Eifersuchtgefühl auf Tochter des Partners

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Dieses Thema enthält 14 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Daka vor 4 Monate, 1 Woche.

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    Susi.Sorglos88
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    Hallo liebe Foren-Mitglieder,

    ich muss gleich zu Anfang den Titel ein wenig abändern, da ich mich am Donnerstag letzter Woche von meinem Partner und seiner 4-jährigen Tochter getrennt habe, jedoch kann ich nicht „abschließen“ und bin wegen Hoffnung auf eine Lösung hier in diesem Forum gelandet und hoffe ein paar offene Ohren und Münder zu finden, die mich verstehen und vor allem nicht hier weg-argumentieren (ich finde es generell sehr schwierig unglaublich hart zu kritisieren wenn man nicht in derselben Situation steckt und: jeder Mensch denkt, fühlt und handelt anders!)

    Es wird ein längerer Text – das ist ein wenig meiner Schreibsucht geschuldet und ich hoffe ihr verzeiht 🙂

    Es geht, wie schon erwähnt um meinen (jetzt) Ex-Partner und seine 4-jährige Tochter von denen ich mich nun kürzlich getrennt habe. Aber ich hole mal ein wenig aus und erzähle wie es zu meinem Problem kam, welches mich jetzt von den beiden getrennt hat:

    Ich lernte meinen Expartner in einem Forum kennen (ja.. dem ist so..) für Trennungsschmerzen und Beziehungsprobleme. Mein damaliger Exfreund (Nr. 1) hatte sich damals (nun vor fast genau einem Jahr) von mir getrennt und hatte mich betrogen. Ich suchte Hilfe, wollte ihn trotz der Affäre wieder zurück und dachte, ich könnte in einem Forum auf ähnliche Geschichten stoßen und mir Tipps holen. Zum einen, um ihn zurück zu gewinnen und zum anderen um auch irgendwie abschließen zu können wenn alles nicht hilft.
    Mein jetziger Expartner (Nr. 2) hatte damals absolut die gleichen Absichten in dem Forum – er durchlebte ebenfalls eine Trennung.

    Irgendwann schrieb er mich dann privat an, da unsere Geschichten sich so ähnelten (er war mit seiner Exfrau 12 Jahre zusammen, ich mit meinem Expartner ebenfalls). Wir schrieben uns, teilten unser Leid und hatten beide noch das Bedürfnis zum jeweiligen Expartner zurück zu finden.

    Doch irgendwann schrieben wir uns nicht mehr um über unsere Expartner zu sprechen, sondern weil wir uns auf einmal füreinander interessierten.

    Das Ganze ging recht schnell und keiner von uns beiden hatte Anfangs den Grund schnell wieder in eine Beziehung zu rutschen. Aber es passierte eben doch.

    Dass er eine Tochter von 4 Jahren hat und sie über alles liebt wusste ich von Anfang an. Ich dachte zwar, dass ich sicher nichts dagegen gehabt hätte wenn mein zukünftiger Partner und ich das erste Kind als beiderseitiges erstes Erlebnis dieser Art erleben würden, aber andererseits schlug meine Empathie zu und dachte sich: warum sollte ein „geschiedener“ Mann (das Trennungsjahr begann damals) mit einer kleinen Tochter nicht auch die Chance bekommen und glücklich sein?

    Ich liebe Kinder, will selbst mindestens 2 Kinder und es gab noch kein offensichtliches Gefühl für mich, dass ich damit nicht klar kommen würde – also ließ ich mich darauf ein.

    Ein zweiter Knackpunkt, der aber (natürlich) in der Anfangsphase überhaupt keine Rolle spielte war, dass wir 370km voneinander entfernt wohnten.
    Ich fuhr die ersten Male zu ihm bis er irgendwann auch zu mir kommen konnte (aufgrund seiner Tochter war er hier natürlich nicht so flexibel wie ich).

    Schlussendlich hatte es sich dann irgendwann so eingependelt, dass wir uns jedes 2. Wochenende (er hatte nur jedes 2. Wochenende frei) gesehen haben – von ca 4 Wochenenden kam er davon an einem Wochenende zu mir und ich fuhr 3 Wochenenden zu ihm. Die Verteilung wer zu wem fuhr wahr also nicht ganz ausgeglichen, aber das hatte ja einen Grund: seine Tochter. Von mir aus hier vollstes Verständnis, doch irgendwie fing es mich dann doch unbewusst an zu nerven, dass ich immer weg war von meiner Familie und immer bei ihm war wenn ich frei hatte.

    Für Zwischendurch:
    Er war DER Traummann für mich. Rein Charakterlich war er einfach unglaublich und dass er mich wirklich liebte ließ er mich an jeder Ecke spüren, vor allem auch in der Öffentlichkeit und vor Freunden und Familie (was ich aus meiner vorigen Beziehung gänzlich vermisste!). Er war unglaublich romantisch, wollte STÄNDIG in Kontakt mit mir sein, immer telefonieren und mich einfach immer sehen, wann immer es möglich war.

    Ich bin schon sehr romantisch und gefühlvoll und anhänglich – er war es doch oft ein wenig zu viel, aber das ist eine andere Sache (weswegen die Trennung auch einen kleinen Klacks bekommen hat für den „Durchzug“).

    Ich hatte ihm vorgeschlagen, dass ich seine Tochter erst nach ca. 6 Monaten kennen lerne, da wir ja beide nicht wüssten ob das Ganze wirklich eine Zukunft hat und die Kleine sowieso schon mitansehen und durchleben musste, dass die Eltern nicht mehr so zueinander sind wie früher und getrennte Wege gehen. Er hat mich aber dann irgendwie (- zumindest würde ich das heute sagen) dazu gedrängt, dass das Ganze doch schon von Anfang an zu dritt statt findet. Der Grund hierfür war sicherlich auch der: Er hatte seine Tochter immer dann wenn er frei hatte. Das war jedes 2. Wochenende und unter der Woche 2 Tage (er ist in der Pflege tätig, daher die Arbeitszeiten).

    Im Umkehrschluss bedeutete dies, dass seiner Tochter IMMER dabei war, wenn ich zu ihm fuhr und wir hatten eigentlich sehr wenig gemeinsame Zeit alleine. Ich freute mich dann schon immer auf den Abend wenn er seine Tochter mal an einem Abend zu seinen Eltern brachte, damit sie dort schlief (auch auf Wunsch der Tochter!) oder wenn sie doch bei uns war und die Bettzeit anfing. Und da kamen dann auch schon die Probleme:
    Sie wollte nicht in ihrem eigenen Zimmer und Bett einschlafen, wollte bei uns sein bis sie einschlief und er sollte sie dann rüber tragen. Sie ist 4, also für mich auch verständlich und ok. Eigentlich..
    Wir saßen also auf dem Sofa und fingen an leise einen Film zu schauen, während die Kleine neben uns lag und einschlief. Ich habe mich bis zum Ende der Beziehung (11 Monate) nicht einmischen wollen, weil ich mich dabei einfach unwohl fühlte – doch eigentlich hätte ich am liebsten immer gesagt: Schatz, schau – sie schläft, du kannst sie nun (endlich) rüber bringen und wir haben ENDLICH UNSERE Zeit!

