Unterhaltsberechnung Erfahrung

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Dieses Thema enthält 16 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Blackpearl vor 3 Monate, 3 Wochen.

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  • #9999

    Bonusmum
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    zuerst möchte ich darauf hinweisen, dass ich diesen Beitrag ZUSAMMEN mit meinem Freund schreibe. Ich bin also keine geldgierige Neue die Angst hat, dass weniger Geld für Ihre Handtaschen übrig bleibt 😉 Ich bin finanziell unabhängig. Soweit so gut. Wir und unser Anwalt kämpfen gerade gegen die KM (noch außergerichtlich) bezüglich Trennungsunterhalt und nachehelicher Unterhalt. Kindesunterhalt ist geregelt. Eigentlich dachten wir, dass die KM keine Ansprüche geltend macht. Das gemeinsame Haus wurde gewinnbringend verkauft, jeder hat sein eigenes Leben. Anscheinend sind wir zu naiv.

    Folgende Situation: Die Ehedauer betrug nur 4 Jahre. Meinem Freund bleiben abzüglich Kindesunterhalt und sonstige Abzüge ca. 1700 Euro netto. Die Kindsmutter erzielt zzgl. Kindesunterhalt 1.450 Euro. Und fordert somit 250 Euro Trennungsunterhalt und auch nachehelichen Unterhalt.
    Streitpunkt sind aktuell die Fahrtkosten meines Freundes und die Darlehensrate für seinen PKW. Ihre Ansprüche wären mit Anerkennung gleich 0. Mein Freund hat ihr bei Trennung den gemeinsamen PKW kostenfrei überlassen. Kein Grund für die KM keinen Unterhalt zu fordern. Es war klar, dass er sich einen neuen kaufen musste, finanziert beträgt die monatliche Darlehensrate nun 230 Euro. Die Fahrtkosten mit PKW 385 Euro, mit den öffentlichen 140 Euro. Ich als Lebensgefährtin besitze selbst auch einen PKW, glaube aber nicht, dass ich diesen immer zur Verfügung stellen muss. Die KM meint, dass sowohl für den Arbeitsweg als auch privat kein Auto notwendig ist und er auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen muss. Wir leben in einem Dorf ohne Busverbindung, er müsste daher zumindest zum Bahnhof mit einem PKW. Fahrtweg mit Zug einfach 1 Stunde, mit PKW 25 Minuten. Dienstlich fährt er mit seinem PKW auch zu Gerichtsterminen. Er hat auch eine höherwertige Position im Unternehmen. Außerdem benötigt er doch auch privat einen PKW zur Ausübung seines Umgangsrechts (die KM nimmt gerne in Anspruch, dass er die Tochter zu Terminen fährt) Man kann doch rechtlich wirklich nicht von mir erwarten, dass ich ihm meinen PKW jederzeit zur Verfügung stellen muss. Frage mich eh inwieweit ich in dem Ganzen berücksichtigt werde.

    Sie genießt jedoch ihre Mobilität obwohl ihre Arbeit, Schule & Arzt der Tochter im selben Ort sind!

    Wie würdet ihr das einschätzen? Habt ihr Erfahrungen mit der Absetzung eines PKW bei der Unterhaltsberechnung?
    Ich möchte betonen, dass die Neuanschaffung eines PKW nicht erfolgte, um den Unterhalt zu senken, sondern weil dies absolut notwendig war. Wir mussten uns zeitweise ein Auto teilen und das war sehr schwierig.

    Wie können uns einfach auch nicht vorstellen, dass sich bei den Beträgen auch ein Ehegattenunterhalt errechnet. Der Anwalt rechnet mit einem Gehalt von mindestens 1.600 Euro sobald ihr Einkommen fiktiv als Vollzeitgehalt berücksichtigt werden kann.

    Danke für eure Meinung & Grüße

    Die Bonusmum

  • #10000

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Dein Freund soll sich professionell beraten lassen.

    Mir ist das auch ehrlich gesagt egal, ob ihr den Beitrag zusammen geschrieben habt, oder wie sehr du auch erwähnst, dass du nicht geldgierig bist.
    Es ist seine Scheidung, und seine damit verbundenen finanziellen Verpflichtungen.
    Es ist nicht „euer“ Anwalt, denn du brauchst keinen Anwalt. Du hast mit dieser Scheidung nichts zu tun.

