Umgangsentscheidung nach Gutachten?

Startseite Foren Familienrecht Umgangsentscheidung nach Gutachten?

Schlagwörter: 

Dieses Thema enthält 48 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kiki vor 6 Monate, 3 Wochen.

  • Autor
    Beiträge
  • #5933

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    wir haben nach langem Hin und Her vor Gericht bezüglich des Umgangs mit der Tochter (7)
    meines Mannes, Anfang diesen Jahres endlich ein Familienpsychologisches Gutachten vom Richter beauftragt bekommen….

    Jetzt haben wir endlich dieses Gutachten bekommen.

    Nun zu meiner Frage: hat jemand Erfahrung wie nah sich das Gericht bei der Umgangsfestsetzung an den Empfehlungen aus so einem Gutachten orientiert?

  • #6002

    lugora
    Teilnehmer

    Hallo Kiki,
    bei uns wurde damals auch so ein familienpsychologisches Gutachten erstellt bei der Tochter meines Lebensgefährten. Ich muss dazu sagen, dass sich der Richter damals zu 100% an die Empfehlung gehalten hat.

  • #6012

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo Lügner,

    Danke für deine Antwort,das hört sich ja schon mal positiv an.

    Lag euer Gutachten denn weit vom Ursprünglichen Umgang entfernt?

    Bei uns ist es so das momentan nur alle zwei Wochen Samstag und Sonntag von 10-18/19 Uhr und in der Woche dazwischen freitags bis 19 Uhr Umgang ist. Keine Übernachtungen, keine Ferien.
    Mein Mann kämpft seit sechs Jahren schon für mehr nur der Richter ist sehr zögerlich 😕…Bzw. die KM hat immer Wege gefunden nicht mehr zulassen zu müssen, daher waren wir auch so froh das endlich ein Gutachten kommen sollte.

    Das Gutachten empfiehlt jetzt Umgang mit Übernachtungen alle zwei Wochen von Mittwoch bis Montag und halbe Ferien. Das ist für uns natürlich super, nur ist halt die Frage da das ja ein gewaltiger Unterschied ist , wie der Richter das handhabt/ handhaben muss????

  • #6013

    Kiki
    Teilnehmer

    Entschuldige Lugora

    Ich hab leider erst nach dem absenden gesehen das meine Autokorrektur mich überrumpelt hat😕 😓

  • #6282

    Daka
    Teilnehmer

    Hallo Kiki,

    gibt es schon eine Entscheidung bei euch?

    LG Daka.

  • #6287

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo Daka,

    Nein es gibt noch keine Entscheidung.
    Da wir, wie erwartet, keine Reaktion auf unser Schreiben an die KM bekommen haben, haben wir jetzt bei Gericht eine Entscheidung gefordert.
    Der Termin ist auf Anfang Februar festgesetzt worden.
    Mittlerweile hat sich auch der Verfahrensbeistand, sowiedas Jugendamt in vollem Umfang dem Gutachten angeschlossen. Die KM will sich aber erst Mitte Januar zu diesem äußern, was bedeutet das wir jetzt abwarten dürfen was sie sich da jetzt wieder ausdenkt.

    Leider sind die Umgänge seit Erhalt des Gutachtens schwierig geblieben. Das heißt der Umgang selber läuft vollkommen Problemfrei, aber die KM macht wieder arge Probleme bei den übergaben (wir hatten selbst Weihnachten richtig Ärger mit Ihr 😐)
    Unser Anwalt hat uns nochmals nahegelegt wegen dem alleinigen Sorgerecht zu überlegen. Und mein Mann wird das wahrscheinlich auch versuchen je nach dem wie das jetzt noch weitergeht. Mit Besserung ist ja leider nicht zu rechnen…
    Nur so langsam merke ich wie sehr das an meine Kraft geht und ich weiß das diese Situation nicht mehr lange gut gehen kann. Auf der anderen denke ich auch, das KM genau darauf spekuliert- und den Gefallen will ich ihr erst recht nicht tun. Also Zähne zusammenbeißen, tief durchatmen und weitermachen…. wird ja hoffentlich bald ein Ende haben….

    Wie sieht es bei euch aus?
    LG Kiki

  • #6292

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Kiki,

    es ist so traurig. Aber es ist schön, dass erstmal alle auf eurer Seite stehen bezüglich des Gutachtens. Ich drücke euch ganz fest die Daumen. Was das alleinige Sorgerecht betrifft würde ich erstmal abwarten wie sich dann die neue Regelung einpegelt. Wenn sie weiterhin Probleme macht, dann ist das wohl aber ein nötiger Schritt. Ich glaube halt, die Gerichte tun sich schon sehr schwer, das gemeinsame Sorgerecht zu entziehen…

    Bei uns? Antrag auf mehr Umgang wurde – ohne Gutachten – abgelehnt. Beschwerde beim OLG ist fristgerecht eingelegt, fehlt nur noch die Begründung (war kurz vor Weihnachten).

    LG Daka.

  • #6301

    EricU
    Teilnehmer

    Richter sind vollig frei und ungebunden, sie können einem Gutachten zu 100% folgen oder es zu 100% ignorieren, wenn ihnen danach ist. Positiv ist, dass noch zwei weitere Beteiligte derselben Meinung wie das Gutachten sind.

    Selbst mit einem Urteil, das den Umgang ausweitet ist noch lange nichts erreicht. Sich zäh widersetzende Elternteile machen dann einfach auf andere Weise weiter, dann wird eben der Umgang sabotiert oder das Kind manipuliert, bis es nach aussen hin nicht mehr will. Wichtig wird also sein, ob sich der Richter später traut, auch Ordnungsgeld zu verhängen, wenn der Beschluss missachtet wird. Da kommt dann meistens die Sollbruchstelle nach einem tollen Umgangsbeschluss und es passiert de facto nur wenig oder nichts. Mit anderen Worten, der schönste Beschluss bleibt ein Stück Papier, mehr nicht.

  • #6302

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo EricU,

    Das der Richter ungebunden ist hab ich mir auch schon gedacht, die Frage ist ja nur wie die Erfahrungswerte mit so was sind?
    Das die Beschlüsse nur ein Stück Papier sind haben wir mehr wie bitter lernen müssen, da die KM nur das zulässt (an Kontakten) wie es ihr gerade passt. Da fallen auch schon häufig mal Tage aus oder werden gekürzt. Und leider folgt der Richter bis jetzt immer ihren Argumenten, so dass sie bis jetzt immer ohne Ordnungsgeldstrafe damit durchgekommen ist… Jetzt hoffen wir zum einen, da das Gutachten( das die KM unbedingt haben wollte) sie wiederlegt, das der Richter jetzt auch mal durchgreift. Zum anderen stellen wir uns aber darauf ein das sie sich weiterhin querstellt, daher ja auch jetzt schon die Überlegung bezüglich des alleinigem Sorgerechts oder einem Ständigem Wohnortswechsel…

    Wir wissen aber auch das beides sehr schwer zu erreichen sein wird.

  • #6303

    EricU
    Teilnehmer

    Die Erfahrungsswerte tendieren leicht Richtung Gutachten. Das kommt daher, dass Richter heute kaum mehr die Traute haben, selbst zu entscheiden, auch schon ahnen wie ein Gutachten ausgeht und das Gutachten nur deshalb in Auftrag geben, um sich Zeit und eine Rückversicherung zu verschaffen.

    Man merkt auch schon schnell, welchen Richtertyp man vor sich hat. Ihr habt vermutlich den häufigsten Typ, den „Richter untätig“. Die bisherige Umgangsregelung ist lächerlich und hätte schon nach der ersten mündlichen Verhandlung pulverisiert gehört. Stattdessen ein teures und langwieriges Gutachten auf Elternkosten in Auftrag zu geben ist kein gutes Zeichen. Das lässt vermuten, dass genau das oben bereits geschilderte Szenario eintritt: Ex hält sich nicht dauerhaft an einen neuen Umgangsbeschluss, Richter kratzt sich gepflegt am Kopf wenn der Vater dort wegen den im glasklar im Gesetz vorgesehenen Ordnungsmassnahmen aufläuft.

  • #6305

    Kiki
    Teilnehmer

    Ja genau das befürchten wir auch.

