Teenager BT macht mich fertig und zerstört unsere Ehe

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Dieses Thema enthält 11 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Pinocchio vor 2 Monate, 2 Wochen.

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  • #9768

    zasou
    Teilnehmer

    Hallo!
    Ich bin neu hier, weil ich ein Mega Problem mit der Teenie Tochter meines Mannes habe.
    Unsere Situation ist folgende:
    Mein Mann hat 2 Kinder (11 und 13), jedes zweite Wochenende sind sie bei uns. Das erste Jahr hat das ganz gut geklappt, dann plötzlich nicht mehr. Man muss dazu sagen, dass in der Zeit sowohl die Mutter der 2 Gschrappen (lebt in einer neuen Beziehung) als auch ich schwanger wurden. Seitdem sind diese kinderwochenenden die Hölle.
    Mit dem 11 Jährigen gehts so halbwegs, aber das 13 Jährige Mädl ist eine echte Katastrope. Sie „mag mich plötzlich nicht mehr“, erzählt Lügen über mich und versucht die Familie meines Mannes gegen mich aufzuhetzen. Außerdem hat sie mir „verraten“, dass mich die ganze Familie meines Mannes nicht mag… ist nach Rücksprache mit ihnen eh auch gelogen, aber trotzdem hat diese Aussage mein Selbstbewusstsein (ok, es ist bei manchen Dingen etwas klein) total erschüttert und ständig finde ich nun Situationen, die mir „suspekt“ vorkommen und wo ich meine, dass die BT evtl Recht haben könnte…
    Die restliche Zeit des Wochenendes sitzen die beiden BK in ihrem Zimmer und spielen mit dem Handy/Pc. Sie ignorieren ihren Vater komplett, sie kommen nur heraus, wenn sie Hunger haben (wenn überhaupt). Dafür muss mein Mann dann ca. 1000 km/Besuchswochenende autofahren, um sie abzuholen und wieder nach Hause zu bringen… und das tut mir auch total leid für ihn, so behandelt zu werden, das hat er nciht verdient!
    Ich versuche der Situation aus dem Weg zu gehen und verbrige diese Wochenenden anderswertig, aber das stört meinen Mann (und mich eigentlich auch) und wir streiten oft deswegen – es zerstört schon fast die Beziehung. Wenn ich allerdings das WE mit den 2 BK verbringe, bin ich nur schlecht gelaunt und krieg schon die Krise, wenn ich das blöde Gschau von dem Kind (entschuldigung, aber ich kann sie echt nicht ausstehen) sehe….
    Wir haben auch schon versucht mit ihr zu reden, aber dafür ist sie sich zu gut…

    Habt ihr vielleicht einen Rat, wie ich mich verhalten soll? Ich verlange ja nicht, dass sie mich mag, aber ein halbwegs höfliches Verhalten und ein normaler Umgangston wäre meiner Meinung nach schon angebracht…

    PS: die neue Familie ihrer Mutter (inkl. Baby) akzeptiert sie, unsere Familie (inkl. Baby) gar nicht – wenn das Baby zu ihr hinkrabbelt, schreit sie nur „Nehmt es weg!“

  • #9769

    Pumpkin
    Teilnehmer

    Liebe zasou,

    tut mir Leid, das zu hören, die Situation klingt echt anstrengend.

    Was ich mich beim Durchlesen frage: Wie reagiert dein Mann? Bekommt er die Lügen mit? Steht er hinter dir? Schließlich ist es seine Aufgabe, die beiden zu erziehen.

    Grundsätzlich finde ich es schon einen guten Ansatz, die Wochenenden einfach woanders zu verbringen, wenn es geht. Niemand kann von dir verlangen, irgendwo zu bleiben, wo du nicht gut behandelt wirst. Wenn das deinem Partner nicht gefällt, dann soll er doch seinen Nachwuchs zuerst in den Griff bekommen. Vielleicht will er genau deshalb nicht, dass du gehst? Weil er sich dann alleine mit denen herumschlagen muss? Oder wie sind sie ihm gegenüber?