    Lass die Eheleute und deren Anwälte das alleine klären und halte dich raus. Kann sogar sein, dass das ganze wesentlich friedlicher abläuft, sobald die Ex nicht mehr gegen 2 kämpfen muss, wobei sie mit einer Person gar nichts zu tun hatte. Und dann brauchst du auch nicht klarstellen, dass es dir nicht um Geld für deine Handtaschen geht 😉

  • #10001

    Bonusmum
    Teilnehmer

    Liebe LillyChantilly,

    zuerst einmal Danke für deine Antwort. Leider denke ich sehr wohl, dass ich auch Betroffene bin. Vorallem wenn die Gegenseite mich auch entsprechend im Verfahren mit einbezieht. Außerdem bin ich glücklich in einer Beziehung zu leben, in der man füreinander einsteht und sich sehr wohl um Probleme des anderen kümmert bzw. versucht diese zu lösen. Mein Freund unterstützt mich in allen Belangen genauso auch wenn es ihn nicht unmittelbar betrifft. Natürlich akzeptiere ich aber, dass es auch Menschen gibt, die sich davon distanzieren. Würde mein Freund mich darum bitten, mich raus zu halten, würde ich das tun. Ist jedoch nicht der Fall. Insofern ist deine Antwort für meine Situation wenig hilfreich und ich frage mich, ob ich da einen Nerv bei dir getroffen habe… wie auch immer habe ich nach Erfahrungsberichten gefragt, anwaltlich beraten werden wir schon.

    Schöne Grüße!

  • #10002

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Inwiefern zieht dich die Gegenseite ins Verfahren? Liegt gegen dich eine Klage vor, dass du zu den Zahlungen verpflichtet bist? Und wenn ja, auf welcher Basis?

    Ist ja schön, wenn du so glücklich mit deiner Beziehung bist. Aber es ist und bleibt nun mal seine Scheidung mit seiner bald Ex-Frau. Ich verstehe, dass es dir was gibt, dich da hineinzuhängen, und du ein „wir gegen sie“ Gefühl daraus ziehst.

    Aber überlege dir wirklich, ob die Sache nicht vielleicht friedlicher abliefe, wenn du deine Unterstützung eher aus dem Hintergrund heraus wirken ließest. Du kannst immer noch „in allen Belangen unterstützen“, aber muss man sich denn echt so reinhängen? Reicht es nicht, zu Hause dem Partner mit Rat und Tat beizustehen? Muss man sich echt so daran aufgeilen, die Exfrau runterzuputzen und vor Gericht zu zerren, dass man von „unserem Rechtskampf“ und „unserem Anwalt“ spricht?
    Oder ob du selbst auch ein stressfreieres Leben hättest, wenn du dich nicht in einen Rechtsstreit reinhängen würdest, der dich nur peripher betrifft.

    Und nein, du triffst keinen Nerv. Deine Fragestellung ist nur so speziell, dass wirklich hilfreiche Erfahrungsberichte auch den Gang deines Freundes zu seinem Anwalt nicht ersetzen werden. Dir gehts aber eher um Bestätigung, wie böse die Ex ist, sieht man ja auch im deinem anderen Beitrag.

    Ich meine es wirklich hilfreich, wenn ich dir sage, dass es dich nicht weiterbringt, dich an der „bösen Exfrau“ aufzuhängen, ihr jeden Cent streitig machen zu wollen, und auf Biegen und Brechen recht haben zu wollen, in einem Streit der dich nicht direkt trifft.

    • #10008

      Bonusmum
      Teilnehmer

      zu LillyChantilly:

