigentlich fast komplett in der Hand wie es läuft und wie man das BK annimmt – als Nebenbuhler oder als einen ebenbürtigen Mitbewohner.

      Ps: Mich würde das auch enorm stören, wenn mein Partner auf mal einen super Draht zur Ex hätte… sprichst du das nicht an? oder wird er dann auch direkt laut?

      • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 8 Monaten von Felika.
    • #274142
      Free13
      Teilnehmer

      Also Streiten tut er vor seinem Kind schon. Wie oft er schon die Kontrolle verloren hat, weil ich wieder mal nicht so happy mit der Situation war, wie er meinte, dass ich sein müsste. Und schreit dann rum, so dass es das BK auch mitbekommt und unser Hund Angst hat. Also da bin ich eher die, die die Fassung behält und wo es mir auch so leid tut – am meisten um meinen Hund, aber auch um das BK.
      Zu sagen, dass das Kind/die Kinder an erster Stelle stehen halte ich ohnehin für super schwierig. Wer möchte schon an xter Stelle stehen? Aber darüber wurde hier ja auch schon viel gesprochen.
      Tut mir leid, dass dein Partner das sogar mehrfach ganz klar so zu dir gesagt hat.
      Ich sehe es auch so, dass die Väter maßgeblich dran beteiligt sind, dass die Eifersucht gefüttert und eine Ablehnung geschürt wird. Eben wenn man das Gefühl hat, dass die kleinen Quälgeister immer über einem stehen, nie etwas falsch machen und niemals nerven oder sonstiges. Was totaler Blödsinn ist – denn Kinder sind nun mal anstrengend und auch oft nervig. Selbst die eigenen. Aber mein Partner ist so einer, der kann nicht mal das zugeben – dazu ist sein schlechtes Gewissen zu groß und sein Stolz (oder was weiß ich)…
      „Ich glaube den Vätern fehlt es an Akzeptanz, dafür das deren Kinder nicht für jeden die tollsten, schlausten, süßesten Kinder sind. Die man am liebsten den ganzen Tag um sich hätte…“
      Genau das ist der Punkt, denke ich auch.
      Und das ach so tolle Verhältnis zu der Mutter des BKs habe ich schon oft angesprochen, aber auch da keinerlei Verständnis, Ablehnung, laut werden und eigentlich nicht viel dazu gesagt. Außer, dass es ja MEIN Problem ist, dass ich damit nicht gut klarkomme und dass das auch so bleibt.

    • #274151
      Bibbi
      Teilnehmer

      Hallo ,
      leider ist das Thema Kritik an BK auch bei mir ganz schwierig. Ich möchte natürlich nicht, dass BK (8Jahre) sich abgelehnt fühlt und deshalb bemühe ich mich sehr, die Wochenenden über offen und liebevoll auf sie zuzugehen. Plane Aktivitäten mit, spiele mit ihr, etc aber das fällt mir zusehens schwerer. Meine Vorstellungen von respektvollen Umgang miteinander sind einfach anders. Das bei meinem Mann anzusprechen, ist ein heikles Thema. Er hört mir zwar zu, doch ist er auch sehr schnell selbst gekränkt; auch wenn ich betone, dass mir klar ist, dass man an 2 Tagen Wochenende einfach nicht so riesigen Einfluß auf die Erziehung des BK hat wie die KM es hat.
      Ich mache ihm keine Vorwürfe, sondern versuche darauf hinzuweisen, was mir aufgefallen ist und was mich stört. Das Argument „Du hast ja keine Kinder. Kinder sind halt so“ kommt oft. Das BK ist trotzdem die tollste, liebste, schlauste.. auch wenn sie gerade wie eine wahnsinnige rumschreit und extrem beleidigend wird. Uns Stiefmütter fehlt hier einfach die rosarote Brille, die wohl viele Eltern aufhaben, wenn es um den eigenen Nachwuchs geht. Versucht man dann ganz nüchtern aufzuzeigen, dass gerade etwas in die falsche Richtung läuft, wird man ganz schnell in die Rolle der bösen Stiefmutter geschoben. Finde das extrem frustrierend, habe aber leider noch keinen Ausweg gefunden.
      Zur Wochenendbespaßung ist man gut genug, über die dauernden patzigen Antworten und teilweise rotzfreches Verhalten des BK soll man hinwegsehen (‚Kinder sind halt so’… Nein, sind sie meiner Meinung nach nicht; nur Prinzesschen ist halt so), aber bitte ja nicht kritisieren. Das arme Trennungskind muss mit Samthandschuhen angefasst werden, aber wie soll es dadurch sich später im Leben zurechtfinden? Ich sage mir oft, dass es in der alleinigen Verantwortung der Eltern liegt, das BK zu erziehen und versuche etwas Abstand zu nehmen. Schont meine Nerven und die Beziehung zu meinem Mann.
      Ich hoffe einfach, dass es sich mit der Zeit etwas bessert.
      Sorry fürs Frust ablassen, aber ich finde es schön, hier eine Gemeinschaft gefunden zu haben, in der man sich verstanden fühlt.

    • #274201
      Tara
      Teilnehmer

      „Das kann man nur verstehen, wenn man selbst Kinder hat“ oder „Du hast ja keine Kinder“ konetere ich je nach Gernevtheitsgrad mit „Ich kann aber tortzdem denken“ oder „Wenn ich Kinder wollte, hätte ich welche“ aus.

      • #274305
        Sommerregen
        Teilnehmer

        Dieses „Das kann man nur verstehen, wenn man selbst Kinder hat“ oder „Du hast ja keine Kinder“ – Geschwätz ist einfach nur ein Totschlagargument, wenn ihnen sonst nichts einfällt. Das habe ich bei meinem abgestellt.

        Ich habe mich früher sehr in die Erziehung eingebracht und irgendwann kam tatsächlich „Du bist ja nicht ihre Mutter!“ Das hat mich verletzt, Natürlich bin ich das nicht, aber ich habe einiges getan und mir dann so einen Spruch vor die Füße zu knallen, ist das Allerletzte.

        Es gab mal die Situation, dass die Kleine hätte auf eine wichtige Probe lernen sollen und was macht mein Freund – geht mit ihr Lebensmittel einkaufen!! Dann habe ich das angesprochen, er hätte ja auch kurz alleine in den Laden gehen können und das Kind zum Lernen daheim lassen , dann kam “ SORRY, wenn ich mit meinem Kind Zeit verbringen will!!!“ Mädels, das kann er von Montag bis Donnerstagabends und er beschäftigt sich nie groß mit ihr. Da hatte der Herr keinen Bock das Lernen zu übernehmen und hat mir das dann an den kopf geknallt. denn was hätte ich darauf sagen sollen?

        Ich bin dann die nächsten zwei Wochen darauf jeden Abend zum Sport oder zu Freunden bis er mal meinte, ob wir nicht mal wieder abends zu Zweit / Dritt verbringen wollen – seine Tochter jeden Abend alleine zu nehmen, hatte ihn bis zu dem Punkt schon sehr genervt , habe ich nur gesagt “ Du, ich will nur dass du auch sicher genug Zeit mit deiner Tochter verbringst!“….;) Die Diskussion kam nie mehr auf. Die Sprüche auch nicht.

        Generell ist es immer gut (zumindest bei meinem) ihn von Zeit zu Zeit mal ordentlich auflaufen zu lassen. Das – gepaart mit einer gewissen Gleichgültigkeit, da es ja nicht MEIN Kind ist – ließ mich viel ruhiger werden. Auch dieses Forum hat mir sehr geholfen zu merken, dass ich kein Unmensch bin, wenn ich mal Nein sage oder nicht immer bei Happy-Family mitmachen will…

        • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 8 Monaten von Sommerregen.
        • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 8 Monaten von Sommerregen.
    • #274326
      Sonnenblume1
      Teilnehmer

      Kritik am BK ist bei uns, wie gesagt, immer Kritik an ihm.
      Aber wenn ich mich selber beobachte,… so muss ich dennoch kurz mal sagen…
      Kritik an meinem eigenen Sohn kann ich auch schwer so ganz von mir weisen. Er ist 15. Also in einem Alter, wo man ihn für sein Handeln durchaus verantwortlich machen kann. Doch ich ertappe mich oft dabei, ihn verteidigen zu müssen. Mir fehlt da die Objektivität, aus einer gewissen Distanz zu beurteilen, was er so tut.
      Daher sehe ich das durchaus zweischneidig. 😉

