Wann hören die Übernachtungen auf?

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Dieses Thema enthält 10 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Daka vor 1 Monat.

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  • #8685

    Clementine
    Teilnehmer

    Hallo an alle,

    Ich würde gerne einmal wissen, wie es bei euch lief. Wann haben die Übernachtungswochenenden aufgehört, sprich, ab wann sind die Besuchskinder nicht mehr zum Übernachten geblieben? Ich spreche nicht von Besuchen, sondern einfach von diesem von Freitag bis Sonntag durchgehend da sein…Mein Mann hat zwei Kinder aus erster Ehe, 15 und 12. Die KM hat einen Partner der weiter weg wohnt, somit verbringen die Kinder die Wochenenden entweder bei uns oder den Großeltern. Allgemein ist die Beziehung zu ihr sehr schwierig, sie ist eine sehr egoistische Person, die sich stets als Opfer darstellt und nie genug bekommt. Normale Gespräche zwischen ihr und meinem Mann sind nivht möglich, wobei mein Mann sich immer Mühe gibt. Sie redet den Vater sowie mich schlecht bei den Kindern, und nach drei Jahren sind die Kinder immer noch verschlossen und eingeschüchtert im Umgang mit mir. Dass ich selber eine introvertierte Person bin und eher unsicher an die ganze Sache rangehe, weil ich oft Angst habe etwas falsch zu machen, liegt an meiner Person. Ich möchte nicht schlecht über die Kinder reden, aber leider gehen sie in vielen Dingen stark nach der Mutter. Sie sind verwöhnt, frech, materialistisch und egoistisch. Sie sind eifersüchtig auf Patenkinder, die wir in einem dritte Welt Land unterstützen, können nichts damit anfangen, wenn man ihnen sag, dass andere Kinder in zB. Afrika nichts zu essen haben und sie doch bitte das Gemüse essen sollen. Das Schlimmste für mich ist aber dass sie eifersüchtig auf unseren gemeinsamen 2 Jahre alten Sohn sind. Ich höre es („Hauptsache xy geht es gut“), ich sehe es (wenn er zu seinem Papa will halten sie ihn zB. auf) und ich spüre ist, denn ich bin seine Mutter. Aus diesem Grund kann ich den kleinen auch nicht sorglos mit den Kindern alleine lassen, auch nicht für einen Moment. Es ist so schade, dass da kein Vertrauen ist. Und dass ich den Charakter der Kinder so sehe, was mein Mann natürlich nicht tut, er liebt sie über alles und für ihn sind es kleine Engel, auch wenn sie ihm offensichtlich ins Gesicht lügen.
    Nun, die Wochenenden verlaufen immer anders, mal ganz ok und mal weniger ok. Die Kinder treffen sich selten mit Freunden, obwohl wir in einem Dorf leben und man mit Rad überall hinkommt. Aber Fahrradfahren ist ja eh zu viel verlangt. Obwohl sie nur zwei Straßen weiter wohnen, muss mein Mann sie immer mit dem Auto abholen, da KM es so will.
    Jetzt erwarten wir nächstes Jahr unser zweites Kind und der ET fällt direkt in die Ferien. Es grault mir so sehr vor dieser Situation, dass es mir Kopfweh bereitet. Mein Mann hat wenig Verständnis für meine Situation. Auch nach der Geburt des ersten Kindes sollten die Kinder unbedingt eine Woche später schon wieder bei uns übernachten. Ich habe schon im Vorfeld mit meinem Mann versucht über die Lage zu sprechen, er versicherte mir, dass ich mir keine Sorgen machen sollte. Da es in diesem Jahr so aussah, dass ich in drei Wochen Sommerferien zwei Wochen alleine mit den Kindern war, da mein Mann kein Urlaub bekam und es in den Herbstferien genau so aussah, nur dass die KM aus einer geplanten Woche kurzerhand entschieden hat, dass die Kinder komplett bei uns bleiben, weil sie einfach mit ihrem Macker in den Urlaub gefahren ist ohne es uns mitzuteilen…an wen blieb das wieder hängen? An mir natürlich…ich will gar nicht zu weit ausholen ich könnte Geschichten erzählen, für die man kein Verständnis haben kann. Aber ich finde, dass es langsam einfach „weniger“ werden kann. Ich habe meinem Mann schon so oft vorgeschlagen dass er sich doch mal mit den Kindern in der Woche treffen kann, Kino, Mecces oder sonst was, aber irgendwie kommt es nie dazu. Ich will nicht falsch verstanden werden. Er soll Zeit mit ihnen verbringen, so viel er mag. Aber sobald das zweite Kind da ist, sieht es auch einfach platztechnisch bei uns ganz anders aus. Ich weiß es hört sich schrecklich an…aber kann man ab nächstes Jahr nicht langsam anfangen, auf gemeinsame Aktivitäten statt Übernachtungswochenenden zu bauen? Wie kann man sowas vorsichtig ansprechen? Mein Mann tut sich schwer damit, versteht aber dass es mit zwei Kindern für mich, besonders in den Ferien, zu viel ist, da er sich einfach nicht so viel Urlaub nehmen kann und da zu sein. Dabei kamen dann halt auch die Wochenenden zur Sprache.
    Wie seht ihr das? Ist das zu hart? Sie können ja trotzdem regelmäßig zu Besuch kommen, für ein paar Stunden, und mit dem Vater Dinge unternehmen. Wäre das ganze Verhältnis nicht so angespannt, wäre es nicht so ein Problem, aber bei der KM muss man schon bei jeder Kleinigkeit damit rechnen, dass sie mit dem JA droht…
    Mein Mann hat via whatsapp beinahe täglich Kontakt zu seinen Kindern, er ist echt prima was das angeht. und doch findet sie ständig etwas, was noch nicht genug ist.

