Nasse voll vom Stiefmutter sein

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Dieses Thema enthält 33 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  FrauS vor 2 Monate, 3 Wochen.

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  • #9647

    mumandstepmum
    Teilnehmer

    Hallo!
    Es mag vielleicht hart klingen, aber ich (24) habe die Nasse gestrichen voll vom Stiefsohn (5).
    Als ich meinen Freund(31) vor 3 Jahren kennen und lieben gelernt habe dachte ich immer, alles wird besser. Trennung war noch so frisch und alles sei ja so schwer für ihn und seinen Sohn. Immer habe ich auf meinen Partner Rücksicht genommen. Wenn wir mal nicht einer Meinung waren meinte er „Wenn du mal Kinder hast wirst du es verstehen“. Ich liebe meinen Freund. Damals meinte er „Wenn du mal schwanger bist werde ich auch dir jeden Tag den Bauch einschmieren.“ Immer wieder solche Floskeln. Wenn er mal nicht hinter mir sondern hinter seiner Ex oder dem gemeinsamen Sohn stand. Ende 2016 wurde ich dann schwanger. Hätte er mir einmal den Bauch einmassiert? Jeden Tag habe ich ihn darum gebeten, nur weil ich Angst hatte, dass ich mir eines Tages selbst den Vorwurf machen würde nicht fordernd gewesen zu sein. Ich war fordernd. TROTZDEM tat ers nur 1 mal. (Das mit dem Bauch einschmieren ist nur eins von 1000 Beispielen um zu erläutern was gemeint ist) Ihr denkt bestimmt grad „eifersüchtige Alte“. Aber ist das wirklich blinde Eifersucht? Unsere Tochter ist nun 9 Monate alt, ich liebe sie über alles. Grundsätzlich läuft die Partnerschaft auch ganz gut, außer sein Sohn ist bei uns. Kaum steht das Papa Wochenende vor der Tür fangen die Streiterein an und ziehen sich bis kurz nach dem Papa Wochenende. Ständig dreht sich alles um ihn. Sogar bei der Taufe unserer Tochter gabs Diskussionen (soll der Halbbruder zur Taufe kommen, sitzt er bei uns vorne am Altar oder sitzt er bei den anderen Kinden). Beim Treffen vor der Kirche erzählte der Stiefsohn jeden sein Opa wäre am Vortag verstorben(was nicht stimmt). Und am gleichen Abend haben wir dann auch noch darüber gestritten was man einen fast 6 Jahre alten Kind zutrauen kann und was nicht. Lieber wärs mir, unser Familienglück zu geniesen anstatt sich wegen der ersten gescheiterten Familie fertig zu machen. Während der Schwangerschaft war ich bei einer Beratung. Ein halbes Jahr sind wir nun gemeinsam zur Familienberatung gegangen. Anfangs wars super und wir machten auch Fortschritte. Aber die letzten Sitzungen waren für mich Horror. Ich sagte, dass ich nicht mehr kann und eine Beziehungspause möchte. Ich sagte ich möchte mal über uns und unsere Tochter sprechen nicht nur über das „arme Trennungskind“. Da meinte die Beraterin ich solle mir therapeutische Hilfe nehmen und danach hat sie mich gesietzt. Das kam mir so komisch vor. Als wäre sie irgendwie voreingenommen. Nun will ich auch dort nicht mehr hin gehen.
    Unser Hauptproblem ist dass ich eine etwas „strengere“ Auffassung von Erziehung habe (Selbstständigkeit etc). Und bei allem was ich sage glaubt mein Partner ich könne sein Kind nicht lieben und wäre beim eigenen Kind ganz anders. Klar kann ich meinen Stiefsohn nicht mehr lieben als meine Tochter, aber das heisst noch lange nicht, dass ich seinen Sohn strenger behandle.
    Der Sitefsohn ist aufs Jahr verteilt 100 Tage bei uns. Das heisst wir sind mit den Erziehungfragen 30% unserer Zeit konfrontiert. (Über die gemeinsame Tochter haben wir noch nie gestritten egal um welche Themen es ging, wahrscheinlich weil er darauf vertraut, dass ich ihr nichts Schlechtes möchte)
    Ich habe wirklich ALLES versucht. Anfangs hatte ich auch eigentlich eine sehr gute Bindung zum Stiefsohn. Aber momentan fühle ich nur Groll. Am liebsten würde ich den Kontakt zwischen meinen Stiefsohn und mir+Tochter unterbinden. Der Weg dort hin geht aber nur über die Trennung zu meinen Partner den ich uns unsere Tochter aber über alles lieben. Weil er unsere Partnerschaft unter der Bedingung stellt, dass wir vor seinen Sohn einen auf heile Familie machen. Am liebsten würde ich es in die Welt hinaus schreien dass bei uns ALLES schief läuft.
    Unsere Beziehung leidet schon genug darunter. Romantik ist da nur mehr selten da. Ich verzweifle und weiß nicht mit wem ich noch darüber reden soll. Ich habe immer das Gefühl in das Eck der „bösen Stiefmutter“ gedrängt zu werden. Ich möchte ja was ändern, etwas besser machen etc, aber wir haben schon so viel versucht und ich bin total ausgelaugt. Es gibt ganz bestimmt so viele Frauen denen es genau so geht. Vielleicht ist ja eine da die sich mit mir austauschen möchte.

  • #9649

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Puh, echt schwer, dir was zu raten.
    Ich kenne deine Gefühle, und ich fühle mich auch manchmal so. Aber es bringt dich nicht weiter, so zu denken. Damit machst du dich nur selber kaputt, und das Ziel, das Exkind wegzubeißen, wirst du so auch nicht durchsetzen.
    Ich würde dir unter anderen Umständen sofort zur Trennung raten. Du bist noch jung, und hättest sicher einen ohne alte Kinder gefunden. Aber jetzt hast du ja schon mit diesem Mann ein eigenes Kind in die Welt gesetzt.
    Wenn du deine kleine Familie retten willst, musst du dich damit abfinden, dass du einen Mann mit Ex und Kind genommen hast.
    Das Beispiel mit dem Bauch einreiben…also, ich sag dir mal, was ich aus der Beschreibung rauslese. Du hast auch ein Problem mit deiner Eifersucht auf die Ex und was sie gemeinsam mit diesem Mann hat. Du wirkst auch wie jemand, die sich mit der Ex vergleicht, und immer besser sein will. So als wärst du schwanger geworden, nur weil sie auch schwanger war. Eben so, als würde er dir den Bauch eincremen, weil er das mit ihr auch gemacht hat. Ich verstehe wo das herkommt, und ich kämpfe auch mit diesen Gefühlen. Aber diese Vergleiche, und das krampfhafte „Ich will auch“ oder „Ich will besser sein“ bringen dich nicht weiter. Und sie werden eure Beziehung vergiften, weil du so der Ex mehr Raum gibst als er ihr eigentlich geben würde.
    Meiner Meinung nach, ist das dein Hauptproblem.