      Ich denke du missverstehst hier so einiges. Ich „geile“ mich weder an einem Rechtstreit auf, noch möchte ich hier Bestätigung gegen die Ex sammeln. Ich suche Tipps, die mein und unser tägliches Leben einfacher gestalten können. Im Gegenteil, mir wäre es lieber gewesen, das Ganze ginge einvernehmlich, wurde von der Gegenseite aber nicht gewünscht. Auf Ausführungen verzichte ich hier bewusst. Lass es mich so sagen, entweder man versteht sich mit der Ex oder eben nicht. Ich gehöre nicht zu der Sorte der Menschen, die grundlos schlecht über einen Menschen reden. Alles hat seinen Grund. Bitte verurteile daher voreilig hier keine Stiefmütter, ohne die Geschichte dazu zu kennen. Ich frage mich, ob du überhaupt selbst Erfahrungen als Stiefmutter gesammelt hast, oder nur als Außenstehender „anmahnst“.
      Würde hier jemand bestätigen, wie böse die Ex doch ist, würde es mich doch auch kein Stück weiter bringen. Ich frage nämlich, wie ich am Besten mit Allem umgehe, um meiner Rolle als Stiefmutter gerecht zu werden.
      Wie Sunny hier schon treffend beschrieben hat, ist es oft so, dass die Kindsmutter sehr wohl die „Neue“ ins Verfahren mit einbezieht. So ist das auch in meinem Fall. Ich hätte ja ausreichend Einkommen, um finanzielle Einbußen des Kindsvaters mittragen zu können, besitze einen eigenen PKW etc. Man möchte Auskunft über mein Kapital, was rechtlich natürlich nicht haltbar ist. Das und viele andere Dinge tragen dazu bei, dass ich mich sehr wohl betroffen fühle.
      Ich habe mich anfangs tatsächlich komplett raus gehalten, weil ich so dachte wie du. Mein Freund wollte eine friedliche Lösung und ruhige Gespräche mit der KM führen etc. Wenn aber die KM nicht daran interessiert ist einem entgegen zu kommen, gestaltet sich das schwierig. Ich wünsche der KM weder die Pest an den Hals, noch möchte ich sie bluten sehen. Ich möchte einfach, dass mein Freund abschließen kann und WIR (das sage ich bewusst) unsere Ruhe haben. Vielleicht kannst du dir das schwer vorstellen, aber es zehrt ungemein an den Nerven eines Unterhaltspflichtigen, wenn man das Gefühl hat, nur als Geldgeber zu fungieren. Und das betrifft dann immer unmittelbar die neue Beziehung, da mein Freund natürlich Unterstützung bei mir sucht.
      Der Tochter gegenüber verhalte ich mich auch loyal, die können für die Erwachsenen nämlich nichts.

      Insgesamt möchte ich mich für alle Antworten bedanken, ich werde das Ganze wohl einfach auf mich zu kommen lassen. Es ist meinem Charakter geschuldet, dass ich mir über alles durchgehend Gedanken mache um das Beste draus zu machen. Daran werde ich sicherlich arbeiten!

      LG die Bonusmum

      • #10009

        LillyChantilly
        Teilnehmer

        Auf dich zukommen lassen ist sicher gut. Wie ich schon ganz am Anfang gesagt habe, und die anderen auch bestätigt haben, werden dich Erfahrungen nicht weiterbringen, da das immer Einzelfallentscheidungen sind.

        Du sagst „entweder versteht man sich mit der Ex oder nicht“, und ich sage, es gibt noch eine dritte Möglichkeit. Wenn man mit ihr nichts zu tun hat, ist es weder „verstehen“ noch „nicht verstehen“ – sondern einfach nur „nicht kennen“.

        Ich finde es traurig, wie du hier auf eine Meinung abgehst, die nicht das ist, was du hören wolltest.
        Mein Rat war lediglich, sich da nicht zu sehr reinzuhängen. Das gilt im übrigen auch für Querfinanzierungen. Ich würde dem Mann keine „finanziellen Einbußen ausgleichen“, wie du es nennst.

        Wenn du im Streit um Offenlegung deiner Einkünfte gefragt wirst, kannst du die Auskunft verweigern, denn das geht die Ex nichts an.

        Und auch wenn du noch so sehr auf das „wir“ pochst, es ist und bleibt deren Scheidung. Du wirst nicht geschieden, und es ist nicht deine Exfrau. Und du machst dir selber das Leben leichter, wenn du das auch so betrachten würdest.
        Das heißt ja nicht, dass du deinen Freund nicht unterstützen sollst.

        Wie gesagt, traurig, dass du nur auf Bestätigung und Zuspruch aus bist.

  • #10003

    Erein
    Teilnehmer

    Hallo Bonusmama,

    Ich glaube das dir hier so richtig niemand einen Rat geben kann, da gerade solche Geschichten individuell entschieden werden. Ihr solltet abwarten was da am Ende rauskommt und wie das Gericht entscheidet und dann versuchen das Beste daraus zu machen.
    Mein Freund zahlt auch 200 EUR. Klar ärgert man sich irgendwo, aber ändern kann man das nicht.

    Irgendwann hört das alles auf und auch eure KM kann sich nicht immer auf das Geld ihres Exmannes verlassen.

  • #10006

    Sunny1234
    Teilnehmer

    Liebe Bonusmum,

    einen verbindlichen Rat kann dir hier niemand geben. Ich kann dir nur sagen, dass hier im Falle meines Partners es irrelevant war welche Darlehen für ein Auto aufgenommen wurden. Es wurde jedoch berücksichtigt dass der Arbeitsweg auch Ausgaben sind. Dies erfolgte in seinem Fall in etwa in Richtung Steuererklärung oder BaföG. Hier spielt es auch keine Rolle welches Auto man fährt, es werden Pauschalen berücksichtigt. Denn man hätte ja auch ein „billiges“ Auto kaufen können.

