Zusammenziehen vorbereiten

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    • #382202
      KM
      Teilnehmer

      Liebe Stief und Bonusmamas

      Ich hätte gerne euren Rat und eure Erfahrungen zum Thema zusammenziehen.

      Mein Partner und ich sind seit 3.5 Jahren ein LAT-Paar und haben auf seine Initiative beschlossen dieses Frühjahr zusammen zu ziehen. Ich bringe meine 12 jährigen Zwillinge mit, er behält seinen Mitbewohner und hat keine Kinder.

      Der Mitbewohner ist nur an den WE’s anwesend und hat noch ein Personalzimmer an seinem Arbeitsort.

      Aktuell verstehen sich alle prächtig, aber ich habe noch sehr Respekt vor dieser Veränderung, unseren Frauen-Haushalt in die Männer-WG zu verlegen.

      Wir haben vor einen Haushaltsplan und „Hausregeln“ aufzustellen die wir alle unterschreiben und an den sich die Mädchen auch halten müssen.

      Jetzt würde ich von euch gerne wissen, was ihr euch als BM von euren BK’s wünschen würdet, was für euch No-Go’s sind und welche Regeln ihr gerne vor dem Zusammenziehen aufgestellt hättet. Mir ist es wichtig dass sich alle wohl und zu Hause fühlen können und die Kinder genau wissen was von ihnen erwartet wird.

    • #382211
      Tara
      Teilnehmer

      Meine BKs haben meine Privatsphäre zu respektieren und weder in meinem Zimmer noch im Schlafzimmer was verloren.

      Ihre Sachen sind bitte im Kinderzimmer und nicht sonstwo im Haus.

      Mädchen würde ich auf jeden Fall einen festen Platz für ihr Zeug im Bad geben, damit es nicht überall rumfliegt und die Finger von meinen Handtüchern und anderen Privatsachen lassen sie auch dort bitte.

      Haben sie eigene Zimmer oder müssen sie in ein Zimmer zusammen? In spätestens zwei Jahren wird das doof.

      Hast Du ein eigenes Zimmer und kannst wenigstens ein paar Deiner Möbel mitnehmen? Es haben schon viele bereut, alle Sachen verkauft zu haben und dann mit nichts dazustehen.

      Einen Plan würde ich erst mit Deinem Lebensgefährten besprechen und dann Ihr zusammen mit den Kindern.

    • #382278
      Helena
      Teilnehmer

      Wie oft hat der Mitbewohner deine Töchter erlebt? Wo habt ihr in den 3,5 Jahren die Wochenenden verlebt? War der Mitbewohner an den Wochenenden öfter alleine? Ist dem Mitbewohner klar, dass ihr künftig IMMER da sein werdet?

      Für deine Töchter, die wenig Zeit mit ihrem Vater verbringen, könnte der 2. Mann ein Gewinn sein.

      Mir wäre der Grundriss der Wohnung/des Hauses wichtig.

    • #382291
      Anonym
      Inaktiv

      Ich persönlich würde nie (ob nun mit Kindern oder nicht) in das Heim meines Partners ziehen. Mir wäre immer ein gemeinsamer Neuanfang wichtig.

      Es gibt Konstellationen in denen man meint, dass es nicht anders geht, aber dass der WG Kumpel da weiter wohnen muss finde ich seltsam.

      Patchwork ist so schon schwer genug, da noch einen Aussenstehenden zu integrieren noch schwerer.

      Es sei denn er hat ein riesiges Anwesen.

      Es ist löblich, dass du dir so viele Gedanken machst, was die Pflichten der Mädchen angeht. Vergiss aber nicht, dass die anderen (einschliesslich Dir) genauso in der Pflicht sind.

    • #382301
      Regina
      Verwalter

      Darf ich fragen, warum der Mitbewohner dort wohnen bleibt?
      Wie gross ist das alles?

