Probleme mit der KM und den Kindern

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Dieses Thema enthält 16 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Rilana vor 1 Monat.

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  • #7678

    Rilana
    Teilnehmer

    Hallo miteinander, ich bin neu hier und verfolge seit längerem dieses Forum.
    Ich hoffe auf diesem Weg Ratschläge zu erhalten.
    Zu meiner Situation:
    Ich bin 46 und habe keine Kinder (es hat leider nicht geklappt 😞). Nun habe ich vor einem Jahr einen Mann kennengelernt, er ist 37 und hat 2 Kinder (beide fast 12). Zu dem Zeitpunkt des Kennenlernens lebte er noch zusammen mit der KM in einer Wohnung, beide waren aber schon über ein halbes Jahr getrennt. Ich war also nicht der Grund der Trennung. Anfangs haben wir uns heimlich getroffen, d.h. Er hat seiner Ex-Lebensgefährtin (waren nicht verheiratet) nichts von mir erzählt. Eines Tages stand sie eines Abends vor meiner Haustüre, als auch ihr Ex bei mir war. Ich lies sie herein und sie bestätigte auch die Trennung der beiden – ihr ginge es nur um die gemeinsamen Kinder, meinte aber er solle jetzt ausziehen bei ihr. Was auch verständlich ist.
    Ich habe dann später mit ihr ein paar Mal telefoniert und sie meinte es wäre kein Problem, wenn die Kinder jedes 2. WE zu mir/uns kommen.
    Inzwischen hat sich er immer Sonntags für 3-4 Stunden mit den Kindern außerhalb getroffen. Sie wissen auch das er eine neue Freundin hat. Spricht er die Kinder darauf an, etwas zusammen mit mir zu machen, fangen Sie jedesmal das weinen an. Wohlgemerkt, ich habe die Kinder noch nie (!) gesehen. Auch teilte die KM nun mit, das er weder in den Somner, Herbst und Weihnachten die Kinder nicht sehen kann, weil sie unterwegs/im Urlaub mit den Kindern ist.
    Am vergangenen WE waren wir bei der KM und ich wollte mit ihr sprechen. Sie beschimpfte mich sehr ordinär aufs übelste, ich hätte ihr den Mann weggenommen. Was Sie mir noch so an den Kopf warf, könnt ihr euch denken.
    Beim Jugendamt ist keiner bereit dem Vater zu helfen. Im Gegenteil, er muss jetzt noch einen unterhaltstitel unterschreiben, obwohl er pünktlich zahlt. Auch werden ihm 380€ Wohnvorteil abgezogen, weil er bei mir wohnt und ihm bleiben rund 750€ (bei Vollzeitarbeit als Handwerker) zum Leben.
    Aber nun meine Frage: wie schaffen wir es, dass die Kinder mich zumindest mal kennenlernen? Der Vater hat auch vorgeschlagen mal kurz bei mir vorbei zu schauen, wie Papa jetzt lebt. Aber dann fangen sie sofort das weinen an. Auch kam der Satz von den Kindern: das ist zu früh.
    Denke die KM beeinflusst die Kinder sehr und stellt mich als die Böse hin.
    Der Vater leidet sehr unter dieser Situation. Auch hat er schon gesagt, er hat jetzt keine Lust mehr auf seine Kinder. Das finde ich ganz schlimm und bekräftige ihn jedesmal sie zu treffen.
    Was können wir tun?
    Ob es was bringt ein Umgangsrecht zu erwirken, damit die KM den Umgang nicht verbieten kann? (Was sie ja nach ihren Aussagen nicht macht. Sie sagt: was soll ich machen, wenn die Kinder nicht wollen….)
    Sorry für den langen Text.
    Danke im voraus!