    Das Gutachten ist allerdings von der KM gewollt gewesen. Sie hatte sich wohl erhofft, das dies ihre Meinung unterstützen würde. ( Sie besteht darauf, das die Kleine nicht zu uns will und das Kind es psychisch auch nicht verkraftet über Nacht von der Mutter getrennt zu sein…)

    Der Richter hat ursprünglich gesagt er braucht kein Gutachten, hat auch im November15 eine EV erlassen das der Umgang mit Übernachtungen stattfinden soll. Die KM hat sich nicht dran gehalten ( Umgang mit der gleichen Begründung nach einer Übernachtung komplett verweigert) und im Januar 16 hat der Richter das dann wieder revidiert und dafür das Gutachten angeordnet….

    Die Gutachterin hat jetzt wesentlich mehr Umgang empfohlen wie wir überhaupt beantragt haben, hat die übergaben ohne Anwesenheit der Mutter empfohlen und zusätzlich geraten, das man dieser eine Erziehungsberatung anordnen sollte. (Die Begründungen spare ich mir jetzt hier, das würde zu lang werden)

    Das hört sich für uns zwar gut an, aber durch das unser Richter nicht richtig einzuschätzen ist, traut sich mein Mann kaum sich etwas positives zu erhoffen….

  • #6308

    EricU
    Teilnehmer

    Damit hat der Richter leider schon bewiesen, was ich vermutet habe. Und das sogar aufgrund einer EV. Anstatt seinen eigenen Beschluss mit der exakt dafür vorgesehenen Vollstreckbarkeit durchzusetzen, fängt er an, ihn selber zu revidieren. Was auch noch ein Jahr komplette Aussetzung des Beschlusses bedeutet, eine Ewigkeit für Kinder dieses Alters. Im Grunde könnte man all die schönen Worte und Regeln zum Umgangsrecht auch komplett streichen, das wäre ehrlicher und *wesentlich* preiswerter, das Ergebnis dasselbe und viele Leute würden sich keine falschen Hoffnungen machen und dafür auch noch fette Anwalts-, Gerichts- und Gutachtenkosten bezahlen.

  • #6321

    Kiki
    Teilnehmer

    Da ist wohl leider was wahres dran, aber wir hoffen trotzdem das jetzt mal eine Entscheidung kommt die dann auch durchgesetzt wird.

    Mein Mann hat allerdings auch schon beschlossen, das wenn der Richter weiterhin den Argumenten der KM folgt, das er dann auch „aufgibt“. Das hört sich hart an, aber ich bin da auch ganz froh drüber, da er auf Grund der Jahrelangen Stress und Drucksituationen gesundheitlich stark angeschlagen ist und die Situation so leider überhaupt nicht mehr tragbar ist. (Am Sonntag kam der nächste Knall von der KM wegen des nächsten umgangswochenende, woraufhin sich meiner so aufgeregt hat das er jetzt mit Verdacht auf Herzinfarkt im KH liegt😥)

    Das tut mir jetzt schon unheimlich leid für die Kleine, aber ich sehe dann auch keinen anderen Weg mehr…

    • #6327

      O weh, das tut mir sehr leid für Euch. Ich wünsche Dir und Deinem Mann, dass es ihm bald besser geht und sich die Situation bei Euch entspannt. Leider muss ich Eric zustimmen, es sieht nicht so aus, als sei dieser Richter geneigt, gegen die Mutter zu entscheiden. Was bringt Euren Anwalt zu der Annahme, es gäbe Aussicht auf alleiniges Sorgerecht für den Vater?

  • #6328

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Kiki,
    oh je, das tut mir wirklich leid. Ich wünsche deinem Mann ganz schnell gute Besserung. Weiß die KiMu denn davon? Es soll ja Fälle geben, wo sowas Wunder wirkt. Bei uns war es zwar leider auch nicht so, aber ich erinnere mich an einen Artikel wo es dadurch tatsächlich eine Verbesserung gab.

    Die deutschen Gesetzte und Richter bringen mich auch immer wieder und tagtäglich zum Kopfschütteln. Mit Kindeswohl und Kindesinteressen hat das alles nur sehr wenig bis gar nichts mehr zu tun. Aber es scheint auch keine Besserung in Sicht. Wenn man sich zum Beispiel die Begründung der Ablehnung der Klage eines Vaters vorm Verfassungsgericht für/gegen die Durchsetzung eines Wechselmodells durchliest, dann könnte man einfach nur noch heulen. Und auch in unserem Fall zählt ja der Wunsch des Kindes überhaupt nicht. Vor allem wird das dann auch noch mit „Koninuität“ begründet, das Kind hat ja schon immer bei der Mutter gewohnt. JA! Weil sie es nach 1 Jahr einfach mitgenommen hat, als sie beschlossen hat sich zu trennen und auszuziehen. Die Option, dass das Kind beim Vater bleibt hat es doch nie gegeben und gefragt werden konnte der Kleine zu dem Zeitpunkt natürlich auch nicht. Die Mütter nehmen die Kinder einfach mit und behandeln sie wie Grundeigentum. Väter bleiben zu sagen wir mal 90% die Bittsteller (es soll ja auch Mütter geben, die ihre Kinder nicht wollen) um überhaupt noch Umgang zu haben. Das wird ihnen dann am Ende vorgeworfen. Aus Gründen den Kontinuität bleibt das Kind natürlich bei der Mutter. Schluss. Punkt. Ende…

    Ich drücke euch trotzdem die Daumen, dass der Richter aufgrund des Gutachtens vielleicht etwas durchgreifender wird…und es vielleicht wirklich eine neue Regelung gibt, die eingehalten wird…

    LG Daka

  • #6331

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo Susanne, hallo Daka

    vielen lieben Dank für eure Nachrichten.

    Meinem Mann geht es Gott sei Dank wieder etwas besser.
    Er hat heute einen Stant eingesetzt bekommen, braucht aber noch einen zweiten….

    Nein die KM weiß nichts davon und das soll sie auch nicht, da sie das sofort für sich nutzen würde ( hat sie bei einer anderen Diagnose leider auch schon), ausserdem hat sie vor ein paar Jahren der damaligen Sachbearbeiterin beim JA auch gesagt das er ruhig krepieren könnte, bevor sie ihm das Kind für länger überlässt…. ( hat sie natürlich nie so gesagt….)
    Und das bedeutet das wir auch vor der Kleinen nichts äußern dürfen, da man nicht verlangen kann das sie das nicht weitererzählt, was wiederum bedeutet das die nächsten Umgänge alle „auf der Kippe“ stehen. Das wiederum gefällt meinem gar nicht, so das er darauf drängt spätestens am Donnerstag nach Hause zu wollen, was dann wieder auf seine Gesundheit geht…
    Es ist zum verzweifeln!

    Mit dem alleinigem Sorgerecht hat der Anwalt hauptsächlich wohl das Gutachten gesehen, da in diesem steht, das die Umgänge mit Übernachtungen beim Vater zum Wohle des Kindes sind und der geäußerte Kindeswille in diesem Fall außer Acht gelassen werden muss, da er nur der Mutter zu Liebe (Stichwort Loyalitätskonflikt) so geäußert wird. Daher handelt die KM eben nicht zum Kindeswohl. Er hat aber auch direkt dabei gesagt, das es sehr schwierig sein wird das wirklich durchzusetzen, er hofft mehr darauf das eventuell der Lebensmittelpunkt verlegt wird.

    Die Gutachterin selber hat der KM auch immer wieder versucht klar zu machen das es so nicht geht und hat bei uns nachgefragt ob wir es organisieren könnten, das Kind ganz aufzunehmen.
    Es könnte daher vielleicht auch sein, das dieser Anstoß gar nicht von uns kommen muss… (Darauf hofft zumindest mein Mann)

    Aber das sind so viele wenns und abers…..

    Jetzt ist für mich erstmal vorrangig das mein Mann wieder fit wird,
    alles andere muß man dann sehen.

  • #6332

    EricU
    Teilnehmer

    Vorsicht, Herzkrankheiten sind ganz typische Krankheiten, die bei Trennungsvätern gehäuft auftreten, Dauerstrittigkeit jagt das Risiko nochmal nach oben. Das ist nachgewiesen aber auch so was, das niemand hören will. Ohne Gesundheit geht gar nichts, daran kannst du ihn ruhig öfters erinnern. Ich hatte auch Probleme und ein befreundeter Trennungsvater ist mit 40 den plötzlichen Herztod gestorben.

    Die Frage nach den besten Strategien ist nicht leicht zu beantworten, weil sie von vielen Dingen abhängt, Haltung des Jugendamts, eigene Ressourcen, Vorhandensein von erfahrener Beratung, Kenntnis der Kindsmutterreaktionen etc. Grundsätzlich würde ich da keinen Mittelweg versuchen, das ist ein Schrecken ohne Ende, sondern entweder den Beschluss jetzt abwarten, sich brav dran halten und nichts mehr machen, wenn die Mutter sich nicht dran hält. Ihr habt es versucht, es ging nicht, Punkt, aus, vorbei, es hat nicht sollen sein, war aber so.

