"Übernachtung" der festen Partner der Kinder (jungen Erwachsenen) meines Lebensg

Startseite Foren Allgemein "Übernachtung" der festen Partner der Kinder (jungen Erwachsenen) meines Lebensg

Dieses Thema enthält 5 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Barokko vor 2 Monate.

  • Autor
    Beiträge
  • #9098

    Greenmile67
    Teilnehmer

    Sehr geehrte Frau Petermann,
    ich möchte den Mut aufbringen und Ihnen nun einmal schreiben.
    Ich freue mich, den Stiefmutternblog gefunden zu haben und bin gerade dabei, mich einzulesen.
    Ich möchte gleich auf mein dringendes Problem kommen und wäre sehr dankbar für Ihren Rat oder Ihre Vorschläge.
    Ich lebe schon seit 5 Jahren mit meinem Lebensgefährten und seinen beiden Kindern zusammen. Es sind Zwillinge und ein Mädel und ein Junge und nun schon 20 Jahre alt . Meine beiden Söhne sind schon 28 und 25 und leben nicht mehr bei uns.
    Da die beiden Kinder meines Partners beide in festen Beziehungen leben, geht es immer wieder um das Übernachten bei uns. Da anfangs wie selbstverständlich immer die Partner der Zwillinge jedes Wochenende und teilweise auch unter der Woche bei uns in der Wohnung übernachtet haben, wurde mir das zuviel und ich habe hart gekämpft und durchgesetzt, dass ein Kompromiss erzielt wird. Der Kompromiss: Ein Wochenende übernachten die Partner der Zwillinge von Freitag bis Sonntag oder auch Montagmorgen bei uns in der Wohnung und das nächste WE übernachten die Zwillinge dann von Freitag bis Sonntag oder auch Montagmorgen bei Ihren Partner (bei deren Eltern in der Wohnung oder deren Haus).
    Es hat sehr sehr lange gedauert, das durchzusetzen und nicht ständig auf Sonderwünsche usw. zu reagieren oder nachzugeben. Ich arbeite schon das 3.Jahr daran.Ich wollte eine Regelmäßigkeit und einen fairen Kompromiss. Ich wollte für mich wissen und mich darauf verlassen können, wann mein Partner und ich die Wohnung quasi für uns haben und wann wir dann zu sechst sind…Auch wegen dem Kochen, planen ect.
    Doch das Mädchen der Zwillinge schießt immer wieder quer. Erst vor kurzem gab es wieder eine Diskussion. Sie möchte einfach diese Regelmäßigkeit nicht akzeptieren. Sie möchte bestimmen.
    Ihr Partner und Sie haben Beide den Führerschein. Ihr Partner ist bereits 23 Jahre alt, verdient voll und hat im Haus seiner Eltern im Keller (als ältester von insgesamt 3 Brüdern)
    eine kleine Wohnung (von seiner verstorbenen Oma) .Er besitzt ein eigenes Auto. Alle Voraussetzungen sind also geschaffen, um problemlos zwischen unserer Wohnung und dem Wohnort vom Freund der Tochter meines Lebensgefährtin zu „switchen“.
    Doch Sie will immer durchsetzen, dass Ihr Freund wegen Geburtstagen, Feiern oder sonstigem halt doch wieder an einem Wochenende, wo die Beiden eigentlich bei Ihrem Freund im Haus übernachten sollen, bei uns schlafen kann. Sie gibt nicht auf. Die Familie meines Partners ist ziemlich gross. Die meisten wohnen in unserer Nähe. Es ist immer ein Geburtstag oder es gibt immer irgendeinen Anlass (vorwiegend am Wochenende aber auch mal unter der Woche), wo die Familie sich trifft und gemeinsam feiert. Da Ihr Freund ungefähr einfach einen Fahrtweg von ca.20 Minuten von seinem Wohnort zu uns hat und er eher in einer ländlichen Gegend wohnt, gehen die jungen Leute natürlich auch meist in der, von uns 13 km entfernten, größeren Stadt feiern.
    Es ist so zermürbend immer wieder wegen dem gleichen Thema diskutieren zu müssen. Sie will es einfach nicht akzeptieren. Meinem Partner fällt es schwer, seiner einzigen Tochter (er hat noch 2 Söhne) etwas abzuschlagen. Das kann ich ja auch verstehen. Es ist sein Töchterlein. Ich habe Ihr beim letzten Gespräch nochmal in Ruhe versucht zu erklären, dass auch ich Wünsche und Rechte habe und ich die Wohnung gemeinsam mit Ihrem Vater angemietet habe und regelmässig monatlich meinen Anteil an den Kosten bezahle und auch im Haushalt den größten Teil übernehme. Dass auch ich ein Ruhebedürfnis habe, nachdem der älteste Sohn meines Partners erst 2016 ausgezogen ist ( auch da versuchte ich schon, auch für dessen Freundin eine Regelung durchzusetzen…)und mein jüngerer Sohn auch erst Anfang 2017 (hier galt dieselbe Regelung!) seine eigene Wohnung bezogen hat.
    Sie können sich ja vorstellen, wie das war, als noch alle 4 Kinder hier wohnten.
    Wir waren an den Wochenenden 8 „Kinder“ bzw.junge Erwachsene und noch mein Partner und ich = 10 Personen.
    Sie wollten sich hier frei bewegen, essen, Gesellschaftsspiele spielen, sich selbst etwas kochen ….Es ging zu wie auf dem Bahnhof….
    Wir haben zwar für jedes „Kind“ ein eigenes Zimmer und wir schlafen unten im Hobbyraum (unser Schlafzimmer) , aber wir haben eine offene Küche, ein offenes Wohnzimmer…
    Ich bin froh, mir das jetzt einmal von der Seele schreiben zu können.
    Die Tochter meines Partners lässt sich immer wieder „neue“Strategien einfallen…Jetzt schläft Sie schon das 3.Wochenende bei Ihrem Partner und Ihr Vater vermisst Sie und so versucht Sie nun so zu erreichen, dass mein Partner einknicken. Dann versucht Sie mit dem Satz: „schickst mich nun wieder weg“ Ihren Vater zu beeinflussen.
    Unter der Woche muss Sie ja arbeiten (Sie hat auch eine abgeschlossene Ausbildung) und muss natürlich hier sein. Dann verbreitet Sie dermassen schlechte Laune und ist missmutig . Ich kann Ihre Wäsche zusammenlegen oder freundlich zu Ihr sein, Sie verdreht oft die Augen und ist einfach sehr schwer zu ertragen. Sie kann sich wohl selbst kaum ertragen….Sie hat sich einen zusätzlichen Regalboden in Ihren Kleiderschrank gewünscht. Das haben wir nun übers Wochenende (während Sie wieder weg war) eingebaut. Gemeinsam, alles besorgt und schön gemacht. Bei mir bedankt Sie sich absichtlich nicht. Ich habe ja diese Sch…-Regeln gemacht, die Sie so garnicht akzeptieren will und einfach nur doof und unnötig findet….
    Mit Ihrem Vater steht Sie dann aber im Flur und lacht und kichert und schäkert mit Ihm….
    Ein ewiger Kampf…
    Ich hoffe so sehr auf Tips und Ratschlägen von Ihnen!
    Vielen Dank!
    Herzliche Grüsse vom Rande der Alb !

