Neu als Stiefmutter – zurecht finden

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Dieses Thema enthält 18 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Daka vor 3 Monate, 1 Woche.

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  • #7212

    NickyH85
    Teilnehmer

    Hallo ihr lieben,
    Ich bin ganz neu hier und möchte euch gern meine Situation schildern um Erfahrungen eurerseits zu erhalten.

    Ich bin seit ca. 1 Jahr Stiefmutter. Ich selbst bin 32 Jahre alt und ein absoluter familienmensch. Mein Freund ist 33 und war bereits verheiratet. Die Kindesmutter hat sich getrennt nachdem die beiden knapp 1,5 Jahre verheiratet waren und der kleine Racker 2 Jahre alt war. Ich denke sie haben wohl einfach nicht zueinander gepasst. Alles gut soweit. Mein Freund hat Zeit gebraucht es zu verdauen. Wir sind durch Zufall aufeinander gestoßen ohne derzeit eine Beziehung zu suchen. Aber es hat einfach so unglaublich gut gepasst und uns so gut getan dass wir uns drauf eingelassen haben. 🙂

    Die grundsituation ist so, dass er seinen Sohn alle zwei Wochenenden von Freitag bis Sonntag bei sich hat. Wir wohnen Inzwisxhen auch zusammen. Der kleine hat mich von Anfang an ganz liebevoll angenommen. Ich liebe Kinder aber auch einfach. 🙂

    Bei der Ex ist es so dass sie inzwischen wieder Vollzeit arbeiten geht und der kleine mit 3,5 Jahren bis 4 Uhr im Kindergarten ist. Danach ist er viel bei ihren Eltern oder dann auch bei ihr. Sie hat einen neuen Partner, wegen dem sie sich auch getrennt hatte. Der neue Partner war 1 Monat nach der Trennung vom kindsvater auch bei ihr und dem kleinen im Haus eingezogen.
    Ich hab mir bei der Situation zu Beginn ehrlich gesagt nicht allzu viele Gedanken gemacht wie schwer es werden könnte. Man muss aber auch dazu sagen dass ich ein sehr feinfühliger und gerechtigkeitsbewusster Mensch bin.

    Ich habe bereits Kontakt zu ihr gesucht. Da wir auf kindergartenfesten Berührungspunkte hatten und ich dachte es wäre sinnvoll sich bereits davor einmal kennengelernt zu haben.

    Wir sind recht verschieden. In mir schlummert schon länger ein Kinderwunsch und ich für mich würde hier auch erstmal zuhause bleiben und mich rein ums Kind kümmern.

    Wenn der kleine am WE bei uns ist dann unternehmen wir viel mit ihm und mit befreundeten Familien damit er unter Gleichaltrigen ist. Zu Beginn hat er noch öfter nach der Mama geschrieen und ich habe eine zeig gebraucht mich in einer solchen Situation ihm zu nähern. Bei kleinen Wehwehs bekomme ich es inzwischen gut hin und er geht auch mit mir ohne Bett oder will kuscheln. Oft lässt er sogar den Papa links liegen, weil die Mutterrolle für ihn wohl sehr wichtig ist. Das legt sich aber gerade wieder und mein Freund ist auch gut damit zurecht gekommen weil er dadurch wusste, dass wir als kleine „zweit“Familie gut funktionieren. Wir stellen gemeinsam regeln auf und der kleine ist wahnsinnig gescheit und unglaublich lieb und umgänglich.

    In letzter Zeit war es allerdings so dass der Papa es einfordern wollte den kleinen in den Ferien mal länger zu haben. Natürlich nur wenn er will und wenn er sehr gequengelt hätte, hätten wir ihn natürlich zurück zu Mama gebracht. Wir wollen ja auch nur das beste für ihn. So sehr der Papa auch unter der Trennung zu ihm leidet. Und er ist wirklich ein toller papa.
    Wir haben auch überlegt deshalb Arbeitszeit zu reduzieren. Von der Mutter kam allerdings die Ansage sie könne nicht so lange auf ihr Kind verzichten. Ich versteh dass eine Mutter so empfindet, aber mein Freund muss ja auch immer 1,5 Wochen verzichten. Zudem war sie auch bereits eine Woche im Urlaub ohne Kind und hat ihn zu ihren Eltern gebracht. Ohne uns zu fragen ob wir ihn nehmen würden. Ihr Argument war: Opa ist der beste. Ich bin trotzdem der meinung, wenn es einen sich sorgenden Vater gibt sollte doch dieser an zweiter Stelle kommen. Es kann auch sein, dass sie eifert weil der kleine recht oft von mir spricht und wir wirklich eine enge Bindung haben. Er sagt auch öfter im Affekt Mama, ohne dass ich dies unterstützen würde. Er hat schliesslich eine Mama und von der reden wir auch ganz liebevoll. Auch wenn wit etwachsene oftmals anders denken. Aber dafür kann ja der kleine nichts. Jetzt dürften wir ihn für 4 Nächte bei uns haben und es hat super funktioniert. Nur wenn er sich weh tut schreit er nach der Mama und das ist denke ich normal. Ich habe ihr das zuletzt auch geschrieben, dass sie doch bitte vertrauen in uns haben soll und es dem kleinen gut geht und sie bitte auch Rücksicht auf den kindsvater nehmen soll. Sie ist da leider recht Beratungsresitent und meint sie macht alles richtig. Gibt den kleinen aber neben den zwei WE wo er eh bei uns ist noch zusätzlich an Opa ab weil sie feiern gehen will. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und jeder hat seine Art zu erziehen aber es ärgert mich, dass sie meint alles richtig zu machen und uns dann aber vorwirft wir dürfen unsere Belange der Sehnsucht nicht über den kleinen stellen. Wenn sie 2 mal am Wochenende weggehen will dann ist da halt Opa. Das ist dann schon ok. Sicherlich ist es für eine Mama schwierig wenn das Kind mal von der Next redet, aber sie hat die Situation verursacht und das sind nun die Konsequenzen. Dass sie einem 2 jährigen nach einem Monat einen neuen Mann vorgesetzt hat hat auch keiner bemängelt. Ich versuche wirklich mit ihr auszukommen weil das für den kleinen am besten ist. Mein Freund traut sich so gut wie nichts zu sagen weil er Angst hat dass sie ihm den kleinen nicht mehr mit gibt oder er nicht mehr mit will wenn er merkt dass Mama und Papa streiten. Selbst vor ihr wollte er manchmal zu mir (auf Familienfesten) und ich habe mich danach mit schlechtem Gewissen bei ihr entschuldigt weil ich nicht will dass sie durchdreht. Es ist schwer für mich eine Linie zu finden. Der kleine hört auf mich und hängt an mir und ich an ihm. Aber dieses selbst immer abschieben und uns den kleinen aber nicht länger geben zu wollen empfinde ich als unglaublich selbstsüchtig und unfair. Ich denke es sollte doch zumindest versucht werden ob auch wir mal ohne Mama in Urlaub fahren können.

