Unterhalt an die Ex-Frau

Startseite Foren Ex-Partner Unterhalt an die Ex-Frau

Dieses Thema enthält 25 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  STEP-MOM vor 1 Monat, 3 Wochen.

  • Autor
    Beiträge
  • #8552

    Hope89
    Teilnehmer

    Hallo ihr,

    in meiner momentanen Verzweifelung und ausgiebiger Internetrecherche bin ich auf diese Seite und dieses Forum gestoßen. Eine leichte Beruhigung stellte sich ein, dass es ein Forum bzw. eine Internetseite gibt, die sich mit dem Leiden einer „Zweit-Frau“, Stiefmutter, etc. beschäftigt. Endlich eine Seite, die einen versteht und nicht als „Blöde“, oder „Böse“ hinstellt, wie die meisten Forenmitglieder anderer Seiten das tun.
    Ich habe momentan eine schwere Situation. Ich versuche es mal so kurz und irgendwie neutral zu halten, falls es irgendwann mal eine Mitleserin gibt, die sich evtl. damit angesprochen fühlen könnte.

    Mein Partner ist geschieden. Die Scheidung ist jetzt seit Anfang des Jahres durch (Sie wollte die Scheidung). Die Beiden waren knapp 3 Jahre verheiratet und haben eine gemeinsame Tochter (fast 5 Jahre). Momentan läuft immer noch ein „Anwalts-Schriftverkehr-Austausch“ mit bereits einem Schreiben des Richters zu nachehelichem Unterhalt der Ex-Frau.
    Es läuft nach langem Kampf nun scheinbar darauf hinaus, dass mein Partner für weitere 3 Jahre Unterhalt an seine Ex zahlen muss. Ich bin sehr vberzweifelt weil ich jeden Tag sehen muss wie er leidet und wie es an Ihm nagt, dass Ihm quasi kaum etwas übrig bleibt und er teilweise kein Geld für ganz alltägliche Dinge über hat. Wir haben wirklich gehofft, dass er nichts mehr für Sie zahlen muss.

    Dazu muss ich sagen, die Tochter wohnt bei der Ex-Frau, die Ex-Frau bei Ihren Eltern, da sie so Unterstützung bei der Betreuung hat. Die Arbeitszeit de Ex-Frau beträgt in der Woche (wobei man in dem Berufsfeld mit einer 7 Tage Woche rechnet) unter 20 Stunden. Wenn mal eine Vertretung für Kollegen anliegt, sind die Überstunden bei Ihr direkt nach einem Tag so hoch, dass Sie eine komplette Woche nicht arbeiten muss. Jetzt frage ich mich warum der Richter nicht sieht, dass hier schon durchaus mehr gearbeitet werden kann? Außerdem haben wir überall gelesen, dass ein Unterhalt nach so kurzer Ehedauer und wenn das Kind über 3 Jahre ist überhaupt nicht nötig ist. Seine Ex nimmt Ihn komplett aus. Für alles was anliegt wird Ihm Geld abgeknüpft. Er kann sich quasi nicht mal ein neues T-Shirt kaufen wärend Sie in den Urlaub fliegen kann. Es belastet meinen Partner so sehr, dass er nicht mal die Möglichkeit hat seiner Tochter (die jedes Wochenende bei ihm ist)schöne Unternehmungen (die ja meistens Geld kosten) zu bieten. Ich sehe wie mein Partner mehr und mehr an seiner Lage zu Grunde geht. Es ist schon soweit, dass er unter Schlafstörungen leidet und die Ärztin ihn krangeschrieben hat weil Sie einen Herzinfarkt nicht riskieren will. Seine Ex-Frau kommt mehrmals die Woche mit irgendwelchen Forderungen an, die er einhalten soll, dass er dies und das bezahlen soll und mein Partner ist nur noch schlecht drauf, gereizt, traurig… Ich kann mir das kaum noch mit ansehen.

    Kennt Ihr diese Situation. Hat jemand Erfahrungen mit den selben Dingen? Warum muss er immer noch Unterhalt an seine Ex blechen? Kann mir jemand einen Ratschlag geben?

    Ich habe wirklich versucht alles sehr kurz und neutral zu halten, da mich mehr Details evtl. enttarnen könnten.

    Ich danke euch schonmal im Voraus wenn Ihr mir hierzu irgendetwas raten könnt.

    Liebe Grüße

  • #8553

    Donnaserpente
    Teilnehmer

    Hallo Hope,

    diese Situation kennen hier wohl die Meisten. Nehmt Euch einen Anwalt, der das für Euch klärt. Außer der Reihe würde ich sowieso schonmal nichts zahlen.

    VG Donna

  • #8554

    Hope89
    Teilnehmer

    Hallo Donna,

    danke für deine Antwort. Mein Partner hat ja einen Anwalt, die beiden haben auch schon viel versucht. Aber scheinbar hilft es nichts. Der Anwalt meinte auch, dass man es zum Prozess kommen lassen kann, aber wenn er dann verliert wird es noch teurer. Weil das richterliche Schreiben nun ja auch die Summe zur Zahlung angesetzt hat. Und aus Angst, dass dann die ganzen Gerichtskosten auch noch auf Ihn zu kommen, wird er sich wohl dazu entschließen, die von Ihrem Anwalt geforderte und auch vom Richter genannte Summe zu zahlen ohne direkt vors Gericht damit zu gehen. Und das ist alles so unfair. Mir tut das so unendlich Leid für Ihn und ich kann nichts machen und das ärgert mich so.

    Liebe Grüße

    • #8555

      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Unterhalt für die Mutter ist nur zu zahlen, bis das Kind noch nicht 3 Jahre alt ist. Ich würde es drauf ankommen lassen.

  • #8556

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Hope, weshalb setzt du dich so für dieses Thema ein? Was hast du damit am Hut, welche finanziellen Verpflichtungen dein Freund hat oder nicht hat?
    Ganz ehrlich und ungeschönt: wenn er wirklich so ein Problem damit hat, warum ist er dann nicht derjenige, der nach Rat fragt? Warum lässt er sich das alles so gefallen, wenn es ihm doch anscheinend nicht passt? Wenn doch die rechtliche Lage anscheinend auf seiner Seite ist, warum erkämpft er sein Recht nicht, zumal er es anscheinend so darstellt, als ob er sogar gesundheitlich darunter leiden würde?

