Lieblingsenkel?

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Dieses Thema enthält 2 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Daka vor 6 Tagen, 8 Stunden.

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  • #8586

    schwaelbchen
    Teilnehmer

    Hallo, ich möchte gerne mal eure Meinung zum Thema hören. Meine Schwiegereltern haben bald fünf Enkelkinder. Die ersten beiden sind schon Teenager und stammen aus der ersten Ehe meines Mannes. Das dritte Enkelkind ist zwei Jahre alt und vom Bruder meines Mannes (ein weiteres ist gerade unterwegs), und das vierte ist das gemeinsame von meinem Mann und mir. Nun hatte ich dieser Tage ein Gespräch mit meinem Schwager. Er meinte, dass seine Eltern nie zu Besuch kämen und da beide berufstätig sind und etwa 15 km entfernt wohnen ist es oft über 2-3 Wochen nicht möglich zu den Eltern zu fahren. Meine Schwiegermutter bedauert manchmal, dass sie ihren Enkel nicht so oft sieht. Auch zu uns kommen sie nur zu Besuch, wenn wir einen Geburtstag feiern. Die beiden Großen wohnen 20 km entfernt bei ihrer Mutter und sind jedes zweite Wochenende bei uns. Auch da kommen die Schwiegereltern nie zu uns zu Besuch.
    Als mein Mann noch mit seiner Ex zusammen war, hat diese stundenweise (9 Std.) gearbeitet. In dieser Zeit hat meine Schwiegermutter die Kinder zuhause betreut (das ist jetzt über zehn Jahre her) Und hat nebenbei auch noch Hausarbeit für meinen Mann und seine Ex erledigt. Als dann die Trennung war, holten sie die Kinder jede Woche an einem festen Tag vom Kindergarten ab (12 km Entfernung). Da waren die beiden drei und vier Jahre alt, jetzt sind sie 13 und 14. Seit sie in die fünfte Klasse gingen, wollte die Kindsmutter nur noch jede zweite Woche die Kinder zu Oma und Opa lassen, wegen der höheren schulischen Anforderungen. Die Schule ist 20 km entfernt. Sie holen die Kinder ab und mit zu sich nach Hause. Es wird Essen gekocht und so weiter. Abends bringt mein Mann sie dann nach Hause zur Mutter.
    Ich hatte letzt eine Diskussion mit meinem Mann, dass seine Eltern unsere Tochter nie besuchen kommen oder abholen, genau so wäre es ja auch mit dem anderen Enkelkind, dem Zweijährigen. Dann habe ich ihn gefragt warum seine Eltern immer nur die Großen abholen können und ihnen das wichtig ist. Als die Ex auf alle zwei Wochen reduziert hatte war das erst mal ein großes Drama. Nun als mein Schwager neulich da war, hatte er auch gesagt dass seine Eltern ja auch nur die beiden Großen abholen gehen. Meine Tochter und der Sohn meines Schwagers gehen am Wohnort meiner Schwiegereltern in den Kindergarten (1,5 bzw. 2,5 km entfernt), aber sie kommen nicht auf die Idee einen Enkelnachmittag haben zu wollen. Wir sind alle Vollzeit berufstätig. Ich finde das sehr traurig und mein Schwager mit seiner Frau wohl auch.
    Einmal hatte mein Mann seine Eltern darauf angesprochen, er bekam aber nur zur Antwort, dass sie nicht wüssten, was sie bei uns zu Hause machen sollen. Aber wenn ich bei ihnen sitze, bleibt meine ganze Hausarbeit ja auch liegen. Was haltet ihr davon? Meine Schwiegis sind Mitte/Ende 60 und noch sehr fit.