    Danke für Ratschläge und Tips,
    Tine

  • #8690

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Clementine,

    puh, was du schreibst, ist harter Toback…und spricht genau genommen auch ganz verschiedene Themen an…

    Zuerst mal, hab ich das Gefühl, dass du sehr viel Zeit mit den Kindern alleine verbringen musst, weil dein Mann arbeiten muss.
    „Da es in diesem Jahr so aussah, dass ich in drei Wochen Sommerferien zwei Wochen alleine mit den Kindern war, da mein Mann kein Urlaub bekam und es in den Herbstferien genau so aussah, nur dass die KM aus einer geplanten Woche kurzerhand entschieden hat, dass die Kinder komplett bei uns bleiben, weil sie einfach mit ihrem Macker in den Urlaub gefahren ist ohne es uns mitzuteilen…an wen blieb das wieder hängen?“
    Das geht aus meiner Sicht gar nicht. Wenn er keinen Urlaub hat und für die Aufsicht der Kinder zuständig ist, dann muss er sich etwas anderes überlegen. Die Kinder könnten ja z.B. ins Ferienlager oder so fahren (sind ja alt genug!), aber dass du wie selbstverständlich 2 Wochen Babysitter spielen sollst, kann ich nicht nachvollziehen. Und dann das mit den Herbstferien, das heißt die Mutter hat die Kinder dann einfach nicht wieder abgeholt und war im Urlaub? Und auch da hattest du dann zwei Wochen alleine die Kinder „an der Backe“? Ich kann deinen Frust absolut nachvollziehen, du wirst ja auch von vorne bis hinten ausgenutzt. Ich meine klar, du bist ja eh zu Hause, da ist es doch ein leichtes, die großen mitzuversorgen… 🙁

    Zu dem Punkt: „Ich möchte nicht schlecht über die Kinder reden, aber leider gehen sie in vielen Dingen stark nach der Mutter. Sie sind verwöhnt, frech, materialistisch und egoistisch. Sie sind eifersüchtig auf Patenkinder, die wir in einem dritte Welt Land unterstützen, können nichts damit anfangen, wenn man ihnen sag, dass andere Kinder in zB. Afrika nichts zu essen haben und sie doch bitte das Gemüse essen sollen.“
    Ähem, genau das tust du aber gerade. Es ist schnell verallgemeinert und gesagt, in allem was die Kinder schlecht sind, kommen sie selbstverständlich nach der Mutter. Aber ganz ehrlich? Dein Mann hatte auch 12 bzw. 15 Jahre Zeit den Kindern Werte beizubringen…Und mit der Aussage, sie sollen doch bitte das Gemüse essen, weil Kinder in Afrika nichts zu essen haben ist für mich auch etwas sehr weit hergeholt und mich wundert jetzt nicht, dass 12 und 15 jährige darauf max. mit Kopfschütteln und noch mehr Ablehnung gegen Gemüse reagieren. Ich finde es toll, dass ihr Patenkinder in Afrika unterstützt, aber in dieser Überflussgesellschaft in der wir leider leben, ist es aus meiner Sicht für Kinder tatsächlich nicht nachvollziehbar – alleine von Erzählungen – zu verstehen, dass es anderen Kindern viel viel schlechter geht und sie sich schon über eine trockene Schale Reis freuen würden. Und, ganz ehrlich, was soll es denn bitte den hungernden Kindern in Afrika bringen, wenn die Kinder ihr Gemüse aufessen? Klar, man kann den Kindern deutlich machen, die Kinder in Afrika haben gar nichts zu essen und würden sich über eine Portion Gemüse freuen. Aber auch das wird das Gemüse den Kindern nicht näherbringen oder sie gar davon überzeugen es zu essen. Auch da ist sicherlich schon viel früher was schief gelaufen…bzw. vielleicht mögen sie auch wirklich einfach kein Gemüse. Ist für das Teenageralter ja nicht komplett unnormal.