    Die Alternative zielt auf das Oberlandesgericht ab und auf einen Versuch, der geringe Chancen aber starken Effekt hat. Ihr beantragt das Aufenthaltsbestimmungrecht. Wumms. So wie die Gutachterin spricht, findet ihr genug Argumente dafür im Gutachten. Kindeswohlgefährdung bei der Mutter, mangelnde Bindungstoleranz. Sollte der Richter das nicht ernst nehmen und mit den üblichen vordergründigen Floskeln abbügeln, geht ihr sofort ans OLG. Das Gutachten enthält nämlich sicherlich eine Menge Fakten für Euren Antrag und wenn er die in der Beschlussbegründung nicht Punkt für Punkt abhakt, gibt das Revisionsbegründungen. Ein Anwalt mit Erfahrung in diesem Bereich wäre dafür hilfreich. Und man muss in der Lage sein, das cool durchzuziehen. Ist aber bei der Steilvorlage einer guten Gutachterin nicht aussichtslos.

    Ein noch wilderer Weg beginnt vor dem ABR-Antrag mit dem Versuch, den Richter über Befangenheitsanträge loszuwerden. Dafür gibts es eine Vielzahl von Methoden. Das bringt aber nur was, wenn Euer Anwalt das Amtsgericht dort kennt und die Alternativen nicht alle „Richter untätig“ sind. Das Ganze wäre noch mehr „wumms“.

  • #6333

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo EricU

    Ja du hast Recht, ohne Gesundheit geht gar nichts. Das bin ich meinem schon länger am predigen – jetzt hoffe ich, das er auch mal auf mich hört….

    Es für ihn nur gar nicht so einfach das nicht mehr so „an sich ran zu lassen“ – es ist schließlich sein Kind. (seine Worte) Im Moment versuche ich ihm klar zu machen (und ich glaube das das auch angekommen ist), das es seinem Kind wohl wenig nützt wenn er deswegen nicht mehr da ist. Sie soll ihm ja nicht egal werden. Er muss aber lernen sich nicht über alles so aufzuregen, und ich helfe wo es eben geht….

    Unser Anwalt hat schon gesagt, das wenn wir uns dazu entschließen einen Schritt weiter zu gehen, er einen Kollegen dazu holen möchte, der damit mehr Erfahrung hat…
    (Was wiederum mehr Kosten bedeutet)

    Aber auch das ist für mich noch gar nicht relevant. Meine Prioritäten haben sich am Sonntag ganz klar neu geordnet, und die werde ich auch durchsetzen.
    Ich werde nicht weiter zulassen das mein Mann weiter seine Gesundheit so gefährdet und meine auch nicht.

    Man kann auch kämpfen ohne sich davon kaputt machen zu lassen….

  • #6334

    EricU
    Teilnehmer

    Dranzubleiben wird immer Nerven kosten, egal wie sehr man sich einredet man hätte jetzt genug Distanz und Ruhe, damit es einen nicht stark beeinflusst. Väter wollen sehr oft nicht wahrhaben, wie sehr sie das reinreisst, auch der eigentlich kleine Schritt, sich bei einem Therapeuten Hilfe zu holen ist dann unüberwindlich schwierig. Von aussen betrachtet sieht das alles so erklärbar aus, ist es leider nicht. Wenn du da etwas durchsetzen willst, dann denk dran, dass es um die innerste und wichtigste soziale Bindung des Menschen geht, die zwischen Elter und Kind.
    Ermutige ihn, sich selbst Hilfe zu suchen. Für sich selbst, für die Sache. Für sich selbst Stressbewältigungstherapie, für die Sache Leute in ähnlicher Situation mit Erfahrungen, Praktiker, Trennungsväterforen (hier gibts irgendwo eine Linkliste). Ein Anwalt hilft nur sehr begrenzt, da gehts vorrangig ums Honorar.

  • #6336

    Daka
    Teilnehmer

    Ich finde es wahnsinnig schwierig zu entscheiden, wann es sinnvoller ist aufzugeben als weiterzukämpfen. Wir haben uns ja jetzt nun doch entschieden, den Schritt vors OLG zu gehen, weil Richter untätig sich vor der Arbeit drücken wollte und unseren Antrag auf mehr Umgang einfach abgelehnt hat, weil der Kindeswille allein nicht ausreicht und die „Kontinuität“ zählt . JA hatte ein Lösungsorientiertes GA vorgeschlagen, das wurde aber schlichtweg ignoriert. Ich finde es überhaupt ein Unding, dass Kontinuität als Grund herangezogen wird – Mutter zieht mit Kind aus – ohne Vater zu fragen und schafft damit selbst eine neue Kontinuität, gegen die der Vater kaum was machen kann.
    Nun ja, ich hoffe, dass die Beschwerde nicht abgelehnt wird, ansonsten hätte die KM dann wohl richtig Oberwasser…

    @kiki: Wirklich krass, solche Aussagen von der KiMu bezüglich der Krankheiten… also bei uns war es zumindest so, dass sie in der Zeit wo mein Mann im KH war (über 4 Wochen) sie halbwegs gut kommuniziert hat, er anrufen durfte und ich durfte sogar beim Abholen mal ins Haus… das war danach aber alles ganz schnell wieder vorbei…Ging ihr wohl zu Schnell mit der Genesung… Zu der Zeit war er natürlich so gut wie gar nicht bei uns. Habe ihn nur zweimal abgeholt für Besuch ins KH. Allerdings wollte mein Mann ihm auch nicht zumuten noch öfter ins KH zu Besuch zu müssen, weil das schon sehr belastend für den Kleinen war, sie hätte das schon zugelassen wenn er es gefordert hätte.
    Ich hoffe wirklich, dein Mann erholt sich wieder gut!

  • #6338

    Kiki
    Teilnehmer

    @ericu
    Der Anwalt ist selber auch Trennungsvater hilft ihm also auch beim Austausch ….

    Es geht aber jetzt gar nicht mal konkret um das ständige beschäftigen damit, sondern darum das er sich noch nicht mal auskurieren will weil er der KM nicht absagen will.
    (Er will sich sogar selbst entlassen wenn es nicht anders geht) und davor schiebe ich jetzt einen Riegel, denn das geht so gar nicht. Er ist nun mal nicht wegen ner Grippe weg….

    Psychisch lässt er außer mir keinen an sich rankommen, und da ich selber Erfahrung mit Therapien auf Grund familiärer „Probleme „habe, kann ich ihm da durchaus helfen. Bisher gab es da aber keinen Konkreten Anlass zu von mir aus aktiv zu werden und ich stehe auf dem Standpunkt das man Hilfe schon wollen muss damit sie auch ankommt.
    Und so direkt wie ich hier schreibe sage ich ihm das natürlich nicht, aber ich weiß auch wie ich meinen Mann zu nehmen habe und ich denke ich bin mir ihm auf dem richtigen Weg….

    @daka
    Das war bei euch ja echt lange.
    So wie es aussieht kann meiner Ende der Woche nach Hause (wenn morgen alles glatt läuft) und ich würde schon die Kleine einmal mit zum KH nehmen, das will er aber gar nicht. Das Kind soll ihn so nicht sehen…..

    Und die KM würde sich daraus drehen das er auf Grund dessen das Kind nicht mehr gut beaufsichtigen kann um den Umgang noch weiter zu verkürzen ( hatte sie ja eh beantragt ) also ist das auch wirklich keine Option ihr das mitzuteilen….

  • #6339

    Daka
    Teilnehmer

    Mein Mann hatte was komplett anderes, hatte auch nichts mit Stress zu tun… daher dauerte es länger.

  • #6343

    EricU
    Teilnehmer

    Selbst entlassen! Oje. Da ist es richig, die Notbremse zu ziehen. Er steckt da nach wie vor voll drin und stellt seine geistige wie körperliche Gesundheit nach hinten. Das ist ernst. Sicher muss man Hilfe wollen, damit sie etwas bringt, bei der Erkenntnis dass er Hilfe braucht kann man ihm aber durchaus helfend den Blick schärfen.

    Die Grenzen der eigenen Gesundheit in anhaltend strittigen Situationen schätzen fast Alle falsch ein. In den Trennungsväterforen passierte das praktisch jedem. Bleibende gesundheitliche Schäden treffen sehr Viele. Typisch sind Herz, Rücken, Suchterkrankungen, Depression.