    Das habe ich also nicht gemacht, und so lag die Kleine manchmal 1 Stunde, manchmal sogar bis wir selbst vor dem Fernseher einschliefen auf dem Sofa und wurde erst dann rüber getragen.

    Mich hat es gestört, dass die Kleine nun in ENDLICH UNSERER ZWEISAMKEIT doch noch bei uns war, wenn auch sie geschlafen hat – sie war halt doch einfach DA.

    Ein anderer großer Knackpunkt der mich innerlich aufgefressen hat war, wenn die Kleine Nachts zu uns ins Bett krabbelte, weil sie mal wieder (wie eigentlich in jeder Nacht) einen Alptraum hatte. Und nein – es ging nicht unbedingt um das „körperliche“ zu meinem Expartner, dass sie dann in seinem Arm lag, sondern einfach um die Tatsache, dass ich sein/unser Bett als UNSERE ZWEISAMKEITS-ZONE ansah worin wir doch auch endlich mal unsere Ruhe hatte. Eigentlich..

    An einem Tag (Ostern) war es dann ganz intensiv. Die Kleine kam mal wieder Nachts rüber, er beruhigte sie, ließ sie neben sich hinkrabbeln und wir schliefen wieder ein. Ich wachte dann irgendwann früh morgens auf und war ohnehin schon sehr sensibel da Ostersonntag war und ich diesen Tag eigentlich immer mit meiner Familie verbrachte (alles war dieses Jahr aber anders, da meine Oma nun intensiv gepflegt werden musste und meine Eltern ohnehin alleine dort hin fuhren [600km von meiner Heimat entfernt] weil es sonst zuviel geworden wäre). Die Grundstimmung meinerseits war also schon ein wenig angeknackst und ich fühlte mich allgemein sehr „alleine“, vermisste meine Familie, verarbeitete in dem Moment die Vergangenheit mit meiner Oma die mir unglaublich am Herzen liegt und zu der ich eine sehr innige Beziehung habe. Ich war schlicht und ergreifend sehr traurig und unglaublich sensibel.
    Ich drehte mich also früh morgens um zu meinem Partner, damit ich mich an ihn kuscheln konnte, doch der lag mit dem Rücken zu mir gedreht und seine Tochter im Arm liegend zu mir – an ihn kuscheln war also irgendwie nicht..

    Ich drehte mich wieder um und fiel dann fast aus dem Bett, da ich nur noch am Rand Platz hatte (und er hat ein riesengroßes Bett!). Da empfand ich alles als extrem schlimm aufgrund meiner Gedanken an Ostern, meine Oma und und und – und da war es dann: ein Gefühl umschlich mich, welches sich anfühlte wie eine Art Eifersucht. Und zwar eine Eifersucht auf die kleine 4-jährige Tochter meines Partners.

    Das alles verwirrte mich nur noch mehr – ich schloss in Tränen meine Augen und versuchte weiterzuschlafen. Vergeblich..

    Am Tag war ich unglaublich genervt, schlecht drauf, wahnsinnig sensibel und mit mir war einfach NICHTS anzufangen. Er konnte ja nichts dazu und wusste überhaupt nicht was los war. Aber erklären konnte ich es ihm ja auch nicht?!

    Als ich wieder Zuhause war griff ich mir dann ein Herz und erzählte es ihm was ich fühlte. Er war ganz bestimmt erschrocken, aber gleichzeitig habe ich auch das Gefühl dass er es einfach heruntergespielt hat, denn: wenn ich ein Problem mit seiner Tochter habe = Beziehungsproblem = Trennung – und verlieren, das wollte er mich in gar keinem Fall.

    Er sagte auch von sich aus „ja, aber das war ja nur einmal“ – er hat mir die Antwort auf die Frage ob das schon mal so gewesen sei also schon mit seiner liebsten Antwort festgenagelt und damit war die Sache für ihn überhaupt nicht als „Gefahr“ für die Beziehung zu deuten.

    Ich habe es darauf beruhen lassen, habe es sicher auch verdrängt, denn – ich wollte ja genauso wenig dass die Beziehung deswegen scheitert.

    Alleine zuhause suchte ich nach gleichgesinnten, habe meine Geschichte schon einmal in einem Forum preis gegeben woraufhin ich auf das übelste mit Abneigung und Anschuldigungen
    gezeichnet wurde (seit bitte nicht zu streng mit mir – ich habe mich dem doch angenommen, sonst hätte ich mich ja sicher nicht in einem Blog zum Besten gegeben).

    Von diesem nächtlichen Erlebnis an reflektierte ich dann die Vergangenheit und erwischte mich in Situationen in denen ich doch ganz schön oft die Augen am Telefon gerollt habe wenn die Kleine mal wieder Aufmerksam brauchte in unseren 5 Minuten Telefongespräch. Die Kleine ist tatsächlich sehr Aufmerksamkeitsbedürftig, was ich ebenfalls verstehen kann aufgrund der Vergangenheit aber auch wegen der Tatsache dass Kinder eben auch einfach so sein können. Ich war als Kind eher ruhig und konnte mich gut mit mir selbst beschäftigen – man gab mir ein Malbuch in die Hand und ich war ruhig 😉 Mein Bruder war hier komplett das Gegenteil, daher – ich habe auch hierfür Verständnis. Aber irgendwie denke ich mir dann doch auch manchmal: man muss doch auch manchmal wirklich einen Riegel vorschieben, oder nicht?! EGAL was die Kleine macht, ob sie aufs Klo geht, ob sie malt, ob sie etwas bastelt oder einfach nur Fern sieht – IMMER braucht sie jemanden dabei, will Bestätigung oder kann sich einfach nicht mit sich selbst beschäftigen. Während unseren Telefonaten gab es wirklich mindestens JEDE 5 Minuten eine Unterbrechung weil die Kleine wieder etwas wollte oder eine Frage hatte die sie, als sie die Frage dann stellen sollte auf einmal nicht mehr wusste.

    Um nicht einen anderen Eindruck zu erwecken: die Kleine liebte mich abgöttisch! Ich gab ihr alles was sie brauchte, war immer da, gab immer Antworten, beschäftigte mich mit ihr auch wenn ich manchmal echt keine Lust hatte, kuschelte auch mit ihr und ich war es ebenfalls die ihr ein sicheres Gefühl gab im Hallenbad weil die kleine eigentlich große Angst davor hat (wenn sie ins Wasser ging wollte sie immer an meiner Seite sein – mein Partner war ebenfalls nicht ganz Wasserscheu so wie sie und ich bin halt einfach ’ne Wasserratte und konnte ihr wohl Sicherheit vermitteln).

    Um nochmal zum vorletzten Absatz bisher zu kommen: ich merkte einfach, dass die kleine mich doch irgendwie sehr oft „nervte“ (so hart das klingt). Es war ein Hin und ein Her. Aber vor allem störten mich die Zeiten in der ich meinen Partner teilen musste, die doch eigentlich für uns „reserviert“ waren.

