Beziehung vor dem Aus? :‘-(

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    • #288363
      Rainbow
      Teilnehmer

      Hallo ihr Lieben,

      ich brauche bitte eure Hilfe. Ich bin ziemlich verzweifelt.

      Seit 4 Jahren bin ich mit einem Mann zusammen, der aus vorheriger Beziehung eine Tochter (wird im Juli 9, lebt aktuell 80km von ihm entfernt und er sieht und spricht sie alle 14 Tage für je 48Std.) hat. Die Schwierigkeit besteht darin, dass wir eine Fernbeziehung quer durch Deutschland über ca. 700km führen.

      Wir haben schon viel zusammen durchgestanden, auch die harte Zeit als seine Tochter ihn für etwa ein Jahr nicht zu ihm durfte (die Ex wollte das einfach nicht). Ich mag seine Tochter sehr gerne, wir hatten sofort eine guten Draht zueinander. Allerdings lege ich auch viel wert darauf, dass die beiden auch Premiumzeit zu zweit haben.

      Nun zum Problem: Wir sind an einem Punkt in unserer Beziehung, an dem wir zusammenleben möchten.
      Ich merke aber schon lange, dass ich das nicht in seiner aktuellen Wohngegend kann. Ich habe das auch schon früh offen angesprochen und kommuniziert. Wir haben beide auch noch einen gemeinsamen Kinderwunsch und ich möchte das eigentlich auch an einem Ort verwirklichen, an dem ich gerne lebe. Er kommt ursprünglich auch aus der Gegend, in der ich lebe.

      Ich hatte so viel und massiv unter seinen Streitereien mit seiner Ex zu leiden, dass ich mich dem dort vor Ort noch stärker ausgesetzt fühle. Er sagt immer, dass ihn dort nichts außer seiner Tochter halte. Aber rechtfertigt ein Kind aus einer vorherigen Beziehung, dass Kinder aus der aktuellen Beziehung auf den Anschluss an Verwandtschaft nahezu verzichten müssen? Ich weiß es klingt egoistisch, aber wenn ich mich dort nicht wohl fühle und auch harte Fakten (wie deutlich geringerer Verdienst usw) für mich dagegen sprechen, rechtfertigen dann diese 100 Stunden im Monat, dass ich alles aufgeben muss?

      Seine Tochter zeigt noch immer eine krasse symbiotische Beziehung zu ihrer Mutter, was sich darin äußert, dass sie bei ihm spätestens abends weint, weil sie nicht bei ihrer Mutter ist (wenn sie mal 1 Woche in den Ferien bei ihm ist, spielen sich teilweise echte Dramen ab). Die Mutter unterstützt den Umgang nur, weil sie so dem gerichtlichen Gutachten über ihre Erziehungsfähigkeit entgeht.

      Dieses Dilemma erlaubt es meinem Freund nicht, sich vorstellen zu können, dort wegzuziehen. Ich bin sehr traurig darüber, weil ich denke, dass er zur Zeit sowieso auch eine Fernbeziehung zu seiner Tochter führt und es im Prinzip egal ist, wo er sich aufhält während der „Nicht-Papa-Zeit“. Er denkt auch ganz naiv, dass das ewig so weiter gehen wird bis die Kleine 18 ist, dass sie jedes 2. Wochenende bei ihm ist.

      Von hier zu ihr zu pendeln, ist ihm zu anstrengend, selbst wenn man sie 1x pro Monat mit dem Rotkäppchenservice der Lufthansa den 40min-Flug machen ließe.

      Ich liebe diesen Mann sehr! Ich wünsche mir eine gemeinsame Zukunft mit ihm, und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich ziemlich weit hinten bei ihm anstehe… 🙁 Ich will ihn nicht von seiner Tochter trennen, aber er lebt ja gar nicht im Wechselmodell oder ähnliches. Zwischen den Wochenenden gibt es nicht mal Telefonkontakt.

      Kann mir irgendjemand etwas raten, ohne mir gleich komplett den Kopf abzureißen?

      Liebe Grüße

      • Dieses Thema wurde geändert vor 9 months, 2 weeks von Rainbow.
    • #288367
      bosie
      Teilnehmer

      Hallo,

      Hier wird Dir sicher nicht der Kopf abgerissen.

      Ich kann dir nur leider nicht viel Mut machen. Ich persönlich bin immer sehr dafür, dass man eine weite Entfernung zwischen Vater und Kind vermeidet. Für mich zählt da auch nicht das Schicksal noch gar ncht geborener Kinder, das man gegen das Schicksal des vorhandenen Kindes abwägt.

      So traurig das auch ist, wenn du dir gar nicht vorstellen kannst zu ihm zu ziehen und er sich so gar nicht vorstellen kann, zu Dir zu ziehen, dann passt das einfach bei euch nicht.

      Sämtliche Optionen, vielleicht für alle einen Neustart etwas näher am Kind dran, noch ein paar Jahre warten mit dem Kinderwunsch usw. werdet ihr euch sicher überlegt haben.

      Liebe Grüße
      Bosie

      • Diese Antwort wurde geändert vor 9 months, 2 weeks von bosie.
    • #288372
      Anja87
      Teilnehmer

      Das hört sich nicht gut an.
      Vor allem weil euer Kind noch nicht existiert.
      Das heißt er hat sein Kind, liebt dich vielleicht sehr, aber das vorhandene Kind ist ihm wichtiger.
      Mir sagte mal jemand: seit ich ein Kind habe, steht mein Kind an erster Stelle, dann kommt lange Zeit nichts und dann erst mein Partner.
      Ich denke in der Aussage steckt viel Wahres.

