Sackgasse: wie kommen wir da wieder raus?

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Dieses Thema enthält 5 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Pinocchio vor 6 Monate, 3 Wochen.

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  • #9059

    Sandra88
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,

    ich verfolge die Themen auf diesem Blog schon länger, da ich selbst seit zwei Jahren Stiefmutter geworden bin.
    Mein Partner hat mich kennengelernt und es war Liebe auf den ersten Blick. Für mich war klar, das ist mein Traummann, doch wusste ich da noch nicht, was noch alles auf mich zukommt.
    Er verließ seine Familie für mich und hat alles auf eine Karte gesetzt.
    Heute, nach 2 Jahren, sagt er mir immer wieder, dass er nichts bereut und es sofort wieder tun würde.

    Und ich? Ich fühle mich derzeit, wie in einer Sackgasse. Als würde ich schreien, aber es interessiert niemanden.

    Wir haben uns auf Grund seiner Kinder, seines Engagements bei der Feuerwehr und seiner Selbständigkeit dafür entschieden auf dem Land zu bleiben und ein Haus zu mieten. Für mich bedeutet das jedoch, dass ich mind. 3h pro Tag auf der Autobahn verbringe, um zur Arbeit zu kommen.
    Da ich stellv. Geschäftsführerin bin und mir das Unternehmen sehr am Herzen liegt, kann ich auch nicht einfach sagen: Ich geh und such mir was Neues. Wobei das „Neue suchen“ hier gar nicht so einfach ist. Denn in meinem Bereich findet sich da nichts.

    Im ersten Jahr hat auch alles gut geklappt, aber so langsam wird die Fahrerei zur Belastung. Dann ist noch jedes zweite Wochenende komplett für die Kinder verplant. Ich mag die Kinder wirklich gern und sie mich auch. Ich kann mich da nicht beschweren. Aber ich bin 29 und von heute auf morgen Mama geworden und muss nun mit allen Einschränkungen leben. Generell mach ich es gerne, aber mit dem Arbeitspensum und der Fahrerei ist es zu viel.

    Aber ich stehe von morgens bis abends nur unter Druck. Ich steh um 5 Uhr auf, damit ich wenigstens eine Stunde am Tag Laufen gehen kann. Den Tag über schau ich dauernd auf die Uhr, denn er möchte ja abends mit mir essen.
    Unseren Urlaub, das Entscheidet ja eh die EX. Denn der gegenüber müssen wir ja ein schlechtes Gewissen haben, also kann sie auch über die Zeiten entscheiden, zu denen wir die Kinder haben.
    An den Wochenenden ist es selbstverständlich, dass wir was als Familie machen. Wenn ich dann was anderes machen will, kommt gleich die Frage: Hast du ein Problem mit den Kindern?

    Wenn ich ihn darauf anspreche, ist er nicht bereit eine Lösung zu finden. Wobei, das stimmt so nicht. Er ist nicht bereit von sich etwas aufzugeben. Für ihn steht fest, wenn dann muss ich meinen Job aufgeben, oder ich eine Lösung mit meinem Chef suchen oder ich meine Hobbies aufgeben.
    Tja, was dann noch dazu kommt, er ist sehr unzufrieden mit seinem Unternehmen. Aber ändern, möchte er nichts.

    Heute ist mir dann etwas total bescheuertes passiert. Ich war früher daheim und wir fahren für 18 Uhr zu Hause verabredet. Da ich noch gerne ne Runde laufen gehen wollte, habe ich das gemacht und die Zeit vergessen. Dann war es 18:15 Uhr und er war total sauer. Es kam dann eines zum Anderen und dann fiel der Vorwurf, der irgendwann ja mal kommen musste: „Ich habe für dich mein Traumhaus aufgegeben. Ich denke, das ist Opfer genug für eine Beziehung.“
    Tja, und dann war ich sprachlos.