    • #274542
      mello
      Teilnehmer

      Ich kenne diese Thema auch sehr gut leider. Ich kämpfe sehr mit meinem schlechten gewissen, was mein empfinden den kindern meines partners gegenüber betrifft. Für mich ist absolut klar, dass ihm seine kinder wichtig sind und ich habe zu anfang auch gerne mitgemacht bei freizeitaktivitäten, konnte mich aber dank getrennten wohnens auch gut zurückziehen. Seit eineinhalb jahren leben wir zusammen und ich finde die kinderzeit extrem ansrengend und freue mich halt nicht drauf wenn sie kommen. Die kinder sind lieb aber er denkt dann wenn die kinder da sind dann muss er aufkochen und ihre wäsche waschen und ihnen jeden wunsch erfüllen. Zusätzlich will er auch an den kindertagen immer die pflichten zu hause unterbringen, da er an seinen freien tagen lieber seinen hobbies nachgehen will. Das sieht dann wie folgt aus: er kommt heim, kocht den kindern was, dann dürfen sie tv sehen, am sofa naschen obwohl wir von anfang an sagten gegessen wird nur bei tisch, da wird natürlich gepatzt, dann wäscht er natürlich an dem tag wäsche weil die kinder brauchen ihr gewand, der wäscheständer steht dann auch im wohnzimmer aus ermangelunv eines anderen platzes. Der teppich beim sofa ist vollgebröselt und wenn ich dann um halb 9 heim komme ist er dabei die kinder schlafen zu legen und das geschirr steht am esstisch und in der küche rum, die sofapölster liegen am boden in den bröseln und die küche ist voll vo dreckigen töpfen, der geschirrspüler voll. Und dann bin ich extremst sauer. Und hasse es zu hause. Die ganze wohnung ist eine baustelle und seine meinung dazu ist : er macht die wichtigen dinge und wegräumen ist nicht wichtig. Ich sage : wenn die kuds da sind und du es dann nicht schaffst einen haushalt zu machen, mach toasts, wasch die wäsche an den 20 tagen im monat an denen sie nicht da sind, halte dich an unsre regeln und iss am esstisch nicht am sofa…..langer rede kurzer sinn. Ich mag nichtmehr teilnehmen in der kinderzeit, weil ich nicht putzfrauund bedienstete und spaßmaschine bin. Und er merkt das und es gefällt ihm nicht denn obwohl alle väter sagen sie erwarten es nicht, tun sie es doch, dass man ihre kinder liebt. Ich kann seine kinder mögen, aber nicht auf diese spezielle weise lieben. Er mag meine schwester beispielsweise aber wenn sie jedes 2te we bei uns wäre von fr. Bis mo. Dann wäre das bestimmt auch anstrengend für ihn. Bringt man dieses beispiel kommt die “ kinderkarte“, “ das kann man nicht vergleichen“ so quasi …das sind meine kinder die sind das wichtigste der welt. Für ihn ja und das darf er auch so leben. Aber nicht für mich. Aber das darf man nicht sagen. Und obwohl ich weiß ich tue viel und geb mir mühe nagt das gefûhl an mir ein svhlevhter mensch zu sein, weil ich mittlerweile oft was vor habe wenn sie kommen. Er darf jede zeit mit ihnen haben. Ich nehme ihm keine zeit aber ich erfülle seine erwsrtung an mich einfach nicht. Weil ich es nicht kann

    • #274572
      Leah
      Teilnehmer

      Liebe free,

      in einer Situation wie du sie beschreibst, haben in erster Linie die Männer ein Problem. Sie sind mit der Situation nicht im Reinen. Fühlen sich schuldig ihren Kindern und oft auch noch ihren Exfrauen gegenüber. Und haben wahrscheinlich grundsätzlich nie gelernt mit Kritik umzugehen, weshalb sie jede Kritik sofort als Angriff auf ihre Persönlichkeit empfinden. Und irgendwie haben sie wahrscheinlich (unbewusst) gehofft, wenn sie sich eine neue Frau suchen, werden sich ihre eigenen Defizite schon auflösen. Und damit sind die Frauen dann die Bösen, wenn das nicht funktioniert. Oder wenn die Frauen es dann auch noch wagen, Ansprüche zu stellen.
      Das bringt dir jetzt natürlich nicht viel, weil es dir im Umgang mit deinen Partner auch nicht weiter hilft.
      Bei uns war das zum Glück nie so, dass mein Mann solche Dinge sagte wie „die Kinder sind die Nummer eins“ oder gar mit Trennung gedroht hat. Das habe ich übrigens schon an anderer Stelle im Forum geschrieben. Wer mit Trennung droht und das mehrmals, meint das in der Regel nicht ernst. Sondern es ist eine Mittel, um den anderen gefügig zu machen. Und das nennt man emotionale Erpressung. Das hat nur mit Macht zu tun und nichts mit Liebe. Für mich geht das gar nicht. Da reagiere ich komplett allergisch drauf. Wie gesagt: So etwas hat mein Mann nie gemacht. Und ich konnte auch von Anfang an mit ihm diskutieren. Auch er hat sich am Anfang gewünscht, dass wir eine Happy Patchworkfamily werden aber ich denke, der Wunsch ist auch legitim. Mittlerweile hat er aber auch verstanden, dass das derzeit nicht funktioniert. Und ich kann auch mit ihm über meine Gefühle reden, ohne dass er sich sofort angegriffen fühlt.
      Dir in deiner Situation etwas zu raten, ist nicht einfach. Grundsätzlich würde ich mich an deiner Stelle wahrscheinlich schon fragen, ob dein Partner der Richtige für mich ist. Denn wenn er so verbohrt und stur ist, wie du schreibst, wird es schwierig. Denn ihn kannst du nicht ändern. Was ich allerdings erfahrungsgemäß sagen kann: Wenn es eine Chance gibt, auch bei ihm etwas zu bewegen, dass nur, wenn DU eine ganz klare eigene Haltung entwickelst. Wenn du dich nicht von ihm erpressen lässt (mit Trennung etc.). Wenn du dir überlegst, was für dich in der Beziehung lebbar ist und was nicht und das dann auch klar kommunizierst und es auch so durchziehst. Wenn du klare Grenzen setzt und an ihnen festhältst. Es kann zwar sein, dass er damit dann gar nicht klar kommt und es erst recht kracht. Es kann aber auch sein, dass sich bei ihm dann etwas bewegt.

      Alles gute für dich

      Leah

    • #274633
      Free13
      Teilnehmer

      Ja, bei dem, was du geschrieben hast, gebe ich dir absolut Recht, Leah. Auch das mit der emotionalen Erpressung ist mir schon länger bewusst. Eigentlich weiß ich auch, dass es keinen Sinn mehr macht, weil mein Partner einfach nicht „mitmachen“ möchte. Und ich möchte das alles so auch nicht mehr mitmachen. Ich hab aber auch Angst vor den Reaktionen und frage mich wie genau ich Grenzen setzen soll. Trotz des Wissens um all das ist es so schwer „Konsequenzen“ zu ziehen. Mein Herz hängt sehr an ihm. Denn wenn wir alleine sind, haben wir schöne und harmonische Zeiten. Aber all das immer auszublenden funktioniert halt nur solang, bis das BK wieder da ist oder Thema werden muss.
      Ich finde es auch richtig auffällig und blöd wie der Partner in Gegenwart des Kindes (oder wenn es nur darum geht) zu einem ganz anderen Menschen wird. Aber auch diesen Wechsel kennen ja viele von euch.

      Liebe Mello, auch dich kann ich gut verstehen – ich freue mich auch nicht auf die BK Zeit, leider ganz im Gegenteil. Alles ist auf das BK und dessen Bespaßung ausgerichtet. Auch mein BK wird nie dazu aufgefordert sich mal alleine zu beschäftigen (und zwar nicht mit TV – obwohl mir das auch egal ist – Hauptsache er ist mal in seinem Zimmer für eine Zeit lang „aufgeräumt“), das Rumgegammel auf der Couch im Wohnzimmer, mit den dreckigen Füßen auf die Couchkissen, popeln, ständig Finger im Mund, selbst aufräumen kommt er von alleine nie drauf und dazu aufgefordert wird er auch nicht – denn das könnte BK ja nicht in den Kram passen. Das macht alles Papa für ihn. Alles, was dem armen Jungen unangenehm sein könnte, wird sowieso von ihm fern gehalten. Abends am Wochenende länger aufbleiben wird nun auch immer mehr, weil er das bei der Mutter darf und mein Partner nicht „der böse Papa“ sein will wird das toleriert und als ich angesprochen habe, dass sie das machen können, wenn ich nicht da bin und ich es nicht brauche, dass BK abends so lang wach ist, war ich direkt wieder die Böse. Ich weiß, dass es normal ist, dass Kids durch das älter werden auch länger auf bleiben wollen, aber für mich ist das super schwierig, da ich zumindest abends meine Ruhe und Paar-/Erwachsenenzeit haben möchte.

    • #274719
      Kaktus258
      Teilnehmer

      Free, ich fühle ich an den BK Wochenenden ähnlich wie du anfangs beschrieben hast. Mein Freund hat auch teilweise Probleme, vor dem Kind zu mir als Partnerin zu stehen (Körperkontakt z. B.) und verhält sich anders mir gegenüber.

      Zu deinen Ausgangsfragen: „Meiner“ bemüht sich, mich zu verstehen, zu trösten und erwartet nicht von mir, dass ich das BK liebe oder umsorge. Die Situation groß ändern kann er natürlich nicht, aber meistens fühle ich mich halbwegs verstanden mit meinen Sorgen. Umgekehrt bemühe ich mich, ihm entgegenzukommen und ihn zu verstehen. Ich glaube, ohne gegenseitiges Entgegenkommen, Verstehen und Kompromisse eingehen wären wir nicht mehr zusammen.
      Mit Trennung gedroht hat er mir nie, ich ihm auch nicht- ich für meinen Teil habe aber phasenweise ernsthaft drüber nachgedacht… Wenn er mir nur Vorwürfe machen würde, wäre ich gegangen. So haben wir uns wieder zusammen gerauft.

    • #274720
      Kaktus258
      Teilnehmer

      Was Erziehung usw. angeht, halte ich mich komplett raus. In einer konkreten Situation, die mich unmittelbar betrifft, sage ich dem BK auch mal was (bisher glaube ich 3x) und bin sehr froh, dass mein Partner dann hinter mir steht. Da ist er wirklich super!

      Wie Sonnenblume schon schrieb, respektvoler Umgang miteinander, mehr erwarte ich nicht, nicht von mir aber auch nicht vom BK.