    Am Sonntag vor einer Woche besprachen wir dann auf mein Verlangen hin unsere Zukunft:
    Dass er zu mir ziehen würde stand seit ca. Oktober / November letzten Jahres fest (ich kann meinen Arbeitgeber nicht wechseln und auch meine Heimat nicht verlassen – auch das versteht sicher wieder nicht jeder, aber so ist es nunmal und ich weiß ich wäre unglücklich geworden, wäre ich zu ihm gezogen).
    Der Grundplan war, dass wir alle 2 Wochen am Wochenende in seine Heimat gefahren wären um seine Tochter zu sehen. Eine Wohnung hätten wir dort aus finanziellen Gründen natürlich nicht, und genau das beschäftigte mich und ich wollte endlich antworten ob er sich darum schon Gedanken gemacht hätte (ich hatte das, aber ich wollte natürlich seine Initiative, da es ja seine Tochter ist und sie der Grund ist, dass wir dort hoch fahren).

    Er sagte, dass er eben angedacht hätte, dass wir erst einmal bei seinen Eltern (in der ca 60qm Wohnung!!!) sind jedes zweite Wochenende, bis wir eben eine andere Lösung haben. Das mit den Eltern war mir schon klar und war mir ein großer Dorn im Auge. Ich machte ihm klar dass ich genau DAS schon nicht kann: ich brauche meinen Freiraum und meine Ruhe. Ich arbeite schließlich auch jeden Tag und dann muss man 4 Stunden dort hin fahren und wenn man dort ist liegen einem seine italienischen (sehr viel redenden) Eltern auf den Ohren?! Ich wusste dass mir das von Anfang an schon zu viel werden würde und machte ihm klar, dass ich das nicht will.

    Eine andere Lösung? Von seiner Seite aus kam nichts und das enttäuschte mich sehr, denn es geht ja schließlich um seine Tochter und irgendwie kann er hier ja nicht nur an sich denken sondern auch daran wie mir das alles ergeht, was ich will und vor allem auch KANN. (Bin ich zu egoistisch!?!? Wenn ich es umdrehe: ich würde ihn mehr als ausquetschen was seine Schmerzgrenzen sind, was ihn nerven könnte und wie ich es auch ihm recht machen kann, definitiv!)

    Ich hatte eine andere Lösung im Kopf, die ich dann auch preis gab: eine fremde aber komplette Wohnung über Airbnb buchen, damit wir unseren Raum haben und ich auch meine Ruhe finde. Auch seine Tochter hätte dann bei uns sein können, da man natürlich was suchen kann was für uns drei passt und im Best Case hätte man diese Wohnung irgendwann dauerhaft mieten können – günstiger und vertrauter mit der „Vermieterin“ von Airbnb weil man ja immer wieder kommt usw.
    Das war eine meiner Lösungen. Die anderen sind für hier nun uninteressant.

    Am Abend nach dem enttäuschenden Gespräch (er war übrigens völlig durch den Wind weil er da dachte, dass ich an dem Ganzen schon zweifle [was tatsächlich nicht der Fall war zu meiner Verteidigung] und die Beziehung auf der Kippe steht) kam dann Abends wieder seine Tochter – und ich merkte wie genervt ich wurde.. Und da war es wieder, dieses Gefühl.. und es wurde immer mehr. Abends wieder die gleiche Situation auf dem Sofa in UNSERER Zeit und Nachts wieder die Alptraumphase.

    Am Mittwochmorgen sollte ich dann um 5:30 Uhr aufstehen, weil ich von ihm aus direkt zur Arbeit fuhr (3 Stunden Fahrt). In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch konnte ich aber fast keine einzige Minute meine Augen zu bekommen da ich Herzrasen hatte und sich mein Kopf wieder nur um dieses mulmige „Gefühl“ drehte. Es war schrecklich – eine der schrecklichsten Nächte überhaupt und dort fing es dann an in mir zu krieseln. Ich hinterfragte einfach ALLES an der und in der Beziehung und mir wurde bewusst, dass durch das Aussprechen der Zukunft und wie alles laufen soll auch mir klar wurde, dass das doch alles nicht so einfach werden würde. Es ist wie mit dem Lernen in der Schule. Ist etwas nur gedacht bleibt es weniger im Kopf. Wird es aber ausgesprochen oder sogar aufgeschrieben dringt es viel mehr ins Bewusstsein.

    Um 3 Uhr hatte ich noch kein Auge zugemacht und entschied schon da, dass ich nicht fahren kann da ich viel zu müde bin – das konnte ich nicht riskieren. Zum Glück habe ich die Möglichkeit HomeOffice zu machen und schrieb meiner Chefin. Zum einen war ich natürlich froh dass ich die lange Fahrt um 6:30Uhr mit 3 Stunden auf mich nehmen musste, aber zum anderen war ich natürlich auch nicht ganz glücklich noch einen Tag länger ungeplant zu bleiben und vor allem: seine Tochter war natürlich auch noch da – der Grund warum ich mir die ganze Nacht den Kopf zerbrach.

    Der Tag war unschön – ich war schlecht drauf und begründete es mit meiner kurzen Nacht, aber insgeheim wusste ich natürlich was mich plagte. Doch jetzt ein Gespräch anfangen wo ich am nächsten Tag definitiv zur Arbeit muss, schlafen muss und einen wichtigen Termin habe (und mein Privatleben möchte ich definitiv nicht mit zur Arbeit nehmen!)?! Das kam für mich nicht in Frage und ich entschied, dass ich versuchen würde zu schlafen und mir dann alleine zuhause meine Gedanken um das Ganze zu machen und alles zu bedenken. Dass ich mich Trennen könnte stand zu diesem Zeitpunkt dann doch schon relativ weit oben auf der Liste, doch ich wollte nichts überstürzen.

    Auf der Arbeit angekommen wurde ich schon mit Fragen von ihm bombadiert, was los sei, ob mit uns wirklich alles ok sei (ja – er hat unglaubliche Verlustängste) und wenn etwas wäre solle ich es ihm doch bitte sagen und und und und und..
    Ich hielt es auf der Arbeit kaum noch aus NICHTS zu sagen und vertröstete ihn dann auf den Abend hin wenn ich Zuhause bin. Und damit war er sich schon sicher: da kommt was schlimmes! (allgemein war er immer sehr pessimistisch unterwegs, egal ob es einen Grund dafür gab oder nicht)

    Als ich dann Zuhause war tat ich das, was ich mir den ganzen Tag auf der Arbeit durch den Kopf gingen ließ. Ich trennte mich.

    Wenn es nicht so eine beschissene Situation gewesen wäre hätte ich dies auf jeden Fall persönlich gemacht – aber bei 370km ist das nunmal nicht so einfach und ich durfte das Ganze definitiv nicht mit auf die Arbeit nehmen! Bitte kreidet mir das nun nicht an.

    Mein Plan einfach die gute Miene aufzusetzen und so zu tun als wäre nichts damit ich mir alles nochmal überlege hätte definitiv nicht funktioniert, da er einfach JEDEN Gefühlswechsel mitbekommt und dann auch sehr sehr sehr klammernd werden kann und das war für mich ebenso keine Option da ich mich sowieso schon auf eine Art und Weise „bedrängt“ fühlte.

    Also wartete ich nicht mehr lang und sprach die Trennung aus.

    Er war natürlich am Boden zerstört, machte mir erst noch (gerechtfertigt) Vorwürfe, weil ich morgens noch sagte dass alles ok ist und er sich keine Gedanken machen soll usw.
    Doch er war dann auch letztlich sehr einsichtig und wir gingen nicht im Streit auseinander.