    Nicht Erziehung und unterschiedliche Auffassungen von „streng“. Denn die Erziehungsfragen würden sich leichter lösen lassen, wenn beide das wollen würden. Und ich glaube ganz ehrlich gesagt schon, dass du das Kind deines Freundes strenger behandelst, als du es mit dem eigenen tun würdest. Es ist nicht deines, und du bist hier ganz offen, dass du es nicht magst.
    Du könntest dich auch, wie viele von uns hier, aus der gemeinsamen Zeit mit dem Kind raus nehmen. Dann ist dein Partner in der Pflicht, und du bist gar nicht dabei, wenn es um „streng sein“ geht, bzw. bekommst du es dann nicht mehr mit, wenn er nie „nein“ sagen kann. Aber wie gesagt, ich glaube gar nicht, dass es im Kern um Erziehung geht.

    Du erträgst die Anwesenheit dieses Kindes nicht, weil es für die Ex steht, weil es für etwas steht, dass die beiden Expartner haben, und sie immer verbinden wird. Auch dieses Gefühl ist in Ordnung, und es würde deinen Groll erklären. Aber wie auch schon gesagt, das bringt dich nicht weiter.
    Bleibe doch wirklich den Treffen deines Freundes mit seinem Kind fern. Sei eben nicht mehr die böse Stiefmutter, die „nein“ sagt. Lass den beiden Exklusivzeit, und tu in der Zwischenzeit dir und deinem Kind was Gutes. Ich glaube, das ist für euch alle momentan das Beste.

    • #9651

      mumandstepmum
      Teilnehmer

      Liebe Lilly!

      Vielleicht habe ich mich zu emotional ausgedrückt.
      Grundsätzlich mag ich ja meinen Stiefsohn. Nur ertrage ich es nicht, dass meine Tochter und ich vernachlässigt werden wenn der Kleine da ist.
      Einmal war unsre Tochter krank (Verstopfung). Stundenlang hat sie durchgeweint. Als ich ihn gefragt habe ob er heim kommt und mich unterstützt, kam er nicht weil er mit seinem Sohn auf einer Geburtstagsparty war uns der Stiefsohn noch nicht heim wollte.
      Ja das stimmt schon dass ich mich andauernd mit der Ex vergleiche, daran arbeite ich.
      Und ich habe schon 1000 mal gesagt ich möchte ein wenig Abstand zum Stiefsohn. Leider akzeptiert das mein Partner nicht. Wenn sein Sohn kommt verlangt er von mir dabei zu sein. Er fühle sich sonst „allein“ gelassen mit seinem Sohn. Den Vorschlag die Papawochenenden woanders zu verbringen lehnt er ab und meint „Dann zieht er gleich aus“.

      • #9652

        LillyChantilly
        Teilnehmer

        Aber jetzt mal ganz sachlich, was hätte er denn gegen die Verstopfung tun können? Da braucht ein Baby wirklich nicht beide Eltern, oder?
        Du kannst für dich Abstand nehmen, das kann dein Freund dir nicht vorschreiben. Da würde ich nochmal ganz offen mit ihm sprechen, ohne Vorwürfe.
        „Ich brauche mehr Zeit für mich und unser Kind alleine“

        Aber ihn der gemeinsamen Wohnung verweisen, nur weil sein Kind da ist…ich kann verstehen, dass das für ihn ein No-go ist.
        Du darfst ihm mit deiner Forderung nach Abstand nicht das Gefühl geben, dass du das andere Kind nicht magst – streich ihm auch die Vorteile heraus, die sie beide haben. „Dann könnt ihr beide es euch ein paar Stunden alleine gut gehen lassen“

        Aus dem, was du bisher erzählt hast, entsteht von außen nicht das Gefühl, dass du und euer gemeinsames Kind vernachlässigt werden. Aber es entsteht das Gefühl, dass du das Exkind wegekeln willst. Das wirst du nicht durchsetzen können, denn der Mann macht den Eindruck, als wolle er sich um beide Kinder gut kümmern.

        • #9654

          mumandstepmum
          Teilnehmer

          Er kann e nichts gegen die Verstopfung tun, aber er hätte mich schon mal ablösen können beim Trösten.
          Es ist bestimmt nicht mein Ziehl das Kind weg zu ekeln, sondern mehr an einem gemeinsamen Strang zu ziehen.
          Wenn ich zum Kind nein sage (zBsp Nachtisch, obwohl er Hauptgang nicht aufgegessen hat), widerspricht er mir vor ihm, obwohl er im vorhinein auch sagte er bekommt nur Nachtisch wenn er Hauptgang aufisst. Seinen Sohn bei Laune zu halten war wichtiger als das Baby zu trösten. Durch diese vielen Uneinigkeiten bin ich am Ende und möchte Abstand. Nicht etwa weil ich eifersüchtig auf die Ex bin.
          Die Eifersucht ist zwar da, halte das aber getrennt zum BK, der kann schliesslich nichts dafür.
          Kaum geht es um seinen Sohn widerspricht er mir. Der „gemeinsamen Wohnung zu verweisen“ stimmt so nicht. Ich habe ein Haus und er hat ein Haus. Es wäre also ein leichtes für ihn die Papa Wochenenden in SEINEM Haus zu verbringen. Aber für ihn wäre es ein Trennungsgrund wenn ich ihn nicht bei den Papa Wochenenden unterstütze.

        • #9655

          LillyChantilly
          Teilnehmer

          Aber hier stellt sich noch mal für mich die Frage, warum du zum Kind in so einem Beispiel „nein“ sagen willst?
          Ansonsten würde ich mir den Mann mal zur Brust nehmen, und unter 4 Augen besprechen, dass ich mir erwarte, dass wir gegenseitig hinter dem stehen, was der andere sagt.
          Mein Mann hat auch gewisse Vorstellungen, was sein Kind essen darf und was nicht. Mir wäre das nicht so wichtig, aber wenn er „nein“ sagt, sage ich nicht vor dem Kind „Ach komm schon…“ Das müsst ihr unter euch beiden, ohne Kind, vereinbaren.

          Aber das Beispiel mit dem kranken Kind macht ganz ehrlich gesagt ein sehr eifersüchtiges Bild. Sein Kind brauchte auch Aufmerksamkeit. Wären beides gemeinsame Kinder, hättet ihr euch abwechseln können. So bist du für deines und er für seines zuständig. Der Mann kann sich nicht zerteilen, und es ist ein schöner Zug von ihm, dass er offenbar beide Kinder im Blick hat. Gönn dem Stiefkind den Kindergeburtstag, und sei du für das kranke Baby da, ohne Groll, und ohne dass du dich zurückgesetzt fühlst.

