Eure Meinung?

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Dieses Thema enthält 7 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Daka vor 1 Monat, 3 Wochen.

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  • #8126

    Leni79
    Teilnehmer

    Hi ihr Lieben,
    ein kleines Update. Uns geht es gut und wir haben Hilfe in Anspruch genommen. Nun wollte ich noch kurz eure Meinung hören denn ich habe noch ein Anliegen. Ich habe die Kinder eigentlich immer & kümmer mich auch den Großteil um sie. Nun ist es so wenn die Große meines Partners kommt (12 Jahre..geht auf 13 zu) dann sind die Kinder alle mit ihr beschäftigt. Finde ich ja auch schön, da es ja viele lange Anfangsschwierigkeiten gab. Gerade auch was die Große und meinen Sohn (6 Jahre) betrifft. Seit die kleine Maus  (2Jahre) auf der Welt ist herrscht meist Ruhe..Kein Bekriegen jedenfalls ihrerseits. Doch meine Frage ist  liegt es an mir oder…Wenn die Große da ist habe ich nichts zu tun und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll..Die Große kümmert sich wenn es nach mir geht viel zu viel um unsere Kleine.Es heißt dann immer nur Josi hier Josi da und mein Sohn wird links liegen gelassen oder nicht reagiert, Josi wird hochgehoben, rumgetragen usw. Wenn sie dann was von ihm (meinem Sohn möchte) möchte soll er springen, nur bei Josi wird gleich reagiert. Sie hilft Josi auch immer bei allem und ich sage bloß immer das sie das mit 2 Jahren schon alleine kann bzw lernen muss und ich nicht möchte das sie ihr groß hilft. Vielleicht ist es ja auch ein Mädchending, aber ich möchte nicht das die Kleine von ihr so bemuttert (vllt auch das falsche Wort) wird. Ich selbst bin nicht so vorsichtig groß geworden, seine Tochter ja, aber ich möchte die Vorsicht auch nicht für meine Kinder. Ich meine ich achte schon auf Gefahren, aber auf so ein Wipptier schafft man es mit 2 Jahren auch ohne Hilfestellung alleine. Wie ist es bei euch? Was mache ich mit meinen Gefühlen,  denn irgendwie macht es mich dann doch traurig nicht gebraucht oder gefragt zu sein. Man fühlt sich dann wieder wie das dritte Rad am Wagen, da man sich ja sonst immer kümmert. Was meint ihr spinne ich bloß? LG und eine schöne Woche allen.

  • #8127

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Leni,

    schön, dass ihr euch Hilfe gesucht habt und das offensichtlich auch was gebracht hat? Schafft es dein Mann denn jetzt besser auch mit deinem Sohn umzugehen?

    Momentan ist für dich ein Problem, dass seine große Tochter eure kleine Tochter zu sehr bemuttert. Ihr bei Sachen hilft, die sie schon selber kann oder könnte. Noch dazu fühlst du dich außen vor wenn sie da ist, weil sie dann die kleine bespaßt und der kleinen das offensichtlich gut gefällt. Du fühlst dich in den Momenten von deiner Tochter nicht mehr gebraucht. Mein Vorschlag: Versuche doch einfach, diese freie Zeit für dich zu genießen…Koch dir einen Kaffee, nimm dir ein gutes Buch und setze dich in eine ruhige Ecke… oder nimm dir bewusst Zeit für deinen Sohn. Dann könnt ihr mal zu zweit ein Spiel spielen oder etwas machen, was in Anwesenheit der kleinen Schwester nicht oder nur eingeschränkt geht. So profitiert ihr alle davon.

    Und was du schreibst:
    „Vielleicht ist es ja auch ein Mädchending, aber ich möchte nicht das die Kleine von ihr so bemuttert (vllt auch das falsche Wort) wird. Ich selbst bin nicht so vorsichtig groß geworden, seine Tochter ja, aber ich möchte die Vorsicht auch nicht für meine Kinder. Ich meine ich achte schon auf Gefahren, aber auf so ein Wipptier schafft man es mit 2 Jahren auch ohne Hilfestellung alleine.“