      Ich gehe auch, wenn ich mich an den BK Wochenenden unwohl fühle. Dann sieht mich mein Freund mal 3 Tage wenig, das findet er zwar nicht gut, aber da muss er dann widerrum mit leben. Andererseits bemühe ich mich schon, ihm gegenüber nicht ständig über die Situation zu jammern oder ihm ein schlechtes Gewissen zu machen. Oder mache mal kleinere Dinge für BK (also eigentlich für meinen Freund und unsere Beziehung), über die sich mein Freund freut. Dann ist er verständlicherweise auch nicht gleich auf 180, wenn ich dann mal wegen BK schlecht drauf bin. Also ein Stück weit versteck ich dann schon, wie ich mich fühle. Wobei es mir mittlerweile auch deutlich besser geht als noch vor einem halben Jahr.

    • #348420
      Tini
      Teilnehmer

      ich stöbere hier gerade mal im Forum rum und bin bei diesem Thema hängen geblieben…
      Der Text beschreibt so ziemlich meine Situation momentan und ich würde mich gerne einfach mal „kurz auskotzen“.
      KV und ich sind noch nicht wahnsinnig lang zusammen, etwas über einem dreiviertel Jahr. Am Anfang war alles super, wie das so ist. Das er eine Tochter (12) hat, hat er mir direkt gesagt und obwohl ich es immer tunlichst vermieden habe jemandem mit Kind zu daten, hat es einfach so gut gepasst, dass ich mich drauf eingelassen habe. KV ist alleinerziehend. BK lebte anfangs in der Woche bei KVs Vater und am WE bei ihm. Ich habe BK recht schnell kennengelernt und BK wir kamen eigentlich immer gut klar. Seit einigen Monaten ist BK jetzt so begeistert, dass KV wieder eine Frau an seiner Seite hat, dass sie nun immer bei KV bleibt. Also auch in der Woche. Und seither geht die Beziehung zu KV immer weiter den Bach runter. Ich fühl mich in eine Situation geschoben die ich so nicht will… Wir sind in meinen Augen einfach noch nicht lange genug zusammen als das ich KV jetzt schon jeden Tag mit BK teilen will. Es findet nahezu garkeine Paarzeit mehr statt. BK hat auch keine Hobbys oder Freunde, wenn am Wochenende geplant ist irgendwas zu machen, ist gleichzeitig immer klar, BK ist dabei. Und wir unternehmen wirklich viel mit BK. Nun ist BK auch langsam in einem Alter wo die Launen einfach immer unerträglicher werden.
      In der letzten Zeit merke ich einfach, wie ich das BK immer mehr ablehne. Wenn ich rein komme und es sitzt schon auf der Couch habe ich schlechte Laune. Wenn BK an den Wochenend-Ausflügen wieder den ganzen Tag ein Gesicht zieht, als hätten wir sie geprügelt, dann wünschte ich manchmal ich könnte/dürfte sie prügeln.
      Es kam wie es kommen musste, nach immer mehr Streits mit KV habe ich ihm dann gesagt, dass mir sein BK einfach auf die Nerven geht. Dass ich mir wünsche einfach mal wieder mehr Zeit mit ihm zu haben. Dass ich das Gefühl habe, er würde von mir erwarten die heile Familie zu spielen die wir einfach nicht sind. In dem Moment wo ich alles ausgesprochen hatte, merkte ich schon wie zwischen uns eine Mauer entstand.
      Er reagierte mit völligem Unverständnis, schließlich ist BK ja die perfekte goldene Gans und wie ich das nicht sehen könnte. Nunja… es ist eben nicht meine goldene Gans und es ist ja nicht so dass ich immer scharf darauf war, so ein BK vor die Nase gesetzt zu bekommen. Ich fühl mich echt schlecht weil ich so denke. Auf der anderen Seite weiß ich ja auch, dass er nicht erwarten kann, dass ich Muttergefühle für ein Kind entwickel das nicht meins ist. Es gibt selbst leibliche Mütter die keine Gefühle für ihre Kinder entwickeln.
      Trotzdem stell ich mir immer häufiger die Frage, kann so eine Beziehung dann überhaupt funktionieren? Wenn ich das BK immer abstoßender Finde, wenn er sich wünscht ich würde diese Lücke in der Familie schließen und ich mir wünsche wir wären einfach zu zweit und hätten irgendwann vll eine eigene „normale“ Famielie? =(

    • #348425
      picasso
      Teilnehmer

      Wohnt ihr zusammen? Was ist mit der KM? Warum lebt das bk bisher beim grossvater und nicht schon immer beim kv?

      • #348434
        Tini
        Teilnehmer

        Nein wir wohnen getrennt, wollten eigentlich zusammenziehen. In besagtem Streitgesrpäch habe ich aber auch gesagt, dass ich das gerne auf Eis legen will, da ich mir einfach nicht vorstellen kann mit BK auch noch in einer Wohnung zu leben.
        KM hat sich aus dem Staub gemacht als sie etwa ein Jahr alt war. Gibt keinerlei Kontakt mehr. KV ist beruflich sehr eingespannt und muss sehr früh raus und kommt erst am späten Nachmittag heim. Damit BK jemanden hat der sie für die Schule fertig macht und dann eben auch Mittagessen und so, ist der Großvater da eingesprungen. BK ist aber jetzt in einem Alter wo sie sagt, sie macht sich morgens eben alleine fertig und fährt dann nurnoch zum essen zu dem Großvater und wird dann dort später von KV abgeholt.

    • #348445
      Regina
      Verwalter

      Ich befürchte, das kann nicht funktionieren. Die meisten Elternpaare mit Kindern scheitern genau an dem Thema: Es dreht sich alles nur noch um das Kind und es gibt keine Paarzeit mehr.

      Zumal Dein KV auf einem ziemlich hohen Ross sitzt ehrlich gesagt. Ich formuliere es jetzt mal bewusst böse:
      Er, ein gescheiterter Familienvater in seltsamer Altlastenkonstellation, schafft es irgendwie eine tolle kinderlose, altlastenfreie und unbelastete Frau von sich zu überzeugen und erwartet jetzt, dass diese DANKBAR ist, dass er ihr diese Situation zumutet???????
      Frag ihn mal, ob er sich dann auch freut, wenn Du ihm einen rostigen Nagel ins Knie haust??????

      Das ist ein starkes Stück. Und ich befürchte, wenn Du ihm nicht mit einem kräftigen Tritt beim Abstieg vom hohen Ross unterstützt, wird es schwierig für die Beziehung.
      -Er muss es einsehen, dass er DICH halten muss und etwas dafür tun muss. Dazu gehört:
      -BK klare Ansagen des Zusammenlebens machen, die auch Deine Bedürfnisse berücksichtigen
      -Dich zu schützen und aus der Verantwortung nehmen-Du hast mit dem Kind nichts zu tun
      -Dir Rückzugmöglichkeiten im Haus zu schaffen (BK muss in dem Alter nicht ständig mit Euch rumlungern)
      -Paarzeiten zu schaffen

      Das dürfte wirklich schwierig werden und Eure Beziehung kann nur funktionieren, wenn der KV da seine seltsame Weltanschauung um 180° dreht.

      Alles Gute, ich hoffe, dass Du es schaffst, die Situation zu drehen und wenn nicht, die Konsequenz, die Reissleine zu ziehen.

      • #348452
        Tini
        Teilnehmer

        vielen lieben Dank für deine ehrliche Meinung!
        Ich denke du hast da absolut recht.

        Ich weiß einfach nicht wie ich es ihm begreiflich machen soll, es artet jedes mal in Streit aus wenn das Thema angeschnitten wird. Um ehrlich zu sein glaube ich aber nicht daran, dass sich Menschen grundlegend ändern. Wieso auch, aus seiner Sicht ist er und vor allem das BK ja vollkommen in Ordnung. Man ist wie man ist. Was ja auch ok so ist.
        In meinen Augen ist er einfach viel zu nachgiebig mit BK. Das wird sich nicht ändern. Vielleicht hat er ein schlechtes Gewissen weil ein Elternteil fehlt, vielleicht ist er einfach so und das ist sein Erziehungsstil. Ich denke es ist müßig sich darüber Gedanken zu machen.
        Vielmehr liegt es wohl an mir, ob ich damit leben kann oder halt nicht. Ich tu mich damit einfach so schwer weil es Anfangs so anders war, vielleicht dachte ich das auch irgendwie nur. Es ist schwer sich damit abzufinden, dass die Dinge manchmal eben doch nicht so sind wie man denkt.

    • #348449
      Shrekine
      Teilnehmer

      Auf der einen Seite ist das BK jetzt alt genug, alleine zu sein (vor der Schule), auf der anderen muss sie immer mit?? Nein, muss sie nicht!
      Teilt seine Zeit auch mal ein in Unternehmungen nur mit BK oder nur mit Partnerin, dann fühlt sich keiner benachteiligt!

      • #348456
        Tini
        Teilnehmer

        auf der anderen muss sie immer mit??

        Genau das habe ich auch schon gefragt, die Antwort war, dass er sie ja nicht ständig allein lassen könnte oder bei jemandem „abladen“ kann.
        Es hat zwar auch niemald von ständig geredet aber das sind dann eben immer diese Dinge… Er fühlt sich sofort angegriffen und schießt dann mit irgendwas zurück und dann bin ich meistens auch sauer weil ich mich einfach unverstanden fühle.
        Ich finde es einfach nicht normal wenn ein Kind immer zuhause hockt und darauf wartet das andere dafür sorgen das es bespaßt wird. Auch in der heutigen Zeit nicht. Und selbst wenn BK mal nichts zutun hat könnte sie ja auch in ihrem Zimmer nichts machen, statt im Wohnzimmer auf der Couch.