    Nun zum Thema Eifersucht:
    „Das Schlimmste für mich ist aber dass sie eifersüchtig auf unseren gemeinsamen 2 Jahre alten Sohn sind. Ich höre es („Hauptsache xy geht es gut“), ich sehe es (wenn er zu seinem Papa will halten sie ihn zB. auf) und ich spüre ist, denn ich bin seine Mutter. Aus diesem Grund kann ich den kleinen auch nicht sorglos mit den Kindern alleine lassen, auch nicht für einen Moment. Es ist so schade, dass da kein Vertrauen ist.“
    Warum hast du kein Vertrauen, haben sie dem Kleinen denn schon mal irgendwas getan, was das begründen würde? Was du schreibst:
    „Er soll Zeit mit ihnen verbringen, so viel er mag. Aber sobald das zweite Kind da ist, sieht es auch einfach platztechnisch bei uns ganz anders aus. Ich weiß es hört sich schrecklich an…aber kann man ab nächstes Jahr nicht langsam anfangen, auf gemeinsame Aktivitäten statt Übernachtungswochenenden zu bauen? Wie kann man sowas vorsichtig ansprechen?“
    Das hört sich nicht nur schrecklich an, sondern schließt seine Kinder komplett aus. Sorry, ich verstehe viele deiner Sorgen, aber die Kinder von den Übernachtungen auszuschließen wird eure Probleme aus meiner Sicht nicht lösen, sondern verschlimmern. Die Kinder sind ein Teil Eurer Familie, bzw. mindestens der Familie deines Mannes und Geschwister Eurer Kinder. So wie du schreibst, glaube ich einfach, die Eifersucht der Großen ist nicht komplett unbegründet. Es kommt ein weiteres Kind, nun ist kein Platz mehr, jetzt sollen sie – zugunsten des weiteren Kindes – doch bitte zurückstecken. Stell dir die Situation doch mal anders vor, hypothetisch natürlich: Du und dein Partner trennt euch und deine Kinder dürfen dann auf Geheiß der „Neuen“ nicht mehr beim Vater übernachten, weil dieser noch weitere Kinder bekommt und nun kein Platz und keine Zeit mehr für sie ist. Er nimmt die Kinder ab und zu mal um mit ihnen ins Kino oder zu Mecces zu gehen, wie du so schön schreibst, aber um den Rest kümmerst gefälligst du dich, du bist ja schließlich die Mutter. Verstehst du was ich meine? Die Kinder fühlen sich zu Recht abgeschoben. Du fragst, wann hört das auf mit den Übernachtungen? Die Frage kann ich dir nicht beantworten. Aber ich kenne einige Fälle wo die Kinder genau in dem Alter komplett zum anderen Elternteil gezogen sind…also kannst du fast froh sein, wenn es bei Wochenenden bleibt… Ich meine ganz objektiv betrachtet, finde ich es eine faire Lösung, wenn sich die Mutter innerhalb der Woche kümmert und für die Wochenenden der Vater zuständig ist. Geht ja ein wenig in Richtung Wechselmodell. Blöd daran ist, insbesondere für dich, dass offensichtlich immer DU diejenige bist, die sich um die Kinder kümmert und nicht dein Mann. Das ist der Punkt an dem du ansetzen musst. Er muss die Verantwortung übernehmen und nach Alternativen suchen, wenn er selbst nicht kann. Klar, kannst du im Alltag auch mal einspringen, aber 2 komplette Wochen der Ferien übernehmen? No Way! Was arbeitet er denn, dass er so wenig Urlaub bekommt?

    Wieso droht denn die KiMu mit dem JA? Hat sie denn berechtigte Gründe? Wenn nicht, und davon gehe ich jetzt mal aus, dann soll sie doch zum JA gehen, ich meine wenn ihr euch nichts zu Schulden kommen lasst, dann kann sie 1000 mal zum JA rennen und das hat keine Folgen…Gibt es denn eigentlich eine festgelegte Umgangsvereinbarung?

    Und auch, dass der Vater die Kinder mit dem Auto abholen MUSS… man MUSS gar nichts (außer auf Toilette)…er könnte ja auch genauso gut hinlaufen und die Kinder zu Fuß abholen. Als gutes Beispiel vorangehen. Wenn die Kinder seit jeher mit dem Auto kutschiert werden, verwundert es wenig, dass sie nicht von selbst Fahrrad fahren wollen oder auf die Idee kommen von der Mutter zum Vater zu laufen…

    Alles in allem sehe ich da viele Baustellen wo man ansetzen könnte. Als erstes würde ich mich an deiner Stelle jedoch zurücknehmen und deinem Mann wieder mehr Verantwortung übergeben. Vielleicht merkt er dann auch von selbst, dass er das zeitlich nicht packt und reduziert den Umgang, einfach weil er merkt, er kann das nicht stemmen.

    Ich möchte noch klar stellen, ich halte dich jetzt nicht, weil du das gefragt hast, für einen schlechten Menschen. Du hast deine eigene Familie im Blick und das in deinem Zustand natürlich nochmal gesondert und mit dem Blick stören die Großen einfach. Aber leider kann man die halt auch nicht komplett ausschließen…sie sind da und bleiben da.