          Warum habt ihr getrennte Häuser obwohl ihr ein gemeinsames Kind habt? Dann ist er ja auch im „Normalzustand“ nicht immer für das neue Kind da, oder?
          Unterstützung bei Papawochenenden: erkläre ihm hier ganz ohne Vorwurf, und ohne ihn vereinnahmen zu wollen, welche Unterstützung du bereit bist, zu geben, und wo du lieber außen vor bleiben willst. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass er euch lieber dabei hätte, damit du dich nur bloß nicht vernachlässigt und an den Rand gedrängt fühlst.

        • #9656

          mumandstepmum
          Teilnehmer

          Ich habe nein gesagt weil er von 10 Mahlzeiten 8 stehen lässt und ich einen verantwortungsvollen Umgang mit Essen in unserem Haushalt fordere. Ausserhalb der Situation sind wir uns da auch einig.
          Finde es nicht förderlich dass er so viele Mahlzeiten bekommt wenn es vorhersehbar ist, dass er nicht auf isst, bzw auf essen kann.
          BK nennt seinen Papa auch gern „Diener“. Ich finde er zeigt seinen Sohn keinerlei Grenzen.
          Wenigstens geniest der Kleine etwas Erziehung bei der KM.

          Jeder von uns hat ein eigenes Haus und wir leben gemeinsam in meinem Haus. Seines hat er zum Teil vermietet und möchte mit seinem Sohn nicht dort die Papa Wochenenden verbringen weil es ihm in Wirklichkeit peinlich ist dass wir Patchwork Probleme haben.
          Das Beispiel mit der Verstopfung hat da nichts mit Eifersucht zu tun. Er ist für BEIDE Kinder verantwortlich, nicht nur für das erste. Sein Sohn und er hätten ruhig eine Stunde früher heim fahren können von der Geburtstagsparty seines Stiefcousins mit dem er ohnehin kaum eine Bindung hat da der 7 Jahre älter ist.! Die waren nur wegen den anderen Kids (Cousins) dort, die wir wöchentlich sehen. Da kann ich jetzt 1000 solche Situationen aufzeigen. Einmal hatte ich Besuch von meinen Nichten und Neffen. Haufen Kinder am Mittagstisch. Da meinte BK ich soll zu Jehova beten (selber bin ich röm kath). Ich hatte abgelehnt und gesagt dass ich das toll finde wenn er das macht, selber bete ich aber nicht. Dann hat mein Stiefsohn zu meinen Nichten und Neffen gesagt die kommen alle in die Hölle weil die nicht beten. Dann sagte ich dass er sowas nicht sagen darf. Darauf hin waren mein Partner und BK auf mich sauer weil ich nicht mit gebetet habe.
          Grundsätzlich mag ich den Kleinen ja, aber mein Partner ist wie ausgewechselt wenn BK da ist!

  • #9650

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Ich habe jetzt auch noch deinen anderen Beitrag in einem anderen Stran gelesen, und ich verstehe dich wirklich.
    Du wirkst auf mich, als würdest du es bereuen, mit diesem Mann zusammen geblieben zu sein. Du warnst eine andere Userin, nicht dieselben Fehler wie du zu machen.
    Mann…mum…du triffst einen Nerv bei mir. Ich kann dich wirklich gut verstehen. Ich rede selber manchmal so, und fühle so wie du. Ich bin auch hin und hergerissen, und wenn es mir schlecht geht, dann frage ich mich auch, ob es ein Fehler war, sich auf diesen Mann mit seiner Vergangenheit einzulassen.

    Ich habe mich mit diesen Gedanken sehr lange selbst gequält, bin hasserfüllt und eifersüchtig geworden, und ich schäme mich dafür, wie ich gedacht und gefühlt habe.

    Aber, mum… das alles hilft dir nicht. Auch der Austausch, oder von mir zu hören „mir gehts auch manchmal so“, wird dir und deiner Familie (inkl. Anhang) nicht weiterhelfen.

    Ich habe mit der Situation auch noch nicht kompletten Frieden geschlossen, und ich ertappe mich auch immer wieder dabei, zu denken „Du hättest einen Kinderlosen haben können“.

    Aber, was mir in den letzten Wochen geholfen hat, war mir immer wieder bewusst zu machen, dass ich mir die Situation selbst so ausgesucht habe. Keiner hat mich gezwungen, den Mann mit Kind näher kennen zu lernen, keiner hat mich gezwungen, ihn zu heiraten. Und ich kann jederzeit gehen. Allein, zu wissen, dass ich kein Opfer bin, und dass ich frei bin, hilft mir. Und du bist das auch. Du bist kein Opfer. Du hast dir die Situation selbst ausgesucht. Du wusstest zwar bestimmt nicht, was dich erwartet, aber du konntest und kannst zu jedem Zeitpunkt noch aussteigen. Wenn alles wirklich so schlimm ist, dann zieh eine Trennung durch. Dann bist du auch die Ex, und seine nächste hat Groll und Eifersucht, weil ihr was habt, dass sie nicht haben.

  • #9653

    mumandstepmum
    Teilnehmer

    Danke Lilly!
    Du hast ja vollkommen Recht.
    Ich bin kein Opfer, ich bin in einem Mann mit Anhang verliebt.
    Ich bin höchstens Opfer meiner Selbst. Meiner Emotionen und meiner Unreife.
    Möchte aber trotzdem klar stellen das die Eifersucht definitiv NICHT der Beweggrund war ein Kind in die Welt zu setzen. Der Kinderwunsch war meinerseits schon da bevor ich meinen Partner kennen lernte. Und auch er wollte ein gemeinsames Kind. Ich gebe aber schon offen zu dass etwas mehr Zeit zu zweit vorher nicht geschadet hätte.

    Wenn wir uns jetzt wirklich trennen gehe ich von einem riesengroßen Rosenkrieg aus, da wir uns ja wirklich lieben. Ob wir einander friedlich loslassen können ist fraglich. Den kürzeren ziehen unsere Kinder. Vielleicht hilft mir das auch mich daran zu erinnern, dass ich mich und warum ich mich so entschieden habe.

