Nicht das nervige Kind ist das Hauptproblem, sondern der Vater!

Startseite Foren Trennungsväter Nicht das nervige Kind ist das Hauptproblem, sondern der Vater!

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Sterntaler vor 2 Wochen.

  • Autor
    Beiträge
  • #9557

    LB13
    Teilnehmer

    Hallo liebe Stiefmütter und alle, die ein Interesse daran haben, wie es uns eigentlich geht!
    Ich lese bereits seit Jahren hier mit und kenne so ziemlich jeden Artikel, jeden Forumseintrag und Kommentare. Es ist schön zu lesen, dass man nicht alleine oder falsch ist, nur weil man ein fremdes Kind nicht liebt und seine Probleme damit hat. Mein Partner und die unwissende Gesellschaft hat es in den letzten Jahren geschafft mir das Gefühl zu geben in der Hinsicht unzureichend und falsch zu sein. Zum Glück gibt es so ein Forum, wo auch (hoffentlich) nur die mitreden, die schon mal selbst in so einer Situation waren oder sind. Nur die können wirklich mitreden ohne vorschnell zu verurteilen! Mein Partner und ich sind seit 6 Jahren zusammen. Seit ein paar Monaten wohnen wir erst zusammen. Man dachte dadurch bessert sich etwas. Ohne den Jungen haben wir auch unendlich tolle Zeiten. Er hat einen 9 jährigen Sohn von einer Frau, die deutlich älter ist als er (was mir sehr unangenehm ist) und die ihm das Kind noch angehängt hat, bevor er sich getrennt hat und sie gänzlich zu alt gewesen wäre, um ein Baby zu bekommen. Getrennt sind die seitdem der Junge auf der Welt ist. Er kümmert sich von Tag 1 an um das Kind und übernimmt die volle Verantwortung. Die Mutter hat es anfangs abgelehnt und deshalb trug er die meiste Verantwortung. Der Junge ist 1x/Woche sowie jedes 2te We ganz + 3-4 Ferienwochen im Jahr bei ihm/uns. Der Junge mag mich und ich lasse ihn nicht offensichtlich spüren, dass er mich permanent stresst und ich wünschte er wäre das Kind eines anderen. Die Mutter macht in dem Sinne keine Probleme – nach ihrer Pfeife wird ja auch getanzt und die ist froh, wenn der Junge weg ist. Schon immer hatten wir Probleme -nur- wegen seinem Kind. Viele schlimme Dinge sind passiert. Streits, Verletzungen, etc. Stichwort: On-Off-Beziehung. Sobald es mir nicht gut geht, mir etwas hinsichtlich des Kindes nicht passt, ich traurig oder genervt bin, werde ich abgestraft mit teils tagelangem Schweigen. Ganz nach der Friss oder Stirb Methode. Verständnis gleich 0. Ich kann nie mit ihm darüber reden wie es mir mit dem ganzen geht ohne dann Schweigen, ignoriert werden, etc zu ernten. Dann wird mir subtil gezeigt wie ablehnenswert ich bin – nur weil ich den Jungen halt nicht lieb hab und ihn nicht so sehe wie er es tut. Schlechtes Gewissen spielt auch bei ihm eine große Rolle. Was er aber nie zugeben würde. Generell verhält er sich als wäre er fehlerfrei und ich immer die Schuldige, weil ja nur ICH „die Probleme“ hab. Ja, ich bin eifersüchtig auf den Jungen und auf die Mutter und ja, es nervt, er nervt. Alles was mit der Situation zusammenhängt nervt und belastet und ich bin jedes mal froh, wenn der Junge wieder weg ist. Aber das Hauptproblem liegt in der Paarbeziehung. Sobald es um den Jungen geht oder der da ist, ist die Stimmung im Keller. Da sind wir wie Feinde. Ich werde bestraft, ignoriert etc und muss aber mitansehen, wie der Junge behandelt wird wie ein Prinz. Das tut alles so weh und ist schrecklich belastend. Wie ist es bei euch mit euren Männern? Haben die Verständnis für eure Position? Könnt ihr mit ihnen offen reden? Oder artet das auch immer aus und wird euch mit Trennung gedroht?
    Sorry für den langen Text… ich hätte noch so viel zu erzählen, aber vermutlich reicht das fürs Erste:-)

  • #9559

    Gartenfee
    Teilnehmer

    Du sprichst mir aus der Seele. Ganz genauso empfinde ich es auch! Nur ich merke langsam, wie ich selbst daran zerbreche und weiß mir nicht mehr wirklich zu helfen.
    Bei meinem Partner stoße ich auf garkein Verständnis. Er verdrängt und ignoriert mich regelrecht, wenn ich ihm irgendetwas in diese Richtung sage! Und ich würde schon von mir behaupten, dass ich sehr feinfühlig bin. Eben auch aus der Angst heraus, dass er das Gefühl bekommt, dass ich einen Keil zwischen ihn und seine Kinder treiben möchte (um Gottes Willen nein!!). Ich mag die beiden Kinder auch, aber ich sehe nicht mehr ein, warum ich für die zwei IMMER einstecken muss und mir alles gefallen lassen muss. Zumal es für ihn ein leichtes wäre beides unter einen Hut zu bekommen…

  • #9561

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Hallo LB!
    So wie du die Situation beschreibst, möchte ich dich eigentlich nur fragen: liebst du deinen Freund überhaupt noch?
    Ich denke mir nur, wenn einer so mit mir und meinen Gefühlen umgehen würde, und ständig mit Trennung drohen würde, wenn ich nicht funktioniere…mir wäre die Liebe schon längst vergangen.
    Du schreibst „das Kind ist nervig“, der Mann ist das Hauptproblem, ihr seid „Feinde, wenn das Kind da ist“. Das klingt nicht nach Liebe.
    Du könntest wieder eine eigene Wohnung nehmen, und deinen Kontakt zum Kind einschränken, wenn dir das mit der Eifersucht hilft.
    Aber mal ganz ehrlich…so wie du hier schreibst, bist du doch innerlich schon am Absprung?

  • #9564

    Sterntaler
    Teilnehmer

    Liebe LB & Gartenfee,

    ich finde das wirklich furchtbar zu hören wie es euch ergeht. Das ist wirklich eine unschöne Situation in der ihr steckt. Ihr gebt so viel und bekommt so wenig bis gar nichts zurück. Das ist und bleibt nicht fair. Eure Partner müssen auch verstehen, dass es für euch eine riesengroße Belastung ist. Es ist wirklich nicht einfach die Kinder eines Partners zu akzeptieren, einen Weg zu finden wo alle glücklich sind und zusammen zu wachsen. Das bedeutet jeden einzelnen Tag Kompromisse und kämpfen. Ich denke ebenfalls so wie LillyChantilly, überlegt euch gut ob ihr diese Beziehung wollt. Ob sie euch glücklich macht. Wägt für euch ab, ob es vielleicht nur eine Phase ist oder ob ihr wenn ihr es genauer betrachtet keine Hoffung habt, dass es sich jemals ändern wird.

    Sucht das Gespräch mit euren Partnern und erklärt wie es euch geht. Sollten Sie kein Verstädnis aufbringen und nicht auf euch zukommen wollen, dann müsst ihr für euch eine Entscheidung treffen. Den einzigen Rat den ich euch geben kann ist: Wenn ihr nicht glücklich seid, dann müsst ihr etwas verändern. Das Leben ist viel zu kurz um nicht glücklich zu sein. Macht was euch auf Dauer glücklich macht.

    Ich wünsche euch viel Kraft!

    Liebe Grüße,
    Sterntaler

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.