Muttertag – Vatertag

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Dieses Thema enthält 8 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Winter2016 vor 3 Monate, 1 Woche.

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  • #7137

    Kiki
    Teilnehmer

    Hallo ihr Lieben,

    wie ihr sehen könnt, geht es diesmal um Muttertag und Vatertag.

    Ich schreibe euch diesmal, da ich grade eine Kleinigkeit für meinen Mann zum Vatertag besorgt habe, im Auftrag seiner Tochter(7) natürlich….
    Vielleicht fragt ihr euch jetzt wozu ich da jetzt etwas holen muss, in so gut wie jeder Kita oder Schule wird etwas für diese zwei Tage gebastelt.?.
    Ja das habe ich Anfangs auch gedacht. Tatsächlich bastelt sie auch für beide Tage etwas.
    Das für Muttertag bleibt selbstverständlich bei ihrer Mutter und das zum Vatertag bleibt , auf Ansage der KM, aber beim Stiefvater….
    Sie hat gar keine Chance es ihrem Papa zu geben, da erwartet wird das sie es Mittwoch nach der Schule der Mutter gibt und es am nächsten morgen dann ihrem Stiefvater zu überreichen.
    Seitdem ich sie kenne, bittet sie mich aber Jahr für Jahr etwas für ihren „richtigen Papa“ (so ihre Worte) zu besorgen. „Das darf die Mama aber nicht wissen….“

    ( zum basteln ist sie einfach zu kurz bei uns und außerdem soll mein Mann das ja vorher nicht wissen…)

    Zum Geburtstag und Weihnachten das gleiche.

    Das was in der Schule gemacht wird bleibt bei der KM – und ich besorge etwas was sie dann verschenken kann.

    Auf der anderen Seite setze ich mich mit ihr aber hin und schaue was sie der KM zum Geburtstag und zu Weihnachten basteln kann, weil sie es sich so wünscht, und auch damit sie sieht das das kein Problem sein sollte…
    (Muttertag ist ja von der Schule abgedeckt…)

    Mein Mann freut sich zwar über das was sie ihm schenkt, aber er weiß natürlich das der „Stiefvater“ ihm da mal wieder übergeordnet wird und ist dementsprechend geknickt….

    Mich würde da einfach mal interessieren wie ihr solche Tage handhabt?

    Liebe Grüße
    Kiki

  • #7139

    Donnaserpente
    Teilnehmer

    Hallo Kiki,

    die Kinder basteln etwas für den Muttertag in der Schule, so denke ich. Der Vatertag wird bei uns nicht begangen.
    An Weihnachten denken sie aber an uns.

    Gruß, Donna

  • #7140

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Kiki,

    beim lesen läuft mir ein eiskalter Schauer über den Rücken. Das ist so traurig!!!
    Man kann unserer KM ja so einiges vorwerfen, aber in der Hinsicht ist sie fair.

    Was er in der Schule (und früher in der Kita) für Papa gebastelt hat wird auch Papa geschenkt. Ob er dem Stiefpapa auch was bastelt, weiß ich nicht, glaube aber nicht. Ich bekomme jedenfalls nichts zum Muttertag und das ist auch okay, ich bin ja auch nicht die Mutter… einmal haben sie in der Kita ein T-Shirt bedruckt, das musste im Vorfeld mitgebracht werden. Da hat sie mir dann Bescheid gesagt, dass ich das T-Shirt besorgen konnte… ist allerdings schon ein paar Jahre her. Zu Weihnachten und Geburtstag gibt es meist was gebasteltes oder gemaltes. Und an Weihnachten ist es ihm wichtig, dass wir beide was bekommen.

    Um Geschenke für sie müssen wir uns nicht kümmern, da bekommt er wohl andersseitig Hilfe. Wir haben ihm nur mal was von ihm selbst gebasteltes mitgegeben, was er eh gemacht hatte und verschenken wollte und aus dem Urlaub hat er mal Muscheln für den Geburtstag vom Stiefvater gesammelt.

    Ich finde es richtig, dass du ihr hilfst bei den Geschenken für die Mutter, denn so wird sie irgendwann begreifen, dass das was die Mutter tut nicht richtig ist (weiß sie wohl schon). Wenn ich das so lese, dann ist sie wohl weiter als ich dachte… sie weiß genau, wie weit sie bei der Mutter gehen kann um nicht anzuecken. Und zeigt deutlich, wie wichtig ihr doch ihr Papa ist. Wirklich traurig für die Kleine, sich so verstellen zu müssen.

    Zu deinem Mann…höre ihm zu in seinem Schmerz und Ärger darüber, aber zeige ihm auch, wie sehr das zeigt, dass die kleine ihm trotzdem was schenken will. Die Else will ihn damit ärgern und genau diese Gefühle provozieren… „Du bist der letzte Dreck und der Stiefvater ist deiner Tochter wichtiger“… Nee…ist er nicht, sie weiß ja nur nicht, dass sie heimlich was schenkt…Und mal ehrlich, der Stiefvater hat vermutlich auch nicht viel zu sagen und es ist ihm vielleicht selbst unangenehm, dass er das Geschenk für den Vater bekommt. Aber was soll man machen, wenn man unterm Pantoffel steht… Dein Mann soll sich bewusst machen, dass die Ex zwar den Stiefvater überordnet, nicht aber die Tochter…sie ordnet sich nur der Mutter unter um nicht anzuecken.

