Ich kann nicht mehr 😞

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Dieses Thema enthĂ€lt 19 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Nine vor 3 Wochen, 1 Tag.

  • Autor
    BeitrÀge
  • #74648

    emma1985
    Teilnehmer

    Ich komme einfach nicht mit meinen GefĂŒhlen zurecht!
    Ich bin jetzt seit genau einem Jahr mit meinem Mann verheiratet und seine zwei Kinder 6 und 9 Jahre leben bei uns weil die Mutter sie nicht wollte.
    Ich möchte aber auch nicht das sie hier sind. Das tut mir furchtbar leid fĂŒr die Kinder weil ich ja auch ein Scheidungskind bin aber ich komme nicht gegen meine GefĂŒhle an. Ich wĂŒnschte sie wĂ€ren weg und ich mĂŒsste mich nicht so viel um sie kĂŒmmern, mit ihnen das Bad teilen, diese stĂ€ndige LautstĂ€rke ertragen. Und dann immer das „Mama vermisst uns so“! Ach ja? Warum nimmt sie die Kinder dann nur jedes zweite Wochenende und hat an Feiertagen schon was anderes vor? Ich hasse es so das ich ihre Kinder groß ziehen muss. Ich wusste es ja wo ich geheiratet habe aber ich hĂ€tte nie gedacht das es so schwer ist. Ich will so oft nur meine Ruhe von Ihnen, mit meinem Mann alleine sein. Wenn sie jeden zweiten Sonntag wieder nach Hause kommen vom Mama Wochenende muss ich regelmĂ€ĂŸig heulen. Mit meinem Mann lĂ€uft alles gut und mit der Erziehung sind wir uns auch im groben ĂŒberein aber diese GefĂŒhle!!! Es sind nicht meine Kinder ich ertrage es kaum mit ihnen zu leben und alles fĂŒr sie zu tun. Ich weiß ich muss das alles und es ist fĂŒr die Kinder ja aber mein Kopf und meine GefĂŒhle sind nicht ĂŒberein egal was ich mir immer wieder einrede. Wie soll ich das jemals schaffen??? Gibt es hier auch jemanden der die Kinder hat und nicht nur jedes zweite Wochenende?

  • #74784

    auchHier
    Teilnehmer

    Liebe Emma,

    das tut mir sehr leid, dass Deine Situation derart unangenehm fĂŒr Dich ist. Warum denkst Du, Du MUSST Dich um die Kinder (so viel) kĂŒmmern?

    • #74857

      emma1985
      Teilnehmer

      Ich weiß nicht ob meine Antwort jetzt darunter erscheint. Na weil ich mich alleine schon von 11.30 wenn die jĂŒngste aus der Schule kommt bis 16.30 komplett alleine um die Kinder kĂŒmmern muss da mein Mann dann erst von der Arbeit kommt. Und ihre Mutter nimmt sie wie gesagt nur jedes zweite Wochenende.

  • #74867

    emma1985
    Teilnehmer

    Und ĂŒberhaupt sie sind halt immer da und ich kann mich nicht dran gewöhnen mit zwei fĂŒr mich fremden Kindern die nicht meine sind zusammen zu leben 😞

  • #74901

    auchHier
    Teilnehmer

    Das kann ich gut verstehen, zumal die Kinder auch noch im Grundschulalter sind.

    Ich nehme an, Du arbeitest/verdienst weniger als Dein Mann und Ihr habt deshalb diese Rollenverteilung gewĂ€hlt. Ist die denn immer noch in Deinem Sinne bzw. könntet Ihr „tauschen“?

    • #75716

      emma1985
      Teilnehmer

      Ich arbeite ein bisschen von Zuhause. Nein tauschen ist leider keine Option. Meine Mutter sagte mir mal Versuch es wenn es gar nicht geht es wie deine Arbeit zu sehen. Nur hat man da vor frĂŒhestens 20.00 Uhr nie frei. Das MĂ€dchen ist auch unglaublich schwierig und macht stĂ€ndig GerĂ€usche und ist laut. Sie mag mich und der Junge denke ich auch. Ich sie auch aber nur bedingt und nicht so viel und so eng in meinem Zuhause. Wie ich StiefmĂŒtter beneide die ihre Stiefkinder nur 6 Tage im Monat haben wie bei den meisten ĂŒblich.

  • #75310

    Josi
    Teilnehmer

    Liebe Emma,ich kann dich sehr gut verstehen,denn mir geht es seit 6 Jahren genauso.Es ist zwar nur ein Kind,aber auch das reicht schon.Er war 10Jahre alt und die Mutter hat ihn eines Abends hier abgegeben.Es gab Jahre in denen sie sich eigentlich nie gekĂŒmmert hat.Jetzt ist er 16 und auch wieder öfter bei der Mutter.Wie lange das dieses Mal gut geht,weis ich nicht.Deine GefĂŒhle habe ich auch.Ich weis,er braucht mich,aber eigentlich will ich das nicht.Meine Kinder sind seit fast 10Jahren aus dem Haus und nur weil diese fremde Frau mit ende dreissig noch mal ein Kind,ihr Viertes,wollte,muss ich ihn jetzt gross ziehen.Mir wird das zunehmend zuviel,von den GefĂŒhlen ganz zu schweigen.Es wird auch nicht wirklich leichter mit den Jahren.Aber hier ist ein Ende in Sicht und er macht nun auch Vieles selber.Trotzdem werde ich erst wieder richtig leben,wenn er auf eigenen Beinen steht.Lass es nicht zu stark an dich heran,sonst entwickeln sich echte HassgefĂŒhle und das macht es schwierig.Ich betrachte ihn jetzt,nach all der Zeit oft als Freund mit dem man mal quatschen kann.Das hilft mir.Ich wĂŒnsche dir alles Gute und viel Kraft fĂŒr die Zukunft,Josi