    Gib auf dich acht und nimm dir deine Freiräume.
    LG Daka.

    • #8696

      Clementine
      Teilnehmer

      Hallo Daka,

      Vielen Dank für deine ehrliche Antwort. Es ist gut eine neutrale Meinung zu diesem Thema zu hören. Danke zudem, dass du mich nicht gleich verurteilst. Ich weiß, dass ich als Stiefmutter nicht das Recht habe, zu entscheiden, wann die Übernachtungen aufhören. Ich brauche hier einfach die Meinung anderer Stiefmütter. Nachdem es dieses Jahr mit den Ferien so lief, habe ich wahrscheinlich einfach Panik bekommen, wie es nächstes Jahr mit Kleinkind und Baby laufen soll. Ich verurteile mich selber für meine Gefühle, dass ich versuche, die Kinder diesbezüglich auf abstand zu halten. Es ist schwierig, weil einerseits die allgemeine Meinung besteht, dass der Vater verantwortlich für die Kinder ist und ich als Stiefmutter relativ wenig Verantwortung tragen „muss“, andererseits gehören sie, wie du schon schreibst, auch zu meinem Leben und vieles wird einfach erwartet und als selbstverständlich angesehen.
      Ich wünschte mir, ich könnte diese Superfrau sein, die das alles locker sieht und sich weniger Sorgen macht. Mit Geburt des eigenen Kindes ändert sich das Leben und die Einstellung und man ist so ausgelastet was die Erziehung angeht etc. Ich weiß nicht mal genau, wovor ich Angst habe, was sich nächstes Jahr ändern könnte. Vielleicht sind es Zweifel, ob ich dann der Sache noch gewachsen bin.
      Ja, mein Mann hatte Zeit um in die Werte seiner Kinder zu investieren. Ich habe aber von Anfang an immer das Gefühl gehabt, dass er alles duldet, um die Stimmung aufrechtzuerhalten. Er ist selten streng zu ihnen, vielleicht hatte er immer Angst, dass sie sonst nicht mehr kommen würden.
      Wegen dem Gemüse stimme ich dir voll zu. Das hört sich an wie eine typische Leier ala Blablabla. Aber hierbei geht es mir um Dankbarkeit und einfach darum, nachzudenken. Über den Tellerrand hinaus zu schauen. Ich war in Afrika und habe das Leid gesehen. Es ist ein leidiges Thema was das Essen angeht. Jedes Mal stehe ich vor der Herausforderung, was ich kochen soll. Wenn dann im Chili con carne die paar Bohnen rausgepult werden oder vom Salat gar nicht erst genommen wird, finde ich, kann man schon mal darüber reden. Ich habe Ihnen da überhaupt keinen Vorwurf gemacht, mir ist schon klar, dass das Aufgabe der Mutter ist, was die Ernährung angeht, aber gerade weil ich weiß, wie es aussieht, wenn Kinder gar nichts haben, sehe ich mich einfach in der Pflicht, ein bisschen Weltgeschehen mit Ihnen zu teilen. Eine Antwort ala „die Kinder in Afrika können gerne meine Bohnen haben, hahaha“ schockiert mich da einfach. Da geht es dann auch nicht mehr einfach darum, bestimmte Lebensmittel nicht zu mögen, denn Abneigungen hat diesbezüglich ja jeder.
      Ich versuche auch die Lage aus der Sicht der Kinder zu sehen. Meiner Meinung nach haben die es ziemlich gut mit ihrem Vater und auch bei uns zu Hause. Wenn ich mit Ihnen alleine bin fahren wir zusammen die Oma besuchen, gehen in den Supermarkt einkaufen oder ich biete Ihnen an, mit mir und dem kleinen spazieren zu gehen. Ich versuche immer mein bestes, ich erkundige mich nach der Schule, biete Nachhilfe in den Fremdsprach-Fächern an, backe mit Ihnen Muffins etc. aber ich schaffe es einfach nicht durchzudringen. Es ist als hätten sie Angst davor, mich zu mögen. Vielleicht sollte ich mich auch einfach nicht so viel einmischen, was die Charakterbildung angeht. Ich versuche schon vorsichtig mit Ihnen darüber zu reden, dass es nicht das Wichtigste ist, das neueste iPhone zu haben und immer nur Markenklamotten zu tragen. Ja, vielleicht versuche ich zu stark eine kleine Weltverbessererin zu sein und das nervt sie. Ich bin was das angeht ganz anders als die KM. Aber diese ist einfach nur auf Geld und Luxus aus und dass ich dies auch bei den Kindern beobachte, ist nicht unbegründet. Mein Mann sieht die Sache übrigens genau so wie ich, aber wie bereits erwähnt, traut er sich nicht wirklich, daraus ein Thema zu machen. Er findet es glaube ich ganz gut, dass ich diese Dinge dann anspreche, was ich allerdings aber auch wirklich nicht jedes Mal mache, sondern nur, wenn es gerade Anlass dafür gibt.
      Es ist auch nicht mein Versuch, die großen komplett auszuschließen, es ist einfach kräftezehrend zu sehen, dass man sich Mühe gibt und das nirgends hinführt. Ich habe das Gefühl, dass sich bei mir eine große Spannung lösen würde, wenn die Kinder tatsächlich nur „zu Besuch“ kämen und abends wieder gehen würden…ja, ich sehe selbst, wie sich das anhört. Und durchziehen würde und könnte ich es eh nicht.
      Ich kann die Sache mit den Übernachtungen gar nicht richtig einschätzen, ob das nun wirklich so wichtig ist oder ob ein stetiger Kontakt nicht schon ausreicht, um sich geliebt zu fühlen. Vielleicht ist es auch eine Art von Aufgeben, die sich gerade in mir auftut und ich sollte die Hoffnung nicht so schnell über Bord werfen.
      Was noch die Sache mit dem Vertrauen angeht. Natürlich gab es schon Momente, in denen die Kinder alleine mit meinem Sohn waren und dieser dann plötzlich anfing zu weinen, weil er laut den Kindern hingefallen ist oder sich gestoßen hat. Aber ich habe nie gewagt den Kindern deshalb einen Vorwurf zu machen, obwohl ich dadurch natürlich trotzdem vorsichtiger geworden bin. Was mein Misstrauen verstärkt ist einfach die Tatsache, dass sich die Kinder untereinander so stark zoffen, dass die Fetzen fliegen und allein dieses Jahr beide einmal sogar in die Notaufnahme mussten, der eine bekam eine Schiene am Arm, ein paar Monate später bekam das andere Kind eine Schiene am Bein. Ist das normal? Wie kann ich da ruhigen Gewissens mein Kleinkind alleine mit ihnen lassen? Ich sehe einfach nicht, dass die beiden einen guten Einfluss auf meinen kleinen haben…
      Nein, die KM hatte wirklich noch nie einen Grund mit dem JA zu Drohen, aber wenn einmal etwas nicht nach ihrer Nase läuft, ist das das erste, was aus ihrem Mund kommt.