    Dass die sich den ganzen Tag im Zimmer verkriechen, ist für deinen Partner sicher schade, vor allem mit den 1000km Fahrt. Dir kann es aber eigentlich nur Recht sein. Es ist immerhin angenehmer als angeraunzt oder sonst was zu werden.

    Herzliche Grüße,
    Pumpkin

    • #9773

      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Hallo Zasou,

      genau das frage ich mich auch — wie steht Dein Mann dazu?
      Außerdem, wenn die beiden Dich mies behandeln und Deinen Mann ignorieren, weshalb holt er sie überhaupt ab? Den Stress würde ich mir sparen, wenn man sich dann eH nur über die Brut ärgert.

      Liebe Grüße
      Donna

  • #9776

    Sommerflieder
    Teilnehmer

    Liebe Zasou,

    au weia, das klingt nach viel Stress und Ärger in alle Richtungen!

    Das du an den Wochenenden dein Ding machst ist sicherlich eine gute Lösung. Du hast noch ein kleines Kind zu versorgen und das es euch dabei gut geht darf oberste Priorität haben. Gleichzeitig finde ich es bemerkenswert, dass du dich aus deinem Zuhause vertreiben lassen musst – vermutlich jedesmal mit dem Baby – ehrlich, mir wäre das zu blöd! Und meine Ehe würde ich mir von zwei Rotznasen erst Recht nicht kaputt machen lassen!

    Wie Donna schon schreibt: Wie steht der Vater zu dir und vor allem zu seinen Kindern? Welche Qualität hat die Beziehung noch, wenn die beiden sich bei euch offensichtlich nicht wohlfühlen und weder dich noch das Baby mögen; gleichzeitig mit ihrem Vater nichts am Hut haben. Ist da ein Umgangswochenende überhaupt noch der Vater-Kind-Beziehung oder gar dem Kindeswohl zuträglich? Oder ist es tatsächlich eine Option diese Aufwand zu minimieren (wird der BM zwar nicht gefallen…)

    Ich würde da ruhig mal ein Risiko eingehen und Klartext reden – das geht natürlich nur, wenn dein Mann hier mitspielt und hinter seiner neuen kleinen Familie steht. Solange das Verhalten und das Klima innerhalb der Familie so ist, wie du es beschreibst würde ich da nicht mehr mitspielen und den Umgang auf ein Wochenende im Monat reduzieren. Vielleicht merken die ‚Plagen‘ – grins, kenne diese Gefühle auch!

    Diesen Stress mache ich auch nicht mehr mit! Entweder mein BK benimmt sich hier angemessen, oder es ist nicht willkommen – ganz einfach! Bei mir hat diese klare Kante Wirkung gezeigt und ich erkenne meinen Partner nicht mehr wieder. Dafür habe ich aber mal für eine Weile sowas wie ein Hausverbot gg. dem BK ausgesprochen und mein Partner hat gemerkt, wie anstrengend und nervtötend es ist das Plag von Freitagabend bis Sonntagnachmittag aushalten zu müssen.

    Lg Sommerflieder

  • #9780

    zasou
    Teilnehmer

    Hallo!
    Vielen Dank für Eure Antworten.

    Zuerst einmal – habe ich vergessen zu schreiben – ich lasse mich nicht aus meiner Wohnung vertreiben (wäre ja noch schöner), er hat vor unserer Partnerschaft in dem alten Haus eines verstorbenen Verwandten gelebt und hat das Haus daher behalten. Wenn die kinder kommen, sind alle 3 in diesem Haus und ich mit unserem Baby weiterhin in unserer gemeinsamen Wohnung.