  • #6369

    Kiki
    Teilnehmer

    Ja die Notbremse war nötig, und glücklicherweise hat meiner das auch begriffen.
    Er hat auch begriffen und sich fest vorgenommen etwas zu ändern. Das ist für mich ein guter Schritt in die richtige Richtung. Ich werde sehen wie er seine Vorsätze umsetzt und ihn auch dabei unterstützen. Wenn ich merke das das nicht ausreicht seine Verfassung merkbar zu verbessern werde ich den nächsten Schritt ansteuern ….
    Man muss ja aber auch nicht unnötig Druck machen, momentan wirkt es so das der „Warnschlag“ auch wirklich angekommen ist….

  • #6612

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    wir hatten heute endlich unseren Gerichtstermin wegen des Umgangs und ich bin fassungslos 😳.

    Vor sechs Tagen haben wir die Stellungnahme der KM bezüglich des Gutachtens bekommen, und wie erwartet hat sie dieses angezweifelt. (Test nicht aussagekräftig/ falsche Tatsachen zu Grunde gelegt/ Gutachterjn voreingenommen…- die ganze Palette eben)

    Da waren wir schon froh das dir Gutachtetin selber auch noch geladen worden ist….

    Aber es hat alles nichts genutzt.
    Der Richter ist in allen Punkten der KM gefolgt.
    Hat jetzt gesagt man könne das Kind nicht zwingen…
    Die Gutachterin hat mehrmals betont das die Kleine die Meinung der Mutter angenommen hat als ihre eigene und das das. Erhalten der KM Kindeswohlgefährdeng ist. Das hat den Richter überhaupt nicht interessiert- im Gegenteil er hat das sogar erst nach mehrmaligem drängen unseres Anwalts ins Protokoll aufgenommen….
    Der Verfahrensbeistand ist auch gekippt, hat sich jetzt auch der Meinung der KM angeschlossen.

    Jetzt dürfen wir noch Stellung nehmen zu dem letzten schreiben der KM und dann entscheidet der Richter, aber wir machen uns nichts vor. Nach heute können wir wohl froh sein wenn er den Umgang nicht noch weiter reduziert.

    Mein Mann ist total fertig und ich bin ehrlich gesagt schockiert…

    Es wirkt für mich so, als hätte der Richter erwartet das das Gutachten die KM unterstützt und folgt dieser deshalb weiterhin so bereitwillig….

    Jetzt heißt es erstmal sacken lassen , sammeln und dann überlegen wie es weitergeht…. Im Moment steht da noch abwarten und gegebenenfalls an OLG gehen / Sofgerechtsverfahren und Richtersechsel beantragen im Raum…

    • #6891

      Daka
      Teilnehmer

      Liebe Kiki,

      ich habe immer wieder an euch gedacht. Wie geht es euch, gibt es mittlerweile eine Entscheidung?

      Unsere Beschwerde ist übrigens gescheitert, bzw. haben wir sie dann, nach dem Schreiben des OLG, dass die Beschwerde keine Aussicht auf Erfolg hat, zurückgezogen. Traurig, aber nicht zu ändern. Wenigstens bleibt alles beim alten und wird nicht weniger.

      LG Daka.

  • #6650

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Kiki,

    tut mir leid, dass ich erst jetzt was dazu schreibe. Wir waren im Urlaub und danach hat mich die Grippe niedergerafft… ich habe es gelesen und bin ebenso schockiert wie du.

    Es tut mir so leid, das zu lesen, dass offensichtlich immer noch so viele Richter einfach das machen was die KM wollen, weil sie vermutlich denken, das hilft den Kindern. Wie hat dein Mann das gesundheitlich verkraftet? Ich hoffe es geht ihm dadurch nicht wieder schlechter.

    Ich möchte euch ehrlich gesagt ermutigen, einen Schritt weiter zu gehen – aus meiner Sicht wäre das eine Beschwerde beim OLG – denn wozu wird bitteschön ein Gutachten angefertigt, wenn sich der Richter dann nicht daran hält? Das Gutachten ist momentan das beste was ihr in den Händen habt (und ganz billig war das ganz bestimmt auch nicht) und wenn der Richter sich komplett dagegen ausspricht, dann solltet ihr mit einer Beschwerde zumindest eine Chance haben…auch wenn man das bei den deutschen Familiengerichten vorher natürlich nie sicher sagen kann.

    Wir haben am OLG Beschwerde gegen unseren Beschluss eingereicht und harren jetzt mal der Dinge die da kommen. Ich fürchte, wenn die KM die Begründung liest, wird es ihr jedenfalls nicht besonders gut gehen… Wir haben übrigens auch lange überlegt, ob wir hier jetzt aufgeben, dem lieben Frieden willen und haben daher der KM ein letztes für sie sehr gutes Angebot gemacht uns außergerichtlich zu einigen, was sie glamurös und auch noch mit einer Drohung gegen uns abgelehnt hat. Das hat uns gezeigt, Frieden wird es nicht geben, darum geht es ihr nämlich gar nicht. Daher haben wir die Beschwerde dann letzlich eingereicht. Wenn wir scheitern, dann hat die KM zwar komplett Oberwasser, aber wir haben es wenigstens probiert.

    Ich drücke dich virtuell ganz doll und schicke euch ganz viel Kraft. Da ihr ja schon eine Ahnung habt wie es ausgehen wird (und das Gefühl täuscht einen ja leider meistens nicht) habt ihr schon jetzt Zeit in Ruhe drüber nachzudenken wie es weitergehen soll, aber verspielt die Chance auch nicht leichtfertig. Ein neues Gutachten (was vielleicht in einem späteren Verfahren erstellt werden würde) könnte ganz anders aussehen, es ist ja bekanntlich nicht gerade die Norm, dass Gutachter was gegen die Mütter schreiben…

    Ich denke generell, je mehr Entscheidungen der 1. Instanz angezweifelt und dann sogar revidiert werden müssen, desto mehr überlegen sich die Richter vielleicht irgendwann schon in 1. Instanz andere Entscheidungen zu treffen. Denn eine Beschwerde wirft ja eher kein gutes Licht auf einen Richter… Wir glauben übrigens, dass unsere Richterin gerade so entschieden hat um einer Beschwerde zu entgehen… tja dumm gelaufen.

    Schreibe mal, wenn ihr die endgültige Entscheidung habt.
    Viel Glück!!!
    LG Daka.

  • #7068

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,
    ich wollte nur mal kurz schildern wie es bei uns gelaufen ist.

    Wir haben heute, das heißt fast zwei Jahre nach Antragstellung und neun Wochen nach der letzten Stellungnahme unsererseits, endlich eine Entscheidung des Richters erhalten.

    Leider ist es so schlimm wie befürchtet. Es bleibt alles beim Alten. Nur Besuchskontaktd ohne Übernachtung. Keine Ferien, keine friertagsregelung. Und das, und das ist für mich der Wahnsinn überhaupt, obwohl der Richter dem Gutachten in seinen Argumenten folgt….

    Ja- das Kind ist alt genug zum übernachten
    Ja- das Kind ist verhaltensauffällig und klammert zu sehr an die KM

    Ja- das Verhalten der KM ist „Double bind“ und damit Kindeswohlgefährdent

    ABER….. Übernachtungen wären zur Zeit auf Grund dessen nur unter Zwang umzusetzen , wo wieder eine Verweigerungshaltung des Kindes zu erwarten ist(auf Grund des Verhaltens der KM…), und deshalb veranlasst er keine …..

    Ich habe ehrlich gedacht das ist ein Witz, aber es kommt noch besser. Da heißt es in der Begründung
    das die KM daran zu arbeiten hat das Kind dazu zu motivieren damit es eben auch unbeschwert an Klassenfahrten teilnehmen kann und bei Freundinnen übernachten kann, was dann eines Tages einmal auch dem Vater zu gute kommt.

    Ernsthaft???
    Steht man als Vater wirklich so an letzter Stelle????