      Wahrscheinlich sollte ich einfach an mir selber mehr arbeiten, die Ablehnung der Kinder nicht persönlich nehmen, an meinem Selbstbewusstsein arbeiten und weiter auf das beste hoffen…in einem Moment der Zweifel und der Schwachheit sollte man keine Entscheidungen treffen. Und bis nächstes Jahr ist ja auch noch ein wenig hin…vielleicht geschieht doch ein Wunder und das Verhältnis verändert sich noch positiv. Wer weiß das schon…

      • #8699

        LillyChantilly
        Teilnehmer

        Hallo Clementine!

        ich möchte gar nicht allzu viel dazu schreiben.
        Aber zur Gemüse-Sache möchte ich ein bisschen was sagen.
        Diese „die Kinder in Afrika“ Argumente sind mMn von vorgestern. Mit diesen Sprüchen wurden schon wir erzogen, bei den Großeltern hieß es „Wir hatten im Krieg gar nichts“. Das sind alles so doofe Sprüche, tut mir leid. Und ich hätte mich mit 12 oder 15 auch nicht mehr zwingen lassen, Sachen zu essen, die ich nicht mag. Und bei diesen Kindern ist das nun mal Gemüse.
        Vielleicht kann der Vater oder gar du, sie aber über eine bessere Argumentation erreichen? Gesunde, ausgewogene Ernährung, und Dankbarkeit dafür, dass man sich so gut ernähren kann, muss man nämlich mMn mit dem eigenen Benefit oder der eigenen Betroffenheit argumentieren. In der einfachsten Form ist das „Wer öfter mal Gemüse isst, bleibt dünn und gesund“
        Und, sich selber was Gutes tun, dafür sind Teenager doch wohl eher offen, gerade wenn sie so viel Wert auf Äußeres (iphone und Markenkleidung?) legen.

  • #8693

    Sterntaler
    Teilnehmer

    Liebe Clementine,

    ich sehe es wie Daka, es sind die Kinder deines Mannes und darum muss er sich auch um Betreuung kümmern wenn er nicht kann. Aushelfen oder sich selber anbieten zu helfen gehört für mich dazu, es sollte aber nicht alles bei dir liegen.

    Ich verstehe deinen Gedanken, dass du deine kleine Familie nicht gerne teilen möchtest, insbesondere nicht, kurz nach der Geburt. Ich habe selbst keine eigenen Kinder, aber ich kann mir gut vorstellen, dass man das kleine Familienglück erstmal für sich selber mit dem Partner genießen möchte. Vielleicht hilft es dir ja, wenn du mit deinem Mann noch einmal konkret über deine Ängste sprichst. Ich kann mir vorstellen, dass es sich für dich anfühlt als würdest du und eure gemeinsamen Kinder zu kurz kommen. Genau die gleiche Angst werden seine Kinder auch haben. Vielleicht findet ihr ja einen guten Mittelweg, der für euch alle gut ist. Zum Beispiel ihr habt 1 Woche nur für euch nach der Entbindung.