    Mein Mann ist eigentlich ein sehr harmoniebedürftiger Mensch, er möchte es ALLEN immer recht machen. Er hat mit seiner Exfrau vereinbart, dass die Kinder auch zu ihm kommen, daher holt er sie ab – ob es ihm oder den Kindern große Freude bringt, wage ich mal zu bezweifeln… aber ok.
    Außerdem hat er ein schlechtes Gewissen wg der Scheidung (obwohl die Exfrau die Scheidung wollte). Daher werden die beiden Kinder verwöhnt nach Strich und Faden (auch von der leiblichen Mutter). Das mit den ständigen Geschenken habe ich schon abgestellt, aber trotzdem. Ständig fragt er sie, was sie wollen, ob sie mit zB einem Ausflug einverstanden sind etc…. Nichts wird ohne sie entschieden („Da muss ich zuerst XY fragen, ob sie das auch machen wollen.“).
    Auf jeden Fall wuselt er das ganze WE zwischen den Kindern und mir (wenn ich mal da bin) hin und her und möchte, dass sich alle wohl fühlen. Seit die Situation so eskaliert ist, versucht er mit der Tochter zu reden, aber die sagt nicht, was sie gegen mich hat. WIr haben es auch schon zu 4 (wir beide und die 2 Kinder) versucht, da ist es nur noch schlimmer geworden, weil die Teenie-Tussi sich zu gut ist zu reden und sowieso alles am besten weiß.
    Im Moment ist er der Meinung, dass die Tochter Zeit benötigt um sich an alles zu gewöhnen – dann wird es von selber besser *haha*…

    Letztes WE bin ich wieder mal zu Hause gebleiben und er hatte Kinder WE. Ich hatte echt keine Lust zu ihm bzw. zu der Göre zu kommen. Daraufhin war er voll sauer, hat nur noch herumgesponnen, dass ich ihn nicht mag und dass das ganze WE versaut war, weil er sich doch so gefreut hätte, wenn ich dabei gewesen wäre etc. Und wieso ich mich von den Kindern abschrecken lasse, es ist ihm doch unsere Familie wichtig und die kinder sind eh nur noch besuchskinder (da er so gut wie gar keinen Kontakt zu ihnen hat bis auf diese gemeinsamen WE…). Für die Erziehung dieser „Besuchskinder“ (nebenbei erwähnt, sind sie extrem ungezogen, nicht mal grüßen, bedanken etc. geht ohne dass man sie dazu auffordert – aber das interessiert mich mittlerweile eh nicht mehr) meint er, dass er da nichts dafür kann – sie sind so selten bei ihm, dass er nichts machen kann.

    Auf jeden Fall weiß ich nicht, was ich machen soll. Bleibe ich zu Hause, gibt es im Anschluss stress in der Beziehung. Fahre ich mit, ist das WE für alle verhaut (oder jeder sitzt in einem anderen Zimmer und tippt am Handy herum – sehr spannendes WE!)… beides keine Lösungen, die mich freuen…

    LG Zasou

    PS: Wenn die kinder gar nicht mehr zu uns kommen würden, freut das die KM bestimmt nicht – die verbringt jedes WE ohne Kinder auf Wellness, Städtetrip, sonstigem Urlaub… (zumindest bevor sie das Baby bekommen hat)

    • #9781

      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Hallo Zasou,

      Dein Mann will es allen recht machen? Dir aber offenbar nicht. Denn sonst würde er sich seine Tochter mal zur Brust nehmen. Hier ist schon so oft davon geschrieben worden, dass es nichts bringt, Scheidungskindern alles durchgehen zu lassen (schlechtes Benehmen, Launen etc.). Auch wenn Du ihm das verklickern kannst, muss der Groschen bei ihm selbst fallen. Und solange das nicht passiert, wird bei Euch auch nichts besser. Die Tochter weiß ja, dass sie Papa auf ihrer Seite hat und macht immer schön weiter…

      Auch würde ich es nicht akzeptieren, mit dem gemeinsamenen Baby allein das WE zu verbringen, während er mit seinen Kindern aushäusig ist. Entweder sie benehmen sich oder bleiben bei ihrer Mutter zu Hause.

      Meine Stieftochter (13) wollte neulich durchsetzen, Ausflüge zu dritt, also sie, ihre Schwester und mein Mann, zu machen. Dies hat mein Mann entschieden abgelehnt mit der Begründung, wir würden ja auch ohne sie nichts unternehmen, weil wir sie nicht dabei haben wollen. Ich denke, das hat sie verstanden. Und wenn nicht, hat sie wenigstens kapiert, dass sie meinen Mann nicht manipulieren kann.

