Aus den Besuchs-WEs geschmissen wegen Schlafsituation

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    • #284193
      Kris
      Teilnehmer

      Hey Mädels,
      Ich sitz hier und bin verzweifelt.

      Es geht wieder um die Schlafsituation des KV und BK.
      (Siehe mein erster Beitrag „Freund springt bei allem von BK)

      Dieses Wochenende ist BK wieder da und am Freitag war ich nicht dort, sondern erst seit gestern. Ich wurde mit offenen Armen empfangen.

      Gestern Abend waren wir mit Freunden und BK etwas essen. Bei der Rückfahrt wurde das Thema über einen Mann im Stammpub eröffnet, der dort Drogen verkauft und eine Frau sehr bedrängt hat. Die Polizei hat nicht wirklich etwas gemacht. In diesem Pub waren wir aber gestern Abend nicht.
      Als wir zu Hause waren wurde sich bettfertig gemacht. KV brachte BK ins Bett, da hörte ich schon das weinen des BK (10 jahre).
      Mein Freund kam ins Schlafzimmer und nach meiner Nachfrage was los sei meinte er, BK habe Angst durch das Gespräch im Auto. Er war recht entnervt darüber.
      Wir legten uns schlafen, eingekuschelt, kam BK 10 Minuten später ins Zimmer und meinte, er hätte einen Albtraum gehabt und mein Freund ließ ihn ins Bett.

      Ich bemerkte dies erst nicht richtig und wusste nicht genau ob er zurück in sein Bett ist oder nicht. Auf meine Nachfrage bejahte mein Freund, dass er bei uns im bett liegt. Schon vorher ,als ich mir nicht sicher war, bekam ich dieses beklemmende Gefühl von zu viel Nähe, falls er drinliegt.
       Ich bin ein Mensch, der von zu viel Nähe mit fremderen Menschen ein Gefühl von beklemmung und erdrücktheit bekommt.
      Und für mich ist BK quasi fremd, jemand den ich nicht so einfach in meine private und persönliche Zone lassen kann und das Bett im Schlafzimmer ist für mich sehr persönlich.
      KV machte keinen Eindruck, dass er BK zurück ins Bett bringen und dort trösten würde.
      Ich stand auf und meinte ich gehe ins Wohnzimmer. Meinen Freund hat das wenig  bzw. Gar nicht gejuckt.
      Ich konnte kaum schlafen und nach 4 Stunden Schlaf war ich komplett hinüber und am Ende meiner Nerven.
      Den ganzen Morgen und Vormittag war ich sehr wortkarg, müde und den Tränen nahe. Die beiden schienen gut geschlafen zu haben.
      Dann fragte mein Freund mich tatsächlich was denn los sei und ich reagierte sehr zickig mit den Worten „denkst du das war angenehm und witzig letzte Nacht für mich?“ Und bin abgedampft um eine zu Rauchen.

      Mein Freund war daraufhin sauer und schickte mich nach Hause. Er wollte nicht darüber reden, seine Ruhe haben und meinte nur „In Zukunft macht jeder seins wenn BK da ist. Du kannst ab Sonntag Mittag vorbeikommen und gut.“
      Ich wollte das klären, da er heut Nacht weit auf montage fährt, aber er wollte nicht und meinte er ist Ende nächster Woche wieder da und dann…
      Das einzige was ich noch meinte war, das mir bewusst sei, dass die beiden ein Team sind und ich mich anscheinend da hineindrängle, aber mein Freund hat das verneint. Für mich sehr widersprüchlich.

      Nun sitze ich zu Hause, verheult und vermisse meinen Freund. Bescheuert nicht?
      Verzeiht den langen Text, ich wollte mich so gern mitteilen, auch wenn ich vielleicht überreagiere.

      LG
      Kris

    • #284196
      ElaLuela
      Teilnehmer

      Liebe Kris, es tut mir sehr leid, dass es unschön gelaufen ist.
      Dass Dein Freund Dich nach Hause geschickt hat, geht so ganz und gar nicht. Finde ich. Nach dem Motto, der Störfaktor ist beseitigt. Das ist keine gute Kommunikation.
      Dass Du den Tränen nahe warst, kann ich absolut nachvollziehen. Dass ein Kind da etwas sensibler ist und Angst hat, kann ich auch nachvollziehen. Der KV könnte aber in das Kinderzimmer gehen, das Kind beruhigen und dann zu Dir ins Schlafzimmer kommen. So wären doch alle zufrieden.
      Ich an Deiner Stelle würde mich erstmal nicht melden. Lass ihn auf Dich zukommen. Klar, dass Du ihn vermisst. Aber Du musst die Grenzen setzen. Wenn Du das jetzt nicht tust, dann wird es immer schwieriger mit der Zeit.
      So funktioniert keine Beziehung: „Du nervst, geh weg“. Das ist respektlos.
      Bleib stark. LG Ela

    • #284208
      LakinisJuice
      Teilnehmer

      Liebe Kris,

      So geht das nicht. Klar hatte der Kleine Alpträume aber dann kann er mit ihm im Kinderzimmer schlafen. Das mindeste wäre gewesen am nächsten Tag mit dir darüber ein Gespräch zu führen. Die Ansage am Ende der Woche mit dir zu sprechen geht auch gar nicht… da kann er ja dann auf dich zu kommen.
      Neben bei möchte ich sagen das Kinder in dem Alter sehr anfällig für Alpträume sind daher vermeiden wir solche Gespräche vor der großen da wir sonst mit allen im bett liegen.

    • #284212
      Tara
      Teilnehmer

      Liebe Kris,

      meine Meinung, dass Kinder nix im Bett verloren haben, kennst Du ja. Aber Dich nach Hause zu schicken, gefällt mir gar nicht. Wenn Du da nicht aufpasst, geht es Dir wie Schnupsi und er entscheidet sich für das Kind und sich ohne störende Partnerin.

      Ich kann Dich absolut verstehen. Das Kind soll nichts ins Bett, der Partner aber bitte rein. Das Kind zu beruhigen und zurück zu kommen, ist ihm vermutlich zu anstrengend. Euch zu trennen ist für ihn die einfachste Lösung.

      Wäre das in der Kernfamilie auch so? Auch die Mutter könnte das Kind im Bett stören, weil sie einfach mit ihrem Mann da alleine sein will.

