Hausaufgaben – wie macht ihr das?

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Dieses Thema enthält 9 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Teilzeitmama vor 1 Woche.

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  • #7961

    Blackpearl
    Teilnehmer

    Hallo Zusammen,

    ich muss wieder einmal ein Thema starten, weil es uns den letzten Nerv raubt. Die Kleine meines Freundes geht nun in die Schule. Seitdem hatten wir sie an zwei Wochenenden.

    Beide Male hat die Mutter gesagt, dass sie Hausaufgaben machen muss. Die Mutter gibt aber nicht ihre Schultasche oder ihr Federmäppchen mit. Außerdem bekommen wir auch nicht das Hausaufgabenheft zu sehen oder ein Übungsheft aus der Schule. Extra für unsere Wochenenden hat sie ein neues Schulheft angefangen und dann auch noch falsch vorgeschrieben (ihr wisst ja, in der ersten Klasse müssen die Buchstaben auf bestimmte Linien und das hat sie total versaut, ich habs dann korrigiert). Und natürlich kann man mit Bleistift und Kugelschreiber nicht schreiben lernen.
    Bei uns saß das Kind beide Male geschlagene 3 Stunden an den Hausaufgaben – ein Mal eine A5 Seite Buchstaben schreiben und das andere Mal jeweils 2 Zeilen der Zahlen 1-6. Sie lies sich durch nichts motivieren (wenn du schnell fertig wirst, können wir heute noch reiten gehen), auch Opas Bestechungen (Eis!) liefen ins Leere. Wir haben versucht zu helfen, wir haben sie in Ruhe gelassen – keine Chance.
    Ich habe jetzt die Schnauze voll, nächstes Mal bekommt die Mutter von uns eine Nachricht, dass sie entweder alles mitgeben soll oder wir einfach keine Hausaufgaben machen.

    Bringen eure Bonuskinder auch Hausaufgaben mit? Machen sie sie freiwillig bzw. wie könnt ihr sie motivieren? Habt ihr irgendwelche Tipps für uns? Die Wochenenden sind ohnehin schon immer so kurz, da muss man nicht noch 3 Stunden Hausaufgaben machen. Meint ihr, mein Freund könnte mal die Lehrerin anrufen und fragen, was die Kinder für Hausaufgaben bekommen und wie sie sich in der Schule so gibt? Wir kriegen ja Null Informationen.

  • #7963

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Blackpearl,

    ja, an einem so kurzen We auch noch HA machen zu müssen ist für alle beteiligten unschön. Ich finde die Idee, der Mutter zu sagen, sie solle entweder alle Schulsachen entsprechend mitgeben, also selbstverstständlich auch das HA-Heft, oder ihr könnt halt keine HA mit ihr machen. Was sie da machen muss, hört sich eher nach Aufgaben von der Mutter an und dass sie darauf keine Lust hat, kann ich mir gut vorstellen. Auch ist es sicher sinnvoll mal mit dem Lehrer zu sprechen. Die beiden haben ja gemeinsames Sorgerecht, oder? So ist der Lehrer nämlich auch Auskunftsverpflichtet.

    Wenn ich mich recht erinnere, dann konnte sich doch die Tochter schon vorher nicht gut selbst beschäftigen und nicht längere Zeit auf irgendwas konzentrieren, richtig? Denn dann wird das jetzt bei den Schulaufgaben nicht besser sein… Am besten ist es natürlich wenn die Kinder selbst motiviert sind…Motivation von außen mit Belohnung wirkt nur kurzzeitig (und bei euch offensichtlich überhaupt nicht). Ihr könntet ihr vielleicht noch ein wenig die Wahl lassen, wann genau sie die HA macht, also ob Samstag oder Sonntag oder Vormittag oder Nachmittag. Das hat bei unserem Großen geholfen. Er hat sie dann zum Beispiel in der Mittagsruhe gemacht.

    Sinn und Unsinn von Hausaufgaben lässt sich sowieso diskutieren… Ich würde aber wirklich mal die Lehrerin ansprechen, wie viele HA es denn tatsächlich gibt. Bei uns gab es in der 1. Klasse übers Wochenende überhaupt keine HA auf (außer mal Gedicht lernen oder Blätter oder so mitbringen), weil das WE zum erholen da sein soll.

    Vielleicht solltet ihr der KiMu auch sagen, ihr macht nur die HA mit ihr, die Freitag zu Montag aufgegeben werden, um alles andere hat sie sich zu kümmern.

    Ich hoffe da ist was brauchbares bei…
    LG Daka.

