Fremdbestimmt oder zu wenig geredet?

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    • #359560
      Enivlala
      Teilnehmer

      Hallo ihr Lieben,

      ich bin seit 3 Monaten in einer Beziehung mit meinem Partner welcher zwei Söhnen (8 und 9 Jahre alt) hat. Mein Partner hat die Kinder alle 14 Tage am Wochenende und jede Woche einen Tag. Meistens aber noch öfters. Die Kinder habe ich bereits bei einem gemeinsamen Ausflug kennengelernt, ein weiteres Treffen hat sich aber bisher noch nicht ergeben. Was ich jetzt auch nicht so schlimm finde. Was mir jedoch etwas Sorgen bereitet, ist dass ich nicht weiß, wie sich das alle in Zukunft gestalten wird. Mein Partner ist sehr bemüht, weder mich, noch die Kinder zu kurz kommen zu lassen, was meistens auch funktioniert, jedoch ist diese Fremdbestimmung, welche immer wie so ein unausgesprochenes Mantra über mir schwebt, enorm belasten. Ich rechne quasi jede Minute damit, wenn ich mit meinem Partner Zeit verbringe, dass es sich bewahrheitet, dass das Telefon klingelt und er weg muss / die Kinder nehmen muss / oder irgendwas anderes. Es kam leider schon ein paar mal vor das sich mein Partner entschlossen hat, die Kinder zu nehmen, ob wohl wir quasi „Kinder freie Zeit“ hatten. Auch ist die KM ein großes Geheimnis – Vermutlich weil ich mich nicht traue ihn zu fragen. – Würde mir das überhaupt etwas bringen, wenn ich etwas über sie weiß oder wie sie in der Regel die Absprachen bezüglich der Kinder treffen und steht mir das in der jetzt so kurzen Zeit überhaupt zu? Ich hege auch keine Eifersucht ihr gegenüber oder habe Ängste, dass sie noch einmal zusammen kommen könnten, aber ich denke ich könnte die Situation für mich besser einordnen, wenn ich wüsste, wie hier kommuniziert wird oder denkt ihr ich mache mir damit etwas vor und möchte kontrollieren? Sorry ich bin derzeit echt ziemlich hin und hergerissen und weiß kaum noch damit umzugehen. Vielleicht habt ihr ein paar Tipps, wie ich mit Ihm am besten darüber sprechen kann, ohne vorwurfsvoll, erdrückend oder kontrollierend zu wirken, weil das bin ich eigentlich nicht. Oder doch?
      Danke schon mal
      Liebe Grüße

    • #359568
      ElaLuela
      Teilnehmer

      Hallo und herzlich willkommen!

      Darf ich fragen, ob Du selbst Kinder hast? Vermutlich nicht.

      Nach so kurzer Zeit, kann man sehr schwer beurteilen, wie es sich bei Euch entwickelt.

      Ich bin meistens die jenige, die nach so kurzer Zeit, wo alles noch frisch und ungebunden ist, eigentlich dazu rät zu gehen. All die Schwierigkeiten des PW- Lebens kannst Du hier im Forum nachlesen.
      Es kann schon gutgehen, klar. Aber einfach wird es nie…Zwei Jungs in dem Alter, na ja, überlege es Dir gut, ob Du das willst.

      Natürlich steht es Dir zu zu fragen, warum KM und KV nicht mehr zusammen sind. Und es steht Dir auch zu die kinderfrei Zeit zu verteidigen. Ich finde es überhaupt nicht gut, dass Dein Partner die Kinder dann einfach so nimmt.
      Ich habe relativ am Anfang meinen Partner mit Fragen durchlöchert: warum geschieden, wie ist der Umgang, wie sind die Finanzen, wie ist die KM so drauf etc. Es ist zwar weniger romantisch, aber dafür warten weniger Überraschungen auf Dich später.
      Wenn beide Partner unvorbelastet sind, dann stellt man solche Fragen eher nicht. Aber wenn der eine schon solche Vorgeschichten hat, dann muss man halt fragen.

      LG Ela

      • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten, 1 Woche von ElaLuela.
    • #359577
      Bonusmum
      Teilnehmer

      Ich würde mir an deiner Stelle schon ein Bild über die Situation machen und ruhig einmal nachfragen wie es denn generell so läuft. Wie er sich das zukünftig vorstellt, was ihm wichtig ist, was er generell ablehnt usw. Das ist so wichtig, gerade in der Anfangszeit! Auch um zu vermeiden, dass du von Wolke 7 direkt auf die Nase fällst. Das war für mich anfangs auch sehr wichtig, um mir zu überlegen, ob ich mit der Situation überhaupt klar komme. Gespräche sind auch wichtig um zu erkennen, ob dein Partner kommunikationsfähig und kompromissbereit wäre.
      Ich habe zum Beispiel anfangs auch gesagt, dass ich nicht bereit bin, mich als #3 einzuordnen. Früher kam nämlich Kind, KM und wenn noch Zeit übrig blieb – ich. Wenn keine Nachricht von Mutti kam, durfte ich dann meine Paarzeit genießen. Ansonsten blieb mir nur zurückstecken, warten, nicken und ja nichts negatives sagen. So ungefähr, das hat mein Partner aber eingesehen. Hat auch sehr an sich gearbeitet.

      Das Thema Fremdbestimmung ist wichtig zu klären. Es muss klar sein, dass man auch ein eigenes Leben hat und man Absprachen nicht immer ändern kann wie man gerade lustig ist. Dein Freund ist auch kein schlechter Vater, nur weil er kurzfristig mal sein Kind nicht nehmen kann. Selbst in Kernfamilien kann der Kindsvater vielleicht berufsbedingt auch nicht immer und ständig aufs Kind aufpassen, wenn KM ebenfalls einen Termin hat. Da muss man ja auch koordinieren.
      Bei uns gibt es inzwischen immer eine Absprache. Ich bin auch durchaus kompromissbereit. Aber ich bin nicht damit einverstanden, dass man Paarzeit kurzfristig absagt, weil Mutti ihre Freizeit anders geplant hat. Bei einem Notfall ok, aber bei planbare Terminen der KM, die nur kurzfristig mitgeteilt werden, gibt’s halt dann keine Zustimmung. Andersrum müssen wir ja auch schauen, wenn was wäre. Da müsste er es auch akzeptieren, wenn KM ihr Wochenende schon anders verplant hat. Da haben wir ja auch kein Recht, bzw. nehmen uns nicht das Recht heraus zu sagen, aber du MUSST jetzt dein Kind nehmen. In den Umgangszeiten ist mein Freund verantwortlich und muss es hinnehmen wie es kommt Punkt. Andersrum erwarte ich das aber auch von der KM. Ist leider bei uns ein riesen Problem.