      Da muss eine Lösung her. Und so abbügeln lassen würde ich mich ungerne. Käme es für Dich denn in Frage, ihn zu BK Zeiten alleine zu lassen? Aber eigentlich möchte man mit seinem Freund über kurz oder lange mal zusammen leben und wohnen.

    • #284219
      Kris
      Teilnehmer

      Danke für eure Antworten, so komme ich mir nicht ganz so blöd vor.

      Dass er mich weggeschickt hat, tut mir am meisten weh. Egal wie bockig ich auf ihn bin,das würde ich nicht mit ihm machen.
      BK war auch sehr kleinlaut und irritiert was denn jetzt los ist.

      Das Problem ist,dass er unglaublich engstirnig sein kann und da beiße ich auf Granit, wenn er einmal dicht gemacht hat. Nicht sehr erwachsen.

      So an sich könnte ich die Trennung über das Wochende verkraften, nur haben wir sowieso sehr wenig Zeit füreinander durch seine Selbstständigkeit. Durch die Trennung von BK und mir machen wir auch wieder 10 Schritte zurück. So können BK und ich uns ja nie aneinander gewöhnen. Wir kommen auch gut miteinander aus und BK respektiert mich. Nur die Schlafsituation ist das streitthema.

      Wir wollen im September zu zweit in den Urlaub fahren, wenn ich davon anfange bremst er mich aus wenn BK dabei ist. Wir können nur allein drüber sprechen. Auch so ein Ding.

      So wie mein Freund öfter redet und ich ihm auch mitgeteilt habe, möchten wir eine Zukunft miteinander aufbauen. Nur so wie das läuft, ist das Meilen weit entfernt.
      Momentan habe ich noch die Vorstellung dazu und bin bereit dafür zu kämpfen, denn ich liebe ihn, doch ich weiß nicht ob ich das schaffe.

    • #284383
      Ellie
      Teilnehmer

      Liebe Kris,

      bleib jetzt auf jeden Fall stark und warte darauf, dass er sich bei dir meldet und sich dafür entschuldigt,dass er dich rausgeworfen hat. Das geht wirklich überhaupt nicht! So springt man nicht mit seiner Partnerin um. Das ist absolut respektlos, aber auch ein Zeichen dafür, dass ihm wohl grad alles zu viel war und er sich nicht mehr anders zu helfen wusste. Für solche Situationen müsst ihr andere Lösungen finden, einen Weg der gemeinsamen Kommunikation.
      Ihr wollt irgendwann eine eigene Familie, zu der auch BK gehört. Da kann es nicht die Lösung sein, wenn der euch jetzt kategorisch voneinander trennt, weil das für ihn der einfachste Weg ist. Wenn er jetzt und am Telefon nicht darüber reden will, dann ist das ok. Sowas lässt sich auch schwer am Telefon besprechen. Macht das doch in Ruhe, wenn er wieder da ist. Mach ihm klar, dass du BK nicht grundsätzlich ablehnst, dass es für dich aber ein fremdes Kind ist. Er muss euch die Zeit geben, dass ihr euch aneinander gewöhnen und eine Beziehung zueinander aufbauen könnt. Und er muss deine Grenzen respektieren.

    • #284691
      Kris
      Teilnehmer

      Hallöchen,

      kurzes Update:
      Da mein Freund auf Montage ist, kommt dann mal per Whatsapp ein guten Morgen und ein gute Nacht. Darauf antworte ich, aber sonst halte ich mich sehr stark zurück, da ich nicht immer die Jenige sein möchte, die wieder „angekrochen“ kommt bei seiner Sturheit.
      Jedoch habe ich gestern Abend einen längeren Brief verfasst, den ich Heute abschicke, da ich bei Gesprächen über Gefühle oder soetwas sehr emotional werde und die Hälfte vergesse zu sagen oder auch nicht die richtigen Worte finde.
      Der Brief wird dann im Briefkasten sein, wenn er nach Hause kommt.
      Ob er ihn lesen wird weiß ich nicht, aber es tat gut mich zu erklären und in Ruhe aufzuschreiben, wie es mir ergeht.
      Mal schauen was dabei rum kommt.

    • #284699
      Tara
      Teilnehmer

      Natürlich wird er ihn lesen.

    • #285017
      skmm
      Teilnehmer

      Hi!
      Auch ich habe mich jahrelang über die Schlafsituation aufgeregt. BK schläft beim Papa im Bett. Gerne soll der Papa auch gemeinsam mit ihr ins Bett gehen, also abends um 8.
      Ich weiss nicht wie oft wir nachts Wanderungen hatten, weil Das Töchterchen nachts alleine aufgewacht ist uns so lange bockig geweint hat, bis sie dann wieder bei papa im Bett lag und ich umziehen musste.
      Es war ein langer Prozess. Er wollte an der Situation nicht viel ändern, sagte immer wieder, er tue dies nur mir zu Liebe, weil es mich störe. Gerne auch als Vorwurf.

      Das Ende vom Lied ist, dass er sich von mir getrennt hat.
      ich habe gegen die heilige Tochter verloren.

      Fehlt eigentlich nur noch der Altar von ihr in der Wohnung, die 30 Bilder im Format 50X50 stimmen ja schon auf das Tochtermuseum ein.

      Sieh dich vor, pass auf dich auf!

      • Diese Antwort wurde geändert vor 9 months, 4 weeks von skmm.
    • #285529
      Kris
      Teilnehmer

      Juhu,
      gestern haben mein Freund und ich darüber gesprochen und er ist da sehr stur, auch wenn er meinen Brief gelesen hat.

      Er ist der Meinung, dass er bereits einen Kompromiss eingegangen ist, da er das Wochenende bereits geteilt hat (Freitag schläft BK bei ihm und Samstag ich) und da der BK erst 10 ist, er nunmal auch ab und zu noch ankommt. Er will darüber nicht diskutieren, weil es nun schon 2 mal besprochen wurde. (Sturheit lässt grüßen). Er hat nichts dagegen wenn ich Samstag komme und dort schlafe, nur wenn BK ankommt und ich damit nicht klar komme und dann Sonntag so drauf bin, das will er nicht. Wenn ich aber damit klar komme, dann ist das ok. (ggrr) Es ist sein Kind, was Nähe sucht. Kann ich nachvollziehen.
      Für mich einfach ein fremder Jemand, der in meine persönliche Zone eindringt und als Freundin gehöre ich sicher nicht auf das Sofa.