  • #7704

    Lexa82
    Teilnehmer

    Hallo, würde ich auf jeden Fall machen – klares Umgangsrecht bei Gericht beantragen. Wenigstens seid ihr dann rechtlich bisschen abgesichert. Obwohl das Problem bleibt schon noch vorhanden, denn offiziell wird im Gertichtsbeschluss stehen, dass unter Nichteinhaltung Haft oder Gelfstrafe droht, aber gegen Krankschreibung ist dies auch keine Absicherung. Das Jugendamt könne da auch nichts erzwingen, die sagen, dass die Polizei zuständig wäre die Kinder abzuholen und die Polizei macht einen auf das Trauma aufmerksam, wenn die Kinder von der Polizei abgeholt werden. Ich weiß wovon ich schreibe, wir haben das ganze Drama auch schon durch. Bei uns hatte sich das kurzfristig dann gelegt, da die Kindsmutter einen Wochenendjob angenommen hätte, wo sie das Kind regelmäßig unterbringen musste. Da waren wir dann gut genug. Mit gutem Zureden kamen wir leider auch nicht weiter. Würde Gericht und Anwalt einschalten.

  • #7705

    Rilana
    Teilnehmer

    Danke für deine Antwort Lexa. Aber ist es nicht so, dass vorher das Jugendamt schlichten soll/muss. Seit 4 Monaten versuchen wir dort einen Termin zu bekommen. Unsere zuständige Sachbesrbeiterin ist ständig abwesend (krank/Urlaub). Die Vertretung dieser Dame sagt sie hat in diesem Fall keine Kompetenz. Die Jugendamtleiterin meinte, da müssen sie halt warten bis Frau x wieder da ist.
    Es ist zum Verzweifeln.

  • #7742

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Rilana,

    hmmn, bei fast 12-jährigen Kindern ein Umgangsrecht zu erwirken und dann auch noch durchzusetzen, was diese nicht wollen halte ich für sehr schwierig. Ja, es ist davon auszugehen, dass die Kinder von der Mutter negativ beeinflusst werden, aber da werdet ihr wohl auch nicht viel dagegen tun können.
    Die einzige Möglichkeit die ich hier sehe ist, dass der Vater versucht wieder mehr Zugang zu seinen Kindern zu bekommen, am besten in Form von „Aktivem Zuhören“ nach Gordon, wie ich es hier schon öfter beschrieben habe. Den Kindern helfen den Loyalitätskonflikt und inneren Widerstand aufzulösen, so dass sie zu Euch kommen WOLLEN.

    Konkret könnte das so aussehen, wenn er sich mit den Kindern trifft spricht er sie an:
    Ich möchte etwas mit euch besprechen“. Wichtig ist hier das „Ich“ und nicht sowas wie „Wir müssen reden“. Denn das müssen sie nicht. Er, dein Mann, MÖCHTE etwas mit ihnen besprechen, das wird weniger Widerstand hervorrufen. Er könnte dann z.B. sagen: „Ich habe das Gefühl, ihr gebt mir und XY die Schuld an der Trennung zwischen Mama und mir“. Das können sie dann bestätigen oder verneinen. Er könnte dann fortfahren mit: „Mama und ich haben uns schon vorher auseinander gelebt. Wir haben uns aus den Gründen (kann man benennen wenn das möglich ist) schon ein halbes Jahr vorher getrennt“. Man könnte dann auch auf die Gefühle der Kids eingehen, ala..“Ihr wünscht euch so sehr, dass Mama und ich noch zusammen wären und alles so wie früher ist“. Oder noch verstärken durch „Ihr glaubt, wenn XY nicht wäre, dann wären Mama und ich noch zusammen.“ Dann muss man entsprechend die Kurve kriegen und eben in die Richtung gehen „Ich war mit Mama nicht mehr glücklich, wir haben nur noch gestritten…ich möchte nicht mehr streiten… und ich habe mit XY jemanden gefunden den ich sehr mag und mit dem ich sehr glücklich bin“… und dann natürlich in die Richtung „Ich vermisse euch und möchte euch gerne wieder öfter sehen, daher ist es mir wichtig, dass ihr XY kennen lernt…“. Also so in die Richtung, ich hoffe du verstehst was ich meine… die Kinder annehmen mit ihren Sorgen und ihrem Schmerz. Wichtig wäre vielleicht auch den Kindern zu vermitteln, dass du keine „neue Mutter“ sein sollst, sondern nur die neue Frau an Papas Seite…

    Viel Glück,
    LG Daka.

