Stiefsohn rebelliert…

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Dieses Thema enthält 12 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kiki vor 1 Woche, 4 Tagen.

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  • #8886

    julie79
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,

    ich hab mich einige Zeit nicht gemeldet, weil alles besser zu werden schien…
    Der Sohn meines Mannes schlief im November zum ersten mal bei uns (er ist 5, wird bald 6, Entwicklungszustand eines 3 jährigen). Alles klappte wunderbar. Er schlief sogar allein, obwohl er daheim immer bei der Mama schläft. Beim zweiten mal, war er richtig begeistert und wollte auch eine zweite Nacht bleiben. Alles wunderbar. Dann sagte er zuhause: Mama das war total schön, nächstes mal bleibe ich zwei Nächte.
    Auch mit meinen Kindern harmonierte alles gut und ich gab mir auch sehr viel Mühe.
    Dann bleib er zwei Nächte. Alles super. Sonntag heimgebracht. Nächster Morgen böse WA von der KM. „Es falle dem Sohn nicht so leicht wie wir denken, er reagiert daheim mit Trauer, Wut und Aggression“

    Um den Übergang zu erleichtern wurde vereinbart, dass der Papa beim Abgeben noch kurz mit reinkommt, zum spielen. Dieses kurze Spiel wurde von Treffen zu Treffen länger und man merkte, der Sohn wartet nur noch auf die Zeit mit Papa daheim. Hier ging es nur noch rückwärts.

    Lange Rede kurzer Sinn… er sollte noch hier sein, aber mein Freund hat ihm nach großem Theater heimgefahren. Er möchte nicht hier übernachten – wegen mir.

    Ich bin anders als der Papa, ich bin streng, ich bin doof. Er hatte gehofft, der Papa geht wieder zur Mama.

    Mein Freund hat mir vor ein paar Tagen einen Antrag gemacht. Er hat seinem Sohn darauf hin erklärt, dass er mich liebt und mich heiraten möchte und dass er doch schon oft gesagt hat, dass er die Mama nicht mehr liebt, aber dass das nichts mit ihm zu tun hat. Ihn liebt er doch nach wie vor….
    Endlos Diskussion. Und weil Sohnemann gewohnt ist, seinen Willen zu bekommen, hat er ihn natürlich auch nach Hause gefahren.

    Ich bin einerseits froh, weil ich meine Ruhe habe. Wenn er da ist, muss man jedes Wort überlegen. Und wehe ich schau ihn falsch an. Ich gebe mir so viel Mühe, koche nach sogar immer wieder nach seinem Schnabel (und er isst wirklich fast nichts, sowas hab ich noch nie erlebt, habe selbst zwei Kinder). GEstern und auch heute hab ich mich fast nur rausgenommen. Ich hab nicht mitgespielt und war eine zeitlang sogar weg. Meine Jungs waren zwar daheim, aber mit denen hat er kein Problem…

    Gibt bestimmt einige die das so schon hatten oder? Wie habt ihr das gelöst?

    Ich gehe davon aus, dass die Ex gegen mich manipuliert, gegen meinen Freund hat sie sehr lang manipuliert. Der Sohn hat auch schon gesagt, die Mama hätte was über mich gesagt (wird natürlich abgestritten)

    Wie sollten wir damit umgehen, wenn er wegen mir nicht mehr kommen will oder weiterhin nicht übernachten will? Die Entfernung ist sehr weit, 110 km einfache Fahrt (also 450 am WE. Anfangs ist mein Freund das an einem Tag gefahren, weil der Kleine nicht hier schlafen wollte, deshalb will er da auch nicht mehr zurück in diesen Zustand….

    Freue mich über Tips….

  • #8890

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Hallo Julie,

    puhhh echt schwer. Erst hattet ihr so einen Super start und dann das. Wäre es eine Option,mal zum Kinderschutzbund zu gehen oder sich beim Jugendamt eine Beratung einzuholen?Ich glaube aber,ohne Anwalt ,Gericht und Gutachten kommt ihr da nicht weiter. Es ist schwer,dagegen anzuarbeiten,wenn die KM dagegen schiesst. Ich kann euch nachempfinden. Uns gehts zurzeit auch so,mal läuft es,mal will Stiefsohn wegen mir nicht kommen oder weil unsere Regeln blöd sind.

    Auch wir haben die Vermutung das die KM manipuliert. Hat dein Mann den mit der KM mal gesprochen und ihr gesagt was das soll und wirklich mal seine Gefühle auch ihr zum Ausdruck gebracht und Konsequenzen angedroht?

    Bei uns hat man nun gemerkt das die KM sich ins eigene Fleisch geschnitten hat,sie wollte Silvester feiern und es ging nicht da STiefsohn nicht zu uns wollte. Das hat ihr ganz und gar nicht gepasst. MEin Mann hat ihr aber klipp und klar gesagt,entweder kommt er ganz,schläft bei uns,benimmt sich und das ohne Theater,ohne das dauergefrage nach Mama oder er wird dann halt nicht mehr geholt.punkt. Kein dazwischen. Natürlich war das schwer aber was will man machen?Zwingen das Kind?Nö,nun hat sie gesehen das wir nicht nach ihrer Nase tanzen passt ihr nicht aber es bewegt sie auch zum Nachdenken über ihr eigenes Verhalten.

    Das einzige was ihr machen könnt,ist ihm immer wieder kindgerecht alles erklären. Wieso es nicht zurück zur Mama geht usw. Das könnt ihr nur immerwieder wiederholen und ihm das gefühl geben,das es ok ist,euch toll zu finden. Und ohne die Mama schlecht zu reden aber ihm sagen das es nicht ok ist von mama sowas zu sagen.