      Wenn du beabsichtigst, eine langfristige Beziehung zu führen, wovon ich einfach mal ausgehe, dann solltest du natürlich etwas über die Lebenssituation deines Freundes wissen!

    • #359580
      Ellie
      Teilnehmer

      Herzlich willkommen!

      Auch ich denke, dass es vollkommen legitim ist deinen Partner nach der Ex und den Absprachen zu fragen. Damit bist du keinesfalls kontrollierend, sondern willst lediglich wissen worauf du dich mit ihm einlässt.
      Mein KV ist auch der erste Mann mit Kind für mich und ich bin seine erste Beziehung nach der KM. Wir haben zu Beginn auch offen alles angesprochen, er hat mir sogar gesagt wieviel er zahlt (obwohl ich das gar nicht wissen wollte, es ist schließlichs ein Geld). Ich habe auch klar gesagt, dass ich keinen Mann möchte, der sofort springt wenn die Ex ruft. Zudem wollte ich auch wissen, wenn er BK vermisst hat, ob es wirklich aus und vorbei für ihn ist oder ob er sich eine Rückkehr zu Frau&Kind doch noch irgendwo vorstellen könnte. Genauso wie er wissen wollte, warum ich mich von meinem Ex getrennt habe. Das sind ganz normale Themen zu Beginn einer neuen Beziehung. Man muss den neuen Partner doch erst kennenlernen und sowas geht nur indem man miteinander redet und sich Fragen stellt.

    • #359610
      picasso
      Teilnehmer

      Darf ich fragen wie alt Du und dein Partner sind?

    • #359621
      Enivlala
      Teilnehmer

      @picasso
      ich bin 29 und er ist 41, ich habe keine Kinder und kann auch keine bekommen. Es kommt mir auch recht gelegen, dass er bereits Kinder hat, da oftmals das Thema eigene Familie gründen im meiner Altersgruppe unter den Männern doch auch ein Thema ist und somit dann auch schon mal eine Beziehung beendet wurde.
      @bonusmum
      Ich bin sehr daran interessiert, eine längerfristige Beziehung zu führen. Ich habe ihn bisher als eine sehr tollen Menschen erlebt. Weshalb ich mich wundere, warum ich bisher noch nicht offen über meine Sorgen und das was mich beschäftig sprechen konnte. Vielleicht Bequemlichkeit und die Angst vor dem unausgesprochenen Tatsachen, die eben nicht einfach auszusitzen sind, wenn aber angesprochen, definitiv mir voller Lotte in die Beziehung krachen. Wie oft war das den am Anfang eurer Beziehung ein Thema?
      @Elli
      Ja ich denke es ist besser das Thema zu platzieren.

      Vielen Dank für eure Antworten

    • #359659
      Goldmarie_chen
      Teilnehmer

      Hallo und herzlich willkommen,

      deine Gefühle sind verständlich. Es ist leider so, dass dein Leben schon recht fremdbestimmt sein wird, da dein Partner nunmal Kinder und auch eine Exfrau hat, mit der Termine abgestimmt werden. Allein der Umstand führt dazu, dass ihr in der Regel nicht mal eben spontan übermorgen für eine Woche in den Urlaub fliegen könnt. Du in den nächstens Jahren nicht mit ihm an deiner Seite die lang ersehnte Weltreise machen oder deinen Traum von einem Leben in einer anderen Stadt verwirklichen kannst.

      Ich habe leider den Fehler gemacht nicht sofort einen Riegel davor zu schieben, wenn Termine mit mir abgesagt wurden, weil ich nicht die böse Neue sein wollte.

      Daher kann ich Dir nur raten von Anfang an klar zu sagen, was deine Bedürfnisse sind und was Du hinnehmen kannst. Nach 18 Monaten saß ich an jedem „Mamatag“ wie auf heißen Kohlen, weil ich immer damit rechnete, dass gleich ein Kind anruft und zum Vater möchte. Es gab einen riesen Krach deswegen. Wir haben es so gelöst, dass an zwei Tagen die Woche festgelegte Paarzeit ist. Wenn dann ein Kind anruft, muss der KV diesem absagen.

      Außerdem würde ich ganz klar auch das unromantische Thema der Finanzen auf den Tisch bringen. Wie möchtest Du dich mit einbringen? Erwartet er ggf das Du hälftig Familienurlaube mit Kindern zahlst? Wie sieht es bei Ausflügen aus? Wie sähe es aus, wenn ihr zusammenzieht.

      Und auch immer wieder ein großartiges Diskussionsthema: erwartet er, dass Du an den Umgangs WE später seine Kinder betreust, während er seinem Hobby nachgeht?

      Auf jeden Fall gilt:
      Reden, reden, reden!

      Liebe Grüße.

    • #359671
      Enivlala
      Teilnehmer

      Hallo @Goldmarie_chen,

      danke für deine Antwort. Ja Bewusst ist mir das auch, trotzdem hätte ich wohl noch gerne länger die rosarote Brille aufgesetzt und alles ausgeblendet. Ich denke die festgelegt Paarzeit ist ein ganz wichtiger Punkt, zumal wir noch sehr frisch zusammen sind und uns natürlich auch erst richtig kennenlernen müssen, ebenso denke ich, wäre es sinnvoll einen Tag einzuführen, in dem man offen über seine Sorgen und Wünsche spricht – Danke hierzu für deine Anregungen. Die Unromantischen Themen, wie Kinderbetreuung aber auch ein Zusammenziehen um eine gemeinsame Basis zu haben, habe ich am Anfang klargestellt. Bisher hat er mir in diesen Punkten zugestimmt. Die Thematik Geld ist mir momentan (?) nicht wichtig, ich möchte weiterhin für mich selber sorgen, ich weiß auch das er sehr gut verdient. Ich denke eher das es hier dann noch ordentlich Konfliktpotenzial mit der KM geben wird. Vermutlich ist es mir deshalb auch wichtig, zu wissen wie er sich dann verhalten wird.
      Naja wir werden es sehen. Reden werde ich definitiv mit ihm…Ich werde nicht Drumherum kommen
      Danke

      • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monaten, 1 Woche von Enivlala.
    • #359682
      Banja
      Teilnehmer

      Hallo Enivlala, ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen. Zum Beginn der Beziehung kannte ich KV schon lange. Zur Undefinition unserer Beziehung stellte ich viele Fragen, wie er sich jetzt dieses oder jenes vorstelle, welche Rolle ich, die KV und die Kinder spielen sollen und was er im Vergleich zur Beziehung mit seiner Ex anders machen möchte. Er guckte mich an wie ein Auto und gestand sich bisher noch keine Gedanken gemacht zu haben.
      Genauso blauäugig ist er übrigens auch zu seinen Kindern gekommen.