  • #9657

    Kara
    Teilnehmer

    Liebe mumandstepmum,

    also ich finde du brauchst etwas Zeit für dich. Dein Partner kann dir das nicht verwehren. Wenn es ihm nicht gefällt macht es natürlich Sinn darüber zu reden, aber deine Bedürfnisse zählen auch. Genauso hast euer Kind ein Recht darauf, dass er sich kümmert auch wenn sein Sohn da ist. Ich fände auch nichts dabei, wenn du seinen Sohn nicht mögen würdest und ich finde es absolut natürlich wenn du dein Kind mehr liebst. Wenn du ihn ohnehin magst umso besser. Ich finde auch nicht du musst dem Sohn das Geburtstagsfest gönnen wenn du daheim mit einem stundenlang schreienden Kind zusammensitzt. Warum sollte da der Sohn Vorrang haben? Er war ja schon dort, es ging nur darum dass sie etwas früher heimfahren. Das kann man ohne Weiteres verlangen.
    Bei mir ist es auch so, dass ich vor allem das Verhalten meines Partners gegenüber seinem Kind nicht mag und weniger das Kind an sich das Problem ist.
    Hör auf dich auch noch selbst zu quälen wegen deiner Gedanken, die sind doch absolut verständlich. Gewinne etwas Abstand um wieder zu Kräften zu kommen und dann könnt ihr vielleicht in Ruhe an möglichen Verbesserungen der Situation arbeiten.
    Fühl dich gedrückt.
    LG Kara

  • #9658

    mumandstepmum
    Teilnehmer

    Danke liebe Kara!

    Hoffentlich schaffe ich das mit dem Abstand zu BK. Leider weiss ich noch nicht wie ich das erreiche.
    (Leider Null Verständnis seitens Partner) Wie du schon richtig sagst, es ist nicht BK der mich in den Wahnsinn treibt, sondern das Verhalten des Partners wenn BK da ist.
    Denk das ist ein guter Ansatz.
    Und am Ende des Tages wird es sogar BK gut tun glaub ich.

  • #9659

    Pumpkin
    Teilnehmer

    Liebe mumandstepmum,

    puh, deine Situation klingt für mich wirklich mühsam. Verstehe ich das richtig:

    Erstens sollst du bei den Besuchswochenenden immer dabei sein, und zweitens hast du in dieser Zeit kein Mitspracherecht darüber, was passiert? Das würde ich so nicht akzeptieren! Entweder du hast auch etwas zu sagen, oder du hast jedes Recht, dich zurückzuziehen, z.B. indem du selbst ins Haus deines Partners gehst.

    Was ist deine Erklärung dafür, warum er dich bei den Wochenenden dabei haben will? Welche Unterstützung erwartet er sich da genau? Ich vermute bei sowas ja immer „Er hat eben eigentlich auch keinen Bock auf den Rotzlöffel, aber mit Partnerin gehts leichter.“ Damit kann ich aber natürlich völlig daneben liegen.

    Wie laufen denn die Gespräche ab, wenn du deinem Partner erklärst, dass die Situation für dich nicht stimmt? Was glaubst du würdest du benötigen, um ihm deine Sicht verständlich zu machen?

    Das mit dem Beten ginge für mich gar nicht… nicht deine Religion, nicht deine Regeln. Tut mir übrigens sehr leid für den Kleinen, dass er bei den Zeugen aufzuwachsen scheint. Diese Sekte ist viel weniger harmlos, als man landläufig meint.

    Ich würde dir auch vorerst raten, dich herauszuhalten bei Sachen, die dich nicht direkt betreffen. Kann dir doch egal sein, wie viel Nachtisch er bekommt. Aber nur kurzfristig – denn ein unerzogener Bengel macht Schwierigkeiten, egal wie sehr man sich raushält. Bei Dingen, die dich sehr wohl betreffen, sieht es aber anders aus. Dort kommst du nicht umhin, immer wieder ruhig, vorwurfsfrei und sachlich deine Perspektive zu erklären („Wenn ich koche, dann möchte ich auch selbst entscheiden, was. Ihr könnt sehr gerne Wünsche bringen und wenn sie mir zusagen, werde ich sie berücksichtigen. Aber die Entscheidungsgewalt habe ich.“).

    Deine Erfahrung mit der Familientherapie tut mir übrigens leid. Leider lässt sich hier nicht beurteilen, warum das so seltsam ausgegangen ist – plötzlich zum „Sie“ wechseln ist echt seltsam. Der Rat, selbst eine Therapie zu machen, ist aber vielleicht gar nicht so schlecht. Eine Therapie ist ja kein Eingeständnis, dass etwas falsch ist mit einem, sondern man gönnt sich selbst Hilfe. Vielleicht sucht ihr euch auch gemeinsam einen neuen Familientherapeuten?

    Alles Liebe,
    Pumpkin

    • #9661

      mumandstepmum
      Teilnehmer

      Liebe Pumpkin!
      Er verlangt von mir dabei zu sein mit der Begründung er wolle alles zusammen halten. BK soll nicht auch noch BM und Halbschwester verlieren. Mitgrund ist aber auch dass es meinem Partner auch zu viel ist 72h mit seinem Sohn dem er sich emotional ausgeliefert fühlt. „Du hast ja e recht, aber ich wollte kein Drama, darum hab ich nicht nein gesagt“ oder „Ich seh nicht immer alles“. BK ist bei uns extrem anhänglich (was ich zu gut verstehen kann – er hatte immer schon eine enge Bindung zum Vater und wünscht sich sehr dass er zur KM zurück kommt, noch dazu wo KM und Stiefvater eine On-Off Beziehung haben + häusliche Gewalt. Ohne über die KM schimpfen zu wollen, die hat nicht alle Tassen im Schrank).
      Aus meinem Haus möchte ich mich aber nicht mit meiner Tochter verziehen müssen – es gehört schließlich mir und somit auch ihr.

      Das mit den Zeugen tut mir leid für ihn, aber ich glaube dass KM das „gottseidank“ nicht so streng sieht, vom Opa hört er das aber immer wieder. Ich weiss auch garnicht was ich davon halten soll, mein Partner meint, es sei nicht so schlimm (aber gut der wäre damals fast selbst beigetreten so manipuliert war der schon)

      Grundsätzlich denk ich e dass mir eine Therapie helfen kann. Aber eine solche Äusserung zu machen ohne weiter drauf ein zu gehen empfand ich als unprofessionell, darum möchte ich nicht mehr zu ihr.
      Ich rede mal mit ihm über eine neue Therapie stelle.

      • #9667

        LillyChantilly
        Teilnehmer

        Die Begründung kenne ich auch. Er will also heile Welt spielen? Den Zahn würde ich ihm sofort ziehen!

        Es ist komplett falsch „alles zusammenhalten“ zu wollen, denn er will hier Leute in eine „Happy Family“ bringen, die nie zusammen waren. Man kann nicht zusammen halten was nie zusammen gehört hat, sondern nur zusammen zwingen. Oder aber sanft zusammen bringen, und hoffen, dass sie Gefallen aneinander finden.