      Es klingt ehrlich gesagt nicht gut. PW ist ja schon schwierig, aber dann noch ein Aussenstehender.
      Und wenn ich der wäre, würde ich ja ausflippen, wenn mein Mitbewohner 2 Kinder einziehen lässt.

    • #382303
      Helena
      Teilnehmer

      Ich frage mich gerade, warum ich mich am Mitbewohner nicht störe. Normalerweise bin ich die Nörgelige. In diesem Falle gar nicht. Komisch …

    • #382305
      Soulcolored
      Teilnehmer

      Ich finde es auch äussert bedenklich. Nicht das ihr zusammen ziehen wollt. Sondern das ihr in eine WG zieht mit seinem Mitbewohner.

      Auch wenn der nur selten da ist, glaube ich wird das zu Problemen führen. Auch mit 12 ist man ja mal noch lauter. Ob das am Wochenende dann so gut kommt wenn der Mitbewohner ausschlafen will? Zudem sehe ich auch Probleme,weil du und dein Partner Plus deine Töchter eine PW Familie seid. Welche Stellung hat dann da der Mitbewohner? Er ist ja nicht zu Besuch sondern wohnt da.

      Und auch ich stelle mir die Frage, gibt es genug Zimmer für euch alle? Für die Kinder eigene Zimmer? Evt für dich? Schlafzimmer und 2 Wohnzimmer. Ich glaube nicht das die Mädels das lustig finden werden wenn sie am Wochenende da sitzen im Wohnzimmer mit Freunden und dann auch noch ein Erwachsener mitlauscht (zudem sie keinen Bezug haben) oder ihr alle mit euren Freunden die ganze Wohnung belegt Wird es echt schwierig.

      Ich würde immer dazu raten, dass ihr euch was eigenes sucht. Es sei den es ist erstmal nur vorübergehend und geht nicht anders.

      Ich sehe auch Probleme in Hinsicht der Regeln. In allen Ehren das ihr einen Putzplan machen wollt. Aber wie sieht der für den Mitbewohner aus? Der wird denk ich keinen Finger rühren und damit argumentieren:Wieso ihr wohnt doch hier und habt den Dreck gemacht. Ich war nicht da.

      Zudem würde ich die Regeln für alle aufstellen,nicht nur für deine Kinder.

      Ich würde als einzige Regel nur sagen das man respektvoll und freundlich miteinander umgeht. Wer schlechte Laune hat soll die nicht an anderen auslassen. Und jeder räumt seinen eigenen Müll selber weg.

      Die Erziehung deiner Tochter geht nur dich was an,es sei den es betrifft jemanden direkt. Aus anderen Sachen sollte sich dein Partner raushalten. Wenn du zB sagst sie dürfen bis 21 Uhr im Zimmer lesen dann ist das so. Da kann dein Partner nicht um 20 Uhr nicht aus sagen weil er Ruhe haben will.

    • #382335
      Pinocchio
      Teilnehmer

      Darf ich fragen, warum der Mitbewohner dort wohnen bleibt?

      Naja, der Mitbewohner wohnt doch da! Man kann es auch umdrehen und fragen: weshalb wollt ihr alle zum Mitbewohner ziehen? Und weiss der Mitbewohner denn davon?

      Ich wäre also wenig erfreut, wenn mir mein Mitbewohner seine Freundin mit Kindern mir einfach mit ins Haus nimmt. Da muss man schon seeeehr kinderfreundlich sein um das zu ertragen. Ich stelle mir meine ehemalige Mitbewohnerin vor, wie sie mir verkündet: „der XY ist ja jetzt ausgezogen. Nun zieht mein Freund mit seinen Kindern hier ein. Wir wollen so gerne zusammen ziehen.“ Also da wäre ich ziemlich zerknirscht gewesen.