  • #75681

    emma1985
    Teilnehmer

    Danke Josi fĂŒr deine Zeilen. Ich find es so schlimm das alle immer nur die armen Kinder sehen (das sind Sie ich bin selber ein Patchworkkind) aber ICH habe immer zu funktionieren und meine GefĂŒhle runterzuschlucken. Vor allem bei meiner Schwiegermutter. Ich mag sie total aber egal was man sagt „die Kinder,die Kinder…“ wie es mir geht interessiert da höchstens zweitrangig. Und ich weiß wie es ist ein Stiefkind zu sein aber meiner Meinung nach ist Stiefmutter zu sein und die Kinder fast immer zu haben deutlich schwieriger.

  • #75927

    Hypokaliaemie
    Teilnehmer

    Hallo Emma,
    gut zu lesen, dass es Frauen gibt, denen es Ă€hnlich geht. Dadurch kommt man sich nicht wie ein Alien vor. Meine Stiefsöhne (8 und 10) wohnen zwar nicht bei uns, aber die Wochenenden an denen sie da sind und die Ferien belasten mich genug. Es gibt stĂ€ndig Stress, da mein Mann und ich unterschiedliche Erziehungsstile verfolgen; bspw. findet er es in Ordnung, wenn die Kinder bis 00:00 Uhr aufbleiben. Mit ist das eindeutig zu lange. Zumal ich das auch nicht fĂŒr meine Tochter möchte. Auch TreppengehĂŒpfe zu dieser spĂ€ten Stunde wird nicht als störend empfunden.
    Ein weiteres Streitthema sind die Unterhalte. Er zahlt und das nicht zu knapp. Trotzdem kommen die Kinder ohne Wechselklamotten, so dass man gezwungen ist welche zu kaufen. Auch dies ist ein Punkt, der mich extrem nervt.
    Weiter nerven mich die Kinder im Allgemeinen: der große ist hochbegabt und nervt am meisten, da er jedem die Welt erklĂ€ren will…. Die Kindsmutter befördert dieses Verhalten,in dem sie ihn auf eine Privatschule schickt und ihm den lieben langen Tag erzĂ€hlt sie großartig er ist. Der Kleine ist sehr materiell eingestellt, da die Kindsmutter ( nicht die gleiche) recht vermögend ist. Auch er besucht in eine Privatschule. Klar!
    Ehrlich, wenn ich gewusst hÀtte wie sehr mich diese Konstellation belastet, hÀtte ich mich anders entschieden.

  • #78108

    Sommerflieder
    Teilnehmer

    Liebe Emma,

    zwar bin ich auch ’nur‘ Wochenend- und Ferien-Stiefmutter – aber mir geht es genauso! Mein BK passt so gar nicht zu uns und weder ich noch meine Kids bekommen einen Draht zu ihr – wie ein Fremdkörper. Es fĂ€llt mir auch oft schwer aus einem ’sie-ist-mir-egal‘ keinen Hass werden zu lassen.

    Andersherum ist es so, dass mein Exmann ein luxeriöses Laben hat. Er kann in Ruhe arbeiten gehen, hat dann abends auch wirklich Feierabend und jedes zweite Wochenende macht er mit den Kindern ein tolles Spaßprogramm, wĂ€hrend ich die ĂŒbrige Zeit ganze Kinderlogistik und lĂ€stigen Pflichten habe! Bei euch genießt die KM diesen Luxus und du zahlst den Preis!

    Du ziehst ganz fremde Kinder groß und hast natĂŒrlich das volle Programm, das ist hart. Aber ganz ehrlich: Ich bin jetzt langsam auch froh, wenn sogar meine eigenen Kinder in den nĂ€chsten Jahren eines nach dem anderen erwachsen werden und ich irgendwann wieder ein eigenes Leben fĂŒhren kann – insofern brauchst du dir kein schlechtes Gewissen machen; deine GefĂŒhle sind in der Situation vermutlich mehr als normal. Es scheint mir aber manchmal auch ewig zu dauern, bis Kinder groß sind! Das ist einem vorher vermutlich nicht so ganz klar – bei mir werden es 25 Jahre sein, bis das jĂŒngste Kind mit der Schule fertig ist – das ist ein halbes Leben…

    Was sagt dein Mann denn dazu, weiß er, wie es dir geht? Ihr braucht da eine Lösung, denn was er da (wie selbstverstĂ€ndlich?) von dir beansprucht, ist eben ganz und gar nicht selbstverstĂ€ndlich! Gibt es bei euch denn keine Ganztagsbetreuung fĂŒr Grundschulkinder, einen Hort, eine verlĂ€ssliche Grundschule, TagesmĂŒtter? Ich finde es völlig ok, den Tag der Kinder in dieser Form zu bereichern – das hat nichts mit ‚Abschieben‘ zu tun – und ich sehe das wie du: es geht nicht immer nur um die Kinder!