      Ich wünsche Dir alles Gute,
      Donna

  • #9785

    Free13
    Teilnehmer

    Es ist doch wohl fast überall dasselbe Spielchen… Die aaarmen Trennungskinder! Ständig wird ihnen durch den von schlechtem Gewissen geplagten Vater alles möglichst bequem und Recht gemacht. Bloß nicht anecken und sich auch mal für die Partnerin/neue Familie einsetzen! Der Vater nimmt dann so ziemlich alles in Kauf. Sinnlose Fahrerei und Besuche müssen IMMER eingehalten werden. Und wenn die KM auch noch froh ist, dass sie die Kinder los hat, um Freiheit zu genießen, macht es eine Änderung oder gar ein „weniger holen“ nahezu unmöglich. Ich kenne das auch leider zu gut! Sich aus den Kinder—Zeiten rausnehmen ist zwar eine Möglichkeit, aber ganz ehrlich auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Gerade, wenn man aus seiner eigenen Wohnung verschwinden muss, nur damit man seine Ruhe hat und möglichst nicht damit in Berührung kommt. Aber HAUPTSACHE die Kinder haben das Vorrecht. An dem Kind-Tagen eben nicht da zu sein, muss vom Partner ja auch akzeptiert werden. Ich kenne es leider so, dass es das eher nicht wird, sondern dann ziemlich eindeutig vermittelt wird, wie mies es doch ist, dass man den Partner „nicht unterstützt“!

  • #9788

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Zasou,

    als erstes möchte ich sagen, ich verstehe, dass das für dich eine absolut schwierige und fast ausweglose Lage ist und auch, dass du deine BT nicht magst.

    ABER… du schreibst „Ich verlange ja nicht, dass sie mich mag, aber ein halbwegs höfliches Verhalten und ein normaler Umgangston wäre meiner Meinung nach schon angebracht…“ und im Absatz davor schreibst du:
    „Wenn ich allerdings das WE mit den 2 BK verbringe, bin ich nur schlecht gelaunt und krieg schon die Krise, wenn ich das blöde Gschau von dem Kind (entschuldigung, aber ich kann sie echt nicht ausstehen) sehe…. Wir haben auch schon versucht mit ihr zu reden, aber dafür ist sie sich zu gut…“ – Du schreibst in fast jedem Satz dermaßen abwertend über die BT, dass ich mal davon ausgehe, dass du sie auch wenn sie da ist dementsprechend abwertend behandelst. Dass sie im Gegenzug dann höflich zu dir ist, würde ich jetzt auch eher nicht erwarten… Ist ja immer Aktion – Reaktion… Und wie läuft das „mit ihr reden“ denn ab? Ich meine wenn sich zwei Erwachsene einer 13-jährigen entgegenstellen und sie „zur Rede stellen“ kann ich schon verstehen, dass da nichts sinnvolles zurück kommt, weil sie schlichtweg einfach dicht macht (Kommunikationssperre!)… und ich wage mal zu vermuten, das würde dir wohl ähnlich gehen, wenn dein Mann und seine Tochter dich ausfragen würden warum du sie denn jetzt nicht magst und an den Wochenenden nicht dabei bist.
    Aus Sicht der Tochter sieht es doch so aus: Papa hat eine neue Frau, ein neues Baby und deshalb wird sie nicht mehr gebraucht. Die neue Frau ist auch immer noch schlecht gelaunt und will gar nicht dabei sein, warum soll ich dann nett zu ihr oder gar dem Baby sein? Dass sie das Baby bei der Mutter besser annimmt liegt vielleicht schlichtweg daran, dass sie da gar keine andere Wahl hat? Ich meine, sie wohnt dort und muss sich damit abfinden… und vielleicht ist es auch tatsächlich so, dass sie gar keine Lust mehr auf Besuchswochenenden hat wofür sie pro Strecke 500 km im Auto unterwegs ist, fernab von ihren Freunden, was ich in dem Alter absolut verständlich fände. Als ich so 12-13 war sind wir immer noch auf unser Wochenendgrundstück gefahren (außerhalb von der Stadt in der wir wohnten) und ich fand das schrecklich, weil ich mich so nicht mit meinen Freundinnen treffen konnte. Alleine zu Hause bleiben durften wir damals noch nicht. Aber ich habe eine Zeitlang einen richtigen Hass auf unser Grundstück entwickelt (obwohl ich als ich kleiner war immer total gerne dort war). Wenn ich mir vorstelle alle 2 Wochen 1000 km fahren zu müssen, würde sich meine Begeisterung auch in Grenzen halten…