    • #348454
      Ellie
      Teilnehmer

      Das Problem ist, dass dein KV tatsächlich alleinerziehend ist. Er kann BK nicht mal eben jedes zweite Wochenende und ein paar Tage unter der Woche zur KM bringen. Es ist sein Kind, welches bei ihm lebt. Dass sich das erst in eurer Beziehung so entwickelt hat ist natürlich doof, weil dir das Ausmaß gar nicht klar sein konnte. Aber so ist es nunmal. Und selbst, wenn das BK mal einen Abend die Woche alleine bleibt, damit ihr essen gehen könnte etc. oder mal zum Opa. Er ist hauptverantwortlich für BK. Selbst wenn er es schafft euch etwas mehr Paarzeit einzuräumen, das BK wird nicht mehr verschwinden. Die Frage ist, ob du damit klar kommst – oder wie die Bedingungen sein müssten, damit du damit klar kommen kannst. Wenn du Möglichkeiten siehst, dann besprich diese mit dem KV, ansonsten sehe ich da kaum eine Möglichkeit für euch.

      • #348459
        Tini
        Teilnehmer

        Du hast absolut recht!
        Vielleicht weiß mein Unterbewusstsein auch schon, dass ich eben nicht damit klar komme. Die logische Konsequenz ist mir auch durchaus bewusst. Ich glaube ich habe nur noch nicht den Mut, das tatsächlich umzusetzen. Er würde mir wahnsinnig fehlen… aber eben nur er..

    • #348457
      Shrekine
      Teilnehmer

      Ich rate zu weiterhin getrennten Wohnungen und Paarzeit nur in deiner Wohnung.

      (Und dem Lesen von Schnupsis Geschichte…)

      • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monaten, 1 Woche von Shrekine.
      • #348462
        Tini
        Teilnehmer

        ja das auf jeden Fall.

    • #348465
      Shrekine
      Teilnehmer

      Paarzeit nur bei dir.
      Er soll die Tochter nicht „ständig“ allein lassen. Und er soll seine Partnerin nicht „ständig“ allein lassen…

      • #348471
        Tini
        Teilnehmer

        Ja ich versuch das mal umzusetzen, höre aber schon wieder seine Stimme in meinem Kopf „Dann ist das Kind ja den ganzen Tag alleine“

        Es gab eine Zeit, da dachte ich, ich möchte auch irgendwann Kinder und das könnte vielleicht der richtige Mann sein. Aber diese ganze Situation momentan ist so zum abgewöhnen, dass ich mich langsam frage ob ich überhaupt noch Kinder will oder ob die mich dann genauso nerven. Oder noch schlimmer, ob ich dann auch so eine Mutter werde, die eine heilige, goldene Gans erschaffen hat und um sich rum nichts mehr mitbekommt.

        • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monaten, 1 Woche von Tini.
    • #348483
      Lili
      Teilnehmer

      Liebe @Tini,

      Ich kann dir ausleihendes Erfahrung sagen – es wird sich nicht andern! Du hast oben bereits gesagt dass du jucht glaubst, dass sich Menschen grundlegend andern, das ist leider richtig.

      Wir hatten gestern einen riesen Streit wegen BK. Ich habe mich komplett ausgekittete. Dass immer über meinen Kopf hinweg entschieden wird. Er entscheidet mit BK wann dieser kommt oder macht mit KM was aus und ich bekomms vor die Fuße geschmissen. Das geht so nicht.
      Es geht nicht dass die Bedürfnisse des BK oder der KM wichtiger sind als meine. Meine sind auch jucht wichtiger als die Bedürfnisse anderer Menschen. Es sollten klare Absprachen erfolgen.

      Passiert aber nicht. Deswegen – zieh bloß nicht mit ihm zusammen. Und schau es dir noch eine Weile an. Auch bei uns knallt es jedesmal, denn alles wird als Kritik gegen das „goldene Kalb“ gesehen. Und das kotzt much an. Es geht nicht darum, dass KV sich zwischen Partnerin und BK entscheiden muss. Sowas würde niemand verlangen. Es geht darum, Ass auch wir ein Teil dieser Gemeinschaft sind. Wir akzeptieren die KV‘s mit den Altlasten (so ist es nun mal) und dann sollten auch unsere Bedürfnisse (mehr Paarzeit, mal Ruhe vor dem BK, da sein). Die meisten KV verstehen scheinbar nicht, dass man das Kind nicht so sieht wie sie selber, dass es einen mehr nervt da es einfach ein fremdes Kind ist.

      • #348523
        Tini
        Teilnehmer

        Die meisten KV verstehen scheinbar nicht, dass man das Kind nicht so sieht wie sie selber, dass es einen mehr nervt da es einfach ein fremdes Kind ist.

        Ja ich glaube genau das ist der Punkt. Für Eltern mag das eigene Kind das Beste sein was sie je hinbekommen haben. Aber eben nur für die Eltern. Als kinderloser Mensch ist es denk ich nochmal schwerer sich in diese Gefühlswelt von Eltern hineinzuversetzen und wie abgöttisch sie ihre Brut lieben. Vielleicht wäre es nochmal anders, wenn ich selbst ein Kind mit in diese Beziehung gebracht hätte. Aber wer weiß das schon.

    • #348495
      Tara
      Teilnehmer

      Also Tini ist jetzt Schnupsi unter dem dritten Namen. Richtig?

      Die Situation ist aber doch immer die gleiche Situation und wir werden immer die gleichen Sachen antworten.

      (Falls nicht, lies Schnupsis Geschichten)

      • #348519
        Tini
        Teilnehmer

        Nein ich bin nicht Schnupsi…
        habe die Geschichte vorhin gelesen. Gut bei ihr war es wohl so, dass sie mit BK von Anfang an nicht klar kam, wenn ich das richtig verstehe.
        Bei mir ist es ja eher so, dass BK schon gut mit mir klar kommt (zu gut für mich), nur ich nicht mit ihr.

    • #348499
      Shrekine
      Teilnehmer

      Ich dachte auch erst, Tini ist Schnupsi 3…;)
      Aber bei Schnupsi gab es ja wohl eine KM…??

      Jaaaa…dann ist das Kind den ganzen Tag allein… – sowas einfach kontern mit „Jaaaa…dann bin ich den ganzen Tag allein…“
      Grundsätzlich eben darauf hinarbeiten, dass er öfter allein mit BK ist – dafür forderst du aber auch Zeit allein mit dir. Ihr seit keine Familie, er ist alleinerziehender Vater und du musst da nicht dabei sein!
      Wenn er eine Partnerin will, muss er dieser Zeit einräumen. Oder sich trennen, sofern er 24/7 mit Tochter verbringen will…dann braucht er aber keine Partnerin.

      • #348537
        Tini
        Teilnehmer

        er ist alleinerziehender Vater und du musst da nicht dabei sein!

        Sehe ich auf der einen Seite genauso. Auf der anderen Frage ich mich halt, ob das funktioniert auf Dauer, wenn man das so konsequent trennt. Denn so Wünsche wie mit ihm zusammenleben sind ja eigentlich schon da. Ich sehe aber auch, dass ich mich damit irgendwie im Kreis drehe. Das Kind ist weiterhin da, zusammenziehen also nicht möglich. Selbst wenn es durch diese Trennung KV mit BK-Zeit und Paarzeit besser laufen sollte. Richtig erfüllend wird diese Beziehung wohl nie sein.
        Es sei denn, ich könnte mich irgendwann überwienden meine Antipathie gegen BK loszuwerden. Bis dato weiß ich aber beim besten Willen nicht wie.

    • #348500
      Tara
      Teilnehmer

      Oder eine Partnerin, die sein Kind liebt und diese neue happy familiy will. Viel Spaß bei der Suche.

    • #348529
      Lili
      Teilnehmer

      Ich kann dir liebe Tini nur raten dich zu positionieren. Sofort. Ich habe zu lange (fast 3 Jahre) gewartet und alles mitgemacht. Alles von BK und such KM. Jetzt sind sie natürlich vor den Kopf gestoßen weil ich mal auf den Tisch gehauen habe. Je früher du einforderst, was DU willst (KV und BK machen ja auch was sie fur richtig halten) desto eher kann’s was bringen. Und wenn nicht bleibt uns allen nur ein Weg, zu gehen.

      Solange man mir entgegen kommt und mich auch mal respektiert und anhört, bin ich zu vielem bereit. Aber wenn meine Bedürfnisse immer und immer wieder ignoriert werden, werde auch ichnirhendwann gehen

      • #348556
        Pips79
        Teilnehmer

        „Ich kann dir liebe Tini nur raten dich zu positionieren. Sofort. Ich habe zu lange (fast 3 Jahre) gewartet und alles mitgemacht. Alles von BK und such KM. Jetzt sind sie natürlich vor den Kopf gestoßen weil ich mal auf den Tisch gehauen habe.“


        @Lili
        : Oh Gott, das hätte 1 zu 1 von mir geschrieben sein können…. Aber ganz ehrlich, mittlerweile bin ich lieber „die Böse“ und habe meine Ruhe als diesen Psychoterror vorher!!!

