Kind passt gerade nicht in das Leben der Kindsmutter – fröhliche Abschieberei

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Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  STEP-MOM vor 5 Monate, 3 Wochen.

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    lilli819
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    gerade ist es bei uns soweit, dass ich mir mal Luft machen muss.

    Ich lebe seit kurzem mit meinem Partner zusammen, wir sind 2 Jahre zusammen. Seine Tochter ist regelmäßig bei uns (jedes 2. WE Freitag bis Montag und jeden Mittwoch). Das Zusammenleben klappt super, die Kleine fühlt sich sehr wohl und ich habe das Gefühl, sie ist zur Zeit sehr sehr gerne bei uns und genießt das familienähnliche Leben. Mit der Kindsmutter war das Verhältnis eigentlich immer gut. Mein Partner kann sie zwar nicht lange „ertragen“ (kein Groll, er kann mit ihrer Art nur nicht mehr) aber ich war immer bemüht, das zu relativieren und gab mir Mühe ein gutes Verhältnis mit ihr zu haben. Wir wohnen keinen Kilometer voneinander entfernt und die Schule der Kleinen ist quasi in der Mitte unserer Wohnungen. Alles in allem eine perfekte Ausgangssituation!

    Seit die Mutter sich aber Ende vergangenen Jahres von ihrem Freund getrennt hat und vor allem seit sie vor 2 Monaten einen neuen Partner im Katalog ausgesucht hat (sorry, anders kann ich es nicht betiteln, sie brauchte ganz schnell jemand Neues damit sie nicht alleine ist) hat sie nach meinem Gefühl nicht mehr so richtig „Bock“ auf ihre Tochter. Ständig wird versucht zu tauschen und die Kleine zu uns abzuschieben.

    Die Kleine steht bei uns unangemeldet vor der Türe und weint mit Bauchweh, während Mama im Biergarten sitzt und sich den 4. Wein pichelt. Als wir sie dann nach Hause gebracht haben wurden wir übelst beschimpft, warum man den nicht mal spontan was machen kann. Als wir sagten, das sei generell kein Problem, wir aber nunmal jetzt eingeladen sind, keifte sie nur „Ach, und das ist wichtiger als das Kind, ja!!!???“ Wohlgemerkt, es war nicht unser Umgangstag! Und so verdreht sie in letzter Zeit fröhlich die Tatsachen.

    Wir nehmen die Kleine zusätzlich, weil wir es albern finden und blöd für die Kleine, wenn z.B. Brückentage/lange Wochenenenden so gestückelt werden. Ihr Kindergeburtstag wird auch bei uns gefeiert. Das hat die Kleine sich so gewünscht und ich freue mich, dass sie sich hier so wohl fühlt. Da es ein Übernachtungsgeburtstag wird mit mehreren Kindern habe ich meinen Freund ganz naiv gefragt, ob die Mutter denn dann bitte auch kommt um zu helfen. Darauf kam nur „nein, die hat da schon was vor. Ist vielleicht auch besser so, die verbreitet eh nur Stress“. Ein Stück weit sehe ich es genau wie er, es ist entspannter ohne sie, trotzdem finde ich es äußerst komisch, dass sie sich jetzt gerade so komplett aus dem Leben ihrer Tochter rauszieht und es ganz selbstverständlich ist dass ich hier den Geburtstag organisiere.

    Als mein Freund und ich zusammen kamen, stand nie zur Debatte das er sein Kind abschiebt oder Wochenenden tauscht. Im Gegenteil, er hatte sie teilweise mehrere Wochenenden hintereinander weil die Mutter keine Zeit hatte. Mein Partner zahlt korrekten Unterhalt, geht zu Frühlingsfesten, Auftritten der Kleinen egal wann sie stattfinden. Wir gehen mit der Kleinen in die Stadt um ein Muttertagsgeschenk zu kaufen (Vatertag wurde leider vergessen, sodass ich morgens mit der Kleinen noch schnell nen Gutschein basteln musste).

    Das alles wäre ja in Ordnung, was mich aber maßlos aufregt ist, dass die Kindsmutter sich dann noch wie eine Übermutter darstellt und meinem Freund ständig ein schlechtes Gewissen macht, er kümmere sich nicht genug! Wenn sie wieder mal die Kleine abschieben will und wir mal nicht können, hat mein Freund Riesenpanik und muss sich akribisch Rechtfertigungen zurecht legen, warum wir nicht können. Da kann ich noch so sehr ungläubig mit dem Kopf schütteln und ihn fragen ob er sich nun ernsthaft als den Buhmann sieht weil SIE ihr Kind wegorganisieren muss!

    Das regt mich am meisten auf und ich habe dieses Thema mit ihm diese Tage bereits angesprochen. Ursprünglich war geplant, Heilig Abend dieses Mal zusammen zu feiern. Das hab ich nun gecancelt, da ich mich an diesem Tag nicht mit dieser Frau und ihrer verquerten Ansichten beschäftigen möchte. Auch zu meinem Geburtstag, wo die Kleine auch kommt, habe ich keine Lust diese Frau zu sehen (sonst kam sie auch um die Kleine zu holen und hat dann noch einen Sekt mitgetrunken). Dieses Mal werde ich meinen Freund bitten die Kleine zu holen/nach Hause zu bringen.

    Ich finde es sehr traurig, da ich dachte wir können zwar nicht freundschaftlich, dafür sind wir zu verschieden, aber halt freundlich und respektvoll miteinander umgehen. Leider ist es mir im Moment bei ihrem Egotrip nicht möglich das alles locker zu sehen.

    Ich hoffe einfach, dass die Kleine (sie ist ziemlich pfiffig, liebt die Mama über alles, aber hat auch arge Probleme mit deren Unstetigkeit und der hektischen Art) bald in dem Alter ist, wo sie sich nicht mehr rumschieben lässt. Im Moment denke ich sogar, es wäre vielleicht besser für alle, wenn sie bei uns lebt!
    Ich habe mir jetzt die nächsten Wochen mehr verplant, bzw. mir Dinge für mich vorgenommen um in diesem Theater nicht immer mir drin zu stecken.

    Sorry für den langen Text…..
    Habt ihr vielleicht Tipps wie ich entspannter mit dem ganzen Theater umgehen kann? Vielleiht relativiert sich das alles ja wieder, aber ich habe im Moment das Gefühl, mit dieser Frau möchte ich mich nicht mehr auseinander setzen.

    LG, Lilli

  • #8242

    STEP-MOM
    Teilnehmer

    Hi Lilli,
    bei uns spitzt es sich auch grad ganz ähnlich zu. Als ich deinen Text grade gelesen habe, dachte ich: Das hätte von mir sein können… 🙂
    Wie ist denn der Stand bei euch nun? Hat sich etwas verändert/verbessert?

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