Vater will 5-Jährigen bei sich am/im Bett schlafen haben

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Dieses Thema enthält 21 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Daka vor 1 Jahr.

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  • #7449

    Kate
    Teilnehmer

    Hallöchen allerseits,
    ich muss mal eben eine Frage loswerden.
    Findet ihr es ok, wenn der Vater seinen 5-jährigen Sohn neben sich im Bett haben will?
    Er hat das so gehandhabt bevor ich ihn kennengelernt habe, als ich schließlich auf der Bildfläche erschienen bin, habe ich mich geweigert zu dritt in einem 1,40 Bett zu schlafen. Daraufhin hat er das Kinderbett neben das Erwachsenenbett gestellt und in die Lücke eine Decke gelegt, damit nahtloser Übergang möglich ist.
    Jetzt sind wir umgezogen und er will das wieder so handhaben. Dem Vater habe ich allerdings gesagt, dass ich nicht gut schlafen kann in den 4 Nächten, in denen sein Sohn da ist. Ich hör den Sohn wälzen, schmazen und was das Schlimmste ist, er röchelt sehr laut. Er hat nämlich eine Gräserallergie.
    Der Vater kann seelenruhig schlafen, sogar besser wenn sein Sohn da ist, und ich krieg daneben die Krise.
    Aus Platz- und Geldmangel konnten wir kein Kinderzimmer herrichten, aber trotzdem haben wir ihm eine Spielecke eingerichtet, quasi das halbe Wohnzimmer, dort hat das Kinderbett auch hervorragend Platz.
    Er will seinen Sohn aber nicht ausgrenzen und hat mega Angst, dass sein Sohn ihn ablehnen könnte.
    Ich finde ein fast-Schulkind ist durchaus in der Lage in einem anderen Zimmer zu schlafen, als sein Vater!
    Wie seht ihr das? Sind eure Partner auch so anhänglich.
    Oh, und das Babyfon ist natürlich auch an, obwohl wir nur im Nebenzimmer sind! Und wenn es angeht, lauscht er ganz verträumt dem Traumgestammel seines Sohnes.
    Es macht mich wahnsinnig!

  • #7450

    AmyFarrahFowler
    Teilnehmer

    Puh,
    Erstmal Respekt dass du das überhaupt tolerierten konntest!
    Ich finde das hört sich nicht gesund an und stelle mir die Frage: wer von den beiden braucht es mehr? Der Sohn oder der Vater?
    Ich kann es aushalten wenn der der Sohn meines Partners (alle paar Monate) wegen einem Alptraum zu uns kommt und auch dann für die restliche Nacht bleibt…und das war’s auch schon!

    Wie ist sein Umgang sonst so?
    Und vor allem: wie stellt er sich das in Zukunft vor? Soll der kleine nicht mal “ausgewildert“ werden? Äußert sich dein Partner dazu?

    Lg

  • #7452

    Kate
    Teilnehmer

    Hi
    naja er stellt seinen Sohn sehr in den Mittelpunkt, wenn er da ist. Alles wird nach ihm ausgerichtet.
    Bis vor einem Monat ist der Kleine bei uns nicht alleine aufs Klo und der Vater musste ihn Abwischen, Schuheanziehen nur vom Vater, Jacke anziehen nur vom Vater. Vater trägt ihm alles hinterher.
    Man muss sagen, das ist jetzt besser, weil ich das nicht mehr mit ansehen konnte. Aber der Mittelpunkt bleibt.
    Vater hat riesige Verlustängste und seine Ausreden hab ich lange so hingenommen, wollte ihn verstehen und unterstützen.

    Wenn er dann ein größeres Bett kriegt, ein cooles, was Sohnemann richtig gut gefällt, dann will er ihn an das neue Bett gewöhnen. In einem Jahr dann, so der Plan.
    Ich hasse das, ständig muss ich warten und „Geduld“ haben, wird mir gesagt. Aber mein ganzes Leben auf der Warteliste stehen…?

  • #7453

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Kate,

    puh, das hört sich sehr anstrengend an…
    Generell gibt es ja zum Thema Familienbett ganz unterschiedliche Ansichten… wenn du das mal googelst oder auch in einigen (pro-Familienbett) Blogs liest kannst du dir die positiven Ansichten dazu ja einfach mal durchlesen. Irgendwann wollen die Kinder von alleine nicht mehr bei den Eltern schlafen und quartieren sich quasi selbst aus. In eurem Fall hört es sich aber für mich auch eher danach an, dass dein Mann das mehr braucht als der Sohn.
    Meine Meinung dazu ist, wenn es für ALLE okay ist, dann soll es jeder machen wie er will und dann kann man sich ja gerne ein großes Familienbett bauen (meins wäre das übrigens nicht). Sobald aber schon einer ein Problem damit hat wird es meiner Meinung nach kritisch. In eurem Fall ist es eben besonders schwierig, weil es zusätzlich auch nicht dein Sohn ist und dich wirklich beim schlafen stört. Ich finde es richtig, wenn du dein Bedürfnis klar äußerst. Es ist eure Wohnung und da hast du genauso was zu sagen. Wenn er nicht ohne seinen Sohn schlafen kann, soll er sich die 4 Tage dann eben zu ihm legen…
    Eine organisatorische Frage hätte ich da aber noch: Wenn der Sohn in der Spielecke im Wohnzimmer schlafen soll, was macht ihr denn dann in der Zeit? Ihr werdet ja sicher nicht zur gleichen Zeit ins Bett gehen wie der Sohn? Dann müsstet ihr ja 4 Tage auf euer Wohnzimmer verzichten…???