    • #382343
      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Hallo KM,

      auch ich kann zu dieser Konstellation nur dringend abraten. Wenn Ihr den Wunsch habt, zusammen zu ziehen, dann in eine neue Wohnung, die genügend Rückzugsraum für alle bietet. So blöd es für dem Mitbewohner auch ist, er muss draußen bleiben. Eine WG würde mit Sicherheit zu Streit führen, auch wenn er nur an den Wochenenden vor Ort ist. Ich würde mich in meiner Privatsphäre gestört fühlen. Überlege Dir diesen Schritt genau.

    • #382353
      Tara
      Teilnehmer

      Ich würde auch nicht auch noch mit einem fremden Mann zusammen leben wollen, mit zwei 12 jährigen Mädchen im Haus und dem neuen Lebenspartner, der ja auch ein fremder Mann für die Kinder ist. Im PW kann man nicht leben, wie in der Kernfamilie (nackt rumlaufen) und mit noch einem fremden wird es noch schwerer.

      Ich würde niemals zu einem Mann ziehen, weil ich dort immer nur Gast bin und alle zusammen rücken müssen. Wir haben uns zusammen eine neue Wohnung gesucht.

    • #382368
      KM
      Teilnehmer

      Hui interessant ich habe gar nicht daran gedacht dass der Mitbewohner soviel Fragen aufwirft.

      Also wir haben die letzten 3.5 Jahre abwechselnd bei mir, bei ihm oder bei unseren (sowohl seinen als meinen) Verwandten verbracht.

      Die Männer sind zusammen in eine 6-Zimmer Wohnung gezogen weil mein Partner gerne wollte dass die Kinder bei ihm auch ein eigenes Zimmer haben und der Mitbewohner – sein bester Freund sich sozial vereinsamt gefühlt hat und ihn darum gebeten hat^^
      Die Kinder mögen ihn sehr gerne und er kommt auch öfter mit zu Ausflügen etc. Sie haben also die Wohnung schon mit dem Gedanken an mich und die Kinder ausgesucht, ich durfte mitreden bei der Wahl und der Mitbewohner wusste worauf er sich da einlässt.

      Dem Mitbewohner ist eine berufliche Veränderung dazwischen gekommen weshalb er jetzt täglich mehr als 2 Stunden pendeln muss und sich daher ein Personalzimmer angemietet hat. Weil auf Dauer eine grosse (halbe) Wohnung und Personalzimmer recht teuer sind und er die Wohnung aber nicht aufheben will da er in 1.5 Jahren wieder in der Nähe arbeitet, kam von ihm der Vorschlag ob wir nicht alle zusammen wohnen möchten.

      Für uns ist es eine super Gelegenheit auf Probe zusammen zu wohnen (eenn wir uns nicht wohlfühlen such ich uns wieder was eigenes und kann kurzfristig auch bei meinen Eltern unterkommen), er spart sich Mietkosten und hat die Option auf „Nestwärme“ am Wochenende. Wenn er seine Ruhe haben möchte bleibt er einfch im Personalzimmer übers WE.

      Die Wohnung ist L-Förmig und das Mitbewohnerzimmer ist am weitesten vom Wohnzimmer entfehrnt.

      Die Zwillis haben schon ihre eigenen Zimmer dort und das „Mädchen-Bad“. Mein Partner und ich teilen uns ein Zimmer mit angrenzendem Bad, der Mitbewohner hat auch so eines.

      Der Haushaltsplan gilt für die Patchworkfamilie minus Mitbewohner der muss nichts im Haushalt machen das ist Teil des Deals. Ausser sein eigenes Zimmer und Bad natürlich. Wir handhaben das jetzt schon so, dass immer Samstag morgen gemeinsame „Putzparty“ angesagt und sonst gilt einfach der Plan.

    • #382370
      Tara
      Teilnehmer

      Das klingt doch gut. Du hast kein Zimmer, aber es sind ja auch Deine Kinder. Der Rückzugsort ist eher für die BM wichtig, für die die Kinder fremde Menschen sind. Wenn Du mit diesem Mitbewohner in einer Wohnung leben kannst, dann mach es. Kannst Du denn Deine Möbel mitbringen?