      Ich habe ihn gebeten, sich um die Gestaltung und Rollenverteilung Gedanken zu machen. Im nachhinein stellte sich raus, dass es total unterschätzt eine neue Frau in sein altes Leben zu integrieren.

    • #359837
      Bonusmum
      Teilnehmer

      @Enivlala: Ganz ehrlich, gerade im 1. Jahr unserer Beziehung ging es ausschließlich um das Thema Patchwork, KM, BK usw. War ein riesen Streitthema. Gerade weil ich mich ziemlich schwer tat, einen Weg zu finden, wie ich damit klar komme. Und er sich noch sehr schwer tat, überhaupt eine neue Beziehung zu führen. KM hat ihm gekonnt ein schlechtes Gewissen eingeredet, in jeder Hinsicht und so ziemlich oft ihren Willen bekommen oder völlig absurde Forderungen durchgesetzt. Es war echt ein langer Kampf in dem alle Beteiligten an sich arbeiten müssen. Und ich habe vieles, so wie du, eine lange Zeit nur mit mir selbst ausgemacht. Ich dachte, mir steht es gar nicht zu irgendwas zu kritisieren. Aber wenn ich eines hier gelernt habe, dann dass man früh genug seine Bedürfnisse äußern sollte. Man erspart sich vieles und kann frühzeitig erkennen ob man überhaupt eine gemeinsame Basis findet!

    • #359844
      Sommerregen
      Teilnehmer

      Hallo liebe Enivlala,

      herzlich willkommen hier und vorab : du bist nicht die Einzige, die so fühlt. Das ist ganz normal und auch in Ordnung.

      Bitte sprich mit deinem Partner, wenn du das Gefühl hast, eure Paarzeit leidet unter der BK-Zeit. Gerade anfangs ist das sehr wichtig zu kommunizieren. Umso länger du damit wartest, desto schwieriger wird’s später.
      Ich habe anfangs mich auch nie zu Sagen getraut, wenn das Kind außertourlich kam. Jeden Freitag saß ich auf Kohlen, weil das Kind gerade anfangs vor jedem WE tatsächlich GEFRAGT wurde, ob sie kommen mag. Wenn sie nicht kommen wollte, war mein Freund schlecht drauf – und ich auch. Denn ich habe oft im voraus Unternehmungen mit ihr veranschlagt. Das habe ich bald bleiben lassen, als sie mich für ihren Geburtstagsüberraschungsausflug versetzt hatte.
      Oder wir nahmen an, sie komme nicht und kam dann doch. Dann waren unsere Pläne für die Tonne.
      Irgendwann dachte ich mir dann „Ok, mit einem BK und einer KM bist du immer ein Stück weit fremdbestimmt – damit musst du leben können. ABER dass das Kind (damals 7 oder 8) jedes WE über unser Programm entscheidet, kann nicht richtig sein“
      Ich habe auch an meine Freunde aus Scheidungsfamilien gedacht – da wurde nie einer gefragt, ob er zu Papa will. Und das war auch ganz normal für meine Freunde zu der Zeit.
      Dann habe ich mal was gesagt. Obwohl ich auch immer dachte, es steht mir nicht zu, ihm die Zeit mit seinem kind vorzuschreiben.
      Und mein Partner hat mich verstanden – dass es nicht mein kind ist und ich mir nicht unsere Wochenenden davon diktieren lassen will. Er hat dann tatsächlich mit KM und BK eine Vereinbarung getroffen, dass das Kind bis Mittwoch sagen sollte, bei wem sie am WE sein will. Erst akls er gemerkt hat, dass es wirklich strukturierter und ruhiger abläuft , wir besser unsere WEs planen können, gab er mir Recht. Und seitdem probiert er eigentlich alles mal, was ich in Bezug auf BK vorschlage in Sachen Umgang. Er sagt, dass ich ihm in vielen Situationen mit BK eine neue Perspektive eröffnet habe. Ich kam vom außen und habe vieles anders bewertet.

      Was ich damit sagen will: Sprich mit deinem Partner über deine Gefühle. Reden ist das NonplusUltra im PW!

    • #359995
      Enivlala
      Teilnehmer

      Vielen Dank für eure Beiträge.
      Ich denke sowohl die Fremdbestimmung als auch das Kommunizieren, wird einen großen Teil dieser Beziehung einnehmen.
      Wir werden heute Nachmittag spazieren gehen und ich werde die Themen die mich beschäftigen alle mal auf den Tisch bringen. Ich bin sehr gespannt wie er reagiert und wie das Gespräch wird.
      Ansprechen werde ich definitiv die derzeitige Situation mit der KM und wie das Verhältnis ist. Wichtig ist mir auch irgendwie zu erfahren, ob die Kinder von der KM ständig abgeschoben werden, oder ob diese von selbst immer zum KV möchten. Ebenso wird das Thema Scheidung auf den Tisch kommen, obwohl ich derzeit nicht weiß, ob es mir was ausmachen würde, wenn mein Partner sagt, dass er sich damit noch Zeit lassen soll. – Habt ihr noch Themen, die ich unbedingt abklären sollte, weil sie mir sonst über die Füße stolpern? Ihr kennt das ja, der Kopf ist voll aber irgendwie auch leer.

      Lieben Dank an alle, ich fühl mich direkt weniger alleine.
      Gerne Update ich euch auch 😉

      • #360000
        Bonusmum
        Teilnehmer

        Das Thema Scheidung muss auf alle Fälle auf den Tisch! Es soll mir ein Mann einmal eine verständliche Erklärung liefern, wieso man sich mit der Scheidung Zeit lässt, wenn alle Verhältnisse geklärt sind. Käme für mich nicht in die Tüte, das zu akzeptieren. Gerade wenn man bereits eine neue Beziehung führt.
        Ich glaube du hast dich bisher wirklich absolut zurück gehalten bei diesen Themen.
        Ein bisschen kann ich mir schon vorstellen, was dein Freund auf all deine Fragen antworten wird… aber halt uns auf dem Laufenden!

    • #359999
      Tara
      Teilnehmer

      Mir war die Scheidung wichtig. Ich wollte sie als Zeichen und dazu, dass alle Dinge mit der Ex geklärt sind. KV war es egal, er war ja getrennt und das reichte ihm. Aber er ist es dann angegangen und hat es durchgezogen, weil ich ja Recht hatte.