    Bringe ich keine Opfer? Er sieht das nicht. Er sieht nicht, wie viel Stress ich auf der Arbeit habe und dann noch die Fahrerei. Dass ich wie selbstverständlich mich um seine Kinder kümmere, als wären es meine. Dass ich wegen ihm und seinem Job und seinen Kindern hier auf dem Land bleibe, obwohl ich so gerne in Richtung meines Arbeitgebers ziehen würde.
    Ich nehme mir immer Urlaub, wenn seine Kinder in den Ferien da sind, weil er sich so schlecht frei nehmen kann. Aber das ist alles selbstverständlich.
    Es ist eine Belastung, dass die Exfrau immer eine wichtige Rolle in unser beider Leben spielen wird. Denn alles, was wir planen, müssen wir mit ihr abstimmen. Das ist alles andere als einfach… geht es euch nicht auch so?

    Ich fühle mich zum ersten Mal, wie in einer Sackgasse. Ich liebe ihn. Aber ich merke, wie ich Tag für Tag mehr aufgebe. Wie ich mich selbst irgendwie nicht mehr ganz sehen kann. Ich weiß nicht, wie ich es richtig beschreiben soll.

    Aber wie soll denn ein Ausweg aussehen? Denn ich kann nicht von ihm verlangen seine berufliche Existenz aufzugeben.
    Die Kinder gehören auch für immer dazu.
    Die Ex, die wird wohl auch weiterhin immer präsent sein.
    Eine Fernbeziehung? Ich kann mir kaum vorstellen, dass das lange gut geht. Dafür bin ich nicht die richtige Frau.
    In die Mitte ziehen? Davon hat keiner was, denn dann sind wir beide gestresst durch die Pendlerei.

    Ich weiß zum ersten Mal nicht, was ich tun soll.

  • #9060

    Pumpkin
    Teilnehmer

    Liebe Sandra,

    wow, das klingt schon ziemlich hart! Bekommst du von deinem Partner denn auch Anerkennung für das, was du tust?

    Für mich klingt das schon sehr stark danach, als ob er sauer auf dich ist, weil er sich blöderweise in dich verliebt hat und deswegen seine alte Familie verlassen „musste“. Er kann nicht sagen, „So habe ich mich entschieden, da bin ich jetzt in meinem Leben, und jetzt müssen wir uns so organisieren, dass es für alle passt.“ Nein, es klingt so, als ob du ihm aus seiner Sicht „dummerweise“ passiert wärst und jetzt müsst ihr beide eben für dieses Pech leiden. War das „Traumhaus“, das er aufgegeben hat, das gemeinsame Heim mit seiner Ex, oder sont ein gemeinsamer Platn mit ihr? Ich hoffe nicht, denn dort wegzugehen war seine Entscheidung und wenn er dir das vorwirft, ist das echt daneben. Das „nichts bereuen“ klingt für mich nach „es ging ja nicht anders“, nicht nach „ich bin glücklich mit meiner Entscheidung“. Verstehe ich das richtig?

    Ich glaube, es ist unbedingt nötig, dass dein Partner deine Opfer sieht. Rede darüber mit ihm, erkläre ihm sachlich, ohne Vorwürfe und aus deiner Perspektive, wie stark du wegen der Situation Einschränkungen erlebst. Erkläre ihm, dass gewisse Sachen, die er als selbstverständlich erlebt, eben nicht selbstverständlich sind. Dass du dir z.B. frei nimmst um statt ihm seine Kinder zu betreuen, ist absolut nicht selbstverständlich. Wenn er nicht beginnt, deine Mühen und Kosten zu sehen, holt euch Hilfe von außen. Denn ich glaube, Verständnis für die Situation des anderen kann keine Beziehung auf Dauer gut gehen.

    Schau auf dich! Als allererstes musst du deine Wünsche und Bedürfnisse ernst nehmen. Für dich, aber auch für die Beziehung. Denn, wenn es dir nicht gut geht, liegt auch die Beziehung im Argen. Das bedeutet: Sei an den Wochenenden einfach nicht dabei, wenn du nicht willst. Egal, was für Kommentare kommen. Sei nicht um 18 Uhr zu Hause, wenn du nicht möchtest. Nimm dir nicht wegen der Kinder frei, wenn du nicht willst – es ist seine Verantwortung, nicht dein Problem, soll er doch einen Babysitter engagieren.