  • #9100

    Donnaserpente
    Teilnehmer

    Liebe Greenmile67,
    ich kann Deinen Ärger völlig nachvollziehen. Es ist an Deinem Mann, seiner Tochter zu vermitteln, dass in einer Gemeinschaft alle kompromissbereit sein sollten. Solange er sein Töchterkein verhätschelt, kommt Ihr da keinen Schritt weiter und wenn man mal ehrlich ist, fällt er Dir damit ja auch in den Rücken. Außerdem empfehle ich Dir dringend, im Haushalt alles liegen zu lassen, was die Tochter angeht. Sie ist erwachsen und kann selbst für Ihre Sachen sorgen. Wenn sie es nicht tut, dann soll es eben Dein Mann erledigen. Lass Dich nicht länger ausnutzen.
    Viele Grüße
    Donna

  • #9101

    Starchild
    Teilnehmer

    Liebe Greenmile67,

    Ich muss mich Donnaserpente 100% anschliessen! Mademoiselle ist erwachsen, Hotel (Stief-)mama, darf PAPA ja gerne weiterführen, aber sicher nicht Du! Und wenn Du Zuhause keine Ruhe findest, weil wer glaubt sich nicht an die Regeln haltenm zu müssen und das von deinem Partner toleriert wird, lass ihn alleine zuhause sitzen! Fahr zu einer Freundin, zu Verwandten, oder mach was das Dir gut tut! Das ist zwar auch nicht wirklich toll, aber vermutlich der einzige Weg etwas zu ändern! Wir können Andere nicht ändern, wir können nur unser Verhalten ändern, in der Hoffnung das Einem (Papi) dann ev. ein Licht aufgeht! Und ev. funtz es auch mit dem Mädchen besser, wenn Sie merkt, dass Du Sie für Ihr Verhalten einfach links liegen lässt?!