    Ich denke, irgendwie müsste man es schaffen, dem Vater die Angst zu nehmen, sein Sohn könnte sich vernachlässigt fühlen… habe aber auch keine Idee wie, denn rationale Erklärungen werden wohl nichts helfen. Wenn dein Partner dazu bereit wäre, könntet ihr vielleicht mal über eine Familientherapie bzw. Hilfe von außen nachdenken.

    Wirkliche Lösungsvorschläge habe ich leider nicht…außer: Achte auf dich selbst und deine Bedürfnisse. Du musst nicht (bzw. es ist nicht gut) immer zurückstecken!

    LG Daka.

    • #7456

      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Hallo Kate,

      ich finde das alles andere als normal. Auch wenn Dein Partner sich in den vier Nächten zu seinem Sohn legen würde, hätte ich auch damit ein Problem. Will Dein Partner denn die Nächte nicht allein mit Dir verbringen? Hat er gar kein Bedürfnis nach Zweisamkeit? Eine Idee für die Unterbringung des Sohnes wäre, ihm an den Besuchstagen Euer Schlafzimmer zu überlassen und Ihr besorgt Euch ein Schlafsofa fürs Wohnzimmer. So haben wir das gehandhabt, als wir noch die Zweizimmerwohnung in der Stadt hatten. Das Schlafsofa haben die Mädels jetzt im Gästezimmer.
      Ich wünsche Dir, dass sich die übertriebene Sorge für den Sohn bald legt.
      Die schönen Mittwoch,
      Donna

      • #7457

        Daka
        Teilnehmer

        Ich halte „bei ihm schlafen“ auch für keine gute Lösung, aber vielleicht führt ihm das dann eben auch vor Augen, dass seine Vorstellung vom gemeinsamen Bett eben hauptsächlich ihm gefällt und seine Partnerin damit nicht leben kann und er auf diese dann verzichten muss für diese Zeit… vielleicht ändert das seine Sichtweise und auch Einstellung…

        Als ich damals noch gestillt habe und nachdem mein Partner unsere Tochter aus dem Schlafzimmer ausquartiert hatte (mit 12 Wochen, er konnte nicht schlafen, wenn ich nachts gestillt habe) war er dann doch überrascht, dass ich mich mit ausquartiert habe… für mich war es dann aber tatsächlich eine gute Lösung. Vorher bin ich zum stillen mit ihr immer auf die Couch gegangen (wir haben ein Wasserbett, da stillt es sich nicht gut), und brauchte danach ewig um wieder einzuschlafen…als wir dann in ihrem Zimmer schliefen, ging das problemloser, ich habe sie aus dem Bett genommen, auf meiner Matratze gestillt und wieder hingelegt… so konnte ich auch viel besser wieder einschlafen. Mir hat trotzdem auch mein Partner sehr gefehlt, so dass wir es dann so gemacht haben, dass wir gemeinsam im großen Bett eingeschlafen sind und sobald sich meine Tochter gemeldet hat bin ich zum Stillen zu ihr und habe dann dort weiter geschlafen. Da sich die Abstände der Nacht-Stillzeiten ja immer mehr verlängert haben, musste ich irgendwann nur noch ganz früh morgens hin…mit ca. 6 oder 7 Monaten habe ich dann auch wieder komplett in meinem richtigen Bett geschlafen. Für eine Übergangszeit war das okay, auch weil meine Tochter eben noch sehr klein war, aber auf Dauer würde mir die Nähe fehlen… und was körperliche Nähe betrifft ist man ja dann auch gehemmt, wenn ein 5-jähriger daneben schläft, der wenn er wach wird dann durchaus schon mal nachfragen kann, was man denn da macht (und noch schlimmer, dass dann zu Hause bei Mama erzählen kann).

  • #7459

    Starchild
    Teilnehmer

    „Findet ihr es ok, wenn der Vater seinen 5-jährigen Sohn neben sich im Bett haben will?“

    Hallöchen
    Ja, finde ich absolut okay! Was spricht denn dagegen, dass auch ein Vater die Nähe zu seinem Kind (in der kurzen Zeit die sie zusammen haben) geniesst?!

    Mein Partner machte das auch so, obwohl seine Tochter sogar ein eigenes Zimmer bei ihm hatte. Und ganz ehrlich, wegen vier Nächten im Monat, kann man als Partnerin da doch auch mal etwas zurück treten und dem Kind den Vortritt lassen? Man hat den Mann den Rest der Zeit ja wieder für sich allein und Zeit für Zweisamkeit. Ich finde, soviel Verständnis für Vater und Kind ist nicht zu viel verlangt.