      Darauf, dass er mich sehr verletzt hat als ich gehen „durfte“ hat er dann sehr verständnisvoll reagiert, als ich ihm das nochmal zum Ausdruck gebracht habe. Er versteht allerdings nicht, dass ich mich ausgegrenzt fühle, da er seiner Meinung nach mich stark in sein Leben intigriert (Schlüssel von Wohnung, Einblick in seine unternehmerischen Unterlagen, gemeinsame Unternehmungen usw.)

      Mein Lösungsansatz ist jetzt, dass wir uns von einem Rückschlag nicht unterkriegen lassen sollten und es weiter versuchen und wenn dann samstags BK aus Angst oder so doch wieder ankommt, mein Freund ihn ins Bett bringt, beruhigt und wieder zurückkommt oder halt bei ihm bleibt. Dann bin ich wenigstens trotzdem in „unserem“ Bett und kann vielleicht besser damit umgehen. Einen Versuch ist es Wert und das werde ich ihm Heute noch sagen und vorschlagen.

      @skmm
      Wenn du das so schreibst, als „Altar“ und „Tochtermuseum“ dann lief bestimmt noch einiges Andere schief, als die Schlafsituation? Interpretiere ich das richtig?
      Wenn die kleine um 8 ins Bett ging und so dermaßen bockig war, war sie dann noch jünger?

      • #285681
        bosie
        Teilnehmer

        Ich finde den Vorschlag, dass er sic kümmert und zur Not bei seinem Kind bleibt vernünftig. Damit kann man doch leben.

        Du wirst nicht verbannt und hast deinen Dir zustehenden Platz.

    • #285532
      skmm
      Teilnehmer

      Sie war zu dem Zeitpunkt 6 Jahre alt. Es lief einiges schief, aber ich war zu lieb – nicht zu blind, habe alles Verständnis der Welt aufgebracht.
      Ging leider ziemlich schief.

    • #285543
      Kris
      Teilnehmer

      Das tut mir wirklich sehr leid für dich.
      Manchmal ist Liebe leider nicht genug und ich hoffe für dich, dass du dir dennoch eine Zukunft nach deinen Wünschen aufbauen kannst.

      Mein Freund geht sonst sehr auf mich ein, hat mich gestern auch lange getröstet, mir auch zu verstehen gegeben, dass es ihm leid tut und ich ihn nicht so einfach los werde und meine Verlustängste ihm gegenüber unbegründet sind. Sonst läuft es auch sehr gut bei uns, nur das leidige Schlafthema.
      Ich frag mich immer, ob es einfach daran liegt, dass ich selbst keine Kinder habe und es dadurch nicht verstehen kann.
      Aber da gibt es hier im Forum noch ganz andere Probleme mit BK und KM. Ich werds überleben und mit etwas Geduld auch eine Lösung finden.

    • #285549
      Tara
      Teilnehmer

      @kris – Dass Du im Bett bleibst und BK und er gehen – ist schon mal ein guter Ansatz, dass BK im eigenen Bett schläft. Es sei denn, der Vater WILL mit BK in einem Bett schlafen. Dann wäre ich weg.

    • #285563
      Kris
      Teilnehmer

      Meinst du, dass mein Freund unbedingt will, dass BK bei ihm im Bett schläft?
      Das wäre für mich auch etwas verstörend.

      Er meinte mal, dass er das dem BK nicht wegnehmen will. Da hatte bin ich noch freitags und samstags nach Hause gefahren. Wir waren beide irgendwann etwas traurig so getrennt und da hat er
      mit BK geredet, dass das Wochenende geteilt wird.
      Und ich glaube er sieht ihn als den kleinen Jungen, der er eigentlich nicht mehr ist.
      BK braucht ihn nur mit großen Augen anzuschauen und „Pahapi“ zu sagen und mein Freund wird
      weich, obwohl er bei anderen Dingen auf Stränge pocht. BK hängt doch so an ihm.
      Seine Widersprüchlichkeit ist auch für den BK oft nicht ganz einfach, denke ich.
      Mein Gott, ob ich als Mutter auch so werde? Oh je…

      • #285573
        ElaLuela
        Teilnehmer

        Dass Du auch so sein wirst, wenn Du selber Mutter bist? So muss es doch nicht kommen. Das hängt davon ab, wie Du so als Mensch drauf bis. Wie sind Deine Vorstellungen über Muttersein oder über die Erziehung und über das Leben allgemein.
        Was habe ich mir alles anghören müssen als ich schwanger war, wie meine Welt sich plötzlich verändern wird und ich alles mit ganz anderen Augen sehen werde. Und wie ich eine Liebe empfinde, welche nicht beschreibbar und begreifbar sei….Naja, meine Welt hat sich schon verändert, ich schlafe weniger und habe weniger freie Zeit. Die Liebe? Ja ich liebe mein Kind. Weil es klein süß und niedlich ist und meins ist. Aber es ist keine Liebe, die irgendwie besonders außergewöhnlich ist. Ich liebe auch meine Schwester, Mutter, meinen Mann und meine Oma. Anders aber nicht weniger.
        Ich lasse mir meine Freiheiten nicht nehmen. Ich mache, was ich sonst gerne gemacht habe und tue Dinge, die ich gerne tue. Die Tochter schleppe ich dann einfach mit.
        Meine Mutter ist nun zu uns in die Stadt gezogen und mag sehr gerne die Zeit mit ihrer Enkelin verbringen…freu*** Ich genieße die Zeit ohne Tochter mit KV! Und auf den Urlaub alleine mit KV werde ich nicht verzichten.
        Was ich sagen möchte, nein, Du wirst nicht verrückt werden, nur weil Du Kind kriegst!

    • #285575
      Tara
      Teilnehmer

      Ich kann auf dieses „Paaaapaaaaa“ nur kotzen und auf meinen Freund dann auch. Er sagt: „Ich will sie aber fahren und will ihnen Gefallen tun“. Da er es für mich auch tut, muss ich es tolerieren. Seine Kinder. Und wenn er sich wissentlich zum Volldeppen machen lässt, soll er es tun. Innerhalb gewissen Grenzen und meiner Bereiche.