    Bevor ich nun zum Ende komme will ich noch etwas los werden:
    Unsere Beziehung hatte einen schweren Start, da ich nicht mit meiner alten Beziehung abschließen konnte dadurch dass wir schon so früh zusammen kamen (ja – daran sind wir selbst schuld). So hatte ich zwischendurch immer die Reißleine gezogen um für mich zu sein (was er nie verstand), hatte mich auch mit meinem Expartner getroffen um mir allem wirklich bewusst zu werden (gepaart mit dem Gefühl ob ich auch wirklich die alte Beziehung ruhen lassen will die doch eigentlich 12 Jahre lang sehr harmonisch war – mein Ex wollte mich nach kurzer Zeit nämlich wieder zurück..
    Ich entschied mich allerdings immer und immer wieder dafür die Beziehung zu dem Mann mit Kind nicht fallen zu lassen da ich mich wirklich, wirklich sehr in ihn verliebte und es wirklich LIEBE war!

    Von den Treffen mit dem Expartner und dass auch wirklich immer nur gesprochen wurde wusste er auch – ich lege meine Hände ins Feuer dass ich das für mich brauchte und es nur klärende Gespräche waren, für meinen Ex und für mich. Dass er mit seiner Exfrau so schnell abschließen konnte – dafür konnte ich ja nichts. Ich habe ihn sogar gefragt und Verständnis gezeigt wenn er gesagt hätte dass er an Tagen wie Weihnachten, Ostern oder dem Geburtstag seiner Tochter noch an die „alte“ Familie zurück gedacht hätte – aber das hat er angeblich nicht (was ich ihm auch glaube, da die Frau wohl eine ziemliche Hexe war – davon konnte ich mich selbst sogar überzeugen).

    Und zu guter Letzt will ich auch noch dazu sagen dass es auch ein „Pausen/Trennungs“-Grund gab, weil er mich von Anfang an mit etwas belogen hatte, was ich schließlich irgendwann herausgefunden hatte und er mir selbst dann nicht die Wahrheit sagte. Hier ging es nicht um irgendwelche Frauengeschichten oder sowas in der Art – es hat etwas mit seinem Selbstbewusstsein und seiner nicht vorhandenen Selbstsicherheit zu tun. Ich wurde also Monatelang belogen von Anfang an – das hat mich damals komplett aus der Bahn geworfen und für mich war da die Beziehung eigentlich mehr als zum Scheitern verurteilt, denn Unehrlichkeit kannte ich ja durch die Trennung von meinem vorigen Partner nur zu gut und das wollte ich definitiv nicht.

    Und trotzdem gab ich ihm wieder eine Chance und nahm mich dem an und sah es auch irgendwie als Liebesbeweis dass ich ihm damit auch irgendwie helfen will und er erkennt, dass er mir nicht etwas vorlügen muss um für mich interessant zu sein. Kurz und knapp: er hatte sich ein Lügennetz aufgebaut aus dem er irgendwann nicht mehr herauskam. Ich habe ihm verziehen.

    Die Treffen mit meinem Ex hatte er aber bis heute nicht verdaut und heute bin ich überzeugt davon, dass er meinem Wort nicht glaubte – und auch nicht vertraute, was mich sehr traurig macht, da ich die ehrlichste Haut bin überhaupt.

    Wow..

    Tut mir leid für diesen ewig langen Text, aber ich glaube man erkennt dass ich mir gerade alles von der Seele schreibe – und ich das Verlangen nach Austausch habe.

    Was ich definitiv will: mindestens 6 Monate eine Auszeit von der Männerwelt. Ich habe das Gefühl, dass durch den „Jahrestag“ der Trennung von damals in den nächsten Tagen alles wieder hochkommt, denn die eine Beziehung ging direkt in die nächste – alles hängt irgendwie zusammen und ist miteinander verbunden.

    Ich will mir klar werden über meine Gefühle und ob ich den Mann mit Tochter tatsächlich so sehr liebe dass ich ihn auch in 6 Monaten nicht aus meinem Kopf bekomme.

    Ich will alles einfach verarbeiten und dann soll das kommen was eben kommen wird. Ich habe in meinem Kopf, dass ich die Flinte trotz allem nicht ins Korn werfe was diese Beziehung angeht – aber vielleicht MUSS ich das aber auch weil es für das Problem „Stiefmutter“ / „Eifersucht auf die Tochter“ / „Zukunftsmusik und Anstrengende Wochenenden“ einfach keine Lösung für mich gibt?

    Ich hoffe hier auf Antworten, Gespräche und vor allem eines: Verständnis! Ich bin 29 Jahre alt und nicht auf den Kopf gefallen. Eine Beziehung ist mir mehr als wichtig – sonst hätte ich es damals nicht 12 Jahre mit meinem Ex ausgehalten bis er mich letztlich betrogen hat.
    Ich habe auf irgendeine Weise kein Verständnis für meine Gefühle und schäme mich dafür, dass ich SO auf ein 4-jähriges Kind reagiere. Also auch bitte hier – seid gnädig, ich bin keine Rebschere und habe mich darauf eingelassen und war mehr als beliebt bei der Kleinen.

    Ich danke Euch vielmals – vor allem für das Lesen eines mehr als ausreichend langen Beitrags hier in diesem Forum von dem ich mir erhoffe ankommen zu dürfen.

    Herzlichst,
    Eure Susi

  • #9825

    Patchworld
    Teilnehmer

    Hallo liebe Susi 🙂

    Puhhh… harter Tobak, was du da so schreibst. Und jeder Text ist so angemessen lang, wie es nötig ist, um sich besser zu fühlen.

    Zuerst einmal: Du bist nicht allein. Diese Art von Eifersucht kommt wesentlich häufiger vor, als man sich vorstellen mag. Und: dafür sollte niemand verurteilt werden, es ist menschlich.

    Womit ich das Ganze aber nicht propagieren will… denn da muss man etwas gegen unternehmen, sonst tut das allen Beteiligten auf Dauer nicht mehr gut und deinem Text entnehme ich, dass bereits eingetroffen ist.

    Bevor ich mich jetzt in leeren aufmunternden Worten ergehe, möchte ich dir einfach mal erzählen, wie ich mich so als Vize-Mom fühle. Vielleicht hilft dir das im Nachhinhein, nochmal für dich zu reflektieren, welcher Weg nun der Richtige sein wird.

    Mein Freund (der auch vor laaaaaaaanger Zeit auch meine erste große Liebe war) ist in meinen Augen der großherzigste und harmoniebedürftigste Mensch überhaupt. Trotzdem kracht es regelmäßig… und meist am „Papa-Wochenende“. Er lebt nun seit einem Jahr getrennt von seiner Ex, mit welcher er 9 Jahre zusammen war und eine gemeinsame Tochter von 7 Jahren hat, wir sind recht knapp danach zusammengekommen… ich war allerdings in keiner Weise der Auslöser für die Trennung. Ohne großes Brimborium: Ich liebe ihn, er liebt mich, ich liebe die Kleine, die Kleine liebt mich und sogar mit der Ex gibt’s fast ein harmonisches Miteinander. Warum knallt es also überhaupt?

    Da geht es mir ganz ähnlich wie dir: Mein Mann arbeitet Schicht und wir leben noch in getrennten Wohnungen. Das heißt, wenn es ganz blöd läuft, dann sehen wir uns vielleicht 2x die Woche und eben am heiligen Wochenende, an dem ich allerdings bis vor kurzem noch Sonntags gearbeitet habe… das schränkt die Qualitytime dann nochmals ein.