    • #382373
      Minerva
      Teilnehmer

      Liebe KM, (Kindesmutter?)

      Klingt spannend, ihr könnt euch offenbar gut arrangieren. Ehrlich? Ich bin zwar junggeblieben, aber für einen Mitbewohner wäre ich definitiv zu alt. Es würde mich massiv stören, einen quasi Fremden im Haus zu haben, in der Küche, in den Gemeinschaftsräumen. Nicht mal der beste Freund meines Partners bräuchte sich hier im Dauerbetrieb Nestwärme holen (es gäbe sogar einen Kandidaten, der zwar nicht hier wohnen will aber ständig herkommen täte).

      Solange du, aber vor allem auch die Mädchen kein Problem habt, ist alles gut. Nur warum sollte der gute einsame Mann nicht putzen? Küche und so? Wer putzt dann seinen Schmutz vom Kochen? Wer zahlt welche Lebensmittel? Ist der Kühlschrank aufgeteilt? Wer sorgt für einen hygienischen Kühlschrank? Herd? Wer säubert die Waschmaschine? Wartet die Technik? Saugt das Vorzimmer?
      Wer bestimmt das Fernsehprogramm? Sitzt er dann am Abend immer bei euch und will „Gespräche“?
      Sorry, ich bin da schon etwas intolerant geworden, obwohl ich als Studentin in WGs gewohnt habe. Fürmich wäre das heutzutage undenkbar, ich brauche meinen Frieden am Abend, und gerade jemand, der einsam ist und sich Nestwärme sucht, wäre bei mir am völlig falschen Platz. Mein Partner braucht auch die absolute Privatsphäre, fremde im Haus, zB unsere Tiersitterin, empfindet er als absolut störend.
      „Braucht“ dein Partner seinen besten Freund in den eigenen 4 Wänden?

      Wünsche euch trotzdem viel Erfolg! Berichte mal, wie es euch geht!

    • #382378
      KM
      Teilnehmer

      Liebe Minerva ja ich habe keine BK’s sondern bin eine KM. Ich bin auf dieses Forum gestossen weil meine Kinder ein Halbgeschwister auf der KV-Seite bekommen und ich tausen Fragen im Kopf hatte was das wohl für sie bedeuten wird und wie ich mit der BM umgehen soll bzw was ich meinen Kindern mit auf den Weg geben kann, dass sie zu ihr ein gutes Verhältnis aufbauen können. Mir ist beim Lesen der Beiträge hier aber auch aufgefallen was ich für ein Glück mit meiner Partner habe und ich nicht für selbstverständlich nehmen darf was er für mich und uns alles tut und auf sich nimmt. Deswegen bin ich noch etwas hier und versuche von euren Erfahrungen zu profitieren und vielleicht das ein oder andere Mal meinen Senf als Jemand von der „anderen Perspektive“ dazu zu geben. So lange bis sich Jemand beklagt dass ich nerve, dann verschwinde ich natürlich 🙂

      Ja ehrlich 😀

      Wir haben gerne Menschen und Besuch, der Mitbewohner ist wie ein Familienmitglied für uns und umgekehrt.

      Wir haben drei (wenn wir dazuziehen) sogar 4 Fernseher, da dürfte das mit dem Programm kein Problem werden. Dann gibt es da auch noch das Büro/Computerzimmer und wer seine Ruhe haben mag, zieht sich einfach in sein eigenes Zimmer zurück. Jetzt ist auch oft so, dass die zwei noch zusammen Fernsehen und reden wenn die Kinder schlafen und ich mich in die Badewanne zurückziehe. Ich bin ganz gerne auch mal einfach für mich.

      Was wohl am schwierigsten werden könnte, ist wie wir das mit Besuch meiner Kids handhaben wenn sie dann welchen haben möchten.

