Ex will umziehen

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Dieses Thema enthält 5 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Blackpearl vor 2 Monate, 1 Woche.

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  • #8362

    Sarah1234
    Teilnehmer

    Hallo ihr,
    Ich brauche dringend mal jemanden zum Reden. Ich bin mit meinen Freund nun seit fast einen Jahr zusammen und es läuft zwischen uns super. Eigentlich wollte ich ich nie einen Mann mit Kinder aber wo die Liebe hinfällt. Das klappte ja auch ganz wunderbar mit etwas Startschwierigkeiten. Die Beziehung zwischen mir und den 2 kleinen ist gut, die mit der ältesten durchwachsen,Teenager halt. Aber auf das will ich gar nicht hinaus. Seine Ex hat nun einen Freund, zu dem sie ziehen möchte, also in seine Stadt. Die Kinder mögen ihn sehr und laut ihrer Aussage fühlen sie sich bei ihm wie zuhause. Nun ging es um Weihnachten, an dem wir die Kinder schon gerne vll einen Tag bei uns gehabt hätten. Aber wir sollen sie am Samstag Abend zurück bringen damit sie am Heiligabend bei ihrem Freund sein können. Die Weihnachtsfeiertage wollen sie dann mit ihm und seiner Familie verbringen, heißt wir sehen sie Weihnachten gar nicht… Das hat meinen Freund natürlich sehr verletzt aber der Hammer kam noch. Jetzt haben sie anscheinend eine Wohnung dort gefunden und ziehen Ende Januar dort hin. Seine ex meinte, das die Kinder die weite Fahrt (ca 150 km) nicht lange mitmachen werden. Ich glaube das zwar nicht, denn sie lieben ihn wirklich sehr, aber was wenn es soweit ist? Das einzige was ihr dazu einfällt ist, wir sollen doch einfach hinterher ziehen. Das sei nun sein Problem. Ich habe hier auch er einen gut bezahlten Job und will hier auch nicht weg. Wenn die Kinder dann wirklich nicht mehr kommen möchten, wird er sich wohl oder übel dazu entscheiden ihnen nachzuziehen… 😿 ich weiß nicht was ich dann machen soll. Alles aufgeben? Oder ihn aufgeben. Ich habe momentan einfach nur noch Angst.
    Entschuldigt das es so lange geworden ist, ich hoffe jemand meldet sich drauf. Ich will doch einfach nur mit jemand darüber reden der persönlich nicht davon betroffen ist.
    Liebe Grüße

  • #8363

    Donnaserpente
    Teilnehmer

    Hallo Sarah,

    jetzt krieg mal nicht gleich die Panik. Hast Du mit Deinem Partner das Thema mal besprochen? Was sagt er denn dazu? Ich bin der Meinung, das solltet Ihr gemeinsam entscheiden und dann ziehen eben beide um (wobei mein Mann ganz sicher nicht seinen Kindern nachziehen würde) oder Ihr bleibt beide, wo Ihr seid. Er hat sich von seinem alten Leben verabschiedet und ein neues mit Dir begonnen. Da hat er auch eine gewisse Verantwortung Dir gegenüber.

    Wenn Dein Partner dann doch so rücksichtslos sein sollte, wie Du befürchtest, dann hat er Dich nicht verdient!!!

    LG Donna

  • #8365

    Soulcolored
    Teilnehmer

    Hallo, hat dein Partner das gemeinsame Sorgerecht bzw Abr?Dann darf sie gar nicht mit den Kindern umziehen den er müsste dem zustimmen. Macht er das nicht kann sie umziehen aber die Kinder würden dann bei ihm bleiben. Bzw würden sogar zurückgeführt werden wenn sie einfach umziehen würde. Ich würde dir und deinem Partner raten, ein Termin beim Jugendamt zu machen zwecks Umgangsvereinbarung. Und den Umgang sonst gerichtlich festlegen zu lassen mit den Feiertagen und Ferien. Wenn er dem Umzug zustimmt hat er wenigstens dann seinen Umgang fest

  • #8366

    Josi
    Teilnehmer

    Hallo Sarah,es stimmt schon,bei gemeinsamen Sorgerecht kann sie keines der Kinder in der neuen Stadt anmelden auch in keiner Kita oder Schule.Dazu braucht sie eine Vollmacht vom Papa.Informiert euch beim JA.Und falls es nicht so ist und sie umzieht,geht die Welt nicht unter und der Umgang kann klappen.Mein Stiefsohn lebt bei uns,seine Muter ca.180km entfernt.Er sieht sie trotzdem fast jede Woche.150km sind kein Grund den Umgang einzustellen,das bekommt man locker hin.Man muss nur wollen.L.G.Josi

  • #8373

    Patchworkflicken
    Teilnehmer

    Hallo Sarah,

    an eurer Stelle würde ich nicht mal auf den Gedanken kommen der Kindsmutter hinterher zuziehen. Was ist denn, wenn die Frau kurz darauf den nächsten Freund hat und wieder umzieht oder einen Job in einem anderen Bundesland und deshalb wieder umzieht? Wollte ihr wirklich jedesmal alle Brücken hinter euch abbrechen, bloß weil der Frau irgendwelche Ideen kommen oder sich ihre Lebensumstände ändern? Dann richtet ihr euer Leben komplett nach ihr aus, verliert eure Jobs, verlasst Heimat Familie und Freunde bloß weil sie sich gerade selbst verwirklicht?
    Nene, da würde ich nicht mitmachen.