    Und dann könnt ihr eigentlich auch nur das machen: Entweder kommt er und bleibt das Wochenende oder er kommt gar nicht. Und dazwischen geht ihr dann übern Anwalt und gericht.Aber ob das Chancen hat wäre die Frage,ihr bräuchtet beweise,das sie das Verhalten auslöst.Was wäre denn wenn dein Mann ein klärendes Gespräch mal mit ihr führt in dem er ihr alles sagt und das ohne ihr in den hintern zu kriechen oder stress zu vermeiden zB Ich bin der Vater,ich habe die selben rechte wie du.Wie würdest du dich fühlen,wenn ich dich vor unserem Sohn schlecht mache?Ich finde es blöd,das du X schlecht machst,ich akzeptiere deine Freunde etc. doch auch.Entweder versuchen wir beide klarzukommen oder ich werde vor Gericht ziehen und…(zum Beispiel)

    Ich drücke euch die Daumen und viel Kraft. Ich fühle mit dir. Lass dir aber keinesfalls die Karte zuschieben,er kommt wegen dir nicht. Das stimmt nicht.Es wird ihm nur eingeredet

  • #8904

    julie79
    Teilnehmer

    Hallo Soulcoloured,

    wir hatten leider nicht so einen tollen Start wie vermutet. Wir sind nun seit knapp 3 Jahren zusammen und mussten erstmal 1,5 Jahre dafür kämpfen, dass er seinen Sohn überhaupt mit heim nehmen darf. Anfangs hat sie das Kind gar nicht rausgerückt, dann nur in ihrem Beisein für 3 Stunden, dann mal ein paar Stunden alleine. Erst das Gericht hat entschieden, dass er ihn überhaupt mitnehmen darf.
    Mein Freund war damals schon immer beim Jugendamt, hat aber nur wenig Hilfe bekommen. Jetzt darf er ihn seit 1,5 Jahren holen und es hat bis vor 3 Monaten gedauert, dass sie eingewilligt hat, dass er hier schlafen darf.
    Er hat so viel gerichtlich gekämpft und schon so viel Geld dafür verbraten. Da er nicht nur Unterhalt fürs Kind zahlt, sondern (meines Erachtens total zu Unrecht) auch an sie (er hat sich bei der Scheidung zu nem Vergleich nötigen lassen) hat er leider nicht viel Geld übrig. Er hat den letzten Rechtsstreit schon in Raten abgezahlt und ist nun endlich seit Januar schuldenfrei. Wir haben überhaupt nicht die Nerven, mit Gutachten anzufangen…

    Gesprochen hat er vorgestern mit ihr. Sie macht sofort total dicht. Ist gleich in Abwehrhaltung gegangen, als er sie auf den Verdacht der Manipulation angesprochen hat. War mir klar. Aber warum sollte der Kleine sagen, die Mama hat was gegen mich gesagt, wenn es nicht so gewesen wäre! Er hat eigentlich das gesagt, was du in deinem Text vorgeschlagen hast.
    Sie hat ihn gebeten, doch mal wieder nur einen Tag was zu machen und gar nicht heimzufahren, sondern vor Ort zu bleiben. Das hat er gleich abgewiegelt und gesagt: entweder über Nacht oder gar nicht.

    So schlimm die Situation war bzw ist, ich hab zum ersten Mal den Eindruck, dass er sich jetzt hinter mich stellt und beginnt, nicht immer nachzugeben. Das tut gut.

    Zieht es dein Mann durch, dass er das Kind gar nicht holt, wenn es nicht über Nacht bleiben will? Ich habe da noch so meine Bedenken, zumal man mit dem Sohn meines Freundes in dem Moment auch gar nicht reden kann, er ist dann völlig überfordert und fängt an zu brüllen wie ein Baby. Das Schlimme ist halt auch, der ist vom Verhalten her wie ein Dreijähriger, der ist so auf die Mama fixiert, sie hat ja auch jahrelang daraufhin gearbeitet. Durch die anfängliche Entfremdung vom Vater (mein Freund hat während der ersten zwei Jahre nie mit dem Kleinen allein sein dürfen und als sie ausgezogen ist, hat er ihn erstmal zwei Monate gar nicht sehen dürfen), ist das Vater-Sohn Verhältnis halt auch sehr dürftig. Erst war mein Freund der Spaßonkel, der immer tolle Sachen gemacht hat und jetzt kommt der Alltag mit den Regeln und der bösen Stiefmutter…

    Berichte mal bitte, ob das bei euch so klappt und wie sich das Kind damit arrangiert… Wir haben ja auch gesagt: über Nacht oder gar nicht.

    LG Julie

  • #8912

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Hallo Julie,

    ein bisschen hab ich deine Geschichte auch noch im Kopf.Ich denke sie versucht auf Krampf die Macht über ihn zurückzukriegen,villeicht „will“ sie ihn ja auch sogar zurück.

    Ich habe das Gefühl zum Beispiel gerade bei uns. Es lief definitv besser als sie einen Partner hatte.Als der sie verließ,zog sie wieder bei den Eltern ein.Eigenes Auto bis heute nicht,kaufte sich stattdessen ein Mofa. Arbeit,nicht wirklich,verschiedene minijobs,schwarzarbeit usw.
    Nun sie hatte 4 Jahre Zeit sich was eigenes aufzubauen wieder,wieder einen neuen Partner zu finden aber nichts. Nun sieht sie was wir haben. Wohnung,etwas angespart,auto und co. Jetzt kein luxusleben aber wir haben uns mit wenig doch gut was aufgebaut. Ich habe das gefühl ,das sie neidisch ist und doch irgendwelche gefühle wieder für ihn entdeckt hat. Und nun versucht sich ins gemachte nest zu setzen.

