Kindergeburtstag und die BM soll nicht dabei sein – was tun?

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Dieses Thema enthält 9 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Inch06 vor 2 Monate, 1 Woche.

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  • #9724

    Inch06
    Teilnehmer

    Ihr Lieben, mein erster Beitrag und schon brauche ich euren Rat!

    Ich bin noch nicht lange in der Rolle der Bonusmutter und hatte bisher wenig mit der Mutter des Kindes (10 jähriger Junge) zu tun. Er ist nach aktueller Regelung einen Tag an jedem Wochenende bei uns und übernachtet ab und an in den Ferien. Er fühlt sich, wir verstehen uns aktuell gut.

    Nun hatte das Kind Geburtstag, mein Partner war da zum gratulieren und dann war der Kindergeburtstag mit Freunden, wo er ebenfalls dabei war. Nun soll am Sonntag etwas zeitversetzt (ca. 2 Wochen später) der Familiengeburtstag mit Omas, Tanten, etc. stattfinden.
    Bis vorgestern hieß es, dass die Feier in der Wohnung der Mutter stattfindet (ehemalige Familienwhg und recht groß) und wir Kuchen mitbringen sollen.
    Vorgestern äußerte das Kind auf einmal den Wunsch bei uns zu feiern. Mein Partner lehnte ab, da wir aktuell nur eine kleine 1 Zi. Whg. haben und keinen Platz für über zehn Gäste.
    Gestern war er nochmal beim Kind und die Mutter setzte ihn unter Druck, ob die Feier nun bei uns stattfinden würde – da wurde ihm klar dass sie das Kind in diese Richtung gepolt hatte. Er verneinte, worauf hin sie in den Ring warf dass ich dann nicht kommen darf.
    Es handle sich „um eine Familienfeier und ich sei kein Teil der Familie“. Mein Partner argumentierte dagegen dass sie nur auf dem Papier zu seiner Familie gehöre und ich Teil seiner Familie sei.
    Wenn sie bei uns feiern wolle würde er im Gegenzug sie nicht reinlassen und wenn sie mich nicht in die (noch gemeinsam angeschaffte Eigentums-)Wohnung lassen würde würde er auch nicht zur Feier kommen, worauf sie ihm drohte, ob er das dem Kind wirklich antun wolle.

    Nun bin ich ratlos, wie ich handeln soll?
    Ich will ungern nachgeben und die Feier bei uns machen,
    – zum einen, weil sie es nicht direkt gesagt hat sondern zuerst das Kind manipuliert hat
    – zum anderen, weil sie vier Wochen Zeit hatte zu sagen dass sie mich nicht dabei haben will und nun kurz vorher den Plan ändern will
    – und auch weil mir unklar ist wie sich allgemein das Zusammenleben so vorstellt
    – vom Platzmangel mal ganz abgesehen

    Ich will aber auch nicht dass mein Partner die Feier boykottiert, sollte er das dann auch wirklich durchziehen wollen.

    Die Feier an einen neutralen Ort zu verlegen wie etwa ein Restaurant ist aus finanziellen Gründen im Moment beiderseitig eher ausgeschlossen..

    Habt ihr weitere Ideen, eigene Erfahrungen oder gute Argumente für oder gegen eine der Lösungen?

    Herzlichen Dank!!

  • #9730

    Donnaserpente
    Teilnehmer

    Hallo Inch,

    zunächst einmal kannst Du Dich freuen, dass Dein Partner voll hinter Dir steht. Das ist nicht selbstverständlich, wenn Du Dich mal durch die Beiträge hier liest.

    Zu Deiner Frage: ich finde es generell schwierig, mit der Ex gemeinsam Familienfeiern zu begehen. In dieser Konstellation wird es immer wieder Konfrontationen geben.

    Wir feiern mit den Kindern hier separat. D.h. es finden in unserer Wohnung keine Feiern mit Anwesenheit der Ex und deren Verwandten und Kindergeburtstage statt. Ich würde auch nie das Haus der Ex betreten wollen und mein Mann auch nicht. Ebenso ist sie bei uns zu Hause unerwünscht.

    Da werden die Kinder sich einfach dran gewöhnen müssen, dass gemeinsame Feiern mit beiden Elternteilen der Vergangenheit angehören.

    Liebe Grüße
    Donna

    P.s. Du schreibst, Dir ist unklar, wie die Ex sich das Zusammenleben vorstellt.
    Entschuldige, aber Du musst mit ihr nicht zusammen leben. Sie ist nun mal (leider) präsent, mehr aber nicht.