    Ihr könnt euch nun überlegen, ob ihr die Gelegenheit nutzt, um die Kinder zu euch zu holen. Wollt oder könnt ihr das nicht, dann solltet ihr BEVOR diese Frau mit den Kindern deines Freundes wegzieht eine Umgangsregelung mit ihr finden. Legt diese schriftlich fest.
    Sollte das nicht möglich sein, dann geht zum Jugendamt und bittet die Mitarbeiter dort euch dabei zu helfen eine Umgangsregelung festzulegen.
    Sollte die Kindsmutter auch das verweigern, wendet euch an einen Anwalt für Familienrecht.

    Meinem Partner haben gleich zwei Anwälte unabhängig von einander erklärt, dass die Kindsmutter selbstverständlich mit dem Kind umziehen darf, da hat der Kindsvater gar nichts zu melden.
    Er kann höchtsens das ABR beantragen und die Kinder zu sich holen, aber er kann den Umzug nicht verhindern und auch keine sonstigen Bedingungen daran knüpfen. Die Kindsmutter hat das Kind auch komplett ohne Einwilligung des Kindsvaters umgemeldet. Das war dem Einwohnermeldeamt mal total egal. Auch die Kita fragte da nicht nach… Theorie und Praxis klaffen was die Rechte des Vaters angeht sehr weit auseinander.
    Allerdings muss die Kindsmutter dann dafür sorgen, dass der Umgang stattfinden kann. Dafür gibt es jedoch keine gesetzliche Regelung, die allgemeingültig ist.
    Ich habe inzwischen von ein paar Fällen im Internet gelesen, wo die Kindsmutter dann entweder die Hälft der Fahrtstrecke mit den Kindern entegegen kommen muss oder sie die Hälfte der Fahrtkosten übernehmen muss.
    Im Besten Fall einigt sich dein Freund mit ihr friedlich auf eine Regelung. Im schlimmsten Fall, klagt er das Umgangasrecht seiner Kinder ein, falls die Kindsmutter gar nicht bereit sein sollte zu kooperieren.

    Ehrlich gesagt denke ich nicht, dass die Kids sich von ca. 2 Stunden Fahrt davon abhalten lassen ihren Vater zu sehen. Normalerweise übersteigt doch die Liebe zum Vater die kurzweilige Langeweile im Auto, die die Kinder in Kauf nehmen müssen, um ihn zu sehen. Dass die Kindsmutter behauptet, die Kids würden das nicht mitmachen, halte ich für ein Machtspielchen ihrerseits. Damit spielt sie halt die Liebe der Kinder zum Vater runter. Da würde ich nichts drauf geben.
    Je nach Alter der Kinder, kann man die ja auch gut darauf vorbereiten, dass da in Zukunft Änderungen auf sie zu kommen. Wenn dein Freund sich gut mit ihnen versteht, dann sehe ich da echt kein Problem.
    Bei dem Teenager könnte das vielleicht schwierig werden. Je nach Alter des Mädchens wäre es wohl sinnvoll das Mädel selbst zu fragen, wie sie sich die Umgangszeiten mit ihrem Vater in Zukunft wünscht. Ab einem bestimmten ALter nabelt man sich ja eh von den Eltern ab und hat am Wochenende anderes zu tun, als mit den eigenen Eltern rumzuhängen. Aber für die Kleinen sollte es eine regelmäßige Regelung geben.
    Ideal wäre wohl, wenn die Kindsmutter deinem Freund auf der Hälfte der Fahrtstrecke entgegen kommen würde, dann wäre die Fahrtzeit für ihn ja nur halb so lang und die Kids könnten sich zwischendrin in der Übergabepause kurz die Beine vetreten.