    Ob sich mein mann nun komplett dran hält kann ich noch gar nicht so genau sagen. eigentlich war geplant das er vom 25.12-1.1.18 bei uns schläft. Er war dann nur am 25.12 da. schlafen wollte er nicht,silvester auch nicht kommen.Mein Mann hat ihn dann auch nicht geholt. Er war am 28.12 für ein paar stunden da,weil es einen angeblichen notfall bei der KM gab. Sie war tatsächlich bis jetzt auch noch sehr angepisst das er an silvester nicht bei uns war. Aber wir zwingen nichts.Entweder ganz kommen oder gar nicht.Schliesslich kostet jedes hin und herfahren sprit,zeit und planung.

    Jetzt war er wieder am Wochenende da,hat hier auch geschlafen. Hat mit mir aber kaum geredet,war auch nicht gerade toll da er nicht wirklich gehört hat bzw auch meinem mann ziemlich respektlos gegenüber war wie ich fand aber naja.wir hatten nur noch abgemacht das wenn er sich bei uns nicht benimmt das er sofort zurück zur mutter gefahren wird. es war jetzt aber nichts ausschlaggebenes dabei was das gerechtfertigt hätte so wirklich.

    Also mein Stiefsohn macht auch dann immer ein riesen aufstand wird trotzig und wird dann wie ein 2jähriger.rumgeschreie und geheule, wir lassen ihn dann aber das theater machen.Wenn er bei uns ist,dann bleibt er auch bei uns.Wir unterbinden auch ständiges nach wann es wieder zu mama geht gefrage,wenn er schmollen will oder rumtrotzen,schickt mein mann ihn ins zimmer,dort kann er sich ausmaulen und wenn er bereit ist zum reden und erklären,geht mein mann wieder zu ihm und erklärt es nochmal warum es nicht zu mama geht. will er nicht zu uns,dann bleibt er bei mama und muss dann eben 2 wochen warten bis papa ihn wieder holen würde. Man merkt aber schon das sein theater weniger wird da es hier niemand mehr mitmacht.Mal sehen wie lange es hält und mein mann sich dran hält nun.

  • #8940

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Julie,

    ich denke ihr/dein Mann solltet an der festgelegten Regelung festhalten. Papa-WE heißt Papa-WE und da wird auch übernachtet. Es hat ihm ja gefallen und dann hat Mama das gemerkt und ihm dafür – wie auch immer, möglicherweise durch „Androhung“ von Liebesentzug – ein schlechtes Gewissen eingeredet und ihn somit in einen Loyalitätskonflikt gebracht. Ein Kind in dem Alter kann noch nicht entscheiden ob es zum Vater will oder nicht. Es hilft dem Kind leider (!) nicht, dann seinen Launen nachzugeben, sondern macht es nur noch schlimmer, weil es ja eigentlich beim Vater sein will… und der Mutter zuliebe ja doch nicht. Er hat ein Recht auf seinen Vater und das sollte auch durchgesetzt werden. Eine Freundin hatte das gleiche vor eine gewissen Zeit. Angeblich wollte der Sohn (6) nicht mehr zum Vater, auch wegen ihr (obwohl er sie schon immer mochte). Sie sind dann Anfangs darauf eingegangen und haben ihn früher nach Hause gebracht oder gar nicht geholt. Die Folge war, immer mehr Entfremdung. Irgendwann haben sie für sich entschieden: Schluss damit. Papa-We heißt Papa-We und fertig. Das wurde dem Kind auch klar kommuniziert und das auch nur von Seiten des Vaters (der Mutter war die Entfremdung ja sehr recht gewesen). Und siehe da, die Papa-WE liefen wieder problemlos. Kein Geheule mehr nach Mama, nichts. Kinder in dem Alter (und erst recht nicht wenn er altersmäßig noch zurück ist) können eine solch schwerwiegende Entscheidung noch nicht alleine treffen. Wenn sie dann größer sind (so ab 10-12 würde ich sagen) mag das etwas anderes sein, aber eben nicht mit 5. Man lässt sein 5-jähriges Kind ja normalerweise auch nicht zu Hause nur weil es mal sagt es will nicht in die Kita. Da erklärt man dem Kind dann eben, dass es zur Kita muss, weil es noch nicht alleine zu Hause bleiben kann und Mama und Papa eben arbeiten sind.

    Also mein Tipp ist ganz klar: Umgang durchsetzen und den Kleinen dann natürlich emotional begleiten, wenn er nach Mama weint. Annehmen, dass er sie vermisst und ihn spüren lassen, dass das okay ist…jedoch auch deutlich machen, dass es jetzt so ist wie es ist. Also man könnte dann z.B. sagen „Ich sehe, dass du ganz doll traurig bist, weil du Mama vermisst… und da kannst du dich gerade gar nicht richtig freuen, bei uns (Papa) zu sein…darf ich dich trösten?“ Dann könnte man ihn in den Arm nehmen und kuscheln… und wenn das alleine noch nicht reicht noch dazu sagen „Nun bist du bei uns und bleibst auch das Wochenende bei uns und wir würden uns freuen, wenn wir uns gemeinsam eine schöne Zeit machen.“ Ich denke so in der Art, wird ihn früher oder später zum Auftauen bringen (je nach Stärke des Loyalitätskonfliktes).

    WEiß man denn, warum er mit 5, fast 6 auf dem Entwicklungsstand eines 3-jährigen ist? In welcher Hinsicht, motorisch oder sprachlich?

    LG und viel Kraft, Daka.

  • #8943

    Pinocchio
    Teilnehmer

    Liebe Julie

    Die Aussage der Mutter, dass das Kind dann wütend, zornig und.. war, könnte auch als normale Info ohne böse Absicht gemeint sein. Aber so wie du die Mutter beschreibst, kann ich mir allerdings vorstellen, dass sie, als sie das Kind so erlebt hatte, sich daraufhin eingebildet hatte, dass der Junge bei euch „unglücklich“ sei. Mein Sohn kommt auch so nach Hause von Kindergarten, Besuch bei den Großeltern,.. Es wäre falsch diese Zornesausbrüche als „unglücklich“ abzutun. Mein Mann denkt das manchmal auch und ich muss ihm dann erklären dass das nicht so ist, dass es ihm dort schlecht gegangen sei oder so. Es sind die Übergänge. Also von Kindergarten ins zuhause, von den Großeltern ins Zuhause. Usw.