    Mein Partner musste damals einfach akzeptieren, dass ich deshalb weder auf dem Sofa, zu dritt im Bett oder gar im Kinderzimmer übernachte, sondern lieber in meine eigene Wohnung fahre bzw. gar nicht erst komme. (Denn sie hätte zwar unter Protest jeweils in ihrem Bett geschlafen, aber dann hätte sie nur wegen mir das Feld räumen müssen. Für meinen Partner war’s leider nicht ganz so eindeutig ersichtlich, was er ihr damit suggeriert…)
    Erst als wir zusammen gezogen sind, musste sie def. im eigenen Zimmer schlafen, war auch dem alter entsprechend und das hat auch problemlos geklappt, denn bei ihrer Mutter musste sie das ja von jeher auch, somit hatte sie garkeine Argumente dagegen. Ich musste ihr lediglich versprechen, dass sie ab und an doch noch bei Papa schlafen darf. Konnte ich locker versprechen! Wenn ich mal nicht da bin, darf sie das. Und ich hab ihr angeboten, Morgens zu ihm unter die Decke zu schlüpfen und zu kuscheln, einfach bitte leise….

    Mir war’s aber wichtig, dass vor dem Zusammenzug mit meinem Partner geklärt zu haben! In eine zwei Zimmerwohnung wär ich gar nie eingezogen oder in seine alte Wohnung. Die wäre zwar im Grunde gross genug gewesen für uns drei, aber es war ihre Wohnung, ihr Schlafzimmer. Nachdem mich meine Stieftochter mehrfach darauf angesprochen hat, wenn ich dann bei ihnen wohnen würde, war für mich klar, dass wir an einem neuen Ort neu anfangen, denn bei meinem BK und ihrem Vater zu wohnen war für mich nie eine Option…. Musste mich dann nur noch von einer sieben jährigen fragen lassen, ob ich ihrem Vater eigentlich auch Miete zahle…. (natürlich hat sie die Frage nicht aus eigenem Antrieb gestellt…)

    Ich denke ich würde deinem Partner den Vorschlag machen, entw. mit Sohnemann im Wohnzimmer zu schlafen und dir das Schlafzimmer zu überlassen oder halt umgekehrt, was auch immer für DICH besser passt! So haben alle was sie brauchen und irgendwann wird sich das Thema von selbst erledigen. Dass Du aber schlaflose Nächte hast, weil er das halt so will mit Sohnemann, das geht nicht! Da würde ich auch nicht mitspielen! Wenn Du ihn aber zwingen willst den Sohnemann auszuquartieren, wirst Du garantiert auf entsprechenden „ich lass mir mein Kind nicht verbieten“ Wiederstand stossen. Und mal ehrlich, ob’s okay ist was er macht oder nicht, ist doch reine Ansichtssache. Und es wirkt halt sehr schnell so, als würde man um die Gunst des Vaters mit seinem Kind buhlen. Und das ist weder reif, noch fair noch grausam sympathisch….. Also, das Problem ist nicht sein Kind, sondern dass Du so einfach nicht schlafen kannst. Nur dafür müsst ihr eine Lösung haben!

    L.G. Starchild ( seit 10 Jahren dabei, kaum etwas schockt mich noch)

  • #7466

    JohannRinn
    Teilnehmer

    Salut,
    von dem was ich gelesen habe gefällt mir Starchilds Vorschlag recht gut: Schlafcouch im Wohnzimmer, auf der er dann gemeinsam mit dem Junior nächtigen könnte.

    Dem Junior dürfte es soweit egal sein wo er schläft und dein Partner wäre dann bei seinem Kind. Ich würde auch nicht darauf bauen, dass der Junior das irgendwann selbst nicht mehr möchte, habe das bei meiner Ex-Freundin erlebt wo der 10-jährige regelmäßig mitten in der Nacht vor dem Bett stand. Ich finde es auch in Ordnung, wenn das mal passiert (wenn das Kind aus irgend einem Grund Angst hat), am Ende treibt es aber einen Keil zwischen das Kind und das Stiefelternteil: auf der einen Seite, weil man nicht mehr ins Elternbett darf, auf der anderen Seite weil die Ruhe fehlt.

    Wie macht der Junge es dann bei seiner Mutter?

  • #7469

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Hallo 🙂 ich kenne,dein Problem nur zu gut. Ich kann es auch nicht ab wenn mein Stiefsohn bei uns schläft oder morgens zum kuscheln kommt und zwar weil er eben mega laut ist. Dann wird gewälzt und erzählt gemault usw. dadurch sind dann meine Söhne wach und ich. Und,ja da können 4 Tage horror sein. Und dann hat Stiefsohn die ganze,Zeit die arme um meinen Mann und kein anderes Kind kommt dazwischen oder hat die Gelegenheit mal mit papa zu kuscheln. Da uns das Wahnsinnig gemacht hat und’stiefsohn auch immer noch ins Bett macht,gabs nur eine Lösung. Er bleibt in seinem Bett und mein Mann soll sich dann halt zu ihm ins Zimmer legen und da schlafen wenn er xmeint

  • #7474

    Starchild
    Teilnehmer

    Wow!