    Auf jeden Fall geht es meinem Mann gerade dementsprechend schlecht und er überlegt ernsthaft den Kontakt ganz einzustellen, da es ihn einfach nur noch fertig macht.
    Die andere und letzte Möglichkeit wäre noch Beschwerde beim olg einzulegen, und das werden wir die Tage mal mit unserem Anwalt besprechen aber im Moment sehen wir beide das ganze ziemlich aussichtslos…

    Kiki

  • #7069

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Kiki,

    ich kann gar nicht in Worte fassen, wie traurig mich dieses Urteil schon als stiller Mitleser macht!!!
    Es tut mir so leid für Euch und auch die Tochter, dass es am Ende nun wirklich so gekommen ist. Denn egal was er in seiner Begründung geschrieben hat, die Mutter wird in ihrem Tun und Handeln bestätigt, vermutlich wird sie die Begründung noch nicht mal genau lesen, geschweige denn daraus irgendwas mitnehmen.

    Tja, aufgeben ist definitiv eine Option, die man hier erwägen kann, sowohl um sich selbst als auch das Kind zu schützen. Aber auch mit einer Beschwerde könntet ihr beim – richtigen – Richter hier weiterkommen. Lasst euch da wirklich beraten und vor allem horcht in euch hinein und hört auf euer Bauchgefühl. Wenn ihr selbst und die Gesundheit deines Mannes ein Beschwerdeverfahren nicht verkraften, sollte man hier aber vielleicht tatsächlich einen Gang zurückschalten.
    Wir haben ja damals die Beschwerde eingereicht und nach der Antwort des OLG, die darauf hingewiesen haben, dass eigentlich keine Aussicht auf Erfolg besteht, dann zurück gezogen. Die Gerichtskosten waren dadurch dann minimal und ihre Anwältin hat und zum Glück keine Rechnung geschickt (bisher zumindest). Ich meine damit, vielleicht erstmal die Beschwerde einreichen und die erste Reaktion vom OLG abwarten. Zurückziehen könnt ihr dann immer noch.
    Halte uns gerne auf dem Laufenden. Wenn ihr euch für die Beschwerde entscheidet, dann drücke ich auf jeden Fall die Daumen, dass ihr einen wohlwollenden Richter bekommt, der der Mutter vielleicht mal erklärt, dass es so nicht geht.

    Der Tochter kann man eigentlich nur wünschen, dass sie keine bleibenden Schäden davon trägt… aber das wird hier wohl sehr wahrscheinlich der Fall sein. Es ist mir unbegreiflich, wie man als Mutter so sein kann.

    Fühl dich ganz doll gedrückt, ich leide mit euch!!!
    LG Daka.

  • #7070

    Kiki
    Teilnehmer

    Liebe daka,
    das ist es ja grade – auch der jetzige Richter sagt ja das das nicht richtig ist. Er belässt es aber dabei, weil der Umgang eben nur mit „der Brechstange “ durchgesetzt werden könnte und das dem Kindeswohl nicht dienlich wäre. Und das obwohl er dem Gutachten und damit der Feststellung das die KM sich kindeswohlgefährdent verhält zustimmt. Da weiß mann einfach nicht mehr was man denken soll und ob ein anderer Richter darin nicht auch das „kleinere übel “ sieht – ist ja schließlich nicht so als würden wir sie gar nicht sehen….. (viel auch irgendwann mal bei Einer Anhörung)

    Wir haben jetzt noch drei Wochen um zu überlegen was wir machen – ich melde mich sowie wir uns sicher sind wie es weiter geht.

    Hat sich die Situation bei euch wieder entspannt?

    LG Kiki

  • #7238

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,

    nach der doch für uns sehr unverständlichen Entscheidung des Richters hatten wir uns entschlossen dann doch Beschwerde einzureichen. Dies ist Mitte mai dann auch passiert und wir hatten jetzt schon Post vom olg mit einem Anhörungstermin für in zwei Wochen. Das das jetzt so schnell ging obwohl alle meinten wir sollten uns auf 4-6 Monate einstellen werten wir erstmal als gutes Zeichen. Bei dem Termin sind alle Parteien wieder geladen (inklusive Gutachterin und Kind(leider, hatten gehofft das wäre nicht nötig))
    Jetzt sind wir mal gespannt was passiert….

    Liebe Grüße an euch alle

    Kiki

  • #7359

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,

    heute war unser Gerichtstermin beim OLG und ich habe tatsächlich erstmal gute Neuigkeiten.

    Die Richter (drei an der Zahl) haben erstmal 30 min mit der Tochter gesprochen, haben dabei auch gemerkt das ihr da etwas „eingeflüstert“ wird.
    Nach insgesamt fast 2 1/2 Stunden Sitzung steht nun fest, das die Richter Übernachtungen (fr – so/ evtl bis mo) beschließen werden und die KM diese auch durchzusetzen hat (Kind hat das nicht zu entscheiden). Sie hat jetzt bis nach den Sommerferien Zeit die Tochter darauf vorzubereiten, im August soll der Beschluss kommen und ab September dann greifen.

    Sämtliche Argumente der KM sind von den Richter als irrelevant betrachtet worden, bzw. sind revidiert worden oder mit Lösungsvorschlägen nichtig gemacht worden.

    Jetzt freuen wir uns zwar erstmal sind uns aber auch bewusst das die Umsetzung äußerst schwer werden wird.

    Alles Gute und starke Nerven für euch alle
    Kiki

    • #7370

      Daka
      Teilnehmer

      Liebe Kiki,

      das sind ja erstmal gute Neuigkeiten und hin und wieder scheint das Familienrecht doch noch zu funktionieren. Bei der bisherigen Entwicklung, auch der der Tochter, würde ich denken, das regelt sich alles, wenn es dann soweit ist.
      Aber bis dahin bleibt es spannend und ihr seid natürlich zwiegespalten zwischen der Freude über dieses Ergebnis und der Angst, damit die Tochter zu sehr zu belasten.

      Ich drücke die Daumen, dass die Umsetzung dann funktioniert und bald zur Normalität für alle wird.

      LG Daka.

  • #7541

    julie79
    Teilnehmer

    Hallöchen,

    ich klinke mich hier mal als Mitleserin ein, denn wir hatten auch schon überlegt, diesen Weg zu beschreiten, weil der Umgang mehr als knapp bemessen ist und der Sohn meines Freundes auch so manipuliert ist, dass er nicht bei uns übernachten möchte..

    Ich hab das Ganze anfangs befürwortet, bin mittlerweile aber wirklich auch nicht mehr sicher, ob es für die Kinder (und allein für die) immer der richtige Weg ist… Sie sind dermaßen hin und hergerissen, wollen es eigentlich jedem Recht machen, trauen sich aber nicht, es der Mutter unrecht zu machen, weil sie Angst haben, diese auch noch zu verlieren (wie den Vater).

    Ich habe mich sehr viel mit PAS befasst und finde es total gruselig, was die Mütter so treiben. Aber wie über die Kinder gestritten wird, geht mir zu weit. Die Erwachsenen würden die Kinder am liebsten zerreißen. Jeder will seinen Teil vom Kuchen, koste es, was es wolle….

    Versteh mich nicht falsch, ich bin absolut auf deiner Seite und der Beschluss des Landgerichts ist absolut feige. Ich habe allerdings schon sehr oft erlebt, dass Richter keine Urteile oder Beschlüsse verfassen wollen, am liebsten haben sie einen Vergleich.. Das Verhalten der Mutter ist in diesem Fall unerträglich, ich kann das absolut nachvollziehen. Und es geht auch nicht um mein Kind, wenn ich so spreche, vielleicht kann ich es deshalb auch nicht so nachvollziehen, aber manchmal denke ich doch: wäre es nicht besser, der klügere gibt vorerst nach und man wartet ab, bis das Kind wieder von alleine kommt?

    Mag sein, dass ich das auch völlig falsch sehe, aber ich erlebe genau das seit längerer Zeit und es belastet alle beteiligte ungemein. Bringt es wirklich so viel weiter, wenn man die Kinder dann zwingt?

    Bin gespannt weiter zu lesen, wie die ersten Versuche ablaufen. Unserer ist vor ein paar Wochen leider gescheitert, wir mussten das Kind nachts heimfahren…

    Alles Gute und viel Erfolg!!!