      Warum er nicht putzt?
      -Ich hin pingelig und habe klare Vorstellungen von Sauberkeit uns Hygiene. Wenn ich es selber mache ist es so wie ich es haben will.
      – er ist maximal am Wochenende da und macht weniger Dreck, so gibt es keinen Streit wer was dreckig gemacht hat.
      – Die Männer haben extrem stressige Jobs mit 55 Stunden Woche standart, ich nicht. Also greife ich ihnen unter die Arme. Das ist meine Art danke zu sagen dass sie besonders mein Partner mich mit den Kindern unterstützen.

      Er kocht nicht und geht nicht oft einkaufen. Bringt aber als Jäger immer mal Wild mit oder überrascht uns Sonntags in dem er mit den Mädels Brötchen holen fährt. Dafür schmeist er einfach einen pauschalen Betrag in die Haushaltskasse. Am Kühlschrank haben wir Post-its, alles was nicht angeschrieben ist, darf von Jedem gegessen werden.

      Ob er ihn braucht kann ich nicht sagen aber die Beiden haben schon ein sehr brüderliches Verhältnis und tun einander sicher gut. Ich finds ganz gut hat er so seine Männerzeit und fühlt sich so vielleicht auch weniger in der Unterzahl bei 3 Damen im Haushalt.

      Alles in allem finde ich das klingt doh recht harmonisch aber ob dass dann bei 24/7 zusammenwohnen auch noch klappt werde ich wohl auch erst dann sehen.

    • #382382
      Soulcolored
      Teilnehmer

      Jetzt mit etwas mehr Informationen klingt das doch schon viel anders. Also wohnt ihr da quasi schon und macht es jetzt eigentlich dann nur offiziell und ganz fest. Erstmal aber muss ich sagen dass sich das nun doch sehr toll anhört und wenn ihr euch so gut kennt und klar kommt untereinander und euch jetzt schon bereits arrangiert denke ich wird das schon klappen.

      Ich sehe allerdings nur 2 Probleme die dann auf euch zu kommen könnten.

      Das erste Problem was ich sehe,was passieren könnte, ist das der Mitbewohner euch durch Familie bzw Nestwärme ersetzt und es da irgendwann mal Probleme und Eifersucht geben könnte. Einerseits Eifersucht durch den Mitbewohner wenn ihr ihn villeicht mal nicht so mit einspannt in eure Familie oder in Aktivitäten . Oder das ihr euch doch irgendwann mal die Wohnung allein nehmen wollt oder der Mitbewohner aus irgendwelchen Gründen villeicht weichen soll (zB Pflege von Verwandten, nochmals eigene Kinder bekommen) . Das kann ordentlich Stress geben. Ihr solltet da zumindest vorsorgen das der Mitbewohner sich nicht zu abhängig von euch macht sondern auch noch ein eigenes Leben sich aufbaut. Nur als gut gemeinter Rat.

      Das zweite Problem was ich sehe,ist euer Deal. Es ist schön und gut das du den beiden etwas abnehmen willst. Aber du wirst da in eine Falle tappen in dem nachher dir alles auferlegt wird und die Herren sich beschweren warum ihre Wäsche nicht gewaschen ist. Auch wenn sie soviel arbeiten ist es nicht zu viel verlangt, dann am Wochenende mal das Klo oder die Küche zu putzen.Das müssen sie ja auch machen wenn du nicht da wärst. Denn irgendwann wird dich das mächtig ankotzen,wenn du dem Mitbewohner immer den Dreck hinterherräumst. Und bedenke,die Arbeitszeiten werden sich noch ändern, nächstes Jahr wohnt er wieder mehr bei euch,wie sieht es dann aus?

      Ich rate dir das nur, weil es viele Frauen gibt die sich damit dann zu viel aufbürgen. Und eben werden dann diese irgendwann mal krank, brechen sich was,können es aus Erschöpfung nicht mehr usw. Und dann bleibt alles liegen weil die Herren der Meinung sind es ist dein Job. Du kommst dann aber mit Kindern nicht mehr hinterher oder liegst flach.