    L.G. Starchild

    PS: Was Du grad erlebst, hab ich noch vor mir und mir graut jetzt schon davor… 😉

  • #9102

    Sommerflieder
    Teilnehmer

    Liebe Greenmile,

    also ganz ehrlich: Ihr habt in einer Patchworkkonstellation gemeinsam 4 Kindern ins Erwachsenensein geholfen! Ich bin der Meinung, du hast deine Pflicht erfüllt!

    Die Tochter deines Partners scheint einen Beruf erlernt und einen Arbeitsplatz zu haben; nebst eigenem Einkommen: Zeit sich abzunabeln und eine eigene Wohnung zu suchen – ob mit oder ohne Freund…

    Ich habe mit meinem Lebensgefährten auch zusammen 4 Kinder; die sind allerdings noch zu jung um uns mit dieser Thematik das Leben schwer zu machen. Bei uns ist aber klar, dass wer sobald er für sich alleine sorgen kann hier keine Ansprüche mehr zu stellen hat.

    Dass ihr in einem Hobbykeller schlafen müsst, damit die ‚Kinder‘ ihre Freiheiten genießen können ist ja auch irgendwie nicht so ganz angemesen. Das würde ich als erstes ändern!

    Ich finde die Ideen meiner beiden Vorschreiberinnen super: Mach keinen Finger mehr krumm, grenz dich ab und mach dir ein schönes Wochenende, während dein Partner seiner Tochter hinterherräumen darf – wenn die beiden das ausitzen: schön, du hast das robustere Sitzfleisch.

    Außerdem würde ich meine erwachsenen Kinder gleich mal an den Kosten für Kost und Logis zur Kasse bitten! Von dem Geld macht Ihr euch regelmäßig ein schönes Wochenende in einem tollen Wellnesshotel. Dein Partner wird merken, wie schön es sein kann mit dir in aller Ruhe alleine zu sein – in einem schönen aufgeräumten Hotelzimmer mit schöner frischer weißer Bettwäsche und einem tollen Frühstücksbuffet – Männer muss man manchmal zu ihrem Glück ein bisschen zwingen 😉

    Wenn gar nichts mehr hilft, such eine kleinere Wohnung und wenn deinem Partner was an dir liegt, wird er dir gerne dahin folgen. Wenn seine Toochter hier noch ein bisschen ihre Pubertät nachholen muss, erledigt sich das irgendwann, aber doch bitte nicht auf deine Kosten… oder?! Solage du es aber mit dir machen lässt, bist du auch ein Stück dafür verantwortlich, was passiert – wenn reden nicht hilft, und das scheint ja der Fall zu sein, hilft nur noch konsequent handeln!

    … und ja, auch ich bin gespannt, wie das einmal bei uns hier sein wird!

    Wünsche dir gutes Durchhalten – lass dich nicht unterkriegen, das hast du nicht verdient!

  • #9179

    Wondi
    Teilnehmer

    Liebe Greenmile,
    du hast bestimmt schon sehr viel ertragen…und ich kann mir gar nicht vorstellen wie du die Kraft aufbringen möchtest dies alles weiter zu ertragen. Ich hätte die Kraft nicht und ich denke, dass deine eigenen Bedürfnisse schon seit deines Stiefmutterdaseins nicht befriedigt werden können und konnten.
    Ich denke es ist an der Zeit gravierend etwas zu verändern. DU musst jetzt deine Bedürfnisse in den Vordergrund stellen.
    Ich bin und war in Therapie, habe selber 2 Stiefkinder und einiges miterlebt…das würde jetzt den Text sprengen…aber was ich gelernt habe ist besser auf mich zu schauen und meine Bedürfnisse den Familienmitgliedern klar machen. Es leidet sonst immer jemand….und meistens war´s ich.
    Diese Situation wie du schilderst würde mir noch bevorstehen, aber ich werde alles daran setzten dass dies nicht geschieht..auch wenn es meine Ehe kostet.
    Das Leben kann so kurz sein und wenn andere es nicht für Erachtens sehen dich zu unterstützen bzw. dir Rücksicht zu bieten, dann lieben sie dich auch nicht so sehr, dass es Wert ist ein Leben lang den Servus zu spielen.
    Entschuldige bitte, dass ich keine freundliche oder ermunterndere Worte gefunden habe.