  • #7842

    Rilana
    Teilnehmer

    Vielen Dank für eure Antworten. (Hatte Probleme mit dem einloggen daher meine späte Reaktion).
    Die Sachbearbeiterin am Jugendamt ist immer noch krank und nicht zu erreichen. Wir haben uns jetzt anwaltliche Hilfe geholt. Die KM hat nun einen Brief von ihm bekommen mit Fristsetzung wie sie sich das Umgangsrecht vorstellt. Daraufhin hat sie die Mutter des Vaters angerufen und gesagt selbstverständlich darf er die Kinder sehen wann er will. Sie hat auch zugegeben dass sie die Kinder gegen mich aufgehetzt hat (ich sei die böse Hexe…). Tage später kam dann von ihrer Anwältin ein Brief, das der Vater ständig die Abholtermine selber abgesagt hat (!!) und alkoholisiert mit den Kindern unterwegs sei! Natürlich darf er die Kinder jedes 2. WE sehen und 2 Wochen in den Ferien haben – wenn (!) die Kinder das wollen. Tja, nur wollen die Kinder aber nicht, da, wenn sie nur meinen Namen hören anfangen zu weinen. Zur Erinnerung: sie haben mich noch nie gesehen. Nur einmal kurz, als ich meinen Freund vom Bahnhof abholte, als er Ostern mit den Kindern bei den Großeltern war. Nun werden die Zwillinge bald 12 und ich hoffe sie bilden sich ihre eigene Meinung. Er hat nun die Kinder seit 1 Monat nicht mehr gesehen, weil die KM angeblich ständig im Urlaub ist. Komischerweise schrieb ihre Anwältin, das die KM im August im Urlaub (Polen) ist, die KM war aber am 17.08. beim Anwalt (Datum und Unterschrift der Vollmacht).
    Überlege ob der Vater, wenn er das nächste Mal mit den Kindern unterwegs ist, ich einfach dazukomme, damit sie mich wenigstens mal kennen lernen und merken das ich doch nicht sooo böse bin!?
    Der Vater ist so verzweifelt, das er, wie der Anwaltbrief kam, schon die KM anrufen wollte um zu sagen, das er die Kinder nicht mehr sehen will, ihm ist das Theater zu groß. Ich könnte ihm aber noch abhalten, denn genau das bezweckt sie ja. Außerdem schrieb die Anwältin noch, er möge bei der Abholung der Kinder nicht am Fenster klopfen (Privatsphäre der KM wäre dadurch gestört), sondern klingeln – nur ist die Klingel immer abgestellt. Denke in der Hoffnung, das der Vater wieder anzieht.
    Donnerstag kommt unser Anwalt und wir werden weiter sehen. Vielleicht hat jemand ja noch Tipps was wir machen könnten…

  • #7848

    Rilana
    Teilnehmer

    Liebe Daka, vielen Dank für deine Tipps bezüglich mit den Kindern zu sprechen. Habe es meinen Freund auch vorgelesen. Er meinte ja gut, er ist halt nicht der große Redner und ich weiß nicht ob er das so hinbekommt… wenn er von den Kindern kommt und ich ihn frage was sie erzählt haben, meint er immer: passt schon.
    Langsam ertappe ich mich dabei zu denken, warum ich mich da so rein steigere, mir meine Nerven kaputt mache, da es ja nicht meine Kinder sind und ich sie ja noch nie gesehen habe. Es ist zum Verzweifeln…