  • #9733

    Rilaahna
    Teilnehmer

    Hallo Inch06,
    auf so ein Theater würde ich mich gar nicht erst einlassen. Es wäre ein guter Zug von deinem Partner, wenn er da konsequent ist und nicht (auch noch) an der Familienfeier teilnimmt, wenn du jetzt im Nachhinein förmlich ausgeladen wurdest, nur weil der Kindsmutter irgendwas nicht in den Kram passt. Ihr dolltet hier von Anfang an Flagge zeigen, dass ihr euch nicht erpressen lasst. Kommt sie damit erstmal durch, wird es immer wieder zu solchen „Diskussionen“ kommen.
    Der zehnjährige Junge ist mMn auch alt genug, um ihm die Umstände nahezubringen. Schließlich war der Vater bereits auf einer Feier dabei, ein schlechtes Gewissen braucht dein Partner nicht zu haben und das sollte er dem Jungen auch vermitteln.

    Alles Gute!
    Rilaahna

  • #9737

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Hallo Inch!

    Was heißt denn „noch nicht lange“?
    Ich finde, dass um diesen Geburtstag ein ziemlicher Aufriss gemacht wird. Weshalb muss ein Kindergeburtstag eine Familienfeier sein?

    Ich finde es aber total verständlich, dass die Ex dich nicht in ihrer Wohnung haben will. Willst du ja umgekehrt auch nicht. Ich würde mir diese Erwartung, dass du und die KM in irgendeiner Weise zusammenfinden müsst, abgewöhnen – wurde hier auch schon öfter gefragt, und wir haben dazu auch immer wieder dasselbe geraten.

    Es ist seine Ex, und du musst mit ihr nichts zu tun haben. Daher gibt es auch keine „Familienfeier“, ihr seid nun mal nicht eine gemeinsame, große Familie, die gemeinsame Feste feiert. Das Kind, mit KM und deren Familie auf der einen Seite, du mit deinem Freund und dessen Familie auf der anderen Seite. Zwei Welten – zwei Familien, und die logische Schlussfolgerung daraus wären eben auch zwei Feiern, wenn es denn schon so wichtig ist, einen Kindergeburtstag zu einer Familienfeier mit der ganzen Verwandtschaft aufzublasen.

    Ich würde, wie von Donna auch schon vorgeschlagen, getrennt feiern. Würde es denn nicht vollkommen reichen, mit dem Kind zum Geburtstag einen besonderen Ausflug zu machen, oder nett essen zu gehen – nur ihr drei, dann ist das auch finanziell keine große Sache.

    • #9740

      Donnaserpente
      Teilnehmer

      Hallo Lilly,

      bei meinen Stieftöchtern wird auch zwei mal gefeiert. Am Geburtstag der sogenannte „Erwachsenengeburtstag“. Da kommen dann ungefähr 20 Verwandte und das geht ab Nachmittag bis in den Abend und irgendwann folgt dann der Kindergeburtstag. Ich finde das auch total übertrieben. Und schade für die Kinder, dass der Geburtstag mit Freunden nicht den gleichen Stellenwert zu haben scheint.

      • #9743

        LillyChantilly
        Teilnehmer

        Bei uns gab es immer mehrere Familienfeiern übers Jahr verteilt. Die üblichen Oster-/Weihnachtsessen mit allen, und zusätzlich mehrere Geburtstage. Die wurden aber zusammen gefasst – alle, die seit dem letzten Treffen Geburtstag hatten, oder so…
        Kindergeburtstag war Kindergeburtstag. Mit Freundinnen und Freunden bei McD oder so war für uns damals das Highlight (habe ich nie bekommen, aber war mal eingeladen), oder liebevoll organisierte Kinderparties mit Topfklopfen und 5 Freundinnen, die man nach Hause einladen durfte.

  • #9741

    Inch06
    Teilnehmer

    Hallo ihr 3,

    herzlichen Dank für euren schnellen Rat! Vom Gefühl her habe ich auch bereits sehr stark in diese Richtung tendiert!

    Es ist der erste Geburtstag bei dem ich dabei bin, daher kommt die Frage zum ersten Mal auf.
    Ich bin da auch genau eurer Ansicht, ich will sie umgekehrt auch nicht in meinem Leben haben. Ich lehne sie ja nicht als Person ab sondern nur aus der Konstellation heraus. Es war wohl immer so, dass noch eine Familienfeier gemacht wurde, das will sie wohl beibehalten.