  • #9930

    Barokko
    Teilnehmer

    Hallo liebe Vizemoms,Stiefmütter,Bonusmütter…wie immer ihr euch auch seht…ich wünsche allen frohe, besinnlich Pfingsttage…
    …meine Seele weint.
    Ich lebe mit meinem Mann ,seiner geistig behinderten Tochter 17 meiner Tochter 18 in seinem Haus. Ich selber habe noch einen 21 jährigen Sohn, der in der Woche außerhalb wohnt,da er auswärts arbeitet. Er ist Autist, kommt soweit aber gut zurecht. Er kommt zumeist am Freitag, fährt meistens aber gleich weiter in mein Haus, seinem Geburtshaus, wo er auch gerne das Wochenende verbringt. Meistens besprechen wir bei langen Spaziergängen, was anliegt. Ich habe ein sehr enges Verhältnis zu meinen Kindern….
    …dazu gehört noch die 2 Tochter meines Mannes. Sie ist 20 und in Ausbildung. Da sie oft mitten in der Nacht arbeiten muß und Tags schläft, wohnt sie in meinem Haus ,ca 7 km von uns entfernt. Und das seit 3 Jahren..und immer wieder bekommen wir wegen ihres Verhaltens schwierigkeiten. Sie kommt an freien Tagen nach HAUSE, also in das Elternhaus in dem wir wohnen. Wir haben das Haus komplett renoviert, die Mutter verstarb vor mehr als 6 Jahren. Dabei sind wir sehr behutsam vorgegangen. Ich habe sehr, sehr lange die Küche und alles andere so gelassen, das Bild von der verstorbenen Mutter in der Wohnküche hängen lassen, aus Respekt vor den beiden Kindern.
    Nun mein großes Problem…immer wenn die große Tochter kommt, fühle ich micht mehr wohl. Sie kommt nach HAUSE…und es ist, als ob die alte Familie zugegen ist. Ich habe gesagt, dass ich gerne wissen möchte, wann sie kommt, da ihre freien Tage oftmals an verschiedenen Wochentagen sind, aber das bekommt das große Kind nicht geregelt. Sie kommt, wann sie will, anfangs war es so, dass sie mitten in der Nacht kam…das hat mein Mann gott sei dank gleich unterbunden. Ist sie da, sitzt sie auf ihrem Zimmer und kommt nur zu den Mahlzeiten runter. Ich fühle mich dabei wie eine Hausangestellte. Mein Mann leidet unter der Situation, denn es ist ja seine Tochter. Ich kann reden…Manchmal bekommt sie es geregelt 3 Std vorher zu schreiben, dass sie frei hat. Gestern kam sie, ohne Ankündigung und sagte,dass sie 2 Wochen Urlaub hat…Ich habe mit dem Verhalten Probleme. Da lebt ein Phantom oben. Kommt zu den Mahlzeiten runter. Sage ich was, ist es kurze Zeit besser und reißt dann wieder ein. Da ich beruftätig bin und auch an Wochenenden arbeite, muß ich gut organisieren. Meine Tochter greift mir oft unter die Arme..
    Ich fühle mich permanent als Böse, wenn ich diese Gefühle meiner Stieftochter gegenüber habe. Denke dann, stehe drüber. Klappt aber nicht..es ist so,als ob sie nicht akzeptieren kann, das ich in ihrem Elternhaus lebe und nun gewisse Anforderungen.
    Dabei habe ich mir soviel Mühe gegeben. Habe sie unterstützt in ihrer Berufswahl, ausbildungsplatzsuche. Trauerbegleitung organisiert. Anfangs habe ich für sie eingekauft..aber es kam nie ein Danke. Das unterlasse ich jetzt. Ist sie bei uns, tragen wir ihr kleine Aufgaben auf…wie allen Kindern die da sind.
    Die ganze Sache belastet u sere Beziehung. Und ich schäme mich fast dafür. Es nimmt mir oft den Raum zu Leben,wenn sie da ist.Mir wird das alles dann ei dach zuviel.
    Ich bin dann oft weg, mache mein Ding. Nehme meine Tochter und meinen Hund und fahre zu meiner Mutter. Danke,dass ich mir Luft machen durfte.
    Liebe Grüße

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.