    Wie habt ihr eigentlich die BK in die Schwangerschaft mit einbezogen? Ich denke es ist wichtig den BK zu erklären, dass sie durch die Geburt eurer gemeinsamen Kinder nicht minder wichtig sind. Sie sind nun große Geschwister und haben auch einen großen Stellenwert im Leben eurer gemeinsamen Kindern. Vielleicht könnt ihr den BK besondere Geschwisteraufgaben zuweisen. Natürlich nur wenn sie möchten. Das gibt ihnen das Gefühl das sie dazu gehören. Gleichzeitig nähern sich alle mehr an und die Eifersucht sollte weniger werden, wenn sie merken, dass sie auch eine wichtige Rolle im neuen Familiengefüge einnehmen und nicht nur Teilzeitgäste sind. Ihr seid eine Familie.

    Zum Ende von den Besuchswochenende bin ich der Meinung, dass du deinen Mann nicht vor die Wahl stellen oder unter Druck setzen solltest. Es sind seine Kinder und ein paar gemeinsame Stunden bei Mäcces oder im Schwimmbad gleichen keinesfalls ein gemeinsames Wochenende aus. Sie brauchen ihren Vater und ich denke andersrum ist es auch so. Du möchtest doch auch, dass dein Mann Zeit mit euren gemeinsamen Kindern verbringt und sie nicht nur mit einem Besuch bei Mäcces abspeist und sich dann Hobbies oder anderen Dingen widmet. Und irgendwann wird sich alles von alleine ergeben. Als Teenager gehen sie ihre eigenen Wege und entscheiden vielleicht auch hin und wieder bei der Mutter zu bleiben oder sind den ganzen Tag mit Freunden unterwegs.

    Ich denke, dass es dir momentan einfach schwierig fällt die kleine gemeinsame Familie die ihr beiden habt mit den BK zu teilen. Ich kann es auch verstehen, als Stiefmutter die zuvor keine Kinder hatte, hat man leider nicht die ungeteilte Aufmerksamkeit und Eingewöhnungszeit, wie die KM der BK es zu dieser Zeit hatte. Das ist schwierig zu akzeptieren. Ich denke, wenn du deinem Mann deine Ängste mitteilst dann wir er es auch verstehen. Und gemeinsam könnt ihr dann an einem Plan arbeiten, der für alle von euch passt.

    Liebe Grüße,
    Sterntaler

  • #8698

    Clementine
    Teilnehmer

    Hallo liebe Sterntaler,

    Danke für deine Antwort. In der Schwangerschaft haben wir den Kindern sofort deutlich gemacht, dass nicht nur WIR jetzt ein Kind bekommen, sondern SIE ein Geschwisterchen dazu bekommen. Sie durften auch fühlen, wenn das Kind getreten hat usw.
    Wahrscheinlich hast du recht, es ist wie eine andere Nutzerin schon mal geschrieben hat, auch ein wenig der geplatzte Mädchentraum. Für mich ist es immer das erste mal, für meinen Mann schon das dritte und bald vierte mal. Er versteht das, aber sagt gleichzeitig auch sofort, dass ich das alles schon vorher gewusst haben müsste. Er hat recht, nur manchmal stimmt einen die Tatsache doch melancholisch.
    Das mit den Geschwisteraufgaben ist im Prinzip eine gute Idee, vielleicht kann man da etwas finden, so würde ich auch lernen, etwas mehr zu vertrauen und gleichzeitig die Kontrolle etwas loszulassen.
    Ich werde darüber nachdenken!
    LG,
    Tine

  • #8705

    Blackpearl
    Teilnehmer

    Hallo Tine,

    ich möchte mich auch noch kurz zu Wort melden. Ich bin selbst Trennungskind, habe einen Stiefvater, aber keine Stiefmutter. Stiefschwestern habe ich zwei, aber keine Halbgeschwister.
    Ich war liebend gern bei meinem Vater und für mich wäre eine Welt zusammengebrochen, wenn er von sich aus gesagt hätte, dass ich nicht mehr dort übernachten darf/kann – auch mit 17 noch. Ich leide bis heute drunter, dass ich so wenig Zeit mit meinem Papa hatte. Daher würde ich ihnen auf keinen Fall die Übernachtungen madig machen.

    Das Übernachten wird irgendwann weniger und hört teilweise auch irgendwann auf. Irgendwann besuchen sie den Vater auch weniger oder gar nicht mehr oder es wird irgendwann wieder mehr. Das hängt natürlich von den Kinder und dem Verhältnis ab.
    Die Idee von Sterntaler gefällt mir auch super. Ich denke mit 12 und 15 werden sie auch verstehen, dass ein Neugeborenes mehr Aufmerksamkeit braucht und ihre Hilfe auch mal gefragt ist.