    Habt ihr ähnliche Dinge durchgemacht? Ich habe im Umfeld das Gefühl dass mich alle bemitleiden aber keiner wirklichen verstehen kann wie schwer das alles ist. Besonders wenn man ein sehr emotionaler Mensch ist. Und den Satz: du wüsstest doch worauf du dich einlässt. Kann ich auch nicht mehr hören. Ich glaube kein Mensch kann so etwas vorher emotional einschätzen.
    M eilen dank fürs zuhören. Allein das schreiben hat schon gut getan.
    Später: ich hab mich in diesem Jahr wirklich gewandelt. Ich akzeptiere den Kontakt zwischen meinem Freund und der Ex wegen dem kleinen. War das schon sehr schwer. Ich muss auch nicht zurück stecken wenn er da ist. Mein Freund ist trotzdem sehr liebevoll zu mir und sagt mir immer wie sehr er das alles schätzt. Mei allein schlafen muss ich halt weil er meist beim kleinen Racker liegen bleibt. 🙂 klar er genießt auch die Nähe.
    Aber manchmal erwische ich mich dass ich einfach neidisch auf die Ex bin. Weil sie vorgibt alles zu haben. Und ich mir doch durchaus auch eine weitere Familie wünsche. Ich weiß dazu wird mein Freund auch bald bereit sein.

    Alles liebe an euch 🙂

  • #7217

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Nicky,

    ohhh ja, das kommt mir alles nur allzu bekannt vor… an andere abschieben, nur nicht zum Vater. Im JA hat die Mitarbeiterin mal zu meinem Freund gesagt, eigentlich kommt der Vater immer an 2. Stelle und die Großeltern erst danach, aber das ist eben oft nur in der Theorie so…
    Wenn ich richtig mitgerechnet habe dürfte der Kleine jetzt ca. 3 Jahre alt sein, richtig?
    Okay, da die beiden verheiratet waren (? sind sie schon geschieden?), werden sie wohl gemeinsames Sorgerecht haben, oder? Wurde bei der Scheidung denn eine schriftliche Umgangsvereinbarung getroffen, die das mit den alle 2 Wochen festlegt? Ich finde das für einen 3-jährigen zu wenig, bzw. zu viel Abstand zwischen den Wochenenden. Man sagt ja, das gerade kleinere Kinder öfter und dafür evtl. kürzeren Umgang brauchen.
    Wie ist eure Wohnsituation, also hat er bei euch ein eigenes Zimmer und ist die Kita von euch schnell zu erreichen?
    Also ich kann ja mal kurz schreiben wie das bei uns war. Mit 1,5-3 Jahren war der Umgang wöchentlich Sonntagvormittags. Zwischendrin (um den 3. Geburtstag rum) gab es mal einen Versuch mit einen Tag in der Woche und übernachten, lief aber nicht so gut. Mit ca. 3 Jahren dann alle 3 Wochenenden ein langes WE (Donnerstag-Montag) und weiterhin immer der Sonntag. Mit ca. 4 Jahren (also nachdem die Regelung 1 Jahr ca. war) wurde dann auf 14-tägig Donnerstag-Montag umgestellt und zusätzlich jeden Dienstagnachmittag (ohne Übernachtung), dafür dann der Sonntag nicht mehr (was aber okay war, weil so jeder ein volles We hatte). Nach einem Sorgerechtsstreit (bzw. der Beantragung des gemeinsamen Sorgerechts) beantrage sie alle 14 Tage Fr-So… nun gibt es eine gerichtliche Regelung Do-Sonntag alle 14 Tage plus Donnerstag in der Woche dazwischen, der „kleine“ wird mittlerweile bald 10…Er wünscht sich mehr Umgang (am liebsten ein Wechselmodell mit 1 Woche bei uns, 1 Woche bei Mama), aber das interessiert weder Mama noch das Gericht… Daher können wir nichts machen.
    Was Urlaube betrifft. Den ersten Urlaub haben wir gemacht, da war der Kleine etwas über 4 Jahre alt, der Urlaub war ca. 6 Tage lang. Danach dann immer mal wieder eine Woche oder auch 10-12 Tage. Den ersten langen Urlaub (den sie noch versucht hat ihm auszureden, weil er doch nicht so lange ohne Mama aushält) gab es nach der gerichtlichen Umgangsregelung, laut der wir jeweils die Hälfte aller Ferien haben (bis auf kleine Abweichungen, passt aber soweit). Da waren wir dann das erste Mal 3 Wochen am Stück zusammen weg.
    Das soll heißen, natürlich steht euch ein Urlaub zu…vielleicht nicht gleich 2 Wochen, aber 5-7 Tage sollten schon drin sein. Ihre Ausrede, sie vermisst ihr Kind zu sehr, zählt da nicht.
    Wenn es bisher keine Umgangsregelung gibt, könntet ihr euch, als ersten Schritt, Unterstützung vom JA holen. Vereinbart (also dein Mann sollte das natürlich machen) dort einen Termin, am besten gemeinsam mit der KM und dort sollte dann versucht werden eine gemeinsame Lösung zu finden. Vorschlagen solltet er dann vielleicht, wie der Umgang bis Schuleintritt geregelt werden sollte (oder auch länger, aber dann sollte es z.B. eine feste Ferienregelung geben). Aus meiner Erfahrung würde ich folgendes empfehlen. Wochenende geht immer bis Montag früh (bringen zur Kita), das vereinfacht dem Kleinen die Übergabe und ermöglicht ihm ein „rundes“ Wochenende. Und Umgang an einem Nachmittag in der Woche zusätzlich (wenn sich das einrichten lässt) entweder mit oder ohne Übernachtung, verkürzt die langen „Abwesenheitszeiten“ und beugt Entfremdung vor, bzw. verkürzt die „Eingewöhnungszeit“ am Papa Wochenende UND entlastet die KM, weil sie sich da was anderes vornehmen kann.
    Urlaube bis zu 7 Tagen mit vorheriger Ankündigung (wir hatten damals vor der gerichtlichen Regelung das so gemacht, dass BEIDE bis November des Vorjahres ihre Urlaube angekündigt haben). Für den Sommer sollte das jetzt aber auch mal kurzfristig gehen.
    Aus meiner Erfahrung hilft eine feste Regelung allen, weil sie nicht ohne weiteres geändert werden kann – auch nicht von der KM… es gibt die Möglichkeit eine beim JA getroffene Umgangsvereinbarung vom Familiengericht bestätigen zu lassen. Außer dem JA kann man sowas natürlich auch mit Familienberatungsstellen (z.B. Caritas) oder einem Mediator machen. Geht natürlich nur, wenn KM auch mitmacht… bei uns war das leider nicht der Fall, daher ging alles vors Gericht und der Kleine wurde befragt…
    Wenn das für euch eine Option wäre, könnte man natürlich auch mal ein Wechselmodell in den Raum werfen, da gibt es ja mittlerweile ein Urteil, dass das durchaus auch gerichtlich festgelegt werden kann. Vielleicht wird sie dann bezüglich mehr Umgang etwas verhandlungsbereiter… wenn du verstehst was ich meine…