        Ihm muss klar werden, dass er eben 2 Familien gegründet hat, und nun beiden gerecht werden muss. Er hat kein Recht, das zu einer Familie zusammen zu zwingen, nur weil es für ihn bequemer wäre.
        Mach dich dafür stark, dass deine Grenzen respektiert werden!

        Aber mach dir auch bewusst, dass dieser Mann nun mal leider 2 Kinder hat. Genauso wie wir nicht wollen würden, dass die Männer sofort springen, wenn die Ex und ihr Kind pfeifen, wäre es auch nicht fair, diesen Anspruch umgekehrt zu stellen.

  • #9662

    Pumpkin
    Teilnehmer

    Liebe mumandstepmum,

    das ist natürlich verständlich, dass er BM und Halbschwester nicht auch noch verlieren möchte/soll. Aber der beste Weg, das zu verhindern, ist nunmal, auf deren Bedürfnisse einzugehen und nicht, sie mit Füßen zu treten. Vielleicht kannst du ihm das verständlich machen? Und mit „nachgeben, damit kein Drama“ entsteht, bei einem 6jährigen, zieht man sich leider nur ein Problemkind heran. Das Drama kommt dann später in Groß, befürchte ich. Der Bub hat ein Recht auf Erziehung, gerade dann, wenns zu Hause schwierig ist.

    Die Ex meines Partners ist übrigens auch in einer christlichen Sekte. Deshalb versuche ich manchmal, denen ein bisschen kritisches Denken beizubringen, eine andere Sichtweise auf gewisse Dinge.

    Herzliche Grüße,
    Pumpkin

  • #9663

    mumandstepmum
    Teilnehmer

    Ich sehe das genauso. Kinder brauchen Grenzen um sich im Leben nicht zu verirren.
    ich hab meinem Partner auch gesagt wenn er sich wegen der Trennung ihm gegenüber verändert (nicht mehr konsequent durchgreift, weil Trennung so schlimm ist für das Kind), dann verliert er doch den Vater komplet den er gehabt hat. Er hat das auch verstanden, nur umsetzen kann er es nicht. So wie mein Partner seinen Sohn behandelt würde ich ein ca. 2,5 Jahre alten Bub behandeln. (2,5 Jahre alt war er bei der Trennung). Ein bisschen so als würde er den Lernprozess von BK nicht nachvollziehen wollen, weil er war ja nicht dabei. ein Phänomen, das nicht nur mir an ihm auf fällt, sondern auch der KM. Und jedes mal die Diskussionen darüber. Ich hoffe das wird besser.

    zu den Religionen unserer BK‘s: was machst du genau um sie religionskritisch zu beeinflussen/erziehen.? Ich hab da Angst etwas falsch zu machen wenn ich mich da auch noch „einmische“. Persönlich lehne ich seinen Glaube ab, möchte aber keinesfalls negativ auf BK einwirken.

  • #9664

    Pumpkin
    Teilnehmer

    Liebe mumandstepmum,

    da ich selst, wie mein Partner auch, generell religionskritisch eingestellt bin, fällt das wohl ein wenig radikaler aus als bei dir. Ich hab dabei teils auch meine eigene Kindheit im Kopf, in der mir das Katholische unkritisch beigebracht wurde. Diese Geschichten aus der Kinderbibel, die bei genauerem Hinsehen doch eher verstörend sind (z.B. die Abraham-Isaak-Treuetest-Opfer-Geschichte: Würde ein König sich so verhalten wie Gott, würde man ihn zu Recht als grausam beschimpfen).

    Was ich mache sind also meist Bemerkungen, die einfach am Selbstverständnis der Glaubensinhalte rütteln. Als die Kleine einmal Jesus erwähnt hat, war meine Antwort „äh… ah! Das ist diese Märchenfigur aus der Bibel.“ Als sie zu Weihnachten Maria mit dem Baby gezeichnet haben, hab ich die Frage in den Raum gestellt, ob das für Maria eigentlich in Ordnung war, wie das abgelaufen ist. Wollte die denn überhaupt schwanger werden? (Antwort des Großen: „Das verstehe ich auch nie.“). Ich komme auch gern mit Fakten (z.B. „Hl. drei Könige“ ist der verlogenste Feiertag – die waren nicht heilig, keine Könige und es steht auch nirgends, dass das drei waren). Allerdings kommen religiöse Bemerkungen eh überraschend selten, sodass das Thema alles andere als häufig aufkommt.
    Ansonsten versuche ich manchmal, kritisch nachzufragen. Wenn die Kleine z.B. fragt, ob sie schön ist in ihrem Kleid, frag ich, warum ihr das wichtig ist. Solche Sachen eben.

    Aus heutiger Sicht würde ich mir wünschen, dass in meiner Kindheit mal jemand dieses ganze religiöse Zeugs in Frage gestellt hätte. Und so mache ich ein bisschen das, was ich mir für mein kleines Ich wünsche. Zum Stichwort „negativ einwirken“ finde ich, Wahrheit, kindgerecht verpackt, kann nicht negativ sein. Und solche Sachen wie dass für Herodes‘ Volkszählung keine Belege gefunden wurden, was bei einem so großangelegten Projekt doch sehr suspekt macht, und die Weihnachtsgeschichte daher ein grundlegendes Problem aufweist, sind einfach Tatsachen. Ich würde ihnen gegenüber nie behaupten „Die Geschichte vom Auszug aus Ägypten ist erstunken und erlogen.“ Ich würde ihnen aber sehr wohl sagen, dass zu der Zeit, in der dieser Auszug angeblich stattgefunden hat, das „gelobte Land“ Teil Ägyptens war, und das irgendwie nicht zusammen geht. Du merkst, ein Lieblingsthema von mir (und lasse mich bei einzelnen Fakten gern eines besseren belehren) :-).

    Herzliche Grüße,
    Pumpkin

    • #9671

      mumandstepmum
      Teilnehmer

      Liebe Pumpkin!
      Auf das werde ich in Zukunft viel mehr eingehen. BK soll ja auch wissen dass wir ihn gerne haben ob er Jehova ist oder nicht. Nach der Taufe dürfen die ja nicht mehr befreundet sein mit nicht-Jehovas(seinem Vater inkl.). Hoffe sehr dass er da nicht hineinrutscht.
      Auch wenn ich es grundsätzlich gut finde wenn man an irgendetwas glaubt oder zumindest auf etwas Gutes hofft, dem Leben vertraut usw.

