Tolles Bonuskind mit eingeschränkt toller Mutter

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Dieses Thema enthält 3 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Lexa82 vor 4 Monate.

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  • #7679

    Schnecke7010
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum, möchte hier auch mal meine aktuellen Sorgen loswerden und hoffe auf Tips von Euch.
    Ich bin seit 3 Jahren mit meinem Partner zusammen, der eine 10jährige Tochter hat. Wir haben uns mit dem Kennenlernen (Kind, Bonusmama) Zeit gelassen und sind behutsam vorgegangen, daher konnten wir ein sehr gutes, freundschaftliches und teilweise auch inniges Verhältnis zueinander aufbauen. Wir fahren regelmäßig zusammen in den Urlaub, die Tochter ist jeden Mittwoch und jedes 2. Wochenende bei uns sowie die Hälfte der Ferien. Leider haben mit dem guten Verhältnis auch die negativen Einflüsse der Mutter zugenommen, welche anfangs kooperativ war. Vermutlich hat sie Angst bekommen, ich würde ihr das Kind wegnehmen wollen. Ich habe das oft widerlegt und klargestellt, dass es nur eine Mutter für sie gibt und ich ihr keine Konkurenz bin. Das wissen Mutter und Kind wie auch der Vater.

    Leider ist die Mutter eine sehr große Glucke, welche ihr Kind in Watte packt und sich nicht wirklich entwickeln lässt, auch um zu zeigen wie schwer sie es hat mit Kind und in manchen Punkten auch um den Papa und mich zu ärgern. Das bedeutet sie nicht zu den Großeltern gehen zu lassen, nicht zum angemeldeten Sport lassen oder schicken, keinerlei Disziplin, Konsequenzen und Regeln, sowie Hausaufgaben und Lernen nur mit Mama usw. Größter Fehler ist jedoch, dass das Mädchen immer bei der Mutter im Bett schläft, auch wenn diese Ihren Freund da hat (seit 2 Jahren). Dass er das mitmacht, muss man nicht verstehen, ist aber auch nicht mein Problem. Feste Schlafenszeiten gibt es nicht, auch an Schultagen wird es elf bis sie ins Bett muss. Wir haben konsequent daran gearbeitet, sie bei uns an Ihr Zimmer zu gewöhnen, was auch gut geklappt hat. Allerdings wird immer wieder alles kaputt gemacht, da es bei Mama eben anders läuft.
    Leider führt das Verhalten dazu, dass sie bei keinen Freundinnen übernachten kann, Schulfahrten nicht möglich sind, sie nicht bei den Großeltern und inzwischen auch bei uns nur mit Papa im Bett schläft, nicht nur einschläft. Ich bin jetzt echt am Ende, da wir nun 3 Wochen Ferienzeit mit Ihr vor uns haben.
    Unsere Beziehung und auch die von mir zum Kind ist sehr belastet dadurch, da beide Eltern nicht die Dringlichkeit von fremder Hilfe sehen, das Mädchen nicht mehr weiß wie sie damit umgehen soll und keine Hilfe bekommt.
    Ich habe bereits angekündigt zu gehen, damit der Stress aufhört, ich weiß selbst nicht mehr weiter, möchte meinen Partner nicht verlieren aber auch nicht mehr ständig im Schatten der Ex stehen nur weil Papa nicht den Mut hat, ernste Worte mit Tochter und Ex zu sprechen und Regeln für uns zu definieren. Er drängt jedoch immer wieder darauf durchzuhalten und ihn nicht zu verlassen, wegen uns und auch da ich einen guten Einfluss auf Lauras Selbstbewußsein habe. Es wird schon irgendwann besser werden?!

    Zusätzlich zieht sie mit Ihrer Mutter aktuell auch mit dem neuen Partner und dessen Sohn zusammen, was ihr sichtlich auch auf der Seele liegt. Nicht aus Angst sondern weil sie nicht weiß was auf sie zukommt und welche Veränderungen das für sie bringt. Hier fehlt ihr jede Kommunikation bei der Mutter. Nur wir versuchen sie darauf positiv vorzubereiten, da der NEUE ein ganz vernünftiger Mann ist. Und der Schulwechsel in die 5. Klasse steht ebenso bevor.

    Wie würdet Ihr mit der Situation umgehen und wie würdet Ihr die 3 Wochen Ferien angehen? Ich weiß dass man mit Kindern immer mal zurückstecken muss, aber mich ganz hinten an zu stellen kann ich auch nicht akzeptieren. Unsere Beziehung beinhaltet auch viel Intimität, die uns beiden sehr wichtig ist, aber völlig leidet durch das Schlafverhalten der Tochter. Ich habe selbst schon 19 Jahre 2 Bonuskinder in meiner früheren Ehe gehabt, zu denen heut noch ein super Verhältnis besteht. Aber diese Probleme gab es da nicht.

    Danke für eure Tips und Ratschläge.