    Oder anders gefragt: woher weißt du, dass er wirklich so ein Problem mit der Situation hat? Kannst du dir sicher sein, dass er nicht dir gegenüber aus schlechtem Gewissen heraus übertreibt? Natürlich kann man der neuen Freundin nicht sagen, dass man der Exfrau großzügig unter die Arme greift, damit es das gemeinsame Kind besser hat.

    Wenn du das in anderen Foren genau so dargestellt hast, wundert es mich nicht, dass du als „böse Stiefmutter“ hingestellt wurdest. In Foren, in denen hauptsächlich Exen unterwegs sind, kommt es halt nicht so gut, wenn man der Ex und Mutter des Kindes die Butter am Brot nicht gönnt. Wenn man dort schreibt von „sie nimmt ihn aus“ und ihr unterstellt, dass sie ein faules, geldgeiles Biest ist, das doch „locker mehr arbeiten könnte, statt den armen Mann finanziell abzuziehen“, wirkt das sehr missgünstig, und wird immer als böse gegenüber dem Kind aufgefasst.
    Und mal ganz ehrlich: man (bzw. Exfrau) kann nur ausnehmen, wenn er sich ausnehmen lässt. Für den Mann ist das natürlich nicht schick, zuzugeben, dass er das zähneknirschend in Kauf nimmt, also wird mal gepflegt über die „böse, böse Ex“ gejammert.

    Ich habe auch nichts übrig für seine Ex und ihr Kind. Aber nur denen die Schuld zu geben, ist auch nicht richtig. Aber wie viel Geld in diese Richtung fließt, interessiert mich (trotz, dass wir verheiratet sind) nicht. Ich hab mein eigenes Geld, und was er mit seinem macht, geht mich nix an. Wenn man zu sehr kritisiert, was der Partner mit seinem Geld macht, kommt man immer so rüber, als würde man es lieber für sich einstreichen. Vielleicht bist du deswegen so angefeindet worden?

    • #8557

      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Guten Morgen Ihr zwei,

      auch mein Mann wurde von seiner Ex auf Unterhalt verklagt. Er hatte auch Angst vor der Gerichtsverhandlung, mit der Begründung, dass dem Richter die Arme Ex bestimmt leidtun werde. Die Ex hat vor Gericht mit allen Mitteln versucht, den Unterhalt durchzudrücken. Aber der Richter hat zu Gunsten meines Mannes entschieden. Die Kinder waren zu dem Zeitpunkt 4 und 9, sie arbeitet halbtags als Lehrerin. Der Richter hat ihr gesagt, wenn ihre Schule die Arbeitszeit nicht ausweiten kann, dann soll sie eben woanders dazuverdienen oder die Schule wechseln. Jedenfalls ist sie nicht durchgekommen.
      Ich interessiere mich natürlich für die finanziellen Verpflichtungen meines Mannes. Wir sind ein Team und ziehen an einem Strang. Ich finde es ganz normal, sich für seinen Partner einzusetzen. Männer nehmen leider oft viel zu viel einfach hin….

      VG Donna

  • #8558

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Donna, das stimmt alles, und „an einem Strang ziehen“ ist ja der Wunschzustand. Interesse an den finanziellen Angelegenheiten meines Ehemannes habe ich auch. Aber es steht mir nicht zu, die finanziellen Verpflichtungen an die Vergangenheit zu kritisieren.
    Ich muss sagen, hier wirkt das schon eher so, als wäre es Hopes Anliegen.
    An der Frau wird kein gutes Haar gelassen, und ihr wird nichts gegönnt. Sie soll gefälligst mehr arbeiten. Und das ist einfach nicht Hopes Entscheidung.
    Wer weiß, was die beiden Ex-Eheleute vorher vereinbart hatten? Davon steht hier nämlich gar nichts. Vielleicht hat die Frau beruflich soweit zurückgesteckt, dass ein Wiedereinstieg von jetzt auf gleich einfach entsprechend schwer ist?
    Ja, Männer nehmen oft viel zu viel hin. Trotzdem ist es nicht die Aufgabe der neuen Freundin, dem Mann vorzugeben, wie viel oder wenig er der Ex zahlen darf. Und es ist nicht Aufgabe der neuen Freundin, seine Probleme zu lösen. Hier klingt das nicht, als gäbe es gemeinsame finanzielle Verpflichtungen, die sie aus diesem Problem heraus ungleich finanzieren müsste. Hope, entsteht dir durch seine Zahlungen ein finanzieller Nachteil? Musst du das Kind und die Frau querfinanzieren?

    Ich lese hier nur davon, dass sie halt „das nicht mitansehen kann“. Der Einsatz für den Mann ist ja nett. Aber ich kann eben auch verstehen, warum andere Foren da so drauf anspringen, wenn sie dort den Eindruck erweckt, dass es ihr nur darum geht, den Geldhahn für Ex und Kind zuzudrehen, weil sie „die Neue“ ist – aus Prinzip und Mitleid mit dem Mann.

    Ja, solche Männer lassen sich zu viel gefallen, und brauchen oft wen, der ihnen gut zuredet. Aber der Grat zwischen „wir ziehen an einem Strang“/“er braucht Zuspruch, für sein Recht zu kämpfen“ und „den Mann bevormunden/manipulieren“ ist schmal. Der Wunsch, was zu ändern, muss schon von ihm ausgehen. Eine Neue kann dann unterstützen, aber in der Öffentlichkeit zu fragen, wie man Ex und Kind am besten finanziell loswird hat für viele einen Beigeschmack.

  • #8559

    Hope89
    Teilnehmer

    LillyChantilliy,

    Meine Frage war ob jemand Erfahrungen damit hatte warum auch noch nach dem Alter von 3 Jahren Unterhalt an die Ex gezahlt werden muss. Wollte damit den ernst der Lage erklären und trotzdem wie gesagt neutral bleiben und Details weg lassen. Es ging mir um die Frage die ich stellte und nicht um eine Beurteilung wie ich die Situation meines Partners Handhabe. Mein Partner „übertreibt“ mir gegen über nicht. Aber ich denke ich muss mich auch nicht erklären. Ich hatte eine Frage gestellt, zu der Ich, wenn jemand was weiß, eine Antwort gewünscht hätte.