    Bei der Gemüsegeschichte musste ich doch etwas grinsen. Das erzählt doch jede Mutter/Oma irgendwann mindestens einmal im Leben so oder so ähnlich. Ähnlich wie die Geschichte mit „der Weihnachtsmann sieht alles“. Daher sehe ich das gar nicht so negativ wie die anderen, sondern einfach witzig. Ich mein, wir selbst haben doch alle bei dem Satz als Teenager die Augen verdreht, oder?
    Ich habe übrigens auch sehr lange gekochtes Gemüse überhaupt nicht angerührt (bestimmt bis 16/17). Rohes hingegen habe ich gerne und viel gegessen.

    Viele Grüße und viel Kraft!

    • #8706

      Clementine
      Teilnehmer

      Hallo Blackpearl,

      Vielen Dank für deinen Kommentar zu der Sache. Ich finde ihn sehr hilfreich, besonders auch weil du aus Sicht eines Trennungskindes schreibst. Ich selbst bin auch ein Trennungskindes. Allerdings hatte ich nie eine Beziehung zu meinem Vater. Er war Drogenabhängig und starb als ich noch ein Kind war. Vielleicht oder wahrscheinlich liegt es auch daran, dass ich keine Ahnung habe, wie wichtig die Übernachtungen für ein Kind sind. Ich hatte das nie. Ich hätte mich schon über gelegentlichen Kontakt gefreut, aber das ging alles nicht weil er krank war. Ich hatte auch nie einen Stiefvater oder so. Ich weiß nicht ob mich das weniger sensibel für die Sache macht. In meinen Augen haben die Kinder ein richtig tolles Leben, aber verglichen mit meiner Kindheit ist das wohl auch nicht schwer….Danke für deine ermutigenden Worte. Sie helfen mir besser verstehen.
      Zu der Gemüsesache ja, das kam wohl einfach blöd rüber.
      Durch meinen persönlichen Bezug zu Afrika sehe ich das wahrscheinlich noch mal ne Nummer anders, aber ich kann verstehen dass die Mehrheit dazu nur die Augen verdreht, was traurig ist, aber nunja:)

      LG,
      Tine

  • #8707

    Wondi
    Teilnehmer

    Hallo Tine, ich glaube da müssen wir noch lange durch. Mir geht es ähnlich wie dir. Ich befürchte, dass sich bis 25 gar nichts ändert mit übernachten….solang die Kinder lernen, können sie sich nichts eigenes leisten. Es kann nur noch schlimmer werden…dass die jeweiligen Partner womöglich auch noch bleiben :-/

  • #8710

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Hallo Clementine,

    Das mit dem übernachten kann ich verstehen allerdings pflichte ich den anderen bei. Wenn du das streichst kommt umso mehr die Eifersucht allerdings villeicht findet ihr ja einen Kompromiss. Du solltest auch deinen Mann fragen wie er sich das den mit dem Platz nächstes Jahr vorstellt. Villeicht findet man da Lösungen wie ein Schlafsofa oder so.

    Mein Mann und ich haben uns letztes Jahr geeinigt das Stiefsohn ab dem 9. Monat nicht mehr bis zur Geburt bei uns schläft. Er durfte jederzeit kommen aber wäre es nachts losgegangen wir hätten niemanden gehabt der ihn hätte nehmen können. Nach der Geburt haben wir uns dann geeinigt das er die ersten 3 Wochen auch nicht bei uns schläft sondern erstmal nur so kommt. Danach durfte er dann zum antesten 1 Tag bei uns schlafen u d das hat man dann nach und nach ausgeweitet wieder.

    Du solltest mit deinem Mann reden und ihm klar machen was dir zu anstrengend ist und du vor allem nicht mehr bereit bist,die vollzeitbetreuung zu machen vor allem da du mit deinen Kindern genug zu tun hast. Er muss wenn sie kommen anwesend sein und sich um sie kümmern. Nicht du. Ebenso in den Ferien sie dürfen nur kommen wenn er zu 100% da ist und sich auch um die Betreuung sorgt. Es kann nicht sein das alles an dir hängen bleibt während du ein Kleinkind und ein Baby hast und dann verlangt wird zusätzlich seine Kinder zu versorgen.

    Daran wirst sonst auch du kaputt gehen. Ebenso ist es dein recht ein wochenbett zu haben und dich da nicht um seine Kinder kümmern zu müssen. Das wochenbett ist vor allem für dich wichtig und dein anderes Kind um anzukommen,sich auszuruhen und die Geburt zu verarbeiten.

    Falls du in der Zeit keine schlafwochenenden möchtest sollte er dies schon berücksichtigen.