  • #7851

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Rilana,

    du möchtest deinem Mann gerne helfen und das ist für mich auch absolut verständlich. Nur, abnehmen kannst du ihm das leider nicht. Er muss seine eigenen Entscheidungen treffen und er vor allem muss mit seinen Kindern reden. Du kannst ihm Tipps geben und er kann die annehmen, oder es lassen. Er muss bei den Kindern deutlich machen, dass du ihm wichtig bist.
    Einfach dazu gehen würde ich persönlich nicht. Ich finde deine Idee, sich ab jetzt einfach rauszuhalten gut. Du kannst deinen Mann unterstützen, wenn er Hilfe braucht, aber dränge ihm nichts auf. Wenn er den Kontakt abbrechen will, dann sage ihm, dass du das nicht richtig findest und er noch eine Nacht drüber schlafen soll, aber wenn er es dennoch will, dann lass ihn. Das schont deine und seine Nerven…versucht das Thema so gut es geht im Alltag außen vor zu lassen.

    Was die Antwort auf euren Anwaltsbrief betrifft ist so richtig typisch… „Natürlich darf er die Kinder sehen, ABER…“ Ja, klar er kommt zu spät, ist betrunken etc… es ist einfach nur traurig.

    Wie war denn das Verhältnis von deinem Mann zu seinen Töchtern vor der Trennung?

    LG Daka.

  • #7932

    Rilana
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,
    tja liebe Daka, scheinbar war das Verhältnis zu seinen Töchtern vorher besser. Letztes Wochenende wollten die Kinder auf das Volksfest gehen (letztes Jahr hat dieser Spaß dem Vater für einen Tag 150€ gekostet…). Diesesmal hat er gesagt, ich habe zur Zeit kein Geld, wir machen etwas ohne Geld, zB. Fahrrad fahren (geht angeblich nicht weil Fahrrad des einen Kindes defekt) oder wir gehen reiten (Kinder wissen, das ich ein kleines Pferd habe)? Daraufhin sagte die eine Tochter: Ich mag sie nicht! Der Papa: wie bitte? Tochter: ich mag nicht reiten Papa: nein, du hast jetzt was anderes gesagt! Tochter: ich mag deine Freundin nicht! Papa: ja aber du kennst sie doch gar nicht.
    Gut, er hat dann versucht zu erklären, das nicht ich an der Trennung schuld bin und Papa, wenn nicht mich, vielleicht eine andere neue Frau gehabt hätte.
    Die Kinder daraufhin: Ach so…
    Nach einer Stunde fragte eine der Zwillinge nochmal nach wie er das gemeint hätte und er versuchte es nochmal zu erklären, das ich nicht schuld an der Trennung der Eltern bin. Scheinbar würde das den Kindern von der KM „eingetrichtert“.
    So nun aber zu meinem nächsten Anliegen… Nächstes WE kommt die Schwester meines Freundes und übernachtet auch bei uns(Also die Tante der Kinder). Nun hat er die Kinder angeschrieben, ob sie die Tante sehen wollen. Sie schrieben zurück: Ja, aber ohne deine Freundin.
    Nun meint mein Freund, dass ist niemals der Schreibstil seiner Kinder, sondern könnte seine Ex geschrieben haben.
    Wie soll ich mich nun verhalten? Mitgehen wenn es zum Treffen mit den Kindern und der Tante kommt? Oder alleine daheim bleiben? Hat jemand eine Idee? Ich weiß nicht, ist es nur bei uns so schwer, dass die Kinder die neue Frau nicht mal sehen/kennenlernen wollen? Oder wie war das bei euch? Junge Teenager sind doch neugierig und lassen sich von der Mutter nichts mehr diktieren? Erzählt doch mal!
    Vielen Dank euch allen 😊

  • #7940

    Starchild
    Teilnehmer

    Hallo Rilana

    Das Kinder mit 12 Jahren bereits eine eigene Meinung haben, ist leider ein Trugschluss! Sie stehen nach wie vor unter dem Einfluss ihrer engsten Bezugsperson, meist also der Mutter, und haben oft gar keine Wahl als da loyal zu sein! Vor allem wenn diese Frauen, dann noch einen auf Opfer machen!

