Ungerechtes Verhalten?

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Dieses Thema enthält 7 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Donnaserpente vor 3 Monate, 3 Wochen.

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  • #9094

    March84
    Teilnehmer

    Hallo,
    wie jede von euch habe auch ich eine neue Patchworkfamilie mit einer eigenen Tochte (5) und einer Tochter meines Freundes (6).
    Zur Vorgeschichte: wir sind seit 2 1/2 Jahren zusammen und seit 2 Jahren ist er zu mir gezogen. Er gibt mir was zur Miete dazu (nicht mal die Hälfte) und beteiligt sich zur Hälfte am Einkauf. Meine Tochter hat ihr eigenes Zimmer. Ich habe der Kleinen, da sie ja zu Besuch war eine Kinderschlafcouch bestellt.Meine Tochter wünschte sich zum Geburtstag ein Hochbett.

    Nachdem die „Matratze“ wie sie mein Freund bezeichnete angeblich viel zu kalt für seine Tochter auf den Fußboden war, haben wir beschlossen ein Doppelstockbett zu kaufen. Großer Streit brach vom Zaun, da seine Tochter oben schlafen wollte. Da es ja meine Tochter ihr Zimmer ist, bin ich der Meinung das sie auch die Wahl treffen kann wo sie schläft. Es ist ja schließlich ihr zu Hause…
    Ich habe am Ende für meine kleine ein Hochbett mit Rutsche gekauft. das alte Bett meiner Tochter haben wir unten rein gestellt und eine schöne Höhle mit Vorhängen gemacht. Mittlerweile ist auch das nicht mehr gut genug da sie sich „angeblich“ immer den Kopf stößt. Dies sagte sie zu Ihrer Mutter und sie forderte sogar ein Foto, da sie wissen will wie Ihr Kind schläft (was aber ignoriert wurde) Unsere Überlegung war, das wir die Zimmer tauschen, dass die Kids mehr Platz haben zum spielen (zu 2 ist wirklich manchmal eng) Nun ist mein Freund der Meinung das seine Tochter auch ein Hochbett in meiner kleinen ihr Zimmer bekommen soll. Nach dem Motto Gleichheit für beide.
    Zu dem anderen Dingen möchte ich noch eins sagen: Am Anfang unserer Beziehung erzählte er mir oft, was er für Schuldgefühle gegenüber seiner Tochter hat. Ihre Mutter war/ist psych. krank und ist allgemein auch extrem anstrengend. Überhaupt wie sie mit ihm redet ist schon sehr bestimmend. Ich habe ihm geholfen, dass er den Umgang über das Jugedamt/ Gericht geregelt bekommt. Nun ist es so aller 14 Tage + Donnerstag aller 14 Tage. Wo sie noch nicht bei uns schlief, war es noch relativ entspannt. Mittlerweile empfinde ich nur noch Antipathie. Als sie regelmäßig da war, gerieten die Wochenenden außer Kontrolle. Ihr Verhalten war biestig und sie ist sehr besitzergreifend. Im Kinderzimmer gibt sie den Ton an.(Sonst spielen die Kinder gut zusammen) Ihren Vater lacht sie aus wenn er schimpft, wenn ich den Kindern sage sie sollen bitte das Zimmer vor dem Essen aufräumen, wurde ich ignoriert. Alles musste nach ihrem Willen geschehen. Die Tischmanieren gleichen einem Schwein, überall wo Essen zubereitet wird ist sie zur Stelle. (Sie ist auch schon sehr „stämmig“) Mittlerweile hört meine Tochter auch nicht mehr wenn ich etwas sage, wenn sie da ist. Das Essen zu 4 am Tisch gleicht einem Kaspertheater. Wenn sie bei uns ist nässt sie auch noch ein. Windeln sind also noch ein Thema. An einem WE ist das ganze so eskaliert, das sie sich alleine