Probleme mit der KM und den Kindern

Startseite Foren Allgemein Probleme mit der KM und den Kindern

Schlagwörter: 

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Daka vor 5 Tagen, 22 Stunden.

  • Autor
    Beiträge
  • #7678

    Rilana
    Teilnehmer

    Hallo miteinander, ich bin neu hier und verfolge seit längerem dieses Forum.
    Ich hoffe auf diesem Weg Ratschläge zu erhalten.
    Zu meiner Situation:
    Ich bin 46 und habe keine Kinder (es hat leider nicht geklappt 😞). Nun habe ich vor einem Jahr einen Mann kennengelernt, er ist 37 und hat 2 Kinder (beide fast 12). Zu dem Zeitpunkt des Kennenlernens lebte er noch zusammen mit der KM in einer Wohnung, beide waren aber schon über ein halbes Jahr getrennt. Ich war also nicht der Grund der Trennung. Anfangs haben wir uns heimlich getroffen, d.h. Er hat seiner Ex-Lebensgefährtin (waren nicht verheiratet) nichts von mir erzählt. Eines Tages stand sie eines Abends vor meiner Haustüre, als auch ihr Ex bei mir war. Ich lies sie herein und sie bestätigte auch die Trennung der beiden – ihr ginge es nur um die gemeinsamen Kinder, meinte aber er solle jetzt ausziehen bei ihr. Was auch verständlich ist.
    Ich habe dann später mit ihr ein paar Mal telefoniert und sie meinte es wäre kein Problem, wenn die Kinder jedes 2. WE zu mir/uns kommen.
    Inzwischen hat sich er immer Sonntags für 3-4 Stunden mit den Kindern außerhalb getroffen. Sie wissen auch das er eine neue Freundin hat. Spricht er die Kinder darauf an, etwas zusammen mit mir zu machen, fangen Sie jedesmal das weinen an. Wohlgemerkt, ich habe die Kinder noch nie (!) gesehen. Auch teilte die KM nun mit, das er weder in den Somner, Herbst und Weihnachten die Kinder nicht sehen kann, weil sie unterwegs/im Urlaub mit den Kindern ist.
    Am vergangenen WE waren wir bei der KM und ich wollte mit ihr sprechen. Sie beschimpfte mich sehr ordinär aufs übelste, ich hätte ihr den Mann weggenommen. Was Sie mir noch so an den Kopf warf, könnt ihr euch denken.
    Beim Jugendamt ist keiner bereit dem Vater zu helfen. Im Gegenteil, er muss jetzt noch einen unterhaltstitel unterschreiben, obwohl er pünktlich zahlt. Auch werden ihm 380€ Wohnvorteil abgezogen, weil er bei mir wohnt und ihm bleiben rund 750€ (bei Vollzeitarbeit als Handwerker) zum Leben.
    Aber nun meine Frage: wie schaffen wir es, dass die Kinder mich zumindest mal kennenlernen? Der Vater hat auch vorgeschlagen mal kurz bei mir vorbei zu schauen, wie Papa jetzt lebt. Aber dann fangen sie sofort das weinen an. Auch kam der Satz von den Kindern: das ist zu früh.
    Denke die KM beeinflusst die Kinder sehr und stellt mich als die Böse hin.
    Der Vater leidet sehr unter dieser Situation. Auch hat er schon gesagt, er hat jetzt keine Lust mehr auf seine Kinder. Das finde ich ganz schlimm und bekräftige ihn jedesmal sie zu treffen.
    Was können wir tun?
    Ob es was bringt ein Umgangsrecht zu erwirken, damit die KM den Umgang nicht verbieten kann? (Was sie ja nach ihren Aussagen nicht macht. Sie sagt: was soll ich machen, wenn die Kinder nicht wollen….)
    Sorry für den langen Text.
    Danke im voraus!