    • #7561

      Daka
      Teilnehmer

      Liebe Julie und Kiki,

      @Julie, ich kann deine Gedanken absolut nachvollziehen. Ich finde es ist unheimlich schwer, zu entscheiden, was das beste fürs Kind ist. Ich habe mal in den Wikipedia Artikel zu PAS reingelesen. Die Maßnahmen, die dort ursprünglich mal vorgeschlagen wurden, sind zwar sehr drastisch, aber manchmal denke ich, genau so müsste es kommen. Denn das Problem ist doch: Die Mütter können ihre Kinder den Vätern entziehen, entfremden, schlecht machen oder was auch immer und haben mit KEINERLEI Konsequenzen zu rechnen. SIE sind es, die dem Kindeswohl schaden und trotzdem wird wohl in 99% der Fälle nach dem sogenannten „Kontinuitätsprinzip“ entschieden und das Kind verbleibt bei der Mutter. Der Vater ist ja schließlich auch nicht so wichtig wie die Mutter und solange er für das Kind zahlt, ist doch alles gut. DAS ist es was mich ärgert und was schlichtweg ungerecht ist. Die Mütter verlieren das Kind aufgrund ihres Hasses auf den Vater (oder was auch immer solche Mütter antreibt) völlig aus dem Fokus und es interessiert niemanden! Es interessiert übrigens auch das Gericht nicht, wenn ein 9-jähriger sagt, es möchte mehr Zeit beim Vater verbringen. Das Gericht entscheidet dann einfach, er sei schon genug beim Vater (doch mehr als „Standard“ ist) und es sei doch alles super. Na danke, deutsches Familienrecht!
      Und auch im Fall von Kiki, ich meine es ist hier ja nun besonders offensichtlich, dass das Verhalten der Mutter der Tochter schadet…aber interessieren tut das keinen, außer eben den Vater und Kiki. Sie haben zwar Gutachterin, JA und nun auch das OLG auf ihrer Seite, aber was nutzt das schon, wenn die Mutter die Tochter nun psychisch SO sehr unter Druck setzt, dass sie bleibenden Schaden davon tragen wird? Denn weiterer Kindesentzug wird vermutlich keine Folgen haben… das wäre der Punkt, wo ich, wäre ich Familienrichter, klar sagen bzw. reglementieren würde: „Der Umgang findet statt wie angeordnet, die Mutter hat die Tochter dahingehend zu unterstützen… sollte das nicht möglich sein, bzw. wird weiterhin seitens der Mutter, verhindert so erhält der Vater das ALLEINIGE Aufenthaltsbestimmungsrecht und den Lebensmittelpunkt der Tochter. Ich versichere euch, mit diesem Hintergrund wären die meisten Mütter plötzlich deutlich kooperativer…!!!

      Man kann die Mütter, die nicht loslassen können nicht zwingen los zulassen und das macht mich einfach fertig. Es zerreißt mir das Herz sowas zu lesen und zu hören.

      Dann denke ich immer, bei uns ist zwar nicht alles perfekt, aber zumindest findet der Umgang regelmäßig statt… wie ich leider immer wieder mitbekomme ist das tatsächlich nicht selbstverständlich (insofern hatte die Richterin mit ihrer Bemerkung „wir sollen uns nicht so haben, es findet doch regelmäßig Umgang statt“ ja leider recht).

      LG Daka.

  • #7542

    Kiki
    Teilnehmer

    Liebe Julie,

    leider konnte ich mich die letzte Zeit nicht anmelden, so dass der letzte Stand hier noch fehlt.

    Leider ist es nämlich so das wir seine Tochter seit dem Termin beim OLG gar nicht mehr bei uns hatten. Das ganze lief dann so ab das mein Mann sich erst von seiner Tochter (die flankiert von KM und Stiefvater in der Haustüre stand) anhören durfte, sie wolle nie wieder zu ihm da er sie vor Gericht gezogen habe.
    Am nächsten Tag hat die KM einen „drauf gesetzt“ und meinte nachdem die Tochter mit meinem Mann gesprochen hat und die beiden das auch geklärt hatten (sie wollte den nächsten Tag wieder kommen)dann zu dieser :XX hast du auch erzählt das du der Mama gesagt hast du würdest lieber sterben wie da noch mal hin?
    Und am dritten eigentlichen umgangstag sollten wir sie eigentlich an der Schule abholen. Da war sie schon so eingeschüchtert das sie gar nicht erst raus kam und als mein Mann sie dann hat im Klassenzimmer sitzen sehen, hat sie ihn gar nicht mehr ansehen können und war fast am weinen. Da die Lehrerin aber vorher schon die KM angerufen hatte und diese dementsprechend schnell da war, hatten wir gar keine Chance mit ihr wirklich zu sprechen. Seine Tochter so zu sehen hat meinen Mann echt fertig gemacht und daher hat er , in Absprache mit dem Jugendamt und der Gutachterin, den Umgang für das nächste Wochenende abgesagt, damit seine Tochter zur Ruhe kommt.
    Für den Darauf folgenden Umgangstag hat er die KM gebeten die Tochter zu ihm zu bringen, damit dieser Kreislauf durchbrochen wird, der sich da aufbaut.
    Aber wir glauben nicht das sie das macht und danach sind die auch erstmal 4 Wochen im Urlaub.

    So das war der neueste Stand. Um zu verdeutlichen warum wir überhaupt so weit gegangen sind muss ich leider etwas weiter ausholen….

    Die KM ist drei Monate nach der Geburt der Tochter wieder arbeiten gegangen und mein Mann hat die Kleine versorgt. Kurz darauf hat sie eine Affäre angefangen und nachdem diese herauskam (etwa 1 Jahr später) meinen Mann rausgeworfen.
    Die erste Zeit hat er sich immer noch sehr viel um die Tochter gekümmert, da die KM auch immer noch arbeiten war.(hat seine Tochter fast jeden Tag ein paar Stunden da gehabt) Auch hat die Tochter in dem Zeitraum oft bei ihm übernachtet (1-2 mal pro Woche, was natürlich jetzt alles abgestritten wird). Das änderte sich schlagartig nachdem der Neue der KM bei ihr eingezogen ist. Von da an wurde ihm das Kind mehr und mehr entzogen. Erst entfiel die Betreuung in der Woche tagsüber dann verweigerte die KM die Wochenenden da die Tochter „es psychich nicht verkraften könne über Nacht von der Mutter getrennt zu sein“. Da war sie etwa 2 1/2. Da fingen dann auch die Umgangsverfahren an. Nachdem die KM zwischenzeitlich den Umgang sechs Monate lang komplett verweigert hat, und der Richter sich auf Seiten der Mutter positioniert hatte, hat mein Mann eingewilligt seine Tochter bis spätestens zur Einschulung nur noch tagsüber zu sehen. Da war sie knapp 4 Jahre alt. Kurz zuvor lernte ich auch meinen Mann kennen.
    Diese Regelung lief weitestgehend Problemfrei. Nach etwa 9 Monaten hat aber seine Tochter angefangen uns zu fragen wann sie wieder bei uns schlafen dürfe, das hätte ihr immer viel Spaß gemacht. Wir haben ihr dann immer erklärt das das im Moment noch nicht geht.
    Diese Fragerei zog sich über ein halbes Jahr fast jedes umgangswochenende hin. Da dieser geäußerte Wunsch sich also über einen längeren Zeitraum nicht geändert hat, hat mein Mann das Gespräch mit der KM gesucht. Diese hat sofort geblockt, später dann gemeint die Tochter solle sie selbst fragen, was diese sich aber erst nicht getraut hat. Aber selbst als sie das dann tat hat die KM es dann verneint.
    Da alles reden nicht half (irgendwann fiel von ihr mal der Satz „Du glaubst doch wohl nicht das ich dir das Kind für länger gebe…“), hat mein Mann dann den Antrag vor Gericht gestellt und war dann auf Anraten dessen erstmal mit der KM in einer Elternberatung gewesen. Das zog sich halt so hin und währenddessen fiel immmer mehr Umgang aus (Familienfeier,Geburtstage,Kind will nicht). In dem Jahr hat die KM uns über 200 Stunden Umgang gestrichen, im darauffolgenden noch etwa 130 (ohne Urlaube versteht sich)- bis das Gutachten beschlossen wurde, seit dem lief bis jetzt alles reibungslos….🙄 Und zwischenzeitlich hörten wir dann von der Tochter das sie nicht mehr bei uns schlafen möchte, weil sie dann Angst hat das sie Angst hat und nach der Mama weint. Da zu diesem Zeitpunkt auch schon abzusehen war das die Beratung nichts bringen wird (sie hat sieben Monate lang immer wieder zugestimmt mal eine Übernachtung zu versuchen und wenn mein Mann sie konkret nach einem Termin dafür gefragt hat, das dann wieder geblockt…) hat mein Mann dann den Antrag vor Gericht wieder aufgenommen und die Beratung ist eingestellt worden.
    Dann folgte nach EV des Gerichts eine Übernachtung bei uns (bei uns lief alles super, kein schreien, kein weinen- absolut nichts auffälliges.) KM meint war ganz grauenvoll, Kind nur am schreien weinen und Erbrechen nach der Rückkehr (Diese Argumente kommen von Anfang an schon so), also hat der Richter die EV wieder zurückgenommen und das Gutachten in Auftrag gegeben. Nachdem das abgeschlossen war hat die Tochter nochmal bei uns übernachtet (unsere Hochzeit) was im Vorfeld auch mit der KM so abgesprochen war, dann von ihr aber torpediert wurde, aber am Ende dann doch so war… (ziemlich chaotisch und stressig für alle) auch da lief bei uns alles glatt aber die KM meint wieder „es war katastrophal „. Über die ganze Zeit hinweg hat die Tochter uns auch immer wieder gefragt wegen übernachten, nur wenn man sie fragt (da ist es auch egal wer fragt) kommt sofort ein Nein
    Ja und der Rest ist quasi das was im Post schon steht….