    Du erinnerst mich wirklich sehr an mich selbst vor 6 Jahren…ich habe es nie geschafft, Zugang zur KM zu finden und auch meine Hoffnung, dass sich mit der Zeit alles bessern wird hat sich leider nicht erfüllt… daher kann ich dir nur noch folgendes mit auf den Weg geben…die wenigstens KM wollen überhaupt Kontakt mit der NEXT und schon gar nicht „belehrt“ werden, wie sie mit ihren Kindern umgehen sollen… beschränke daher am besten den Kontakt mit der Ex auf Small Talk und Absprachen zu Kindergeburtstagen, Klamotten, etc. und verabschiede dich von der Hoffnung alles wird besser… das wird es meist leider nicht (bei uns sogar das komplette Gegenteil). Man ärgert sich ein Leben lang über diese KM, weil sie NIE so handeln wird wie man das selbst tun würde und selbst für vernünftig hält. Wie schon die Toten Hosen singen: „Wir werden niemals einer Meinung ein und wenn sich’s nur ums Wetter dreht“… Das schlimmste daran ist: wir können nur tatenlos zusehen. Wir haben nahezu keinen Einfluss, obwohl es ja auch unser Leben maximal beeinflusst. Was wir tun können ist aber, unsere Beziehung zu unserem Partner pflegen und dem Kind eine schöne Zweifamilie bieten in der es sich gut aufgehoben und angenommen fühlt. Viel mehr steht leider nicht in unser Macht…

    Das war jetzt sehr lang… ich hoffe es hilft dir ein bisschen.
    LG Daka.

  • #7219

    NickyH85
    Teilnehmer

    Hallo Daka,

    danke für deine lieben Worte. 🙂 Ich hab keine Probleme mit einem langen Text. 😉 Es tut gut zu lesen wie andere mit dieser Situation umgehen.

    Ja, der Kleine ist inzwischen 3,5 Jahre alt. Geschieden ist mein Freund seit ca. 2 Monaten. Wir wohnen seit ein paar Monaten in einem neuen Haus und der Kleine hat ein super schönes Kinderzimmer bekommen. Hab ihm sogar seine Lieblingsfiguren an die Wand gemalt. 🙂

    Ich verstehe, dass es für eine Mutter schwer sein muss, sein Kind zeitweise einer anderen Frau zu geben und dann auch noch mitzukriegen, dass die beiden sich sehr gut verstehen und lieb haben. Der Kleine hat letztens an einem Abend an dem wir zeitweise allein waren, weil mein Freund ein Fussballspiel hatte, gesagt: Ich hab dich lieb und ich möchte dass du immer da bist. Ich war derart gerührt, dass ich nichts mehr sagen konnte. Ich bin der Meinung, dass die KM die Konsequenzen ihrer Entscheidung mittragen muss. Von Ihr kommen Aussagen wie, der Kleine sagt er will nicht mehr so oft beim Papa schlafen. Ja Mensch, er sagt am Sonntag auch, dass er nicht heim zu Mama will, weil es ihm gerade gefällt. Ich denke das darf man einfach nicht zu ernst nehmen. Sobald er die Mama sieht freut er sich ja wieder. Ich würde ihr sowas niemals reindrücken und rede mit dem Kleinen wirklich immer ganz liebevoll über sie. Auch wenn es mir manchmal bis ganz oben steht.

    Nochmal zu der Regelung: Die beiden haben geteiltes Sorgerecht ohne eine schriftliche Abmachung. Mein Freund hat den kleinen von Anfang immer alle 2 WE gehabt. Und so wie ich ihn inzwischen kennen- und lieben gelernt habe, weiß ich, dass er niemals zum JA gehen würde oder in einen Konflikt mit der KM. Zu tief sitzt der schreck als er sich wohl kurz nach der Trennung mit ihr gestritten hatte und der Kleine dann nicht mehr mit ihm mit wollte. Ich rede ihm immer gut zu und unterstütze ihn indem er seine Rechte durchsetzen soll. Langsam trägt es Früchte und er wehrt sich auch mal. Wir durften den Kleinen jetzt in den Ferien 4 Nächte am Stück haben. Für uns schon mal ein Erfolg. Aber vorm gehen musste sie ihm noch sagen: Gell wenn du heim willst, dann sagst des am Papa und er fährt dich sofort zur Mama. Ich fand das so unnötig, weil der Kleine meldet sich schon wenn ihm was nicht passt. Sie muss ihm doch keinen Floh ins Ohr setzen. Er war zum Beispiel jetzt auch quengelig und er hat ihn dann schon früher zur KM gefahren. Uns geht es immer nur um den Kleinen.

    Ich finde auch, dass ein Tag unter der Woche noch echt gut wäre für die Bindung zwischen Papa und Kind. Ich weiß aber auch, dass er nach dem KiGa sehr müde ist. Ihn dann noch für 3 Stunden zu holen und um 19 Uhr soll er ins Bett, das glaube ich wäre ihm wirklich zu anstrengend. Ich hab vorgeschlagen Papa soll einfach öfter anrufen, dann haben sie zumindest diese Verbindung.

    Und ich denke einen größeren Urlaub werden wir auf nächstes Jahr vertagen. Das hat auch noch etwas Zeit.

    Vielleicht wird auch alles mit der Zeit. ich erwarte nach 1 Jahr Beziehung wohl einfach auch zu viel. Aber mein Gerechtigkeitssinn sagt mir einfach, dass hier so einiges schief läuft.