    Bleibt standhaft und verteidigt diese Besuche! Auch fürs Kind, das ein Recht auf regelmäßig Kontakt zum Vater hat!

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen von  Pinocchio.
  • #8971

    julie79
    Teilnehmer

    Huhu ihr Lieben,

    juhu ich kann wieder antworten, warum auch immer…

    Danke erstmal für eure ausführlichen Antworten. Ich bin sehr froh, dass man hier mit Frauen kommunizieren kann, die in ähnlichen Situationen sind.

    Kurzes Update: hier eskaliert es grad so ein bisschen. Die Mutter hat sich gestern per WA gemeldet. Muss vorher kurz erklären, dass wir hier SEHR beengt wohnen und der Kleine bei uns wirklich nur auf dem (sehr großen und breiten) Sofa schlafen kann. Wir haben kein Zimmer für ihn und kein eigenes Bett (zumal er da ja daheim auch nicht drin schläft, da schläft er bei der Mutter). Wir finden auch keine größere bezahlbare Wohnung (da er ja kräftig noch an sie nachehelichen Unterhalt zahlt), außerdem können wir in nem Jahr jetzt bauen, so lange muss es noch gehen. Meine Kinder schlafen im oberen Stockwerk, daher kommt es für seinen Sohnemann auch nicht in Frage im Kinderzimmer zu nächtigen, da zu weit weg vom Papa.
    Sie schrieb an meinen Freund etwa folgendes:
    Ich bitte dich bis zum nächsten Termin eine vernünftige Lösung was das Schlafen angeht. Das Sofa ist kein Zustand für XY und er fühlt sich da auch nicht wohl. Gleiches gilt für deine Familienzusammenführung, das ist alles viel zu viel und tut ihm nicht gut. Sollte das nicht klappen, kannst du ihn wieder nur tageweise holen (wie gesagt wir sprechen hier von gesamt 450km holen und bringen).

    Er hat noch nicht geantwortet, weil wir erstmal unsere Wut runterfahren mussten.
    Wir vermuten nun stark, dass sie wieder manipuliert. Bei der letzten Heimfahrt hat der Sohn die Mama angerufen und gefragt: Mama wie geht es dir?
    Das schreit fast förmlich nach: ich bin so allein ohne dich.

    Gut ich kann das nicht beweisen und meine Emotionen sind auch noch nicht ganz abgelöscht. Jetzt müssen wir was antworten. Er möchte vorschlagen, dass sie ihn abends selbst holt, wenn sie ihn daheim haben will. Ansonsten bleibt er über Nacht. Er wird ihr auch sagen, dass es ja nicht sein kann, dass der Kleine solche Entscheidungen trifft. Wenn er heuer in die Schule kommt, kann er auch nicht sagen: oh gefällt mir nicht, bleib ich daheim.
    Er wird ihr auch sagen, dass es ihre verdammte Pflicht ist, ihm positiv zuzureden. Immerhin gab es schon mehrere Wochenenden, wo alles prima gelaufen ist! Und: hier schläft das Kind durch!! Bei ihr nicht, und bei ihr schläft er auch nicht allein.

    @soulcoloured: darf ich fragen, wie alt dein Stiefsohn ist? Wie lange er dich schon kennt und vor allem wie die Mutter reagiert, wenn er bei euch Drama macht? Bei uns ist es nämlich so, wenn er hier wegen irgendwas heult, wir nicht nachgeben, wird es postwendend daheim der Mama erzählt und die macht dann richtig Stunk. Hätte mein Freund ihn nicht vorzeitig heimgefahren, hätte es Ärger gegeben, dass wir ihn zur zweiten Übernachtung gezwungen haben… Es ist ein Teufelskreis aus dem ich grad keinen Weg sehe! Ich vermute nämlich fast, dass sie das Kind gar nicht mehr rausrückt, wenn wir ihn zwingen.

    @ Daka: ich verstehe, was du meinst. Papa WE wird durchgezogen, alles schön und gut aber was tun, wenn die Mutter nicht mitspielt 🙁 Klar kann man das Kind mehr oder weniger nötigen, aber wenn die Mutter nur dagegen schießt, ist das Kind hier ja auch nicht glücklich.
    Warum er so zurückgeblieben ist, kann ich euch erzählen. Er wurde überbemuttert. Seine Defizite sind sowohl sprachlich (bis vor nem halben Jahr Schnuller) als auch motorisch. Er hat bis letzten Sommer noch Milchpulver bekommen (abends). Sie füttert ihn noch heute, zumindest vermuten wird das, weil er nicht mal ordentlich mit nem Löffel essen kann. Er tut sich damit unglaublich schwer. Was er auch nicht kann: Nase putzen (also schneutzen), alleine Hintern abwischen, Pulli anziehen. Alleine Essen ist ein sehr großes Problem. Auch Zahnpasta schluckt er. Er hat nie gelernt, auszuspucken. Da er erst seit 1,5 Jahren im Kiga ist, ist er halt auch noch geistig überhaupt nicht von der Mutter abgenabelt. Er hängt massiv an ihrem Rockzipfel. Bekommt alles was er will und muss nichts alleine machen (selbst alleine einseifen beim Duschen ist ihm fremd). Fazit: das Problem liegt in der Erziehung….