      Grundsätzlich ist es wichtig, welchen Stellenwert Du hast. Die Kinder werden immer wichtiger sein, sie sind sein Fleisch und Blut. Trotzdem musst Du einen Platz in seinem Leben haben und ein Mitspracherecht und nicht abgemeldet sein, sobald die Kinder da sind. Das wird aber erst die Zeit zeigen.

    • #360016
      Ellie
      Teilnehmer

      Wenn er sich ernsthaft getrennt hat und das nicht nur einer Auszeit von der Ehe mit einer Geliebten (dir) sein soll, dann muss er natürlich die Scheidung voran treiben! Wieso sollte er sonst weiterhin verheiratet bleiben? Weiter gemeinsam wirtschaften? Hat überhaupt jeder ein getrenntes Konto?
      Es geht ja nicht nur ums Geld. Wenn der KV einen Unfall haben sollte, dann ist seine Ex der Ansprechpartner Nr. 1 und darf alle Entscheidungen treffen, wenn er nicht dazu in der Lage sein sollte – und die wird dich bestimmt nicht informieren. Sowas käme bei mir absolut nicht in Frage. Ich bin nicht die Geliebte, die abwartet wann der KV sich genug ausgetobt hat, um dann wieder zu Frau und Kindern zurück zu gehen.

    • #360023
      Banja
      Teilnehmer

      Scheidung. Scheidung. Scheidung.
      Das ist das allerwichtigste. Denn das ist das Bekenntnis, dass die Vergangenheit wirklich Vergangenheit ist. Danach bleibt trotzdem noch genug Beziehungsarbeit übrig, keine Angst 😉

    • #360024
      ElaLuela
      Teilnehmer

      Auweia, das mit der Scheidung habe ich überlesen….der Kerl ist nicht einmal geschieden?

      Die Scheidung und der Weg dahin können sehr hart sein. Die Frage ist auch, wie die KM darauf reagiert, dass er die Scheidung möchte. Möchte er denn die überhaupt? Oder reicht ihm das so: Familie Else und Kinder und Enivlala fürs Bett (sorry für den harten Ausdruck). Wahrscheinlich denkt sich der Kerl: super, kann ich meine alte Familie weiterleben und habe hier noch eine nette Frau nebenan.

      Unsere KM war nich amused über die Scheidung, denn das bedeutet für sie vile weniger Geld. Trennungsunterhalt war ja viel höher!

      Es ist ja ein Sache, dass Du keine Kinder haben kannst. Das bedeute aber nicht gleichzeitig, dass Du Dir so etwas komliziertes ans Bein binden sollst.
      Es gibt (ja, die gibt es!!!) gute Männer, die keine Kinder haben wollen oder wo das Kind/Kinder bereits erwachsen sind.

      Ich würde ihm eine Frist setzen, dass er das mit KM klärt, dass er sie über die Scheidung informiert usw.

    • #360036
      Daniela75
      Teilnehmer

      Scheidung war bei mir auch Bedingung. Ich bin nicht mit einem Mann zusammen, der auf dem Papier mit einer anderen verheiratet ist. Egal, wie offiziell ich in seinem Leben unterwegs bin. Und so eine Scheidung kann sich auch ziehen ohne Ende. Bei uns läuft sie immer noch, aber sie läuft und das war schon ein hartes Stück Arbeit.
      Ansonsten, getrennte Konten, Umgangsregeln, wer fährt wann, klar Urlaubsregeln, bzw. empfehle ich am Ende des Jahres die Ferien für das nächste schon mal aufzuteilen bzw. wie stellt er sich das überhaupt mit dem Urlaub vor?
      Mein KV macht keine Abmachungen mehr mit KM ohne mit mir darüber zu reden bzw. Rücksprache zu halten. Terminlich bin ich besser, er vergisst dann mal was und schneidet sich dann selbst ins Fleisch. Das gilt es zu vermeiden. Passt es UNS nicht, geht es halt nicht oder bietet man Alternativen an. Da wird nicht für die Kinder gesprungen, was mich beeeinflusst. Geht eh nicht mehr, da die KM weiter weg wohnt. Es muss sich allerdings auch erst einspielen. KV hat auch bei mir am Anfang ein Treffen mit Freunden abgesagt, da er für die KM die Heizung reparieren musste und mit SV dann davor stehen durfte und gemeinsam dran schrauben. DAS war ihm eine Lehre… 😉 seitdem sind die Dienste für KM immer mehr eingeschlafen und gibt es sie jetzt gar nicht mehr. Die kam mit Dingen an, das glaubst Du gar nicht.
      Man muss sich halt erst einmal einspielen.

    • #360044
      Sommerregen
      Teilnehmer

      Ja mein KV wollte mal für KM einkaufen gehen, als er das Kind auf eine Spritztour im Sommer mit dem Roller holen wollte.
      Wenn er schon an einem Laden vorbeifahre und eh reingeht, könne er sie ja fragen, ob sie was braucht.
      Ich habe ihn dann gefragt, ob er einen Hitzschlag hat. KM hat einen Mann. Soll der doch fahren. Ach stimmt, der hat weder Auto noch Führerschein. Aber warte mal? Das Schöne daran ist, dass das nicht unser Problem ist.
      Jedenfalls war mein O-Ton: „Wenn du das machst, dann lernst du mich kennen. Dann kannst ja direkt bei KM bleiben!!“
      Er war entsetzt *haha* , aber es kam ihm dann schon schnell, was das für ’ne Schnapsidee war…

      Ich hab bis heute keine Ahnung, woher das kam. Davor und danach hat er sowas nicht mehr gebracht

    • #360049
      Daniela75
      Teilnehmer

      Meiner hat für KM vor mir und nach der Trennung mal in einem Outlet Unterwäsche gekauft (hat er in der Beziehung auch immer). Das Witzige ist, das seine 15 Jahre jüngere Cousine dabei war und Wäsche „für seine Frau“ mit ihm ausgesucht hat. Die Verkäuferin muss GANZ große Augen bekommen haben 😉

      Sie hatte diesen Service dann noch mal angefragt, als es mich schon gab. Das hat er dann der gute KV selbstredend ignoriert…

    • #360055
      Erein
      Teilnehmer

      Das sind ja gruselige Dinge. Ich würde nicht wollen das mein Ex mir Unterwäsche kauft, noch das mein Partner sowas für ne Ex-Person macht.