  • #7964

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Ich find die Idee der Mutter zu sagen entweder kriegt ihr alles mit oder dann sitzt sie halt allein auf den Hausaufgaben schon ganz gut,allerdings wenn die Mutter mit der Tochter nicht übt leidet das Kind ja auch wieder weil es das alles nicht lernt. Mit der Schule könnt ihr euch aber absprechen. Ansonsten gestaltet die Hausaufgaben doch einfach mal anders,es gibt tolle Lernspiele bei Aldi oder Rossmann. Da sie sich sehr schwer konzentrieren kann teilt die Hausaufgaben auf, zB 15 Minuten morgens, 15 Minuten Nachmittags,oder 5 Minuten Hausaufgaben, 5minuten ein Lernspiel,5minuten pause. Und ich würd nicht mit irgendwelchen Versprechungen locken wie Eis und co. Ich weiß noch ich als Kind habe dann doppelt so lange gedauert weil ich dann unter Druck stand,die Hausaufgaben waren schon viel und man will doch so gern das Eis und weiß man bekommt es dann vielleicht nicht wenn den erwachsenen es doch nicht passt

    Ich bin der Meinung mal gelesen zu haben das Kinder bis ca 10 Jahre pro Lebensjahr ca 1 minute Geduld und Konzentration aufbringen können. Heißt bei euch 6min kann sie sich auf die Hausaufgaben konzentrieren. Nimmt euch den Druck raus sie ist doch grade erst eingeschult worden. Bestärkt sie positiv auch wenn sie langsam ist oder nur ein paar Buchstaben schafft.

    Und werdet doch mal kreativ und legt mit lego oder Papier Buchstaben. Oder sucht mit ihr in der Wohnung nach Buchstaben und zahlen. Jeder kriegt ein Zettel mit einer Zahl einem Buchstaben und einem Feld wo er aufkleben muss wo er diesen gefunden hat. ZB im TV im Teletext das A.

  • #7967

    schwaelbchen
    Teilnehmer

    Meine BK kommen immer freitags nach der Schule und haben dann auch immer alles dabei, auch wenn sie für eine Arbeit lernen müssen.
    Ich lerne auch mit ihnen und versuche zu helfen wenn sie etwas nicht verstehen. Sie gehen beide in die Mittelstufe Gymnasium und so läuft das schon seit der ersten Klasse.

  • #7974

    Blackpearl
    Teilnehmer

    Danke für eure Tipps! Wir werden davon nächstes Mal was ausprobieren.

    Uns ist auch bewusst, dass sich Kinder in dem Alter nicht lange konzentrieren können, ist ja auch voll in Ordnung. Aber sie macht eben nicht mal 5 Minuten, geschweige denn 15. Sie weigert sich teilweise komplett auch nur einen Buchstaben oder eine Zahl zu schreiben. Auch wenn sie sich den Zeitpunkt selbst ausgesucht hat.
    Allerdings habe ich auch sonst keine Erfahrung mit Schulkindern. Meine Cousine und meine Nichte leben zu weit weg, als dass ich da irgendetwas mitbekommen habe.
    Beide Cousinen der Kleinen haben immer anstandslos ohne meckern die Hausaufgaben gemacht.

  • #7977

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Es kommt drauf auch an, ob die Mutter das auch regelmäßig mit ihr macht oder ob sie auch so vom Charakter ist und sofort alles hinschmeißt. Mein Mann hat auch kaum Geduld ebenso ist sein Sohn. Er muss grade auch schreiben üben,da er immer rückwärts schreibt. Er mault meistens schon nach 1 minute rum,macht Theater etcm. Mein Mann sitzt da dann auch wird schnell genervt und aufbrausend. Beide müssen aber lernen nicht aufzugeben,ruhiger zu werden und am Ball zu bleiben. Ja es ist verdammt nervig aber ich stell zB immer einer Eieruhr auf 5 Minuten. Die müssen sie beide machen. Ich steh als Ermutigung daneben und guck das sich beide nicht in die Köpfe kriegen . Man muss da auch knallhart bleiben und dabei bleiben.

    Evt guckt ihr auch mal ob ihr beim Schreiben die Hand wehtut. Es gibt einige,die haben eine angeborene Fehlstellung (nichts schlimmes) im Handgelenk und wenn man dann den Stift haltet wie sie das in der Schule wollen,zwischen daumen, Ringfinger und Mittelfinger? bekommt man schnell eine steife Hand und schmerzen. Dadurch wird man langsamer,schmiert schnell und hat eine krakelige Schrift. Da ihr einfach mal über lassen wie sie den Stift halten will

    Auch in der Acht mal nachfragen wie sie da schreibt. Wenn die Mutter selber nicht mit ihr übt dann braucht es seine Zeit bis sie gelernt hat das das wichtig ist

    • #7978

      Blackpearl
      Teilnehmer

      Können wir irgendwie feststellen, ob ihr etwas wegtut? Wir haben auf die Stifthaltung ehrlich gesagt nicht geachtet (aber wir hatten ja auch keinen Füller da). Fragen möchte ich sie das nämlich nicht, da sie darin ihre Chance wittert, es nicht machen zu müssen. Weißt du, was ich meine? Dass man ihr sozusagen ihren Ausweg auf dem Silbertablett serviert.