      • #285580
        ElaLuela
        Teilnehmer

        Lach…noch besser „Papppaaa Pappillliiiii kommmmst duuuu mal“…kenne ich nur zu gut! Am Anfang ist der KV zu seinem Kind förmlich gerannt. Mit der Zeit wurde es besser. Dann sagte er so etwas wie „Jetzt grade nicht“. Die Kinder lernen schnell und begreifen die Lage auch schnell. So hat das BK gelernt, dass der KV nicht nur der Bespaßungsdepp ist, sondern auch sein Vater und auch streng sein kann.
        Die Kinder sollen sich unserem Alltag anpassen können. Und nicht wir Erwachsene dem kindlichen Alltag.

        Ich habe eine Freundin und sie verdreht jedes mal die Augen, wenn ihr Sohn ruft , „Mammaaaaa kommmst duuuuuu…“ Manchmal reagiert sie weniger nett und sagt dann „was willst du denn schon wieder, lass mich doch in Ruhe“. Und sie ist seine leiblcihe Mutter und liebt ihr Kind. Ist auch sonst eine nete gebildete und kompetente Frau, die sich aber nicht auf der Nase rumtanzen lässt.

        Ich stelle mir gerade vor, wie die Allgemeinheit so reagieren würde, wenn ich so etwas zu meinem BK sagen würde, „verschwinde, du nervst!“….da wäre ich sofort eine ganz bööööööse Stiemutter!

        • #285678
          bosie
          Teilnehmer

          Ich finde es auch von einer leiblichen Mutter ganz schlimm, wenn man so reagiert. „Was willst du denn schon wiede, lass mich in ruh…“

          Wer bitte spricht denn so mit einem Familienmitglied? Ich habe eine anstrengende fast 80 jährige Mutter und eine nicht minder anstrengende noch ältere Schwiegermutter.niemals würde ich so etwas zu Ihnen sagen und ich habe auch noch nie so etwas zu mir von irgendwem in meiner Familie gehört.
          Und erst recht nicht zu Kindern.

          Ich springe ncht bei jeder kleinen Befindlichkeit, aber in dem Stil und der Wortwahl würde ich nie agieren. Das geht mit etwas Humor und Liebe anders und ist respektvoll.

          • Diese Antwort wurde geändert vor 9 months, 3 weeks von bosie.
    • #285612
      Gazelle
      Teilnehmer

      Ich finde deinen Freund sehr verständnisvoll und finde, dass er schon sehr bemüht ist, es euch beiden Recht zu machen.

      Sein Sohn ist 10 Jahre alt, in 1-2 Jahren wird der ganz von selber nicht mehr bei Papa im Bett schlafen wollen. Und solange er es noch will, würde ich das als Vater auch nicht verbieten, jedenfall nicht, wenn ich mein Kind nur zu Besuchswochenenden sehen würde.

      Dem Kind fehlt der Papa im Alltag, es hat da Nachholbedürfnis an Nähe und ins Bett der Eltern krabbeln tut immer gut. Hab ich als Kind auch gerne gemacht. Das ist ein Gefühl der Sicherheit und des Geborgenseins und gerade eine Kind, dass sonst vom Vater getrennt ist, braucht das.

      Ich kann auch verstehen, dass du nicht mit einem fremden und nicht mehr ganz kleinen Kind in einem Bett schlafen möchtest. Ich finde aber dass die Bedürfnisse eines Kindes (das ja für die ganze Trennung etc. nichts kann) da vorgehen.

      Und da dein Partner das Wochenende ja schon geteilt hat, ist er dir ja schon sehr viel entgegen gekommen, da solltest du das meiner Meinung nach auch tun.

      Es wird nicht mehr lange dauern, bis das Kind von selber nicht mehr in Papas Bett will.

      • #285676
        bosie
        Teilnehmer

        Ich Stimme Dir vollkommen zu.

        Was ich verstehe ist, dass die TE nicht mit einem recht fremden Kind in einem Bett schlafen mag. Ich persönlich würde dann nicht mit einem Vater zusammen kommen, aber das sehen andere sicher anders.

        Um das Problem aber zu lösen, kann man dem Vater die Möglichkeit geben, dann, wenn das Kind es braucht, er bei dem Kind schläft.

        Ich hätte meinem Mann (der, der Vater meiner Kinder ist) einen gehustet, wenn er irgendein Fass aufgemacht hätte, dass er darunter leidet, wenn ich mal eine Nacht bei einem Kind verbringe, das mich braucht.

      • #285800
        Kris
        Teilnehmer

        Naturlich ist mein freund verständnisvoll,obwohl er gern mal auf harten Kerl macht. und ich liebe ihn dafür. Doch, hat nicht jeder Mensch eine gewisse Grenze, die nicht zu überschreiten ist? Da müssen halt alle versuchen eine Lösung zu finden, die für alle zumutbar ist?
        Daher auch mein Lösungsansatz, den ich ihm noch nicht vorschlagen könnte.

        @bosie
        Also würdest du keinen vater mit Kind nehmen,wenn du mit dem Kind nicht in einem Bett schlafen kannst? Hab ich das jetzt richtig verstanden? Ich bin mir nicht ganz sicher…
        Also,wenn ja,dann ist das ja eine mehr als eigenartige Basis für eine Beziehung. Ich verliebe mich doch in einen Mann und nicht in das Kind. Naturlich respektiere und akzeptiere ich das Kind, aber eine Beziehung führe ich mit meinem Partner. Wenn das passt,dann ist nicht der ausschlaggebende Punkt, dass ich mit dem Kind nicht in einem Bett schlafen kann.

    • #285625
      Tara
      Teilnehmer

      Äh. Nein. Mein BK1 ist heute 16 und klebt am Papa. Als wir noch in seiner Wohnung waren, hat er, wenn ich nicht da war, immer beim Papa auf dem Sofa geschlafen. Da war er 15. Ich hatte mein eigenes Bettzeug da und mir verbeten, dass er darin schläft. Und wenn ich jetzt bald weg bin auf alleinigem Kurzurlaub und er in unserem Bett schläft, ticke ich definitv aus.

    • #285635
      Soulcolored
      Teilnehmer

      Ich finde auch, es gibt irgendwo Grenzen , vor allem da es ja kein kleines Baby oder Kleinkind mehr ist. Und da dort nun eine weitere Person mitschläft, mit auch einem Bedürfniss, muss nunmal Lösung und Kompromiss her. Könntest du dir vorstellen, neben das Bett eine Matratze zu legen auf der sich BK nachts legen kann und schlafen kann für den Anfang?Wäre eine Idee zB.