am Kühli bediente, Papier hinter der Couch vom Essen lag, weder hörte und alles mit Wutausbrüchen versuchte zu kontrollieren, meine Nachbarn sich beschwerten und meine Tochter völlig irritiert war nachdem nur rumgeschrien wurde und sie ihr ständig ihre *** zeigte. Ich habe meine Freund gesagt das ich nervlich fertig bin und ihn gebeten mit Ihr zu seinem Bruder zu gehen oder sie nach Hause bringen. Ich sah das ende meiner Beziehung aber ich konnte nicht mehr. Mein Freund kam aber zurück, nahm mich in den Arm und sagte er könne dies nie mit mir aufgeben und er weiß wie anstrengend sie ist, aer sie sei ja auch sein Kind.Die Mutter forderte daraufhin ein Gespräch und wir setzen uns zusammen. Sie redet sehr eingenommen von sich und bei Ihr würde alles klappen, jedoch dreht sich der Planet nur um sie wie ich aus dem Gespräch entnahm. – ja weil sie komplett nach der Pfeife der jungen Dame springt. Da wird jeder Wunsch erfüllt und an Spielsachen jeglicher Art ist kein Mangel. Sogar 2 Kinderzimmer sind gegeben. Hat meine Tochter ein neues Spielzeug, will sie das auch du es wird gekauft..
    Naja jedenfalls einigten wir uns darauf, eine Basis zu schaffen, die Wochenenden zu kürzen um von vorne zu beginnen.
    Das funktioniert in den kurzen Zeiträumen am We ganz gut. Letztes Wochenende war sie natürlich wieder da und hat Ihrem Papa gesagt wie lieb sie ihn ja hat. Das er wieder in einem Verfall von Schuldgefühlen hing. Natürlich war das Hochbett bei dem Gespräch auch wieder auf dem Wunschzettel, der jetzt wieder up to date ist.Und warum sie denn beim Papa nicht mehr so oft sein kann, die Mama hat er gesagt er möchte das nicht. Er hat wieder Schuldgefühle ohne Ende. Wir haben uns wieder gestritten und ich erkenne ihn nicht wieder. Er ist wie ausgewechselt wenn seine Prinzessin ihn so „einwickelt“
    dieses spiel beherrscht sie mittlerweile so perfekt, das es einfach nur weh tut ihn so zu sehen wie er springt. Nachdem ich gesagt habe das es kein 2. Hochbett in meiner Tochter ihr Zimmer gibt, ich gerne bereit bin eine Schlafcouch rein zu stellen und wieder den Schrank für Ihre Spielsachen, überlegt er eine 2 Zimmer Wohnung für sich zu mieten damit seine Tochter einen eigenen Raum und ein eigenes Bett hat wenn sie kommt.
    Ich habe solche enttäuschenden Gefühle in mir, solch eine Wut auf Mutter und Tochter und auf meinen Freund, wie sie es immer wieder schaffen meinen Freund wie eine Marionette zu führen. Und er springt wenn Prinzessin ruft. Und er mir dann sagt ich wäre nicht kompromissbereit und Kinder müssten zusammenrutschen :-(((( Es ist doch aber meiner kleinen ihr Zimmer. Er ist nicht in der Lage konsequent zu sein, im Gegenteil anstatt Spielzeug zu kaufen steckt er noch 50 Euro in die Spardose – sie hat ja nix. An den WE an denen sie hier ist, gibt es kaum Regeln und es gleicht einem Minizoo. Meine Freunde und Familie haben es oft miterlebt und sind der Meinung sie ist sehr speziell 🙁 meine Mum möchte sogar nicht das sie mitkommt bzw möchte sie nicht bei sich haben, da sie an ihre Schränke geht und generell sehr respektlos ihr gegenüber war. Ich könnte 1000 Dinge aufschreiben, Aber ich weiß einfach nicht mehr weiter mit dieser Situation umzugehen. :-(((