    Dass die Ex immer irgendwo im Hintergrund herumschwirrt, geht uns wohl wirklich allen so. Daran lässt sich nichts ändern. Dass sie die Besuchszeiten diktiert, das hingegen muss nicht sein. Ich finde (andere mögen mir hier widersprechen), hier hast du durchaus ein Mitspracherecht. Denn sie kommen auch in deine Wohnung. Am einfachsten wäre eine feste, schriftliche Umgangsvereinbarung, wie sie die meisten getrennten Eltern haben. Dann könnt ihr auch ohne Absprechung planen, im Rahmen der Vereinbarung halt.

    Ich wünsche dir alles, alles Liebe! Kümmre dich um dich!
    Pumpkin

    (Ich würde dir außerdem, wie eigentlich eh fast jedem, empfehlen, ein wenig über emotionalen Missbrauch im Internet nachzulesen, zum Beispiel unter folgendem Link:
    Was ist emotionaler Missbrauch?
    denn gewisse Punkte wie Ablehung deiner Bedürfnisse und so lese ich schon ein bisschen heraus, aber ich hab das Gefühl, das kommt immer so schlecht an, denn wenn ich das mache, antworten meistens diejenigen, die das Thema eröffnet haben, nacher nicht mehr…)

  • #9062

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Liebe Sandra!

    Ich stimme Pumpkin zu. Merkt der Mann eigentlich noch was?

    Einige Dinge sind bei uns ähnlich wie bei dir. Ich habe auch einen tollen Job, nicht in der Nähe meines Mannes. Würde ich jeden Tag fahren, würde ich auch täglich 3 Stunden im Auto verbringen. Ich habe also eine Miniwohnung am Arbeitsort, wo ich 3-4 Abende pro Woche bin. Dort in der Nähe gibt es nichts adäquates, jobmäßig.

    Auch bei uns kracht es immer wieder mal, weil mein Mann gerne hätte, dass ich jeden Tag daheim wäre. Aber da weigere ich mich. Er muss die Fernbeziehung akzeptieren, wobei ich so viel Zeit wie möglich bei ihm verbringe. Normal fahre ich jedes Wochenende, oft auch noch einen zusätzlichen Tag unter der Woche. Das muss er so hinnehmen. Ich weiß, dass es nicht ganz fair war, aber ich habe es letztens mit seinen Altlasten verglichen. Ich muss auch akzeptieren, dass es dieses Kind gibt, und dass er sich kümmern will. Wobei das Kind ja auch nicht in seiner Nähe lebt, und er da anfangs alle zwei Wochen stundenlang hinfuhr. Inzwischen hat er das auf eigenen Wunsch hinunter geschraubt, und ich fahre nicht mehr dorthin mit.

    Er muss also meinen Job derzeit akzeptieren, wobei ich die Augen aufhalte, ob es nicht doch näher etwas passendes gäbe. Und ich muss seine gelegentlichen Fahrten zum Kind akzeptieren.

    Ich sehe bei dir aber keine Änderungsbereitschaft von ihm. Er will alles so, wie er es hatte lassen, und macht dir sogar noch Vorwürfe wegen dem Haus? Während du dein ganzes Leben für ihn wie selbstverständlich aufgeben sollst?

    Ich würde an deiner Stelle wieder für räumlichen Abstand sorgen. Eventuell so wie wir es gelöst haben?
    Dabei springt immer noch eine halbe Woche für ihn dabei raus.
    Solche Strecken täglich zu pendeln ist nicht nur anstrengend sondern kann auch gefährlich werden (Müdigkeit und Konzentration?)
    Komm von dem Gedanken herunter, dass du „plötzlich Mutti“ geworden bist. Das bist du definitiv nicht! Du hast keine Verantwortung seinen Kindern gegenüber. Lass dich da bloß nicht für seine Aufgaben einspannen, und schon gar nicht, wenn er das als Selbstverständlichkeit ansieht.

    Ich kann mir vorstellen, dass du den folgenden Rat nicht gerne hörst. Aber gut. Hier ist er. Nach 2 Jahren ist es an der Zeit, diese Beziehung ohne rosa Brille zu beleuchten. Was gibst du? Was bekommst du? Welche Opfer bringst du – welche er?
    Und dann schau mal, was unterm Strich rauskommt. Bei aller Liebe, wenn man ständig nur ausgenutzt wird, sollte von der tollen Liebe auch nicht mehr alles übrig bleiben. Und in einer Beziehung sollten beide auf ihre Kosten kommen. So wie sich dein Text liest, bist du aber diejenige die einzig und allein investiert.
    Hab keine Angst, dir selbst, und in weiterer Konsequenz auch ihm zu sagen „Diese Beziehung gibt mir nicht das, was ich in einer Beziehung brauche.“
    Überlege dir, ob Veränderungen (räumliche Trennung) alleine ausreichend wären, wieder etwas von deinem Leben zurück zu gewinnen, oder ob du besser dran bist, wenn du ganz gehst.