    Daher finde ich die Idee die Wochenenden möglicherweise einzuschränken (max. 1 pro Monat und dann z.B. lange Wochenenden wie Pfingsten etc.) gar nicht schlecht. Ich würde dann dafür vielleicht den Ferienumgang etwas ausweiten (also halt dann mehrere Wochen am Stück).
    Was die Kommunikation mit der Tochter und auch deinem Mann betrifft kann ich dir sehr „Die Familienkonferenz“ von Thomas Gordon empfehlen.

    Wie lange sind die beiden denn eigentlich schon getrennt und wer hat den großen Abstand „generiert“?
    Was den Vater betrifft, ja vielen fällt es leider schwer, normal mit den Kindern umzugehen und viele merken nicht, dass sie den Kindern damit schaden. Ich glaube in eurem Fall erschwert der große Abstand und die lange Fahrerei die Umgänge zusätzlich. Dann die Tatsache, dass es irgendwie noch 2 Haushalte gibt und sie in dem „Zusatzhaus“ sind und nicht in eurer Wohnung macht ein wenig den Anschein, als wären sie auch gar nicht wirklich erwünscht.

    Ich denke eine Neuregelung des Umgangs könnte euch alle etwas entlasten. Und wie gesagt, auch wenn ich absolut verstehe, dass du sie nicht magst, solange du ihr das zeigst und selbst nicht respektvoll mit ihr umgehst, wird sich auch von ihrer Seite kaum ein anderes Verhalten ergeben… vielleicht schaffst du es, dich ein wenig in sie rein zu versetzen und ihr damit etwas mehr Verständnis entgegenzubringen. Du musst sie deshalb nicht mögen, aber vielleicht kannst du so etwas neutraler sein.

    Liebe Grüße,
    Daka.

  • #9792

    FrauS
    Teilnehmer

    Mir ist mal der Tip gegeben worden leise nachzufragen, wenn sie zickt was los ist.

    Bei uns zuhause, sie 13 lebt bei uns, kam sie früher oft total mies gelaunt heim und hat nur rumgezickt. Nichts hat ihr gepaßt und sie hat nur gemeckert.

    Ich hab den Tip ausprobiert. Ich habe sie schimpfen und meckern lassen ohne was zu sagen und sie nicht beachtet. Irgendwann hat sie sich dann auf den Esszimmerstuhl gesetzt und vor sich hingebrummelt. Ich saß auf der Couch und als sie ruhiger wurde habe ich sie leise gefragt was sie denn so geärgert hätte. Kam keine Antwort. Nach kurzer Zeit wieder leise gefragt. Auf einmal kam sie rüber, hat sich auf die Couch gesetzt und angefangen zu erzählen; und zwar zu meinem Erstaunen ohne mich anzuzicken oder anzumeckern. Es hat tatsächlich funktioniert. Sie hat dann mit der Zeit verstanden, daß ihr zickiges Verhalten ignoriert wird und wenn sie ruhiger geworden ist das ich nachfrage und mich auf sie konzentriere. Dann höre ich ihr auch wirklich zu, mache den TV aus oder lege da Buch auf die Seite.

    Vielleicht kannst du das ja mal ausprobieren, wenn der Moment paßt.
    Ist natürlich immer schwierig, wenn jemand was vorschlägt und der Hintergrund anders ist. Durch das leise sprechen bei mir bin ich selbst ruhiger geworden und sie muß sich auf mich konzentrieren, wenn sie mich hören möchte.

    Aber durch die Pupertät ist es immer schwieriger geworden. Da helfen nur Stahlnerven und der Partner muß an einem Strang mitziehen, sonst funktioniert das nicht.

    Vielleicht erkennt sie mit der Zeit, wenn du es immer wieder so versuchst, daß du nicht ihre Feindin bist und ihr niemanden wegnimmst sondern sie eine Freundin und eine Schwester dazugewinnt. Jemand auf den sie sich verlassen kann, auch wenn sie so zickig ist.

    Alles Liebe und lass dich nicht unterkriegen!