    Ich hatte mal einen Partner mit zwei Töchtern in dem selben Alter. Mit beiden Mädchen verstand ich mich super! Sie fanden mich cool und wollten mich unbedingt in den Ferien dabei haben etc. etc.
    Als es auf Weihnachten zuging, erklärte mein damaliger Freund seinen Töchtern, leider im Beisein der Mutter, dass er an heilig Abend mit mir zu meiner Familie fährt und am Weihnachtstag mit ihnen zu seinen Eltern fahren will. Obwohl die Trennung schon fünf Jahre her war, feierte Heilig Abend bis dahin immer noch mit Ex.-Frau und den Kindern.
    Prompt flippte seine Ex. aus! Erklärte den Mädchen sie sollen sich das gut merken, ihr Vater setze seine Prioritäten neu, sie seien nicht mehr wichtig für ihn. Ich sei eine furchtbare Frau die den Mädchen den Vater weg nehmen will. Ihm drohte Sie sogar mit dem Jungendamt, was natürlich lächerlich ist, aber das war den Kindern natürlich nicht klar, für die stürzte die Welt ein! Fortan hatte ich bei der Grossen verloren! Sie meinte, ihr Vater mache sowieso nur noch was ich wolle…
    Und das nur weil er fünf Jahre nach der Trennung von Ihr, nicht mehr mit der Ex. unter dem Christbaum hocken wollte sondern lieber mit mir!

    Mein Bonuskind kenne ich inzwischen seit 10 Jahren, sie ist jetzt 13. Sie kann life miterleben wie ihre Mutter meinen Partner übelst beschimpft, selbst sie behandelt wie das letzte und wenige Tage später behaupten, Papa sein ja schuld, dass sie sich jetzt schlecht fühlt… Das nennt sich PAS!
    Dagegen ist leider kaum ein Kraut gewachsen.

    Was mich bei eurem Fall extrem stutzig macht, ist das Jugendamt! Irgendwann heisst es dann, die Kinder seien inzwischen so entfremdet, dass deshalb ein Umgang nicht mehr dem Kindswohl entspricht…!Also Achtung!!! Für deinen Partner ist es extrem wichtig, den regelmässigen Kontakt aufrecht zu erhalten! Ev. sogar ein Tagebuch zu führen! Und alles was die Mutter ausspuckt zu notieren, SMS en zu behalten etc.etc.

    Ich an deiner Stelle, würde den Kindern Zeit lassen und nicht darauf beharren, sie kennen lernen zu müssen. Soll er sich vorläufig doch ausserhalb eurer Wohnung mit Ihnen treffen und das Thema mal ruhen lassen, bis sich die Wogen etwas geglättet haben. Denn im Grunde geht es um den Kontakt zu ihm, du bist dabei eigentlich gar kein relevanter Faktor! Klingt jetzt blöd, ist aber nicht negativ gemeint. Nur zieht Dich die Ex. da in was rein und macht es zu Deinem Problem, obwohl das Ganze eigentlich allein Ihres ist, aber sie hockt halt am längeren Hebel!

    Irgendwann werden die Mädchen aber schon merken, wer’s ehrlich und gut mit ihnen meint. Dakas Herangehensweise, nämlich das dein Partner mit ihnen über seine Situation und seine Bedürfnisse spricht, ist sicher der Beste Weg. Ev. kann er ihnen sein neues Zuhause ja mal zeigen, wenn Du grad nicht da bist? Nicht das Du gehen sollst, das nicht! Aber wenn es sich mal ergibt und werden sie sicher auch neugieriger auf Dich! Zur Zeit, dürfen sie dich aber nicht mögen, weil Mami ein Problem mit Dir hat. Und die Frau wird sich auch nicht ändern, also fraglich ob es etwas bringt, wenn Du auf sie zugehst. Ev. solltest Du den Kontakt zu Ihr, sogar eher ganz abklemmen. So bietest Du ihr auch keine Angriffsfläche mehr!