    „Und,ja da können 4 Tage horror sein. Und dann hat Stiefsohn die ganze, Zeit die arme um meinen Mann und kein anderes Kind kommt dazwischen oder hat die Gelegenheit mal mit papa zu kuscheln.“

    Hallo Soulcolored, entschuldige bitte vermutlich setze ich mich jetzt grad in die Nesseln, aber hast Du dich schon mal gefragt wie es umgekehrt wäre, wenn es dein Kind wäre, das Du nur 4 Tage im Monat hast? Oder dein Papa, denn man dir sogar in dieser kurzen Zeit so offenkundig nicht gönnt? Denn genau so klingt das für mich, Entschuldigung!
    Als Vater, hätte ich da glaub echt ein heftiges Problem. Bei so viel Hartherzigkeit und Missgunst, einem meiner Kinder gegenüber? Ich weiss das es nervt, aus eigener Erfahrung, aber deine eigenen Kid’s, nerven die andere denn nie? Und erwartest Du nicht auch ein gewisses Verständnis?

    Ich durfte mir ja schon anhören, mir würde das nötige Verständnis sowieso fehlen, da ich ja keine Kinder habe (und ich war wohl auch nie eins). Doch ich dachte wirklich, dass Mütter mit nervigen BK irgendwie besser klar kommen müssten?! Trugschluss?

    • #7475

      Daka
      Teilnehmer

      Der Fall von Soulcolored ist in der Tat besonders „speziell“. Sie hat hier auch mal eine Frage gepostet, welche die Probleme mit bzw. des BK im besonderen schildert… ist – von den Erzählungen – leider etwas mehr als „nur“ das nervige BK… 🙁

      • #7476

        Donnaserpente
        Teilnehmer

        @starchild:

        Ich bin nicht der Ansicht, dass die meisten hier im Forum ihre BK’s nervig finden. Es sind nur eben nicht unsere Kinder. Hierzu ein Beispiel: Neulich nachts musste meine Stieftochter sich im Bett übergeben. Sie ist 7. Mein Mann hat das alles zum Glück wieder in Ordnung gebracht, weil ich es mich schlicht geekelt hätte. Bei eigenen Kindern schaut das bestimmt anders aus.

  • #7477

    Daka
    Teilnehmer

    Na ja, ich finde ehrlich gesagt auch, in einigen der letzten Posts insgesamt hier im Forum war schon insgesamt viel von „Genervt-Sein“ Tonus… aber das liegt sicher auch daran, dass man hier ja auch oft gerade von den „negativen“ Seiten berichtet…wenn alles Eitel Sonnenschein wäre, dann wäre man ja nicht hier ;-).
    Und Nebenbei: Erbrochenes Wegmachen ist finde ich immer eklig, auch bei meinem eigenen Kind…;-)

  • #7480

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Nur um das kurz klar zu stellen es stört mich nicht wenn die Kinder,allgemein bei uns schlafen ebenso wenn Stiefsohn bei uns schläft dazu haben wir Stiefsohn jede Woche mittlerweile. (Dazu kommen eben noch gewisse andere Situationen mit Stiefsohn) mich nervt nicht mein Stiefsohn sondern seine Art. Er kommt zu uns und hängt 12 Stunden nachts dann nur an ihn mein Mann kann nicht mal auf Klo oder mir das baby kurz abnehmen. Dann wird gesabbelt 3 Stunden wie lieb er papa doch hat papa hier papa da und papa wird wirklich über trieben umsäuselt (sry um 2 Uhr nachts hab ich da wenig Verständnis) dann wird gewälzt gemault und getreten!und er hat mir schon ins Auge getreten und in die Niere. Bei aller liebe da hörts. dann auf mein Mann nervt das zwar auch aber er ignoriert das oder schläft. Somit blieb nur die Wahl das die beiden dann halt woanders pennen ich+mein Sohn+baby brauchen auch ihren schlaf.

    Und wir hatten das auch leider schon das sich Stiefsohn zu fein für die Toilette ist und in unser Bett gemacht hat und dann rumgestänkert hat warum er denn auf Klo soll nun duschen muss usw

  • #7483

    Starchild
    Teilnehmer

    Liebe Soulcolored

    In der Zwischenzeit konnte ich mich etwas schlauer über Deine Situation machen. Und ja, da käme ich def. auch an meine Grenzen. Schwerstens an meine Grenzen!

    Mein BK ist im Vergleich mit vielen Kindern sicher ein absolut problemloses Kind, was wenn man ihre Geschichte kennt eigentlich sehr erstaunlich ist, aber auch sie hat halt so ihre Eigenheiten. Sie hat einen sehr ausgeprägten Geltungsbedarf, gibt gerne den Ton an und fordert 100% Aufmerksamkeit insb. von ihrem Vater. Und bis vor ca. 2 Jahren, kannte sie das Wort NEIN, nicht aus seinem Mund. Dazu kommt das der Einfluss ihrer Mutter, für unseren Geschmack, leider öfter in die falsche Richtung geht. Richtung Prinzessin, besser als der Rest und stinkend faul wenn es um Dinge geht, für die es weder Noten noch Applaus gibt.

