Wechselmodell aber nur die Mutter bestimmt die Regeln!

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Crazymum vor 1 Jahr, 4 Monate.

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    Crazymum
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    Hallo zusammen!
    Ich bin hier NEU . obwohl ich seit Jahren die „böse Stiefmutter“ bin! Ich habe zwei eigene Kinder, die allerdings je 10 Jahre älter sind, als meine Stiefkinder, und damit bereits auf eigenen Beinen stehen. Mit den Kindern untereinander gibt es keine Probleme, ganz im Gegenteil! Besonders meine Tochter ist eine gute Vertraute und Beraterin für die KLEINEN. Wir werden jetzt zum ersten Mal alle gemeinsam (zzgl. meiner Schwiegertochter in Spe) das Weihnachtsfest zusammen im Ausland verbringen. Gott sei Dank bin ich auch nicht wirklich die böse Stiefmutter, denn ich habe zu meinen Stiefsöhnen (13 und 15) ein gutes Verhältnis! Besonders zu dem Großen, der mir all seine kleinen und großen Geheimnisse anvertraut. Der Kleine ist unser verschlossener Geheimniskrämer. Er war erst knapp 8 Jahre als ich in sein und das Leben der restlichen Familie getreten bin, und er kann sich an ein Leben ohne mich nach eigenen Aussagen gar nicht mehr recht erinnern, aber er ist trotzdem bei weitem nicht so zutraulich wie sein großer Bruder. Leider auch nicht gegenüber seinem Vater!
    Seine Mutter hatte plötzlich und bis heute für meinen Mann unverständlich die Trennung erklärt und fortan ihr zu dem Zeitpunkt bestehendes „Verhältnis“ auch öffentlich gelebt. Mein Mann sollte nach Ihren Wünschen alleine weiter leben, denn ZITAT:“ Eine fremde Frau bei meinen Kindern, kann ich nicht ertragen“!
    Ich erschien erst nach der Trennung, allerdings relativ kurz nach der Trennung, auf der Bildfläche.
    Kurz zu meiner Vorgeschichte: Ich habe, für ihn ebenfalls unverständlich, meinen EX-Mann verlassen, als meine Kinder knapp 16 und 18 Jahre alt waren. Gründe dafür gab es genug, aber da ich Entscheidungen getroffen habe, mit denen ich leben kann, wird darüber nicht gesprochen. Auch meinen Kindern zuliebe, das habe ich ihnen versprochen. Mein Sohn blieb zunächst bei seinem Vater (weil ZUHAUSE), meine Tochter kam, nach ihrem Auslandsjahr, das kurz nach der Trennung begann, mit mir!
    Meine Tochter und ich hatten einmal eine recht schwierige Zeit miteinander, aber inzwischen ist unser Verhältnis wieder so gut, liebe- und vertrauensvoll wie früher. Mein Sohn (der Ältere) hat die Trennung sehr viel schwerer genommen und unser Verhältnis ist noch lange nicht wieder als stabil zu bezeichnen, auch wenn er nun sehr regelmäßig Kontakt hält und im letzten Sommer auch mit dem älteren Sohn meines Mannes seine Schwester im Ausland besuchen wollte. Diese Reise wurde allerdings mit fadenscheiniger Begründung von der KM vereitelt. Übrigens ist mein Sohn ausgebildeter Kinderkrankenpfleger, hat seit seinem 16. Lebensjahr den Jugendgruppenleiterschein und seit dem immer Kinder betreut, aber in IHREN Augen ist er kein zuverlässiger Reisebegleiter für ihren Erstgeborenen! Der Schmerz ihres Sohnes gleitet an ihr scheinbar rückstandslos ab.
    Und nun komme ich langsam zu dem Thema, das mich hier ins Forum getrieben hat.
    Wir leben das Wechselmodell, die Jungs wechseln wöchentlich immer am Freitag.
    Der Kleine benötigt immer zwei bis drei Tage bevor er bei uns angekommen ist und überhaupt mit uns kommunizieren kann, und auch die Kindsmutter hat bereits einmal schriftlich bemerkt, dass er immer erst so traurig wirkt. Der Große hat, pubertär bedingt, ganz arge Konflikte mit seiner Mutter, die nach seinen Aussagen recht häufig in Schreien und mit Tränen bei ihr enden. Bei uns ist es so gar nicht, weder mit meinem Mann noch mit mir. Wir versuchen nun seit weit über einem Jahr an den Modalitäten des Wechselmodells etwas zu ändern: a) Änderung des Wechseltages von Freitag auf Montag, Dienstag, Mittwoch – der Freitag ist sehr, sehr schlecht, weil man keine gemeinsamen Wochenendunternehmungen planen kann und weil der Große an dem Tag nun auch noch 8 Schulstunden hat, dann nur zum Umziehen nach Hause kommt, um zum Sport zu fahren und danach seit fast 2 Jahren nur kurz duscht und dann in die Tanzschule entschwindet. So bleibt manchmal (wir haben auch noch zwei Hunde die auch mal raus müssen) oft kaum die Zeit uns zu begrüßen und Freitag ist der einzige Wochentag an dem mein Mann ganz sicher nicht rechtzeitig zuhause sein kann (denn er hat einen sehr verantwortungsvollen Job und muss die zu erledigenden Arbeiten für das Wochenende vorbereiten) und b) wöchentlichen Wechsel verändern auf zwei-, drei- oder am liebsten vierwöchentlich, damit besonders der Kleine auch mal wirklich angekommen ist, ohne gleich darauf wieder weg zu müssen (er leidet besonders unter den Abschieden), aber auch damit innerhalb des Haushaltes für alle Beteiligten mehr Raum und Zeit entsteht (nicht mehr jeder Donnerstag damit drauf geht, zu packen und die Sachen in den anderen Haushalt zu bringen – die Kinder gehen dann Freitags nach der Schule in den vorab so bestückten Haushalt), auch um mal Probleme oder Konflikte auszuleben, und nicht auszusitzen, nach dem Motto: Was willst DU? Morgen bin ich doch eh erstmal weg!