    @pinocchio: ja ich hab auch schon drüber nachgedacht, ob solche Aussagen gar nicht gemeint waren, wie wir sie aufgefasst haben. Leider ist das Vertrauen in die Gute aber ziemlich im Eimer diesbezüglich. Sie hat sich einfach schon zu viel geweigert. Wir hätten wenig Problem mit Wutausbrüchen, mir ist schon klar, dass die Umstellung einfach dauert. Aber das kriegt man in sie nicht rein. Sie sieht nur ihr Kind, was sie vor allem bewahren will, was ihn irgendwie belasten könnte. Und wenn er so reagiert, reagiert sie mit Umgangsentzug.

    Ach ihr wisst alle ja nur zu gut, dass jedes Kind in dieser Situation immer und ausschließlich zur Mutter halten wird, und dass wir eigentlich doch machen können, was wir wollen. Wenn sie nicht will, hat man kaum eine Chance…. Es ist zum kotzen 🙁

    LG

  • #8972

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Hey Julie,ich find das gar keine schlechte Idee von deinem Mann. Das er ihr mal sagt das sie in der Pflicht ist positiv auf ihn einzuwirken. Evt könnt man das auch sonst so angehen,das man sagt,das man sonst übers Gericht ein Wechselmodell erwirken will. Das entweder Wochenwechsel gemacht wird oder jeder das Kind 2 Wochen.Da hätte dein Freund sogar noch sehr gute Chancen,wenn er sagt das das dem Kind ja besser den Übergang erleichtern und das einleben würde. Vermutlich würde das „ansprechen/androhen“ damit schon reichen,den ich glaube nicht das die KM das so toll fände.Oder das Tageweise keine Lösung für ihn ist und er sein Recht auf ein Wochenende auch einklagen wird mit Gutachten.Ob man das macht dann tatsächlich oder nicht muss sie ja nicht wissen.aber oft reicht es das die KM dann mal drüber nachdenkt.

    Das Abends selber dann holen wäre eigentlich eine Idee,wenn sie der meinung ist er „kann“ nicht schlafen,soll sie ihn dann abends abholen.Ist sie den soweit weggezogen bzw hat die entfernung geschaffen?den dann könnte man sie auch dazu sogar in die pflicht nehmen,einen teil der strecke auf sich zu nehmen.

    Er kann ihr auch schreiben,das er bei euch sehr gut schläft und ihr eine tolle Couch habt.Tätsächlich hat es sie auch nciht anzugehen,wo er schläft oder wie,solange es zumutbare Umstände sind.Ebenso kann sie nicht bestimmen,wer den an diesen Tagen da sein soll oder nicht.bei der Entfernung kann man auch schwer langsam machen.Aber das Problem liegt wohl eher bei der Mutter.

    Mein Stiefsohn ist 6 1/2 nun. Und könnte deinem gleichem. Bis letztes Jahr noch Schnuller und Windeln.TV solange er will.Wurde in eine Decke wie ein Baby gehüllt mit schnuller und so rausgetragen-von unserer Hochzeit.
    Wir vermuten das sie auch nicht gezielt gegen uns spricht sondern eher so Sätze wie: Jaaa war schon doooff beim Papa ne. Oder ihn auf Sachen aufmerksam macht die ihn vermutlich gar nicht gestört hätten. Die A hat dich ja nichtmal gefragt ob du auch willst wie unfair oder?!Das letzte Mal fiel mir und meinem Mann aber auch oft das sie drauf hinarbeitet das er so ein theater macht.Mein Mann rief an weil er früher nach hause wollte. Sie meinte wir sollen bis 18 uhr hinauszögern weil wenn wir ihn zu oma bringen und er sieht sie ist nicht da dann würde er wieder terz machen. Das hat uns bei seinem alter dann doch stutzig gemacht.

    Mich kennt er nun fast 5 Jahre. Also doch schon eine Zeit. Sie reagiert eigentlich unterschiedlich. ALs wir noch anriefen wenn er so ein theater gemacht hat,war sie zwar sehr genervt aber es hiess dann immer,dann bring ihn halt. Jetzt wenn wir ihn normal bringen,teilt mein Mann ihr mit ob iwas vorgefallen ist. Meistens kriegen wir einen tag später dann eine pissige whatsapp nachricht was ihr nicht passt oder was stiefsohn erzählt hat.
    Auf der einen Seite sagt sie dann wir sollen ihn dann hier drama machen lassen und das ist dann aber doch wieder nicht richtig. Es kommen dann immer richtige vorwürfe. Als mein mann eine Zeit lang mit ihm bei Oma übernachtet hat,hat sie nichtmal gefragt wieso weshalb oder so. Es kam folgende Nachricht in etwa: Versteckst du dich nun etwa nun mit ihm?Was macht ihr da dauernd mit ihm?

    Man kann dem Kind nur auf nette und kindergerechte Weise mitgeben das es ok ist,sich beim papa wohlzufühlen und das es auch mal zu Mama nein sagen darf. Und sich wehren darf. KM hat sich letztens nämlich bei meinem Mann beschwert was ich mir einbilde dem kind zu ermutigen,zu ihr zu sagen :NEIN du darfst mich nicht hauen.Haust du mich geh ich dich bei der Polizei melden. Ich habe ihn tatsächlich erklärt nur das Eltern ihre kinder egal wie nicht schlagen dürfen auch nicht auf den po und das er das sagen darf und sich wehren darf. Anscheinend hat er das wohl dann auch gemacht.(stolz) Nun muss sie ja nach anderen wegen gucken laut ihrer aussage.Aber es hat schon eindruck hinterlassen.

    Bei uns ist das Problem auch in der erziehung. Bzw den kurs den die KM fährt. Auf der einen Seite ist er ihr egal,will sie ihre ruhe haben und dann ist er aber wieder ihr baby und wird auch so behandelt. dann soll er aber auch wieder erwachsen sein.