  • #9668

    Sommerflieder
    Teilnehmer

    Liebe Mumandstepmom,

    vieles, was ich hier schreiben würde, haben andere schon getan – deshalb erspare ich mir epische Wiederhlungen dessen…

    Dennoch habe ich noch einen Eindruck, wo du selber gucken musst, ob der zutrifft:
    Wenn du schreibst: du sollst dabei sein, weil dein Partner alles zusammenhalten will – dann klingt das für mich sehr nach Kontrolle (Kontrollzwang). Ich war mit solch einem Exemplar verheiratet und es schrillen die Alermglocken, wenn ich das lese.

    Auch bei uns wurde dies als verantwortungsbewusstes Verhalten verkauft; letztenendes ging es meinem Ex aber nur darum Abhängigkeiten zu schaffen und aufrecht zu erhalten – sowohl was mich, aber auch was die Kinder anging. Auch Kindern muss man die Chance geben, sich zu emotional unabhängigen Persönlichkeiten zu entwickeln – das ist verantwortungsbewusstes Erziehungshandeln!

    Und du hast erst recht ein Recht darauf unabhängig zu sein – du bist erwachsen und hast die Verantwortung für dein kleines Mädchen! Du leistest soviel, hälst dabei soviel aus und scheinst eine starke Person zu sein – hast du das nötig, wenn so mit dir umgeangen wird?

    Lg Sommerflieder

    • #9670

      mumandstepmum
      Teilnehmer

      Liebe Sommerflieder!
      Er ist bestimmt nicht kontrollierend, zumindest nicht mehr als ich für gut empfinde. Da trifft eher die Bechreibung der Bequemlichkeit auf ihn zu. So spannend ist das auch nicht mit einem Kind 72h allein zu verbringen. Finde es einfach nur egoistisch von ihm von mir zu verlangen dabei zu sein, obwohl er genau weiss dass mir das alles zu viel ist. Schliesslich lässt er mich auch arbeitsbedingt zur genüge allein mit unserer Tochter. Wenn ers nicht schafft wäre es für mich ok BK öfter und dafür kurzweiliger zu nehmen. Aber mit ihm lässt sich nicht reden wenns um Bk geht. Er ist da voreingenommen und stur hoch 10. Dass ich kaum eine Chance habe mit ihm etwas auszumachen bezüglich BK, lässt mich so verzweifeln. 🙄

  • #9673

    Pinocchio
    Teilnehmer

    Liebe mumandstepmum

    Dich räumlich zu trennen und alleine etwas zu unternehmen, geht nicht. Dann Versuch es so: stelle dich mental auf Durchzug. Mit gutem Gewissen. Sei zwar räumlich dabei, weil sie (Vater und BK) es so verlangen, aber kümmere dich vollumfänglich um Deine Tochter. Wenn sie schläft, bereitest du ihren nächsten Brei vor oder bereitest ihr eine Spielwiese her. Tu so, als ginge dich alles was sie sagen oder machen gar nichts an. Ich bin sicher, die merken das nicht mal, dass du dich nicht einbringst. Und falls doch, dann gib deinem Mann zur Antwort, dass du nun für die Tochter noch das oder jenes tun möchtest und dann seist du gleich für ihn und BK da. So arbeitet du dich aus der Opferrolle in eine gleichberechtigt Rolle.
    Wir Vizemoms machen oft den Fehler, zu sehr auf dem fixiert sein, was der Partner alles NICHT für uns tut und was er alles für sein Kind tut. Dabei verlieren wir uns selbst aus den Augen. Mir geht das auch immer mal wieder so. Ich habe gerade von Stiefherz den Beitrag „der Weg ist die Lösung “ gelesen. 🙂
    Alles Gute!

    • #9676

      LillyChantilly
      Teilnehmer

      Liebe Pinocchio!

      Glaubst du wirklich, dass so ein Verhalten, zu Gleichberechtigung führt? Ich hätte das so nicht gesehen. Ich war mal bei einem Besuch beim Kind dabei, wo ich von beiden wie Luft behandelt wurde, und das fühlte sich nicht gut an. Und es hört sich so an, als würdest du der FS hier genau das raten – die anderen wie Luft zu behandeln.
      Ich finde das kindisch, bockig und nicht hilfreich, die gewünschte Augenhöhe zu erreichen. Vielleicht magst du den Ratschlag noch einmal erklären?
      Ich glaube, das „raus aus der Opferrolle“ muss zuerst von innen heraus kommen. Dann kann mumandstepmum sich auf die Hinterbeine stellen, und sich aus den Besuchen raus nehmen. Wenn sie nicht dabei sein will, sollte sie auch nicht dabei sein, und aussitzen und ignorieren, fände ich persönlich ganz schrecklich.
      Aber vielleicht habe ich den Rat falsch verstanden?

      • #9722

        Pinocchio
        Teilnehmer

        Liebe Lillychantilly
        Ja, du hast meinen Rat falsch verstanden. Ich hab mich zu wenig deutlich ausgedrückt! Ich meinte nicht wie Luft behandeln. das ist einer Beziehung nicht zuträglich.
        Hat man ein so kleines Baby, stehen viele Arbeiten an. Ich meinte, sie solle sich ganz auf das konzentrierent. Wieder zu sich kommen.

        • #9739

          LillyChantilly
          Teilnehmer

          Alles klar! Danke für die Erklärung!

    • #9684

      mumandstepmum
      Teilnehmer

      Liebe Pinoccio!
      Sogar das hab ich versucht, wie du schon sagst, das fällt kaum auf. damals hab ich mich auf die „anstrengende“ schwangerschaft und dannach Wochenbett raus geredet.
      Dadurch hab ich mich aber nur noch viel mehr allein gelassen gefühlt. Hätte gehofft er würde die Nähe suchen. Im endefekt war er dann nur mit Bk im Garten spielen oder unterwegs obwohl er im Vatermonat für das Baby war. Im nachhinein hat ers mir dann auch noch vorgeworfen dass ich zu wenig auf Bk zugegangen wäre in dieser Zeit, gerade an BK‘s Geburtstag (eine woche vor E.T. zu unserer Tochter)

  • #9721

    Pinocchio
    Teilnehmer

    ..dann find ich das sehr schwierig!
    Dieser Mann lässt dir ja kein Leben! Hast du mal eine Stunde für dich, wenn BK nicht hier ist? Oder musst du alles selber organisieren, wenn du mal eine Stunde für dich haben willst? Schaut er regelmäßig zur Tochter, um dich zu entlasten? Wenn nicht- was hält dich davon ab zu gehen?