    Ich muss schon sagen, dass die KM auch Zugang zu mir gesucht hat. Aber nach Aussagen aller wohl eher weil sie neugierig war. Ich wusste dass mir Neugierde nicht gut tun würde, drum habe ich das ausgeblendet. Sie wollte mich sogar zu einem persönlichen Treffen zu ihr nach Hause einladen. Das war mir dann zu viel des guten. Ich mache das alles nur für den Kleinen und meinen Freund weil sie beide es verdient haben wie niemand sonst. Wenn es nach mir ginge, wüsste ich nicht einmal wie sie heißt. Ich kann ihr eigennütziges Verhalten einfach nicht gut heißen und habe überhaupt kein Verständnis dafür. Sie möchte sich immer noch treffen, weil sie mir wohl ihre Seite erklären möchte, ich werde der Bitte aber in nächster Zeit nicht folgen. Das kann ich einfach nicht. Sicherlich kenne ich nur die Seite meines Freundes oder unserer Freunde, von denen sie sich von heute auf morgen abgewandt hat, trotzdem bin ich nicht in der Position mir ihre Ausreden anhören zu müssen. Sie wirft einfach in ihrer Not manchmal mit unfairen Aussagen um sich und ich kann diese Ungerechtigkeit nur schwer so stehen lassen. Hab mir ein paar Bücher über Achtsamkeit und loslassen gekauft – hoffentlich hilfts 🙂 Denn wenn ich hier im Forum noch lese was erst im Teenageralter noch alles kommen mag, dann graut es mir ehrlich gesagt.

    Das mit dem Einfluss hast du schön gesagt. Das ist auch eines der Dinge mit denen ich leben lernen muss. Und ich darf mich nicht davon beherrschen lassen, dass sie alles hat und ich nichts, weil das nicht wahr ist. ich habe einen unglaublich liebevollen, treuen und warmherzigen Partner. Ich habe meinen Job, meine Heimat, meine Freunde aufgegeben (naja 100km weit weg) und habe es keinen Moment bereut, weil ich mit diesem Mann einfach angekommen bin. Da muss ich gleich weinen. 🙂 Der Kleine ist ein Goldschatz und alle Freunde und Familie haben mich super aufgenommen. Sie empfinden mich als Bereicherung und das spüre ich auch. 🙂

    Vermutlich habe ich den Hauptteil dessen wie ich mich in dieser Konstellation fühle selbst in der Hand. Wissen würde ich das, nur umsetzen und Loslassen und nicht jeden Tag die Ex im Kopf haben funktioniert noch nicht so. :-/

    Ich bin sehr dankbar für dieses Forum hier. Ich erkenne mich in so vielem wieder und fühl mich sofort verstanden. danke schön!

    Nicky

  • #7220

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Nicky,

    die KM wollte mich jahrelang nicht kennen lernen und obwohl wir im gleichen Ort wohnen, hat das auch geklappt. Erst nachdem ich selbst Mutter geworden bin, hat sie mich irgendwann um ein Gespräch „nur unter Müttern“ gebeten (ca. 3 Jahre nachdem ich bei meinem Partner eingezogen bin). Naiv wie ich war, hatte ich gehofft, das würde irgendetwas ändern oder gar verbessern. Aber es war genau wie du schreibst: Sie wollte mir IHRE Meinung aufdrücken und hat in mir eine Verbündete gegen meinen Partner gesucht. Sobald ich Andeutungen machte, dass ich gewisse Dinge anders sehe, fuhr sie sofort ihre Krallen aus und so habe ich geschwiegen. Ich wollte die Situation nicht noch verschlimmern. Seitdem hatten wir hin und wieder What’s App Kontakt, aber lediglich was Absprachen etc. betraf. Ein weiteres Treffen gab es nicht.
    Sie hat mich irgendwann mal eingeladen, dass ich mit meiner Tochter zu ihr komme, damit sie mit ihrem Bruder spielen kann. Wir könnten dann dabei ja einen Kaffee trinken…Meine Tochter wünscht sich sehr, zu sehen wo ihr Bruder wohnt wenn er nicht da ist, aber es ist in den letzten Jahren einfach zuviel vorgefallen, als das ich dieses Haus freiwillig betreten würde…und ich glaube ihr geht es dabei auch nur darum, meine Tochter kennen zu lernen und dann über meine Erziehung abzulästern… Nein danke. Und doch weiß ich, dass das vielleicht der einzige Weg wäre, sich irgendwie soweit anzunähern, dass man Belange des Sohnes besser klären könnte…aber soweit bin ich noch nicht.
    Interessant wird jetzt noch, dass im nächsten Monat ihre Tochter (sie hat noch ein Kind bekommen) in die gleiche Kita kommt wie meine…dann sieht man sich möglicherweise jeden Tag… 🙁

    Ich verstehe die Vorsicht deines Mannes, denn wenn Mama nicht will und das dem Kind einimpft, dann kann tatsächlich irgendwann komplett der Umgang blockiert sein…habe ich hier nur allzu oft gelesen 🙁

    Liebe Grüße,
    Daka.

  • #7221

    Kara
    Teilnehmer

    Hallo Nicky,

    ich denke wie Daka ihr braucht eine klare festgehaltene Regelung auch was den Urlaub betrifft, so lassen sich Diskussionen und Unstimmigkeiten besser vermeiden.

    Was das Verhalten der Kindsmutter betrifft, ist es eine Frage des Blickwinkels wie man es beurteilt. Wenn man sich hier unterschiedliche Beiträge durchliest, gibt es einige die genau das kritisieren was Ihr euch von Eurer Kindsmutter wünscht, nämlich dass der Vater einspringen soll, wenn sie keine Zeit hat. D.h. andere würden sich genau das Verhalten wünschen, das ihr verwünscht. 🙂 Ich selbst bin auch heilfroh, dass die Kindsmutter bei uns ihre Zeiten selbst regelt. Alles eine Frage der Sichtweise.

    Ich sehe natürlich auch, dass es unlogisch ist einerseits Sehnsucht als Argument gegen Euren Urlaub zu nennen und dann andererseits selbst eine Woche ohne das Kind zu vereisen, aber solche Beobachtungen könnten ja bei der Festlegung einer Ferienregelung durchaus erwähnt werden.

    Wenn man sich nicht ein Leben lang darüber ärgern will, dass andere nun mal anders handeln als man selbst, dann gilt es genau das zu akzeptieren: Das sind andere Menschen, die ticken anders, für sie ist etwas anderes wichtig und richtig. Und nein das eine wahre „richtig“ gibt es nicht, auch wenn wir sooo gerne glauben unser „richtig“ ist das wahre 🙂 Ich würde auch in ganz vielem ganz anders handeln als die Ex und teilweise auch als mein Partner, aber was bringt mir diese Feststellung, außer dass es mich ärgert? Ich habe für mich beschlossen dort wo ich handeln kann auf meine Weise zu handeln, dort wo es nicht in meiner Macht liegt, akzeptiere ich, dass ich keinen Einfluss habe. Das gelingt manchmal leider noch gar nicht ;-), aber insgesamt immer besser und das erleichert ungemein. Ich fühl mich um Tonnen erleichert.