      Wenn du dich da nicht wohlfühlst, dann lass es. Ich habe den Fehler gemacht und bin in das Haus gezogen, welches er mit seiner Ex gebaut hat. Er hätte mir immer versprochen wir suchen uns was gemeinsam, aber das passierte nie.
      Ich habe auch immer offen kommuniziert ich fühle mich nicht wohl.
      Und ich habe es irgendwann auch zum Vorwurf gemacht.
      Hinzu kam, dass ich in keine Entscheidungen einbezogen wurde.

      Aber wenn du dich an dem Ort nicht zu Hause fühlst, dann ändert sich das auch in Zukunft nicht.

      Liebe ist eine Sache, aber Walt Disney gibt es nicht im realen Leben.
      Geh in dich, schreib dir eine Liste der guten und schlechten Dinge und geh rational an die Sache heran.
      Und frag dich: was willst du?
      Wie geht es dir in der und mit der Situation?
      Und dann entscheide.
      Halte aber nicht an der Beziehung fest und verschwende Zeit und Energie, die du eher darauf aufwenden könntest, jemand neuen kennenzulernen.
      Wo du vielleicht auch nicht mit Problemen der Ex belastet wirst..
      Das kenne ich auch nur zu gut.

    • #288375
      Rainbow
      Teilnehmer

      Ich bin selbst Scheidungskind und hab genau aus diesem Grund schon sehr viel mehr eingesteckt als mir gut getan hat.
      Ich erde mich immer wieder und sage mir, dass das Kind wichtiger ist. Aber wenn es um den Rest meines Lebens geht, bin ich dann nicht auch irgendwie wichtig?

      Jetzt gerade bin ich einfach enttäuscht und traurig. Er fühlt sich dort selbst nicht wohl, betont immer, dass ihn „nur das Kind“ halte und trotzdem soll ich alles aufgeben.

      Was soll sich in ein paar Jahren geändert haben? Wenn die Kleine dann nicht mehr regelmäßig zu ihm will, entscheidet er sich dann um? Ab dem Zeugungszeitpunkt wurde er mit dem Kind erpresst. Vermutlich muss er das so weiterspielen, wenn er das möchte. Aber es tut mir so unglaublich doll weh.

      Aus meiner Erfahrung heraus macht es keinen Unterschied wo der Vater lebt, wenn regelmäßiger Kontakt da ist. Ich finde ehrlich gesagt sogar, dass er massiv übers Ziel hinausschießt, indem er Dinge erzwingen will. Zum Beispiel will er unbedingt, dass die Kleine Weihnachten bei ihm ist. Die Kleine weint aber schon bei dem Gedanken daran. Oder wenn er das weinende Kind ins Auto setzt und mit zu sich nimmt. Die Kleine weint dann, weil sie zum Papa-Wochenende und weg von der Mama muss. Dient das noch dem Wohl der Vater-Kind-Beziehung?

      Ich finde es so traurig, dass ich mich jetzt entscheiden muss, denn egal wie ich mich entscheide, glücklich werde ich damit im ersten Moment nicht. Für mich fühlt es sich so an als hätte ich mich nach ihm zu richten und als wäre ich nicht so wichtig.

    • #288377
      Rainbow
      Teilnehmer

      Ja, Kinder sind vermutlich das wichtigste. Ich wünschte ich dürfte es selbst erfahren und selbst eins oder mehrere bekommen.

      Es tut einfach so unendlich doll weh, dass es wohl an sowas scheitern muss. Ich hoffe doch nur auf ein Wunder! :‘-(
      Mein Herz zerbricht gerade.

    • #288379
      Anja87
      Teilnehmer

      Aber damit beantwortest du doch schon alles.
      Du richtest dich nur nach ihm.

      Nein. Das geht langfristig nicht gut.
      Entweder beide entscheiden gemeinsam oder man muss die Konsequenzen tragen.
      Sonst verlierst du dich selber

    • #288381
      Tara
      Teilnehmer

      Wenn er nicht zu Dir ziehen will und Du nicht zu ihm, dann bleibt es eine Fernbeziehung, bis einer von Euch jemand anderes kennenlernt, der/die süßer und netter und bequemer ist und die Beziehung beendet.

      Ich bin zähneknirschend und laut fluchend zu meinem Kerl in das Kaff gezogen, in dem er lebt, weil seine Kinder hier zur Schule gehen und ihre Vereine haben. Und die KM natürlich auch iert lebt. Hier bleibe ich sicher nicht ewig.

      Der Weg ist eher Richtung Kind, denn das will der Vater aufwachsen sehen.

      • #288383
        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Ich bin der Ansicht, wenn der Mann das Kind vor die Frau stellt, dann hat man eh nicht viel zu lachen. Überleg Dir das.

        • #288424
          bosie
          Teilnehmer

          In den letzten Tagen hat hier jemand den Unterschied zwischen der liebe zu seinem Partner und seinen Kinder sehr schön beschrieben.

          Es hat halt auch etwas mit Verantwortung zu tun.

          Der Vater bemüht sich um ein engeres Verhältnis zu seiner Tochter. Dies kann er nur, wenn er vor Ort ist. Es gibt keinen andere Möglichkeit.

          Für die nee Freundin gibt es dies aber schon, sie kann ja theoretisch zu ihm ziehen. Sie kann Kompromisse schließen. Die Tochter aber nicht, dazu ist sie noch zu klein.

          Vielleicht wird die Situation in ein paar Jahren wieder anders und sie können wegziehen.

          • #288432
            Donnaserpente
            Teilnehmer

            Ich meine das nicht speziell auf die Wohnsituation bezogen, sondern allgemein. Für meinen Mann wäre ich überall hingezogen. Ich kann und will aber nicht hinter den Kindern stehen, was ich glücklicherweise auch nicht tue.

    • #288384
      Rainbow
      Teilnehmer

      Kennt ihr das, wenn es dich falsch anfühlt, zu tun, was man eigentlich nicht möchte (quer nach Deutschland zu ziehen), aber es sich genau so falsch anfühlt, sich zu trennen?