      Ansich bin ich ja ein Fan vom Familienbett wenn es für alle passt und sie noch so klein sind, wieso nicht. Allerdings sollte man die Kinder nach und nach abkapseln und vor allem in dem Alter mit 10, versteht ein Kind doch eigentlich gut, das nunmal nicht jeder mit ihm kuscheln und in einem Bett schlafen mag und sollte eigentlich auch in der Lage sein ohne Eltern wieder einzuschlafen.

      Und es ist auch die Frage, ist es einfach nur Gewohnheit oder braucht das Kind die Nähe wirklich? Hatte es einen Alptraum oder ist es nur wach geworden und die Gewohnheit, das Papa da ist fehlte?

      Man könnte ja auch den Kompromiss nehmen, dass BK bis um 6 Uhr bei sich schlafen soll. Wenn was ist in der Nacht, muss Papa rüber. Ab 6 Uhr darf BK dann zu Papa kuscheln kommen.

      Mein BK darf seit fast 2 Jahren nicht mehr bei uns schlafen, auch nicht wenn er einen Alptraum hatte oder krank ist. Da muss Papa dann eben immer rüber ins Kinderzimmer und wenns 20 mal ist. Bei mir war der Schlusstrich, als BK uns extra ins Bett gepiescht hat und sogar reingegackt hatte oder nachts rüberkam, sich eingeschissen hatte in die Windel ,nichts sagte, sondern sich mit der vollen Windel oder den nassen Klamotten neben uns legte und einfach pennte.

      Da war vorbei und das zieh ich eisern durch. Meine Kinder dürfen ja bei uns schlafen ab der 2 Nachthälfte wenn sie wollen, wenn sie krank sind oder mal als Ausnahme am Wochenende. Mir egal ob mein Mann dann mit BK da steht und grosse Kulleraugen macht. Ins schlafzimmer darf BK nicht mehr.

      Ich weiss ja nicht wies euch geht, aber ich wäre mit 15 eher aus dem Fenster gesprungen als mit meinen Eltern in einem Bett zu schlafen. 😀

      • #285672
        bosie
        Teilnehmer

        Also ich hatte auch „echte“ Eltern, habe aber noch sehr, sehr lange bei meiner Mutter im Bett geschlafen, wenn mein Vater nicht da war.

        Ich finde das echt nicht ungewöhnlich. Das war wie Pyjama Party.

        Wahrscheinlich würde ich das heute auch noch machen, wenn sie noch ein Doppelbett hätte.

        Und wenn wir gemeinsam in Urlaub fahren, schlafen wir auch in einem Doppelzimmer.

      • #285674
        bosie
        Teilnehmer

        Zu deinem BK. Ich kann absolut verstehen, dass es hart war, wenn da Kind seine Fäkalien bei euch im Bett ausbreitet und ich kann auch verstehen, wenn du es aus deinem Bett verbannst.

        Trotzdem finde ich diese Unterschiede zu anderen Kindern hart. Gibt es denn die Möglichkeit, dass bei Alpträumen, Ängsten oder Krankheit dein Mann nicht 20 mal rübergeht, sondern ganz bei seinem Kind schläft?

        • #285732
          Soulcolored
          Teilnehmer

          Bosie, ja wenn er wollen würde, könnte er drüben im Kinderzimmer mit BK dann nächtigen. Er könnte sich die Matratzen runter holen, oder die Schlafmatratze mit BK teilen. Aber er mag nicht bei BK liegen und da schlafen, da BK dann die ganze Nacht durchsabbelt,komische Geräusche macht, die ganze Zeit um sich tritt und haut usw. Da läuft er dann lieber 20 mal rüber. Wobei er tatsächlich nur max. 3 mal in der Nacht wieder ihn ins Bett begleitet.

      • #285803
        Kris
        Teilnehmer

        Für eine Matratze wäre kein Platz im Schlafzimmer, aber ich denke mein Freund würde mir einen Vogel zeigen und BK, naja, er würde dann dennoch nicht bei Papa liegen. Kann ich nur schwer beurteilen
        Ich kann mir auch vorstellen,dass es ein Stück weit Gewohnheit ist. Ich hab mich am Anfang gefragt, warum BK überhaupt ein eigenes Zimmer mit eigenem Bett hat, wenn es doch nicht genutzt wird.
        Puh, dass mit deinem BK ist schon hart. Ich glaub,ich wäre am ausrasten gewesen.

    • #285643
      Tara
      Teilnehmer

      Ich auch!

      Ich hatte aber auch echte Eltern, die heute noch zusammen sind, das ist vermutlich was anderes, als in zwei Wohnungen zu leben und hin und her geschoben zu werden. Dass man da als Kind ständig versucht zu manipulieren, aus Angst, den tollen Papi zu verlieren, ist irgendwie nachvollziehbar. Vor allem, wenn man keine Grenzen gesetzt bekommt.

    • #285733
      mello
      Teilnehmer

      Guten morgen, ich weiß echt nicht, was ich machen soll. Bisher war es wenigstens in hinsicht schlafen für mich ok geregelt, die kinder schlafen in ihrem zimmer, sie wachen auf, rufen den papa und er geht zu ihnen. Gestern, ohne es überhaupt mit mir zu besprechen, hat er mit ihnen ausgemacht, sie können einfach zu ihm ins bett kommen, wieder die bequemlichkeit seinerseits, braucht er nicht aufstehn, jetzt grad bin ich ins wohnzimmer geflüchtet, weil wir mittlerweile zu 4t im bett liegen und ich hab null problem, dass er mit aeinen kindern kuschelt, ia mir voll wurscht, aber ich mag nicht mit ihnen im bett schlafen, das fühlt sich für mich beklemmend uns falsch an. Ich hab eben zu seinen kindern nicht das bedürfnis nach nähe. Als ich ihm gestern sagte dass ich das arg find dass er mit ihnen solche sachen ausmacht, ohne mit mir zu sprechen kam er mir wieder mit der…was ich fürein unmanch bin….tour, quasi niemanden würde das stören, nur ich bin asozial und wie ich auf sie idee komm, dass er das mit mir beaprechen muss überhaupt. Ich bin ehrlich am zweifeln an dieser beziehung. Eigenrlich hab ichs absolut satt, dass jedes meiner bedûrfnisse als gemeinheit abgwstempelt wird. Ich wünsch mir wirklich mein bett zurück und meine wohnung und mein eigenes selbstbestimmtes leben.