    Ja, es ist möglicherweise genau das: Ein Mädchending… eure 2-jährige mit ihrem Kindchenschema weckt sicherlich sehr wahrscheinlich erste mütterliche Gefühle in ihr. Euer 6-jähriger hat kein so starkes Kindchenschema mehr und ist aus der Perspektive betrachtet also auch nicht mehr „sooo niedlich“ (ich hoffe du verstehst das nicht falsch) und wird nicht mehr so sehr bemuttert, geht einem ja selbst auch hin und wieder so… Du machst dir Sorgen, dass sie der Kleinen zuviel abnimmt. Sieh es doch mal so, sie kommt alle 14 Tage übers Wochenende. Ich glaube nicht, dass diese 4 Tage im Monat dazu beitragen, dass eure kleine Tochter zur „vorsichtig“ wird und nicht genug selber macht bzw. machen muss. Das kann sie ja an den anderen 26 Tagen im Monat machen. Die wenigen Tage wo ihre Schwester da ist und – NOCH – Lust hat sie zu bemuttern und beide haben Spaß dran, so lass sie es doch genießen. Alleine machen kann sie noch lange und viel genug… Und wie gesagt, versuch du doch einfach die Zeit aktiv für dich zu nutzen.

    LG Daka.

  • #8130

    julie79
    Teilnehmer

    Hallöchen,

    für mich hört es sich traumhaft idyllisch an, wie du es beschreibst.
    Ich kenne deine Vorgeschichte zwar nicht, aber es hört sich so an wie Daka schreibt. Die kleine Halbschwester ist vermutlich einfach niedlicher als der Stiefbruder. Ist vielleicht nur eine menschliche Reaktion, vor allem, weil die Tochter deines Mannes ja auch erst 12 ist, sie ist noch ein Kind. Man kann ihr in einem ruhigen Moment ja mal ganz nett sagen: schau mal, dein Stiefbruder freut sich auch, dich zu sehen, es wäre schön, wenn du auch mal auf ihn eingehst.

    Ansonsten schließe ich mich an. Nutze die Zeit für dich!

    Hach ich wünschte, bei uns würde auch schon alles so entspannt laufen 😉

    Schöne Woche!

  • #8145

    christiane
    Teilnehmer

    Liebe Leni,
    ich lese nun schon einige Zeit in diesem Forum und bin erleichtert zu merken, dass es mir mit vielen Stiefmutter-Themen ähnlich wie anderen geht. Dein Post hat mich nun aber besonders angesprochen und ich wollte Dir gerne sagen, dass es mir sehr ähnlich geht.
    Mein Mann hat aus erster Ehe 2 Kinder (Mädchen 8 und Junge 13) und sie leben zu 50% bei uns. Unsere gemeinsame Tochter ist etwas älter als zwei Jahre und alle drei Kids verstehen sich zum Glück super. Darüber bin ich auch sehr dankbar, vor allem da die ältere Schwester sich wirklich rührend um unsere gemeinsame Tochter kümmert.
    Das Verrückte ist, dass ich Deine Gefühle total verstehen kann und es mir oft genauso geht. Von außen wird häufig unsere Patchwork-Situation als perfekt wahrgenommen, aber in mir brodelt es so sehr, wenn ich den Umgang der Größeren mit der Kleineren sehe. Ich sehe natürlich auch die Ex in der Stieftochter und höre oft, wenn meine Stieftochter in ihrer mütterlichen, sehr kümmerlichen Art, ihre Mutter zitiert. Ich habe dann das Gefühl, als ob meine Werte und die, die ich unserer gemeinsamen Tochter vorleben möchte, „unterwandert“ werde.
    Natürlich weiß ich, dass dies nur ein sehr indirekter Einfluss ist, aber dennoch habe ich manchmal das Gefühl, als ob ich in meinem eigenen Zuhause, das irgendwie ja auch Schutzraum sein soll, fremd bin und fühle mich außen vor.
    Es gäbe noch viel zu berichten.. mir war nur wichtig, dass Du weißt, dass es jemand gibt, der wohl ähnlich fühlt und der sich „draußen“ kaum traut, das zu kommunizieren, da nach außen hin ja alles nach einer „heilen Welt“ aussieht.
    liebe Grüße

    • #8173

      Daka
      Teilnehmer

      Liebe Christiane,

      ich verstehe was du meinst… ich zucke auch zusammen, wenn unser Großer sowas sagt wie „lass sie doch schreien, sie wird schon merken dass das nichts hilft“… (O-ton der Mutter!) oder ihr gegenüber direkt Sachen sagt die mir nicht gefallen bzw. er zu ihr aus meiner Sicht „unfreundlich“ oder „ungerecht“ ist. Dennoch lernen sie auch gerade daraus. So wie wir selbst es machen muss es ja nicht das „einzig richtige“ sein, auch wenn wir es selbst natürlich so empfinden. Letztlich machen ja z.B. auch Erzieher (und selbst die Großeltern) Dinge anders als wir selbst es uns vielleicht wünschen würden. Kinder lernen dadurch einfach eine Bandbreite von Verhalten kennen, wovon sie im Großen und ganzen ganz sicher profitieren werden.