    • #348532
      Rina
      Teilnehmer

      Anfangs hat sich mein Freund so verhalten wie deiner. Abgeblockt sobald Gespräche über das Kind nicht positiv waren. Es ist mein Kind, du sollst es liebe und Punkt.
      Keine Ahnung wie ich es geschafft habe, aber es ist jetzt anders. Im Grundsatz bleibt es natürlich gleich. Es ist immer noch der Engel auf Erden, lügt nicht, ärgert keine Mitmenschen, ein Traum von Kind, optisch ganz fabelhaft usw.
      Die Realität ohne rosa Brille ist eine andere. Aber das will weder er noch KM hören. Auch nicht von anderen, denn zu meinem Glück gibt es auch andere Familienmitglieder, die sich ab und zu an das Thema BK heran trauen. Zumindest hinsichtlich ihrer offensichtlichen Aufmerksamkeitsstörung. Aber auch das wird abgeblockt. Bei Erziehung und Strukturen im Alltag ist er aber offen. Ich kann Vorschläge einbringen, muss aber damit rechnen, dass die nicht sofort umgesetzt und auch nicht immer zu 100 Prozent befolgt werden. Er akzeptiert mittlerweile, dass ich mich oft zurück ziehe, wenn sie da ist – oder meine Tage ohne die beiden verbringe. Findet es immer noch schade, aber er akzeptiert es und macht kein Drama mehr.
      Unterschätzt aber glaube ich immer noch, dass wirklich überhaupt keine emotionale Bindung vorhanden ist. Also wirklich 0. Könnte auch das Nachbarskind sein.
      Die größte Wandlung hat er bei der KM hingelegt. Da sind wir auf einem guten Weg, aber beim Kind ist er einfach noch sehr naiv. Wenn er es nicht offensichtlich mit bekommt, glaubt er anderen Leuten auch kaum, dass sein Kind Ärger macht. Selbst als der Direktor KM mal zu sich zitiert hat, gab es zuhause keinen Ärger. BK hat 2 Jungs provoziert (der Lehrer hat’s mitbekommen). Das Fazit der Eltern war: „jaa BK halt dich einfach in Zukunft von den beiden fern.“ So als ob die 2 Schuld wären. Selbst aus Strafarbeiten konnte man noch was positives ziehen. Ich habe es aufgegeben und sehe mir den Werdegang dieses Kindes von der Tribüne aus an.

      Ich glaube, ich könnte das nicht, wenn mein Partner wirklich so ab blockt. Du hast kein Mitspracherecht, aber sollst funktionieren. Den Dackel spielen sozusagen. Du gehst daran irgendwann kaputt und verlierst dich selbst, wenn du das mit dir machen lässt – glaub mir!

      Klar positionieren, habe ich 1 Jahr lang versäumt und lieber mit mir gekämpft statt mit dem Problem.

      • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monaten, 1 Woche von Rina.
      • #348544
        Tini
        Teilnehmer

        Du hast kein Mitspracherecht, aber sollst funktionieren

        Er dagt immer, ich darf ihr schon was sagen und sie soll dann auch auf mich hören. In der Theorie ja wunderbar. Nur wenn ich BK dann mal was sage, dann guckt er sich das an und man merkt ihm an, dass er zu mir auf Abstand geht. Das geht dann ein paar Tage so, bis ich dann Frage was los ist und dann kommt die „Kann es sein, dass du das Kind nicht leiden kannst“ Keule raus. Ich kann es nicht leiden, wenn es sich benimmt wie eine offene Hose, stimmt. Die restliche Zeit versuche ich es zu ignorieren.
        Er scheint sich da selbst auch noch nicht so im klaren zu sein, ob er jetzt will das ich ihr was zu sagen habe oder nicht.

    • #348547
      Tara
      Teilnehmer

      aber beim Kind ist er einfach noch sehr naiv.

      Meiner auch. BK2 hat schwere Kopfschmerzen. (Arbeitet abends auf schulfrei morgen hin, ich kenne das Spielchen). Wir gehen Sushi essen. Oh, da kommt er mit. Nein, er hat gar keine Kopfschmerzen mehr. Lustiger Abend. Wir kommen zurück. Oh, wieder die Leidensmiene und Kopfschmerzen. Dummerweise habe ich noch Kopfschmerztabletten gefunden, er soll eine nehmen. Er weiß, dass die nicht gut für den Magen sind und man sie wirklich nur nehmen darf, wenn die Schmerzen schlimm sind. Sonst sind sie gefährlich! (Haben wir ihm gut erklärt und eingefädelt, dass er da wirklich Respekt vor hat…). Ach, nööö, so schlimm sind die Schmerzen doch nicht. Er hält das aus. Soso. Ich nur KV angeschaut und er hat mir innerlich Recht gegeben… Ja, sein Liebling simuliert.

    • #348548
      ElaLuela
      Teilnehmer

      Wie kann das denn sein? Das goldene Kindchen simuliert???
      Ich wundere mich immer wieder, wie naiv Dein KV manchmal ist….so blind kann die Liebe zu eigenen Kindern doch gar nicht sein, oder?

    • #348550
      Lili
      Teilnehmer

      Doch. So blind kann die Liebe der Eltern tatsächlich sein. Und das macht unglaublich wütend, mich zumindest

    • #348553
      ElaLuela
      Teilnehmer

      Gut, wenn man als erwachsener Elterntei sich verar….en lässt, bitte schön.
      Aber ich kenne auch andere Fälle, hier bei uns im Freundes und Familienkreis, wo die Eltern normal bis sogar! kritisch sind. Mein Mann auch normal, zum Glück…
      Letztens hat er sogar gesagt, dass sein 9jähriger Sohn ziemlich durchtrieben ist…vom KV hat er das sicherlich nicht!

      • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monaten, 1 Woche von ElaLuela.
      • #348569
        Rina
        Teilnehmer

        Meine Mutter war mir gegenüber höchst kritisch haha – ich hatte keine Chance.
        Selbst bei den ersten Regelschmerzen kam die Frage „Und? Willst du jetzt jeden Monat tagelang zuhause bleiben? Da muss jede Frau durch“ Zack…war ich auf der Schulbank.
        Im nachhinein muss ich drüber lachen. Heute aber irgendwie undenkbar.

    • #348558
      Lili
      Teilnehmer

      Eltern die noch zusammen sind, da vielleicht eher, oder? Also dass sie auch mal das Verhalten des Kindes reflektieren.

      KV‘s haben ja echt oft sooo große Schuldgefühle, was ja auch meist von der KM geschürt wird, dass sie ihr Kind in den Himmel heben. Das nervt extrem. Auch das eigene Kind macht mal Fehler oder hat schwachen, genauso wie Stärken. Ich habe das Gefühl dass es immer schlimmer wird und BK auch immer weinerlicher

    • #348563
      Rina
      Teilnehmer

      Ja diese plötzlich einsetzenden und abklingenden Schmerzen kenn ich hier auch…ätzend.
      Bei uns setzen die Schmerzen immer dann ein, wenn KV ihr keine Aufmerksamkeit schenkt und enden da – wo krank sein für sie unvorteilhaft wäre.
      Das ewige Spielchen mit dem besorgten Vater. Mich regt es auch höllisch auf, aber ich sage nichts mehr – außer es platzt mal wieder reflexartig aus mir heraus. Eigentlich hat das Kind auch jedesmal Bauchschmerzen, wenn es bei uns ist. Die Tüte Chips und Schoki gehen aber locker noch rein. Einmal hab ich das Spiel mitgespielt, ihr Kümmeltee gemacht und dem armen Mäuschen gegeben…“ne da ist Schokolade genau das falsche bei solchen Schmerzen“… KV war gerührt von meiner Fürsorge und der Blick des Kindes unbezahlbar 😉

      • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monaten, 1 Woche von Rina.
    • #348565
      Sumsi13
      Teilnehmer

      🙂 Kümmeltee – war sicher ur lecker, du gute fürsorgliche Seele

      ich lerne immer wieder von euch 😉

    • #348567
      Tara
      Teilnehmer

      Ach, meine wurde ja zum Simulieren animiert, weil sie dann beim Papi bleiben durften und den ganzen Tag fernsehen. Wollte KV null verstehen. ER kennt seine Kinder. Die würde ihn nie anlügen.

      Ich habe denen das so ratz-fatz ausgetrieben mit heißer Badewanne bei Kopfweh (sie hassen Wasser), im dunklen Zimmer liegen ohne TV-Licht-Blinkblink-Generve (oh, da hat mein KV, der wirklich echte Migräne hat, nicht dran gedacht und er hat auch immer Angst, dass sie das geerbt haben – also richtig von mir! Kind mit Kopfschmerzen bleibt im dunklen ruhigen Zimmer!) und sofortigem Arztbesuch am nächsten Morgen (nicht Nachmittag – Morgen!), damit sie nicht am Ende wirklich schwer krank sind und sich nie einer richtig darum kümmert. Oder die KM meckert.

      So, nachdem 2x gebadet wurde und man 3x beim Arzt war – ist kein Kind je mehr krank gewesen.

      KV hat es sehr ungerne zugegeben, dass ich wohl vermutlich vielleicht Recht hatte.

    • #348568
      Tara
      Teilnehmer

      Ich gehe sofort Kümmeltee kaufen. Danke für den Tipp. (Oder kann ich Kümmel mit heißem Wasser aufgießen?)

      • #348572
        Rina
        Teilnehmer

        Du hast Glück, wenn schon dann bitte das richtig harte Zeug. Super easy. Kümmelkörner zerkleinern und aufkochen, Kinder lieben es, wenn da was herum schwimmt 😉 😉

        • #348574
          Sumsi13
          Teilnehmer

          Empfehlenswert bei vorgetäuschten Verkühlungen/ Husten – Thymian Tee (also einfacht Thymian vom Garten trocknen und im Winter bei Bedarf mit einem Heissaufguss 5-7 min ziehen lassen)
          Ist wirklich das beste Kraut gegen Verkühlungen aber schmeckt als alleiniger Teebestandteil furchtbar sodass man als Erwachsener zu kämpfen hat.