    Angefeindet hat mich vorher niemand da ich nur stille mitleserin war und so einen Eintrag erst gar nicht gemacht habe. Das erste mal hier. Weil ich dachte dass man hier Hilfe bzw. Rat bekommt von Personen die ähnliches erlebt haben oder momentan erleben. Ich wollte hiermit niemanden „finanziell loswerden“ ich komme super mit seiner Tochter zurecht und würde nie irgendetwas an Zahlungen kritisieren wenn ich weiß, dass Sie rechtens sind. Ich wollte nur eine Meinung aus Erfahrungen hierzu haben. Ich habe diverse Details hier bewusst ausgelassen. Deshalb ist der Hintergrund hier nicht deutlich wie ich zu den genannten Äusserungen komme. Ich selbst bin auf kein Geld angewiesen. Mich macht nur das Leiden meines Partners Unglücklich und sauer und habe deshalb hier nach Rat gefragt. Ich denke dafür ist dieses Forum gedacht. Ich hab keine Bewertung der Situation angefragt sondern ob jemand die Rechtslage hierbei kennt, da ich denke hier läuft etwas unfair. Ich denke dass eine Unterstützung durch die neue Freundin, bzw. Interesse daran dass der Partner evtl. Unfair behandelt wird durch aus in meinem Recht steht. Ich würde es eher traurig finden wenn mich das alles kalt lassen würde. Wie Donna schrieb: wir ziehen auch an einem Strang und somit sind auch seine Probleme, Dinge pber die ich mir Gedanken mache und versuche Lösungen dafür zu finden. Ich hoffe es ist deutlich geworden, dass ich hier nicht die brastige Neue abbilden will.

    Grüße

  • #8560

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Ich wollte dir gar nichts unterstellen, und etwas zu lesen, ohne es zu bewerten ist praktisch unmöglich.
    Dann musst du zur Rechtsberatung gehen. Dort bekommst du sachliche Gesetzestexte als Ratschläge.
    Ich stelle dir nur dar, wie dein Anliegen – gerade so, wie du es selbst formuliert hast – rüberkommen könnte.
    Tatsache ist nun mal, dass ER handeln muss, wenn ER sich ungerecht behandelt fühlt. Da kannst du als Neue noch so motiviert sein, und noch so sehr hinter dem Mann stehen, oder ihn bemitleiden und für ihn leiden, oder „an einem Strang ziehen“. Es ist nun mal nicht DEIN Strang!
    Ich habe auch mit meinem Mann gelitten, und habe mich informiert, und Sachen gefragt. Aber das alles hilft nichts, solange er nicht von alleine den Antrieb hat, etwas zu ändern. Meiner war auch einer von der Sorte „Opfer“. Soooo arm, immer benachteiligt, über den Tisch gezogen, vor Gericht chancenlos wegen dem Geschlecht usw. Es sind immer dieselben Argumente, die in Wahrheit nur eine bequeme Ausrede für weiteres Jammern sind.

    Du willst jemanden, der die Situation deines Freundes sachlich einschätzt: da muss er zum Anwalt gehen. Er, nicht du!
    Ich meine das nicht böse, oder abwertend, und es liegt mir fern, über deine finanzielle Motivation zu spekulieren. Aber ich meine es sehr wohl als guten Ratschlag, dass du dich was das finanzielle angeht, raushalten sollst, solange du nicht davon betroffen bist. Daher meine Frage, ob du in irgendeiner Weise querfinanzierst.
    Wenn er ein Problem sieht, ist es seine Aufgabe, das zu lösen. Dann kannst du ihm beistehen, und ihn aufrichten, ihm Ratschläge zusammentragen, vielleicht sogar zu Terminen begleiten. Aber der Startschuss muss von IHM kommen. Bei allem anderen stehst du am Ende immer als die Blöde da, oder sogar als die Böse.
    Stell dir vor, die Zahlungen werden auf deinen Druck eingestellt. Glaubst du nicht, die Ex wird dem Kind eintrichtern, dass sie kein Geld mehr hat, weil Papa jetzt Hope finanzieren muss? Oder noch schlimmer, er selber bekommt ein schlechtes Gewissen, weil die Ex Druck macht wegen dem Geld, und macht mehr oder weniger bewusst irgendwann mal dich dafür verantwortlich?

    Du willst wissen, ob jemand Erfahrungen mit so einer Situation hat? Ja, hab ich. Es gab eine zusätzliche Vereinbarung, in der übermäßig hohe Zahlungen an die Ex vereinbart waren. Was nützt dir meine Erfahrung jetzt?

  • #8574

    Coco
    Teilnehmer

    Hallo Hope89,
    ich verstehe dich voll und ganz dass dir Sorgen und Gedanken machst schließlich habt ihr eine Beziehung. Nur weil es sein Geld ist und seine Exfrau heißt es doch nicht dass es dich nichts angeht!

    Was den Unterhalt angeht mein Mann musste 5 Jahre Unterhalt für seine Ex bezahlen obwohl sein Sohn schon 5 war.

    Argumente: es muss ihr der alte Lebensstandard weiterhin ermöglicht werden!! Der Hammer aber leider war.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und vor allem Ausdauer.

    • #8576

      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Waaas? Wie kann das denn sein? Wieso musste die sich keinen Job suchen? Oder mehr arbeiten? Ich bin platt.

  • #8578

    Coco
    Teilnehmer

    Sie hat einen Job und ihr wurde noch zusätzlich ein 450 Euro zuberechnet obwohl sie ihn nicht hat sonst hätte er noch mehr bezahlen müssen. Sag ich doch da verliert man echt den glauben an Gerechtigkeit!

  • #8581

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Tut mir leid, aber ich sehe das einfach ein wenig anders.
    Nur allein in einer Beziehung zu sein, rechtfertigt nicht, dem Partner in die Finanzen dreinzureden. Auskunft, ja. Beraten, auch. Aber Vorschriften in Richtung, Zahlungen einstellen, oder die Rechtsmäßigkeit zu hinterfragen, finde ich schon etwas vermessen. Es hat einfach diesen Beigeschmack, dass man dem Kind nichts gönnt.
    Wenn der Mann selber das Gefühl hat, er will diese Zahlungen nicht mehr, soll er sich selber darum kümmern, sie los zu werden. Aber auf Druck einer Neuen kommt das einfach nicht gut an.
    Glaubt ihr, diesen Kindern wird die Sache aus Sicht des ausgenommenen Vaters erzählt? Denen wird doch brühwarm aufgetischt, „Papas Neue ist Schuld, dass wir nicht mehr auf Urlaub können. Papas Neue braucht das Geld, das euch zustehen würde…“ usw.
    Und wenn es in der Beziehung irgendwann mal Stress gibt, ist man da auch wieder die Doofe, die den Hals nicht voll kriegen konnte. Ich glaube einfach, dass man da nur verlieren kann.