    In den Ferien können Kinder in diesem Alter auch schon an Kinder- und Jugendfreizeiten teilnehmen, dann habt ihr in den Ferien auch mal 1-2 Wochen Zeit fĂŒr euch. Bei uns bietet die Arbeiterwohlfahrt hier sehr viel an; es gibt ein richtiges Ferienfreizeitprogramm als Heftchen.

    Ansonsten ist es schwer, dir etwas zu raten. GefĂŒhle kann man nicht einfach abstellen und der ewige Gewissenskonflikt nagt zusĂ€tzlich. Nur deinem Mann sollte auch klar sein, dass du absolut zu gar nichts verpflichtet bist und er alles Mögliche tun sollte, damit es dir in dieser schweren Situation gut geht!

    Liebe GrĂŒĂŸe

    • #79135

      emma1985
      Teilnehmer

      Ja da hast du recht. Es ist noch eine lange Zeit 😞 heute haben wir von der Mutter gehört das sie tatsĂ€chlich (oh wie freundlichen) eine Woche ihre Kinder in den Sommerferien nimmt. Aber eine Woche gehts auch zu Oma und Opa das ist schon mal schön! Ich frag mich nur werden die GefĂŒhle besser mit den Jahren? Manche sagen das ja. Ich denke um so Ă€lter sie werden um so schwieriger wird es doch eher und man bekommt Streit was das ganze nicht besser macht.

      • #79248

        Sommerflieder
        Teilnehmer

        ich sage immer: Es wird nicht besser, nur anders.
        Mit meinen GefĂŒhlen diesbezĂŒglich sieht es Ă€hnlich aus – sie verĂ€ndern sich.

        Man muss sich MĂŒhe geben, entspannt zu bleiben – so ein Teenager kann auch noch recht viel Aufmerksamkeit beanspruchen, aber halt anders als Grundschulkinder.

        Sie organisieren sich schon ganz gut selbst, was bedeutet, dass z.B. die leidigen Taxifahrten zum Sport und Klavier nicht mehr nötig sind, sie fahren das alleine mit dem Rad. Auch bei schulischen Dingen haben sie die Verantwortung nach Hilfe zu fragen, wenn sie denken, dass sie sie brauchen – ich renne ihnen da nicht mehr nach. Und sie verlassen ihr Teenie-höhlen nur noch, wenn sie Hunger bekommen 😉 Also meine Freiheiten haben sich seit einigen Jahren doch nach und nach erhöht und das GefĂŒhl, stĂ€ndig angebunden zu sein, wurde besser.

        Andereseits werden sie erwachsen, habe Fragen dazu (die MĂ€dels bekommen z.B. ihre Tage) fahren auf Klassenfahrten (Packen, ReisepĂ€sse, Ermahnungen 😉 …) da bleibt noch genug, wo einfach UnterstĂŒtzung oder GesprĂ€che nötig sind. Und die Auseinadersetzungen mit ihrem Vater, meinem Exmann, werden auch nicht unbedingt einfacher.

        Dabei ging es jetzt um meine eigenen Kinder – bei meinem BK sieht es anders aus -ich mag sie nicht und ich dulde sie, weil ihr Vater mich wirklich liebt und er Dinge Ă€ndert, wenn ich Nachdruck ausĂŒbe. Wenn ich davon nicht ĂŒberzeugt wĂ€re wĂŒrde ich es nicht ertragen. Aber diese HassgefĂŒhle bin ich nur losgeworden, weil ich mir mit der Zeit eine egal-Haltung zugelegt habe.

        Du hast natĂŒrlich deutlich schwierigere Voraussetzungen – aber es auch noch ein bisschen selber in der Hand, wohin die Reise geht. Und dein Mann scheint dir bei der Erziehung ja auch zu vertrauen und dir freie Hand zu lassen, oder?

        Dass sich mein Exmann ĂŒberwiegend ein schönes kinderfreies Leben machen kann, wĂ€hrend ich hier angebunden bin und seine (unsere) Kinder großziehe, wir nur alle zwei Wochen mal ein kinderfreies Wochende fĂŒr uns haben bzw. nur das BK hier ist etc. – wenn ich diesen Gedanken zulasse, dann geht es mir Ă€hnlich wie dir – es ist einfach nur unfair!

        • #85411

          emma1985
          Teilnehmer

          Ich glaub ich hatte dir jetzt hier wo anders geantwortet đŸ€” manchmal klappt es nicht mit dem antworten sorry.