  • #7943

    Rilana
    Teilnehmer

    Danke Starchild für deine Antwort. Na da hast du ja auch einiges hinter dir. Ja die Kinder werden sehr zur Loyalität der Mutter gezwungen. Ich dachte nur an mich, wie ich Teenager war. Alles was meine Mama damals gesagt hatte war falsch. Ich lehnte mich regelrecht gegen sie auf. Erst mit 20 hat sich das gebessert und inzwischen hole ich mir immer den Rat meiner Mutter. 😃
    Ja die Idee, dass die Kinder mal das Zuhause ihres Papas sehen, hatten wir auch schon. Er hat sogar extra einen Pool bei uns im Garten aufgestellt. Mit den Katzen gelockt etc., wobei er immer betonte, dass ich nicht zuhause bin. „Nein Papa wir wollen nicht“. Sie treffen sich immer unterwegs, Kino, Stadt, Eis essen etc.
    Dann hat er es anders versucht. „Mädels, ich muss nochmal schnell heim, mich umziehen, mir ist zu warm. Komm wir fahren schnell vorbei, es ist keiner da, nur die Katzen“
    . Aber auch da haben sie zum fast heulen angefangen.
    Ein anderes Mal war er mit einer Tochter beim Fußball. Auf dem Weg dorthin hat er sie heimlich gefilmt um mir mal die Reaktion zu zeigen. Sie machten Quatsch und er sagte dann plötzlich „Papas Freundin kommt auch zum Fußball hin“ man hat richtig gesehen, wie aus einem Lachen ein Heulanfall wurde. Als Papa dann sagte, nein das war nur Spaß, entspannte sich die Kleine sichtlich.
    Tja nun hab ich mich so auf die Schwester meines Freundes gefreut und kann nichts mit ihr unternehmen, weil die Kinder mich nicht sehen wollen.
    Bin gespannt wie es im Dezember wird, denn da kommt die Oma (sie wohnen alles 500 km weg) 1 Nacht und wir wollten Essen gehen (mit Kinder)….
    Ich bin ja der Meinung, man sollte die Kinder einfach mal mit mir konfrontieren, denn irgendwann muss man doch den ersten Schritt machen?? Ich sehe irgendwie nicht ein, das ich so zurück stecken muss (ja vielleicht egoistisch), Blos weil zwei 12jährige Rabatz machen…Außerdem möchte ich wirklich gerne die Kinder meines Partners kennen lernen.
    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende 🌺

  • #7944

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Hallo Rilana, da werdet ihr ihr sie einfach ins kalte Wasser schmeißen müssen . Sonst kommt ihr aus diesem Teufelskreis gar nicht raus. Mein Vorschlag wäre, das du das nächste Mal einfach dazustößt,den Kindern werdet ihr aber nichts sagen. ZB wenn er mit ihnen Eis essen will,dann sitzt du schon da und er sagt ersteinmal nichts. Wenn er dann in die Eisdiele kommt,begrüßt ihr euch ganz normal und du bist erstmal nur „eine Bekannte“. Ich würde da gar nicht erstmal erwähnen das du Papas neue bist. Das würd ich dann ein paar mal immer wieder machen,ihr trefft euch “ zufällig“ redet ein wenig macht ein wenig und dann musst du wieder los. Dann kann der Papa ansetzen mit:Übrigens die Rilana die wir getroffen haben,magst du sie?Sie ist nämlich Papas Freundin. Also doch nicht so schlimm wie Mama einem das weiß macht,ne. Auch Mamas machen Fehler. Etc.

    Ich glaube erst so etwas wird das Eis brechen wenn ihr sie ins kalte Wasser schmeißen tut. Sonst werden sie immer so reagieren.