    Mein Partner ist eine Seele von Mensch, sehr Geduldig und mit sich selbst immer noch am Hadern, weil er sich vor 14 Jahren zu einem Kind überreden liess, dass er eigentlich gar nicht wollte. Zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt und mit dieser Frau. Er hat sich damit seine eigene Zukunft verbaut und unsere Chance auf eine eigene Familie. Und sein Kind, kennt ihre Eltern eigentlich nur als Feinde bis auf’s Blut. Sie war knapp ein Jahr bei der Trennung.
    Er liess der Kleinen lange alles durchgehen, konnte ihr nichts abschlagen, wollte sie nie zurecht weisen. (Zum Teil aus purem Trotz, denn seine Ex. bestand auf dem alleinigen Sorgerecht)
    Für mich irgendwann der blanke Horror! (als ich ihn kennenlernte war sie drei) Und ich machte auch den Fehler, seiner Vorstellung, dass wir nun seine Familie sind, entsprechen zu wollen. Ihn nicht hängen lassen zu wollen, allein mit dem Kind zu lassen. Aber das funktionierte für mich auch nicht. Ich bin nicht der Typ der jedes zweite Wochenende (und 1 mal unter der Woche) in einen Ausnahmezustand verfallen kann und nach der Pfeife einer vier Jährigen tanzt, die mir zum Dank noch Sprüche an den Kopf knallt, für die ich sie verbal in Grund und Boden stampfen müsste, könnte, sofort würde, wäre sie nicht nur der Überbringer dieser Botschaften. Während ihr Vater daneben steht und nicht reagiert! (Es entweder angeblich gar nicht hört oder selbst damit einfach überfordert ist, jedenfalls keine Hilfe)

    Doch für all das, kann dieses Kind nichts! Etwas was auch ich mir immer wieder in Erinnerung rufen musste! Denn irgendwann ist der Groll in einem so gross, weil ungehört und unbeachtet, dass dich eben wirklich schon das kleinste Ding auf die Palme bringt und grausam nervt. Es gab auch bei mir eine Zeit da wurde mir schon beim Gedanken an das nächste Wochenende richtig flau im Magen. Ich habe mir diese Kind zum Mond gewünscht, konnte sie kaum ertragen und wusste selber nicht wieso!!! Denn Sie ist echt ein tolles Mädchen und trotz (nervigen) Eifersüchteleien, weiss ich das sie mich mag, mich in gewissen Dingen sogar bewundert und mich als Vorbild sieht. Ausserdem ist Sie ja «mein einziges Kind»!

    Die Kommunikation mit meinem Partner wurde nur noch schwieriger, wurde richtiggehend zum Minenfeld! Denn meine Platte konnte ich inzwischen selbst nicht mehr hören und die richtigen Worte zu finden… (so schon nicht meine Stärke) irgendwann… hast Du’s einfach nur noch satt und kannst nicht mehr. Und genau an diesem Punkt, denke ich, lese ich Dich heute…. Und ich versteh’s absolut! Auch, dass es irgendwo mal raus muss und zwar so wie es einem eben grad durch den Kopf zieht, auch wenn’s hart klingt! Und hier ist sicher der beste Platz dafür! Es lass sich einfach nur grad, extrem hart gegenüber dem Jungen und sehr einseitig auf dich und deine Kinder fokussiert.

    Ich persönlich finde den Plan, allein mit Deinen Kindern zu verreisen aber gut!
    Wieso denn auch nicht? Klar FriedeFreudeEierkuchen wir sind eine glückliche Patchworkfamilie wäre sicher schöner, aber wenn dem halt nicht so ist….!
    Davon muss man sich glaub wirklich verabschieden, auch als Vater! und für sich selbst einfach das Beste daraus machen. Und man muss ja wirklich nicht immer auf einander kleben!

    Ich fände es aber nicht gut, wenn du damit vor allem deinem Mann, etwas beweisen oder ihn bestrafen willst. Denn dadurch wird die Kluft zwischen euch (und den Kindern), doch garantiert nicht kleiner, oder?! Und nur um euch zwei, geht’s doch im Grunde! Ausserdem wird’s mit dem Jungen so wie du momentan drauf bist auch nicht besser, der spürt das doch auch und weiss vermutlich längst, worauf du besonders allergisch reagierst?!

    Klingt jetzt saublöd, aber nimm’s doch einfach locker! Um deinen Stiefsohn sollen sich doch andere kümmern, auf dich hören Sie ja eh nicht! Durchbrich den Teufelskreis in dem du dein Verhalten (deine Innere Einstellung) änderst, aber nicht aus Wut und Frust, sondern als eine Art Befreiungsschlag!