      • #285754
        Tara
        Teilnehmer

        @mello Ich würde mich von meinem Partner weder Unmensch noch asozial nennen lassen. Da hast Du gerade ein echtes Problem. Was passiert wenn Du sagst: „Ich will die Kinder nicht im Bett haben. Punkt. Entscheide Dich. Die Kinder im Bett oder mich.“ ?

        Vielleicht machst Du mal eine Liste, was Du alles für die Kinder machst und wo Deine Grenzen sind.

        Meine Freundin ohne Kinder, die ihre Hunde über alles liebt, aber eben auch ihren Freund, hat sich darauf eingelassen, dass die Hunde nicht ins Schlafzimmer dürfen. Ich würde mich, wenn Kinder ins Bett sollten oder Tiere verboten wären, für ein eigenes Zimmer entscheiden oder gehen.

        Ich habe leider nicht alle Rahmendaten im Kopf, Mello. Kannst Du ihn mit dem Kind alleine lassen, wenn es da ist? Dann hat er auch schön die ganze Arbeit mit kochen und bespaßen. Hast Du noch eine Wohnung? Oder in der aktuellen die Möglichkeit, ein Zimmer zu bekommen?

        Mir gefällt nicht, dass er die Kinder über Dich stellt und nicht auf Dich zugeht.

    • #285777
      mello
      Teilnehmer

      Leider gibt es die möglichkeit nicht für ein eigenes zimmer. Dann müsste ich das kinderzimmer quasi auflösen. Ich fände es auch ok wenn er sagt er würd gern bei den kindern schlafen, wenn sie da sind. Die kinder schlafen in ihrem kinderzimmer in einem doppelbett. Unsere schlafzimmertür ist immer nur angelehnt wenn sie da sind, damit wir sie hören und sie immer wissen dass sie jederzeit ihren papa haben können. Und all das find ich voll ok, dass ich aufwache, ist ok, schlaf ich halt wieder ein, wenn er ins kinderzimmer geht, macht mir nix aber womit ich mich unwohl fühle, ist wenn sie zu uns ins bett kommen, in der früh mal ist sogar auch ok, das einzige was ixh gar nicht mag ist der gedanke, dass die kinder jederzeit in der nacht bei uns liegen. Ich kann nicht genau festmachen warum es sich so seltsam anfühlt aber ich suxhe nicht so viel nähe zu den kindern und ich möchte das bett für unsere zweisamkeit behalten.aber dann sagt er, dass das nicht normal ist so und dass ich kein netter mensch bin und dass die kinder dann einen knacks haben wenn sie nicht jederzeit zu ihm ins bett können,weil sie dann alleingelassen werden. Aber sie sind ja nicht alleingelassen wenn er zu ihnen ins bett geht, weil er versteht dass ich nicht die mutter bin und somit nicht mit seinen kindern das bett teilen will

      • #285783
        Shrekine
        Teilnehmer

        Also ich habe ja auch ein eigenes Kind.
        Sie wird 6, ist also derzeit noch Kindergartenkind.
        Ich bin die Mutter. Und ich hatte dieses Kind als Baby die ganze Nacht in meinem Bett.
        Und nach der Theorie deines Freundes bin ich offenbar eine Rabenmutter, da ich mein eigenes Kind nicht mehr bei mir im Bett haben möchte. Aus dem Alter ist sie raus.
        Wenn ich hier dann über 10jährige lese, dass sie ja „noch so klein“ sind…ähm…wie bitte??

      • #285784
        Shrekine
        Teilnehmer

        Wenn er mit den Kindern im Schlafzimmer schlafen will, kannst du ja auch das Kinderzimmer auflösen und als deins umfunktionieren, es wird ja dann nicht mehr gebraucht.
        Doppelbett da raus, ein schönes Bett nur für dich rein, fertig.
        Da würde er aber gucken…

    • #285791
      Tara
      Teilnehmer

      Das wollte ich auch schon vorschlagen.

      Wenn die Kinder nicht im Kinderzimmer schlafen, dann schlafen sie im Schlafzimmer mit dem Papa und spielen im Wohnzimmer und Du bekommst das Kinderzimmer.

    • #285798
      Kris
      Teilnehmer

      @mello
      Ich kann dich da absolut verstehen!
      Ich finde es auch absolut verwerflich,als was dein Freund dich tituliert, das geht ja gar nicht.
      Aus dem Kinderzimmer ein Zimmer für dich zu machen finde ich auch nicht schlecht, so vermittelts Du deine eigenen Grenzen und zeigt deinem Freund diese auch direkt auf. Du bist doch kein Unmensch und mit Sicherheit auch nicht asozail. Ich bin schockiert!

    • #285802
      mello
      Teilnehmer

      Ja das sagt er dann im streit, und dann entschuldigt er sich und meint es tut ihm leid, er war wütend. Auch weiß ich nixht ob der wortlait genau der war es war sinngemäß aber es ist so achwierig weil ich die kinder eh mag aber halt bei manchem grenzen habe die er nicht versteht und die vielleicht auch seiner eigenen bequemlichkeit im wege stehn. Ich weiß eh das entschuldigt sein verhalten nicht aber ich bin auch so dünnhutig im moment und ich bin auch schwierig jnd in manchem sehr pingelig. Vielleicht iat unsre situation auch schon verfahren, wir haben auch oft im alltag andere ansichten, wenn die kinder nicht da sind. Egal ich denke wir müssen beide ein bisschen nachdenken und ich habe gesagt ich möchte, wenn die kinder sind, mit ihm gemeinsam klären ob wir einen weg gemeinsam finden können oder nicht indem jeder von uns mal aufachrwiet, was er braucht um glücklich zu sein und was jeder bereit ist zu geben. Und dann drüber sprechen. Wenn sich da dann nichts deckt und wir zu unterachiedliche ansichten haben dann sollten wir vielleicht überlegen getrennte leben zu leben.
      Es ist schade aber wir habens ja beide verdient glücklich zu sein.

    • #285805
      Tara
      Teilnehmer

      Das habt Ihr auf jeden Fall und von beiden Seiten muss was kommen.