        • #348602
          Tini
          Teilnehmer

          Das werde ich mir auch mal merken!
          Aber selbst wenn es offensichtlich ist, dass BK KV verarscht scheint ihm das egal zu sein. „Sie testet halt manchmal ihre Grenzen aus“ Grenzen? Welche Grenzen? Die gibt es ja nicht… das wird dem noch so um die Ohren fliegen wenn die erstmal richtig in die Pubertät kommt. Nun ja… sollte mir ja dann ab sofort egal sein.
          Ich werde jetzt versuchen mich da mehr rauszunehmen.

    • #348570
      Tara
      Teilnehmer

      KV war gerührt von meiner Fürsorge und der Blick des Kindes unbezahlbar

      Ja, diese Momente genieße ich auch sehr.

    • #348604
      Anonym
      Inaktiv

      Bei meinen eigenen Kindern kann ich gut einschätzen, ob sie eine Krankheit „vorschieben“ oder ob es wirklich ernst ist.
      Ich gestehe, ich lass es ihnen manchmal durchgehen, sie sind aber auch sonst selten krank. Und wenn sie simulieren, dann schlafen sie zumindest wirklich ein paar Stunden und kommen nicht auf die Idee, sich noch bespassen zu lassen oder wollen gar Chips oder Schokolade.

      Ich denke das größte Problem bei allem sind meistens die Eltern und es ist egal ob getrennt oder nicht. Ich liefere gerne ein paar aktuelle Beispiele von Beklopptheiten der letzten Wochen:

      Sich aus Klassenarbeiten heraus zu simulieren geht hier bei unseren Kindern überhaupt nicht. Das ist in der Schule meiner Tochter sehr üblich, dass Eltern ihre Kinder krankmelden, wenn diese zu wenig gelernt haben oder es komplett vergessen haben. Dann haben die noch eine Woche mehr Zeit zu lernen und dürfen genau die Arbeit schreiben, die vorher geschrieben wurde. Dann kann man noch schön die Themen erfragen. Das führt dazu, dass alle Kindern ihre Klassenarbeit so spät zurückbekommen, dass sie bis dahin das Thema schon weide vergessen haben.
      Als ich mal bei einem Elternsprechtag angemerkt habe, dass ich das nicht machen, sondern meine Kinder dann die Konsequenzen tragen müssten, fanden die Lehrer mich zu streng.

      Hier haben wir sehr aktive „fridays für future“ Kids, die jeden Freitag fehlen und jeden Montag eine Entschuldigung mitbringen, dass sie krank waren. Welchen sinn macht dann der Streik bitte?

      Eine typische Mutti Szene hatte ich am Samstag als ich meine 11 Jährige für eine Woche Reitferien in einen Reiterhof brachte. Vor mir war eine Mutter, die ihren 13 jährigen Sohn plus dessen Freund in die Ferien dort brachte und folgendes besprach:

      Der Junge sollte nur mit Gleichaltrigen auf ein Zimmer und nicht mit den vorgesehenen 15 jährigen Jungs, darauf wurde die Zimmeraufteilung geändert.

      Ihr Junge würde nicht gerne reiten (???), man sollte ihm doch bitte dazu bringen, zusätzliche Reitstunden zu nehmen.

      Es wird dort empfohlen den Kindern keine Handys mitzugeben (was eh egal ist, weil dort nirgendwo Empfang ist), trotzdem haben alle eines dabei.
      Die Mutter wollte es nun ihrem Sohn auch nicht verwehren, machte sich aber Sorgen um den Handykonsum ihres Jungen und bat, dass man doch bitte darauf achten sollte, dass der Junge seine täglichen Handyzeiten einhält. Die Antwort, dass dies nicht möglich sei führte zu einer Endlosdsksussion darüber, dass aber doch eigentlich Handys nicht erlaubt seien, und wenn alle keines hätten, dann bräuchte ihr Junge ja auch keines, sie wolle nicht, dass er benachteiligt wäre und warum man denn den anderen die Handys nicht wegnähme.

      Ich war kurz davor mich einzumischen und ihr zu erklären, dass alle anderen Kindern nunmal gerne reiten und gerne im Stall sind und mit den anderen Jugendlichen, auch wenn die ein paar Jahre älter oder jünger sind, interagieren und daher das Handy nur mal nutzen um ein paar Pferdephotos abends nach hause zu schicken oder Handynummern auszutauschen.

      Da sich aber mittlerweile eine Schlange von etwa 15 Elternpaaren gebildet hatte, wollte ich es nicht noch anstacheln.
      Ob die Mutter getrennt war, weiss ich natürlich nicht.

      Gesammelte Beklopptheiten der letzten Jahre reiche ich gerne nach.

      • #348626
        Tara
        Teilnehmer

        Ich lehne mich mal seeeehr weit aus dem Fenster und behaupte, dass ich bei meinen Kindern auch wüßte, ob sie simulieren oder nicht. Und dass ich auch entscheiden würde, ob ich es durchgehen lasse oder nicht.

        KV hat aber stumpf und stur auch behauptet, er sei sicher. Tja. Gegenteil bewiesen.

        Als Kind habe ich es doch selbst gemacht. Die Älteren unter Euch kennen noch das Glasthermometer, das mir meiner Mutter zum Fiebertest dann reinbrachte. Sie war aber nicht dabei beim Fieber messen… Also ich das Ding an die Heizung gehalten. 43 Grad. Mist, zu hoch. Runter geschüttelt. 34 Grad. Mist, zu niedrig. Entweder habe ich es geschafft, das auf 38,4 bis 38,9 Grad zu trimmen oder ich musste in die Schule. Ich muss meine Mutter unbedingt fragen, ob sie das wusste…

        • #348628
          Helena
          Teilnehmer

          Ich lache gerade schallend. Ja, ich hab’s auch versucht, bin aber an meiner Mutter gescheitert.

          • #348633
            Tara
            Teilnehmer

            Meine war ja nicht im Zimmer und wenn ich es nicht geschafft hatte, habe ich es runter geschüttelt mit den Worten: „Kein Fieber“.

    • #348634
      Helena
      Teilnehmer

      Meine Mutter war auch nicht im Zimmer, kontrollierte aber meine Temperatur mit einem Griff Stirn und Nacken. Meist fühlte sie die „Abweichung“ sofort.

      Kurze Zeit später war ich dann auf dem Schulweg … ?

    • #348641
      Lili
      Teilnehmer

      Mit einer Lehrerin fur Krankenpflege als Kutter war nicht gut Kirschen essen diesbezüglich ?
      Ich hab’s gar nicht erst versucht.

      Und ich muss sagen, die strenge Hand meiner Mutter That mir im Nachhinein betrachtet nicht geschadet. Heute bin ich froh drum und kann nur mit dem Kopf schütteln wie Kinder verweichlicht werden

      • #348762
        Tini
        Teilnehmer

        Heute bin ich froh drum und kann nur mit dem Kopf schütteln wie Kinder verweichlicht werden

        Ja da ist mein KV auch ein Meister drin… das Kind zu verweichlichen.
        Seit etwas 2-3 Monaten kann BK jetzt eeeendlich mit der Straßenbahn zur Schule (4 Haltestellen von KV, 3 von Opa aus). Vorher war es immer so, dass der Opa sie gefahren und abgeholt hat. Keine Ahnung was das soll. Ich bin seit der 5ten Klasse mit dem Bus gefahren und der fuhr schon so ne gute dreiviertel Stunde. Zwischendruch sind auch immer mehr Kinder aus der Schule eingestiegen. Man war also nie alleine. Heutezutage ja undenkbar -.- Da muss die Brut überall hinkutschiert werden.
        Ich sehe das mal als Sieg für mich, dass ich KV ins gewissen geredet habe, dass das Kind auch lernen muss selbstständig zu werden. Wenn ihr jeder alles abnimmt und sie überall hin bringt, wird sie das ja nie lernen. Er hat dann tatsächlich ein Monatsticket für sie besorgt. BK war natürlich wenig begeistert anfangs. Letzte Woche erzählte sie dann aber das sie immer ein Mädchen aus ihrer Schule trifft und die dann gemeinsam fahren. Siehe da… wohl doch nicht so schlimm. Endlich nimmt diese Fahrerei ab, dachte ich… aber jetzt kommt ja der Herbst und gelegentlich regnet es morgens. KV und ich hatten einen Brückentag genommen, BK musste zur Schule und was ist… Morgens 10 vor 7 Uhr bimmelt der Wecker… Ich aufgeschreckt, wusste garnicht wo die Glocken hingen, wer ich bin und wo ich bin. KV zu mir „du kannst weiter schlafen, ich bring das Kind zur Schule weil es regenet ja“ -.- Und wenn es hagelt mein Gott, in der Bahn regnet es nicht. Konnte wieder niemand verstehen.. ich furchtbarer Mensch.

    • #348643
      Tara
      Teilnehmer

      Mein BK2 hasst es auch, wenn ich bei Schmerzen und Fieber sofofrt die hand auf seiner Stirn habe. Aber sage beiden auch oft genug, dass KV und ich die Tricks erfunden haben, die sie heute versuchen zu nutzen.