    Viele Grüße S.

  • #9796

    dearbear
    Teilnehmer

    Hallo Zasou,

    Es ist wichtig, dass ihr als Erwachsene gemeinsame Regeln setzt, an die sich die beiden halten müssen.
    Ja, dein Mann mag ein schlechtes Gewissen haben, aber das Verhalten hat für mich nichts, bzw. wenig mit der Situation als Trennungskind zu tun, sondern mit dem Alter -TEENAGER.
    Und auch die brauchen feste Regeln, an die Sie sich zu halten haben. Und natürlich testen Sie Ihre Grenzen aus, das machen doch alle in dem Alter, manche mehr, manche weniger. Also sollten Dein Partner und Du gemeinsame Regeln definieren, die ihr gemeinsam an die Kinder kommuniziert. Und ganz wichtig: auch erklären wieso euch das wichtig ist und auch den Benefit für die Kinder rausstellen.
    Und dass Du Dich zurückziehst finde ich ehrlich gesagt nicht ok.
    Es tut mir leid, Du hast dich für einen Mann mit Kinder entschieden und ihr bekommt jetzt ein gemeinsames Kind. Die Kinder gehören zu jetzt zu Deiner Familie. Das eine ohne das andere geht nun mal nicht. Oder soll er seinen Kontakt zu den Kindern reduzieren? Würde es Dir gefallen, wenn es sich um Deine Kinder handeln würde?
    Wie Donna schon sagte: es ist wichtig, dass Du und Dein Partner an einem Strang zieht.

    Bei uns hat die große damals (mit 5) auch versucht mich komplet zu sabotieren und hat unglaublich rumgezickt. Aber wir haben zusammengehalten und ihr gezeigt, dass ich ihr den Papa nicht wegnehme, sondern dass ich für Sie da bin und sie auch bei uns ein Zuhause hat (mittlerweile leben beide Kinder tatsächlich seit 2,5 Jahre bei uns).
    Ich gebe zu, dass eine 5 jährige leichter zu handeln ist als eine 13jährige. Aber der Aufwand lohnt sich.
    LG,
    Dearbear

  • #9813

    Pinocchio
    Teilnehmer

    Liebe zasou

    Für mich tönt es eher nach normalem Teenie- Verhalten. Vermutlich stört sie die neue Familiengründung auf beiden Seiten (bei Mama und bei Papa). Oder sie hat keine Lust mehr zu kommen. Wie wäre es, ihr mal ein Wochenende „frei“ zu geben? Dass ihr den Umgang aussetzt für die grosse. Aber vielleicht will sie das far nicht. Merkt nicht wie sie tut (merken Teenies oft nicht). Die kleine Schwester bitte nicht in den selben Topf werfen. Die muss sich ihrer Schwester auch ein Stück weit fügen. Sie sind „Schiksalsbrüder“.

  • #9815

    Pinocchio
    Teilnehmer

    Liebe zasou

    Für mich tönt es eher nach normalem Teenie- Verhalten. Vermutlich stört sie die neue Familiengründung auf beiden Seiten (bei Mama und bei Papa). Oder sie hat keine Lust mehr zu kommen. Wie wäre es, ihr mal ein Wochenende „frei“ zu geben? Dass ihr den Umgang aussetzt für die grosse. Aber vielleicht will sie das far nicht. Merkt nicht wie sie tut (merken Teenies oft nicht). Die kleine Schwester bitte nicht in den selben Topf werfen. Die muss sich ihrer Schwester auch ein Stück weit fügen. Sie sind „Schiksalsbrüder“. Sie ist auf die grosse Schwester angewiesen.

    Dass du unsicher bist wegen der Verwandtschaft verstehe ich. Du musst die Verwandt nicht zu hoch stellen. Man muss nicht beste Freundin mit Schwiegermutter sein. Meistens tut man nur freundlich. Gut, dass du es angesprochen hast. Ist natürlich doof, wenn sie dich nicht mögen sollten. Nimm es nicht persönlich! Und falls es dir helfen könnte, so frag deinen Mann, ob er mal seiner Familie sagen kann, dass er dich liebt und sie dich deshalb akzeptieren sollen.

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