    Weiss jetzt nicht, ob Du damit was anfangen kannst…

    L.G. Starchild

    • #7503

      Soulcolored
      Teilnehmer

      Hallo STarchild,

      ich geh etwas kurz nun auf deinen Text ein.Vieles davon mach ich schon bzw versuch es so gut es geht. Urlaub habe ich mit meinen Kindern allein gemacht und es Traumhaft. Ich habe es gar nicht gemacht um meinen Partner zu bestrafen sondern um mal rauszukommen aus diesem Stiefmuttersuff.Und damit mein Sohn auch mal Aufmerksamkeit kriegt und einfach MamaZeit hat.

      Kate hast du den eine Lösung gefunden?

      • #7724

        Schnecke7010
        Teilnehmer

        Genau an diesem Punkt bin ich auch gerade. Du sprichst mir aus dem Herzen, es ist als ob du uns zugeschaut hättest und das aufs Papier bringst. Wir streiten auch inzwischen wegen jeder Kleinigkeit, auch wenn es gar nicht ums Kind geht. Einfach weil das Nervenkostüm so dünn geworden ist.
        Ich erkenne mich manchmal selbst nicht wieder, kann aber auch nicht anders reagieren als ich es tue. Wie hast du für dich einen Ausweg gefunden, ohne deine Vorstellung von einer glücklichen Beziehung, auch mit Kind, aufzugeben?
        Ich habe das Gefühl, mein Partner ist seiner Ex hörig. Sie hat ihm aktuell wieder 2 Klagen an den hals gehängt, aber zu Ihr ist er zuvorkommend, weil er Angst vor ihr hat. Ich würde der Tochter zu gerne mal einen Spiegel vorhalten um Ihr zu zeigen, wie ihre Mutter sie seelisch und geistig missbraucht, ihr ihr Leben vermasselt. Aber dafür ist sie zu klein. Mein Partner sieht das zwar auch, aber traut sich nicht etwas zu tun. Und das Jugendamt war mehr ein Hemmschuh als eine Hilfe.

        VG Schnecke7010

        • #7727

          Kara
          Teilnehmer

          Liebe Schnecke,

          wir hatten auch so eine Phase. Es schien nur mehr ein ewiger Kreislauf aus gegenseitigen Vorwürfen und Streiten zu sein.

          Mir haben 3 Maßnahmen sehr geholfen:
          Erstens hat geholfen mich mehr auf mich zu konzentrieren, eigene Projekte vorantreiben, mit meinen Freunden treffen, etwas machen das mir wichtig ist, vor allem auch an Besuchstagen. So war ich mit der Zeit weit weniger genervt, hatte nicht mehr so das Gefühl, dass die Besuchstage für mich einfach nur unnötige, anstrengende Zeit sind.
          Zweitens habe ich hart daran gearbeitet herauszufinden, warum die ganze Situation so viel in mir an starken negativen Emotionen auslöst. Mir wurde klar, dass sehr viel mit mir und meiner Geschichte zu tun hat und weniger mit der aktuellen Situation. So konnte ich etliche Muster des immer wieder gleich Reagierens (das offensichtlich nicht gut funktioniert hat) auflösen. Inzwischen reagiere ich auf vieles super gelassen, was mich davor emotional aus der Bahn geworfen hat. Das ist sehr erleichternd 🙂
          Drittens habe ich für mich die Regel aufgestellt, wenn mich etwas ärgert/nervt es nur mehr einmal, dann aber ohne Umschweife zu sagen, keine umständlichen langen und wiederholten Erklärungen mehr warum mich etwas stört, Aufzählungen wann es schon davor so war etc. Denn durch die ewigen Wiederholungen kommt es nicht besser an, ganz im Gegenteil, irgendwann nervt man sich sogar selbst damit. Einmal klar und deutlich auf eine Situation bezogen sagen, was stört eventuell verbunden mit Wunsch wie es besser wäre. Interessanter Weise auch wenn ich darauf manchmal keine Antwort bekomme, es wirkt und es ändert sich etwas.
          Vielleicht hilft dir etwas davon auch.
          LG Kara

  • #7899

    Kate
    Teilnehmer

    Wir haben das jetzt bisher so gelassen, vllt vertagt, er hatte seinen Sohn im Juli 2 Wochen. Ich hab ihn nur zwei Tage gesehen und bin dann zu meinen Eltern gefahren.
    Jetzt nach den Sommerferien ist er das erste Mal wieder für 4 volle Tage da, von Donnerstag abend bis Montag abend.
    Ich bin Studentin, lerne gerne zu Hause, aber das kann ich dann vergessen. Freitags krieg ich meistens noch was geschafft, aber spätestens am Sonntag reichts. Und am Montag selbst wenn ich in die Uni geh, kann ich kaum was lernen, weil ich eine Auszeit oder Schlaf brauch.

    Ich wünsch mir so, dass er bald in die Schule kommt und es einen zweitage Rhythmus gibt!