    Liebe Grüße
    Kara

    • #7228

      Daka
      Teilnehmer

      Liebe Kara,

      deinen letzen Absatz hast du ganz wunderbar geschrieben… sollte man auf eine Postkarte drucken 🙂

      LG Daka.

    • #7235

      Daka
      Teilnehmer

      Liebe Kara,

      ich habe noch eine Ergänzung, weil ich noch länger drüber nachgedacht habe.

      „Was das Verhalten der Kindsmutter betrifft, ist es eine Frage des Blickwinkels wie man es beurteilt. Wenn man sich hier unterschiedliche Beiträge durchliest, gibt es einige die genau das kritisieren was Ihr euch von Eurer Kindsmutter wünscht, nämlich dass der Vater einspringen soll, wenn sie keine Zeit hat. D.h. andere würden sich genau das Verhalten wünschen, das ihr verwünscht. 🙂 Ich selbst bin auch heilfroh, dass die Kindsmutter bei uns ihre Zeiten selbst regelt. Alles eine Frage der Sichtweise.“

      Dieser Aussage kann ich uneingeschränkt zustimmen… wir sehen es auch wie Nicky, aber viele – und das lese ich hier ja auch immer wieder – sehen es eben eher so wie du, dass es einfach Umgangszeiten gibt und außerhalb dieser muss die Mutter sich kümmern. Ich denke letztlich ist das eine Frage der Absprache. Wenn der Vater signalisiert, auch Betreuung außerhalb der Umgangszeiten zu übernehmen, wäre es doch auch fürs Kind am schönsten, wenn das dann auch möglich wäre…Bei uns ist es z.B. so, dass jeden Morgen die Oma hinfährt und ihn zur Schule bringt. Mein Partner hat angeboten, dass er das übernehmen würde. Das war nicht gewünscht… so würde er ja auch jeden Tag den Papa sehen…tsss. Würde vor Gericht ja auch schlecht ankommen, wenn er nachweisen könnte, dass sie es nicht schaffen ihn selbst zur Schule zu bringen… (er darf in der 3. Klasse noch immer nicht alleine hin, davon mal ganz abgesehen).

      Wie geht es dir sonst so? Es hörte sich ja zwischenzeitlich so an, als würdest du immer mal wieder über Trennung nachdenken…

      LG Daka.

  • #7222

    NickyH85
    Teilnehmer

    Hallo Daka,

    darf ich fragen wie alt du und die KM seid? Es ist schon erstaunlich wie die KM es schaffen in Ihrer Position so ruhig zu bleiben und einen noch zu sich nach Hause einladen. Mir würde so etwas im Traum nicht einfallen. Sicherlich sollte man sich früher oder später bei Geburtstagen an einen gemeinsamen Tisch setzen können. Derzeit kann ich mir das nicht vorstellen. Ich hatte bereits einen ganzen Nachmittag im Kindergarten mit KM, neuem Freund und ihren Eltern (die aber sehr lieb sind) und das hat mir gereicht. Ich war nach diesem Nachmittag derart erschlagen, Wahnsinn. Da merkt man erst wie einen das anstrengt.

    Gleiche Kita ist natürlich echt ne Herausforderung. Vermutlich muss man hier einfach freundlich hallo sagen und jeden weiteren Kontakt – wie du sagst – auch dort auf ein Minimum beschränken.
    Und auch wenn deine Tochter gern sehen würde wo ihr Bruder wohnt. Ich denke hier darfst du an dich denken und für dich entscheiden, dass ein Betreten des Hauses für dich nicht möglich ist. Wir machen als Bonusmama so viel und geben und opfern uns in einem gewissen Maß. Da dürfen wir auch einmal halt, stopp sagen. Ich rede dir jetzt gut zu und kann es selbst nicht…..

    Es sind so viele Dinge, Taten, Emotionen die auf uns einprasseln, ich glaube manchmal damit wirklich verrückt zu werden. So eine schrullige komische Frau die mit sich selbst spricht und immer so komisch kichert, weil sie selbst nicht mehr weiter weiß. Ich hoffe so sehr, dass die Zeit alles besser macht, auch wenn ich hier oft gegenteiliges lese. Und dass es leichter wird, wenn der kleine eine eigene Meinung aufbauen kann.

    LG Nicky

    • #7229

      Daka
      Teilnehmer

      Liebe Nicky,

      die KM ist etwas jünger als ich und wir sind beide zwischen 35 und 39…
      Na ja, morgens werden wir uns nicht begegnen (dann ist schon mal nicht der ganze Tag versaut) und nachmittags wird sie vermutlich eh häufiger von anderen (Papa, Oma) abgeholt. Daher hoffe ich es hält sich in Grenzen mit persönlichen Begegnungen, aber klar werde ich dann freundlich hallo sagen, genau wie allen anderen Kitaeltern ja auch. 🙂

      Es gab schon Kita und Schulfeste wo wir beide dort waren. Dort wurde dann aus dem Weg gegangen oder gekonnt ignoriert… als wäre man Luft… schlimm vor dem Kind, aber nicht zu ändern…sie sieht eben nicht (oder will nicht sehen), was das mit ihm macht.

      Ich bin wirklich gespannt, wie es wird, wenn er noch größer wird, oder gar in die Pubertät kommt…

      LG Daka.

  • #7223

    NickyH85
    Teilnehmer

    Hi Kara,
    du hast den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen. Es war noch nie meine Stärke andere Entscheidungen, wenn ich diese als offensichtlich falsch angesehen habe, einfach stehen zu lassen. Es liegt nicht in meiner Macht andere Menschen wach zu rütteln und schon garnicht eine KM. Ich werde versuchen mich künftig an deine Worte zu erinnern und mit mehr Gelassenheit die Dinge und Entscheidungen der KM versuchen zu akzeptieren. Ich glaube das wird ein Volltimejob 🙂 😉

  • #7224

    Kara
    Teilnehmer

    Noch eine Ergänzung, weil du ja selbst dann in einem weiteren Beitrag geschrieben hast:

    Vermutlich habe ich den Hauptteil dessen wie ich mich in dieser Konstellation fühle selbst in der Hand. Wissen würde ich das, nur umsetzen und Loslassen und nicht jeden Tag die Ex im Kopf haben funktioniert noch nicht so. :-/

    Das ist auch sehr schwer und bedeutet immer wieder Arbeit an sich selbst. Aber es kann gelingen, auch wenn es Zeit braucht. Es funktioniert meiner Erfahrung dann, wenn wir es schaffen zu erkennen, was an der Situation bei uns etwas auslöst. Welche Bemerkungen, welche Handlungen regen uns auf? Welche Gefühle werden dabei ausgelöst? Gab es bereits ähnliche Erfahrungen/Gefühle in unserem Leben? Nur wenn man die Muster erkennt, kannt man sie auflösen.