    • #348744
      Barokko
      Teilnehmer

      ….ich stecke kranke Kinder ins Bett.Meine Stieftochter mit hockt dann gerne mit wehleidigem Blick in der Küche..Das Leid der ganzen Welt…
      Ich schicke sie in ihr Bett..mit Kamillentee und Zwieback.
      Ich meine jetzt Pseudo erkrankungen, die Ausgenutzt werden um Aufsehen zu erregen.Meine eigene Tochter hatte auch mal so eine Phase..morgens krank und nicht zur Schule und dann am Vormittag wieder Fit..da mußte sie durch..Kamillentee wirkt da wunder und Bettruhe…da ist man schnell wieder gesund…

    • #348882
      Neva
      Teilnehmer

      Ich musste mich auch wieder ganz furchtbar zurückhalten und konnte meine ehrliche Meinung nicht sagen. Bk1, Weichei und Heulsuse vor dem Herrn, hatte sich an der Hand verletzt. Bei einem Streit, etwas komische Geschichte. Dann ging eine Odyssee zu Ärzten und Krankenhaus los. Das Kind wurde behandelt als hätte das letzte Stündlein geschlagen. Tagelang hieß es der Arm sei gebrochen, Gips drum, Urlaub muss abgesagt werden usw usw. Irgendwann hat ein Arzt dann festgestellt : er hat nur eine Verstauchung. ? Riesen Empörung bei KM und KV , warum man das nicht gleich festgestellt hat. Da wird dem armen Jungen völlig umsonst Angst gemacht. Ganz im Ernst, wenn das Kind weint und schreit und sich mit fast 12 nicht untersuchen lässt weil die Schmerzen ja so unerträglich sind, obwohl nur die Hand verstaucht ist muss man sich doch nicht wundern, wenn die Ärzte auch erst mal von einem Bruch ausgehen. Es gibt einen Zahnarzt, der sich mittlerweile weigert, Bk1 zu behandeln weil er die Praxis zusammenbrüllt. Schade, dass es mittlerweile auch keine anderen Kinder mehr gibt, die ihren Klassenkameraden mal zeigen wie peinlich sie sich verhalten. Ich darf es ja leider nicht.

      • #348896
        Tini
        Teilnehmer

        Man sagt ja, dass eine Verstauchung manchmal schlimmer ist als ein Bruch. Aber entweder ich habe Schmerzen, dann lass ich mir helfen oder ich halt den Schnabel. Wenn ich als Kind mal son Aufstand gemacht hab hat meine Mutter gerne gesagt „ich kann dir mal einen Grund geben zum Heulen und Schreien“ dann habe ich mir das auch ganz schnell wieder anders überlegt.
        Es gibt einen Zahnarzt, der sich mittlerweile weigert, Bk1 zu behandeln weil er die Praxis zusammenbrüllt

        Das wäre mir als KV ja furchtbar peinlich und würde mir zu denken geben. Findet der das ok?! Mit Fast 12 ist man ja kein Baby mehr…


        Schade, dass es mittlerweile auch keine anderen Kinder mehr gibt, die ihren Klassenkameraden mal zeigen wie peinlich sie sich verhalten. Ich darf es ja leider nicht.

        Die Hoffnung hatte ich ja auch bei meinem BK mit der Stinke-Problematik. Leider ist auf die anderen Kinder scheinbar kein Verlass.. oder sie kann das echt gekonnt ignorieren =(

        • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monaten, 1 Woche von Tini.
        • #348991
          Neva
          Teilnehmer

          Er heult ja bei jeder Kleinigkeit so extrem dass man gar nicht weiß, ob es schlimm ist oder nicht. Mir wäre das in dem Alter auch sehr peinlich gewesen. Auch dieses laute Schluchzen ist nicht altersgemäß. Aber was ist das heute noch….

    • #348959
      NoMuddi
      Teilnehmer

      Ich habe auch damit zu kämpfen, dass ich mich nicht kritisch über die Kinder äußern darf. Seit Kurzem bin ich in Therapie. Heute hatte ich eine Sitzung und berichtete der Therapeutin über die Kritikunfähigkeit des KV.

      Sie hält sein Verhalten, die Kinder zu überhöhen und mit ihnen zu „verschmelzen“ für eindeutig pathologisch. Sobald ich Fortschritte in der Therapie mache und mir selbst glaube, dass ich mit meiner Einschätzung richtig liege, würde ich zu dem Entschluss kommen, mich zu trennen.

      Ich werde morgen mit meinem Freund über das Thema „Umgang mit Kritik“ sprechen und ihn fragen, wie wir künftig damit umgehen sollen. Sollte er mein Anliegen wie so oft nicht ernst nehmen und sich gekränkt herauswinden, werde ich meine Konsequenzen ziehen und sehr wahrscheinlich die Beziehung beenden.

      Ich frage mich, ob es überhaupt normal gesunde Männer gibt, die um ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe bemüht sind…

      • #348961
        Anonym
        Inaktiv

        Ich frage mich, was ihr immer für Therapeuten habt.

        Ich wäre sehr vorsichtig nach solchen Aussagen.

      • #349136
        Tini
        Teilnehmer

        Sobald ich Fortschritte in der Therapie mache und mir selbst glaube, dass ich mit meiner Einschätzung richtig liege, würde ich zu dem Entschluss kommen, mich zu trennen.

        Das hört sich für mich so an, als suchst du nur eine Bestätigung für etwas, was du eigentlich schon weißt.Kann dir die Therapie da helfen? Bzw. was versprichst du dir davon? Zu hören sein Verhalten ist normal oder nicht normal?
        Sein Verhalten wird sich wohl nicht grundlegend ändern, du hast ihn wenn ich das richtig verstehe ja schon öfters drauf angesprochen. Der Verlauf war wohl immer der gleiche. Er geht auf Verteidigung und du fühlst dich in der Situation einfach nicht wohl. Ich denke im Unterbewusstsein ist dir klar, dass du nur die Möglichkeit hast es hinzunehmen wie es ist oder zu gehen.

    • #348963
      NoMuddi
      Teilnehmer

      Sie äußerte ihre Meinung auf Grundlage meiner Beschreibung. Natürlich stellt sie keine Diagnose, solange sie die Person nicht kennen gelernt hat.

      Aber dass jemand sich zutiefst gekränkt fühlt, weil man als Partnerin darum bittet, dass die Kinder am Tisch nicht laut rülpsen, kann man selbst als Therapeut schwer als gesund bewerten…

      • #349138
        Tini
        Teilnehmer

        Aber dass jemand sich zutiefst gekränkt fühlt, weil man als Partnerin darum bittet, dass die Kinder am Tisch nicht laut rülpsen, kann man selbst als Therapeut schwer als gesund bewerten…

        Vielleicht ist es ja garnicht das was ihn kränkt. Also manchmal spricht man ja von dem berühmten Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt. Hast du ihn mal gefragt, was ihn genau an dieser Situation so kränkt?
        Bei meinem KV ist es zB oft so, dass der quasi viele Dinge die ihm nicht passen erstmal sammelt. Die ganze Zeit sagt er nicht einen Ton dazu, was ihm nicht passt und auf einmal kommt ne Situation wo er dann platzt. Da frag ich mich manchmal auch „was ist denn jetzt dein Problem?!“ Ich habe ganz sachlich irgendwo zu meine Meinung gesagt oder wir sind auf ein Thema gekommen wo wir bekannter Maßen vielleicht unterschiedlicher Meinung sind aber dadurch, dass sich bei ihm so viel angestaut hat, ist seine Reaktion plötzlich (in meinen Augen) völlig überzogen. Er selbst merkt das aber auch nicht. Vorallem bloß nicht drauf ansprechen, dass das jetzt total übertrieben ist, dann kommt der erst richtig in Fahrt und das ganze schaukelt sich total auf.
        Vielleicht ist es bei deinem ähnlich.

    • #348964
      Anonym
      Inaktiv

      Ich sehe das ein wenig kritischer, aber du musst damit ja klar kommen.

    • #348967
      ElaLuela
      Teilnehmer


      @NoMuddi
      :
      Es gibt Väter wie Mütter, die ihre Kinder idealisieren und als Teil von sich selbst sehen. Man könnte wahrscheinlich auch von „Verschmelzung“ sprechen.
      Das wirst Du an Deinem Freund nur bedingt ändern können. Aber warum überhaupt? Das ist sein Charakter und so geht er mit seinen Kindern um. Seine Entscheidung.
      Du sollst Dich vielleicht vielmehr fragen, ob Du mit so einem Mann glücklich werden kannst.
      Ob sein Verhalten pathologisch ist? Weiss ich nicht. Ich glaube er wertet Deine Bemühungen als Angriff und nimmt seine Kinder in Schutz.

    • #348981
      picasso
      Teilnehmer

      Wir waren auch bei unser Paartherapie bei einem Therapeuten der der Meinung war das wir ja schliesslich alle also kv km und ich erwachsen wären und es muss doch möglich sein sich zusammen hinzusetzen und die dinge zu besprechen. Auch gemeinsamere Aktivitäten sollten doch machbar sein.

      Ich bin innerlich geplatzt. Auf welchem Stern lebt der eigentlich.

      Schlussendlich kam raus das der Therapeut auch für das JA als mediator zwischen km und kv arbeitet um zum wohle des Kindes umgangsregeln zu erarbeiten.

      Also wir sollen uns bitte schön alle an die Hand nehmen und lieb haben,

      • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monaten, 1 Woche von picasso.
    • #348992
      Tara
      Teilnehmer

      Ich bin ja bekennender Therapie-Gegner für mich persönlich, da ich der Ansicht bin, meine Sachen selbst klären zu können und zu müssen. Mit Freundinnen rede ich gerne und offen, aber ich mag mich Außenstehenden nicht öffnen. Die geht das nichts an und ich will nicht in meiner Kindheit rumgesucht haben, warum ich so zickig bin (weiß ich alles selbst). Freunden von mir hat der Blick von außen durchaus gut geholfen.