    Andere Frage, was macht man eigentlich, wenn Kind unbedingt seinen Willen durchsetzen will? Und schreit und weint, wenn es seinen Willen nicht kriegt? Wenn es einen erpressen will? Nach dem Motto: wenn ich das nicht darf, dann darfst du nie wieder mit mir spielen, nie wieder in die Wohnung, nie wieder atmen….
    und dann wird der Weg versperrt und man kann nicht durch die Tür.

    Wahrscheinlich haben leibliche Kinder sowas auch mal. Aber das BK macht das ständig! Da läufts einen Tag gut, aber sobald er mal quengelig wird, geht nichts mehr. Und das dann noch das restliche 4-tage Wochenende!
    Wenn der so drauf ist, dann macht der auch nichts allein, der nervt nur rum! Das Essen passt nicht, selbst trinken aus der Küche holen geht nicht, man kommt auf ihn zu, spielt was, bis er die Regeln ändert oder ausrastet weil er nicht verlieren kann.

  • #7900

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Also ich bin da wahrscheinlich vom härteren Schlag aber ich setzte mich da knallhart durch. Mein Stiefsohn hat mir auch mal den Weg versperrt und meinte solange er etwas nicht kriegt.Ich habe ihm dann ruhig aber bestimmt gesagt, das ich Nein gesagt habe und es dabei bleibt. Und er sich in meinem Haus an meine Regeln zu halten hat. Er möge nun Platz machen ansonsten setz ich ihn ins Bett/Stuhl und er kann sich dann mal über einiges Gedanken machen. Er stand weiter vor mir in der Tür und streckte mir dann noch frech die Zunge raus. Habe ihn mir dann gepackt und knallhart auf den Stuhl gesetzt und gesagt: So nicht ,bis du nicht aufhörst mit „so und so“ bleibst du hier sitzen. Habe ihn auch immer wieder drauf gesetzt. Er saß dann fast 3 Stunden auf dem Stuhl aber seitdem stellt er sich mir nicht mehr in den Weg. Ich bin da tatsächlich knallhart geworden und komme manchmal etwas grob über durch meine Schreibweise aber ehrlich?Ich lasse mir doch von einem Kind nichts sagen geschweige den erpressen. Ich würde da auch nicht nachgeben. Dann muss er halt alleine spielen und wenn er meint du darfst da dann nicht mehr rein hät ich gesagt,meine Wohnung,du ab raus. Und hät ihn dann mal kurz vor die Tür gesetzt.

    Auch mit dem Trinken und Essen. Wenn er was haben will dann kann er sich das selber holen auch wenn er dann rumtrotzt. Würd ihn dann einfach da sitzen lassen oder sich im Bett austoben lassen.Aber ich würd nicht nachgeben und dem Hernn nur weil er zu faul ist was holen. Ich würd mir da nicht auf der Nase tanzen lassen. Er kann bei spielen nicht verlieren? Dann muss er halt allein spielen. Und ich würd mir dann auch nicht das Wochenende von ihm versauen lassen.

    Ich habe das schon gebracht das hier Freunde von ihm waren,er musste aber ihm Bett bleiben und durfte nicht mitmachen. Es ging 2 Tage so wirklich dauergeheul, nichts war richtig alles blöd wirklich Theater vom feinsten. Am 2 Tag wollten dann Freunde kommen und er war trotzdem nur am maulen etc. Hab dann gesagt mir rechts und ihn ins Bett gesteckt Tür zu,Freunde kamen und wir haben uns lustige Stunden gemacht. Er kam abends dann klein laut an warum wir den Spaß ohne ihn gehabt haben er hät ja doch gern mitgemacht. Haben ihn dann erklärt wenn er meint nur rumzumaulen wird es so ablaufen und wir lassen uns aber nicht den Spaß von ihm nehmen. Und den Tag versauen.

    Ja ich weiß ist eine sehr extreme harte Methode aber hier geht es bei Stiefsohn manchmal nicht ohne solche mittel.

  • #7913

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Kate,

    „Andere Frage, was macht man eigentlich, wenn Kind unbedingt seinen Willen durchsetzen will? Und schreit und weint, wenn es seinen Willen nicht kriegt? Wenn es einen erpressen will? Nach dem Motto: wenn ich das nicht darf, dann darfst du nie wieder mit mir spielen, nie wieder in die Wohnung, nie wieder atmen….
    und dann wird der Weg versperrt und man kann nicht durch die Tür.“

    Tja, das ist wie bei eigenen Kindern…wenn man einen triftigen Grund hat Nein zu sagen und dies auch gut begründen kann, würde ich immer beim nein bleiben. Wenn die Kinder merken, dass sie nur lange genug jammern oder gar erpressen dürfen damit sie ihren Willen kriegen, dann tanzen sie einem wirklcih irgendwann auf der Nase rum.

    Meine Tochter (4,5) hat hin und wieder einen sehr starken Willen und versucht diesen auch durchzusetzen. Manchmal schafft sie das, aber das dann nicht mit heulen sondern meist mit guten Argumenten und sagen wir mal „liebevollem“ Überreden. Meistens hat es aber einen guten Grund, dass ich etwas verbiete und dann weiche ich auch nicht davon ab. Ich sage ihr dann, dass es so ist und begründe das auch, und dass ich meine Meinung dazu nicht ändern werde, auch wenn sie heult, tobt und wütet. Ich bleibe dann bei ihr und tröste sie (wenn sie das zulässt), das dauert meist ein bisschen, aber dann ist auch wieder gut.