    Alles Gute dir!

  • #9064

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Sandra,

    eigentlilch hast du es selbst schon sehr passend formuliert. Du bist in einer Sackgasse gelandet in der sich das wenden schwierig gestaltet… Ich fasse mal kurz zusammen:
    Du lernst deinen Partner kennen, es ist bei euch beiden Liebe auf den ersten Blick. Er trennt sich sogleich von seiner Frau (was in so einer Situation wohl wahrscheinlich nicht viele Männer machen) um mit dir zusammen zu sein. Im Gegenzug gibst du deinen Jobnahen Wohnort und Eigenständigkeit auf um mit in die Nähe seiner Kinder und seines Jobs zu ziehen. Soweit so klar. Ist ja für die große Liebe auf den ersten Blick. Ich kann mich meinen beiden Vorschreiberinnen nur anschließen: Nach nunmehr 2 Jahren ist die rosarote Brille verschwunden und die Nachteile fallen ins Gewicht: 3 Stunden fahrtweg täglich und dazu noch ein Mann der von dir verlangt, dass du pünktlich 18.00 zu Hause bist, damit ihr gemeinsam essen könnt. Ist das dein Ernst: „Ich nehme mir immer Urlaub, wenn seine Kinder in den Ferien da sind, weil er sich so schlecht frei nehmen kann. Aber das ist alles selbstverständlich.“ Das heißt, du betreust in den Ferien mit DEINEM Urlaub SEINE Kinder, während er arbeiten muss??? Interessant, dass die KiMu das mitmacht, normalerweise kenne ich es so, dass das dann gerne unterbunden wird, wenn der Papa sich nicht kümmern kann… Du schreibst, du bist von heute auf morgen Mama geworden. Ganz ehrlich? Das bist du nicht. Es macht den Anschein, dass du denkst du müsstest das alles für die Kinder tun, aber es bleibt die Aufgabe des Vaters. Und wenn du am Wochenende wenn die Kinder da sind, mal was anderes machen möchtest dann ist das okay. Du bist doch ein eigenständiger Mensch und nicht an deinen Partner festgewachsen. Und diese Bemerkung weil du 15 Minuten zu spät warst finde ich auch absolut unter der Gürtellinie: „Ich habe für dich mein Traumhaus aufgegeben. Ich denke, das ist Opfer genug für eine Beziehung.“. Es macht den Anschein, als würdest du den Ansprüchen deines Partners nicht gerecht werden: Ein Hausmütterchen, dass sich um Haushalt und Familie kümmert. Denk mal ein bisschen weiter…wenn ihr gemeinsame Kinder bekommt. Wer bleibt dann wohl zu Hause und kümmert sich? Wer wird dann in Teilzeit arbeiten und versuchen Haushalt, Job und Kinder unter einen Hut zu bekommen? Dein Partner ganz bestimmt nicht, weil ER ist ja schließlich selbständig und DAS ist ja viel wichtiger als dein Job! Somit ist mein Resümee eigentlich genau das von Lilly: Überlege dir, was du in diese Beziehung noch reinstecken möchtest, wenn dein Partner als Jahrelange Vorauszahlung für alles was du gibst und leistest, die Trennung und den Auszug aus dem Haus sieht und selbst nicht bereit ist etwas zu ändern oder gar zu geben.

    Gib dich selbst nicht auf…noch sind keine eigenen Kinder im Spiel und du bist noch jung. Stell dir die Frage, liebst du ihn wirklich so sehr, dass du all das in Kauf nimmst, vielleicht ein Leben lang? Oder lässt du den „im Weg stehenden Wagen“ abschleppen, damit du in der engen Sackgasse endlich wieder wenden kannst?

    Alles gute für dich,
    LG Daka.