  • #9095

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Hallo March84

    Die Zweitwohnung ist doch die optimale Lösung für euch. So hat jeder sein Reich und die Tochter kann dort ihr Zimmer haben. Dann müsste deine Tochter nicht mehr ihr Zimmer teilen und nach den Spielregeln der Tochter deines Freundes tanzen. Ihr könntet die Wochenenden wo es dann nicht gut läuft entschleunigen oder sogar sagen das er die Wochenenden nur sort verbringt mit ihr.

    Ich lese raus wie erschöpft und genervt du bist und ich kenne das. Überlege dir gut wieviel Kraft du in dieses Kind stecken willst. Da hier beide Eltern nicht mitarbeiten wird sich ihr Verhalten nicht ändern sondern immer mehr festigen.

    Mein Stiefsohn ist so ähnlich und es war und ist immer noch sehr nervenaufreibend und stressig wenn er da ist. Mal läuft es dann wieder nicht.
    Ich würde dir raten dich abzugrenzen. Deine Wohnung deine Regeln und das Zimmer deiner Tochter. Wenn er unbedingt Extras will und ein eigenes zimmer soll er sich eine 2 Zimmer Wohnung holen.

    Oder ihr holt Euch eine gemeinsame Wohnung die größer ist. Allerdings ist dort der rückzugsraum für Euch dann weniger.

  • #9096

    Pinocchio
    Teilnehmer

    Liebe March84

    Du hast alles versucht, was in deiner Macht stand und einiges in Kauf genommen. Schreibe es auf eine Liste:
    Nachbarn reklamierten. *** meiner Tochter gezeigt. Rumgeschrieen. Wutanfall nach XY nicht bekommen hat.

    Ich schlage vor, dass ihr getrennte Wohnungen nehmt. Es geht nicht lange, da wird er dich verstehen, weil er dann alleine mit seiner Tochter sein muss und merkt wie die drauf ist! Falls nicht, weisdr du auch bescheid! 😉

  • #9097

    Starchild
    Teilnehmer

    Hallo March84

    Ich kann mich den Anderen nur anschliessen bzw., ich an Deiner Stelle, würde Ihn sogar dringend dazu auffordern, sich eine eigene Wonhung zu nehmen!
    Denn die Häfte an die Miete bezahlen kann er nicht, aber Forderungen stellen und dir mit Auszug drohen, dass dann schon?! Ist verm. nicht was Du lesen willst, aber Reisende soll man bekanntlich nicht aufhalten! Wenn er seine Altlasten irgendwann mal im Griff hat, oder wenigstens das Görr, klappt es ja ev. auch mit eurem Zusammenleben. Sein Kind-sein problem, dass muss er erst noch lernen, und Du eigentlich auch!

    L.G. Starchild

  • #9103

    Barokko
    Teilnehmer

    Hallo,
    es ist bestimmt schwer, Ruhe in das chaos zu bekommen. Doch nicht nur SEINE Tochter hat Rechte. DEINE Tochter und du habt es auch. Laß diese Unruhe nicht in deinem Leben zu. Ich habe am Anfang auch viel zu viel geschluckt und eingesteckt. Bei uns gab es auch eine Prinzessin, nein sogar zwei,die sich dienen ließen. Ich habe mir das eine Weile abgekuckt und dann zu meinem Mann gesagt, dass das Leben so mit uns nichts wird. Das ich in so einer Form nicht mit ihm zusammenleben möchte. Wir haben immer noch Prinzessinen ,die gerne thronen, aber ich mache ihnen schnell klar, das es das bei mir nicht gibt.Rede Klartext mir deinem Freund , mache deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse und die deiner Tochter klar…ich wünsche dir viel Kraft…lg