    Zum Thema Weihnachten: Warum bestimmt denn die Kindsmutter wie es zu laufen hat? Sind die Kinder ihr persönlicher Besitz? Ist dein Freund denn nicht ihr Vater? Natürlich hat er da ein Mitspracherecht! Und die Kinder wollen doch sicher nicht an Weihnachten komplett auf ihren Vater verzichten, oder? Da darf dein Freund ruhig mal Durchsetzungsvermögen zeigen. Wenn das auf taube Ohren stößt bei der Kindsmutter, dann ab zum Jugendamt!
    Ich habe selbst einen Partner, der oft denkt, das Kind „gehöre“ der Kindmsutter und er dürfte höchstens Wünsche äußern und wäre dann auf ihre Gnade angewiesen (sie glaubt das sowieso und handelt auch dementsprechend. Für sie ist der Vater bloß der Erzeuger, zahlen kann er aber sonst sollte er einfach nicht da sein, wenn es nach ihr ginge. Mir hat sie sogar mal ins Gesicht gesagt, dass sie sich wünschte, er wäre tot.).
    Aber so ist es doch nicht. Ich erinnere ihn dann hin und wieder daran, dass ein Vater genauso viele Rechte haben sollte wie eine Mutter. Dann wird halt wieder mit der Kindsmutter gestritten, aber bisher hat mein Freund am Ende annähernd das bekommen, was er haben wollte (ganz ohne Abstriche geht es natürlich nicht, deshalb geht mein Freund bei diesen Streitereien inzwischen mit höheren Forderungen rein, als dem was er eigentlich möchte. Dann hat die Kindsmutter am Ende das Gefühl, sie hätte meinen Freund nicht seine Wünsche erfüllt und triumphiert deshalb, aber er hat in etwa das, was er tatsächlich wollte. Das ist wie Feilschen auf dem Basar. Traurig, aber wahr. Anders lässt sich mit der Kindsmutter nicht umgehen.)

    Was mir an deinem Post allerdings etwas Bauschmerzen macht ist, dass ihr euch beide scheinbar nicht als Einheit seht. Wenn du fürchtest, dass dein Freund ohne Absprache mit dir der Kindsmutter hinterher zieht, dann kommst du in diesen Plänen ja gar nicht vor!
    Wohnt ihr denn im Moment zusammen?
    Wenn mein Partner mir einfach so sagen würde, dass er wegzieht, sei es nun wegen der Kinder oder wegen eines Jobs oder sonst was, und ich da noch nicht mal Mitspracherecht habe, dann wäre das aber die längste Zeit mein Partner gewesen. Sowas Grundlegendes bespricht man doch und stellt den anderen nicht vor vollendete Tatsachen.
    Oder vermutest du nur, dass er wegziehen würde, ohne dass ihr da vorher drüber gesprochen habt?
    Ihr solltet euch in jedem Fall mal zusammen setzen und die möglichen Szenarien für eure gemeinsame Zukunft besprechen. Redet darüber, wie es in Zukunft ablaufen könnte. Was wären eure individuellen Idealvorstellungen und wie würde ein guter Kompromis aus diesen aussehen, mit dem ihr beide zufrieden wärt?
    Um deine Angst loszuwerden, empfehle ich dir mit deinem Partner zu reden, zu reden und nochmal zu reden. Solange bis ihre beide wisst in welche Richtung es gehen soll. Das betrifft eure gemeinsame Zukunft, also plant die doch auch zusammen. So macht man es nunmal in einer Beziehung, egal ob der Anlass der Veränderung nun die Kinder, der Job, eine Krankheit oder sonstwas sind. Ihr zwei solltet zusammen stehen.
    Und achte bitte auf dich selbst. Du sagst doch sehr konkret, dass du weder deinen Job noch deine Heimat aufgeben willst. Das sind doch sehr klare Wünsche. Kommunizier die auch und geh gleichzeitig mal tief in dich, um zu ergründen, bis wohin du für einen Kompromiss gehen würdest.
    Leider kann dir kein Mensch sagen, was der richtige Weg wäre. Das könnt ihr nur zusammen und jeder von euch für sich feststellen. Dafür wünsche ich dir ganz viel Kraft!

    Viele Grüße
    Patchworkflicken

  • #8389

    Blackpearl
    Teilnehmer

    Hallo Sarah,

    ich habe mir die lange Antwort von Patchworkflicken nicht ganz durchgelesen, also entschuldige, wenn ich was doppelt schreibe.

    Seine ex meinte, das die Kinder die weite Fahrt (ca 150 km) nicht lange mitmachen werden.

    Das halte ich gelinde gesagt für Quatsch. Meine Eltern haben sich getrennt als ich 3 Jahre alt war. Seitdem bis ca. als ich 16 Jahre alt war bin ich jedes (!) Wochenende von ihm abgeholt worden. Die Entfernung waren 130 km, also vergleichbar. Da sich 100 km davon auf der A2 abspielten, waren auch Staus nicht selten. Trotzdem habe ich es geliebt bei meinem Vater zu sein und die Strecke war dann eben die Bedingung. Als ich jünger war, gabs unterwegs Hörspiele und als ich älter wurde, dann eben lange Gespräche.

    An deiner Stelle würde ich übrigens keinesfalls deinen guten Job aufgeben! Das wirst du später bereuen, glaub mir.

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