      Meine Liebe ist so stark, aber nicht stark genug, bedenkenlos dorthin ziehen zu können..

    • #288387
      Anja87
      Teilnehmer

      Dann nimm dir vielleicht mal eine Zeit Kontaktsperre. So 4 Wochen.
      In denen du und auch er überlegen könnt wie es weitergeht?

    • #288390
      Rilaahna
      Teilnehmer

      Käme denn ein Umzug auf Zeit für dich in Frage, so ähnlich wie bei Tara?

      • #288391
        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Vielleicht gefällt es Dir ja sogar?
        Ich habe mein Leben lang mitten in der Grossstadt gelebt. Nun wohne ich 25 km entfernt im „Grünen“ und finde es wundervoll!

    • #288393
      Minerva
      Teilnehmer

      Liebe Rainbow,

      Kinder ziehen einfach sehr stark… das wissen viele Expartner auch gut, nicht umsonst werden Kinder gezeugt um den Partner vermeintlich zu halten. Dein Partner möchte einfach in der Nähe seines Kindes bleiben. Ich glaube, wenn du dir nicht vorstellen kannst dort zu wohnen wäre das Risiko zu groß für dich, dort hin zu ziehen und auch glücklich zu sein. Offenbar ist deinem Partner es wichtiger, in der Nähe seines Kindes zu sein, als zu dir zu ziehen. Das Kind ist noch sehr jung, also wird sich in den nächsten Jahren nicht viel ändern. Vielleicht wenn es 14-15 wird und seine eigenen Wege geht. Mir persönlich wäre das zu lange für eine Fernbeziehung. Kontaktsperre wäre mal gut, auch damit dein Partner es spürt, dich zu vermissen!

    • #288395
      Gazelle
      Teilnehmer

      Ich finde es nachvollziehbar, dass der Vater die Umgänge mit seinem Kind weiterhin regelmäßig wahrnehmen will.

      Dass das Kind weint, wird vermutlich nicht daran liegen, dass es den Vater nicht mag.
      Es ist wahrscheinlicher, dass die Mutter dem Kind ein schlechtes Gewissen macht (Ich bin so alleine, wenn du nicht da bist…) etc. und das Kind die Zeit beim Vater deshalb nicht genießen kann.

      Trotzdem ist es ja wichtig, dass der Vater den Kontakt zum Kind hält und ihn nicht abbricht, denn dann hätte die Mutter erreicht was sie will und das Kind keinen (greifbaren) Vater mehr.

      Vielleicht könnt ihr einen Kompromiss machen und ganz woanders hin ziehen.
      Wenn dein Partner jetzt 70 km vom Kind entfernt wohnt, könnte er doch auch in eine andere Richtung 70 km vom Kind entfernt leben.
      Wenn ihr an diesem Ort zusammen leben würdet, wärt ihr doch weit genug weg von seinem alten Dunstkreis, der EX etc.

      Ich finde, da müsst ihr beide Abstriche machen und euch irgendwo in der Mitte von euren Vorstellungen treffen, wenn euch eine gemeinsame Zukunft am Herzen liegt.

    • #288427
      Tara
      Teilnehmer

      So eine Mitte, die auch 70 km vom Kind entfernt ist, bringt irgendwie auch nix, finde ich. Im Ort des Kindes ist schon praktischer.

    • #288429
      Rainbow
      Teilnehmer

      Ich will seinen Kontakt zum Kind nicht unterbinden!
      Ich tu mich – in meinem Schmerz – aber tatsächlich schwer den Unterschied zu verstehen. Wenn man sein Kind ohnehin nur 2 Wochenenden im Monat sehen darf und dazwischen sämtlicher Kontakt unterbunden wird, wo ist dann der Unterschied, wie nah man am Kind dran ist? Solange diese Zeiten eingehalten werden, ist es dann wichtig, ob man 7km, 70km oder noch weiter weg wohnt?

      Wenn ein Wechselmodell denkbar wäre oder er die Kleine dauerhaft bei sich hätte wäre es für mich nachvollziehbarer.

      So problemlos wäre ein vorübergehender Umzug nicht. Mein Studienabschluss wird in dem Bundesland nur teilweise anerkannt, ich wäre dort arbeitslos, während ich hier eine sichere Zukunft hätte. Ich habe bereits in 4 Bundesländern gelebt und mir nach schweren Schicksalsschlägen und langer Krankheit bewusst hier meinen Standort gesucht und mühsam ein Sicherheitsnetz aufgebaut. Und ich befürchte in ein paar Jahren ist es auch einfach zu spät. Zu spät für eigene Kinder, zu spät für eine Jobwechsel für meinen Freund,… die Uhr tickt.

      Es ist also mehr als purer Egoismus, was mich dazu bewegt zu sagen, dass ich nicht denke, dass es clever ist, mich gegen mein Bauchgefühl zu entscheiden. Ich wünsche mir einfach nur, dass es mehr als dieses „K.O.-Argument“ Kind gibt. Diesem Argument habe ich kaum etwas entgegenzusetzen. Ich würde es einfach nur gern nachvollziehen können und möchte, dass er meine Beweggründe nicht einfach so wegwischt.

      • #288437
        bosie
        Teilnehmer

        Wie soll er aber aus 700km Entfernung diese zwei Wochenenden schaffen.
        Und wo soll er den Umgang wharnehmen?. bei der Ex wohl kaum. Im Hotel?

        Außerdem kann sich die Situation ja auch mit der Zeit ändern und womöglich kann es später, wenn das Kind sich wieder an ihn gewöhnt hat, zu erweiterten Umgang kommen.

        Für mich hören sich deine Einwände ein wenig unausgewogen an. Du sprichst vom k.o. Kriterium Kindund führst dein K.O. Kriterium Job an.

        Warum sollte er für deine berufliche Zukunft sein Kind aufgeben.