    Was das Essen angeht würd ich es nicht aus Gemüse verallgemeinern. Eher würd ich erklären das wenn man sich eine Portion auffüllt diese auch aufessen kann oder sich eben kleinere Portionen nimmt da es furchtbar ist,Essen wegzuschmeißen,während andere Hungern müssen. Ebenso mit den patenkindern könnt ihr erklären weshalb ihr das macht. Und das ihr gerne etwas gutes Tut evt kann man versuchen sie einzubinden ob sie den patenkindern auch mal schreiben wollen oder sogar eine eigene Patenschaft mit euch übernehmen wollen.

    Mit eurem kleinsten find ich die Tips schon ganz gut mit den Aufgaben für die grösseren . Villeicht setzt ihr euch aber da auch mit ihnen mal an einen Tisch und beredet dann die Eifersucht weshalb sie das sind. Wieso sie das Gefühl haben ihn aufhalten zu müssen. Was man tun kann damit es ihnen besser geht in solchen Situationen.

  • #8718

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Clementine,

    da du selbst in Afrika das Leid gesehen hast, ist es für dich besonders schlimm zu sehen, dass die Kinder nicht wertschätzend mit essen umgehen können. Du kannst ihnen aber nicht verübeln, dass sie nicht das gleiche Maß an Verständnis oder Mitgefühl haben wie Du, weil sie es eben nicht gesehen haben. Für sie ist das einfach sehr abstrakt. Ich verstehe, dass es dir wichtig ist und daher wäre vielleicht eine Option ihnen das Thema anderweitig näher zu bringen. Vielleicht gibt es Reportagen oder ähnliches, die ihr gemeinsam anschauen könnt damit du deinen Standpunkt und deine Gefühle besser unterlegen kannst?
    Im übrigen finde ich es sehr wichtig, dass es Menschen gibt, die die Welt verbessern wollen und damit im Kleinen anfangen… bei Teenagern wo sagen wir jetzt mal „schon einiges versaut“ wurde, muss man da vielleicht einfach etwas sensibler rangehen… Ich erkläre meiner Tochter regelmäßig, dass ich Essen ungerne wegschmeiße und sie sich z.B. nur soviel nehmen soll, wie sie auch essen möchte bzw. kann. Das klappt mal mehr, mal weniger gut, aber sie bekommt zumindest von Kleinauf ein Bewusstsein dafür.
    Die Idee, die Kinder mehr in die Patenschaften einzubinden, z.B. durch Briefe schreiben finde ich gut. Man könnte sie ja auch bei der Geschenkeauswahl einbeziehen. Meine Mama hat ein Patenkind bei Plan und da wurden dann immer Geschenke hingeschickt.
    Was mir zur Tochter noch einfällt, ihr könntest du ja zum Beispiel mal die „Wüstenblume“ zu lesen geben, das ist zwar sehr drastisch, aber ich gehe davon aus, dass es ihr deutlich machen wird, wie gut es uns hier geht. Soweit ich weiß gibt es auch da Patenschaften. Vielleicht könnte sie sich mit so etwas eher noch identifizieren. Weitere Bücher (Romane) über Afrika die sich gut lesen sind die drei „Die weiße Massai“ Bücher, was ja eine wahre Begebenheit ist. Auch da sollte sich vielleicht einiges an Info nebenbei erlesen… Ist eigentlich die Tochter 15 oder 12? Wenn sie 12 ist, würde ich damit vielleicht noch 1-2 Jahre warten…

    Und was ich noch sagen wollte: Deine Gefühle sind absolut berechtigt und deine Ängste ebeons verständlich. Sprich mit deinem Mann darüber. Was das Wochenbett betrifft, ja da solltest du Zeit für dich haben…als meine Tochter geboren wurde, haben wir die Kinderwochenenden zwar nicht ausgesetzt, aber der große Bruder musst in der Zeit gemeinsam mit Papa sehr viel übernehmen. Sie haben gekocht, eingekauft etc., aber es wurde auch mit der kleinen Schwester gekuschelt…er sollte ja auch eine Bindung aufbauen können. Konkret war es so, dass unsere Tochter am Sonntag eines Kinderwochenendes geboren wurde. Er ist dann früher zurück zu Mama und dafür dann am Montag Nachmittag mit Papa ins Krankenhaus. Das nächste Wochenende war dann ja erst 2 Wochen später und da hatten wir uns ja schon ganz gut eingelebt und wie gesagt, da Papa sich darum gekümmert hat, dass ich nichts machen musste, hat es gut gepasst.
    Wie ist es denn bei euch, helfen die beiden denn im Haushalt, also z.B. mal Tisch decken/abräumen, Geschirrspüler ein oder ausräumen, Müll raus bringen, kochen?

    Dass viele Väter keine Regeln haben um die Stimmung gut zu halten liest man leider immer und immer wieder. Ich finde das so traurig, weil das den Kindern aus meiner Sicht eher schadet als gut tut…

    Ich wünsche euch trotz allem schöne Weihnachten und dir noch eine schöne Schwangerschaft. Beziehe deinen Mann in deine Gedanken und Gefühle mit ein, vielleicht versteht er es dann besser…

    Liebe Grüße,
    Daka.

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