    Immer wenn seine Tochter da ist, wird ein riesen Theater darum veranstaltet, was wir am Wochenende unternehmen… hauptsache, es ist was geboten. Ich finde das an sich schön, schließlich bin ich auch gerne unterwegs… aber diese Unternehmungen (Kino, Essen gehen, rausgehen und was tolles unternehmen) sind lediglich auf diese „Papa-Wochenenden“ beschränkt. Und hier fängts dann schon an. Gemeinsam mal ins Kino gehen, abends Essen gehen… Fehlanzeige. Es wird mal eher Netflix angeworfen und was zu essen kommen lassen. Kann auch schön sein… aber zeigt mir persönlich eher: Das hebe ich mir für die Zeit mit meiner Tochter auf. Und das tut natürlich weh. Und mit so kleinen Dingen pickst dann der kleine Eifersuchtsteufel, weil das Kind das „bekommt“, was man selbst gerne hätte… Das ist menschlich.

    Vielen fällt es schwer, so etwas nachzuvollziehen, aber was oft nicht mitbedacht wird: es geht nicht darum, dass man das Kind nicht lieb hat… aber trotz allem ist das Kind nicht das eigene und man muss sich als Vize-Mom bewusst sein, dass man diesen Mann nur mit Kind und Kegel dazu bekommt. Die Tochter wird immer die Nummer eins in seinem Herzen sein, und mal ehrlich… haben wir uns das als kleine Mädels nicht auch von unserem Papa gewünscht? Die Exfreundin meines Papas hat meinen Papa damals vor die Wahl gestellt, entweder sie oder ich… und ich habe den Kürzeren gezogen. Diese Erinnerung reicht für mich völlig aus, um meine gelegentlichen Gefühle, dass ich mich zurückgesetzt fühle, einzudämmen. Und trotzdem ist es okay, sie zu haben. Solange man offen und ehrlich darüber sprechen kann und der Partner das auch ernst nimmt… und man gemeinsam Lösungen findet. Das ist mega anstrengend und das wird es auch immer bleiben. Aber wenn mich das kleine Mädel mit den strahlenden Augen anschaut und lächelt und wenn ich meinen Partner ansehe, dann weiß ich: auch wenn ich manchmal eifersüchtig bin, weil er meine Hand nicht hält oder ich auf der Couch nur daneben sitze, wenn die beiden kuscheln oder wenn ich auf dem Spielplatz auf der Decke zurückbleibe, während die anderen beiden toben… die beiden sind es wert. Ich gönne mir diesen Moment der Eifersucht, aber das versuche ich, nicht an den beiden auszulassen. Gelingt mal gut, mal weniger… aber wir arbeiten dran. Das erfordert vor allem eines: Verständis und REDEN, REDEN, REDEN. Und auch Genügsamkeit – die Kunst, mit Netflix und Salat aus der Plastikbox glücklich zu sein, ist nicht jedem gegeben. Da hilft es aber, einmal im Monat ein richtiges „Date“ zu haben und all das nachzuholen, was im Alltag zu kurz kommt.

    Das waren jetzt weniger Tipps, aber ich hoffe, ich konnte dir trotzdem ein bisschen helfen und dir einfach zeigen: du bist nicht allein.

    UND: auch wenn es hart ist… es wird irgendwann auch wieder anders. Am Ende sind du und dein Expartner dafür verantwortlich, dass alle Beteiligten in ein paar Jahren sagen: Patchwork war die beste Entscheidung meines Lebens.

    Viele Grüße,

    Patchworld

  • #9826

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Liebe Susi!

    Ich finde es gut, dass du selbst erkannt hast, dass du eifersüchtig bist, und dass du die Konsequenzen gezogen hast. Das schaffen nicht alle von sich aus.

    Ich will dir ein paar Gedanken mitgeben, die mir beim Lesen deines langen Textes kamen.
    Du stellst es so dar, dass du in eine Beziehung hineingerutscht bist, dass es einfach passiert ist. Mach dir bitte klar, dass das nicht so ist. Ihr habt euch beide für diese Beziehung entschieden. Klar, du wusstest nicht, was dich erwartet, und mit welchen Gefühlen du rechnen musst. Das kann man dir nicht vorwerfen. Auch nicht, dass du dich trotz der schweren Rahmenbedingungen auf ihn eingelassen hast. Aber „hineingerutscht“ und „ist passiert“ ist so passiv, und es wirkt ein klein bisschen wie eine Entschuldigung. Das braucht es aber mMn nicht. Du hast dich für eine Beziehung entschieden, die dann aber doch nicht klappte.

    So, jetzt zu deinem Ex – dem aktuellen. Du wolltest dir mit dem Kind-kennenlernen Zeit lassen, und er bestand auf „von Anfang an“ – finde ich schäbig. Euch beiden gegenüber. Wir schreiben hier oft von „Grenzen akzeptieren“, und das hat der Mann in dem Fall definitiv nicht!

    Ich kann mir auch nicht erklären, weshalb er dachte, es sei eine tolle Idee, sie immer bei euren Treffen dabei zu haben. So wie ich dich verstehe, sind eure Wochenenden immer mit den Besuchswochenenden zusammengefallen? Dass du das überhaupt mitgemacht hast – ich kanns nicht fassen!
    Das soll jetzt echt kein Angriff sein, aber ich bin einfach entsetzt, was du dir hast bieten lassen. Hattet ihr jemals wirkliche Paarzeit – ohne diesem Kind? Hast du das mal so, ganz sachlich angesprochen?
    Tut mir echt leid, aber der Typ ist einfach nur das Letzte! Dir und eurer Beziehung mutet er zu, dass es absolut Null Pärchenzeit gibt, immer ist das Kind dabei. Und dem Kind nimmt er von heute auf morgen seine exklusive Papa-Zeit, stellt sie vor die vollendete Tatsache, dass sie ihn jetzt auch teilen muss? Das ist für alle, außer für ihn ganz schrecklich!

    Natürlich ist es schlimm, als erwachsene Frau auf ein kleines Kind eifersüchtig zu sein. Aus deiner Erzählung heraus ist es aber verständlich. Und ich will dir nicht raten, zurück zu stecken.

    Ich will dir raten, deine Grenzen kennen zu lernen, und klar dazu zu stehen. Kommuniziere ganz klipp und klar, was für dich geht, und was nicht geht. Zu Partnerschaft gehört auch dazu, mal den Partner nur für sich allein zu haben – und einer der dann was von „nur im Doppelpack“ oder „du magst mein Kind nicht“ schwafelt, sollte dir gestohlen bleiben können. Die sind nicht an der Hüfte zusammengewachsen, und wenn ihm wirklich was sowohl an der Beziehung, als auch am Kind liegen würde, würde er entweder seine Arbeitszeiten umorganisieren, sich um einen Besuchstermin unter der Woche kümmern, usw usf. Möglichkeiten gäbe es genug.