    Und ich kenne die Situation aus zwei Blickwinkeln. Ich war mal das ungeliebte Stiefkind, dessen Studiumsfinanzierung auf Druck der Stiefmutter eingestellt wurde.
    Und jetzt musste ich auch lange zuschauen, wie mein Mann seiner Exfreundin ein vielfaches der rechtlich vorgesehenen Alimente freiwillig in ihren gierigen Hals schiebt. Aber er musste von ganz alleine merken, dass er Exi und ihrem Neuen eine Wohnung finanziert hat, und dass das Kind nicht annähernd so viel braucht, bis er die Zahlungen eingestellt hat. Den Schuh, dass ich da meine Finger im Spiel hatte, zieh ich mir nicht an. Denn diese fiese Einmischung ist etwas, das ich meiner Stiefmutter nie vergeben habe, auch wenn wir zum Ende hin gute Freundinnen wurden.

    • #8582

      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Lilly Ch., ich glaube, Du hast ein gehöriges Problem.

  • #8583

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Ich weiß dieses Forum sehr zu schätzen, eben weil man auch mal unterschiedliche Meinungen haben kann, ohne dass es gleich beleidigend wird. Jeder, die hier postet, nach dem Mund zu reden, ist aber nicht hilfreich. Vielleicht hilft es aber, auch mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen? Ist es nicht genau das, was Austausch ausmacht?

    Anderen einfach ohne weiterer Erläuterung, „Probleme“ zu diagnostizieren, ist hier aber nicht der normale Umgangston. Ich akzeptiere deine Meinung, habe aber eine andere. Mir ist es lieber, wenn ich es nicht nötig habe, in die Finanzen meines Mannes eingreifen zu müssen. Er kann mit seinem Geld machen, was er will, solange er seinen Teil unserer gemeinsamen Angelegenheiten abdecken kann. Ich hab meins, er hat seins, und gemeinsam haben wir unser Geld. Kann doch jeder in der Beziehung lösen, wie sie/er will. Also, dürfen wir uns auch für getrennte Finanzen entschieden haben, ohne dass ihr hier gleich patzig werdet, und mir „gehörige Probleme“ unterstellt?

    Ansonsten war die Frage, ob jemand damit Erfahrungen hat. Ja, habe ich – aus beiden Blickwinkeln. Und das ist mehr, als die meisten anderen hier beitragen können.

    Ja, mir tut es auch weh, dass in Richtung Ex und Kind so viel Geld geflossen ist, ohne dass auch nur irgendwas zurück gekommen ist. Oder dass die Ex sich mit ihrem Neuen eine Wohnung kauft, was ohne dem Geld meines Mannes nicht möglich gewesen wäre. Das dreifache, von dem, was dem Kind rechtlich zusteht ist dort regelmäßig hingeflossen. Dazu noch die gesamten Umgangskosten (Fahrt, Hotels, Ausflüge, Essen in Restaurants,… – jedes Mal 300 Euro).
    Auch wenn ich das Geld lieber für uns hätte, habe ich es mir verbissen, irgendwas in diese Richtung zu sagen. Meine Überlegungen dazu habe ich ausführlich erläutert. Aber lieber das, als dass mir irgendwann mal wer vorwerfen kann, dass ich raffgierig sei, oder dem Kind nichts gönne.

    Glaubt ihr nicht, dass ich mich auch geärgert habe, dass die Ex sich auf Kosten meines Mannes ein faules Leben macht? Trotzdem bin ich der Meinung, dass es mir nicht zusteht, das aus meiner Motivation heraus zu ändern. ER muss das ändern wollen, und es selber angehen – weil es nicht meine Angelegenheit ist.

    • #8606

      Donnaserpente
      Teilnehmer

      So wie Du auf die arme Hope verbal eingedroschen hast, kam mir der Gedanke mit dem Problem. Wie Du Deine eigene Kindheit schilderst und Dein heutiges Leben wäre das ja auch nicht verwunderlich. Natürlich kann man unterschiedlicher Ansicht sein und konstruktiv diskutieren, aber ich fand Deinen Ton alles andere als angemessen. Meine Meinung.

      • #8607

        LillyChantilly
        Teilnehmer

        Aber du darfst auf mich verbal eindreschen, und mir „Du hast ein Problem“ an den Kopf werfen? Sehr konstruktiv…

        • #8611

          Donnaserpente
          Teilnehmer

          Ich habe geahnt, dass Du gereizt reagieren wirst. Ich wollte Dich wirklich nicht anfahren, merke aber, dass Du deutlich überreagiert hast bei Hopes Frage. Vlt. denkst Du mal drüber nach?! Nur so als Anregung…

  • #8608

    ElaLuela
    Teilnehmer

    Hallo Lilly, hallo Hope,
    also ich verstehe Euch beide ganz gut und kann beide Ansichten nachvollziehen.