        • Diese Antwort wurde geändert vor 9 months, 2 weeks von bosie.
        • #288445
          Rainbow
          Teilnehmer

          Mein KO-Kriterium ist meine Gesundheit und, dass ich Schwierigkeiten habe, mir dort fern ab von allem, eine gemeinsame Zukunft vorzustellen. Ich würde glaub ich lieber auswandern als dorthin zu gehen (reines Bauchgefühl). Ich werde mit der Mentalität vor Ort einfach nicht warm. Ich fühle mich dort gar nicht wohl.

          Wie bereits geschrieben wurde, es pendeln viele Kinder zu ihren Eltern betreut(nicht allein!) im Flugzeug oder ICE. Was das pendeln bedeutet, wissen wir ja nach den Jahren ganz gut. Im Moment fahren wir die 1.400 km ja auch mehrfach im Monat! Dazu kommt doppelte Haushaltsführung usw…finanziell wird dann wohl auch noch eine kleine Wochenendwohnung drin sein.

          Zur Zeit führt er 2 Fernbeziehungen: eine mit mir und eine mit seiner Tochter.

          • #288452
            bosie
            Teilnehmer

            Ich bin gerade etwas sprachlos.
            Du willst doch nicht wirklich diese „Beziehungen“ vergleichen.

            Und dazu der Entfernung. Für mich ist das ganze irgendwie nicht stimmig. 4:30 für 700km? Dann lebt ihr beide in deutschen Großstädten. Dann kann wohl kaum die Rede davon sein, dass e sei ihm strukturschwach ist und dort keine berufliche Perspektive ist.
            Und die KM wohnt mit ihrem Kind zwar 100km weg, aber genauso gut angebunden durch die Bahn?

            Das wage ich jetzt mal wirklich zu bezweifeln.
            Und wie soll das Kind zu. Flughafen bzw. Hauptbahnhof kommen?

          • #288457
            Rainbow
            Teilnehmer

            Ich weiß nicht, ob du mich nicht verstehen kannst oder nicht nicht verstehen willst.

            Mir fehlt gerade die Kraft, Dir zu erklären, dass ich es absurd finde Eltern-Kind-Liebe mit Liebe unter Erwachsenen zu vergleichen – das sind unterschiedliche Welten. Ich verstehe noch viel weniger, wo du den vermeintlichen Vergleich plötzlich herzaubern willst.

            Ich sagte nur, dass ich genau weiß, was ich ihm fahrtechnisch zumuten würde. Nicht mehr, nicht weniger.

          • #288461
            bosie
            Teilnehmer

            „Zur Zeit führt er 2 Fernbeziehungen: eine mit mir und eine mit seiner Tochter.„

            Zitat von Dir, zwei postings über deinem letzten.

            Ich glaube nicht, dass du einschätzen kannst, was du dem Kind da zumuten würdest.

            Ich bin wirklich sehr viel mit Flieger, Bahn und Auto unterwegs und weiß, wieviel auf 700 km passieren kann.

            • Diese Antwort wurde geändert vor 9 months, 2 weeks von bosie.
          • #288465
            Rainbow
            Teilnehmer

            Wo ist der Unterschied, ob er 2x pro Monat zu mir oder zu ihr fährt? Ich sage doch gar nicht, dass die Kleine sofort alleine fahren soll, auf lange Sicht halte ich es aber nicht für ausgeschlossen.

            Das mit der doppelten Fernbeziehung war wohl missverständlich. Ich meine damit, dass es ihm damit schlecht geht. Er hängt zwischen allem. Es ist fürchterlich nirgendwo ganz sein zu können.
            Er hat aber nur als Stellschraube, eine der Distanzen in Nähe umzuwandeln, weil die KM ihn schon am ausgestreckten Arm verhungern lässt.

            Ich glaube ja (zwar als kinderlose), dass es immer das Herz eines Elternteils zerreißt, wenn es nicht bei seinem Kind sein kann. Dabei ist es aber irrelevant, ob man im Nachbarort wohnt und sein Kind nicht öfter als die 2 Wochenenden sehen darf oder irgendwo anders und dann 2x im Monat zum Kind hinfährt. Der Trennungsschmerz vom Kind bleibt doch gleich, oder nicht?

          • #288466
            bosie
            Teilnehmer

            Wo soll er denn den Umgang mit seiner Tochter wahrnehmen?

          • #288468
            Rainbow
            Teilnehmer

            Zur Zeit finanzieren wir auch zwei teure große Wohnungen. Da wird auch noch Geld übrig bleiben, entweder weiterhin beide zu halten oder näher am Wohnort der Tochter eine kleinere Wohnung zu mieten.

          • #288469
            Tara
            Teilnehmer

            Für 2 x im Monat? Was ist denn mit seinem Job?

          • #288473
            Rainbow
            Teilnehmer

            Seine Firma ist bundesweit vertreten. Angeblich (seine Aussage) kann er sich relativ einfach versetzen lassen. Er sagt immer wieder, der Job wäre nicht sein Problem..

          • #288472
            bosie
            Teilnehmer

            Und wenn du dann Kinder bekommst, wäre es für dich okay, dass dein Mann zwei Wochenenden im Monat weg ist, zusätzlich zum Unterhalt noch hunderte von Euro ausgibt um sein Kind zu sehen?

            Denn diese Möglichkeit es so zu halten geübt es ja tatsächlich,aber das wäre der Preis den du zahlen müsstest.

          • #288476
            Rainbow
            Teilnehmer

            Natürlich wäre das in Ordnung. Ich will mitnehmen Kinder, weil ich ihn liebe und nicht weil ich einen Versorger suche.
            Es wäre -auch jetzt schon- für mich okay, wenn er mit seiner Tochter allein in den Urlaub fährt oder sie eben mit uns mitkommt (wie es für die Beziehung der beiden eben besser ist).

            Von mir aus kann sie auch bei uns leben.