  • #7945

    Rilana
    Teilnehmer

    Liebe Soulcolored, Danke für deine netten Zeilen. Genau das hätte ich auch vor, nur das Problem ist, dass sie mich einmal am Bahnhof mit ihrem Papa gesehen haben und leider wissen wie ich aussehe…
    hm…. Sonnenbrille und Haare färben 😂
    Spaß beiseite, ich denke ich gehe da nächstes WE einfach mit – die Kinder werden ja nicht gleich im Lokal einen Heulkrampf bekommen.
    Nur – bekomme ich dann von der KM wieder einen Anruf in der Art „wir müssen sowas vorher absprechen, die armen Kinder. Ich bin verlogen und falsch…“
    Dies war schon einmal der Fall, als die Kinder zu uns kommen sollten und sie es erfahren hat. Die KM hat dann den Besuchstag – ohne Alternative- abgesagt.

  • #7958

    Starchild
    Teilnehmer

    Liebe Rilana

    Du bist nicht egoistisch, mir scheint eher Du nimmst viel zu viel Rücksicht auf jemanden dem Du rein gar nichts schuldig bist! Wieso kratzt Dich wie die Mutter darauf reagiert? Es ist doch wenn schon in ihrem Interesse ein gutes Verhältnis mit Dir zu haben, immerhin sind es ihre Kinder. Aber daran hat Sie ja ganz offensichtlich absolut kein Interesse. Sie macht dich ja lieber zum Sündenbock, zur bösen Frau, spielt ihre Psychospielchen.

    Sie mag Dich wohl anrufen, ran gehen musst Du deshalb aber noch lange nicht! Es geht Sie im Grundsätzlich rein gar nichts an, wie und mit wem dein Partner seine Zeit mit seinen Kindern verbringt. Wenn Sie da ein Problem sieht, dann soll Sie das mit Ihm klären, Dich braucht Sie dafür nicht (und er auch nicht)! Nimm dich aus der Schusslinie!
    Unserer Ex. nicht zur Verfügung zu stehen, war eine meiner besten Entscheidungen in den letzten 10 Jahren. Auch wenn viele (Mütter) das nicht verstehen, weil sie denken das müsse doch. Für mich als Stiefmutter, muss das absolut nicht! Und Leute die mir nicht mit Anstand und Respekt begegnen können, brauche ich in meinem Leben def. nicht, egal wie viele Kinder sie mit meinem Partner haben. Ist doch nicht mein Problem! 😉

  • #7959

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Rilana,

    ich weiß nicht, ob es was bringen wird, die Kinder ins kalte Wasser zu schmeißen und einfach mit dir zu konfrontieren. Wer weiß, was da alles von Seiten der Mutter im Hintergrund abläuft und wie sie möglicherweise von dieser emotional erpresst werden.

    Mit solchen Aktionen werdet ihr langfristig vermutlich eher das Verhältnis noch mehr stören, als zu verbessern. Ich bleibe dabei, dass es an deinem Mann liegt, den Kindern ernsthaft zu vermitteln, dass es IHM wichtig ist, dass sie dich kennen lernen, weil DU ihm wichtig bist. Er möchte dich dabei haben wenn Oma und Tante kommen. Soll heißen, du sollst da schon dabei sein, aber das soll er ihnen auch vorher sagen. Ggf. muss er dann damit rechnen, dass sie nicht kommen. Da müssen dann alle durch. Ich würde aber eben nicht gar nichts sagen und dann bist du plötzlich da. Bei dem was du bisher geschrieben hast, wäre dann schon damit zu rechnen, dass sie im Restaurant anfangen zu heulen.

    Für 12-jährige finde ich die Reaktionen ehrlich gesagt echt heftig. Da hat die Mutter wohl wirklich „gute“ Arbeit geleistet.

    Es tut mir leid, dass ich keinen besseren Rat weiß…
    LG Daka.