    Also, du machst alles richtig, bleibt weiter stark,
    LG Daka.

  • #7141

    Kiki
    Teilnehmer

    Liebe Daka,

    Das Wort fair kennen beide nicht. Weder KM noch Stiefvater , das fängt ja schon damit an das sie ihn „Papa“ nennen muss weil er sonst böse wird….
    Und er sich auch überall als Vater vorstellt wenn meiner nicht in der Nähe ist. Wenn er da ist, stellt er sich nämlich als „Bonuspapa“ vor …..

    Und die Tochter sagt selber das sie Angst vor der KM hat, daher wird sie wohl sehr früh gelernt haben wie sie sich da verhalten muss. Da hatten wir nun leider schon mehrere Beispiele von.
    Sie Erzählt das alles aber immer nur mir – und mir glaubt das so kein Außenstehender weil wenn man sie fragt dann andere antworten kommen…. sie weiß halt das das dann auch zur Mutter getragen wird…

    Ich selber bekomme zu keinem Anlass etwas von ihr, das ist aber auch gar nicht so schlimm, sie hat genug zu kämpfen.

    Und es geht in erster Linie ja auch um sie und meinen Mann , nicht um mich.

    Liebe Grüße
    Kiki

  • #7146

    Patchworkflicken
    Teilnehmer

    Hallo Kiki,

    bei uns stehen solche Fragen noch nicht an, da das Kind noch nicht in der Schule ist.

    Ich stimme Daka aber voll und ganz zu: So traurig das auch ist, dass dein Mann da von der Kindmsutter und ihrem Lebensgefährten ausgelotet wird, finde ich es doch beachtlich, dass die Kurze da ja scheinbar eine Lösung gefunden hat, mit der sie alle zufrieden glaubt und mit der sie auch selbst scheinbar gut klar kommt.

    Dass sie ihrem Papa unebdingt etwas schenken möchte, zeigt doch, wie wichtig er ihr ist.
    Und dass sie dich dabei miteinbezieht und dir auch sonst erzählt, was kein anderer erfahren darf, zeugt doch von einer enormen Vetrauensbasis zwischen dir und der Kurzen. Es macht den Anschein, als würde sie dich als eine geeignete Verbündete sehen, wenn sie von der KM dazu gedrängt wird etwas zu tun, was sie eigentlich nicht will (dem Stiefvater schenken, was eigentlich der Vater bekommen sollte).
    Ich finde, ihr könnt da wirklich stolz drauf sein, dass die Kurze ja offensichtlich genau weiß, was sich gehört und was nicht und dass sie es schafft mit ihren jungen Jahren deine Hilfe einzufordern, um das – wenn auch auf Umwegen – zu erreichen.

    Wenn die Kindsmutter nicht mit sich reden lässt, dann kann man leider nichts dagegen tun, dass sie den Vater so „rausdrängt“. („Unsere“ KM stellt ihren Freund auch überall als Papa vor und hat zu meinem Freund mal gesagt „Ich, MEIN Kind und mein Freund sind jetzt die neue Familie. Ohne dich. Das musst du akzeptieren!“. Draufhin folgte ein 3 stündiger Streit zwischen den beiden. Gebracht hat der leider Nichts. Der neue Freund stellt sich immer noch selbstgefällig als Papa vor.)
    Ich würde an eurer Stelle darauf gucken, wie es für die Kurze in der ganzen Situation am Besten ist. Wenn eh feststeht, dass die Kindsmutter ihr Verhalten nicht ändern wird, dann würde ich das Ganze an eurer Stelle einfach weiter handhaben wie bisher, weil es für das Mädel ja zu funktionieren scheint. Vielleicht bleibt als Trost zu wissen, dass die Kleine irgendwann mal groß wird und Kinder vergessen so etwas nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie sich in ein paar Jahren von selbst gegen das Verhalten der Kindsmutter wehren wird.

    Natürlich ist der Vater traurig, wegen der ganzen Sache, aber versucht doch, auf das Positive zu sehen: Das Mädel, will ihm unbedingt zeigen, wie wichtig er ihr ist und sie scheint dir ja nun wirklich absolut zu vertrauen. Das ist doch viel mehr wert, als der aus Nudeln selbstgebastelte Eifelturm. Seht die Liebe und das Vetrauen des Mädchens als Geschenk an, denn es ist eines. Und dieses Geschenk geht in dem Fall an euch beide, auch wenn es Vatertag ist und nicht Stiefmuttertag. *zwinker*

    Ich finde, ihr macht das schon sehr gut so!