    Ich würde ganz sicher nicht „zusammenkneifen, zurückstecken und reden“ und Patchwork ist ganz sicher nicht die Beste Wahl. Dein Plan, mal alleine auf die Beine zu kommen ist gut. Nimm Abstand, verarbeite die letzten beiden Beziehungen, und bitte lass dich nicht von dem Typen bequasseln. Bleib da wirklich bei dir und deinen Bedürfnissen. DU bist die einzige, die auf deine Bedürfnisse achtet – er hat sie die letzten Monate mit Füßen getreten!
    Und falls du dich in ein paar Monaten wieder auf einen Mann mit Anhang einlassen solltest, dann schau dir bitte gut an, wie er mit dem Kind umgeht, wie er mit der Ex umgeht und über sie redet, ob er deine Grenzen respektiert, und auch deine Bedürfnisse im Blick hat. Ich würde die Latte für Ex-Väter aber sehr sehr hoch anlegen – da müsste schon sonst alles absolut perfekt sein, und dann eben die angeführten Punkte auch noch passen.

    Alles Gute…(magst du mir vielleicht verraten, in welchem anderen Forum du so angegriffen wurdest? gerne auch per pn. Ich würds einfach nur gern lesen, und vielleicht kann ich dir die ein oder anderen „Argumente“ auch entkräften)

    • #9828

      Pinocchio
      Teilnehmer

      Liebe Susi
      Ich finde es gut, dass du am Abschliessen der alten Beziehung gearbeitet hast und sagst, nun abgeschlossen zu haben, aber ER muss ja seine Beziehung auch abschliessen! Schreibe ihm einen Brief und erkläre ihm darin, dass ihr beide die Beziehung abschließen müsst, bevor ihr etwas Neues beginnt.

      Wegen deiner Eifersucht: dein Ex hat dich betrogen und nun liegt dein Neuer mit jem engumschlungen im Bett. Was macht das mit dir? Ist doch verständlich, wie du dann fühlst!
      Lass die Eifersucht und Wut zu! Beisse ins Kissen, schlag rein und sei dir bewusst, dass es die Wut auf den Ex Nr.1 ist! Stell ihn dir bildlich vor und sag es ihm mit dieser Wut und Eifersucht und Trauer. Stell dir vor wie ihr euch dann umarmt und vergebt.

      Dann kannst du eine neue Beziehung zu einem Mann eingehen-mit oder ohne Bonus. Oder sogar zum Ex Nr.2 zurück? Aber dann muss er unbedingt seine Exbeziehung abschliessen. Das hat er noch nicht.

  • #9827

    Lacalma
    Teilnehmer

    Hallo Susi,

    es klingt auch so, als wäre dir die Beziehung in anderer Hinsicht nicht recht, so dass das Kind eher als kleineres Problem wirkt, bei einem Mann, der stark klammert und du dir zunächst auch nicht wirklich über deine Gefühle ihm gegenüber klar war.

    Ich finde es auch nicht ideal, wenn man Kinder unbedingt gleich kennenlernen muss, wenn man sich als Paar eigentlich noch beschnuppern will. Als ich meinen heutigen Mann kennengelernt habe – und wir haben beide 2 bzw. 1 Kind in die Beziehung gebracht – war es mir aber auch wichtig, SOFORT zu sehen, wie mein Mann mit meinem Kind umgeht, denn ein Mann, der mit meinem Kind nicht klar kommt, wäre Zeitverschwendung.

    Was mir auffällt – warum würde ein Mann von seinem Kind 370km weit wegziehen? Ich weiß nicht, ob es in deinem Plan steht, einmal Kinder zu bekommen, aber wenn dem so wäre und du und der Vater würdet euch trennen – fändest du das anständig von ihm, dann fast 400 km weit wegzuziehen und nur jedes 2. WE präsent zu sein? Ich nicht. Falls mein Mann und ich uns trennen sollten, würde ich von ihm erwarten, die Kinder (auch das, welches ich in die Beziehung gebracht habe und für das er die Vaterrolle übernommen hat) regelmäßig zu nehmen, an Elternabenden/Klassengesprächen teilzunehmen, im Alltag auch Mal präsent zu sein und die Kinder auch Mal spontan zu nehmen, sollte es wichtig sein für sie. Und das würde er auch wollen – nur weil die Beziehung keinen Bestand hat, heißt das ja nicht, dass man die Kinder aufgibt. Ein Mann, der 400km weit weg ist, kann doch im Alltag gar keine Rolle mehr spielen. Du hast jetzt die Chance zu sehen, was für ein Vater dieser Mann auch für euer Kind wäre! Für mich wäre so ein Mann auf jeden Fall nichts.

    Ein Kind liegt mit 4 Jahren eben noch sehr oft im Bett, auch wenn manche Eltern behaupten, das wäre nicht so – mag auch sein – aber es ist noch in einem ganz normalen Bereich. Meine Kinder sind auch erst mit 5 Jahren ganz aus unserem Bett ausgezogen. Mein Mann hat da am Anfang auch oft gestöhnt über das Kind in unserem Bett – aber um ehrlich zu sein – dann sag ihm eben: trag doch das Kind ins Bett, dann ist es romantischer … oder so etwas – man muss sich auch äußern – und nicht erst wenn es zu spät ist, sondern in Ruhe bestimmte Dinge ausdiskutieren und die Standpunkte darstellen, dann versteht man sich vielleicht besser. Für ihn ist ein schlafendes Kind am Rande eben kein „Fremdkörper“ .- für dich natürlich schon noch – also wäre die Lösung, sobald das Kind schläft, dieses wegzutragen. Einen Vater der im Schlaf sein Kind umarmt, kann man sich übrigens auch einfach drankuscheln, er dreht sich dann oft auch um 😉 – selbst getestet 😉

    Was mir auch auffällt – du hattest bei der Umzugsgeschichte schon einen Plan im Kopf, wie er/ihr dann die Umgangswochenenden regeln sollt. Natürlich kommen ihm als kostengünstigste Variante seine Eltern in den Kopf, die ja dann auch die Gelegenheit haben, die Enkelin zu sehen? Wie wäre es denn, wenn du Ruhe brauchst der Kompromiss: er fährt einmal im Monat alleine, dann gibt es reine Enkel/Kinderzeit und du hast deine Ruhe. Und einmal zusammen in ein Airbnb? Warum möchtest du jedes zweite Wochenende 400km x 4 = 1200km (!!! -wie gesagt, heftige Strecke um eine gute Beziehung zum Kind aufrechtzuerhalten) fahren, um dann in einem Airbnb deine „Ruhe“ zu finden, während aber auch der rare Umgang deines Freundes mit seinem Kind stattfinden soll? Das klingt doch, als wäre es zum Scheitern verurteilt. Wenn man einen Mann mit Kind hat, der eh nur jedes 2. WE sein Kind sieht, muss er sich dann ja schon auch auf die Bedürfnisse des Kindes konzentrieren, natürlich nicht nur.

    Mein Mann und ich hängen auch gerne Mal nur „ab“, wenn wir Mal keine Kinder an der Backe haben, was zugegebenermaßen fast nie der Fall ist – wenn man sonst entweder arbeitet oder Kinder bespaßt, freut man sich auch sehr auf ruhige Momente mit dem Partner – wenn man noch keine Kinder hat, unternimmt man lieber oft etwas – das kenne ich auch, auch da kann ein Kompromiss helfen.

    Ich finde man sollte immer im Kopf behalten, gerade wenn man noch einen Kinderwunsch hat in der Zukunft: der Vater, der der Mann jetzt für seine Kinder ist, wird er auch für deine potentiellen Kinder mit ihm sein.