    Viele Grüße Maike

  • #7682

    AmyFarrahFowler
    Teilnehmer

    Hallo,
    Es ist erschreckend wie wenig Männer hier sich ihren Kindern gegenüber was das schlafen angeht durchsetzen können…
    Solche Männer schlafen irgendwann mal ganz alleine, wenn Kinder erwachsen sind…das macht doch keine Frau auf Dauer mit, oder?
    Das du schon gehen wolltest, kann ich verstehen!! Ich hab für mich auch “dann gehe ich“ Kriterien. Aber vorher würde ich meinen Freund dir Chance zur Veränderung geben…natürlich nur er das will. Das heisst klare Bedingungen…was geht und was nicht. Die Mutter kann man nicht ändern, aber bestimmte Dinge wenn das Kind bei euch ist…
    LG

  • #7683

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Ich finde das auch erschreckend,das die meisten Kinder hier noch mit 10-16 Jahren bei Papa mit im Bett schlafen. Mal ehrlich,in dem Alter?Ich war auch früher Trennungskind aber ich hätte mich in Grund und Boden geschämt in dem Alter bei Mama oder Papa noch zu schlafen,wir sind höchstens mal beim filme schauen alle gemeinsam auf der Couch eingeschlafen. Man geht doch auch selbstständig zu Bett in dem Alter das würde mir als Elternteil doch richtig unangenehm neben einer 10jährigen „Händchen halten“ zu müssen,nur damit diese einschläft. Vor allem,wenn ich bedenke das einige ja in dem Alter schon ihre Tage haben,Pübertät fängt an,den Körper erkunden/Selbstbefriedigung etc. das ist doch alles nicht möglich,wenn Mama/Papa daneben liegen.Da schaudert es mich am ganzen Körper und ich kann dich da vollkommen verstehen.

    Wenn das so extrem ist,solltet ihr euch villeicht mal an den Kinderschutzbund wenden,den normal ist das keinesfalls.Und das dann alle an einem Tisch sitzen auch der neue Freund der Mutter. Wer weiß ich kann mir ehrlich nicht vorstellen,das er das so gut findet was sie da macht.Ein Austausch hilft euch da sicherlich da man eben auch nicht immer weiß ob die Kinder lügen. Oder euch auch anwaltliche Hilfe suchen und überlegen ob es nicht besser wäre, denn das Kind dann bei euch leben würde,damit sie sich selbstständig entfalten kann.

    Was das schlafen im eigenen Zimmer anbelangt,da musst du deinem Freund dann in den Arsch treten und ihr müsst konsequent sein auch wenn sie Theater macht. Das Mädel ist 10 Jahre alt und kann nur schlafen wenn papa daneben liegt die ganze Zeit?Da sollte deinem Freund auch so langsam in den Sinn kommen,das das nicht mehr richtig sein kann. Vor allem weil wir hier ja nicht davon reden das sie „behindert/in der Entwicklung zürück“ ist.

    Was die 3 Wochen Ferienzeit betrifft,schickt sie doch auf Freizeitfahrten,gibt doch eigentlich überall den Ferienpass. Da ist sie zwar ausser Haus ohne euch,lernt aber sich selber kennen,ihre Bedürfnisse,neue Freunde und co. Von täglich Reiten bis Basteln,Kanu fahren und co ist eigentlich immer alles dabei. Oder auf den Bauernhof fragen ob sie da tagsüber 2-3 stunden aushelfen darf und dann zB 1 std reiten darf unter aufsicht. Einige Bauernhöfe machen das. Ihr solltet auf jeden Fall eure Regeln immer durchsetzen und nicht abweichen,auch wenn es hart ist und man das gefühl hat gegen eine wand zu rennen. Es wird dann tatsächlich besser. Wenn ihr aber immer wieder ausnahmen macht oder alles übern Haufen wird wie mit dem schlafen,wird es eher nur schlimmer kann ich aus persönlicher erfahrung sagen.

  • #7691

    Lexa82
    Teilnehmer

    Hallo, ich hatte ähnliche Probleme mit meinem Bonuskind- allerdings war sie erst 3 als es anfing! Ich hab es nicht eingesehen meine Tage nach der Pfeife einer Dreijährigen zu gestalten. Ich hab meinem Partner die Pistole auf die Brust gesetzt und uns bei einer Paarberatung angemeldet. Murrend und aggressiv bis zum geht nicht mehr ist er dann aber mitgegangen. Und siehe da, er hat 1,5 Stunden sein Herz ausgeschüttet. Es hat noch 3 Sitzungen gebraucht, bis sich bei uns ein bisschen was verändert hat, aber er war dann sogar soweit, dass er sich eine eigene Psychologin gesucht hat. Mir hat die Paarberaterin geraten, dass ich Papa-Wochenenden und die Hälfte der Ferienzeiten für mich zum größten Teil alleine planen sollte. Also verabredete ich mich viel mit meinen Freunden, fuhr zu Verwandten, Freunden und blieb manchmal das ganze Wochenende weg. Mir hat das sehr gut getan und siehe da, mein Partner und die Kleine haben mich sehr vermisst und ich war plötzlich nicht nur das Grenzensetzende-Monster. Bis heute mische ich mich nicht mehr viel ein. Aber durch die Therapie hat sich auch mein Partner verändert, so das nicht mehr alles befolgt wird, was die Kleine sagt.

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