    Allgemein möchte ich aber noch sagen, dass die „Neue“ meiner Erfahrung nach doch sehr häufig vom ganzen Verfahren beteiligt ist. Zwar nicht direkt, aber die „Ex“ bindet, so meiner Erfahrung nach, auch ohne weiteres zutun der „Neuen“ indirekt in das Verfahren ein. Nach dem Motto die neue verdient doch mehr Geld als die Alte und somit hätte der Ex ja mehr Geld übrig um die alte Familie zu unterstützen. Oder das kann der Papa bezahlen, die neue verdient ja genug. Eine Kommunikation zwischen mir und der EX/KM findet nur im äußersten Notfall statt. Ich spreche nicht schlecht über sie und versuche dem Bonuskind das Gefühl zu geben dass es ok ist wenn er bei Papa und mir über Mama spricht. Ich sehe mich auch eher als Freundin des Bonuskindes und versuche ihm zu vermitteln dass es egal ist was kommt, dass Mama und Papa immer für ihn da sind und dass er sich auf beide verlassen kann. Hintergrund ist hier dass die Kindsmutter eine On Off Beziehung mit ihrem Partner führt. Dieser war auch der Trennungsgrund.

    Was ich eigentlich sagen wollte… Ich mische mich nicht ein, aber wenn mein Partner mich um Hilfe oder Rat bittet werde ich nicht sagen, dass es mich nichts angeht… In einer Partnerschaft ist man füreinander da. Ich hetze aber auch nicht über die Ex… Es ist eher mein Partner der sich jedesmal über die vielen Kleinigkeiten ärgert… Ich versuche ihn aufzufangen und sage ihm jedes mal dass er an seinen Sohn denken soll… Wenn Mama teuren Urlaub macht hat ja nicht nur sie eine schöne Zeit sondern auch Sohnemann…..

  • #10010

    Pinocchio
    Teilnehmer

    Liebe Bonusmam

    Bezüglich der Höhe des Betrages und wie das Bestmögliche erreicht werden könnte, kann ich dir keinen Rat geben. Ihr habt ja einen Anwalt, der wird das regeln. Ich kann jedoch aus Erfahrung sprechen, wie es sich besser damit leben lässt, dass da noch Geld für jemand weggeht.
    Ich sehe es so, dass es ein fix-Kostenpunkt ist, wie bspweise die Wohnungsmiete. Ich ziehe es von seinem Lohn ab und rechne ohne diesen Kostenpunkt. So stört es mich nicht. Jedoch muss ich sagen, dass wir uns trotzdem Urlaub leisten können.

    Dann- auch aus Erfahrung- kann ich Euch nur raten, die Ex nicht finanziell ausbluten zu lassen, denn DAS ist sehr mühsam! Unsere Ex hatte mal keinen Job und Schulden und da wurden wir dauernd belästigt, beschuldigt, angeklagt, der Vater hätte das zu regeln, der Vater solle den Urlaub des Kindes bezahlen, usw sehr frech! Ich sag dir: lieber eine finanziell sicher gestellte Ex! 😉

    • #10013

      Bonusmum
      Teilnehmer

      Danke für deine Meinung Pinocchio!
      Versteht mich bitte nicht falsch, ich möchte die Ex nicht ausbluten lassen. Ich verstehe jede Exfrau, die ihren Unterhalt einfordert, sofern sie eben wirklich darauf angewiesen ist. Mein Freund hätte es nur einfach gern gehabt, dass man nach der Trennung getrennte Wege geht, auch finanziell. An sich ist unsere Ex aber finanziell gut gestellt. Und dann wird es natürlich schwierig, mit der Situation umzugehen. Solche Forderungen kenne ich genauso, gerade wenn es um Fahrradkauf etc. geht.

      Und auch in solchen Situationen finde ich eben schon, dass man als Neue unmittelbar betroffen ist. Man haushaltet mit dem Kindsvater schließlich gemeinsam und baut sich ein neues Leben auf. Aber lassen wir das Thema.

      Inzwischen wird mir immer mehr bewusst, dass es keine gerade Linie für eine Scheidung gibt. Jeder Fall ist individuell und oft wird deutschlandweit unterschiedlich entschieden. Aber das ist wohl so.

      Vielen Dank für deine Antwort.

      • #10021

        Pinocchio
        Teilnehmer

        Liebe Bonusmam
        Ich hatte dich nicht als geldgierige Neue verstanden!
        Mein Mann hatte ja der Ex nie zuwenig bezahlt. Trotzdem kamen immer Forderungen für mehr.. Und du schreibst es ganz richtug: es betrifft ja dann uns als Familie auch! Ein Iphone für Stiefsohn= kein Fahrrad für Sohn.