    Ich drück euch die daumen das sie villeicht nochmal wachgerüttelt wird.Lasst euch auf jedenfall nicht unterdrücken sondern setzt euer bzw das recht des kindes auf seinen vater durch.Fühl dich gedrückt,ich habe den Tip hier mal bekomme mich mal mit meditation zu beschäftigen.Ich denke mich in solchen situationen an einen warmen strand.Das hilft ungemein

  • #8977

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Julie,

    solange er bei euch einen Schlafplatz hat, hat die Mutter keinen Grund sich einzumischen. Auch über die Familienzusammenführung hat sie nicht zu entscheiden. Seine Umgangszeit, seine Entscheidung. Und ja, es ist genau so, sie ist in der Pflicht auch ihrerseits einen positiven Umgang zu unterstützen und ihn ggf. sogar zu überreden zum Vater zu gehen (wenn er nicht will). Da halten sich leider nur die wenigsten dran. Habt ihr denn eine gerichtliche Umgangsvereinbarung und was genau steht da drin? Sind die Übernachtungen da geregelt? Wenn ja, würde ich mich ganz klar drauf beziehen.
    Du fragst, was ist wenn die Mutter nicht mitspielt… also im Fall der Freundin war ja auch die Mutter das Problem. Bei ihr haben die klaren Ansagen (und dann auch ein Termin beim JA) gereicht und der Junge hatte durch die klare Haltung des Vaters dann auch wieder Freude dort. Letztlich ist es ja so, dass die Kinder sich bei dem Papa wohl fühlen und auch gerne hin wollen (meistens jedenfalls, gibt sicher Ausnahmen) und dann von der Mutter eingeredet bekommen, nicht hin zu wollen. Das sagen sie dann beim Papa und wenn der darauf reagiert mit na gut, dann musst du nicht, dann kommen sie nicht mehr um ihrer Mutter den Gefallen zu tun, damit sie eben nicht traurig, einsam etc. ist (all das was sie benutzen um die Kinder zu manipulieren). Ergo, bleibe ich dabei, dass eine feste Linie eurerseits den Jungen stärken wird und er auch das Wochenende bei euch durchhalten wird. Somit hat er auch eine Chance sich ein wenig von der Mutter abzunabeln…
    Ich weiß gar nicht ob ich an Stelle deines Mannes darauf was antworten würde. Maximal, er hat hier einen Schlafplatz und gut. Ansonsten meine Umgangszeit, meine Entscheidung. Vielleicht sollte man sowas auch nicht über whats app machen. Wenn sie was zu besprechen hat, dann soll sie anrufen…
    Interessant fände ich auch noch, warum der Abstand so groß ist, wer von beiden weggezogen ist…

    Ach so, wenn ihr noch keine gerichtliche Umgangsregelung habt, würde ich diese definitiv beantragen. Das ist am Ende auch nicht so teuer (es sei denn es wird ein Gutachten angeordnet, aber dann könnte man noch immer den Antrag zurückziehen). Schreibt dann etwas mehr rein als ihr wirklich wollt, damit ihr Verhandlungsspielraum habt. Von einem Antrag auf Wechselmodell würde ich in eurem Fall abraten. Er kommt ja bald zur Schule und dann ist das bei einer Entfernung von 450 km eh obsolet. Aber man könnte halt 14-tägig Freitag-Sonntag und halt die halben Ferien rein nehmen. Solange er noch nicht zur Schule geht im Prinzip (wenn für euch machbar) sogar von Donnerstag-Montag. Setzt natürlich voraus, ihr könntet ihn Freitags tagsüber betreuen.
    Eine gerichtliche Umgangsregelung bedeutet dann, wenn sie den Umgang verhindert, kann zuerst einmal ein Ordnungsgeld gegen sie erlassen werden. Später theoretisch sogar Gefängnis, aber soweit kommt es wohl eher selten…
    Lies mal den Beitrag von Kiki…die haben auch schon vieles durch und gegen enormen Widerstand der Mutter gekämpft… Jetzt findet regelmäßig Umgang statt auch wenn die Übergänge wohl noch der Horror sind – für alle Beteiligten… 🙁

    Ich kann wirklich nur empfehlen, die Übernachtungen nicht auszusetzen!
    LG Daka.

  • #8979

    julie79
    Teilnehmer

    Hallo ihr beiden

    und vielen Dank fürs Mut zusprechen!!!!!

    Er hat ihr eigentlich genau das geschrieben:
    Sofa ist von der Liegefläche so groß wie ein Bett.
    Im Kinderzimmer will Sohnemann nicht übernachten, da zu weit weg vom Papa. Demnach keine andere Lösung.
    Er hat auch geschrieben, dass sie ihn holen kann, wenn sie möchte, er wird nicht zweimal am Tag fahren. Außerdem war die 1- Tages Lösung nur für den Übergang gedacht seitens des Gerichts
    Und er hat geschrieben, dass sie ihn doch bitte positiv bestärken soll. Dass es ihm hier immer gut geht, er sehr darauf achtet. Ganz freundlich.

    Kurz darauf kam:
    Antwort hat ja sehr lange gedauert (sie ist eigentlich NIE erreichbar)!! Er mache schon wieder nur Vorwürfe, es gehe nicht um ihn sondern um seinen Sohn, und dem gehts hier nicht gut. Sie habe ja nicht gesagt, dass er nicht mehr übernachten solle (plötzlich, nachdem sie selbst fahren soll), aber es wird wohl möglich sein, dass sein Sohn die Zeit ausschließlich mit ihm verbringen darf, wenn er das so möchte und nicht mit der Familie. Zudem gehe es nicht nur ums Sofa (Thema war damit erledigt) sondern eben auch um viele andere Dinge, die nicht gut für ihn sind. Und überhaupt, er solle nicht schon wieder mit dem Gericht anfangen, hier geht es schließlich nur ums Kind, nicht um ihn (betont sie immer wieder)

    Er hat geantwortet, dass er weiterhin entscheiden wird, wie die WEs gestaltet werden und dass er ihn nächstes Mal über Nacht wieder holt. Es wäre wichtig, dass er lernt, sich in die Gemeinschaft zu fügen und auch, dass nicht immer alles nach seinem Kopf geht.

