von 1 auf 4….so schnell kann es gehen

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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Lentin90 vor 7 Monate, 1 Woche.

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  • #8633

    Lentin90
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,

    mein Leben hat sich in den letzten 4,5 Jahren so krass verändert. Ich trennte mich damals vom Vater meiner heute 8 jährigen Tochter. Ich verliebte mich in einen neuen Mann. Das er bereits 3 Kinder hatte war kein Problem. Wir zogen schnell zusammen. Er verstand sich super mit meiner Tochter. Seine Kinder lernten mich erst kennen als wir schon zusammen wohnten. Es gab immer schon riesen Probleme mit der Ex. Sie gab die Kinder nur selten raus. Seine Kinder lebten über 100 Kilometer entfernt. Aber auch zwischen mir und seinen Kindern klappte es gut. Da der Umgang durch meine Anwesenheit nicht besser durch die Ex wurde, begannen wir vor Gericht zu ziehen. Es wurde eine Umgangsvereinbarung geschlossen und wir dachten das es nun besser wird. Die Ex hielt sich nur kurz daran. Im August 2016 zog dann einer seiner Söhne, heute 11 zu uns. Er hielt den Druck gegen den Vater nicht mehr aus. Neue Verfahren folgten. Seid 2 Wochen leben nun auch die anderen beiden, Sohn 11 ( Zwillinge) und Tochter 14 bei uns. Innerhalb von 4 Jahren von 1 em Kind zu 4 Kindern. Die beiden kamen allerdings nicht freiwillig sondern auf richterlichen Beschluss da eine Kindswohlgefährdung durch die Ex im Raum steht. Ob und wie lange sie bleiben weiß niemand genau. Alles ziemlich kompliziert… eigentlich verstehe ich mich ja gut mit den Kindern aber vor allem der zuletzt zu uns gezogenen Junge ist in seinem Verhalten mega anstrengend. Er geht auf eine Lernförderschule hat in fast allen Bereiche riesen Defizite. Kann sich nicht alleine beschäftigen, ist unselbständig und immer völlig überdreht. Kennt keine Regeln und Konsequenzen. Die Ex war immer Zuhause hat die Kinder über Jahre völlig isoliert. Momentan weiß ich gar nicht so richtig wie ich das alles finde. Versuchen gerade Hilfe über eine Familienberatungsstelle zu bekommen. Gibt es Erfahrungen?

  • #8638

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Liebe Lentin!

    Ich habe damit keine Erfahrungen, aber sicher schreibt dir noch wer mit den passenden Erfahrungen.
    Einen allgemeinen Rat kann ich aber hier lassen.

    Kümmert sich dein Mann hauptsächlich selber um seine Kinder, oder erwartet er, dass die drei großen mit deinem Kind „mitlaufen“ müssen? Pass hier gut auf dich auf!
    Gerade wenn sie so viel durchgemacht haben (Kindeswohlgefährdung bei der KM) und ihr weiterer Verbleib auch noch nicht sicher ist…Ich denke, sie spüren selber, dass sie nirgendwo richtig hingehören. Bei der Mutter konnten sie nicht bleiben, und da war es auch nicht gut für sie. Bei euch ist, so wie du es schreibst, auch nicht fix, dass sie bleiben. Das muss für die Kinder schlimm sein. Wenn sich dann auch noch der Elternteil nicht genug kümmert, sondern das alles dir überlässt, kann es sein, dass sie sich unerwünscht und abgeschoben fühlen. Soll definitiv nicht heißen, dass das so ist! Bestimmt gibst du dein Bestes! Aber tut der Vater der Kinder das auch?

    Professionelle Hilfe suchen ist bestimmt ein richtiger, und notwendiger Schritt. Sind die Kinder schon in psychologischer Behandlung – besonders das Kind mit den Defiziten und Auffälligkeiten?