    @hope: ich war am Anfang sehr wütend und „mein armer Mann“ hat mir soooo sehr leid getan, dass seine „böse Ex“ ihn ja ausnehmen möchte….nun bedenke bitte, es kann nur so lange passieren, solange er es zulässt!
    Bei uns war es so: beide Seiten hatten Anwälte. Die Ex wollte richtig viel Unterhalt, also für sich! Das Kind wird zu 100% von meinem Partner versorgt!!! Das ist für ihn selbstverständlich! Dass die Mutter aber auch mitverantwortlich ist, das kommt ihm ja nicht in den Sinn….na so was! Seine Anwältin sagte, dass nach der Reform 2007, glaube ich, gibt es kein einheitliches Gesetz und es wird individuell entschieden. Im allgemeinen ist es aber so, dass wenn die Kinder älter als 3 Jahre sind, kriegt die Ex keinen Unterhalt und basta! Es sei denn sie ist krank oder der Mann verdient viel viel mehr. Und selbst dann hat man noch eine gute Chance. Bei uns war das dann so, dass mein Partner wohl hätte zahlen müssen. Die Frage war aber wie viel und wie lange. Die beiden konnten sich nicht einigen, weil eben die Ex wirklich mehrere tausende Euro haben wollte. Nun hat die Anwältin meines Partners geraten vor Gericht zu gehen. Mein Partner hat dies aber nicht gemacht. Denn sonst wäre ja das „gute Verhältnis“ zu der Ex ruiniert und das arme Kind hätte ja mitbekommen, dass Mama und Papa sich streiten. Also geschah es zum Wohle des Kindes, dass mein Partner „freiwillig“ einen fetten Gehalt an die Ex zahlt und das über 7 Jahre. Plus wie bereits gesagt 100% Versorgung des Kindes. Für dieses Geld könnte die Ex eine Wohnung kaufen oder sonst wie….sie lebt im Luxus und geht kaum arbeiten….Mag sein, dass sie nicht fair ist und sonst wie krank. ABER mein Partner hat es mit sich machen lassen!!!! Er hätte den Ausweg gehabt. Wollte er aber nicht. War seine Entscheidung. Ich musste es akzeptieren! So lange es keine Auswirkung auf mich/uns als Paar hat (das habe ich ihm deutlich gemacht), juckt es mich nicht mehr. Soll er machen , was er will. Aber , dass er nun „ein Armer“ ist, der ausgebeutet wurde….nö, das will ich nicht hören. Die Exen machen nur das, was „unsere Männer“ mit sich machen lassen. Nicht mehr und nicht weniger!
    Also, bitte lasst Euch beraten!!! Heutzutage soll ja nun wirklich keiner mehr ausgebeutet werden!

    @lilly: ich glaube es spricht Wut und Enttäuschung aus Dir. Ich fühle oder habe es genauso gefühlt. Also kann ich total gut nachvollziehen. Das Geld hätte ich auch gerne für uns als Paar gehabt. Ich gönne ja dem Kind Brot und Butter. Und das Kind hat nun wirklich eher mehr als genung. Dem geht es richtig gut. Ich freue mich auch, dass es so ist. Dass habe ich meinem Partner auch so gesagt. Aber ich gönne der Ex den Luxus nicht! Warum auch? Sie ist gesund und kann doch arbeiten gehen, stattdessen lässt sie sich von MEINEM Partner finanzieren. Und ja es kotzt mich an und macht eifersüchtig!!!( Das heisst aber nun wirklich nicht, dass ich stattdessen von ihm finanziert werden möchte! )Mein Partner sieht das natürlich anders, nach dem Motto, dass er das alles tun musste…aber naja. Jedenfalls habe ich ihm gesagt, dass das Kind selbstverständlich ist, aber dass die „fremde Frau“ von ihm versorgt wird, nur damit angeblich die Stimmung gut bleibt, das finde ich blöd. Das war dann auch gut, sonst wäre noch viel mehr Geld in die Richtung geflossen. Ein Jahr muss er noch für sie zahlen. Also bin ich gespannt, ob die“gute Stimmung“ dann auch noch gut bleibt???
    Und es ist mir auch nicht egal, wen mein Partner versorgt! Denn wenn man eine gemeinsame Zukunft/Zuhause aufbauen möchte(dazu gehören ja auch finanzielle Angelegenheiten), dann möchte man doch nicht die Ex am Bein hängen haben!

    Beste Grüße, Ela

  • #8613

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Ela, danke für deinen Beitrag. Ich finde es auch voll in Ordnung, sich hinzustellen, und offen zu sagen „Ich gönne ihr das Geld nicht. Ich hätte es lieber für uns als Paar.“
    Aber genau das hat Hope ja nicht gemacht. Sie stellt es so dar, als wären ihre Motive rein altruistisch, und es ginge nur darum, dass der arme Opfer-Mann zu seinem Recht kommt. Dass Profit für das neue Paar der Antrieb ist, wird ja vehement abgestritten.
    Für mich ist das im besten Fall eine Bevormundung eines erwachsenen Mannes, und im schlechtesten kommts heuchlerisch rüber.
    Ich versuche die ganze Zeit schon darzustellen, wie es bei der Exfamilie ankommt, wenn eine Neue dafür verantwortlich gemacht wird, dass der Geldhahn zugedreht wird, und werde dafür angegriffen.

    Jahre im nachhinein kann ich tatsächlich verstehen, warum meine Stiefmutter meinem Vater Druck gemacht hat damals. Natürlich wollte sie Urlaube mit ihm, und ihn nicht durchfüttern müssen. Aber bei einem alleinerziehenden, verwitweten Mann mit 2 Kindern sind die Finanzen nun mal anders als bei einer Geschiedenen mit nur einem Kind, für das der Vater Unterhalt zahlt. War ihr Handeln verständlich? Ja. War es in Ordnung und gerecht? Nein. Es war nicht mal rechtlich ok. Ja, klar, ich hätte meinen Vater auf meinen Unterhalt im ersten Studium verklagen können – aber wer macht das mit knapp 18 schon? Ich habe den Kontakt für Jahre abgebrochen, und es hat zwischen den damals frisch Vermählten für den ersten Riesenkrach gesorgt. Eben mit der Argumentation von seiner Seite „Du bist Schuld, dass meine Tochter den Kontakt abgebrochen hat.“
    Wer so genau auf Geld schaut, das ein anderer verdient, muss damit rechnen, dass damit Beziehungen kaputt gehen – nichts anderes habe ich gesagt.
    Ich finde es ohne Frage auch bescheiden, wie viel Geld mein Mann für Ex und Kind zahlte. Natürlich gönne ich es der Ex auch nicht, und hätte das Geld lieber für uns gehabt. Aber um keinen Preis wollte ich diejenige sein, die sagt „Du, rechne da mal nach, und kürz da.“ Ich habe lang und breit erklärt, warum ich glaube, dass einem das nur auf den Kopf fallen kann.
    Und ich stell mich auch nicht so dar, als ging es mir nur um das Wohl des Mannes. Mir geht es sehr wohl auch darum, dass ich nicht immer alle Extras, wie Essen-gehen oder Ausflüge für uns zahlen will, oder dass ich im Haus umbauen und Sachen erneuern will.

    Und Donna:
    Ich finde nicht, dass ich überreagiert habe, und direkt angegriffen habe ich, im Gegensatz zu dir, auch nicht. Ich habe gesagt, wie der Eingangspost aufgefasst werden kann. Ich habe nachgefragt, um die Motive zu verstehen.