          • #288482
            bosie
            Teilnehmer

            Du solltest dir das ganz genau überlegen.

            In ein paar Jahren hast du dann zwei Kinder unter drei. Und jedes zweite Wochenende kannst du das alleine wuppen. Ich habe das durch, aus anderen Gründen. Das war hart.

            Und falls ihr nicht extrem gut verdient, machen 600 Euro mehr oder weniger im Monat eine Menge aus. Gerade falls einer in elternzeit geht.

          • #288485
            Rainbow
            Teilnehmer

            Vermutlich hast du recht. Aus meiner Erfahrung als Scheidungskind weiß ich aber auch, wie ätzend es aus Sicht eines Kindes sein kann später, jedes 2. Wochenenden verplant zu haben, obwohl Freunde dann wichtiger scheinen. Mit 9 ist das noch nicht so, mit 13 schon.

            Ach ich weiß doch auch nicht, ich bin einfach sehr verzweifelt, dass es an sowas scheitern können soll. Das hat für mich die Dramatik aus einem schlechten Film.

          • #288487
            bosie
            Teilnehmer

            Genau, das ist ätzend.
            Besonders wenn man dann 700km entfernt hockt und man wirklich keine Wahl hat. Öde Papa extra 700 km angereist ist.
            Bei 70km kann man mal früher nachhause oder nur für eine Party und am nächsten Tag noch mal zum Papa.

            So ganz versteh ich das Argument nicht,

          • #288490
            Rainbow
            Teilnehmer

            Ich denke einfach, dass es sich irgendwann auf die Ferien verlagert und von den Wochenenden entfernt.

            Vielleicht liege ich falsch, ist möglich. Vielleicht schätzen wir beide, also du und ich es auch beide falsch ein und diese eine Wahrheit liegt nochmal wo ganz anders.

            Ich habe deinen Standpunkt verstanden. Ich teile ihn nicht ganz, aber ich durfte auch noch nicht selbst Mutter werden. Ich glaube aber auch nicht, dass sämtliche Kompromisse ausnahmslos auf meiner Seite gemacht werden müssen, weil er ein Kind hat.

          • #288491
            bosie
            Teilnehmer

            Das kann gut sein.

            Deshalb ja auch die Option einfach noch zu warten oder eben nur für eine Zeit dorthin zu ziehen. Das wäre ein Kompromiss

            Aber wenn die generelle Frage ist, zu Dir oder zu ihm zu ziehen gibt es doch gar keinen Kompromiss.

    • #288431
      Rainbow
      Teilnehmer

      Aktuell lebt er 80km vom Kind entfernt. Selbst wenn es nur 800m wären, hätte er zur Zeit keine Chance auf engeren Kontakt!

      Und unsere Distanz liegt bei 700km …diese große Entfernung ist das Problem an der Sache.

      • #288435
        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Kann es möglich sein, dass das Kind nur eine für ihn willkommene Ausrede ist?
        Heutzutage pendeln viele Kinder über weite Strecken mit dem ICE zum anderen Elternteil. Es ist also nichts unmöglich

        • Diese Antwort wurde geändert vor 9 months, 2 weeks von Donnaserpente.
        • #288441
          bosie
          Teilnehmer

          Aber doch ncht, wenn sie kaum ein wochenende beim Papa schaffen. Das muss sich wohl erst noch entwicklen,

          Diese Pendelei über 700km ist Horror für ein Kind und kostet ja nun auch eine Menge, und die as mit einem ICE? Da setzt das Kind doch das ganze Wochenende im Zug.

          • #288447
            Rainbow
            Teilnehmer

            Nein, tut es nicht. Der ICE braucht 4:30 Stunden und das Flugzeug 42 Minuten.

            Wir bewältigen die Strecke ja bereits seit 4 Jahren.

            Der Weg vom Kind zum Vater beträgt im Moment auch eine gute Stunde. Dann kannst du ihm auch gleich Vorwürfe machen, nicht im Nachbarhaus zu wohnen…

    • #288438
      ElaLuela
      Teilnehmer

      Hallo Rainbow. Ich vermute Dein Freund hat Angst, dass er durch den Umzug in die weite Ferne dem Kind signalisieren könnte: der Papa zieht weit weg, er kümmert sich nicht. Es ist zwar nicht logisch, aber viele Scheidungsväter leben in der Angst, ihr Kind zu verlieren. Momentan kann er die Tochter abholen. Wenn ihr weiter wohnt, müsste sie fliegen. Es ist einfach komplizierter v.a. wenn die KM nicht mitspielt und den Umgang am liebsten unterbinden möchte. So hat der KV wenigstens das Gefühl nah zu sein.
      Praktisch gäbe es keinen Unterschied und egal, wie weit er wohnt. Denn der Umgang ist ja strikt 48 Stunden alle zwei Wochen. Hier geht es eher um die verletzten Gefühle des Vaters und seine Ängste.
      Ich weiss, dass es wahrscheinlich kein guter Ratschlag ist und mich hier gleich viele kritisieren werden. Aber wenn Du ihn wirklich liebst und er Dich auch und Ihr gemeinsame Kinder wollt??? Denn wenn ihr ein Kind hättet, wäre es einfacher für ihn sich zu entscheiden und in Deine Gegend zu ziehen. Denn Du nimmst ja seiner Tochter nichts weg. Der Kontakt würde ja weiterhin alle zwei Wochen stattfinden?
      Wie gesagt, ich sehe kein großes Problem eher die Ängste des Vaters.

      LG Ela

    • #288439
      Tara
      Teilnehmer

      Er kann aber auch nicht 2 x im Monat 1.400 km fahren. Und außerdem ist es im Moment so, das kann sich ganz schnell ändern. Bei uns kam das Wechselmodell auch erst, nachdem wir schon 1 Jahr zusammen waren.

      Das klingt nach einem unlösbaren Problem. Dann also Trennung.