    Viele Grüße
    Lacalma

    • #9835

      Blackpearl
      Teilnehmer

      Hallo Lacalma,

      ich stimme dir zu, dass „ein Mann, der 400km weit weg ist, doch im Alltag gar keine Rolle mehr spielen kann.“

      Warum mein Freund 500 km zu mir gezogen ist und trotzdem kein Rabenvater ist?

      Zum einen gab es auch vor dem Umzug keinen Alltag mit dem Kind. Die 14 Tage Wochenendregelung wurde strikt eingehalten. Auch als die Mutter 2 Wochen im Krankenhaus war, durfte Papa das Kind nicht betreuen. Deine Einstellung dazu ist super! Wenn die Ex nicht mitmacht (wie hier allzu oft), Pech gehabt.

      Zum zweiten will er sich mit mir eine neue Familie aufbauen. Ich wäre auch nicht zu ihm gezogen, denn mein Traumjob ist HIER. Mit den Jobs in seiner Stadt wäre ich nie im Leben glücklich geworden. Da verstehe ich Susi sehr gut.
      Er weiß selbst, dass er „nichts von seinem Kind hat“ (Dank Punkt 1) und möchte daher mit mir eine neue Familie gründen.

      Wegen der Entfernung fahren wir nur alle 4 Wochen, nehmen dann aber ein verlängertes Wochenende. Das klappt so seit 3 Jahren super. Das muss nicht bei jedem so gut funktionieren, aber wenn der Wille da ist, dann geht das und wird nicht weniger.

      Allerdings werden auch wir von seinen Eltern beherbergt. Ich finde es jetzt auch nicht so dolle, aber er ist zu mir gezogen, also muss auch ich Abstriche machen.

      Viele Grüße

      • #9837

        LillyChantilly
        Teilnehmer

        Aber so wie ich das verstanden habe, ist der Fall hier doch anders. Dieser Mann „hat doch was von dem Kind“.
        Susi schrieb doch, dass „er das Kind über alles liebt“. Außerdem hat er es alle 2 Wochenenden UND 2 Tage unter der Woche (der Eingangspost war echt viel Text – auch das hab ich erst beim Nachlesen gesehen)

        Mein Mann will auch mit mir eine neue Familie gründen, und sagt auch, dass er vom alten Kind nichts hat. Dort ist aber die Ex mit dem Kind weggezogen, und seitdem hat er nichts mehr von ihrem Kind.

        Wenn das Verhältnis gut, und der Kontakt häufig ist, kann ich nicht verstehen, weshalb der Mann wegen einer Neuen so weit weg ziehen würde.

      • #9873

        Lacalma
        Teilnehmer

        Hallo Blackpearl,

        ja, das verstehe ich in eurem Fall natürlich! Wenn man sich eh strikt an das 14-tägige Besuchsrecht halten muss etc. dann ist das ein anderer Fall. Im positiveren Fall ist man aber als Elternteil noch präsenter, hat sein Kind vielleicht auch einmal zwischendrin und geht auch zu Elternabenden, hat das Kind an Feiertagen und Familienfeiern etc. etc. – es gibt auch Schulfeste usw.

        Wir haben die Kinder auch nur alle 14 Tage, aber es sind sehr flexible Zeiten dennoch möglich und die Kindern verpassen auch nie unsere oder die Geburtstage der Geschwister und verbringen jetzt, wo sie mal größer sind, auch mal spontan einen Ausflug oder Abend spontan bei uns. Alles unmöglich bei großen Entfernungen.

        Im Grunde kann man einiges auch gegen den Willen einer unwilligen Mutter durchsetzen, aber das macht halt auch keinen Spaß. Gerichte geben regelmäßig mehr als den 14-tägigen WE Umgang, sondern normalerweise auch noch einen Werktag sowie die hälftigen Ferien, wenn gewünscht. Aber – wer will schon durch tausend Instanzen und das alles dann auch noch durchsetzen. Wobei je älter die Kinder werden, desto unwichtiger wird auch die Mutter – wir stimmen uns mittlerweile mehr oder weniger eigenständig mit den Kindern ab und checken nur nochmal ob es klar geht mit der Mutter – wobei sie uns die Kinder zu jeder Zeit „aufs Auge drücken“ würde 😉

        Also ja – es gibt solche und solche Fälle – aber ein Vater, der 400 km von seinem Kind wegzieht, und das relativ kurz (innerhalb 1-2 Jahren) nach der Trennung, und nach der Beschreibung mit einem engen Verhältnis zum Kind…das ist mir erstmal suspekt.

  • #9829

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Hallo Susi

    Für mich liest es sich,als wäre ihr beide zu schnell und übereilt in diese Beziehung eingestiegen. Und das ohne Rhytmus mit Kind.

    Irgenwie hat keiner von euch wirklich die Bedürfnisse des Kindes oder eure auseinandergehalten und klare Grenzen gesetzt.

    Ihr habt zwar drüber geredet aber keiner von euch hat Tatsachen geschafft.

    Was mir beim Lesen auffällt und ist nur eine Vermutung von mir,aber Kinder haben oft Alpträume wenn sie abends keinen festen Rhythmus haben und vorm Tv einschlafen. Es zieht eine Unruhe mit sich und ein plötzlicher ortswechsel damit können viele Kinder nicht umgehen wenn sie an einem anderen Ort aufwachen als das sie eingeschlafen sind.

    Solltet ihr euch villeicht doch noch zusammen raufen solltet ihr kläre Grenzen für euch und das Kind festsetzen. Abends würde ich drauf bestehen das das Kind vill Max noch 20 min tv gucken darf und dann von Papa im eigenen Bett mit Gute Nacht Geschichte und kuscheln in den schla f begleitet wird. Und das sollte auch konsequent so gehalten werden. Wenn ihr das drin habt kann man iwann auch mal Ausnahmen machen.

    Ich kann es auch gut nachempfinden das man nicht mit einem „fremden“ Kind das Bett teilen möchte. Hier könnte helfen das ihr dann sagt das das Kind erst ab 5 uhr zb zu euch darf. Davor muss Papa dann das Kind wieder im eigenen Bett in den schla f begleiten. Hierzu kann man dann ein Nachtlichr zur Hilfe nehmen. Was einen Timer hat. Leuchtet es um 5 Uhr dann grün weiss das Kind jetzt dürfte es zum kuscheln rüberkommen.

    Ich glaube ihr habt euch aber allgemein übernommen,er sowie du mit deinen Vorstellungen. Es ist schon hart für den Papa das er soweit dir zuliebe wegziehen würde um dann eigentlich zu wissen,das dir keine l ösung passt drüben. Zumal wenn er soweit wegwohnt,würdest du dann definitv an den kinderwochenende zurückstecken müssen was dann eigentlich ok wäre. Aufgrund der Entfernung.

    Mein Rat aber an dich wäre:Bleib erstmal Single. Geniesse erstmal dein Leben und verarbeite die Trennungen. Suche nicht.
    Die Liebe wird sich wieder finden wenn du soweit bist und gar nicht danach suchst.
    Und vermutlich einen Partner ohne Kind mit dem du erstmal die Nummer 1 bist und dann gemeinsam Kinder bekommen kannst und ihr gemeinsam reinwachsen könnt.