    Immer behauptet die Kindsmutter, sie könne beruflich keinen anderen Rhythmus finden, aber sie lässt die Kinder seit geraumer Zeit auch bei dem jetzigen Rhythmus sehr viel alleine! Jetzt kommt dann auch der Kleine in „ihren“ Wochen bei uns vorbei, weil er „Zuhause“ so alleine ist. Und außerdem haben die Jungs bereits seit der Trennung immer deutlich mehr Zeit bei meinem Mann und später dann eben bei uns verbracht, weil die KM mal wieder (immer angeblich beruflich bedingt) keine Zeit hatte. Nach der Trennung hatte mein Mann allerdings von mehreren Seiten erfahren, dass ihre „beruflichen“ Reisen oft nur vorgetäuscht waren und sie ihm mindestens in den letzten 3-5 Ehejahren mehrfach „Hörner“ aufgesetzt hatte.
    Das nächste Problem, dass wir bei dieser Gelegenheit (mein Mann war nun auch das erste Mal beim Jugendamt) der Änderung der Verweildauer auch mit anpacken wollen, ist das Finanzielle: Die Kindsmutter verdient, da sie auch schon zu den Ehezeiten mehr Zeit in die Karriere (mit der Unterstützung durch den KV, der ein Vater aus Leidenschaft ist, und ein ganz toller, wie ich betonen möchte) investiert hat, sehr viel mehr Geld, als mein Mann. Bevor sie ihre Wochenstunden erhöht hat (vor ca. 2,5 Jahren) verdiente sie bereits halb mal so viel wie er. Aber Sie besteht darauf, dass alle Kosten für die Kinder je zur Hälfte getragen werden. Auch dann, wenn sie viel zu große, zu teure und öfter auch schon völlig unbenötigte Kleidung anschafft. Instandhaltung der Besitztümer der Jungs (z.B. Fahrräder, Skateboard u.v.m.), Elektrik in den Kinderzimmern in ihrer Wohnung, Arzttermine und andere unangenehme und lästige Besorgungen/Erledigungen bleiben grundsätzlich an uns hängen, dazu hat die KM „leider keine Zeit“! Dafür lässt sie sich aber im gemeinsamen Bekanntenkreis oft als total taffe alleinerziehende Mutter, die trotzdem toll im Job ist, feiern und/oder bedauern, je nach ihrer Gemütslage, und wirft ein Bild auf meinen Mann das völlig unzutreffend ist.
    Sobald mein Mann irgend etwas ändern möchte, oder einen Wunsch bezgl. der Jungs anmeldet (z.B. wollten wir nächstes Jahr in den Sommerferien mit allen unseren Kindern gemeinsam eine große vierwöchige Reise unternehmen) blockt sie ab, antwortet nicht mehr, lehnt pauschal ab mit Behauptungen wie: Wir haben eine Vereinbarung (die allerdings nur sie getroffen und bestimmt und beschlossen hat) und versucht die Großeltern der Jungs (also die Eltern meines Mannes), gern auch mit Halbwahrheiten oder kompletten Lügen, dazu zu bringen, sich bei meinem Mann für ihre Wünsche einzusetzen. So geschehen heute Mittag! 1. Advent! (daztu könnte ich jetzt noch sehr viel schreiben, lasse es aber erst einmal)
    Vor mehr als einem halben Jahr habe ich, nachdem ich den Großen, mal wieder am Boden zerstört bei uns in der Wohnung vorfand, als ich von der Arbeit kam, und er meinte er würde nie mehr zu der ….. gehen, und die ist krank im Kopf, gemeinsam mit ihm einen Termin beim Jugendamt geholt. Seit dem geht er tapfer zu den Gesprächsterminen, aber vor dem letzten musste ich ihn schon sehr überreden, denn nach seiner Aussage passiert dort ja doch nichts, was ihm hilft (ICH WILL NICHT MEHR BEI DER LEBEN – aber ich trau mich nicht ihr das zu sagen, die flippt doch komplett aus)
    Das Jugendamt war das einzige was mir einfiel, denn zu dem Zeitpunkt war mein Verständnis und mein Mitgefühl als auch Mutter gerade total aufgebraucht und ich nicht m ehr ind der Lge ihm neutrale Ratschläge zu erteilen. Und eine schlechte, aufgrund eigener mieser Emotionen (blöde Pute, kann die nicht auch mal an andere Menschen als sich selber denken), Beraterin möchte ich keinem sich mir anvertrauenden Menschen, insbesondere keinem Kind sein.
    So was also tun??? Wie ist es rechtlich? Kann mein Mann verlangen, dass einer der von uns ausgearbeiteten anderen Verweildauervorschläge stattgegeben wird? (Wir haben der KM drei Vorschläge unterbreitet, davon zwei bei denen das Verhältnis 50:50 gewahrt bleibt)
    Können wir gegen den Willen der KM, mit den o.g. Begründungen, von denen alles wahr ist, den Wechseltag ändern.
    Wie ist es, wenn die KM weiter alles boykottiert?
    Eine verzweifelte zweite Ehefrau, böse Stiefmutter – aber auch Familienauflöserin (mit dem Verständnis dafür, dass manchmal eine Trennung, schwierig oder nicht, das Richtige ist – obwohl Kinder leiden

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