  • #85359

    Sunshine13
    Teilnehmer

    Liebe Emma,

    ich kann – wenn auch nur ansatzweise – nachempfinden, wie du dich fĂŒhlst. Ich habe neben meiner eigenen Tochter (11) zwei Bonuskinder (13 und 15). Sie sind nur alle zwei Wochen an den Wochenenden bei uns, ab und zu in der Woche mal abends zum Essen und in den Ferien die HĂ€lfte der Ferienzeit. Und das reicht mir schon vollkommen.
    Als ich meinen Freund kennenlernte, wollte ich sie unbedingt kennenlernen, ich fand es toll, dass meine Tochter endlich Ă€ltere „Geschwister“ haben wĂŒrde, und wollte den beiden eine StĂŒtze und Freundin werden. Heute weiß ich, dass das sehr, sehr naiv gedacht war…

    Zu deiner Situation kann ich nur sagen: Hut ab! Mein Freund hat auch immer mal davon getrĂ€umt, dass seine Kinder eines Tages bei uns leben möchten, aber fĂŒr mich wĂ€re das absolut undenkbar. Dass du das tagtĂ€glich meisterst, wĂ€hrend er arbeiten ist, finde ich bewundernswert. Und da sind GefĂŒhle jeglicher Art bei dir absolut berechtigt!

    Ich sehe das Ă€hnlich wie Sommerflieder – hast du mit deinem Mann mal in Ruhe darĂŒber gesprochen, wie du dich mit der Situation fĂŒhlst? Gibt es keine Möglichkeit, dass die Kinder bis nachmittags in der Schule betreut werden und dort auch Hausaufgaben machen? Im Normalfall bieten die meisten Grundschulen doch inzwischen OGS bis 15 Uhr an. Meine Tochter war dort auch immer, da ich arbeiten musste. Damit hĂ€ttest du zumindest etwas mehr Freiraum.

    Und könntest du nicht vielleicht an einem festen Tag in der Woche Oma und Opa einspannen, dass sie die Kinder an diesem Tag versorgen, bis dein Mann von der Arbeit kommt?

    Also, ich habe nur meine Tochter jeden Tag zu versorgen, und auch das bringt mich manchmal an meine Grenzen. Aber es ist mein Kind, dass ich von Herzen liebe und mir immer gewĂŒnscht habe. Dennoch brauche ich auch Zeit fĂŒr mich, und ich genieße es manchmal sehr, dass sie Ă€lter wird und auch mal ein StĂŒndchen alleine zurecht kommt.

    Mein Leben so sehr aufzugeben fĂŒr zwei „fremde“ Kinder kann ich mir nur schwer vorstellen.

    Ich wĂŒnsche dir in jedem Fall alles Liebe!
    Viele GrĂŒĂŸe
    Sunshine

    • #85462

      emma1985
      Teilnehmer

      Von meinem Mann die Mutter hat selber PflegefĂ€lle zuhause das geht leider gar nicht und meine Eltern wohnen 6 Stunden weit weg 😞 mit der Betreuung wĂ€re vielleicht eine Lösung wie es besser wird muss ich mal ansprechen. Im Moment ist meine BT so vorlaut und respektlos und das in dem Alter. Manchmal bin ich kurz davor ihr eine zu scheuern. Ist bis jetzt noch nie vorgekommen aber sie bringt mich so an meine Grenzen und ist mein Mann dabei leistet sie sich sowas nicht. Alleine SprĂŒche wie „ihr seid ja auch nicht perfekt“ oder „muss ich schon mal gar nicht“ 🙄 ich setzte sie dann auf die Treppe oder sie bekommt nichts SĂŒĂŸes mehr aber manchmal hab ich das GefĂŒhl das bringt gar nichts. Was macht ihr dann? Mit eigenen Kindern traut man sich ja doch mehr zu sagen oder zu machen. Aber was macht ihr bei euren BK?

      • #85939

        Pinocchio
        Teilnehmer

        Liebe Emma

        Ich hab mir gerade gedacht, dass es auch ein Vorteil sein kann, wenn nicht das eigene , sondern das Bk schwierig ist und man kurz davor ist, ihr/ihm eine zu scheuern. Bei den eigenen getraut man sich wirklich mehr zu sagen! Ich hĂ€tte und habe die BK s nie angeschrieen. Da war ich weit davon entfernt! Die eigenen Kinder schon und das ist sehr schade! Da hab ich auch ein schlechtes Gewissen 🙁

        Zu deiner Frage: was tut man, wenn gar nichts mehr geht? Bei den BKs: es sind nicht meine Kinder, ich muss die nicht erziehen. Stell ich mir bei Vollzeitstiefmutter allerdings unmöglich vor.
        Deshalb Àndere ich jetzt deine Frage in: Was tue ich bei meinen eigenen Kindern dann?
        Hilfe holen: ich telefoniere der Babysitterin um mir einen „kinderfreien“ Morgen zuverschaffen oder frage in akutsituationen (wenn die Nerven schon blank sind- kurz davor, eine zu scheuern) die Nachbarn, kurz auf die Kinder aufzupassen, und mache ganze 30minuten nichts!
        Im Akutfall: Wechseln der bisherigen Strategie. Anstelle ausschimpfen ganz lieb was anderes vorschlagen. Die sind dann so baff und du hast Ruhe. Funktioniert nicht oft, aber entschÀrft die Situation.