      Ich würde da einfach auf kleine Aufgaben bestehen. Auch beim Mitbewohner. Und wenn es nur das 1mal im Monat Staub wischen ist.

    • #382383
      Pinocchio
      Teilnehmer

      ich durfte mitreden bei der Wahl und der Mitbewohner wusste worauf er sich da einlässt.
      Das sind natürlich ganz andere Voraussetzungen. Besonders weil er in seine Wohnung ausweichen kann. Ansonsten täte er mir leid.
      Ihr scheint es gut durchdacht zu haben. Probleme in Alltag gibt es immer. Hauptsache jede Seite ist bereit Kompromisse einzugehen.

    • #382387
      KM
      Teilnehmer

      Hmm da hast du schon recht Soulcolored.
      Da werde ich wohl klare Grenzen setzen müssen mit dem Haushalt. Was fest steht ist dass er seine Wäsche selber macht, sein Bad und sein Zimmer auch. Da sorge ich auch dafür das keiner seine Räume betritt wenn er nicht da ist.
      Mein Partner hilft in der Regel auch mit wenn wir Samstagsputz haben ausser wenn er dann arbeitet. Er kocht auch sehr gut gerne, da räume ich dafür gerne hinterher.

      Bei den Problemen siehst du das auch sehr realistisch, wobei meine grössere Sorge eher ist, wie das läuft wenn er selber wieder eine Freundin hat und wie die den ganzen Patchwork-WG-Spass sieht. Das könnte kritisch werden. Dass er ganz auszieht ist keine Option, er ist der Hauptmieter. Wenn dann ziehen wir aus. Spätestens wenn er das Personalzimmer nicht mehr hat/braucht werden wir das neu diskutieren und vermutlich dann ausziehen.

    • #382394
      Soulcolored
      Teilnehmer

      Das wäre ja aber doch auch für euch doof oder nicht. Wenn es sich dieses oder nächstes Jahr ändert mit dem Personalzimmer? Dann seit ihr eingezogen grade mal,habt euch eingelebt,aufeinander abgestimmt und dürft dann wieder ausziehen. Das würde ich ihm Vorfeld mit dem Mitbewohner villeicht nochmal abklären das ihr da wohnen bleibt auch wenn er kein Personalzimmer mehr habt oder er eine Freundin hat. Zumindest die nächsten 2/3 Jahre. Denn was geeignetes für euch finden wird dann auch erstmal dauern.

      Darüber sollte sich der Mitbewohner im klaren sein. Nicht das ihr dann am Wochenende da sitzt und Stress habt, weil der Freundin das zu laut ist oder der Mitbewohner doch gern 1 Zimmer mehr hätte.

      Ich würde sonst deine Wohnung erstmal untervermieten. Damit du,falls es Probleme gibt oder doch nicht kannst, eine Option hast in deine Wohnung zurück zukehren.

    • #382398
      KM
      Teilnehmer

      Ich hab jetzt eine Personalwohnung die an den Arbeitsplatz gebunden ist. Den möchte ich sowieso gerne wechseln daher kommt das alles gelegen. Ich habe jetzt ein halbes Jahr Vorlaufzeit um meine Dinge zu regeln, kann erst in Ruhe umziehen, mir eine neue Stelle suchen und den Kindern die Gelegenheit geben sich am neuen Ort gut einzuleben. Sie hätten im Sommer sowieso einen Schulwechsel vor sich gehabt und da die Wohnung, die Zimmer etc schon vorhanden sind können wir sen Umzug schrittweise machen statt alles in wenigen Tagen.

      Mit wieder ausziehen haben wir auch keine Probleme. In einem Jahr läuft der Vertrag meines Partners aus und dann passt es ihm eventuell sowieso auch ganz gut wieder umzuziehen. Eine weitere Option ist es auch zu schauen, ob in der selben Überbauung eine Wohnung frei wird und dann zu zugreifen. Für mich passt das alles ganz gut so, gerade weil es so unverbindlich ist. Den Kindern muss es schliesslich auch gefallen und sollte dem nicht der Fall sein, sind wir auch ganz froh da schnell und unkompliziert wieder raus zu kommen.