  • #9728

    mumandstepmum
    Teilnehmer

    Naja bedingt schaut er mir allein auf die Kleine. in der früh lässt er mich 5min länger schlafen und am abend spielt er 5min mit ihr. eine volle Stunde passt er nur auf wenn ich ihn ausdrücklich bitte bei Terminen. Wenn ich kurz zum Billa fahrne möchte, passt er nicht auf. Da soll ich sie mitnehmen. Als obs auf die paar Minuten ankommen würde. Er gibt mir sehr stark das Gefühl das ich allein verantwortlich sei, wenn er aufpasst hab ich zum Danke sagen. Betont aber immer wieder dass er das gerne tut. Aber trotzdem ohne Bitten und vereinbaren kommt er nicht alleine auf die Idee. Muss aber auch dazu sagen dass er extrem viel um die Ohren hat. Arbeit, Baustelle, BK, gerichtliche Streitigkeiten bezüglich BK, sein Haus usw. darum vlt der Groll auf Bk manchmal, weil dass er 3 Tage auf ihn schaut ist selbstverständlich. und da hab ich ihn auch noch zu unterstützen. Er gibt nicht zu, dass ihm das alles zu viel ist. kürzt daher die Besuchskontakte nicht. Wo anders will er auch nicht zurück stecken. Sein Haus zu verkaufen, oder die Baustelle seines Bruders abzusagen oder weniger Stunden beim Arbeitgeber zu machen. Da spart er lieber an mir und unserer Tochter weil er darauf vertraut, dass ich alles im Griff habe. Selber geh ich aber auch bei den Eltern arbeiten, da kann ich die kleine mitnehmen. Kümmere mich fast alleine um unseren Haushalt. Da verlangt er ja auch das gesamte Haus zu verwenden. würde viel lieber den oberen Stockwerk vermieten. Das wären zusätzliche Einnahmen, ich könnte länger zu Hause bleiben und hätte nur die Hälfte zu putzen. Aber dann müsste sich Bk ein Zimmer mit unserer Tochter teilen…
    kurz: er gibt e viel aber verlangt zu viel von mir.
    Trennen möchte ich mich auf gar keinen Fall, ich liebe ihn schliesslich. eine Trennungspause oder win runterkurbeln sonst irgendwo lässt wr nicht zu….

    • #9745

      Pinocchio
      Teilnehmer

      Liebe mumandstepmum

      Das musst du dir aber nicht gefallen lassen.
      Das BK ist nicht das Problem, sondern dein Mann und deshalb kannst du übers BK nichts ändern. Du darfst dich aber gerne hier übers BK auskotzen, tut ja auch mal gut!

      Mein Mann hat auch viel Arbeit, aber er hat immer den Kleinen genommen, wenn er abends kam. Mir war es wichtig für die Beziehung zum kleinen.

      Dein Beitrag klingt, als hätte dein Mann kein Interesse an eurer Tochter. Du liebst BK nicht und er liebt eure Tochter nicht. So kommt ihr nicht weiter.

      Wenn du ihn verlässt, hat deine Tochter die Chance, einen Stief-Vater zu bekommen, der sie liebt. In den ersten Jahren ist das wichtig! Wie schrecklich: ein Baby zu sein und nicht geliebt zu werden. Sie sind doch sowas von hilflos! Auf uns angewiesen. Was ist in deines Mannes psyche los, dass er es nicht lieben kann? Da stimmt was grundsätzlich nicht. Es gibt für mich nur eine mögl Erklärung: Eifersucht aufs baby. Weil DU Zeit mit dem Baby verbringst. Hat er deshalb die Ex verlassen bzw sie ihn? Falls du ein gutes Verhältnis zur ex hast, dann frag siemal wie es war als BK baby war. Hat er es auch abgelehnt so wie jetzt seine Tochter?

  • #9738

    mumandstepmum
    Teilnehmer

    Ich weiss mit der Ex soll man sich nicht vergleichen. aber die hat er 4 Jahre durchgefüttert. Ich hab mich von Anfang an selbst erhalten. Um BK hat er sich volle Wochenenden gekümmert. Ging KS um bei ihm zu sein wenns der KM zu viel wurde. Mir gönnt er nicht einmal sein Vatermonat – das nahm er für BK und Baustelle seines Freundes letzes Jahr. Ich bin keine Person die gerne Bittet oder Fordert. Ich gebe viel und erwarte viel. Da ist in unserer Konstellation der Streit vorprogrammiert. In der Familienberatung haben wir das immer weider angesprochen. Die meinte wir sollen wöchentlich beide Kinder zu verwanden geben und 4 Stunden zu zweit etwas unternehmen. Das haben wir nur 2 mal geschafft weil immer etwas war.
    Ich bin ja schon mal froh das der Kontakt zur KM eingedämmt wurde. Früher hat sich die täglich 20x wegen irgendetwas gemeldet. Selfies, Sprachnachrichten, jeden Tag eine neue erfundene Story. Wir haben das mit einem Zweithandy gelöst. War eine sehr extreme Lösung – hat aber gut funktioniert. Und ich denke dass bei unseren Problemen nur eine extreme Lösung weiterhelfen kann. Aber mir fällt ja auch nichts ein ausser die beiden vom Haushalt zu verweisen, einer Beziehungspause oder Kürzung der Besuchskontakte. Es tut mir ja e so leid, dass darunter BK leiden müsste (naja „Leiden“ – bei uns hat er sowieso immer Heimweh), aber etwas anderes fällt mir nicht mehr ein. Wie gesagt. Therapie haben wir versucht. Den beiden aus den Weg zu gehen habe ich auch versucht. Ich hab auch versucht mit BK mehr Zeit zu verbringen um das Vertrauen meines Partners zu gewinnen. Damit er weiss dass ich auch am Wohl von BK intressiert bin.
    Unser Alltag funktioniert ja mit Ach und Krach. Aber wenn BK da ist, ist mein Partner ein Sturkopf. Lässt ihm alles durchgehen, und spielt den Entertainer. Er traut seinem fast 6 Jahre alten Sohn nicht zu, in der Kirche bei Oma sitzen zu bleiben, aber zuhause ist er auf einmal alt genug um mit einem Kompressor aus der Werkstatt zu spielen. Er lacht wenn BK einen Witz über das Gewicht mancher Leute macht oder am Esstisch pfurzt. Er lässt BK sich nicht alleine abtrocken und anziehen obwohl er es längst kann. Letztens ist er nach dem Baden in der Badewanne die Stiege runter gerutscht, weil er sich nicht abgetrocknet hat sondern direkt seinen Papa suchte – er solle ihn abtrocknen.
    Wenn BK bei mir ist macht er alles mit Bravur von allein. Wenn ich ihn dann frage warum Papa das immer alles für ihn tun muss wenn er es selbst kann, kommt „weil ich keine Lust habe“. Und mein Partner glaubt es mir aber dann nicht oder sagt sowas wie „Wenn er das selber macht, dauert es mir zu lange“.
    Damit zieht er sich eine Kröte heran, meiner Meinung nach.
    Zu unserer Tochter ist er da ganz anders. Da ist er der erste der gesagt hat „ach gib ihr doch mal was von uns zu essen, dann musst du ihr keinen Brei machen“.
    Und dadurch dass er ihm alles lässt und ich dann nein sage weil ich es einfach nicht akzeptiere dass er seine Spielsachen nicht wegräumt bevor er etwas neues spielt (zBsp) stehe ich immer als Böse da.
    Wenn BK was will, das ich verneinen würde, flüstert er es seinen Papa ins Ohr.
    Mein Partner lässt sich da so gegen mich aufspielen. Da bin ich dann ausgelaugt wenn wir von Donnerstag bis Montag streiten. Jetzt gerade im Moment bin ich auch richtig nervös. BK kommt in einer Stunde zu uns. Dieses Wochenende muss ich den beiden aus den Weg gehen – ich schaffe es sonst nicht. Am Montag bin ich dann wieder allein zu Hause und kann deren Saustall aufräumen. Aber ich hab es ihm schon gesagt, alles was rum liegt wird entsorgt. Irgendwer wird schon froh sein um hunderte Schleichtiere.