      Ich werde immer ängstlich und sehr misstrauisch wenn ich lese, dass jemand Grenzen überschreitet, sich entschuldigt, man ihm verzeiht – und es geht von vorne los…

    • #285838
      Pinocchio
      Teilnehmer

      Liebe Mello

      Kinder brauchen einen Rückzugsort, auch wenn sie bei Euch sind. Wäre das ein Ansatz, den du mit deinem Partner diskutieren kannt oder findet er dann, Nachts sei das was anderes und wenn sie wollen, dann sei doch dieses ihr Bedürfnis?
      Oder wenn du mal mit den BK selber sprichst? Dass es für dich zu eng sei und sie doch bitte in ihren Betten schlafen mögen? Vielleicht haben sie Verständnis dafür?

    • #286223
      Lafadiel
      Teilnehmer

      Hallo mello,
      dieses Gefühl nach „ich wünsche mir meine eigene Wohnung zurück“ kenne ich sehr gut, wobei bei uns zumindest die Schlafsituation kein Thema mehr ist. Mein KV möchte sehr gerne sehr viel Nähe zu mir *g* und ich habe ihm von vornherein klar gemacht, dass ich auf die Couch gehe, sobald BK ins Bett gelassen wird. Im Gegenzug habe ich dem BK ein großes (also normales, kein Kinderbett) besorgt, so dass KV im Notfall sich da mit rein legen kann.
      Ich ertrage es schon nur schwer mit dem Bk in einem Zimmer zu schlafen, im Hotel oder so, ins Bett kommt der mir auf gar keinen Fall. Das ist mein Bett. Nicht seins. Ich komme auch nicht ungefragt in sein Bett. Die Argumentation hilft tatsächlich bei meinem BK ganz gut. Der kennt den Unterschied zwischen Meins und Deins ganz prima, mag allerdings auch grundsätzlich lieber alleine schlafen, das hat KV ihm gottseidank gut beigebracht.
      Aber überdenken tue ich diese Beziehung auch regelmäßig. Bei uns wird es aber langsam besser. Sonst würde ich auch gehen. Ich opfere nicht mein einziges Leben für ein fremdes Kind. Auch nicht mein Wohlbefinden. Das muss sich ausgleichen!
      Es geht dabei, wie bei allem mit diesen BK, um eigene Grenzen die die Berücksichtigung von Bedürfnissen, wie die anderen schon sagen. Wenn der KV so gar nicht bereit ist da ein wenig auf dich einzugehen, wird es schwierig. Vielleicht hilft es, wenn du ihm noch mal klar machst, dass du auch siehst, was er für einen Spagat machen muss und dass dir bewusst ist, was er für Kompromisse machen musst.

    • #286242
      mello
      Teilnehmer

      Danke für eure lieben tips. Wir haben es geschafft drüber zu reden und er war sehr verständnisvoll und meinte er will sie ja auch nicht nachts da haben aber er meinte sie haben im moment albträume und er wollt ihnen das gefühl geben, dass er immer für sie da ist. Und er meint er hat gar nicht gedacht, dass das für mich überhaupt ein ptoblem ist und dass es manchmal so schwer für ihn ist, sich in mich hineinzuversetzen aber, dass er drüber nachgedacht hat und dass er es versteht warum es für mich seltsam ist, das bett mit den kindern zu teilen. Bisher wars ja auch nicht so und wir leben schon seit 2 jahren zusammen und er ist immer einfach rüber gegangen. Er hat gemeint, als ich ihm gesagt hab ich mag das nicht, da dachte er ich will ihm schlecht reden, dass seine kinder ihn immer zum trost und kuscheln haben können, aber da hat er jetzt verstanden, dass das gar kein thema ist, weil ich da null problem damit hab und er sogar am we wenn sie da sind bei ihnen schlafen kann wenn er das mag, das macht mir garnix. Es ist einfach so kompliziert und schwierig für ihn, er hat gemeint….wie soll ich den spagat hinkriegen, auf so viele bedürfnisse eingehen und meine eigenen auch noch berücksichtigen….ich denke mehr miteinander reden, aber das ist häufig ein problem, er handelt manchmal bevor er über die konsequenzen nachdenkt und dann kommt ein blödsinn raus. Jedenfalls hat er mir versichert dass wir unser bett weiterhin für uns haben und dass er da drauf achtet und halt zu ihnen geht wenn sie ihn nachts brauchen weil sie aufwachen. Ich denke er hat angst die albträume könntenbeiden kindern daher kommen, dass sie keine intakte familie haben und halt in dieser situation leben. Er kennt das nicht, seine eltern sind immernoch zusammen. Ich bin selbst scheidungskind und weiß, dass auch wenn man sichs vielleicht anders gewünscht hätte, man trotzdem eine liebevolle kindheit mit vater und mutter haben kann, auch wenn nicht alle gemeinsam sondern halt mal mit dem einen und dann mit dem anderen. Manchmal sind solche streits auch nötig, glaube ich, um dann am ende den anderen besser zu verstehen. Ich war am we dann in der wohnung meiner mutter und habe uns zeit gegeben drüber nachzudenken und jetzt ist alles schon nicht mehr so schwarz

    • #286257
      Kris
      Teilnehmer

      Guten Morgen mello,

      oh ja, manchmal muss es knallen damit der Andere die Gefühle und Bedürfnisse wirklich wahrnimmt. Solange beide darüber nachdenken und dann einen Weg finden ist das auch in Ordnung. Man sollte nur aufpassen, wenn es zu einseitig wird. Wenn man das Gefühl hat immer nur nachzugeben, wird man schnell unzufrieden und das gefährdet die Beziehung.
      Schön, dass ihr reden konntet und ich drück die Daumen, dass es auch klappt, wie dein Freund auch gesagt hat.

      Wir lassen die WEs jetzt so wie sie sind, sprich ich komme dennoch ab Samstag, denn die vergangen Wochen hat es gut geklappt mit dieser Aufteilung. Nur ist es für meinen Freund bequemer, wenn BK ins Bett kommt, da er ja so lange brauchen würde bis er wieder einschläft und im Bett von BK wäre es ja zu eng für die Beiden… blablabla.
      Er versteht nicht mein Problem von zu viel Nähe zu BK, er liegt doch dazwischen. *augenroll*
      Ich habe ein Beispiel gebracht, was wenn meine Nichte bei uns wäre und nach einem Albtraum zu uns ins Bett kommen würde. Ein ihm quasi fremdes Kind. Wäre es denn für ihn nicht auch komisch? Angeblich nicht, solange er in Ruhe schlafen könnte. *nochmehraugenroll* Meine Lust, meine Gefühle verständlich machen zu wollen diesbezüglich, singt auf ein Minimum.