      • #10024

        auchHier
        Teilnehmer

        *Man haushaltet mit dem Kindsvater schließlich gemeinsam*

        Warum? Wie meine Eltern empfinde auch ich klar getrennte Finanzen und Verträge sehr entspannend in einer Patchworkkonstellation.

        Dein Freund hat abzgl. aller Verbindlichkeiten nur um die 1000 Euro zur Verfügung. Entweder Du hast ein ähnliches Nettogehalt, dann könnte es bei einem gemeinsamen Konto zu Streitereien kommen, warum er für Ex und Kind Geld ausgibt. Oder Du hast deutlich mehr Geld zur Verfügung und s.o.

        Mein Vater hat immer alle Besitztümer (Eigenheim, Auto etc.) seiner Ex samt Kindern überlassen und mit der jeweils Neuen von Null angefangen. Das war richtig cool, da niemand sich vor und nach seinem Tod um etwas streiten mussten. Wie plant Ihr das mit Eigenheim und Kindern?

        • #10034

          Bonusmum
          Teilnehmer

          Hallo,

          wir haben sowohl getrennte Konten, als auch getrennte Verträge. Das „gemeinsam haushalten“ war auf Miete, Haushaltskasse, Urlaub und Ansparungen für ein Eigenheim bezogen.
          Den Unterhalt oder auch sämtliche Ausgaben für das Kind bestreitet er nur von seinem Einkommen. Darauf bestehen wir beide.
          Insgesamt müssen wir uns aber mit beiden Gehältern keine Sorgen wegen Eigenheim und einem weiteren Kind machen.

        • #10038

          LillyChantilly
          Teilnehmer

          Das ist aber doch nicht „gemeinsam haushalten“. Miete, Haushaltskasse und Urlaub kann man aus getrennten Konten gemeinsam begleichen. Beim gemeinsamen Eigenheim wäre ich vorsichtig. Gemeinsam haushalten wäre „alles kommt in einen Topf und wird aus dem bezahlt“, und darauf würde ich mich nicht einlassen, wenn aus dem Topf noch alte Verpflichtungen gezahlt werden.
          Klar getrennte Finanzen und Verträge sind in einer Patch-Konstellation in der Tat zu bevorzugen!

  • #10039

    Erein
    Teilnehmer

    Getrennte Finanzen und Verträge sind IMMER zu bevorzugen. Da kann man immer auf die Nase fallen.
    Man sollte immer in der Lage sein für sich selbst zu sorgen.

  • #10040

    Bonusmum
    Teilnehmer

    Dann nennen wir es doch einfach mal „für gemeinsame Dinge haushalten – aber mit getrennten Konten“. Haushalten ist für mich einfach ein Begriff des täglichen Lebens. Habe mich da wohl falsch ausgedrückt. Ein gemeinsames Konto wird es bei uns nicht geben. Bezüglich getrennten Finanzen bin ich da absolut eurer Meinung, so wurde ich beispielsweise auch von meiner Mutter erzogen. Und man erspart sich mühsame Diskussionen, für was und in welcher Höhe das Gesamteinkommen verwendet wird.

  • #14917

    Blackpearl
    Teilnehmer

    Hallo Bonusmum,

    weißt du, was ich als erstes machen würde? Ich würde das Auto von der Ex zurückverlangen. Warum hat er ihr das überhaupt überlassen? Ich kenne viele solche Fälle und habs immer noch nicht verstanden. Wenn ihr das Auto nicht braucht, dann verkauft es eben. Immer noch besser als wenn die Ex das hat.

    Ich habe jetzt nicht alles detailgenau gelesen. Wenn ich es aber richtig verstanden habe, wird von dir Auskunft verlangt? Du musst keine Auskunft geben, denn du bist nicht Unterhaltspflichtig für das Kind – verweigere dich!
    Wenn du verheiratet bist, bist du indirekt Unterhaltspflichtig, du musst dann nämlich deinem Mann Taschengeld zahlen, wenn er zu wenig oder gar nicht verdient.

    Die Raten für das Auto werden nicht angerechnet, nur Fahrtkosten (s. Sunnys Beitrag). Ihr könnt höchstens prüfen lassen, ob seine private Altersvorsorge angerechnet wird. Wäre auf jeden Fall besser das Geld in die Altersvorsorge zu stecken. 😉

    Ansonsten muss ich mich da den anderen anschließen: halte dich da raus, es ist nicht dein Kind! Ich kann verstehen, dass das schwer ist, aber es ist besser so.

    Viele Grüße

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