    • #288449
      Rainbow
      Teilnehmer

      Vielleicht habe ich in den letzten Jahren wegen des Streits um das Kind zu viel einstecken müssen.

      Wenn er wütend auf die KM war, hat er mich angebrüllt, denn die KM darf man aus taktischen Gründen nicht anbrüllen. Ich habe den Hass, die Wut und die Verzweiflung abbekommen, die ihr gegolten haben. Ich habe wirklich viel abfangen müssen und auch viel gelitten. Ich habe sehr viel gegeben, ich kann einfach nicht noch mehr über meine Grenzen gehen.

      • #288451
        bosie
        Teilnehmer

        Ja, das kann ich verstehen. Das Problem wirst du aber auch haben, wenn er zu Dir zieht.

        Glaub mir, das hört nicht einfach auf.

    • #288454
      ElaLuela
      Teilnehmer

      Ich finde das sehr schade und traurig, dass schon mal wieder wegen so einer unverschämten KM dem Vater sein Kind entzogen wird und alle leiden müssen.
      Für mich liest es sich so an, dass Rainbow und KV sich sehr lieben und gemeinsame Kinder und Zukunft wollen. Aber dadurch, dass der KV erpressabr ist, ist es nun kaum möglich.
      Was für ein Unterschied, jetzt mal ehrlich, ist es, wenn das KInd eine Stunde im Auto verbringt oder 42 Minuten im Flieger? Denn dazwischen gibt es ja keinen Kontakt. Und wenn der Umgang wieder aufblühen sollte, dann kann ja die Tochter bereits am Freitan fliegen und bis Sonntag bleiben. Oder auch in den Ferien. Denn einen Alltag erleben der KV und Tochter so oder so nicht. Und ob der Umgang besser wird, ist fraglich. Mir tut auch der KV leid, dass er so manipuliert wird.
      Wie gesagt im Normalfall würde ich auch sagen, in der Nähe des Kindes bleiben. Aber hier wäre das doch wirklich egal?

      • #288458
        bosie
        Teilnehmer

        Glaubst du wirklich, dass die Kindsmutter das Kind zum Flughafen bringt?

        Bist du schon einmal geflogen?

        Es muss zum Flughafen gehfahren werden, in der Regel wohnt man ja nicht direkt daneben. Das dauert seine Zeit, Der Flieger fliegt ja auch nicht alle 5 Minuten, eventuell kann das Kind erst abends fliegen. Man muss MINDESTENS 30 bis 45 Minuten vorher da sein. Sehr oft verspäten sich die Flüge und das Kind wartet dann stundenkang mit fremden Leuten.

        Zurzeit verbringt das Kind eine Stunde mit seinem Vater im Auto, hat also da schon Umgang mit ihm.

        Und da fegest du was der Unterschied ist?

    • #288459
      Tara
      Teilnehmer

      Naja, zu den 42 Minuten im Flieger muss man ja erst mal zum Flughafen kommen und einchecken und am Zielort auch wieder weg vom Flughafen, der ja nun selten in der Innenstadt ist. Da wäre die Zugfahrt besser. Aber egal, das geht nicht. Man kann ein so kleines Kind nicht 2 x im Monat so lange Zug fahren lassen. Das macht die 1 x und will dann nicht mehr zum Papa.

      Rainbow will aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen nicht weg (ich tippe auf Hamburg).
      KV wegen des Kindes und vermutlich auch wegen seines Jobs nicht (ich tippe auf München).

      Da alle Gründe ihre Berechtigung haben, gibt es nur die Fernbeziehung.

    • #288460
      Tara
      Teilnehmer

      Bosie und ich schon wieder einer Meinung. Das wird mir unheimlich.

      • #288467
        Rainbow
        Teilnehmer

        Ihr habt ja recht, die KM wird alles torpedieren und wohl auch wieder der Kleinen komische Dinge erzählen.

        Ich versuche doch nur verzweifelt Lösungen zu finden.

      • #288474
        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Uiuiui…ich stimme Euch in dem Punkt auch zu.
        Mit den 40 min. ist es nicht getan.
        Ich glaube, ich würde über meinen Schatten springen und zu ihm ziehen.
        Damals wäre ich sogar bereit gewesen, in das Nest zu ziehen, wo die Kinder leben. Aber mein Mann wollte da unbedingt weg. War mir natürlich nicht unrecht.

        • #288478
          Rainbow
          Teilnehmer

          Nein, es ist damit nicht getan, aber es ist auch nix unüberwindbares. Es bedeutet nicht, dass Vater und Tochter sich nicht mehr regelmäßig sehen können.

          Da gebe ich euch eher damit recht, dass die KM Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um das zu torpedieren.

          • #288479
            bosie
            Teilnehmer

            Aber doch sehr reduziert…

          • #288481
            Rainbow
            Teilnehmer

            Nicht weniger als jetzt auch.

          • #288483
            bosie
            Teilnehmer

            Doch natürlich weniger, da er oder das kind mehrere Stunden unterwegs sind. Der Freitag ist doch komplett gelaufen und der halbe Sonntag auch.
            Mach doch mal die Augen auf.

    • #288464
      Tara
      Teilnehmer

      Bei uns waren es nur 150 km Entfernung zueinander, die wir beide abwechselnd gependelt sind. So haben wir uns fast die ganze Woche gesehen. Ich wollte aber ein echtes, gemeinsames Leben. Da seine beiden Kinder und die KM in einem Ort auf dem Land leben und er sie die letzten Jahre der Kindheit noch aufwachsen erleben will, gab es für mich nur die Möglichkeit, weiter zu pendeln (und was hasse ich diese 2 Stunden im Dauerstau!) oder zu ihm zu ziehen.