      • Diese Antwort wurde geändert vor 9 months, 3 weeks von Kris.
      • #286324
        Lafadiel
        Teilnehmer

        Ich habe ein Beispiel gebracht, was wenn meine Nichte bei uns wäre und nach einem Albtraum zu uns ins Bett kommen würde. Ein ihm quasi fremdes Kind. Wäre es denn für ihn nicht auch komisch? Angeblich nicht, solange er in Ruhe schlafen könnte. *nochmehraugenroll* Meine Lust, meine Gefühle verständlich machen zu wollen diesbezüglich, singt auf ein Minimum.
        Genau diese Antwort habe ich auch bekommen, als ich mal so argumentiert habe. Sehr lustig. Schatz stellt sich voll an bei Besuch. Ich habe das dann so stehen lassen. ich weiß, dass er zumindest drüber nachdenkt.
        Ich möchte das Kind auch nicht waschen. Ich will dem nicht an den Schniedel, echt nicht! Das versteht KV auch gar nicht und rollt die Augen, ich habe aufgegeben ihm das erklären zu wollen. Der Mann ist ja nicht blöd. Er will/kann meiner Meinung nach nur nicht zugeben, auch vor sich selber nicht, dass ich Recht haben könnte. Das würde ja seiner Planung nach „wir sind eine große glückliche Familie und lieben uns alle abgöttisch“ ganz zuwider laufen. Dann müsste er sich ja auch eingestehen, dass das ebenfalls nichts wird, was er (noch) nicht ertragen kann.
        Mein Plan ist ihm zu beweisen, dass wir alle miteinander auch ohne die happy Family zufrieden sein können. Bis dahin teile ich ihm einfach nur mit, was ich zu tun bereit bin und was nicht und erkläre nur auf Nachfrage. Und Augen verdrehen kann er bis sie ihm raus fallen. Ich schneide auch reichlich Grimassen hinter dem Rücken von BK und KV wenn die wieder tütern und habe meinem Pferd auch gestern ausführlich erklärt, dass ich Kinder hasse. Der wird auch gedacht haben, die Alte spinnt jetzt völlig *g*
        Fazit: Er muss dich nicht verstehen. Er muss auch deine Gefühle nicht verstehen. Er hat das zu akzeptieren und entsprechend zu handeln. Du verstehst ihn ja auch nicht mit dem BK und handelst trotzdem oft genug entsprechend. Das muss sich schon halbwegs ausgleichen mit den vielen Kompromissen.

    • #286294
      Tara
      Teilnehmer

      Vielleicht sind Männer da auch einfach härter im Nehmen. Ganz sicher können sie manche unserer Gefühle nicht nachvollziehen. Sie müssen sie aber trotzdem akzeptieren. Wir ihre ja auch.

      Bei uns klappt es nur deswegen so gut, weil der KV sich in diesem berühmten Spagat wirklich sehr zurücknimmt. Wenn es um einen Film geht, schaut er alles mit, Hauptsache, wir haben uns geeinigt und es herrscht halbwegs Ruhe im Karton. Auch beim Essen bekommt er die Reste (klingt echt gemein, ist aber so) und manchmal zu wenig und isst dann später noch was. Es ist echt schwer, die Hungermengen der Jungs einzuschätzen und es ist wichtiger, dass die Kinder satt und zufrieden sind.

      Er holt ein bißchen auf, wenn wir alleine sind und ich nur für ihn Lieblingssachen kochen kann und wir beide uns einen Film aussuchen oder zusammen weg gehen usw.

      • Diese Antwort wurde geändert vor 9 months, 3 weeks von Tara.
    • #286314
      Kris
      Teilnehmer

      Ja ich denke, da sind Männer vielleicht auch einfach gestrickt und nehmen das nicht so eng.

      Einmal habe ich meinen Freund gesagt: Ich bin eine Frau und Frauen, nicht unbedingt alle, aber ich auf jeden Fall, bin nunmal emotional und nicht immer rational!
      Weil er ständig alles logisch und rational argumentieren muss. Selbst wenn ich etwas logisch verstehe und einsehe, kann ich es dennoch doof finden.
      Er meinte nur: Aber schön, dass du das wenigstens zugibst… Idiot, aber mein Idiot <3
      War auch eine eher witzige Diskussion und wir mussten drüber lachen.

      Da nimmt sich dein Partner wirklich sehr zurück. Ich bin zwar keine Mutter, aber wie ich das bei Freunden und Familie sehe, geht es den Eltern ihren Kindern gegenüber wirklich oft so. Hauptsache den Kindern geht es gut und sie haben was sie brauchen. Der Ausgleich wird durch die Zeit mit dem Partner wieder reingeholt. Logisch gesehen, auch verständlich.
      Liegt es vielleicht daran, weil die KVs es schon über Jahre gewohnt sind und wir nun nicht unbedingt? Für die eigenen Kinder würde man ja schon auf bestimmte Dinge verzichten, wenn man erstmal mit Hormonen und Liebe vollgepumpt in diese Rolle reinwächst. So hart es klingt, das ist ja dann das eigen Fleisch und Blut und die BKs quasi „Mitbewohner“, die man sich nicht ausgesucht hat, aber nunmal dazugehören und akzeptiert werden.
      Steinigt mich ruhig für diese Aussage, aber leider Gottes empfinde ich es so.

      • #286320
        Lafadiel
        Teilnehmer

        Hmpf, bei uns ist das eher umgekehrt. Ich bin immer die eher rationale mit den logischen Argumenten und er der emotionale… aber soll sich ja auch ausgleichen.

        So hart es klingt, das ist ja dann das eigen Fleisch und Blut und die BKs quasi „Mitbewohner“, die man sich nicht ausgesucht hat, aber nunmal dazugehören und akzeptiert werden. Ja genau. Das ist aber genau das Problem. Das will meinem KV auch so gar nicht in den Kopf.

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