    Du bist offen und bereit an dir zu arbeiten, es wird dir also auch gelingen!
    Viel Glück dabei,
    LG Kara

  • #7226

    schwaelbchen
    Teilnehmer

    Mein Tipp nach 9 Jahren: halte Dich zurück und engagiere Dich nicht so viel. Danken tut Dir das niemand. Du sollst Dich kümmern wie um Dein eigenes, aber Du darfst nichts. Nicht den Umgang bestimmen, auch wenn Du nur gute Absichten hast. Die KM hat immer recht und die Männer geben klein bei aus Angst vor Kindesentzug. Das kann auch zum Dauerargument werden.
    Früher habe ich mich über die gleichen Dinge aufgeregt wie Du, heute sage ich nichts mehr wenn wieder um Minuten gefeilscht wird und sie gewinnt.
    Mach Du dein Ding und lasse Papa und Kind allein machen.

  • #7237

    Kiki
    Teilnehmer

    Liebe Nicky,

    Ich gebe den anderen Recht das eine konkrete Umgangsvereinbarung für euch nicht verkehrt wäre. Ihr solltet nur bevor ihr so etwas konkret angeht euch überlegen was ihr an Zeiträumen übernehmen könnt und auch wollt. Letztendlich kommt es aber auch darauf an was die KM euch übernehmen lässt….. und das hört sich nicht danach an als würde sie von sich aus euch auf längere Sicht mehr Zeit einräumen wollen.

    Ich weiß das mein Mann nachdem er ausgezogen war, seine Tochter (damal 15 Monate alt) anfangs noch fast jeden bis jeden zweiten Tag gesehen hat ( ohne feste Regelung) da die KM Vollzeit arbeiten war. Das änderte sich nach etwa nem halben Jahr schlagartig als ihr neuer eingezogen ist. Da wurde der Umgang teilweise für Monate ganz ausgesetzt weil sie angeblich nicht mehr zu ihm wollte und mein Mann war nachher froh das er seine Tochter überhaupt noch gesehen hat. Seit dem ist der Umgang zwar gerichtlich festgelegt, wird aber fast jedes Jahr neu verhandelt, da die KM immer weiter versucht einzuschränken, bzw. meiner halt mehr möchte… Zur Zeit sehen wir sie alle 14 Tage Samstag von 10-19uhr Sonntag von 10-18 Uhr und den dazwischenliegenden Freitag von Schulschluss bis 19 Uhr. Sie ist mittlerweile fast acht und die KM hat es es geschafft das mein Mann noch nie mit seiner Tochter im Urlaub war und diese auch jetzt seit fünf Jahren nicht mehr bei ihm übernachten darf. Daher eben auch die andauernden Gänge vor Gericht…..
    Bei uns war es aber auch schon immer so, das die KM die Tochter möglichst viel auswärts untergebracht hat(Tante,Oma,Vereine,….) obwohl sie da schon wieder in Elternzeit war und ihr jetziger Mann auch nur zu Hause ist, nur eben nicht mehr beim Vater. Ich sehe das ähnlich wie Daka und auch wie du, wenn der Vater sich anbietet Zeiten außerhalb des eigentlichen Umgangs zu übernehmen wenn nötig, sollte auch darauf in erster Linie zurückgegriffen werden. Allerdings darf man dann nicht außer acht lassen, das man ein Stück weit mehr der Willkür einer KM auch ausgesetzt ist wenn diese es darauf anlegt (sprich extrem kurzfristige Anfragen oder Aufträge zum beaufsichtigen damit man dann sagen kann du wolltest doch aber man kann sich ja nicht darauf verlassen…. Da gibts dann auch unzählige Varianten falls man es mit so einer KM zu tun hat….) Da ist es mir persönlich lieber das sie sich außerhalb des festgelegten Umgangs dann in erster Linie selber zu kümmern hat, das kann natürlich auch bedeuten den Vater zu fragen, nur dauerhaft anbieten würde ich persönlich es nicht.

    Wegen dem kennenlernen kann ich dir auch nur zustimmen. Du tust keinem einen Gefallen sich nur bei ihr hinzusetzen um ihre Neugier zu befriedigen.
    Unsere KM wollte sich nach etwa einem Jahr mit mir treffen “ um die Situation mit der Tochter zu besprechen „. Davor hatten wir uns nur mal kurz an der Einschulung gesehen und außer der Tageszeit vielleicht zwei Sätze miteinander gesprochen, da es die nicht interessiert hat das es mich gibt. Ich habe ihr dann auch freundlich aber bestimmt gesagt das ich da wohl der falsche Ansprechpartner bin….
    Ich war dann allerdings letztes Jahr bei ihr zu Hause gewesen und habe mich zwei Stunden lang mit ihr unterhalten, da wir geheiratet gaben und ich den Tag in Ruhe mit ihr besprechen wollte. Letztendlich hätte ich es mir auch schenken können, da zum einen die meiste Zeit des Gesprächs ich mir wirklich auf die Zunge beißen musste um nicht abzubrechen, da sie mich von ihrer Meinung und dem schlechten Verhalten meines Mannes überzeugen wollte und zum anderen wurden die von uns gemeinsamen Absprachen dann am Tag der Hochzeit wieder übern Haufen geworfen…. Aber auch daraus kann man nur lernen.

    Bei uns ist es auch so das mein Mann sein altes Haus nicht mehr betritt/betreten darf. Daher sitzt man auch am Geburtstag der Kleinen nicht zusammen – das muss man auch nicht. Wir sehen sie meistens entweder an ihrem Geburtstag selber für ein paar Stunden (wortwörtlich) oder dann eben kurz danach. Sie bekommt dann von uns ihr Geschenk evtl gibt es noch kaffe/Kuchen mit meinen Eltern. Feiern tut sie grundsätzlich immer bei der KM (weil das muss ja so sein – wohnt ja schließlich da….😓 )seit dem ich da bin ist es aber so, das sie von uns zu dieser Feier noch eine selbstgemachte Geburtstagstorte bekommt(passend zum Thema natürlich). Das hat sie sich mal gewünscht und seitdem kommt sie schon immer fast sechs Monate im Voraus um nachzufragen ob sie wieder eine bekommt… Das ärgert die KM ungemein, da diese daneben immer nur mit einer gekauften aufwartet (das muss ja dann auch noch sein, unsere genügt dann nicht ihren Ansprüchen) aber dagegen machen kann sie auch nichts. Meinem Mann passt es zwar auch nicht wirklich wegen dem ganzen Zeitaufwand (letztes Jahr habe ich vier Tage lang an einem Rapunzelturm gearbeitet- der war am Ende fast einen Meter hoch😅), wenn er aber die leuchtenden Augen seiner Tochter sieht wenn sie die Torte sieht ist auch das wieder vergessen….