    • #410338
      KM
      Teilnehmer

      Hallo ihr Lieben

      Ich melde mich hier mal mit einem Update:

      Corona sei Dank wohnen wir jetzt schon provisorisch zusammen. Seit einer Woche bin ich auf Kurzarbeit und da die Kinder nicht zur Schule müssen, haben wir uns zum Probewohnen entschieden. Mein LG und sein Mitbewohner sind in Medizinberufen stark eingespannt und ganz froh kümmert sich Jemand um Einkauf und Haushalt.
      Ausserdem sehen wir unter diesen Extremen.Bedingungen wohl recht schnell ob wir gemeinsam funktionieren.

      Dank einigen wertvollen Tipps hier aus dem Forum und des Blickwinkels den ihr mir hier ermöglicht, habe ich meine Einstellug auch etwas überdacht und beziehe meinen Partner stärker in die Erziehung mit ein.

      Wir haben gleich zu Beginnit den Kindern einen „Wohn-Pakt“ erstellt in dem wir gemeinsam mit ihnen unsere Hausordnung erarbeitet haben und mit ihnen zusammen eine Liste mit Aufgaben erstellt die Sie künftig übernemen.

      Im Wohnpakt ist z.B. definiert wie oft geduscht wird (Regel „es wird nicht gestunken“ gilt für alle 😀 ), das abends alle Kinder-Sachen in ihren Zimmern verstaut werden und jeder sein Geschirr selber abräumt. Ein Kind hilft beim Kochen, das andere dafür beim Küche machen etc. Viele der Regeln haben Sie selber vorgeschlagen oder mit formuliert.

      Wir haben ihnen erklärt dass es uns wichtig ist, dass sie sich an unserer Gemeinschaft aktiv beteiligen weil wir möchten dass sie sich hier willkommen und auf Augenhöhe behandelt fühlen. Dass eine Gemeinschaft im grossen wie im kleinen nur dann Funktioniert wenn jeder seinen Beitrag leistet und dass es sein kann, dass wir mal schimpfen müssen wenn sie sich nicht drann halten, wir sie aber trotzdem lieb haben.

      Bis jetzt funktioniert es sehr gut sogar zu 5. in der Wohnung. Ich bin aber schon sehr gespannt wie das klappt wenn der Alltag und die Schule dazukommen. Es ist aber schon so, dass wir immer mal wieder an die Regeln erinnern müssen und es wohl kaum machbar wäre wenm wir nicht alle 3 Erwachsenen zusammenarbeiten würden und die beiden nicht Blutsverwandten nichts zu melden hätten. Ich muss gestehen dass mir so auch einige Erziehungsversäumnisse auffallen die ich bisher gar nicht bemerkt hatte!

    • #410343
      Rilaahna
      Teilnehmer

      Hallo KM,

      das hört sich doch schon richtig gut an. Jeder scheint in eurem „Wohnkonzept“ seinen Platz gefunden zu haben. Dass es hin und wieder mal zu kleineren Reibereien kommen kann, ist wohl normal. Ich wünsche weiterhin gutes Gelingen.

    • #410387
      Lafadiel
      Teilnehmer

      Respekt, das hört sich ja wirklich gut an. Wie schön, dass auch was Ungewöhnliches mal funktionieren kann! Ich wünsche ebenfalls weiterhin gutes Gelingen und viel Erfolg!
      Für mich persönlich wäre und war eine WG noch nie was, zum Glück ist da jeder anders 😉

    • #410678
      Helena
      Teilnehmer

      Ich bin beeindruckt, dass du, KM, Erziehungsversäumnisse zugeben kannst. Ich wünsche euch alles Gute für euer ungewöhnliches Wohnmodell.
      Bitte berichte darüber.