    P.S. Patchwork ist schwer, und mit einem Mann, der all das als selbstverständlich ansieht und sich selbst eigentlich als „Opfer“ darstellt, schließlich hat er sich für DICH getrennt, fast unmöglich, wenn er seine Einstellung nicht ändert.

  • #9067

    Pinocchio
    Teilnehmer

    Liebe Sandra

    Ich mache es mal so, dass ich die anderen Antworten noch nicht durchgelesen habe.

    Ich find, dein Freund steht voll zu dir, wenn er sagt, dass er es wieder so machen würde!
    Das ist ein grosser Bonus für Eure Partnerschaft!
    Ihr seid beide grosse Kompromisse eingegangen! Nun stimmt die Situation mit der Fahrerei nicht mehr und da heißt es nun, diese anzuschauen und einen neuen Kompromiss auszuhandeln! Was wärst du bereit, ihm entgegen zu kommen, welche „Opfer“ wärst du bereit zu geben und wo ziehst du deine Grenze? Die sich stellende Frage lautet: was bist du bereit für die Beziehung zu geben? kannst du dir vorstellen, die Fahrerei beizubehalten? So wie du schreibst; nein! Kannst du dir vorstellen, unter der Woche ein Zimmer in der Nähe deiner Arbeitsstelle zu nehmen?

    Ich bin der Meinung, dass es zu einer Beziehung gehört, Kompromisse einzugehen. In eurem Fall ist da allerdings noch eine dritte Person, die von Euch Eingeständnisse fordert.
    Anhand deines Textes fallen mir einige Übergriffe der Ex auf, die ihr aufgrund „ihrer Unschuld“ großzügig über Euch ergehen lässt und zulassen tut! 1. ist niemand unschuldig bei einer Trennung! 2. auch wenn es so wäre, sie hat die Verantwortung für ihren Teil der Elternschaft komplett zu übernehmen. Dazu gehört auch, sich MIT dem Expartner abzusprechen bezüglich Urlaub und vielem mehr, und wenn das nicht geht, dann müssen die Zeiten mittels einer Drittperson (Mediatorin, JA, ..o.ä) schriftlich festgesetzt werden.
    Noch sind es Kleinigkeiten, die Euch aber mit der Zeit belasten werden und die auch die Beziehung des Vaters zu seinen Kindern belasten kann, die wiederum Schuldgefühle in ihm auslösen können. Selbstzweifel und des weiteren.

    Ich schreibe das, weil wir diesen Missstand jahrelang zugelassen haben. Es spielt oft die -berechtigte(!)- Angst des Vaters mit, seine Kinder sonst nicht mehr sehen zu dürfen. Eine Therapeutin machte uns darauf aufmerksam. Es war bereits ein Rattenschwanz und es war schwierig, die Verantwortlichkeiten zu filtern. Mein Mann übernahm von seiner Ex, ich nahm meinem Mann Dinge ab.

    Als mein Mann eines Jahres seine Kinder in Urlaub holen wollte, hiess es von Seiten seines Sohnes: „Oh Papa, hat dir Mama nicht gesagt, dass wir morgen in die Türkey fliegen?“ Nein, hat sie nicht. Es ist nicht so, dass sie ihn nie über Dinge unterrichtet hätte, die SIE BELASTET hatten, aber andere Infos waren zu unwichtig, um sie dem Vater zu melden. Mein Mann war danach nicht etwa wütend über die Ex, sondern zweifelte an sich selbst als Vater.

    Ja, wie löst man das alles? Dein Freund muss sich klar werden, dass er am Scheitern der Beziehung keine Schuld trägt. Vermutlich braucht er dafür externe Hilfe, denn die Ex wird vermutlich nichts von ihrer Macht, die sie jetzt über ihn hat, einbüßen wollen.

    • #9068

      Pinocchio
      Teilnehmer

      P.S. ich habe nun auch die vorherigen Antworten gelesen. „Um 18 Uhr zuhause zu sein“. Stimmt, das geht schon eher in die Richtung Hausmütterchen. Das würde ich mir nicht gefallen lassen. Fiele jedoch weg, wenn du ein Zimmer in der Nähe des Arbeitsorts nehmen würdest.

      Die Aussage deines Freundes, dass er es wieder tun würde, sehe ich jedoch nach wie vor als Beweis, dass er zu dir und seiner Entscheidung steht.

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