    Du siehst das das keine Entscheidung war die von „heut auf morgen“ so getroffen worden ist und mein Mann hat auch ganz klar gesagt das das das letzte verfahren ist das er eingeleitet hat. Es hat ja nur keiner mit einer so unverständlichen Begründung vom Landgericht gerechnet, daher der Schritt zum OLG. Wäre es vernünftig begründet gewesen hätten wir auch nichts weiter unternommen.
    Ich denke der entscheidende Unterschied zu eurer Situation ist der, das seine Tochter im Gegensatz zu deinem BK ohne Schwierigkeiten bei uns schon geschlafen hat, denn um ehrlich zu sein- wir glauben der KM nicht mehr was sie da erzählt. Bei euch scheint es also wirklich schon ein Schritt weiter zu sein. Wenn das bei uns so gewesen wäre, hätten wir glaube ich auch nichts weiter mehr gemacht, denn ich gebe dir vollkommen recht: Die Kinder sind die Leidtragenden, die die zwischen allen Stühlen stehen. Und da reicht es leider überhaupt nicht wenn nur eine Seite den Druck rausnimmt, die andere den aber immer weiter aufbaut….

    Puuuh das ist jetzt doch alles sehr lang geworden, aber vielleicht hilft es ja das Gesamtbild besser zu verstehen.

    liebe Grüße
    Kiki

  • #7706

    julie79
    Teilnehmer

    Hallo Kiki, hallo Daka,

    ich war auch eine Zeit nicht hier, allerding, weil ich dachte, ich bekomme eine Nachricht auf mein Handy, wenn hier eine Antwort geschrieben wird, ich war der Meinung, ich hatte das mal angeklickt…

    Daka: ich bin absolut deiner Meinung, es ist einfach unerträglich ungerecht, dass Mütter tun und lassen können, was sie wollen. Ich habe mich so oft in dieses Thema regelrecht hineingesteigert, aber wie man hier sieht, bringt das leider alles echt wenig. Es scheint, als sei die Rechtssprechung und die folgende Umsetzung einfach noch nicht so weit. Ich weiß auch nicht, woran das liegt oder was das Problem ist. Meiner Meinung nach müsste die Mutter im Falle von Kiki das Sorgerecht entzogen bekommen.

    Kiki: oje das ist echt hart, dass ihr nun gar nicht mehr an das Kind rankommt. Versteh mich bitte nicht falsch, ich wollte hier nicht gegen eure Entscheidung urteilen. Ich verstehe schon auch, dass ihr diesen Weg gegangen seid. Und jetzt sehe ich auch den Unterschied zu unserem Fall – hoffe ich. Ihr seid der Meinung, dass die Tochter auch sehr gerne Zeit mit und bei euch verbringen würde, es sich aber nicht traut, vor der Mutter auszusprechen, oder? Dass sie sehr darunter leidet, nicht zu euch kommen zu dürfen und dass sie beim Abholen solche Dinge wie: ich komme nicht mehr zu dir nur gesagt hat, weil die Mutter ihr das ganz deutlich so eingetrichtert hat, dass sie hinter ihr stehen müsse. Bei uns passiert die Manipulation ja (altersentsprechend) eher subtil

    Wurde vor Gericht ein Vergleich geschlossen? Oder ein Urteil gesprochen? Denn in einem Vergleich steht ja eigentlich eine Konsequenz drin, die eintritt, wenn der Beklagte sich nicht an die Abmachungen hält. Zumindest geschieht das so in Zivilverfahren (ich arbeite am OLG), wie es im Familiensenat aussieht, weiß ich auch nicht, aber es wäre für mich logisch, dass die Mutter eine harte Strafe bekommt, wenn sie sich gegen die Entscheidung stellt.

    Wie gehts jetzt weiter?

    LG Julie

  • #7714

    Rilana
    Teilnehmer

    Liebe Kiki, da du den ganzen „Prozess“ quasi schon durchlebt hast, hätte ich eine Frsge an dich. Hat euch das JA geholfen, bezüglich Vorgespräch mit der KM? Hat der RA vorab eine Regelung bezüglich des Umgangsrechts an die KM vorgeschlagen, bzw. festgesetzt? Wie schnell kam die Entscheidung vom Familiengericht? Was für Kosten (RA und Gericht)kamen auf euch zu. Hat sich die KM hälftig an den Gerichtskosten beteiligen müssen?
    Vielen Dank im Voraus.
    Hach ich kann eure Situation so gut verstehen….

  • #7715

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo Julie,

    ja das ist ne gute Frage – wie geht’s weiter?

    Also erstmal ist es so, das die Tochter jetzt noch drei Wochen im Urlaub ist,
    mein Mann hat jetzt nach einer Woche dauerndem wegdrücken auch kurz mit ihr telefonieren können ( man muss dazu wissen das er jedes Jahr im Urlaub einmal die Woche kurz mit ihr telefoniert, dieses Jahr hat die KM drauf bestanden das der Kontakt nur über das Handy der Tochter geht – sie selbst will ihre Ruhe haben….)
    Gesehen haben wir sie nicht mehr. Das heißt wenn bei uns die Schule wieder anfängt hatten wir sie schon 10/11 Wochen nicht mehr.

    Das Problem ist halt das das OLG zwar angekündigt hat wie es beschließen wird, aber eben dieser Beschluss noch nicht existend ist. Und von allen Seiten heißt es jetzt wir müssen halt den neuen Beschluss abwarten und ansonsten eben Zwangsgeld beantragen. (Haben wir auch gemacht, sehen aber keine großen Chancen, da sie sich bisher immer rausreden könnte und es daher noch nie verordnet bekam. und da wieder der selbe Richter dran ist wie immer, na ja….

    Und diese ganze Aktion die jetzt läuft ist halt der Versuch der KM diese Entscheidung noch zu kippen.
    Sie hat auch genau das dem OLG geschildert, natürlich vom Ablauf her alles total gelogen 🤥 und darum gebeten den Beschluss zu überdenken. Wir haben jetzt darauf reagiert und müssen halt abwarten wie jetzt schlussendlich wirklich entschieden wird. Eigentlich sollte der Beschluss Mitte August kommen, aber das wird sich wohl dadurch auch noch weiter verschieben.

    Und ja du hast recht, wir denken, und das Gutachten hat das ja auch bestätigt, das die KM die Tochter dahingehend beeinflusst. Die Tochter hat es mir gegenüber auch einmal bestätigt. Hat erzählt die KM hätte gesagt wenn sie der Gutachterin sagt das sie bei uns schlafen möchte, würden wir sie für keine Feier oder Geburtstage mehr früher bringen…

    Und es ist eben tatsächlich so, das die Tochter das Thema immer wieder bei uns von sich aus anspricht und nach übernachten fragt, nur eben wenn „offizielle“ Personen danach gezielt fragen das dann immer verneint wird.
    Die Gutachterin meinte es wär ein über Jahre aufgebautes, festgefahrenes Verhaltensmuster das aufgebrochenen werden müsse und demnach dürfte ihrer Äußerung keine Bedeutung geschenkt werden….

    So ich glaub jetzt fang ich an mich mit meinen Erzählungen im Kreis zu drehen, deswegen hör ich mal auf.
    Ich melde mich sowie wir was hören.

    Liebe Grüße
    Kiki

  • #7836

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo Rilana,

    entschuldige das ich erst jetzt antworte, mir wurde dein Beitrag gar nicht angezeigt.