    Ich finde es ehrlicher, und besser, wenn wir hier offen sagen „Ich gönne es der Ex nicht. Wie bring ich meinen Mann dazu, das Geld für mich auszugeben?“. Wir sagen in anderen Strängen ja auch ganz offen „Ich mag das Kind nicht“, und haben Verständnis zueinander. Nein, niemand muss fremde Kinder mögen, und niemand muss fremden Frauen ein faules Leben mit einem Lächeln finanzieren.
    Aber so zu tun, als ginge es nur darum, dass man das Leid des Mannes nicht mitanschauen kann, und selbstverständlich selber gar nicht davon profitiert…und dann noch der obligate Hinweis, wie böse andere Foren mit mehr unterschiedlichen Meinungen sind, und dass man nicht „geprügelt“ werden will *roll*
    Wenn man nicht schon wüsste, dass die eigene Meinung auf Gegenwind stoßen könnte, dann müsste man nicht von vornherein sagen „aber bitte nur nett mir nach dem Mund reden“.
    Dann gehts aber auch nicht darum, andere Meinungen zu lesen, und den eigenen Standpunkt zu hinterfragen. Sondern nur darum, bestätigt zu werden. Bestätigung für etwas, das sich vielleicht ganz tief drinnen doch nicht so richtig anfühlt.

  • #8614

    Daka
    Teilnehmer

    Wow, hier hat sich ja eine ganz schön hitzige Diskussion entwickelt… habe mich jetzt hier mal durchgekämpft…

    @hope, deine Beschreibung ist ja sehr drastisch. Von dem was du schreibst, ist dein Mann bereits jetzt mit seinen Zahlungen an Kind und Ex am Existenzminimum (er kann sich nicht mal ein neues T-Shirt kaufen), will aber den weiteren Zahlungen zustimmen? Für mich passt das nicht zusammen. Wenn er wirklich so wenig Geld hat, dann könnte er doch Prozesskostenbeihilfe beantragen und sollte dann auch vor Gericht für sein Recht kämpfen. Ich dachte immer so etwas wird bereits im Rahmen des Scheidungsverfahrens mit entschieden… aber damit kenne ich mich nicht aus. Aber ich sehe es schon auch so wie Lilly – letztendlich ist es das Problem deines Mannes und nicht deines. Die Frage des „Problembesitzes“ ist ein ganzes Kapitel im Gordon Familienkonferenzbuch….es geht darum, sich bei einem Problem zu fragen: Wem „gehört“ das Problem. Das Problem deines Mannes beeinflusst natürlich auch dich, du siehst wie er gesundheitlich darunter leidet. Deswegen kannst du das Problem aber nicht für ihn lösen. Du kannst ihn unterstützen, ihm helfen Lösungsansätze zu finden. Aber wie Lilly schon sagt, diese Lösungen angehen muss er ganz von selbst. In eurem konkreten Fall könnte das so aussehen, dass du ihm z.B. sagst: „Ich mache mir große Sorgen, weil du wegen des Unterhaltes gesundheitlich so angeschlagen bist. Gibt es etwas wie ich dich unterstützen kann?“ Auch wenn es ungerechte Urteile gibt, ich glaube nicht, dass er für Unterhalt der Frau mit einem 5-jährigen Kind bis zum Existenzminimum ausgenommen werden muss. Da gehe ich dann mit Donna mit und sage, lasst es auf einen Prozess ankommen.
    Ich bin nicht getrennt, aber wenn ich mir überlege, dass ich nach einer Trennung alleine mit Kind da stände und nur Unterhalt fürs Kind bekäme…ich weiß nicht, ob ich damit auskommen würde. Ich habe Elternzeit gemacht und bin danach nur schwer wieder in den Job gekommen, weil es als Wissenschaftler schwer ist in Teilzeit zu arbeiten. Mein Partner ist aber selbstständig und so muss ich mich quasi um alles kümmern. Kind zur Kita bringen und holen, Einkaufen und Haushalt… Vollzeit arbeiten und auch noch 1 Stunde Fahrtweg haben ist da einfach nicht drin (wir wohnen am Stadtrand und 1 Stunde Fahrt pro Strecke ist da normal). Ergo, ich verzichte zum Wohle unseres Kindes auf meine berufliche Karriere, damit er das „große“ Geld nach Hause bringen kann. Würden wir uns jetzt trennen, könnte ich irgendwie versuchen wieder Vollzeit zu arbeiten, aber das wäre schwierig insbesondere etwas zu finden wo ich dann noch die Betreuung meines Kindes abdecken kann… Ich arbeite immer noch in Teilzeit und nehme damit auch in Kauf später weniger Rente zu bekommen. Mein Mann verdient sehr gut und daher ist das alles auch kein Thema, aber wenn wir uns nun trennen würden, sähe das eben auch anders aus. Bekommen würde ich in dem Fall übrigens nichts, weil wir nicht verheiratet sind. Vielleicht ist es der Frau nicht möglich mehr als 20 Stunden zu arbeiten? Vielleicht bietet ihr Arbeitgeber eben nur 20 Stunden Aushilfsjobs an und würde sie nicht fest einstellen? Und ich finde es nicht verwerflich, wenn seine Frau ihre Eltern als Unterstützung nimmt, denn so ein Kind in Vollzeit zu betreuen ist eben auch sehr Zeitintensiv. Wie oft ist seine Tochter denn bei euch?
    @Donna, ich finde auch, dass du gegenüber Lilly etwas „übergriffig“ geworden bist. Lilly hat ihre Erfahrungen geschildert und dazu ist diese Forum doch auch da. Ja klar spielen da bei Lilly noch alte Verletzungen mit und sie teilt diese mit uns, damit wir einen anderen Blickwinkel bekommen. Das finde ich gut und wichtig. Und ich stimme mit dem überein, wenn die Stiefmutter den Vater überredet, das Geld einzustellen, fällt das am Ende wenn es Probleme gibt immer auf sie zurück. Deswegen bleibe ich bei: Unterstützen ja, Antreiben nein. Wenn von ihm selbst kein Antrieb kommt, dann muss er da durch. Wie auch Ela geschrieben hat… der Mann zahlte lieber viel zu hohen Unterhalt des lieben Friedens willen? Na gut, dann ist das so. Dann muss er auch mit allen sich daraus ergebenen Konsequenzen leben. Die Exen können „unsere“ Männer nur soweit ausnehmen, wie diese das auch zulassen. Mein Partner lässt das im übrigen nicht zu, das aber ohne mein Zutun. Er zahlt Unterhalt (Höchstsatz) nach Tabelle sowie die Hälfte der privaten KV. Extra-Anfragen wie Hälfte von Klassenfahrt etc. werden regelmäßig abgeschmettert. Und auch bei der KV hat er einen längeren Kampf mit ihr gehabt, sie hatte erste eine andere KV und wollte dann wechseln. Diese sollte aber plötzlich mehr als doppelt soviel kosten. Er hat dann gesagt, er stimmt dem Wechsel der KV nicht zu, es sei denn, sie zahlt dann selbst die Hälfte. Dem hat sie dann zugestimmt und sie haben das schriftlich vereinbart. Sie hat auch mal irgendwelche Arztrechnungen zur Zahlung geschickt, die aber zum Großteil von der KV erstattet wurden (da wollte sie über 1000 €). Als er dann weitere Unterlagen forderte (z.B. das was die KV bereits erstattet hat) kam nichts mehr, weil sie natürlich wusste, dass ihre Forderung unberechtigt war. Es lassen sich also zum Glück nicht alle Männer ausnehmen…Ach so da sie nicht verheiratet waren wurde Unterhalt für sie gar nicht diskutiert…