    Viele Grüße

    Flicken

  • #7147

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Flicken, liebe Kiki,

    Flicken, das ist wirklich wunderschön geschrieben und trifft den Nagel auf den Kopf!
    Kiki, ich kann nicht begreifen, wie Menschen so sein können, aber das wird man wohl auch nicht ändern. Ich bleibe dabei, jeder kriegt was er verdient. IRGENDWANN. Denn irgendwann wird die Tochter sich das nicht mehr bieten lassen, sie scheint wirklich sehr schlau zu sein, sie wird einen Weg finden auszubrechen. Solange macht es wie Flicken geschrieben habt, bleibt so wie ihr seid – ehrlich, zugewandt und verständnisvoll… bedingungslos liebend. Das gibt ihr wirklich die Kraft durchzuhalten!!!

    Alles liebe,
    Daka.

  • #7149

    Winter2016
    Teilnehmer

    Liebe Kiki,
    eigentlich kümmer ich mich um alle Geschenke für die KM und die gesamte Familie. Kuchen backen, basteln, malen, stundenlang geduldig etwas vorbereiten, damit alle anderen glücklich sind.Weder zu Weihnachten noch zum Geburtstag, habe ich jemals etwas bekommen.Muttertag erwarte ich überhaupt nichts.
    Letztes Jahr Weihnachten war mein BK so traurig, dass sie nichts für mich hat, dass sie mit dem Papa noch schnell etwas gekauft hat. Meinem Freund macht es sehr traurig, aber wir können nichts ändern.
    Leider schafft es die KM nicht mal mit ihrem Kind etwas für den Papa zum Geburtstag oder Weihnachten zu basteln/besorgen. Letztes Jahr kam das Geschenk zum Geburtstag 5 Monate später und dieses Jahr hat die KM etwas gemalt, was dann verschenkt wurde- so ein Geburtstag kommt, aber auch immer sehr spontan 😉
    Es ist traurig, wie sehr eine KM durch ihre Art und Weise ein Kind in so jungen Jahren in die Enge treibt und vermittelt wie unwichtig der leibliche Vater ist.
    Wir “Stiefmütter“ können da wirklich nur “Schadensbegrenzung“ machen und für das BK die Freundin, die Vertraute und/oder die starke Schulter sein, wenn Erwachsene Menschen zurück in den Trotzmodus fallen.
    Es kostet viel Kraft, aber zeigt auch an Deinem Beispiel, dass sie es einem Danken
    Liebe Grüße
    Winter2016

  • #7150

    Patchworkflicken
    Teilnehmer

    Danke, Daka 🙂 Ich finde deine Worte auch immer sehr passend!

    Kiki, Winter,

    ich finde es bewundernswert, dass ihr euch mit den Kindern hinsetzt und für die KM bastelt, obwohl ihr genau wisst, dass von der Seite der KM nicht annähernd das gleiche zurück kommt bzw. da ja teilweise noch bewusst intrigiert wird.

    Sicherlich ist es für eine Stiefmutter schon ein Stück weit schmerzvoll, wenn man selbst nicht vom Kind bedacht wird. (Zumindest, wenn es um Geburtstage und Weihnachten geht. Am Muttertag würde ich kein Geschenk erwarten, da ich ja nunmal nicht die Mutter bin.)
    Aber hier geht es um Kinder, die in einem Loyalitätskonflikt sind und die auch einfach noch zu jung sind, um das alles wirklich umfassend zu verstehen. Die Kids suchen sich einen Weg, mit dem sie am besten zurecht kommen und ihr unterstützt sie dabei. Das ist großartig!

    Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr negative Gefühle den Kindsmüttern gegenüber habt. Dass ihr euch dann aber hinsetzt und mit dem Kind etwas für die KM bastelt, verdient Anerkennung! Denn das verlangt, dass ihr euren Unmut oder eure Enttäuschung beiseite schiebt, um den Kids zu zeigen, wie es eigentlich sein sollte. Das zeigt, dass ihr wirklich das Beste für die Kids im Sinn habt.

    Ich hoffe,dass ihr dabei auch immer gut auf euch selbst schaut und für aufkommende negative Gefühle ein Ventil gefunden habt. Ich finde, man darf auch mal gefrustet oder enttäuscht sein in solchen Situationen. Aber das sollte man dann auch wieder irgendwie loslassen.

    In jedem Fall solltet ihr euch gedanklich ruhig mal auf die eigene Schulter klopfen. Ein bisschen Eigenlob ist hier angebracht, denn es nicht selbstverständlich was ihr tut. Andere kriegen das schließlich nicht hin.

  • #7152

    Winter2016
    Teilnehmer

    Danke für Deine schönen Worte liebe Flicken.
    Es ist nicht immer einfach in der Konstellation Partner, BK und KM seinen Platz zu finden. Ich glaube, das können wirklich nur “Stiefmütter“ nach empfinden.
    Das mit dem auf sich selbst schauen, sich nicht zu verlieren, ist wirklich die größte Herausforderung. Man möchte keinen Fehler machen und stellt sich oft hinten an. Zum Glück steht mein Partner zu 100% hinter mir, er weiß teilweise wie es ist, denn er war mal selbst Stiefvater.

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