    Wir hatten im Vorfeld versucht persönlich mit der KM zu sprechen wegen einer Neugestaltung des Umfangs, dann ging es über den Anwalt und über die Caritas als Beratungsstelle ( das Jugendamt blieb bei uns daher außen vor ) als das alles nicht half , haben wir dann erst den Antrag vor dem Familiengericht gestellt. Das war im Juli 2015. Im November 2015 war die mündliche Anhörung, also etwa 4 Monate später. Im Januar 2016 wurde per Eilantrag der KM die zuvor getroffene Entscheidung wieder revidiert und das Gutachten in Auftrag gegeben. Nach Abschluss dessen haben wir wieder versucht Mist der KM zu reden und anschließend nach einem erneuten Termin bei Gericht angefragt. Das war im November 2016, der Termin war dann im Februar 2017, die Entscheidung des Richters erfuhren wir aber erst im April. Der Zeitraum ist aber stark unterschiedlich und hängt von vielen Dingen ab. Vor allem der Einzugsbereich des zuständigen Gerichts(also wie viel zu tun ist in diesem Bereich) und eventuelle Urlaubszeiten haben einen großen Einfluss darauf.

    Die GerichtsKosten werden im Normalfall hälftig geteilt, die Anwaltskosten hat jeder für sich zu tragen.
    LG Kiki

  • #7837

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    Wir haben nun den Beschluss vom OLG bekommen und da wollte ich euch mal auf den neuesten Stand bringen.

    Das OLG hat tatsächlich seine Angekündigte Entscheidung uns Übernachtungen von Freitag Bus Sonntag zuzusprechen überdacht. Allerdings nicht in der von der KM gewünschten Weise das wieder rückgängig zu machen. Stattdessen hat das OLG jetzt komplett nach Gutachten entschieden und uns 14 tägig von Mittwoch bis Montag zugesprochen sowie bis auf Weihnachten jeweils die erste Ferienhälfte.

    Die Entscheidung ist sehr präzise formuliert und Begründet, so das der KM auch kein Schlupflich mehr bleibt. Es wird sehr deutlich gesagt das der Senat davon überzeugt ist, das das Verhalten der Tochter auf eine manipulative Beeinflussung von der KM und/ oder ihrer Familie beruht. Und das eine Verweigerung der Tochter auf den jeweiligen Elternteil zurückzuführen sei und dieses dann mit Ordnungsgeld geahndet werden kann.

    Wir freuen uns natürlich das die Entscheidung so ausgefallen ist, aber wir wissen auch das jetzt der Druck auf die Tochter noch sehr viel stärker bleibt, da der KM ja nur noch der Weg bleibt, das diese so Theather an der Schule macht das wir sie nicht mitnehmen können. Denn weitere Rechtsmittel hat das OLG ausgeschlossen….

    jetzt warten wir mal ab was dann ab nächster Woche so alles auf uns zukommt.

    Euch allen eine gute Woche
    LG Kiki

  • #7844

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Kiki,

    wow, das ist ja mal eine Entwicklung, die ich so gar nicht erwartet hätte. Hut ab vor den Richtern die das entschieden haben.

    Vielleicht solltet ihr, bzw. dein Mann vorab mit der Schule reden und das Problem schildern. Vielleicht braucht die Tochter auch erstmal so ein langes Wochenende bei euch, damit sie sich einfindet.
    Für die Tochter ist das ein großer Schritt, aber ich glaube es ist machbar, wenn ihr sie gut auffangt. Aktiv zuhören, annehmen, dass es ihr anfangs schwer fallen wird aus ihrem gewohnten Muster rauszukommen. Ich hoffe sehr, dass die Mutter es der Tochter nicht noch schwerer macht und bin wirklich gespannt wie sich das entwickelt. Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass das erste lange Wochenende gut läuft.

    LG, Daka.

  • #7845

    Kiki
    Teilnehmer

    Liebe Daka,

    Ja mit der Entwicklung hatten wir auch nicht gerechnet. Besonders da der Senat im Termin selber gesagt hat von mi – mo finden Sie so plötzlich erstmal zu lang….

    das Gespräch mit der Schule haben wir für Donnerstag angesetzt, war ja auch mit dem Jugendamt so abgesprochen. Das Problem ist ja nur, das das die Mutter nicht daran hindern wird selber dort aufzutauchen und dann werden wir die Tochter gar nicht erst mitnehmen können….

    Aber mal abwarten. Ich werde auf jeden Fall berichten wie sich das entwickelt.

    LG Kiki

  • #7846

    Daka
    Teilnehmer

    Dann müsst ihr früher als die Mutter dort sein und notfalls mit einem JA-Mitarbeiter… vielleicht lässt sich das für den Anfang so regeln…

  • #7849

    Kiki
    Teilnehmer

    Früher als die KM waren wir ja immer da, das nützt nur nichts wenn die Tochter in der Klasse sitzen bleibt und wartet bis diese da ist.

    Wir haben mit dem JA die zukünftige Vorgehensweise schon besprochen und warten jetzt erst mal ab was passiert. Ist die KM beim ersten abholen da wird auch wohl danach eine Umgangspflegschaft eingeführt.

    Wir hoffen das Beste aber rechnen mit dem schlimmsten…..

    Durch das wir regelmäßig mit dem JA und der Gutachterin in Kontakt stehen und uns mit Ihnen abstimmen sind wir auf viele Möglichkeiten vorbereitet. Das ist zwar echt traurig das man das so machen muss, aber bei manchen KMs wie auch bei unserer leider nötig 😒
    LG Kiki

  • #7850

    Daka
    Teilnehmer

    Meine liebe Kiki,

    sorry für meinen letzten doofen Kommentar, natürlich seid ihr pünktlich da…ich war gestern nicht so gut drauf, deshalb habe ich so unbedarft geschrieben. Dürft ihr denn nicht ins Klassenzimmer rein oder verweigert sich die Tochter dann komplett, weil sie so sehr von der Mutter vorher beeinflusst wurde?

    Oh man, ich kann mir vorstellen, wie ihr euch fühlt…wann holt ihr sie denn das erste mal ab? Ihr habt sie ja jetzt lange nicht gesehen, oder? Ich drücke euch auf jeden Fall ganz doll die Daumen, dass ihr einen Weg findet, am besten ohne JA.

    Es ist so traurig, dass es so laufen muss…

    Ich schicke euch ganz viel Kraft,
    LG Daka.

  • #7852

    Kiki
    Teilnehmer

    Liebe Daka,

    so Tage hat jeder Mal, ist doch kein Problem ☺️

    Normalerweise warten wir vor der Schule und die Tochter kommt nach Schulschluss dorthin. Ihre Mutter holt sie auch immer an dieser Stelle ab. Beim letzten Mal vor den Ferien ist die Tochter allerdings in der Klasse sitzen geblieben bis die KM da war.
    Da es bei uns den Eltern im Normalfall untersagt ist die Kinder am Klassenzimmer abzuholen, haben wir das natürlich auch erst sehr spät gemerkt….. Bei uns ist es leider ja auch schon vorgekommen das wir an der Schule die Tochter abholen wollten, diese aber gar nicht da war und die KM uns nichts mitgeteilt hatte…..

    Wir versuchen es jetzt erst mal auf dem normalen Weg. Wollen da jetzt auch nicht sofort noch mehr Druck und Zwang aufbauen. Wir sind auch hingegangen und haben den letzten Zwangsgeldantrag ruhend gestellt mit dem Hinweis das wir die nächsten Umgänge abwarten wollen wie es funktioniert. Vielleicht nützt es was, wir glauben es aber nicht. Aber wir wollten der KM signalisieren das es für sie auch besser ist wenn es jetzt reibungsloser läuft….

    Und ja du hast recht. Wir haben die Tochter seit 11 Wochen nicht mehr bei uns gehabt.
    Mein Mann hat zwei Mal kurz mit ihr telefoniert(5min) aber an Ihrem Geburtstag und seitdem der Beschluss da ist, ist das Handy der Tochter aus und die KM hat ihn komplett gesperrt…..😒

    Rechtskräftig ist der Beschluss schon. Das erste Mal abholen wäre kommende Woche.
    Wir sind gespannt was uns dann erwarten wird….

    LG Kiki

  • #8076

    julie79
    Teilnehmer

    Tolle Entscheidung vom OLG!!

    Wie funktioniert das Ganze jetzt in der Praxis? Ich hoffe, dass ihr mittlerweile auch da Erfolg habt!!!

  • #8079

    Kiki
    Teilnehmer

    Liebe Julie,

    nein leider funktioniert das ganze überhaupt nicht.
    Ganz im Gegenteil- ich habe deswegen auch einen neuen Post aufgemacht da es jetzt auch nichts mehr mit dem Gutachten zu tun hat.

    Liebe Grüße
    Kiki

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.