  • #9108

    Greenmile67
    Teilnehmer

    Hallo March84, das ist wirkliche eine prikäre Situation und es ist nicht einfach, Dir da einen Ratschlag zu geben. Ich bin selbst seit 8 Jahren mit einem Mann zusammen, der 3 Kinder hat (zwischenzeitlich 24 und 20 Jahre (Zwillinge), die er allein erzieht seit Sie 15 und 11 Jahre alt sind, da die Mutter der Kinder Alkoholikerin ist.
    Meine beiden Jungs waren, als ich meinen jetzigen Lebenspartner kennenlernte, bereits 20 und 17 Jahre alt.
    Wir wohnen nun seit über 5 Jahren zusammen, erst 2 Jahre in einem grossen Haus, dann, aus finanziellen Gründen sind wir in eine grosse Wohnung umgezogen, wo wir heute noch leben.
    Was ich Dir aus meiner Erfahrung raten möchte, ist, wenn irgendmöglich, jedem Kind sein eigenes Zimmer einzurichten.
    Es ist leichter gesagt, als getan, doch wenn Ihr zusammenhalten und an einem Strang zieht, schafft Ihr das.
    Ich hatte auch mords Angst vor dem Umzug, vorher wohnte ich fast 20 Jahre mit meinen beiden Jungs in einer, gerade mal 60qm-grossen 3-Zimmer-Wohnung, einer Genossenschaftswohnung.
    Meine beiden Jungs teilten sich ein Zimmer. Auch mein Partner wohnte vorher in seiner Eigentums-Wohnung, wo der 16-jährige Sohn sein Zimmer mit dem 12-jährigen Bruder teilen musste und die 12-jährige Tochter hatte ein winziges , eigenes Zimmer.
    Doch wir haben es nie bereut, jeden Cent extra umzudrehen (muss man eh‘ immer mit Kindern und vor allem auch in einer Patchworkfamilie), aber jedem der Kinder dadurch ein eigenes Zimmer ermöglichen zu können. Alle Kinder (jungen Erwachsenen) konnten sich viel besser entfalten und sich zurückziehen, wenn Ihnen danach war. Auch wir konnten bei Unstimmigkeiten jeden in sein eigenes Zimmer schicken.
    Es hat uns allen geholfen und die Kinder entwickelten sich besser und hatten „die Wahl“ zwischen Gemeinsamkeit oder Rückzug, je nachdem, wie Ihnen es gerade ging.
    Natürlich haben wir es leichter als Du, da meine Kinder „keinen“ Vater hatten bzw.der sich nie um die Beiden gekümmert hat und so das „Hin-und Her“ wegfiel. Auch die Ex-Frau meines Partners kümmerte sich nach der Scheidung nicht mehr um die 3 Kinder und niemand redete uns rein oder keiner von uns musste ein Besuchsrecht oder so einhalten.
    Die 5 Kinder waren nonstop bei uns bis Sie nach und nach auszogen….
    Mein Partner ist mir anfangs auch „gerechterweise“ in vielem entgegen gekommen und wir fanden vor dem Zusammemziehenn gute Kompromisse und Lösungen. Nachdem der Alltag eingekehrt war, kam er mir auch immer seltener oder garnicht mehr entgegen…
    Er verkaufte seine Eigentumswohnung, als wir nach 3 Jahren zusammenzogen (auch weil er sie noch Ewigkeiten hätte abbezahlen müssen, da er sie erst 5 Jahre vor unserm Kennenlernen gekauft hatte) und weil sie für uns ja eh‘ viel zu klein war.
    Ich gab meine Genossenschaftswohnung nach 20 Jahren auf, obwohl sie günstig und wunderschön war und ich darin hätte alt werden können, da meine Kinder damals ja schon 17 und 20 Jahre alt waren.

    Also kann ich aus meiner jahrelangen Erfahrung heraus nur raten, ein Zuhause für Euch zu schaffen, wo jeder von Euch die Möglichkeit besitzt, täglich, in jeder Situation und jeder „Stimmung“ selbst entscheiden zu können, ob er mit den anderen Familienmitgliedern Zusammensein möchte oder lieber die Türe seines eigenen Reiches schließt, um alleine zu sein.
    Und das „eigene Reich“ muss ja nicht riesengroße sein, sollte aber eine Tür haben, die jeder schließen kann und später, bei älteren Kindern, auch zugeschlossen werden kann!
    Das ist für Euch Erwachsene notwendig, sowie für die Kinder.
    Es nimmt manchen Druck und gibt jedem die Gelegenheit „durchzuatmen“, ohne dass man die Wohnung verlassen muss, um runterkommen.
    Sind die Kinder noch kleiner, wie bei Dir, kannst Du Dich auch mal mit „Deinem“ Kind zurückziehen oder Dein Partner mit „seinem“ Kind!
    Ich finde das absolut legitim!
    Es ist ein menschliches Bedürfnis und nichts Schlimmes!
    Ich wünsche Dir von Herzen alles alles Liebe und Gute für alles, was noch auf Euch zukommen wird.