      Zu ihm kam nicht in Frage, sondern nur gemeinsam was Neues suchen. Aber halt in dem Kaff, in dem seine Kinder sind. Ich habe meinen Job aufgegeben, meine Freunde (die fahren die 150 km auch nur, wenn ich Geburtstag habe. „Komm, wir trinken schnell noch ein Weinchen“ – ist nicht mehr), meine Eltern (ok, das ist zu verschmerzen, da fahre ich 1 x im Monat hin. Da war ich auch nicht öfter, als ich noch direkt in der gleichen Stadt gewohnt habe).

      Ich habe es nicht bereut. Ich hasse das Provinzdorf, aber ich bleibe hier nicht für immer. Wenn die Kinder größer sind, ziehen wir in die Stadt, aus der KV und ich kommen. Er ist nur wegen KM hierher gezogen. Also ich ziehe zurück. KV kann gerne mitkommen.

    • #288475
      Helena
      Teilnehmer

      Dein Partner schreit dich an, weil er Hemmungen hat, die Mutter seines Kindes anzuschreien? Rainbow, fällt dir was auf?

      Ich lasse mich von keinem Menschen als Blitz- und Frustableiter benutzen.

      • #288480
        Rainbow
        Teilnehmer

        Ich weiß, der Punkt gibt mir selbst zu denken. 🙁

        Ich habe Menschen wie dich immer beneidet. Ich weiß selbst, dass man sich das nicht gefallen lassen muss. Inzwischen wehre ich mich bei sowas ja, er hat jedes Mal Gegenwind bekommen.
        Aber ich habe Angst, das nicht mehr aushalten zu können, wenn ich dann alles auf eine Karte gesetzt und mich ein Stück weit abhängig gemacht habe.

        Ja, ich merke jetzt in diesem Moment selbst, was ich schreibe…

    • #288486
      Helena
      Teilnehmer

      Vielleicht solltest du nichts (weder Trennung, noch das Zusammenziehen) übereilen.
      Ich wollte nicht in deiner Haut stecken …

      Fühl dich gedrückt! Und schreib weiter im Forum. Du wirst viele hilfreiche Tipps und Anregungen bekommen.

      • #288488
        Rainbow
        Teilnehmer

        Vielen lieben Dank. Du glaubst nicht, wie viele Tränen ich allein heute vergossen habe, obwohl ich sonst nicht schnell weine.

        Ich möchte so gern mit externem „Moderator“ darüber mit meinem Freund sprechen, der uns beide einfangen kann, wenn wir uns um Kopf und Kragen diskutieren oder uns die Augen öffnet.
        Ich hoffe das lässt sich realisieren.

    • #288494
      ElaLuela
      Teilnehmer

      Habt Ihr natürlich Recht!
      Ich würde auch zu dem Mann ziehen, den ich liebe. Aber dann muss der Rest auch zu 100% stimmen. Habt Ihr schon darüber geredet, wie es aussehen würde, falls Du zu ihm ziehen würdest? Mit seiner Tochter vestehst Du Dich gut? Oder? Wie es finanziell ausshen würde?
      Ich würde den Schritt wagen. Keiner kann vorhersehen, wie es sich tatsächlich entwickeln wird. Wenn Ihr ein Baby habt, vielleicht will dann die Tochter doch mehr Kontakt, weil sie ihr Geschwisterchen vermisst? Kann aber auch anders laufen natürlich, dass sie den Kontakt komplett boykottiert.
      Nimm das nicht persönlich, Rainbow. Mein Mann wäre auch nicht wegen mir weggezogen. Obwohl ich in einer anderen Stadt vielmehr verdienen würde und einen wesentlich besseren Job hätte. Das nehme ich ihm aber nicht übel. Wenn sein Sohn älter ist, dann machen wir es, aber bis dahin sind es noch gute 10 Jahre. Er hat nun mal Pflichen, welche Vorrang haben. Das ist null gegen Dich. Aber wie gesagt, einmal Kinder immer Kinder, es gibt kein Rückgaberecht. Liebe hin oder her.
      LG Ela

    • #288649
      Sumsi13
      Teilnehmer

      Rainbow ich kann dich verstehen. Sind zwar lächerliche Entfernungen im Vergleich zu euch, wir bei mir reden wir von 50-60 km aber ich habe mich geweigert in sein Haus das er für sich und seine damalige Familie gebaut hat zu ziehen. Ich habe mich von Anfang an nicht wohl gefühlt, im Haus, im Ort, in der Gegend…… – es wäre das Einfachste und wirtschaftlich gesehen, vernünftigste gewesen, aber ich konnte es nicht mit mir vereinbaren. Es ging nicht obwohl ich meinen Freund über alles Liebe und er der Mensch ist neben dem ich an meinem Lebensabend neben ihm liegend die Augen für immer schließen möchte; aber die Wahrheit ist, das sich selbst jeder der Nächste ist und eine Beziehung nur ein gewisses Maß an Selbstaufgabe verdauen kann m.M.
      Meinen Lebensmittelpunkt wohin zu verlagern damit er einen Steinwurf von KM und BK´s entfernt ist, wo die BK´s in einigen Jahren anfangen werden seltener zu kommen und in vermutl. 10 Jahren (hoffentlich) der Spuk der regelmässigen Besuche vorbei ist. Die BK´s werden gehen und ich sitz dann dort fest……
      Manche werden mich dbzgl. viell. jetzt steinigen wollen, aber weiters sind die Abstriche die ich machen muss weil ich einen Partner mit 3 BKs habe schon so groß, dass ich nicht bereit dazu bin mein restl. Umfeld (freunde, Familie, Hobbies, Arbeitsweg verdoppelt,….) auch noch abzugeben und mir alles zu verschlechtern- und nichts anderes wäre es gewesen.
      Wir haben uns geeinigt, dass wir beide komplett neu anfangen und zwar ungefähr in der Mitte zu beiden Lebensmittelpunkten.

      die 700 km sind halt schon weit für ein Kind, selbst mit Flieger, wobei ich denke, dass wenn alle, KV, KM an einem Strang ziehen und in 2-3 Jahren BK dann 12 ist, es machbar wäre. Flieger wäre wie Zug fahren für das Kind und wenn die Anbindung zum Flughafen zb. passen…. sind alles Details….aber viell. sehe ich das ein wenig naiv.
      In eurem Fall wäre viell. wirklich der „Stufenplan“ für alle das Beste ala Tara oder Ela – Stufe 1 wegen BK in seine Gegend für einige Jahre und dann retour in deine Gegend………
      m.M. Fernbeziehung ist auch keine Lösung, daran zerbricht man irgendwann oder es läuft aus.