      • #360060
        Daniela75
        Teilnehmer

        Ich würde es auch nicht wollen und mich gab es damals noch nicht in seinem Leben, daher kann ich darüber nur Lachen. Sie hat vermutlich gedacht, da gibt es die gute Markenwäsche, schön günstig. Er weiß, was ich brauche und wenn er es mitbringt, brauche ich es vermutlich auch nicht bezahlen.
        Gesehen hat die Wäsche an ihr dann nur der SV… ich weiß nicht, ob er weiß, wer diese Wäsche gekauft hat. Das dürfte kurz vor dem Moment gewesen sein, als sich bei KV dann doch mal der Hebel bezüglich Rückkehr umgelegt hat. Er hat ziemlich lange versucht, sie zurück zu bekommen.

    • #360057
      Leah
      Teilnehmer

      Liebe Enivlala,

      mein Mann hat die Scheidung damals von sich aus konsequent vorangetrieben. Es hat sich allerdings gezogen, weil die KM blockiert und herausgezögert hat, wo sie nur konnte. Am Anfang habe ich auch immer gedacht, dass mir das nichts ausmacht. Aber bald hat es mir eben doch etwas ausgemacht. Am Anfang hat man gar nicht so die Vorstellung davon, wie oft man eigentlich auf dieses Thema stößt. Denn rechtlich gesehen ist dann die KM die Frau deines Partners und nicht du. Und so ist es auch überall hinterlegt. Das heißt, bei einigen Verwaltungsdingen kann der eine nicht ohne den anderen. Oder irgendwelche Bank- oder Versicherungsverteter rufen bei einem an und sagen „Ich habe ihre Frau nicht erreicht. Könnten Sie ihr bitte sagen, dass…“ Und auch Anwälte, Lehrer der Kinder oder wer auch immer sprechen immer von „ihrer Frau“. Auch wenn du daneben stehst. Glaub mir, das nervt mit der Zeit gewaltig. Davon ganz abgesehen: Solange KV und KM verheiratet sind bzw bis der Scheidungsantrag eingereicht ist, erwerben sie Ansprüche auf den Rentenversorgungsausgleich. Und meistens geht das zu Lasten der KVs. Meistens müssen die KVs Trennungsunterhalt bezahlen, der in der Regel höher ist als nachehelicher Unterhalt bzw gibt es dann oft gar keinen nachehelichen Unterhalt mehr. Wenn KV stirbt (blöder Gedanke, schon klar aber ich finde, man muss eben auch an solche Dinge denken), ist seine Frau immer erbberechtigt. Selbst wenn er ein Testament macht und sie enterbt, hat sie Anspruch auf ihren Pflichtteil. Wenn KV etwas zustoßen sollte, wird niemand dich anrufen. Du bekommst im Krankenhaus auch keine Auskunft, sondern die KM. Sollte er keine Patientenverfügung haben, ist es auch die KM, die im schlimmsten Fall über lebensverlängernde Maßnahmen entscheidet usw usw. Die Ehefrau, auch wenn sie nur noch auf dem Papier die Ehefrau ist, spielt im Leben ihres Mannes immer eine erhebliche Rolle. Vielleicht nicht für ihn emotional. Aber verwaltungstechnisch und juristisch auf jeden Fall. Das sind alles Dinge, über die man sich am Anfang einer Beziehung erst mal keine Gedanken macht. Aber sobald ihr näher zusammenwachst, evtl sogar zusammenzieht, wird das immer wieder Thema. Daher würde ich an deiner Stelle unbedingt wollen, dass er sich schnellstmöglich scheiden lässt.

      Liebe Grüße

      Leah

    • #360061
      Daniela75
      Teilnehmer

      Ich kann Leah nur zustimmen und da ich nun mal verwitwet bin, ist das für mich auch ein extrem rotes Tuch. Beim KV zieht sich die Scheidung auch wie Kaugummi und jedes Mal, wenn das Thema aufkommt, krieg ich Magenschmerzen. Ich bin so froh, wenn das vom Tisch ist. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn der Mann an Deiner Seite auf dem Papier zu einer anderen gehört. Und ja, es kann immer schnell etwas passieren und dann ist es zu spät für irgendwann. Ich möchte klare Verhältnisse. Das heißt nicht, das er mich sofort danach heiraten muss, aber er sollte nicht mehr mit einer anderen verheiratet sein. Es reicht, das sie zusammen Kinder haben. Alles andere ist Geschichte.

    • #360064
      Erein
      Teilnehmer

      Ach Mädels, ich kann mir schon vorstellen wie kacke das ist… Meiner war schon zum Glück geschieden, aber er erzählte das es auch nur mit einem Kampf ging. Gerade was die Hausgeschichte anging. Aber da hat er das einfach gelöst. Entweder sie unterschreibt die Papiere der Bank oder er hört sofort auf die Raten zu bezahlen, wenn er untergeht, dann nimmt er sie mit. Sie stand damals mit ihm im Kredit und im Haus drin. Zack, wars unterschrieben. Dann wollte sie Kohle haben. Sein Anwalt meinte aber, dass sie das vergessen kann und hat dann ne Rechnung für das Trennungsjahr geschrieben, wo die Zimmerlinde 1 Jahr kostenlos mit ihrer Brut im Haus gewohnt hat und KV alle laufenden Kosten bezahlt hat. Dann war das auf einmal auch kein Thema mehr.