        LĂ€ngerfristig oder wenn man nach einem Ausraster abends grĂŒbelt… :
        WAS KANN ICH ÄNDERN, dass es gar nicht soweit kommt, dass ich kurz davor bin, eine(..) ?
        Erziehungsziele Àndern: muss das Kind zwingend den Teller leer essen?
        Gewohnheiten Àndern: wann entstehen die Situationen? Kann ich in meinem Tagesablauf etwas Àndern, wie zb die Haare abends machen anstelle des Morgens?

        • Diese Antwort wurde geĂ€ndert vor 1 Monat von  Pinocchio.
  • #85774

    herzdame
    Teilnehmer

    Liebe Emma1985,
    Deine GefĂŒhle, gegenĂŒber „fremden“ Kindern sind völlig normal und nachvollziehbar. Stiefkinder sind nicht „jedermanns Sache“ und es ist nie leicht mit Ihnen und damit, womit Stiefmutterdasein einhergeht fertig zu werden. Ist es doch schon oft nicht leicht eine Mutter eigener Kinder zu sein.

    Bitte sei mir nicht böse, wenn ich Dir nun aber sage, dass ich nicht verstehen kann warum Du Dich dann in diese Situation bringst?
    Als ich meinen LebensgefĂ€hrten kennen lernte wusste ich, dass er einen 1 jĂ€hrigen Sohn hat. Ich habe mich fast ein halbes Jahr zurĂŒckgehalten bevor ich mich entschied das Kind kennen lernen zu wollen. Ich wollte mir bei meinem Freund erst sicher sein bevor ich auch noch ein Kind in mein Herz lassen konnten. Ganz zu schweigen davon, dass ich nicht zu einer Bezugsperson fĂŒr ein Kind werden wollte, bevor ich mir nicht klar darĂŒber bin, ob die Beziehung hĂ€lt oder ich bereit bin Stiefmutter zu werden. Denn eine Stiefmutter ist wie eine Mutter, nur an den Wochenende und in den Ferien oder eben ganztags, wenn sie bei Papa wohnen (selbe Pflichten ohne Rechte!!!) und kann nicht nach ein paar Wochen „Probemutter-sein“ einfach wieder das Leben des Kindes verlassen.
    Sicher argumentieren viele Frauen damit, dass sie den Mann einfach sehr lieben und ihn nicht verlassen wollen. Kann ich verstehen und es ging mir ebenso. ABER Stiefkinder gehen nicht weg, bis sie mindestens 18 sind. Und es „wird-schon-besser-werden“ funktioniert auch in einer Partnerbeziehung nicht.

    Wir haben mittlerweile zwei gemeinsame Kinder (2 Jahre und 6 Wochen). Mein Stiefsohn (5 Jahre) ist, wenn er bei uns ist, mein drittes, bzw. mein erstes 😉 eigenes Kind. Er wird genauso geliebt und genauso gemaßregelt. Es ist sehr schwer mit ihm, da er bei der Mutter keinerlei Erziehung erfĂ€hrt, er ist frech, unverschĂ€mt, anstrengend und, wegen der „kranken“ Mutter auch psychisch krank, was viel Stress verursacht, neben dem Stress mit der Mutter (den sollte man im Übrigen auch nicht unterschĂ€tzen, wenn man entscheidet bei einem Mann zu bleiben der bereits Kinder hat – hier ist eine Ex nicht notwendigerweise eine abgeschlossenes Kapitel im Leben des Partners). Aber er ist mein Stiefsohn. Es bricht mir das Herz ihn immer wieder der Mutter zurĂŒckgeben zu mĂŒssen, aber ich habe mich abgefunden und es ist ok. Er liebt sie, weil sie seine Mami ist.

    Ich habe mich, von dem Tag an als ich entschieden habe eine Bezugsperson fĂŒr ihn zu werden, indem ich mit seinem Vater zusammenbleibe um ihn gekĂŒmmert und akzeptiert, dass sein Vater viel Zeit mit ihm verbringt, wenn er bei uns ist. Wir machen viel als Familie und gehen mittlerweile zu fĂŒnft in den Zoo und ins Schwimmbad, auch wenn es nicht leicht ist.

    Kinder sind oft anstrengend, Stiefkinder oder eigene Kinder.

    Du sagst Du „kannst Dich nicht daran gewöhnen“, dass die Beiden „immer da sind“. Das verstehe ich auch nicht ganz. Wenn Du jetzt schon ein Jahr mit dem Vater verheiratet bist, habt ihr vorher nicht mal Probe-zusammengewohnt? Hast Du Dir die Situation nicht vor der Hochzeit schon mal angesehen? Sicher wart Ihr ja eine Zeit zusammen bevor Ihr geheiratet habt, oder nicht?

    Wie gesagt, sei mir nicht böse, dass ich Deine GefĂŒhle zwar verstehe, aber es nicht nachvollziehen kann, dass Du Dich dem nicht entzogen hast, BEVOR es so schlimm fĂŒr Dich wurde.