    Was ich sagen will: du siehst es gibt unzählige Varianten wie etwas sein kann oder man meint wie etwas sein sollte. Wichtig ist das ihr wisst was ihr zusammen tragen möchtet. Wichtig ist auch zu akzeptieren das ihr keinen Einfluss darauf habt wie und wo die KM das Kind unterbringt wenn er bei ihr ist, da lohnt es sich nicht sich drüber aufzuregen. Ich habe gelernt, das es KMs gibt die das ganz bewusst so machen eben damit der Vater sich aufregt, das Kind selber ist dabei (leider) total nebensächlich.

    Was mir grade noch einfällt, mein Mann hat seine Tochter als sie noch im Kindergarten war dort den einzelnen immer schon nach dem Mittagessen (glaube 12:30 Uhr) abgeholt obwohl sie sonst auch immer bis 16 Uhr dort war. Vielleicht ist das ja eine Möglichkeit einen einzelnen Tag dazwischen zu bekommen?

    Liebe Grüße
    Kiki

  • #8925

    NickyH85
    Teilnehmer

    Hey Leute, jetzt hab ich mich ewig nicht gemeldet. Dachte eigentlich vorübergehend es würde gut laufen.

    Hat sich alles irgendwie anders entwickelt. Der kleine und ich verstehen uns wunderbar. Er fragt inzwischen sogar immer erst mich ob er etwas darf. Er sagt er will was mit mir machen und Papa soll warten. Ich Versuch das immer zu klären indem ich sage dass Papa doch immer dabei sein soll weil Papa sonst traurig ist. Mein Freund macht da auch keinen Stress, ich denke es verletzt ihn zwar etwas, aber er ist auch wahnsinnig froh dass wir zwei uns so gut verstehen.

    Leider fällt in letzter Zeit auf, dass einfach alles zu schnell ging. Er war noch nicht mal geschieden als wir zusammen gekommen sind. Wir sind direkt zusammen gezogen weil mir die Wohnung gekündigt wurde und wir dachten wir sind alt genug.

    Ich bin 100 km zu ihm gezogen, hab meine Familie und Freunde zurück gelassen und hab meine ganze Welt in seine gelegt. Das war mein Fehler! Hier im Dorf leben eigentlich nur Familien mit Kindern. Alle Freunde sind verheiratet und haben Kinder. Das heißt ich hab hier niemanden mit dem ich mich mal abends oder zum weggehen treffen kann weil alle Frauen immer daheim bei ihren Kindern sind. Ich hab mir viel zu wenig ein eigenständiges Leben hier aufgebaut. Dazu kommt er hat nie gelernt sich über Probleme auszutauschen oder Konflikte zu besprechen. Es wird einfach alles mit sich selbst ausgemacht oder tot geschwiegen. Und ich bin das exakte Gegenteil (auch nicht immer passend). Wir wohnen hier in einem Haus auf dem Hof seiner Eltern. Allein das birgt schon ein ständiges konfliktpotential zwischen ihm und seinen Eltern. Ich bin hier zwar super aufgenommen worden und integriere mich gut aber wirklich intime Gespräche werden hier nicht geführt. Zu Beginn hat er mir jede Kleinigkeit von Gesprächen zwischen ihm und der KM erzählt. Nachdem ich mich da ein paar mal über sie aufgeregt hab, Will er nun den Konflikten aus dem Weg gehen und erzählt mir einfach garnichts mehr. Er kann sehr schwer nur einlenken und nachgeben. Er ist eigentlich ein sehr liebevoller aufopferungsvoller ehrlicher Mensch, aber diese Trennung von seinem Kind hat ihn kaputt gemacht. Auch wenn er es nicht zugeben will, ich denke er sieht Parallelen zwischen mir und der Ex und da kommen alle Ängste wieder hoch. Er war vor lauter Sturheit fähig mich wochenlang wie Luft zu behandeln. Am Ende sagt er zwar selbst er hasst sein Verhalten aber so ist er halt. Ich versteh ihn in gewissem Maße, er ist einfach maßlos überfordert. Aber darum muss ich doch trotzdem erwarten dürfen dass er mal über seinen Schatten springt und einlenkt. Ich Versuch doch auch für ihn da zu sein.

    Ich habe nun beschlossen wieder auszuziehen und mir durch eine eigene Wohnung wieder ein eigenes Leben zu schaffen. Auch weil das neue Haus hier einfach nie fertig wird und mir ein heimeliges Umfeld sehr sehr wichtig ist. Ich brauche keine großen Urlaube aber ein wohnliches Zuhause.

    Jetzt kommt noch dazu dass die Exfrau sich von ihrem Freund getrennt hat. Mit ihm hatte sie meinen Freund vor ca 2,5 Jahren betrogen und er musste gehen. Der neue ist dann wie bereits erzählt direkt im Monat darauf eingezogen. Es hatte eigentlich in letzter Zeit recht gut funktioniert zwischen meinem Freund und der KM. Ich hatte sie mal getroffen und ihr gesagt dass mein Freund der Leidtragende ist. Seitdem hat sie ihn sehr involviert. Für mich zwar schwer der ständige Kontakt aber für ihn sehr gut.