    • #360343
      Enivlala
      Teilnehmer

      Guten Morgen ihr Lieben,

      also erst einmal vielen Dank für die ganzen Anregungen, Erfahrungsberichte und aufzeigen von Horrorszenarien, es hat mir ungemein geholfen, das gestrige Gespräch zu führen über das ich euch natürlich nicht im dunkeln lassen möchte.
      Ich bin recht positiv überrascht von dem Gespräch und den Antworten meines Partners.
      Das Thema Scheidung: Er hat zugegeben aus Bequemlichkeit, bisher noch nicht seine Anwälte kontaktiert zu haben, jetzt aber, wo es natürlich (Wie immer) ums Geld geht (Er zahlt alleine für den Hauskredit in dem seine Ex mit den Kindern wohnt) will er das bis ende Dezember definitiv erledigt haben. Für mich ist das in Ordnung, erwarte aber jetzt natürlich auch das er sich daran hält.
      Das Thema Kontakt/Verhältnis zur EX:
      Es hat nur noch Kontakt mit ihr, wenn es um die Kinder geht, dieser beschränkt sich auf WhatsApp und kurze Abstimmungsgespräche beim Abholen und Bringen der Kinder. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hat sein einer Sohn Geburtstag und geht daher Nachmittags mit der EX und den beiden Kindern Essen, was für mich ebenfalls in Ordnung ist, da das Essen nicht in den heimischen Räumen sondern bei der Schwester der Ex, welche ebenfalls geschieden ist,; dem neuen Freund der Schwester sowie deren Ex-Mann und dessen neuer Freundin stattfindet. Also irgendwie eine recht coole Kombi. Nichts des zu trotz ist das Verhältnis meines Partners und seiner EX recht angespannt, sprich es gibt immer mal die ein oder anderen Vorwürfe von Seitens der EX (Mein Partner hatte sie damals betrogen (Ich war es nicht) was dann auch zur Trennung führte) Laut meinem Partner findet ein manipulieren der Kinder aber nicht statt, lediglich ist sie wohl recht nachlässig was die Bekleidung und Ausstattung der Kinder anbelangt. Da kam es dann schon mal vor, dass beim Abholen die Kinder mit Klamotten aus der Waschmaschine angezogen wurden, welche noch nass gewesen sind oder eben zu kleine Schuhe – Ich hab schon in dem Forum gelesen, dass dies nichts neues ist und wohl häufig von KM praktiziert wird. Wieso? Keine Ahnung. Naja, sie hat wohl auch schon den Wunsch geäußert mich kennenzulernen – Erstmal möchte ich das nicht, da sonst aus einer eigentlich für mich nicht existenten Person eine reale Figur wird. Das hat er akzeptiert.
      Thema Zukunft:
      Er plant eine längerfristige Beziehung mit mir und möchte im ersten Step das die Kinder sich daran gewöhnen, dass er jetzt eine Partnerin hat, welche eben auch da ist, wenn sie da sind und die Papazeit eben nicht nur zu 100% Aufmerksamkeit für sie ist. – Wir werden sehen wie sich das entwickelt. Langfristig gesehen möchte er auch gerne gemeinsam mit mir wohnen, was jedoch, so wie ich verstanden haben nur in der nähe seiner Kids stattfinden kann. Länger als eine Halbe Stunde Autofahrt möchte er nicht wegziehen. Ob das für mich in Ordnung ist, weiß ich noch nicht.
      Thema Kids:
      Ich werde sehen wie es sich entwickelt, bisher sind sie sehr schüchtern. Hab sie jetzt aber auch nur zwei mal gesehen.
      Im großen und ganzen bin ich positiv gestimmt, es wird aber sicher die ein oder anderen Momente geben, wo ich die Entscheidung getroffen habe, einen Mann mit Kindern in mein Leben zu lassen, bereue.
      Aufgeben möchte ich aber noch nicht 🙂

    • #360356
      Ellie
      Teilnehmer

      Das hört sich doch ganz gut an. Schön, dass das Gespräch so gut gelaufen ist. Ich denke auch, dass ihr da auf einem guten Weg seid. Auch das langsame heranführen der Kinder an dich als neue Partnerin finde ich gut.
      Dass du die Ex noch nicht kennenlernen möchtes kann ich gut verstehen. Hör da einfach auf dein Bauchgefühl. Vielleicht ergibt es sich irgendwann mal von selbst bei der Kinderübergabe, aber was soll so ein erzwungenes Treffen bringen? Zumals auch das Verhältnis zwischen KV und KM eher angespannt und nicht freundschaftlich ist. Ob sie dich mag oder nicht ist auch völlig unerheblich, denn der KV braucht nicht ihr Einverständnis.
      Ich wünsche dir dass es auch weiterhin so gut mit euch läuft.

    • #422773
      Marielle1
      Teilnehmer

      hallo!

      So sehr kann ich deine Ängste verstehen und …dein Bauchgefühl ist meistens richtig, Ich habe auch einen Ehemann, der sein Kind immer an die erste Stelle setzt, es ist einfach so…man ist als Partnerin wirklich immer die Nummer Zwei. Dmit muss man leben lernen. Ich mache das jetzt 5 Jahre, (2 verheiratet) : Würde man mich direkt fargen. Ich würde heute, obwohl ich einen sehr guten Mann habe, so schnell wie möglich die Beine in die Hand nehmen und weit, weit weg rennen. Auf Dauer macht das krank. Du willst ja auch nicht immer was sagen, wenn es blöde Situationen gibt, da könnte , ach oh weh, der arme Partner ja verletzt sein. er sieht das aber als selbstversändlich an mit der zeit, er meint es ist ja alles von einem akzepteiert und angenommen. Und dann schauen die Männer erstaunt, wenn einem mal der Kragen platzt. Es wird einfach alles kompliziert. Das fängt bei Einladungen im Freundeskreis an, man kann nicht mehr so flexibel sein, wegen dem papawochenende, man muss das Kind immer mit Samthanschuhen anfassen, weil man ja unter Beobachtung des KV und der KM steht. Dann kommt noch die finanzielle geschichte, will man da indirekt mitfinanzoeren für ein fremdes Kind?? Ich nicht mehr. Da lebt man zusammen, teilt Tisch und Bett, Finanzen und am Schluss erben auch nich alle die, die zuvor alles geniessen konnten ohne dafür was zu tun…Lauf…lauf schnell…Lg Mrielle

    • #422852
      Scharmuetzel8
      Teilnehmer

      Ich schließe mich den Hinweisen einiger VorrednerInnen an. Lauf ganz schnell! Gerade wenn Du keine eigenen Kinder hast, such Dir einen Partner ohne „Altlasten“ dieser Größenordnung. Dass was man aushalten muss im PW, geht auf keine Kuhhaut.