    Mein Tipp fĂŒr Dich: nimm Dir regelmĂ€ĂŸige Auszeiten, in Absprache mit Deinem Mann. Es sind, trotz Allem seine Kinder und sie haben das Recht ihn auch mal fĂŒr sich alleine zu haben, also schick sie weg zu einem Ausflug/Wochenende und geh derweil Wellness machen oder ins Fitnessstudio und reagier Dich ab. Auch ein MĂ€delsabend mit viel Alkohol hilft da mal.(das gilt im ĂŒbrigen auch fĂŒr alle Mamis, nicht nur Stiefmamas!!!). Leg nicht jedes Wort auf die Goldwaage und sieh zu, dass Du mit den Kindern was machst was euch gemeinsam zum Lachen bringt – das schweißt zusammen und Du merkst vielleicht, dass es einfach nur Kindern sind.

    StiefmĂŒtterliche GrĂŒĂŸe

  • #85849

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Hallo Emma,

    du solltest dir dringend mehr Freiraum gönnen. Es ist nicht deine Aufgabe,die Kinder großzuziehen und dein Leben aufzugeben-auch wenn du es aus Liebe vermutlich gern machst.

    Hier musst du dich dringend deinem mann mitteilen das du einfach am Ende bist und das so nicht mehr kannst! Ebenso das sie nicht hört usw. du könntest ja mal einen Tag das aufnehmen und am Ende des Tages spielst du deinem Mann die Tonaufnahmen vor,dmit er nachvollziehen kann,was bei euch los ist.

    Du bist eindeutig an deine Grenze angekommen. Zudem ist dein Mann fĂŒr die Betreuung zustĂ€ndig. Es kann nicht sein das er erwartet das du zuhause sitzt und seine Kinder organisierst. Er muss bis er selber dann nach Hause kommt,eine Betreuung fĂŒr sie finden. Ebenso muss auch er mal die Kinder in die Schule bringen sonst. Es gibt vieles da fĂŒr euch,Hort,Jugendtreff,Ferienkurse.
    Schickt die Kinder auch ruhig in den Ferien mal wirklich 1-2 wochen weg,Zeltlager,Jugendfahrt oder Ferienkurse. Gibt ja auch den Ferienpass. Da gibt es wirklich viel auch um dich zu entlasten.

    Zu dem Thema Bestrafungen bzw Konsequenz gebe ich dir den Tip: Es muss immer einen Sinn ergeben.

    NatĂŒrlich bringt es nichts wenn sie frech zu dir/euch ist und ihr gebt ihr kein Naschen mehr. Denn diese Zwei handlungen sind ja vollkommen verschieden. Eine Konsequenz sollte immer in verbindung mit der Tat einhergehen.

    Heisst,wenn sie Zb frech ist,dann ermahne sie ruhig und sachlich,das du bitte möchtest,das sie ordentlich redet mit euch. Ansonsten sprichst du nicht mehr mit ihr wenn sie so mit dir redet. Das wĂ€re die logische Konsequenz daraus verstehst du? Und sollte sie dann wieder so pampig werden,mĂŒsstest du sie konsequent ignorieren und nicht mit ihr sprechen. Da wĂŒrde der Groschen dann eher bei ihr fallen.

    Ebenso auf die Treppe wĂŒrd ich sie nicht setzen.Damit schiebst du sie ab.An einen Ort der nun wirklich nicht toll ist.Wenn sie nervt,ermahne sie und sage: Ich habe gerade zu tun.Kannst du bitte 10 min warten,hier guck wenn der Wecker klingelt habe ich zeit fĂŒr dich. Wenn du nun weiter nervst,kann ich die Sache nicht abschliessen. Dann habe ich noch weniger Zeit fĂŒr dich. Du könntest aber ja schonmal im Zimmer/Draussen ……..aufbauen. Oder du versuchst sie einzubinden: Ich weiss du möchtest nun spielen,helfe mir,dann geht es schneller und ich habe zeit fĂŒr dich.

    Versuche einfach gelassen zu sein und wirklich nur dinge zu „bestrafen“ in denen sie sich wirklich daneben benimmt oder gefĂ€hrlich sind. Und ĂŒberlege dir einfach mehrmals,ist es was sie macht nun wirklich so schlimm oder ignoriere ich es einfach?. Kinder machen vieles einfach auch weil sie aufmerksamkeit wollen und dabei ist es dnan egal ob negative oder positiv. Aber du kannst sie daraus holen in dem du die negativen seiten ignorierst und die positiven hervorhebst. ZB kennen das alle Eltern wenn kinder schmieren. Es nervt. natĂŒrlich.Egal ob beim essen oder beim trinken. Aber ĂŒberlege was ist wirklich schlimm daran?tut sie irgendjemanden weh?verletzt sie wen oder sich?Nein? Dann lass es. ZB könntest du ihr ein lappen hinwerfen und sagen: Wenn der seevulkan fertig ist,möge er doch bitte das wasser vom tisch wegwischen.