      • #288657
        Rainbow
        Teilnehmer

        Ich muss über den Stufenplan nachdenken. Erster Impuls ist, dass ich das nicht für durchführbar halte.

        Es ist nur so frustrierend, dass nur ICH das alles immer überdenke und mich das dauerhaft verfolgt und er sich relativ entspannt zurücklehnt und nur „mein Kind“ sagt.😔

        • #288668
          ElaLuela
          Teilnehmer

          Liebe Rainbow, wie gesagt, ich bin auch in die Stadt meines Mannes gezogen. Weil sein Kind damals ganz klein war. Jetzt ist sein Sohn 8 und er sieht ihn nicht sooo häufig.
          Unsere gemeinsame Tochter ist noch ein Babay. Nach der Geburt habe ich gesagt, dass ich gerne zurück möchte. In unsere Heimatstadt (von mir und KV), weil ich v.a. Unterstützung brauchte. Denn Meine Mutter lebt dort. Mein Mann hätte auch zugesagt. Aber Ende des Liedes war, dass meine Mutter mit ihrem neuen LG zu uns gezogen sind und kann mir hier nun auch helfen und auf die Enkelin aufpassen. Alleine mit dem Baby fand ich etwas schwierig und bin nun froh, dass meine Mutter da ist.
          So ist es mir auch recht. Denn sonst würde ich mich auch unwohl fühlen, wenn wir wegziehen würden und sein Sohn hier bliebe. Aber wenn der Sohn dann 18 ist, dann überlegen wir uns es neu!
          Was ich sagen möchte, angenommen Du ziehst zu ihm. Angenommen kriegt Ihr in 2-3 Jahren ein Baby. Dann bist Du ja vorerst in der Elternzeit und dann ist ja die Tochter auch älter. Und womöglich ist der Kontakt bis dahin stabiler. Und ich könnte mir dann vorstellen, dass Dein Mann dem Umzug zustimmt.
          LG

        • #288681
          bosie
          Teilnehmer

          Nun, er hat halt seine Entscheidung getroffen, so hart das auch für dich klingt. Was soll er da noch lange grübeln?

          Ich habe den Eindruck, dass du in den letzten 4 Jahren so viele Kompromisse eingegangen bist, dass du jetzt einfach nicht mehr bereit bist dich zurück zunehmen und an diesem Punkt, dich durchsetzen möchtest.

          Ich frage mich nur, was denn bloß passiert ist, wenn du soweit weg wohnst und er eh kaum Kontakt zu seinem Kind hat.

          • #288688
            Rainbow
            Teilnehmer

            Ich bin definitiv ihm und seinem Kind zu liebe weit über meine Grenzen gegangen. Es ist sehr viel passiert.

            Es wäre zu viel, das hier zu schreiben.

            Ich liebe ihn sehr, aber es ist nach allem was passiert ist an der Zeit, dass nicht nur ich Kompromisse machen muss. Wobei ich „Kompromiss“ jetzt absichtlich nicht weiter definiere.

          • #288694
            bosie
            Teilnehmer

            Mir tut das wirklich sehr leid.

            Wenn du jetzt an dieser Stelle erkennst, dass du nicht beriet bist noch mehr zu geben, dann ist das vielleicht auch ein Gewinn. Du musst ja nicht schrieben, was geschehen ist, aber deinem Bauchgefühl trauen.

            Es darf nicht sein, dass einer immer draufzahlt, auch wenn der andere wegen eines Kindes gebunden ist.

            Viel Kraft Dir.

    • #288661
      SayNoMore
      Teilnehmer

      Wir stehen vor einem ähnlichen Problem. Ich bin vor gut 2 Jahren zu meinem Freund- ins europäische Ausland – gezogen. In das Haus, in dem er zuvor mit der Ex und den Kindern gelebt hat.
      Ich komme hier nicht klar, vorallem die Gegend in der wir jetzt wohnen ist schrecklich.

      „Ausser den Kindern“ hält meinen Freund dort auch nichts. Wir haben beide Jobs in den wir von überall arbeiten können solange ein Flughafen in erreichbarer Nähe ist.

      Ich würde gerne irgendwann zurück nach Deutschland – oder zumindest in ein anderes Land als hier… Wir haben aktuell die „Abmachung“, dass ich jetzt noch die Zähne zusammenbeisse, bis zumindest das grössere (schwierigere) Kind ein paar Jahre älter ist.

      Allerdings wird es kurzfristig zumindest auf einen Umzug innerhalb dieses Landes, aber schönere Eck hinauslaufen – oder auf eine Zweitwohnung für mich.

      Also – ich würde NIE wieder für eine Beziehung in eine Gegend ziehen die mir nicht zusagt. Weg von Freunden, weg von anderen liebgewonnennen Dingen. Zum Einen weil es einfach fehlt, zum Anderen weil man es unbewusst dem Freund doch immer vorhält, was man für ihn – und damit auch die BK – alles aufgegeben hat.
      Keine gute Ausgangslage für eine Beziehung, weil sowas wäre ja theoretisch nur damit wieder gut zu machen, dass er die Kinder in welcher Art auch immer aufgibt und wegzieht.

      • Diese Antwort wurde geändert vor 9 months, 2 weeks von SayNoMore.
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