  • #9831

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Dass er so weit von seinem Kind wegziehen würde habe ich in der gestrigen Wall-of-text überlesen.
    Bestätigt aber meine Meinung, dass der Typ entbehrlich ist.
    Er soll froh sein, dass er in der Nähe seines Kindes ist, und ihm der Umgang nicht schwer gemacht wird. Wegziehen würde nur den Kontakt erschweren, und über kurz oder lang einschlafen lassen. Anfangs wird er wahrscheinlich tatsächlich noch alle 2 Wochen die weite Strecke fahren. Das wird dann irgendwann weniger werden, weil es weit ist, anstrengend ist und teuer ist. Ich weiß wovon ich rede – aber bei uns ist die Exfreundin weggezogen.

    Jetzt stell dir mal vor, der macht das dir zuliebe! In spätestens einem Jahr bist du „Schuld, dass ich mein Kind so selten sehe“. Willst du dir das wirklich antun? Könntest du damit umgehen, der Grund zu sein, dass die beiden, die offenbar eine gute Beziehung haben, sich nicht mehr regelmäßig sehen könnten?
    Und willst du wirklich einen, der für eine neue Freundin sein eigenes Kind verlässt? Was du jetzt siehst, ist, was du selbst bekommst.

    Übrigens wird das „riesen Theater“ um das Kinderwochenende noch riesiger, wenn er dort extra hinfahren muss, und in einem Hotel oder Ferienwohnung gar keinen normalen Alltag bieten kann. Auch da weiß ich wovon ich rede.
    Was hätte in eurer Konstellation dagegen gesprochen, dass du zu ihm ziehst?

    Ich bleibe aber trotzdem bei dem Rat, dass du erst mal alleine bleiben solltest.

  • #9839

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Susi,

    hier wurde ja jetzt schon sehr viel geschrieben und ich stimme den meisten hier zu und werde das daher nicht weiter ausführen.

    Ich persönlich halte deine Entscheidung der Trennung für absolut vernünftig und richtig an dem Punkt an dem ihr gerade seid. Oft entscheidet sich eben erst nach wegfallen oder verblassen der rosaroten Brille ob eine Beziehung tatsächlich Bestand hat oder nicht.

    Finde Zeit und Ruhe für dich, diese beiden Beziehungen jetzt zu verarbeiten und ich bin sicher, es findet sich eine neue Liebe, die bestenfalls bereits vor Ort wohnt ;-). Man sagt ja nicht umsonst, man braucht in etwa die Hälfte der Beziehungs-Zeit um eine Trennung zu verarbeiten und auch dass nach einer langen Beziehung oft eine kürzere „Übergangsbeziehung“ kommt. Ich hoffe natürlich nicht, dass du 6 Jahre brauchst um Beziehung 1 zu verarbeiten, aber insgesamt kannst du dir auch durchaus etwas mehr als 6 Monate geben…Hattest du mal geschrieben wie alt du bist? Bist du denn schon im unbewußten Zeitdruck bezüglich eigene Kinder und biologische Uhr (tick tack)???

    Vielleicht kurz zu meiner Vergangenheit… ich war mit meiner Jugendliebe insgesamt glaube ich 7 Jahre (?) zusammen, mit Trennungen zwischendrin…am Ende waren wir verlobt und ich habe mich dennoch getrennt. Ich habe tatsächlich gut 5 Jahre gebraucht bis ich wieder eine echte Beziehung eingegangen bin (mit meinem derzeitigen Partner) und auch da waren die ersten 2 Jahre noch eher locker und keiner von uns hat sich 100% eingelassen… mittlerweile sind wir 9,5 Jahre zusammen, bekommen das zweite gemeinsame Kind und sind nach wie vor glücklich. Und ich kann von mir sagen, ich habe diese Zeit gebraucht. Klar gab es in den 5 Jahren andere interessante Männer, aber eine Beziehung ist nie draus geworden und ich weiß jetzt auch warum… es war einfach mein Weg mit meinem Partner zusammenzufinden und der mich letztlich zu einem sehr glücklichen Menschen hat werden lassen :-).

    Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen für die kommende Zeit und alles gute für die Zukunft!

    LG Daka.

    P.S. Noch als Abschluss: Sieh es nicht als persönliches Scheitern an mal keinen Partner zu haben, sondern als die freie Wahl die du als Frau heute hast – lieber alleine glücklich als gemeinsam einsam…

  • #9855

    Pumpkin
    Teilnehmer

    Liebe Susi,

    anderes Thema, noch eine Antwort von mir.

    Meine Interpretation deiner Geschichte ist die Folgende: Ihr habt euch zu Beginn keine Gelegenheit gegeben, eine Paarbeziehung aufzubauen. Keine stundenlangen Waldspaziergänge, in denen man über alle Themen der Welt reden konnte, kein sich-als-Paar-Einspielen, und so weiter. Es klingt für mich so, als ob ihr zwar verliebt seid oder wart und dies durchaus ausgekostet habt, dabei jedoch kein Fundament für eine Beziehung aufgebaut habt. Weil eben die Tochter immer dabei war. Du schreibst in einem anderen Beitrag, dass ihr es vielleicht doch noch hinzubiegen versucht. Solltet ihr euch dafür entscheiden, nehmt euch viel Zeit zu zweit, am besten draußen an der frischen Luft (wo man nicht so schnell in der Kiste landet und dann wieder nicht über Kindheitserinnerungen geredet hat ;-)). Ich verstehe, dass das mit Entfernung und Kind schwierig ist. Aber ich halte es für unabdingbar.

    Was die schnelle Abfolge der Beziehungen angeht, so stimme ich zu, dass das oft problematisch ist. Aber es kann gut gehen. Mein Partner war 11 Jahre mit seiner Ex zusammen, wir wurden zweieinhalb Wochen nach der Trennung ein Paar. Bei mir wars kürzer, meine Exfreundin und ich waren nur zwei Jahre ein Paar, dafür lag auch nur eine Woche zwischen ihr und ihm. Wir hatten eine kurze, aber intensive Freundschaft, bevor wir uns verliebt haben. Dadurch, dass wir eh gebunden waren (haha), wurde natürlich auch viel über die jeweilige Partnerschaft geredet. Von den Familienverhältnissen bis zur „Performance“ im Bett weiß ich wirklich, wirklich viel über seine Ex (zum Glück nix Gutes ;-)). Das hat mit dem gegenseitigen Verliebtheitseinverständnis natürlich nicht aufgehört, man verschweigt ja nicht plötzlich Themen, die vorher ganz normal waren. So mussten wir den Spagat schaffen zwischen sich als Freunde im Trennungsschmerz unterstützen und gleichzeitig als Paar eine Liebesbeziehung aufbauen. Aber es hat sich gelohnt, zweieinhalb Jahre später sind wir glücklich wie eh und je, haben eine sehr gute Gesprächsbasis und sind stolze Besitzer einiger Ultraschallbilder eines kaum 2cm großen Würmchens :-).

    Alles Gute!
    Pumpkin

    • #9876

      Daka
      Teilnehmer

      Liebe Pumpkin,

      auch von mir noch herzlichen Glückwunsch zum Bauchzwerg…dann sind wir ja jetzt im Forum schon zu zweit 🙂

      LG Daka.

  • #9861

    Kaktus258
    Teilnehmer

    Pumkin, alles Gute!!! 🙂

    • #9864

      Pumpkin
      Teilnehmer

      Dankischön 🙂

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