    Es hilft einfach ungemein zu entschleunigen. Und du musst nicht den ganzen Tag mit ihnen verbringen,sicherlich wird es einen Jugendtreff oder Hort bei euch in der NĂ€he geben.Dort kann sie nach den Hausaufgaben hin und sich mit Freunden treffen. Und du hast mal ruhe fĂŒr dich. Oder kannst arbeiten gehen etc. Wichtig ist aber rede mit deinem mann ĂŒber deine GefĂŒhle. Aber ohne ihm vorwĂŒrfe zu machen.Denn du hast dich auch auf dieses Spiel eingelassen und zugestimmt die kinder zu betreuuen.

    Ebenso deine GefĂŒhle sind ganz normal. Und die Kinder werden deine innere Abneigung auch merken. Weswegen ihr euch vermutlich gerade so auf den Keks geht. Du willst deinen Platz nicht verlieren und die Kinder nicht ihren. Schafft euch allen deshalb mehr Freiheiten. Dann könnt ihr auch wieder offen aufeinander zugehen.

    Im Übrigen mein BK kriegt hier genauso die selben Strengen Regeln und Konsequenzen wie meine Kinder. Ich versuche nur immer drauf zu achten das das was sie tun einen sinn ergibt mit der Konsequenz. Wenn das Zimmer nicht aufgerĂ€umt ist,kriegen sie zB kein neues Spielzeug bzw dĂŒrfen sich nichts aus den regalen nehmen…sonst wĂŒrde das zimmer noch mehr aus den nĂ€hten platzen. RĂ€umen sie auf,dĂŒrfen sie sich auf wieder was anderes rausnehmen. Das ergibt sinn.

    keinen sinn wĂŒrd es ergeben wenn ich sage rĂ€umt auf oder es gibt kein naschtisch zum mittag. Das mIttag kommt erst in 3 std und hat mit dem zimmer rein gar nichts zu tun.

  • #114742

    Gini2404
    Teilnehmer

    Hallo Emma. Ich kann dich total verstehen. Mir geht es genauso. Seine 11 jĂ€hrige Tochter lebt auch bei uns. Wir sind nun fast 2 Jahre zusammen. Ansonsten haben wir keine Kinder. Das heißt, ich bin auch nie irgendwie da rein gewachsen, in die Mutterrolle, eher hineingeworfen.

    Daher kann ich dich auch sehr gut verstehen. Kurz möchte ich zu Anfangs zu dem Text von herzdame eingehen. Einerseits hat sie recht. Aber, ich kann da nur von mir sprechen. Ich war abslout und völlig naiv, zu anfangs. Wie heißt es so schön?! Wenn man verliebt ist, rennt man lachend in eine KreissĂ€ge. Und so war es, bei mir. Wir waren so verliebt und alles war so toll. Und ich hatte so die Scheuklappen auf. Wir wollten unbedingt zusammen sein. Seine Tochter hatte den Schulwechsel von Grundschule auf die weiterfĂŒhrende Schule. Das war unser Stichpunk. Wir ziehen zusammen. Der passende Moment. Ansonsten wĂ€re es schwierig geworden, unsere Arbeitsstellen, Schule und Wohnung zu Vereinen. Ich dachte alles wird so viel besser. Ich arbeite nicht so lange, kann Essen kochen, Hausaufgaben machen und zuhören wenn sie so viel zu erzĂ€hlen hat. Was das alles bedeutet und wieviel Arbeit und Stress das macht. Das hab ich mir in meiner NaivitĂ€t nicht vorstellen können. Ziemlich dumm von mir. Und was wir alles an Streit bisher hatten. Es ging so weit, dass ich nicht mal mehr mit beiden an einem Tisch zum Essen sitzen wollte, nach Hause gekommen bin und mich ins Schlafzimmer eingesperrt habe. Mein Freund sieht alles larifari. Vergisst viel und ist nicht konsequent. Ich dagegen bin anders. Vielleicht weil ich nicht die Mutter bin und alles objektiv betrachte. Er hat sich nicht um Hausaufgaben gekĂŒmmert, stĂ€ndig gammelte das Brot im Ranzen. Oder anderes Essen in SchrĂ€nken, sodass schon Tiere kamen. Aber das hat er gar nicht bemerkt. Hat er ja nie nachgeguckt. Ich schon. Es gab Momente, da wollte ich sogar was finden. Klingt mies, aber es war so. Seine Tochter ist nicht einfach und hat auch nichts von meiner Erziehung oder meinem Wesen. Sondern ist das krasse Gegenteil. Ich bin ganz anders aufgewachsen und meiner Familie waren andere Werte wichtig. Mittlerweile sieht mein Freund es genauso. Wenn sie sonst gelogen hat, fand er es nicht so schlimm. So sind Kinder. Ich finde es aber absolut schlimm, jegliches vertrauen ist da vorbei.
    Aber durch all diese Dinge haben ich auch diese schlechten GefĂŒhle. Es ist ja auch so, es passiert was doofes und selbst wenn man dann abends Ruhe hat, geht man das Thema noch mal durch. Wenn wir alleine sind, leben wir ein ganz anderes Leben. Eins welches ich eigentlich mir vorgestellt habe, wenn man einen Freund hat. Welches aber ganz anders kam, weil ich gar nicht in der Lage war, mir auszumalen, wie es mal sein kann.