    Was zu erwähnen ist, ich aber vorhin vergessen habe: seit etwa drei Jahren hat sie keine eigene Familie mehr in dem Sinne, da sie ihre Eltern rausgeschmissen hat aus ihrem Leben (die Gründe kenne ich nicht, ist auch egal) und sonst kaum Verwandte hat. Sie war in der Familie meines Partners nie so wirklich beliebt aber nun ist das alles was sie an Familie hat und das wären auch die einzigen die kommen. Seit neuestem lädt sie auch die Schwester meines Partners, mit der sie noch am besten klar kam, allein mal zum Abendessen zu sich und dem Kind oder so ein um den Kontakt aufrecht zu erhalten.

    Und danke auch an Donna – ja ich bin auch sehr froh dass mein Partner da so klare Kante gezeigt hat!

  • #9744

    LillyChantilly
    Teilnehmer

    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, seid ihr auch noch nicht mal 1 Jahr zusammen? Kennst du denn die restliche Familie schon?
    Nach so kurzer Zeit würde ich mich generell aus so Familiengeschichten noch zurück halten.
    Seine Familie ist offenbar um den Kontakt zum Enkel/Neffen bemüht.
    Aber wenn es stimmt, dass sie sowieso nicht hoch angeschrieben war bei ihnen, wird der Kontakt zu ihr sowieso weniger werden, und direkt über das Kind laufen.
    Das wird aber noch eine Weile dauern. Nur Geduld, der Mann steht hinter dir, und das ist schon mal die halbe Miete!

  • #9794

    dearbear
    Teilnehmer

    Hallo Inch06,

    Bei uns werden Geburtstage, Weihnachten, Ostern getrennt gefeiert.
    Wir haben den Kindern erklärt, dass sie zwei Familien haben, die nicht gemeinsam feiern können, da nicht eine Familie.
    Wir veranstalten unsere kleine Feier und dann feiern die Kinder jeweils nochmal mit der Mutter.
    Ich finde es super, dass Dein Partner hinter Dir steht, schließlich seit ihr eine Familie. Aber auch seine Familie muss klar Position beziehen. Und lass Dich bitte nicht mit der Ausrede abspeisen, es würde um den Sohn gehen. Denn darum geht es nie. Es geht um eine Machtdemonstration. Und je eher klare Verhältnisse herrschen, desto besser für das Kind.
    Bei uns hat die Kinder der Mutter am Anfang auch versucht mich zu exkludieren und den Vater aber immer zu inkludieren. Die Begründung war: schließlich seien Sie eine Familie. Mein Partner hat ein einziges Mal nachgegeben, dann hat er erkannt, dass dies wohl eine gezielte Strategie ist um einen Keil zwischen uns zu treiben.
    Mit Freunden wird bei uns gefeiert, da die Kinder bei uns leben, auch wenn sie jetzt versucht in einen Wettbewerb zu treten. Als die Kinder noch bei ihrer Mutter lebten, wurde der Kindergeburtstag selbstverständlich dort gefeiert.

    Vielleicht solltet ihr (die Kommunikation muss unbedingt dein Partner übernehmen, je mehr du dich raushältst, desto besser) einen Vorschlag erarbeiten und diesen als Diskussionsgrundlage mit ihr nehmen.

    Ich drücke euch fest die Daumen.

  • #9823

    Inch06
    Teilnehmer

    Hallo dearbear,

    auch dir herzlichen Dank für deine Nachricht!
    Inzwischen ist die Feier ins Land gegangen. Ich bin mit dem Ausgang des Ereignisses halb halb zufrieden.
    Zuerst die schlechte Nachricht – mein Partner hat an der Feier teilgenommen. Wir hatten uns, eher von meiner Seite aus, darauf geeinigt.
    Er hat, dass vllt als gute Nachricht, allerdings im selben Zug, in dem er seiner Ex gesagt hat, dass er alleine an der Feier teilnehmen wird, auch klar betont, dass es sich hierbei um eine einmalige Sache handelt, die aktuell noch dem Umstand geschuldet ist, dass es 1) die erste Feier des Geburtstags nach der Trennung war und 2) wir Platzmäßig in unserer aktuellen Wohnung die Feier für seine Familie nicht oder nur schwer hätten ausrichten können, sie aber für ihn beim Begriff Familie mit Ausnahme des Vermerks auf einem Stück Papier nicht mehr inkludiert sei (der Vollzug der Scheidung steht noch aus)
    Danke ganz herzlich für eure Unterstützung in dieser für mich sehr schwierigen Lage

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