    • #410687
      Tara
      Teilnehmer

      Das gefällt mir auch. Aber wie ich in einem anderen Thema geschrieben habe, fällt den Eltern manches gar nicht so auf. Mein Lieblingsbeispiel dafür ist KV, der bis heute die Taschen und Rucksäcke seiner Kinder (15 und fast 18) in die Hand gedrückt bekommt und automatisch damit loslaufen will. Weil er das so macht, seit die Kinder ganz klein waren. Ich gebe ihm dann sofort meine Handtasche und den Hund. Dann steht er da, merkt, dass ihn gerade alle zum Volltrottel machen und brüllt alle zurück, damit jeder mal bitte seinen Kram selbst trägt. Finde ich zu lustig das Spiel.

    • #410689
      Tara
      Teilnehmer

      Ich habe zu dem Wohnmodell noch gar nichts geschrieben. Meins wäre es nicht, da ich nicht gerne mit fremden Personen zusammen wohne und lieber Ruhe als Trubel mag. Ich habe zudem gerne halbwegs Sicherheit, die es da auch nicht gibt. Aber ihr seid jünger und wenn die Kinder mit den Wechseln gut klarkommen, ist es ja gut. Unsere hatten echt Probleme damit, mit Mutter vom ersten Haus mit KV in neue eigene Haus zu ziehen und bei uns von Wohnung A nach Wohnung B. Sie sind sehr verunsichert bei Wechseln.

    • #410698
      Helena
      Teilnehmer

      OT: Für eine Alters-WG/Adults-Only-WG wäre ich offen. 😀

      • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 3 Wochen von Helena.
    • #410775
      Mate277
      Teilnehmer

      Oh KM, ich hatte deinen Beitrag damals ganz interessiert gelesen und fand das super spannend!
      Es freut mich, dass es so gut klappt und drücke euch die Daumen, dass es auch weiterhin so bleibt! Ich glaube, wenn man sich erstmal eingespielt hat und der Alltag dann auch passt, dann kann das auch in so einer Konstellation, wie ihr sie habt, echt toll sein! Und wichtig, wie du damals auch schriebst, dass jeder einen Rückzugsort hat!

    • #410809
      KM
      Teilnehmer

      Danke für die vielen lieben Antworten 🙂
      Ich glaube eine Mutter die glaubt sie mache alles richtig kann nur falsch liegen. Jeder macht Fehler und wie Tara beschreibt merken Eltern manchmal gar nicht wenn sie ihren Kinder zu viel abnehmen weil sie so schnell gross geworden sind^^

      Da hilft ein anderer Blickwinkel enorm!

      Die ersten Tage liefen wirklich super aber ich bin mal gespanmt wann und welche Probleme auftauchen und wie wir sie lösen.

    • #410917
      Banja
      Teilnehmer

      Ich finde diese Zusammenwürfelung von Personen interesssant. Vor allem weil sich der Fokus der besonders zu beachtenden Person von der BM (hier in diesem Fall SV) auf den Mitbewohner verschiebt. Denn der ist nun die Person, die am meisten außen vor ist und dessen Bedürfnisse Beachtung finden müssen. Wahrscheinlich entspannt sich die Situation im Haushalt allein dadurch, dass so viele verschiedene Biographien zusammen wohnen.
      Und Du bist doch bestens vorbereitet. Viel Glück!

      OT zu @Helenas Beitrag: ich möchte bitte mit Dir in der WG der alten Schachteln wohnen. Ich mag Deine Beiträge und freue mich schon auf weitere Lebensweisheiten von Dir. Später dann aber beim Glas Magentee unter dem Rosenbusch im gemeinsamen Haus 😆

    • #410921
      Tara
      Teilnehmer

      Ich komm mit, aber nur mit Rotwein und meinen Tieren.

    • #410924
      Banja
      Teilnehmer

      Absolut! Von beidem kann nie genug im Haushalt vorhanden sein.

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