  • #7704

    Lexa82
    Teilnehmer

    Hallo, würde ich auf jeden Fall machen – klares Umgangsrecht bei Gericht beantragen. Wenigstens seid ihr dann rechtlich bisschen abgesichert. Obwohl das Problem bleibt schon noch vorhanden, denn offiziell wird im Gertichtsbeschluss stehen, dass unter Nichteinhaltung Haft oder Gelfstrafe droht, aber gegen Krankschreibung ist dies auch keine Absicherung. Das Jugendamt könne da auch nichts erzwingen, die sagen, dass die Polizei zuständig wäre die Kinder abzuholen und die Polizei macht einen auf das Trauma aufmerksam, wenn die Kinder von der Polizei abgeholt werden. Ich weiß wovon ich schreibe, wir haben das ganze Drama auch schon durch. Bei uns hatte sich das kurzfristig dann gelegt, da die Kindsmutter einen Wochenendjob angenommen hätte, wo sie das Kind regelmäßig unterbringen musste. Da waren wir dann gut genug. Mit gutem Zureden kamen wir leider auch nicht weiter. Würde Gericht und Anwalt einschalten.

  • #7705

    Rilana
    Teilnehmer

    Danke für deine Antwort Lexa. Aber ist es nicht so, dass vorher das Jugendamt schlichten soll/muss. Seit 4 Monaten versuchen wir dort einen Termin zu bekommen. Unsere zuständige Sachbesrbeiterin ist ständig abwesend (krank/Urlaub). Die Vertretung dieser Dame sagt sie hat in diesem Fall keine Kompetenz. Die Jugendamtleiterin meinte, da müssen sie halt warten bis Frau x wieder da ist.
    Es ist zum Verzweifeln.

  • #7742

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Rilana,

    hmmn, bei fast 12-jährigen Kindern ein Umgangsrecht zu erwirken und dann auch noch durchzusetzen, was diese nicht wollen halte ich für sehr schwierig. Ja, es ist davon auszugehen, dass die Kinder von der Mutter negativ beeinflusst werden, aber da werdet ihr wohl auch nicht viel dagegen tun können.
    Die einzige Möglichkeit die ich hier sehe ist, dass der Vater versucht wieder mehr Zugang zu seinen Kindern zu bekommen, am besten in Form von „Aktivem Zuhören“ nach Gordon, wie ich es hier schon öfter beschrieben habe. Den Kindern helfen den Loyalitätskonflikt und inneren Widerstand aufzulösen, so dass sie zu Euch kommen WOLLEN.

    Konkret könnte das so aussehen, wenn er sich mit den Kindern trifft spricht er sie an:
    Ich möchte etwas mit euch besprechen“. Wichtig ist hier das „Ich“ und nicht sowas wie „Wir müssen reden“. Denn das müssen sie nicht. Er, dein Mann, MÖCHTE etwas mit ihnen besprechen, das wird weniger Widerstand hervorrufen. Er könnte dann z.B. sagen: „Ich habe das Gefühl, ihr gebt mir und XY die Schuld an der Trennung zwischen Mama und mir“. Das können sie dann bestätigen oder verneinen. Er könnte dann fortfahren mit: „Mama und ich haben uns schon vorher auseinander gelebt. Wir haben uns aus den Gründen (kann man benennen wenn das möglich ist) schon ein halbes Jahr vorher getrennt“. Man könnte dann auch auf die Gefühle der Kids eingehen, ala..“Ihr wünscht euch so sehr, dass Mama und ich noch zusammen wären und alles so wie früher ist“. Oder noch verstärken durch „Ihr glaubt, wenn XY nicht wäre, dann wären Mama und ich noch zusammen.“ Dann muss man entsprechend die Kurve kriegen und eben in die Richtung gehen „Ich war mit Mama nicht mehr glücklich, wir haben nur noch gestritten…ich möchte nicht mehr streiten… und ich habe mit XY jemanden gefunden den ich sehr mag und mit dem ich sehr glücklich bin“… und dann natürlich in die Richtung „Ich vermisse euch und möchte euch gerne wieder öfter sehen, daher ist es mir wichtig, dass ihr XY kennen lernt…“. Also so in die Richtung, ich hoffe du verstehst was ich meine… die Kinder annehmen mit ihren Sorgen und ihrem Schmerz. Wichtig wäre vielleicht auch den Kindern zu vermitteln, dass du keine „neue Mutter“ sein sollst, sondern nur die neue Frau an Papas Seite…

    Viel Glück,
    LG Daka.

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.