Mutter ist Alkoholikerin

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Dieses Thema enthält 2 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Gini2404 vor 3 Wochen, 2 Tagen.

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  • #9954

    Gini2404
    Teilnehmer

    Ich (33) und mein Freund (31) leben zusammen mit seiner 11 jährigen Tochter. Jedes zweite Wochenende ist sie bei ihrer Mutter. Zur Zeit besuchen wir regelmäßig eine Erziehungsberatung. Einmal weil mein Freund jung Vater geworden ist und ich in vielen Dingen die Erziehung anders sehe und andererseits weil ich nicht immer so gut damit klar komme, dass seine Tochter bei uns wohnt.

    Mein Problem ist nun, dass sie mir erzählt hat, dass wenn sie bei ihrer Mutter ist, dass sie ständig Wein trinkt. Und sie Freitags und Samstag jedes Mal extra Wein kaufen. Und dass ihre Mutter, als sie im Freibad waren, sich den Wein in eine Wasserflasche gefüllt hat und auch im Kino sich den Wein umfüllt und mitnimmt. Für meinen Freund ist das nichts neues. Er weiß, dass sie viel trinkt und ein Problem mit Alkohol hat. Seine Tochter fragt mich, was sie machen soll und dass sie sich um ihre Mutter sorgt. Ich weiß es absolut nicht. Ich habe sie auch gefragt ob Mama dann irgendwie anders ist und ob sie sich trotzdem da wohl fühlt. Und sie meinte Mama ist ganz normal und sie fühlt sich auch wohl da. Ich habe ihr aber vorgeschlagen, dass sie mit unserer Beraterin da drüber reden kann. Allerdings hat die gleich zu Anfang zu uns gesagt, wenn das Kindeswohl gefährdet ist, dann muss sie das Jugendamt einschalten. Verstehe ich auch. Ich weiß nur jetzt nicht, ob sie das wirklich tun sollte, denn ich habe Angst, dass seine Tochter dann nicht mehr zu ihrer Mutter darf. Und ich brauche diese Wochenende wenn sie nicht da ist. Also ich weiß nicht was ich tun soll.

    Liebe Grüße Gini

  • #9957

    Gretje
    Teilnehmer

    Also ich hab einige Erfahrungen aus beiden Perspekt in dem Bereich miterlebt. Um es vorweg zu sagen: es ist absolut nicht in Ordnung, dass die Mutter so viel trinkt und sie braucht auch auf jeden Fall Hilfe. Ich habe in meinem Leben erst eine Person kennen gelernt die von dem Mist ganz alleine ab gekommen ist.
    Natürlich stimmt es auch dass wenn das kindeswohl gefährdet ist, was passieren muss. ABER: Ist das Kindeswohl gefährdet? Denn Jugendamt und Gerichte können zwischen so etwas einen großen Unterschied machen. Einem Alkoholkranker der sagt, dass er sich ändert, wird nicht automatisch der Umgang mit dem Kind verwehrt. Vor allem wenn der Kindesvater davon schon länger weiß und nichts unternommen wurde, wird es so aufgefasst als ob derjenige dem „zugestimmt“ hat.
    Das derjenige trocken ist, wird auch nicht unbedingt überprüft. Das hängt aber auch mit den Lebensumdtänden zusammen. Jemand der sein Leben trotzdem voll im Griff hat, wird auch nicht so schnell verurteilt.
    Gibt es denn noch Familie der KM mit denen man reden kann? Denen würde sie vielleicht eher zuhören als euch. Wenn alles nicht hilft würde ich vielleicht mit dem Jugendamt reden, aber eher in der Form das man ihr helfen will und nicht dass man ihr das Kind wegnehmen will.

  • #9959

    Gini2404
    Teilnehmer

    Danke Gretje für deine Antwort. Also ich würde sagen, auch wenn die Mutter trinkt verhält sie sich noch normal. Daher bin ich auch noch beruhigt, wenn seine Tochter bei ihrer Mutter ist. Mit der Familie können wir über dieses Thema eher schlecht reden. Denn leider hat Kindsmutter noch mehr Störungen. Weshalb ihre Familie so gut wie keinen Kontakt mehr mit ihr hat. Es wurde das Mönchhausensyndrom bei ihr festgestellt. Was heißt, dass sie sehr viel lügt. Sie hat etliche Schulden, öffnet keine Post und auch die Tür nicht mehr. Mit ihren Eltern hat sie deshalb auch keinen Kontakt mehr. Die Scheidung läuft deshalb auch nicht. Ich denke, das alles ist auch ein Grund dafür das sie trinkt. Sie hat nie was aus ihrem Leben gemacht. Hat nichts gelernt und war auch nie berufstätig. Deshalb denke ich, dass sie einfach sehr unzufrieden mit ihrem Leben ist und deshalb alle Probleme „runter spült“. Sie hat auch einen Freund, der sie mal eingewiesen hat, aber da war sie nach 2 Wochen wieder raus und sie hat keine Therapie weiter gemacht. Es war selbst der Amtsarzt schon bei ihr, aber sie schafft es immer vorzugaukeln, es sei alles OK bei ihr. Der Amtsarzt hat nur gesagt, dass sie einen Ergotherapeuten braucht. Aber selbst das macht sie ja nicht. Und das alles wissen wir auch nur, weil ihre Mutter sich ab und an bei ihrem Freund erkundigt. Es ist schon so, dass ich mit meinem Freund bei ihren Eltern zu Geburtstag etc. eingeladen werde. Das ist mir schon unangenehm und ich an ihrer Stelle wäre da auch total sauer. Aber ich denke dann auch immer, all das kommt ja nicht von ungefähr und vielleicht ist auch einfach in ihrem Elternhaus viel falsch gelaufen. Denn ihre Mutter hat mir mal erzählt, sie wäre schon in der 5.Klasse so gewesen, dass sie zb sich nie für die Schule interessiert hätte und damals schon immer gelogen hat. Und da denk ich dann, sie hatte das vielleicht nicht einfach als Kind und vielleicht wurde sich da schon nicht um das Problem gekümmert.

    Also aber um noch mal auf das Thema zurück zu kommen. Ich wollte seiner Tochter es irgendwie ermöglichen auch mit jemanden da drüber zu reden. Jemand der mehr Ahnung hat. Zu der Erziehungsberatung soll sie eh irgendwann noch mal mit hin. Ich weiß nur eben nicht wie die so arbeiten. Ob das Jugendamt eingeschaltet wird oder ob das trotzdem so weiterhin läuft. Denn ich möchte unbedingt, dass sie zu ihrer Mutter geht.

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