      Ihr Vater saß die ganze Zeit neben ihr, ich habe auch da gesessen, allerdings gelesen. Sowohl mein Freund als auch ich sind generell sehr geduldig. Wie die Mutter ist, weiß ich nicht.

  • #7979

    Daka
    Teilnehmer

    Könnt ihr sie vielleicht mal unauffällig beim Malen beobachten, wie sie da den Stift hält? Oder malt sie auch nicht gerne?
    Noch eine andere Sache die mir einfällt: Sind ihre Augen in Ordnung? Vielleicht sieht sie ja schlecht und es fällt ihr daher schwer zu schreiben? Eigentlich wird das zwar bei der Einschulungsuntersuchung getestet, aber wer weiß? Bei uns bieten gute Optiker spielerische Sehuntersuchungen für Schulkinder an. Vielleicht könnt ihr das ja mal ganz nebenbei machen?

    Aber vielleicht ist es auch einfach nur so (und das ist wohl wahrscheinlicher als der „Sehfehler“), dass sie in ihrem Leben bisher nie was machen musste (das war doch das mit dem Fernseher im Zimmer seit sie vier ist bei der Mutter, oder?) und auch nie gelernt hat, sich zu konzentrieren und daher damit jetzt einfach Probleme hat. Das wird ein harter Weg und ihr werdet an den wenigen Wochenenden wohl auch nicht wahnsinnig viel tun können…leider!
    Hat denn dein Mann jetzt schon mal mit der Lehrerin gesprochen, war das aufschlussreich?

    LG Daka.

    • #7992

      Blackpearl
      Teilnehmer

      Hallo Daka,
      danke für die Antwort. Malen tut sie auch fast nie. Laut Mutter sollte sie auch mal eine Brille kriegen: „XY braucht eine Brille, gibst du bitte was dazu?“ – „Ja, aber nur, wenn du mir die Rechnung schickst.“ Danach war das Thema vom Tisch und das Kind brauchte nun doch keine Brille mehr. (Keine Ahnung, ob sie überhaupt beim Arzt war oder nur wieder Geld wollte)
      Nach einem Optiker werde ich mich mal umsehen. Schadet ja nicht, wenn man sich sicher sein kann.

      Er hat bei der Schule angerufen und nächste Woche einen Termin bekommen. Wir sind sehr gespannt!

  • #8002

    Teilzeitmama
    Teilnehmer

    Hallo,
    Das kennen wir. Wir haben den Kleinen (10 Jahre) jedes zweite WE und für uns ist es selbstverstäntlich wenn wir den Freitags aus der Schule abholen auch mit ihm lerne da erst Sonntag abend wieder zur Mutter muss. Allerdings wenn wir dann die Schulsachen überprüfen der vergangenen Tage ist oft alles falsch und nicht verbessert. Das heisst er lernt seine eigenen Fehler immer und immer wieder. Das ist schwiergig da wir den Kleinen immer nur jedes zweite Wochenende haben. Wir haben mehrmals mit der Mutter gesprochen doch es kamen immer die gleichen Ausreden: Ich muss auch arbeiten, ich kann nicht immer alles machen oder ja die Lehrerin ist schuld sie muss kucken op er es richtig hat oder nicht, wir sind am umziehen ich habe keine Zeit usw. Sie ist selbst wieder verheiratet doch ihr Mann hällt sich gerne aus aller Verantwortung raus. Leider haben die Noten darunter gelitten. Sie haben das gemeinsame Sorgerecht und nach langem hin und her hat sie endlich eingewilligt dass mein Mann ihn 2 mal die Woche von der Schule abholt und die Hausaufgaben mit ihm macht und lernt. Dem Kleinen gefällt das besser als die Tagesschule. Er ist auch nun in einem Alter wo er mehr den Kontakt mit seinem Vater sucht. Wir sind aber auf alles gefasst denn Sie findet immer wieder einen Weg uns das Leben schwer zu machen ohne an das Wohl des Kindes zu denken. Wir machen die Hausaufgaben mit ihm, bei Tests suchen wir sogar Übungen im Internet. In den Ferien wird auch ab und zu mal was gemacht auch wenn die Tränen kommen. Er wird gelobt wenn er es richtig macht und wir sagen ihm dann auch dass wir stolz auf ihn sind. Wenn er die guten Ergebnise sieht…ist er auch glücklich. Aller Anfang ist schwer…aber dran bleiben. Nicht aufgeben

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