      Wenn der KV nicht mit sich reden lässt und immer abbricht oder alles abbügelt, kann ein moderiertes Gespräch schon sehr sinnvoll sein. Damit er sich nicht entziehen kann. Es kann aber gut sein, dass er sich das nur einmal antut und dann keine Lust mehr darauf hat, in die Enge getrieben zu werden.

      Meine Erfahrung nach nun 2,5 Jahren ist es, seine Kinder besser nicht anzugreifen und nicht zu kritisieren. Er geht automatisch in die Verteidgungshaltung. Man bekommt ihn nur im Gespräch nebenbei dazu, wenn ein Film eine ähnliche Situation anbietet (Helikoptereltern). Wenn da ein Kind zur Schule gefahren wird, weil es regnet und er empört sagt: „Ist das aus Zucker?“ – kann ich mir ein „Meine Worte…“ nicht verkneifen und er kommt ins Nachdenken. Man muss es aber sacken lassen bei ihm und nicht gleich seine Jungs aufs Tapet bringen.

      Ja, das ist teilweise schwierig, aber da bei ihm die direkte Konfrontation (übrigens nur, was Themen rund um die Kinder betrifft!) nichts bringt, muss ich es eben langsam und von hinten durch die Brust ins Auge machen. Ich schaffe es nicht immer. Wenn es mir zu sehr auf die Nerven geht, platze ich doch damit raus. Und bekomme natürlich die Quittung.

    • #349133
      Lafadiel
      Teilnehmer

      Also meine Therapeutin hilft mir schon. Sie lenkt meinen Blick auf andere Aspekte der Situationen und hilft mir, für mich Möglichkeiten zu erarbeiten mit diesen Dingen umzugehen. Das ist eher so ein Coaching – das hatte ich auch beruflich schon mehrfach und fand es immer hilfreich. Man steckt ja doch in seinen Verhaltensmustern irgendwie fest. Wenn die allerdings zu mir gesagt hätte wir müssen uns alle lieb haben, auch durch die Blume, hätte ich mir wen anders gesucht.
      Ich glaube tatsächlich, dass vieles eine Frage der Kommunikation ist. Ich bin auch viel kritikfähiger, wenn man mich auch bestimmte Art und Weise anspricht, als auf andere. Und da reagiert jeder anders. Das Problem ist, einen Weg zu finden, miteinander zu kommunizieren, so dass beide auf dem richtigen Ohr angesprochen werden.
      Und irgendwas steht ja immer dahinter. Mein KV ist ja auch so einer, der seinen Sohn als Teil von sich sieht. Deswegen ist es aus seiner Sicht ja auch wirklich eine persönliche Kränkung, dass ich das Kind nicht liebe. Wie könnte ich denn seine Nase nicht lieben z.B.? Also im Ernst jetzt, wie würdet ihr euch fühlen wenn euer Partner sagt also ich liebe dich ja wirklich, aber deine Nase, nein, die geht mir auf den Geist, kannst du die nicht operieren, damit sie anders ist?
      Hört sich jetzt blöd an, aber das ist für den KV dann in dem Moment ja ein reales Gefühl der persönlichen Kränkung. Und Gefühle kann man nicht wegargumentieren, das geht bei uns ja auch nicht. In meiner langjährigen Arbeit als Führungskraft habe ich gelernt, dass es nur geht wenn man versucht zu schauen, was dahinter steckt. Warum kann der KV zwischen sich und seinem Sohn nicht trennen? Warum ist es so wichtig, dass ich irgendeine Mutterrolle einnehme, wo ich doch eigentlich hauptsächlich seine Partnerin bin und das Kind doch eine liebende Mutter hat?
      Aber um das heraus zu finden, müsste man(n) halt mal kommunizieren und sagen, wovor er eigentlich Angst hat oder was er da so dringend braucht. Und zwar er, und nicht vermeintlich das Kind. Und zumindest meinem KV, dem mit der Peitsche eingeprügelt wurde sich als Kind doch bitte wie ein Mann zu verhalten, ist diese Art der Kommunikation fast unmöglich.
      Umgekehrt steckt bei mir ja auch was dahinter. Warum sind meine Grenzen mir denn so wichtig? Warum will ich denn unbedingt eine viel klarere Trennung und am liebsten über das Kind hinaus gar keinen Kontakt zwischen KV und KM? Denn, mal ganz provokativ gesagt, wenn ich wirklich in mir ruhen würde, daran glauben würde, dass der KV mich über alles liebt und auch alles für mich tut, könnte es mir doch eigentlich wumpe sein wie oft und worüber er mit der KM spricht, solange es für mich keine Einschränkung bedeutet. Wenn er mit seinem Kumpel diese Dinge besprechen würde, würde ich mich auch nicht aufregen. Eifersucht? Eifersucht ist ja auch nichts anderes als Verlustangst schlecht verpackt. Die Sucht, jemanden hinterher zu eifern. Das will ich echt auch nicht haben!
      Naja aber da reicht manchmal schon, wenn man sich mal selber für sich ganz ehrlich reflektiert. Aber wenn Menschen das nicht mal können, also zu sich selber ganz ehrlich sein und ihre Ängste unterdrücken, dann wird es schwierig. Und Männer haben es da eh schwerer, und dann auch noch aus so konservativen Familien und dann noch mit der Trennungsgeschichte und einem Kind und einem recht ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein, naja, das ist natürlich dann sehr schwierig alles. Fragt sich nur ob wir uns das ans Bein binden wollen. Denn bei allem Verständnis, Reflektion etc., zumindest ich hab mich selber dann doch immer noch am liebsten.

      • #349142
        Tini
        Teilnehmer

        Ich glaube das bringt es wirklich auf den Punkt. Das hast du sehr gut geschrieben.

        Mein KV hat auch eine sehr komplizierte Familiengeschichte und ich denke, dass sein Verhalten eben oft daher rührt. Leider ist er auch nicht der Typ sich selbst mal zu reflektieren und Muster zu hinterfragen. Ich hingegen bin ganz anders, ich bin mir dessen auch bewusst, wieso ich manchmal bin wie ich bin.

        • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monaten, 1 Woche von Tini.
    • #349153
      ElaLuela
      Teilnehmer

      Ein sehr guter Punkt, den Lafadiel angesprochen hat.
      Die Frage ist aber schlussendlich, ob man sich so etwas an das Bein binden kann, wenn der KV so beratungsresistent ist. Das Zusammenleben mit einem Trennungsvater kann sehr schön und harmonisch sein. Aber dafür muss er bereit sein, der neuen Frau auch Dinge zu geben, die sie sich wünscht und ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Und sich endlich mal sauber von der Exfamilie zu trennen. Und dazu gehört auch die Tatsache, dass man sein Kind nun eben nicht immer sehen kann. Und es einer Absprache bedarf.
      Und wenn so ein KV so ist, wie Lafadiel ihn beschreibt, dann kann das Zusammenleben zum Kampf und Krampf werden. Und das braucht meines Erachtens nach kein Mensch.

    • #349160
      Lafadiel
      Teilnehmer

      Ja genau :-). Man muss versuchen einen Weg zu finden, wie man kommunizieren kann und wie es eben kein Krampf und Kampf wird. Wenn man da keinen Weg findet, sollte man es lassen.
      Aber vieles verdient auch eine Chance, Energie und das man daran arbeitet, sofern wirklich beide ein echtes Interesse aneinander und an der Beziehung haben. Finde ich.

    • #350043
      Tini
      Teilnehmer

      Bei uns hat es am Wochenende auch richtig geknallt. Er fing relativ harmlos an aber als er meinte, dass er das Gefühl hat, dass wir uns momentan immer mehr distanzieren, brach es aus mir heraus und ich musste einfach mal meinen „Frust“ loswerden. Die Situation hat sich dann sehr schnell hochgeschaukelt. Er hat sich, denke ich, sehr angegriffen gefühlt. Seiner Meinung nach hätten wir genug Zeit für uns. Ich habe da aber einfach ein anderes Gefühl und wie hier irgendwo schon mal geschrieben wurde, sowas lässt sich schlecht wegdiskutieren. An diesem Abend standen wir wirklich haarscharf vor der Trennung. Am nächsten Tag haben wir dann noch einmal in Ruhe das Gespräch gesucht. Ich hoffe sehr, dass wird das irgendwie noch hinbekommen. Ich hoffe auch, dass ich diese negativen Gefühle gegenüber dem BK irgendwie los werden kann und da vielleicht mehr Verständnis und Gelassenheit entwickeln kann. Oder mich zumindest selbst frühzeitig ein bisschen da raus ziehen kann, wenn es mir zu viel wird. KV hat auch signalisiert, dass er das Gespräch mit BK suchen wird, um uns ein bisschen mehr Raum für uns zu schaffen.

    • #350052
      Lafadiel
      Teilnehmer

      Hast du mal das Buch „die 5 Sprachen der Liebe“ gelesen? Das ist ganz interessant. Jeder hat demnach einen anderen Anspruch an die Liebe – deiner ist offenbar der nach Zweisamkeit. Und seiner nicht. Und daher fühlt es sich für jeden so anders an. File mir gerade spontan ein, ich fand es ganz hilfreich für einige Dinge damals.

      • #350061
        Tini
        Teilnehmer

        Nein das kenne ich nicht, aber danke für den Tipp! Werd ich mal nach schauen.
        Ich habe auch grade schon den ersten Shitstorm einer Freundin über mich ergehen lassen. Die kann die Situation überhaupt nicht nachvollziehen und plädiert für eine Trennung. So sehr ich sie ja auch verstehen kann, ich bin eigentlich jemand der trotzdem erst immer alles probieren muss, bevor ich mich wirklich dann trenne.

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