    • #422927
      Enivlala
      Teilnehmer

      Hallo @Marielle1 und @Schamuetzel8,
      es sind ja nun mehr weitere 5 Monate ins Land gezogen und mit KV bin ich immer noch zusammen.
      Einfacher ist es nicht geworden, schwieriger aber auch nicht. Nach langen Gesprächen und vielen Diskussionen, kann ich aber mittlerweile sagen, dass mich KV recht gut positioniert hat und ich damit zufrieden bin. Ich muss mich nicht um die Kinder kümmern aber wenn ich es mache dann wird es sehr geschätzt. Wir haben getrennte Wohnungen, jedoch bin ich die meiste zeit bei KV – zahl keine Miete und muss mich auch sonst an keinen Kosten beteiligen. Wenn Ausflüge mit den Kindern geplant sind, dann zahlt immer er, auch wenn die Ideen von mir kommen. Dieses Weihnachten, da konnte ich mich durchsetzen, wird nicht mehr mit ELSE verbracht. ELSE habe ich jetzt auch einmal getroffen und das reicht mir auch, ich halte mich da dezent im Hintergrund. Wenn es aber zu bunt wird bzw. ELSE es mit ihrer Doppelmoral zu bunt treibt, dann gebe ich das auch meinem LG mit. Mit den Kindern komme ich soweit ganz gut klar und wenn sie mich nerven, fahre ich nach Hause, nehme Termine war oder gehe früher schlafen. LG schafft es auch mittlerweile (Seit einem Monat) mich vorab zu fragen, ob die Kinder außer Plan kommen können. Ich habe bisher auch nur einmal ein Veto eingelegt, weil ich einfach mal ein Wochenende für mich und meinem Partner haben wollte. Dem ist er dann auch gefolgt.
      Das einzige was immer noch stört und für mich ein großes Thema ist, ist die Scheidung. Die ist immer noch nicht eingereicht. Jedes mal wenn ich es anspreche, ist ihm das total unangenehm und er pflichtet mir bei, dass er das machen soll und auch will. In die pötte kommt der Gute aber nicht. Habe ihm gesagt, dass ich immer mal wieder nachfrage und irgendwann nicht mehr. Und wenn das passiert, dann weiß er das ich gehe. Diese Entscheidung, die irgendwann von mir getroffen werden muss, wenn er sich damit weiter zeit lässt, erarbeite ich aber auch mit meiner Therapeutin. Hilft übrigens auch ungemein in so einer Konstellation.
      So, das wurde jetzt länger als gedacht, wollte aber einfach nur mal mitteilen, was sich so die letzten 5 Monate gelaufen ist und was ich mir alles erkämpfen konnte 🙂
      Klar ist aber auch, heiter Sonnenschein bleibt nicht auf ewig. Gewitter ist auch immer recht schnelle da.

    • #422930
      Daniela75
      Teilnehmer

      Jedes mal wenn ich es anspreche, ist ihm das total unangenehm und er pflichtet mir bei, dass er das machen soll und auch will

      Das hat bei meinem KV auch ewig gedauert. Er hat von Anfang an gesagt, das er sich scheiden lassen möchte. Dann hat er darauf gewartet, das die Ex die Scheidung einreicht, weil sie ja auch gegangen ist (emotionale Kiste) und es günstiger wird, wenn sie einreicht (finanzielles Gedönse).
      Ich habe ihm von Anfang an gesagt, das ich nicht dauerhaft mit einem verheirateten Mann zusammen sein möchte. Wenn er das nicht einsieht, würde ich gehen. Ich muss nicht sofort ihn heiraten, aber er soll auch nicht mit einer anderen verheiratet sein. Wie gesagt, es hat auch länger gedauert als geplant. Irgendwas war immer, dann fehlten die Geburtsurkunden der Kinder (KM wollte die nicht rausrücken, online beantragen war nix für meinen KV, warum auch immer) das hat ewig gedauert. Dann hat er nach knapp zwei Jahren tatsächlich mal eingereicht und dann hat die Klärung der Rentenkonten etc. auch noch mal 1,5 Jahre gedauert. Aber nun ist es passiert. Mir hat gereicht, das er sie eingereicht hat, dann lief zwar alles schleppend, aber es lief. Und glaub mir, ich war das ein oder andere Mal dran zu gehen bzw. habe dann auch immer mal wieder erste Worte mit ihm darüber gesprochen, wie wichtig mir das ist. Nun ist es vorbei und er ist selber dermaßen erleichtert und fühlt sich befreit seitdem die Scheidung durch ist.

    • #422934
      Bonusmum
      Teilnehmer

      Hört sich doch zumindest schon mal positiv an, aber das mit der Scheidung würde ich so nicht hinnehmen. Entweder er macht jetzt einen Termin aus oder es kracht gewaltig. Die Scheidung selbst kann sich manchmal ganz schön lange hinziehen, je länger er sich dabei die Zeit lässt, diese überhaupt einzureichen, desto länger müsst ihr euch mit der Situation abfinden. Ich verstehe ihn da einfach nicht. Du weißt ja auch nicht wie wohlgesonnen ihm da seine Frau (ja das ist sie immer noch!) ist. Bei meinem Partner lief die Scheidung an sich reibungslos, man hat schon während des Trennungsjahres viel nebenbei geregelt und dennoch waren es nach Ablauf des Trennungsjahres nochmal ganze 9 Monate, bis die Scheidung tatsächlich vollzogen war. Was glaubst du wie lange es erst dauert, wenn die sich nicht bei Allem einig sind, oder Mutti doch noch ein paar Groschen mehr heraus handeln möchte? Bei Scheidung gilt: Besser heute als morgen! Und damit würde ich ihm permanent auf die Nerven gehen, wenn er eine Beziehung mit mir führen will.

    • #422939
      Enivlala
      Teilnehmer

      @Daniela75, ja irgendwie seltsam das die Männer immer so lange brauchen. Im wäre es wohl auch lieber das Sie die Scheidung einreicht. Scheint bei ihm dann aber eher so ein Ausgleich zu sein, dafür dass er die Familie verlassen hat. LG und Else haben einen gemeinsamen Anwalt und haben den Hausverkauf, so wie die Erbfolge derweil geklärt. Laut LG sollte das der erste Schritt für die Scheidung sein, damit diese Themen, die Scheidung nicht unnötig verkomplizieren. Das war im Januar. Seit dem ist wieder mal nichts passiert. Momentan ist es bei uns echt entspannt und schön und es gibt keinen Streit, wenn ich das Thema Scheidung auf den Tisch hole, das ist schon mal gut. Aber auch ich habe ihm, wie du es auch gemacht hast, klar gesagt, dass ich das nicht ewig mit mache. Mir persönlich reicht es auch, wenn es einfach mal ins Rollen kommt. Der Rest brauch dann so lange, wie es nun mal braucht, aber er hat mal gezeigt, dass er es macht. Gestern hab ich ihn gefragt, wovor er Angst hat. Er meinte dann dass er dann keinen Einfluss mehr hat, wenn was mit den Kindern ist. Ich hab nur gemeint, den hast du auch jetzt nicht mehr. Wenn du ihn haben willst, dann solltest du deine Alte Familie wieder aufleben lassen. – Hat er kapiert. Heute hab ich ihm vorgeschlagen, dass er ja, wenn er die BKs beim Tennis besucht und dann mit nimmmt. (ELSE fährt sie zum Tennis und fährt dann wieder) dann wäre das doch die perfekt Möglichkeit das Thema mal bei ihr zu platzieren und zu sagen. Komm Mädel, wir machen mal nen Termin beim Anwalt zwecks Scheidung. Denn LG will nicht einfach den Anwalt betrauen sondern erst mit ELSE sprechen und sie vorwarnen. Das ist meinetwegen auch ok, er soll es nur endlich mal machen…
      Männer!