    Was uns und vor allem mir hilft. Wir sind bei einer Erziehungaberatung. Die Frau versteht mich. Sie hilft uns. Zu Anfangs mir und meinem Freund eine Einheit zu werden. Wir haben uns die Woche aufgeteilt. Unsere Arbeitszeiten geĂ€ndert. Montags und Dienstag kommt er eher nach Hause. Und ich kann lĂ€nger arbeiten (was ich auch nie bedachte hatte, in meiner Branche kommt es Phasenweise zu Überstunden) und Mittwochs und Donnerstags sind meine Tage. Seine Tochter geht in die sogannte Ogs. Das hilft auch. An unseren Tagen machen wir das Essen, Hausaufgaben(wenn die nicht schon in der Ogs gemacht wurden) kontrollieren den Ranzen und was so dazu gehört und der andere kann nach der Arbeit nach Hause kommen und entspannen. Dazu sind regelmĂ€ĂŸige Großeltern Übernachtungen ein Traum. Ich weiß, dass deine Arbeit und die Zeit es evtl nicht so zulĂ€sst wie bei uns, aber ich rate euch auch zu einer Erziehungaberatung. Es ist keineswegs schlecht und man muss sich auch nicht blöd vorkommen. Manchmal tut es auch einfach gut zu hören, du machst alles richtig. Und da wird auch gerne noch mal alles umgekrempelt. Eurer Tag wird neu strukturiert. Es zeigen sich Möglichkeiten auf, an die keiner vorher gedacht hat. Und das tolle, bei uns kostet es nichts. Es wird vom Kreis bezahlt. Und es hilft uns wirklich. Ich gehe jedes Mal mit einem gutem GefĂŒhl da raus. Jetzt kommt den nĂ€chsten Termin, seine Tochter dazu. Ich bin gespannt wie alles wird. Aber selbst ihr, ist eine Besserung in unserem Familienleben aufgefallen. Und das soll ja auch was heißen. Also ich kann dir nur diesen Tipp geben. Übrigens bin ich meist, an den Montagen und Dienstagen dann mit Freuden verabredet und muss mich nicht kĂŒmmern. Das ist so schön. Klar kann er an meinen Tagen auch mal was machen nur nicht so oft. Ich bin ja nicht der Babysitter.

    Ich hoffe fĂŒr dich, es gibt eine Besserung bei dir. Und holt euch wirklich Hilfe. Manchmal braucht man die und das ist echt nicht schlimm. Aber du gehst kaputt und somit ist niemanden geholfen.

    • Diese Antwort wurde geĂ€ndert vor 3 Wochen, 3 Tagen von  Gini2404.
  • #124718

    Nine
    Teilnehmer

    Hallo Emma, ich verstehe Dich total und beneide Dich keineswegs. Ich habe eine Tochter, die ich rund um die Uhr betreue und die Kinder meines Freundes sind mal 1x im Monat da, manchmal 2x im Monat, und selbst das ist mir schon zuviel. Es ist eben einfach etwas anderes als das eigene Kind. Ich könnte mir auch nie vorstellen, mit den Kindern in einem Bett zu schlafen, wenn es Ihnen schlecht geht. Vielleicht gibt es tatsĂ€chlich ein paar MĂŒtter, die die die Kinder wie ihre eigenen Kindern annehmen können, aber ich gehöre definitiv nicht dazu. Ich habe zwar sehr viel VerstĂ€ndnis, aber letzten Endes lassen die Kinder Dich ja auch immer wieder spĂŒren, dass Du nicht ihre Mutter bist. Wie sollst Du also Mutter spielen, wenn Du stĂ€ndig eingetrichtert bekommst, dass Du es eigentlich nicht bist? Du solltest mit Deinem Mann auf alle FĂ€lle darĂŒber reden. Ich weiß, da kommen dann bestimmt erstmal solche Vorurteile wie „Du magst meine Kinder nicht, Du akzeptierst meine Kinder nicht etc.“, aber mach ihm einfach klar, dass Du nicht ihre Mutter bist und die Kinder Dich auch nicht als solche sehen wollen. Vielleicht setzt ihr euch alle mal zusammen und macht ein FamiliengesprĂ€ch, in dem ihr euch sagt, was ihr voneinander erwartet. Das können auch Kinder in dem Alter, einfach sagen, was ihnen gefĂ€llt, was ihnen nicht gefĂ€llt und was sie sich fĂŒrs Zusammenleben wĂŒnschen. Da kommen manchmal ganz kindliche Sachen oder auch Forderungen (kaufe mir ABC), wo man dann sagen kann, das bekommst Du gern zum Geburtstag oder so, aber wenn das nicht hilft, dass Du Dich besser fĂŒhlst, schlage ich Dir vor, einen Therapeuten fĂŒr Dich, fĂŒr Dich und Deinen Mann zu suchen. Denn eins ist klar, er sieht Dich als Ersatzmutter und er muss verstehen, dass Du das nicht bedingungslos sein kannst und möchtest und manchmal hilft da nur ein Außenstehender, damit er da versteht. Viel GlĂŒck!

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