  • #9110

    Greenmile67
    Teilnehmer

    ..Zu den Finanzen möchte ich auch noch etwas schreiben: ich habe erst jetzt, nachdem wir schon 5 Jahre zusammenwohnen und „nur noch“ 2 von insgesamt 5 „junge Erwachsene“ bei uns leben, mit Vehemenz und Mut durchgesetzt, dass wir ein extra KKonto auf unser beider Namen eröffnet haben. Es hat 5 Jahre gedauert, um mein „Mutter Theresa-Syndrom etwas abzulegen.
    Auf dieses gemeinsame Konto zahlt nun jeder „seinen“ Anteil von allen Kosten ein, die anfallen.
    Da die beiden jungen Leute, die noch bei uns wohnen, seine Kinder sind, zahlt er von allen laufenden Kosten 3/4 auf das Konto ein und ich 1/4. Es mag voll konservativ und übertrieben klingen, doch ich habe alles aufgesplittet und berechnet.GEZ, Abfallgebühren, Telefon und Internet, Miete, Betriebskostenabrechnung, Stromkosten ect.und jeder zahlt von allem nun entweder 3/4 oder 1/4 auf das Konto ein und von diesem Konto gehen nun alle Abbuchungen ab.
    Ich habe schon immer 800-1.000,00 Euro weniger als er verdient, und in der jetzigen Wohnung monatlich immer 400,00 Euro Miete bezahlt und Ihm zudem, wenn ich was über hatte, alles in bar gegeben
    Gab‘ es ein Guthaben und Geld vom Stromanbieter oder so zurück, kassierte er dies voll ein.
    Meine 400,00 Euro Miete und auch die Miete meines Sohnes wurde auf sein Konto überwiesen und ich hatte keinen Überblick, was er so mit seinem Geld so anstellt.
    Er ließ mich nie in seine Finanzen reinschauen und klagte aber immer.
    Ich legte Ihm dagegen immer alles offen.
    Entgültig ist mir der Kragen geplatzt, als ich mitbekommen habe, dass er von meinem Sohn ( er ist zwischenzeitlich ausgezogen) monatlich 250,00 Euro „Miete“ kassiert hat, von seinem Sohn, nachdem er nun ausgelernt ist und voll verdient, und er kein Kindergeld mehr für Ihn bekommt, nur 200,00 Euro monatlich kassieren möchte. Dann muss ich mir aber dauernd anhören, dass sein Geld sooo knapp ist und er nicht mit mir in Urlaub kann und er es soo schwer hat und er immer wieder in den Miesen ist….
    Da er immer sofort „zumachte“ , wenn ich dieses Thema angeschnitten habe und er sich aus dem Staub machte oder so wütend wurde, dass er gleich alles in Frage stellte (gute Strategie, um den Partner in die Enge zu treiben), habe ich mich irgendwann hingesetzt und Ihm einen 4-seitigen, handgeschriebenen Brief geschrieben. Ich gabete mir viel Zeit dafür gelassen und lange überlegt, um die richtigen Worte zu finden.
    Es war Schwerstarbeit (und, Ihr Stiefmütter könnt‘ das sicherlich voll nachvollziehen – während des Schreibens dachte ich öfter: „warum muss ich so schleimen? Ich würde es Ihm am liebsten knallhart um die Ohren hauen….:-))
    Soll er sich doch mal so reinhängen und Gerechtigkeit üben….
    Aber „die Klügere gibt nach“ und ich liebe Ihn ja auch und es ist mir wichtig, dass wir Beiden gemeinsam die Kurve kriegen und zusammen alt werden!
    Und siehe da, der Brief hat gewirkt.
    Er ist auf alles eingegangen und alle Unternehmen, die wir bedienen müssen (EnBW…ect.laufen nun auf unser beider Namen, sowie der Mietverttag von Anfang an auch)
    Ich bekomme jetzt auch etwas zurück, wenn uns etwas „gutgeschrieben“ wird und habe Einblick und Vollmacht auf unser „Ausgabenkonto“
    Die Lebensmittel rechnen wir separat ab, ich sammle seit Anfang des Jahres alle Kassenzettel und sämtliche Ausgaben für Lebensmittel, essen gehen, Sonderausgaben, um auch hier mal einen Überblick zu erhalten.
    Ich bin auf dem richtigen Weg und es fühlt sich endlich gerech an.
    Doch jeder muss in seiner eigenen Welt und in seiner Familie selbst den besten Weg finden und jeder hat auch seine eigenen Vorstellungen und Werte.
    Mein Weg passt jetzt vielleicht für mich (und hoffentlich auf lange Frist auch meinem Partner )-doch das ist bei jedem individuell.
    Ich drücke Dir und allen hier im Form die Daumen!

    • #9111

      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Hallo Greenmile67,

      prinzipiell ist es schon unschön, wenn man jede Kleinigkeit aufdröseln muss. Aber bei Deinem Partner scheint es nicht anders möglich zu sein. Du bist auf dem richtigen Weg, indem Du das erkannt hast. Was das Schleimen betrifft, so würde ich das niemals tun. Hast Du das nötig? Viele Stiefmütter glauben von sich, dass sie persé schonmal in der zweiten Reihe stünden und kein Recht auf Selbsbewusstsein haben. Ein Mann, bei dem ich mit derartigen Mitteln um seine Aufmerksamkeit betteln müsste, wäre für mich der falsche Partner.

      Alles Gute Dir,
      Donna

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