    Liebe Grüße,
    Daka.

    • #8621

      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Auch wenn Du es anders siehst. Hope hatte eine Frage ans Forum und wurde – nach meiner Einschätzung- ziemlich angegiftet. Ich wäre über solch eine Antwort ziemlich traurig gewesen. Es ist ja auch leider so, dass die meisten Männer sich allzu viel gefallen lassen und dann aufgeben. Ein Ex-Männer oder Zahlväter Forum habe ich noch nicht gefunden. Frauen kommunizieren eben mehr. Und Hopes Frage fand ich total nachvollziehbar.

  • #8617

    Hope89
    Teilnehmer

    Ich melde mich nun auch wieder zu Wort. Vorher war es mir leider nicht möglich.

    @ LillyChantilly: Ich möchte hier jetzt noch mal folgendes klarstellen: Weder bevormunde ich hier irgendwen, noch gönne ich seiner Tochter nichts. Natürlich hätte das einen komischen Beigeschmack wenn ich meinem Partner vorschreiben würde was er zu tun hat hinsichtlich seiner Unterhaltsverpflichtungen. Aber ich bin auch der Meinung, dass ich nirgends erwähnt habe, dass ich meinem Partner in dieser Hinsicht Vorschriften mache. Von daher möchte ich diese Unterstellung gerne einmal schnellstens von mir weisen. Desweitern gönne ich seiner Tochter natürlich alles was Ihr zusteht. Genauso gönne ich Ihr aber auch, dass Ihr Vater mit Ihr Dinge unternehmen kann, die eben auch mal Geld kosten.
    Einen Anwalt hat er ja und dieser hat auch gesagt und belegt, dass mein Partner keinen Unterhalt für die Ex mehr zahlen muss. Die Ex fordert aber durch Ihre Anwältin weiterhin. Das Schreiben des Richters sagt: Er soll das zahlen.
    Meine Frage hier war lediglich aus dem Grund gestellt, wie es denn sein kann, dass zwei bzw. 3 Personen die mit dem Gesetz arbeiten auf unterschiedliche Ansichten kommen, da ich ja denke, sowas müsste irgendwo doch gesetzlich geregelt stehen. Deshalb war hier meine Frage ob jemand da Erfahrungen hatte und mir evtl. erklären kann was diese „das Kind ist über 3 Jahre“-Regelung außer Kraft setzt.
    Ich sehe meine Frage weiterhin als ganz normal an, und lasse mir auch hier nicht anmaßen, dass ich keinem was gönne. Mein Partner und ich reden ab und zu darüber, er weiß dass er mit mir reden kann wenn ihn was belastet hinsichtlich dieses Themas. Und diese Sache, dass einer sagt er muss nicht und der andere sagt er soll aber, verwirrt Ihn eben und mich natürlich auch. Daher habe ich einfach mal im Internet recherchiert ob man da Beispiele zu findet wann es wie ist. Dann bin ich auf diese Seite gestoßen und habe meine Frage gestellt. In anderen Foren habe ich nicht das Interesse gehabt, da man von den Reaktionen bei anderen Themen keine Hilfe erwarten konnte. Daher meine Aussage über die anderen Foren, in denen ich selbst nur nach Informationen gesucht aber nicht geschrieben habe.
    Recht habt Ihr natürlich, dass ER in erster Linie aktiv werden muss um etwas zu erreichen, das ist in dem Sinne sein Kampf. Aber ich möchte ihn natürlich zur Seite stehen und die Dinge auch verstehen mit denen er sich auseinandersetzen muss. Grade wenn wir drüber sprechen. Er hat sich ja von seinem Anwalt auch große Unterstützung geholt und versucht viel in dem Thema. Jetzt kam aber wie gesagt ein schreiben vom Richter das besagt, dass der geforderte Unterhalt gezahlt werden sollte. Und jetzt die Möglichkeit besteht das so zu akzeptieren oder noch vor das Gericht zu gehen. Er traut sich aber nicht vors Gericht zu gehen aus Angst im Nachhinein noch mehr zahlen zu müssen (Gerichtskosten..) daher will er sich wohl für diese Zahlung entscheiden. Und ich verstehe vollkommen seine Angst und unterstütze ihn, egal wie er sich entscheidet. Trotzdem interessierte mich eben der Punkt, woran das festgemacht wird, dass er muss. Da die Aussagen ja unterschiedlich sind. Das und nur das war meine Frage, aus Gründen des Beistands und Zusammentragung von Ratschlägen, wie du es bereits erwähnt hast.
    Ich greife in keiner Weise in seine finanziellen Angelegenheiten ein. Wieso sollte ich das auch? Ich fordere keine Versorgung durch meinen Partner. Ich wusste vorher, dass es nicht einfach wird und wie die Dinge stehen und eventuell laufen werden. Darauf habe ich mich wohlwissentlich eingelassen. Deshalb werde ich auch sicher nicht anfangen Forderungen zu stellen.