    Seit ein paar Tagen haben wir die Info dass sie sich getrennt hat und ich hab riesige Probleme damit. Hab ihn gefragt ob er zurück gehen würde oder ob sie Anstalten macht. Seit ich ein paar mal ausgetickt bin erzählt er mir eigentlich nichts mehr über ihre Gespräche. Das versteh ich auch aber dadurch steigt eben meine Unsicherheit und somit ist es ein Teufelskreis. Er ist mir nun riesig sauer weil ich es überhaupt in Betracht gezogen hab dass beide wieder zusammen kommen könnten. Ich bräuchte einfach nur ein liebes Wort von ihm oder ein Gefühl dass wir eben ein paar sind und er mich liebt. Dadurch dass wir seit Wochen selbst Probleme haben, weil er meint ich steigere mich überall Zuviel rein, kann er mir aber einfach kein gutes Gefühl geben. So komme ich aber auch nicht klar. Vor Tagen hatte der kleine Ski Kurs und die Mutter ist mit ihm hingefahren, ihre Eltern waren auch dabei. Mein Freund ist hinterher gefahren. Er hatte mir dann ein Video geschickt am Ende war sie mit drauf. Ich konnte damit so schlecht umgehen und hab ihm geschrieben dass ich das einfach nicht ertrage. Es hat so ein kopfkino ausgelöst weil ich Angst hatte dass die Ex Schwiegereltern vielleicht irgendwas sagen wegen wiede zusammen kommen oder dass der kleine sagt Mama und Papa gehören zusammen. Und dazu kommt dass er mir ja nichts mehr erzählt weil er einfach keinen Stress will. Aber ich kann das nicht alles auffangen und mit mir allein ausmachen. In mir kommen die wildesten Gedanken auf. Ich brauche ein gutes Gefühl von ihm und das kann er mir nicht geben weil er immer noch selbst nicht mit der Situation zurecht kommt.

    Ich sehe langsam keine Chance mehr für uns. Mag es auch an mir liegen weil ich einfach nicht cool genug mit der Situation umgehen kann.

  • #8929

    Blackpearl
    Teilnehmer

    Hallo Nicky,

    schön, dass du dich meldest und schade, dass du so schlechte Nachrichten mitbringst.

    Ich glaube, dein Hauptproblem ist nicht das Kind oder die Ex, sondern, dass dich dein Partner nicht einbezieht und Konflikten aus dem Weg geht. Sowas geht in einer Beziehung nun mal überhaupt nicht, egal ob mit oder ohne Kind.

    Mein Freund wird auch zunehmend so. Und ganz ehrlich?!: ich halte das den Rest meines Lebens so nicht aus. Mal schauen, ob er sich noch mal fängt.
    Ich habe für ihn auch sehr viel aufgegeben und ich weiß nicht, wie es ohne ihn weitergehen würde, aber es geht nun mal weiter.

    Ich wünsche dir viel Kraft, egal wie es bei dir/euch weitergeht! Mach dir keinen Vorwurf, manchmal passt es einfach nicht. 🙁

    • #8938

      Daka
      Teilnehmer

      Liebe Blackpearl

      „Mein Freund wird auch zunehmend so. Und ganz ehrlich?!: ich halte das den Rest meines Lebens so nicht aus. Mal schauen, ob er sich noch mal fängt.“

      Das hört sich ja gar nicht gut an…Was ist da los bei euch? Wie waren denn jetzt die 2 Wochen Weihnachten? Konntest du dir Zeit für dich nehmen?

      LG Daka.

      • #8951

        Blackpearl
        Teilnehmer

        Hallo Daka,

        danke für deine Antwort und dein Interesse!

        Mit dem Kind hat es, soweit ich das beurteile, nichts zu tun. Die zwei Wochen waren anstrengend, aber aushaltbar. Wir hatten größtenteils mit dem Fernsehentzug zu kämpfen, aber das wurde auch von Tag zu Tag besser. Wie soll ein Kind auch verstehen, was bei Entzug passiert!?

        Seit zwei Monaten erkenne ich ihn irgendwie nicht wieder. Er benimmt sich zunehmend daneben, vor allem bei meinen Eltern. Wenn man ihn darauf anspricht, macht er dicht oder redet es klein. Mehr würde hier den Rahmen sprengen 😉
        Am Sonntag haben wir uns gestritten bzw. er hat mich angemotzt. Seitdem warte ich, dass er mal kommt. Ich will nicht immer die erste sein, die nach einem Streit für Harmonie sorgt.
        Mal schauen, wie es weiter geht.

        • #8954

          Daka
          Teilnehmer

          Oje, das tut mir sehr leid. Hört sich ja an, als wäre irgendwas vorgefallen, von dem du nichts weißt und worüber er nicht reden will…gibt es keine Möglichkeit an ihn ranzukommen?
          Ich verstehe, dass du hoffst, dass er zu dir kommt, aber Männer schweigen sowas ja gerne tot und tun dann einfach nach ein paar Tagen so, als wäre nichts gewesen…so ist das bei uns zumindest…
          Vielleicht kannst du versuchen keine direkten Fragen zu stellen, sondern eher in der Art: „Ich mache mir Sorgen, seit 2 Monaten erkenne ich dich gar nicht wieder“. Versuche zu vermeiden, direkt zu fragen „Was ist denn los mit dir?“. Beschreibe ihm, wie du dich damit fühlst und dass du ihm gerne helfen würdest, dass du das aber nicht kannst, wenn du nicht weißt was los ist…

          Ich drücke dir die Daumen, dass ich alles irgendwie wieder regelt…
          Viel Kraft und fühl dich gedrückt,
          LG Daka.

  • #8937

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Nicky,

    auch ich finde es traurig zu lesen, dass es sich nicht wirklich zum positiven entwickelt hat. Du hast Angst, dass dein Partner zu seiner Ex zurückgeht. Die Angst, dass der kleine sagt „Mama und Papa gehören zusammen“ ist nicht ganz unberechtigt… Kinder wollen eigentlich immer, dass die zwei wichtigsten Menschen ihres Lebens, nämlich ihre Eltern, zusammen sind. Dann müssen sie sich nämlich nicht entscheiden oder zeitweilig immer wieder auf einen verzichten. Selbst unser 10-jähriger sagt noch heute hin und wieder, dass es doch schön wäre, wenn Mama und Papa zusammenwohnen würden, auch wenn er natürlich weiß dass das Quatsch ist, er hat einfach keine Lust immer nur ein Elternteil da zu haben…wo doch seine beiden Schwestern immer beide Elternteile da haben… er findet das glaube ich einfach auch ungerecht…und das verstehe ich. Helfen tut ihm das natürlich nicht…

    Ich denke auch, solange dein Partner nicht hinter dir steht und deine Gefühle anerkennt, habt ihr keine gemeinsame Zukunft. Es scheint mir auch, dass du kein Vertrauen zu ihm hast. Sei das nun berechtigt oder nicht, aber ohne Vertrauen lässt sich aus meiner Sicht keine Beziehung führen. Ich halte es daher für eine gute Idee wieder in eine eigene Wohnung zu ziehen und dann mit etwas Abstand zu sehen wie es weitergehen soll. Vielleicht vermisst du ihn gar nicht so sehr wie du jetzt denkst? Vielleicht unternimmst du einfach wieder mehr mit Freunden und vielleicht triffst du ja bei der Gelegenheit auch andere interessante Männer…

    Alles gute für dich und viel Kraft für deinen Umzug,
    LG Daka.

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