  • #8591

    Blackpearl
    Teilnehmer

    Hallo Schwaelbchen,

    ich finde das immer sehr traurig. Ich denke, man ist doch gerne Oma.
    Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich in ihrem jetzigen Alter mit so kleinen Kindern überfordert fühlen oder Angst haben, etwas falsch zu machen. Vielleicht wissen sie auch nicht, wie sie die Kinder betreuen sollen (Jugendliche sagen ja in der Regel, was sie machen möchten ;)).
    Darauf würde ich sie auf jeden Fall noch mal ansprechen – am besten mit deinem Schwager zusammen.

    Es geht übrigens auch andersrum: Meine Oma hat tatsächlich einen Lieblingsenkel, nämlich mich. Meine Cousine wohnt nur 2 km entfernt und kommt heute noch immer nicht alleine zu ihr (sie ist jetzt 19). Ich bin häufiger bei meiner Oma als sie und ich wohne 500 km entfernt. Bei ihrer anderen Oma ist sie hingegen einmal die Woche. Mein Oma findet das auch nicht so gut. Aber ihre Mutter ist auch nicht ganz unschuldig. Die gibt gerne mal solche Sachen von sich: „Mein Mann muss sich ja nicht um seine Mutter kümmern. Die Töchter kümmern sich um die Mütter und die Söhne um die Väter.“ Ja, clever – mein Opa ist seit gut 50 Jahren tot.

  • #8592

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Schwaelbchen,

    ich denke es wäre hilfreich, die Großeltern direkt darauf anzusprechen was ihr von ihnen erwartet. Bittet sie konkret um Hilfe. Bittet sie zum Beispiel ihre Enkelkinder (am schönsten und einfachsten ist es sicherlich wenn beide Enkel an einem Tag kommen) an einem festen Tag in der Woche abzuholen (z.B. Dienstag) um erstens Zeit mit ihnen verbringen zu können und 2. euch als Eltern etwas zu entlasten. Wie sagt man so schön, man wächst mit seinen Aufgaben. Fragt/bittet konkret um Hilfe. Das sollte ohne Vorwürfe passieren so ala „die großen holt ihr immer, die kleinen nie“ sondern eher: „Wir brauchen Eure Hilfe…“ z.B. „ich möchte gerne einen Nachmittag haben um nach der Arbeit in Ruhe den Einkauf und Haushalt zu erledigen.“ „Könnt ihr euch vorstellen, XY regelmäßig an einem festen Tag in der Woche abzuholen und mit zu euch nehmen?“ Oder sogar noch konkreter „Welcher Tag wäre denn für euch günstig um XY regelmäßig an einem festen Tag in der Woche abzuholen und mit zu euch nehmen?“ Ach so, wenn sie Angst haben, sie können die kleinen nicht bei sich beschäftigen, kann man ja sehen, dass man vielleicht ein bisschen Spielzeug von euch oder dem Schwager dorthin bringt (meist hat man ja eh viel zu viel). Vielleicht haben sie erstmal noch Angst, dass sie die kleinen nicht so gut beschäftigen können?

    Meine Eltern kommen übrigens wöchentlich immer am Dienstag und holen unsere Tochter (5) aus der Kita ab. Sie wohnen gut 70 km entfernt, also ca. 1 Stunde Fahrt hin- und zurück. Das ist für sie selbstverständlich, sie wollen ihr Enkelkind ja auch sehen. Meine Schwester wohnt bei meinen Eltern um die Ecke (1 km Abstand) und dort helfen sie auch hin und wieder mit den 3 Enkeln (10, 8 und 6) aus…mein Vater fährt die größeren z.B. mal zum Sport wenn sie es nicht schafft. Bevorzugt wird von ihrer Seite aus niemand…zum Glück. Sie versuchen immer, es möglichst gerecht zu verteilen. Wenn ich konkret Hilfe benötige, bitte ich auch darum. Zum Beispiel ein Kitaschließtag, da frage ich dann rechtzeitig bei meinen Eltern ob sie da dann meine Tochter nehmen könnten…

    Liebe Grüße,
    Daka.

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