      Und eine vollkommen heile Welt gibt es glaub ich nirgendwo…weder in „normalen“ Kernfamilien noch in Patchwork… 😉

      LG Daka.

      • #8174

        Donnaserpente
        Teilnehmer

        Oh ja, recht hast Du, liebe Daka. Nur ist es für einige Kinder inakzeptabel, wenn man etwas anders macht als die Mutter😩

  • #8191

    Leni79
    Teilnehmer

    Liebe Daka,
    mein Mann, er verfällt leider schnell in alte Muster. Ist eigentlich mit vielem so. Deshalb arbeiten wir daran und ich muss ihn halt ab und zu daran erinnern wie er mit ihm spricht/ umgeht, obwohl wir auch Hilfe von außen bekommen, aber naja. Es gibt gute und schlechte Tage. Letztens waren die Beide kurz alleine unterwegs und alles hat super funktioniert. Mein Sohn meinte dann zu mir: Papa war nett zu mir und hat ordentlich mit mir geredet. Eigentlich traurig das einem 6 jährigen das so auffällt wie mir. Habe ich „Papa“ auch erzählt. Der hat sich natürlich gleich wieder angegriffen gefühlt. Naja. Oder wenn die Kinder krank sind. Die Mädels werden betuddelt und bei meinem heißt es wasn mit dem los? Also, es ist ständige Arbeit, gerade auch weil er die Kinder ja sonst nicht hat und erst an den Wochenende sieht man dann was wie los ist.

    Zur Bonustochter: Das mit der Zeit für mich sag ich mir ja auch, aber das umzusetzen ist für mich schwieriger. Ich brauche irgendwie immer was zu tun. An der ganzen Sache stört mich halt dieses permanente Josi hier und dort, sie wird nicht in Ruhe gelassen ohne das sie dem nachgehen kann was sie gerade machen möchte weil dann heißt es schon wieder Josi hier. Bei meinem Sohn ist es halt so das er sich mit ihr beschäftigt aber dann auch dem nachgeht was ihm Spaß macht. Und wie gesagt die Große reagiert ja dann auch nicht auf meinen Sohn. Ich finde das man wenigstens ein ja oder nein geben kann. Das sage ich zu meinem Sohn zum Beispiel auch. Manchmal möchte Josi dann was von ihm und ruft ständig seinen Namen und er regairet nicht. Dann sage ich ihm ja auch das man das aus Anstand macht. Er möchte/verlangt das von uns ja auch erkläre ich ihm dann. Wie gesagt aber wenn die Tochter was möchte soll er gleich springen. Immer zu ihren Bedingungen. Aber ok.

    Liebe Julie,
    für uns war es ein langer Weg zu dieser Idylle. Erst mit der Geburt unserer Tochter ist Ruhe eingekehrt. Komisch.

    Liebe Christine,
    ich würde gerne mehr über euch hören und was deine Gefühle angeht, vielleicht kannst du mir ja mal schreiben und berichten was du sonst nicht so nach außen kommunizieren kannst. Denn mit meinem Mann kann ich darüber meist auch nicht reden und unsere Freunde verstehen es nicht da sie nicht drinne stecken. Seine Tochter hat mir auch schon Tipps geben wollen, weil man das so gar nicht macht, oder das darf man nicht, wie auch immer. Ich gebe ihr dann immer nur den netten Rat sich das für ihren Nachwuchs zu merken und belasse es dabei oder reagiere nicht.

    Lg & ein schönes Wochennende euch allen!

  • #8198

    Daka
    Teilnehmer

    Liebe Leni,

    auch wenn mit deinem Mann noch nicht alles so läuft, wie du es dir wünschst, finde ich es trotzdem positiv, dass offensichtlich auch er bereit ist, Hilfe von Außen anzunehmen. Mich interessiert, wie diese Hilfe aussieht. Magst du dazu vielleicht mal was schreiben?
    Ein möglicher Lösungsansatz könnte noch sein, dass dein Partner öfter mal was mit dem Sohn alleine macht. Anfangs vielleicht nur kurz, später etwas länger. Vielleicht hilft ihm das, einen echten Draht zu ihm zu bekommen.
    Hier kam ich nicht ganz mit… Wer lässt die große Tochter nicht in Ruhe, eure kleine, oder dein Mann? Ich kann es nur von meiner Tochter sagen, sie kann schon sehr energisch sein und da nein zu sagen ist manchmal schwer. Das fällt mir jedenfalls deutlich schwerer als dem Papa oder dem Bruder… vielleicht ist das ja so ein Jungs-Mädchen Dingens…?

    LG Daka.

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