    Zur Entfernung: sie wohnt nicht 450km weg, sondern etwas über 110km. Aber hinfahren zum holen, heimfahren und abends die Strecke nochmal sind 450km. Das hat er über ein Jahr gemacht und war jedes Mal fix und fertig, nachdem hier ja auch immer volles Spaßprogramm war.

    Sie wohnten hier bei uns in der Stadt. Als das Kind da war und sie überfordert, wollte sie wieder heim zu ihren Eltern. Er ist seinem Sohn zuliebe mit. Die Ehe war da wohl schon am Scheitern. Nach ca 1,5 Jahren ist er abends heimgekommen und sie war weg. Brief vom Anwalt auf dem Tisch. Seinen Sohn durfte er gar nicht sehen. Er hatte auch nen sch…. Anwalt. Der meinte zwar: kann man gerichtlich erzwingen, aber dann dauert es länger, er soll sich auf ihre 3 Stunden Regel erstmal einlassen. Da war sie immer dabei… Naja so nahm das seinen Lauf. Umgang ist nicht geregelt. Er hat sich zwar in nem Vergleich zu einer irrsinnigen Unterhaltszahlung für sie breitschlagen lassen, aber den Umgang sollten sie selbst regeln. Es wurde nur drei Termine festgelegt, das Gericht ging davon aus, den Rest schaffen sie alleine. Sie wurde noch zur Erziehungsberatung geschickt.

    Jugendamt etc hat ihm bis jetzt nicht weitergeholfen, ich bin selbst so wütend über diese Ungerechtigkeit!
    Ich werde mich aber mal erkundigen, was es in etwa kostet, den Umgang gerichtlich regeln zu lassen (arbeiten selbst bei der Justiz).

    @ Soulcoloured: oje hört sich wirklich ähnlich an!! Bis auf die Tatsache, dass sie schon auch mal gern ihre Ruhe will. Das haben wir hier nicht… Bei Gericht meinte der Richter wohl: sehen sie es doch so, dann haben sie auch mal Zeit für sich. DAraufhin meinte sie: ihr Kind störe ihr Leben in keinster Weise und sie will die Zeit für sich gar nicht, sie brauche sie nicht…
    Nur Bekloppte da draußen echt… zum Thema Meditation… ich versuche grad Selbsthyptnose 🙂 🙂

    Mädels, ich muss leider kochen, obwohl noch so viel zu sagen wäre….

    LG

  • #8980

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Wisst ihr den schon wann er das nächste mal kommt oder ob er kommt? Ist ja schon ein starkes Stückchen. Ihr könnt ihn nur immer wieder bestärken und euren Weg mit ihm finden.

    Und falls nichts nützt muss man eben doch über eine gerichtliche Umgangsvereinbarung nachdenken,da drin würd ich dann aber auch alles Regeln lassen.Von den Ferien,Weihnachten und Geburtstage etc. Und dann höher ansetzen und mehr Umgang fordern. Dann hat man Spielraum zum verhandeln.villeicht mal mit dem Kinderschutzbund in Verbindung treten und euch beraten lassen. Diese können auch gut vermitteln und erkennen schnell das falsche Spiel der Mütter. Sind auch oft hilfreicher als das Jugendamt.

    Ich drück euch die Daumen das das wieder mit euch allen klappt und die Mutter da mal weniger eingreifend wird.

  • #8981

    julie79
    Teilnehmer

    Er soll nächste Woche am Freitag wieder kommen, 19.1.
    Diesmal aber wirklich nur eine Nacht, da wir Samstag abend auf einen runden Geburtstag eingeladen sind…

    Ach ja noch zur Entfernung: Als sie ausgezogen ist, um sich bei ihren Eltern zu verschanzen, hat sie bereits die gemeinsame Wohnung gekündigt. Er musste also zwangsläufig schnell was anderes suchen. Da er in der Stadt dort eh noch kaum Anschluss hatte und seine Freunde alle hier wohnen, er hier auch eine Wohnung hat, ist er wieder in seine Heimat zurück. Also das war der Grund warum er weggezogen ist.

    Der Tip mit dem Kinderschutzbund ist gut, den merk ich mir. Werde ich gleich mal googlen.
    Sie hat sich seit der Ansage jedenfalls nicht mehr gemeldet.Früher war der Kleine dann immer krank, ich halte euch auf dem Laufenden…

  • #8992

    Kiki
    Teilnehmer

    Liebe Julie,

    ich habe zwar die ganze Zeit mitgelesen, bin aber leider nicht zum antworten gekommen.

    Das was du beschreibst, kommt mir doch sehr bekannt vor. Kurz zu unserer Situation:

    Mein Mann hat eine 8,5 Jahre alte Tochter (gemeinsames Sorgerecht) und kämpft seit fast 7Jahren !!!! Um einen geregelten Umgang mit Übernachtungen….