  • #8639

    Lentin90
    Teilnehmer

    Danke für deine Antwort. Nein es bleibt nicht alles an mir hängen. Sowohl Kinder als auch Haushalt teilen wir uns rein. Mein Lebensgefährte ist wirklich ein perfekter Papa. Er nimmt sich jeden Abend Zeit und erledigt alles schulische selbst bei seinen 3. Eine psychologische Behandlung hatten wir schon bei dem der schon länger bei uns lebt, angestrebt allerdings weigert die Mutter sich dem zuzustimmen. Aufgrund gemeinsamer elterlicher Sorge sind wir darauf angewiesen. Wir haben uns ans Jugendamt gewendet und es wird nun gerichtlich entschieden das der Teilbereich auf uns übertragen wird und wir keine Zustimmung von ihr mehr benötigen. Bis das aber alles wieder durch ist wollen wir übergangsweise die Familienberatung in Anspruch nehmen. Wir gehen eben auch beide arbeiten. Ich zwar nur 30 h aber es ist trotzdem eine enorme Belastung da eben auch die ganzen Behördenwege anstehen. Nebenbei haben wir noch Tiere und ein großes Grundstück. Hat zwar jedes Kind seine Aufgaben und wir sind sehr strukturiert aber momentan schon noch sehr ungewohnt.

  • #8647

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo Lentin90,

    wir hatten jetzt den umgekehrten Fall.
    Die KM hat die alleinige Behandlungsvollmacht beantragt um die Tochter zu einem Psychologen schicken zu können um den Umgang aussetzen zu können.
    Ist ne lange Geschichte – nur zu deinem Anliegen. Ihr könnt die Entscheidungsbefugniss bei Gericht per Einstweiliger Anordnung beantragen, das geht auch per Eilantrag ohne mündliche Anhörung. Wenn ihr stichhaltige Argumente dafür habt sollte das kein Problem sein. Wenn es nicht per EA geht muss man leider eine Hauptsache anstreben. Wenn ihr es allerdings als absolut notwendig und auch dringend anseht das eine psychologische Behandlung angefangen wird, würde ich den Weg über eine EA gehen. Lasst auch da aber vielleicht anwaltlich beraten, da dann ja auch noch weitere Kosten dazu kommen.

    Was verstehst du unter unselbstständig und überdreht und was meinst du damit das die KM die Kinder isoliert hat?

    Vom ersten Impuls her würde ich sagen das die Sache bei uns ähnlich gelagert ist, nur das bei uns der Anteag auf Übertragung des ABR noch läuft.

    Liebe Grüße
    Kiki

  • #8648

    Lentin90
    Teilnehmer

    die Kinder müssen direkt nach der schule nach hause kommen. dürfen keine Freunde mitbringen oder Freunde besuchen. Sie haben keinereli Hobbies denen sie nachgehen. Sie verbringen ihre Ferien 24h mit der Kindsmutter die dann meist mit ihnen im Auto unterwegs ist oder in alten unbewohnten Hütten. Die Mutter lebt nach der Bibel. Generell nichts schlechtes aber sie lebt den Glauben sehr eigen aus. Alle Ungläubigen sind vom Satan besessen und kommen in die Hölle und zu Ungläubigen wollen sie keinen Kontakt. Alles im Leben passiert wie Gott und Jesus will. Auch ob sie früher zum Umgang zu uns durften wurde spontan nach Gott und Jesus entschieden. Nie gab es vorher eine klare Ansage. Die Kinder müssen immer alles gemeinsam mit der Mutter machen. Es durfte sich keiner abkapseln. Sie läuft den ganzen Tag mit Radio und einem christlichen Sender rum. Die Kinder hatten immer eine Bibel dabei wenn sie mit ihr unterwegs waren. Bei schlechtem verhalten wurde gebetet und um Vergebung gebeten. Deshalb das Verfahren wegen Kindswohlgefährdung. Die Kinder selber erzählen absolut nichts von Zuhause. Wir wissen das nur von Nachbarn und Familie. Er ist immer übrdreht, kann sich nicht mal still hinsetzen und was alleine in Ruhe spielen oder sich beschäftigen…Er rennt uns permanent hinterher, reden den ganzen Tag meist dummes Zeug….kommentiert alles, stenkert mit den anderen wenn ihm langweilig ist. Wenn er was machen soll ist er überfordert rückversichert sich permanent oder bittet seine Geschwister um Hilfe. Einfach auch unnormal für 11. Sich irgendwo selbständig was zu Essen zu bestellen bzw sich es überhaupt raus zu suchen wird zu einem riesen Problem. Er orientiert sich dann an seinen Geschswistern was die nehmen.

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