    • #9747

      Pinocchio
      Teilnehmer

      Das tönt jetzt etwas besser! Dein Mann ist vielleicht doch nicht ganz so schrecklich, wie ich es vorher empfand.

      Meine Analyse:
      Ihr hattet die falsche Therapeutin!!!

      Mit einer anderen wäre es nicht so BK-zentriert rausgekommen. Und hättest dich früher hier angemeldet und von gleichgesinnten gelesen.

      Was kann man jetzt noch tun? Ist es schon zu spät?

      Vielleicht merkt es dein Mann von selbst, dass er dich verliert, wenn er nichts ändert?

      Beziehungspause lässt er nicht zu? Er hat wohl Angst, dich zu verlieren. Denkt, dass du dann merkst, was er alles falsch macht.

      • #9748

        mumandstepmum
        Teilnehmer

        zugegeben ich hab ihm sehr oft gedroht, ihn zu verlassen oder eine Beziehungspause zu machen. er nimmt das alles micht mehr ernst. Wenn es ganz schlimm ist und er Angst hat mich wirklich zu verlieren sagt er sowas wie „dann kannst mich gleich begraben“ weint, dannach versucht er die Dinge einzuhalten die wir vereinbarten.
        Wie die Beziehungspause aus sehen würde:
        Er wäre völlig überfordert mit 2 Kindern Papawochenenden zu planen, wohnung organisieren etc.
        auf meiner Seite ist schon alles geregelt, wohnlich, finanziell – da wärs eine rein emptionale Sache, denke aber dass alleine der Abstand auf kurze Sicht gesehen mir gut tun würde – ihm würde es vlt die Augen aufmachen, eventuell merkt er wie zeebrechlich unsere Familie in Wirklichkeit ist. Er lehnt sich so gern zurück, wenn er denkt dass alles passt.
        Vorhin hatten wir den ersten Streit seit dem BK da ist – Bin jetzt unterwegs und überlege ob ich Umzugskartons mit auf dem heim weg nehme. 😤

  • #9742

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Du, je mehr ich von dir lese, umso mehr fühle ich mich bestätigt, in meiner ersten Annahme. Ich befürchte, du hast dich viel zu schnell auf viel zu viel mit diesem Mann eingelassen. Und ich glaube wirklich, dass es aus Eifersucht geschah – unbewusst allerdings.
    Oder vielleicht ein besseres Wort: du wolltest mit der schnellen Familiengründung deinen Platz in diesem Konstrukt fest machen. Ich unterstelle dir hier wirklich keine bösen Absichten, und ich finde das ganz normal, dass man wissen will, welchen Platz man hat.
    Nur leider ist das hier nicht aufgegangen. Du konntest den Mann mit deinem Kind nicht vom BK lösen, sondern hast vermutlich sein schlechtes Gewissen noch bestärkt. Ich gehe davon aus, dass er sich mehr um das alte Kind kümmert, weil er das andere für selbstverständlich hält.

    Was liebst du eigentlich an ihm? Seit mehreren Beiträgen schreibst du nur schlechtes über ihn, dass er dich vernachlässigt, weil er dich nicht gleich behandelt wie die Ex, dass er das Kind schlecht behandelt, weil er es nicht gleich behandelt wie das der Ex usw. usf. Positives habe ich noch nichts gesehen. Was hält dich noch in dieser Beziehung? Du musst alles alleine machen, alles selber finanzieren, dich alleine um das Kind kümmern, und hast auch noch das gehasste BK an der Backe…warum machst du das mit?

    Der Mann ist so wie er ist, und den kannst du nicht ändern – da hilft all der Groll auf das Ex-Kind nichts. Er wird es noch lange bevorzugen, vermutlich aus schlechtem Gewissen heraus. Er wird das Gefühl haben, dass das neue Kind ihn immer hat, und dass er das beim anderen ausgleichen muss.
    Du hast drei Möglichkeiten:
    Dich damit abfinden, und die Defizite beim gemeinsamen Kind selber ausgleichen.
    Die Situation ändern, indem du stark dafür auftrittst, dass die Besuche nicht mehr in deinen 4 Wänden stattfinden.
    Oder ihn verlassen, und hoffen, dass du und dein Kind ihm dann endlich gleich wichtig bist wie Ex und ihr Kind.

    Aber rumjammern, wie böse er ist, aber „ich liebe ihn“ doch…das ist Opferhaltung, hilft niemandem und ist auch nicht besonders attraktiv. Es wird dich verbittern lassen, und immer weiter verhärten lassen gegenüber dem BK, und irgendwann wird er dich dann verlassen, weil du tatsächlich zu einer bösen Stiefmutter geworden bist.

    • #9749

      mumandstepmum
      Teilnehmer

      Jetzt wo ich das alles überdenk, könntest in einigen Punkten recht haben… So will ich nicht weitermachehn – das bremst mich doch nur aus.

  • #9750

    FrauS
    Teilnehmer

    Es gab mal auf Facebook einen guten Spruch den ich wirklich gut fand:
    Akzeptiere es, ändere es oder lass es los!
    Wenn du es nicht akzeptieren kannst, ändere es.
    Wenn du es nicht ändern kannst, lass es los.

    Die Kurzform von dem was Lilly dir geraten hat.

    Ich hab es schon öfters angewandt. Es ist nicht leicht das zu machen, aber es hat mir ungemein geholfen 🙂

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