    Die KM hat ihn damals rausgeworfen weil sie jemand neues hatte. Da war die Tochter 18 Monate alt. Die erste Zeit (ca. drei Monate) hatte er sie mehrmals die Woche und auch über Nacht.
    Nachdem ihr Neuer eingezogen war wurde nach und nach reduziert und schließlich verweigert. Argument war Kind tut der Umgang nicht gut – erst recht nicht über Nacht. Ist dann über Tage hinweg verwirrt, wütend, aggressiv, apathisch und erbricht sich dauernd. Das Kind verkraftet es psychich nicht über Nacht von der Mutter getrennt zu sein.
    Mein Mann hat damals dem Umgang ohne Übernachtung zugestimmt(da war sie mittlerweile 4), da der Richter durchblicken lies das er der KM folgen wird…. Dies sollte aber nur bis zur Einschulung sein. Und funktionierte mehr oder weniger (wenn bei KM was Anstand oder er was „falsch“ gemacht hatte wurde verweigert (Kind will nicht) oder es war eben krank)

    Dann fragte die Tochter mit 5 uns ständig ob sie bei uns schlafen dürfe, bei der KM sagte sie aber sie will das nicht. eine außergerichtliche Einigung mit KM -keine Chance, also wieder vor Gericht. Das ging zu zwei Terminen ans Familiengericht, dann Gutachten (Umgang mit Übernachtung-Verweigerung Kind liegt an KM) dann wieder Gericht, der entscheidet trotzdem auf ohne Übernachtung also vors OLG die Entscheiden auf mit Übernachtungen. Zwischendurch wieder drei Monate gar kein Umgang da verweigert wird. KM ging sogar vors Bundesverfassungsgericht. Sie begreift es nicht und treibt die Tochter immer weiter in den Loyalitätskonflikt. Sie ist jetzt wie gesagt 8,5 Jahre und klammert ohne Ende an die KM – schläft dort immer noch bei ihr im Bett (bei uns nicht) kann sich kein Brot schmieren nicht schneiden, alleine Duschen erst seit etwa ein Jahr, bis heute putzt ihr die KM sogar noch die Zähne…….

    Und um deine Frage zu beantworten, wir holen und halten die Tochter gegen teilweise sehr extremen Wiederstand. Umgang ist jetzt 14 tägig von Mittwoch bis Montag und Sie schreit,weint,Hält sich fest und noch mehr beim abholen (an der Schule), wir tragen sie dann zum Auto setzen Sie rein und fahren. Dann dauert es wenn es gut läuft 10 min wenn nicht auch schon mal zwei Stunden bis sie wieder „runterkommt“ danach ist alles gut und schön – bis zum nächsten Schultag , das Theater haben wir dort jeden Tag,es könnte sie ja jemand sehen der sie kennt. Die KM hat uns auch schon jetzt 5 mal die Polizei geschickt und auch Anzeige erstattet – sie lässt wirklich nichts unversucht. Und wir konnten eine direkte Beeinflussung ihrerseits mittlerweile beweisen. Der Richter hat ihr mittlerweile angedroht das wenn sie sich nicht bessert er ihr das Kind wegnimmt und dem Vater gibt. Seit dem mischt sich wenigstens keiner mehr ein wenn wir die Tochter holen.

    Die Wochenenden (sa/so) sind dann immer ruhig
    Aber es kostet Kraft, sogar viel Kraft. Wir sind auch aktuell wieder vor Gericht (ABR)- so kann es auf Dauer ja nicht weitergehen.

    An eurer Stelle , wie auch von den meisten gesagt, schafft eine definitive Regelung (kosten je nach Verfahrenswert bei Gericht etwa 200€ (weil ja Verfahrenspfleger ) Anwalt je nach Berechnung und Aufwand etwa 1200 – 4000 – Gutachten lag bei uns bei 3000 € aber das war ja nur halbe Kosten und ist auch nicht zwingend nötig …..

    Und lasst euch die Übernachtungen nicht rausstreichen. Um so länger diese ausgesetzt werden umso schwieriger wird es sie wieder aufzunehmen.

    Wegen der Schlafmöglichkeit macht euch keinen Kopf wir sind auch erst vor zwei Jahren umgezogen davor hatten wir auch nur zwei Zimmer und das JA meinte in dem Alter (6) brauchen Kinder noch kein eigenes Zimmer.
    Und koche einfach normal weiter. Ich hab das auch ne Zeit lang gemacht, gekocht was sie essen wollte ohne das es gegessen wurde. Mach ich nicht mehr. Es wird gegessen was auf den Tisch kommt (Allergien sind ja bekannt) wenn nicht – Pech gehabt. Mittwochs ist sie bei uns nie etwas. Kümmert uns nicht mehr. Wenn sie Hunger hat kommt sie schon von alleine und auch in dem Alter ist es nicht schädlich wenn sie einen Tag nichts essen…..

    Denn auch das ist ein Nachgeben auf den Willen des Kindes. Kann man mal machen/bzw. fragen was gewünscht wird, auf Dauer wird das aber schwierig. (Gibt dann jeden Tag Pü mit Fischstäbchen oder so…..😏)

    Grundsätzlich müsst ihr wissen wie weit ihr das tragen wollt, jede KM, jedes Kind reagiert da anders. Wir haben ein sehr beratungsresistentes Modell ergattert😂 Bei anderen reicht vielleicht schon die Anregung zu ner gerichtlich vereinbarten umgangsregelung….

    Und nimm das nicht persönlich was er sagt, Kinder plappern das gehörte nach. Bei uns fielen auch schon Vorwürfe wie wir würden ihr Leben zerstören, wegen uns wäre sie dauernd krank, mein Mann wäre nicht ihr Vater, wir würden sie ständig vor Gericht ziehen und und und . Und das von ner achtjährigen 🤦🏼‍♀️

    Na ja ist jetzt doch sehr lang geworden aber ich hoffe du kannst verstehen was ich sagen wollte. Schlussendlich den „perfekten“ Rat gibt es dafür leider nicht. Hört auf euer Bauchgefühl und wenn ihr meint Stopp – das reicht, dann zieht zurück. Es ist keinem geholfen (erst recht nicht den Kindern) wenn man selber an einer Situation zu Grunde geht. (Egal ob gesundheitlich oder finanziell)

    Ganz liebe Grüße und lässt euch nicht verrückt machen

    Kiki

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