    • #422942
      Enivlala
      Teilnehmer

      @bonusmum,
      ja das sage ich ihm auch immer wieder. Er sagt von sich aus ja schon, dass es nur Nachteile hat.
      Letztens meinte er zu mir, das ist wie mit dem Zahnarzt besuch. Mann weiß man muss, zögert es aber immer weiter raus. Mir ist dazu dann nichts mehr eingefallen…

    • #422944
      Hase884
      Teilnehmer

      Hallo Enivlala,
      bei mir war es anfangs ähnlich…KV hat ständig die Kinder genommen, wenn KM es gepasst hat. Man konnte nichts wirklich planen. Ich habe mit ihm darüber gesprochen, dass es so nicht weiter gehen kann. Wenn nichts ansteht, kann er gerne auch außerhalb der Reihe die Kids nehmen, aber ansonsten würde unsere Zeit zu kurz kommen. Ich habe Glück, dass er dafür Verständnis hat und unsere Paarzeit auch befürwortet. Seitdem nimmt er eigentlich immer alle 14 Tage die Kids außer wenn mal was sein sollte, als z.B. letztens die Großmutter gestorben ist. Aber das kommt Gottseidank selten vor…

    • #422947
      Daniela75
      Teilnehmer

      Er meinte dann dass er dann keinen Einfluss mehr hat, wenn was mit den Kindern ist

      hat er nach der Scheidung genauso viel wie vorher -> geteiltes Sorgerecht. Bei mir hatte KV bis zur Scheidung immer wieder Angst, das Else ihm noch finanziell mit ganz fiesen Dingen kommt. Der Drops ist jetzt gelutscht.
      Ich rate übrigens absolut von einem gemeinsamen Anwalt ab. Den hatten KM und KV auch am Anfang. Meiner Meinung nach ist der bei der damals entstandenen Scheidefolgevereinbarung mächtig über den Tisch gezogen worden. Er meint, es wäre ok. Der Anwalt war von KM besorgt worden…
      die Scheidung hat KV dann mit einem eigenen Anwalt durchgezogen, der war aber auch alles andere als schnell und gut. Unterhalt wird jetzt noch einmal ein anderer Anwalt klären. Und alles nur, weil man Anwaltskosten sparen will. Definitiv nicht zu empfehlen.
      Und letztendlich braucht er zum Scheidung einreichen nicht viel. Da kann man Else entweder dann postalisch oder halt kurz und knapp mündlich informieren. Da braucht es keinen gemeinsamen Termin beim Anwalt.

    • #422948
      Daniela75
      Teilnehmer

      Und wie beim Zahnarzt hat man es immer wieder im Hinterkopf und fragt sich, warum man nicht schon eher losgegangen ist, wenn man es dann endlich geschafft hat.

    • #422949
      Regina
      Verwalter

      Nur zur Aufklärung: es gibt keinen gemeinsamen Anwalt. Einer beauftragt den Anwalt und der andere verzichtet auf einen Anwalt. Der Anwalt ist ein einseitiger Interessensvertreter, da zieht der ohne Anwalt praktisch immer den kürzeren. Ist bei 2 Kombinationen zu empfehlen:

      1. es geht um null Streitwert, da kein nennenswertes Vermögen vorhanden. Dann spart ein Anwalt Zeit und Geld, da es eh nichts zu verteilen gibt.
      2. Dein KV ist derjenige, der den Anwalt beauftragt. Dann ist er der Mandant und KM hat keinen Anwalt, es wird im Vorfeld alles verhandelt.

      No go: KM beauftragt den Anwalt. Für Männer in 99,9% der Fälle massiv nachteilig.

      Nur so als Info

      • #422955
        Bonusmum
        Teilnehmer

        Kann ich so absolut unterschreiben!

    • #422952
      Bonusmum
      Teilnehmer

      Meinem Freund ging es genau andersrum Enivlala, der hatte das Gefühl, dass sie ihn so lange in der Hand hat, bis sie endlich geschieden sind. Frei nach dem Motto: Entweder du machst was ich sage, oder ich vermiese dir die Scheidung und deine Zukunft muss warten. Dieser Cut war unbedingt nötig, damit KM mal ein paar gewaltige Schritte zurück fährt und die Trennung auch endlich mal schwarz auf weiß vor Augen hatte. Wir hatten bis zum Scheidungstermin Angst, dass sie nicht auftaucht, alles in die Länge zieht, noch irgendwelche Punkte einbringt, die Geld und Zeit kosten. Es gab nicht wirklich Gründe dafür, aber man weiß ja nie. Als mein Partner damals vom Scheidungstermin zurück kam war er so dermaßen erleichtert, so etwas habe ich bei ihm kein 2. Mal erlebt. Wir haben abends bis in die Morgenstunden gefeiert, ich denke gerne noch an den Tag zurück.

    • #422958
      Enivlala
      Teilnehmer

      Wow das wusste ich garnicht. Werde das am Sonntag Abend direkt mal bei KV ansprechen.
      Als LG und ELSE die Trennung angezeigt haben, haben sie eine Anwältin gehabt. Da ging es aber wohl eher um eine Einigung bezüglich der Besuchszeiten. Ich weiß nicht, ob das in dem Fall dann eigentlich nur einer beauftrag hat. Soweit ich weiß hat ELSE den Termin gemacht. Die Anwältin ist auch eine Bekannte von ELSE. Hab LG da schon gesagt, dass er sich das gut überlegen soll und vielleicht lieber jmd neutrales beauftragen soll. Da wusste ich das von dir beschriebene aber noch nicht.

      • #422963
        Bonusmum
        Teilnehmer

        Die Anwältin ist auch eine Bekannte von ELSE.
        Wenn bei ihm noch Dinge zu klären sind, Unterhalt, Vermögen etc. sollte er sich schleunigst um einen eigenen Anwalt bemühen, ansonsten ist das der worst case für seine Interessen.
        Meiner erklärte sich damit anfangs auch einverstanden um Geld zu sparen. Aber die Gute rechnete sich dumm und dämlich, hat ihm nichts zugestanden, hat KM arm gerechnet und es kamen Unterhaltsforderungen auf den Tisch, die uns Allen die Schuhe ausgezogen haben.

        • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen, 5 Tage von Bonusmum.
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