    Ein Beispiel: Wir kamen mal Sonntagabend 20.30 von einer Freundin zurück, im Auto hat sie Hörspiel gehört. Sie wollte das noch nicht ausmachen, weil sie es gerne zu Ende hören wollte. Beim reingehen habe ich ihr dann erlaubt, noch das Lied zu Ende zu hören und dann auszumachen. Das hat ihr aber nicht gereicht. Sie wollte das komplett zu Ende hören. Ich habe ihr dann (nachdem ich es lieb und nett versucht habe) die Kopfhörer unter starkem Protest weggenommen. Sie war richtig wütend und hat sogar um sich getreten. Ich habe sie dann in ihr Zimmer gebracht und aufs Bett gelegt. Dort wütete sie noch eine Weile und es dauerte ca. 5 Minuten bis sie sich von mir trösten ließ. Sie war einfach übermüdet und irgendwann war es dann ein leichtes, sie auszuziehen und zum schlafen zu bewegen. Ich habe ihr erklärt, dass es einfach schon zu spät ist um noch das Hörspiel zu Ende hören zu können (am Tage hätte sie das natürlich gedurft).

    Es gibt Momente – und die sollten eher selten als häufig vorkommen – da ist es meiner Meinung nach notwendig, seine körperliche Überlegenheit zu nutzen. Ich habe jetzt öfter festgestellt, dass wenn sie völlig „festhängt“ in einem „Ich will nicht“ oder Wutanfall, dass es dann hilfreich ist, das selbst durchzuführen. Also sie dann z.B. ins Zimmer tragen. Oft hilft es schon, den Ort des Geschehens zu verlassen. Und wenn sie sich mir in den Weg stellt und ich will unbedingt raus, dann gehe ich raus. Drohen lasse ich mir von meiner Tochter nicht (versuche aber im Gegenzug auch ihr nicht zu drohen, denn die Kinder machen das ja, weil sie es sich von Erwachsenen mal so als Taktik abgeguckt haben) und werde dann auch recht deutlich, dass sie so gar nichts erreichen wird.

    Was den Sohn des Mannes betrifft, fürchte ich, hat er keine oder nur eine schwach ausgeprägte Frustrationstoleranz. Er hat es schlichtweg nicht gelernt, dass auch mal jemand nein sagt und er auch mal alleine spielen muss. Wahrscheinlich kann er auch nicht gut warten, oder?
    Das gute ist, es ist noch nicht zu spät. Da passt der Spruch, „es ist nie zu spät, etwas zu ändern“. Lasst ihn spüren, dass seine Meinung interessiert, aber eben nicht immer und mit allen Mitteln durchsetzbar ist. Versucht für Dinge die ihr verbietet, gute und für den Jungen nachvollziehbare Gründe zu finden, und dann bleibt bei eurer Meinung und begründet ihm das und fangt ihn dann in seiner Trauer, Wut, Ärger darüber auf. Es wird eine Weile dauern, aber so wird er lernen, dass eben nicht immer alles nach seinen Wünschen ablaufen kann…Aber bitte kein „Weil ich das so sage“, denn das ist keine Begründung…und wie gesagt, wenn es sein muss, dann muss man sich eben auch mal körperlich durchsetzen. Dass er den Weg versperrt z.B. in Küche, Bad oder Wohnzimmer versperrt, geht aus meiner Sicht gar nicht (es sei denn vielleicht, den in sein Zimmer, seinen Rückzugsort sollte er für sich nutzen dürfen), zeigt aber auch, wie hilflos er sich fühlt…

    Ihr werdet da wohl noch jede Menge Geduld haben müssen…
    LG Daka.

  • #7914

    Daka
    Teilnehmer

    Meine Tochter wollte mich abends letztens mal nicht gehen lassen (zu einer Feier), sie hat sich an meinen Beinen festgekrallt. Letztlich habe ich sie losgemacht, also die Hände abgemacht und mein Mann hat sie dann festhalten müssen, damit ich den Weg bis zur Haustür schaffe. Sie hat dann noch gut 5 Minuten gewütet und wollte mir immer hinterher, aber wir sind hart geblieben – obwohl mir das beinahe das Herz gebrochen hat. Nach 10 Minuten ist mein Mann mir dann hinterher gekommen, und der Opa (der zum aufpassen da war) meinte 5 Minuten später war dann komplett Ruhe. Am nächsten Morgen war sie zuckersüß und auch nicht sauer oder sowas.
    Gegen den starken Drang mein weinendes, klammerndes Kind nicht alleine zu lassen, bin ich gegangen und sie hat daraus gelernt, dass ich eben auch meinen Bedürfnissen nachgehe und nicht nur ihr zuliebe zu Hause bleibe…
    Das noch als Nachtrag…

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