  • #7966

    Rilana
    Teilnehmer

    Hallo miteinander, ihr seid ja wirklich lieb. Vielen Dank für eure Ratschläge 😘
    Nur bringt es mein Mann irgendwie nicht fertig mit den Kindern ordentlich zu reden. Am Samstag waren er mit den Kindern Eis essen. Da schnitt er das Thema an und fragte: Sag einmal, wie hast du das gemeint, du magst meine Freundin nicht. Was hat euch den Mama erzählt? Die Kleine: ähem… (Kurz überlegt) ja Papa… dann schnell die andere Toxhter: nix Papa!
    Und anstatt da nachzuhaken vom Papa – kam wieder nix. Das regt mich dann auch langsam auf…und resigniere.
    Wenn er den Kindern sagen würde (wenn die Tante oder Oma kommt) ich bin auch dabei und die Kinder bleiben dann daheim, tut es mir dann auch leid für die Tante und Oma.
    Ja ich werde es jetzt abblocken, wenn die Ex sich nochmal mit mir in Verbindung setzen will. Dachte erst, es wäre vielleicht gut, sich nochmal mit ihr zu unterhalten, aber sie würde mir dann – wie immer zustimmen – (natürlich dürfen die Kinder dich sehen), aber genau das Gegenteil machen – und sie merkt dann auch wie wichtig mir das ist. Dann hat sie wieder ein Druckmittel oder setzt die Kinder noch mehr unter Druck.
    Ein paar Tage sind ja noch hin zum Freitag… ich werde euch berichten, was passiert ist.
    Wünsche euch eine schöne Woche
    Glg Rilana

    • #7968

      Pinocchio
      Teilnehmer

      Hallo Rilana

      Der Reaktion der größeren Tochter zu urteilen, hätte dein Mann auch keine Chance gehabt, wenn er nachgehakt hätte. Dein Mann hat direkt gefragt, die Jüngere begann zu überlegen, was sehr gut ist, die Ältere ist bereits zu fest instrumentalisiert!

      Ich kann mich an eine Situation erinnern, in der mein Mann die Kinder ein Mutter-Kinder-Geheimnis sehr direkt gefragt hatte, der Ältere (11), wollte antworten, die zwei Jahre jüngere Schwester gab sofort die Antwort! Alles Nachhaken wäre unnötige Liebesmüh gewesen. Seine Tochter war so loyal zur Mutter, dass sie keine andere Sichtweise zuliess! Das hält sich bis heute gegenseitig! Der Sohn aber machte sich seine Gedanken und rund 7jahre später öffnete er sich uns in seiner Meinung, die er damals über seine Mutter gebildet und still für sich behalten hatte. So leiden die Kinder nämlich zweimal:
      Einmal durch die Instrumentalisierung, einmal durch das Schweigen gegenüber anderen. Das Wissen, hier läuft etwas krumm, aber ich kann nichts tun. Und die Scham.

      Was ihr tun könnt: den Kindern signalisieren, dass Eure Türe ihnen offen steht. Immer wieder offene Fragen stellen. Nun empfehle ich mal den Gordon zum Lesen;-)

      Hab nicht viel Zeit, deshalb so knapp
      Alles Gute

  • #7998

    Rilana
    Teilnehmer

    Liebe Pinocchio, vielen Dank für deine Zeilen. Ja da hast du vielleicht recht.
    Jetzt ist die Schwester (Tante der Kinder) bei uns angekommen. Ich sagte zu ihr, dass ich vielleicht nicht mit komme zu den Kindern, da die sich sträuben. Jetzt habe ich gehofft, das die Tante ein „gutes“ Wort einlegt oder mit Ihnen mal spricht. Daraufhin sagte sie:“ ich sag dazu gar nichts.“
    Bumm – na klasse. Komme mir gerade so vor als hätten sich alle gegen mich verschworen und ich die Buh- Frau in einem schlechten Film bin. Jetzt sind sie losgezogen und ich stehe in der Küche und koche das Abendessen, überziehe dann noch die Betten und muss mir ein Programm für morgen überlegen. Langsam habe ich jetzt keine Lust mehr seine Kinder zu sehen. Dann eben nicht…
    Es grüßt euch eine frustrierte Rilana

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