    @elaluela Danke für deinen ausführlichen Text. Du hast bzw. Ihr habt recht mit der Aussage, dass die Männer viel mit sich machen lassen. Ich verstehe aber auch bei Meinem die Ängste die er hat, die ihn zu dem „mit sich machen lassen“ bringen. Klar die endgültige Entscheidung wie der Mann es macht, ist definitiv seine und hat eigentlich mit uns nichts zu tun. Aber es ist ja auch nicht so als würde mein Partner nichts dagegen machen, wie mit der Anwaltsgeschichte oben geschrieben. Ich glaube einfach hier wurde mein Anliegen falsch aufgefasst. Meine Frage war ja eigentlich eine ganz normale Frage, die gar nicht dieses Ausmaß hier annehmen sollte. Ich hoffe ich konnte das im obigen Text nochmal deutlich machen.
    Klar hast du recht wie du meintest, dass das bemitleiden vielleicht falsch ist aber ich kann unsere Situation schwer beschreiben. Ich sehe was mein Partner tut bzw. getan hat. Und ich kenne das Verhältnis von Ihm und seiner Ex. Und was Sie sich teilweise rausnimmt wenn es um das gemeinsame Kind geht. Ist natürlich für euch als außenstehende schwer einzuschätzen was meine Motivation ist. Aber ich bekomme das alles mit und mein Partner erzählt mir auch alles wenn es wieder Probleme gab. Und natürlich höre ich Ihm hier zu und versuche mein Bestes Ihm bei zustehen. Trotzdem bin ich da immer vorsichtig und sage auch teilweise, dass es an bestimmten Punkten jetzt nicht mein Recht ist darüber zu Urteilen oder Ihm zu sagen was er tun sollte, dass es seine Entscheidung sein muss.

    @ Coco das ist ja ein starkes Stück. Und nach den 5 Jahren war dann endgültig Schluss mit den Zahlungen oder kam es dann zu Streitigkeiten? Konnte Sie denn nach den 5 Jahren Ihren Lebensstandard selbst wahren? 😉 Ich denke mal das wird hier bei mir wohl auch der Grund sein. Einen anderen würde ich nicht sehen, warum es über die 3 Jahre hinausgeht.

    @ Daka Ich sag mal das mit dem T-Shirt ist da eher etwas „Übertrieben“ geschildert. Natürlich ist ein T-shirt noch drin. Aber die Lage ist schon so, dass kleine Investitionen außer der Reihe eben nicht für Ihn in Frage kommen.
    Auch hier reiße ich nochmal kurz an, dass ich NICHT versuche seine Probleme zu lösen, oder hier zum Einstellen der Zahlungen „zwinge“. Trotzdem kann ich ja nichts dagegen tun, dass ich mir sorgen um Ihn mache und mich deshalb einfach des Verständnisses wegen etwas selber informieren möchte.
    Mir war hier nicht bewusst, dass mein Anliegen hier so missverstanden wird. Und ich hoffe ich konnte ein wenig aufklären.

    Grüße

  • #8618

    Daka
    Teilnehmer

    Danke für die ausführliche Schilderung.
    „Einen Anwalt hat er ja und dieser hat auch gesagt und belegt, dass mein Partner keinen Unterhalt für die Ex mehr zahlen muss. Die Ex fordert aber durch Ihre Anwältin weiterhin. Das Schreiben des Richters sagt: Er soll das zahlen.“ Auch wenn die Gefahr besteht, dass er das Verfahren verlieren könnte (und diese Gefahr besteht natürlich immer) würde ich es bei dem Stand wohl darauf ankommen lassen. Der Richter will nur seine Ruhe haben und empfiehlt vielleicht deshalb dem Vater das auch zu zahlen, davon ausgehend, dass er das dann auch tut. Das Verfahren selbst ist ja gar nicht so teuer und den Anwalt selbst zahlt er ja sowieso schon. Im ganz schlimmen Fall muss er noch die Anwaltskosten der Mutter übernehmen, aber bei so Scheidungssachen und Kindschaftssachen wir das ja auch oft hälftig aufgeteilt.

    Im Prinzip stellt sich also die Frage: Gerichtsverfahren oder lieber zahlen… das müsst ihr euch bzw. dein Mann sich selbst entscheiden… ich würde wohl dazu tendieren es drauf ankommen zu lassen…

    Viel Glück wie auch immer ihr euch entscheidet,
    LG Daka.

  • #8620

    Coco
    Teilnehmer

    @hope89 auf deine Frage ob nach 5 Jahren Theater oder Schluss ist mit Zahlungen die Antwort ist ja. Mittlerweile lebt sie so gut dass sie sich inzwischen die Brüste hat machen lassen. Sie arbeitet 25 Stunden die Woche, nebenher verdient sie noch gut an ..fra und Kindergeld Höchstsatz. Else hat vermutlich mehr wie manch Mann!

    Zum eigentlichen Thema. Was auch noch ein Unterschied ist ob verheiratet oder nicht. Dann hat man mehr Recht sich einzumischen was der Mann zahlt oder tut.
    Einmischung hat meiner Meinung nach nichts mit Bevormundung zu tun. Da Männer anders ticken und einfacher gestrickt sind denken die nicht so weit was richtig oder falsch ist oder tue ich meiner Partnerin weh.

    LG Coco

  • #9282

    STEP-MOM
    Teilnehmer

    Hi Mädels, bin eurer Gesamtmeinung. Auch mein LG wird ausgenommen und finanziell bleibt für ihn ungefähr nichts übrig. Genau das gleiche wie bei dir, Hope. Die Kinder sollen möglichst oft zu und und die Sch…EX will alles Geld. Butter bei die Fische, die Kinder sind 5 und 7 und die Ex geht trotzdem nur halbtags arbeiten. Mein LG zahlt im Monat fast 1800 Euro Unterhalt. Die Ex macht jedes zweite Wochenende Städtetrips und neulich gab es ein paar neue Plastikbrüste. Das ist ganz ganz arm und in meinen Augen: Ja, mein armer Partner und die kranke Ex, die seit Jahren nicht akzeptieren will, dass das Leben weitergehen muss. Ich habe eine tierische Wut auf solche Frauen. Und zum Glück bin ich nicht abhängig von meinem LG!!!
    Und nun werde ich selbst bald Mama 🙂 mal sehen, was sich dann wieder an der Front tut..

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.